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EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE

Wie wär’s mit einem anderen Job?

Ich gehe nicht zurück zu meiner alten Schule.

BAVNEGÅRD-SCHULE

Vielleicht ist es cool, zur der Schule von damals zurückzukehren.

Lehrer für unsere Schule findet man schwer.

Damals sah es hier anders aus.

Willkommen, Rita.

Vielleicht hast du einen Vorschlag, wie ich meine Klasse unterrichten soll?

Lassen Sie den Konfirmationsanzug im Schrank hängen.

SCHULLEITER

Eine Schule soll schließen.

Ich brauche gute Lehrer. Wann können Sie anfangen?

Findest du niemanden? Setz dich zu den anderen.

Ich sagte Nein!

Ich muss mit Allans Eltern reden.

Warum meldest du dich zu Wort? Raus!

Sie sind armselig.

Ein bisschen Unterstützung hast du.

Hallo, Lea!

Keine Ahnung, was du vorhast, warum du zurück bist,

aber misch dich bei Allan nicht ein.

- Sie braucht eine Freundin. - Sie braucht eine Hjørdis.

Wir versuchen es.

BAVNEGÅRD-SCHULE

- Viel Spaß! - Bis dann.

- Ja. - Tschüs, Mama.

Das muss ein Witz sein.

- Du solltest die Herkunft wissen. - Aus der Küche.

- Nein, Bjarne! - Ja, aber von welcher Kuh?

- Spielt keine Rolle. - Das spielt eine Rolle.

Konventionelle Landwirtschaft ist Tierquälerei.

Hauswirtschaft?

- Hier steht “Hauswirtschaft”. - Ja.

Ein Missverständnis? Ich bleibe Küchen fern. Auf der Arbeit besonders.

- Kochen macht Spaß. - Nein!

Schlafen, allein sein, macht Spaß.

Kochen macht keinen Spaß, besonders nicht mit Schülern. Hallo.

Keine Biomilch.

Rita, das sind Niels und Kalinka. Sie sind auch Neuzugänge.

Oder Überlebende, je nachdem.

In Kopenhagen zu wohnen, ist wie eine halbe Schachtel zu rauchen.

- Hört sich billig an. - Ja, aber die Lungen leiden.

Bjarne, Hauswirtschaft?

Ja. Bittens Klasse, hat aber gekündigt.

Fürs Erste teilt ihr euch das Fach.

Diese Woche bist du dran. 4,50 Kronenpro Schüler. Viel Spaß.

Oder benutz das hier.

Das sind Rezepte.

Nach Gesundheitsfaktor sortiert.

-Gesundheits… was? -Wie X Factor, aber ohne X davor. Damit die Schüler wissen, was gesund ist und was nicht.

Stell dir eine Avocado vor, die gut singen kann.

Und auf den wütenden Smiley-Seiten hast du Nutella-Brote.

Die jaulen nur rum, können den Ton einfach nicht halten.

- Glücklich. - Wütend.

Danke, aber ich lehne dankend ab.

Aber vielen Dank fürs Kommen.

DU BIST, WAS DU ISST

Wolltest du nicht weg?

Ja.

Vielleicht lege ich mich kurz dazu?

- Ihm geht es gut. - Er hat sich an mich gewöhnt.

Und wenn die Milch alle ist? Weißt du, wo die ist?

- Ich sollte mich krankmelden. - Ich bin hier.

Keine Sorge. Du hast eine Liste geschrieben und sie überall aufgehängt.

- Da ist eine. - Ja.

Und da. Kaum zu glauben. Da ist eine. Was ist das?

- Eine Liste. - Ok?

- Eine im Bad und im… - Ja.

Wir kommen klar. Kuss. Kuss.

- Ok. Raus mit dir. - Ja.

- Und… sie verlässt das Haus. - Ja. Ja.

- Viel Spaß. Du wirst uns fehlen. - Ja.

- Tschüs. - Tschüs.

Das wäre erledigt.

Bjarne, wie gut kennst du Allans Mutter?

Lea?

Weißt du, wie es ihr, na ja, geht?

Ich glaube gut.

Warum auch nicht? Ist etwas passiert?

Nein, nein.

Ich bin nur neugierig.

Ist bestimmt alles ok. Wenn nicht, müssen wir etwas tun.

Die Schule braucht zum Erhalt glückliche Eltern.

Wann wird das entschieden?

Ein Gutachter vom Schulamt wird morgen prüfen,

ob wir uns unseren Herausforderungen stellen können.

Sie verstehen nicht, dass Teamwork Wunder bewirkt.

- Hauswirtschaft auch. - Ich dachte, das hättest du vergessen.

Hol dir den Gesundheitsfaktor.

Hol dir einen anderen Lehrer.

Na gut.

Ich weihe die Schüler in Ritas Küche ein.

- Guten Morgen, Kinder! - Guten Morgen!

Heute machen wir mal etwas anderes.

Wir kochen nicht. Anstatt zu backen, besuchen wir eine Bäckerei.

Aber wir sollen doch kochen.

Kannst du gerne machen…

- Knud. - Knud.

- Meine Eltern sagen… - Die sind nicht hier.

Doch. Sie sind auch Lehrer. Niels und Kalinka.

Knud, zu Hause kannst du gerne kochen. Hier ist es anders.

Das dürfen Sie nicht.

In den Lernzielen steht geschrieben,

dass Ernährung wichtig ist.

Ok. Dann nehmen wir das ein andermal durch, ok?

Das sage ich meiner Mutter.

Steht in den Lernzielen, dass man petzen soll?

Ok. Wer von euch will kochen?

Ich wollte als Kind lieber Süßes.

Weil Sie die Zutaten nicht kannten.

Ok, Knud, du… Wir schauen es uns an.

Zurück in die Küche.

Die Lernziele können mich mal!

Du bist, was du isst, Johnny.

Es ist ganz einfach.

Esst viel aus der ersten Kategorie,

weniger aus der mittleren und wenig aus der oberen.

Ich ziehe die da oben vor.

So funktioniert die Ernährungspyramide nicht.

Meine schon.

Dann schau dir das andere Poster an.

Schau dir diese Wurst an. Sieht müde aus, oder?

Willst du so schlaff sein?

Ist eine Zimtrolle so viel besser?

Die hat auch keine Nährstoffe. Ich schleime weniger und spare Energie.

Rita?

- Rita! - Was?

Du isst Süßes oft zu Mittag.

Packen deine Eltern dir nichts ein?

- Nein. - Warum nicht?

- Weil es ihnen egal ist. - Das sollte es nicht.

Dann reden Sie doch mit ihnen darüber.

Sie sind für deine Ernährung verantwortlich.

- Ich ziehe Zimtrollen vor. - Nicht nahrhaft.

Was isst man als Besserwisserin denn alles so?

Hey. Was ist los?

Warum sagst du nichts, Blödmann?

Aufhören! Wenn du jemanden Blödmann nennst, bist du der Idiot.

Wer sind Sie?

Hjørdis. Eure neue Geschichtslehrerin.

- Alles ok? - Ich will nicht auf den Ausflug.

- Welcher Ausflug? - Unser Kletterausflug.

Totale Zeitverschwendung.

Nur für einen Tag.

Wenn Allan Angst hat, müssen wir was anderes machen.

Scheiße, dass von dir alles abhängt.

Nein, hört auf.

Ihr seid wütend. Seid bitte nicht unfair.

Haben Sie nichts Besseres?

Nein.

Aber was ich sage, ist wichtig.

Wenn Bjarne das entschieden hat, werden wir es so handhaben.

Setzt euch also und nehmt eure Bücher heraus.

- So unfair. - Es ist…

Ja.

Was machst du da?

Ich suche was auf Google.

- Was denn? - Nichts.

Geht das überhaupt?

Darf ich sehen?

“Dänisches Klettern.” “Sicherheit.” “Unfälle.”

Kein Wunder, dass du Angst hast. Deswegen.

Ich mache es, um keine Angst zu haben.

Funktioniert aber nicht?

Ich hatte mal ein Totemtier.

- Totemtier? - Ja. Einen Elfen von meinem Vater.

Es war nicht wirklich ein Tier. Aber wir nannten ihn…

Sein Name war Elf.

Elf der Elf.

Ich hatte ihn immer bei mir. Wenn ich wütend war, holte ich ihn raus und…

Ich bin in der neunten Klasse.

Soll ich mit einem Teddy herumlaufen, damit es mir gut geht?

- Ich wollte nur… - Danke, aber nein.

So läuft das hier: Wir haben vier Packungen Spaghetti und Ketchup.

Nehmt euch einen Topf. Wasser rein. Rein damit!

Auf den Herd. Anschalten, kochen, kochen, kochen.

Spaghetti rein, kochen, kochen, kochen. Dann wartet ihr und wartet.

Dann probiert ihr eine. “Weich?” Und fertig.

Ja, das ist alles. Fragen?

- Kochen wir nur Spaghetti? - Nein, auch Gemüse.

Ich darf keine Spaghetti essen.

Du darfst nicht?

- Da ist nur Chemie drin. - Ok.

Du tolerierst die Lehre von Flüssigkeiten und Metallen nicht?

Keine Fertignahrung. Reine Chemie!

Chemie ist keine Zutat, Knud. Chemie ist eine Wissenschaft.

In allem sind Chemikalien enthalten. Auch in Karotten.

- Bärlauchsuppe. - Was?

- Gibt es in der Natur. - Ich esse kein Unkraut.

Ich esse das nicht, wenn Sie nichts anderes versuchen.

Ok. Knud…

Morgen, du und ich, hier.

Ich mache Spaghetti und du deine Natursuppe.

Dann sehen wir, wer wählerischer ist.

Abgemacht?

Rita? Rita, wir müssen was tun.

Bin gerade dabei. Hat das andere Zeit?

Nein. Allan braucht Hilfe.

Ist dein erster Tag aufregend?

Ja. Es ist schlimm. Allan fühlt sich schlecht und die anderen hänseln ihn.

Er ist hochsensibel.

Ok. Aber was tun wir dagegen?

Hängt davon ab, ob du mich oder seine Eltern fragst.

Müsstest du jetzt nicht etwas unternehmen, was Allan wieder glücklich macht?

Oder seinen Eltern die Augen öffnen?

Damit sie sehen, dass sie unrecht haben?

Auf deine… eigene Rita-Art.

Ich kann nicht, Hjørdis. Seine Eltern lassen mich nicht.

Seit wann hält dich das auf?

- Ok, Hjørdis. Hör zu. - Ja.

Ich und Allans Mutter, Lea, wir…

Ihr was?

- Wir sind hier zur Schule gegangen. - Hier?

- Ja. - Ja.

- Wir waren gute Freunde, und wir… - Ja.

- Es ist kompliziert. - Ja.

Ok, was ist passiert?

Soll ich nichts tun? Oder eingreifen? Ich stehe bereit, wenn du willst.

- Hjørdis? - Ja.

Nein. Oder…

Gott, Reinulf.

Reinulf, schläfst du jetzt?

Reinulf, Reinulf

- Stell dir vor… - Wo ist er?

- Was? - Wo ist Reinulf?

Bist du hier oben?

- Reinulf? - Was ist los? Schatz?

Oh nein. Oh nein.

- Hast du ihn irgendwo abgegeben? - Nein. Ich kann…

Wo war er zuletzt? Reinulf! Reini!

Schatz? Süße? Er schläft.

Er war bestimmt unruhig. Hat er geweint? Hat er, oder?

- Nein. - Herzzerreißend, wenn sie weinen.

- Aber, Hjørdis… - Ich bleibe morgen besser hier. Hjørdis, es war alles in Ordnung.

- “Alles in Ordnung”? - Er hat gespielt,

gebadet, gegessen und ist im Laufstall herumgekrabbelt.

Es gab keine Probleme.

- Habt ihr mich nicht vermisst? - Doch.

Aber dann haben wir die leckere Gemüselasagne gemacht, statt zu weinen.

Rita will Allan nicht helfen, obwohl sie weiß, dass er Hilfe braucht.

- Wer soll ihm denn dann helfen? - Kannst du nicht?

Rita ist seine Klassenlehrerin.

- Aber sie unternimmt nichts. - Nein.

Sie müssen miteinander reden.

Rita und Allan.

Nein. Rita und Lea, Allans Mutter.

Danach kann Rita mit Allan reden. Ja.

Ok, das klingt verworren.

Nein. Warum verworren? Lea ist die Mutter von…

War er das? Hat er “Mama” gesagt?

Er hat “Mama” gesagt. Oh mein Gott.

Reinulf, Mama kommt!

Ja, “Danke fürs Essen, Uffe.”

METZGEREI

Wenn ihr euch im Wald verirrt, wird euch die Ernährungspyramide helfen? Nein.

Ihr wisst dann nur, wie ungesund ihr euch ernährt.

Ein Blick auf euch, und ihr wisst es.

Ihr seid vielleicht, was ihr esst, aber der Natur ist egal, wer ihr seid.

Sie kann euch zum Verhängnis werden.

Wir werden Pilze, Insekten, Beeren sammeln. Die DNA des Waldes.

Wir nehmen sie mit, halten sie unter kontrollierten Bedingungen, sezieren sie.

Das trennt den Menschen von der Natur.

Wir können sie kontrollieren, uns Wissen aneignen,

und sie mit diesem Wissen erobern.

Die Mädels sammeln Nüsse, Blätter, Beeren,

die Jungs sammeln alles Lebende.

Warum?

- Warum was? - Warum können wir das nicht machen?

Ihr wollt doch keine Krabbeltiere anfassen, oder?

Hört mal!

Ein Buntspecht.

- Ein großartiges Exemplar… - Gott, er ist so ein Penner.

Mir ist es recht. Ich will keine Insekten anfassen. Eklig!

Na, dann hat er recht.

Mädchen sind süß und haben Angst vor Dreck. Jungs sind stark.

- Hat er nicht gesagt. - Aber das meint er.

Toll, wie ihr euch einig seid. “Planet der Loser” oder was?

- Du bist ja irre. - Deine Mutter kann dir hier nicht helfen.

- Susanne. - Gut, Dornröschen.

Wir sammeln Blätter und Deko.

Komm.

Etwas Sonne wäre nicht schlecht. Ein Bio-Solarium.

Genau.

Das ist ein schönes Exemplar. Der da…

- Das ist nur ein Frosch. - Nein! Weg damit!

Hast du nichts zu essen dabei?

- Was, keine Zimtrollen? - Und?

Du kannst ein paar Krabbeltiere essen.

Würde mich nicht wundern, wenn sie das essen würde.

- Und wenn? - Wenn was?

- Ich Insekten essen würde. - Dann wärst du voll eklig.

- Wissen wir schon. - Dann ist sie noch ekliger.

Könnt ihr damit aufhören?

Womit? Hören wir, wie eklig ich laut Malene bin.

Ich glaube, du bist so eklig, dass du Käfer, Würmer,

Fliegen und andere Insekten essen würdest.

Deswegen hat sie kein Mittagessen dabei.

Solche Dinger hier?

Ja.

Du bist eklig, Rita!

Was sollte das denn? Warum musst du so verrückt sein?

Du hättest was von mir abhaben können.

Sei still und lass mich in Ruhe.

Ja. Den Frosch zu essen hat geholfen.

Die sollen dich in Ruhe lassen.

Und jetzt?

Du kannst noch nicht zurück.

Warum nicht?

Weil es peinlich ist, dass du gleich nach dem Frosch kotzen musstest.

Du bist, was du isst?

Du bist durchgeknallt.

- Hey. - Hallo.

Was machen wir?

Ich habe Kuchen gebacken.

Ok.

- Hjørdis… - Ist das komisch?

Nein. Das ist total normal.

Momentan ist es etwas komisch.

Dann nimm dir ein Stück.

Werd nicht sauer, ok?

Ok. Hjørdis, was ist los?

- Hi. - Hi.

Was soll das?

Ich habe Kuchen gebacken.

Na ja… Uffe hat den gebacken.

- Hast du das angezettelt? - Nein… Hjørdis?

Ihr denkt vielleicht:

“Komisch, dass Hjørdis sich hier mit mir treffen wollte,

und dann ist da noch jemand anders.”

Aber wenn wir das kurz ausblenden…

Ich brauche das hier nicht.

Moment, Allan hat Probleme, und er tut mir leid.

Wenn wir das Problem lösen wollen,

müssen die Erwachsenen alle am selben Strang ziehen.

“An einem Strang ziehen.” Genau das findet eben nicht statt,

nachdem ein Team neuer Lehrer in der Klasse meines Sohnes

die Abmachung mit der Schule missachtet.

Ich weiß nicht, was zwischen euch beiden vorgefallen ist…

…aber das möchte ich gerne erfahren.

Ich weiß nicht.

Aber Allan sollte das nicht ausbaden müssen. Wenn ihr reden wollt…

Vielleicht funktioniert dieses halb aggressive, halb therapeutische

Gefasel bei anderen. Hör einfach auf damit.

Und du, halt dich an die Abmachung.

Danke.

Ja.

Das war nicht sehr nett.

Hjørdis, halte dich da raus!

Danke.

Er schläft wieder.

Einfach so?

Einfach so.

Ich habe das alles im Griff.

Niemand braucht mich.

Was? Das ist nicht wahr.

Allan geht es besser ohne mich.

Sie schlafen, ohne zu weinen.

Und Rita braucht meine Hilfe mit Allan auch nicht.

Niemand hilft. Wenn sie nichts unternimmt, passiert nichts, dann…

Warum sind alle sauer auf mich?

Hjørdis, ein Junge braucht Hilfe, also hilf ihm.

Ja, aber Rita ist…

Scheiß auf Rita! Also, du weißt schon…

Wenn Allan Hilfe braucht, dann hilf ihm. Denn so ist meine Hjørdis.

Sie pfeift auf andere.

Ich pfeife auf andere?

Natürlich nicht.

Es sei denn, du teilst diese Meinung.

Ich soll also auf alles scheißen? Ja. Scheiß drauf.

Ok?

Scheiß drauf!

Oh, Uffe… Ich wusste es. Das war klar.

Ich komme, Schatz.

Ich muss drauf scheißen.

Scheiß drauf!

Hjørdis, um Gottes Willen!

Tut mir leid.

Scheiß drauf.

Hallo, Allan.

Du musst mal mitkommen. Komm.

Allan, entspann dich mal. Entspann dich.

Es wird alles gut. Du schaffst das. Ich vertraue dir. Komm!

Ich kann nicht.

- Doch, du kannst. - Nein.

Hör auf Hjørdis.

- Ich vertraue dir. Ich glaube an dich. - Nein.

Ja! Ich glaube an dich.

Alle müssen irgendwo anfangen. Du fängst hier an.

Ok.

Sie müssen Jan Friis sein.

- Bjarne Ulriksen. - Hallo.

Willkommen in der Bavnegård-Schule.

Wie läuft das mit ihrer inoffiziellen Gutachterbewertung?

Wie schlagen sich die anderen?

Das darf ich nicht sagen. Ich muss neutral bleiben.

Ja, ja. Aber niemand bleibt komplett neutral.

Es gibt sieben Schulen in diesem Bezirk. Vier sind in Städten so klein,

man kann sie kaum als Stadt bezeichnen.

Wann schließen Sie eine Schule nicht?

Ich schaue mir das physische Umfeld an

und prüfe Ihre Ressourcen-Nutzung.

Aber das Umfeld allein macht uns nicht aus.

Wir schätzen Teamarbeit, Integration und hohe Fachlichkeit.

- Ist alles auf unserer Website. - Bei den anderen auch.

Das ist das Herz der Schule,

oder der Magen, wenn Sie so wollen. Sie haben eine Kantine, trotz der Kosten?

Ja, Eltern spenden Geld, damit wir gutes Essen garantieren können.

Kostet den Bezirk nichts. Das sollten Sie anmerken.

- Sieht neu aus. - Ja, ist es aber nicht.

Eltern arbeiten zwei Tage die Woche.

Sie helfen alle hier mit.

- Aber Sie haben ein Unterhaltsbudget. - Ja, stimmt.

Wird für Kinder mit besonderen Bedürfnissen genutzt.

Unsere Schule gibt sich nicht einfach den Umständen hin.

Können Sie auch aufschreiben.

Sie sind beeindruckt, oder?

Zugegeben, sieht gut aus.

Ja? Es wird noch besser.

Kommen Sie. Aus dem Hausmeisterraum wurde ein Arbeitszimmer.

Kaum zu glauben, was die Kinder alles können. Wirklich toll.

Knud, ich bin heute in Topform.

Ich wurde in Topform geboren.

Lasst die Spiele beginnen.

Alle Zutaten kommen aus der Natur?

Habe ich alles selber gesucht.

Und die Pasta?

Direkt aus dem Supermarkt.

Bist du bereit?

Bin ich.

Los.

Das schmeckt gut.

So schmeckt Pasta wirklich?

Mögen Sie die Suppe?

Ja, passt schon.

Nein, sie ist sehr lecker.

Sagen Sie meinen Eltern nichts.

Und, was werden Sie schreiben?

Das kann ich nicht sagen.

Tut mir leid. Ich glaube, ich habe alles gesehen.

Ok.

Danke.

Ihr Ordner.

Da steht nichts.

Ich habe Ihnen alles gezeigt.

Es ist egal, was ich in meinen Bericht schreibe.

Das Schulamt entscheidet ohne meinen Einfluss.

Sagen Sie Ihnen, was Sie gesehen haben.

Oh, das werde ich.

Ich berichte immer von Rektoren, die stolz auf Ihre Ergebnisse sind,

die sie ohne Finanzierung erreicht haben.

Aber wofür das alles, wenn eine Schule so oder so schließen muss?

Nicht unsere.

Nicht unsere. Nein. Unsere ist…

Fantastisch. Ja, genau wie die anderen.

Wir haben nicht genug Kinder für alle.

Hast du unseren Sohn vergiftet?

Wir haben gekocht. Knud…

Knud hatte etwas…

Er hatte… Wir haben… Spag…

Spaghetti.

- Wer hat die mitgebracht? - Knud.

Das ist Bär… Bär…

Das ist Bärlauch. Verdammt.

- Das doch nicht. - Nein.

- Schattenblumen. - Ja.

Ok.

Lasst mich raten. Diese Schattenblumen… Schatten…

- Sind giftig. - Hochgiftig.

Bio ist doch ungefährlich? Bio hat keine Schuld, dass Knud…

Mir ist egal, wer hier Schuld hat.

Meine Spaghetti sind ungefährlicher. Raus aus meiner Küche! Raus.

Auf Wiedersehen.

Läuft alles nach Plan?

Total.

Ok.

Alles läuft nach Plan und du schmeißt mit Münzen herum?

Wovon redest du? Alles gut.

Der Gutachter war begeistert.

- Toll. - Jetzt noch die Anhörung.

- Anhörung? - Ja, eine Anhörung.

Wir geben alles, gewinnen, und die Schule bleibt.

So ist es. Wenn nicht, werfen wir eine Münze.

- Wenn die falsche Seite oben liegt? - Noch mal.

Nur wir entscheiden, wie die Dinge hier laufen.

Ok.

Bis morgen, Bjarne.

Hi, Knud.

Was machst du noch hier?

Wollte mich entschuldigen.

Wofür?

Dass ich Sie vergiftet habe.

- Schon gut. - Ich kannte den Unterschied nicht.

Lernst du noch.

Ich darf nicht mehr kochen.

Komm zu mir und koch mir was.

Wenn Sie wieder krank werden?

Dagegen wird das hier helfen.

Bitteschön.

ESSBARE WILDPFLANZEN MEIDEN SIE DIE GIFTIGEN

- Für mich? - Geliehen.

Die Bücherei vergisst das bestimmt.

- Danke. - Gern geschehen.

Denken Sie, wir sind blöd?

Nein.

Deine Eltern machen sich Gedanken um die Umwelt.

Sie wollen, dass es dir gut geht.

Als ich jung war, war das vielen egal.

- Machen Sie das immer? - Was immer?

Helfen.

Du bist lieb.

- Ich will das auch machen. - Ok.

Wem willst du helfen?

Weiß nicht. Brauchen Sie Hilfe?

Sie müssen mir helfen.

- Was ist? - Meine Schwester ist hingefallen.

Ist es ernst?

Wo ist sie?

Wo?

Lea?

Danke, Knud.

Was soll das hier?

Hätte ich da gestanden, hättest du mir die Tür vor der Nase zugeschlagen.

Ja, natürlich.

Ist doch blöd, Lea.

Ein Kind als Köder nehmen… Das ist nicht gerade… Das ist mies.

Es tut mir leid, Lea.

Meine Güte! Denkst du, damit ist es getan?

Was soll ich denn tun?

Ich weiß nicht. Wirklich nicht.

Ja, iss den Käfer.

Wenn es so wichtig ist, dann iss den Käfer da.

Nein. Das dachte ich mir.

Warte.

Du bist genauso verrückt wie damals.

Vielleicht noch mehr.

Bis dann.

Du willst es zwar nicht, aber probier mal.

Ein Pausenbrot. Von meinem Vater.

Dein Vater hat mir ein Pausenbrot geschmiert? Ja, probier es mal und…

Er wird noch mehr machen…

Danke.

Keine Frösche mehr. Ok.

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