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(Musik)
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(Musik)
Wie dumm, dass er sie mir ausgerechnet
zur Hochzeit geschenkt hat.
(summt)
Tja, was macht man da?
(summt)
Wenn Mama noch da wäre, die würde mir bestimmt das Richtige raten.
(singt) * Und dann gibt man mir nicht mal 1.000 dafür. *
(summt)
Oh nein,
die Pelze gebe ich nicht her.
Die lieb ich viel zu sehr.
Ich werde was ganz Einfaches anziehen.
Oh.
Mein Gott.
Nie habe ich das so nötig gehabt wie jetzt.
Der ist nicht schlecht.
(summt)
(summt)
An der Kette hänge ich viel zu sehr, niemals, lieber hänge ich mich auf.
Mein Kreuz, mein Kreuz, nein, das ist mir heilig.
Die bedeuten mir eigentlich am wenigsten.
Schließlich gehören sie mir, und ich kann damit machen, was ich will.
Also...
Louise...
Viel Glück.
Danke.
Willst du nicht frühstücken?
Guten Morgen, Frau Gräfin.
Frau Gräfin ist heute sehr früh aufgestanden.
Ich hab heut Nacht kein Auge zugemacht.
Ist mein Mann schon da?
Der Herr Graf hat noch nicht geläutet.
Sagen Sie ihm, dass ich fort bin.
Irgendwohin, aber bleiben Sie unklar, danke.
Steh mir bitte bei, hilf, dass er nett zu mir ist.
Hilf, dass er sie annimmt. Amen.
4 Centime, Madame.
(Musik)
Ich möchte gerne Monsieur Remy sprechen.
Sofort Madame.
Frau Gräfin.
Ich hätte Sie gerne gesprochen. - Pardon.
Zuerst müssen Sie schwören, dass Sie strengste Diskretion bewahren.
Wir verdanken unsern Kunden unsere Kundinnen.
Diskretion ist eine meiner Spezialitäten.
Ich habe es nicht bezweifelt.
Bitte, nehmen Sie Platz.
Also...
Ich habe Schulden. - Sie? Schulden?
Wie Sie wissen, verbrauche ich viel Geld.
Wer weiß das nicht?
Ich gebe zu viel aus.
Niemals zu viel.
So viel, dass ich mich im Augenblick in Verlegenheit befinde.
Da habe ich mir gedacht, ich verkaufe diese diamantenen Herzen.
Sie kennen Ihren Wert.
Oh ja. Ich habe sie Ihrem Gatten ja verkauft. - Ich weiß.
Warum schauen Sie mich so an, Monsieur Remy?
Sie werden sie doch zurückkaufen?
Ich bitte Sie um Bedenkzeit.
Wieso Bedenkzeit?
Ich muss es gleich...
(stöhnt)
Madame...
Um Gottes willen.
Was soll ich?
Jean!
Das ist ja schrecklich.
Was ist denn los? - Das siehst du doch. Madame...
Steh nicht rum, tu doch was.
Oh mein Gott, wie unangenehm.
Das ist ja furchtbar.
Dass mir das passieren muss.
So...
Hier Madame,
das wird Ihnen gut tun.
Danke, Monsieur Remy.
Wie fühlen Sie sich?
Danke, jetzt gehts schon besser.
Wir werden bestimmt einen Weg finden.
Also sind Sie einverstanden?
Im Prinzip ja.
Selbstverständlich.
Erscheint Ihnen das Angebot vernünftig?
Ach die Vernunft und ich...
Die Summe erscheint mir amüsant, abgemacht.
Ich werde es Ihnen bringen lassen. - Morgen um 5 bin ich allein.
Verzeihen Sie bitte.
Es geht mich nichts an, aber was werden Sie Ihrem Gatten sagen?
Da denke ich mir was aus, seien Sie unbesorgt.
Na ja.
Auf Wiedersehen.
Mein Gott, ich hab sie nicht mehr.
Aber Madame, Sie hatten sie nicht an. - Pst.
Scht.
Meine Ohrringe sind runtergefallen. - Du hast sie nicht angehabt.
Ich habe es bemerkt, als wir weggingen.
Du irrst dich. Ich habe zwischen den Herzen und Smaragden geschwankt.
Du kannst nicht beide verloren haben.
Du hast sie wahrscheinlich in der Hand behalten
und sonstwo liegen gelassen. - Nein Andre, bestimmt nicht.
Ich sehe mal nach.
(Musik)
Hier sind sie nicht, ich werde im Wagen nachsehen.
(Musik)
Hier rechts, Herr General.
Nein, nein.
Leo? - Herr General.
Beeil dich ein bisschen.
Komme schon.
Schnell, gib die Lampe her.
Hat der General was verloren? - Ja.
Warum kriechen Sie auf allen Vieren herum?
Ich suche die 15.000 Franc, die Sie mir zurückgegeben haben.
Sie haben sie zurückgegeben, nicht wahr?
Das werde ich in den nächsten Tagen.
Ich war in Schwierigkeiten. - So ungefähr habe ichs mir gedacht.
Gute Nacht, auf bald. - Hoffentlich.
(Operngesang)
Wunderbar, nicht wahr? - Wunderbar.
Suchen Sie etwas?
Nur eine Kleinigkeit.
(flüstert) Meine Frau hat ihre Ohrringe verloren.
Das ist doch nicht möglich.
Sie war doch in der Pause hier.
Da habe ich gedacht, dass sie sie hier verloren hat.
Das könnte ja sein.
Ruhe, ich bitte Sie.
(Operngesang)
Wenn der noch mal kommt, bleibe ich aber sitzen.
Sie wird sie in Ihrem Zimmer liegen gelassen haben.
Mein Gott, ist das ein Malheur.
Aber ich hab ihr es vorausgesagt. 4 Karo, das bedeutet großen Verlust.
Machen Sie mich nicht auch noch nervös.
Ich habe gesagt, es handelt sich um einen Verlust im Laufe des Jahres.
Aber wenn die Karos vor den 7ern liegen...
Seien Sie endlich still.
Sie glauben nicht daran, aber es trifft immer ein, was ich sage.
Ich habe recht.
Julien, ich habe gesagt, dass ich jeden verhören möchte.
Wo sind die anderen? - Sie ziehen sich noch an.
Was die wohl wollen, mitten in der Nacht?
Warte, ich werde sie fragen.
Wem geben Sie die Ehre, Sie zu begleiten?
Marcel oder mir? - Beiden gleich.
Und?
Nicht zu finden.
Treffen wir uns im Café Anglais?
Rechnen Sie nicht mit uns, wir essen zu Hause. Gute Nacht.
Warum? Unsere Freunde erwarten uns.
So viele Verehrer, das ist schmeichelhaft, aber nicht amüsant.
Jeder für sich ist schon langweilig. In Massen sind sie unerträglich.
General. - Pardon.
Monsieur de Paramer hat mich beauftragt,
Ihnen eine Frage zu stellen. - Stellen Sie.
Er meint, Sie hätten, als Sie den Schmuck suchten,
seine Frau herausfordernd fixiert.
Als ob ich sie eines Diebstahls verdächtige?
So weit wollte ich nicht gehen. - Umso besser.
Sagen Sie ihm, er hätte eine weniger hübsche Frau heiraten sollen,
wenn er nicht wollte, dass man sie fixiert.
Und ich hätte beobachtet, wie er meine Frau fixiert.
Sie können beruhigt sein, Madame.
Herr General, Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.
Wir werden diesen Schmuck wiederfinden.
Notfalls wenden wir uns an die Polizei.
Tun Sie das. - Sie können sich auf mich verlassen.
Hast du den Zeitungsausschnitt? - Ja, Papa.
Und den Schmuck? - Ja, Papa.
Bring meinen Hut mit. - Ja, Papa.
Und meinen Stock. - Ja, Papa.
Ich komm schon, Papa.
Hier Papa.
Die Geschichte mit dem Diebstahl kann ich nicht zulassen.
Papa, wenn du sie siehst, kannst du sie von mir grüßen?
Du willst wohl n paar hinter die Löffel.
Der General hat eine Verabredung von größter Wichtigkeit.
Was ich ihm zu sagen habe, ist auch wichtig.
Für Sie? - Nein, für ihn.
Na gut, ich nehms auf meine Kappe.
Monsieur Remy, Herr General. - Soll reinkommen.
Sie wollen mich wohl wieder in Versuchung führen.
Nein, Herr General. Diesmal leider nicht.
Ich bedauere.
Ich muss Ihnen gestehen, dass ich noch nie so in Sorge war.
Wie bitte?
Ich habe gesagt, ich war noch nie so in Sorge wie heute.
Ich fürchte, ich habe keine Zeit, Ihre Sorgen zu teilen.
Ich fürchte, Sie werden sich die Zeit nehmen müssen. - Also.
Bevor ich Sie belästige... - Schon geschehen.
...oder Sie sogar kränke, muss ich Sie bitten... (Knall)
Ah, die neue 90er.
Bitte ich Sie um... Diskretion.
Diskretion verlangen Sie auch noch?
Es handelt sich um die Frau Gräfin. - Wie bitte?
Sie war gestern bei mir und hat mir diesen Schmuck zurückgebracht.
Die Ohrringe mit den herzförmigen Diamanten.
Was haben Sie da?
Ich konnte nicht annehmen, dass sie diesen Schmuck verkauft,
ohne Ihr Wissen. - Verkauft?
Als ich ihn gekauft habe, habe ich geglaubt... (Straßenlärm)
Pardon.
Was wollten Sie sagen?
Als ich den Schmuck gekauft habe, habe ich geglaubt,
Ihnen beiden einen Dienst zu erweisen.
Da komme ich nicht mit.
Ich erweise auch manchmal einen Dienst,
aber mir braucht man keinen dafür zu erweisen.
Umso besser.
Als ich in der Zeitung las, dass man von Diebstahl spricht...
Sie brauchen nichts mehr zu sagen.
Da Sie sofort gekommen sind, haben Sie mir einen Dienst erwiesen.
(Türklopfen) Herein.
Dafür bin ich Ihnen zu Dank verpflichtet.
Bitte lassen Sie mir Ihre Rechnung zukommen.
Ich komme für den Zeitverlust auf,
der Ihnen durch den Besuch entstanden ist.
Ich bitte Sie. - Ich bestehe darauf.
So.
Da.
Ich bedaure sehr, Ihnen diesen Schmuck ein 2. Mal zu verkaufen.
Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen.
Ich finds großartig.
Unter der Bedingung, dass wir die einzigen bleiben, die davon wissen.
Sie können sich auf mich verlassen. - Auf Wiedersehen.
(Musik)
Herr General, es ist Zeit für Ihre Besprechung. - Ich komme.
(Fanfaren)
Da tut sich was.
Das glaube ich auch.
Guten Abend, entschuldige.
Ich hab schon geglaubt, du würdest nicht mehr kommen.
Ich bitte dich, du weißt, dass ich es versprochen hab.
Ich bin sehr traurig, meine Lolo.
Du wirst nie verstehen können, wie weh es mir tut.
Gut, dass ich es nicht verstehe, sonst würde ich nie abreisen.
Beruhige dich, ich mache nur Spaß.
In einer 1/4 h muss ich anfangen, dich zu vergessen.
Hoffentlich bringe ich das fertig. - Du bist großartig.
Wenn man dich hört, könnte man glauben, ich verlasse dich.
Auch ein Weg, eine Frau zu verlassen,
indem man sie abreisen lässt.
Man tut nicht immer, was man möchte. - Besonders, wenn man General ist.
Einer meiner Leutnants war in der gleichen Situation.
Allerdings ist er mit ihr weg.
Und du hast ihn bestraft? - Ja.
Ist gut, danke.
Danke schön.
Keinen Kuss?
Musst du es mir denn noch schwerer machen?
Ich finde dich unwiderstehlich.
Das sagt sich wohl leichter jetzt, wo ich wegfahre.
Was ist das?
Ein Andenken.
Schmuck? - Mhm.
Schau es dir doch wenigstens aus Neugier an.
Nein.
Solange eine Frau einen Schmuck nicht gesehen hat,
kann sie ihn zurückweisen.
Danach wird sie heroisch. - Dann sei nicht heroisch.
Adieu Liebling.
Haben Sie gesehen?
13, das bringt Glück.
Schicken Sie mir Ihre Adresse in Konstantinopel.
Warum? Du schreibst mir ja doch nicht.
Wie können Sie so was sagen?
Weil da unten jemanden meine Briefe stören könnten? - Hoffentlich.
Einen Augenblick noch.
Also gut, ich trage ihn. - Das ist nett.
Das ist wirklich ein Andenken.
Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.
Gute Reise.
Schläfst du schon, Louise?
Nein, bin nervös.
Warum denn?
Wegen dieser Ohrringe.
Oh.
Ich hätte niemals geglaubt, dass dir dieses kleine Andenken
so viel bedeutet.
Ich bin direkt gerührt.
Findest du nicht, dass unsere Freunde und die Journalisten
dem Zwischenfall zu viel Bedeutung beimessen?
Jedenfalls weniger als ich.
Weniger als du?
Hast du jemanden in Verdacht? - Nein, niemanden.
Was hältst du von deiner Zofe?
Die ist über jeden Verdacht erhaben.
Tja, wozu sollte ein Mädchen wie sie so viel Geld brauchen?
Julien?
Unmöglich. - Unmöglich.
Maximilienne?
Wenn du nicht damit aufhörst, werde ich böse.
Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr muss ich dir recht geben.
Ich habe die Ohrringe verloren, weil ich nicht aufgepasst habe.
Mach nicht andere
für die Nachlässigkeit deiner Frau verantwortlich.
Dein Wunsch ist mir Befehl, Louise.
Sag mal, bist du sicher, dass du den Schmuck verloren hast?
Aber ja, ich weiß es genau.
Dann wirst du sagen, du hättest ihn wiedergefunden.
Und wirst dich bei unseren Freunden entschuldigen.
Ich kann doch so schlecht lügen.
Ich weiß, aber auf das eine Mal kommts nicht an.
Ich habe mich sehr ungeschickt angestellt.
Ich bitte dich um Verzeihung.
Verzeihung?
Verzeihung.
Sag das noch mal, Louise.
Verzeihung, ich bitte dich um Verzeihung.
Ich wusste nicht, dass du schwerhörig bist.
Das wird man mit der Zeit bei der Artillerie.
Andre? - Ja?
Wir wollen nie mehr von dieser Geschichte sprechen.
Niemals, was vorbei ist, ist vorbei.
Danke.
Gute Nacht.
Gute Nacht.
Was ist das? - Geschenk.
Bitte?
Ach Sie verstehen nicht? Geschenk.
Ein Mann, der mich geliebt hat.
Ein Mann, der mich geliebt hat.
Ah amour? - Mhm.
Danke.
Good bye.
Good bye.
Good luck.
Bonne chance.
Rien ne va plus.
Vingt-deux.
La, ca passe.
...les sous, non?
Vous voulez acheter ca?
Non.
Ca?
Non.
(spricht türkisch)
(Musik)
Rien ne va plus. - Tout sur le treize.
Vingt-six.
(spricht türkisch)
Kontrollieren Sie mein Gepäck. Fragen Sie, wo der Schmuck her ist.
Den habe ich vor 3 Monaten in Konstantinopel gekauft.
Sie haben einen Diplomaten-Pass.
Ich bin nicht befugt, ihr Gepäck zu durchsuchen.
Tun Sie wenigstens so. - Warum?
Damit ich hier stehen kann. Fragen Sie, ob ich Zigarren hab.
Haben Sie Zigarren? - Wie? Sie müssen lauter fragen.
Ich möchte, dass es die Dame da hört.
(lauter) Haben Sie Zigarren?
Nein, zählen Sie noch mal nach.
Zählen Sie.
1, 2, 3 - Zählen Sie weiter.
5, 6.
Es ist unerhört, dass man an der Kasse bezahlen muss für Dinge,
mit denen man anderen Freude machen möchte.
(Zugpfeife)
Danke.
Monsieur.
Votre passport?
Ich will nicht mitfahren.
Ich habe der Dame was Wichtiges zu sagen.
Bedauere, aber das geht nicht.
Ich bin Diplomat.
Das kann jeder sagen, Ihren Pass, bitte. - Mein Pass.
Der muss hier irgendwo sein.
Haben Sie meinen Pass?
Meinen Pass bitte.
Ah.
Ich komme gleich wieder. - Oh Pardon.
Vorsicht.
Vorsicht! Pass doch auf.
Kannst du nicht nach vorne gucken, du Idiot?
Hornochse. - Selber einer und was für einer.
Du Stümper.
Sieh dir das an, du bist nicht mal fähig, ne Schubkarre zu fahren.
Was ist da los?
Wie soll ich mich entschuldigen?
Mein Kutscher ist ein Tölpel. - Aber keineswegs.
Aber ich muss seine Ungeschicklichkeit belohnen.
Ich habe nicht gehofft, Sie wiederzusehen.
Wir haben uns noch nie gesehen.
Doch, beim Zoll. - Beim Zoll?
In Basel vor 14 Tagen.
Richtig, ich hatte Schwierigkeiten wegen Kleidern aus Paris,
die man nicht durchlassen wollte. - Schicksal.
Ich hatte Sie auch bemerkt. - Wirklich?
Sie trugen an dem Tag einen Anzug mit Karos,
einen Seidenschal, eine Perle auf der Krawatte und Manschettenknöpfe.
Augen genauso schwarz wie heute.
Schicksal.
Wir fahren weiter, Monsieur Baron. - Schon?
Haben wir nicht schnell gemacht?
Werden wir uns wiedersehen?
Bestimmt, das Schicksal meint es gut mit uns.
Das finde ich nicht.
Sie fahren weg, und ich wollte Ihnen sagen, ich heiße Donati,
Fabrizio Donati.
Wo sitzen wir?
Sie hier und ich hier.
Nebeneinander?
Großartig, das Schicksal strengt sich an für uns.
Ja.
Erlauben Sie.
Ich hätte trotzdem gern Ihren Namen gewusst.
Lieber Freund, ich bin entzückt, Sie zu sehen.
Ich habe gehört, dass Sie in Paris sind.
Entschuldigen Sie, dass ich Ihnen noch nicht
meine Aufwartung gemacht habe. - Ich bitte Sie.
Sie haben die Bekanntschaft meiner Frau gemacht.
Sie werden sich glänzend verstehen.
Ich kenne Ihren Mann sehr gut.
Wir begegnen uns oft in den Botschaften.
(spricht italienisch)
Hab kein Wort verstanden.
Die Marquise sagte, sie sei untröstlich.
Weil sie uns gern miteinander bekanntgemacht hätte.
Sie gibt am Donnerstag uns zu Ehren einen Ball.
Sie hat auch gesagt, wir beide seien wie für einander geschaffen.
(spricht polnisch)
Oberst untröstlich. Wollte uns bekannt machen.
Gibt Freitag Ball für uns.
Na z dala. - Na z dala.
Er sagt, wir seien wie für einander geschaffen. Selbstverständlich.
Madame.
Sie finden Gefallen daran, mich zu quälen.
Wie könnte ich an etwas Gefallen finden, was mir so leicht fällt?
Ich weiß nicht, was soll ich tun?
Ich hatte gehofft, mit Ihnen ausgehen zu dürfen.
Wenn der General ist im Manöver.
Ich kann Sie nicht daran hindern.
Niemand wird Sie so amüsieren wie sie.
Doch, Sie werden sich amüsieren.
Aber ich warne Sie, sie ist von einer Koketterie, teuflisch.
Nicht möglich.
Keine versteht es so gut wie sie,
Männer vor Verlangen sterben zu lassen. Sie kennen das.
Hoffnungen erwecken und nicht erfüllen.
Oh ja, ich kenne das. Verdammt unangenehm.
Herr General, Sie haben mir noch nicht meine Frage beantwortet.
Ist es wahr, was man sagt? - Nein.
Wir sprechen beide von der gleichen Sache? - Ja, natürlich.
Sie sagen Nein? - Davon war nicht die Rede.
Sie meinen... - Wir haben schon zu lange...
Entschuldigung. - Nein, bleiben Sie.
Unser Gespräch ist beendet. - Nein.
Bis gleich.
Diese Friedenskonferenz ist eine Katastrophe.
Man sagt von mir, ich wär teuflisch kokett.
Ich glaube kein Wort davon.
Da ich mir dessen nicht bewusst bin, kann ich mich nicht bessern.
Dieser Engländer behauptet, ich hätte ihm Hoffnungen gemacht.
Sie sind mir sehr sympathisch.
Ich wäre untröstlich, wenn Sie mein Spiel ernst nähmen.
Das ist einfach, ich mache mir keine Hoffnungen. - Sehr vernünftig.
Bis Donnerstag, Madame. - Ja, Donnerstag.
Also Sonntag. - Ja.
4 Tage, ohne Sie zu sehen.
Wird in Paris nicht mehr getanzt?
Man muss Ihnen Zeit lassen, Politik zu machen. - Ah gut.
Was gibts Neues in der Botschaft?
Nichts von Bedeutung.
Anscheinend unangenehme Affären mit Montenegro. - Wer sagt das?
Aurelie de Grandpierre. - Na und?
Sie ist sehr intim mit Monsieur de Sainte-Croix.
Und der hat eine kompromittierende Affäre in Montenegro.
An Ihrer Stelle würde ich mir darüber keine Gedanken machen.
Haben Sie gute Nachrichten von Ihrem Mann?
Ausgezeichnet, danke.
(Musik)
2 Tage, ohne Sie zu sehen.
Mein Kanzleichef beklagt sich über meine Nervosität.
Sehr amüsant, der Ball heute Abend.
Ja.
Haben Sie gesehen? Frau Admiral als Tänzerin.
Die beiden trifft man überall.
Weil sie woanders nicht zusammen sein können.
Warum sagst du das so voll Mitgefühl?
War nur eine Feststellung, meine Liebe.
Tritt mir doch nicht immer auf die Füße.
Haben Sie gute Nachrichten?
Von wem?
Ja danke, ausgezeichnet.
24 h, ohne Sie zu sehen. - Das muss ne Qual sein, ich weiß.
Guten Abend, Madame.
Guten Abend. - Guten Abend.
Unerfreulich, dieser Ball.
Das finde ich nicht.
Ich versteh nicht, warum Sie ihm zulächeln.
Ich kann den Bengel nicht ausstehen.
Sagen Sie mir nicht, dass Sie anfangen, sich Hoffnungen zu machen.
Doch.
(Musik)
Ich habe Nachricht von meinem Mann.
Ausgezeichnet, danke.
Die 2 sind immer die letzten.
Wer ist denn das? - Der Baron Donati.
Und sie?
Das ist doch die Madame de...
Ich hau ab, mir reichts.
Ich gehe jetzt, gute Nacht.
Danke.
Sie fragen gar nicht, ob ich Nachricht von meinem Mann hab.
Nein.
Sie haben recht, er kommt morgen zurück.
(Musik)
Da kann man nur sagen, Ende gut, alles gut.
Danke.
Hübsch ist es hier, nicht wahr? - Ja.
Kompliment, mein Lieber. Ich gratuliere.
Sie haben das großartig arrangiert.
Danke, lieber Freund.
Ich glaube, wir sind jetzt alle da.
Da kommt auch unsere liebe Gräfin.
Der General erwartet Sie. - Sind alle da?
Glaube ja.
Wo ist denn...
Wo ist denn Monsieur de Rance?
Und den Baron Donati sehe ich auch nicht.
Da drüben.
Wo denn?
Dort oben.
Erlaube mir.
Bitte Madame.
(Pferde wiehern)
Keine Sorge, es ist nichts Ernstes.
Meine Frau hat öfter diese kleinen Ohnmachtsanfälle.
Seltsamer Manöver-Abschluss.
Ich wäre dir dankbar,
wenn du deine Ohnmachtsanfälle weniger ausdehnen würdest.
Bisher hast du die 3 min, die man einer Frau von Geschmack zugesteht,
nie überschritten.
Du brauchst dir wegen des Barons keine Sorgen zu machen.
Es geht ihm ausgezeichnet. - Ich weiß.
Ich bin sicher, dass ich ihn heute Abend im Klub sehe.
Ich beneide dich.
Du siehst sehr glücklich aus.
Bravo.
Ausgezeichnet, nicht schlecht gespielt.
General, Sie verlieren.
Da kann man nichts machen.
Ich habe heute einen Unglückstag.
Ich möchte mich entschuldigen. - Warum?
Ich möchte mich entschuldigen. - Weil Sie gewonnen haben?
Das Spiel ist noch nicht entschieden, nur die 1. Partie.
Nein, das habe ich nicht gemeint. - Ach so.
Ich wollte etwas anderes sagen.
Auf Ihre Gesundheit.
Sehr kostbar für manche Leute.
Ich wollte mich wegen heute Morgen entschuldigen.
Ich bin kein guter Reiter.
Das kann man nicht sagen.
Sie sind geritten wie ein junger Gott.
Man hätte glauben können, Sie wollten jemandem imponieren.
Verzeihen Sie bitte, dass ich, ohne es zu wollen, der Anlass war
für die Ohnmacht Ihrer charmanten Frau.
Deshalb brauchen Sie sich nicht zu entschuldigen.
Das macht sie ziemlich oft.
Bei einem Erdbeben in Lissabon war sie 20 min bewusstlos.
Das beruhigt mich.
Danke Julien.
Gute Nacht, Louise.
Es tut mir leid, dass du nicht mitkommen kannst.
Also dann auf morgen.
Andre?
Was ist?
Ich will verreisen.
Wohin?
Das weiß ich noch nicht.
Auf eins unserer Güter oder nach London.
Jedenfalls möglichst weit weg.
Darf ich fragen, warum du verreisen willst?
Ich hab mich unmöglich benommen.
Ich möchte unseren Freunden Zeit lassen, es zu vergessen.
Das haben die bestimmt schon vergessen, glaub mir.
Ich will wegfahren.
Ich muss mich erholen.
Ich will fort.
Fürchtest du, dass du deinem schwachen Herzen zu viel zumutest?
Dass es dich im Stich lassen könnte?
Willst du, dass wir uns mal ernsthaft unterhalten?
Ich weiß, wir sind es nicht gewöhnt, weder du noch ich.
Aber ich hoffe, es wird uns trotzdem gelingen.
Weißt du, ich bin dir eigentlich dankbar, dass du fort willst.
Ich versteh dich.
Das ist ein Entschluss, den nur eine Frau von deinem Format fassen kann.
Aber das ist keine Lösung.
Du bist gar nicht so in Gefahr, wie du glaubst.
Ich übrigens auch nicht.
Ich will dir ein Geheimnis anvertrauen.
Die Ehe, die wir führen, entspricht unserer Wesensart.
D.h. nur oberflächlich betrachtet ist sie oberflächlich.
Wir haben mit dem Feuer gespielt.
V.a. ich.
Aber dein Wunsch zu verreisen beweist, dass mein Vertrauen in dich
gerechtfertigt war.
Du wirst in Paris bleiben.
Nein, Andre, bitte nicht.
Du befindest dich augenblicklich in einer Krise.
Also gut, dann wollen wir gemeinsam damit fertig werden.
Napoleon hat sich nur 2-mal in seinem Leben geirrt.
Bei Waterloo.
Und als er sagte, in der Liebe gäbe es nur einen Sieg, die Flucht.
Man muss sich dem Gegner stellen.
Du kannst es.
Du kannst alles, was du willst.
Du bist stolz.
Ich respektiere dich.
Ich bewundere dich.
Und ich liebe dich.
1, 2, 3, 4, 5.
1, 2, 3, 4, 5.
Was sagen die Karten?
Karo 8, eine kleine Reise.
So.
1, 2, 3, 4, 5. Moment mal, hier ist auch noch die Karo 9.
Das bedeutet?
Dass sie aufgeschoben wird.
Oder auch, dass sie nicht so lange dauert, wie man glaubt.
Glaube überhaupt nichts. Weiß nicht mal, wie lange ich wegfahre.
Moment, es geht weiter.
3, 4, 5. Hier die Pik 7
und 1, 2, 3, 4, 5. Die Karo 7.
Kleiner Verdruss über den eigenen Mann.
Das wundert mich aber. - Mich auch.
1, 2, 3, 4, 5. Wegen des Königs und der Karo 10.
Ein Fremder, was für n Fremder? - Ach, hör schon auf.
Das hätte alles nichts zu bedeuten,
aber ich hab hier die Herz 9 und die Herz 10.
Oh, das ist ja toll. - Was?
Große Liebe, die erwidert wird.
(Türklopfen)
Ja, was ist?
Baron Donati ist unten.
Herr Baron wartet in der Bibliothek.
Woher wissen Sie?
Wie haben Sie erfahren, dass ich verreise?
Das habe ich nicht gewusst.
Ich bin gekommen, um Sie zu beruhigen.
Um Ihnen zu danken,
für Ihr Interesse.
Gefällt Ihnen das Bild?
Ja.
Das ist die Schlacht bei Waterloo.
Waterloo, Waterloo, blutige Schlachten.
Der dahinten ist Blücher.
Ja.
Und ganz rechts, das ist Napoleon.
Hätte ich nicht erkannt.
Anscheinend schweigt man, wenn man sich zu viel zu sagen hat.
Warum wollen Sie verreisen?
Warum wollen Sie, dass ich nicht verreise?
Wohin fahren Sie?
An die italienischen Seen.
Ohne mich.
Dort werde ich mich fragen, wozu ich hingefahren bin.
Wozu also?
Ja, wozu?
Liebste Freundin, ich glaube, ich habe eine Dummheit gemacht.
Und da Sie mir keine Vorwürfe gemacht haben, fürchte ich,
Sie haben es nicht bemerkt.
Eine Dummheit, was für eine?
Ein Geschenk für Sie.
Ich hatte es in Konstantinopel gekauft.
Ich wusste damals nicht, für wen. - Das ist wirklich eine Dummheit.
Ich wollte Sie zwingen, an mich zu denken.
Ist meine Frau da?
Die Frau Gräfin wird gleich kommen.
Baron Donati wartet in der Bibliothek.
Dass die wieder da sind.
Bis nach Konstantinopel und jetzt sind sie wieder bei mir.
Es freut mich, Sie bei mir zu sehen, mein Lieber.
Es freut mich umso mehr, als nichts in unserem Gespräch gestern
darauf schließen ließ,
dass Sie mir heute dieses Vergnügen bereiten würden.
Das ist ein Zufall. - Ein glücklicher Zufall.
Sie können sich bei dieser Gelegenheit
von Louise verabschieden.
Sie verreist für einige Tage.
Vielleicht auch für ein paar Wochen.
Haben Sie das nicht gewusst?
Bei Gott, nein.
Haben Sie sie denn noch nicht gesehen?
Doch, doch.
Sie hat Ihnen nichts davon gesagt?
Das steht schon seit einigen Tagen fest.
Schon seit einigen Tagen.
Die Frauen, mein Lieber, sind nun mal so.
Aus den einfachsten Dingen machen sie ein Geheimnis.
Guten Abend, Andre.
Amüsant.
Was?
Das wird dir unser Freund erklären,
wenn du ihn hinausbegleiten willst, wirds Zeit.
Dein Zug fährt in einer Stunde.
Auf Wiedersehen, lieber Freund.
Wiedersehen.
Wohin darf ich Ihnen schreiben?
Meine Zofe wird dir meine Adresse schicken.
Kommen Sie bald wieder?
Ich liebe Sie nicht.
Kommen Sie wieder.
Lange schlafen lassen und viel an die frische Luft gehen.
Darauf achtgeben, dass sie sich nicht erkältet.
Habt ihr den Schal nicht vergessen?
Hier, nehmen Sie das vorne mit drauf.
Louise, bist du so weit? - Ja.
Ich komme sofort.
Erhol dich gut.
Ruh dich v.a. aus.
Und du arbeite nicht zu viel.
Solange du nicht da bist, werde ich dein Zimmer neu tapezieren lassen.
Danke dir.
Und vergiss nicht, an die Tante zu schreiben,
du weißt, wie empfindlich sie ist.
Vergiss nicht, abends deinen Schal umzulegen.
Die Nächte am Wasser sind kühl.
Du warst noch nie so schwach und anfällig wie jetzt.
Sei bitte nett zu Nounou, sie wird sich schrecklich einsam fühlen.
Du weißt doch, Nounou ist für mich wie eine Schwiegermutter.
Bitte einsteigen, Türen schließen.
(Trillerpfeife)
Komm bald wieder.
Madame?
Madame, versuchen Sie ein bisschen zu schlafen.
(Musik)
Madame.
Madame.
Madame, die Koffer sind gepackt.
Warum müssen wir schon wieder fahren?
Wir sind grade angekommen.
Das ist jetzt die 7. Stadt.
Das kannst du nicht verstehen.
Lass mich.
Die Herren vom Auswärtigen Amt werden ungeduldig.
Haben die denn kein Privatleben?
Lassen Sie bitte diesen Brief zum Zug nach Rom bringen.
Ich weiß, Eilbrief.
Und kommen Sie in 5 min wieder, und holen Sie den hier.
An denselben Empfänger.
Kurier nach Florenz. - Ja wohl, Exzellenz.
Geliebte,
in diesen 3 Monaten haben Sie mir nur einmal Blumen geschickt.
Wo mögen Sie sein?
Aber das ist unwichtig, denn Sie sind immer begleitet von meiner...
...von meiner Desi...
...Desiderio.
Meiner Sehnsucht.
Ich habe Ihnen immer geantwortet, Geliebter.
Aber ich habe nicht den Mut gehabt, meine Briefe abzuschicken.
Unzählige Briefe,
die Sie die Tiefe meiner Freundschaft erkennen lassen.
Freundschaft, aus der Liebe geworden ist.
Auf dieser Reise ohne Ziel.
An der Schwelle dieses Jahres, das im Zeichen des Friedens
und des Wohlstandes beginnt, ist es mir eine besondere Ehre und Freude,
Sie meine Herren...
...als Repräsentanten befreundeter und alliierter Nationen
begrüßen zu dürfen.
Die Beziehungen zwischen den Völkern gleichen,
meine Erfahrungen als Doyen des Diplomatischen Corps
haben es mir bewiesen, gewissen Ehen.
Entschuldigen Sie diesen Vergleich, meine Herren.
Wer behauptete, diese Frau werde ich niemals heiraten,
sagte nach 2 Monaten reiflicher Überlegung,
mit großem Vergnügen vor dem Standesbeamten Ja.
Was, meine Herren, ist denn das Gute in einer Ehe?
Ein goldener Ring...
(Musik)
Die Verbrüderung der Völker ist keine leere Phrase.
Die Verbrüderung der Völker ist keine Utopie.
Deshalb schließe ich mit dem Ruf:
Es lebe Frankreich, es leben seine Verbündeten,
und mögen seine Feinde von heute seine Freunde von morgen sein.
Man sieht Sie ja gar nicht mehr, lieber Freund.
Entschuldigen Sie bitte, General.
Äußerst schwierige, komplizierte Korrespondenzen.
Hoffentlich nichts Ernstes. - Das weiß ich noch nicht.
Haben Sie gute Nachrichten von Ihrer Frau?
Ist das komisch, beinahe hätte ich Sie danach gefragt.
Sie haben da etwas verloren. - Danke.
Exzellenz. - Danke schön.
Frohes Neujahr.
Es ist weit und breit niemand zu sehen.
Wir warten hier.
War das eine lange Zeit, eine Ewigkeit.
Ich hab nicht mehr gewusst, warum ich lebe.
Ich hab immer nur dein Gesicht vor mir gesehen.
Kannst du dich nicht einfacher ausdrücken?
Was soll ich dir denn sagen? - Meinen Lieblingssatz.
Den du so reizend sagst. Ich liebe Sie nicht.
Ich liebe Sie nicht.
Meine Ohrringe.
Durch sie warst du immer ganz nah bei mir.
Sie waren mein einziger Trost.
Ich werde sie jetzt immer tragen.
Aber das geht doch nicht.
Du bist ein Kind.
Ich liebe Sie nicht.
Ich liebe dich nicht, ich liebe dich.
Ach diese Handschuhe...
Nein, die ziehe ich nicht an, die sind mir zu trist.
Marsch in dein Zimmer.
Louise, beeil dich.
Es wird höchste Zeit.
Louise, was machst du denn da noch?
Ich komme gleich.
Oh.
Meine Ohrringe.
Das ist ja unglaublich.
Ja, das ist unglaublich.
Ich werde sie gleich anbehalten.
Bist du sicher, dass es dieselben sind?
Du machst wohl einen Scherz. - Das ist wirklich ein Scherz.
Hier.
Ich erinnere mich.
An dem Abend, an dem ich dachte, ich hätte sie verloren,
war ich gegangen, um mir ein paar Handschuhe zu holen.
Dabei müssen sie mir zwischen die Handschuhe geraten sein.
Das ist möglich.
Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr ich mich freue.
Doch, das kann ich mir vorstellen.
Amüsier dich gut. Wiedersehen Monsieur.
Donati.
2. Walzer: Donati.
Polka: Donati.
Warum auch nicht? Alle Tänze: Donati.
Guten Abend. - Guten Abend.
Bezaubernd.
Meine Ohrringe, sie machen mich schön.
Als wären sie geschaffen, um nur von Ihnen getragen zu werden.
Wirklich?
Aber was sagt Ihr Mann dazu?
Ist er einverstanden, dass Sie diesen Schmuck tragen?
Ich habe eine kleine Lüge gebraucht, die 1. meines Lebens.
Ich meine, eine meiner ersten.
Sie werden sie mir verzeihen, ich habs für Sie getan.
Es ist unsere Lüge.
Sie ist nicht schlecht. - Sagen Sie sie mir.
Eine sehr alte Cousine meiner Mutter
hat mir die Hälfte ihres Schmucks geschenkt.
Es wird niemanden erstaunen, dass die Ohrringe darunter waren. - Aha.
Weil sie mein Mann nicht leiden kann, ist es unwahrscheinlich,
dass ich mit ihm darüber spreche.
Verzeihen Sie mir?
Guten Abend, Madame.
Guten Abend, Madame.
Aufdringlicher Kerl.
Ich finde alle Menschen überflüssig.
Für mich braucht es nur noch Sie auf der Welt zu geben.
Gehen wir Donnerstag in Ihr Landhaus.
3 Tage noch.
Das ist lange.
Exzellenz, der General bittet Sie, in den Rauchsalon zu kommen.
Er bittet um Entschuldigung, er erwartet Sie sofort.
Verzeihen Sie bitte.
Madame.
Nein, danke.
Entschuldige bitte, aber ich muss dich etwas fragen.
Nimm deinen Schal, damit du dich nicht erkältest.
Ich verstehe nicht, der Baron... - Keine Angst, der wartet schon.
Willst du mir bitte deine Ohrringe geben?
Warum?
Du hast deine Geheimnisse, ich hab meine.
Das wird unseren Freunden auffallen.
Dann sag, sie waren dir lästig. Vielleicht stimmt das sogar.
Sind Sie sicher, dass mich der General erwartet?
Absolut, er wird bald kommen.
Konstantinopel?
Ja.
Hübsche Stadt.
Hübsche Frauen.
Hübscher Schmuck.
Sagen Sie, haben Sie die Dame gekannt?
Ich meine, die frühere Eigentümerin dieser...
Haben Sie diese Dame gekannt?
Nein, das Vergnügen habe ich nicht gehabt.
Dann gehts ihr nicht so gut, wie ich gewünscht hätte.
Aber darum handelt es sich jetzt nicht.
Wir werden zugeben müssen,
dass es sich weder mit Ihrer noch meiner Würde vereinbaren lässt,
dass meine Frau von Ihnen solch ein kostbares Geschenk annimmt.
Ich weiß zwar nicht, bis zu welchem Grad...
...Sie das Vertrauen meiner Frau genießen.
Aber vielleicht hat Sie Ihnen verschwiegen,
dass sie von mir diesen Schmuck geschenkt bekommen hat.
Am Morgen nach unserer Hochzeit.
Tja.
Ich will nicht den Unwissenden spielen,
aber auch nicht die Augen verschließen.
Ich mache Ihnen einen Vorschlag.
Und ich hoffe, dass Sie meinen Vorschlag annehmen werden.
Sie gehen zu meinem Juwelier, geben ihm die Ohrringe zurück
und nennen ihm die Summe, die er von mir dafür verlangen soll.
Nicht wahr?
Herr General, Ihre Frau ist ohnmächtig geworden.
Schnell, Wasser.
Merkwürdig, jedes Mal wenn ich sie sehe, bricht sie zusammen.
Kann ich behilflich sein? - Nein, vielen Dank. Es geht schon.
Bitte jetzt keine Komödie.
Wo du dich sonst so gut verstellen kannst,
kannst du dich zusammennehmen.
Warum hast du die Ohrringe verlangt?
Wollen wir uns Sarah Bernhardt als Adrienne Lecouvreur ansehen?
Die soll großartig sein.
Warum hast du die Ohrringe von mir verlangt?
Es ist seltsam, du hast dir angewöhnt,
mich nie ein Gespräch führen zu lassen, wie ich es will.
Aber heute Abend werde ich mit dir nur von Sarah Bernhardt sprechen.
Schon aus?
Gehts dir wirklich nicht gut? Du bist ganz blass.
Komm, wir gehen nach Hause.
Warte hier. Ich lasse dir deinen Mantel bringen.
Ich hab Sie gesucht, ich muss sofort gehen.
Hören Sie mir zu.
Ich hatte eine Unterredung mit Ihrem Mann.
Wir können uns nicht mehr sehen. - Wer hat das gewollt?
Ich, nach dem, was er gesagt hat.
Er hat gesagt, woher die Ohrringe stammen? - Ja.
Ich habe sie verkauft, weil ich mir nichts aus ihnen machte.
Mir haben Sie gesagt, dass Sie nicht ohne sie leben können.
Ja, jetzt. Ich habe sie verkauft, bevor ich Sie kannte.
Sie haben sie besessen, bevor Sie mich kannten. - Ja.
Wer hat sie Ihnen geschenkt? - Mein Mann.
Warum dann dieses Märchen von der alten Cousine?
Ich muss doch...
Sie haben also unsere Lüge erfunden, um mich zu belügen.
Und dem General, was haben Sie dem erzählt?
Dass ich sie wiedergefunden hätte.
Dann hatten Sie sie verloren?
Ja, im Theater.
Im Theater?
Das habe ich erfunden, um sie verkaufen zu können.
Guten Abend, Baron. - Guten Abend.
Pardon, was hatten Sie gesagt?
Ich bin ein bisschen verwirrt durch all diese Geschichten.
Ihr Mantel, Madame.
Mein Mann hat sie mir geschenkt am Tag unserer Hochzeit.
Verzeihen Sie mir?
Natürlich nicht sofort.
Eines Tages werden Sie mir verzeihen.
Ich möchte es so gern.
Ich versuche, so sehr ich kann.
Aber es ist furchtbar.
Ich wills, ich bemühe mich.
Aber ich bin schon nicht mehr da.
Ich bin nicht mehr bei Ihnen gewesen.
Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.
Ich hoffe, Sie bald wieder zu sehen, Madame.
Gehen wir.
Es war also nichts Ernstes?
Nein, wirklich nicht. Danke schön.
Auf Wiedersehen.
Wirklich ein Gelegenheitskauf.
Ich kann es nicht fassen.
Ich war erstaunt, dass der Schmuck wieder bei mir auftauchte.
Tja mein Lieber, exklusive Sachen trifft man wie exklusive Menschen
nur in exklusiven Häusern.
Als dieser Herr mir sagte, Sie müssen Sie dem General verkaufen,
ich verbiete Ihnen sie jemand anderem anzubieten,
war ich sprachlos, schließlich ist das das 3. Mal.
Ein Dutzend solcher Schmuckstücke
und Sie können sich vom Geschäft zurückziehen.
Was für ein Zufall...
Der Zufall hat etwas Seltenes an sich, dass es ihn gibt.
Auf Wiedersehen.
Es war Freitag.
Es gab wieder dicke Bohnen.
Da hab ich gesagt...
Da hab ich gesagt: Die könnt ihr alleine fressen.
Du hast recht.
Darf ich?
Wie fühlst du dich heute Morgen, meine Liebe?
Viel besser, danke.
Du warst noch nie so blass wie heute.
Das glaub ich nicht.
Hast du geschlafen?
Ja, sehr gut.
Wahrscheinlich wirst du mir auch sagen,
dass du gut gefrühstückt hast.
Warum lässt du die Sonne nicht rein?
Es ist herrliches Wetter draußen.
Oh nein, bitte nicht.
Was fällt Ihnen denn ein?
Ich möchte mit ihr allein sprechen.
Was soll ich tun, Louise?
Ich ruf dich dann.
Stimmt es, dass du alle Einladungen abgesagt hast?
Alle Diners und Bälle für diese und nächste Woche?
Bitte werde nicht böse.
Bei der geringsten Auseinandersetzung
werde ich sicher wahnsinnig.
Sei so gut und versuch, mich zu verstehen.
Tu mir den Gefallen und geh in den nächsten Tagen ohne mich aus.
Und was dich so krank macht, sagst du mir nicht?
Demütigung.
Das geht bald vorbei.
Denk nicht so viel an unseren Freund Donati.
Ich bin sicher, dass er dir verziehen hat.
Vergiss ihn, wie er dich vergisst.
Nimm dich in acht, Louise.
Sei sehr vorsichtig.
Man kann ein Unglück auch erfinden.
Ich muss gestehen, manchmal bin ich traurig,
dass es mir nicht mehr gelingt, eins für mich zu finden.
Was sagst du dazu?
(Musik)
Du erlaubst?
Bedaure...
Dieser Schmuck gehört dir nicht mehr.
Ich werde dir noch sagen, was du damit tun wirst.
(Hunde bellen)
Stütz dich auf mich.
Hab keine Angst.
Guten Tag Francois.
Du findest mich grausam.
Doch, du glaubst, dass du großen Kummer hast.
Und ich trage noch dazu bei.
In ein paar Tagen wirst du die Erste sein...
...die über diese Empfindungen lacht.
Die Ohrringe, denen du so viel Bedeutung beimisst,
werden in deinen Augen nicht mehr sein
als ein paar Stücke zerbrochenes Glas.
Das werde ich dir nicht verzeihen.
Hier nimm. - Niemals.
Warte.
(Baby schreit)
Guten Tag.
Wie nett, dass ihr gekommen seid.
Was sagst du denn zu dem Bett?
Tag meine Liebste. - Guten Tag Onkel.
Du weißt, dass deine Tante schon immer
eine große Zuneigung für dich hat.
Deshalb möchte sie dir aus Anlass dieses freudigen...
Äh, Louise?
So was Kostbares.
Das kann ich nicht annehmen, Tante Louise.
Aber, aber, wer wird denn das so tragisch nehmen?
(Musik)
Sie wird auch noch einmal so ein Glück erleben.
Hat einer von euch ein bisschen Puder? - Ja gleich.
Augenblick.
Hier, Tante.
Danke.
Nichts macht so hässlich wie Weinen.
Achtung.
Was wollen Sie schon wieder?
Entschuldigen Sie, ich komme in derselben Affäre.
Welche Affäre? - Sie wissen doch. - Nein.
Wenn ich das näher erklären soll, wäre das eine Indiskretion.
Tun Sie sich keinen Zwang an.
Ihre Nichte hat mir, um den Konkurs ihres Mannes zu verhindern,
die Diamantenherzen verkauft. - Na und?
Wieso na und? - Was geht mich das an?
Es wird zur Gewohnheit. Ich hab angenommen, dass Sie sie mir...
Lassen Sie mich mit diesen verdammten Ohrringen in Ruhe.
Wenn er Sie als Zivilist so behandelt,
können Sie sich vorstellen, was wir seit 14 Tagen mitmachen.
Nicht nötig, ist nur n Garcon.
Ist was los? - Eine Dame wartet auf Sie.
Mhm.
Bitte, Monsieur Remy, sind Sie gut zu ihr.
Es geht ihr sehr schlecht.
Sie müssen ihr geben, was sie verlangt.
Die Frau Gräfin? - Ja, sie wartet oben auf Sie.
Was kann ich tun?
Ihre Nichte hat ihr erzählt, dass sie sie Ihnen angeboten hat.
Hat mein Mann sie zurückgekauft? - Um die Wahrheit zu sagen, nein.
Umso besser. Ich muss sie haben, ich werde das Geld aufbringen.
Beruhigen Sie sich.
Wenn ichs nicht zusammenbringe, versprechen Sie mir,
sie nicht sofort zu verkaufen.
Damit ich sie von Zeit zu Zeit anschauen kann.
Ich verstehe nicht, vor 2 Jahren wollten Sie sie loswerden.
Diesmal bekommen Sie keine Schwierigkeiten mit meinem Mann.
Ich will sie nicht, um sie zu tragen.
Ich kann dir doch alle meine Pelze verkaufen,
die brauch ich ja jetzt nicht mehr.
Und meine Smaragde und mein Diamantenkreuz.
Was meinen Sie dazu?
Aber wir werden bestimmt uns irgendwie einigen können.
Hast du das wirklich getan?
Geh, Nounou.
Ich sehe weder dein Diamantenkreuz noch deine Smaragde.
Ich hab sie verkauft.
Und hier ist das, was du suchst.
Ich bin nicht wütend.
Du tust mir leid, du bist krank.
Du siehst die Dinge falsch.
Du hast Gewissensbisse und versuchst,
dir daraus Erinnerungen zu machen.
Aber schließlich war ich doch bis jetzt...
Ich mach mir da gar nichts vor, viel hab ich dir nie bedeutet.
Aber ich war der Einzige.
Es gab zwischen uns Kameradschaft, Verständnis und sogar...
Weißt du, meine liebe Louise...
Ich finde keinen besonderen Gefallen an der Figur,
die du aus mir gemacht hast.
Ich habe mich bemüht, diese Rolle zu spielen, um dir nicht zu missfallen.
Ich hab sie mir nicht ausgesucht.
Es ist noch Zeit.
Du darfst nicht vor dir selbst fliehen, ziehe dich nicht zurück...
...in Schweigen...
...und Krankheit.
Du siehst, ich...
...mache dir keine Vorwürfe.
Ich sagte, ich bin dein Freund, der dir helfen will.
Mir kann niemand mehr helfen.
Ich glaube doch.
Um Gottes willen, tu ihm nichts.
Er liebt mich nicht, das ist nicht seine Schuld.
Doch, er ist schuld.
So blöd darf ein Mann nicht sein.
Donati.
Haben Sie behauptet, Brissien hätte sich in etwas eingemischt,
das ihn nichts angeht? - Wie bitte?
Merkwürdig, dass Sie mich nie verstehen.
Ich werde Sie bestimmt verstehen.
Sie sollen behauptet haben, dass die Armee und die Generäle,
die sie befehligen, überflüssig seien.
Stimmt, ich erinnere mich.
Wenn die Diplomaten ihren Beruf verstünden,
brauchte man nicht so viel Militär.
Sie halten mich für überflüssig?
Das können Sie auffassen, wie Sie wollen.
Sie dürfen nicht vergessen, dass unser Freund Diplomat ist.
Augenblick, haben Sie Monsieur de Bernac beauftragt,
sich für Sie bei mir zu entschuldigen?
Ganz bestimmt nicht.
Gut, dann werden diese Herren meine Sekundanten.
Teilen Sie mit, wann wir uns treffen.
Beweisen Sie, dass ich überflüssig bin.
Sie wollen sich doch nicht deswegen duellieren?
Noch mal.
Bravo.
Mitten ins Herz, 3-mal hintereinander.
Ausgezeichnet, das ist ein toter Mann.
Ich glaube, seine Exzellenz ist ausgegangen.
Wenn Frau Gräfin warten wollen.
Seine Exzellenz wird nicht vor Mitternacht zurück sein.
Warum lügen Sie? Ich weiß, dass er da ist.
Ich versichere Ihnen... - Er hat Ihnen Anweisung gegeben.
Ich bitte, Frau Gräfin, sich zu beherrschen.
Wir können uns hier keinen Skandal erlauben.
Ich wollte Ihnen den Schmerz dieser Begegnung ersparen.
Aber wenn Sie darauf bestehen.
Wollen Sie sich duellieren?
Wer hat Ihnen das erzählt? - Streiten Sie es nicht ab.
Nounou hat es gehört.
Sie dürfen sich nicht schlagen.
Nicht meinetwegen, ich bin es nicht wert.
Ich bin nicht einmal mehr schön.
Sie waren nie schöner. - Wirklich?
Glauben Sie, ich bin unverbesserlich.
Ich bin zu frivol, hab mich ans Lügen gewöhnt.
Die Frau, die ich war, ist schuld.
Schlagen Sie sich nicht mit ihm.
Er hatte kein Recht, Sie herauszufordern.
Er hatte keinen Grund mehr. - Er hat einen gefunden.
Welchen? Sie lieben mich ja nicht mehr.
Sie lieben mich doch nicht mehr, nicht wahr?
Er ist ein gefürchteter Schütze, er wird Sie töten.
Das ist reiner Selbstmord. - Vielleicht.
Louise.
Louise.
Louise.
Louise.
Guten Morgen.
Morgen.
(Kirchenglocken)
Bitte liebe kleine Heilige, rette ihn.
Du weißt, dass wir uns nicht schuldig gemacht haben.
Er so wenig wie ich.
Bloß in Gedanken haben wir gesündigt.
Was sind schon Gedanken, liebe Heilige?
Du rettest ihn, nicht wahr?
Du wirst ihn retten.
Für deine Hilfe danke ich dir jetzt schon.
Gelobt sei dein Name, im Himmel und auf Erden.
Amen.
Du hast Fieber, du musst ins Bett.
Vielleicht kann ich noch mit Ihnen reden.
Verbot, den Arm zu heben, vor meinem Kommando Feuer.
Zu schießen nach 3.
Der Beleidigte hat den 1. Schuss.
Warte.
Halt.
Halten Sie hier an.
Nein, halten Sie.
Halt.
Nein Louise, bleib doch hier.
Warte Louise.
Nimm wenigstens meinen Schal.
Es ist kalt.
Aber du kannst sie doch nicht einmal sehen, es ist viel zu weit weg.
Denk an dein Herz, Louise.
Vergiss nicht, der Arzt hat dir jede Anstrengung verboten.
Sind Sie bereit?
Ja.
Feuer.
1, 2,...
Komm her.
Wo bleibt der...
Wo bleibt der 2. Schuss?
Lauf, Nounou, schnell. - Ja.
Nounou...
Nounou...
Mir wird auf einmal ganz schlecht.
Kind, was hast du denn?
Hörst du mich?
Um Gottes willen, was ist denn?
Holen Sie Hilfe.
Hilfe.
Sie stirbt.
Sie stirbt, Hilfe.
Hilfe, sie stirbt.
(Kirchenglocken)
(Musik)
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