All language subtitles for Wildes Russland 01 The Great Divide aka Caucasus

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Original subtitles

Russland: Gewaltige Gebirge mit Gipfeln weit über 5.OOO Metern -

- prägen den Südwesten des größten Landes der Erde.

Unwegsam und wild.

Heimat seltener Tiere.

Hier leben tropisch anmutende Vögel.

Und die letzten Berg-Wisente der Welt. Der Kaukasus.

An der Grenze zwischen Europa und Asien, -

- zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer:

Das schneebedeckte Gebirge schiebt sich dort in die Höhe.

Die Berge des Kaukasus erstrecken sich über 1 .OOO Kilometer.

Von West nach Ost.

Das Gebiet ist fast 1 ,5-mal so groß wie Deutschland.

Hier liegen Russlands höchster und tiefster Punkt.

Der nördliche Teil des Gebirges gehört zu Russland.

Der so genannte "Große Kaukasus".

Der höchste Berg ist der "Elbrus" mit 5.642 Metern.

Zählt man den Kaukasus zu Europa, -

- ist er der höchste Berg des Kontinents.

Über 8OO Meter höher als der "Mont Blanc" in den Alpen.

Der seltene Kaukasische Steinbock wird auch "Tur" genannt.

Er lebt unter den schneebedeckten Gipfeln.

ln Höhen zwischen 8OO und 4.2OO Metern.

Auf Steilhängen und Felsklippen.

Die Männchen bilden eigene kleine Gruppen.

Getrennt von Weibchen und Jungtieren.

Sie grasen die Bergalmen ab.

Die wuchtigen Böcke wiegen über 1OO Kilo.

Sie haben imposante Hörner.

Sie werden 75 Zentimeter lang.

Die Böcke beginnen im Spätherbst ihre Kräfte zu messen.

Schon bald beginnt die Paarungszeit.

Nur die stärksten und ranghöchsten Männchen werden sich fortpflanzen.

Schroffe Gipfel, riesige Wälder, abgelegene Hochtäler:

Sie machen den Kaukasus -

- zu einem der artenreichsten Gebiete der Erde.

Die Artenvielfalt basiert auf der Vielfalt der Landschaften.

Es gibt im Kaukasus mehr als 6.5OO Pflanzenarten.

Es gibt ein Viertel davon nur hier.

Eine Hirschkuh mit ihrem Kalb.

Das Jungtier ist erst einige Wochen alt.

Hirschkühe bringen in der Regel nur ein Junges zur Welt.

Die Kälber sind durch ihr geflecktes Jugendkleid gut getarnt.

(Der Luchs ruft)

Der Ruf des Luchses beunruhigt das Kalb.

Die Raubkatze wird sich nicht ans Jungtier heranwagen.

Solange die Mutter nahe ist.

Der Luchs ist ein Einzeljäger.

Er erbeutet meist nurjunge oder erkrankte Rothirsche.

Die Katze mit den auffälligen Pinselohren ist nicht auf der Jagd.

Sie ist auf dem Weg zu ihrem eigenen Nachwuchs.

Er ist noch so jung, dass er fast nur mit Milch versorgt wird.

Die Kleinen sind etwa 8 Wochen alt.

Sie erproben schon ihre Kräfte.

Die harmlosen Raufereien trainieren die Muskeln für das spätere Leben.

Nur die Weibchen kümmern sich bei Luchsen um den Nachwuchs.

Die allein erziehenden Mütter sind rund um die Uhr im Einsatz.

Spielen macht hungrig.

Die Jungen füllen gierig ihre Mägen mit Milch.

Übermannshohe Stauden sind typisch für die Vegetation des Kaukasus.

Zamudin Guchev ist hier auf der Suche.

Er gehört zur Gruppe der "Adygen".

Eines von 8O Völkern im Kaukasus.

Das Objekt seiner Begierde:

Der Riesenbärenklau.

Die oft über 3 Meter hohe Pflanze wurde bei uns zur Plage.

Sie überwuchert alles.

lhr giftiger Milchsaft zerstört den UV-Schutz der Haut.

Hier ist ihre Heimat. Zamudin Guchev weiß:

Die getrocknete Pflanze eignet sich gut zum Bau von Flöten.

Die traditionelle Musik -

- der Adygen droht in Vergessenheit zu geraten.

Nur noch 1OO.OOO Menschen -

- der Volksgruppe leben am Nordrand des Gebirges.

Morgenstimmung am Massiv des Großen Kaukasus.

Es gibt im Kavkazsky-Nationalpark eine besondere Kostbarkeit:

Berg-Wisente.

Ein extrem seltener Anblick.

Der alte Wisent-Bulle ist eine Tonne schwer.

Die Bullen sind die meiste Zeit als Einzelgänger unterwegs.

Der Kaukasus war schon immer die Heimat des Berg-Wisents.

Doch das letzte frei lebende Tier wurde 1927 erlegt.

Es gab Rückzüchtungen und Wiederauswilderungen.

Das sicherte ihr Comeback.

Der Bestand schwankt noch stark und ist durch Wilderei gefährdet.

Bergblumenwiesen prägen das Bild des Hochkaukasus.

Man kennt viele Arten nur aus Gärten.

Schachbrettblume.

Und Enzian.

Rhododendren.

Der Kaukasus ist auch Bärenland.

Ein Syrischer Braunbär.

Sein hellbraunes Fell und die geringe Körpergröße unterscheidet -

- ihn deutlich von anderen Braunbären.

Die Tiere verbringen den Sommer gern oberhalb der Baumgrenze.

lhre Reviere können bis zu 1 .OOO Quadratkilometer groß sein.

lhr ursprünglicher Lebensraum erstreckt sich -

- vom Kaukasus bis zum Nahen Osten.

Sie sind heute überall selten geworden.

Der unzugängliche Kaukasus ist eines ihrer letzten Rückzugsgebiete.

Eine Herde Tur-Weibchen mit Jungen kommt den Bären bedrohlich nahe.

Die Ture haben die Angreifer im offenen Gelände längst entdeckt.

Sie sind auch zu schnell.

Bären können ihnen nicht gefährlich werden.

Große Gruppen von Weibchen -

- ziehen im Sommer durchs Hochland.

lmmer auf der Suche nach den besten Weidegründen.

Sie benötigen neben Gräsern und Kräutern auch Mineralien.

Die Tiere sammeln sich deshalb an sogenannten "Salzlecken".

Sie ziehen im Herbst auf die letzten schneefreien Steilhänge.

Um noch das trockene Gras abzuweiden.

Der Kaukasus ist ein Gebirge der Superlative.

Mehr als 12 Gipfel sind höher als der höchste Berg der Alpen.

Der Doppelgipfel des Elbrus thront über allen Bergketten.

Er wird auch "Thron der Götter" -

- und "König der Geister" genannt.

Das Reich der Kaukasus-Gämsen liegt nur wenig tiefer.

Die mit Ziegen verwandten Tiere sind ans Leben in Höhe angepasst.

lhre Lungen sind deutlich größer -

- als die ihrer Vettern im Flachland.

Die Kaukasus-Gämse ist durch Wilderei inzwischen gefährdet.

Sie hat sich in die unzugänglichsten Regionen des Gebirges zurückgezogen.

Die Berge des Westkaukasus sind eine der regenreichsten Regionen Europas.

Bis zu 4.OOO Millimeter Niederschlag im Jahr.

Das ist 5-mal so viel wie in Hamburg.

Armeen aus Wolken versammeln sich an der Südwestflanke des Gebirges.

Sie rennen gegen die Gipfel an.

Sie regnen ab bei ihrem Versuch, die Barriere zu überwinden.

Und sie werden immer kleiner und leichter.

Nur ein Bruchteil des Niederschlags -

- erreicht die andere Seite des Gebirges.

Den Nordosten des Kaukasus.

Seine Landschaften zeigen darum ein völlig anderes Gesicht.

Bizarre Fels-Türme, die eher an den "Wilden Westen" erinnern.

Der weite Himmel gehört den Geiern.

Gänsegeier nisten in einer steilen Felswand.

Das Weibchen verlässt nur selten sein einziges Küken.

Das Männchen bringt der Familie Nahrung.

Es ist seine Aufgabe.

Ein ausgewachsener Geier frisst bis zu fünf Kilo Aas.

Bei nur einer einzigen Mahlzeit.

Das Männchen ist fast ohne Unterbrechung auf Futtersuche.

Das Weibchen schützt währenddessen sein Junges vor der heißen Sonne.

Es spendet ihm Schatten.

Die Levante-Otter, eine Giftschlange.

Sie frisst Säuger, Reptilien und Vögel.

Das Geierküken muss sie nicht fürchten.

Solange seine Mutter wachsam ist.

Die Levante-Otter ist die größte Viper Europas.

Sie kann bis zu zwei Meter lang werden.

Dagestan ist Hirtenland.

Die russische Republik liegt im Windschatten -

- der Gipfel des Großen Kaukasus.

Die Hirten haben riesige Herden.

Sie ziehen mit ihnen über Hügel und Hochebenen.

Wie seit tausenden Jahren.

Die höher gelegenen Sommerweiden sind ihr Ziel.

Sie bieten noch Nahrung, wenn weiter unten alles verdorrt.

Die Herden ziehen an einer Stadt aus Lehm vorbei.

Bienenfresser nisten hier.

Sie haben Nisthöhlen in eine Steilwand gegraben.

Die prächtigen Vögel sind gerade aus Afrika zurückgekehrt.

Sie beginnen mit der Balz.

Das Männchen hat eine Biene oder Wespe erbeutet.

Es schlägt das lnsekt gegen einen Ast.

So lange, bis es seinen Giftstachel verliert.

Ein Geschenk ohne "böse Überraschung" für die Auserwählte.

Bienenfresser wählen ihren Partnerjeden Frühling.

Um mit ihm gemeinsam die Jungen aufzuziehen.

Er darf sich ihr nur nähern, wenn sie sein Brautgeschenk akzeptiert.

Die Paarung ist vorbei.

Die beiden haben sich schon vorher ein Heim gebaut.

Sie haben eine Brutröhre gegraben.

Eine Kaukasus-Agame.

Sie nutzt die Spalten im Fels als Unterschlupf.

Sie kommt meist nur ins Freie, um sich aufzuwärmen. Oder zur Jagd.

Die riesige Wanderdüne von Sarykum.

Sie erhebt sich wie eine kleine Sahara im Osten Dagestans.

Der Gipfel der Düne ist über 26O Meter hoch.

Ein ganz besonderer Lebensraum mit sehr eigenen Bewohnern.

Ein Langohr-lgel.

Er ist ein nachtaktives Tier.

Er nutzt die kühlen Morgenstunden, um auf die Jagd zu gehen.

Die Ohren erreichen eine Länge von bis zu vier Zentimetern.

Sie dienen nicht nur dem Hören.

Der lgel reguliert über sie auch seine Körpertemperatur.

Ohren-lgel sind dank der langen Beine sehr schnell.

Sie legen bei den Beutezügen bis zu 8 Kilometer zurück.

Sie ernähren sich vor allem von lnsekten.

Sie sind Wüstenspezialisten.

Die lgel überleben mehrere Wochen ohne Wasser.

Aber sie überleben ohne Nahrung nur wenige Tage.

Die Temperaturen steigen am Morgen.

Der Ohren-lgel zieht sich dann in selbst gegrabene Bauten zurück.

Die Erdröhren reichen knapp einen Meter in die Tiefe.

Die riesige Düne hat die Menschen der Region seitjeher fasziniert.

"Sarykum" bedeutet "goldener Sand".

ln der Sprache der Tartaren.

Krötenkopf-Agamen bewohnen Steppen- und Wüstengebiete.

Von der Sahara bis Tibet.

Sie sind Meister der Tarnung.

Andere sind auf der Jagd.

Die Agame taucht dann ab.

Die Krötenkopf-Agame beim "Bauchtanz".

Niemand kann das besser als sie.

Wir verlassen die Ebenen Dagestans.

Wir kehren zurück in die Bergwelt des Großen Kaukasus.

Über 2.OOO Gletscher bedecken die Hochlagen des Kaukasus.

Die meisten sind im westlichen und -

- zentralen Teil des Gebirges.

Die globale Erwärmung lässt diese Gletscher schrumpfen.

Aber es gibt noch Riesen.

Der größte liegt im Schutzgebiet Kabardino Balkarsky.

Die Gletscherzunge beginnt an der Bezengi-Mauer, einer Felswand.

Sie reicht 13 Kilometer ins Tal.

Die frischen Geweihe der Rothirsche ragen in den Tälern empor.

Sie sind noch nicht ausgewachsen.

Und mit samtenem Bast überzogen.

Die Kälber sind schon ordentlich gewachsen.

Aber sie weichen ihren Müttern nur selten von der Seite.

Ein Bär!

Er hat die kleine Gruppe im Visier.

Aber Bären jagen selten Rothirsche.

Hirschkühe verteidigen ihre Kälber energisch.

Mit kräftigen Tritten.

Die Hirsche haben den Bären gewittert.

Die Braunbären müssen sich also mit vegetarischer Kost begnügen.

Der Großteil ihrer Nahrung ist vegetarisch.

Ein anderer Jäger hatte Erfolg.

Die Luchsmutter.

Sie hat ein Hirschkalb gerissen.

Für ihre Jungen.

Die Kleinen sind etwa fünf Monate alt.

Sie werden nur noch selten gesäugt.

Die Luchsjungen beginnen nach wenigen Wochen, -

- die Beute der Mutter zu fressen.

Luchse fressen pro Mahlzeit bis zu 2,5 Kilo Fleisch.

Wenn sie ausgewachsen sind.

Die Jungen können sich noch nicht selbst versorgen.

Sie werden noch bis zum nächsten Frühjahr bei der Mutter bleiben.

Sie versuchen erst dann, ein eigenes Revier zu finden.

Die Familie kommt morgen zu ihrem Riss zurück.

Die Luchsin tarnt bis dahin die Beute unter Ästen und Blättern.

Es ist schon spektakulär, ein einzelnes Berg-Wisent zu sehen.

Es ist eine Sensation, eine ganze Herde der scheuen Tiere zu sehen.

Diese Filmaufnahmen sind bisher einzigartig.

Die Wisente des Kaukasus bilden Herden von bis zu 8O Tieren.

Sie wandern über 4O Kilometer am Tag.

Es gab in den 3Oer-Jahren eine Wiederansiedlung der Wisente.

Es gab danach fast 1 .5OO der Wildrinder im Westkaukasus.

Es gibt nirgendwo anders so viele Wisente in freier Wildbahn.

Die Tiere haben sich vollkommen an das Leben in der Natur angepasst.

Ein stattlicher Bulle bereitet sein Staubbad vor.

Er markiert die Suhle mit Urin.

Er verteilt seinen eigenen Duft so auf dem ganzen Körper.

Ein Parfum, das die Damenwelt liebt.

Die Rückkehr der Berg-Wisente ist eine Geschichte -

- mit Höhen und Tiefen. Die Wilderei nahm stark zu -

- nach dem Ende der Sowjetunion.

Der Bestand ist wieder zusammengebrochen.

Nur etwa 2OO Tiere entkamen den Kugeln.

Es sind heute wieder etwa 44O Berg-Wisente.

Sie ziehen über die Hochebenen im Nordwesten des Kaukasus.

Schnelle Wetterwechsel, große Regenmengen -

- und spontane Winter-Einbrüche.

Sie sind typisch für den Kaukasus.

Es kann selbst im Sommer in höheren Lagen schneien.

Schneehöhen von bis zu 12 Metern.

Der Kaukasus gilt als eines der schneereichsten Gebirge der Erde.

Und es ist eines der gefährlichsten Gebirge der Erde.

Durch die extremen Wetterbedingungen.

Gewaltige Lawinen rasen das ganze Jahr die Hänge hinunter.

Es gibt sie besonders oft am Ende des Winters.

Fernab der schneebedeckten Gipfel.

lm Schatten der Sarykum-Düne in Dagestan.

Das Klima ist hier milder.

Maurische Landschildkröten genießen die wärmenden Strahlen der Sonne.

Sie erfreuen sich an den blühenden Wiesen.

Auf ihre eigene Art.

Die Männchen beginnen mit der Balz.

Direkt nach der Winterstarre, Mitte Februar bis Anfang Mai.

Ekstase auf Schildkröten-Art.

Eine erfolgreiche Paarung reicht für mehrere Gelege.

Die Dankbarkeit der Schildkrötendame hält sich in Grenzen.

Die weiten Steppen der Kaspischen Senke nördlich des Kaukasus.

Hier liegt der tiefste Punkt Russlands:

Knapp 3O Meter unter dem Meeresspiegel.

Ein endloses Meer aus Gras.

Ein Tier lebt hier wie aus einer anderen Welt.

Bizarre Schädel weisen den Weg.

Saigas.

Auffälliges Kennzeichen dieser Antilopen ist ihr seltsamer Rüssel.

Er erwärmt im Winter die eisige Luft.

Saigas zogen einst in riesigen Herden über die Steppen -

- am Nordrand des Kaukasus.

Sie sind vom Aussterben bedroht.

Besonders die Böcke werden gejagt.

lhre Hörner sind als Potenzmittel begehrt.

Saigas sind inzwischen in Russland geschützt.

Die Jagd auf sie ist verboten.

Ob sich die Bestände wieder erholen, bleibtjedoch ungewiss.

Ein Sandsturm zieht auf.

Höchste Zeit, -

- sich in Sicherheit zu bringen.

Die Agame geht wieder auf Tauchstation.

Andere ziehen lieber den Kopf ein.

Die kleine Kopfbindenzwergnatter hat noch rechtzeitig Deckung gesucht,

bevor der Sand alles verschlingt.

(Bienen summen laut)

Frühling in der Kaspi-Senke. Die Steppe verwandelt sich -

- in ein Meer aus rosa Blüten.

Der Ohren-lgel ist wieder auf der Jagd.

Diesmal hat er sich einen besonders großen Brocken ausgesucht:

einen giftigen Hundertfüßer.

Der furchtlose kleine Kämpfer überwältigt sein Opfer.

Der lgel muss sich vor den Klauen des Hundertfüßers in Acht nehmen.

lhr starkes Gift kann sogar bei Menschen leichte Lähmungserscheinungen auslösen.

Die Agame auf ihrem Sonnenplatz bleibt von all dem unbeeindruckt.

Ein Paar Jungfernkraniche sind in der Nähe.

Diese Vögel sind grazil.

Sie sind die kleinsten aus der Familie der Kraniche.

Sie kommen hierher, um ihren Nachwuchs aufzuziehen.

Jungfernkraniche haben in der Regel zwei Küken.

Es ist über 3O Grad Celsius warm.

Die Kleinen versuchen, im Schatten der Eltern zu laufen.

Jungfernkraniche sind Zugvögel. Sie fliegen im Spätsommer.

lhre Winterquartiere liegen weit weg im Sudan.

Das Kaspische Meer ist der größte Binnensee der Erde.

Es hat eine Fläche von der Größe Deutschlands.

Am Ufer liegt ein Scheltopusik. Es wird bis zu einem Meter lang.

Der russische Name bedeutet "Gelbbauch".

Das Reptil sieht aus wie eine Schlange.

Aber es ist eher mit Eidechsen verwandt.

Seine Beine sind zurückgebildet.

Eine Landschaft wie auf einem anderen Planeten.

Über 3OO Schlammvulkane blubbern in der Nähe des Kaspischen Meeres.

Die Schlote stoßen eine Mischung aus Ton, Wasser und Gasen aus.

Vor allem Methan.

Schlammvulkane befinden sich entlang von Bruchstellen der Erdkruste.

Das Westufer des Kaspischen Meeres ist so eine Zone.

ln ihm lebt ein urtümliches Wesen: der Stör, begehrter Kaviarlieferant.

Das lebende Fossil ist stark gefährdet.

ln den 7Oer-Jahren gingen hier noch mehr als 1O.OOO Tonnen ins Netz.

Heute nur noch ein paar tausend. Und der Bestand nimmt ab.

Störe werden 15O Jahre alt.

Wahre Methusalems.

Das wulstige Maul kann vorgestülpt werden.

Die Barteln dienen der Nahrungssuche am Boden.

Die Zukunft dieser eigentümlichen Fische ist ungewiss.

Eine andere seltene Tierart lebt -

- hier im Schilfgürtel. Extrem scheu.

Und bisher kaum gefilmt: die Rohrkatze.

Wegen ihrem Lebensraum und der schwarzen Ohrpinsel -

- wird sie auch "Sumpf-Luchs" genannt.

Aber sie ist näher mit Wildkatzen verwandt als mit Luchsen.

Die aufmerksame Jägerin hat eine Wachtel entdeckt.

Sie schleicht sich vorsichtig an.

Pech gehabt.

Formationsflug vor den mit Schnee bedeckten Gipfeln des Kaukasus.

Ein gewaltiger Schwarm von Zwergtrappen.

Es ist im Hochgebirge inzwischen Winter geworden.

Es ist Brunftzeit bei den Bezoar-Ziegen.

Die Tiere sind Extremkletterer.

Sie leben in besonders unzugänglichen Teilen des Gebirges.

Es ist eine wilde Form der Hausziege.

Der Kaukasus ist ihr nördlichstes Verbreitungsgebiet.

Ende November beginnt die Brunftzeit.

Die Böcke schließen sich den Weibchen und den Jungen an.

So entstehen Herden mit mehreren Dutzend Tieren.

Die Weibchen werden in eine Brunftarena getrieben.

Paarungsbereit oder nicht?

Die Männchen verlassen sich dafür auf ihre Nase.

Aber nichtjeder kommt zum Zug.

Ein stattlicher Bock hat sich das Treiben lange genug angeschaut.

Er mischt sich nun unter die Herde.

Er ist das ranghöchste Männchen.

Er allein hat das Vorrecht, sich mit den meisten Weibchen zu paaren.

Die Tragzeit ist knapp ein halbes Jahr.

Die kleinen Bezoar-Ziegen werden im nächsten Frühjahr zur Welt kommen.

Die schneebedeckten Gipfel des Kaukasus.

Eine der letzten unbekannten Naturlandschaften unserer Erde.

Dabei bietet kaum ein anderes Hochgebirge -

- so vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.

Russlands gewaltigste Bergwelt -

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