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Original subtitles

WAS BISHER GESCHAH

Du fragtest, warum ich Lehrerin wurde. Um Kinder vor ihren Eltern zu schützen.

RITA LEHRERIN

Ich freue mich immer auf dich.

RASMUS REKTOR

- Geht das auch gemäßigt? - Warum ist sie so wichtig?

Wir heiraten.

RICCO RITAS ÄLTESTER SOHN

- Rita hasst mich. - So schlimm kann sie nicht sein.

- Nein, ist sie nicht. - Doch, ist sie.

BITTEN RICCOS FREUNDIN

Meine Mutter ist abgehauen.

Das sind die Regeln: Du mischt dich nicht in unser Leben ein.

LILLEBETH RITAS MUTTER

- Hast du einen Traum? - Ich will Pflegerin werden.

MOLLY RITAS TOCHTER

- Du musst mich nicht abholen. - Bin ich dir peinlich?

Es ist komisch, dass ich herkomme. Meine Mutter ist ja auch hier.

JEPPE RITAS JÜNGSTER SOHN

Nein, gar nicht.

Jede Kategorie hat Unterkategorien.

Was wäre also... Fiktion?

- Ja, Rosa? - Poesie?

Was noch?

Milas?

- Bücher. - Bücher sind vieles.

Bücher könne Fachtexte enthalten. An was für Bücher denkst du?

- Bücher mit Geschichten. - Wie nennen wir die?

- Romane. - Romane, zum Beispiel.

Also bleibt noch eine Kategorie in dem Schaubild.

Weiß jemand, welche das ist?

Niemand?

- Andrea? Was war das? - Eine SMS.

Danke.

Andrea hat soeben den Unterricht gestört und die Frage beantwortet.

Elektronischer Text. Gut.

Gruppenarbeit, füllt das Schaubild aus.

ICH HABE E UND SCHNEE. WAS BRAUCHST DU?

- Hi. Hast du Andrea gesehen? - Sie ist in der Klasse.

- Andrea? - Ja.

- Hast du kurz Zeit? - Ja.

Okay, komm.

- Eine SMS kam auf deinem Handy. - Was für eine SMS?

Es ging um E und Schnee. Das steht nicht für Buchstaben oder Niederschlag.

- Sicher die falsche Nummer erwischt. - Lass das.

- Sie können mich nicht beschuldigen. - Ich rede nur mit dir.

Ich habe nichts gemacht.

Andrea, das ist ernst und gefährlich. Ist dir das klar?

Erwachsene sagen das nicht, um zu nerven. Das ist echt gefährlich.

Andrea.

Dann muss ich deine Mutter um ein Gespräch hier bitten.

Herein.

- Hallo, Oma. - Wir machen einen Ausflug.

- Wohin denn? - Du wirst schon sehen. Komm.

- Ist das ein Krankenhaus? - Das ist ein Hospiz.

Ein Ort, an dem unheilbar kranken Menschen geholfen wird.

Und was machen wir hier?

Wenn du Pflegerin werden willst... Ich habe mit der Leiterin gesprochen.

Sie braucht eine Assistentin. Du bist keine Pflegerin, aber du kannst putzen

und mit den Bewohnern reden. Einfach für sie da sein.

- Ich weiß nicht, ob ich das kann. - Tu einfach, was du mit mir tust.

- Hilfst du mir mit der Bewerbung? - Sie weiß von deiner Legasthenie.

Sie freut sich auf ein Gespräch mit dir.

- Wann? - Da kommt sie.

Ich besuche eine Freundin. Viel Glück, Schatz.

- Hallo. Liselotte. Willkommen. - Hallo... Molly.

Haut rein! Da haben wir bla-bla-bla. Und da etwas bla-bla-bla.

- Danke. - Nikolaj, iss auch etwas Fleisch.

- Ich bin Vegetarier. - Oh! Wie Hitler?

Nein, wie Tausende andere, die sich um das Wohlergehen von Tieren sorgen.

Ich fand es immer lustig, dass Hitler Vegetarier war.

Ich war auch mal Vegetarierin, ich nahm vier Kilo ab.

Die sind wieder drauf, Süße.

Du siehst perfekt aus, Bitten.

- Ich habe schon etwas zugenommen. - Mach bloß nicht auf Size-Zero-Model.

Nein. Ich bin... schwanger.

- Echt? - Was?

- Herzlichen Glückwunsch! - Tante Molly! Juhu!

- Schatz, herzlichen Glückwunsch. - Danke, Mama.

- Bist du glücklich? - Ja! Ja, ja, ja, bin ich!

Ich bin richtig glücklich.

- Ihr seid nur sehr jung. - Es war nicht gerade geplant.

Aber es ist einfach passiert. Es kommt, wenn ich meinen Bachelor habe.

Ich habe meine Kinder gehabt, bevor ich zu arbeiten anfange.

Du hast wirklich alles unter Kontrolle.

- Mama, ist das für dich auch okay? - Ja.

Es kommt nur... Seid ihr sicher, dass ihr es wollt?

Ja. Warum?

- Ihr seid so jung. - Das warst du auch.

- Ja, und das kann Sachen ruinieren. - Okay. Danke.

Tut uns leid, wenn wir deine Jugend ruiniert haben.

- Nein, das meinte ich doch nicht. - Was meinst du sonst?

Ich sage ja nur...

...dass es euch bindet.

- Das wissen wir. - Ich will, dass ihr nichts bereut.

- Was sollte ich bereuen? - Na ja, Ricco bereut vielleicht etwas.

Wenn erstmal ein Kind da ist, gibt es kein Zurück mehr.

Danke für das Abendessen.

Ricco, wach auf.

Johan kommt. Peter kann wohl nicht. Stinna kommt auch.

- Oder eher... die Bowlingkugel. - Warum nennst du sie so?

Ich nicht. Die Jungs in der Klasse nennen sie so.

- Die Mädchen auch. - Warum?

Sie greifen sie, fingern sie und werfen sie dann weg.

Das ist so sexistisch. Jungs können billig sein, aber Mädchen nicht.

Du nennst sie auch billig.

Ich weiß, wie es ist, belästigt zu werden.

Wie wurdest du denn belästigt?

Auf... alle möglichen Arten. Wie die Leute mich anschauen, zum Beispiel.

Darum gehen wir lieber aus als zu den Schulpartys.

- Komme ich überhaupt rein? - Wir bringen dich rein.

Das wird ein Spaß. Und du hast eingekauft, oder?

Was machst du?

Nichts.

Ich habe einen neuen Job.

Oh! Wo?

- In einem Hospiz. - Einem Hospiz?

- Warum? - Weil ich Pflegerin werden will.

- Das hast du mir nie erzählt. - Doch, gerade eben.

- Gute Nacht. - Gute Nacht.

Rita? Störe ich?

Ja.

- Ich habe mit Jeppe geredet. - Ist das nicht vertraulich?

Ja. Aber es muss auch ein Vertrauensverhältnis

zwischen Eltern und Vertrauenslehrkräften geben.

Du willst also wissen, ob ich dir vertraue.

Ich weiß, es ist schwer, mich als Jeppes Vertrauenslehrerin anzuerkennen.

Aber wir tragen beide die Verantwortung, den Prozess zu strukturieren.

Jeppe hat seine Sexualität akzeptiert. Seine Mitschüler auch.

Es ist also alles in Ordnung.

- Ich beobachte Zwangsneurosen. - Schwule putzen gern.

Wenn er sich nicht bessert, schicke ich ihn zum Schulpsychologen.

Wir müssen dabei zusammenarbeiten.

- Was soll ich tun? - Setze ihm Grenzen.

Er schreit praktisch danach.

Und? Schmeckt's?

- Ist Bitten noch sauer? - Sie sagt, nicht mehr.

Was heißt, dass sie sauer ist, aber über etwas anderes.

Dann wird sie sauer, weil ich nicht weiß, warum sie sauer ist.

Und zwei Minus ergeben kein Plus. Zumindest nicht bei Mädchen.

Nein. Nikolaj ist auch dauernd brummig.

Oder... Wie heißt das, wenn man immer beleidigt ist?

Mädchenhaft.

Ich hätte gedacht, du wärst das Mädchen.

Siehst du, das würde Nikolaj total verärgern.

- Warum haben wir mürrische Partner? - Ich passe.

Damit muss man wohl leben, wenn man sie liebt.

Hey, Schatz.

- Was guckst du? - Nichts.

- Ist es gut? - Guck du es.

- Was machst du? - Ich will etwas lesen.

- Was habe ich falsch gemacht? - Das kriegst du sicher raus.

Ich hatte vergessen, dir das zu sagen, als wir uns kennen lernten.

Ich kann kleine Gedanken lesen.

Simba ist ein Jahr alt. Seine Mutter hat keine Kontrolle mehr über ihn.

Sie lässt ihn mit den anderen Löwen- jungen spielen. Bevor er drei wird,

wird Simba das Rudel verlassen haben und sein eigenes gründen wollen,

um dort das Sagen zu haben.

- Ricco? - Jeppe meinte, du wärst hier.

- Wir müssen reden. - Muss das jetzt sein?

Das geht schnell. Du musst Bitten besser behandeln.

Du implizierst ihr gegenüber, ich könnte es bereuen, ein Kind mit ihr zu kriegen.

Vielleicht bin ich dir zuliebe grob zu ihr.

Sie kommandiert dich herum. Sie trifft alle Entscheidungen.

- Sie macht einen anderen aus dir. - Einer, der ich sein will.

- Und jetzt bekommt ihr ein Kind. - Das wir gern haben wollen.

- Du willst nur, was Bitten will. - Ja, weil ich sie liebe.

Es ist nicht Bittens Schuld, dass du das nie hattest.

Wie bitte?

Du gibst damit an, Papa nie geliebt zu haben.

- Du verstehst nichts von Beziehungen. - Okay, Ricco. Stopp!

Ruf mich an, wenn du es schaffst, dich zu benehmen.

Ich fühle mich fast wieder wie ein Teenager. Ich brauche das.

Sich betrinken, Mädchen aufreißen.

Ich hätte vor Jahren gehen sollen.

So ist es viel besser für uns beide.

Es ist hart für Rosa, aber sie wird es überstehen.

- Meinst du nicht? - Ich gehe nach Hause.

- Ich hätte gern deine Meinung. - Ich bin nicht als Lehrerin hier.

- Aber du bist ihre Lehrerin. - Geh zum Elternsprechtag.

Okay... aber du bist ihre...

Du hast nicht das Richtige getan.

Ich will deine Schuld oder dein Unglück nicht.

- Ich bin nicht unglücklich. - Natürlich bist du das!

Du bist allein und egoistisch und dein Kind hasst dich!

Rita...

Es gibt Anzeichen dafür, dass Andrea in Drogenmissbrauch involviert ist.

- Die SSP sollten anwesend sein. - SSP?

Schule, Sozialbehörde und Polizei.

Die Polizei? Sie ist 14!

Dank Ritas Eingreifen hat bisher kein Drogenhandel stattgefunden,

also haben wir erstmal nur dieses Gespräch.

- Willst du etwas sagen? - Meine Freunde haben nur gescherzt.

Wenn du Drogen nimmst, dann sag es uns jetzt.

Mama, natürlich nehme ich keine Drogen. Das weißt du doch.

Andrea, sind dir die Nebenwirkungen von Ecstasy klar?

- Ich nehme kein Ecstasy! - Nein.

Dann ist es in Ordnung, dass ich sie dir erkläre.

Das anfängliche Glücksgefühl weicht einer Dehydrierung,

Paranoia, Angstzuständen und einem Runterkommen mit Halluzinationen.

- Andrea! - Mama.

Ich nehme keine Drogen. Das war ein Witz.

Das ist alles, was wir im Moment tun können.

Aber ich rate Ihnen, das zu Hause weitergehend zu besprechend.

Ja, das kann ich versprechen.

Andrea, kann ich kurz allein mit dir reden?

Wen willst du für dumm verkaufen? Deine Mutter oder dich selbst?

Bei mir läuft das jedenfalls nicht. Ich beobachte dich.

- Sie sind so eine Witzfigur. - Was?

Bei Ihnen läuft das nicht? Und was ist mit Ihren Kindern?

- Was redest du da? - Was macht Jeppe wohl?

...das war echt total langweilig.

Hallo.

Was soll das denn werden?

Was soll das werden?

- Was ist das? - Eine Kopfschmerztablette.

- Antworte mir! - Das ist wahr!

- Was ist das hier? - Eine Kopfschmerztablette!

- Kopfschmerztablette? - Ja.

Okay.

Da gibt es nur einen Weg.

Du bist so kaputt.

Hoppla.

Das ist meine.

Das ist wahrscheinlich Benedikte.

- Ist alles okay? - Ich wäre lieber allein.

- Es war gut, dass du bliebst. - Ich war vor 30 Minuten hier.

War sie so wie immer? Ja.

Komm.

Es ist okay, Molly. Komm.

Wir setzen uns zu Benedikte, wie besprochen.

Wir sind bei dir, Benedikte.

Leb wohl, Benedikte.

Wir versorgen Benedikte jetzt und ziehen ihr das Kleid an, das sie wollte.

Möchtest du uns dabei helfen, Molly?

Molly?

Molly. Hallo, Oma.

Es lief gut. Ich fand es echt interessant.

Ja. Ja. Ich muss jetzt Schluss machen. Tschüs.

Okay. Tschüs.

- Hallo. Du hast gerade Molly verpasst. - Oh, was wollte sie?

Sie lief vor einer toten Alten weg und hatte Angst, das Oma zu erzählen.

- Und du? Hast du Hunger? - Nein, danke.

Ich wollte mit dir reden, über...

Ich wollte nur wissen... Hast du mal...

...Ecstasy genommen?

Jeppe, das ist nicht cool. Das macht dich kaputt.

Tony hatte Angstzustände und rannte rum, schrie, er würde verdursten.

Am Ende trank er seine eigene Pisse.

- Fuck. - Hast du was genommen?

Nikolaj und ich wollten es ausprobieren.

Nein.

- Ich habe eine Pille gekauft... - Als dein Bruder verbiete ich dir das.

Ja, daraus... wird eh nichts. Mama hat sie genommen.

Was?

- Hallo. - Hallo.

Kann ich etwas für dich tun?

- Geht es um Jeppe? - Jeppe ist mein Sohn. Ich liebe ihn.

Das ist gut.

- Ist er okay? - Na ja, ja und...

Ich fühle, dass ich ihn kenne, aber auch nicht kenne,

Ich dachte, du wolltest mit mir nicht...

Sein Kopf ist voller Regeln. Ich sehe die. Du siehst sie auch.

- Stimmt's? - Ja.

- Du bist gut. - Danke, Rita.

Das bedeutet mir sehr viel.

War sonst noch was?

Deine Haare leben.

Sie laden sich statisch auf.

Huch.

Hi.

Hi.

- Was machst du da? - Ich sah eine Katze.

- Ich liebe Katzen! - Ich auch.

Früher nie, aber dann sah ich diese.

Sie war so perfekt katzenartig.

- Das sind sie! - Und dann verstand ich.

Das Gefühl kenne ich.

- Miau. - Miau.

Miau.

Miau.

Es war toll, mit dir zu reden.

Hi.

Er ist so wunderschön.

Ja.

Es ist so schön, ihn mit jemandem teilen zu können.

- Ja. - Komm.

Solche Sachen machen wir nie.

Du weißt, ich will...

Was willst du?

Ich will alles mit dir.

Bis morgen.

Hallo?

Oma?

Oma, bist du da?

Oma?

Oma!

Oma!

Hallo. Meine Oma... Ich glaube, sie ist tot.

Pastorengarten 20. Schnell! Ich bin hier nicht gern allein.

Hallo?

Ist jemand zu Hause?

Niemand?

Mir geht's nicht so gut.

Soll ich dir einen heißen Kakao machen?

Oder möchtest du lieber einen Tee?

Was machst du hier?

Du bist nicht hier. Du bist nur eine Halluzination.

Das ist nur Chemie.

Der Stoff fickt mein Gehirn.

Gleich bist du wieder weg.

Ich werde immer hier sein.

Du musst einsehen, dass du es falsch machst.

Wenn du das so siehst, mache ich etwas richtig.

Meine Fehler machten mich zu einer schlechten Mutter.

Das Gegenteil zu tun, macht dich nicht zu einer guten Mutter.

Ich kämpfe für meine Kinder.

Wenigstens sehen sie so, dass es sich lohnt, für sie zu kämpfen.

Das war bei dir genauso.

Dann hättest du es tun sollen.

- Du warst stärker als ich. - Ich war ein Kind.

Das bist du immer noch. Werd erwachsen, Rita.

- Du bist eine Halluzination. - Wenn du meinst.

Wenn nicht, dann sag mir etwas, das ich nicht weiß.

Du liebst mich.

- Hallo, Süße. - Mama...

Stimmt was nicht?

Oma ist tot.

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