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Original subtitles

EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE

Rita zieht wieder zurück.

BAVNEGÅRD-SCHULE

Meine alte Schule.

Sie nehmen nur die Jungs dran. Die Mädels melden sich die ganze Zeit.

Sie reden von Demokratie. Macht null Sinn.

Die Mädchen müssen sich bemerkbar machen.

Wieso sammeln wir nichts Wichtiges?

Ihr wollt keine Krabbeltiere anfassen, oder?

Sie frisst sicher so ein Zeug.

Allans Mutter, Lea, und ich gingen hier zur Schule.

Es ist kompliziert.

Ich weiß nicht, was zwischen euch vorfiel, aber Allan soll es nicht ausbaden.

Dieses halb aggressive, halb therapeutische Gefasel?

Hör schon auf.

Wenn es so wichtig ist, dann iss den Käfer da.

Du bist genauso verrückt wie damals.

Bis dann.

Guten Morgen, Jungs. Was geht?

Bavnegård-Schule, Rita am Apparat.

Hallo?

Wie bitte?

Solltest du nicht zur Schule kommen?

Wer war das?

-Eine gespielte Bombendrohung. -Bombendrohung?

-Keine Lust auf Sportunterricht. -Was hat er gesagt?

Entspann dich.

Es war keine Mohammed-Karikatur, als Mohammed aus der 3. sich selber malte.

Bjarne!

DAS EIS BRICHT

Ja, werden wir, aber…

Hallo! Hey, hey. Ruhe!

Wenn jeder gelassen bleibt und Ruhe bewahrt, passiert nichts.

Sollte man in heutigen Zeiten eine Bombendrohung nicht ernst nehmen?

Wir müssen jede Bedrohung ernst nehmen.

Wenn sie echt ist.

Genau. Ich ging ans Telefon,

und als jemand, der oft die Schule in die Luft jagen wollte,

garantiere ich, das war ein Amateur.

Es ist egal, ob es ein Amateur war, wenn derjenige mit einer Bombe droht.

Es war nichts.

Es ist falsch, Kalinka auf eine derart fadenscheinige Art abzuwimmeln.

-Ja. Danke. -Nein, Niels.

Stimmt. Wieso geht ihr beide nicht auf den Schulhof und grabt einen Bunker?

Wieso? Einen Bunker? Was ist passiert?

Nichts. Wir sind fertig.

-Was ist? -Es gab eine Bombendrohung.

Bjarne, wir müssen evakuieren.

Ach was.

Es war ein Schüler.

Rita, das ist gefährlich.

-Hjørdis, sei nicht komisch. -Ja.

Na schön. Hört alle zu.

Wir haben entweder eine Terrorzelle hier, oder ‘nen schlechtgelaunten Teenager.

Für mich ist es klar.

Ich gehe. Ich bleibe nicht hier.

-Bjarne… -Niels?

Ja.

Das Thema der Woche ist der Kalte Krieg.

Und für diejenigen, die extra Motivation brauchen,

gibt es am Ende der Woche eine Party.

Aber heute, liebe Schüler,

sprechen wir über Vergangenheit und Gegenwart…

…über Recht und Unrecht.

Es geht um die Sowjetunion und die USA.

Um Diktatur, Kommunismus

und Demokratie.

Nach dem 2. Weltkrieg kämpften die USA für Frieden und Freiheit,

während Stalin in der Sowjetunion nur an Macht und Kontrolle interessiert war.

Kommunismus will alle kontrollieren, auch euch.

Das ist echt langweilig.

Gibt es ein Problem, Lea?

Ja. Und zwar bis zum Schulschluss um 16 Uhr.

Sehr lustig.

In der UdSSR würde einen so ein Witz das Leben kosten.

Aber das versteht man nur, wenn man es selbst erlebt hat.

Deshalb wird es jetzt Zeit für praktisches Lernen.

Helft mir beim Aufhängen.

Los.

Also wir haben Meinungsfreiheit und Demokratie

hier.

Und eine Diktatur hier.

-Wieso sind Lea und ich nicht zusammen? -Kommt vor.

Viele Leute empfanden das so, als der Eiserne Vorhang zugezogen wurde.

Familien wurden getrennt, zerstört.

Die kurze Antwort: So ist das Leben.

Das ist ein blöder Grund.

Und Rita, wie es Tradition ist, fliegst du zuerst raus.

Zukunft, welche Zukunft

Keine Zukunft

Wir haben keine Zukunft

Überhaupt keine Zukunft

Noch einmal?

Nein. Meine Schnecke ist hier.

Bis dann.

Kommst du später zum Konzert?

Muss ich das?

-Du gehörst zu meinen Schnecken. -Du zu meinen Typen.

BAVNEGÅRD-SCHULE

Hallo, Kinder. Setzt euch.

Albert, die Tür. Malcolm, hinsetzen.

Ja. Gut.

Heute sprechen wir über Zeichensetzung.

-Nein. -Doch.

Da ihr es vor Aufregung kaum aushaltet, fangen wir gleich an.

Nehmt Stavevejen 3 raus.

Wo ist Knud? Ich sah ihn vorhin. Wo ist er?

Niels und Kalinka holten ihn wegen der Bombe.

Was?

Er darf nicht hier sein wegen der Bombendrohung.

Gibt es eine?

Nein, Beatrice, es gibt keine.

Wieso reden Kalinka und Niels davon?

Weil sie dumm sind. Jetzt zur Zeichensetzung.

Ja, Albert?

Ich will gehen, wenn es eine Bombe gibt.

Es gibt keine.

Sie müssen sagen, dass die Schule evakuiert wird, Rita.

Setz dich, Beatrice.

In den letzten 5 Jahren haben Terrorangriffe wie verrückt zugenommen.

Ok, aber jetzt musst du dich setzen. Sonst gehe ich in die Luft.

Also gut. Ok.

Momentan sind wir an einem Ort, der so ziemlich am Ende der Welt ist.

Keiner weiß, dass es uns gibt, also will uns keiner in die Luft jagen.

Aber Kalinka sagt…

Kalinka sagt ist ein Buch, das keiner lesen sollte,

weil es lauter Handlungslücken hat.

Schlagt Seite neun auf.

“Rasmus sah eine Kuh.”

HAUPTEINGANG

Hi. Hi.

Darf man hier rauchen?

-Nein. -Ok.

Was du vorhin gesagt hast?

Ich hab viel gesagt.

Ja, ich meine, über mich.

Was denn?

Ich sei komisch.

Du weißt doch, wie du bist, oder?

Ja, und es mag dich schockieren, aber ich habe auch Gefühle,

für mich selbst und für andere.

-Ja, natürlich. -Ja.

Und ich denke nur, sind Uffe und ich…

Sind wir komisch?

Wie wirkt sich das dann auf Reinulf aus?

Uffe verkleidet Reinulf manchmal als Ork.

Ok, das könnte…

Dann spielen sie die Schlacht von Zatvz’ashin nach.

-Hjørdis? -Ja.

Komisch ist Ansichtssache.

Ich weiß nicht, was ich denken soll. Ich hör auf andere.

Ok, es ist etwas komisch.

-Bis dann. -Tschüs.

KLASSENTREFFEN FREITAG 31. MÄRZ, 19 UHR, CAFETERIA

Ist der Kalte Krieg geregelt?

Meine Mutter hasst ihn.

Deshalb hat er dich in die UdSSR gesteckt. Idiot.

Er ist so sexy.

-Rostrup? -Nein!

Ronny.

Ok.

Ich finde ihn super süß.

Wie lange bist du schon in ihn verknallt?

Nicht so lange.

-Zwei Jahre vielleicht. -Zwei Jahre?

Wieso hast du ihm nichts gesagt?

Das kann ich nicht.

Er ist schwer zu kriegen.

Jungs sind wie Welpen, weißt du?

Inwiefern?

Sie sind kuschlig und so.

Meinst du, Ronny sei leicht zu haben…?

Er ist ein Junge.

Hattest du was mit ihm?

-Was? -Hattest du was mit ihm?

Na ja, ich…

Aber du bist neu hier.

Habt ihr euch geküsst?

Wann?

Vorhin.

Heute? Ja.

Du bist leicht zu haben.

Lea, hör zu. Ich wusste nicht…

Verdammt.

Was ist, Ulrik?

-Hab mein Essen vergessen. -Kein Problem.

Wir leben in einem freien Land voller Ressourcen.

Und in der UdSSR teilen sie gern alles.

Im Ernst? Das ist seins.

Ich meine das sehr ernst. Dein Essen, bitte?

Danke.

Vielen Dank. Danke.

Das wär’s.

Sucht euch was Gutes aus, und gebt den Rest den Roten.

Hey! Das gehört mir.

Mach beim Unterricht mit wie eine brave Schülerin.

Lea.

Nimm was von meinen…

…Schweinefleischresten.

Komm schon, Lea.

Bist du noch wegen Ronny sauer?

-Verdammt, Lea… -Rita!

Die USA handeln nicht mit der UdSSR.

Nein.

Offenbar nicht.

Hjørdis?

Schatz.

Süße!

Hjørdis?

-Schatz? -Hi.

-Hi. Versteckst du dich? -Hi.

Na ja.

Wir waren den ganzen Tag im Wald.

Was ist mit Reinulf?

Er war großartig. -Oh Gott. -Oh ja.

Wir gehen einkaufen. Willst du mit?

Einfach so?

Ja.

Aber du bist verkleidet.

Ja, ja.

Ja.

Ich nehme dann den hier.

Nein. Ich wollte alles in den Kinderwagen legen.

Ok. Dann nehme ich Reinulf. Damit mehr reinpasst.

-Du bist ein kleiner Krieger. -Ja.

-Ein Kuss? -Tschüs! Bis zu Hause.

Ok. Bis später.

Bis morgen! Hi.

Hi.

Wartest du auf Allan?

Ja.

Als wir uns zuletzt sahen, aß ich einen Käfer.

-Gehst du? -Zu dem Klassentreffen?

Bin mir nicht sicher.

Nein.

Ich glaube, wir sind dann weg.

Ja. Natürlich.

-Wir machen was anderes. -Klar.

War nur eine Idee.

-Bis dann. -Ja.

-Tschüs! -Tschüs!

Hi, Schatz.

-Hi. -Hi.

Wo ist Reinulf? Er schläft.

Was machst du?

Es war schwer, die Schminke abzukriegen.

Hast du ihn gewaschen?

War das ein Fehler?

Wir gehen morgen in den Wald. Wir stecken mitten in einem Kreuzzug.

Aber es wäre besser, wenn Reinulf zu Hause bleibt.

Du hast gesagt, Reinulf braucht frische Luft.

Ja, aber die Leute starren uns an, Uffe.

Was?

Sind wir komisch?

Was meinst du damit?

Ich glaub schon, mit diesen Rollenspielen und dem Elbisch.

Dir war egal, was die Leute sagen.

Ich weiß. Aber was, wenn Reinulf schikaniert wird?

Wieso sollte er?

Weil Kinder einander wegen allem schikanieren, Uffe.

Wenn Reinulfs Eltern seltsam sind, wird er auch so.

Ich wurde nicht schikaniert.

Du hattest Hausunterricht.

Uffe, du bist auf einer Farm am Ende der Welt aufgewachsen.

Du bist wie… Mogli.

Hjørdis, im Ernst, wir können nur wir selbst sein.

Nein.

Aber wir könnten es versuchen.

Keiner würde eine Sporttasche einfach so rumliegen lassen.

Aber wenn es die Bombe ist, wie viel Schaden richtet sie an?

Wirklich?

-Nein, Rita. Stopp! -Stopp!

Jemand, der sie kennt, muss sie stoppen!

Nicht, Rita.

Ein Paar Kopfhörer und ein gefährliches Buch über Fische, ok?

Das ist gut.

Es ist schwer, dieses Terrorzeug.

Ich hatte früher keine Angst.

Du bist jetzt Mutter.

Es macht dich irre.

Das bin ich für den Rest meines Lebens. Werde ich ewig Angst haben?

Dafür ist der Alkohol da.

-Tschüs! -Tschüs!

Hi.

Das mit gestern tut mir leid.

Es ist nur…

Ein Klassentreffen, die Vergangenheit.

-Nicht gerade meine Lieblingszeit. -Klar.

Ich gehe hin.

Ok.

Diese Lehrmethoden sind sehr intensiv.

Ich finde alternative Methoden notwendig,

damit Schüler verstehen, was in der Welt passiert.

Das ist mein Beruf.

Aber nicht, den Schülern Essen wegzunehmen.

Keiner ist verhungert.

Heute ist der letzte Tag dieses kleinen Experiments,

und ich hoffe, es war lehrreich.

Ich bin mir da sicher.

Ihr habt aus erster Hand die Teilung zwischen Ost und West kennengelernt.

Also geht heute Abend auf die Party.

Genießt, dass ihr in einem Land lebt, wo ihr essen könnt, was ihr wollt,

aufs Klo könnt, wann ihr wollt, das Leben genießt.

Sind wir jetzt fertig?

Ja. Nachdem die UdSSR den ganzen Abend die USA bedient.

Ich bediene die anderen nicht. Das ist nach der regulären Schulzeit.

Das ist dem Sozialismus egal.

Mutter sagt, das ist doof.

Ihr dürft ja nicht indoktriniert werden.

Das ist lächerlich.

Na schön. Ihr seid aus dem Schneider.

Die Sowjets gehen nicht.

-Was? -Setz dich.

Nein.

Ihr verbringt den Abend im Klassenzimmer, während der Rest von uns feiert.

Das können Sie nicht tun.

Nein, aber ich kann Strafarbeiten geben, wenn ihr nicht gehorcht.

Ihr lernt, wie es im Gulag zuging.

Ein sowjetisches Zwangsarbeitslager. Solltet ihr wissen.

Lea, stopp!

Lea.

Ich will nicht auf die Party, wenn du nicht kommst.

Lea.

Halt doch die Klappe!

Welche Russen wollen feiern?

Mit der halben Klasse ist es langweilig.

Rostrup wird sauer sein.

Ich habe einen Plan. Los! Was ist mit Lea?

Wartet hier, ok?

Wieso kommst du nicht?

Ich will nicht auf Rostrups blöde Party.

Ich habe eben die UdSSR befreit,

damit meine einzige, heißeste und beste Freundin

mit Ronny aus der 10. rummachen kann. Das kann ich nicht so gut.

Lea, hör zu.

Ronny ist ein Idiot, der nicht merkt,

dass du ihn magst, außer du küsst ihn aufm Klo.

Er ist auch süß und sieht gut aus und so, aber er ist dumm.

Sind alle Jungs.

Und die meisten Mädels.

Aber du nicht. Du hast nur Angst.

Und wenn es schiefläuft?

Dann läuft es schief.

Komm schon.

Ich sehe scheiße aus.

Das kriegen wir hin.

Leih dir mein Oberteil, wir schminken dich.

Hi. Hi.

Was für eine Feier!

Ja.

Hast du mit jemand geredet?

Ja, mit Jeanette. Weißt du noch, wie gestylt sie damals aussah?

Gott, ja.

Jetzt wirkt sie wie eine Komparsin aus Lindenstraße.

Ja.

Ich wünschte, das hätte ich gewusst. Ich habe sie jahrelang nachgeahmt.

“Erfahrung ist der Kamm, den du kriegst, wenn du kahl bist.”

-Was ist mit dir? -Mit mir?

Was machst du so?

Ich bin Lehrerin. Wegen des Geldes.

Und du?

Ja.

Ich bin Bauingenieurin.

Ja.

Ich wollte das Geld. Das große Abenteuer.

Verheiratet?

Ja.

Ja. Gleich den ersten. Martin.

-Martin. -Martin.

-Du bist wohl nicht…? -Nein.

-Nein. -Und danke.

Gern geschehen.

Sie fanden es super cool, alles zu werfen…

Bis dann, Uffe!

-Bis dann, Uffe! -Tschüs, Uffe!

Was ist denn?

Nichts.

Uffe?

Nein. Weißt du was?

Ich sah es vorher nicht, oder es war mir egal…

Aber jetzt hast du mich mit dieser Selbstwahrnehmung angesteckt.

Ich denke dauernd daran, was andere denken, und es ist wie…

…dauernd Angst zu haben.

Ja, oder?

Und…

Vielen Dank! Danke.

-Uffe… -Ja, danke dafür! Sie sehen in den Himmel

Was sehen sie?

Flugzeuge stürzen ab

Keiner hat überlebt

Es ist eine neue Zeit, es ist die Zukunft

All die Dinge Von denen der Rest von uns nichts weiß

Wo gehen wir hin? Was jetzt, mein Freund?

Eine Zukunft, die noch unbekannt ist

Die noch unbekannt ist

Die Wolken sammeln sich

Über der Erde…

Bist du bereit?

Vielleicht.

Ja. Klar.

Ich bin bereit.

Was macht ihr hier?

Sie sind politische Flüchtlinge.

Sie wollten frei sein, sie setzten sich ab.

Wie die, die über die Mauer sind.

Sie senden sie nicht zurück in den Kommunismus?

Die alles riskiert haben, um wie wir zu leben?

Also gut.

Ihr werdet amnestiert.

Rein mit euch.

Du bist mutig. Muss ich dir lassen.

Nur so beendet man den Kalten Krieg.

Scheiße.

Das war mein Platz.

Und meiner.

-Mist, das ist lange her. -Ja.

Ein anderes Leben.

Wir hatten Spaß, oder?

Meistens.

Es ist das Licht

Es ist die Zukunft

Es ist alles, was wir nicht wissen

Ronny?

Es ist, was die anderen…

Hi, Schnecken!

Hi.

Waren wir in derselben Klasse?

Fast.

Hab ich mit einer von euch gepennt?

Nein.

Wir stahlen dein Moped. Weißt du noch?

Habt ihr heute Lust aufs Vögeln?

Nein danke, Ronny.

Ich verzichte.

Cool. Du weißt nicht, was du verpasst.

Nein. Genau.

Genieß die Party.

Bis dann!

Meine Güte.

Manche Dinge ändern sich nie.

Nein.

Oder tun sie es doch?

Vielleicht schon.

Prost! Prost!

Es ist ein guter Tag

Es ist eine Zukunft, es ist…

Hjørdis?

Ich nicht Hjørdis.

Ich Ogok.

Du bist ein Ork!

Ogok Hunger.

Nun…

Schatz, gehst du so zur Arbeit?

Ja. Warum nicht?

Weil du gesagt hast, wir seien so komisch, und…

Ja.

Aber ich mache lieber, was du sagst, als was ich sage.

Aber… Uffe.

Wir sind Leute, die sich verkleiden.

Reinulf kann das auch machen, wenn er will.

Punkt.

Ja.

-Dafür ist keine Zeit. -Können wir…?

Nein. Ich lieb dich.

Guten Morgen, Beatrice.

Brauchst du Hilfe?

Mal sehen. Ich glaube, es ist der hier.

Na also.

Nach dir.

Ich mache den Alarm aus.

Wo hast du die her? Aus dem Lehrerzimmer.

Hast du sie geklaut?

Komm kurz mit.

Beatrice, schaust du manchmal Nachrichten?

Ein bisschen.

Kriegst du Angst?

Ja.

Willst du, dass andere Angst haben?

Nein? Ok. Dann verstehe ich das nicht.

Ich sollte in den Osterferien mit Mama und Papa nach Paris fahren,

aber ich wollte nicht.

Ich dachte, sie bleiben dann zu Hause, aber das tun sie nicht.

Ok.

Ich will nicht, dass sie gehen.

Es ist gefährlich.

Du dachtest, wenn du vor einer Bombe warnst,

sagen sie die Reise nach Paris ab?

Es tut mir leid.

Es ist in Ordnung.

Vollkommen in Ordnung.

Ich habe angerufen.

Ja. Ich dachte, ich hätte die Stimme erkannt.

Wieso haben sie keine Angst?

Sie sind Eltern. Glaub mir, sie haben Angst.

Wieso bleiben sie dann nicht da?

Weil man so nicht leben kann.

Es gibt immer etwas Gefährliches, etwas, was Angst macht, und… Man muss versuchen, damit zu leben, so gut man kann.

Wenn man Angst hat, macht man am besten genau das, wovor man Angst hat.

Weißt du, wovor ich Angst habe?

Vor diesem Ort. Es stimmt.

Du hältst ihn nicht für gefährlich…

Aber ich habe hier sehr dumme Dinge getan.

Und deshalb…

…fühlte sich dieser Ort für mich lange gefährlich an.

Wenn ich nach Lundsager kommen kann, kannst du nach Paris.

Es ist genau dasselbe.

Fast.

Fast.

Danke fürs Gespräch.

Geh in dein Klassenzimmer. Bis dann.

Nein, Hjørdis.

Du bist echt komisch, Hjørdis.

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