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EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE
-Läuft alles nach Plan? -Total.
-Der Gutachter war begeistert. -Toll.
-Jetzt nur noch die Anhörung. -Anhörung?
Wir geben alles, gewinnen, und die Schule bleibt.
-Was machst du hier? -Hi, Lea.
Keine Ahnung, warum du zurück bist, aber misch dich bei Allan nicht ein.
Kennt ihr euch?
-Nein. -Ja.
Das Thema der Woche ist der Kalte Krieg.
Echt langweilig.
Gibt es ein Problem, Lea?
Ja. Und zwar bis zum Schulschluss um 16 Uhr.
Wir hatten Spaß. Meistens.
“Die armselige Frau versteckte sich im Gebüsch, bis die Kutsche vorbei war.”
Schreibt “armselig”.
“Als die Luft rein war, wagte sie sich hinunter zum Gang.”
Schreibt “Gang”.
Das Diktat ist echt veraltet.
Ich suche was Neues.
Auf der Facebook-Seite der Schule.
Hier. Ok.
“Mein Sohn beklagt sich, das WLAN der Schule sei so langsam,
er kann in der Pause keine Filme gucken.”
Schreibt “Pause”.
“Die Toiletten sind super eklig und stinken nach fauligem Hundeschwanz.”
Schreibt “faulig”.
“Der größte ‘Ideot’ der Schule ist Knud…”
“Der größte ‘Ideot’ ist Knud aus der 5b.
Er ist widerlich.”
Gepostet von Liam. Na und?
Vergiss, dass du nicht “Idiot” schreiben kannst,
und denk dran, dass so ein Gerede nicht erlaubt ist.
Knud…
Was ist los? Nichts.
Liam?
WAHRE FREUNDE
Eine Schande, wenn man so gut ist.
-Hallo! -Hi!
Hi. Ich wollte fragen, ob ihr mit Knud über Mobbing geredet habt.
Nein. Wen mobbt er denn?
Nein, er wird gemobbt. Von dem neuen Schüler, Liam.
Ist das keine harmlose Hänselei?
Es passiert auf Facebook und in der Pause. Auch physisch.
Meine Güte!
Ich kontaktiere Liams Vater. Ihr solltet es wissen.
Das geht zu weit.
Ich glaube auch.
Ich soll das nicht machen?
Passen wir auf, bevor wir aufs Opfer schließen.
Ja, wer ist das wahre Opfer?
Was soll das heißen?
Er ist sozial benachteiligt. Seine Familie zieht oft um.
Vater ist arbeitslos.
Das ist keine Entschuldigung.
Wir wissen nicht, was dahintersteckt.
Wir müssen Toleranz für andere Kulturen zeigen.
Man muss das Gesamtbild sehen.
Wir reden mit Knud. Er findet sicher auch, dass Liam nicht anders kann.
Es ist nicht seine Schuld.
Doch, er kann anders.
Rita, dein privilegiertes Leben macht dich blind.
Heiliger Bimbam!
Ich hab meiner Mutter gesagt, Ronnys Eltern gehen auch.
Ronny sagte seinen Eltern, er nimmt Jan und Mulle mit.
Es ist, als wären wir Bonnie und Clyde.
Nur ohne Bank ausrauben und Leute ermorden.
Was macht ihr allein auf der Ferienhütte, du und Ronny?
Ich habe beschlossen, dass Ronny mein Erster sein wird.
Ihr werdet nur vögeln?
Cool.
Was geht, Mädels?
Genug Platz für drei.
Nein.
Wir haben nichts zu essen.
Ich muss arbeiten. Es wird sicher spät.
Gehst du nicht?
Doch.
Ist das Ritas Einladung?
Ja.
Hjørdis, es ist Reinulfs 1. Geburtstag. Einladungen sind ihm egal.
Lade sie doch persönlich ein.
Sie soll spüren, dass sie willkommen und nicht allein ist.
Auf mich wirkt sie zufrieden.
So ist Rita. Sie ist gepanzert… Mit einem Panzer.
Und dahinter verbirgt sie sich.
So. Fertig.
-Fertig, bumm. -Fertig, bumm.
Hey, ein Küsschen.
-Küsschen. -Küsschen.
-Tschüssi! -Tschüssi!
Bis morgen, Hjørdis!
Ja.
Allgemeine Aufmerksamkeit, bitte!
Morgen ist die städtische Anhörung.
Unsere Chance, bevor sie entscheiden, welche Schule sie schließen.
Es ist wichtig, dass alle kommen und Enthusiasmus zeigen.
Ich werde zu Hause Enthusiasmus üben. Hab das noch nie probiert.
-Ja. -Bis morgen.
Übt euren Enthusiasmus für morgen…
Rita. Ich wollte dich zu Reinulfs erstem Geburtstag einladen.
Wow. Hjørdis, wow.
-Das sind echte Federn. -Zauberhaft.
Damit es eine persönliche Note hat. Eine persönliche Note.
-Reinulf ist schon aufgeregt. -Ok.
Uffe bäckt einen Kuchen, der wie Helms Klamm aussieht.
-Wenn er aufgeht. -Klar.
Sonst eher Helms Acker.
-Richtig. -Ja.
Reinulf wird sich freuen, wenn du kommst. Ich auch.
Klar. Ich freu mich.
Super!
Seine Wünsche sind auf Seite 3 hinter der Geheimtür.
Hi.
-Ich hatte Spaß beim Treffen. -Ich auch.
Du hättest nicht herfahren müssen, um mir das zu sagen.
Ich weiß. Ich hole Allan ab.
Kann er keine 400 m heimlaufen?
Könnten wir uns auf ein Bier treffen? Ein paar mehr?
Liebend gern.
Prima. Wann?
Da ich keine Freunde habe, ist das einfach. Heute Abend?
Heute ist Familienabend.
Also jeder andere Abend für den Rest meines Lebens.
Du kannst zum Essen kommen.
Familienabend klingt nach Familie.
Aber es gibt Alkohol.
-Um wie viel Uhr? -19:00 Uhr.
-Bis dann. -Bis dann.
Tschüs, Allan!
Liam, hör auf damit!
Das ist nicht lustig.
Hör auf!
Was ist, Jungs?
Ist das ein Liebesspiel?
Die Schule ist aus.
Aber mich seid ihr dennoch nicht los.
Erklärt mir, was abgeht.
Wir spielen nur.
Ok. Ihr spielt nur?
Was meinst du, Knud? Spielt ihr nur?
Witzig. Als ich klein war, fanden wir, Spielen macht Spaß.
Hast du Spaß?
Liam, andere Kinder zu ärgern hat dir vielleicht früher Freunde eingebracht,
aber hier nicht.
Ich will nicht sein Freund sein.
Entschuldige dich und lass ihn in Ruhe.
-Ich hab nichts gemacht. -Doch!
Klappe, Idiot.
Hör auf damit!
“Hör auf damit!”
Hey.
Liam! Genug!
Alles in Ordnung?
Hi. Kann ich dir helfen?
Ich hab was für Lea.
Ok. Ach so.
-Wer ist das? -Es ist…
-Hi, Rita. -Hi.
Ich hab den für Lea gebracht.
Lea ist schon weg.
Ronny hat sie mit dem Moped abgeholt.
-Ok. -Seine Eltern fahren später nach.
Ok.
Willst du zum Essen bleiben?
Wenn deine Eltern dich nicht erwarten. Wenn keiner auf dich wartet.
Ich bin allein. Ich hab Geld für Pizza.
Es gibt Schweinefilet.
-Was denn? -Du bist ausgehungert.
Ja.
-Schon gut. -Hau ruhig rein.
Ja.
Wie sieht es bei dir aus?
Was meinen Sie?
Was machen deine Eltern beruflich?
Hast du Geschwister?
Eine kleine Schwester.
Ich sollte lieber nach Hause.
Schon? Willst du keinen Nachtisch?
Aber wenn mein Vater zu Hause ist…
Du bist nicht allein daheim?
-Bin ich. -Dann iss noch Eiskrem.
-Ja. -Oder nicht?
Bist du oft allein?
Weiß nicht. Wieso fragen Sie?
Es ist wichtig, einen Erwachsenen zum Reden zu haben.
Worüber?
Alles Mögliche. Was dir einfällt. Wie es dir geht.
Mir geht es gut. Ok.
Henrik hier. Hi, Kleines. Wie lustig. Wir sprachen eben über…
-Ist das Lea? -Ja. Langsam. Eins nach dem anderen.
Nein, ich kann jetzt nicht fahren.
-Hi. Ich bin’s. -Hey!
Ja.
Ok, bleib dort. Ich komme.
Was ist denn los?
Nichts, nur Ronny und Lea und…
Ich muss hinfahren.
Hinfahren? Sind seine Eltern nicht dort?
Rita.
-Kann ich nicht helfen? -Nur mit Weintrinken.
Mein Lieblingsjob.
-Hi. -Hi.
-Martin. -Rita.
-Rita. Willkommen! -Hi.
Ich hatte keine Ahnung, dass Lea eine Freundin namens Rita hat.
Ist ja nur…
Dreißig Jahre her.
Seit wir uns sahen.
Meine Güte! 30 Jahre.
Weitere Geheimnisse?
Werden enthüllt, wenn du einen Wein aufmachst.
Du hättest früher kommen sollen.
Was macht die hier?
“Du”. Was machst du hier?
Man redet über Anwesende nicht in der 3. Person.
Bin seine Lehrerin.
Allan, deine Mutter lud mich zum Familienabend ein.
-Du gehörst nicht zur Familie. -Könntest du aber.
Heißt das, ihr vögelt?
Allan, hör auf.
Essen ist fertig.
Wunderbar. Was kommt zuerst? Vögeln oder essen?
Sie antwortet nicht.
Es ist aus. Was, wenn ihr etwas passiert ist?
Sie sich betrank und ins Wasser fiel?
Oder mit brennender Zigarette einschlief?
-Nein. Weißt du was? -Nein.
Was, wenn ein riesiger Skarabäus sie zu einer Kugel gedreht hat,
die den Gehweg hinunterrollt?
Wie groß werden die?
Hjørdis, es ist sicher ok.
Wieso kam sie dann nicht? Wieso ist ihr Handy aus?
Ich weiß nicht. Und nun, da Reinulfs Geburtstag vorbei ist,
möchte ich mit dir über was reden.
-Hat es mit Rita zu tun? -Nein.
Dann warte ich lieber bis morgen. Es ist untypisch, dass ihr Handy aus ist.
Danke fürs tolle Essen.
Gern geschehen.
Ich habe mehr Wein.
Nein, ich glaube… Es ist schon spät.
Du hast Geheimnisse versprochen.
Martin wünscht sich, dass ich eine unentdeckte wilde Seite habe.
Ok. Martin, sie hat eine unentdeckte wilde Seite.
Sag ich doch. Noch etwas Wein.
Nein, ich muss los.
Nein.
Ich muss wirklich los.
Auf keinen Fall. Ich will alles wissen.
Martin, ein andermal.
Feigling.
Es gibt einen Grund, warum ich 45 und allein bin.
Ich haue ab, wenn es brenzlig wird.
Brenzlig? Bist du deshalb damals weggezogen?
Ja, in gewisser Weise.
-Wie das? -Martin!
Ja?
Sie will nicht darüber reden.
-Worüber können wir reden? -Weiß nicht.
Angst vorm Fliegen, Fehler, große Schwänze.
Das sind meine Lieblingsthemen.
Bleibst du dieses Mal?
Wenn ich das fragen darf.
Du darfst.
Ich dachte immer, es ist ein Scheißkaff, und es war gut, dass ich weg bin.
Aber…
Vielleicht war’s nicht der Ort, sondern ich.
Was weiß ich schon? Einen Scheiß.
Aber ich weiß, dass ich jetzt heimgehe. Danke für den schönen Abend.
Danke für den schönen Abend.
Lea, spinnst du? Ich friere mir den Arsch ab.
Lea!
Lass mich rein.
-Was hast du ihr angetan? -Ich hab gar nichts getan!
Rita!
Rita!
Lass mich rein, verdammt!
-Gehen wir hier rein. -Rita!
Lea!
Ich wusste nicht, was tun.
Hat er dich vergewaltigt?
-Rita! -Nein.
Hat er dir wehgetan?
-Was zum Teufel soll das? -Was hat er dann getan?
Lea.
-Hört auf mit dem Scheiß! Ich erfriere! -Er…
Er wollte mich fingerficken.
Ja?
Und dann kamen mir Zweifel.
Es ist schon gut.
Sollen wir ihn reinlassen?
Verrückte Miststücke!
Wir haben dich reingelassen!
Ich habe mir da draußen stundenlang den Arsch abgefroren!
Hör zu.
Lea tut es leid, dass sie dich ausgesperrt hat.
Dir nicht?
Aber sie will keinen Sex.
Wieso nicht?
Ich will halt nicht.
Sie will halt nicht.
Ich hab Geld für Benzin und Kondome und so ausgegeben.
Du solltest die Hälfte zahlen.
Ich hab die Kondome bezahlt.
Im Ernst, Ronny…
Es ist nicht fair.
Es ist kein Ding.
Schläfst du stattdessen mit mir?
Gib mir zwei Minuten.
Was zum Teufel?
Stopp!
Stopp!
Mädels, kommt kurz hoch.
Bist du nervös oder was?
Was kümmert dich das?
Flogst du schon mal raus?
Was kümmert dich das?
-Hi. -Hi.
-Entschuldigt die Verspätung. -Keine Sorge.
Schon gut.
Schön, dass ihr da seid, damit wir über die Jungs sprechen können.
Tut mir leid, dass Liam Knud gehauen und gehänselt hat.
Ich entschuldige mich dafür.
Ich habe mit ihm geredet, und es kommt nicht wieder vor.
Perfekt. Das war überraschend leicht.
-Sie müssen sich nicht entschuldigen. -Nein.
-Wir tun das. -Ja.
Was heißt das?
Alles, was Sie durchgemacht haben, kann nicht einfach gewesen sein.
Durchgemacht?
Die Umzüge, und dass Liam so oft die Schule wechseln musste.
Ein paar Umzüge bedeuten nicht, dass man andere Kinder schikanieren darf.
Genau. Mehr ist da nicht dran. Lasst uns…
Wir sagen nur, dass es wichtig ist, Liams Gefühle zu berücksichtigen.
Und die seines Vaters. Søren, oder?
Wir sagen ja nur, wir wissen, dass Sie es schwer haben.
Wer behauptet das?
Sie sind arbeitslos, mehrmals umgezogen.
Unsere Wettbewerbsgesellschaft setzt Familien wie Ihre unter Druck.
Familien wie meine?
Wir kritisieren Sie nicht. Wir berücksichtigen Ihre Situation.
Kalinka und ich haben Privilegien, die Sie nicht genießen.
Deshalb erziehe ich meinen Sohn nicht richtig?
Das sagen wir ja nicht. Jetzt nehmen Sie wieder die Schuld auf sich.
Wessen Schuld ist es sonst?
Würde ich auch gern wissen.
Ok. Die Theorie ist etwas kompliziert.
Vielleicht verstehe ich sie ja,
obwohl ich Ihre Privilegien nicht genieße.
Das ist genau der Punkt.
Es gibt unsichtbare Machtstrukturen,
für die wir in den kultivierten Schichten die Verantwortung teilen.
Lehrer zu sein ist jetzt also kultiviert.
Kultivierter als…
-Kommt darauf an, was er macht. -Wissen wir nicht.
-Wir wissen nicht, was er macht. -Vielleicht liest er Zeitung.
Wovon zum Teufel reden Sie?
Sie und Ihr Sohn sind Mikroagressionen ausgesetzt.
-Absolut. -Dafür sind wir verantwortlich.
Strukturell gesehen, schikaniert unser Sohn Ihren.
Strukturell gesehen, ist dieses Gespräch vorbei.
Wir wollen Ihnen ja nur helfen.
Ich wollte keine Hilfe. Nur mich entschuldigen.
Es gibt nichts zu entschuldigen, oder?
Tut mir leid. Ok?
Ich glaub nicht, du fliegst raus.
Du haust andere, weil du keine Freunde hast.
Ich auch nicht.
Aber du bist komisch.
Ich hab Call of Duty. Spielst du?
Verzeihung, Fr. Madsen, aber zur Anhörung
geht es dort lang.
Ich hab meinen Enthusiasmus nicht geübt.
Rita, wir müssen zusammenhalten, damit die Schule bleibt.
Ich mag keine Autoritätspersonen.
Keine guten Erinnerungen.
Ich weiß.
Was weißt du?
Ich rief deinen alten Chef vor dem Vorstellungsgespräch an.
Rasmus?
Ok. Helle.
Die Bürgermeisterin.
Aua!
Sie hatte nichts Nettes zu sagen.
Geht mir auch so.
Du seist die eigensinnigste, nervigste Person,
die sie je kennengelernt hat.
Deshalb hab ich dich eingestellt.
Eigensinn ist notwendig, wenn hier eine Schule überleben soll.
Ich glaube, das reicht nicht.
Natürlich ist Eigensinn keine Qualität an sich.
Himmel noch mal. Kämpfe für das, woran du glaubst.
Ich dachte, das unterstützt du.
Und wenn ich nicht daran glaube?
Das ist dein Heimatort. Du bist von hier, auf Gedeih und Verderb.
Ohne diesen Ort wärst du nie zu der geworden, die du bist.
Hi.
Verflixt, Rita! Komm schon.
Kommst du, Bjarne?
Ich komme.
Ich glaube an dich.
Klar.
Ein herzliches Willkommen!
Schön, so viele bekannte Gesichter.
Das beweist unseren Geist der Solidarität.
Ich danke Jens Møller vom Stadtrat für die Anberaumung der Sitzung.
Ich danke den Mitgliedern des Stadtrats,
dass sie sich die Zeit genommen haben.
Zuerst spricht Elmer aus der 1b.
Er erzählt uns, wieso er die Schule mag.
Ich gehe gern in die Schule, weil sie toll ist.
Die Lehrer sind nett, und die Pause macht Spaß.
Ich möchte Bjarne und allen anderen fürs Kommen danken.
Eine der städtischen Schulen schließt.
Sie haben jetzt Gelegenheit, dem Stadtrat Fragen zu stellen
und Bjarne über seinen Sparplan zu befragen.
Was ist mit den gemischten Klassen aus verschiedenen Stufen?
Das ist nur in manchen Fächern notwendig,
wenn wir weitermachen.
Das funktioniert nicht.
Sozial gesehen ist das Chaos.
Keine Schule zu haben wäre ebenfalls soziales Chaos.
Es ist möglich, ohne dafür an Qualität einzubüßen.
Ich verspreche der Stadt, alles zu tun, damit unsere Schulde weiterbesteht.
Sie können auf mich zählen.
Darf ich was sagen?
Ja, Rita.
Ich bin eine neue Lehrerin an der Schule.
Für diejenigen, die mich nicht kennen, ich heiße Rita.
Zuvor war ich Lehrerin und Rektorin and der Islevgård-Schule.
Wir standen unter viel Druck, genau wie Sie,
aber wir machten daraus etwas Positives.
Wir richteten eine besondere Klasse für Schüler aus verschiedenen Stufen ein.
Ein Siebtklässler gab zum Beispiel Geografieunterricht für Drittklässler.
So haben sie etwas gelernt und Verantwortung füreinander übernommen.
Wir könnten hier dasselbe tun, wenn die Schule weiterbesteht.
Danke, Rita. Danke.
Hi.
Hi.
Schön, dich zu sehen.
Ebenfalls.
Ich machte mir Sorgen, als du nicht zum Geburtstag kamst.
Zum Geburtstag?
Reinulfs Geburtstagsfeier.
Mist!
Wann war das?
Gestern.
Ziemlich riskant, am selben Tag Einladungen zu verteilen.
Die Gestaltung dauerte so lang.
Tut mir leid.
Schon ok. Ich weiß, es ist nicht leicht.
Ist nicht leicht?
Ich weiß, es geht dir nicht so gut.
Wovon redest du? Mir geht es gut.
Sieht nicht so aus. Du bist nicht du selbst.
Mir geht es gut, Hjørdis. Und so bin ich.
-Ist wirklich alles ok? -Ja.
Und wenn nicht, wär’s mein Problem.
Wir sind hergezogen, damit du nicht allein bist.
Was? Ihr seid meinetwegen hergezogen?
Meine Güte, Hjørdis!
Jetzt hör zu.
Ihr lebt euer Leben und ich meins.
Mir geht es gut, und ich bleibe hier. Ok?
Wenn ihr wegen mir hier seid, zieht zurück.
-Ja. -Ja.
-Ich brauche deine Hilfe nicht. -Rita…
Ich will sie nicht!
Ok? Ja.
Bis später. Also, Mädels.
Habt ihr uns etwas sagen?
Ich wollte nur sagen, dass es dumm von uns war, wegzurennen.
Ja.
Es war sehr dumm.
-Alles Mögliche hätte passieren… -Rita half…
Lass deine Mutter ausreden.
Ja, Rita hat dir geholfen.
Schön, dass du eine Freundin hast,
die verantwortlich ist und aufpasst.
Darüber sind wir froh, ja?
Ja.
Ihr seid nicht sauer?
Doch.
Aber kein Hausarrest.
Doch.
Ehrlich gesagt…
Du hast uns angelogen, Lea.
Ihr beide habt gelogen.
Als Familie müssen wir ehrlich miteinander umgehen, versteht ihr?
Ja.
Du, Rita?
Also gut. Und damit ist die Sache gegessen, oder?
Ja, aber wir würden gern wissen, wieso ein Moped in der Einfahrt steht.
Deine Eltern sind echt cool.
Sie sind ganz ok.
Was hast du hier gemacht, als ich anrief?
Zu Hause gerät alles aus den Fugen.
Meine Mutter ist weg.
Was?
Mein Vater sagt, sie kommt vielleicht nicht wieder.
Du kannst so oft hier sein, wie du willst.
Und so lange du willst.
Hey.
-Hi. -Was machst du hier?
Dein Nachbar sagte, du wärst vielleicht hier. Wow.
Ich hab Bier gebracht.
Schön, was du gesagt hast.
Danke.
Ich dachte, es gefällt dir hier nicht. Es gefällt dir also hier!
Nun, doch.
Ich wusste nicht, wieso du zurück bist.
Aber dir gefällt es hier?
Es hat sich überhaupt nicht verändert.
Aber ich mich schon.
-Du gar nicht. -Doch.
-Ich aber nicht. -Nein, du nicht.
Na ja…
Ich hatte keine Freunde,
keine echten Freunde, seit damals.
Nicht auf die Art, wie…
Nein.
Also wenn du mich fragst, ob es mir hier gefällt…
Ich habe daran die besten Erinnerungen…
…und die schlimmsten Erinnerungen.
Hey. Gut, dass ich extra Wein dabei habe.
-Hi, Schatz. -Und wir haben Bier.
-Hi, Rita. -Hi, Mama.
-Prost. -Ja. Prost.
Willkommen an Bord!
Danke.
Du kannst ans iPad, wenn du willst.
Halbe Stunde iPad, halbe Stunde Musik.
Wir brauchen etwas Zeit für uns als Erwachsene, für unsere Geschichten.
-Es gibt keine. -Moment mal.
Ich weiß noch, als du das Nacktbaden angeregt hast.
Nächtliches Nacktbaden mit viel Pisang Ambon im Blut.
Jetzt geht es los.
Das hatte ich vergessen.
Ich erinnere mich nur noch an Experimente mit Pudel-Dauerwellen.
Das ist zu viel.
Können wir aufs Nacktbaden zurückkommen?
Und du, Martin?
Ich war nie nackt baden.
Was dann? Irgendwas bestimmt.
Ich weiß nicht.
Ich bin mit Lea zusammen, seit ich 21 war.
Davor war Anita meine Freundin.
Wir waren verlobt.
Und vor Anita kam Dorthe.
Wir gingen in der siebten miteinander. Und davor…
Mein Lieber?
Sie wollte kein Datenblatt.
Verzeihung.
Ich habe nichts weiter zu sagen!
Heiliger Bimbam!
Ich stehe nicht so auf Nacktbaden.
Was zum Teufel machst du, Schatz?
Ich will das einfach nicht mehr. Leise! Ich hab Reinulf hingelegt.
Ich will das nicht mehr.
-Was? Setz dich. -Es ist eine blöde Wohnung,
ein blöder Job, ein blöder Ort, eine blöde…
Rita?
Woher weißt du das?
Das ist wohl mein sechster Sinn, Liebling.
Ich will zurück in unsere alte Wohnung, meinen alten Job, all das alte Zeug.
-Hjørdis. -Ja?
Ich muss dir was sagen.
Hattest du eine Affäre?
Hattest du eine Affäre?
Mit Bitten vom Rollenspiel, oder?
Zur Hölle mit ihr und ihrem Kettenhemd.
-Hjørdis. -Ja?
Ich hatte keine Affäre. Ich hab dich sehr lieb.
Und ich hab Reinulf so lieb, aber…
Was?
Ich hab einen Job gefunden.
Was?
Meinen Traumjob.
Wo?
Hier. Als Förster.
Klaus vom Rollenspiel ließ seine Beziehungen spielen.
-Klaus? Der große Klaus? -Klaus. Ja.
-Der Straßenkünstler? -Ja.
Ich weiß, wir kamen wegen dir her,
aber jetzt muss ich dich bitten, dem Ort eine Chance zu geben.
-Glückwunsch! -Danke!
Oh Gott, nein. Tut mir leid.
Hey. Ist das nicht irre?
-Guten Morgen! -Guten Morgen!
Hab ich was verpasst?
Einen Haufen verängstigter Eltern und labernder Politiker.
Wie fanden sie den Sparplan?
Mein Plan funktioniert, das wissen sie, aber sie müssen eine Schule schließen.
Also suchen sie nach einem Grund.
Jemand meinte, unsere IT-Technologie sei unzulänglich,
jetzt ist das ihr Grund.
-Schwachsinn. -Ja, es ist Schwachsinn.
Lass mich raten. Sie zahlen nicht?
Nein.
Wir müssen aufrüsten, damit das als Grund wegfällt.
Wie denn?
Ich habe eine Idee.
Und zwar?
Und zwar ein Geheimnis.
Also hast du keine?
Ich lass mir was einfallen.
-Bis dann! -Schönen Tag noch!
-Hi, Søren! -Hi.
Kriegen es die Erwachsenen nicht hin, müssen sie’s selbst tun.
Ich hab ihn nie so konzentriert gesehen.
Das sieht gut aus.
Er hatte es nicht leicht. Wir zogen oft um.
Ich hoffe, ihr bleibt. Hier ist es nicht so schlecht.
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