All language subtitles for 1999_Pünktchen und Anton.deu

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Original subtitles

.

Fröhliche Musik

Richard Pogge: gelb

Laurence: pink

Pünktchen: grünAnton: blau

MIT TELETEXT-UNTERTITELUNG

Fröhliche Musik

Ich glaube, dein Schuh hat Hunger.

Mist! Das ist schon das 2. Paar, das so aussieht.

Das kann man wieder festkleben. Gib mal!

Pfui! Geht doch super.

Igitt!

Na warte! Hilfe!

Ich muss los. Es ist schon Viertel vor Sieben.

Musst du schon wieder arbeiten? Logisch! Was denkst du denn?

Und ich? Wo ist denn deine "Lurunce"?

Sie heisst "Laurence", du Blödmann! Und wo ist Laurence?

Tschüss, Blödmann! Tschüss, Pünktchen!

Laurence!

Laurence!

Du bist ein schönes Kindermädchen!

Ich suchte dich. Du vergnügst dich mit fremden Männern.

Ich hätte verloren gehen können. Dass ich nicht lache!

Dich kann man nicht verlieren. Du bist ein Bumerang.

Können wir uns noch ein Eis kaufen? Nicht schon wieder!

Eine Kugel Eis gratis für den schönsten Schmetterling.

Subito!

He, Carlos! Was machst denn du hier?

Einen doppelten Espresso, wie immer.

Hallo, Anton! Hallo.

Hast du deinen Schuh gefüttert? Witzig!

Ist etwas? Was soll sein?

Geht es deiner Mutter besser?

Gute Frage, Pünktchen! Das würde mich auch interessieren.

Nächste Woche kann sie wieder arbeiten.

Das hörte ich schon 1'000-mal. Ab Montag kommt sie wieder.

Wenn deine Mama nicht bald wieder gesund ist,..

..muss ich eine neue Bedienung einstellen.

Ich komme ins Gefängnis, wenn ich dich weiter hier arbeiten lasse.

Soll ich was helfen? Ich kann ja für euch kochen.

Danke, das mache ich schon. Was hat deine Mama denn eigentlich?

Das weisst du doch: eine Art Grippe.

Immer noch? Das ist eine seltsame Grippe, die so lange dauert.

Bei Mama ist sie so schlimm, weil sie kaputte Bronchien hat.

Kaputte "Broschien"? Bronchien. Ist doch egal.

Wenn die Bronchien kaputt sind, ist das nicht egal.

Mama wird hier nicht gesund.

Wir müssten mal ans Meer fahren, für mindestens 3 Wochen.

Mama dürfte an nichts denken, was ihr Kummer macht.

Dann macht es! Das kostet mindestens 1'000 Mark.

Ist das denn so furchtbar viel?

Für dich und deinen reichen Papa vielleicht nicht.

Fröhliche Musik

Pünktchen! Komm, wir müssen gehen!

Ich muss gehen. Tschüss! Tschüss!

Prinzessin, lässt du Laurence nachher ausgehen?

Lass mich! Ich bin keine Prinzessin.

Die Prinzessin hat heute schlechte Laune.

Bis später! Ciao!

Laurence und Pünktchen singen:

Im Eis mit Mandarin sind Vitamine drin.

Mit einem Himbeer-Eis wird mir niemals heiss.

Zitronen-Eis hält meine Zähne weiss.

Ich bedanke mich bei Ihnen für die netten Worte.

Seit 10 Jahren arbeite ich nun als Facharzt für Kardiologie und..

..fand bei Ihnen stets Unterstützung Hallo, Papi!

Das ist meine Tochter. Luise, sag unseren Gästen Guten Abend!

Guten Abend, bonsoir, good evening.

I am Luise, but my real name is Pünktchen.

Gute Nacht, bonne nuit, good night! Bonne nuit!

Ja. Wo war ich?

Ich hasse die stinkenden Fisch-Eier. Hat Mami angerufen?

Nein. Wahrscheinlich findet sie in Afrika kein Telefon.

Wahrscheinlich haben sie dort nur Trommeln.

Fräulein Frankreich, das Brot, das du isst, kostet den Professor 200 Mark.

Kaviar muss schnell weg, sonst wird er alt.

200 Mark? Für 5 Brote davon könnte Antons Mutter ans Meer fahren.

Kann man an der Nordsee mit Kaviar bezahlen?

Was ist mein Brot wert, Bertha? Ca. 1.50 Mark, also iss ruhig weiter!

Du gehst jetzt aber auch ins Bett, mein Schatz!

Ja. Gleich, Mami.

Antons Mutter hustet.

Gute Nacht!

Ruhige Klavier-Musik

Haben uns wieder alle verlassen?

Ihr seid vielleicht langweilige Tanten!

Ausser gut aussehen könnt ihr gar nichts.

Ach Mami, wann kommst du endlich wieder?

Ruhige Musik

Die Menschen studierten die Sterne..

..und machten dabei verschiedene Sternbilder aus.

Wie weit die Konstellationen etwas mit unserem Charakter..

..oder Schicksal zu tun haben, weiss niemand genau.

Lukas, welche Sternzeichen kennst du?

Ich bin Stier. Das sind die super-coolen Typen.

Aha, super-coole Mega-Männer. Jasmin, was bist du?

- Bescheuert. - Zwilling.

Das sind die Beknackten.

Zwilling, ein Frühlings-Kind: lebendig, fröhlich, phantasievoll.

Anton, welche Sternzeichen kennst du?

- Anton! Flüsternd:- Wach auf!

Anton, entschuldige, dass ich dich wecke, aber wir sind im Unterricht!

Was zum Kuckuck ist denn los mit dir? Ich weiss nicht.

Entschuldigung, es war so schön dunkel.

Willst du jeden Tag im Unterricht einschlafen?

Gestern in der Mathe, letzte Woche im Zeichnen.

Gehst du nicht früh genug ins Bett? Eigentlich schon.

Du warst mal so ein guter Schüler.

Anton!

Ich muss deiner Mutter einen Brief schreiben. So geht das nicht weiter.

Alles nicht so schlimm.

Anton, was für ein Sternzeichen bist du?

Anton ist ein Mami-Bub.

He, Charly!

Anton kommt heute nicht. Er hat sich in eine andere verguckt.

Haut ab, ihr Idioten! Habe ich "Idiot" gehört?

Sie hat zu dir "Idiot" gesagt.

Was soll das? Lasst mich los. Aua!

Lasst mich los! Entschuldige dich bei Meister Charly!

Ich höre nichts. Meister Schwachkopf passt wohl eher.

Sag Charly, dass es dir Leid tut! Du stinkst! Aua! Hör auf!

Pünktchen!

Was zum Teufel ist denn hier los?

Seid ihr durchgedreht? Luise, willst du zu den Catchern oder was?

Anton hat uns beleidigt und mich in den Dreck gestossen.

Du Lügner, du Ratten-Gesicht!

Pünktchen ... ich meine: Luise, wie redest du denn?

Wir haben nichts gemacht. Charly und Ricky drehten Pünktchen den Arm um.

- Charly blutet ja. - Das war auch Anton.

Ich ... Schluss! Ihr bekommt einen Verweis.

Aber Anton auch.

Charly, das ist dein dritter.

Das bedeutet: morgen um 14 Uhr Besuch beim Rektor, mit den Eltern.

- Meine Mutter hat kaum Zeit. - Dann dein Vater.

- Der kann sicher nicht. - Ich erwische deinen Vater schon.

Dann liefern Sie ihn bei meiner Mutter ab!

Verschwinde!

Willst du mir nicht erklären, was mit dir los ist?

Ich würde dir gerne helfen, Anton. Aber dazu musst du mit mir reden.

Hörst du?

Sag Bremser doch, dass deine Mutter krank ist und nicht arbeiten kann.

Dass du viel arbeiten musst und deshalb müde bist.

Ich will nicht, dass der Bremser das alles weiss. Ich schaffe das schon.

Ausserdem darf ich mit 10 noch gar nicht im Eisladen arbeiten.

Eben! Ich muss aber.

Sonst stellt Giovanni eine Neue ein und dann ist Mamas Job weg.

Und dein Papa, wo ist der eigentlich?

Ach der ... der ist tot. Oh.

Immerhin ist deine Mutter bei dir.

Meine ist meist auf einem anderen Kontinent, z.B. in Ouagadougou.

Da ist sie jetzt gerade, für einen guten Zweck natürlich.

Ouaga ... was? Ouagadougou.

Das gibt es ja gar nicht. Logisch, Ouagadougou in Afrika.

Tschüss, Pünktchen! Tschüss, Anton!

434 Mark fürs Telefon? Wie kommt das zu Stande?

Bertha, du hast doch einen Verehrer im Sauerland.

Unsinn, Pünktchen! Am Ende glaubt es dein Vater noch!

Die Sauerländer sollen stattliche Männer sein.

Die Franzosen auch, nicht wahr, Laurence?

Wir beide gehen nachher in den Zoo. Du bist ganz blass, Professor.

Mach das mit Laurence! Ich muss in die Klinik.

Immer die Klinik! Ich fühle mich auch schon krank.

In die Klinik, die uns das Leben finanziert.

Kannst du mir 1'000 Mark schenken? Wofür brauchst du 1'000 Mark?

Für Anton. Er steckt im Schlamassel.

Hat er denn keine Eltern? Nur eine Mutter.

Sie ist sehr krank und kann nicht arbeiten.

Dann muss sie sich ans Sozialamt wenden.

Ich denke, du und Mama habt ein Herz für arme Leute.

Mir kommen die Tränen!

Frau Gast hats an den "Broschien". Du meinst wohl die Bronchien.

Genau. Kannst du sie dir anschauen, Herr Professor?

Für Bronchien bin ich nicht zuständig.

Ich kümmere mich ums Herz. Schade.

Schau mal, was wir da haben: ein Packet von Mami.

Ein Video-Brief!

Erst nach dem Essen. Und nach dem Französisch-Unterricht.

Genau, während du telefonierst, habe ich Zeit.

Afrikanischer Gesang

Stimme der Mutter:Pünktchen, so sieht es in Ouagadougou aus.

Diese Kinder haben niemanden, der sich um sie kümmert.

Ihnen geht es nicht so gut wie dir.

Deshalb bin ich hier. Das verstehst du doch?

Morgen weihen wir einen Brunnen ein.

Das ist etwas Besonderes, denn Wasser ist hier eine Kostbarkeit.

Ich vermisse dich, mein Liebling. Und ich habe dich lieb.

Ach, Mami!

Ich vermisse dich auch.

Mama! Du wolltest heute doch mal aufstehen. Geht das nicht?

Die Mutter stöhnt.

Du musst aufstehen. Mir ist ganz schwindelig.

Ich habe dir Rührei gemacht.

Los jetzt, steh auf!

Na warte, Kleiner!

Dir will ich es zeigen!

Fröhliche Musik

Hier haben Schüler keinen Zugang.

Ich suche Herrn Bremser. Es ist dringend.

Herrn Doktor Bremser. Meinetwegen Herrn Doktor Bremser.

Bist du seine Schülerin? Nein.

Was willst du von ihm? Das darf ich nicht sagen.

Wir Lehrer brauchen auch Pausen. Es ist sehr wichtig.

Oh Gott, ihr Kinder seid eine grosse Plage!

Es geht um Leben und Tod.

Soweit ich weiss, hatte er gerade Sport.

Wer? Der Bremser, wer sonst?

Sie meinen wohl Herrn Doktor Bremser.

Werd nicht auch noch frech!

Was machen Sie denn da?

Ihr macht mich alle wahnsinnig.

Da muss ich mich manchmal hier entspannen.

Ich wollte was mit Ihnen besprechen, Herr Bremser ... Herr Doktor Bremser

Es ist wegen Anton. Ja?

Es geht um den Brief und den Verweis.

Nicht um meinen, der ist okay. Aber der für Anton ist nicht okay.

Wieso ist der nicht okay?

Es ist so: Anton ist immer müde in letzter Zeit.

Deshalb schläft er im Unterricht immer ein.

Das kommt daher, dass er abends im Eisladen arbeitet.

Seine Mutter ist schon lange krank und kann nicht arbeiten.

Einen Vater hat Anton nicht.

Vertritt Anton seine Mutter nicht im Eisladen, ist sie ihren Job los.

Verstehen Sie? Ich glaube schon.

Dann ist gut. Wenn Sie Anton verbieten zu arbeiten,..

..hat seine Mutter noch mehr Kummer.

Und vielleicht können Sie das mit dem Brief doch sein lassen.

Warum sagt mir das Anton nicht selbst? Hat er solche Angst vor mir?

Nein. Er schämt sich, weil er und seine Mutter wenig Geld haben.

Ausserdem ist das Arbeiten für Kinder verboten.

Was machen wir da?

Wenn Frau Gast wieder gesund ist, müssen wir nichts tun.

Wenn sich Frau Gast nicht um ihren Sohn kümmern kann,..

..muss man doch eingreifen. Es geht nicht, dass Anton nie ins Bett kommt.

Vielleicht haben Sie Recht. Aber der Brief macht es auch nicht besser.

Und die Prügelei? Das war allein meine Schuld.

Anton hat mich nur verteidigt.

Du bist eine sehr gute Freundin von Anton.

Ich mache Folgendes: Wir vergessen den Brief und den Verweis.

Wenn Frau Gast gesund ist, spreche ich mit ihr.

Vielleicht kann ich helfen. Was hat sie denn?

Anton sagt, es ist die Grippe oder "Broschute" oder so.

Du meinst Bronchitis. Dieses Wort kann ich mir nie merken.

Die jungen Frauen kichern.

Hallo, Carlos! Wo ist denn ...?

Anton! Anton!

Was ist denn, Pünktchen? Kann ich hochkommen?

Warte, ich komme runter!

Wieso darf ich nie zu dir hoch?

Weil meine Mutter krank ist. Sie braucht ihre Ruhe.

Zeigst du mir das Grab von deinem Papa?

Wieso? Nur so.

Ich weiss nicht, wo es ist.

Hör doch auf mit dem Stock!

Wo ist dein Papa denn gestorben? Du stellst aber blöde Fragen!

Anton, willst du die Karre in den Hof fahren?

Ja. Dann los!

Kannst du das überhaupt?

Natürlich kann ich das. Carlos zeigte es mir.

Aber vorsichtig! Kein Problem.

Wie schnell fährt die Kiste? 140 km/h schafft sie schon, bergab.

Anton, wo bleibst du?

Jeden Tag der gleiche Schlamassel!

Prinzessin, wie gehts deinem reichen Papa?

Hat er nicht etwas Geld übrig für einen armen Eisverkäufer?

Oder muss ich dich erst entführen?

Du machst mir keine Angst, Carlos. Da musst du früher aufstehen.

Grüss meine Laurence von mir!

Je prefere les pommes de terre aux pates.

Was heisst das?

Ich ziehe die Kartoffeln den Nudeln vor.

Aber ich liebe Nudeln. Das ist egal. Es klingt gut.

Ich hasse Kartoffeln. Höchstens Pommes frites.

Je prefere les pommes frites aux pates.

Je prefere les pommes frites aux pates.

Pommes frites? Heute gibts Käse-Auflauf.

Igitt! Je prefere les pommes frites aux pates.

Nudeln hatten wir 3-mal. Es geht weiter.

Mon pere prefere le vin a la biere. Ich trinke gar keinen Wein.

Weisst du, wer angerufen hat? Woher soll ich das wissen?

Mama. Nein!

Sie kommt morgen Nachmittag. Wie findest du das, Mademoiselle?

Das finde ich formidable.

Ich hätte fast vergessen, wie meine Mama aussieht.

Lern weiter Französisch! Morgen wird gefeiert.

Meine Frau war sehr erfolgreich. Wir werden viele Gäste haben.

Hast du gehört? Meine Mama kommt nach Hause.

Ich bin ja nicht taub.

Ob ich Anton einladen kann? Ich würde ihm gerne meine Eltern zeigen.

Je prefere les pommes frites aux pates.

Was kam dann? Dann kam Papas Ansage.

Wie ging die?

"Biegsam wie ein Gummibaum, tanzt mit Ringen wie im Traum" oder so.

Jetzt siehst du aus wie ein Mauri-Indianer. Schau!

Wow! Und dann?

Dann nahm ich meine Ringe und legte los.

Hast du viel Applaus bekommen? Aber sicher.

War Papa stolz auf dich? Ich glaube schon.

Weshalb schaust du so?

Wo ist er eigentlich gestorben?

Wie "wo"? Hier oder woanders oder wo?

In Berlin, glaube ich.

Glaubst du? Ich denke, ihr wart so verliebt ineinander?

Es war in Berlin.

Ist er da auch begraben? Ja.

Du hättest mein Assistent werden können.

Gehst du am Montag wieder arbeiten, Mami? Giovanni wird schon sauer.

Ich darf niemanden anstecken.

Wenn man Essen verkauft, kann man nicht immer husten.

Anton!

Langsame Musik

Stimme von Antons Mutter: Das Geld, das du uns schickst,..

..reicht nicht mal für Antons Schulsachen.

Du hast keine Ahnung, was ein Kind kostet.

Das ist das erste Mal seit Jahren, dass ich krank wurde.

Er ist trotzdem dein Sohn.

Da kommt sie! Hallo, Mami!

Hallo, Mami!

Hallo, Pünktchen! Hallo!

Nicht so stürmisch, mein Schatz! Hallo, Richard.

Willkommen zu Hause, Mami! Wie wars? Hast du Elefanten gesehen?

Wie kommen denn die Elefanten abends zurück in den Zoo?

Ich bin kaputt.

Zu Hause kannst du dich hinlegen. Bertha hat alles vorbereitet.

Wann kommen die Gäste? Gegen 19.30 Uhr.

Es ist etwas viel, aber es ging nur noch heute.

Der Botschafter von Burkina Faso muss morgen zurück nach Berlin.

Traurige Musik

Pünktchen, wo bleibst du denn? Mama will sich noch hinlegen.

Ich komme.

Bald bin ich wieder in meinem geliebten Frankreich.

Vielleicht erinnert das unsere Gäste aus Afrika an die Kolonialzeit.

Die nicht schlecht war.

Laurence, das ist ein liberaler Haushalt.

Laurence, wenn du auch weg bist, was soll ich dann machen?

Oh, Pünktchen!

Französisches Lied

Mami, schläfst du? Ja.

Ich bringe dir deinen Tee. Danke. Stell ihn auf den Nachttisch!

Habe ich schon. Und?

Ich dachte ... Mami, wieso kommen heute Abend Gäste?

Das sagte ich dir schon.

Es geht um das Geld, das wir in das afrikanische Hilfs-Projekt steckten.

Schade. Was ist daran schade?

Ich dachte, du, Papa und ich könnten vielleicht mal etwas alleine machen.

Wir hätten z.B. zu Giovanni Eis essen gehen können, mit Anton.

Ich möchte nicht, dass du so egoistisch redest.

Dir geht es gut. Es fehlt dir an nichts.

Du hast uns, ein schönes Leben und ein Kindermädchen.

Vielen Kindern geht es viel schlechter.

Ja, z.B. Anton. Wer ist Anton?

Mein bester Freund. Ich habe ihn heute eingeladen.

Du hast Kinder eingeladen? Nur Anton.

Das ist aber kein Kinder-Fest.

Kann er sich benehmen, dein Anton? Aber logisch.

Bis 20.30 Uhr darf er bleiben, dann ist Schluss. Verstanden?

Verstanden. Aua, mein Kopf!

Lass mich schlafen, ja? Okay.

Schön, dass du wieder da bist, Mami.

Hallo, ist da Wolfgang Schütze? Ja. Wer ist denn da?

Ich rufe an wegen ... wegen dem Preisausschreiben.

Was für ein Preisausschreiben? Sie haben eine Luftmatratze gewonnen

Was? Können Sie die Matratze gebrauchen?

- Ich habe da gar nicht mitgemacht. - Anton, wo bleibst du?

Haben Sie denn keine Kinder? Ich? Nein.

Kein einziges? Du musst mich verwechseln. Tschüss.

Halt, ich ... Besetzt-Zeichen

Hallo, Anton! Hallo, Pünktchen!

Du siehst aber schick aus! Komm!

Aua, was machst du denn? Der oberste Knopf müsste zu sein.

Das geht aber nicht mehr. Ist ja auch egal.

Komm, ich zeige dir den Garten! Türklingel

Good evening, I am Pünktchen. Hello, Pünktchen. Nice to meet you.

Come in! Thank you.

Hello! Good evening, Mr and Mrs Yebuah, I'm so glad you made it.

- Hello, good evening! - Good evening!

Mami, das ist mein Freund Anton. Hallo, Anton.

- Mrs Pogge, this is for you. - This is so beautiful! Thank you.

Mami, die hat Anton dir mitgebracht. Danke. Jetzt lasst mich in Ruhe!

Pünktchen, ich wusste, dass du reich bist, aber so reich ...

Wenn das alles meins wäre, gäbe ich dir und deiner Mutter die Hälfte ab.

Anton, daran muss du sie erinnern, wenn sie erwachsen ist.

Dann sage ich immer noch dasselbe. Da bin ich aber gespannt.

Kann ich jetzt noch schwimmen?

Nein, sonst flippt Mama aus. Ein anderes Mal, okay?

Übrigens, Bremser war heute ganz nett zu mir. Weiss du, was er sagte?

Nein, was denn?

Dass er sich das mit dem Brief und dem Verweis überlegt hat.

Echt? Das ist ja verrückt. Ja, verrückt.

Schau mal: Mami! Wow!

Hats geschmeckt? Ja, vielen Dank.

Vielleicht sollten Sie zur Verdauung ein Rad schlagen.

Wieso soll ich ein Rad schlagen? Dann eben nicht.

Halt mal!

Wie wäre es mit einem Purzelbaum? Das tut gut nach dem Essen.

Excuse me? Do you speak English?

Maybe you want to make a "Purzel-Tree"?

A what? Diese Erwachsenen!

Von uns verlangen sie, dass wir alles können.

Sie können die einfachen Dinge nicht Du bist aber frech!

Liebe Gäste, ich möchte euch Bilder aus Ouagadougou zeigen.

Jetzt zeigt Mama ihre Dias aus Ouagadougou.

Wo ist denn hier die Toilette? Links, dann rechts, geradeaus,..

..Treppe hoch, Treppe runter, dann gleich rechts. Kapiert?

Vergiss es! Ich werde es schon finden.

Hoppla, das war aber knapp. Wieso rennt der denn so?

Anton! Anton! Wo bist du?

Bist du in die Toilette gefallen oder was?

Kann ich einen Blick ins Arbeitszimmer von Pogge werfen?

Carlos, das darf ich nicht. Was interessiert dich da?

Anton, wo gehst du hin? Jetzt kommt noch die Eisbombe.

Er kann wahrscheinlich kein Eis mehr sehen.

Bitte, ich sah noch nie so ein Haus von innen.

Langsame Musik

Anton, komm Fussball spielen! Nein, ich habe keine Lust.

Bertha, kommst du mal bitte!

Hallo? Ja?

Was ist denn?

Entschuldigung, könnten Sie mir eine Auskunft geben?

Mal sehen. Was gibt es denn?

Könnten Sie mir sagen, wie viel das wert ist?

Warum willst du das wissen?

Ich wollte es verkaufen. Wollen Sie es haben?

Woher hast du das? Geschenkt bekommen.

Soll ich dir sagen, was das wert ist? Das ist ca. 2'500 Mark wert.

Wenn du das gestohlen haben solltest, gebe ich dir einen guten Rat:

Bring es zurück, bevor es jemand merkt!

Und lass dich nie wieder bei mir blicken!

Anton? Hallo.

Da bist du ja endlich. Komm, ich muss dir was zeigen: eine Überraschung.

Was sagst du jetzt?

Pfannkuchen mit Speck. Zum Nachtisch gibts Vanille-Eis mit Kirschen.

Schön, Mama.

Zur Feier des Tages, weil ich mich fast wieder richtig gesund fühle.

Hat es dir jetzt die Sprache verschlagen oder was?

Wenn du eine schlechte Note geschrieben hast, sag es!

Ich schimpfe nicht, das weisst du. Ich weiss. Ich bekam eine 2 in Mathe

Super! Was hast du denn da? Nichts.

Was ist das? Wem gehört das? Ich ... mir.

Dir? Pünktchen hat es mir gegeben.

Dann gib es ihr wieder zurück! Das ist viel zu teuer.

Sowas darf sie dir nicht schenken. Nein, das geht nicht.

Wieso soll das nicht gehen?

Hast du ...? Hast du es gestohlen?

Damit könnten wir ans Meer fahren. Du könntest wieder gesund werden.

Es ist über 2'000 Mark wert. Pogge vermisst das nicht.

Du bringst es zurück! Nein.

Ich habe es für dich gestohlen, damit du gesund wirst.

Du bist ein mieser Dieb, Anton. Dann stirb doch, wenn du willst!

Ja?

Mein Name ist Elli Gast. Ich bin die Mutter von Anton.

Anton?

Anton Gast. Mein Sohn ist der Freund Ihrer Tochter Luise ... Pünktchen.

Natürlich, der Anton.

Ich wollte ... mein Sohn hat ... Kann ich einen Moment reinkommen?

Aber bitte!

- Bitte, setzen Sie sich! - Danke.

Entschuldige, wenn ich Ihnen nichts anbiete, aber ich habe wenig Zeit.

- Worum geht es denn? - Ich wollte ...

Das wollte ich zurückbringen. Das gehört doch Ihnen.

Das ist ein Erbstück meines Vaters. Wie kommt es zu Ihnen?

Mein Sohn Anton ...

Uns geht es im Moment nicht sehr gut und er wollte mir damit helfen.

Und da bedient er sich in unserem Haus?

Ich glaube, als er hier alles so gesehen hat ...

Ich glaube, er hat es nicht so gemeint.

Nicht so gemeint? Wie kann man einen Diebstahl nicht so meinen?

Ich glaube, er wollte mir helfen.

Die Not eines Einzelnen berechtigt nicht, von anderen zu stehlen, oder?

Glauben Sie, das weiss ich nicht?

Ihr Sohn anscheinend nicht. Jeder Dieb hat einen guten Grund.

Anton ist ein Kind.

Sie sollten sich besser um ihn kümmern.

- Wenn er im Eisladen arbeitet ... - Was macht Anton?

Wenn Sie das nicht wissen, wundert mich nichts mehr.

Ich kam nicht, um Anton zu ver- teidigen, aber er ist kein Verbrecher

Es war falsch, was er tat. Es tut mir Leid. Auf Wiedersehen!

Auf Wiedersehen, Frau Gast.

Traurige Musik

"Liebe Mami, ich will natürlich nicht, dass du stirbst."

"Es tut mir Leid, dass ich ein Dieb bin."

"Deshalb gehe ich weg und suche Papa."

"Ich weiss, dass er noch lebt, weil ich dich am Telefon belauschte."

"Wenn ich Papa gefunden habe, kommen wir zusammen zurück."

"Dann wird alles besser, dein Anton."

Die Tür wird zugeschlagen. Pünktchen, knall die Tür nicht so!

Du bist gemein und böse. Ich kann dich nicht mehr leiden.

Du bist ungerecht.

Mach mal einen Punkt! Wie redest du mit mir?

Du warst unfair zu Frau Gast.

Sie wollte sich entschuldigen und du schimpftest.

Ihr Sohn hat sich in unserem Haus bedient.

Weisst du, was das Feuerzeug wert ist?

Sonst tust du so hilfreich, mit Afrika und so.

Du bist nur nett, wenn Fotografen in der Nähe sind.

Eigentlich bist du nicht hilfreich. So redest du nicht mit mir!

Geh auf dein Zimmer, bis Papa nach Hause kommt!

Das alles ist trotzdem wahr.

Es ist meine Schuld. Ich habe ihm eine runtergehauen.

Das tat ich noch nie. Wenn ihm etwas passiert ist ...

Gibt es diesen Papa wirklich?

- Gibt es einen Vater? - Irgendeinen wird es geben.

Sie kennen sich nicht. Anton weiss nicht, wo er lebt.

Er weiss nicht mal, dass er lebt. Vielleicht sah er einen Brief.

Wo lebt der Papa denn? Ausserhalb von Berlin.

Eine Reise beginnt meist am Bahnhof. Sollte man die Polizei anrufen?

Ich fahre mit Pünktchen zum Bahnhof.

Frau Gast fährt mit Giovanni im Auto Unser Eis-Bus ist weg.

Anton!

Fröhliches italienisches Lied

Da ist ein Junge am Steuer!

Na so was! Das gibts nicht!

Die Autos hupen.

Anton!Anton!

Anton!

Anton!

He! Anton!

Was er trägt? Keine Ahnung.

Mach auf, wir wollen ein Eis!

Was Kinder so tragen: eine Hose und ein T-Shirt. Haut ab!

Funk:Er ist vermutlich Richtung Norden unterwegs.

Am Steuer sitzt ein 10-jähriger Junge, Anton Gast.

Ich wiederhole: Ein VW-Bus mit Auf- schrift "Eis Dolomiti" wird gesucht.

Spannende Musik

Da war was. Das ist er.

Lautsprecher: Hier spricht die Polizei.

Der Fahrer des VW-Busses wird aufgefordert, stehen zu bleiben.

Anton, bleib sofort stehen!

Anton! Anton Gast, bleib stehen!

He, spinnst du? Was soll das? Pass doch auf!

Schwermütige Musik

Ja, das ist mein Bus.

- Wo ist mein Sohn? - Da sitzt er doch.

Anton!

Mensch, du verrückter kleiner Anton!

Was machst du denn für Sachen?

Bist du mir jetzt sehr böse? Nein.

Wohin wolltest du, um Gottes Willen?

Ich wollte Papa suchen. Ich wollte ihm erzählen,..

..dass du krank bist und dass wir kein Geld mehr haben.

Ich wollte ihn fragen, ob er uns nicht helfen kann.

Das stimmt doch, oder?

Papa lebt doch noch, oder?

Anton! Anton!

Lass die beiden! Warum denn?

Dir nicht zu sagten,..

..dass es deinen Vater noch irgendwo auf der Welt gibt, war falsch von mir

Wenn du ihn sehen willst, gehen wir ihn besuchen.

Aber helfen kann er uns nicht.

Und ein besonders toller Typ ist er auch nicht.

Das Beste, was er zu Stande kriegte, bist du.

Dafür bin ich ihm schrecklich dankbar.

Die haben sich lieb. Das ist doch schön.

Guten Abend, mein Fräulein!

Wo kommst du denn jetzt her?

Hat Mami dir nicht verboten, nochmals raus zu gehen?

Aber ...?

Es ging um Leben und Tod.

Na dann. Aber jetzt ist Schluss.

Du gehst auf dein Zimmer und da bleibst du bis morgen früh.

Und kein Fernsehen mehr, verstanden? Ja.

Pünktchen! Ja?

Mami und ich gehen heute aus. Laurence passt auf dich auf.

Wie immer. Wie bitte?

Gute Nacht!

Gute Nacht.

Sie sah traurig aus.

Ich weiss auch nicht, was los ist. So habe ich sie noch nie erlebt.

Hoppla! Schau mal, wie ich aussehe!

Vielleicht nehmen wir uns wirklich nicht genug Zeit für sie.

Wir? Du meinst doch mich.

Ich nehme mir nicht genug Zeit für sie, oder?

Mist! Ich bemühe mich, meiner Familie und der Arbeit gerecht zu werden.

Wenn etwas nicht läuft, bin ich schuld.

Du musst nicht zu jeder Veranstaltung fliegen.

Die Krankenhäuser werden auch ohne dich eröffnet. Deine Aufgabe ist ...

... überflüssig? ... repräsentativ.

Es macht einen guten Eindruck. Aber ich könnte ebenso gut wegbleiben

Das wollte ich nicht sagen.

Letztes Jahr warst du 14-mal im Ausland.

Na und? Ich reise eben gerne. Ist das wirklich der Grund?

Bist du überhaupt nicht mehr gerne zu Hause?

Und du? Du musst immer alles selber machen.

Du arbeitest selbst zu viel und bist auch nie zu Hause.

Aber klar: Du bist der Mann!

Zicke! Blödmann!

Herr und Frau Pogge streiten sich lautstark.

Ein Mädchen ohne Abendbrot ins Bett zu schicken!

Und noch dazu in der Wachstums-Phase! Sitten wie bei den Hottentotten!

Na, wie riecht das?

Na komm! Iss! Bitte!

Keiner hat mich mehr lieb.

Ich bin nur so ein Alibi-Kind. So ein Senf!

Ich habe dich kleine Maus so lieb,..

..dass ich dir jeden Tag Kartoffel- puffer mit Apfelmus machen würde.

Nun komm! Iss! Dann sieht alles gleich ganz anders aus.

Aber nicht wieder drücken, Bertha! Sonst drückst du mich tot.

Das Kind kriegt nichts zu essen und wird bestraft. Ich verstehe.

Habt ihr den Fernseher auch angemacht?

Ich dachte, du bist so traurig? Pünktchen ist furchtbar traurig.

Mir ist nicht lächerlich zu Mute.

Und wie kann man dich wieder lächerlich machen? Bertha!

Unheimliche Musik, Bertha und Laurence singen:

Abends goss Herr Neppich Kleister auf den Teppich.

Einen Eimer Kleister, denn so fängt man Geister.

Wenn sie nachts ihr Unesen treiben, werden sie drauf kleben bleiben.

Dann stehen zu besichtigen die Geister da, die richtigen.

Am Morgen war nicht einer gefangen, auch kein Kleiner.

Da war Herr Neppich böse, er machte ein Getöse:

"Was zum Teufel, keine Geister? Schuld ist der schlechte Kleister."

Zur Probe stieg Herr Neppich persönlich auf den Teppich.

Jedoch, wie betrüblich, der Kleister klebt vorzüglich!

Vorzüglich klebt der Kleister. Nachts riefen alle Geister:

"Wie lustig, auf dem Teppich, da klebt ja der Herr Neppich!"

"Wie lustig, auf dem Teppich, da klebt ja der Herr Neppich!"

Bravo!

Wir sollten am Bahnhof singen. Da könnten wir viel Geld verdienen.

Natürlich, du hast Recht. Dann wären wir beide reich.

Laurence spricht Französisch.

Fröhliche Schlager-Musik

Dumpfe unheimliche Musik

Pünktchen singt:

Im Frühjahr kommt, was für ein Glück, die Eisdiele zurück.

Man kann wieder draussen sitzen, zufrieden in der Sonne schwitzen.

Giovanni, stell die Stühle raus! Pack deine bunten Becher aus!

Das Thermometer steigt, ich weiss: Heut kauf ich mir mein erstes Eis.

Ziehharmonika-Musik

Canta!

"Nicht zu viel", warnt die Mama, "vom Gelato alla panna".

"Dir wird schlecht", sagt der Papa, holt selber einen Grappa.

Manche wollen nur Orangina wie dort die schöne Signorina.

Aus Zucker, Wasser, Rahm und Ei ist für jeden was dabei.

Das Eis mit Haselnuss schmeckt wie ein süsser Kuss.

Im Eis mit Mandarin sind Vitamine drin.

Mit einem Himbeer-Eis wird mir niemals heiss.

Zitronen-Eis hält meine Zähne weiss. Zitronen-Eis hält meine Zähne weiss.

Rhythmische Trommel-Musik

Mein ganzes Taschengeld geht drauf, weil ich mir jeden Tag Eis kauf.

"Was darfs denn sein, Bambini?"- "Haben Sie auch Eis aus Zucchini?"

"Aus Gemüse gibts hier nichts."- "Dann halt Vanille, aber fix."

Das Eis mit Haselnuss schmeckt wie ein süsser Kuss.

Im Eis mit Mandarin sind Vitamine drin.

Mit einem Himbeer-Eis wird mir niemals heiss.

Zitronen-Eis hält meine Zähne weiss.

Alle:Haselnuss schmeckt wie ein süsser Kuss.

Im Eis mit Mandarin sind Vitamine drin.

Die ist ja krass! Zitronen-Eis hält meine Zähne weiss.

Applaus

Die ist ja komplett bescheuert.

85, 86, 87 ... 87.25 Mark!

So viel Geld für ein Lied!

Hallo! Hallo!

Finger weg, das mache ich!

Sonst habe ich nichts mehr zu tun und dann fühle ich mich nutzlos.

Ich werde mal Sängerin, und ganz berühmt und schön und reich.

Dann wohnst du bei mir und meinen 15 Kindern.

Oh, mein Pünktchen! Hör auf, mir wird ganz schwindelig!

Ich freue mich, dass es euch schmeckt.

Wollen wir heute Nachmittag in deinen Eisladen gehen?

Du hast heute Nachmittag Zeit? Aber ja.

Unglaublich: Mutter und Kind essen zusammen Eis.

Du wolltest was mit Pünktchen besprechen.

Ja doch! Was denn, Mami?

Es ist so: In Bombay, das liegt in Indien, gibt es viele arme Menschen.

Indien ist eine der ärmsten Nationen.

Genau. Es gibt dort viele Menschen mit einer schlechten Schulbildung,..

..weil sie die Schule vernachlässigen, um zu arbeiten.

Das ist traurig, fast wie bei Anton. So ähnlich.

Dort wurden von unserem Verein 2 Schulen gebaut,..

..die die armen Kinder umsonst besuchen können.

Das ist nett von eurem Verein. Schön, dass du das so siehst.

Deine Mutter ist noch nicht fertig. Das war das Wichtigste.

Das andere ist, dass ich im Sommer hin soll, um mir alles anzuschauen.

Indien ist auch immer eine Reise wert.

Was machst du dann dort?

Es gibt einen grossen Empfang, zu Ehren des Vereins.

Es kommen viele internationale Gäste. Da darf deine Mutter nicht fehlen.

Helga und Stefanie fahren auch. Wir wohnen im Internat.

Du fährst wegen einer Party nach Indien?

Ich sollte mich da sehen lassen.

Wir wollten in den Sommerferien zusammen verreisen.

Du kannst mit Papa in unser Ferienhaus fahren.

Du hast versprochen, dass wir zusammen verreisen.

Es geht nicht immer, wie man es will. Dann komme ich mit nach Indien.

Du würdest dich nur langweilen. Du bekommst sicher ein Video!

Du hast mir versprochen, dass wir in den Ferien zusammen sind.

Es ist für arme Kinder. Die Kinder sind dir doch egal.

Hauptsache, du kannst den neuen Sonnenhut spazieren tragen.

Du lässt zu, dass sie so mit mir redet?

Warum sollte ich sie bestrafen? Sie hat ja Recht.

Möchte hier noch jemand Eis?

Anton! Anton!

Pünktchen, nicht so laut! Meine Mutter hat sich eben hingelegt.

Bist du gerade auch so einsam? Los, komm schon hoch!

Schön, dass du zu Hause bist.

Ich habe mich eben über meine Mutter geärgert.

Anton, wo ist denn hier das Wohnzimmer?

Haben wir nicht. Es gibt nur 2 Zimmer: Mamas und meins.

Oh! Ich habe Durst.

Wenn Bertha das sehen würde! Ich wollte eben einkaufen gehen.

Bertha imitierend:Etwas Wurst, Käse und Brot muss im Haus sein.

Weisst du was? Den füllen wir beide jetzt.

Fröhliche Musik

Vorsicht, ich platze!

Das gibt eine schöne Schweinerei! Hast du dich jetzt gesund gegessen?

Jetzt habe ich nur noch Hunger auf kleine Jungs.

Der Schokoladen-Kuchen muss auch noch weg, sonst wird er schlecht.

Schaut mal, was ich noch kann!

Mit verstellter Stimme:Wovon hast du das bezahlt, Pünktchen?

Ich habe gearbeitet, du Kamel.

Du hast gearbeitet? Was hast du denn gearbeitet?

Ich war sozusagen künstlerisch tätig.

Oh, wie süss!

Mit zarter Häschen-Stimme: Eine echte Künstlerin! Wie schön!

Mit tiefer Stimme: Wenn hier einer schön ist,..

..bin ich das mit meinem grossen Geweih.

Habe ich hier nicht ein Häschen vorbeihoppeln sehen? Lecker!

Häschen-Braten, lecker! Geh doch weg, du dummer Wolf!

Aber mein Geweih ist auch schon fast so gross wie deins, oder, Papa?

Na ja, mein Kleiner. Es ist fast so gross, nicht wahr?

Mit leiser Stimme: Streitet euch nicht da unten!

Von hier oben seht ihr sowieso alle aus wie kleine Pünktchen.

Auf Pünktchen, unsere Künstlerin! Auf Pünktchen!

Gute Nacht, mein Engel! Träum was Schönes!

Was singen die heute in der Oper?

Sie singen von einem amerikanischen Soldaten,..

..der sich in eine wunderschöne Japanerin verliebt.

Und dann?

Er heiratet sie und sie bekommen einen kleinen Jungen.

Jetzt schlaf, meine Grosse!

Laurence ist da und Bertha kommt um 22 Uhr aus dem Kino zurück.

Gute Nacht, Papi! Und pass auf, dass du in der Oper nicht zu oft niest!

Das stört nämlich die anderen Leute. Ich verstehe.

Papi? Ja?

Stimmt es, dass die Kinder in Indien auf Elefanten zur Schule reiten?

Vielleicht. Dann will ich doch mit nach Indien.

Carlos, was machst du hier mitten in der Nacht?

Du schlägst wie Bubi Scholz. Ich wollte dich überraschen.

Du bist doch heute alleine.

Du weisst, dass ich niemanden hereinlassen darf.

Was soll passieren? Du bist nur noch eine Woche hier.

Das ist eine Frage des Vertrauens. Ich habe es versprochen.

Lass mich das Haus von innen betrachten!

Wir können schwimmen gehen, nackt. Ganz nackt?

Ja, ganz nackt. Nein.

Komm wenigstens auf ein Glas mit!

Giovanni hat Geburtstag. Im Eisladen ist eine Party.

Ich kann Pünktchen nicht allein lassen.

In einer Stunde bist du zurück, lange vor die Pogges heimkommen.

Ich weiss nicht. Aber ich weiss es.

Na gut. Aber du bleibst hier und wartest auf mich.

Flüsternd:Pünktchen!

Schläfst du?

Die Tür wird mit dem Schlüssel abgeschlossen.

Nein!

Fröhliche italienische Musik

Spannende Musik

Einmal "Emil und die Detektive", bitte!

- Den spielen wir nur um 15 Uhr. - Wie bitte?

Es steht gross und fett auf der Reklame.

Ja genau, gross und fett: 15 Uhr.

Jetzt spielen wir "Das Grauen im Kinderzimmer".

Schauen Sie sich doch das an!

Nein, danke. Das Grauen im Kinderzimmer habe ich zu Hause genug.

- Einmal saure Stäbchen, bitte! - 3.50 Mark.

Pünktchen singt:

Im Frühjahr kommt, was für ein Glück, die Eisdiele zurück.

Man kann wieder draussen sitzen, zufrieden in der Sonne schwitzen.

Habt ihr eigentlich kein Zuhause? Das sagt die Richtige!

- Genau, die Richtige. - Ging deinem Papa die Kohle aus?

Ihr könnt ja mitsingen. Wir können es auch bleiben lassen.

He!

In schlechten Zeiten gibt man wenig Geld für Kultur aus.

Das hast du schön gesagt. Nur deine Eltern sind in der Oper.

Woher weisst du das? Tja!

Ich habe sie erkannt. Deine Alte ist ja viel unterwegs.

Und?

Wir gehen zu dir und dann holst du uns was Tolles aus eurem Haus raus.

Ich breche nicht in mein Haus ein. Dann rede ich mit deinen Eltern.

Sie wissen, dass ich hier singe. Sie finden das toll.

Das glaubst du selbst nicht. Dir würden sie eh nichts glauben.

Fass mich nicht an! He!

- Los, Ricky: Abflug! - Abflug!

Fröhliche italienische Musik

Laurence! Laurence!

Laurence! Laurence!

Telefon Wer könnte das wieder sein?

Hallo? Hier bei Pogge. Kann ich Herrn Pogge sprechen?

Die Herrschaften sind in der Oper. Ach du Scheisse!

Pardon? Entschuldigung. Hören Sie gut zu!

Carlos wird Sie gleich besuchen.

Er hat die Schlüssel von Laurence geklaut und will einbrechen.

Er kann jeden Moment da sein.

Was mache ich jetzt? Hauen Sie ihm eins auf die Mütze!

Ich rufe die Polizei und komme Ihnen dann zu Hilfe.

Hältst du mich für Rambo? Sie schaffen das schon, Bertha.

Ihm eins auf die Mütze hauen! Der Junge macht mir Spass!

Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Mal!

Entschuldigung, Sie sind doch die Pogges?

Ja, wieso? Dann sind Sie Pünktchens Vater.

Ja, das will mir meine Frau seit 10 Jahren einreden.

- Bist du ein Freund von Anton? - Das kann man nicht gerade sagen.

Möchten Sie wissen, was Ihre Tochter in der Nacht treibt?

Übertreibs nicht, sonst setzts was!

Ich habe eine Information, die ich Ihnen oder der Zeitung verkaufe.

Worauf willst du hinaus?

- Gehen Sie ... - Schnauze! Erst will ich 100 Mark.

Spinnst du? Die Information ist 100 Mark wert?

Worauf Sie einen lassen können.

Los, raus mit der Sprache!

Ihre Tochter ist eine Nachtigall und zwitschert unter dem Stachus.

Den Rest müssen Sie selbst rausfinden

Komm, das ist gleich um die Ecke!

Zum Spazierengehen habe ich die falschen Schuhe an.

Spannende Musik

Alles okay.

Spannende Musik

Nicht so schnell! Los, komm jetzt!

Richard! Los, komm!

Spannende Musik

He! He!

Hoppla, den kenne ich doch!

Pardon! Metallischer Knall

Spannende Musik

Wow, das ist ja wie im Kino! Ja, ja.

Komm, Laurence!

Schönen guten Abend!

- Den haben Sie toll abserviert. - Wer sind Sie?

Das ist die dicke Bertha. Sie kocht und ist ein Pfundskerl.

Das ist wohl die grösste Frechheit!

Bitte schön! Die hat einen wunderbaren Klang.

- Bitte nicht mehr hauen! - Er ist schon völlig verbeult.

Darf ich die Herren zu einem Schluck überreden?

Wir müssen warten, bis die Pogges zurück sind.

Wenn ich das zu Hause erzähle, glaubt mir das niemand.

In der Ferne hört man Pünktchen singen.

Woher kommt das denn? Ich weiss es nicht.

Pünktchen singt: "Was darfs denn sein, Bambini?"

Pünktchen! Um Gottes Willen, was machst du denn hier?

Was ist mit deinen Kleidern passiert?

Sieht man so aus, bekommt man mehr. Wie bitte?

Mehr Geld. Wofür ...

Ich verliere den Verstand. Toll, Mami. Das wird lustig.

Hör auf mit dem Quatsch! Was machst du hier?

Ich muss Geld verdienen. Du wolltest mir keines geben.

Wofür brauchst du so viel Geld?

Anton und seine Mutter brauchen 1'000 Mark, um ans Meer zu fahren.

Frau Gast hat es an den ... an den ...

... an den Bronchien. Das ist ja entsetzlich.

Wieso entsetzlich? Es war spannend. Ich bekam viel Applaus.

Ihr Kind war bei mir in besten Händen.

Lassen Sie die Hände von meiner Frau!

Mama! Bettina!

Fröhliche Schlager-Musik

Was macht die Polizei bei uns? Es war ein schrecklicher Abend.

War die Oper so schlecht?

Sicher spielt die Alarmanlage verrückt.

Fröhliche Schlager-Musik

Was geht hier vor?

Lallend:Diese Elite-Truppe hat mich übermannt.

Anton!

Anton!

Du schon wieder! Natürlich hast d u was mit dem Schlamassel zu tun!

Was ist hier los? Erlauben Sie, dass ich was sage?

- Anton hat Ihr Hab und Gut gerettet. - Er hat mich alarmiert.

Wir konnten den Einbrecher in Empfang nehmen und ihm die Birne weich hauen.

Er hat was Auffälliges beobachtet.

Wir warteten auf Sie und legten eine kesse Sohle hin.

Das war praktisch Ihre Rettung. Aha.

Sie haben dem Kerl die Birne weich geschlagen?

Ja, mit unseren Bratpfannen. Das ging vorzüglich.

Anton bewahrte uns davor, dass unsere Wertsachen in die Hände..

..dieses Halunken fallen? So ist es.

Ja, so ist es.

Dich konnte ich nie leiden. Da bin ich aber sehr traurig!

Da habe ich dir wohl Unrecht getan. Danke, dass du so mutig warst!

Ich bin ja Pünktchens Freund! Darauf kann Pünktchen stolz sein.

Und was wärst du ohne Schmuck?

Entfernen Sie den Einbrecher! Er geht mir auf die Nerven.

Sie mir auch.

Laurence, du sagst gar nichts mehr.

Wie konnte ich auf den Idioten reinfallen?

Vielleicht hättest du nicht nur auf seinen Hintern schauen sollen.

Pünktchen!

Ich fahre dich nach Hause. Ich komme mit.

Bertha, das haben Sie gut gemacht. Wenn man vorher verständigt wird,..

..habe ich eigentlich gar nichts gegen Einbrecher.

Schätzchen, hier habe ich 65 Bewerbungen aus der ganzen Welt.

Möchtest du ein Kindermädchen aus Malaysia?

Oder aus Venezuela? Hier ist sogar eine aus Grönland.

Du kannst dir eine aussuchen. Ich will nicht, dass Laurence geht.

Laurence will sicher zur Uni gehen. Sie will Sängerin werden, wie ich.

Darüber reden wir, wenn es so weit ist.

Dann mache ich eh, was ich will. Aha.

Mami, würdest du mir einen grossen Gefallen tun?

Es kommt darauf an.

Würdest du Frau Gast sagen, dass es dir Leid tut?

Was meinst du? Das mit dem Feuerzeug.

Dass du schimpftest, obwohl sie sich entschuldigen wollte.

Anton hatte das Feuerzeug gestohlen. Er hat es wieder gut gemacht.

Ich weiss nicht.

Der Pfarrer sagte: "Wer Reue zeigt, dem ist vergeben."

Wenn man den Unterschied zwischen mein und dein begreift ...

Anton machte einen Fehler. Das hätte jedem passieren können.

Wenn du das nicht verstehst, will ich kein neues Kindermädchen,..

..sondern eine neue Mutter.

Also gut. Ich war zu streng zu der armen Frau Gast.

Und Anton ist ein super Junge, das ist wahr.

Und du gehst zu ihr hin?

Ja, ich gehe zu ihr hin und entschuldige mich.

Willst du mich nicht mehr umtauschen? Nein.

Steigen wir aus dem kalten Wasser? Nein.

Nein?

Weil ich mir wünsche, dass du eine so schlimme Erkältung bekommst,..

..dass du ein Jahr zu Hause bleiben musst und nicht verreisen kannst.

So allein bist du? Ja, Mami. So ganz alleine bin ich.

Mein grosses kleines Baby!

Danke. Alles klar? Papi parkt und Mami kommt gleich.

Sie will die Schmuck-Abteilung anschauen.

Deine Mutter! Was soll man machen?

Die brauche ich gegen meine Flugangst.

Wirst du nun Sängerin? Logisch.

Kommst du mich holen, wenn du berühmt bist?

Logisch. Du singst als Background- Sängerin in meiner Band.

Wenn ich nicht Sängerin werde, bin ich immer noch die Grösste?

Logisch.

Ich werde dich vermissen, Pünktchen. Ich dich gar nicht.

Dann ist ja gut.

Pünktchen, kannst du ...

Aua! Ich will kein neues Au-Pair-Mädchen.

Was machst du denn da? Es ist wunderschön. Komm doch rein!

Jetzt? Mitten in der Nacht?

Na und?

So weit ich mich erinnern kann, bist du das letzte Mal..

..an Pünktchens zweitem Geburtstag hier geschwommen.

Ich mache mir Sorgen um Pünktchen. Warum?

Sie ist plötzlich so frech.

Sie hat eben ihren eigenen Kopf und ein ziemlich grosses Herz.

Findest du nicht?

Ihr beide haltet immer zusammen.

Pünktchen will kein Kindermädchen mehr.

Sie will, dass ich mehr da bin.

Und was willst du?

Ich will, dass nicht alles an mir hängen bleibt.

Ich will nicht immer an allem schuld sein.

Das kann ich verstehen. Ehrlich?

Sicher. Es geht dir auf die Nerven, dass du zu Hause bleiben sollst,..

..während ich den ganzen Tag unterwegs bin.

Das findest du verständlicherweise ungerecht.

Und vielleicht würdest du mich auch gar nicht mehr lieben.

Wie bitte?

Ich fürchte, dass du mich nicht mehr interessant findest,..

..wenn ich dich am Abend mit Kochlöffeln empfange.

Ich finde das so sexy! Blöder Idiot!

Weisst du, was ich heute gemacht habe?

Ich habe darum gebeten, einen zweiten Kardiologen einzustellen.

Alleine wird mir die Arbeit zu viel..

..und ich will abends früher zu Hause sein.

Bist du krank?

Ich glaube nicht.

Meinst du, wir treffen uns dann hin und wieder zu Hause?

Ganz bestimmt.

Und überhaupt: Wer will schon im Sommer nach Indien?

Man bedenke die Hitze!

Ja genau, die Hitze!

Hast du die Aufgaben gemacht? Ja.

- Guten Tag! - Guten Tag!

Was ist los? Hat es euch die Sprache verschlagen?

- Schön, dass es Ihnen besser geht. - Ja.

Kann ich Sie kurz sprechen?

- Sicher. Setzen Sie sich doch! - Danke.

Wollen Sie etwas trinken oder ein Eis?

Eine kleine Portion Erdbeer-Eis und einen Espresso, bitte.

So.

Ich wollte mich entschuldigen.

Es tut mir Leid, dass ich so hart zu Ihnen war.

- Es war falsch von Anton ... - Natürlich, und er weiss es.

Anton, was für eine mickrige Portion für Pünktchens Mama! Noch ein wenig!

Prego, Signora!

Der Espresso kommt nicht geflogen, oder?

Der ist noch in der Maschine.

Was machen Sie und Anton eigentlich in den Sommerferien?

Nicht viel.

Vielleicht schicke ich Anton in ein Zeltlager, wenn er Lust hat.

Mögen Sie die Nordsee?

Pünktchen! Pünktchen!

Wir verreisen! Pünktchen!

Wir verreisen alle zusammen. Wir fahren an die Nordsee!

Kannst du denn nicht aufpassen?

Anton, du siehst aber lecker aus! Pünktchen, wir verreisen.

Ruhige Musik

Gleich kriege ich dich!

Pünktchen! Komm schwimmen!

Ich kann gerade nicht.

Wieso nicht?

Weil ich gerade so glücklich bin.

Was?

Friedliche Musik

Etwas hätte ich fast vergessen:

Ricky und Charly stritten sich wegen den 100 Mark von meinem Vater.

Das ist meiner! Lass mich los!

Irgendwann hat es der Wind entschieden.

Er trug das Ding einfach davon.

- Mist, jetzt ist er weg! - Du bist an allem schuld!

Fröhliche Musik

SWISS TXT / UT-Redaktion Zürich Susanne Auf der Maur

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