All language subtitles for Wildes Russland 06 Kamchatka

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Original subtitles

Es gibt einen Ort am äußersten Ende Russlands.

Er sieht aus wie zu Anbeginn der Zeit.

Eine Welt, -

- die von Giganten beherrscht wird.

Feuer und Eis liegen hier in ewigem Wettstreit.

Kamtschatka.

1O.OOO Kilometer und 1 1 Zeitzonen von Deutschland entfernt.

Jenseits der endlosen Weiten Sibiriens.

Eine Halbinsel liegt hier.

Sie blieb bis 199O selbst den meisten Russen verschlossen.

Ein militärisches Sperrgebiet, verbotene Zone: Kamtschatka.

Das Land verschwindet im Winter unter Eis und Schnee.

Aber die winterliche Ruhe ist trügerisch.

Eruptionen tauchen die Landschaft -

- in ein unheimliches Licht.

Vulkanische Aktivität.

Es gibt nirgendwo auf der Erde mehr davon als hier.

Heiße Quellen und unzählige Geysire.

Sie hüllen dieses Land in Dampf.

Die Temperaturen fallen im Winter unter minus 4O Grad Celsius.

Nur wenige können unter diesen harten Bedingungen überleben.

Wie der Riesen-Seeadler. Er wiegt neun Kilogramm.

Er ist der schwerste Adler, den es gibt.

Der Kurilen-See an der Südspitze Kamtschatkas.

Er friert selten ganz zu.

Dank heißer Quellen.

Hier sammeln sich Gruppen von bis zu 7OO Riesen-Seeadlern.

Die letzten Lachse haben im Januar im See abgelaicht.

Um dann zu verenden. Die letzte Nahrungsquelle der Adler.

Einer der Riesen hat Beute gemacht.

Die anderen versuchen sofort, ihm den Fisch abzujagen.

Der russische Winter fordert seine Opfer.

Nicht alle überleben.

Es gibt mehr als 16O Vulkane auf der Halbinsel.

29 davon sind aktiv.

Kamtschatka ist um ein Drittel größer als Deutschland.

Die meisten Lachse sind verschlungen.

Es gibt erbitterte Kämpfe um jeden Bissen.

Die Auseinandersetzungen sind hart.

Aber es kommt nur selten zu ernsthaften Verletzungen.

Es wird lange dauern, bis die Lachse zurückkehren.

Kamtschatka ist das Land der drei Meere.

lm Norden die Beringsee, der offene Pazifik im Südosten.

Und im Westen das Ochotskische Meer.

Es wird "Kühlschrank der Welt" genannt.

Vor allem die Westküste spürt seinen eisigen Hauch.

ldeale Gewässer für Wale.

Besonders Orcas fühlen sich wohl in den kalten, nährstoffreichen Meeren.

lhr Nachwuchs bleibt ein Leben lang bei den Eltern.

Die Weibchen werden bis zu 9O Jahre alt.

Jede Gruppe umfasst darum oft vier oder fünf Generationen.

Das Ochotskische Meer liegt mehr als sechs Monate unter einer Eisdecke.

Es beeinflusst das Klima auf der Westseite Kamtschatkas.

Die Halbinsel hat 2O Klimazonen.

Meere, Gebirge und Vulkane beeinflussen sie.

Wenn die Tage länger werden, -

- beendet die Kälte ihre Herrschaft über die Meere.

Der Winter ist eine harte Zeit für viele Tiere.

Die Füchse in ihrem dicken Pelz halten keinen Winterschlaf.

Sie sind das ganze Jahr aktiv.

Es ist für sie die Zeit der Partnersuche.

Ein Rüde begrüßt ein neues Weibchen in seinem Revier.

Füchse sind meist monogam.

Ein Weibchen paart sich zwar manchmal mit mehreren Rüden.

Aber es baut nur mit einem eine Partnerschaft auf.

Dem Paar fehlt nur noch ein passender Bau.

Ende März: Die Paarungszeit des Kamtschatka-Steinauerhuhns beginnt.

Es gibt diese Vögel nur hier.

Der Hahn stolziert so lange auf und ab, bis die Weibchen schwach werden.

Die Sonne wird kräftiger.

Kamtschatka erwacht dann aus seinem Winterschlaf.

Eis und Schnee lichten sich ganz langsam. Am Anfang kaum merklich.

Die Pflanzenwelt kommt nach und nach wieder zum Vorschein.

Die ersten Bären kommen aus ihren Höhlen.

Es gibt hier 1O.OOO Braunbären.

Nirgendwo auf der Welt leben so viele so dicht zusammen.

Kamtschatka-Bären sind Verwandte der sibirischen Braunbären.

Sie sind nach 6 Monaten Winterschlaf ausgehungert.

Das Wiesel hat dennoch nichts zu befürchten.

Sie graben nur kleine Nager aus ihren Erdbauten aus.

Kamtschatka-Bären gehören zu den größten Braunbären.

Und zu den friedfertigsten.

Während die Bären ihre Müdigkeit abschütteln, -

- sind andere Tiere schon einen Schritt weiter.

Das Rotfuchs-Paar hat einen Bau gefunden.

Verschiedene Paare nutzen Fuchsbauten jedes Jahr wieder.

Das Frühjahr beginnt schon bald.

Und mit ihm die Paarungszeit der Füchse.

Das Weibchen zeigt seinem Partner, dass es bereit ist.

Die fruchtbare Phase dauert nur wenige Tage.

Wenn die Paarung erfolgreich war, -

- kommen 5O Tage später die Jungen zur Welt.

Kamtschatkas heißer Atem.

Ganze Täler füllen sich mit dem Dampf.

Aus brodelnden Quellen und Geysiren.

Das Wasser wird unterirdisch in Kammern erhitzt.

Der Druck steigt immer weiter.

Der Geysir explodiert förmlich, wenn der Siedepunkt erreicht ist.

Der Kreislauf beginnt dann von Neuem.

Große Teile des Landes sind noch unter meterdickem Schnee begraben.

Die warmen Quellen locken viele Tiere.

Üppiges Grün für hungrige Bären. Sie sind gute Jäger.

Aber sie ernähren sich vor allem vegetarisch.

Erdwärme gibt es gratis.

Eine Bachstelze auf der Suche nach einem warmen Plätzchen für ihr Nest.

Tiere mögen heiße Quellen genauso gern wie Menschen.

Die Kragenenten lassen sich von dem Bären nicht stören.

Andere haben weniger Glück.

Vulkanisch heiße Quellen können auch giftige Dämpfe ausstoßen.

So entstehen fremdartige Mondlandschaften.

Moorschneehühner sind regelmäßige Besucher.

Am Rande der Quellen finden sie schon zu Beginn des Frühjahrs reichlich Nahrung.

Den Großteil des Jahres haben Männchen und Weibchen weiße Federn und braune Schwänze.

Doch in der Paarungszeit sind die Weibchen braungesprenkelt.

Die Männchen haben auffällige rote Rosen über den Augen.

Mindestens ebenso augenscheinlich ist ihr gereiztes Verhalten.

Es ist Ende Mai endlich so weit.

Der Frühling hat den Winter endgültig vertrieben.

Der Schnee schmilzt.

Der Wasserstand der über 2.OOO Flüsse Kamtschatkas steigt dann.

Und die Natur rundherum erwacht.

Die Härte des Winters ist schnell vergessen.

Männliche Moorschneehühner stecken jetzt ihre Territorien ab.

(Er gackert)

Sie verteidigen sie mit einer Vielzahl von Lauten.

Sie vermeiden den Kampf nicht, wenn ein fremder Hahn kommt.

Die Kämpfe dauern oft länger als die Paarung selbst.

Es gibt für die Braunbären immer noch nicht viel zu fressen.

Trotz des Tauwetters.

Es dauert noch Wochen, bis die Lachse stromaufwärts schwimmen.

Die Bären fressen nun Wurzeln. Und andere leckere Gewächse.

Das Tal der Geysire.

Die felsige Landschaft erstreckt sich über sechs Kilometer.

Geprägt durch Wasser und Dampf.

Über 2O Geysire drängen sich hier.

Es gibt nur im Yellowstone Park in den USA mehr.

Die Bachstelze.

Es wirkt, als würde das Gebiet sie besonders anziehen.

Ein Nistplatz mit Heizung.

Er ermöglicht es den Vögeln, früher zu brüten.

Es bleibt warm, wenn die Mutter wegfliegt.

Bachstelzen fressen lnsekten.

Sie jagen gern in kargen, felsigen Gegenden.

Sie können ihre Beute dort besonders gut sehen.

Die Küken haben immer Hunger. Ein Vollzeitjob für die Eltern.

Die Kleinen sind schon 15 Tage nach dem Schlüpfen flügge.

Das Tal der Geysire lockt mit mildem Klima und saftigen Wiesen.

Aber es bietet noch mehr.

Bären nutzen die warmen Quellen als Reinigungsbad.

Das schwefelhaltige Wasser befreit sie von Parasiten.

Die vulkanische Aktivität hat viele Vorteile.

Aber sie birgt auch tödliche Gefahren.

Es kommt im Juni 2OO7 zu einer Katastrophe.

Sie verändert das Tal der Geysire für immer.

(Es donnert laut)

Mehrere Millionen Kubikmeter Schlamm und Gestein.

Sie überfluten das Tal innerhalb von Minuten.

Es ist der verheerendste Erdrutsch in der Geschichte Kamtschatkas.

Er begräbt die einzigartige Geysir-Landschaft fast vollständig.

Viele Tiere sterben in den Schlamm-Massen.

Darunter zahlreiche Bären.

Die Überlebenden müssen sich an eine völlig umgeformte Umgebung anpassen.

Sie müssen das Gelände neu erkunden.

Der Schlamm hat sich über eine Strecke von 1 ,5 Kilometern ergossen.

Viele müssen ihre Nahrung nun woanders suchen.

Erdrutsche solcher Größe gelten gemeinhin als Katastrophe.

Auf Kamtschatka ist stete Veränderung das einzig Verlässliche.

Der Fluss Geysernaya war einst hier.

Ein See entstehtjetzt hier.

Die Landschaft wird von Feuer und Eis geformt.

Die Natur ordnet sich diesen Kräften seit Millionen von Jahren unter.

Die Halbinsel verdankt ihnen ihre überwältigende Gestalt.

Ende Juni.

Kamtschatkas Sommer sind so üppig wie seine Winter eisig.

Ein Paradies für Bären findet sich jetzt.

An den Küsten und Klippen.

Die Bären sind Allesfresser.

Sie beziehen die meiste Energie aus vegetarischer Kost.

Dieser Bär liebt die kleinen, weißen Blumen.

Das stattliche Männchen pickt die Leckerbissen zielsicher heraus.

Wasser ist das bestimmende Element des Sommers.

Es strömt durch die Flussbetten.

Und es bricht aus Geysiren hervor.

Es fällt vor allem in schweren Schauern vom Himmel.

Kamtschatka hat einen der feuchtesten Sommer weltweit.

Strömender Regen.

Die Bärenkinder erforschen die Welt außerhalb ihrer sicheren Höhle.

Es ist hier nicht ungewöhnlich, -

- dass eine Bärin drei Junge hat.

Der Fuchs hat kein Winterfell mehr.

Sein dünner Sommerpelz trocknet schneller nach einem Regenguss.

Die Bärenjungen bleiben zwei Jahre lang dicht bei ihrer Mutter.

Sie imitieren ihre Verhaltensweisen.

Es gibt genug Pflanzen. Die Bären warten trotzdem auf die Lachse.

Die Lachse schwimmen bald zu Tausenden stromaufwärts.

Um in den Flüssen ihrer Geburt abzulaichen.

Die meisten Bären warten auf den Höhepunkt der Lachswanderung.

Aber die Mutter muss ihre Jungen versorgen.

Die Lachse sind noch rar.

Aber die Mutter ist eine erfahrene Jägerin.

Die Jungen wissen, wann sie an der Reihe sind.

Endlich! Sie kosten ihren ersten Lachs der Saison.

Die Bären sind im Sommer nicht die Einzigen, -

- die hungrige Mäuler zu stopfen haben.

Riesen-Seeadler nisten nur an wenigen Orten der Erde.

Kamtschatka ist einer davon.

Jedes Küken ist darum kostbar.

Es überlebt meist nur eins von zwei Jungen.

Aber hier wirken beide kräftig.

Es ist ein gutes Jahr für die Greifvögel.

Die Babydaunen weichen einem gröberen Gefieder.

Wenn die Vögel flügge werden.

Sie lassen sich noch verwöhnen.

Sie haben nur eine Sorge:

Wann bringen die Eltern das nächste Mal Futter?

Die Altvögel bringen jedem Jungen 5OO Gramm Fisch am Tag.

Die Eltern teilen sich dabei die Arbeit.

Sie füttern die Küken mit kleinen Fischen.

Sie reißen sie dazu in schnabelgerechte Streifen.

Die kleinen Adler werden irgendwann selbst die Flügel ausbreiten -

- und über das Land segeln.

Die Eltern füttern sie bis dahin.

Zwei- bis dreimal am Tag.

Spätsommer am Kurilen-See.

Dutzende Bären kommen jetzt zum südlichsten Zipfel der Halbinsel.

Zum größten Festmahl des Jahres.

Es ist zehn Monate her, -

- seit die meisten zuletzt Fisch gefressen haben.

Eins istjetzt wichtig:

ln den nächsten zwei Monaten möglichst viele Fische zu fressen.

Über 6 Millionen Lachse schwimmen vom Meer stromaufwärts.

ln die Flüsse, in denen sie vor 3 Jahren schlüpften.

ln einer der ältesten Tierwanderungen der Erde.

Die Zahl der Lachse ist den meisten Bären noch zu gering.

Sie würden bei der Jagd noch zu viel Energie verbrauchen.

Sie müssen sich gedulden.

Die Tage vergehen. Das Bankett rückt näher.

(Der Bär schnarcht laut)

Einige üben sich noch in Geduld.

Für andere beginnt die Jagd.

Der Lachs ist nur ein kleiner Teil ihrer Nahrung.

Aber sein Fett ist für die Bären überlebenswichtig.

Der Hauptschwarm der Lachse kommt immer weiter -

- in die flachen Gewässer.

Der große Moment der Bären ist ganz nah.

Jetzt oder nie!

4OO Kilo Lebendgewicht stürzen sich auf die schlüpfrigen Fischleiber.

Junge Bären bleiben oft ohne Beute zurück.

Die Profis zeigen, wie es geht.

Jeder Bär wird in den nächsten acht Wochen hunderte Fische fangen.

Das große Fressen hatjetzt erst begonnen.

Der Sommer an der Küste:

Kalte und warme Luftströme treffen zusammen.

Sie hüllen die Gipfel immer wieder in dichten Nebel.

Nur wenige wagen sich in die steilen Klippen.

Aber das Kamtschatka-Schneeschaf hat hier seine Heimat.

Der Bock hält Wache.

Die Mutterschafe können sich um ihre Lämmer kümmern.

Schneeschafe sind geschickte Kletterer.

Sie meistern die Felsen ohne Mühe.

lhr raues Zuhause bietet ihnen viele Vorteile.

Die Herde ist hoch oben vor Feinden sicher.

Die Hänge sind zerklüftet.

Nur wenige Raubtiere wagen sich hierher.

Die Bergwiesen haben reichlich Nahrung für sie.

Es gibt diese Schneeschafe nur hier. Sie leben zwar in Asien.

Aber sie sind enger verwandt mit den amerikanischen Schneeschafen.

Auf der anderen Seite der Beringstraße.

Riesen-Seeadler teilen ihre Leidenschaft für große Höhen.

lhre Horste thronen oft 3O Meter über dem Erdboden.

Die Anstrengungen der Altvögel haben sich ausgezahlt.

Beide Küken haben ihr Federkleid schon fast vollständig gewechselt.

Der eine räumt im Nest auf.

Der andere pflegt sein Gefieder.

Die Eltern füttern die Jungvögel noch jeden Tag.

Sie sind fast 1O Wochen alt.

Sie bereiten sich vor auf den Jungfernflug.

Sie üben im Nest.

Aber das richtige Fliegen muss sofort beim ersten Mal klappen.

Gereizte Stimmung herrscht bei den Bären.

Sie sind normalerweise Einzelgänger.

Sie rücken sich nur während der Lachssaison so dicht auf den Pelz.

Gesenkte Köpfe bedeuten Aggression.

Besser einen Rückzieher machen!

Die Lachse kamen erst spät ins Landesinnere.

Die Bären sind hungrig und ungeduldig.

Es gibt genug für alle.

Wenn die Zeit gekommen ist.

Die Fische sind hunderte Kilometer weit geschwommen.

Bis tief ins Herz Kamtschatkas.

Das große Fressen beginnt endlich auch hier.

Jeder der Bären frisst bis zu 4O Kilogramm Lachs am Tag.

Sie müssen dafür etwa 15 Fische fangen.

Es ist für die Bären lebenswichtig, so viel wie möglich zu fressen.

Um den langen Winter zu überstehen.

Sie fressen meist nicht den ganzen Fisch.

Sondern die fette Haut und die nährstoffreichen Eier.

Sie nehmen so in kürzester Zeit etwa 2OO Kilo zu.

Die Speckschicht muss für mindestens sechs Monate reichen.

Millionen Lachse schaffen es trotz der Bären zu ihrem Laichplatz.

Jedes Weibchen legt tausende Eier auf einmal ab.

Die Männchen befruchten sie dann.

Es ist der Höhepunkt ihres Lebens.

Und gleichzeitig das Ende.

Die Lachswanderung ist zu Ende.

Der Herbst beginnt.

Die Lufttemperatur sinkt.

Aber die Hitze aus dem Erdinneren bleibt.

Die Sonnenstrahlen werden schwächer, die Tage kürzer.

Kamtschatkas Bewohner bereiten sich auf den Winter vor.

Die Bären haben jetzt eine warme Fettschicht.

Sie fressen Pflanzen, bis sie sich in ihre Höhlen zurückziehen.

Die Landschaft verwandelt sich für kurze Zeit in ein Meer aus Farben.

Der Winter ist für die meisten Tiere eine Zeit der Entbehrung.

Aber der Vielfraß ist in der eisigen Tundra in seinem Element.

Er kann ohne Pause 15 Kilometer weit laufen.

Wenn er eine Fährte verfolgt.

Die eisige Kälte konserviert alle Kadaver.

Glückliche Aasfresser finden sie. Ein Bär ist verendet.

lhre gute Nase hat Vielfraße aus dem ganzen Umkreis hergelockt.

Vielfraße haben erstaunliche Kräfte für ihre geringe Größe.

Sie zerreißen mit ihren starken Kiefern sogar gefrorenes Fleisch.

Sie knacken sogar die Knochen des Bären.

Die größten Marder der Erde jagen auch lebende Beute.

Aber eine gefundene Mahlzeit kommt immer gelegen.

Sie spart im Winter kostbare Energie.

Der Fuchs bleibt auf Abstand.

Man streitet nicht mit Vielfraßen.

Es ist genug für ihn übrig, wenn die größeren Tiere weg sind.

Der Winter ist zurück.

Er hat die Halbinsel und ihre Tiere im Griff.

Aber er hat auch seinen eigenen Zauber.

Kamtschatkas Feuer erlöschen nie.

Egal, wie kalt es ist.

Der Kurilen-See.

Neuankömmlinge sind eingetroffen: Steinadler.

Sie sind kleiner und leichter als die Riesen-Seeadler.

Sie attackieren die Verwandten trotzdem.

Riesen-Seeadler sind stark.

Aber die Steinadler sind schlau.

Der Steinadler ist hartnäckig und lässt nicht locker.

Und plötzlich wendet sich das Blatt.

Die anderen Adler warten rundherum.

Auf eine Chance, sich den Fisch zu schnappen.

Dem Riesen-Seeadler bleibt schließlich nur die Flucht.

Riesen-Seeadler behalten ihre Beute nur für sich.

Steinadler verbünden sich und bilden zusammen eine Wagenburg.

Es geht darum, unter extremen Bedingungen zu überleben.

Die Stärke des Einzelnen ist dann nicht alles.

Kamtschatka.

Man spürt den Gluthauch der Erde -

- nirgendwo in Russland so direkt wie hier.

Nirgendwo wirken so große Kräfte.

Dieser Ort ist einzigartig.

Die Natur ist hier wie ein launischer Künstler.

Er beginnt seine Arbeit immer wieder neu.

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