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* Gefühlvolle Musik *
(Junge) Keiner von uns hat sie wirklich gekannt.
(Mädchen) Niemand wusste, dass sie solche Probleme hatte.
(Junge 2) Wie auch. Wir haben nie wirklich miteinander gesprochen.
(Junge 3) Wie konnten wir also ahnen,
was diese Nacht passieren würde?
Meine Damen und Herren, nach Jahren des Paukens,
nach Jahren des Büffelns und nach Jahren des Leidens ...
kann ich mit Stolz verkünden, unsere Mission ist erfüllt.
* Rufe, Jubel *
Simon Kessler
Hella Christensen
Eltern, bedankt euch bei euren Kindern.
(leise) Das hast du gut gemacht.
Wir haben uns diesen Applaus verdient.
Wir haben uns wirklich diesen Applaus verdient.
* Sie summen laut. *
Sven Christensen
Alle!
Wir haben so manchen Lehrer überlebt...
Haben Mathe und Physik überlebt.
Und an diesem ungewöhnlichen Ort ...
darf ich auch ein ungewöhnliches Gleichnis benutzen.
Wir haben den sieben Weltmeeren getrotzt, ja!
Ja!
* Düstere Musik *
Na? Alles okay?
Vielleicht wartet dein Vater am Hafen auf uns.
Es gibt bestimmt einen Grund, warum er nicht kommen konnte.
Mhm.
Für euch gibt es keine Extra-Einladung.
Wie schade, Herr Eilers.
Viel Spaß, mein Schatz. Hier. - Danke.
Keine Sorge, ist nur eine kleine Party.
Schönen Abend, mein Schatz.
Keine Sorge, Ihre Tochter kommt schon wieder zurück.
Let's go. - (im Chor) Abi-Abi-Abi-Abitur!
Abitur! Abit-u-u-u-r!
Abi-Abi-Abi-Abitur!
* Beschwingte Popmusik *
* Lied: "Sweet but Psycho" von Ava Max *
Abi-Abi-Abi-Abitur! Abitur!
Ah, scheiße! Fuck! * Er lacht. *
* Geheimnisvolle Klaviermusik *
(Jakob) Hey.
Na? Was machst du hier alleine?
(Jakob) Du willst schwimmen gehen? * Alle drei lachen. *
* Düstere Musik *
Morgen! Morgen.
Und? Hat Sven die Party überlebt? Die haben am Strand übernachtet.
In welchem Zustand der wohl nach Hause kommt?
Auf allen Vieren, hoffe ich.
Ist das ein Muss, auf allen Vieren? Wenn man richtig feiert.
Ich gehe einkaufen.
Soll ich dir was mitbringen? Danke, ich habe alles.
Okay. Tschüss. Tschüss.
* Düstere Musik läuft weiter. *
Wer von euch hat sie zuletzt gesehen?
Ich kann froh sein, wenn ich noch meinen Namen weiß.
Fiel keinem auf, dass Jule nicht in ihrem Bett lag?
Dann liegt sie in einem anderen Bett oder so.
Okay, klappert alle Zelte ab, dann treffen wir uns wieder hier.
Ja, eben. Morgens da, dann geht sie so herum.
Es ist wirklich wunderbar hier.
Wir reservieren Ihnen das Haus.
* Vibrationsalarm *
Ich bereite den Kaufvertrag und den Notartermin vor.
Möchten Sie was trinken? - Ja, gern.
Stolze Summe ... für eine Reservierung.
Das verrechnen wir mit dem Kaufpreis.
Entschuldigen Sie mich, bitte. Steinkamp.
(Mann) Ich würde gern drüber schlafen.
(Frau) Nun unterschreib schon.
* Dramatische Musik *
Wir haben überall am Strand gesucht, wir finden sie nicht.
Nee, ich sitze schon im Taxi. Wir treffen uns zu Hause, Papa.
Gut, wir sehen uns gleich. Wir müssen leider los.
Der Verwalter wird hinter Ihnen abschließen.
Nehmen Sie sich Zeit, schauen Sie sich um.
Und ich melde mich bei Ihnen am Nachmittag.
Klaus. Klaus, verdammt noch mal! Was ist denn los?
Morgen.
Wie ist das Apartment? Prima.
Noch mal danke für die schnelle Hilfe.
Wann wird Ihre Wohnung fertig? Die Maler sind noch drin.
Und dann erst kommt der Elektriker. Nicht ärgern.
Andere Leute machen in meinen Apartments Urlaub.
Glauben Sie, unsere Herrschaften haben ausgeschlafen?
Die waren noch gar nicht im Bett.
Vor Mittag erwarte ich kein Lebenszeichen. Bis später.
* Polizeisirenen *
Ihre Tasche lag im Zelt mit dem Handy drin.
Jule hätte es nicht dagelassen.
Vielleicht wollte sie eine Show machen
und ging mit Kleidern ins Wasser?
Das haben wir früher auch gemacht.
Und danach... - Das hätte sie doch jemandem gesagt.
Bitte, ruft ihre Mutter an.
Hat das der Lehrer nicht getan? - Der hat ihre Nummer gar nicht.
Wie? Und du weißt nicht, seit wann sie weg ist?
Ihr Schlafsack war nicht benutzt.
Mensch, wo ist denn euer Lehrer? - Die sind alle noch am Strand.
(seufzt) Ach.
Hast du ein Auto? - Nein.
Papa, setz dich hin, bitte.
Wolltest du nicht erst heute Abend kommen?
Ich dachte, ich schaue mal auf einen Kaffee vorbei.
Du hast mich vermisst.
Sag es. (lachend) Ein bisschen.
Dein Vater starrt uns an. Ja.
Er braucht eine Vollzeitpflege.
Ich kriege das hin, wenn er ab und zu Besuch bekommt.
Warum nimmst du ihn nicht zu dir?
Er wohnt schon sein ganzes Leben in dem Haus.
Außerdem dachte ich, wir beide ziehen irgendwann zusammen.
Sven ist bald an der Uni. Ja... Genau.
* Polizeisirenen * Was ist da passiert?
Keine Ahnung. Das ist nicht der erste heute Morgen.
Niemand kennt den Code für Jules Handy,
sonst hätte ich Sie sofort angerufen.
Vielleicht ist Ihre Tochter zu Hause.
Alter, was machen die denn für ein Fass auf?
Die wird schon irgendwo in den Dünen pennen. Oder nicht?
Die waren alle stockbesoffen.
Was ist, wenn sie in diesem Zustand allein schwimmen ging?
Wir suchen bereits nach ihr. - Sie suchen nach ihr?
Im Moment stehen Sie hier alle nur rum!
Wir wissen nicht mal, wie lange das Mädchen weg ist.
Für die Kieler Kripo ist es zu früh. - Oder für Jule zu spät.
Was ist das? - Jule hat starkes Asthma.
Sie muss den Inhalator immer bei sich tragen.
Ich bilde Gruppen, dann können wir ein größeres Gebiet absuchen.
Informieren Sie wenigstens die Küstenwache.
Kommt mal alle zusammen. Wir teilen uns in Gruppen auf.
Am besten immer drei Leute, jede Gruppe braucht ein Handy...
(ruft) Jule!
Jule!
Morgen. Morgen. Wo fährst du hin?
In Greetsiel kauft ein Händler gebrauchte Möbel auf.
Ist deine Wohnung nicht fertig? Was ist bei euch los?
Die Stadt lässt renovieren, wurde Zeit.
In den Büros fiel der Putz von der Decke.
Nein, ich meine euren Einsatz.
Auf der Abifeier ist ein Mädchen verschwunden.
Die Kollegen sind schon am Strand.
Woher weißt du das wieder? Spionierst du mir nach?
Quatsch. Ich habe noch gute Kontakte zur Polizei. Bist du okay?
Klar bin ich okay.
(flüstert) Ey. * Sie lachen. *
Und Jule mit Sicherheit auch.
Wahrscheinlich trinkt sie Kaffee und lacht sich tot,
dass wir durch den Wald rennen.
Wann kommst du? Wenn die uns hier wieder weglassen.
Alter, seid ihr irre? Das hat die doch gehört, Mann.
* Spannungsvolle Musik *
* Lautes Tröten *
* Telefon läutet. *
Na? Wir haben noch nicht abgelegt, ich kann immer noch...
Bleib da und rühr nichts an. Ich bin gleich bei dir, ja?
* Musik läuft weiter. *
Ich brauche deinen Sohn für eine Aussage.
Gib ihm noch eine Minute.
Bitte.
Ich kann Sie leider nicht zum Tatort lassen.
Die Spurensicherung ist noch nicht abgeschlossen.
Bitte warten Sie hier, bis ein Kollege Sie holt.
* Traurige Musik *
Was macht die denn da?
(Beamter) Stehen bleiben.
Lassen Sie mich durch! - Halt. Bitte.
Frau Reinhardt. Du bleibst.
Frau Reinhardt!
Frau Reinhardt, bitte!
* Sakralhafte Musik mit engelartigem Gesang *
* Traurige Klaviermusik, Schritte *
Sie schläft heute Nacht hier.
Ich bereite ihr das Bett im Gästezimmer vor.
Was machst du hier?
Ich weiß nicht, wie man zu Papa kommt.
* Spannende Musik *
Das ist Jule Reinhardt, sie ist 19 Jahre alt geworden.
Sie und ihre Mitschüler feierten gestern Abitur.
Das heißt, viel Alkohol, wahrscheinlich auch Drogen.
Sie bekam einen tödlichen Schlag auf den Kopf: Schädel-Hirn-Trauma.
Ob sie gleich tot war, wissen wir nicht.
Die KT sucht die Tatwaffe: ein Stein oder etwas anderes Stumpfes.
Und ich dachte, ich hätte die ganze Scheiße hier endlich hinter mir.
Verhören die alle?
Die glauben doch nicht, die Schüler haben was damit zu tun?
Wissen Sie, was die von den Kindern wollen?
30 Schüler waren auf der Party und ein Lehrer.
Fast jeder hatte körperlichen Kontakt mit Jule Reinhardt.
Die Kids feierten Abi. Alle umarmten, küssten sich...
DNA-Spuren bringen uns also nicht weiter.
Aber wir haben Zeugen. Viele Zeugen.
Deren Aussagen uns helfen werden,
den Abend vor der Tat zu rekonstruieren.
Also, an die Arbeit.
Es war alles ziemlich unübersichtlich.
Drei große Feuer, Zelte.
Alle haben miteinander gequatscht.
Wir haben alle getrunken. Nie wieder Schule.
Irgendwann sah man sich eher zufällig.
Jule und ich tranken am frühen Abend ein Bier zusammen.
Und später? - Lag sie im Sand.
Nah am Wasser. - (Beamter) Wurden Drogen genommen?
(Mädchen) Ja. - Wir gingen zu ihr. Also...
David und ich gingen zu ihr. - Sie lag in der Nähe vom Wasser?
Sie schoss sich komplett ab. - Jule hat schlimmes Asthma.
Stellen Sie sich vor, sie kriegt einen Anfall.
Sie haben sich gesorgt? - Bei dem Lärm.
Das hätte keiner bemerkt.
Wann hast du sie zum letzten Mal gesehen?
Jule. Du musst sie doch auch gesehen haben?
Klar habe ich sie gesehen. Wie alle anderen auf der Party auch.
Aber du hast die Party nicht verlassen... Spinnst du?
Die werden euch das fragen.
Die wollen wissen, ob Jule mit einem von euch im Wald war.
Was machen Sie hier? Ich dachte, Sie haben aufgehört.
Und ... warum sind Sie nicht in Hamburg?
Ich bin beruflich hier.
Privat. Gut.
Dann kommen wir uns ja nicht in die Quere.
Warum warst du dir so sicher,
dass Jule Reinhardt etwas zugestoßen ist?
Das hast du mehrfach gesagt,
als du deine Eltern über ihr Verschwinden informiert hast.
Habe ich... habe ich doch schon gesagt.
Einen Moment.
Kessler. Was führt Sie zu uns?
Ich würde hier gern teilnehmen
und brauche die Ergebnisse der Rechtsmedizin.
Kiel ist für den Fall zuständig.
Sieht die Staatsanwaltschaft Hamburg anders.
Da das Mädchen in Nordholm getötet wurde,
stammt wohl auch ihr Mörder von hier.
Das glaube ich nicht. Habe nichts anderes erwartet.
Dann sind wir uns ja einig. Sie können mich am Arsch lecken.
Vor zwei Monaten wurde in Hamburg eine junge Frau getötet.
Sie war eine Freundin von Jule Reinhardt.
Wir kamen erst vor drei Tagen darauf.
Eigentlich sollte ich sie heute treffen, und jetzt ist sie tot.
Was würden Sie an meiner Stelle denken?
Genau das denkt sich die Staatsanwaltschaft Hamburg auch.
Sie wissen, ich arbeite nicht mehr mit Ihnen.
Ich dachte eigentlich, dass Sie unter mir arbeiten.
Kollegen! Das war es für uns, Hamburg übernimmt.
Oder hat einer von euch Lust, für Herrn Kessler zu arbeiten?
Was werden Sie jetzt tun?
Zwei meiner Leute sind bereits auf dem Weg hierher.
Und Kiel? Hat offenbar ein Problem mit mir.
Das wundert Sie doch nicht, dass Ronfeldt Sie nicht mag?
In Kiel erinnert man sich an Sie ...
als unangenehm, aufbrausend.
Ich werde nicht bezahlt, angenehm zu sein.
Ronfeldt ist ein Sesselfurzer, das wissen Sie auch.
Das meinen Sie mit "aufbrausend", ne?
Ganz sicher, dass Ihre Theorie mit Hamburg stimmt?
Das Mädchen hieß Claudia Thielsen.
Sie ist erstochen worden
in einem kleinen Apartment nahe dem Hauptbahnhof,
das sie selber angemietet hatte.
Vor ein paar Tagen
sind wir über eine SMS auf Jule Reinhardt gestoßen.
Wir fanden bei einer Hamburger Bank ein Konto, das sie eröffnet haben.
Offenbar teilten sie sich das Apartment.
Und keiner hat es bemerkt? Mutter, Freunde...
Es hat wohl keinen interessiert.
Sie glauben, Claudia Thielsens Mörder ist auch...
Wenn Jule Reinhardt ihn gekannt hat ...
ist sie deshalb vielleicht gestorben.
Er war eben schneller als ich.
Und jetzt? Versuche ich, hier fündig zu werden.
Ihre Mutter, Mitschüler. Sie kennen doch hier jeden.
Nee, ich bin raus aus der Nummer.
War Ihr Sohn nicht ihr Mitschüler? Sie waren nicht befreundet.
Vielleicht weiß er etwas.
Dann werde ich ihn danach fragen.
Und schon sind Sie wieder drin in der Nummer.
Das ist ein Freund von mir, Simon Kessler.
Wir arbeiteten früher zusammen. Das ist Thorsten Neumann.
Ich habe schon viel von Ihnen gehört.
Ich kann mir schon denken, was. Nein, das können Sie nicht.
Was möchtest du? Kaffee und Wasser.
Und Sie? Nur Kaffee, schwarz.
So schwarz wie du ihn hinbekommst.
Sie kennt Sie ja besser als mich.
Seit wann sind Sie geschieden?
Mein Mann und ich haben noch nicht den richtigen Termin.
Und er ist... Ist jemand, über den wir jetzt nicht reden.
* Ruhige Musik *
Der Laden ist geschlossen. Ich nehme nur die Lieferungen an.
Wann kommt deine Mutter wieder? Wusste sie noch nicht.
Ich hatte ihr eine Nachricht geschrieben, dass ich komme.
Könntest du ihr bitte ausrichten, dass ich da war?
Danke. Sind Sie wegen des Mädchens hier?
Das getötet wurde? Ja. Kanntest du sie?
Ich war eine Klasse unter ihr. Ihr wart also nicht befreundet?
Weißt du, mit wem sie befreundet war?
Sie hat manchmal mit Sven abgehangen.
Dem Sohn von Hella Christensen.
Danke.
Du weißt, dass das verboten ist.
Alle verbrennen ihre Schulsachen. Das ist ein Ritual.
Kessler will noch mal mit euch reden.
Wir waren auf einer Schule und auf einer Party.
Mehr gibt es da nicht zu sagen.
Jule war wohl öfter in Hamburg.
Weißt du was davon?
Woher soll ich das wissen? Vielleicht schwänzte sie oft?
Warum kannst du nicht einfach nur meine Mutter sein?
'ne Mutter könnte ich echt gut gebrauchen.
(Steinkamp) Frau Reinhardt arbeitete lange für uns,
bevor sie sich mit der Vermietung von Ferienwohnungen
selbstständig machte.
Meine Frau und ich vermitteln an der Küste Immobilien.
Lisa...
Du warst... Darf ich Du sagen?
Du hast Jules Verschwinden als Erste bemerkt.
Wir sollten in einem Zelt übernachten.
Woher wusst... Ihr Schlafsack war unbenutzt.
Ihr wart befreundet? Nicht direkt.
Was heißt das?
Die Mädchen kannten sich von klein auf.
Frau Reinhardt hat, wie gesagt, für uns gearbeitet.
Wir waren zusammen in einer Klasse, aber sie war nie meine Freundin.
Warum? Warum ist man nicht befreundet?
Mit wem war sie dann befreundet? Keinem der Mädchen.
Die Jungs standen auf Jule.
Auch die, die eigentlich mit anderen Mädchen zusammen waren.
Kanntest du ein Mädchen namens Claudia Thielsen?
Nein.
Jule hat den Namen nie erwähnt? Mir gegenüber nicht.
Wem gegenüber hätte sie ihn denn erwähnen können? Ich meine...
Mit wem hing sie so rum? Mit den Jungs.
Bestimmte Jungs? Alle, die gut aussahen.
Sven Christensen? Nee.
Der ist doch noch Jungfrau. Darauf stand Jule nicht.
Meine Tochter kann mehr dazu jetzt nicht sagen.
Wenn ich Ihnen irgendwie weiterhelfen kann?
Ich möchte Frau Reinhardt sprechen.
Man sagte, sie war über Nacht hier.
Wir wollten sie nicht allein lassen. Meine Frau bringt sie nach Hause.
Ich kann Ihnen die Adresse geben. Nein, danke, die habe ich.
Lisa... Warum wusstest du sofort, dass Jule etwas passiert ist?
Sie hatte doch Asthma, und ihre Tasche lag noch im Zelt.
Danke.
* Ruhige Musik *
Hallo, Großer. Hi.
Wo hast du denn deine Möbel jetzt?
Eingelagert.
Also meine auch? * Sie lacht leicht. *
Du wolltest ja das Haus verkaufen. Wohin sollte ich mit deinem Zeug?
Können wir vernünftig miteinander reden?
Ich bin ja jetzt da.
Und jetzt soll ich in Begeisterung ausbrechen,
bloß weil du hier auftauchst?
Ein kleines Lächeln hätte mir schon genügt.
Wir kommen gut ohne dich zurecht.
Du hast es ja nicht mal geschafft, zu seiner Abiturfeier zu kommen.
Das war ein wichtiger Termin, der sich plötzlich verschoben hat.
Dann ruf an. Das habe ich doch. Hat Sven nicht...
Mich. Mich hättest du anrufen können.
Als ich noch gearbeitet habe,
durfte nichts wichtiger sein als die Familie.
Das sagst ausgerechnet du?
Über Jahre hast du Albträume angeschleppt:
tote Menschen, vergewaltigte Frauen, missbrauchte Kinder.
Es wäre auch für Sven besser gewesen,
wenn du alles in deinem Scheißbüro gelassen hättest.
* Düstere Musik *
(Janna) "Die Tatwaffe wurde noch nicht gefunden.
Laut Rechtsmedizin gibt es keinen Hinweis auf ein Sexualdelikt."
Also keine Vergewaltigung?
Weder Verletzungen im Genitalbereich noch Sperma.
Aber es gibt Kampfspuren: Hämatome an den Handgelenken.
Und neben dem Schlag auf den Kopf brach der Täter ihr das Nasenbein.
Laut Rechtsmedizin war sie nicht sofort tot.
Tatort und Fundort liegen 100 Meter auseinander.
Sie könnte gekrochen sein. (Janna) "Oder wurde geschleppt."
Wann seid ihr hier? In spätestens eineinhalb Stunden.
Okay, danke.
Kessler. LKA Hamburg.
Steinkamp. Ich nehme an, Sie wollen zu Frau Reinhardt? Ja.
Eigentlich hätte Jule das Abi gar nicht bestehen dürfen.
Sie war nicht besonders gut in der Schule.
Dann wäre sie auch nicht auf dieser Feier gewesen.
Hat Ihre Tochter Geschwister? Nein.
Was ist mit ihrem Vater?
Den gibt es nicht.
Wenigstens nicht in unserem Leben.
Sollen wir ihn für Sie anrufen? Er ist tot.
Schon seit fünf Jahren.
Wo hat er gelebt? In Hamburg.
Hatte Ihre Tochter vor seinem Tod regelmäßig Kontakt zu ihm?
Sie hat ihren Vater nie kennengelernt.
Wir haben uns vor ihrer Geburt getrennt.
Er wusste nicht mal, dass er ein Kind hat.
Bevor mein Mann und ich nach Nordholm gekommen sind,
hatten wir eine Firma in Hamburg.
Frau Reinhardt hat uns geholfen,
hier eine Filiale aufzubauen.
Wie lang ist das her? Ungefähr ... 20 Jahre.
Jule war damals noch gar nicht auf der Welt.
Sagt Ihnen der Name Claudia Thielsen etwas? Nein.
Ihre Tochter hat den Namen nie erwähnt? Nein.
Frau Reinhardt,
wie ist Ihr Verhältnis zu Ihrer Tochter gewesen?
Wir wissen, dass sie sich regelmäßig
mit Claudia Thielsen in Hamburg getroffen hat.
Sie hatten gemeinsam ein Bankkonto und eine kleine Wohnung.
Das kann nicht sein. Jule hat mir doch immer alles erzählt.
Sie leiten eine Agentur für Ferienwohnungen.
Das ist eine Menge Arbeit, Sie sind den ganzen Tag unterwegs.
Ich habe dieses Kind alleine großgezogen, trotz Arbeit.
Unterstellen Sie mir nicht, ich kümmere mich nicht.
Ist das der richtige Zeitpunkt...
Ich will herausfinden, wer Jule getötet hat.
Es gibt nur diesen Zeitpunkt.
Dann überdenken Sie jetzt bitte Ihren Ton, ja?
Ist Ihnen aufgefallen, dass sie Sachen hatte,
die sie sich nicht leisten konnte?
Ich habe sie nicht kontrolliert. Kleidung, Handy?
Mir fiel nichts auf. Ich würde gern ihr Zimmer sehen.
Es reicht jetzt. Es wäre wichtig.
Kommen Sie später wieder.
Das sind die Verbindungsnachweise von Jule Reinhardts Handy.
Und eine SMS-Liste.
Haben sich meine Leute bei Ihnen gemeldet? Nee.
Auf der A1 ist 'ne Vollsperrung, 10 km Stau.
Wenn die da drin stecken? Danke.
Es sind 30. Hm?
30 Schüler. Wenn Sie wollen, helfe ich Ihnen.
Sie kennen die meisten. Notieren Sie, wer mit...
Ich wurde vor ein paar Monaten nach Nordholm versetzt.
Haben Sie ein Aufnahmegerät?
Die sind alle verpackt. Unsere Dienststelle wird gerade renoviert.
Ich frage, Sie schreiben. Kriegen Sie das hin?
Deine Mutter hat mit dir geredet?
Worüber sollen wir geredet haben? Über die Party, Jule Reinhardt?
Ja, ich war auf der Party und ich kannte Jule Reinhardt.
Wart ihr befreundet? Nicht näher.
Kein Paar? Kein Paar.
Jemand behauptet, dass ihr näher befreundet wart.
Über Jule wurde viel Müll erzählt. Wir waren kein Paar.
Gibt es irgendwas, was dir an der Party aufgefallen ist?
Es gab zu wenig Alkohol. Mhm.
Das Mädchen ist tot. Das ist dir doch klar, oder?
Ich habe sie gefunden, schon vergessen?
Ich habe nichts gesehen, und mir ist auch nichts aufgefallen.
* Schritte *
Das kann ja heiter werden.
Was für eine Fahrerei.
Vier Stunden Stau und über die Dörfer gegurkt.
Warte draußen. Wir holen dich gleich noch mal.
Unterlagen bekommen? Wir sind aufm neusten Stand.
Als wären wir gestern hier gewesen. Dann holt sie rein.
Äh, Sie können gehen.
Ja, Kessler. Wie weit seid ihr? Wieso?
* Lied: "Ocean Eyes" von Billie Eilish *
# I've been watching you for some time.
Can't stop staring
at those ocean eyes.
Burning cities
and napalm skies.
Fifteen flares inside those ocean eyes.
Your ocean eyes,
no fair.
You really know how to make me cry
when you gimme those ocean eyes.
I'm scared.
I've never fallen from quite this High,
falling into your ocean eyes.
Those ocean eyes. #
* Lied läuft weiter. *
Keiner von denen hat Jule nach Mitternacht noch gesehen.
Das kam niemandem komisch vor, weil sich einige in den Dünen vergnügten.
Fakt ist, sie verließ die Party. Um jemand zu treffen?
Den Mörder von Claudia Thielsen?
Oder jemand ist ihr von der Party gefolgt.
War da kein Lehrer? Dirk Eilers. Sport und Mathe.
Ein Mädchen trat in eine Scherbe, und man konnte ihn nirgendwo finden.
Wie, der war verschwunden? Wie lange? Das weiß keiner.
Die waren froh, dass ihnen niemand mehr auf die Finger schaut.
Warum war der heute Morgen nicht dabei?
Du hast nach nicht mal einer Sekunde Kiel gegen dich aufgebracht. Ja.
Dieser David Jung, der lügt.
Er behauptet, sie waren nur befreundet.
Ihre SMS weisen eindeutig auf ein sexuelles Verhältnis hin. Und...
Lisa Steinkamp. Die verschweigt uns etwas.
Willst du beide sehen?
Nein, wissen, mit wem sie sich treffen oder sprechen.
Und nehmt euch Jules Zimmer vor.
Verbindungen mit Hamburg und Claudia Thielsen
sind besonders wichtig.
Wer tippt die Aussagen ab? Niemand.
Du hast doch die Kieler Kollegen... Ja, ich weiß.
Du könntest sie fragen, ob sie dir hilft.
Wo werden wir arbeiten? Na, wie immer da drüben.
Nee. Warst du mal drin? Die bauen gerade ihre Dienststelle um.
Da herrscht das reinste Chaos. Ich hasse Chaos.
Echt? Ich lasse mir was einfallen.
Das wäre super.
Wir sind ausgebucht.
Die letzten Zimmer wurden vor einer Stunde reserviert. Ich weiß.
Was wollen Sie dann hier? Freuen Sie sich nicht, mich zu sehen?
Ich freue mich, Ihren Wagen zu sehen, wenn er verschwindet.
Ich dachte, die Kripo Kiel ermittelt in dem Fall.
Dann hätten Sie ja noch mehr freimachen müssen.
Ich muss gar nichts. Natürlich nicht.
Wo wollen Sie hin? Auf mein Zimmer.
Ich habe doch gesagt, es ist nichts mehr frei.
Sicher? Ganz sicher.
Die letzten Zimmer wurden vor einer Stunde reserviert.
Zu dumm. Ja, aber nicht für jeden von uns.
Nein, nicht für jeden von uns.
Drei Zimmer auf den Namen Fischer. Eins davon ist für mich.
Ich freue mich, dass wir uns jetzt öfter sehen.
* Vibrationsalarm *
* Freiton *
* Dramatische Klaviermusik *
* Musik verklingt. *
Morgen haben wir den Termin bei der Bank. Soll ich dich abholen?
Wir treffen uns dort.
Wo ist denn Papa? Er konnte nicht bleiben.
* Tragende Musik *
Ich fahre dich gleich nach Hause.
Du musst mehr Tische auf die Terrasse stellen.
Die Leute mögen es so, wie es ist. - Aber du verdienst weniger.
Die Terrasse ist das Kapital. - Das da draußen ist das Kapital.
Hörst du es rauschen? Deswegen kommen die Leute.
Es ist jetzt mein Lokal. Lass mich mal machen.
Warum hilft dir deine Freundin nicht?
Hat doch nichts mehr zu tun.
Weil sie anders ist als Mama.
Deine Mutter ist gekommen, wenn sie es versprochen hat.
Hella wird was dazwischengekommen sein.
* Signalton *
Wer schreibt dir denn noch so spät? Freunde.
Hast du Jule nicht mal bei Mathe geholfen?
So vor zwei, drei Monaten?
Ich erinnere mich, dass ihr euch ein paar Mal getroffen habt.
Sag mal ... war da was zwischen euch?
Ich muss noch mal los.
Warum redest du nicht mehr mit mir?
Warum redest du nicht mit Papa?
* Spannungsvolle Musik *
* Dynamische Gitarrenmusik *
Ich ... würde die Sachen dann...
* Musik läuft weiter. *
Die Spurensicherung hat da unten Bierflaschen gefunden,
Zigarettenreste und einen Joint, und da lag Jules Leiche.
Dann war sie nicht allein hier. David Jung und Jakob Bruns?
Würde erklären, warum die beiden letzte Nacht hier waren, ja.
Die KT hat MDMA im Blut von Jule Reinhardt gefunden.
Ecstasy ist auf solchen Partys nicht unüblich.
Vielleicht wollten die Jungs ein bisschen mehr als fummeln.
Jule wehrt sich, es kommt zum Streit ...
und einer der beiden Jungs bricht ihr das Nasenbein.
Dann ist alles außer Kontrolle geraten.
Sie haben etwas beim Kampf verloren, das sie belasten könnte.
Die Tatwaffe mit den Fingerabdrücken.
Da war ein Tuch. Was ist mit dem Halstuch mit Jules Blutspuren?
Das konnte die Mutter nicht identifizieren.
Das wundert mich nicht. Wo haben die Jungs gesucht?
Dahinten, wo wahrscheinlich der Kampf stattgefunden hat.
Die Fingerabdrücke der beiden mit denen auf Bierflaschen abgleichen.
Und ihr Blut auf Drogen untersuchen lassen.
Sie waren nicht die Einzigen hier. Der Junge, der Jule fand...
Sven Christensen.
Der war am Morgen hier mit drei anderen.
Warum sollte er das Mädchen umbringen ...
und dann seine Mitschüler zu ihrer Leiche führen?
Damit sich genau jeder diese Frage stellt.
Hast du mein Handy gesehen?
Ähm, vielleicht ist es im Haus?
Da habe ich schon überall gesucht. Wo willst du hin?
* Spannungsvolle Musik *
Morgen.
Hier habe ich mir früher auch immer meinen Kaffee geholt.
Ich muss rüber.
Kann ich Sie einen Moment sprechen?
Bitte.
35 Jahre lang habe ich in dem Job gearbeitet
und die meiste Zeit davon da drüben in dem Gebäude.
War eine schöne Zeit. Dann bin ich nach Kiel zur Kripo...
Was wollen Sie von mir?
Mein Sohn war auch auf der Party.
Ich muss wissen, was er und die anderen Schüler ausgesagt haben.
Warum fragen Sie ihn nicht einfach?
Ach, Kessler wird mir nie... Ich meine Ihren Sohn.
Sie waren selber Polizistin.
Sie wissen, dass ich das nicht machen kann.
Es waren 30 Schüler auf der Party, die Hälfte Jungs.
Viele Eltern fragen sich, ob ihr Sohn eine Dummheit machte.
Das Mädchen ist tot. Eine "Dummheit" ist etwas anderes.
Ja ... genau. Und deshalb bin ich hier.
Lassen Sie mich die Protokolle lesen.
Der Besitzer ist ein Hamburger Geschäftsmann.
Ich kenne seine Schwester.
Das Ding ist mit allen Schikanen ausgestattet:
Computer, Drucker, mobiles Internet...
Einzige Bedingung: Er muss stehen bleiben, wo er ist.
Wer von euch hat sich das ausgedacht? Du.
Einer muss es ja vor dem Rechnungshof verantworten.
Könnte dich allerdings den Kopf kosten.
Sind die Laborergebnisse von David Jung schon da?
(Janna) Ja. Und die sind eindeutig.
Wir haben Spuren von Ecstasy in deinem Blut gefunden.
Wir haben unser Abi gefeiert.
Auch in Jule Reinhardts Blut waren Rückstände von MDMA.
Was habt ihr gemacht, nachdem du und dein Freund zu ihr gegangen seid?
Wir haben geredet. Dann wollte sie weg von der Party.
Ein bisschen spazieren gehen. - Und dann seid ihr zu dritt los.
Hat sie die Drogen von euch? - Ja.
Und wohin seid ihr dann gegangen? - Nicht weit.
Das heißt? - Bis in die Dünen.
Dann schlug sie vor, nackt schwimmen zu gehen. Du lügst.
Du hast gestern gelogen und du lügst auch jetzt.
Ihr wart letzte Nacht in dem Wald ...
oberhalb der Klippen, wo das Mädchen getötet wurde.
Als man sie getötet hat, waren wir nicht dort.
Wie kommt es, dass wir dieses Tuch da gefunden haben bei ihrer Leiche?
Ist es das, was ihr letzte Nacht gesucht habt?
Wir haben deine DNA darauf gefunden.
Wie kommt das Tuch an den Tatort, wenn du nie da gewesen sein willst?
Jule hat es mir abgenommen, als wir in den Dünen waren.
Sie war voll drauf und fand es irgendwie witzig.
Und das kann dein Freund bestätigen? Er war dabei.
In den Dünen oder oberhalb der Klippen? Da waren wir nie.
Als wir nicht nackt schwimmen wollten, haute sie einfach ab.
Ihr seid nicht nach? Doch.
Es war stockdunkel, sie war wie vom Erdboden verschluckt.
Ihr habt sie unter Drogen gesetzt und seid mit ihr in den Wald.
Dort wolltet ihr ein bisschen Spaß haben, aber sie hat sich gewehrt.
Dann schlug einer von euch zu.
Ihr habt ihr das Nasenbein zertrümmert
und dann den Schädel gebrochen!
Wer war es? Du oder dein Freund?
Keiner an der Schule wollte mit Jule noch ins Bett.
Mit der waren alle schon durch. Du auch?
Ja.
"Es war schön mit dir. Dich in mir zu spüren. Ich liebe dich."
Hast du sie auch geliebt?
Oder warst du eifersüchtig, weil es noch einen gegeben hat?
Wenn's nur einer gewesen wäre.
Was heißt das? Was wohl?
Man kann nicht gerade sagen, dass Jule ... prüde war.
Wenn wir auf deinem Telefon
nach Nachrichten von Jule Reinhardt schauen,
was finden wir denn da? Sollen wir gemeinsam nachschauen?
Geht nicht, habe sie gelöscht. Aha.
Wieso sagst du, ihr wart nur Freunde?
Weil sie tot ist. Ich wollte nicht damit in Verbindung gebracht werden.
Deshalb sollte das Tuch verschwinden.
Ich wäre sofort unter Verdacht geraten. Das bist du sowieso.
Ich habe mit dem Mord nichts zu tun. Ganz einfach.
Du hast zu oft gelogen. Warum soll ich dir jetzt glauben?
Sie müssen mir nicht glauben, aber Sie müssen es mir nachweisen.
Und das können Sie nicht.
Weil dein Freund deine Aussagen bestätigen wird?
Weil ich die Wahrheit sage.
Jakob Bruns untermauert seine Aussage.
Und zwar bis auf die Formulierung genau.
Vielleicht war es tatsächlich so.
Was ist mit dem Mörder von Claudia Thielsen?
Du warst dir sicher...
Dass er nicht aus Hamburg, sondern von hier ist.
Was ist denn mit dem Foto?
Nichts darauf zu erkennen, gar nichts.
Hier. - (Janna) Gib es halt in die KT.
Wer es gemacht hat, traf sie in Hamburg.
Okay, einer von euch fährt dahin.
Vielleicht kann ein Nachbar David oder seinen Freund identifizieren.
Nehmt auch Fotos von den anderen Schülern mit.
Übrigens die Fingerabdrücke auf den Bierflaschen.
Sie sind nicht von David Jung. Aha, sondern?
Sven Christensen.
* Schwermütige Streichermusik *
Was willst du? Ich muss mit dir reden.
Es gibt nichts zu reden.
Du hattest was mit Jule Reinhardt.
Aber das hast du der Polizei verschwiegen.
Ich habe eure SMS gelesen und die Fotos gesehen,
die ihr in Hamburg aufnahmt.
Was hast du da gemacht, Sven?
Was war zwischen dir und Jule?
Wenn Kessler rauskriegt, du lügst, wie soll ich dich schützen?
Du musst mir die Wahrheit sagen. Du glaubst mir doch sowieso nicht.
Ich möchte dir glauben, aber du redest doch nicht mit mir.
Würdest du mir vertrauen, würdest du nicht in meinem Handy stöbern.
Du warst heute Nacht bei Steinkamps.
Du fährst mir nach? Du hast was in den Briefkasten gesteckt.
Was hast du mit denen zu tun?
Halt dich raus aus meinem Leben.
Ich würde gern mit Ihrer Tochter allein reden. Warum?
Sie wird mir mehr erzählen, wenn Sie nicht dabei sind.
Was soll sie Ihnen noch erzählen? Sie haben sie bereits befragt.
Hören Sie, Ihre Tochter...
Wissen Sie, warum ich hier stehe und Sie dort?
Weil ich zwischen Ihnen und meiner Tochter stehe.
Ich kenne die Art, wie Sie Fragen stellen.
Ihre Tochter weiß mehr, als sie glaubt.
Sie weiß nur nicht, was davon wichtig ist.
Lisa, wieso hast du sofort gedacht, dass Jule etwas zugestoßen ist?
Das sagte ich doch: Sie hatte Asthma, und ihre Tasche lag im Zelt.
Dass sie den Inhalator vergessen hatte,
hat ihre Mutter später festgestellt.
Das wurde so im Polizeibericht festgehalten.
Also, wieso hattest du diesen Verdacht?
Lisa?
Jule ist nicht allein von der Party weg.
David und Jakob sind mit ihr.
Ich wollte das nicht sagen,
weil man sie doch sofort verdächtigt hätte.
Sie hatte ein Verhältnis mit David Jung?
War er der Einzige?
Jakob hat auch versucht, bei ihr zu landen.
Das wusste David. Jule hat Jakob abblitzen lassen.
Wie hat er darauf reagiert? Er ist total ausgeflippt.
Hat überall verbreitet, sie wäre eine Nutte.
Und David?
Der war erst sauer und dann hat er Jule plötzlich abserviert.
Keine Ahnung, warum.
Ich weiß nicht, warum ich Ihnen das erzähle.
Ich will das überhaupt nicht.
Hatte sie mit noch jemandem ein Verhältnis?
Eins, von dem keiner wussten durfte?
Vielleicht mit einem älteren Mann?
Verheiratet?
Jemand, mit dem sie nach Hamburg gefahren ist vielleicht?
Ich habe mir das Klassenbuch angeschaut.
Jule hat regelmäßig in der Schule gefehlt.
* Düstere Musik *
Sie hätte das Abitur überhaupt nicht bestehen dürfen.
So viel wie sie geschwänzt hat. In Mathe war sie eine Null.
Aber sie hat es trotzdem geschafft.
Weil sie plötzlich in Mathe eine Vier hatte.
Nachhilfe, hat sie gesagt. Aber du glaubst das nicht.
Unseren Mathelehrer Eilers finden doch alle Mädchen toll.
Und Jule auch?
Bitte erzählen Sie niemandem, dass ich das alles gesagt habe.
Danke für Ihr Vertrauen. Ich vertraue Ihnen nicht.
Aber ich glaube, Sie sind ein guter Polizist.
Hier, reines Kalbfleisch. Alles bio.
Direkt von unserem Hof. Danke.
Richtig abbeißen, es knackt so schön.
Lass doch. - Meine Frau ist jetzt Veganerin.
Langsam geht mir hier das Fachpersonal aus. So.
Ich kann es bringen, ich muss sowieso nach Nordholm.
Ich habe das Auto draußen.
Aber vielleicht können Sie es rausbringen? Ich komme mit.
Tschüss. Tschüss.
Moin. - Moin.
Ich habe Ihren Mann gesehen im Hotel neben unserer Metzgerei.
Ja, er ist zu Besuch. Wir haben das Haus verkauft.
Da ist noch eine Menge Papierkram.
Ich fand Sie beide immer prima. Als Paar, meine ich.
Ihr Sohn war auch auf der Abifeier. Jakob hat nichts damit zu tun.
David hat für ihn ausgesagt. Meiner war auch da.
Sie müssen jemanden finden, der bezeugen kann,
dass Sven die Party nicht verlassen hat.
Warum wollen Sie mich sprechen?
Wir haben so ein Gespräch schon geführt.
Da war ich noch Polizistin.
Jetzt bin ich... Jetzt sind Sie wieder hier.
Weil die Leute hier nirgend mehr reden als bei mir im Laden.
Wie war das Verhältnis zwischen Andrea Reinhardt und Steinkamps?
Sie haben Steinkamp damals ins Gefängnis gebracht.
Was kann ich wissen und Sie nicht?
Andrea Reinhardt hat die Firma nicht freiwillig verlassen.
Warum? Was ist zwischen denen passiert? Keine Ahnung.
Aber sie hat die Firma mit aufgebaut.
Steinkamp geht vier Jahre in den Knast,
und seine Frau muss den Laden allein über Wasser halten.
Die Reinhardt hat ihre Hilfe nicht mal angeboten.
Ich meine, irgendwas muss da wohl passiert sein.
Das haben Sie jetzt aber nicht von mir.
Was Neues aus Hamburg?
Die meisten öffnen nicht, wenn Fremde klingeln.
Jens hat nicht mal die Hälfte der Nachbarn erreicht.
Was ist das? Ein zweites Handy, fanden wir in Jules Zimmer.
Warum ist es nicht geknackt? Es ist eine Prepaidkarte.
Verbindungen muss ich erst beantragen.
Wissen die, es handelt sich um Mord? Klar.
Aber die machen ein riesen... Ist mir scheißegal!
Ich will wissen, mit wem Jule damit telefonierte.
Ja, das habe ich denen auch gesagt. Was?
Dass mir Datenschutz scheißegal ist. Und?
Ich habe die Verbindungsnachweise morgen. Gut.
Ich dachte mir, dass du das magst.
(Janna) Wir wissen,
dass Sie vor Mitternacht nicht mehr auf der Party waren.
(Eilers) Wer sagt das? - Ihre Schüler.
Ein Mädchen hat sich den Fuß aufgeschnitten,
und keiner konnte Sie finden.
Ich holte an der Tankstelle Bier, wir hatten zu wenig dabei.
Was der Tankwart bestätigen kann? - Es war sehr voll.
Jugendliche kaufen dort abends Alkohol.
Es war doch nicht nur ein Sixpack.
Daran wird er sich doch erinnern können.
Wo sind Sie dann hin? Na, zur Party zurück.
Komischerweise war Ihr Handy nicht dort.
Wir haben nachgeprüft, wo es zu der Zeit eingeloggt war.
Sie waren an einem Strand, aber der war einen Kilometer entfernt.
Dann haben Sie Ihr Handy ausgeschaltet,
damit keiner mitbekommt, wo Sie sind.
Das heißt, Sie wissen es auch nicht.
Was haben Sie da gemacht? Ein Bier getrunken.
Jemand, der das bestätigen kann?
Ich war allein.
Von dort aus war es nicht weit zu den Klippen.
Sind das Ihre? - Wenn die aus meiner Wohnung sind, dann ja.
Das Profil dieser Stiefel passt zu den Abdrücken.
Wir fanden es oberhalb der Klippen. - Viele tragen solche Stiefel.
Solche Wanderschuhe hat fast jeder Tourist.
Warum haben Sie die Sohlen saubergemacht?
Ich wollte sie im Netz verkaufen... Herr Eilers.
Sie tun sich mit Ihren Spielchen keinen Gefallen.
Jule hat ihr Abitur in Mathematik mit einer Vier abgeschlossen.
Dabei war das ihr schwächstes Fach.
Sie hat Nachhilfe genommen.
Nein, das stimmt nicht. Das haben wir überprüft.
Das ist das, was sie mir gesagt hat.
In welchem Verhältnis standen Sie zu ihr?
Ich war ihr Lehrer.
Darf ich mal Ihr Handy haben? Warum?
Weil wir darauf sicher
eine Menge Telefonate und Nachrichten
zwischen Ihnen und Jule finden.
Manchmal hat sie jemand zum Reden gebraucht.
Hatten Sie ein Verhältnis? Sie war meine Schülerin.
Aber Sie ließ Ihnen keine Wahl.
"Bring mich durchs Abi oder ich sage allen, dass du mich fickst."
Ich hatte nichts mit ihr. Zu dumm, dass man das nicht beweisen kann.
Man hätte ihr geglaubt ... oder zumindest Zweifel gehabt.
Ich sage Ihnen, was passiert ist.
Als Sie zum Strand zurückgekommen sind, sahen Sie,
wie sie mit den Jungs weggegangen ist.
Da sind Sie hinterher.
Und als sie abgehauen ist, haben Sie sie verfolgt.
Das war Ihre Chance.
Sie wollten ihr klarmachen,
dass sie Ihr Leben nicht zerstören darf.
Ich war nicht auf den Klippen.
Sie wollten sie sicher nicht töten.
Aber vielleicht hat sie jetzt das verlangt,
was Sie ihr immer verwehrt hatten.
Sex. Aber das wollten Sie ihr auf keinen Fall geben.
Damit hätte Jule Sie für immer in der Hand gehabt.
Sie haben außer dieser Abdrücke keinen Beweis.
Und Sie haben kein Alibi für die Zeit, in der Jule starb.
Aber ein Motiv.
Und während Sie in U-Haft sitzen,
habe ich alle Zeit der Welt, die Beweise zu finden.
Hey, Piggo! - So nennen die hier die Frischlinge.
Ah, ich finde das Foto nicht gut. Du siehst müde aus.
Lass einfach neue machen.
Die haben den Lehrer verhaftet.
Diesen Eilers. Er soll das Mädchen getötet haben.
Wo warst du? Einkaufen.
Du wusstest, dass wir einen Banktermin hatten.
Deswegen bin ich hier. Wo ist Sven?
Ist er nicht im Haus? Dann würde ich dich nicht fragen.
Ihr versteht euch nicht mehr so gut, oder?
Hat er das gesagt oder sagst du das? Ich bin kein Idiot.
Du wohnst mit ihm zusammen. Du musst wissen, ihr habt Probleme.
Genügt, dass du es weißt, obwohl du nicht mehr bei uns wohnst.
Tut mir leid. Wir sollten nicht so miteinander reden.
Das ist nicht gut für ihn, und für uns... Was tun wir uns da an?
Wir sind auseinander, weil unsere Ehe in der Sackgasse landete.
Nein. Wir haben uns getrennt, weil du dich verliebt hast.
Das war längst vorbei. Wie dumm für dich.
Ich habe es so, wie es jetzt ist, nie gewollt.
* Gefühlvolle Musik *
Äh, und der Termin? War vor einer Stunde.
* Reifen quietschen. *
(Neumann Senior) Was ist denn los?
Nichts.
"Nichts" ... ist die richtige Antwort für deine Eltern.
Mein Vater ist da.
Ich hoffe, mein Sohn sagt diesen Satz nie,
wenn er schlecht drauf ist.
Ist das Ihrer?
Citroen. Meine "DS".
Baujahr 1972.
Fährt der noch?
Es ist eine Sie: "die Göttliche".
* Fröhliche Musik *
* Rattern *
Vorsicht. Sie ist schon eine alte Dame.
* Verstörende Musik *
Die hat hier ordentlich verbrannte Erde hinterlassen, hm?
Was war sie? Täter oder Opfer?
Vielleicht beides.
(Polizistin) Herr Kessler?
Kann ich Sie sprechen?
Ich glaube ... ich habe einen Fehler gemacht.
Wie konnten Sie das tun?
Sie lassen sich die Protokolle geben? Ich musste was überprüfen.
Wenn Sie Langeweile haben, machen Sie einen Töpferkurs!
Aber mischen Sie sich nicht ein. Sie erzählten von dem Fall.
Ja, weil ich Sie schätze. Aber es war keine Einladung.
Sie erzählten es, weil ich hier die Leute kenne.
Ja, und das war offensichtlich ein Fehler.
Ich habe Angst, dass mein Sohn in Schwierigkeiten steckt.
Er hat Sie angelogen.
Jule Reinhardt und er hatten ein ... Verhältnis.
Wieso verschweigt er Ihnen das? Ach, hören Sie doch auf!
Wir haben bereits einen Verdächtigen. Wen?
Das geht Sie nichts an.
Ermitteln Sie gegen Klaus Steinkamp?
Ist es Steinkamp?
Warum fragen Sie nach Steinkamp?
Gibt es eine Spur? Oder nicht?
Und wenn es eine gibt, ist das nicht Ihr Bier.
Kümmern Sie sich lieber um Ihre Familie.
Da gibt es offensichtlich einiges zu klären.
Ich möchte, dass Sie jetzt gehen.
Sie werden nie wieder in dem Ton mit meiner Frau sprechen.
* Sie seufzt leise. *
Ich kann Sven nirgends finden.
Wir wollten zusammen segeln gehen, aber am Hafen ist er nicht.
(Thorsten) Hattet ihr Streit?
Ja, ich dachte einfach, er wäre vielleicht hier.
Er ist nie allein ins Lokal gekommen.
Du hast gestern nicht mehr angerufen.
Entschuldige. Ich habe gehört, dein Mann ist zu Besuch.
Ja.
Es ist komisch, dass ich ihn immer noch "deinen Mann" nenne.
Vielleicht weil du das so oft sagst.
Sven ist manchmal bei meinem Vater. Die beiden verstehen sich ganz gut.
Keine Ahnung, warum.
Hat er dir das nie erzählt?
Ich werde mit ihm nicht über einen Kredit reden.
Wir sind pleite.
Wenn er mir kein Geld leiht, dann pfänden die das Haus.
Die Bank wird uns alles wegnehmen.
Aber ... du weißt, was du tust.
* Lied: "Dance me to the End of Love" von Madeleine Peyroux *
* Gefühlvoller Jazzsong *
Ich weiß, aber wir haben es gleich wieder verkauft. - Alexander!
Alexander. - Entschuldigen Sie mich.
Wie schön, dass ihr gekommen seid. - Danke.
Hey. - Hey.
Was wollt ihr trinken? - Champagner?
Ich habe versucht, dich zu erreichen.
Warum hast du ... nicht zurückgerufen?
* Düstere Musik *
Er hat sein Handy abgeschaltet.
Warst du bei seinen Freunden?
Ja, aber die wissen auch nicht, wo er ist.
Gibt es sonst jemanden, zu dem er in letzter Zeit Kontakt gehabt hat?
Hallo?
* Leises Atmen *
* Leises Stöhnen *
(flüstert) Ha... Hallo? Meine Tabletten.
Die ge...
Welche? Die gelben.
Wie viel? Zwei.
Hier.
* Freiton *
* Entspannte Jazz-Klaviermusik im Hintergrund *
Warum schauen Sie mich so an? Nur so.
Worüber wollen wir reden? Über Ihren Mann.
Über meinen Mann? Okay...
Dann reden wir über meinen Mann.
Ich habe Klaus in Hamburg kennengelernt.
Er sah gut aus, er war charmant.
Als wir beide das erste Mal zusammen ausgegangen sind,
wollte er im Übrigen über mich reden.
Gehen wir miteinander aus? Nein... Ich glaube nicht.
Klaus hat viel Kraft. Viele Ideen.
Häuser ... Grundstücke, Boote, wir haben alles verkauft.
Und die Leute haben es uns aus den Händen gerissen.
Wir sind ein perfektes Team.
Lieben Sie ihn?
Ich liebe das Leben mit ihm. Wir hatten ein atemloses Leben.
Partys, Reisen... Bis er verhaftet wurde.
Immerhin hat er eine Menge Leute betrogen.
Das Geld für Ihr atemloses Leben. Er hat die Strafe abgesessen.
Wir sollten respektvoll miteinander umgehen oder ich gehe.
Natürlich habe ich davon gewusst. Nur gewusst?
Wenn das Leben einem so viel bietet,
dann fragt man doch nicht danach, wer es bezahlt.
Haben Sie den Freund von Andrea Reinhardt jemals kennengelernt?
Ah, Themenwechsel?
Nein, ich kenne ihn nur aus Erzählungen.
Ihr Mann war mit Andrea Reinhardt lange alleine.
Als er mit ihr hier in Nordholm die Firma aufgebaut hat.
Worauf wollen Sie hinaus?
Haben Sie sich nie gefragt... Ob er mit ihr eine Affäre hatte?
Mhm. Es hätte mich nicht interessiert.
Mein Mann und ich haben ein Arrangement.
Sie meinen, eine offene Beziehung?
Ich meine, wir haben Affären und wissen davon.
Warum erzählen Sie mir das?
Funktioniert es? Sind Sie glücklich damit?
Affären zu haben? Ja.
Wenn man keine hat, ist man wahrscheinlich nicht glücklicher.
* Düstere Musik *
Was machen Sie hier?
Wissen Sie, dass Ihr Sohn im Wald war?
Sie haben geträumt.
Wollen Sie ein Glas Wasser? Nein. Danke.
Was machen Sie hier?
Thorsten hat mir erzählt,
dass Sven Sie manchmal besuchen kommt.
Was ist mit ihm? Er ist verschwunden.
* Nachdenkliche Klaviermusik *
* Bedrohliche Musik *
* Rasante Musik *
* Kessler keucht. *
* Tür wird geöffnet. *
Nicht alle Mieter haben aufgemacht.
Keiner konnte die drei Jungs identifizieren.
Diesen David? Den hat keiner gesehen.
Was ist das? Jule Reinhardts Verbindungsnachweise.
Aha... Aber das müsst ihr euch angucken.
Da ich Lisa Steinkamps Foto vergessen hatte,
habe ich eins aus dem Internet runtergeladen von ihrer Familie.
Klaus Steinkamp hat ein Mieter gesehen.
An dem Tag, an dem Claudia Thielsen umgebracht wurde.
Warum haben Sie mich gestern nach Steinkamp gefragt?
Nur so ein Gefühl. Erzählen Sie mir keinen Unsinn. Warum?
Sie sagen mir, warum Sie sich plötzlich für ihn interessieren.
Sie sind keine Polizistin mehr. Sie sind zu mir gekommen.
Ich kann mich auch wieder meiner Familie widmen. Na gut.
Steinkamp war in dem Hamburger Apartment,
das Jule Reinhardt mit ihrer Freundin gemietet hatte.
Die Möblierung deutet darauf hin, dass sie sich prostituiert haben.
Und Steinkamp war ihr Freier?
Vielleicht hatte er noch einen ganz anderen Grund.
Also... Warum haben Sie mich nach ihm gefragt?
Vorgestern Nacht hat Sven ihm was in den Briefkasten gesteckt.
Und was? Ich habe keine Ahnung.
Steinkamp hasst mich, mich und meine Familie.
Aber Sven hatte nie was mit dem Mann zu tun.
Aber mit Jule Reinhardt.
Die hatte vielleicht mit Steinkamp mehr zu tun, als wir wussten.
Mein Sohn ist verschwunden. Er taucht schon wieder auf.
Er steckt in der Sache mit drin. Wir beide wissen das.
Ja, rufen Sie mich an, wenn er wieder da ist.
* Spannungsvolle Musik *
Sie bleiben im Wagen.
Hatte Jule ein Verhältnis mit Steinkamp? Sind Sie verrückt?
Ihre Tochter schlief in Hamburg für Geld mit Männern.
Steinkamp war auch da.
Das kann nicht sein. Sie schickte ihm: "Morgen Mittag. Du weißt, wo."
Einen Tag, bevor er sie besucht hat.
Wieso sonst sollte sie ihn dort treffen?
Klaus hätte Jule nie angefasst.
Sie haben mit Steinkamp das Geschäft in Nordholm aufgebaut.
Dann hat er Sie plötzlich vor die Tür gesetzt.
Was ist zwischen Ihnen vorgefallen?
Als Steinkamp Andrea Reinhardt rausgeschmissen hat,
hat sie Kopien seiner illegalen Geschäfte gemacht.
Unterlagen, die dem Gericht beim Verfahren gegen ihn nicht vorlagen.
Und die sind jetzt verschwunden. Dann hat Jule Steinkamp erpresst.
Und er hat ein Motiv.
Aha. Ja, gut. Danke.
Keine Spur von ihm.
* Sie seufzt. *
Soll ich bleiben?
Okay.
Das ist aus dem Labor gekommen.
Das ist Sven Christensen, der mit Jule Reinhardt in Hamburg war.
Über Jule wurde viel Müll erzählt. Wir waren kein Paar.
(Mädchen) Sie hing manchmal mit Sven Christensen ab.
(Lisa) Er ist noch Jungfrau.
(Jens) Übrigens die Fingerabdrücke
auf den Bierflaschen stammen von Sven.
* Dramatische Musik *
Halt dich raus aus meinem Leben.
Warum kannst du nicht einfach nur meine Mutter sein?
Eine Mutter könnte ich echt brauchen.
* Spannungsvolle Streichermusik *
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020
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