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- WAS BISHER GESCHAH - Es gibt Probleme,
die wir ansprechen müssen.
So wie wir das verstehen, sind Eriks Lehrmethoden das Problem.
- Wovon redest du? - Ich hab 'nen Job im Jugendheim.
- Darf ich mich hierhin setzen? - Meine Schwester...
Er hat keine Ahnung, worauf er sich da einlässt.
Die Behörden waren bei Mads' Mutter. Sie ist psychisch krank.
- Das ist mir neu. - Das muss ich melden.
- Du warst nicht meine zweite Wahl. - Davon bin ich nicht überzeugt.
- Wir können wieder zusammenfinden. - Wir können nicht zusammensein.
Wir sehen uns, Rita.
Also dann...
Trotz verschiedener zwischenmenschlicher Probleme
müssen wir zum Wohl der Schüler Spannungen vermeiden.
Wie wär's mit einem Teilchen?
Verdaut ihr eure Bumsgeschichte leichter, wenn ich an einem Teilchen kaue?
Leider hat Mads Klitgaard in letzter Zeit viel Unterricht versäumt.
- Die Jahresprüfungen stehen an... - Wie sieht die Situation aus?
Die Mutter ist im Krankenhaus und er ist jetzt in einem guten Heim.
- Aber er ist unglücklich. Komisch... - Wir befolgen die Regeln.
Steht in den Regeln auch was darüber, deine Mitarbeiterinnen zu vögeln?
Dein moralischer Kompass dreht durch...
Wir müssen zusammenarbeiten, für unsere Schüler.
- Für unsere Schüler? - Ja.
In Anbetracht dessen, was du Mads so beschert hast,
wäre es mir lieber, wenn du ihn eine Weile in Ruhe lassen würdest.
Und wenn ich mir noch mehr Heucheleien von dir anhören muss, explodiere ich!
Also iss ein Teilchen und rede nicht mit mir. Für unsere Schüler.
PRÜFUNG - BITTE RUHE!
Hallo, Svend.
Seht her...
Ich wette, Rita braucht 'ne Aufmunterung nach der Sache mit Rasmus.
Rita will sicher nicht, dass man sich in ihren persönlichen Kram einmischt.
Hi.
- Cupcake? - Nein, danke.
Das ist aber nicht, weil du wegen Rasmus traurig bist.
Weil wir nicht glauben, dass du das bist.
Gut...
Die letzte Lehrerversammlung des Jahres. Wir müssen über Mads reden.
Mads hat im Moment keinen Bock auf Schule, aber ich rede mit ihm.
Der Leiter des Heims fragte, ob Mads seine Prüfung bei mir machen kann.
Aber das ist nicht möglich, also schätze ich, kriegt er keinen Abschluss.
Ich rede mit ihm.
- Also, es ist so... - Wie denn?
Er will dich nicht sehen.
Und der Heimleiter findet, du solltest ihn nicht besuchen.
Ich muss Helle darüber informieren.
Da kommt sie.
Hallo.
Wir werden...
Will jemand... Ja, Julie?
Wir haben Ihnen Kekse mitgebracht.
- Wozu das ganze Gebäck? - Wegen Rasmus.
Warum glauben denn alle, dass ich fertig bin? Mir geht es gut!
Also gut, gib mir einen verdammten Keks.
Tut mir leid...
Das war nur von den Mädchen.
Hallo, Lisbeth. Ich geh nach Hause.
Und morgen bin ich auch krank.
Du bist nie krank.
Jetzt schon.
SONNENGARTEN Jugendheim
Mads... Kommst du mal mit?
- Wozu denn? - Um zu besprechen, wie's dir geht.
- Mir geht's gut. - Komm schon, Mads.
- Ich hab schon gesagt, wie's mir geht. - Wir müssen über die Schule reden.
Ich geh nicht hin, meine Lehrerin ist eine fiese Kuh.
- Gut, erzähl's uns genauer. - "Uns"?
- Mir und meinem Teilzeitkollegen. - Hallo, Mads. Ich bin Ricco.
Mama?
Mama? Du bist ja doch da.
Hi, Schatz.
- Was gibt's? - Nicht viel.
Einer der Jungs im Heim ist ein Schüler von dir. Es ist Mads.
Du ließt einen Minderjährigen seine psychisch kranke Mutter versorgen.
Warum hast du das nicht dem System überlassen?
- Mads wollte bei seiner Mutter bleiben. - Er ist ein Kind.
So wie du, als ich dich aus dem Schulstreik geholt hab.
Du wolltest nicht, dass "das System" sich um dich kümmert.
- Hätte mir einige Jahre erspart, wenn... - Wenn was?
Wenn du nicht auf mich gehört hättest.
Und was machen wir jetzt?
Mads weigert sich, mich zu sehen, also kann ich nichts machen.
Er ist ohne mich besser dran.
Ich will wissen, was ich tun soll.
Ein Teenager, der mich für unverantwortlich hält?
Das weißt du besser.
- Wieso lässt du mich so lang klopfen? - Es ist nicht abgeschlossen.
Was denn, soll man dich überfallen?
Überall sind Banden unterwegs. Ich hab gerade eine gesehen.
Das nennt man "Kids", Gitte.
- Warum bist du hier? - Carsten bearbeitet die Böden.
Und er nervt sowieso, also dachte ich, ich bleibe eine Weile bei dir.
Hallo.
Oh nein, nicht Sie...
Nur ruhig, junger Mann, bald bist du fertig und dann bist du mich los.
Holt bitte eure Bücher raus.
- Das ist kein Buch. - Mir ist nicht nach meinem Buch.
- Hol's trotzdem raus. - Mir ist nicht danach.
Dann die anderen von euch.
- Wollen Sie was Süßes? - Danke, aber...
- Sie sagten danke. - Hör auf damit!
Holt eure Bücher raus. Wir, wir...
Wollen Sie wissen, was wir denken?
Also gut...
Wollten Sie nicht was?
Sie dürfen mich nicht anfassen.
Sie dürfen mich nicht anfassen.
Sie dürfen mich nicht anfassen.
Das sind schwere Anschuldigungen. Ich gehe der Sache auf den Grund.
Wir untersuchen das, aber bis dahin ist noch nichts bewiesen.
Als Erstes werde ich mit Erik sprechen.
Der Mann hat unser Kind geschlagen, Rasmus.
Das ist so ziemlich der einzige Grund, einen Lehrer zu entlassen, oder?
Ja, das wäre ein Entlassungsgrund. Und es ist auch gegen das Gesetz.
Weshalb ich das nicht überstürzen darf. Ich muss mit allen Parteien sprechen.
Es ist Ihre Pflicht, ihn loszuwerden, Rasmus!
Ich spreche gern wieder mit Ihnen, wenn ich mit Erik gesprochen habe.
Wir werden uns in der Sache an den Vorstand wenden...
Diesmal wird Reden nicht ausreichen.
So arbeiten wir hier.
Wiedersehen.
Okay... Ich habe mit Andreas' Eltern gesprochen.
Ich weiß, das ist unangenehm, aber wir müssen das besprechen.
Sicher, das verstehe ich.
Andreas sagt, du bist auf den Flur und er war direkt hinter dir.
Dann hat er dich was über die nächste Prüfung gefragt und...
...du hast ihn geohrfeigt.
Warum sollte ich ihn ohrfeigen, wenn er mich nach der Prüfung fragt?
Nein, das...
Vielleicht hat Andreas überreagiert, als du ihn gepackt hast oder so was?
Ich hab Andreas nicht "gepackt". Verschone mich!
Seine Eltern wollen damit zum Vorstand gehen.
Ach ja?
- Dann besprechen wir es dann. - Klar.
Bis dahin sollte jemand deinen Unterricht übernehmen.
Rita... oder ein Vertretungslehrer.
Klasse. Danke.
Was ist das alles?
Leinsamen, Dinkel...
- Blaubeerextrakt. Isst du so was? - Nein, Rasmus.
- Warum hast du's nicht weggeworfen? - Keine Ahnung.
Kleiekekse, Bärlauch, Estragon...
Warum ist der Inhalt meines Küchenschranks so verdammt wichtig?
Dummkopf...
Ich hab noch nie so gelebt.
Ich hatte Rasmus echt gern.
Ich hatte mich an ihn gewöhnt. Ich hab mich geborgen gefühlt.
Das passiert, wenn man seinen Schutz aufgibt.
Ich weiß nicht mehr, wer ich bin.
Du bist niemand mit Designerlampen und Rosenbüschen.
Was dachtest du denn, was passiert?
Ich weiß es nicht.
Ich dachte, ich könnte mich vielleicht ändern.
Weißt du noch, wie Mama uns beschrieben hat?
- Dass wir wir Unkraut sind? - Genau.
Unkraut vergeht nie.
Was...?
Du bist dran.
- Hallo. - Okay...
Okay, was?
Wir müssen uns im gleichen Raum aufhalten können.
Das wird meine größte bildungstechnische Herausforderung.
- Aber ich werde alles geben. - Okay...
Aber du musst dir die Mühe nicht machen.
Ich habe nachgedacht und ich werde meine Kündigung einreichen.
Bist du jetzt ein passiv-aggressiver Märtyrer?
Weder passiv noch aggressiv.
Ich versuche nur, das Problem zu lösen, und das Problem bin ich.
Okay... Wann hörst du auf?
Nach den Abschlussprüfungen.
Übrigens, Andreas behauptet, dass Erik ihn geohrfeigt hat.
Ich hab Erik suspendiert. Kannst du seinen Unterricht übernehmen?
- Ja. Hat er es getan? - Er sagt nein.
Und es gibt keine Zeugen.
- Wie läuft die Situation mit Mads? - Ich hab meinen besten Mann dran...
- Rita? - Ja?
- Ich bin froh, dass du gekommen bist. - Ich auch.
- Hallo, Rita! - Hi! Wie geht's euch?
Was zum Teufel ist hier los?
Habt ihr den Verstand verloren?
Okay. Ihr wusstet nicht, dass Erik heute nicht kommen würde.
- Claes und Nisha, macht das sauber. - Wir haben keinen Besen.
Jesus! Geht zum Hausmeister und holt einen!
Warst du das schon wieder, Andreas?
Komm mit.
Sofort.
Raus.
Alles saubermachen.
- Wo gehen wir hin? - Wir reden über Schikane.
Er hat mich geohrfeigt. Meine Eltern sagen, er sei labil und muss gehen.
Deine Eltern finden ihn labil?
Wir müssen was dagegen unternehmen, und Rasmus unternimmt nichts.
Ja, das ist Mist.
- Das hab ich geguckt. - Ich will über die Schule reden.
- Ich aber nicht. - Ich spiele Kicker mit dir darum.
Wenn ich gewinne, reden wir. Wenn du gewinnst, lass ich dich in Ruhe.
- Wer als Erster zehn Punkte hat. - Fünf.
- 1-0. - Nicht übel.
Gewinnst du gern?
Dann solltest du dich besser konzentrieren. 1-1.
Oder bist du ein Loser? 2- 1.
Tut mir leid... 3-2.
- 4-2. Ich glaub, du willst verlieren. - Was zum Teufel weißt du schon?
4-3.
Du tust dir leid, weil deine Lehrerin nicht das gemacht hat, was du wolltest.
- Sie hat mich angelogen. - Schmollst du bei jeder Lüge?
- Sie ließ meine Mutter einweisen. - Das war nötig.
4-4. Was weißt du schon davon?
Meine Mutter ist auch total daneben. Du kennst sie. Es ist Rita.
4-4...
- 5-4. - Du gewinnst. Du entscheidest.
Willst du fernsehen oder dein Leben verändern?
Hallo.
Rita...
KINDESMISSHANDLER
Ich weiß nicht, was ich machen soll, ihm fällt jeden Tag was Neues ein.
- Warum hasst er mich so sehr? - Nicht dich, seine Eltern.
Kids gehen so weit, wie ihre Eltern sie lassen.
Sie haben keinen Respekt vor Lehrern, also warum sollte er den haben?
- Das kommt vor den Vorstand. - Ich erzähle ihnen von der Schikane.
Ich bin auf deiner Seite!
Danke. Noch mehr Kaffee?
Ist gleich soweit... Ich hab eben Andreas' Eltern gesehen.
Wir sind alle auf deiner Seite. Kommst du? Es ist in meinem Büro.
Gib mir ein paar Minuten Zeit.
Willkommen.
- Ich hab Sie nicht erwartet. - Ich bin Andreas' Klassenlehrerin.
Ich bin da, um darüber zu sprechen, welchen Effekt Andreas auf die Klasse hat.
Und woher das kommt.
Gehen Sie doch rein...
- Bist du soweit? - Ich geh da nicht rein.
Du musst, oder wir können dich nicht verteidigen.
Ich hab ihn geohrfeigt.
Okay, aber Andreas schikaniert dich seit Monaten.
Das war falsch, aber in Anbetracht seines Verhaltens und dieser Eltern...
Das macht keinen Unterschied. Ich hab einen Schüler geohrfeigt.
- Du weißt, dass das Kündigung bedeutet? - Das wird nicht nötig sein.
Ich höre auf. Ich will kein Lehrer mehr sein.
- Erik, hör her... - Es gibt noch mehr im Leben.
Ich werde einiges tun, von dem ich schon immer geträumt habe.
Ich besuche meinen Sohn, der für die UNO arbeitet.
- Rasmus...? - Ja.
Erik hat soeben gekündigt, also ist das Meeting überflüssig.
Danke für ein reizendes Schuljahr.
Ihr seid tolle Kinder, das seid ihr wirklich.
Ich wünsche euch allen eine leuchtende Zukunft.
Ich hoffe, dass ihr eure Träume wahr werden lassen könnt.
Das war kurz und schmerzlos.
Zeit, nach Hause zu gehen und zu feiern.
- Sollte man so was feiern? - Ja.
Mein Sohn wurde der Lüge über eine Misshandlung bezichtigt,
da es keine Zeugen gab,
und der Fall erledigt sich von selbst, das ist ein Grund zum Feiern.
Wie komisch, darüber wollen Sie nicht reden...
Ich schätze, es ist leichter, einfach zusammenzuhalten.
Aber wenn Erik das Licht gesehen hat, gibt es auch für euch noch Hoffnung.
Aber ich muss sagen, es sieht nicht gut aus...
Mein Fehler!
Gut, dass es keine Zeugen gibt.
Sie hat mich geohrfeigt!
Hallo, mein Süßer.
- Du siehst glücklich aus. - Zumindest glücklicher.
- Bist du bereit fürs Abschlussexamen? - Klar.
PRÜFUNG - RUHE!
Guten Morgen. Gibt's Neues von Mads? Weißt du, ob er kommt?
- Wann soll er denn hier sein? - Um 13:30. Er ist der Letzte.
Ich bin mir sicher, dass er kommt. Also gut, Kim...
Guten Morgen, Hassan. Gehen wir.
Hassan? Du kriegst eine Vier.
Ja! Ich hab 'ne Vier!
Hallo, Jannik. Bist du soweit? Komm mit.
Jannik? Du hast eine Drei.
Gut gemacht!
Die Zeit ist um, Claes.
Hier rüber, Claes.
Du hast eine Eins. Beeindruckend!
Jacob?
Was? Du gehst nicht hin?
Ich will nicht.
Wenn du nur wüsstest, wie oft ich schon auf sie wütend war...
- Sie ließ meine Mutter einweisen. - Ja.
Und deiner Mutter geht's jetzt besser, dank ihr.
Sie mag einen Fehler gemacht haben, aber wenigstens sie hat sich bemüht.
Wäre es besser, sich nicht zu bemühen?
Wir müssen ihn als "abwesend" eintragen.
- Noch zwei Minuten? - Wir haben ihm schon fünf gegeben.
Ja. Okay.
Du siehst aus, als könntest du deine Prüfung kaum erwarten.
- Hallo, Mads. - Findet sie hier statt?
Danke.
- Ich weiß, Sie wollten mir helfen. - "Wollte" ist das richtige Wort.
Ich bin froh, dass Sie's versucht haben. Das hat bisher noch keiner.
Ich bin in 30 Minuten wieder da.
Hallo, mein Schatz.
Es ist ziemlich offensichtlich, dass du dich nicht vorbereitet hast.
Aber es ist gut, dass du gekommen bist. Du hast eine Vier.
- Damit hast du bestanden, Mads. - Herzlichen Glückwunsch.
Ich gratuliere, mein lieber Junge!
Ich bin so stolz auf dich. Sollen wir gehen?
- Was willst du machen? - Nach Hause gehen.
- Gute Arbeit. - Danke.
- Danke dir. - Du kochst heute Abendessen.
Liebe Freunde, die Zeit des Abschieds ist gekommen.
Und es sind nicht nur die Neuntklässler, die uns verlassen.
Wir verabschieden uns auch von einem Mann, der 30 Jahre bei uns war.
Großer Applaus für Erik und seine beeindruckende Leistung.
Ich werde ebenfalls gehen.
Rasmus, Rasmus, Rasmus!
Meine letzte offizielle Amtshandlung wird sein,
die neue Schulleiterin eurer Schule zu verkünden.
Wirst du das? Oder ich?
Herzlichen Glückwunsch... Helle.
Danke. Oh, das ist zu hoch. Kannst du mir helfen, Rasmus?
Danke. Ich will keinem die Show stehlen, aber ich möchte sagen,
dass ich mich auf diese Aufgabe wirklich sehr freue.
Im nächsten Jahr konzentrieren wir uns auf "kooperatives Lernen"...
- Wisst ihr, was das ist? - Nein.
- Schönen Sommer, Rita. - Dir auch, Trine.
Rita?
- Die Stelle, das war keine Rache. - Ich weiß.
- Helle ist gut. - Ich weiß.
Rasmus?
Ich dachte, ich könnte mich ändern. Es tut mir sehr leid, dass es so endete.
Wer weiß, vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja mal wieder.
Wir sehen uns am 17. August. Seid ihr bereit für die Sommerferien?
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