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Original subtitles

Es ist das einzige der sieben Weltwunder, das heute noch steht.

Fünf Millionen Tonnen Stein, die 146 Meter hoch gestapelt wurden,

vor 4.500 Jahren!

Die Cheops-Pyramide ist die höchste, gröf$te

und râtselhafteste aller pharaonischen Konstruktionen.

45 Jahrhunderte spâter besteht das Geheimnis noch immer:

Wie wurde die Pyramide tatsâchlich erbaut?

Der französische Architekt Jean-Pierre Houdin

untersucht diese Frage seit zehn Jahren.

Eingehend hat er das Monument mit dem Auge eines Experten

geprüft und studiert, als wolle er es noch einmal nachbauen.

Heute, am Ende seiner Untersuchungen und mit Hilfe neuer Verfahren,

prâsentiert er eine revolutionâre Lösung.

Ist es möglich, dass er das Geheimnis

um die Grof$e Pyramide von Cheops gelüftet hat?

CHEOPS' WİEDERGEBURT

Um das Râtsel der Pyramiden zu verstehen, müssen wir zurück

in jene Epoche, in der Âgypten diese enormen Grabmiâler erbaut hat.

Auf dem Gizeh-Plateau stellen diese Steinberge Meisterstücke

einer Zivilisation dar, die sich voll und ganz dem Streben

nach Ewigkeit verschrieben hatte.

Die Pyramiden waren die heiligen Pforten, durch die die Könige

nach ihrem Tod in das Land der Ünsterblichkeit gelangten.

Die Âgypter bauten die feinsten und beeindruckendsten

in einem einzigen Jahrhundert zum Ende der vorgeschichtlichen Zeit.

Die ersten waren Stufenpyramiden, wie die Djoser-Pyramide in Sakkara.

Nach dem 26. Jh. v. Chr. waren die ersten echten geglâtteten Pyramiden

die Arbeit einer einzigen Familie, deren Oberhaupt Snofru war,

welcher der Vater von Cheops und der Grof$vater von Chephren war.

Ursprünglich bestand die AuRenflâche der Grabmâler

aus einer glatten Schicht blendend weilf$er Kalksteinblöcke.

Pyramiden waren die irdische Inkarnation der Sonnenstrahlen.

Mit der Zeit wurden diese Steine abgetragen,

um Palâste, Tempel und Moscheen zu erbauen.

Bei Cheops sieht man noch ein paar am Sockel.

Und Chephren hat es geschafft,

sich die ursprüngliche Steinschicht an der Spitze zu bewahren.

Chephren war die letzte monumentale Pyramide,

die in Âgypten erbaut wurde.

Diese Periode des erstaunlichen technischen Fortschritts

hielt nur ein Jahrhundert an.

Kurze Zeit spâter erfuhr Âgypten ernsthafte klimatische Verânderungen;

das Land wurde von Dürren heimgesucht

und von Bürgerkriegen, Überfâllen und sozialen Konflikten verwüstet.

Das Geheimnis der Konstruktion der Pyramiden

ging in diesen stürmischen Zeiten verloren.

Kürzlich haben Archâologen die Siedlung entdeckt,

in der die Arbeiter wohnten,

die vor 4.500 Jahren diese Monumente erbauten.

Âgyptologen haben zahlreiche Hinweise auvf ihre Lebensweise ausgegraben.

Sie waren wohlgenâhrt und wurden anstândig untergebracht.

Sie erhielten Fleisch, Bier und Brot.

Die Ausgrabungen haben gezeigt,

dass die Arbeiter keine Sklaven waren, wie man einst glaubte.

Sie waren stolz darauf, ihrem Pharao zu dienen

und ihn auf seiner Reise in die Nachwelt zu begleiten.

Doch diese faszinierenden Untersuchungen brachte keine neuen Iİnformationen

zu den Methoden, die zum Bau der Pyramiden eingesetzt wurden.

Auch nicht für die gröl$te und komplexeste unter ihnen: Cheops.

Mit einer Höhe von 146 Metern war sie das höchste

jemals von Menschenhand gemachte Bauwerk,

bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.

Cheops ist die einzige Pyramide mit einer Granitkammer im İnnersten,

und mit Balken, die über 60 Tonnen wiegen.

Eine wahre Herausforderung innerhalb der Herausforderung.

Die atemberaubende Höhe der Pyramide und diese Granitkammer

sind die zwei zentralen Râtsel, die den Bau von Cheops umgeben.

Bis heute hat niemand dieses steinerne Râtsel lösen können.

Dennoch sind viele Theorien vorgestellt worden.

Im 5. Jahrhundert v. Chr. legte der griechische Historiker Herodot

die Verwendung von Hebeln aus Holz nahe.

Âgyptologen dachten dann an gewaltige Rampen,

die zur Spitze führten, oder an eine externe spiralförmige Rampe.

Doch letztlich waren diese Theorien,

die wir in den historischen Fachbüchern finden,

nie wirklich sehr überzeugend.

Heute behauptet ein Architekt, das Râtsel gelöst zu haben.

Behâlt er Recht, wird es sich als die wichtigste Entdeckung

seit der Entdeckung von Tutanchamuns Grab erweisen.

Jean-Pierre Houdins Geschichte beginnt im Januar 1999.

Er hatte sich ein Jahr freigenommen, um sein Leben zu überdenken,

und suchte eine neue Herausforderung.

Eines Tages schickte ihm sein Vater das Band eines Films,

den er İm Fernsehen gesehen hatte, über die Geheimnisse der Pyramiden.

Die Doku erforschte die Theorien, wie die Pyramiden erbaut wurden.

Doch keine war glaubwürdig.

Sein Vater, ein İngenieur im öffentlichen Bauwesen,

hatte sich in diesem Râtsel verfangen und sich eine Lösung überlegt:

Die Pyramide könnte von innen

mit einem kreisförmigen Tunnel erbaut worden sein.

Henri Houdin teilte die ldee seinem Sohn, dem Architekten, mit.

Das ist dein Konzept einer internen Rampe? Faszinierend...

lch sehe mir deine Zeichnung an und rufe dich spâter an.

Jean-Pierre war fasziniert und verschlang alles,

was er zum Thema Pyramiden in die Hânde bekam.

Er las die angesehensten Werke,

studierte jede Zeichnung, analysierte jede Theorie.

Beinahe über Nacht wurde er zum fanatischen Fachmann

für die architektonischen Wunder des alten Âgyptens.

Ein einfacher Architekt wandelte sich zu einem "besessenen Genie".

Er lie8 sich voll und ganz auf seine Recherchen ein.

Er schloss sein Architekturbüro,

verkaufte seine Wohnung und zog in eine kleine Einzimmerwohnung.

10 Stunden am Tag entwickelte er die ldee seines Vaters weiter

und passte sie an das Know-how der alten Âgypter an.

Das hier ist deine Rampe. Siehst du? Im Grunde eine tolle ldee.

Aber ich glaube, wir sollten sie in Abscehnitte teilen, so wie hier.

- Klingt logisch. - Eine Spirale mit rechten Winkeln.

- Und so geht sie nach oben. - Du musst weiter daran arbeiten.

Vielleicht braucht es noch 10 Jahre,

bis ich dich auf die interne Rampe führen kann.

Es gibt noch viel zu tun.

Die Âgypter hatten nicht das Wissen, um kreisförmige Tunnel zu baven.

Doch sie wussten, wie man rechtwinklige Galerien baute.

Jean-Pierre entwickelte geduldig seine ldee einer internen Rampe.

Diese Rampe würde es ermöglichen,

Sandsteinblöcke bis zur Spitze zu ziehen, 146 Meter nach oben.

Er glaubte, dass die Steigung der Rampe nie über 796 betrug.

Ansonsten wâre es zu steil gewesen, um die Steine nach oben zu ziehen.

Aussparungen an den rechten Winkeln erlaubten das Drehen der Steine

und sorgten nebenbel für die Belüftung der Tunnel.

Es war eine brillante Theorie, ja, sogar revolutionâr.

Doch noch musste sie bewiesen werden.

Es war Zeit für Jean-Pierre, einen Gang hochzuschalten.

Doch dafür musste er die Gelehrten und die führenden Experten überzeugen.

Mehrere Monate lang kontaktierte er verschiedene Âgyptologen...

...doch niemand machte sich die Mühe, zu antworten.

Sie hatten es satt, noch eine neue Theorie über die Pyramiden zu hören.

Sie sahen sich nicht einmal seine Unterlagen an.

Jean-Pierre gehörte nicht zum Club; er war nur ein Aufenseiter.

Dabei ist der Bau der Pyramiden durchaus das Feld eines Architekten,

zumindest so sehr, wenn nicht noch mehr, wie das eines Âgyptologen.

Ein Prophet gilt nichts im eigenen Land.

Nachdem er es bel französischen Wissenschaftlern versucht hatte,

wandte Jean-Pierre seinen Blick in die USA.

In New York willigte ein bekannter Âgyptologe ein,

sich mit ihm zu treffen.

Jean-Pierre zog seine letzte Karte.

Um nach Âgypten zu kommen und seine Theorie zu beweisen,

brauchte Jean-Pierre einen İnsider.

Vielleicht war Bob Brier der Richtige:

der Sehlüssel, der seine Recherchen nach vorne trieb.

- Willkommen in der Bronx! - Danke!

Es waren mehrere Leute in der Wohnung.

Wir standen alle um sein Laptop herum.

Da waren diese schönen Diagramme der Pyramide.

Das kannte ich nicht. Er hatte sie auf dem Laptop geschaffen.

Und er begann, seine Theorie zu erklâren.

Der Architekt legte seine revolutionâre ldee dar.

Die Pyramide konnte von innen nach auf$en erbaut worden sein.

- Da ist eine Rampe in der Pyramide. - Ja.

- İst sie noch da? - Sie ist noch da, ja...

lch hielt die Theorie für unglaublich. Ich war unsicher.

Es gibt einige Theorien über die Pyramiden,

doch sie haben alle Probleme.

Diese Theorie löst einige dieser Probleme,

doch sie war so erstaunlich,

dass ich anfangs meine Zweifel an ihr hatte.

Was dachten Sie, als Sie die Pyramide das erste Mal sahen?

Als ich sie erstmals sah?

Ich sag İhnen was, Bob. İch bin nie bei den Pyramiden gewesen. Noch nie.

Sie haben Sie nicht gesehen! Sie arbeiten 5 Jahre daran

und haben sie nie gesehen? Nein? Wieso nicht?

Weil ich denke, dass es ein intellektuelles Problem İist.

Etwas... Und ich denke, dass ich so vollstândig frei bin.

Es ist ein Konzept.

Als die Architekten die Pyramide zeichneten,

hatten sie auch keine Pyramide vor sich.

Wenn man llhre Theorie ernst nehmen soll, müssen Sie die Pyramiden sehen!

Bob Brier war begeistert von der Geschichte und Jean-Pierres Theorie.

Er entschied, ihm zu helfen, und überzeugte ihn,

nach Âgypten zu fahren.

Endlich! Fünf Jahre nach dem Beginn seiner Nachforschungen,

entdeckte Jean-Pierre Houdin die Pyramiden.

Es war nicht so, dass ich dort ausrief: "Wow, die Pyramiden!"

lch war wie alle beeindruckt, aber sie waren mir schon so vertraut.

Ich kannte sie in- und auswendig, sah sie auf eine andere Art.

Ich wusste, wo jeder kleine Stein war,

jedes kleine Detail, die kleinste Fuge.

Ich fühlte mich zuhause angekommen.

Dank Bob Brier genoss er das seltene Privileg einer privaten Tour.

Das ist der Eingang der Diebe.

Heute werden die Touristen hier eingelassen.

Dieser Eingang wurde von Kalif Mamun um 850 n. Chr. geöffnet,

um die Pyramide auszurauben.

Der richtige Eingang ist sieben Meter östlich von diesem Korridor.

Wenn wir weitergehen, kommen wir zu einem Korridor,

der hinauf in die Grof$e Galerie und die Königskammer führt.

Aber Jean-Pierre ist kein Tourist. Er sucht nach Hinweisen...

Im Herzen des pharaonischen Baus möchte er Belege finden,

die seine Theorie stützen.

Er ist von einer Vielzahl von Details fasziniert:

diese abstandsgleichen, rechtwinkligen Löcher...

...Und diese Meifelspuren entlang der Grof$en Galerie.

Endlich kommt er in die Königskammer, die ganz aus Granit besteht.

Riesige Balken, die etwa 60 Tonnen das Stück wiegen,

bilden eine flache Decke, eine Abweichung der Zeit,

wenn man die Tausenden Tonnen Stein bedenkt, die darüber gehâuft sind.

Die Kammer ist eine architektonische Meisterleistung.

Er bewundert die Fugen zwischen den Steinen.

Sie sind perfekt; nicht einmal eine Rasierklinge würde da hineinpassen.

Wie hatten es die Âgypter geschafft, Steinblöcke dieser Gröl$e

in das İnnere der Pyramide zu transportieren?

Jean-Pierres interne Rampe löst dieses Problem nicht.

Das ist das zweite Râtsel der Grofğen Pyramide, das er bewâltigen muss.

Oben an der Grolft$en Galerie ist ein enger Durchgang,

über den man über die Königskammer gelangt.

So kommt man zu den fünf Stockwerken von Granitbalken,

die man "Entlastungskammern" nennt.

Über diesen befindet sich ein enormes Sandstein-Giebeldach.

Diese Blöcke verringern das Gewicht,

das auf die Decke der Grabkammaer drückt.

Ohne dieses geniale System wâre die Decke der Königskammer

und die Grof$e Galerie zusammengeslürzt.

Doch wâhrend des Baus erlitten die Granitblöcke einige Risse.

Um das Ausmaf$ der Schâden zu begutachten,

öffneten die Arbeiter diesen Durchgang,

der direkt ins Herz des brillanten architektonischen Systems führt.

Unter den von skrupellosen Besuchern hingekritzelten Graffiti

sucht Jean-Pierre nach der Kartusche von Pharao Cheops,

die erstmals zu Beginn des 19. Jahrhunderts entdeckt wurde.

Dies beweist, dass es sich wirklich um die Pyramide Cheops' handelt.

Da steht "Khnum Khufu".

Wir sind im Herzen der Pyramide. Es ist einfach unglaublich.

Und direkt über unseren Köpfen sind Hunderttausende von Tonnen!

Sie werden nur durch diese Balken gestützt!

Das steht hier seit 45 Jahrhunderten.

Man kann spüren, wie ruhig es ist, diese Ruhe...

Ganz schön bewegend, nicht wahr?

Im Âgyptischen Museum in Kairo

werden die Schâtze der Pharaonen ausgestellit.

Millionen Stücke halten die glanzvolle Geschichte

einer der brillantesten Zivilisationen der Menschheit fest.

Seltsamerweise beziehen sich aber nur zwei Elemente

direkt auf die Grof$e Pyramide.

Heute hat Jean-Pierre eine Verabredung mit dem Mann,

der die grofartigste Pyramide aller Zelten entworfen und erbaut hat.

Es ist ironisch, doch das einzige Bildnis Cheops,

das überlebt hat, ist nur wenige Zentimeter hoch.

Eine winzige Elfenbeinfigur,

die 1903 zufâllig in einem Tempel entdeckt wurde.

Auch wenn monumentale Statuen oöder Basreliefs fehlen,

ist Cheops Andenken noch immer sehr lebendig.

Wie die râtselhafte Sphinx fasziniert er die gesamte Welt weiter

mit dem Râtsel, wie seine Pyramide erbaut wurde.

Jean-Pierre möchte auch das sehen,

was er für den gröl$ten Schatz des Museums hâlt:

ein 4.500 Jahre alter Zedernholzsehlitten.

Die meisten Besucher beachten das gewöhnlich wirkende Objekt kaum.

Und doch ist es ein einzigartiges Stück,

das einen Einblick in die Konstruktion der Pyramiden bietet.

Holz war für die Âgypter wie Gold.

Es kostete ein Vermögen, Holz aus dem Libanon einzuführen.

Also verwendeten sie es bis zum Schluss.

In Cheops' Zeiten kannten die Âgypter das Rad nicht.

Sie verwendeten Zedernsehlitten, um die Steinblöcke zu bewegen.

Bedenkt man die Werkzeuge, die sie hatten,

vollbrachten die Âgypter unglaubliche technische Kunststücke.

Ihre monumentalen Bauten haben Jahrtausende überdauert.

Sie zeugen von dem Genie dieser Mânner aus dem Altertum

und faszinieren Âgyptologen und Architekten noch heute.

Bob Brier ist von der Bedeutung von Jean-Pierres Theorie überzeugt.

Er trifft ihn in Kairo, um bei der Beweissuche zu helfen.

- Möchtest du ein Bier? - Nein, einen Minztee.

Als Vorbereitung auf ihre Expedition ziehen sie Bilanz

über einige der Bau-Theorien, die andere vorgeschlagen haben.

Die meisten beinhalten eine Art Rampe,

haben aber laut Architekt gravierende Fehler.

- Entweder ist sie zu stell... - Ja, das ist ein grofes Problem...

Ein groiğes Problem... Entweder ist sie zu steil oder zu lang,

- ...und geht über den Steinbruch... - Sie ist zu hoch?

Sie muss 1,6 Kilometer lang sein,

und dann wâre die Rampe gröl$er als die Pyramide selbst.

Die hier ist zu steil.

Für Skisprünge oder die Olympischen Spiele ist sie gut.

- Und was ist das hier? - Das ist...

- ...der HİV-Virus vielleicht. - Vielleicht.

Das hier ist interessant.

Ja, weil die 1,6 km nicht vor der Pyramide liegen,

sondern um sie herum.

Diese Art externe spiralförmige Rampe um die Pyramide wirft Fragen auf.

Wie konnte eine solche Rampe an der glatten Oberflâche befestigt werden?

Wie biegt man mit 600 Mann um die Ecke?

Denn so viele Mânner waren ungefâhr nötig,

um einen 60 Tonnen schweren Granitblock zu ziehen.

Auferdem könnte man mit einer externen Rampe

die Geometrie wâhrend des Baus nicht prüfen.

Wenn die Kanten nicht perfekt ausgerichtet und kontrolliert würden,

könnte die Pyramide verdreht enden.

Aus diesen Gründen, so Jean-Pierres Theorie, gab es zwei Rampen.

Zuerst eine externe Rampe, die nur 43 Meter hoch war.

So hâtten die ersten zwei Drittel der Gesamtgröl$e der Pyramide

an die richtige Stelle gebracht werden können,

wie auch die Granitblöcke für die Königskammer.

Zusâtzlich hâtten die Âgypter eine zwelte Rampe in der Pyramide gebaut.

Dieses System löst zwei der gröl$ten Probleme der Cheops-Pyramide:

Ihre Höhe mit 146 m und die einzigartige Granitkammer.

Sobald die kritische Höhe von 43 Metern erreicht war

und die Blöcke für die Königskammer nach oben gebracht waren,

hâtten die Âgypter die erste Rampe abgebaut und ihre Blöcke verwendet,

indem sie über die interne Rampe

nach oben zur Fertigstellung der Pyramide gebracht wurden.

Nichts wâre verschwendet worden.

Nun muss die Theorie bewiesen werden:

Sie brauchen Beweise für diese interne Rampe.

Bob hat eine ldee...

15 km südlich von Kairo führt der Âgyptologe

Jean-Pierre zu den Ruinen eines Tempels,

der der Sonne gewidmet und 100 Jahre nach Cheops erbaut worden war.

Der Tempel wurde Ende des 19. Jahrhunderts zerstört,

doch die Zeichnung eines Architekten existiert noch.

Darauf ist zu sehen, dass der Tempel einen Korridor hatte,

der der internen Rampe von Jean-Pierre âhnlich ist.

Unsere beiden Forscher möchten selbst sehen, was davon übrig İst.

Wir sollten uns die Rampe gut vorstellen können.

Das musst du dir nicht vorstellen.

Ja... Oh ...

- İst das eine interne Rampe? - Ja, das ist eine interne Rampe.

- Sicher? - Ganz sicher.

Das ist die erste Biegung, eine Viertelbiegung, wie meine.

Ja, ich will dir hier etwas zeigen. Komm, das wird dir gefallen.

Hier, dieser Block ist für die Decke, ja?

Blaue Farbe für den Himmel und hier sind Sterne, siehst du sie?

Genau da, da ist ein Kreis, der nach aulkten strahllt.

- Da sind viele Sterne. - Ja, auf dem ganzen Block.

Das war also der Deckenblock für die interne Rampe.

Sehen wir mal, ob wir aus dem Diagramm schlau werden.

Wir kamen die Rampe hier hoch und gingen um die Ecke, richtig?

- Und der Block? Was denkst du? - Entweder der hier oder der.

Der Block könnte hier oder hier sein. Also ist es ein Deckenblock.

- Also definitiv eine interne Rampe. - Ja, absolut!

Diese Überreste einer internen Rampe beweisen,

dass die alten Âgypter zur Zeit Cheops wussten,

wie man so elne Art Korridor baute.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg,

die Hypothese des Architekts zu belegen.

Doch die Demonstration ist noch nicht zu Ende.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt von Jean-Pierres Theorie

kann in der Praxis getestet werden.

Er glaubt, dass die Âgypter für eine perfekte Pyramide

die âulBeren Oberflâchenblöcke zuerst gelegt haben müssen, anstatt zuletzt,

wie viele vorherigen Theorien behaupten.

Dadurch hâtte man die Gesamtform und Winkel der Pyramide

wâhrend des Baus überprüfen können.

Um dieses Prinzip zu verstehen, fahren sie nach Dahschur,

etwa 30 km südlich von Kairo.

KNICKPYRAMIDE Dahschur

Jean-Pierre und Bob sind an diesen tollen Schalensteinen interessiert.

Die âuf$ere Schicht besteht aus weifğen Sandsteinblöcken,

die 4-5 Tonnen wiegen und bis zu zwei Metern dick sind,

zwei Mal so gro$ wie die Steine, die dahinter liegen.

Avus architektonischer Sicht ist diese Tatsache von grof$er Bedeutung.

Sie brachten den Schalenstein, schon behauen, da hinüber

und richteten ihn auf diesem Block aus.

Und so fuhren sie fort. Bis hinauf an die Spitze.

Verstehe. Das muss glatt sein, von Anfang an, von unten nach oben.

Es ist ein Beleg, dass die Verkleidung entsteht,

wâhrend die Pyramide wâchst,

und dass das Âulf$ere der Pyramide zuerst fertiggestellt wird.

Die âuReren Steine hâtten zuerst gelegt werden müssen,

wodurch die Geometrie der Pyramide wâhrend des Baus zu prüfen war.

Als Nâchstes setzten die Âgypter eine zweite Reihe schön behauener Steine,

und danach erst unbehauene Blöcke verschiedener Gröl$en,

die als Füllmaterial dienten.

Dadurch hâtten sie schneller arbeiten

und das Bauwerk in etwa 20 Jahren fertigstellen können,

wie es auch in antiken âgyptischen Manuskripten erwâhnt wird.

Die Hinweise, die Jean-Pierre vor Ort gefunden hat, sind vielversprechend.

Doch er möchte den Beweis finden, dass die interne Rampe existiert hat!

Man kann zwei weifğliche Linien in etwa zwei Dritteln Höhe sehen.

Merkwürdigerweise spiegeln diese Phantomlinien die genauve Position

der internen Rampe wider, mit eben jenen 7 » Steigung.

Atmet die Pyramide? İst es eine optische Tâuschung

öder ein thermisches Phânomen? Jedenfalls ist es seltsam.

Um die interne Rampe zu entdecken, müsste die Pyramide gescannt werden,

die verschiedenen Dichten im İnneren müssten ausgemessen werden.

Das würde den physischen und daher unleugbaren wissenschaftlichen Beweis

für die Existenz der Rampe liefern.

Tatsâchlich wurde eine âhnliche Studie bereits 1986 vorgenommen.

Damals analysierte ein Team französischer İngenieure

die Cheops-Pyramide mit einer Technik namens Mikrogravimetrie.

Mit dieser Methode können wir geringste Abweichungen

in Masse und Dichte "sehen".

Tatsâchlich können damit

"Zonen signifikanter Unterdichte" entdeckt werden.

Anders gesagt, leere Râume.

Monatelang nahmen Techniker Tausende Maf$e,

sowohl innerhalb als auch auf3erhalb der Pyramide.

Das Team wollte nicht wissen, wie sie erbaut worden war;

sie hofften auf eine geheime Kammer.

In dieser Hinsicht war ihre Mission ein Misserfolg.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen ihrer Studie blieben unbemerkt.

Und doch haben diese İngenieure, ohne es zu wissen,

eventuell den wissenschaftlichen Beweis für das gefunden,

was Jean-Pierre Houdin seit vielen Jahren gesucht hat.

Jean-Pierre nahm zu einem der Wissenschaftler Kontakt auf.

Huy Duong Bui ist Mitglied der französischen Wissenschaftsakademie

und der Ecole Polytechnigue, dem Pendant Frankreichs zum MIT.

Wir sahen, dass die Unterdichte, also das Dichte-Defizit,

etwas wle eine Spirale formte.

- Einen spiralförmigen Umriss? - Genau.

Eine spiralförmige Struktur, aber in Unterdichte?

Richtig, in Unterdichte.

Die Farben Weif und Grün stehen für die Zonen in Unterdichte.

Unterdichte?

- Das wurde manuell gezeichnet. - Manuell, okay.

- Mein Kollege hat es gemacht. - Wir sehen eine Spirale.

Wir sehen die Spirale, die Zone in Unterdichte in Weift.

Die mikrogravimetrische Studie zeigt,

dass im Vergleich zum Volumen der Pyramide 154 ihrer Masse fehlen.

Die leeren Râume in dem Monument scheinen eine Spirale zu formen.

1986 wussten Huy Duong Bui und seine Kollegen nichts

mit dieser überraschenden Entdeckung anzufangen.

Heute, angesichts Jean-Pierre Houdins Theorie der internen Rampe,

ergibt diese Studie Sinn.

Die Mikrogravimetrie erbringt den wissenschaftlichen Beweis,

den der Architekt benötigte.

Dieses unumstöfliche Element überzeugt Jean-Pierre,

sein Leben damit zu verbringen,

das Geheimnis um den Bau der GrofRen Pyramide zu lösen.

Jean-Pierre Houdin ist nun fest davon überzeugt,

dass die interne Rampe vorhanden ist,

nur wenige Meter hinter diesen Steinblöcken.

Doch er sucht noch mehr Beweise, dass die Rampe tatsâchlich existiert.

Wenn wir die Phantomlinien, die wir schon kennen, fortsetzen,

entdecken wir etwas, das ihn absolut fasziniert.

Seinen Berechnungen zufolge liegt das Loch,

das sich in der nordöstlichen Kante der Pyramide befindet,

direkt auf der Bahn der internen Rampe.

Könnte es ein Überbleibsel von elner der Aussparungen sein,

über die die Âgypter die Steinblöcke wendeten?

Sie würden es sich ansehen müssen.

Doch die Pyramide zu besteigen, ist verboten.

Es ist gefâhrlich, und viele Touristen haben sich schon verletzt.

Sieh dir die Form der Aussparung an, den Boden, die Wânde...

- Ja, und mach viele Fotos. - Ja, viele! Und komm sicher zurück.

Okay, abgemacht. Mach's gut.

Allerdings machen die âgyptischen Behörden

für bestimmte Âgyptologen eine Ausnahme.

Mit einem Kameramann, der ein ausgezelchneter Kletterer ist,

wird Bob Brier hinaufsteigen und sich die "Aussparung" von Nahem ansehen.

Wir sind bald da.

Langsam, aber sicher, kommen wir nâher.

Es ist wirklich dunkel!

Bob hatte so einen dunklen Raum nicht erwartet.

Er hat nicht einmal eine Taschenlampe dabei, die ihn ausleuchten könnte.

Sehr interessant.

Es ist nicht die interne Rampe, aber doch sehr interessant.

Wieso ist der Raum so gro3?

Fotos... Fotos für Jean-Pierre.

Der Raum war nicht aus dem Stein herausgearbeitet worden.

Er datiert sichtbar zurück in die Zeit des Pyramidenbaus.

Es gibt keine Beschreibung davon in irgendeinem Âgyptologie-Buch.

Bis jetzt hat niemand jemals

diese architektonische "Kuriositât" untersucht.

Könnte die Existenz dieses unerwarteten Raumes ein weiterer Beleg

für eine interne Rampe sein, eine, die noch da ist?

Mal sehen, ob ich hier einen Luftzug spüre. Nein, da ist kein Hauch.

Jetzt weif ich nicht, wie weit das geht.

Es ist zwar keine interne Rampe, aber ein grofğer Raum.

Lech glaube, Jean-Pierre wird das interessieren.

Ich wei nicht, wofür das war.

Vielleicht eine Fehlkonstruktion, vielleicht nicht. Er wird's wissen.

Schan besser...

Zurück im Hotel studiert Jean-Pierre Bobs Fotos.

Dann prüft er die Plâne, um zu sehen, ob es eine Zeichnung gibt

des leeren Raumes hinter der Aussparung.

Auch wenn er weik, dass nichts da ist,

tut es ihm leid, nicht selbst dagewesen zu sein.

Jean-Pierre fühlt sich der Lösung des Geheimnisses so nahe,

und doch so weit weg.

Trotzdem hat Jean-Pierre eine Anzahl von Punkten,

die seine Theorie bestâtigen.

Die Verkleidungssteine wurden definitiv zuerst gesetzt.

Dies schliei$t die Möglichkeit einer externen spiralförmigen Rampe aus,

da es keine Möglichkeit gab,

diese an der glatten Oberflâche zu befestigen.

Der Tempel von Niuserre beweist,

dass die alten Âgypter eine interne Rampe zu baven verstanden.

Die Phantomlinien mit der 7»igen Steigung sind durchaus verblüffend.

Die mikrogravimetrischen Ergebnisse bieten den unleugbaren Beweis,

dass leere, spiralförmige Râume,

âhnlich seiner Rampe, tatsâchlich in der Pyramide existieren.

Und dann ist da der hohle Raum, den Bob hinter der Aussparung fand.

Obgleich all diese Punkte schlüssig sind, bleibt ein weiteres Râtsel

tief im Herzen der Pyramide: die Königskammer.

Die Theorie der internen Rampe funktioniert gut

für den Transport der Sandsteinblöcke,

die durchsehnittlich 2 Tonnen wiegen.

Doch wie hatten es die Arbeiter geschafft,

die Granitsteine zu ziehen, die um so viel schwerer waren?

Das ist der bemerkenswerteste Aspekt der Üntersuchung

und am komplexesten zu ergründen.

Der Teil, bei dem ich unsicher bin, ist die Gro$e Galerie.

Der Gedanke, dass die Grof$e Galerie irgendwie eingesetzt wurde,

um die Blöcke nach oben zu hieven.

Er ist interessant; eine so İnteressante Erklârung

für die Groğe Galerie hat noch niemand gehabt.

Aber ich bin mir wirklich nicht sicher.

Die externe Rampe, an die Jean-Pierre denkt, reicht nicht als Erklârung,

wie die riesigen Granitblöcke in das Herz der Pyramide geschafft wurden.

Auf einer Rampe mit einer Steigung von 76 brâuchte man 600 Mânner,

um einen 60-Tonnen-Block zu bewegen.

So viele Mânner zu koordinieren wâre allerdings unmöglich.

Jean-Pierre denkt, der Schlüssel zu dem Râtsel

ist die Groğe Galerie selbst.

Er ist überzeugt, die Galerie war das Schlüsselelement

eines riesigen Systems an Gegengewichten,

das es nur 100 Mânnern möglich gemacht hâtte,

die enormen Granitblöcke zu bewegen.

Die Grofe Galerie ist wahrlich ein beeindruckender Bau.

8 Meter hoch, 48 Meter lang und mit einer 50441gen Neigungsrate

hat sie noch jeden fasziniert, der sie betreten hat.

Aus förmlicher Sicht ergibt die Anlage keinen Sinn.

Könnte sie aus praktischen Gründen heraus gebaut worden sein?

Falls sich Jean-Pierre Ahnung als richtig erweisen sollte,

wâre das eine Revolution in der Âgyptologie.

Es steht viel auf dem Spiel.

Deshalb hat Bob ein paar sehr spezielle Fragen an den Architekten.

Jean-Pierre, du bist der Mann mit der Theorie.

Du hast viel zu erklâren.

Zuerst, was sind das für Bânke?

- Darauf befanden sich die Walzen. - Also Stâmme?

- Stâmme! Ja. - Okay, jJa. Sprich weiter.

Auf diesen Stâmmen war ein Wagen für das Gegengewicht-System.

D.h. der Wagen lâuft auf Stâmmen auf und ab entlang der beiden Bânke.

- Über die beiden Bânke. - Okay. Noch eine Frage.

Es gibt 28 dieser Spalten.

Sie sind wichtig, denn man sieht sie sofort. Wofür war das?

In diesen Spalten waren Holzbalken.

- Okay, Wofür? - Sie hielten die Walzen zurück...

Diese Walzen sind wie Stâmme, die auf den Bânken laufen.

Und darüber der Wagen.

Hier sind Balken, die sicherstellen, dass die Stâmme in Position bleiben.

Jean-Pierre, ich verstehe das

mit den Walzen und dem gleitenden Gewicht,

aber gibt es Belege, dass der Raum wirklich benutzt worden ist?

Wenn man sich die Bank an der vertikalen Führung nâher ansieht,

sieht man Fett und ein paar Kratzer durch die Walzenführung.

Diese Rennwagen-Streifen da? Ja, sieht man deutlich.

Ein brauner Streifen. Und das hâltst du für Fett?

Es ist entlang der gesamten Bank und es İst immer gleich.

Sie mussten den Wagen fürs Ab- und Auffahren mit Fett einschmieren.

- Und so entstehen auch die Kratzer. - Manchmal hat der Wagen...

- Etwas geschwankt? -Ja...

Nur ein kleiner Stein und der Kratzer...

- Echt gut! Sie wurde wohl benutzt. - Es ist völlig parallel zur Bank.

Nein, das ist gut. Gut!

Da gibt es noch mehr. Sieh dir den dritten Kragstein an.

- Diese Kerben. - Ja. Sind auf der ganzen Lânge.

In der gesamten Galerie, auf beiden Seiten.

- Und wofür wurde das benutzt? - lch glaube,

damit wurde noch ein Holzbalken gehalten.

Auf dem der Wagen glitt.

Für die alten Âgypter war Holz selten und daher sehr wertvoll.

Laut Jean-Pierre hâtten sie die Holzbalken gerettet,

als die Pyramide fertig war, was auch die Einkerbungen erklârt.

Ich war oft hier, aber mir ist das nie auvfgefallen.

Auf der ganzen Lânge! Toll.

Das ist noch ein Beleg, dass hier ein Wagen auf und ab glitt,

und das ist der Stabilisator.

Es sind zu viele Details, verstehst du? Zu viele Details.

Ja. Sehr viele Details.

Und da ist noch ein Hinweis oben in der Galerie.

Auch wenn diese Stufe zementiert wurde,

ursprünglich hatte sie eine V-Form,

vielleicht, um das Gleiten von Seilen zu erleichtern.

Jean-Pierre könnte Recht haben. Aber hat er den Âgyptologen überzeugt?

Es scheint so unglaublich, dass dieser groflartige Raum,

die Grof$e Galerie, gebaut wurde,

nur um die Blöcke nach oben zu befördern. Aber es könnte sein.

Bis auf Weiteres ist die Üntersuchung vor Ort vorbei.

Aber Jean-Pierre hofft, nun weiter gehen zu können.

Zurück in Paris wird er von einem İngenlieur kontaktiert,

der ihm von dem Förderprogramm

"Leidenschaft für İnnovation" erzâhlt.

Das besessene Genie ist kurz davor, wieder zuzuschlagen...

Glaubst du wirklich, dass du in Shenzhen umherlâufst?

Oh ja. İch bin dort.

Aber wir müssen den Sensor für die Seitenlage anpassen.

Klar, diese kleinen Anpassungen müssen wir anfangs vornehmen.

Oh, Jean-Pierre, Hallo! Wie geht's?

Mehdi, das ist Jean-Pierre Houdin, der Architekt,

von dem ich dir erzâhlte, mit der neven Theorie über Cheops.

Oh ja! Grofartig! Richard hat mir davon erzâhlt.

Mehdi Tayoubi, schön, Sie kennenzulernen.

- Was machen Sie dort drin? - Das ist ein Simulator,

mit dem man sich in der virtuellen Realitât bewegen kann.

Es war im Sommer 200b5. Damals wusste ich nicht,

dass der Bau der Cheops-Pyramide noch immer ein Râtsel war.

Aber er hat mich völlig gefangen genommen.

Was ich an Jean-Pierre mochte, war sein Enthusiasmus

und dass er ein Aufenseiter war,

der eines der âltesten Râtsel der Menschheit angehen wollte

und keine Angst hatte, das auch zu tun.

- Könnten wir das simulieren? - Natürlich.

Das sind meine 3D-Bilder... Ja, das hab ich selbst gemacht...

- Schalten wir in den Schnellgang. - Erst mal machen wir ein 3D-Modell.

Wenn das für ein Flugzeug oder Auto geht, dann auch für eine Pyramide.

Dassault Systemes entwickelt wissenschaftliche 3D-Software,

um die besten Industrieprojekte der Zukunft

zu entwickeln und zu veranschaulichen.

Mit diesen innovativen Werkzeugen

kann ein Industrieprojekt vollstândig simuliert werden,

bevor es real entsteht.

Vaom Design über die Technik

bis hin zu den ausgefallensten Architekturprojekten.

Die Software-Anwendungen sind wie virtuelle Laboratorien,

in denen die Kohârenz und Machbarkeit dessen,

was die Erfinder sich ausgedacht haben, getestet werden.

- Hallo Jungs! - Wie geht's, Jean-Pierre?

Nach mehreren Jahren der einsamen Arbeit,

sieht sich Jean-Pierre plötzlich umgeben

von elinem enthusiastischen Team an İngenieuren.

Zwei Jahre lang arbeiteten sie am Modell der Pyramide

und wie sie erbaut worden war

mit ihren eigenen wissenschaftlichen 3D-Werkzeugen.

Es gab mehrere Phasen:

Zuerst modellierten wir die ganze externe Rampe,

dann Teile der Pyramide.

Die Ingenieure gaben alle geometrischen

und physischen Merkmale in den Computer ein.

Und sie stellten Jean-Pierres ldeen auf die Probe.

Durch Simulation können wir zeigen, dass alles korrekt ablâuft.

Zwanzig solcher Maschinen, und es ist absolut möglich!

Richard, wie steht's?

Dank ihrer Fachkenntnis konnten sie sogar erklâren,

warum die Granitblöcke in der Königskammer geborsten sind.

Ein Râtsel, das, was die Âgyptologie angeht,

viele Spekulationen hervorgerufen hat,

bis zu der vorliegenden wissenschaftlichen Analyse.

Zug um Zug kalkulierten sie das kombinierte Gewicht auf den Balken,

den Sandsteinsparren; dann die 83 Meter Stein darüber.

Es gab keine Risse. Zuletzt fügten sie einen letzten Faktor hinzu:

eine 3-cm-Verlagerung der südlichen Wand der Königskammer.

Wenn die Pyramide fertig ist, schau... wir senken die Südseite ab,

die Dachsparren öffnen sich, und dann sieh da...

die ersten drei Decken: rot, rot, rot.

Rot bedeutet, das ist die Soll-Bruchstelle des Granits.

Die Ingenieure prüften auch das System der Gegengewichte.

Das Gegengewicht geht nach unten, der Balken nach oben.

Und der kleine gelbe Pfeil? Was ist das?

Das ist die Kraft, die durch Menschen angewandt wird.

- Das ist die Anzahl der Mânner? - Genau.

Wir konnten nichts Unmögliches an Jean-Pierres Theorie finden.

Wir sagen nicht, so ist es passlert. Wir waren nicht da, um es zu sehen.

Aber wir sagen, dass es sehr wohl auch so gewesen sein könnte.

Mechanisch gesehen ist es realistisch. Es hâlt stand.

Könnte Jean-Pierre Houdin seine Hypothese bewiesen haben?

Jedenfalls ist seine Theorie die erste und einzige,

die durch wissenschaftliche 3D-Methoden bestâtigt wurde.

Nun kann man die Cheops-Pyramide Stück für Stück aufbauen.

Niemand ist jemals so weit gekommen!

Jean-Pierre hat es auch geschafft, die Fotos zu erklâren,

die Bob in der Aussparung gemacht hat.

Jean-Pierre, schick uns doch die Bilder, die Bob gemacht hat,

und Jacgues wird die Simulation starten,

um zu sehen, ob die Realitât zum Virtuellen passt. Okay?

So erfahren wir mehr über das, was wir sehen.

- Habt ihr alle Steine nachgebildet? - Gestützt auf die Videobilder

haben wir Bild für Bild alle Blöcke nachgebildet.

Bob hatte eine Sondererlaubnis, er durfte zur Aussparung hinauf.

Ich bat ihn, Maf$e zu nehmen und in die Löcher zu sehen.

- Er hat den Raum nicht erwartet? - Nejn.

Und er hat einen neun Ouadratmeter grofğen Raum gefunden.

Bis heute hat niemand diesen Raum beschrieben? Es gibt keine Daten?

Nein. Danach haben wir geforscht, aber nichts gefunden.

Nun schneiden wir die Pyramide in Scheiben,

wie Schinken, und wir gehen Schicht für Schicht nach unten.

Da! Halt! Seht ihr?

Da sind die Rampen, das ist der obere Teil des Kragsteins.

Für sie ist die interne Rampe hinter den Wânden dieses Raums.

Siehst du, Mehdi, hinter dem Stein.

Jacgues, kannst du den Stein entfernen?

Was haben wir da? Die interne Rampe.

Du meinst, ihr hattet keine endoskopische Kamera dabei?

Das hatten wir nicht erwartet!

Und dann fühlt man sich deswegen schlecht.

Sie ist genau da...

Aber es sollte Löcher geben.

Mit einer Wârmebildkamera könnten wir

die Löcher zwischen den Steinen sehen.

Die Luft, die herauskommt, müsste kâlter sein als die in dem Raum.

Du brauchst also nur die Erlaubnis,

mit einer Wârmebildkamera zurück in den Raum zu gehen,

um sie vor die zwei Blöcke zu heben, und dann sehen wir,

dass sich dahinter die interne Rampe befindet?

Wenn wir zurück dürfen, werden wir beweisen,

dass die interne Rampe da İst.

Um das Râtsel zu lösen, brauchen sie jetzt nur die Genehmigung.

Wenn Jean-Pierre Recht hat, und alles deutet darauf hin,

wird die Entdeckung einen Aufruhr erzeugen.

Wie lange wird er warten müssen? Das weik keiner.

Aber er arbeitet an diesem Projekt schon seit 10 Jahren.

Er hat keine Angst, noch etwas lânger zu warten.

Wenn es um die Pyramiden geht, ist der Zeitbegriff relativ.

Zwischenzeitlich hat er entschieden, seine Theorie mit der Welt zu teilen.

Die Neuigkeiten sind um die ganze Welt gegangen.

Ein französischer Architekt glaubt die Antwort auvf ein altes...

Nun behauptet ein französischer Architekt,

endlich das Geheimnis entschlüsselt...

...well es die einzige ist, die funktioniert.

Die Mission des berühmten Architekten Houdin lautete,

das hinter den Wânden der Cheops- Pyramide verborgene Râtsel zu lösen.

Jean-Pierre Houdins Untersuchung ist vorbel.

Aber die Geschichte noch nicht.

Zwischenzeitlich besucht unser Architekt

das Grabmal seines Vorgângers Hemiunu,

des Mannes, der die Cheops-Pyramide vor 4.500 Jahren erbaut hat.

Er möchte noch ein letztes Mal

dem unglaublichen Genie der grol$en alten Erbauer huldigen,

bevor er eines Tages die Pyramide selbst

auf der internen Rampe erklimmt.

Übersetzung: İrene Andreadou www.sdimedia.com

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