All language subtitles for Rita.S04E01.Vergangenheit.Gegenwart.German.DL.NetflixHD.x264-TVS

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Original subtitles

EINE NETFLIX ORIGINAL SERIE

Hey.

Was?

Benimm dich in deiner neuen Schule.

Ja.

BAVNEGÅRD-SCHULE

Guten Morgen.

Hi, ich bin Susanne. Du musst Rita sein?

Ja, genau.

Willkommen in der Bavnegård-Schule, Rita. Begrüßt sie alle mal.

VERGANGENHEIT/GEGENWART

- Nummer 34. Bitte. - Danke.

Na, wenn das nicht…?

Ja. Also, wenn du deinen Satz mit Hjørdis beenden wolltest.

Womit kann ich dienen?

Ich glaube, ich versuche heute den Fisch. Weißt du, was das für Fisch ist?

Das weiß der Fisch selber nicht mal.

Dann nur einen Burger.

Du musst hier nicht jeden Tag essen.

Mache ich nicht.

Du stehst auf der “Mitarbeiter des Monats” Liste, oder?

Du arbeitest hier nicht.

Hier, dein Abendessen.

Von einem nachhaltigen Betrieb.

Scheiß auf Nachhaltigkeit.

Alles klar mit dir?

Das fragst du mich jeden Tag. Und ja, auch heute geht es mir gut.

Unterrichtest du nicht bald wieder?

Hjørdis, darüber will ich nicht mehr reden.

Du rauchst.

Verdammt, Casper-Emil! Gib mir das.

Ich gehe mit Reinulf.

Ja. Bis dann, Hjørdis.

Tschüs, Hjørdis.

Mama?

Meine Güte, habe ich dreimal gewaschen. Riecht immer noch nach Fritten-Bude.

Wie wär’s mit einem anderen Job?

Ja. Du hast recht.

Ich mache endlich meinen Traum wahr und werde YouTube-Star.

Oder du suchst dir einen echten Job, wo du gefordert wirst.

Es gibt keine.

Doch, die gibt es. Komm, setz dich.

Hier.

Jetzt nicht, Molly.

Wovor hast du solche Angst?

Dass ich diesen Geruch nie rauskriege.

STELLENSUCHE

82 STELLEN FÜR SUCHBGRIFF LEHRER GEFUNDEN

Wir suchen engagierte Lehrer für die Bavnegård-Schule

…gut organisierte Schule für Schüler mit hohen Zielen…

Weißt du, dass euer Fleisch weniger als 30 % Fleisch enthält?

Nein. Aber unser Bier hat 7,2 Prozent Alkohol.

Du verdienst einfach was Besseres.

Fünfzig Prozent vielleicht.

Ja, ich auch.

Ich meine das Fleisch.

Oh, schade.

Du würdest den Schülern auch guttun.

Ja, aber die Schulen sind anderer Meinung.

Das weißt du nicht.

Ich habe nicht die besten Empfehlungen, oder?

Vielleicht hat das seinen Grund.

Rita?

Komme!

- Bis dann. - Ja. Morgen?

Rita, verdammt!

Komme!

Guten Morgen.

Ich hab mich kurz hingelegt.

Kurz? Das war dein Handy.

Ja. War nicht wichtig.

- Woher weißt du das? - Weil es für mich war.

Hier ist Rita.

Nein. Das muss ein Missverständnis sein. Bitte. Sie auch. Tschüs.

Jemand von der Bavnegård-Schule.

Ok? Was wollten die?

Sie haben meine Bewerbung gelesen. Ich soll mich vorstellen.

Cool.

Ich habe mich dort nicht beworben. Das ist meine alte Schule.

Molly, warst du das?

Und wenn?

Ruf an. Ein Missverständnis.

Oder du gehst einfach hin.

Nein, das werde ich nicht. Und du solltest nicht…

Molly, du sollst so was nicht tun. Ich bin deine Mutter.

Ok. Stell dir an meiner Stelle vor, eine Frau zu sehen,

die mein Vorbild sein soll,

und ihr Leben auf meiner Couch verschläft.

Ich bin kein Vorbild, klar?

Du könntest es jedenfalls versuchen.

Ich gehe nicht zurück zu meiner alten Schule.

Das wusste ich nicht.

Ich kenne deine Vergangenheit nicht.

Du hast selbst darauf geklickt. Ich wollte nur helfen.

Das war ein Anfang. Mach, was du willst.

BAVNEGÅRD-SCHULE

Demokratie ist der Grundstein unserer Gesellschaft.

Darauf stützt sich unsere Zivilisation.

Und das ist der primäre Grund, warum wir dem Kommunismus voraus sind,

was die Kultur und Wirtschaft betrifft.

Aber wir dürfen Demokratie nicht als gegeben hinnehmen.

Demokratie bekommt man nicht geschenkt, man muss darum kämpfen.

Unsere Demokratie wurde auf der Basis unserer Verfassung gegründet. Wann?

Nein? Stefan.

- Was? - Das Verfassungsgesetz.

Was ist damit?

Wann wurde es verabschiedet?

In den 60ern oder so?

1849.

Es hat Jahre gedauert, bis Frauen und Bedienstete wählen

und ihre Meinung ausdrücken durften.

Das fing 1849 an.

Das solltest du wissen.

Sie nehmen nur die Jungs dran.

Die Mädels haben sich gemeldet, aber das interessiert Sie nicht.

Und Sie reden über Demokratie. Das ergibt keinen Sinn.

An eine neue Schule muss man sich gewöhnen.

Aber hier benimmt man sich so nicht.

Mit “hier” meinen Sie das Mittelalter?

Verrätst du mir, wie ich meine Klasse unterrichten soll?

Lassen Sie den Konfirmationsanzug im Schrank.

Und keine Pomade in die Haare.

Raus!

SCHULLEITER

- Hi. - Hallo.

Gestern war dein erster Tag. Du wurdest bereits der Klasse verwiesen.

Bestimmt ein neuer Rekord.

Ist doch egal. Ich bin ja nur ein Mädchen, oder?

Was soll das heißen?

Rostrup nimmt nur die Jungs dran.

Er ist aus einer anderen Zeit.

Ja, aber er lebt in dieser.

Laut ihm nicht.

Meine Tochter Lea ist übrigens in deiner Klasse.

Ich bin froh, dass du hier bist.

Willkommen. Und viel Glück.

REKTOR

Kommen Sie herein.

Da wären wir. Vorstellungsgespräch.

Wir sitzen im gleichen Boot.

Wir sind beide hier und müssen die Zeit gemeinsam verbringen.

Wir müssen zusehen, dass wir das heil überstehen.

Aufregend, oder?

Ja.

Keine Angst. Sie dürfen anderer Meinung sein.

Noch arbeiten Sie hier natürlich nicht.

Mein Name ist Bjarne Ulriksen,

Rektor der Bavnegård-Schule.

Und Vorsitzender des Stadtfest-Komitees

und Mitglied des Kultus-Komitees,

und ich bin Lokalmeister im Schach, um es en passant auszudrücken.

Und Besitzers von Lundsagers einzigem Swimmingpool.

Ein Vorteil, wenn die 1500 Seelen-Gemeinde einem gutgesinnt sein soll.

Und…?

Also, ich heiße Rita Madsen.

Ich kann Burger machen und Leute bestechen.

Ich mochte Ihre Bewerbung.

- Danke. - Sehr gut.

Das war meine Tochter.

Ok. Aber Sie sind jetzt hier.

Sie sind eine gute Lehrerin. Stimmt das?

Dann wäre ich nicht gefeuert worden.

Selbstvertrauen ist das wichtigste in einem selbst.

Hört sich nach einer Glückskeksweisheit an.

Wann haben die mal nicht ins Schwarze getroffen?

Wir müssen an uns glauben.

Lehrer für unsere Schule findet man schwer. Damals gab es drei Klassen pro Jahrgang.

Jetzt sind es zwei.

Es gibt nur eine achte und neunte Klasse.

Wir verlieren Schüler und Lehrer.

Das Schulamt will eine Schule schließen.

Die Leute sind unsicher und gehen weg.

- Sie schließen? - Das lasse ich nicht zu.

Die Leute in der Stadt vertrauen mir.

Bjarne ist jemand, der das Ruder herumreißt.

Ich bringe die Schule auf Vordermann. Ich brauche nur gute Lehrer.

Ich frage Sie also:

Rita Madsen, sind Sie eine gute Lehrerin?

Dank Ihrer Führungsqualitäten und Menschenkenntnis

vertraue ich mir wieder vollkommen.

Dann hätten wir das. Perfekt.

Oder wir könnten eine Münze werfen.

Sie haben den Job. Zahl.

Wundert mich nicht.

Ich war die einzige Bewerberin, oder?

Was war das?

Hier, bitte.

- Ist das für mich? - Ja.

- Wie aufregend. - Ein Geschenk.

Was hat er gesagt, als du Nein sagtest?

Als ich Nein zu was sagte?

Dem Job.

Die Anfahrt ist einfach zu lang,

und man sollte nie dorthin zurückkehren,

wo die Misere anfing.

Der Ort, von dem man innerlich schon immer weg wollte.

Wo dich jeder gemobbt hat, oder?

- Nein. - Nein. Natürlich nicht.

Aber man kann nicht einfach alles hinter sich lassen.

Für einen unwichtigen Job an der Schule.

Das mache ich nicht.

- Und deine Wohnung? - Ich bleibe bei Molly.

Oder deine Kinder?

Die sind ausgezogen.

Und deine Freunde?

Ja, klar.

Und ich?

Vielleicht ist es gut so.

Was genau?

Vielleicht waren wir uns zu nah.

Bin ich nicht mehr wichtig?

Ein neues Kapitel fängt an.

Ja, aber du schreibst es alleine.

Habe ich schon immer.

- Danke für das Geschenk. - Bitte.

- Das ist ein Adler. - Sehr schön.

METZGEREI

METZGER BOB

ZU VERMIETEN TEL. 91113975

Das waren die letzten Kisten.

Keine Ahnung, ob ich neu anfange oder umschule.

Das wird toll.

Ja. Was gibt es Schöneres, als über einem Metzger zu wohnen?

Wenn man 18 ist.

Oder Fleisch liebt.

Ganz genau.

Du hast nur Angst.

Nein, das muss ich nicht.

Bist du neu?

Ja. Mein erster Schultag.

Bist du dafür nicht schon zu alt?

Ja.

Hallo zusammen. Setzt euch.

Ich heiße Rita.

Ich möchte eure Namen wissen,

aber ich bin 45 und kann mir kaum die Namen meiner Kinder merken.

Angeblich nehmt ihr in Geschichte mehrere Themen gleichzeitig durch?

- Ja. - Gut.

Morgen kommt ein Archäologe zu Besuch.

Der erzählt uns etwas über die Steinzeit.

Aber heute könnten wir über die jüngere Vergangenheit reden.

Dann kann ich euch auch etwas besser kennenlernen.

Bildet mal Gruppen, zu viert,

und redet darüber, wie ihr mit zehn Jahren wart.

Wie sah die Zukunft für euch aus?

Was wolltet ihr werden? Wer seid ihr geworden? So in der Art.

Wir diskutieren dann darüber. Was meint ihr?

- Ja. - Gut. Toll.

Fangen wir an. Sucht euch eine Gruppe.

- Findest du nicht? - Nein, ich will allein sein.

Ich will das nicht machen.

- Hallo. - Hi.

Findest du niemanden?

Doch. Ich möchte aber nicht.

Du möchtest nicht?

Ich darf immer allein sitzen. Ich bin hochsensibel.

Du bist hochsensibel?

Stimmt. Er ist anders.

Ok.

Hör zu.

Tut mir leid, aber das geht nicht.

Das ist meine Situation, ok?

Angeblich steckte der Wahnsinn mal in den Zähnen.

Ich möchte, dass du mitmachst, ok?

Allan, komm her.

- Setz dich zu den anderen. - Nein, ich will nicht.

Doch, komm schon. Steh auf.

Sie können mir nichts befehlen.

In meinem Unterricht schon.

Sei in der Pause sensibel. Komm.

Fassen Sie mich nicht an!

Ok.

Macht weiter. Alles gut.

Wir müssen reden.

Sie haben bereits angefangen.

Einige Mädchen aus Ihrer Klasse sagen, dass Sie immer

nur die Jungs aufrufen.

Blödsinn.

Aber sagen Sie den Mädchen, einschließlich Ihrer Tochter,

dass sie sich bemerkbar machen müssen.

Sie melden sich. Sie nehmen sie nicht dran.

Dann sollten die Mädchen darauf bestehen.

Ich weiß nicht, ob Sie als Leas Lehrerin oder Mutter hier sind,

aber Sie tun ihnen keinen Gefallen,

indem Sie ihnen die Stimme nehmen.

Dann schmeißen Sie sie raus, oder nicht?

Dadurch lernen sie auch etwas. Kann ich weiteressen?

Mach das ab. Abmachen.

- Igitt, nicht in die Haare! - Jungs!

Mädels, kommt her.

Was machen wir?

Los. Aufstehen!

Mama, wir haben Pause.

Ja. Kommt. Aufstehen. Stellt euch hier auf.

Sagt eure Namen laut und deutlich,

sodass ihn alle hier hören können.

Ok?

Wie heißt ihr?

Kommt.

Wie heißt ihr?

Sagt mir euren Namen. Wie heißt du?

Lea.

Lauter.

Ich heiße Lea.

Ihr kennt das nicht, niemand hat es euch gesagt.

Wenn sich das ändern soll, müsst ihr lauter werden.

Habt keine Angst, falsch zu liegen oder nicht perfekt zu sein.

Fehler zu haben ist wichtig.

Kommt. Versuchen wir es. Noch mal.

Schreit es heraus.

Mein Name ist…

Alles klar.

Gut.

Mein Name ist Rita. Mein Name ist Rita.

Mein Name ist Rita, Rita, Rita, Rita, Rita, Rita, Rita!

Mein Name ist Rita!

Ihr seid alles Feiglinge.

Hast du kurz Zeit? Ich möchte über einen Schüler sprechen.

Oh, du hast Allan kennengelernt.

Genau.

Ich hörte, dass es etwas Ärger gab, aber…

Seine Eltern wollen, dass er beschützt wird.

So sind die Hochsensiblen halt, oder?

An so was glaube ich nicht.

Ich weiß, dass einige Schüler sensibler, als andere sind, ok?

Aber wenn wir Allan darauf reduzieren, sperren wir ihn ein.

Dann muss er nie bei unseren Gruppenaktivitäten mitmachen.

Was das betrifft, gibt es für mich keine hochsensiblen Schüler.

Manche Schüler brauchen Hilfe, mit anderen Kontakte zu knüpfen.

Dem stimme ich zu.

Ja. Es ist unsere Aufgabe, ihm während seiner Zeit hier zu helfen.

- Genau. - Ja.

Es ist also ein Problem, ihn auszugrenzen

und ihm zu vermitteln, dass er nicht mitmachen muss.

Ich stimme vollkommen zu.

Wirklich, Bjarne?

Ja. Aber wir haben mit seinen Eltern eine Abmachung.

Eltern sind die Albträume jedes Kindes.

So ist nun mal die Abmachung.

Bjarne, du wolltest wissen, ob ich eine gute Lehrerin bin.

Und ja, das bin ich.

Solange ich meine Arbeit machen darf.

Haben die Eltern damit Probleme,

musst du ihnen sagen, für wen ich hier bin, oder?

Wir sollten uns mit niemandem anlegen.

Das hier ist eine nette Stadt. Alle kommen miteinander aus.

Glaubst du, dass ich naiv bin?

Du hältst mich für einen Amateur, weil dies eine Kleinstadt ist. Falsch!

Ich kenne mich hier nur gut aus.

Die Leute vertrauen mir.

Ich soll alles zusammenhalten,

das geht aber nicht, wenn alle wütend sind.

Ich muss mit Allans Eltern reden.

Bitte fang keinen Streit an.

Gibt es welche?

Ja. Quasi gegenüber. 100 Meter voneinander entfernt.

Mal sehen, ob ich je ankomme.

Ok, also…? Da lang und dann rechts, oder?

Die Haltestelle ist gegenüber.

Genau. Soll ich mitkommen?

Du kannst noch länger bleiben.

Du kommst schon allein klar.

Danke.

Das war ich dir schuldig.

- Bis dann, Schatz. - Bis dann.

Ja.

Komm gut nach Hause.

Danke.

- Tschüs, Süße. - Tschüs, Mama.

Diese Busse sind laut. Stell dir vor, es wären Bienen.

Große, wütende Bienen. Dann geht es.

Rita zieht zurück nach Hause. Ist das nicht komisch?

Keine Ahnung, warum?

Etwas Komisches ist passiert.

Ich war zufällig bei der Schule, wo sie arbeiten wird,

sie wollten mich einstellen.

- Komisch, oder? - Was?

Genau. “Was?” Das dachte ich auch.

Dann dachte ich: “Das wolltest du immer.”

Vielleicht sollten wir es versuchen.

Nein, darüber müssen wir erst reden.

Das kannst du nicht einfach allein entscheiden.

Nein. Aber wir haben dort Wald, Haus und Garten.

Ja, und Rita. Ganz toll.

Das hat damit nichts zu tun.

Was ist mit meiner Arbeit?

Die magst du doch nicht.

- Nein, aber… - Du gehst bald in Elternzeit.

Ja, aber…

Nein, nein, nein. Dein Elfisch zieht jetzt nicht mehr.

Nein, nein, nein.

Ok, gut. Ich schaue es mir mal an.

- Ja? - Ja, aber es wird…

- Wir entscheiden zusammen. - Ja.

Freu dich nicht zu früh. Noch ist nichts entschieden.

Nein. Wir schauen heute vorbei, ok?

Ja. Aber noch ist nichts entschieden.

Wenn man in der Vergangenheit gräbt, wird man fündig.

Darum haben wir Sie eingeladen, Hans.

Hans ist Archäologe und spezialisiert sich auf…

- Fäkalien. - Fäkalien.

Für mich sind Fäkalien nichts, was man meiden,

sondern finden will.

Wir arbeiten an einer großen Ausgrabung in der Nähe.

Dort haben wir Fäkalien von einer neolithischen Siedlung gefunden.

Und was wir zurücklassen, sagt natürlich viel über uns selbst aus.

Oder was aus uns rauskommt, wenn wir aufs Klo gehen?

Ja, aber es ist eine ehrliche Aussage.

Man sieht, was Menschen gegessen haben.

Und wie die Flora und Fauna beschaffen war.

Fäkalien lügen nie.

Das ist eklig.

Ja, Allan. Stimmt.

Aber es ist alt und wichtig, deswegen schauen wir zu.

Wir haben viele Prachtexemplare ausgegraben.

Ich habe einige mitgebracht.

Schaut mal, ob ihr sagen könnt, welche von Tieren sind

und welche von Menschen.

- Wir sollen Scheiße anfassen? - Alte Scheiße, Vanessa. Alles gut.

Das mache ich nicht.

Doch, Allan. Alle. Komm schon.

Das mache ich nicht.

Allan, alte Scheiße.

Und? Ich fasse das nicht an.

Allan… Ok.

Ohne daraus Zappa machen zu wollen,

fass es an, wie alle anderen, damit wir weitermachen können.

Nein.

- Ist doch nur ein Stück Scheiße. - Ich sagte Nein!

Hey! Allan!

Halt!

Allan?

Hey, Allan!

- Lassen Sie mich in Ruhe! - Allan, halt…

Meine Mutter weiß, was los ist. Sie hören nicht zu.

- Hör zu… - Warum fragen Sie sie nicht?

Das werde ich.

Aber Galilei sagte, dass die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums sei.

Nur ein unscheinbarer Punkt, in einem Ozean andere Unscheinbarkeiten.

Das wollte niemand hören. Also sperrte man ihn ein.

Das hielt ihn aber nicht von seiner Meinung ab.

Er war von seinen Vorstellungen bis zu seinem Tod 1642 überzeugt.

Wann wurde das Verbot seiner Thesen aufgehoben? Wer weiß das?

Kommt schon.

Nein? Nein?

- 1758. - Wie bitte?

1758, die Kirche…

Habe ich dich drangenommen?

- Nein. - Warum redest du also?

Ich habe mich gemeldet.

Gut. Aber das ist kein Grund, deine Antwort rauszuposaunen.

Wenn wir es nicht tun, ignorieren Sie uns.

Und das akzeptieren wir nicht.

Oh, das akzeptiert ihr nicht?

Was für Unterstützung du hast. Raus mit dir!

Sie sind armselig.

Sieh an.

Ein bisschen Unterstützung hast du.

Obwohl die Quelle nicht gerade für dich spricht.

Raus! Beide.

Der Rest ist hier, um etwas zu lernen.

- Ich wurde noch nie rausgeschmissen. - Das tut mir leid.

Nicht lustig. Das ist deine Schuld.

- Ich habe nichts gesagt. - Du warst das.

Du wechselst ständig die Schule.

Aus mir soll mal was werden.

Wobei man nicht sprechen darf? Was soll das sein, Pantomime?

Wenn du nichts Nettes auf Lager hast, sag nichts.

Das hilft bestimmt.

Man darf hier nicht mehr rauchen.

Und hier ist meine Mutter.

Scheiße.

Grüß schön.

- Wurdet ihr beide rausgeschmissen? - Ritas Schuld.

Warst du frech zu Rostrup?

Ja.

Das wirst du überleben, oder?

Und Rita? Vielleicht braucht sie eine Freundin.

Und das soll ich sein?

Nein, nein. Schon gut.

Vielleicht würde dir das auch gut tun.

Du bist mir echt peinlich, Mama.

Ein Glück, dass wir hier allein sind, oder, Schatz?

Was machen Sie da?

Nichts.

Komm. Zeig mir, wo du wohnst.

Ok.

- Da wohne ich. - Ok.

Hol deine Eltern. Ich warte hier.

Ok.

Hi.

Hallo, Schatz.

Geh mal nach draußen.

Ja. Du siehst bedrückt aus.

Was ist los?

Was machst du hier?

Hallo, Lea.

Was willst du?

Sie ist die neue Lehrerin.

Die, die denkt, dass du lügst?

Nein. Nein, nein, Ich… Allan, das denke ich nicht.

Ich denke, dass du deinen Eltern glaubst.

Keine Ahnung, was du vorhast, warum du zurück bist,

aber misch dich bei Allan nicht ein.

Kennt ihr euch?

- Nein. - Ja.

Nein, Schatz. Hol dir etwas zu essen. Ich komme gleich nach.

Hör zu. Allan ist hochsensibel.

Wir haben eine Abmachung mit der Schule.

Ja, aber, Lea…

Halt dich von meiner Familie fern.

- Ich bin seine Lehrerin. - Ja.

Belasse es dabei.

Ansonsten haben wir keinen Kontakt.

Natürlich sollte Allan die Dinge in seinem eigenen Tempo erledigen.

Wir finden einen Weg.

Das dachte ich mir.

Aber, hey… ich…

Ich wusste nicht, dass du noch hier wohnst.

Sieht so aus.

Ja.

Lea. Lea?

Also, wenn du mit mir über irgendwas reden willst, würde ich mich…

Es gibt nichts zu bereden.

Du hältst dich an die Abmachung mit der Schule, ok?

Verstanden?

- Ja, klar. - Ok. Danke.

Es ist wie eine Großstadt.

Nur kleiner und ohne die Riesensachen, die eine Großstadt ausmachen.

Man möchte hier leben. - Warum machen wir es dann nicht? - Also, es…

Nur du und ich und Reinulf… Und Rita! Hallo, Rita.

Meine Güte, hallo!

Hallo.

Was macht ihr hier?

Ein neues Kapitel.

Ich dachte, ich zeige Uffe, wie toll unsere neue Stadt ist.

Ja. Ja.

Was? “Unsere neue Stadt”?

Ja. Die Schule hat mir eine Stelle angeboten.

Verfolgst du mich?

Was? Nein. Ich meine…

Ich bin dir nicht gefolgt. Noch nicht.

Also, es… Ich glaube, du…

War nett, dich zu sehen. Ist es noch.

Aber du… Du solltest wieder nach Hause gehen.

Wir finden es nett hier.

Ist es aber nicht.

Bis dann.

Mach’s gut.

Vielleicht hat sie recht.

Du solltest dein eigenes Leben leben.

Du denkst, das ist der Grund?

Was sonst? Du hast sie sechs Monate lang jeden Tag gesehen.

Du glaubst, du brauchst sie.

Aber Rita ist es doch, der es schlecht geht.

Sie sagt nichts, aber ich weiß es.

Sie braucht eine Freundin.

Nein.

Sie braucht eine Hjørdis.

Weißt du was? Wir versuchen es.

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