All language subtitles for Das.Versprechen.German.2016

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Original subtitles

Die Geschworenen haben ein Urteil gefällt.

Wir, die Geschworenen, finden den Angeklagten schuldig wegen Mordes

an Derek William Reginald Haysom und Nancy Astor Haysom

und fordern deshalb lebenslange Haft.

Beteuern Sie immer noch Ihre Unschuld? Jens, was sagen Sie dazu?

Ich war Ermittler bei der Kriminalpolizei.

Es war ungefähr 15 Uhr Mittwoch Nachmittag,

als der Funkspruch rein kam.

Ricky war auch da.

Wir

arbeiteten Hand in Hand.

Chuck Reid und ich lebten diesen Fall.

Das Ausmaß an Gewalt,

und all das Blut,

so etwas hatte ich noch nie zuvor gesehen.

Ich ging rein und

es war, als ginge man in ein Schlachthaus.

Was für eine Gang hat das gemacht?

Mr. Haysom lag mit dem Gesicht nach oben,

direkt in der Türe,

ich musste über ihn steigen, um in das Esszimmer zu kommen,

überall war getrocknetes Blut

und auf dem Küchenboden lag Mrs. Haysom, tot.

Im oberen Stockwerk, in Mrs. Haysoms Atelier,

fanden wir Nacktfotos von Elizabeth, ihrer Tochter,

sie kniete neben ihrem Bett, als würde sie beten.

Vor ihr lag

ein Shakespeare-Band,

Die Fotos wurden von der Seite aufgenommen.

Wir hatten gehört,

dass sie eine Art Verhältnis mit ihrer Mutter hatte.

Mrs. Haysom, Sie bezeichnen sich

als Lady Macbeth?- Ja.

Sie kennen Shakespeare sicherlich besser als ich, aber es scheint mir,

dass Lady Macbeth ihren Mann ermutigt hat, einen Mord zu begehen, richtig?

Ja, das hat sie.

Mrs. Haysom, in dem Gerichtsgutachten sagen Sie aus,

Sie hätten eine ausgeprägte sexuelle Beziehung mit Ihrer Mutter gehabt, richtig?

Könnten Sie das bitte beantworten?

Sagten Sie, dass Sie eine

ausgeprägte sexuelle Beziehung mit Ihrer Mutter gehabt hätten?

Nein, so habe ich das nicht gesagt, Sir. - Wie sagten Sie es?

Ermittler Gardner

fragte mich nach den Fotos, die meine Mutter von mir gemacht hatte...

Mrs. Haysom,

Ihre Mutter wurde abgeschlachtet.

Ja, wurde sie, Sir. - Sie nannten sie eine Lügnerin und Alkoholikerin.

Ich nannte sie nie eine Alkoholikerin! - War sie eine Vergewaltigerin?

Hat sie Sie missbraucht?

Wenn nicht, waschen Sie ihren Namen jetzt rein!

Hey Chuck! - Wie geht's dir?

Freut mich, dich zu sehen! - Gleichfalls.

Komm rein!

Ja, als ich das letzte Mal hier war, war Chaos.

Mr. Haysom war hier.

Genau hier.

Mrs. Haysom lag hier.

Mit ihrem Kopf auf dieser Seite. Sie lag genau so.

Und "vermutlich"

war Jens hier, ging hinter Mr. Haysom

und schnitt ihm die Kehle durch.

Man sprach darüber, dass Mrs. Haysom

Elizabeth missbraucht haben soll.

Wir fanden fünf oder sechs Bilder von Elizabeth,

völlig nackt,

vermutlich hat ihre Mutter sie gemacht.

Jens Söring,

er war so besessen von diesem Mädchen,

sie hat den Jungen nur ausgenutzt. Sie benutzte ihn

vermutlich

um an ihre Eltern ranzukommen.

Ich sage es, wie es ist und wie ich es sehe.

Ihr könnt selbst entscheiden.

Ich werde nie die Nacht vergessen, in der wir Luminol einsetzten...

Wenn ihr wisst, was Luminol ist? Es ist ein Spray.

Wenn du auf den Tisch hier blutest und es jemand aufwischen würde,

sechs Monaten später sprühe ich Luminol drauf

und man sieht ein grünlich-bläuliches Schimmern.

Ricky war gerade oben

und plötzlich

sah man bläulich-grünliche Fußabdrücke, direkt vor der Tür,

sie tauchten überall im Gras auf.

Derek W. R. Haysom und seine Frau Nancy

wurden am Montag in ihrer Wohnung erstochen.

Die Leichen wurden in ihrem Haus in der Holcomb Rock Road gefunden.

Haysom ist kanadischer Staatsbürger

und ein bekannter Geschäftsmann aus Nova Scotia.

Man weiß noch nichts über ein Motiv.

Paul Freifeld, NEWSET-13.

Mein liebster Jens,

die Tage vergehen langsam.

Es ist Zeit, alles für die Wahrheit zu riskieren.

Du wirst mir das nicht verzeihen.

Hass' mich,

schlag' mich,

was auch immer,

aber bitte nimm mich in den Arm, wenn wir uns treffen.

Versprich mir, Jens,

was auch immer jetzt passieren wird,

versprich mir, nicht zuzulassen, dass ich Dein Leben ruiniere.

Meines habe ich komplett versaut.

Lass mich nicht auch noch Deins zerstören.

Das ist das erste Echte und Gute, was ich je getan habe.

Ich würde mich umbringen, wenn ich erfahre,

dass Du Dich für mich in Gefahr bringst.

Tu es nicht.

Ich liebe Dich, Elizabeth.

Wo gingen Sie zur Schule?

Ich ging aufs Wycombe Abbey in England.

Wycombe galt als eine der besten Schulen Englands.

Wie viel Kontakt hatten Sie zu Ihren Eltern?

Sie kamen niemals

zu meinen

Erfolgen oder Misserfolgen während meiner Schulzeit.

Sie sahen mich nie Lacrosse spielen.

Sie sahen mich nie auf der Bühne stehen.

Ich fing an, Probleme in der Schule zu haben.

Mein Vater vergötterte mich.

Und er sah mich als perfekt an.

Ich war Reporter bei der 'Richmond Times Dispatch'

und mein Gebiet war West-Virginia.

Als wir vom Doppelmord an den Haysoms hörten,

dachten wir, es handle sich um einen normalen Mord.

Da fing die Geschichte für mich an,

mit dem mysteriösen Mord an zwei sehr prominenten Menschen.

Es war eine riesen Geschichte in Virginia.

Und Elizabeth ist...

vor allem war sie eine ungewöhnliche Schönheit,

sie war keine gewöhnliche Schönheit

und ich denke, sie hatte eine Art zu sprechen

und einen Charme, der viele Leute anzog.

Ich weiß nicht genau, was das für ein Charme war, es hatte etwas von...

wenn sie einen Raum betrat, richtete man sich auf.

Sie schien einfach viel zu wissen. Sie war welterfahren, wortgewandt, sichtlich clever.

Ich sagte meinen Eltern,

dass ich meine Hauptfächer wechseln wolle.

Und mein Vater sagte, das sei Unsinn.

Was sagte er?

Es sei Unsinn.

Ich habe völlig überreagiert.

Ich warf alles hin.

Ich lief davon. Ich nahm viele Drogen.

Welche Art von Drogen konsumierten Sie? - Viel LSD

und ich nahm viel Heroin.

Was nahmen Sie?

Heroin.

Gleichzeitig

sah man, dass sie log.

Sie war eine gute Lügnerin, man konnte jedoch sehen,

dass sie es gewohnt war zu lügen.

Sie war drogenabhängig, was sie zugegeben hatte,

und natürlich lernen Drogensüchtige zu lügen und können oft nicht damit aufhören.

Also, was ich klar erinnere,

dass sie eine schöne und charmante Lügnerin war.

Ich schrieb ein Gedicht für meine Mutter.

Sie wollte ständig, dass ich Gedichte über sie schreibe, an sie, für sie.

Ich fiel nun wieder

in diese Rolle,

die perfekte Tochter zu spielen,

gesellig und charmant zu sein.

Und dann wurde ich wieder herumgezeigt und vorgeführt.

Ich wollte herausfinden, was in meinem Leben falsch läuft,

und stattdessen wurde ich zur Schau gestellt.

Sie kontrollierten alles, was ich tat.

Meine Mutter kam zu den seltsamsten Zeiten, Tag und Nacht,

ins Studentenwohnheim,

um zu kontrollieren, was ich tat.

Ich wusste, sie machte das aus Liebe,

sie machte sich Sorgen.

Und ich denke, ich habe das falsch aufgefasst, ich war verärgert

wegen dieser Fürsorglichkeit.

Was ist Ihre erste Erinnerung an Jens?

Ich traf ihn

an meinem allerersten Tag dort.

Es war ein Grillabend für die Stipendiaten.

Ich wurde ihm vorgestellt.

Mein erster Gedanke war, dass er

sehr unhöflich, sehr feindselig und sehr aggressiv war.

Aber er war auch genial.

Er wurde mir vorgestellt als ein Jefferson-Stipendiat und als ein Deutscher

und ich denke,

das gefiel mir.

Haben Sie das geschrieben, bevor Sie weggingen?

Ja, es ist ein Brief in Form eines Tagebuchs. - Wo wurde das geschrieben?

In Loose Chippings in Lynchburg, in der Holcomb Rock Road.

Zu Hause? - Ja. Schreiben ist meine Art, mich auszudrücken.

Ich öffne mein Herz auf dem Papier.

Ich teilte alles mit ihm und

ich teilte auch das mit ihm.

Mein Liebster Jens,

ein Tag verregneter Einsamkeit.

Heute Morgen baute ich meinem Vater einen Tisch für seinen Computer.

Ich habe nicht geraucht.

Meine Eltern begannen zu trinken.

Ich glaube, ich versuchte ihm zu sagen,

dass ich unglücklich war.

Er beschrieb mir immer, wie unglücklich er zu Hause war,

und ich erklärte ihm, dass wir alle

immer mal wieder Streit zu Hause haben.

Das habe ich ausgedrückt.

Ich kaufte Zigaretten.

Mein Vater fiel hin,

ich betete.

Ich habe mich reingesteigert,

bei vielen Gelegenheiten...

es wird sehr surreal...

Lesen Sie.

Wäre es möglich, meine Eltern zu hypnotisieren,

Voodoo anzuwenden,

ihnen den Tod zu wünschen?

Es scheint, als würde ihnen meine Konzentration auf ihren Tod, Probleme bereiten.

Mein Vater fuhr fast über eine Klippe

und meine Mutter fiel in ein Feuer.

Ich denke, ich sollte ernsthaft anfangen, schwarze Magie auszuüben.

Ich beschrieb das,

sehr grausam, sehr entschlossen.

Ich möchte bei Dir sein, um Dich, in Dir, durch Dich, für immer an Dich gebunden.

Bitte, mein Liebling Jens,

ich liebe und vermisse Dich.

Elizabeth.

Larry, hier spricht Carlos Santos von der 'Fluvanna Review'.

Ich versuche Elizabeth Haysom zu interviewen.

Könnten Sie mir helfen, ihr meine Anfrage zukommen zu lassen?

Ich freue mich auf Ihren Rückruf.

Sie wäre natürlich die Titelgeschichte.

Danke, tschüss.

Ich würde so gerne mit ihr sprechen. Ich würde sofort hinfahren.

Das Motiv war nie wirklich klar.

Wenn du deine Theorie aufstellst, sieht man alles im Licht dieser Theorie.

Und hierzu passt, was Elizabeth gesagt hat...

"Wir gehören beide hierher", sie sagte nicht, er gehört ins Gefängnis,

sie sagte: "Wir gehören beide hierher".

Da steckt ein bisschen Wahrheit drin.

Er war sauer,

auf meine Eltern,

dass sie mich nicht genug finanziell unterstützten,

obwohl sie doch so unfassbar reich wären, was nicht stimmte.

Er wollte runter

zu meinen Eltern fahren und die Sache mit ihnen regeln.

Was hat er gesagt? - Er sagte: "Ich könnte sie umbringen."

Unten auf Seite 6 dieses Briefes, könnten Sie das vorlesen?

Liebste Liz,

I love you; Je t'aime; Ich liebe Dich.

Was hältst Du von ein paar Drinks bei mir?

Ich habe diesen neuen Jacuzzi.

Wild, Baby, wild.

Ich bin es wieder, Jens,

ich liege in meinem Bett, 22 Minuten nach Mitternacht,

überall tanzen Geister.

Würde ich Deine Eltern treffen,

hätte ich die ultimative Waffe.

Seltsame Dinge geschehen in mir.

Ich werde mehr und mehr zu einer Art Jesus,

ich glaube ich würde sie entweder um ihren Verstand bringen,

Herzattacken kriegen lassen, oder sie würden plötzlich die Welt lieben.

Liebe ist eine Form der Meditation

und die ultimative Waffe gegen Deine Eltern.

Mein Gott, wie ich die Abendessens-Szene durchgeplant habe.

Bis dahin liebe ich Dich, so sehr wie ich es gerade kann.

Dein Jens.

Was machten Sie, nachdem er ging?

Als er weg war, ging ich in die nächste Bar,

ich bestellte ein paar Drinks und

kaufte ein paar Gramm Heroin.

Die Tatsache, dass ich meine Mutter so sehr hasste,

ich fühle mich dafür verantwortlich, auch Jens da hineingezogen zu haben,

ihm gewissermaßen erlaubt zu haben,

wie ich es heute sehe, meine Eltern umgebracht zu haben.

Fuhren Sie selbst nach Lynchburg?

Ob ich nach Lynchburg fuhr? Nein.

Als Jens Samstagnacht nach Washington zurückkam, was sagte er da zu Ihnen?

Ich war in der Rocky Horror Picture Show. Und ich kam aus der Vorführung

und wartete an der Seite.

Er fuhr vor,

er war auf der anderen Straßenseite,

und ich überquerte die Straße.

Als ich die Autotür öffnete,

ging das Licht im Auto an

und

er trug eine Art weißes Bettlaken.

Und er war voller Blut, von Kopf bis Fuß.

Also stieg ich ins Auto,

wir fuhren zurück zum Marriott

und er sagte, dass er meine Eltern getötet hätte.

Ich war durch die Situation wie gelähmt. Es war so gewaltig,

so überwältigend, so bestimmt, so endgültig,

so außergewöhnlich... Ich meine, Jens ist nur... Er ist ein Schwächling.

Man glaubt nicht, dass er zu so etwas fähig ist. Außergewöhnlich.

Jens Söring war verrückt.

Er hasste die Haysoms.

Er sagt, dass er dorthin fuhr, um mit ihnen zu sprechen.

Denn sie hatte ihm all diese Gedanken

in den Kopf gepflanzt, wie sehr sie ihre Eltern hasste.

Und dass er nichts mit ihr zu tun haben könne, doch das wollte er mehr als alles andere.

Er wollte das mehr als ein Jefferson Stipendium,

er wollte das mehr als alles andere. Er wollte Elizabeth.

Ich wurde von einer Anwältin namens Gail Ball beauftragt.

Sie glaubte nicht, dass Jens Söring

schuldig in dieser Sache ist

und ich erkannte

viele Ungereimtheiten.

Hier steht 'Fußabdrücke'.

'Universität Virginia,

Polizeibehörde'.

Meine Güte...

Das hier ist traurig.

Das ist was Mrs. Haysom damals anhatte.

Richmond FBI.

Ja Ma'am, hier ist Chuck Reid.

Ich versuche

einen ihrer ehemaligen Agenten zu kontaktieren, Ed Sulzbach.

Er erstellte ein Täterprofil für mich

in einem Mordfall.

Ich bekam einen Anruf vom Sheriff in Bedford County.

Und die unterschiedlichen Sheriffs und Polizeichefs des Staates Virginia

kannten mich und wussten, dass ich ein 'Profiler' war.

Ich fuhr raus nach Bedford County.

Meine Aufgabe war es,

das Verbrechen zu untersuchen

um mögliche

Verdächtige zu präsentieren.

Und Frau Haysom trug ihr Nachthemd und einen Morgenmantel

und ich dachte, dass Mrs. Haysom niemals Fremde

in so einer Garderobe empfangen würde.

Wer könnte ihr so nahe stehen, dass sie dazu bereit wäre,

diese Person im Nachthemd zu empfangen.

Wir haben es mit jemandem zu tun, der diesen Leuten sehr nahe steht.

Und das sagte ich den Ermittlern.

Ich tippte auf ihre Tochter,

denn Mrs. Haysom war eine sehr vornehme Frau.

Und ich kam ziemlich schnell zu dem Schluss,

dass es jemand war, den sie sehr gut kannten.

Ed, hast du dazu irgendetwas Schriftliches gemacht?

Du und ein anderer Agent habt doch ein psychologisches für uns erstellt.

Ich erinnere mich gut.

Kontaktier das Büro in Richmond,

die können die Akte herausgeben.

Frag nach Debbie Propst.

P-R-O-P-S-T.

Dave,

das ist der Brief vom Bedford County Sheriffs Department.

Bezüglich des Täterprofils des FBIs

beteuert Major Ricky Gardner,

es wurde nie ein Täterprofil erstellt.

Und das Ganze mit offiziellem Briefkopf.

Hallo? - Hi, Mann.

Ricky, wie geht's dir?

Chuck, die kommen jetzt her

Chuck, wir haben nie ein FBI Profil erstellt. - Doch, haben wir.

Nein, stimmt nicht.

Es war Ed Sulzbach und ein anderer Spezialagent.

So lernte ich Ed erst kennen.

Chuck Reid hat das verdreht, als er sagte, es wäre ein Profil erstellt worden in diesem Fall.

In diesem Fall wurde niemals ein Profil erstellt.

Ich weiß nicht... Niemand brachte jemals etwas zu Papier...

Chuck, wenn wir so etwas erstellt hätten,

wären das entlastende Beweise gewesen.

Um ehrlich zu sein, ich habe eine Kopie

von einigen alten Berichten.

Aber offensichtlich wurde dort nichts erwähnt von einem...

...Täterprofil?

ja, dass ein Täterprofil erstellt wurde.

Doch, genau das steht da drin. Dort steht,

Spezialagent Ed Sulzbach erstellte ein psychologisches Profil,

er schloss auf eine weibliche Person, eine Bekannte und einiges mehr.

Es stehen vier, fünf verschiedene Dinge drin.

Glaubst du, die haben noch ein Exemplar?

Ja, sie haben es.

Das FBI wirft niemals etwas weg.

Es ist irgendwo in den Untiefen des FBIs,

es ist immer noch dort, irgendwo.

Mr. Updike!

Danke, Euer Ehren.

Mrs. Haysom,

Sie gingen dorthin, um Blut zu entfernen, nicht wahr?

Sie gingen zum Haus, um Blut aufzuwischen...

Ich habe niemals Blut im Haus aufgewischt.

Professionelle Reinigungskräfte wischten das Blut auf.

Es ist doch so, Mrs. Haysom,

dass Sie darauf bestanden, ins Haus zurückzugehen,

um selbst zu putzen? - Das stimmt nicht, Sir.

Wenn Ihr Bruder, Howard Haysom, sagt,

dass dies in der Tat der Fall war,

würden Sie ihm widersprechen? - Ja, würde ich.

Machten Sie dort auch die Äußerung, als Sie am Kamin putzen,

und die einer Ihrer Freunde hörte: Das hier ist Papas Gehirn,

ich wische gerade Papas Gehirn auf?"

Das ist ziemlich ungenau,

es war nicht am Kamin, es war an der Tür.

Es interessiert mich nicht, wo es war, es interessiert mich, was...

Nun, wir sollten hier doch genau sein, indem was geschehen ist.

Danke, dennoch machten Sie diese Aussage.

Was ich sagte und was passiert ist...

Ich habe geputzt,

und da klebten einige Haare vom Kopf meines Vaters

an der Tür.

Und ich musste mich übergeben.

Wir fuhren also nach Charlottesville,

um Elizabeth in der Polizeistation der Universität zu verhören.

Ich fragte sie: "Wie können wir diesen Jens treffen?

Wir müssen mit ihm reden."

Ich werde niemals diesen Tag vergessen,

diesen Sonntag, als Ricky und ich ihn verhörten.

Ich dachte mir insgeheim:

Niemals könnte dieses Bürschchen so etwas getan haben."

Elizabeth sagte mir, dass Sie mit mir sprechen möchten. - Ja.

Hatten Sie jemals Streit mit Derek?

Nein.

Sie hatten niemals Streit mit Derek?

Ich war nie in Loose Chippings

während ihre Eltern da waren. - Okay.

Sie beide fuhren an diesem Wochenende nach Washington, D.C.?

Ja.

Bei Ihnen scheint es zu klingeln?

Wir brauchen Ihre Fingerabdrücke und eine Blutprobe.

Wir verdächtigen Sie nicht,

wir versuchen Sie nur auszuschließen. - Aha.

Sie wissen selbst, ob Sie es getan haben.

Als er an diesem Tag ging, sagte er zu mir: "Ich gehe zurück zur Uni,

ich werde darüber nachdenken. Und am Mittwoch,

dem 9.,

dem 9. Oktober", sagte er, werde ich Sie anrufen und

lasse Sie wissen, was ich tun werde.

Sonntag, gegen 22 Uhr, bekam ich einen Anruf,

zur selben Zeit wie Ricky,

dass

wir nach Charlottesville müssten, Elizabeth und Jens hätten das Land verlassen.

Ich arbeitete an dem Wochenende,

als mich Jens' Vater anrief.

Jens ist im selben Alter wie mein mittleres Kind.

Sie waren zusammen in der Vorschule in Atlanta.

Die Jungs waren elf oder zwölf.

Jens' Vater war ein hoher Regierungsbeamter im deutschen Konsulat in Atlanta.

Er sagte: "Ich habe ein Problem, würdest du mich vom Flughafen abholen?"

Ich sagte, natürlich würde ich.

Es war ein schrecklicher Tag.

Wir fuhren von hier zur University of Virginia,

das sind ungefähr eineinhalb Stunden.

Es tut mir wirklich leid.

Aber,

wir fuhren zur Universität von Virginia

und auf dem Weg dorthin erzählte er mir, was passiert war.

Sehr geehrte Herren Reid und Gardner,

ich bin mir sicher, dass Sie bald in die Ermittlungen involviert sein werden

bezüglich meines Verschwindens.

Ich versuchte Ihnen einige Mühen zu ersparen, indem ich Kopien

der Briefe beilege, die ich meiner Familie und Freunden hinterlassen habe.

Zweifellos werden Sie ohnehin intensiv in meinen Sachen herumwühlen.

Bitte gehen Sie behutsam damit um, und geben Sie alles meinen Eltern zurück,

vielleicht wollen sie sie behalten.

Ich nehme an, dass insbesondere Sie, Mr. Gardner,

gerade sehr aufgeregt sein dürften, deshalb tut es mir leid, Sie enttäuschen zu müssen.

Bedauerlicherweise für Sie

gehe ich wirklich aus dem Grund, den ich im Brief an meine Eltern erläutert habe.

Ich schlage vor, dass Sie Ihre Ermittlungen weiterführen wie bisher.

Bestimmt werden Sie finden, wen Sie suchen.

Was Liz mir über ihre Ermittlungen in Loose Chippings erzählt hat,

kann ich nur sagen, dass ich zu so etwas nicht fähig bin.

Es gibt noch viel zu tun, deshalb verabschiede ich mich jetzt.

Versuchen Sie, nett zu meinen Eltern zu sein,

sie werden auch ohne Sie eine schwierige Zeit durchleben.

Aufrichtigst, Jens Söring.

Jens hatte die Universität von Virginia verlassen und ich sah Klaus zusammenbrechen.

Er war völlig aufgelöst.

Denn erst da realisierte er, wie schrecklich ernst die Lage war.

Liebe Mom, Dad und Kai,

ich schreibe Euch, um Euch zu sagen, dass ich Euch aufrichtig liebe

und dass der Kummer, den ich Euch vermutlich bereite, auch mir großes Leid zufügt.

Wie Ihr wisst, war ich in der Schule nie glücklich.

Es gibt einen grundsätzlichen Unterschied zwischen mir und nahezu allen anderen hier.

Seine Mutter war gebrochen, man muss sich das wie Glas vorstellen,

das zerspringt.

Ich liebe Euch und werde mich melden,

wenn auch vermutlich nicht bald.

Die Autoschlüssel sind in der braunen Arbeitsmappe in Liz' Schlafzimmer.

Jens sagte,

dass es seinem Vater bald klar werden würde,

warum sie die University of Virginia verlassen hätten.

Möglicherweise werden die Beamten Reid und Gardner mein Verschwinden

mit dem Tod von Liz' Eltern in Verbindung bringen.

Es ist für sie, dass dieser Brief in Englisch ist.

Sie haben einen voyeuristischen Zwang, die persönliche Post anderer Leute zu lesen.

Ich kann Euch fast sicher versichern, dass ich nicht getan habe, was sie denken.

Und Kai, nimm den Scirocco und beide Konten und such' Dir ein gutes College.

Und um Himmels Willen, werde bloß kein Zahnarzt.

Sein Vater ist ein gebrochener Mann.

Seine Mutter ist tot.

Sein Bruder hat ihn praktisch verstoßen.

Er hat nichts mehr.

Laut Scotland Yard

verhörten sie heute die 23-jährige Haysom

und den 19-jährigen Jens Söring

in der Richmond Polizeistation in Süd-West London.

Die beiden wurden wegen Betrugs in Höhe von 6.000 Dollar

durch ungedeckte Schecks verhaftet. Sie könnten außerdem in Drogenhandel verwickelt sein.

Am 25. Mai

1986 bekam ich einen Anruf

von einem Kriminalbeamten Terry Wright aus London

und er fragte mich, ob ich an

Jens oder Elizabeth Haysom interessiert sei. Und ich sagte: "Natürlich bin ich das."

Und die zweite Frage war:

"Sind ihre Eltern tot?"

Und ich sagte: "Ja, sind sie."

Und er sagte: "Lassen Sie mich fragen, wurden sie ermordet?"

Und ich sagte,

"Ja."

Und er sagte: "Vielleicht wollen

Sie nach London kommen, ich glaube, wir haben

die Mörder hier in Gewahrsam und Sie möchten vielleicht mit ihnen reden."

Ich konnte einfach nicht glauben, dass das gerade passierte.

Ich sagte: "Bleiben Sie, wo Sie sind,

ich rufe in einer Stunde zurück.

Gehen Sie nicht weg. Bleiben Sie beim Telefon. Ich rufe zurück.

Wer sind Sie nochmal?"

Ich fuhr ins Gericht,

zu Staatsanwalt Jim Updike.

Ich sagte ihm: "Ich hatte gerade ein Telefongespräch,

Jens und Elizabeth sind im Gefängnis in England. Wir müssen dahin!"

Heute haben wir Anklage erhoben, gegen beide

Jens und Elizabeth,

ihre Eltern umgebracht zu haben.

Wir landeten Dienstagmorgen in London, Heathrow.

Detective Constable Terry Wright und Sergeant Beever trafen sich mit uns.

Innerhalb von fünf Minuten fingen sie an, die Briefe herauszuholen.

In den nächsten Tagen

verhörten wir Jens und Elizabeth vier, fünf Mal.

Sagen Sie mir die Wahrheit, Elizabeth, Sie wussten an diesem Morgen,

dass er auf Konfrontation mit Ihren Eltern gehen würde.

Das wusste ich nicht. - Und dass Ihre Eltern vermutlich sterben würden,

aufgrund dieser Begegnung?

Sie wussten, dass er es tun würde, oder? Wussten Sie es?

Ich hab es selbst getan.

Erzählen Sie keinen Quatsch.

Ich bekam einen Kick.

Sagen Sie mir die Wahrheit und schauen Sie mich an.

Sie wussten, dass es passieren würde

und Sie bauten ein Alibi,

während er das Verbrechen beging.

Meine Liebste, ich liebe Dich so sehr.

Der erste Teil ist der längst versprochene versaute Brief, um Dich in eine gute Stimmung zu bringen.

Das Zimmer ist nur von zwei Kerzen beleuchtet

und in meiner besten Nazi-Stimme sage ich langsam:

"Du gehst nirgendwohin, mein Liebchen. Heute Nacht bist Du die Gefangene meiner Liebe."

Wir küssen uns jetzt innig.

Unsere Zungen spielen miteinander.

Ich wandere zu Deiner Klitoris und Du stöhnst leise,

während meine Zunge Dich zwischen Deiner Klitoris und der Vagina massiert.

Liebling, ich kann es nicht erwarten, Dich ganz für mich alleine zu haben.

Ich möchte auf Deinem Schoß sitzen und Deinen Finger spüren.

Ich liebe Dich.

Die Ekligkeit unserer Vergangenheit könnte zu groß sein, um sie zu verdrängen,

aber Du wirst das Erlebte vergessen,

weil Du einen guten Fick möchtest

und ein zweistündiges Lecken, von dem Typen, der Dich liebt.

Du bist in einer schrecklichen Lage, schlimmer als meine,

lass mich ein paar Dinge klarstellen.

Zerstöre alle schriftlichen Beweise von Bedford. Vernichte alles!

Das ist alles, wofür ich Zeit habe, Liebste.

Vertraue mir und liebe mich immer.

Ich war verärgert. Verängstigt. Einsam. Besorgt.

Lass mich nicht mit der Schuld alleine zurück.

Wenn ich nach Deutschland gehe

und dort verurteilt werde, gehe ich nur für ein paar Jahre hinter Gitter

und Dein Prozess wird kein aufgebauschtes Ereignis sein,

da die Hauptattraktion, ich, fehlt.

Du wirst schnell auf Bewährung frei kommen,

vor allem wenn sie meine vorzeitige Haftentlassung erwägen.

In wenigen Jahren werden wir also hoffentlich frei und zusammen sein.

Vertraue mir und bleib ruhig. Auf Ewig Dein, Jens.

Dieses Verhör führen wir mit Jens Söring am 6. Juni 1986

in der Richmond Police Station in England.

Es... könnte ich... ähm... - Fahren Sie fort.

An diesem Wochenende besprachen wir

den Mord, ja.

Sie ließen also Elizabeth in Washington zurück, was war Ihr Ziel?

Derek und Nancy Haysom. - Okay.

Haben Sie an die Tür geklopft? - Ja.

Hat man Sie hineingebeten? - Ja.

Jens, können Sie sich daran erinnern, was Nancy Haysom anhatte?

Ich glaube, Mrs. Haysom trug Jeans.

Mr. und Mrs. Haysom starben wahrscheinlich in dieser Nacht an Stichwunden.

Stimmen Sie dem zu? Entschuldigung,...kann ich...

Wie Sie sicher wissen,

haben wir mit Elizabeth gesprochen.

Sie sagte uns, dass Sie ihre Eltern umgebracht hätten.

Haben Sie Derek Haysom erstochen?

Haben Sie ihn mit einem Messer aufgeschlitzt?

Ist das eine schwierige Frage?

Ja, sehr.

Wir wissen, dass Sie offensichtlich die Todesstrafe fürchten.

Sie sagten das zu mir, nicht wahr?

Wollen Sie eine Pause machen?

Ja, könnten wir?

Okay, ich schalte das Tonband aus.

Als Sergeant Beever mich in der Zelle konfrontierte

mit

Jens' Aussage,

nannte er mir hinter vorgehaltener Hand

einige Details

über Jens' Aussage.

Ich war zornig darüber, dass Jens mich im Stich gelassen hatte,

während ich

weiterhin

versuchte ihn zu decken.

Sie waren sauer auf ihn,

also beschlossen Sie, ihn einfach noch tiefer hineinzuziehen?

Nachdem beide gestanden hatten, in London,

schrieb sie Jens einen Brief,

Elizabeth schrieb Jens einen Brief und beendete die Beziehung.

Sie schrieb. "Ich gehe zurück nach Virginia,

ich werde meinen Teil am Tod meiner Eltern zugeben. Ich liebe dich nicht mehr.

Du bist jetzt auf dich allein gestellt."

Parole = Bewährung

Elizabeth Haysom sagte der Staatsanwaltschaft,

dass sie bereit sei, gegen ihren Exfreund Jens Söring auszusagen.

Virginias Staatsanwälte versuchen noch immer, Söring zurück nach Virginia zu holen,

um ihn wegen Mordes anzuklagen.

Als ich hierher kam,

dachte ich, sollte ich verurteilt werden

für diesen Mord mit Jens,

dass er auch verurteilt werden müsste,

und nicht mit einem milderen Urteil davon kommen dürfe.

Das Schlimmste ist, dass ich bei ihm blieb, und dass ich freiwillig bei ihm blieb

Ich möchte, dass Sie verstehen,

Jens entschied selbst, was er tat.

Er hatte die Wahl.

Er hatte die Wahl. Er hatte eine vierstündige Fahrt.

Ich hätte niemals gedacht, dass er meinen Eltern das antun würde.

Ich kann es immer noch kaum glauben.

Ganz egal, was ich zu ihm sagte,

egal was ich ihm schrieb, er hatte die Wahl,

meine Eltern umzubringen oder nicht.

Willkommen bei 'Larry King Live'.

Ist Elizabeth Haysom eine schöne und intelligente Mörderin

oder das Opfer einer pathologischen Beziehung mit einem kaltblütigen Killer?

Meine Gäste sind: Dr. Robert Showalter,

Psychiater,

und Ken Englade in seinem neuen Buch 'Beyond Reason',

die Geschichte eines schockierenden Mordes, in einer verschlafenen Kleinstadt Virginias.

Was denken Sie

von ihr?

Sie entwickelte vermutlich Symptome,

die wir als 'Borderline-Persönlichkeitsstörung' bezeichnen, sehr früh im Leben.

Elizabeth erzählte uns

immer wieder:

"Ich durfte nie für mich selbst denken. Ich konnte nichts alleine machen."

Sie konnte nicht einmal Kontakte knüpfen.

Wenn sie zu einer Party eingeladen war, wurde sie von einem Chauffeur dorthin gebracht,

abgesetzt und 30 Minuten später wieder abgeholt.

Das wird verrückter und verrückter. - Unglaublich, ja.

Long Island, New York, hallo?

Hatten Sie Sex

mit dem Mann,

der Ihre Eltern abgeschlachtet hat, nach der Beerdigung Ihrer eigenen Eltern?

Sie gehen zur Beerdigung.

Sie nehmen Jens Söring mit und Christine Kim. - Ja, Sir.

In genau dieser Nacht, schliefen Sie mit Jens Söring, nicht wahr?

Ich war in einem anderen Zimmer, in einem Einzelbett,

das Zimmer habe ich mit Christine geteilt, meiner Mitbewohnerin.

Jens kam zu mir und sagte, dass er mich bräuchte,

er wäre einsam und er hätte Angst.

Ich ging also mit ihm. Bis zu diesem Zeitpunkt war er

völlig impotent

und ich ging mit ihm ins Bett und ich wachte auf, Sir.

Und er drang in mich ein.

Er drang in Sie ein?

Warum mussten Ihre Eltern sterben?

Meine Eltern mussten sterben,

weil Jens

und ich voneinander besessen waren.

Und er war eifersüchtig

auf alles andere in meinem Leben.

Obwohl alle Zeugenaussagen schockierend waren,

war der Schock des Tages,

als Haysoms beide Brüder, Richard und Howard, in den Zeugenstand kamen.

Sie belog mich in der Vergangenheit

und offen gesagt lügt sie weiter.

Ich persönlich bin nicht zufrieden mit der Erklärung,

die sie in ihrem Geständnis gab.

Ich glaube, dass Elizabeth zur Tatzeit im Haus war.

Wir haben eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft,

den Menschen aufzuzeigen,

was die Konsequenzen eines solchen Verbrechens sind.

Deshalb fordere ich

die härteste Strafe, die möglich ist.

Ich kann mir kein abscheulicheres Verbrechen vorstellen,

als die Menschen zu töten,

die dich geboren haben, dich großgezogen haben,

die sich um dich gekümmert haben, als du schutzlos warst.

Ich bin seit 22 Jahren im Amt.

Normalerweise berühren mich solche Fälle nicht allzu sehr,

dieser hier jedoch, hat mir einige schlaflose Nächte bereitet.

Viele von Elizabeths Anschuldigungen gegen ihre Eltern,

vor allem gegen ihre Mutter,

waren Produkt ihrer Phantasie.

Sie hat dadurch einen fruchtbaren Boden für Gerüchte geschaffen.

Elizabeth Haysom bekannte sich in beiden Fällen für schuldig,

dies bedeutet in beiden Fällen 'lebenslange Haft'.

Mrs. Haysom,

ich verurteile Sie zu jeweils 45 Jahren Gefängnis,

das Urteil wird nacheinander vollstreckt, insgesamt also 90 Jahre.

Wenn meine Schwester die Todesstrafe bekommen hätte,

hätte ich sie lieben, umarmen und küssen können,

um sie dann zum elektrischen Stuhl zu führen, wenn es das Gesetz so verlangt hätte.

Jens' Vater Klaus sagte:

"Ich muss Jens einen Anwalt besorgen."

Der beste Anwalt wurde bereits von Elizabeth engagiert.

Ich gab ihm die Namen von drei führenden Strafverteidigern in Virginia.

Jeder von ihnen verlangte eine halbe Million US-Dollar, bar und im Voraus.

Ich hörte nichts mehr,

bis Klaus anrief und sagte, er habe

Richard Neaton engagiert, einen Anwalt aus Detroit.

Mr. Neaton wurde

der Söring Familie von jemandem aus dem Konsulat empfohlen.

Ich kannte Mr. Neaton nicht.

Die Verteidigung kann ihren Zeugen aufrufen.

Jens Söring.

Heben Sie Ihre rechte Hand und schwören Sie, dass Ihre Aussage die Wahrheit,

die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit ist, so wahr Ihnen Gott helfe?

Ich schwöre.

Hatten Sie vor dem heutigen Tag jemals die Möglichkeit,

unter Eid über die Vorfälle jenes Tages auszusagen?

Nein, hatte ich nicht.

Ich möchte Ihre Aufmerksamkeit auf den besagten Tag lenken.

Gingen Sie zum Haus von Derek und Nancy Haysom

und töteten Mr. und Mrs. Haysom?

Nein.

Am 30. März 1985,

waren Sie da in Washington, DC.?

Ja, an einem Samstag.

Elizabeth hatte Schulden bei einer Person,

die wir beide kannten, Jim Farmer,

von dem sie Drogen kaufte an der University of Virginia.

Und sie erzählte mir,

dass Jim Farmer sie gebeten hatte,

ein Päckchen von jemandem aus Washington abzuholen,

um es zurück nach Charlottesville zu fahren.

Jim Farmers Eltern lebten auch in Lynchburg,

und sie erzählte mir, dass sich die beiden Familien kannten.

Ihre Eltern waren sehr besorgt um Elizabeth, und dass sie wieder Drogen nimmt,

weil sie in der Vergangenheit viele Drogen genommen hatte.

Damals sagte sie, der einzige Weg, wie ich ihr helfen könne,

wäre, dass ich als ihr Alibi fungiere.

Oh-oh.

Ja.

James Farmer.

Da haben wir ihn.

Er hat Vorstrafen,

wahrscheinlich Verkehrsdelikte.

Oh, nein.

Drogenbesitz. Er saß auch schon im Gefängnis.

Bat sie Sie um etwas Bestimmtes?

Nun ja, sie bat mich,

was Sie schon gehört haben,

loszugehen und zwei Kinokarten zu kaufen

und sie danach im Hotel wieder zu treffen.

Hallo, mein Name ist Dave Watson. Ich versuche,

Mr. James Farmer zu erreichen.

Sie sagen, Ihr Sohn sei krank?

Wissen Sie, wie ich ihn erreichen kann?

In den Achtzigern war ich Polizist

in Nord-Virginia.

Richtig.

Sie sind Richter, wo, in Bedford?

Ich würde gerne mit ihm reden,

um zu verstehen, wie seine Beziehung zu diesem Mädchen, Elizabeth, war,

Wissen Sie, wovon ich spreche, oder...?

Okay.

Jens Söring sagte aus, dass Elizabeth

Jim an diesem Abend treffen wollte.

Ich denke, das war Teil ihres Alibis.

Dass sie... okay.

In Ordnung.

Wie könnte ich mit Ihrem Sohn sprechen?

Sein Sohn fuhr sie mal nach Lynchburg.

Er war befreundet mit den Haysoms, den Eltern.

Wir wussten, dass Elizabeth von ihm nach Hause gefahren wurde.

Aber an dem Wochenende, an dem sie ermordet wurden,

wurde Jim Farmer nie erwähnt, in keinem Szenario,

bis zu Jens Sörings Prozess fünf Jahre später.

Wie hätten wir ihn etwas fragen können, was wir damals gar nicht wissen konnten?

Ich meine, das ist... Hätte, könnte, sollte,...im Nachhinein!

Jens und Elizabeth mieteten ein Auto!

Jim Farmers Name war nicht auf dem Mietwagenvertrag!

Sie hat das nie erwähnt. Er sagte nie etwas... Jim...

Jim Farmer fuhr... Wann hat...

Kommen Sie, ich meine...

Nachdem Sie eingewilligt haben, fuhr sie dann weg?

Wir stiegen ins Auto und sie fuhr mich zum Kino, wo "Witness" lief.

Wie viele Tickets? - Ich kaufte zwei Tickets, wie geplant.

Und um wieviel Uhr war das ungefähr?

Etwa um 17 Uhr.

Nachdem der Film vorüber war, was taten Sie?

Ich nahm ein Taxi zurück ins Hotel.

Ich löste einen Scheck an der Hotelrezeption ein,

und verwendete die Kreditkarte als Garantie. Sie schreiben die Nummer auf die Rückseite,

das garantiert, dass der Scheck bezahlt wird.

Unterschrieben Sie dafür? - Ja, darum ging es ja.

Blieben Sie in Ihrem Zimmer?

Für eine Weile, ja, aber nicht sehr lange,

denn wenn sie nicht zurückkomme, sollte ich

mit dieser Alibi-Sache weitermachen.

Als Sie zurück ins Hotel gingen,

war sie da? - Nein, war sie nicht.

Es war gegen 2 Uhr nachts, glaube ich.

Sie kam zu unserem Zimmer, klopfte, stürmte an mir vorbei.

Sie fing an, dieselben Sachen immer und immer wieder zu wiederholen:

"Ich habe meine Eltern getötet. Ich habe sie getötet.

Das war nicht ich. Es waren die Drogen, die mich dazu gebracht haben.

Du musst mir helfen. Wenn du mir nicht hilfst, bringen sie mich um."

Ich musste sie beschützen.

Ich konnte sie nicht ausliefern.

Waren Sie damals verliebt? - Selbstverständlich! Und...

Ich liebte dieses Mädchen und

ich sah sie fast als eine Art drittes Opfer

dieser Tragödie, die offensichtlich stattgefunden hatte.

"Es ist das beste was ich jemals gemacht habe."

Wir erwarteten, dass die Polizei in den nächsten Stunden auftauchen würde.

Und wir dachten, wir müssen jetzt eine Entscheidung treffen,

und einen Plan austüfteln,

wie ich es getan hätte und was ich der Polizei sage, um die Geschichte glaubwürdig zu machen,

das Drehbuch, was an diesem Tag geschah.

Geben Sie den Geschworenen ein Beispiel, wie dieses Gespräch ablief.

Zum Beispiel,

was war im Haus passiert? Was machte ihre Mutter?

Euer Ehren, ich fragte den Angeklagten,

was er damit zu tun hätte, er persönlich,

bezüglich dem, was passiert ist.

Und Euer Ehren, er blieb bei seiner Darstellung,

dass er Derek und Nancy Haysom getötet habe.

Er gab das zu.

Ich finde, Euer Ehren,

dass das nicht richtig ist.

Man kann nicht in einem rechtlichen Verfahren erst eine Sache sagen

und dann später die komplette Aussage verdrehen.

Es ist weder sauber

noch ehrlich.

Am 4. Oktober

1986,

sagten Sie aus, dass Sie plötzlich wütend wurden,

dass Sie aufstanden, Mr. Haysom Sie in die Ecke stieß

und Sie sich den Kopf anschlugen?

Das habe ich gesagt, ja.

Dass Sie sich ein Messer nahmen und Mr. Haysom von hinten angriffen?

Das habe ich gesagt.

Und dass Sie ihm von links nach rechts die Kehle durchschnitten, das sagten Sie aus?

Das habe ich gesagt, ja. - Und

Es ist sehr wohl bekannt, dass

Leute Geständnisse für Sachen ablegten, die sie nie begangen haben.

Er dachte, er hätte diplomatische Immunität

und sie manipulierte diesen Jungen so sehr,

dass er es für sie ausbaden würde, mit dem Wissen: "Wenn ich geschnappt werde,

schicken sie mich nach Deutschland, ich sitze ein paar Jahre ab und

dann werden Elizabeth und ich wieder vereint sein."

Schauen Sie sich das hier an, erkennen Sie das

als Ihren Schriftverkehr, der in einer Wohnung in England sichergestellt wurde,

im April 1986.

"Liebe ist eine Form der Meditation und

die ultimative 'Waffe' gegen ihre Eltern."

Was hier steht ist: "Liebe, unsere Liebe,

Elizabeths Liebe für mich und meine für sie,

sollte die 'Waffe' gegen ihre Eltern sein.

Die Sache mit ihrem Vater, der gefühlskalt war und ihre Mutter,

die grausam gewesen sei....

Ich liebte Elizabeth.

Und ich glaubte,

dass meine Liebe zu ihr reifer geworden ist.

Wahre Liebe, so hatte ich es wenigstens gefühlt.

Die Beweisaufnahme wird morgen um 9:30 Uhr fortgesetzt,

dann sagen britische Beamte aus, die Söring in England verhört haben.

Richter William Sweeney wird dann entscheiden,

ob belastende Aussagen Sörings gegen ihn verwendet werden.

Pam Windsor, Newscenter 13, Bedford County.

Bitte sagen Sie Ihren Namen, Sir. - Kenneth Beever.

Ihr Beruf? - Ich bin Kriminalinspektor bei der

London Metropolitan Police.

Sehen Sie sich das an.

Hier waren die Briefe drin, Sir,

dieses Tagebuch...

Wo wurden diese Sachen

sichergestellt?

Sie wurden in einer Wohnung in London sichergestellt.

Mr. Söring selbst führte mich zu dieser Wohnung.

An diesem Tag, Sir, hatte er rötliche Haare

und er trug

einen falschen Schnurrbart, ähnlich, wie Ihrer, Sir.

Mein Name ist Terry Wright,

ich bin Kriminalbeamter,

damals war ich bei der Polizei in Richmond in London, England.

Was brachte Sie dazu,

in Virginia anzurufen?

Ich fand die Kopie eines Briefes,

der an Officer Reid und Gardner adressiert war.

Ohhh.

Hallo? - Gail? David.

Ja, was hast du herausgefunden?

Farmer

ist gestorben.

Oh mein Gott!

Er starb vor zwei Wochen.

Wenn er in die Sache verwickelt war, hat er es mit ins Grab genommen.

Wie kann es sein, dass nie ein Ermittler,

mit ihm gesprochen hat?

Ach, du meine Güte...

Dieser Brief ist in der Handschrift von Elizabeth Haysom.

"Mein liebster Jens,

ich sollte ernsthaft anfangen, schwarze Magie auszuüben.

Mein Vater hat Vera Lynn aufgelegt

und ihr erstes Lied war 'Lily Marleen'."

Meine Mutter trinkt ihren sechsten Gin.

Und dann, bei ihrem neunten Gin, ruft Jim Farmer an.

Eine Party, sagt er.

Er unterbricht meine Gedanken über die vielen Mördergeschichten, die ich gelesen habe.

Ein unrasierter Schwuler

trinkt etwas mit meinen Eltern.

Mein Vater schrillt wie ein Wecker.

Ich muss ihn abschalten und in Schlummermodus setzen.

Die Szenerie eines nutzlosen Abendessens.

William Styron - 'Sophies Entscheidung'.

Ich sitze in der Badewanne mit viel Schaum.

Es macht mich schläfrig und ich trank viel Bier.

Die Tage vergehen langsam.

Warum legen sich meine Eltern nicht einfach hin und sterben?

Ich verachte sie so sehr.

Wir können warten, bis wir unser Diplom haben und sie dann hinter uns lassen,

oder wir können sie bald beseitigen.

Und Ihr Ziel hier ist es...

...ist, die Wahrheit zu sagen...

...die Geschworenen zu überzeugen,

dass sie nichts getan haben, stimmt's? - Das ist die Wahrheit, ja.

Sie sind fähig, das zu tun, richtig?

Die Wahrheit zu sagen?

Wenn Sie fähig sind zu lügen, um sich zu schützen,

dann sind Sie sicher auch fähig, diese Menschen zu belügen,

um die Anklagen abzuwehren. - Aber das tue ich nicht.

Sind Sie nicht fähig, das zu tun?

Theoretisch,

denn in dem einen Fall lüge ich, um Elizabeth zu schützen,

und hier erzähle ich nur, was passiert ist.

Denn jetzt können Sie Elizabeth nichts mehr antun.

Jens war sehr intelligent.

Er war ein Jefferson- und Echols-Stipendiat.

Dass eine einzelne Person beide Stipendien auf einmal erhält, ist mehr als selten.

Sie war auch eine akademisch überaus begabte Person.

Und es schien, als ob ihr ähnlich hoher IQ sie zusammenbrachte - zumindest anfangs.

Ist es eine intellektuelle Herausforderung für Sie?

Nein, ist es nicht.

Ist es eine...

Es ist sicher keine Herausforderung für Sie, mit Ihrem Intellekt,

mich auszutricksen, nicht wahr?

Ich glaube, bis jetzt haben eher Sie mich ausgetrickst.

Manchmal kann es zum Problem werden, wenn man so klug ist.

Manche mögen einen nicht, wenn man so klug ist

und oft können intelligente Menschen, ihre Intelligenz nicht verstecken.

Zu einem gewissen Grad wurde Jens

das zum Verhängnis.

Ich verstehe einfach nicht, Sir, warum

Sie da oben sitzen, unter diesen Umständen,

angeklagt wegen Mordes, noch lachen.

Ich lache nicht.

Haben Sie nicht gerade eben gelacht?

Ich habe gelächelt, weil Sie versuchen,

die Geschworenen irrezuführen.

Nun ja, das würde ich gerne etwas später mit Ihnen besprechen.

Wir müssen diese Sache

völlig neu betrachten,

indem wir an die Menschlichkeit appellieren.

Und so fing ich an,

ein paar Leute zusammenzubringen,

um diesen Fall anders zu betrachten, als man das in der Vergangenheit getan hat.

Guten Morgen!

Schön, euch alle zu sehen. Guten Morgen.

Dieser Text ist von Bürgern aus Virginia,

die an der Haftentlassung und Heimführung von

Jens Söring interessiert sind.

Die Bewährungskommission von Virginia

hat seine Bewährung bis jetzt achtmal geprüft.

Ich kenne Jens Söring seit seinem elften Lebensjahr.

Ich würde jederzeit akzeptieren, dass er bei mir wohnt,

solange er möchte.

Ich bin Gefängnisseelsorger

seit über 35 Jahren.

Ich erhielt einen Brief von Jens Söring, in dem er mich bat, einen Priester zu finden.

Er hatte diese Glaubenskrise,

seine Großmutter schrieb ihm einen Brief, am ehrenwertesten wäre es, Selbstmord zu begehen.

Wir trafen uns also regelmäßig, einmal im Monat, und das bis heute.

In 27 Jahren Gefängnis hat er sich absolut nichts zu Schulden kommen lassen

und meines Wissens gibt es niemanden

in unserem Gefängnissystem, der so ein gutes Führungszeugnis hat.

Das hat mich überzeugt,

er wäre niemals fähig, so zu handeln, wie dieses Verbrechen verübt wurde.

Das ist einfach nicht...

Es ist nicht Teil seines Wesens.

Es besteht

absolut kein Risiko für diese Gesellschaft.

Ich war in der Generalstaatsanwaltschaft

über acht Jahre.

Ein befreundeter Kollege war ein Freund von

Jens' Vater Klaus.

Und er sagte: "Ich habe einen interessanten Fall,

ich würde dich bitten, diesem jungen Mann zu helfen,

der einen sehr unfairen Prozess hatte.

Also habe ich mir alle Akten besorgt,

habe alle Polizeiberichte gelesen

und habe mir alles an diesem Fall genau angesehen.

Und ich sagte: "Dieser Mann ist unschuldig.

Wir haben den Falschen. Dieser Mann hat das nicht getan."

Nennen Sie bitte Ihren vollen Namen, Ma'am.

Annie Robertson Massie.

Könnten Sie kurz erklären,

welche Umstände Sie bewegt haben, zum Haus der Haysoms zu gehen?

Elizabeth rief aus Charlottesville an,

dass sie ihre Eltern nicht erreichen konnte,

sie fragte mich, ob ich wüsste, wo sie seien.

Ich sagte Nein, ich hatte es auch schon versucht.

Was machten Sie dann?

Ich rief meinen Mann an.

Wir entschieden, direkt zum Haus zu gehen.

Ich öffnete die Tür.

Und was sahen Sie?

Ich sah Derek, tot.

Wo war er?

Er lag links neben der Tür.

Die Leiche wurde nicht bewegt.

Bill und ich fuhren nach Charlottesville,

um Elizabeth persönlich

den Tod ihrer Eltern mitzuteilen.

Haben Sie den Angeklagten gesehen, als Sie in Charlottesville waren?

Ja, das habe ich.

Die Familie traf sich.

Und ich lud auch ihre Mitbewohnerin ein, Christine Kim.

Und so brachten wir die drei zurück.

Mrs. Massie, ich muss Ihnen ein paar etwas heikle Fragen stellen.

Hat Nancy Haysom Ihnen jemals irgendwelche Nacktfotos von Elizabeth Haysom gezeigt?

Nein, das hat Nancy nicht.

Gab es jemals einen Vorfall in Loose Chippings,

bei dem Sie Elizabeth Haysom Komplimente über ihr Aussehen machten

und sie in eine ihrer Brüste zwickten?

Einspruch, Euer Ehren!

Also...

Haben Sie jemals Elizabeth Haysom gefragt,

ob sie in der Nacht vom 30. März da war?

Nein. - Nein?

Nein, ich fragte sie einmal...

Einspruch.

Die Frage fing zweifellos schon falsch an.

Ich weiß nicht, wie sie geendet hätte,

da sie jedoch auf diese Weise angefangen hat, wird dem Einspruch stattgegeben.

Mr. Neaton war ein Freund von

Jens' Vater, Klaus.

Er war nicht aus Virginia,

und Virginia hat einige sehr

spezielle Verfahrensregeln,

Standardregeln, so dass man die Möglichkeit verliert, bestimmte Argumente vorzubringen,

wenn man sie nicht verfahrensrechtlich exakt formuliert.

Sie kennen Fakten, die nahelegen, dass

Elizabeth Haysom... - Einspruch.

Mr. Neaton, das ist eine unangemessene Frage. Ich gebe dem Einspruch statt.

Sie sind ein erfahrener Strafverteidiger, das geht in die falsche Richtung. Einspruch stattgegeben!

Betreffend Beweisstück 11B,

einer Haarprobe

aus dem Waschbecken des Badezimmers.

Hatten Sie die Möglichkeit, diese

mit einer Haarprobe des Angeklagten zu vergleichen?

Ja, Sir, hatte ich.

Das untersuchte Haar war nicht identisch

mit der eingereichten Haarprobe von Jens Söring.

Weitere Fragen? - Nein, Sir.

Der Zeuge kann gehen. Er ist entschuldigt.

Mr. Young, Ihnen wurden Fingerabdrücke zu Vergleichszwecken vorgelegt.

Beweisstück 17LR,

die Schnapsflaschen, hier drüben.

Ja, Sir, es wurden 14 Fingerabdrücke auf den Flaschen entdeckt.

Neun Fingerabdrücke von Derek Haysom,

zwei wurden identifiziert...

als wessen Abdrücke?

Diese stimmten mit den Fingerabdrücken von Elizabeth Haysom überein,

entnommen von der Absolut-Wodka-Flasche.

Also, neun der Fingerabdrücke stammen von Derek,

zwei von Elizabeth Haysom...

Die restlichen drei stimmen

mit keinem der eingereichten Fingerabdrücke überein.

Dieses Gespräch wird geführt in Bedford, Virginia. Der Gesprächspartner

ist Charles Reid?

Chuck Reid. - Chuck Reid, früherer...

Ich war Kriminalbeamter im Bedford Sheriffs Office.

Das waren Sie, Ricky Gardner...

Ricky fing gerade erst an.

Das war der erste Mordfall, an dem Ricky arbeitete, lassen Sie es mich so sagen.

Wir machten über 1000 Fotos.

Die Art, wie die Leichen auf dem Boden lagen,

ihre Köpfe waren in nördliche Richtung ausgerichtet.

Ich glaube nicht, dass Elizabeth das allein getan hat.

Ich habe keinen Zweifel, dass andere Personen beteiligt waren.

Bis heute, 30 Jahre später, habe ich diese Zweifel,

greifbare Beweise gab es nicht.

Sie waren nur so überzeugt von diesem

Sockenabdruck, den man im Haus im Blut fand.

Als ich die Form dieses Fußes,

LR 3,

mit dem Fußabdruck von Jens Söring verglich,

konnte ich nicht ausschließen,

dass dieser Fuß diesen Abdruck nicht gemacht haben könnte.

Zunächst einmal war dieser Mann kein

Experte für Fuß- oder Sockenabdrücke,

er war Experte für Reifenabdrücke

und man hätte ihm niemals erlauben dürfen, eine Meinung abzugeben.

Wenn das der Fußabdruck ist, der am Tatort gefunden wurde,

und das Jens Sörings Fußabdruck ist,

und wenn man die beiden übereinander legt passen sie perfekt aufeinander.

Und du ziehst das weg und es passt wie ein Handschuh.

Das war so

unprofessionell

und ohne jegliche Sachkenntnis,

das ist sinnlos, das ist nicht wissenschaftlich,

das ist nur lächerlich.

Niemand kann irgendjemandes Fußabdruck

einem verschmierten Sockenabdruck zuordnen.

Die Fußabdrücke, neben seinem Geständnis,

brachten ihn da hin, wo er jetzt ist.

75% der Menschen, die im Gefängnis sitzen,

sind dort wegen ihres Mundwerks.

Es sind nicht die Beweise, sondern ihr Mundwerk.

Und das hat auch Jens dorthin gebracht, wo er jetzt ist.

Mr. Gardner,

hatten Sie Informationen, dass der

Schuhabdruck,

der im Haus der Haysoms hinterlassen wurde,

mit einer Frauen-Schuhgröße acht bis achteinhalb übereinstimmte?

Ich bin mir nicht sicher, Mr. Neaton, da ich nicht weiß, wann

wir den Laborbericht aus Richmond zurückbekamen.

Mr. Gardner, Sie waren während Elizabeth Haysoms Interviews anwesend,

richtig?

Ja, Sir. Das war ich.

Und in diesem Verhör, sagte Ihnen da Elizabeth Haysom,

dass sie Schuhgröße acht trägt?

Einspruch, Euer Ehren!

Die Geschworenen

werden ausgeschlossen, oder wir öffnen dieses Thema gänzlich.

Wir sollten die Geschworenen in dieser Sache ausschließen.

Geschworene,

ich muss Sie bitten, in Ihr Zimmer zu gehen.

Lynchburg Cablevision präsentiert tagesaktuelle Berichterstattung im Fall Jens Söring

aus dem Bezirksgericht Bedford County.

Ein öffentlicher Service von Lynchburg Cablevision.

Lassen Sie mich das klarstellen, bezüglich Bakers Bericht,

jemand soll gesagt haben, es sei ein Schuh der Marke New Balance und eine Frauengröße?

Ist das richtig?

Ja, Sir.

Und es sei was für eine Frauengröße?

Ja, Sir, achteinhalb

in Frauengröße. - Achteinhalb in Frauengröße.

Das sagt mir,

wir müssen noch andere Leute anschauen.

Wurde von Ihrer Abteilung ein Täterprofil angefordert?

Ed Sulzbach,

er und ein Kollege kamen und erstellten ein Täterprofil.

Aber das wurde vor Gericht nie eingebracht.

Das wurde es nicht.

Gardner sagte, das sei gar nicht passiert.

Die Existenz eines Täterprofils,

das nicht der Verteidigung übergeben wurde...

Das ist eine ziemlich große Sache.

Sagen Sie den Geschworenen bitte, wie Sie heißen?

Ich bin Jane Bass. Ich wohnte in der Holcomb Rock Road,

direkt hinter dem Haus der Haysoms.

Erinnern Sie sich in jener Nacht am Haus der Haysoms vorbeigefahren zu sein?

Ja.

Es war entweder Samstag, Sonntag oder Montagnacht,

es wurde gerade dunkel.

Wir sahen, dass alle Lichter innerhalb und außerhalb des Hauses an waren.

Und wir sahen parkende Autos

an der Auffahrt und die ganze Straße hoch,

so weit, wie wir sehen konnten.

Ich würde sagen, es waren mindestens fünf oder sechs Autos.

Ich möchte nur sichergehen,

es parkten in der gesamten Auffahrt Autos?

Das letzte Auto war 2 oder 3 Fuß von der Holcomb Rock Road entfernt.

Die ganze Straße hoch?

Ja, so weit wir sehen konnten.

Warum hätte sie ein Auto in ihrem Namen mieten sollen,

ihn jedoch hinfahren lassen, um dort ein paar Leute zu töten,

obwohl jeder in dieser Nacht dieses Auto wiedererkennen hätte können?

Wer sagt, dass sie es nicht gemietet hat, er blieb in D.C.,

sie kommt mit dem Mietauto zurück, parkt es irgendwo,

und steigt mit ein paar Leuten in ein anderes Auto und fährt zum Tatort.

Wenn andere Leute in einem anderen Auto

das Verbrechen begehen, zurück zum Mietwagen fahren,

dann kann man das Auto nicht mit ihr in Verbindung bringen.

Ich sage nur, hey, Sie wissen schon,

alles ist möglich.

Darf ich Sie zu Jim Farmer befragen?

Ich kannte seinen Vater,

den Richter.

Farmer war ein Bezirksrichter hier in Bedford.

Sie waren also an dem Samstag in Washington?

Und Elizabeth Haysom sagte Ihnen:

"Ich muss ein paar Drogen zu jemandem nach Charlottesville zurückbringen."

Das ist korrekt.

Sie sollte Drogen abholen

in Washington, DC.

zusammen mit ihrem Drogendealer, Jim Farmer.

Warum ist es Ihnen so wichtig,

diese Person mit hineinzuziehen?

Ich habe Sie nicht nach ihm gefragt.

Das hat sie mir gesagt.

Jens, hat Elizabeth Ihnen jemals gesagt,

sie hätte die 22:15-Uhr-Tickets gekauft?

Nein! Elizabeth hat die Zeiten durcheinandergebracht,

weil sie nicht da war, als ich die Tickets in D.C. kaufte,

genauso wie ich die Position der Leichen verwechselt habe,

weil ich nicht in Lynchburg war.

Könnten Sie runterkommen,

und es erklären?

Als Elizabeth das Haus gemeinsam mit ihren Brüdern aufräumte,

schrieb sie mir,

dass das Haus anders gewesen sei, als sie es verlassen hätte,

und jemand anderes muss nach ihr noch zum Haus gekommen sein.

Sie sagte, die beiden Leichen wären in dieselbe Richtung ausgerichtet.

Sehen Sie, das ist das Wohnzimmer.

Als sie sagte, 'in der Türschwelle', nahm ich an,

sie meinte so 'in der Türschwelle'.

Was falsch ist.

Was sie mit 'Türschwelle' meinte, war, dass Mr. Haysom so lag

und den Durchgang blockierte.

Deshalb habe ich Mrs. Haysoms Leiche von hier nach da gelegt.

Sie können in den Zeugenstand zurückgehen.

Was passierte mit diesem Brief?

Ich warf ihn weg.

Weil ich dachte, dieser Brief beweist,

dass sie die Haysoms getötet hat,

es kam mir jedoch nicht in den Sinn,

dass noch jemand Teil des Plans war,

ihre Eltern zu töten.

Hey, Marilyn.

Hier ist es.

Eindrücke von innen.

Elizabeth hat Talent im Schreiben.

Sie schrieb für diese Zeitung,

aus dem Gefängnis.

'Unser Alltag'

von Elizabeth Haysom.

Als ich 1998 ins Fluvanna Gefängnis kam, blieb ich mit meinem Kopf im Zellenfenster stecken.

Mein Tag besteht aus Befehlen: Bleib sitzen, steh auf, geh schneller, sei leiser, sprich lauter.

In den 20 Minuten Mittagspause höre ich nur: Beeil dich, schneller, steh auf.

Ich lebe wenige Meter vom Todestrakt entfernt, zur Erinnerung, wie schmal der Grat ist, auf dem ich mich bewege.

Mein grüner Hund erinnert mich daran, dass Träume nicht immer so eintreffen, wie man denkt.

Dies hier ist eine Strafe, und sie soll hart sein.

Nach zwei Prozess-Wochen und zahlreichen Zeugenaussagen,

kommt morgen Elizabeth Haysom in den Zeugenstand.

Es ist das erste Mal, dass sich Haysom und Jens Söring wiedersehen,

seit beide in die USA zurückgekehrt sind.

Pam Windsor, News Center 13, Bedford.

Guten Morgen, Mrs. Haysom. - Guten Morgen, Sir.

Sollten Sie zu irgendeinem Zeitpunkt eine Pause brauchen,

lassen Sie es mich wissen und wir machen eine Pause.

Elizabeth ist wunderschön.

Sie ist ein wunderschönes Mädchen.

Mrs. Haysom, bevor Mr. Söring Washington verließ,

gaben Sie ihm da Informationen bezüglich der Lage von Loose Chippings

und wie man dort hinkommt? - Ja, Sir.

In welcher Form? - Ich zeichnete ihm eine Karte.

Sie zeichneten ihm eine Karte.

Er ist sehr gut angezogen.

Und wir werden ihn immer wegen seiner großen Brillengläser in Erinnerung behalten.

Nachdem die Polizei mich zum ersten Mal verhört hatte,

trafen Jens und ich uns mit meiner Mitbewohnerin Christine und

wir bauten ein Alibi zusammen.

Es waren einige Leute,

eine war... ihr Nachname war Kim,

sie war eine Mitbewohnerin von Elizabeth.

Hat Elizabeth Kim gebeten,

ein Alibi für sie zu schreiben?

Ich weiß nicht mehr, warum wir sie das machen ließen,

vielleicht, um eine dritte Person zu involvieren.

Wir stellten also dieses Alibi in Tagebuchform auf.

Es beginnt am Freitag und endet an dem Tag, an dem wir die Massies treffen.

Und haben beide, Sie und Jens Söring, das Christine diktiert?

Ja, haben wir. - Christine Kim?

Ja, das ist korrekt.

Hier ist Global Tel Link. Wir haben einen Prepaid-Anruf

von Jens Söring,

Häftling der Justizvollzugsanstalt Buckingham Correctional Center.

Drücken Sie jetzt die Null.

Ihr Anruf wird verbunden.

Guten Morgen. - Guten Morgen, ja.

Es steht immer noch das Bier aus, das wir in Deutschland trinken, sobald du raus kommst.

Du zeigst mir dann alles, okay?

Ich wollte dir etwas sagen bezüglich einer Sache, dass

in meinem Prozess 1990

dieses Dokument aufkam, eine Art Zeitplan,

was an jenem Wochenende passiert war.

Es gab die Vermutung, ich hätte dieses Dokument geschrieben.

Das war ganz sicher nicht der Fall.

Also kam die Frage auf, wer sonst dieses Alibi geschrieben hat?

Dann kam raus, dass es Christine Kim war.

Freitag, 29. März.

16 bis 19 Uhr - Fahrt nach Washington. Ankunft 19 Uhr.

19 bis 22 Uhr - in Hotel eingecheckt. Zimmerservice. Sex.

Es gibt ein weiteres Thema, das in diesem Zusammenhang relevant ist.

Ich weiß, dass Christine Kim und Elizabeth Haysom

sich außergewöhnlich nahe standen als Zimmernachbarn im College.

Samstag, 22 bis 24 Uhr - "Stranger than Paradise".

0 bis 2 Uhr - "Rocky Horror Picture Show", Spätvorstellung.

2 bis 3 Uhr - betrunkenes Zusammentreffen.

Biegen Sie links ab auf die Cady's Alley North-West.

Montag, 23:30 bis 3 Uhr - E. (Elizabeth) ruft Eltern an, nach Kinofilm.

Mittwoch, E. ruft Massies an.

Rückruf um 11:10 Uhr.

Und dann steht hier "Massie's" darunter.

Danke, dass Sie das vorgelesen haben.

Und Sie können die Handschrift identifizieren?

Ja, das ist Christine Kims Handschrift.

Die Staatsanwaltschaft hat nie von Christine Kim verlangt, in meinem Prozess auszusagen.

Jemand sagte mir, Christine Kim

sei Professorin für Psychologie oder so an der Universität von xxx.

Hey, Dave, hier ist Gail.

Hey, Gail. - Ja.

Was hast du herausgefunden? - Ms. Kim

hinterließ mir eine Nachricht.

Sie sagt, sollte ich das Gelände

der Universität nochmals betreten, würde sie die Polizei holen.

Ich weiß nicht, warum sie so reagiert.

Ms. Haysom,

könnten Sie die markierte Passage

auf Seite drei dieses Briefes lesen.

Ich hasste mich wegen meiner Liebe zu Dir.

Ich glaubte immer, dass ich Männern

den Kopf verdrehen könnte,

um sie körperlich und seelisch fertig zu machen

und meinen Hass rauszulassen, den ich für sie empfand.

Ich würde einen Mann sich selbst erniedrigen lassen,

und am Ende würde ich ihm den besten Fick besorgen, den er jemals kriegen wird und gehen.

Das machten Sie mit Jens, nicht wahr?

Nein, ich glaube nicht, dass ich das mit Jens gemacht habe.

Sagten Sie jemals meinem Mandanten,

dass Mrs. Massie Ihnen

etwas angetan hätte? - Einspruch, Euer Ehren.

Verzeihen Sie mir, dass ich das tun muss,

aber ich denke, es ist meine Pflicht.

Sagten Sie jemals Jens Söring, dass die Freundin Ihrer Mutter, Mrs. Massie,

Sie irgendwie angefasst hätte?

Ja, das hat sie.

Wenn Sie so eine Frage stellen, müssen Sie das beweisen.

Sie können nicht Fragen stellen und diese nicht mit Beweisen untermauern.

Wenn Sie das nicht tun, werde ich die Frage, wie auch die Antwort streichen.

Es gab Gerüchte,

dass es...

Ich glaube einfach nicht, dass wir über Gerüchte reden sollten.

Ehrlich, das bringt uns nicht weiter.

Nichts davon war wahr. - Nein, das weiß ich.

Alle möglichen Gerüchte. - Das würde andere Leute reinziehen

und ich finde, wir sollten da nicht drüber reden.

Sie sagten, Ihre Mutter hätte mit Ihnen geschlafen?

Ja, Sir.

Einspruch, Euer Ehren. Das ist keine relevante Frage.

Sie missbrauchte Sie, nicht wahr?

War das wahr?

Ja, Sir, das war es.

Nun, in Ihrem Geständnis im Oktober 1987

sagten Sie, es würde nicht stimmen, richtig?

Sie wurden gefragt: "War ihre Mutter eine Vergewaltigerin?

Wenn nicht, waschen Sie jetzt ihren Namen rein!"

Und sagte ich heute, dass sie mich sexuell missbraucht habe?

Sie haben gerade 'ja' dazu gesagt?

Ich sagte, dass sie mich missbraucht hat, jedoch nicht, dass es sexuell war.

Sie wr.

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