All language subtitles for Der Bestatter - S01E03 - Von Null auf Hundert.deu

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Original subtitles

Ein Specht klopft, Vögel zwitschern.

Verschiedene Vogellaute Hört ihr?

Zwitschern Hört ihr?

Eine Autobremse quietscht. LĂ€rm!

LĂ€rm, nur LĂ€rm.

Seit den frĂŒhen 80er-Jahren kĂ€mpfen wir dafĂŒr,

dass sie diese Landstrasse schliessen.

FrĂŒher hat man hier noch Nachtigallen gehört.

Nachtigallen, mĂŒsst ihr euch vorstellen.

Lautes MotorgerÀusch

Knall, Splittern von Glas

Luc Conrad

Anna-Maria Giovanoli

Erika BĂŒrgisser

MIT TELETEXT-UNTERTITELUNG

Erika, ich habe es 3-mal zusammengezÀhlt,

und ich habe 3 verschiedene Resultate.

Der Taschenrechner ist kaputt. Wahrscheinlich der Taschenrechner.

Wenn man sich nicht konzentriert, vertippt man sich eben.

Wie frĂŒher bei den Hausaufgaben. Ich wollte nicht Buchhalter werden.

Das gehört nun mal zu deinem neuen Job, das hast du gewusst.

Übermorgen kommt der SteuerprĂŒfer, also mach vorwĂ€rts, Junge!

Klopfen

Es hat einen Unfall gegeben auf der Raserstrecke bei der Alten Aare.

Wie viele? Einer.

Hm.

Ja, aber ...

Immer dasselbe. Immer dasselbe.

Melancholische KlÀnge

Frontalkollision.

FĂ€llt dir etwas auf?

Ein einziger Baum, keine Bremsspuren.

Der wollte das?

Suizid, vermutlich.

Bitte, der Herr Bestatter, meine Zeit ist kostbar.

Rumpf und Glieder ĂŒberlasse ich Ihnen.

Den da nehme ich lieber gleich selber mit.

Abgetrennt durch die Lenkstange.

Bei dem Modell eher durch die Frontscheiben-Unterkante.

Distanz? Plus-minus 80,

aber stark fragmentiert. - Was ist da drin?

Der Kopf, junger Mann. Hat er auch einen Namen,

der mit dem Kopf? Polizei und Familie sind sich

so gut wie einig, dass es der Wagenbesitzer sein muss.

So gut wie einig, toll.

Und weshalb haben sie ihn aufs Feld gelegt?

Die Trottel haben das Zelt vergessen, und gleich wimmelt es hier nur so

von Nordic-Walkern. Ein Event der Lungenliga.

Das wollte mir mein Arzt auch mal aufbrummen. Das fehlte noch!

Der Herr Bestatter hat es wohl nicht mit Bewegung im Freien.

2, 3 Tage, dann habe ich den DNA-Test

und schreibe Ihnen einen schönen Totenschein,

damit Sie Ihres Amtes walten können. Bis dahin gehört die Leiche mir.

Seien Sie gegrĂŒsst.

Conrad vom Institut Conrad.

Obrist. Das ist Susanne, meine Tochter.

Mein Beileid.

Wenn es Ihnen recht ist, wĂŒrden wir den Toten ...

Patrick. Er heisst Patrick.

Wohin gehst du? Susanne! Sie steht unter Schock.

Sie sollte betreut werden. Ich mache das.

Das ist okay. Fabio kann das.

Ich will nicht, dass ihn meine Frau so sieht.

Kann man da etwas machen? NatĂŒrlich, Herr Obrist.

Leider ist es auch eine Kostenfrage,

und in diesem Fall gibt es ziemlich Arbeit.

Geld spielt keine Rolle.

Simi, nimm ab!

Verdammt, Simi, nimm ab!

Fuck! Simi, ich brauche dich und nicht eine Scheiss-Combox.

Es ist etwas ... Mir ist etwas wirklich Schlimmes passiert.

Bitte, ruf zurĂŒck! Ich brauche dich unbedingt.

Fuck!

Hey, Mann, was lÀuft? Willst du was von mir?

Nein, ich will nichts.

Also, ich wollte nur sicher sein, dass du nichts Dummes machst.

Ich brauche keinen Aufpasser, okay? Ich brauche niemanden, der aufpasst.

Ich will nur da sein. Ganz ruhig!

Nur, wenn du willst. Einfach, um dir zuzuhören.

Ohne dreinzureden. - Wie du aussiehst!

Das ist Horror, was du mit deinem Bruder erlebt hast.

Bist du so ein super-sensibler Typ?

Vielleicht hÀtte ich lieber einen Bruder wie dich gehabt.

Einen sensiblen. - Wie meinst du das?

Das verstehst du nicht. - Vielleicht schon.

Vielleicht sogar gut.

Hast du mir deine Nummer?

Das ist ein aktuelles Bild von ihm.

Aber wenn das zu klein ist, habe ich noch ein PortrÀt.

Reicht das, zum ...

Um ihn wieder ...

Thanatopraxie. Ja, ja, das reicht.

Aber zuerst muss die Leiche freigegeben werden.

Ja, ja, natĂŒrlich.

Machen Sie das so, wie es richtig ist.

Entschuldigung, meine Frau. Wollen Sie zu ihr?

Nein.

Sie will alleine sein.

Sie liebte Ihren Sohn wohl sehr.

Wir liebten ihn beide. Was ist das fĂŒr eine Frage?

Ah, Entschuldigung, natĂŒrlich.

Und Susanne? Ja, die auch. Wir sind eine Familie.

Patrick hat in Ihrem Betrieb gearbeitet, nicht?

Gearbeitet ... So kann man es ausdrĂŒcken.

Er hatte Freude an den Autos. Dann hatte er es auch im Blut.

Er kommt aus einer Autodynastie, ja. Eine glĂŒckliche FĂŒgung.

Wenn Sie so wollen. Sagen Sie: Ist das ein Verhör?

Nein, ich bin ja nicht Polizist. Es hat beinahe so geklungen.

Thanatopraxie? Bei dieser Leiche?

Servus! Es ist ein Auftrag.

Da verstehe ein Katholik die Protestanten.

Sonst verbrennt ihr mir die Kund- schaft schon fast vor der Obduktion.

Aber bitte ... Das wÀre keine Renovation, sondern ein Neubau.

Es gibt auch bei uns Leute, die ihre Angehörigen nochmals sehen wollen.

Ich mache nur den Kopf. Wo ist er? Im Scanner.

Das Gesicht dazu kriegen Sie bei mir noch vor der DNA-Analyse.

Da sind Sie sprachlos, was? Allerdings.

Zum GlĂŒck bestand ich vor Stellen- antritt auf modernste Technik.

Das war die reinste Rumpelkammer. Schauen Sie mal!

Dank dieser kleinen Wunderkiste

haben wir gleich ein PortrÀt der Person.

Alles, was ich brauche, sind Aufnahmen

der entkeilten SchÀdelfragmente. Das ist ja Wahnsinn.

So eine will ich auch. Was kostet das?

Finger weg, Herr TotengrÀber! Sagen wir es mal so:

Dank der erfreulichen Zunahme von TemposĂŒndern auf der A1

kann es sich der Kanton gerade leisten.

Ja. Bitte, der Herr.

Ich nehme an, Sie sehen auch, was ich sehe, Herr Semmelweis.

Jetzt haben wir einen richtigen AGT. In der Tat.

Dann wollen wir das doch gleich Ihrer Freundin von der ...

Frau Giovanoli ist nicht meine Freundin.

Ach, bitte!

Und? Haben Sie in diesem Klumpen schon etwas gefunden?

Noch nicht, nein.

Dieser Klumpen war einmal ein verdammt schönes Auto.

Es war auch ein Mensch darin.

Es fragt sich nur, wer. Einer, der lebensmĂŒde war.

So ein Auto fÀhrt man wegen dem Kick.

Mit 200 hÀngt es dir vielleicht schon aus,

aber nicht, weil du lebensmĂŒde bist.

Weil du meinst, dir kann nichts passieren.

Verstehe. Die kippen ihr Hirn schon vorher zum Autofenster raus.

Ich glaube nicht, dass du das verstehst.

Mach etwas Dampf im Labor! Ich will die DNA-Analyse noch heute.

Luc? Was machst du denn hier?

Was ich hier mache? Du bist gut! Ich habe einen Auftrag.

Den Kopf zusammenflicken, der nicht der richtige ist.

Wow.

Eben, ich habe es gedacht. Wer ist der andere?

Der wĂŒrde mir auch noch gefallen. Das ist dein Geschmack?

So ein Mister-Schweiz-Typ? Ich habe es gewusst.

Woher hast du das Foto?

Semmelweis hat eine sackteure neue Maschine,

die solche Fotos nur so ausspuckt. So eine will ich auch, unbedingt.

Komm!

Entschuldige, wenn ich so direkt frage:

Aber kennen Sie diesen jungen Mann?

Das ist Arsim, mein Werkstattchef. Weshalb?

Es ist nur ein Phantombild. Ein Phantombild? Was heisst das?

Arsim. Was ist denn das fĂŒr ein Bild? Er sieht so komisch aus.

Das ist das Gesicht des Toten aus dem Unfallwagen.

Was?

Nein.

Das ist eine Verwechslung.

Nein.

Sie haben ihn gekannt? NatĂŒrlich hat sie ihn gekannt.

Er ist unser Werkstattchef. Wir kennen ihn alle.

Ist doch logisch, dass wir den kennen.

Ist doch logisch.

Wisst ihr, weshalb er in diesem Auto sass?

Nein!

Könnte es sein, dass Herr ... Berisha.

... Berisha Feinde gehabt hat?

Feinde? Was reden Sie da eigentlich?

Su...

Frau Obrist. Der Tote ist nicht Ihr Sohn.

Wo ist Patrick jetzt?

Hochdeutsch: Patrick? Wie ...

Er ist gar nicht tot?

Er lebt?

Paul, hast du gehört?

Paul, Patrick ...

Paul, Patrick ist gar nicht tot. - Gott sei Dank.

Das ist ja ... Oh Gott.

Patrick ... Hallo? Patrick?

Hallo?

AufgehÀngt. Ein Besoffener. Redet spanisch.

Dann ist es nicht Patrick. Aber sein Handy.

Jetzt ist es ausgeschaltet. Aber wo ist er denn jetzt?

Das sollten S i e mir erklÀren.

Sein Handy können wir orten, solange die SIM-Karte drin ist.

Ihn selber aber nicht. Ich muss es aber wissen.

Sie mĂŒssen ihn jetzt finden! Finden Sie ihn, bitte!

Frau Obrist, wir tun unser Bestes.

Mit dieser Familie will ich nicht verwandt sein.

Du willst mit keiner Familie verwandt sein.

Dörig muss sofort ... Fang gar nicht so an!

Was ist los? Das geht dich einfach nichts an.

Also bitte, ich muss doch rausfinden, wo Arsim Berisha ...

Als Bestatter? Als Bestatter musst du gar nichts.

Die Frage ist doch: Weshalb sass er in diesem Auto?

So einer nimmt sich doch nicht das Leben im Auto vom Juniorchef.

Ich meine, knapp 20 und schon Werk- stattleiter in einer Nobelgarage?

Das geht mich ja nichts an.

Das MĂ€dchen war wegen Arsim so durcheinander,

nicht wegen seinem Bruder. Verdammt seltsam.

Die weiss doch, wo er ist.

Ach ja. Du sollst die Leiche abholen. Semmelweis braucht Platz.

Danke, sehr freundlich.

Burning Wheels. Was?

Das Zeichen auf Susannes Lederjacke gehört zu einer Tuning-Clique.

Die treffen sich jede Nacht im Fressbalken.

Danke.

Luc ... Entschuldigung.

Es stresst mich einfach, dass ich so gerne mit dir arbeite.

Hallo! Dauert das noch lange? Was?

Dauert das noch lange, dieser LĂ€rm? Geht so lange geht.

Wenn fertig, ich sage.

Das Personalmeldeamt gibt mir keine Auskunft mehr.

Nur noch der Polizei. Datenschutz.

Das musst du ĂŒbernehmen.

Du rufst sie nochmals an, ganz normal, als Bestattungsinstitut,

und sagst, du suchst seine Angehörigen.

So findest du raus ... Das ist die Aufgabe der Polizei.

Nein, das ist genauso unsere Aufgabe.

Und es eilt.

Wer bezahlt sonst die Bestattung? Etwa du?

Also gut, dann mache ich es eben.

Deine Butterkekse sind einfach immer so fein. Sehr fein.

Hey, trÀumst du? Entschuldigung.

Wenn ich ehrlich bin, ja. Hat das mit diesem MĂ€dchen zu tun?

Das habe ich nĂ€mlich sofort bemerkt. Nein, natĂŒrlich nicht.

Aber mir fiel ein,

dass sie jemandem total crazy auf die Combox geredet hat.

Ich dachte, das interessiert Sie. Arsim?

Kann sein. Woher wollen Sie das wissen?

So heisst der Tote. Ich sage dir eines, Fabio:

Lass dir die nicht durch die Lappen gehen!

Die ist ein heisser KĂ€fer. An deiner Stelle wĂŒrde ich dranbleiben.

Du hast ihr doch auch gefallen.

Sicher. Bleib dran und schau, dass sie viel erzÀhlen kann!

Gute Zuhörer, das lieben die Frauen.

Also, ich muss los. Sag Erika, ich sei ausser Haus!

Wohin?

Motorenheulen

Mann, bei uns beisst du auf Stahl mit den Scheiss-Fragen.

Kein Wort zu den Bullen, das ist unser Ehrenkodex.

Kapiert? Was willst du hier?

Geile Karre, aber was lÀuft? Ihr wisst ja, dass Arsim tot ist.

Ich bin kein Bulle, ich bin Bestatter und suche seine Familie.

Wie heisst deine Mutter? Sag noch einmal "deine Mutter"

und ich kill dich. FĂ€ndest du es okay,

wenn deine Mutter von deiner Beerdigung nichts erfahren wĂŒrde?

Okay, Jose Fernandez, ich kann auf der Stelle

eure Smartphones beschlagnahmen.

Mit denen filmt ihr doch so gerne den Tacho beim Rasen.

Und dann landet es auf YouTube. Mann, meinst du, wir sind total bescheuert?

Nein. Ich bin zwar eine Frau, Mann, aber ich kann jeden von euch

auf den Posten zitieren und 24 Std. lang weichklopfen.

Also. Hat es in dieser Gruppe RivalitÀten gegeben?

Hatte Arsim Feinde? Freunde? Einen Bruder?

Eine Schwester? Eine Freundin?

Einen Hund?

Ich tue deinem Baby nichts, keine Panik.

Vergiss es! Solange die so drauf sind, kriegst du nichts raus.

Aber so hart wie sie tun, sind sie nicht, die kleinen Jungs.

Ja. A-R-S-I-M.

Berisha. Ja, ich weiss, dass es davon viele gibt.

Verdammt, dann sucht eben weiter!

Das Bremspedal des Unfallwagens. Es war angesÀgt.

Was? Ah ja, dann ist ja klar. Ja, ganz klar. Mord.

Und sie fanden Lackspuren eines schwarzen Japaners.

Von Joses Auto.

Sie hatten Streit, dann gab es ein Rennen

und jemand sÀgte das Bremspedal an.

Das geht ganz schnell. Man braucht nur eine kleine SĂ€ge.

Bei der nÀchsten Vollbremsung ... Wann hatte jemand Zeit,

das Bremspedal anzusÀgen?

Patrick habe praktisch in seinem Baby gewohnt.

Noch kurz vor seinem Abgang habe er daran rumgebastelt.

Er hat Beulen und Kratzer ausgebessert.

Genau. Woher weisst du das?

Jose. Der wÀre nie an das Auto rangekommen.

Es bleibt eigentlich nur Obrist.

Oder Patrick selber.

Oder Arsim. Aber das macht auch keinen Sinn.

Ich muss schnell pinkeln.

Leise Jazzmusik

Klingelton: "Karneval der Tiere - Aquarium" von C. Saint-Saens

Hey, das ist Susanne. Nimm ab!

Feigling!

Man kann auch das ganze Leben alleine bleiben.

Das ist eine gute Idee. Dann tut einem nie jemand weh.

Ich weiss einfach nicht, wie ich das machen soll.

Was mache ich, wenn sie mich sehen will?

Mach einfach irgendetwas! Geh mit ihr spazieren!

Du musst gar nicht viel sagen.

Dann hĂ€lt sie dich fĂŒr ein tiefes Wasser. Darauf stehen die Frauen.

Und dann hÀngst du deine poetische Seite raus. Die hast du doch.

Sie sind gerade der Rechte. Sie sind doch ein Loser.

Also, bei den Frauen.

Eben. Darum weiss ich, wie es geht.

Wie es gehen könnte.

Handyklingeln

Was will so eine wie Susanne ĂŒberhaupt von mir?

Ja? Äh, Fabio.

Hallo.

Da stand Patricks Darling.

Christine, also wir, haben ihn ihm zum 18. Geburtstag geschenkt.

Und das war der von Arsim.

Selbstgetunt von A bis Z.

Ich weiss nicht, wie viele Hundert Stunden er investierte.

Alles in seiner Freizeit.

Seit wann steht er hier?

Seit der Nacht des Rennens.

Ja, Arsim brannte fĂŒr diese Autos.

Er war ein leidenschaftlicher ... Er war ein Traum eines Mechanikers.

Wir hatten noch viel vor mit ihm.

Er war auch ein bisschen Ihr Sohn, nicht?

Ja, das kann man vielleicht so sagen.

Ich wÀre lieber etwas trinken gegangen.

Ja. Ich habe gedacht, Spazieren wÀre vielleicht ...

Ja, was?

Dass es einem besser tut. Irgendwie.

Fuck, echt, bist du so ein Naturfreak?

HĂ€tte ich nicht gedacht. - Bin ich auch nicht.

Ich wollte nur ... Also, Àhm ...

... nur etwas reden.

Zuhören. Also, eigentlich gar nicht viel reden.

Ah. Ein stilles Wasser, was?

Dann reden wir eben nicht. Ist mir auch recht.

Meistens ist es sowieso besser, wenn man nichts sagt.

Ich habe momentan ein bisschen ein Ghetto im Kopf.

Die Toten, die doch nicht tot sind. Das verstehst du ja nicht.

Es ist Wahnsinn, wie man es einfach nicht begreifen kann,

wenn jemand stirbt.

"Der Tod ist gross."

"Wir sind die Seinen, lachenden Munds."

"Wenn wir uns mitten im Leben meinen, wagt er zu weinen, mitten in uns."

HĂ€?

Von welchem Psycho ist das? - Von Rilke.

Ich verstehe es vielleicht doch.

Ich habe auch einmal so etwas erlebt. Mit meinem Bruder.

Hey, Susanne.

Steig ein! Deinen Spasti-Freund kannst du mitnehmen.

Die Angst bleibt immer.

Das sagt einem niemand, wenn man ein Kind kriegt.

Die Angst kriegt man einfach gratis dazu.

Ja, das kenne ich gut.

Und Ihr Mann?

VÀter sorgen sich ja immer eher um die Töchter.

Patrick musste sie auf Schritt und Tritt bewachen,

das war fĂŒr beide nicht gut.

Das war ein Konflikt? - Ja. Ein grosser.

Ich finde, dass er Patrick missbraucht hat. Als Aufpasser.

Mich hÀtte er auch am liebsten eingesperrt, aber nicht aus Liebe.

Sondern? - Aus Kontrolle.

Damit ja nichts aus dem Ruder lÀuft.

Was hÀtte aus dem Ruder laufen können?

Telefonklingeln

Patrick! Warum rufst du erst jetzt an?

Ist alles in Ordnung bei dir?

Ja? Wirklich?

Patrick konnte einfach nicht arbeiten.

Er wusste nicht, was Arbeit heisst.

Rennen und Party, sonst hatte er nichts im Kopf.

Und MĂ€dchen? Nicht, dass ich wĂŒsste. Warum?

Um die geht es doch im Grunde genommen.

Ich glaube, Sie haben keine Ahnung.

Es geht um etwas ganz anderes.

Wenn man in so einem Auto sitzt und es beherrscht,

ist man ein echter Mann. Eben, das sage ich doch.

Testosteron.

Es geht um Kraft, um GefĂŒhle und Kontrolle.

In so einem Moment gibt es keinen Tod mehr.

Scheint so. Hatte Ihr Sohn ein Problem mit seiner MĂ€nnlichkeit?

Hören Sie, das einzige Problem, das mein Sohn hat, ist,

dass er diesen Laden nicht ĂŒbernehmen kann,

aber sich schon auffĂŒhrt, als wĂ€re er der Chef.

Wenn Sie es genau wissen wollen: Mein Sohn ist ein Schnösel.

Arsim wÀre Ihnen lieber gewesen.

Arsim war ein Mann, und zwar ein richtiger.

Leise Jazzmusik Nun sehen Sie 10 Jahre jĂŒnger aus.

Das Kompliment kommt leider von einem Loser, Frau Liechti.

Luc, Anna-Maria hat angerufen. Sie hat eine BlasenentzĂŒndung.

Deswegen hat sie angerufen? Nein, wegen dem jungen Mann.

Seine Verwandten sind alle im Kosovo und sprechen nur ... Dings.

Die Sprache von dort.

Hast du eine Idee, wie man mit denen ĂŒber die Bestattung reden kann?

Ja.

Sie soll BÀrentraubenblÀttertee trinken!

Er spricht albanisch.

Schlimm, sehr schlimm! Vater und Mutter von Arsim

warten schon einen Tag auf Arsim.

Wollte Frau aus Schweiz holen. Wie sagt man? Verlobte?

FĂŒr ... FĂŒr Heirat.

Vater hat schon grosse Lamm geschlachtet, fĂŒr grosse Fest.

Er spricht albanisch.

Alle 5 Min. aufs WC ... Was ist?

Patrick Obrist.

Nein, nicht hier. Auf Ibiza.

Ein spontaner Trip, sagt er. Und das Handy sei ihm geklaut worden.

Jetzt hat er es wieder? Sehr komisch.

Und er hat von allem hier nichts gewusst?

Und er kommt mit dem nĂ€chsten Flieger zurĂŒck.

Total konstruiert.

Der ist doch aus Angst abgehauen. Was meinst du? Vor Jose?

Check das mal! Untersuche Patricks Reise Schritt fĂŒr Schritt!

Der ist nicht grundlos abgehauen.

Es ist nur ein GefĂŒhl, aber besser als nichts.

Ich klopfe dieses Muttersöhnchen mal ab. Dann sehen wir weiter.

Unser Zivi, der Bestatter. Was ist? Willst du mich wieder dumm anmachen?

Nein, wie kÀme ich dazu?

Hör zu! Arsim war doch verlobt.

Ich brauche den Namen dieses MĂ€dchens.

Das weiss vielleicht noch nicht, dass es keine Hochzeit mehr gibt.

Du glaubst echt, dass ich den Namen der Tussi einfach rausrĂŒcke?

Du musst dir was Besseres einfallen lassen.

Okay. Ein Rennen.

Mit dieser alten Kiste?

Wenn du das schaffst, verrate ich dir sogar die Farbe ihrer Unterhose.

Pfiff

Rhythmische Musik

Er lÀsst den Motor aufheulen.

Handyklingeln

Hör zu, Erika, jetzt passt es nicht. Der SteuerprĂŒfer ist immer noch da.

Das ist jetzt aber saublöd.

Ich habe es dir doch gesagt! Verdammt, wo bist du?

Ich muss ein Autorennen fahren. Was, illegal?

Ja, illegal. Aber keine Sorge, das kommt schon gut.

Aufheulen des Motors

Achtung, fertig, los!

Rhythmische Musik

DurchdrĂŒcken kann jeder.

Hola, Jose! Gewonnen, oder? Einen Scheiss hast du!

Das ist voll gegen unsere Regeln. Ich gehöre gar nicht zu euch.

Du bist ein Freak, Mann. Wo haben die dich nur ausgegraben?

Okay. Sie heisst Susanne.

Die geile kleine Schwester von Patrick.

Was? Das ist nicht sicher.

Sie waren mehr heimlich zusammen. Patrick liess keinen an sie ran.

Aber jedes Mal, wenn er ein Rennen hatte,

ist sie mit Arsim auf einen dunklen Parkplatz gefahren.

Der Motor springt nicht an.

Komm, du Zicke!

Mach keinen Unsinn!

Sanfte GitarrenklÀnge

Ja, guten Abend, hier ist Conrad. Ich habe eine Panne.

Im Wald zwischen WĂŒrenlos und Wettingen.

Was, eine Stunde?

Ja, gut, dann warte ich eben. Bleibt mir ja nichts anderes ĂŒbrig.

Auf Wiederhören, Herr ...

... TCS.

Donnergrollen MĂ€der!

MĂ€der!

Sag etwas!

Scheisse, MĂ€der!

Komm! Luc!

Scheisse, MĂ€der! Sag etwas!

Komm!

MĂ€der!

TĂŒrklingel

Es ist offen.

Hey, Luc. Ich bin doch nicht deine Schlaftherapeutin.

Was hast du im Wald gesucht?

Ich musste was mit den Burning Wheels klÀren.

Und dann hat dein Auto den Geist aufgegeben?

Das geschieht dir ganz recht. Was musstest du mit denen klÀren?

Weisst du was Neues? Nicht direkt.

Also, genau, ich wollte mit dir wegen MĂ€der reden.

Wegen MĂ€der, um diese Zeit? Oh mein Gott, Luc, du drehst noch durch.

Ich halte diesen Traum nicht mehr aus.

DafĂŒr gibt es doch Profis. Ich habe diese Schachtel von MĂ€der.

Und alles, was ich dort finde,

hÀngt mit diesem idiotischen Anwalt zusammen.

Alles. Alle Papiere haben mit Ilgner zu tun.

Ilgner konntest du noch nie leiden.

Das ist eine Obsession von dir, damit musst du aufhören.

Ich muss doch wissen, was los ist. Ist doch logisch.

Und wenn du es nie weisst? Nie?

Dann kann ich immer noch in die Klapse.

Ich habe es probiert, das weisst du.

Aber im Moment kann ich dir nicht helfen.

Ich ersticke in Arbeit, dabei sollte ich zu Hause Tee trinken.

Ich dachte, seit wir uns trennten

hĂ€ttest du keine BlasenentzĂŒndung mehr?

Eine BlasenentzĂŒndung hat nichts mit Sex zu tun.

Versuche, etwas zu schlafen!

Ich habe mir etwas anderes vorgestellt. Nicht so ...

Ja, nicht so ... Einfacher?

Festlicher. GlÀnzender.

Irgend...

Wir haben noch einige sehr luxuriöse ...

Aber die sind in einem anderen Prospekt.

Das mĂŒsste ich Ihnen zuschicken.

Das ist dann aber nicht billig, Herr Obrist.

Es soll auch nicht billig sein fĂŒr Arsim.

Ich möchte ein Foto auf dem Sarg.

Und Kerzen.

Viele Kerzen.

Sie hatten ihn sehr gerne, nicht?

Entschuldigung, das geht mich nichts an.

Richtig. Das geht Sie wirklich nichts an.

Jemand hat mein Bremspedal angesÀgt. Ich wusste es.

Ich weiss nur nicht wer. Arsim war es sicher nicht.

Sonst hÀtte er die Autos nicht getauscht.

Du Idiot! - Lass Susanne sofort los!

Was bist du fĂŒr ein Mongo? - Bitte, Patrick, lass mich los!

Hör auf! Ich bin ja froh, dass du wieder da bist,

aber lass mich los! - Ich will mit ihr reden.

Allein. - Das wollen viele. Jetzt hau ab!

Logisch bist du froh!

Hey, was willst du eigentlich, du Arschloch?

HĂ€?

Los, ich brauche Kohle! - Du und Kohle brauchen?

Schon gut, Patrick. - Das sind Wettschulden, Alter.

Ich warne dich.

Wegen diesem Rennen? Wegen diesem Scheiss-Rennen?

Jemand hat mein Bremspedal angesÀgt.

Hast du gedacht, du wÀrst deine Schuld jetzt los?

In einer Woche habe ich das Geld.

Hey, Sie, sorry, ich suche Frau Giovanoli.

Ich glaube, ich sollte mich bei ihr melden.

Gleich dort hinten.

So, gehen wir das mal durch.

Sie fuhren mit dem Firmenauto nach Basel ...

Ja und?

Lassen Sie mich bitte ausreden!

In Basel stellten Sie das Auto in einem Parkhaus ab.

Und dann hauten Sie mit EasyJet nach Ibiza ab.

Wow, wow.

Ich flog nach Ibiza. Okay?

Ich haute nicht ab. Einfach so, aus einer Laune heraus,

am Morgen nach dem Unfall, mit dem Firmenwagen.

Denken Sie, ich lasse mein Baby im Parkhaus?

Wann fuhren Sie zuletzt mit Ihrem Baby?

Am Nachmittag bevor ich verreiste, Frau Oberkommissarin.

Ich hatte keine Ahnung, was in dieser Nacht abgegangen war.

Und ich bin ĂŒbrigens freiwillig hier.

Ach ja? Ja.

Was ist mit Jose?

Was soll mit ihm sein?

Der Anfang Ihrer Geschichte stimmt nicht. Sie haben Angst vor Jose.

Weshalb sollte ich? Er hat Ihren Wagen gerammt.

Wegen einem kleinen Carfight soll ich Angst vor Jose haben?

Es gibt Lackspuren. Warum war Arsim in Ihrem Auto?

Woher hatte er den SchlĂŒssel? Was ist los mit Ihnen?

Das weiss ich doch nicht.

Das kaputte Auto gehört mir. Die hatten es auf mich abgesehen.

Nochmal: Haben Sie Angst vor Jose? Verdammte Scheisse, nein!

Schaut lieber mal, was mit dem los ist!

Vielleicht ist der euer Mann.

Sie können gehen.

Aber bleiben Sie zu unserer VerfĂŒgung!

Monotone Club-Musik

Hier drin gefÀllt es dir? - Dir nicht?

Nein, das macht mir Angst.

Wenn wirklich mal jemand in deinem Leben gestorben ist,

findest du das nicht lustig. - Es geht nicht um lustig,

es geht um schwarze Romantik. Verstehst du?

Nein.

Es ist wirklich mal jemand gestorben bei mir.

Ich glaube nicht, dass du glĂŒcklich bist, dass dein Bruder wieder da ist.

Ich meine, du hast es ihm gesagt.

Ich muss ihm das sagen. - Zwingt er dich dazu?

Er zwingt dich? Wozu noch? Sag! Wozu noch?

Zu gar nichts. - Du hast dich nicht gefreut.

Weil wir gerade Streit haben.

Wenn mein Bruder wieder leben wĂŒrde, gĂ€be ich alles dafĂŒr.

Aber wenn es so ist wie vorher, verstehe ich es natĂŒrlich.

Gar nichts verstehst du. Gar, gar nichts.

Du und deine schwarze Romantik.

Ilgner. Ilgner. Ilgner. Ilgner.

Eine TĂŒr wird geöffnet.

Bist du noch wach? Wo kommst du denn her?

Aus dem Opernhaus, "La Traviata". Es war wunderschön.

Aber ich habe mein Handy irgendwo hier vergessen.

Hier ist es. Du solltest schlafen gehen, Junge.

Ja, Mutti. Sag mal ehrlich: Wie alt bin ich?

MĂ€der war ein totaler Chaot.

Ich finde einfach die Verbindung nicht.

Jetzt ist keine Zeit, um Fotos einzukleben.

Ich mache dir dann mal ein Album. Fröhlich: Gute Nacht!

Ah, gut bist du hier. Wie lief es mit Susanne?

Das Lokal gefiel ihr nicht.

Hast du nicht mir ihr ĂŒber ihren Bruder geredet?

Ihren Bruder? Nein. Das hÀttest du aber tun sollen.

Weisst du, wenn du bei einer Frau ankommen willst,

ist es gut, wenn du dich fĂŒr ihre Familie interessierst.

So kann man sie manchmal knacken.

Na klar. Sie wollen, dass ich Ihnen was rausfinde.

Halten Sie mich fĂŒr bescheuert?

Das ist der Dank, wenn man sich kĂŒmmert.

Herr Jose Fernandez?

Ich nehme Sie fest. Weshalb mich? Was habe ich getan?

Was wollt ihr mir anhÀngen? Vielleicht Mord,

vielleicht Mordversuche oder Totschlag.

Sie hatten gewaltig Krach mit Patrick Obrist,

2 Tage vor dem Crash.

Lackspuren Ihres Autos finden sich am Wrack.

Haben Sie ein Alibi fĂŒr die Nacht und den Abend davor?

Ein ziemlich gutes sogar. - Ja, wir hören!

Ich habe die verdammten Alkis rumgefahren.

Bitte? Nez Rouge!

Sie machen Dienst fĂŒr Nez Rouge? Weshalb? Aus Menschenliebe?

Die wollen einfach Ihre Schlitten zeigen, egal wem.

Das ĂŒberprĂŒfen wir. Schwingerfest.

Die waren halb im Delirium. Die können sich nicht erinnern.

Die, die es organisierten, wissen schon Bescheid.

Soll ich Ihnen noch die Nummer organisieren,

damit Sie weniger arbeiten mĂŒssen? Fragen Sie mal nach Patricks Alibi!

In der Zeit muss die Bremse angesÀgt worden sein.

Es war sein Auto. Schon vergessen? - Nein, sicher nicht vergessen,

dass man Patrick einen teuren Schlitten ab der Stange

in den Arsch schiebt. Ein richtig geiler Typ pimpt ihn selbst.

Und von seinem AnhÀngsel hat er sicher auch ein Alibi bekommen.

AnhÀngsel? Seine Tusse.

Bin ich der Bulle oder du? Find es selber raus!

Ich sage nichts mehr.

Was ist?

Ich weiss nicht, was du hier willst.

Weshalb du hier stehst.

Oh, Sui.

Er war mein Verlobter.

Was?

Er war mein Verlobter.

Was redest du?

Was redest du fĂŒr einen Unsinn? - Papa ...

Ich getraute mich nicht, es dir zu sagen.

Wir wollten im Kosovo heiraten.

Das ist nicht wahr. Spinnst du? Wieso hast du mir das nicht erzÀhlt?

Weil du ... Weil ich Angst gehabt habe.

Guten Tag. Wie weit sind wir?

Jose Fernandez ist es nicht. Er arbeitete fĂŒr Nez Rouge.

Wollt ihr mich auf den Arm nehmen?

Das sind doch die, die die Besoffenen heimfahren.

Ja, die. Schon ĂŒberprĂŒft.

Jetzt bleibt eigentlich nur noch Obrist Senior ĂŒbrig.

Mit welchem Motiv?

Sein Sohn ist ihm im Weg. Er will nicht, dass er erbt.

Irgend so etwas. Irgend so etwas? So, so.

Die Frage ist doch: Weshalb sass Arsim Beshira ...

Beide: Berisha. ... in dieser Karre?

Und woher hatte er die AutoschlĂŒssel?

Wirklich weit seid ihr ja noch nicht.

FlĂŒsternd: Berisha, Beshira.

Er hat Recht, wir sind nirgends.

Lass dich von Odermatt nicht immer runterziehen! Jedes Mal!

Ich habe total Panik, verstehst du? - Vor deinem Vater?

Nein, vor Patrick. Er dreht durch, wenn er eifersĂŒchtig ist.

Er ist total unberechenbar. - Worauf soll er eifersĂŒchtig sein?

Auf dich, zum Beispiel. - Er ist dein Bruder, er kann ...

Sag jetzt bitte: Tut er dir etwas? Du weisst, wie ich es meine.

Du bist so doof. Er ist nicht mein richtiger Bruder.

Er ist der Sohn von Mama, und ich bin die Tochter von Papa.

Kapierst du?

Ich muss jetzt gehen.

Machen wir um 22 Uhr in der Bar?

Susanne!

Und? Was hat sie erzÀhlt?

Privat.

Es gibt nichts Privates, wenn ein Mord passiert ist.

Okay.

Patrick ist gar nicht ihr Bruder.

Er ist der Sohn der Madame, und sie die Tochter von Obrist.

Patrick ist in sie verknallt und total eifersĂŒchtig.

Fabio, du bist ein Genie.

Ihr Sohn und Susanne, haben die eine enge Beziehung?

Ja, wenn Sie so wollen.

Sie sind ja nicht miteinander verwandt.

Aber wir haben immer versucht, eine ganz normale Familie zu sein.

Das war mein grösster Traum. Einfach nur eine Familie zu sein.

Patrick fĂŒhlte sich dabei nicht wohl.

Wie kommen Sie darauf?

VerdÀchtigen Sie ihn?

Er hat es verdammt schwer gehabt, das können Sie mir glauben.

Warum? Was war so verdammt schwer?

Nein, das kann ich Ihnen nicht sagen.

Aber Sie liegen falsch.

Wenn Sie nicht ganz blind sind, sehen Sie selbst, was los ist.

Luc! Hey!

Ich muss zur Post. Kommst du mit? Ein StĂŒck.

Sag mal, ich war eben bei dieser Christine Obrist.

Die weiss alles, sagt aber nichts.

Ich weiss auch alles, sage aber nur etwas,

wenn man mich extrem darum bittet. Luc, du weisst nicht alles.

Was weisst du denn?

Hm? Bitte, bitte, bitte, bitte!

Hm?

Susanne und der reizende Patrick sind ein Paar.

Nein!

Sie wirken aber gar nicht so. Sie wollte ja auch Arsim heiraten.

Ah! Patrick sÀgte aus Eifersucht seine eigene Bremse an.

Und Christine Obrist liefert ihren Mann ans Messer. Warum?

Das ist eine finstere Geschichte.

Ich habe ganz ein finsteres GefĂŒhl.

Und ... Hunger.

Melancholische Musik

Du bist gekommen! - Ich musste irgendwohin.

Fabio, ich bin so gut wie tot.

Ich ging weg, als Patrick nach Hause kam.

Hier bist du in Sicherheit.

Jemanden wie dich habe ich noch nie gekannt.

Obwohl du nicht ganz dicht bist.

Komm mit!

So, Schwester, schauen wir uns Arsims Karre an!

Patrick: Fick dich! Susanne schreit.

Ist gut.

Mit vollem Mund: Luc!

Wie ein 3-JĂ€hriger!

Handyklingeln

Ja? Herr Conrad.

Patrick hat Susanne entfĂŒhrt.

Was? Wo bist du?

Am Flösserplatz. Er wollte mit ihr zu Arsims Wagen.

Ich komme. Wir kommen.

Wo ist dein Auto? Dort hinten.

Paul. - Was ist? Willst du etwas?

Ich muss dich sprechen. - Ich kann jetzt nicht.

Ich habe Angst um Patrick. - Ja, das hast du immer.

Aber es gibt einen Grund. Du weisst genau, was ich meine.

Nein, und ich will es nicht wissen. - Du willst nicht.

Aber diesmal musst du. - Hör auf! Hör auf!

Susanne schreit.

In dieser Scheisskarre habt ihr es getrieben, du und Arsim.

Zeig mir, wie ihr es gemacht habt!

HĂ€? So? Susanne schreit.

Oder vielleicht so? Susanne schreit.

Habt ihr es so gemacht?

Patrick: Habt ihr es so gemacht? Susanne schreit.

Du gehörst mir! - Patrick!

Hör auf! Hör auf! - Hör auf!

Christine: Hör auf!

Er schlÀgt dich doch nicht.

Nein, nein, du bist so naiv.

So, jetzt mal der Reihe nach.

Du und Patrick wart ein Paar, oder?

Nur weil Patrick das wollte.

Ich war noch ein Kind. Ich konnte nichts bestimmen.

Du hast es auch gewollt. - Ich musste, du hast mich gezwungen.

Wie alt wart ihr, als das anfing?

Ich weiss nicht.

Etwa 12.

Ich habe dir nichts getan.

Du warst das Einzige ...

Das Einzige, das ich hatte. - Warum hast du nie was gesagt?

HÀttest du etwa zugehört? Du hast ja nichts gesagt.

Du hast den ganzen verlogenen Scheiss mitgemacht.

Ich habe dich gebraucht, Susanne. Missbraucht, nennt man das.

Nein, nein, nein, das war nicht so.

Ich habe dir Susanne anvertraut.

"Schau, dass sie niemand anrĂŒhrt", habe ich gesagt.

Und was machst du? Du Sauhund!

Du Sauhund. - Das sagst du?

Das sagst du? Gib doch endlich zu, was los ist!

Komm! - Was?

Gibs zu! Die letzte Chance, um es selber zu sagen.

Sag es! - Du ...

Hey! - Gibs doch zu!

Dass du in Arsim verknallt warst.

Oh, komm, gib es zu! Sag es!

Weisst du, warum er mich geschlagen hat?

Warum er mich die ganze Zeit geschlagen hat?

Weil du gemerkt hast, dass ich es gewusst habe.

Dass du ein verdammter Arschficker bist.

Eine Schwuchtel, eine verdammte.

Papa? Papa?

Du warst doch nicht in Arsim verliebt?

Ich habe nichts getan. Ich habe Arsim nicht angerĂŒhrt.

Genau, genau. Du hast nur geschaut.

Nur geschaut.

Wie bei mir.

Weisst du das noch?

HĂ€?

Wie du mir beim Duschen zugeschaut hast, frĂŒher?

Weisst du das nicht mehr? Immer nur ein bisschen geschaut.

Beim Umziehen, beim Duschen, immer nur ein bisschen geschaut.

Du fasst mich nicht an!

Du hast alles gewusst. Alles.

Siehst du?

Schau!

Wir waren die Einzigen, die ehrlich zueinander waren.

Wir haben wenigstens zusammengehalten.

Dann hast du dich in Arsim verliebt.

Und du ...

Du hast mir gedroht und mich kaputt gemacht.

Ich habe immer nur Angst gehabt.

Nur Angst.

Ich gehöre dir doch nicht.

Ich wollte in den Kosovo, um Arsim zu heiraten.

Du hÀttest das verhindert.

Und dann hast du das Bremspedal angesÀgt,

damit Patrick aus dem Weg ist.

Ich wollte ihn nicht umbringen. Nur, damit er einen Schreck bekommt.

Damit er weiss, dass ich mich wehren kann.

Ich muss Sie verhaften.

Sie wegen versuchtem Totschlag.

Und Sie wegen Mitwisserschaft mit Todesfolge.

Melancholische Musik

Ich schaue mal!

Jetzt ist gut.

Hoffentlich wird dir jetzt nicht langweilig.

Ich glaube nicht. Ich habe was Neues rausgefunden.

Bitte! MĂ€der war hinter Ilgner her.

Das ist nicht posttraumatisch, das ist wahr.

Ilgner hat Schmiergeld verteilt fĂŒr das Land und die HĂ€user.

Warte! Ich habe hier so einen Zettel.

Ah, das habe ich vergessen. FĂŒr dich.

Was ist das? BÀrentraubenblÀttertee.

Habe ich gekauft. Ist gegen BlasenentzĂŒndung.

Du mir?

Ja.

puretype gmbh / UT-Redaktion Zug Im Auftrag von SWISS TXT - 2013

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