All language subtitles for 2020_Das Madchen am Strand 1x02.deu

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Original subtitles

(David) Keiner von uns hat sie wirklich gekannt.

(Jakob) Was machst du hier alleine?

(Lisa) Niemand wusste, dass sie Probleme hat.

(Beamter) Jule Reinhardt bekam einen tödlichen Schlag.

Zeugenaussagen helfen, den Abend vor der Tat zu rekonstruieren.

Was machen Sie denn hier?

Privat. Dann kommen wir uns nicht in die Quere.

Du hast als Erste gemerkt, dass Jule weg war. Mit wem hing sie rum?

Den Jungs. Sven Christensen?

Nee, der ist noch Jungfrau. Darauf stand Jule nicht.

Jule war wohl öfter in Hamburg.

Warum kannst du nicht einfach meine Mutter sein?

Ihr habt sie unter Drogen gesetzt, seid in den Wald.

Da wolltet ihr Spaß haben, aber sie hat nicht mitgemacht.

Einer von euch hat zugeschlagen. Wer war's?

Was ist mit ihrem Vater? Der ist tot, schon seit fünf Jahren.

Jemand ist ihr von der Party gefolgt. War da kein Lehrer?

(Eilers) Sie haben außer Abdrücken keinen Beweis.

Aber ein Motiv.

Während Sie in U-Haft sitzen, habe ich Zeit, die Beweise zu finden.

Worüber wollen wir reden? Über Ihren Mann.

Steinkamp war in dem Apartment,

das Jule mit ihrer Freundin gemietet hat.

Steinkamp war ihr Freier? Oder er hatte einen anderen Grund.

Sven ist verschwunden. Er taucht wieder auf.

Er steckt in der Sache mit drin, Sie wissen das, und ich weiß das.

* Dramatische Streicher *

Simon Kessler

Hella Christensen

Hella, das sind wir jetzt alles schon dreimal abgefahren.

Ich will noch mal zum Strand.

Er geht oft bei Sonnenuntergang schwimmen.

Sven Christensen

* Dramatische Streicher *

Hella, das hat doch keinen Sinn.

Und was macht Sinn?

Zu Hause rumsitzen und warten? Ich gehe zu Fuß.

Hast du Sven gefunden?

Kannst du mich mal in den Arm nehmen?

* Spannungsvolle Musik *

* Musik wird dramatischer. *

Ich weiß, dass du mich willst.

Kommst du bitte mal kurz?

Die könnten passen.

Vergleicht die mit den Abdrücken vom Tatort. Und wir bra...

Darf ich?

Wir brauchen DNA von Steinkamp.

Vielleicht finden wir was davon

auf Jule Reinhardts Kleidung.

Sport.

Ich will Steinkamp sprechen.

Er ist seit zwei Tagen spurlos verschwunden.

Was wenn Steinkamp etwas damit zu tun hat?

Sven hat ihm nach dem Mord an Jule Reinhardt

irgendwas in den Briefkasten gesteckt, mitten in der Nacht.

Das muss nichts mit dem Tod des Mädchens zu tun haben.

Mit was denn sonst?

Ich brachte Steinkamp vor fünf Jahren ins Gefängnis.

Unsere Familien sind sich immer aus dem Weg gegangen.

Vielleicht hat Jule Sven was erzählt,

das Steinkamp belasten könnte.

Ich komme gleich.

Wofür haben Sie ihn drangekriegt?

Betrug, Bestechung, Steuerhinterziehung.

Er hat im Umland Häuser und Grundstücke aufgekauft.

Als die Banken Strafzinsen eingeführt haben,

sind die Immobilienpreise explodiert.

Das war ihm nicht genug. Stadtrat, Bauamt, er hat alle bestochen.

Wie lange hat er gesessen? Vier Jahre.

Aber seine Firma steht vor dem Bankrott.

Ich glaube nicht, dass Steinkamp Ihrem Sohn etwas getan hat.

Wenn es Ihr Sohn wäre, würden Sie nicht so reden.

Letzte Nacht hat jemand Steinkamps Wagen in Brand gesetzt.

Wenn es stimmt, was Sie vermuten,

könnte Sven etwas damit zu tun haben, oder?

Hatten Sie eine Affäre mit Jule Reinhardt?

Sind Sie verrückt? Das Mädchen war so alt wie meine Tochter.

Aber Sie hatten ein Verhältnis mit ihrer Mutter.

Frau Reinhardt hat mit Ihnen das Geschäft in Nordholm aufgebaut.

Während Ihre Frau in Hamburg...

Ich bin hier, weil ich vor 20 Jahren fremdging?

Es gibt Hinweise, die Sie mit dem Tod von Jule Reinhardt verbinden.

Seit wann hat das Mädchen Sie erpresst?

Als Sie Frau Reinhardt entlassen haben, hat sie Akten kopiert.

Akten, die sie gegen Sie verwenden wollte.

Diese Unterlagen sind verschwunden.

Nur Jule konnte wissen, wo ihre Mutter sie versteckt hatte.

Also, seit wann hat das Mädchen Sie erpresst?

Sie waren vor zwei Monaten in Hamburg.

Ich habe da öfters geschäftliche Termine.

Und wollte sie da schon Geld von Ihnen?

Sie hat mich nicht erpresst.

Warum sonst waren Sie dann in dem Apartment von Jule Reinhardt?

Wir haben einen Zeugen, der Sie in dem Haus gesehen hat.

Wenn Sie keine Affäre mit ihr hatten

und auch nicht erpresst wurden, was wollten Sie denn da?

Waren Sie einer Ihrer Kunden? Ich weiß nicht, wovon Sie reden.

Jule hat sich mit einer Freundin in diesem Apartment prostituiert.

Das habe ich nicht gewusst. Nein?

Nein.

Lassen Sie sich was einfallen, warum Sie dort waren.

Wenn Sie kein Freier von Jule waren,

dann vielleicht von Claudia Thielsen?

Auch sie ist ermordet worden.

Am Tag, an dem Sie in Hamburg waren. Ich hatte einen Termin.

Und waren im Apartment. Ich war in dem Haus.

Nicht in dem Apartment. Was Sie nicht beweisen können.

Jule hat behauptet, sie hätte diese Kopien.

Unterlagen über Geschäfte,

die beim Prozess nicht zur Sprache kamen.

Illegale Geschäfte. Bestechung und Steuerhinterziehung.

Und sie wollte Geld. Was meine Firma nicht mehr hat.

Das wollten Sie ihr an diesem Tag klarmachen. Jule war nicht da.

Ich habe weder Claudia Thielsen noch Jule Reinhardt getötet.

Was haben Sie gemacht, als niemand öffnete?

Ich bin ins Hotel.

Sie haben in diesem Hotel übernachtet?

Ja, da bin ich öfters.

Leider kann sich keiner der Angestellten an Sie erinnern.

Ich habe bei einer Bekannten geschlafen. Oh, noch eine Affäre.

Wir kennen uns seit Jahren.

So wie Andrea Reinhardt?

Meine Ehe geht Sie einen Scheißdreck an.

Hat Ihre Bekannte einen Namen?

Helene Hirsch.

Gut, dann wollen wir Frau Hirsch mal fragen,

ob sie sich an die Nacht mit Ihnen noch erinnert.

Sie ist vor drei Wochen gestorben. Sie war seit Jahren schwer krank.

Deswegen habe ich sie ein letztes Mal besucht.

Sie haben für die Zeit,

in der Frau Thielsen getötet wurde, kein Alibi.

Sie können nicht beweisen, dass ich in dem Apartment war.

Wo waren Sie in der Nacht der Abifeier?

Das hat Ihnen meine Frau erzählt.

Ich möchte es von Ihnen hören. Zu Hause.

Bei Ihrer eigenen Frau? Wie ungewöhnlich.

Sie wissen, das Alibi Ihrer eigenen Frau zählt vor Gericht nicht viel.

Der Richter kann entscheiden, ob er ihr glaubt oder nicht.

Wir haben an Ihren Stiefeln Erde gefunden,

die mit der Erde am Fundort der Leiche identisch ist.

Jeder, der hier wohnt, geht dort spazieren, ein toller Ausblick.

Wollen Sie den ganzen Ort verhaften?

Im Gegensatz zu denen haben Sie ein Motiv.

Zwei Tage nach dem Tod von Jule

haben Sie etwas in Ihrem Briefkasten gefunden.

Die Post. Wie jeden Tag. Nur dass es nicht der Briefträger war.

Wovon reden Sie?

Der Junge, der es reingesteckt hat, ist verschwunden.

Haben Sie etwas damit zu tun?

Keine Ahnung, wovon Sie reden. Ich weiß nichts von einem Jungen.

Ich denke, ich bin der Mörder von Claudia Thielsen.

Und von Jule Reinhardt.

Dann kommen wir mal zu einem entscheidenden Punkt.

Jule Reinhardt war meine Tochter.

Glauben Sie, ich töte mein eigenes Kind?

Oder gehe mit meiner Tochter ins Bett? Glauben Sie das?

Dann viel Glück bei der Suche nach einem Richter,

der Ihnen das abkauft.

Sie können mich so lange in U-Haft stecken, wie Sie wollen.

Ich kenne das Gefängnis, es macht mir keine Angst mehr.

Ich werde dort auf Sie warten.

Auf den Tag, an dem Sie sich bei mir entschuldigen müssen.

* Sie klopft. *

* Dramatische Musik *

Was machst du da?

Wo hast du das her?

Es lag im Schrank. Bei Papas Golfsachen.

Hat es jemand außer dir gesehen?

Das stammt vom alten Tor im Garten.

Papa hat sich mit dem Akkuschrauber verletzt, als er es ausgebaut hat.

Es wird alles gut.

* Düstere Musik *

Der Test bestätigt die Vaterschaft zu 99,9 Prozent.

Und was sagt Andrea Reinhardt?

Die will in der Zeit keine anderen sexuellen Kontakte gehabt haben.

Mann, ihr wisst doch hier sonst immer alles vom anderen.

Das, was Sie gegen ihn haben,

wird der Staatsanwaltschaft für eine Anklage nicht reichen.

Ja, ich weiß.

Kommen Sie an Eilers ran?

Wenn ich mich mit Steinkamp irre,

ist er der einzige Verdächtige, der mir noch bleibt.

Mein Sohn ist immer noch verschwunden.

Ich habe im Moment kein... Ich lasse sein Handy orten.

Ist immer noch besser,

als wenn Sie und Ihr Mann ziellos durch die Straßen fahren.

Was wollen Sie wissen?

Als Jule Reinhardt getötet wurde, war er nicht auf der Party.

Finden Sie heraus, wo er wirklich war. Er lügt, das spüre ich.

Vielleicht sagt er Ihnen die Wahrheit.

Ich denke mir was aus.

Es darf... Niemand wissen, dass ich das für Sie tue. Ja.

(Mann) Du weißt, dass bald Wahlen sind.

Eine Schülerin ist tot. Ihr Lehrer in U-Haft.

Tut mir leid. Ich kann für Eilers nichts tun.

Alle Zeitungen schreiben über den Mord.

Irgendwer hat Steinkamps Wagen in Brand gesteckt.

So etwas darf hier nicht passieren.

Leute leben vom Tourismus. Das ist Aufgabe der Polizei.

Der Bürgermeister muss dafür sorgen,

dass die Stadt keinen Schaden nimmt.

Wir haben keinen Parkplatz gefunden.

Dann sind wir vollständig.

Ein paar Fotos im Rathaus und wenn Sie einverstanden sind...

(Frau) Nicht bei uns zu Hause. Das hatten wir besprochen. Holger.

Wir müssen die Fotos verschieben. Es tut mir leid.

Aber du kommst mit.

Was ist denn los eigentlich? - Keine Ahnung.

* Spannungsvolle Musik *

* Musik läuft weiter. *

* Musik läuft weiter. *

Warum verfolgen Sie mich?

Trinken Sie einen Kaffee mit mir.

Sie verhaften meinen Mann und fragen mich,

ob ich mit Ihnen einen Kaffee trinke?

Sie haben gewusst,

dass ihr Mann eine Affäre mit Frau Reinhardt hatte.

Und wenn. Das ist 20 Jahre her.

Und kurz darauf ist sie schwanger geworden.

Sie haben das Kind aufwachsen sehen. Ohne Vater.

Und Frau Reinhardts Freund ist Ihnen nie zu Gesicht gekommen.

Wir haben ein Kind, das mein Mann sehr liebt. Und ich auch.

Und Sie wollten nicht, dass sich daran etwas ändert, ja?

Wenn mein Mann Jules Vater wäre,

warum sollte er mir das nicht sagen?

Weil ein Kind nicht Teil des Arrangements gewesen ist,

zwischen Ihnen und Ihrem Mann.

Und weil Frau Reinhardt vermutlich

mehr war als nur eine flüchtige Affäre.

Schauen Sie: Mein Mann und ich leben zusammen.

Mit unserer Tochter.

Wir haben ein Haus und einen Hund.

Und das ist alles, was für mich zählt.

Kennen Sie eine Helene Hirsch? Helene? Ja.

Wir haben ihr eine Wohnung verkauft. Das war noch in der Hamburger Zeit.

Wieso fragen Sie mich nach Helene?

(lachend) Nein... Nein.

Ihr Mann sagt, er habe sie jahrelang besucht.

Helene passt nicht in sein Beuteschema.

Helene ist klein und untersetzt.

Trotzdem behauptet er, bei ihr übernachtet zu haben,

wenn er ohne Sie in Hamburg war.

Wir fragen sie einfach.

Sie ist vor ein paar Wochen im Altonaer Krankenhaus gestorben.

Das haben wir überprüft.

Vor zwei Monaten ist in Hamburg eine junge Frau getötet worden.

Genau an dem Tag, behauptet Ihr Mann,

mit Frau Hirsch die Nacht verbracht zu haben.

Diese junge Frau war mit Jule Reinhardt befreundet.

Und jetzt sind beide tot.

Ihr Mann wird erpresst.

Wussten Sie das?

Ich fürchte, es gibt eine Menge Dinge von Ihrem Mann,

die Sie nicht wissen.

Dem Mann, von dem Sie behaupten, dass er in der Nacht,

als Jule Reinhardt getötet wurde, bei Ihnen war.

Klaus war zu Hause. Die ganze Zeit?

Frau Steinkamp, ich...

Ich will nicht stören, aber ich habe das von Ihrem Mann gehört.

Unbegreiflich, was man ihm vorwirft...

Tut mir leid, wenn ich Sie unterbrochen habe.

Wir waren fertig.

Was wollte er von dir?

Wenn jemand Ihnen für die Mordnacht

ein Alibi geben kann, sollten Sie ihn der Polizei nennen.

Wenn nicht? Jemand kann Sie gesehen haben.

Jemand, auf den Sie vielleicht nicht geachtet haben.

Frau Christensen ist nicht offiziell hier.

Sie begleitet mich nur, damit es... - Einen Zeugen gibt?

Ja. Herr Eilers, ich kenne Sie schon viele Jahre.

Sie haben meinen Sohn durch die Schule begleitet.

Ich kann nicht glauben, dass Sie Jule was angetan haben.

Warum sind Sie hier?

Ich versuche zu helfen.

Mir oder dem Polizisten aus Hamburg?

Sie waren doch Kollegen.

Hat er Sie geschickt? Jule Reinhardt ist tot.

Sie wurde auf der Feier ermordet, bei der Sie Aufsicht hatten.

Ich weiß, warum ihr hier seid.

Eure Kinder waren dort. Auch Sven. Nur dass die keine Kinder mehr sind.

Ihr habt Angst, dass einer Scheiße gebaut hat.

Sie sollten aufpassen, dass keiner Scheiße baut.

Sie waren der einzige Lehrer dort. Sie hätten aufpassen müssen.

Stattdessen gehen Sie los und kaufen noch mehr Bier. Hella.

Vorwürfe bringen... Ja, er war ihr Lehrer.

Ich habe dieses Fest freiwillig betreut.

Das war keine offizielle Aufgabe.

Und jetzt ist ein Mädchen tot. Hella.

Er muss ja nicht mal mit uns reden.

Ich war bei einer Tankstelle.

Dann hab mich einen Moment an einen Strand gesetzt.

Ist es das, was Sie mir vorwerfen wollen?

Es gibt Gerüchte... Ich kenne die Gerüchte.

Ja, ich habe Jule eine bessere Note gegeben.

Sie hat damit gedroht, überall rumzuerzählen,

dass ich mit ihr schlafe, wenn ich ihr nicht durchs Abitur helfe.

Hatten Sie denn eine Affäre mit ihr?

Nein. Aber wer hätte mir geglaubt?

Wenn so was mal ausgesprochen ist, bleiben immer Zweifel.

Nennen Sie der Polizei einen Zeugen und alles wird...

Alles wird wie vorher.

Wenn es ihn gibt, Ihren Zeugen,

dann soll er doch zur Polizei gehen.

Seien Sie kein Narr. Sie wollen Ihr Leben nicht in fremde Hände geben.

Ihr Sohn könnte einen Zeugen auch gut gebrauchen.

Jemand, der sah, dass er die Party nicht verlassen hat.

Im Gegensatz zu mir hätte Sven alles getan,

um mit Jule ins Bett zu gehen.

Hast du Sven ge... Natürlich habe ich das.

Glaubst du Eilers?

* Telefonklingeln *

Hallo, mein Schatz.

Nein, nein, ich bin gleich zu Hause. Ja, bis gleich. Tschüss.

Die Essen müssen gleichzeitig auf den Tisch.

Es geht nicht, dass einige Gäste schon was haben, die anderen nicht.

Wir machen später weiter.

Ich bin Hellas... - Ich weiß, wer Sie sind.

Wir suchen unseren Sohn.

Meine Frau hat erzählt,

dass er sich manchmal um Ihren Vater kümmert?

Er besucht ihn.

Sie hören zusammen Musik.

Musik?

Wenn es Ihnen nichts ausmacht,

würde ich gerne bei Ihrem Vater vorbeifahren.

* Sanfte Klaviermusik *

Wollen Sie meine Frau heiraten?

Wir haben nie drüber gesprochen. Sie sind ja noch verheiratet.

Wir haben noch keinen Termin für die Scheidung.

Warum haben Sie sich getrennt?

Ich denke, wir sollten dieses Gespräch nicht führen.

Wahrscheinlich nicht.

Da vorne müssen Sie die zweite rechts. - Mhm.

(Janna) Eilers hat recht.

Man kann diese Art Stiefel in jedem Fachgeschäft kaufen.

Das ist der Abdruck, den wir am Fundort der Leiche gefunden haben.

Die meisten Profile passen.

Eilers Stiefel beweisen also gar nichts.

Steinkamps Wanderschuhe haben eine andere Sohle.

Der Tankwart? Konnte sich an Eilers erinnern.

Hat 'ne Menge Bier gekauft, wie er gesagt hat.

Wir haben also nichts. Zehn Paar Stiefel.

Was hat er gesagt? Sie wissen, dass ich mit ihm sprechen konnte?

Wäre ich nicht sicher, dass Sie's schaffen,

hätte ich Sie nicht geschickt.

Jule hat ihn erpresst, wollte 'ne bessere Note,

um durchs Abi zu kommen.

Hatte er was mit ihr? "Er sagt Nein."

Das hätte ich auch gesagt.

"Gibt es jemanden, der das Alibi bestätigen kann?"

Vielleicht. Was heißt das?

Ich glaube, dass er jemanden getroffen hat,

den er nicht nennen will, vielleicht 'ne verheiratete Frau.

Ah, und wie finden wir diese Frau?

Ich höre mich mal um, mit wem er in den letzten Monaten gesehen wurde.

Danke. Gute Arbeit.

Ich arbeite nicht mehr. Schon vergessen?

Ja, schade. Es fängt gerade an, Spaß zu machen.

Und was ist mit der Handy-Ortung?

Ihr Sohn hat die Karte rausgenommen.

Vor zwei Tagen war er zuletzt eingeloggt.

In der Nähe Ihres Hauses.

Tut mir leid.

(Neumann Senior) Warum ist er weggelaufen?

Wir wissen nicht, ob er weggelaufen ist.

Wie heißt das sonst, wenn einer zwei Tage nicht nach Hause kommt?

Ich wollte nur wissen, ob mein Sohn hier war.

Er erzählt manchmal von Ihnen.

Sie haben Ihre Familie verlassen.

Ich denke nicht, dass Sie das was angeht.

Sie stehen in meinem Haus, ich nicht in Ihrem.

Wenn Ihnen meine Meinung nicht gefällt,

scheren Sie sich zum Teufel.

Sie alle sollten sich besser um ihn kümmern.

Wir kümmern uns.

Er hat alles, was er braucht.

Und... und Sie wissen, was er braucht?

Papa. Er macht sich Sorgen um seinen Sohn.

War Sven hier oder nicht?

Ich bin müde.

Tut mir leid. Er ist ziemlich krank.

* Ruhige Musik *

Sven?

Sven?

Ich habe wirklich überall gesucht.

Auch bei deinem neuen Freund. Der ist ... nett.

Hast du was anderes erwartet?

Ich habe Svens Handy orten lassen.

Wurde abgeschaltet. Hella, das sagt noch gar nichts.

Na ja, wenn er es nicht selber gemacht hat, schon.

Entschuldigung.

Ach, da war jemand da von der Spedition.

Die waren heute mit deinen Möbeln bei der neuen Wohnung.

Du hattest einen Termin. Ja.

Die kommen morgen noch mal wieder.

Wenn dann keiner da ist, stellen sie alles auf die Straße. Okay.

* Emotionale Musik *

Ja...

Ich gehe dann mal.

Ja.

Ich versuche, dich seit Tagen zu erreichen.

"Ich bin Charlotte."

Kessler hier. Kann ich deine Mutter sprechen?

Sie ist immer noch nicht zurück.

Und sie hat ihr Handy zu Hause vergessen.

"Wo kann ich sie erreichen?" Gar nicht.

"Sie ruft immer mich an, aus dem Krankenhaus.

Ihrem Vater geht es grad so nicht gut." Danke.

"Kennen Sie sich mit Schlössern aus?" Wie bitte?

Kennen Sie sich mit Schlössern aus? Nein. Warum?

Ich glaube, hier hat gestern jemand versucht einzubrechen.

Jetzt geht die Tür nicht mehr zu.

Warum sagst du denen nicht die Wahrheit?

Klaus hat dem Mädchen nichts getan. - Bist du dir sicher?

Er steht unter enormem Druck. Die Firma ist pleite.

Ja. Da bist du nicht unschuldig daran.

Warum gibst du ihm nicht den Kredit? - Er sitzt in U-Haft.

Ja, er hat ihr nichts getan. Ende der Diskussion.

Noch mal stehe ich das alleine nicht durch.

War ich nicht für euch da, als Klaus in Haft saß?

Diesmal wirst du nicht mehr auf ihn warten müssen.

So, die Schlüssel für das kaputte Schloss kannst du wegwerfen.

Danke.

Ruf an, wenn du was brauchst, ja?

Deine Mutter hat meine Nummer gespeichert.

Wollen Sie was essen?

Hast du was gekocht? Ich kann nicht kochen.

Aber wir können uns was bestellen.

Lieben Sie meine Mutter?

Ich weiß, dass sie Sie heimlich in Hamburg trifft.

Oder hier, wenn ich bei Freundinnen übernachte.

Ich habe mal Ihre Sonnenbrille hinter dem Sofa gefunden.

Warum darf ich das nicht wissen?

Nun...

Deine Mutter und ich sind kein normales Paar.

Was für ein Paar sind Sie denn?

Wir treffen uns, wenn wir wollen, und ansonsten hat jeder sein Leben.

Also lieben Sie sie nicht?

Das ist etwas komplizierter. Warum?

Findest du, dass ich hierher passe? Also nach Nordholm?

Ist doch ... schön hier.

Ich glaube, deine Mutter wollte nicht, dass du traurig bist,

wenn ich immer wieder gehe.

Sie ist traurig, wenn Sie immer wieder weggehen.

Für mich ist das okay.

Ja, ich muss dann mal los.

Ich war mal mit einem Jungen zusammen.

Er ist mit mir auf die Schule gegangen.

Und dann ist er weggezogen.

Wir haben Schluss gemacht, weil er jetzt ganz weit weg wohnt.

Ich denke jeden Tag an ihn.

Und jetzt wäre es mir völlig egal, ob er hier ist oder nicht.

Ich würde mir nur wünschen, dass er noch mein Freund ist.

* Ruhige Musik *

* Schritte nähern sich. *

Was machst du denn hier?

Ich habe deinen Wagen gesehen.

Die Tür war offen.

Ich habe mich mit Eilers am Strand getroffen.

Wir waren bis kurz nach Mitternacht dort.

Wir sehen uns seit zwei Jahren.

Manchmal reden wir nur miteinander, und manchmal kommt es zu mehr.

Ich habe Dirk damals in Hamburg getroffen, ganz zufällig.

Wir sind dann was essen gegangen,

und er hat mich danach in eine Bar mitgenommen.

Und deine Frau? Ich habe es ihr nie erzählt.

Und sie hat nichts gemerkt?

Ich weiß, dass ich es dir hätte sagen müssen. Es tut mir leid.

Sag mir, was soll ich tun?

Du wirst es Kessler sagen müssen.

Kannst du nicht mit ihm reden?

Vielleicht muss es ja gar nicht offiziell werden.

Er hat sein Büro in einem Camper am Strand.

Warte nicht zu lang.

* Leise dramatische Musik *

* Musik läuft weiter. *

Ich wusste, dass Sie kommen.

* Gedämpfte Schreie *

* Leise dramatische Musik *

Er hat weit mehr Dreck am Stecken, als die Leute hier wissen.

Wenn er eine Immobilie wollte, hat er vor nichts zurückgeschreckt.

Ging es um Ihr Hotel?

Steinkamp hat Leute bezahlt, die meine Gäste belästigen.

Hat mir über Hintermänner Hypotheken und Darlehen aufgeschwatzt.

Ich weiß nicht, ob er diesem Mädchen was getan hat.

Aber er hätte weit mehr als vier Jahre Haft verdient.

Das ist das erste Mal,

dass ich denke, Sie tun das Richtige.

Und das irritiert mich.

* Dramatische Musik *

* Musik läuft weiter. *

Du bleibst an Steinkamp dran.

Wieso? Die Staatsanwaltschaft hat doch...

Tu einfach, was ich dir sage. Okay.

Der ist mit der Kettensäge unterwegs.

Ist er doch immer, wenn er mit dem Rücken an der Wand steht.

Hallo. Was ist los?

Du musst mir einen Gefallen tun.

Sie darf nichts davon wissen.

Wir sind nicht mehr in die Ermittlungen involviert.

Es geht um Sven.

(Andrea) Ich habe es zu Hause nicht mehr ausgehalten.

Es ist so still in der Wohnung.

Man kann sein eigenes Herz schlagen hören.

Das tut mir leid. Nein, das tut es Ihnen nicht.

Meine Tochter ist nur eine Tote mehr für Sie.

Sie haben sie ja noch nicht einmal gekannt.

Warum haben Sie Ihrer Tochter verschwiegen,

dass Steinkamp ihr Vater war?

Er war verheiratet. Und er hat mich drum gebeten.

Aber Sie haben weiter für ihn gearbeitet.

Er wollte das so. Warum?

Er wollte mich in seiner Nähe haben.

Und Jule auch.

Und seine Frau hat nichts gemerkt?

Ich glaube, sie wusste, dass er mit mir geschlafen hat.

Ich war nicht seine erste Affäre.

Da sind sich Klaus und seine Frau sehr ähnlich.

Keine Ahnung, wie die das aushalten.

Aber von dem Kind hat sie gewusst?

Er hat Jule nie viel Aufmerksamkeit geschenkt,

wenn seine Frau dabei war.

Warum haben Sie die Firma nicht verlassen?

Ich habe ihn geliebt.

Ich habe geglaubt, ich wäre die Richtige für ihn.

Er hat mir auch das Gefühl gegeben. Das kann er gut.

Vielleicht war es die Hoffnung, dass er sich für mich entscheidet.

Aber gegen sie hatte ich wohl nie eine Chance.

Sie hat so lange gegen mich intrigiert,

bis er wollte, dass ich gehe.

Dann haben Sie in den Aktenschrank gegriffen

und sich die Rente eingepackt.

Ich habe sein Kind großgezogen.

Wie sind Steinkamps Betrugsfälle aufgeflogen?

Es heißt, die Polizei hat einen Tipp bekommen.

Nicht von mir.

Wir sind zu.

Weil es Ihnen nichts gebracht hätte.

Als Steinkamp in Haft war,

konnten Sie zusehen, wie seine Frau ums Überleben kämpft.

Wie eine Katze, die ins Wasser gefallen ist.

Sie hat zu wenig Ahnung vom Geschäft.

Die schöne Beate ist nur das Aushängeschild

von "Steinkamp Immobilien".

Wann hat Ihre Tochter rausgefunden,

dass Steinkamp ihr Vater ist?

Ich wusste ja nicht mal, dass sie ihn erpresst.

Und dass sie dieses Apartment in Hamburg hat.

Ich weiß nicht, wann ich aufgehört habe, hinzuschauen.

* Ruhige Klaviermusik *

Papa.

Schön, dass du wieder da bist.

Draußen am Tor, da steht ein Mann.

Ja, ich weiß.

* Zarte Streicher *

* Musik läuft weiter. *

Hey!

Was heißt, die haben alles auf die Straße gestellt?

Wusstest du nicht, dass die kommen? Natürlich wusste ich davon.

Ich kann dir heute nicht helfen.

Meinem Vater geht's schlecht. Er hatte einen Anfall.

Ach. Ähm ... soll ich kommen?

Nein, kümmere du dich um deine Möbel.

Ich rufe an, wenn ich Bescheid weiß, wie es meinem Vater geht, okay?

Ja. Okay. Alles klar.

Also da wo ich herkomme, da benutzt man das ja eher innen.

Aber ich will dir da nicht reinreden.

Hat Sven sich gemeldet?

Jan sucht jetzt nach ihm und ein paar von den alten Kollegen.

Gut.

Ja, fangen wir mal an.

* Telefon klingelt. *

Na, geht's deinem Vater besser?

(Johannes) Kannst du mir mal sagen, was das sollte?

Antworte mir bitte.

Sven, ich rede mit dir.

Sven, bitte.

Nein, du bleibst hier. Wir sind fast durchgedreht vor Sorge.

Warst du die ganze Zeit hier? Natürlich war er das.

Sven, warum können wir nicht mehr reden?

Könnt ihr das draußen klären, bitte?

Mein Sohn war die ganze Zeit hier im Haus.

Sonst wäre mein Vater jetzt tot.

Ihr Vater hat mir ins Gesicht gelogen. - Hätte ich auch getan.

Mischen Sie sich nicht in unsere Familienangelegenheiten ein.

Was haben Sie von Ihrer Familie überhaupt übriggelassen?

Hört auf. Bitte.

Wisst ihr, was das Problem von eurem Sohn ist?

Dass ihr mit eurer Trennung nicht durch seid.

Lasst los oder kommt wieder zusammen.

Ganz egal, aber dieser Schwachsinn, Hella, muss aufhören.

Siehst du nicht, wie Sven leidet?

Wenn es noch Ihre Familie ist, dann nicht,

weil Sie auch nur irgendwas dafür getan haben, ja!

Warten Sie.

Jetzt bleiben Sie schon stehen.

* Traurige Klaviermusik *

Sven? Sven?

Sven!

Steig bitte ein, Sven.

Wo willst du denn hin?

Sag mir, was ich falsch gemacht habe. Sag es mir.

Hau ab.

Ich habe mir doch nur Sorgen gemacht.

Ich weiß nicht, in was du da reingeraten bist. Mit Jule.

Und mit Steinkamp.

Ich dachte, es geht jetzt mal um uns.

Natürlich geht es um uns.

Das tut es doch schon lange nicht mehr.

Was willst du? Was sollen wir deiner Meinung nach tun?

Dein Vater prügelt sich für dich,

und ich fahre wie eine Idiotin hinter dir her.

Er prügelt sich für dich.

Du bist nur zu doof, um das zu kapieren.

Hören Sie, Christensen, das kann ich nicht machen.

Wir schaffen das nicht alleine.

Ähm... Und ich weiß nicht, an wen ich mich sonst wenden soll.

Bitte.

Du wusstest von dem Apartment in Hamburg?

Warst du mal drin?

Sie wollte das nicht.

Aber du weißt, wo es ist?

Ich habe sie manchmal dort abgeholt.

Weißt du was? Scheiß auf den Zug. Mach ein Foto, ist voll schön.

Warte.

Warum?

Warum hast du sie in Hamburg abgeholt?

Ich habe sie geliebt.

Hat Jule dich auch geliebt?

Keine Ahnung.

Aber du hättest es dir gewünscht, hm?

Ich glaube, sie hat jemand gebraucht.

Wieso, hatte sie Probleme?

Sie hatte niemand, dem sie vertrauen konnte.

Nicht.

Komm.

Sie war sehr einsam.

Du weißt, dass sie Steinkamps Tochter war?

Ich durfte es niemandem sagen.

Sie hat Haare von ihm untersuchen lassen. Für den Vaterschaftstest.

Und den hast du Steinkamp in den Briefkasten gesteckt.

Er sollte wissen, dass sie nicht die Einzige war, die davon weiß.

Woher hatte sie die Haare?

War Steinkamp mal in dem Apartment?

Ja.

Und du hast damals gedacht, dass er mit ihr schläft?

Was ist auf der Abifeier passiert?

Jule war völlig aufgedreht.

Sie hatte das Abi geschafft.

Wenn Steinkamp zahlen würde, hätte sie genug Geld, um wegzugehen.

War das der Deal zwischen den beiden?

Er wollte sie weghaben aus Nordholm.

Und dann hättest du sie auch verloren.

Ich habe sie doch sowieso nie gehabt.

Ich weiß, dass du mich willst.

Manchmal wusste ich nicht, ob sie nur mit mir spielt.

Warst du sauer auf sie?

Ja.

Als Jule mit den beiden Jungs die Party verlassen hat,

bist du da hinterher?

* Sie lachen. *

Sven? Sie hatte doch sowieso schon mit David geschlafen.

Wer weiß mit wem noch.

Bist du hinterher oder nicht?

* Sie lachen und kreischen. *

Sie hat immer gesagt: "Ich bin nicht gut für dich."

Und an dem Tag hast du gedacht, dass sie recht hat.

Was ist dann passiert?

Du musst mehr trinken, du trauriger Clown. Verpiss dich, Alter.

Ich hab so viel getrunken, wie ich konnte. Du bist nicht hinterher?

* Traurige Musik *

Wann sind die beiden zurückgekommen?

Sie sind nicht zusammen zurückgekommen.

David war alleine.

* Spannungsvolle Musik *

Wieso habe ich das nicht gesehen?

Es geht nicht darum, mit wem Jule ins Bett gegangen ist.

Sondern mit wem nicht.

Ist das für den Grill? - Ja.

Gib ihr die Steaks. Alles aus eigener Schlachtung.

Ich muss hier mal raus.

Du gehst nirgends hin, bis Gras über die Sache gewachsen ist.

Papa. Papa, das war mein Blut auf dem Hemd. Glaub mir doch.

Du bleibst auf dem Hof, hast du mich verstanden?

* Sanfte Klaviermusik *

Ich muss morgen zurück.

Ja, ist ja vielleicht auch besser, dass hier mal wieder Ruhe einkehrt.

Ich gehe mit dir mit.

Ich ziehe zu Papa.

Und vielleicht ist es ja auch gut für uns,

wenn Sven eine Zeit lang bei mir wohnt.

* Klopfen *

Kann ich noch mal mit Ihrem Sohn sprechen? Nein.

Christensen. Ach, lasst mich doch alle in Ruhe.

Hat Börnsen sich bei Ihnen gemeldet? Nein. Wieso?

Hella, ich... Nein, Kessler war nicht da.

Ja, wenn ich es dir doch... Warte mal ganz kurz.

Sagst du den Kindern noch Gute Nacht?

Ich komme gleich, ja? - Okay.

Machst du die Tür zu? - Ja.

* Sanfte Klaviermusik *

Erzählst du mir eine Geschichte?

(Steinkamp) Lass uns einfach so liegen.

Wenn du mir früher eine Geschichte erzählt hast,

wusste ich immer, alles ist gut.

* Dramatische Musik *

* Musik überlagert Dialog. *

(Lisa) Es wird alles gut.

Ich verspreche es dir.

* Musik wird dramatischer. *

* Musik ebbt ab. *

Moin.

Kann ich was für Sie tun? Ist Ihr Sohn da?

Im Haus. Ich würde gern mit ihm reden.

In 30 Minuten wimmelt es hier nur so vor Kunden.

Wenn das die Runde macht, sind 30 Jahre Arbeit für die Katz.

Sie können ins Haus gehen.

Sie wollte mit euch nackt schwimmen gehen? Ja.

Wir hatten da aber kein Bock drauf. Da ist sie sauer geworden?

Sie hat versucht, uns zu überreden. Hat uns beschimpft.

Weicheier. Schlappschwänze.

Was habt ihr gemacht? Wir haben gelacht.

Die war ja so besoffen, die konnte nicht mal mehr richtig stehen.

Dann seid ihr zurück zu der Party?

Wir wollten, dass sie mit uns kommt.

War ja schon dunkel. Was, wenn die alleine ins Wasser gegangen wäre?

Ja, sie war ja so besoffen. Warum seid ihr zurück?

Warum wolltet ihr nicht ein bisschen Spaß haben mit ihr?

Sie hätte sich gegen euch zwei Jungs doch nicht wehren können.

Sie war ja so besoffen.

Ich habe schon gesagt, dass zwischen uns nichts mehr lief, oder?

Es ging ja nicht um Gefühle. Ein kleiner Fick.

Auch den hatten wir bereits hinter uns. Jakob auch?

Oh, das weißt du gar nicht?

Jakob hat auch versucht, bei Jule zu landen.

Aber sie hat dich abblitzen lassen. Ich wollte nichts von ihr.

Wir haben jemand, der das bestätigt.

Jakob, sie hatte mit jedem was.

Mit Eilers, David, Sven.

Wer weiß mit wem noch?

Ich meine, nur mit dir nicht.

Ich meine, mich hätte das auch gekränkt.

Der Abend war wie geschaffen dafür, es ihr heimzuzahlen.

Sie war betrunken, allein.

Sie hätte sich gegen euch zwei Jungs nicht wehren können. Hm?

Wo war das Risiko?

Ihre Aussage hätte immer gegen die von euch beiden gestanden.

Ein betrunkenes Mädchen gegen zwei anständige Jungs,

die nur versucht haben, sie davor zu bewahren,

bei einer Abifeier im Meer zu ertrinken.

War das deine Idee oder seine?

Seine war es nicht, sagt er. Bleibst du noch übrig.

Ich meine, wir haben dein Tuch gefunden, oben auf den Klippen.

In dem Wald. Wo sie ermordet wurde.

Also, war es deine Idee oder seine?

Er hat versucht, sie zu küssen.

Du, ich glaube, da ist mehr passiert.

Er hat gesagt, ich soll sie festhalten.

Und das hast du dann auch getan, ja?

Nein. Ich hatte keinen Bock auf so 'ne Nummer.

Du hattest keinen Bock auf so 'ne Nummer. Aber Jakob, ja?

Hey, was soll's? Ihr wart eh der Meinung, dass Jule eine Nutte war.

Er hat das immer gesagt, nicht ich. Warum?

Na ja, weil sie sich dafür bezahlen lässt,

dass sie die Beine breit macht.

Ich habe das alles nicht geglaubt.

Ach, aber du hast sie trotzdem verlassen, ja?

Ja, wissen Sie: Jule hatte keinen Stil.

Ach so. Wie die immer rumgelaufen ist.

Ich konnte die nicht mit zu meinen Eltern nehmen.

An dem Abend habt ihr sie zum Abschuss freigegeben?

Jakob konnte sie vor deinen Augen haben.

Aber Jule hat nicht mitgemacht. Warum hat sie nicht mitgemacht?

Vielleicht gerade weil du dabei warst, oder?

Sie hat ihm in die Eier getreten.

Aber das hat er sich natürlich nicht gefallen lassen.

Jules Nasenbein war gebrochen. War er das?

Ja, er, er hat ihr ins Gesicht geschlagen.

Mit der Faust ins Gesicht geschlagen!

Du hast zugesehen. Mann, sie war mal deine Freundin.

Ich habe versucht, ihn festzuhalten.

Hast du versucht oder hast du es getan?

Hast du sie festgehalten oder hast du mitgemacht?

Ich habe ihr nichts getan.

Aber jetzt ist das Mädchen tot. Und warum?

Weil einer von euch beiden

dem Mädchen den Schädel zertrümmert hat.

Ich war das nicht.

Nein. In den Dünen hast du nur ihr Nasenbein gebrochen.

Aber oben auf den Klippen. Nein, wir waren nicht auf den Klippen.

(David) Das Blut schoss ihr aus der Nase.

Sie hat Jakob angeschrien und angespuckt.

Dann ist sie einfach losgerannt.

Wir sind zur Party zurück.

David ist allein zur Party zurück.

Wir haben einen Schüler, der vor Gericht bezeugen wird,

dass du nicht mit David zur Party zurückgekommen bist.

Wir sind dann zurück zur Party. Ihr beide?

Ja, beide.

Ganz schlechtes Timing für eine Lüge, David.

Er hat bereits bestätigt,

dass er nicht zusammen mit dir zur Party zurückgekommen ist.

Okay. Jakob wollte noch mal nach ihr gucken.

Sein Hemd war voller Blut, und er hatte Angst,

dass er sie so richtig verletzt hat.

Und dann ist er Jule hinterher.

Es gibt Leute, die gesehen haben,

dass ich zurück zur Party bin, bevor Jule ermordet wurde.

Also ich bin raus.

Bleibt noch unterlassene Hilfeleistung. Wie findest du das?

Wie lang war er weg?

Stunde?

Eine Stunde.

Das reicht, um zu den Klippen zu gehen. Und wieder zurück.

Du hast Jule nie wirklich gekannt.

Sie hatte nichts mit Eilers.

Und sie ist auch mit Sven nicht ins Bett gegangen.

Weißt du, was ich glaube?

Der einzige Junge, den sie wirklich geliebt hat,

war dein Freund.

* Dramatische Musik *

So, viel Spaß. - Danke.

Was hast du gemacht, hm?

Was hast du gemacht? - Hey!

Was hast du gemacht? Du blöder Idiot.

Was? Du blöder Idiot.

* Musik läuft weiter. *

Engelchen flieg.

(Kind) Flieg, flieg.

Ja, Engelchen, das machen wir gleich.

(Jan) Ich war heute Morgen im Meer schwimmen.

Und, hast du mit ihr gesprochen? - Nee.

Morgen. Morgen.

Kann ich dich kurz sprechen?

Ich weiß, dass die Kollegen Ihren Sohn suchen.

Ich habe das jetzt offiziell abgenickt.

Sven ist wieder da. Na umso besser. Kaffee?

Sie haben ihn doch immer hier getrunken,

bevor Sie zum Dienst sind.

Danke. Ich muss los.

Hella, warte mal.

Warum hast du ihr davon erzählt? Es war besser so.

Sie ist wirklich okay.

Die haben heute Morgen Jakob Bruns verhaften lassen.

Ich glaube, die machen einen Fehler.

Das hast du nicht von mir.

* Spannungsvolle Musik *

Wo haben Sie das her? Kann ich Ihnen nicht sagen.

Ruf die Staatsanwaltschaft an. Wir brauchen einen Haftbefehl.

Und Jakob Bruns? Bleibt in Untersuchungshaft.

Ist Ihr Mann zu Hause?

(flüsternd) Keine Sorge. Sie haben nichts gegen dich in der Hand.

* Steinkamp stöhnt. *

Wenn Sie Ihrem Mann helfen wollen, dann hören Sie auf zu lügen.

In der Nacht, als Jule getötet wurde, sind Sie nicht hier gewesen.

Sie sind geblitzt worden.

23.11 Uhr.

Auf einer Ausfallstraße von Nordholm.

Wissen Sie, was das heißt?

Ihr Mann hat jetzt kein Alibi mehr.

Er saß nicht neben Ihnen im Wagen.

Und niemand kann bezeugen, dass er in diesem Haus gewesen ist.

Ich werde Ihren Wagen untersuchen lassen.

Der Bordcomputer wird sich schon daran erinnern, wo Sie waren.

Sie klingen wie ein betrogener Ehemann.

Wissen Ihre Kollegen eigentlich,

dass Sie mitten in der Nacht zu mir gekommen sind?

* Spannungsvolle Musik *

(Janna) Sein Name ist Alexander Martens.

Unternehmer aus Hamburg, hat zwei Häuser von Steinkamp gekauft.

Wie lange ist sie dort gewesen? Drei Stunden.

Sie ist Viertel nach elf geblitzt worden.

Also war sie bis weit nach Mitternacht dort.

Nehmen Sie doch Platz. Möchten Sie einen Kaffee?

In welchem Verhältnis stehen Sie zu Klaus Steinkamp?

Er hat mir dieses Haus verkauft. Darf ich Ihnen etwas anbieten?

* Sie verneint. *

Wir sind seitdem befreundet.

Gehen oft zusammen segeln.

Und zu seiner Frau?

Wir sind manchmal auch zu dritt unterwegs. Zu dritt?

Ich bin seit sechs Jahren geschieden.

In der Nacht, als Jule Reinhardt getötet wurde,

war Frau Steinkamp bei Ihnen, ohne ihren Mann.

Passiert das öfter, dass sie Sie alleine besucht?

Klaus und seine Frau sind schon sehr lange verheiratet.

Sie tolerieren, dass andere Menschen im Leben ihres Partners existieren.

Und Sie sind einer der anderen?

Ich hoffe, der andere.

Wenn Sie alle so offen miteinander sind,

warum hat uns Frau Steinkamp nichts gesagt?

Ihr Mann steht unter Mordverdacht.

Sie wollte ihm wahrscheinlich helfen.

Und wie lange geht dieses Verhältnis schon?

Darf ich Sie was fragen?

Wenn Klaus diese Frage nie gestellt hat,

was geht Sie das an?

In der Nacht, als Jule Reinhardt getötet wurde, waren Sie?

Zu Hause. Wie oft wollen Sie noch fragen?

Bis Sie ehrlich sind. Beate hat das bestätigt.

Nur dass sie das nicht kann. Sie war nicht zu Hause.

Sie war bei Alexander Martens. Nicht zum ersten Mal.

Ihre Frau hat um 23.15 Uhr eine rote Ampel überfahren.

"Also, wo waren Sie in dieser Nacht?"

"Ich war in einem Haus, das wir am nächsten Tag verkaufen wollten."

"Warum haben Sie das nicht gleich gesagt?"

"Weil es keinen Zeugen gibt."

Sie baten Ihre Frau, Ihnen ein Alibi zu geben.

Um auf Nummer sicher zu gehen.

Ich wollte, dass niemand falsche Schlüsse zieht.

Wie lange sind Sie dort gewesen?

Von neun bis vielleicht zwei Uhr nachts.

Also genau in der Zeit, als der Mord geschah.

Was haben Sie da gemacht?

Es sollte alles perfekt sein, bevor die Interessenten kommen.

Ist das üblich?

Unsere Firma steht vor dem Konkurs. Wir brauchten diesen Abschluss.

Sind Sie mit Ihrem eigenen Wagen gefahren?

Ja. Ich habe die Adresse ins Navi eingegeben. Sie können...

Leider ist Ihr Wagen abgebrannt. Wir konnten keine Daten auslesen.

Vielleicht hat genau deswegen jemand den Wagen in Brand gesetzt.

"Ich war in diesem Haus.

Warum sollte ich meine Tochter töten?"

"Weil Jule Sie erpresst hat."

Und weil Sie das Geld nicht hatten, das sie von Ihnen wollte.

Herr Steinkamp, es gibt mittlerweile einen Zeugen,

der gesehen hat, dass Sie sie in diesem Apartment getroffen haben.

Auch Claudia Thielsen hat Sie dort gesehen.

Hat Sie den Streit zwischen Ihnen mitbekommen?

"Und musste sie deshalb sterben?

Oh, ich finde, das klingt nach einem ziemlich guten Motiv."

* Nachrichtenton *

Woher wussten Sie,

dass sich die beiden Mädchen in dem Apartment prostituieren?

Ich meine, Sie sind doch nicht der Mann,

der sich Nutten in Kleinanzeigen sucht.

Meine Tochter Lisa machte mal eine Bemerkung.

Sie hatte es von einem Mitschüler. Welcher?

Ein Junge, der mit ihr in die Klasse ging.

Hat sie den Namen Jakob mal erwähnt?

Ja, so hieß der Junge.

Was ist das? "Erkennen Sie das nicht wieder?

Damit ist Ihre Tochter erschlagen worden."

(Janna) "Wir haben Blut darauf gefunden, von dem toten Mädchen."

"Ich habe das noch nie gesehen."

Komisch. Ihre Frau ließ es in einer Mülltonne verschwinden.

Wir haben tagelang gebraucht, es wiederzufinden.

Und es gehört zu einem Schild im Wald.

Fragt sich, was die Tatwaffe in Ihrem Haus zu suchen hat.

Haben Sie Ihrer Frau gesagt, wo Sie es versteckt hatten?

Sollte sie es für Sie verschwinden lassen?

Oder hat sie es zufällig gefunden?

Ich sage Ihnen, wie das alles gelaufen ist.

Als Sie erfuhren, dass Ihre Tochter sich prostituiert,

sind Sie zu ihr gefahren, um sie davon abzubringen.

Sie konnten es nicht ertragen.

Fast wären Sie so weit gewesen, ihr zu sagen, dass Sie ihr Vater sind.

Doch dann hat das Mädchen Sie erpresst. Ihre eigene Tochter.

Und jetzt standen Sie mit dem Rücken zur Wand.

Selbst wenn Sie ihr das Geld hätten geben können,

das sie von Ihnen wollte.

Sie würde wahrscheinlich immer mehr von Ihnen verlangen.

Sie oder ihre Freundin, Claudia Thielsen.

Also mussten beide Mädchen weg.

Was machen Sie hier? Wer sind Sie?

Christensen. Kripo Kiel. Aha.

Das ist doch das Haus, das Klaus Steinkamp

letzte Woche im Verkauf hatte, oder?

Ja. Ist aber nie zustande gekommen.

Die Käufer haben sich anders entschieden.

Und kennen Sie Steinkamp näher?

Ich betreue fast alle Objekte von ihm. Ist ein Spinner.

Wenn der ein Haus anbietet,

muss alles so sein, als wolle er selbst einziehen.

Was heißt das?

Er hat ein Alibi.

Kann nicht sein. Er hat die Morde gerade gestanden.

Steinkamp war in diesem Haus.

Er weiß nicht, dass ihn der Verwalter gesehen hat.

Der machte sich nicht bemerkbar, weil er ihm nicht helfen wollte.

Deswegen hat Steinkamp seine Frau gebeten, zu lügen.

Ja, und warum war dann die Tatwaffe in seinem Haus?

Seine Frau hat auch ein Alibi.

Selbst wenn Alexander Martens gelogen hat,

haben wir immer noch das Foto von dem Blitzer.

* Spannungsvolle Musik *

Das kann ich nicht machen.

Ich bin keine Polizistin mehr.

Und ich nicht der Therapeut von Ihrem Sohn.

Sie schulden mir was.

* Musik ebbt ab. *

"Warum ist man nicht befreundet?"

Ich habe lange darüber nachgedacht, was du gesagt hat.

Warum du mit Jule nicht befreundet sein konntest.

Dabei hast du mir die Antwort selber gegeben:

Die Jungs standen auf sie. Alle.

Und du warst dir sicher, dass auch Dirk Eilers auf Jule stand.

Dein Mathelehrer, in den du so verliebt bist.

Er hatte Jule durchs Abi geboxt.

Dass sie mit ihm dafür ins Bett geht,

das war dir klar.

Jule ist mit David und Jakob weggegangen.

Aber sie ist nicht mit ihnen zurückgekommen.

Und Eilers war auch nicht auf der Party.

Wahrscheinlich, weil er sich irgendwo mit Jule getroffen hat.

Ja, wenn man jemanden begehrt, das kann einen blind machen.

Der Kopf spielt ein übles Spiel mit einem.

Und genau deswegen bist du an diesem Abend Jule gefolgt.

Wer sagt das? Ich.

Und du sagst mir jetzt, was dann genau passiert ist.

Ich habe die Party nicht verlassen.

Oder gibt es jemanden, der das behauptet?

Sie haben die Tatwaffe gefunden.

Und niemand außer dir konnte sie von den Klippen mitnehmen.

Deine Eltern waren gar nicht dort. Aber du.

Ich war auf der Party.

Hab getanzt, getrunken.

Dass Jule verschwunden ist,

habe ich erst am nächsten Morgen festgestellt.

Dein Vater hat die Tat gestanden.

Aber nicht, weil er es war.

Sondern weil er dich beschützen will.

Er liebt dich.

Und ich glaube, dass du ihn auch lieb hast.

Soll er für den Rest seines Lebens im Gefängnis sitzen?

Okay, Lisa.

Setz dich.

Sag es ihr.

Ich habe euch gesehen auf den Klippen,

auf der kleinen Lichtung.

Ihr habt euch über irgendwas gestritten,

aber ich konnte nicht verstehen, über was.

Lisa, die denken, ich habe Jule umgebracht.

Aber das stimmt nicht. Und du weißt das.

Du hast gedacht, dass Eilers sich mit ihr auf dieser Lichtung trifft.

Aber noch war er nicht da.

Noch konntest du verhindern, dass sie mit ihm schläft.

Sie würde sich ihn nehmen.

So wie sie sich jeden genommen hatte, den sie wollte.

Und dann hat sie gelacht. Sie hat dich ausgelacht.

Dann hast du das Stück Metall gesehen,

hast es aufgehoben ...

und dann hast du zugeschlagen.

So war es nicht. Wie war es dann?

Ich habe ihr gesagt, sie soll meinen Vater in Ruhe lassen.

Was?

Du sollst meinen Vater in Ruhe lassen.

Ich habe gesehen, wie du ihn anschaust.

Wie du ihm schöne Augen machst.

Du hast sie ja nicht mehr alle.

Du hast ihm eine Nachricht geschrieben:

"Morgen Mittag. Du weißt, wo."

Du hast überhaupt keine Ahnung, wovon du da redest.

Mir ist scheißegal, mit wem du vögelst,

aber meinen Vater lässt du...

Klaus ist nicht nur dein Vater.

Ich habe das erst gar nicht kapiert.

Weil dir dein Vater nie davon erzählt hat.

Ich war immer ein Papa-Kind.

Jetzt gab es plötzlich jemanden,

mit dem du deinen Vater teilen solltest.

Schau mich an.

Ist das nicht der Mund von Papa?

Sind das nicht seine Augen?

Scheiß 20 Jahre lang habe ich gedacht, dass mein Vater tot ist.

Habe mit dir in eurem Garten gespielt.

Hab gesehen, wie er dich küsst.

Wie du alles bekommen hast. Und ich nichts.

Dann habe ich nach meinem Vater recherchiert.

Wollte wissen, wer er war.

Und was habe ich festgestellt?

Er war gar nicht tot,

es hat ihn nie gegeben.

Dann ist mir erst klar geworden,

warum Klaus Steinkamp ...

meine Mutter manchmal heimlich anfasst.

Warum Sie nie einen neuen Mann gefunden hat.

Und warum deine Mutter mich so hasst.

Für all das muss dein Vater jetzt zahlen.

Er hat überhaupt kein Geld mehr.

Das ist mir scheißegal.

Verkauft eben euer Haus.

Das gehört uns auch schon nicht mehr.

Irgendwo wird er das Geld schon herbekommen.

Ich finde, ich habe es verdient.

Eigentlich sind wir Schwestern.

Wäre vielleicht sogar schön gewesen, deine Schwester zu sein.

Aber diese Arschlöcher haben uns nur belogen.

Er saß vier Jahre lang im Knast.

Hat alles verloren.

Du machst ihn jetzt nicht auch noch fertig.

Vier Jahre.

Ich habe 20 Jahre lang nicht gewusst, wer ich bin.

* Dramatische Musik *

* Dumpfer Schlag *

Aber sie war nicht gleich tot.

Sie hat so gestöhnt und versucht, von mir wegzukommen.

* Sie wimmert und ächzt. *

Sie hätte nicht sterben müssen.

Ich wollte nicht, dass alles kaputtgeht.

Und deswegen hast du keine Hilfe geholt? Deswegen?

Er hätte doch auch Hilfe holen können.

(Lisa) Ich habe dich gesehen.

Wie du uns beobachtet hast.

Standst zwischen den Bäumen.

Du hast nichts gemacht.

Du hast einfach nur zugeguckt, wie sie gestorben ist.

* Dramatische Musik *

Vielen Dank. - Danke.

Vielen Dank.

Warum hat Jakob Bruns keine Hilfe geholt?

Überforderung? Rache?

Er konnte nicht bei ihr landen.

Nicht mal für Geld würde sie mit ihm schlafen.

Verschmähte Liebe. Tut weh.

Ja.

(Jens) Hamburg hat angerufen.

Sie haben das Messer gefunden,

mit dem Claudia Thielsen erstochen wurde.

Es war voller Fingerabdrücke von dem Freier,

den wir bereits verhört haben.

Die Morde an den beiden Mädchen hatten nie was miteinander zu tun.

Wir sehen uns in Hamburg.

Meine Mutter ist immer noch nicht wieder da.

Ich wollte mich von dir verabschieden.

Soll ich ihr was ausrichten?

Was würdest du ihr an meiner Stelle sagen?

Dass Sie noch mal nachdenken.

Über Hamburg und Nordholm.

Sag ihr, dass ich mich freuen würde, wenn sie hier wäre,

wenn ich das nächste Mal komme.

Mach's gut.

* Emotionale Klaviermusik *

* Musik läuft weiter. *

* Musik wird dramatischer. *

Hast du alles dabei? Mhm.

Seine Medikamente?

Habt ihr die Salbe... Haben wir eingepackt.

Es ist ja erst mal nur für drei Monate.

* Musik läuft weiter. *

Was werden Sie jetzt tun?

Neu anfangen.

Ich dachte, das hätten Sie bereits.

War vielleicht nicht konsequent genug.

Oder vielleicht ist das hier alles zu klein

für einen wirklichen Neuanfang.

Werde ich Sie finden?

Da, wo Sie hingehen?

Ich stelle Ihnen eine Kerze ins Fenster.

* Lied: "Every Heartbeat" von Anna Ternheim *

* Gefühlvolle Popballade *

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020

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