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Yagmur!
Yagmur, warte!
Wasser und Feuer
Zufälle gibt es nicht. Was soll, das wird.
Dies alles sollte gelebt werden und es traf auch ein.
Feuer traf auf Wasser...
...doch weder Dunst stieg auf, noch erlosch das Feuer.
Die Flammen umfingen die Stadt.
Die Gefühle waren immer schmerzhaft. Sogar sehr schmerzhaft...
Schatz, das Cover ist umwerfend.
Ich bin so gespannt darauf.
Du bist die erste, die das Buch offiziell liest.
Ruf an, wenn du es gelesen hast.
Ich weiß.
Ja, bis zum Abend bin ich fertig, gleich danach rufe ich dich an.
Ich liebe dich.
Und ich liebe dich.
"Ihr erstes Treffen war verletzend.
Er war sowieso verletzt, aber er ließ es sich nicht anmerken.
Das einzige Zeichen des inneren Schmerzes...
...war der Schweiß im Gesicht."
- Fehlt dir was? - Nein, es geht.
- Wenn du was willst, sag Bescheid. - Danke.
Sie können hier warten, bis wir Ihnen einen anderen Platz gefunden haben.
Nein, nein. Ich will nicht an der Fensterseite sitzen.
Ich fühle mich nicht gut, weil ich im Flugzeug Angst habe. Unmöglich.
Na gut, wir finden Ihnen einen Platz.
Vielen Dank.
Was hat sie?
Flugangst, sie will nicht am Fenster sitzen.
Und wenn sie die Plätze tauschen?
Der Passagier daneben möchte das nicht.
Wir setzten Sie hierher, bis ein Platz frei wird.
Danke sehr.
- Hierher? - Ja.
Danke schön.
Danke, aber, keinen Platz am Fenster, bitte.
Gut.
Entschuldigung...
Mein Gott.
Wie oft muss ich noch sagen, keinen Fensterplatz bitte!
Ach, bitte entschuldigen Sie. Sorry, Pardon.
Pardon, ich...
Ich habe nämlich Flugangst, ich habe das gar nicht gemerkt.
Kann ich mal sehen?
Habe ich ja mächtig gekrallt, entschuldigen Sie nochmal.
Ja, deswegen steige ich nicht gern ins Flugzeug.
Ich weiß, das ist unnötig, aber trotzdem habe ich Angst.
Entschuldigung.
Hallo, Ihr Platz ist jetzt fertig. Wollen Sie mir bitte folgen.
Gut, danke schön.
Bruder, hier ist es sicher. Necmis Treffpunkt ist auch ganz nah.
Du hast nichts falsch gemacht. Bist nicht abgehauen.
Das Richtige hast du gemacht.
Du hast überhaupt keine Schuld an den Vorfällen.
Deinen Treff hast du sicher vermisst. Geh nicht von meiner Seite, o.k.?
Dann geh jetzt.
Hilf mit den Sachen. - In Ordnung.
Hasmet!
Wann bist du denn fertig? Ich sterbe vor Hunger.
- Bald. In einer halben Stunde. - Gut.
Hallo!
Kein Problem, Chef. Wir sind jetzt sowieso bei Necmi.
Wie sieht's aus?
Gut.
Hör mal, er soll ja nicht so verrückt sein, hierher zu kommen.
Du kontrollierst da alles, Turhan.
Ich verschwinde für eine Weile von der Szene.
Die Sache ist bei der Polizei anders rübergekommen. Das ist schlecht.
Ja. Mach dir keine Sorgen, hier ist alles in Ordnung.
Na, los.
Hasmet, es ist gut, dass sie dich her geschickt haben.
Kemal Aslan. Tarik Aslan.
Damit kommt ihr für's erste zurecht, man weiß ja nicht.
Die Türken hier wissen ja nicht, wer ihr seid.
Wenn ihr was braucht, ruft mich an. Ihr seid ja junge Männer.
Du hast schon verstanden?
- Was hast du? - Es geht schon.
Lass mich mal sehen.
Oh, das hat sich schon entzündet.
Wer wechselt denn den Verband? - Habe ich heute früh selber gemacht.
- Alpago? - Ja, Chef.
- Gib mal was zu schreiben. - Sofort.
Die Adresse hier, da geht ihr hin. Das ist unser Krankenhaus.
Polizeiprobleme gibt's da nicht. Lass mal einen guten Verband machen.
Was hast du an der Hand?
Gut, Papa, schon gut. Nimm du mal deine Medikamente.
Wenn du den Garten wässerst, machst du dich immer so nass. Das ist davon.
Ja. Ja klar, mein lieber Papa. Küsschen und sorg dich nicht?
Bye bye.
- Was lachst du denn da? - Nur so.
Was isst du denn? - Hast du doch mitgebracht.
Lag auf dem Küchentisch. Habe ich auf's Brot geschmiert.
Mensch, spuck schon, da sind Nüsse drin!
- Was? - Spuck doch schon.
Schiebst du mich nun oder soll ich dich schieben?
Bis hierher war ich dran. Das reicht doch.
Jetzt kannst du mal laufen.
Hättest du doch raufgeschrieben, dass Nüsse drin sind.
Wärst du nicht so gierig gewesen, hätte ich Zeit zum Schreiben gehabt.
Mich juckt's überall.
Wer ist das denn?
Das ist ein Zufall.
Du konntest doch laufen?
Meine Freundin hat eine Allergie und deswegen Ausschlag.
Guten Tag.
Was machen Sie denn hier?
Ich bin zum Verbandswechsel gekommen.
- Habe ich so sehr gekratzt? - Ja, ja. Ich war ja halb tot.
- Nochmals Entschuldigung. - Das war nur ein Spaß.
Ich hatte einen kleinen Unfall...
Leben Sie hier?
"Die Frage blieb ohne Antwort.
Alles, was er wusste: er war hier zum Leben.
Statt einer Antwort zog er es vor,...
...von der warmen Mädchenstimme trunken zu werden."
Solch Kummer... Du bist um deinen
Weg, ich um mein Herz gebracht.
Das ist ihre eigene Komposition. Ist das nicht toll?
Von der Art Musik verstehe ich nichts, aber es klingt gut.
Hast du auch mit Musik zu tun?
Nein. Ich bin hier zur Sprachausbildung.
Im Tourismus gibt es gute Jobs.
Aber seit ich Irem kenne, ist natürlich alles anders.
Meine Schule ist vorbei und ich habe mich entschieden, noch zu bleiben.
Vater zu überreden war etwas schwer, aber das ist eine andere Geschichte.
Gott sei Dank, er hat sehr geholfen. Sogar eine Arbeit hat er mir besorgt.
Übrigens, ich arbeite beim Friseur. Der Laden ist ganz in der Nähe.
Erzähle mal. - Was soll ich erzählen?
Wer ist denn der Kemal?
Weiß ich nicht. Wir haben ihn erst kennengelernt.
Du bist vor was weggelaufen und suchst einen klaren Kopf, oder?
Ich verstehe.
Wie lange bleibst du, du Weiser, der gar seinen Ferrari verkauft?
- Für lange Zeit. - Wie lange denn?
Etwa drei Monate, einige Wochen, eine Woche, einen Tag?
Das ist ungewiss, das ist Schicksal.
Gut so, er zerstreut sich etwas.
Ja, da hast du Recht.
Sind das deine Brüder?
Der gutaussehende ist mein Bruder. Wir haben den gleichen Vater.
Meine Mutter ist verstorben.
Seine Mutter, Fadile, hat mich großgezogen.
Sie war gut zu mir, wie eine Mutter.
Alpago ist wie ein Bruder, sein Vater verstarb auch früh.
Ich habe meine Mutter auch verloren.
Das ist lange her. Ihre Erinnerung ist ganz verblasst.
Sie war eine strenge Frau. Vater ist sehr empfindsam.
Aber Mutter eben wenn sie doch lebte.
Was ist denn?
Guck nicht so, ich kann niemandem so lange in die Augen sehen.
Die hier...
...oder die?
Er setzt dir Lahmacun vor, mit brennendem Mund kommst du heim...
...und fragst noch welche Schuhe?
Zieh doch gleich die Stiefel an.
Wie kannst du denn so frech über meinen Agha reden?
Worüber lachst du?
Nichts Wichtiges.
So, so, du willst hier also große Geschäfte machen, ja?
Was für welche? Bau, oder so was?
So ähnlich.
Wie dem auch sei. Willkommen.
Schön, dass du gekommen bist.
Siehst du, du lachst schon wieder.
Sag mir doch, was komisch ist, ich will auch lachen.
Ich lache über Irem.
Sie hat gedacht, du lädst mich zu Lahmacun ein...
Wenn sie das hier sehen würde...
Lahmacun-Niveau ist das ja nicht.
Wenn wir Lahmacun essen würden, wäre die Sache sowieso zu Ende.
Was wäre zu Ende?
Sieh, Herzensangelegenheiten machen mich verlegen.
Lass doch das.
Was bist du denn für ein Mann? Läufst immer mit solchen Männern rum.
Du lachst nie.
Sonst bist wie ein ganz wichtiger, und jetzt mir gegenüber...
...wirst du verlegen wie ein fünf jähriges Kind.
Ja, du lachst wieder nicht. Ich will deine Zähne sehen.
Zeig mal.
- Lass, das tut... Lass, das tut weh. - Zeig. Zeig deine Zähne.
- Lass, was sollen die Leute denken. - Die Leute, egal. Zeig doch.
Er will weit wegziehen. Aus der Stadt raus.
Ich weiß nicht, dabei ist es noch nicht mal ein Jahr.
Was soll ich denn machen?
Deine Augen sind wie eine Schlucht.
Ich habe Angst vor dem Stürzen, aber sie ziehen mich hinein.
Als wäre bei dir nichts zu wenig.
Von dir kommt entweder Himmel oder Hölle.
Wer bist du, Kemal?
Ich bin nur ein Staubkorn.
Das die Winde aufwirbelnd zu den Wolken tragen.
Vom Regen erfasst, auf unbekannte Länder herabtropfend.
Zu seinem Schicksal verdammt.
Ich bin ein Staubkorn.
Mit allem zufrieden.
Hast du dich je verliebt?
Nicht so, dass ich Gedichte schreiben könnte beim Blick in fremde Augen.
Hast du das jetzt geschrieben?
Hat es dir nicht gefallen?
Und du?
- Was? - Hast du dich mal verliebt?
Hör auf.
Guck nicht so.
Ich kann niemandem so lange in die Augen sehen.
Lass doch.
"Der Mann fühlte tiefen Schmerz.
Nicht so sehr von der Wunde, sondern weil er jemanden getötet hatte.
Das Mädchen berührte seine Wunde.
Nicht dafür, was der Grund war, nur für eines interessierte sie sich."
Schmerzt es sehr?
Soll ich Wasser bringen? Möchtest du etwas?
Warte.
"Yagmur war seinen Wunden Medizin und der Anfang für Hasmets Änderungen.
Er war verliebt.
Aber nicht, weil sie schön war und sie war sehr schön.
Hasmet änderte sich, vielmehr fand er zu sich selbst.
Die Liebe zu Yagmur bot die Gelegenheit, alles Erlebte...
...von Ferne zu betrachten und sich selbst von neuem kennenzulernen.
Und er liebte.
Die Winterkälte kam nicht nur in die Stadt,...
...sondern auch in einige Herzen."
Was ist passiert?
Ich hab die Finger an der Pfanne verbrannt. Das tut so weh.
Was machst du denn?
Das tut gut.
- Die Eier sind gut geworden. - Wohl bekomm's.
Nicht, iss das nicht, da war mein Finger drin.
Das ist doch nicht dreckig. Es ist wie Kanlıca Joghurt geworden.
Kemal.
Ich vermisse die Türkei. Wann fahren wir?
Und ich kann dich nicht mehr verstecken vor meinem Vater.
Dann erzähle es doch.
Nein, so nicht. Am Telefon kann ich das nicht sagen.
Wenn ich jetzt hinfahre, und langsam anfange zu erzählen.
Wenn ihr euch dann kennenlernt, dann geht das vielleicht so.
Erst mal musst du meiner Mutter gefallen, der Rest ist leicht.
- Wird sie mich nicht mögen? - So schnell geht das nicht bei ihr.
Wäre ich sonst noch solo?
Wie viel Mädchen hast du ihr denn bisher vorgestellt?
Du Esel!
Ich vermisse dich auch sehr.
Ich werde kommen.
Ich komme, aber die Flugangst...
Gut, Papa, Küsschen und tschüs.
Gib ab, Kemal. Kemal, wir wollten doch essen gehen?
Du lässt mich so eklige Sachen essen. - Warte, die brauchen die Lektion.
Was hast du denn, Liebste?
So eklige Sachen lässt du mich essen, dann fragst du "Was hast du?".
Ich kann es nicht sagen.
Hamza soll kommen, und selbst erzählen.
Auf mich hört ja keiner. Auf ihn schon.
Gut, ich schicke Hamza...
Mein Sohn, pass auf dich da auf.
Los, los.
Los, wir gehen.
Bist du ganz sicher? Mach doch noch einen Test.
Ich hab schon zehn, alle positiv.
Du bist verliebt und auch schwanger. Mein Schäfchen.
Warum weinst du denn? Hör mir mal zu.
Gut, ich bin total gerührt.
Heute ist unser Jahrestag.
Ich habe ihm ein Geschenk gekauft. Ich sag's ihm, wenn ich es ihm gebe.
Ein königliches Geschenk machst du ihm doch schon.
Hoffentlich erkennt er deinen Wert.
Tarık.
İrem, wir reden ein anderes Mal weiter, ja?
Küsschen.
Willkommen, Tarık. - Danke, Yagmur.
Ich hab gekauft, was du wolltest. - Danke dir.
Ich hab gerade mit İrem geredet... Ich hab sie so vermisst.
Hast du was gehört?
Ich habe es gehört.
Was wird nur, Tarık, sag du doch?
Gehen wir in die Türkei? Was werden wir tun?
Ich kann Vater das nicht erzählen.
Hamza ist gekommen. Bruder und er sind jetzt zusammen mit Necmi.
Sie reden. Vielleicht geht Bruder nach Istanbul.
Sind die Probleme geklärt?
Guck mal, frag mich jetzt bitte überhaupt nichts.
Bis mein Bruder zurück ist, sag ihm bitte nichts.
Sprecht ihr doch, wenn er zurück ist. Das ist besser. Vertraue mir.
- Aber... - Yagmur...
Vertraue mir.
Sie wissen, wo ihr seid. Sıtkı beobachtet euch seit Monaten.
Sie haben das auch gemerkt.
Damit die Feindschaft aufhört, ist der einzige Weg,...
...dass beide Seiten Flagge zeigen.
Wir sind kurz vorm Konkurs, Hasmet. Die doch genauso.
Reşit Agha sagte: "Wenn Hasmet kommt, findet sich eine Friedenslösung"
Was für ein "Frieden", Hamza?
Sie sollen uns mal nicht aus der Verteidigung locken.
Nein, nein, vertraue mir.
Zur Auseinandersetzung haben beide Seiten doch keine Kraft mehr.
- Was sagst du, Necmi? - Ich habe mit Fadile gesprochen.
Sie sagte gestern auch "Wenn Hasmet kommt, klärt sich die Angelegenheit".
Du solltest gehen. Und unsere Leute sind auch dabei.
Reşit kenne ich, er ist nicht wie sein Bruder.
Der Mann ist sowieso krank, sicher will er alles in Ordnung bringen.
"Das Mädchen ist wohl schwanger."
Ja, mir geht es gut.
Hamza, Yagmur fragt, ob du abends bleibst?
Nein, nein. Ich bleibe lieber nicht.
Bleib doch.
Nein, ich will da hin, um die Sachen etwas zu ordnen.
Gut.
Nein, meine Liebe, ich habe gute Nachrichten.
Wir sprechen abends.
Die Gefangenschaft ist wohl vorbei?
Hasmet, wir sollten das Mädel raushalten, oder?
- Das Mädel? - Ich meine unsere Schwägerin.
Wo wir hingehen ist doch klar, mitten ins Feuer.
Wer weiß, was noch passiert.
Sie kennt nicht Sitten und Gebräuche. Was soll sie da?
Ich weiß, was ich zu tun habe, Hamza.
Du machst alles noch schlimmer.
Von wegen, wissen will er, was denn schon...
Du hast es eingerührt, nun mach was.
Was er mir noch erzählt... Mein Gott...
Was murmelst du da, Hamza?
Tante, ich komme zurück.
Wie war's?
Also, Tante, war das gut oder schlecht, ich weiß es nicht, aber...
...das Mädchen erschwert alles.
Die Schwierigkeit klärt sich, Hamza.
Tante, sie ist schwanger.
Hörst du mich noch?
Hamza, ich sag's nicht nochmal.
Sie ist schwanger, was soll ich tun?
Was zu tun ist, soll ich es dir etwa sagen, Hamza?
Was nötig ist, das tust du.
Ein Jahr kennen wir uns jetzt.
Diese Hand hatte ich verletzt.
Eine Entschuldigung an diese Hand.
Das ist keine einfache Uhr.
Die ist wunderschön.
Wir fahren.
Schrei nicht, Moment.
Ist das wahr?
Die Angelegenheit ist geklärt, aber erst muss ich allein in die Türkei.
Und wenn ich zurück bin, wird alles ganz anders.
Und wenn du nicht zurückkehrst?
Nimm mich bitte mit, ja? Ich werde doch verrückt hier ohne dich.
Keine Angst, Tarik ist doch hier. Er wird dich nicht allein lassen.
Ich muss gehen.
Wenn ich zurück bin, werde ich alles erledigt haben.
Dann fahren wir zusammen.
Du kommst zurück, oder?
Willst du meine Frau werden?
Ja.
Wenn du zurück bist, habe ich dann auch eine Überraschung für dich.
- Willkommen, Herr Hasmet. - Guten Tag.
- Willkommen, Bruder. - Die Rose des Bruders.
Hast du deinen Bruder vermisst? - Und wie, mein Bruder, sehr sogar.
- Frag mich erst. Wo ist Mutter? - Drin, sie wartet auf dich.
Komm.
Ich bin wie deine Mutter für dich.
Wenn dir etwas passiert, ist es, wie wenn es Turhan passiert.
Was ich hier ein Jahr erleide, weiß nur Gott.
Es gibt keinen anderen Weg. Es ist in deiner Verantwortung.
Die Sache kann außer dir niemand in Ordnung bringen.
Noch einen Leichnam kann ich nicht...
...und auch nicht diese Familie verkraften.
Hasmet, sie wissen, wo ihr da seid.
Wenn du an diese Familie denkst,...
...an das, was Vater dir hinterlassen hat, wirst du es tun.
Wo ist Hamza?
In seiner Heimat. Er organisiert die Leute.
Am Versammlungstag ist er hier.
Du sahst heute sehr glücklich aus. Denkst du, ich habe es nicht gemerkt?
Ich fahre bald.
- Sie heiratet. - Hört ihr? Sie heiratet.
Gratulation.
Yagmur?
Tarik.
Sehr schön.
- Wo sind wir, Tarik? - Das ist eine Überraschung.
Kemal ruft an.
Gib doch mal das Telefon, sonst verdirbst du noch die Überraschung.
Hamza?
Tarik, was ist los?
Setz dich.
Weißt du überhaupt, mit wem du zusammen bist?
Was soll das heißen, Hamza?
"Das Märchen ist zu Ende" heißt das. Wir kommen zur Realität.
Er heißt Hasmet.
Hasmet Ayaz. Bevor er herkam hat er...
...Ihsan Ay getötet, den Anführer einer der gefährlichsten...
...Familien der Türkei.
Deswegen ist er seit einem Jahr hier. Was hat er über seine Wunde gesagt?
Hier, dabei wurde er verletzt.
Die wollten ihre Angelegenheit selbst erledigen.
Deswegen wurde alles der Polizei anders zugetragen.
Beide Familien haben viele Tote.
Schließlich sind wir, mit meiner Mühe, einer Friedenslösung nahe.
Wenn diese Lösung erreicht wird, endet der ewige Hass.
Die Familien wären den Bankrott los.
Es gibt nur noch ein Hindernis:
Du.
Ich?
Um dich loszuwerden, werden beide Familien alles tun.
Hasmets Versteck hier kennen sie. Die kennen dich genau.
Es gibt nur eine Lösung, du wirst Hasmet verlassen.
Ich glaube Ihnen nicht, das soll er mir selbst sagen.
Das wird er dir sowieso sagen, wenn er kommt.
Ich sage, was er auch erzählt, in die Türkei mit ihm gehst du nicht.
Ich bin schwanger.
Das wissen wir.
Wenn das nicht wäre, wäre es...
...einfacher, aber wir kümmern uns darum, keine Sorge.
Was heißt "kümmern"?
Was heißt "kümmern"?
Wir bringen dich nach nebenan, der Herr Doktor erledigt das.
Lasst mich, lass los! Was machst du da, lass mich.
Was macht ihr? Tarik, hilf doch, bitte, Tarik!
- Hamza! - Du hast mich wohl nicht verstanden?
Ich spreche von Blutrache. Hasmet stirbt, sage ich.
Da gibt es keinen Spaß. Ich mache auch keinen Spaß.
Nun schmeiß den Bastard in den Müll und verschwinde! Sonst bist du dran.
Hamza.
Ich fahre zum Flughafen.
Wenn die Sache zu Ende ist, bringst du sie zurück, wo du sie her hast.
Sag ihr genau, was sie alles zu tun hat.
Wir machen einen Fehler.
Was bis heute war, war richtig, und das jetzt ist falsch.
Los, Turhan, los, mach schon, was ich dir sage.
Was ihr macht, ist ein Verbrechen.
Yagmur!
An dem Tag, als ich meinen Bruder verlor, habe ich vieles verloren.
Noch ein Blutvergießen und ich kann keine Ruhe im Grab finden.
Turan ist jung.
Sitki.
Du.
Hamza... Es wäre zu schade.
Einige von uns sind im Grab, einige sind hinter Gittern.
Die jüngeren müssen ihre Wut bremsen.
Trauung bringt Segen.
Frieden soll nicht nur mit Worten...
...sondern mit Blut besiegelt werden.
Heirate unsere Nüpelda.
Heirate, damit wir Verwandte werden.
Nur so werden hunderte von Familienangehörigen das dulden.
Nupe ist mit dir in der gleichen Umgebung aufgewachsen.
Sie kennt dich gut. Auch sie haben wir gefragt.
Sie gibt ihre Zustimmung, ist bereit.
Diese Wut muss enden. Schenkt uns Enkel.
Nichts anderes kann dieses Feuer löschen.
Nun, wer etwas gegen diese Heirat hat, soll diesen Ort verlassen.
Dir kehre ich nicht meinen Rücken zu.
Hasmet!
Sei vernünftig!
Seid alle vernünftig.
"Hasmet war der Mann, den sie seit ihrer Kindheit liebte.
'Wen sehe ich an' dachte die Frau.
Ihren Mann oder den Mörder ihres Vaters?"
Was machst du?
Wir versuchen, das Feuer zu löschen, und du gießt Öl ins Feuer.
Bis wir hierher gekommen sind, haben wir so viel gegeben.
Was willst du, sollen die etwa Turhan ermorden?
Sollen die nochmal auf dich schießen?
Willst du all das von deinem Vater Ererbte verlieren?
Sie sollen auf meine Antwort warten.
Du brauchst nicht zu gehen.
Ich habe es Turhan gesagt, er hat alles Yagmur erzählt.
Hamza... Hamza... Hamza, was hast du getan?
Sie guckt zu uns.
Wie ist ihr Zustand?
Es ist nichts Ernstes.
Am Arm und am Rücken ein paar blaue Flecken, das war's.
Das wird aber wieder gut.
- Wie geht's dem Baby? - Dem Baby geht's gut.
So kann ich das eigentlich nicht genau sagen, aber ihm geht's gut.
Gut.
Abgehauen? Und du sagst mir nichts?
Beruhige dich, hör doch erst mal zu.
Beruhigen? Wie denn?
Sie ist weg, hatte aber einen Unfall.
Kemal...
Sie hat das Baby verloren.
Guck an. Gott wollte auch nicht.
Bist du dir sicher?
Eben war der Arzt da. Ihr geht's miserabel.
Das Baby hat sie verloren.
Hamza, das Essen ist fertig.
Gut.
Hör mal, Hasmet kommt da hin. Jetzt bist du am Ball.
Dieses Mädchen kommt nicht hierher!
In Ordnung.
Warum?
Sie wollen die Tochter des Toten mit seinem Mörder verheiraten.
Mein Bruder muss das tun.
Sie wollen die Blutrache beenden mit Blutsbanden und Verwandtschaft.
Es ist sehr ernst.
Du musst gehen.
Wenn du an dich selbst nicht denkst, dann denk an meinen Bruder.
Das ist kein Spaß, sie töten ihn.
Wenn mein Bruder kommt, vom Kind hört, dann lässt er nicht von dir ab.
Er bringt sein Leben und dein Leben in Gefahr.
Wenn du meinen Bruder liebst, Yagmur, bleib fern von ihm.
Er will mich heiraten.
Es gibt keine Lösung, Yagmur, wenn du ihn liebst, geh.
Geh, Yagmur.
Wenn du ihn liebst, geh.
Yagmur.
Yagmur!
Wo ist sie? - Sie ist fort.
Wohin ist sie?
Hamza sagte, erzähle es, das hab ich.
Sie hat gepackt und ist weg. Ich konnte sie nicht halten.
Was heißt "nicht halten"?
Hamza sagte "erzähle es ihr, du weißt es, das ist o.k. ", deswegen.
Was hätte ich tun sollen?
- Warum hast du ihr Telefon? - Sie hat es auf dem Tisch vergessen.
Mann, hau bloß ab!
"Der starke Mann weinte mitten in der Stadt.
Die Lasten, die er für abgeschüttelt hielt, waren wieder auf seiner...
...Schulter, nur noch schlimmer."
Ich hab geahnt, dass da was mit ihm nicht stimmt.
Ach, Yagmur, meine Kleine. - Danke, mein Liebes.
Nein, nein, der nicht nochmal. Gott soll ihn strafen.
Lass ihn. Er weiß doch nichts davon.
- Guck dich doch an. - Irem, was soll ich denn machen?
Was haben die bloß aus dir gemacht? So warst du nie.
Jetzt soll er dich mal finden!
Kemal, der Idiot! Wie, Hasmet soll er heißen...
Der ist ein kompletter Betrüger.
Bring sie rauf!
- Was ist los? - Sofort!
- Bring sie nach oben. - Was ist los?
- Bring sie nach oben. - Irem, ist er das?
- Geh schon! Geh! - Bitte.
Es ist gefährlich. Bring sie nach oben.
- Ihr... Ich... - Bleiben Sie bitte hier.
Hören Sie und bleiben Sie hier. - Nein, nein.
Was machst du?
Guten Tag, Irem. Es ist da was mit Yagmur und mir.
Ich kann sie nicht finden. Ich dachte, sie ist hier.
Ich hab an allem keine Schuld. Ich muss ihr einiges erklären.
Wenn sie hier ist, lass uns sprechen. - Komm mit mir.
Hör mal, Kemal oder wer du auch bist. Sie ist ganz fern von deiner Welt.
So etwas sieht sie sonst nur in Filmen und Serien.
Sei bloß nicht mehr hinter ihr her.
Lass sie und uns in Ruhe. - Yagmur.
- Kemal, halt. - Lass.
- Kemal, halt hab ich gesagt. - Irem, lass mich.
Kemal, du kannst da nicht hin.
- Yagmur! - Was ist los?
- Irem, weg mit dir! - Los!
- Yagmur! - Sei ruhig.
- Helft doch! - Ruhig.
Das möchte ich nicht benutzen!
- Yagmur! - Sei ruhig.
Sei ruhig.
Verdammt.
Polizei! Er hat eine Waffe! - Polizei! Er hat eine Waffe!
- Polizei! Waffe weg! - Waffe weg!
Kemal!
Waffe weg!
Kemal...
Kemal!
"Abgeschoben"
Du weißt, er ist abgeschoben, er kann nicht kommen.
Aber er wird von dir Hilfe wollen.
Necmi.
Halt das Mädchen von Hasmet fern.
Keine Sorge, Fadile, der Ernst der Lage ist mir bewusst.
Er hat sowieso angerufen, ich klär's.
Du hast die da gesehen.
Sie ist blond, nicht wahr?
War sie schön?
Neben dir ist sie bedauernswert.
Ach, meine Nupel.
Wenn du nicht wärst, würde ich dann schweigen?
Es hätte die alle den Kopf gekostet.
Als Vater erschossen wurde, starb er in meinen Armen.
Und jetzt sollen wir zu Vaters Mörder Schwager sagen, ja?
Egal, wir werden nichts sagen.
Aber du sollst wissen, ich bleib immer auf der Lauer, Schwester.
Ich schlucke das nicht. Ich kann es nicht.
Aber du sagst nichts, Sitki.
Keinen Ton, bis ich dir was sage.
Du schluckst es, bis ich was sage.
Traurig bin ich schon über das alles. Wie gesagt, ich hab sie gefunden.
Das Mädchen hat mich rausgeschmissen. Mit unflätigen Worten...
Die da, mit der sie immer ist mit der sind sie nach Kanada.
Lass, das kannst du nun vergessen. Da geht alles so seinen Weg.
Du solltest nichts wieder aufrollen. - Ja, Necmi, ist gut. Danke.
Ruhig. Ruhig, hör auf zu bellen.
Unser Töchterchen ist gekommen. Unser Töchterchen...
Töchterchen, Yagmur. Hättest doch Bescheid sagen können.
Seit wann bist du hier?
Papa, ich hab dich so vermisst.
Kleine, nicht weinen, mein Schäfchen. Sie war kraftlos und hoffnungslos.
"Nie gekannte Schmerzen quälten sie.
Sie dachte dran aber konnte es nicht.
Sie konnte es nicht wegmachen.
Vielleicht, dachte sie,...
...wird sie die Geburt aus ihrer Kraftlosigkeit aufrütteln.
Über ihr prasselte Regen."
Hast du denn gesehen, wie der Garten vergrößert ist?
Ich werde mit dem Bürgermeister reden und die Wand da einreißen lassen.
Dann wird das hier ein riesiger Platz.
Und wenn du heiratest, machen wir die Hochzeit hier.
Der Garten ist sowieso reichlich.
Mein Mädchen.
Ach, wenn Mutter noch lebte, und sehen könnte, wie groß du bist.
Auf deiner Hochzeit würde sie mit mir Tsifteteli tanzen.
Sie würde den Enkel auf den Schoss nehmen und wie früher zu uns rufen...
..."seid doch mal still".
Dudu's Seufzen habe ich so vermisst.
Vater, ich bin schwanger.
Was bist du?
Wir wollten heiraten, Papa. Frag mich bitte nichts, nicht jetzt.
Abtreiben lassen konnte ich nicht.
Ich spüre es in meinem Bauch, Papa.
Papa.
"Was sie nicht erklären konnte und das Baby in ihrem Bauch,...
...war für den Papa,...
...der all seine Mühe in den Garten steckte, etwas zu viel.
Sein Herz und auch das Städtchen waren nicht geeignet zu verstehen."
Der erste Kuss mit dir...
Das erste Mal dein zu sein...
Das mit dir das erste Mal zu machen, habe ich immer geträumt.
In deinem Kopf ist ja eine Andere. Ich weiß.
Sie ist wohl blond.
Aber, nun bin ich deine Frau, Hasmet.
Nüpelda.
Wirst du mich lieben können?
Ist das eine Bedingung?
Papa. Papa, sprichst du nicht mit mir?
Du musst mir vertrauen. Das kann ich dir nicht erzählen.
Ich kenne den Mann nicht mal, von dem du ein Kind haben willst,...
...und da kommst du nachhause, und sagst "vertrau mir".
Wie kann ich den Leuten hier in dem Nest ins Auge sehen,...
...daran denkst du überhaupt nicht.
An Mutters Grab, wie soll ich ihr das je erzählen?
Wie soll ich das Kind nennen? Wie in den Arm schließen?
Daran denkst du gar nicht. Da kommst du und sagst "vertrau mir".
Mädchen, vertrau mir nicht. Trau mir ja nicht.
So ein Kind gucke ich gar nicht an. Das kann ich nicht Enkel nennen.
Wenn du das unbedingt willst,...
...kannst du es ja woanders zur Welt bringen.
Aber sage nicht mehr Vater zu mir.
- Papa, bitte! - Sag ja nicht Papa zu mir!
Das Kind ist ja fast schon da. Wo ist denn der Bräutigam?
Sehen wir den denn gar nicht?
Soldat, der ist Soldat. Der kommt noch von der Armee.
Was soll ich jetzt machen?
Ich kann sie nicht rauswerfen, ich kann sie auch nicht dabehalten...
Soll ich mich umbringen, soll ich sie umbringen?
Du sollst verzeihen, Papa.
Ich bin deine Tochter, hier ist dein Enkel.
Ich hab dir das Herz gebrochen, ja. Aber mein Herz ist auch gebrochen.
Ich war verliebt, das ist nicht das Kind eines Hergelaufenen.
Sprich nicht!
Erzähle doch das mir nicht, erzähle das doch deiner Mutter.
Mal sehen, ob sie dir verzeiht.
Wäre Mutter jetzt hier, würde sie dir den Kopf einschlagen.
Dann schlag doch, Papa. Schlag doch.
Geh, Tochter, geh weg. Mach mich nicht zum Kindsmörder, geh!
Du verzeihst ja nicht, dann töte.
Gott möge verzeihen, ich werd's tun. Entweder töten oder verzeihen, Papa!
Gott möge dir verzeihen, Mädchen.
Ich kann das Kind nicht annehmen, verstehst du?
Ich kann das Kind nicht annehmen!
Yagmur, Yagmur!
Yagmur! - Papa!
Töchterchen.
Ist da niemand?
Warte, mein Töchterchen, warte. Lauf, hole einen Arzt, lauf!
Warte, der Arzt kommt, warte.
Was soll ich denn machen?
Leider, das Ergebnis ist auch diesmal negativ, Frau Nüpelda.
Aber, täglich gibt es neue Methoden.
Ich werde Ihnen einen weiteren Behandlungsvorschlag vorlegen.
Wenn Sie zustimmen, kann ich mit einer neuen Behandlung dann beginnen.
Du bist auch bei der Versammlung. Mach dich etwas zurecht.
Diesmal hat es auch nicht geklappt.
Aber mit einer neuen Methode versuchen wir es wieder.
Ich möchte dir so gern ein Kind schenken.
"Sie sah im Spiegel, wie ihre Weiblichkeit gelitten hatte,...
...und sie sah im Spiegelbild, wie sie versuchte, Frau zu sein.
Sie fühlte sich unvollkommen."
Dieses Hotel zurückzukaufen, überfordert uns zurzeit ein wenig.
Wir haben kein Personal und auch keine Zeit dafür.
Der Grund, dass wir hier sind, ist gänzlich immateriell.
Dieses Hotel hat diese Familie zwanzig Jahre geführt.
Seinen Wert kennen wir.
Überlegen Sie mein Angebot, und melden Sie sich wieder.
Gut, Herr Hasmet.
Einen Moment. Die Sache wird heute beendet.
Deswegen sind wir ja hier, Frau Nüpelda.
Wir machen doch nichts anderes. - Doch.
Ihr Ziel ist es, unsere Schwäche auszunutzen und uns das...
...Hotel zum Wucherpreis anzudrehen.
Wenn mein Onkel hier säße,...
...würde er Ihnen Ihre vorlauten Zungen sonst wohin stecken.
Ich habe dich sehr vermisst.
Hasmet!
Ich bring dich um, wenn du mich noch einmal vor allen lächerlich machst.
Du machst dich selbst lächerlich.
Die Familienwerte wirfst du wie Wechselgeld vor die Leute.
Ich hab nur so getan, als ob. In zwei Tagen kommen sie wieder.
Außer an uns können sie an niemanden verkaufen, das weißt du genauso.
Weißt du, warum wir kein Kind kriegen?
Weil du diese Schlampe nicht aus dem Kopf kriegst.
Die Männlichkeit, die du mir nicht zeigst, zeige denen da drin...
...und hol zurück, was die Familie verloren hat.
Zwing mich nicht dazu.
Ich weiß, es wird dir gefallen. Du kennst das nur so.
So bist du aufgewachsen. Aber zwing mich nicht dazu.
Das gibt es nicht mehr.
Damit ist Schluss!
"Ich habe sie gefunden."
Yagmur, draußen fragt einer nach dir.
Warum hast du nicht auf mich gehört?
Ich suche dich seit Monaten.
Bleib hier, Zeynep.
Da gab es nichts zu hören.
Du wolltest heiraten.
Was sollte ich tun, Zweitfrau sein?
Warum du hier bist, weiß ich nicht.
Aber es wäre gut, wenn du gehst.
Mein Mann kommt gleich.
Yagmur. Yagmur.
Gut, schon gut.
Wie geht's voran?
Ich kann jetzt nicht sprechen.
Verstehe, du bist noch nicht zu Ende. Da will ich nicht unterbrechen.
Vergiss nicht die Verlobungsprobe.
Klar. Ich rufe dich dann an.
"Hasmet schaute dem Leben zu, das auf seinem Unglück aufgebaut war.
Er hatte das Fragen aufgegeben.
Er schaute nur zu."
Bruder, komm doch.
Unsere Monster haben das ganze Fleisch vertilgt.
Komm, komm doch.
Alpago. - Ja.
Mannomann, wer hätte gedacht, dass Turan mal ein Kind haben würde.
Wie schnell die Zeit doch vergeht.
Wenn du doch auch ein Kind hättest.
- Was hast du denn da am Auge? - Mein Auge?
War es Hamza?
Ach, Bruder...
Wo ist Nupe? Warum kommt sie nicht runter?
Sie hat Grippe und will die Kinder nicht anstecken.
Die kommen extra mit all ihren Kindern her.
Sie versuchen, mich damit zu reizen.
Ich leide mehr als du.
Manche Nacht küsst du mich derartig,...
...da weiß ich dann, dass nicht ich in deinem Kopf bin.
Du küsst diese Schlampe. - Nupe.
Hasmet, ich erlaube dir, heute Nacht an sie zu denken.
Komm, lass es uns machen. Mich liebst du nicht, ich weiß es.
Denk an die, die du liebst. Ich will dir ein Kind schenken.
Bitte!
Bleib! Was hast du für eine Macke? Warum befreist du dich nicht davon?
Gib her.
Nupe, gib die her.
"Sie erreichte ihren Geliebten nie.
Die einzureißenden Mauern Hatten Nüpelda sehr ermüdet.
Hasmet versuchte zwar, das zwanghafte Leben zu leben,...
...aber konnte dem Schicksal nicht entfliehen.
Ein Wort, eine Stimme, mal ein Lied erreichte ihn."
Jedes Mal fühlte er den Schmerz bis ins Mark.
Das Feuer erlosch nicht.
Die Zeit, die alles heilt, würde sie das Feuer löschen können?"
Lauf, komm schon her. Komm doch.
Weißt du, warum ich hier bin? Ich fahre nach Istanbul.
Zu einer Konferenz für drei Tage. Ich möchte, dass ihr mitkommt.
Nein, Vater lasse ich nicht allein.
Hüseyin, soll ich euch alle nach Istanbul mitnehmen?
- Ja! Ja, ja! - Was machst du?
Ich frag ihn. Soll er allein bleiben?
Fahrt ihr nur, Istanbul ist für meinen alten Kopf zu viel.
- Mutti, bitte. - Sag ja, sag ja.
Fahrt ihr nur ein paar Tage, ich ruhe mich hier aus.
Bitte, Mutti, bitte.
Na gut. Ich kann nicht nein sagen.
Gib mir fünf!
Na, los, schnell.
Kemal, hör auf, keinen Unsinn jetzt, Söhnchen.
Gib die Hand, gib schon.
Wenn du zurück bist, habe ich dann auch eine Überraschung für dich.
Moment, ich will doch spielen.
Da hast du es.
Warte.
Entschuldige bitte.
Fertig, nimm schon.
Du hast mich angelogen. Du bist nicht verheiratet.
Eure Familiennamen sind nicht gleich. Ihr habt verschiedene Zimmer.
- Wie hast du uns gefunden? - Nicht ich, du hast mich gefunden.
Yagmur, ist das mein Sohn?
Kemal, lass mich bitte gehen. Wir werden gehen, mein Wort.
Yagmur, ist das unser Sohn?
Bitte, lass mich nicht noch mehr leiden, bitte.
Seit Jahren lebe ich wie ein Toter. Bitte, verschwinde nicht wieder.
Geh auf dein Zimmer und erwarte mich. Aber allein.
Warte bitte im Zimmer auf mich. - Kemal, lass mich gehen.
Ich finde dich, Yagmur. Lauf nicht vor mir weg.
Ich flehe, geh ins Zimmer und warte. Geh ins Zimmer und warte, bitte.
Bleibt ihr unten, ich komme später zu euch.
Nein, es ist nichts. Ich möchte nur ein wenig allein sein.
Gut, wir sprechen später, Sinan.
Ohne dich habe ich nicht mehr geatmet, das war kein Atmen.
Mit dir habe ich meine Seele verloren.
Außer dir habe ich keine Frau geliebt, Yagmur.
Ist das unser Kind?
Ja.
Warum hast du es mir nicht gesagt?
Warum hast du mir jahrelang Höllenqualen bereitet?
Sag nichts, haben sie befohlen.
- Wer? - Hamza, dein Bruder.
Unser Kind wollten die mir aus dem Leib reißen.
Hamza sagte, "wenn ich mein Kind gebäre, sterben wir alle".
Sie würden dich töten, wenn ich mich nicht von dir fernhalte, Kemal.
Ich hatte furchtbare Angst um dich.
Das werden sie mir alle bezahlen.
Es war nicht leicht, ihn aufzuziehen. Ich habe immer wie auf Kohlen gelebt.
Ich hatte Angst, dass sie kommen und mir das Kind aus der Hand reißen.
Von all dem weit entfernt möchte ich eine Welt für ihn.
Bitte, lass uns gehen, bitte.
Das ist unmöglich. Nunmehr unmöglich.
Mutti, wo bist du denn?
Mutti, kann ich mit Sinan zum Schwimmbecken?
- Du heißt Kemal? - Ja.
Ich heiße auch Kemal. Sehr erfreut.
Kemal, na, sind wir soweit zum...
Herr Sinan ist unser Arzt.
Seinetwegen sind wir nach Istanbul gekommen. Er hat eine Konferenz.
Und Herr Kemal,...
...ein Freund der Familie.
- Angenehm. - Ebenfalls.
- Magst du Istanbul? - Ja, und wie.
Weißt du, ich bin zum ersten Mal in einem Hotel.
Es hat ein riesiges Schwimmbecken. Mutti, dürfen wir da hin?
Na klar, dürft ihr, mein Lieber.
Es hat mich sehr gefreut.
Ebenfalls.
Also Kemal, los, zum Schwimmbecken.
Sehr gut hast du ihn erzogen.
Wäre er nicht gewesen, hätte ich nichts bewältigen können.
Ohne dich war jeder Tag die Hölle. Sein Dasein hat mein Leid vermindert.
Es gibt nur noch dich, mich und unsern Sohn, ich verspreche es.
Alles andere ist egal.
Aber du bist verheiratet...
Meine Familie seid ihr.
Bitte, verschwinde nicht wieder.
Gib mir Gelegenheit, alles wieder in Ordnung zu bringen.
Täglich bist du in mir gewachsen.
Das war also der Grund. Ich habe es gespürt.
Du hast mich nicht vergessen.
Kann ich dich denn vergessen?
Wir haben einen Sohn, der mich täglich mit deinen Augen ansieht.
Ich schicke euch heute an einen Ort. Den kennt außer mir niemand.
Ein paar Tage später komme ich zu euch, wenn ich alles erledigt habe.
Ich will nicht, dass du dich in Gefahr bringst, Kemal.
Ohne Vater aufzuwachsen, kennt er. - Nimm mir das bitte nicht.
Ich habe ein Recht darauf.
Ich bin ohne Vater aufgewachsen.
Lass ihn doch das erleben, was ich nicht erleben konnte.
Bitte.
Was ist, seit morgens rufst du hier dauernd an?
Keine schlechten Nachrichten, oder?
Ich bin im Hotel. Sei in einer Stunde hier.
- Mutti, ich bin müde. - Na klar, auf dem Weg schläfst du.
Komm her, komm!
Was hast du getan? - Was sagst du?
Du Bestie! War das Baby nicht tot? Sie würde ja nicht wieder herkommen?
Sie würde nicht nochmal auftauchen? - Das hat sie mir so gesagt.
- Soll ich dich umbringen, du... - Hamza!
Bist du etwa so mächtig, dass du uns im eigenen Hause drohst, Hamza?
Dein Sohn bringt uns in Schlamassel.
Dein Schwiegersohn schaufelt schon an Turhans Grab.
Mutter, sie hat gesagt, dass sie sich vom Bruder fernhält.
Und jetzt ist sie doch da! Hat auch das Baby geboren.
Ich hab es mit eigenen Augen gesehen.
Weißt du denn, in was für eine explosive Lage du uns gebracht hast?
Er wird Frau und Kind nehmen und verschwinden.
Dann sind wir dumm dran, Fadile!
Von mir soweit.
- Hamza? - Pack zusammen.
- Ich verstehe nicht. - In einer Stunde hole ich dich ab.
Mach die Überweisungen fertig. Wenn ich dich anrufe, komm dahin.
Gehen wir am Ende tatsächlich?
Ans Ende der Welt gehen wir, fern von diesem ganzen Dreck.
Ich rufe dich an.
Was machst du da?
Wohin gehst du, Hamza? Hamza, ich bin hier nicht dein Köter.
Ich bin deine Frau! Wohin gehst du, sage ich?
Bist sowieso nicht da seit Tagen.
Mit der Frau von der Bank gehst du, oder?
Lass mich doch!
Ruf den Krankenwagen!
Der Hals ist gebrochen, es ist ernst.
Auch wenn sie am Leben bleibt, ist es vielleicht nicht wie vorher.
Ich musste es machen, sonst hätte ich euch verloren.
Deinem eigenen Sohn kein Härchen krümmen, aber meinen töten wollen.
- Bruder! - Turhan.
- Bruder, verzeih mir! - Sei still.
Bruder!
Ich bin also schuld, ja?
Tausende Leute verdienen in diesem Land ihr Brot wegen dieser Heirat.
Diese Leute werden jetzt nach Blut schreien.
Vor allen Sitki.
Ich habe Ihsan Agha nicht erschossen.
Die Strafe werde ich nicht abbüßen.
Du bist nicht mit mir mitgekommen. Was passiert ist, weißt du nicht.
Ich sagte, geh nicht!
Das ist nun mal passiert, Hasmet. Wie Brüder sind wir aufgewachsen.
Ich habe immer versucht, dich zu beschützen,...
...aber du kennst diese Welt genauso wie ich.
Blut wird nicht vergessen. Da gibt es kein Entkommen!
Hättest du den Mann nicht erschossen, wäre ich schon lange weg.
Um dich zu schützen, blieb ich.
Die von der Bank haben angerufen.
Hast versucht, das Konto zu räumen.
Du bist nicht weg, weil die Geschäfte schlecht waren, kein Geld da war.
Von der Heirat hättest du profitiert. Du hast gewartet.
Du wolltest mein Kind töten, Hamza.
Bruder hast du dem Tod überlassen.
Du weißt davon kommst du nicht weg.
Die lassen dich nicht leben.
Ich weiß.
- Ich habe mir Sorgen um dich gemacht. - Da bin ich.
Guck, was unsere Leute mir aus dem Security-Room gebracht haben.
Bist du sicher, Sitki? Ist sie das?
Ich bin sicher, Schwester. Ich habe auch die Hotelliste geprüft.
Sie heißt Yagmur. Das ist sie.
Das ist mein großer Tag.
Soll ich jetzt was sagen? Erlaubst du das?
Als ob alles in Ordnung wäre...
...und wir sind mit dem Kind im Sommerhaus zum Urlaub.
Wenn es doch wahr wäre.
Ich habe nie mein Leben gelebt.
Für mich ist das einzig Wahre jetzt.
Alpago. - Ja.
- Mach den Grill fertig. - Natürlich.
Und was nun?
Ich muss gehen.
Ihr wartet hier auf mich.
Wenn ich bis morgen Abend nicht da bin, kümmern sich die Jungs um euch.
Geh nicht. Wir gehen irgendwohin auf der Welt.
Wo sie uns nicht finden...
Wir gründen uns unser eigenes Leben.
Bitte, Kemal, ich halte es nicht aus, dich wieder zu verlieren.
Bitte.
Hasmet.
Gott liebt die Geduldigen. Klar, mein Herz ist auch rein.
Der Tag kommt, sagte ich und wartete.
Gott hat einen Teil meiner Gebete erhört, Hasmet.
Wie du siehst, sage ich: nur einen Teil.
Denn vor der Mündung habe ich Turhan.
Wärest du es, dann wäre es ganz.
- Alpago, mach den Wagen fertig. - Klar.
Kemal, ich flehe dich an, geh nicht. Bitte, bitte.
Ich muss. Wenn ich dir Kemal bringen soll,...
...muss ich Hasmet bei denen zurücklassen.
Du bist die einzige Frau, die ich im Leben liebe.
Vergiss das nicht, das reicht mir.
Geh nicht.
- Alpago, bringe Turhan weg. - Nein.
Behalte deine Wut für dich.
Mach nichts Verrücktes. Alpago, das hat kein Ende sonst.
Los, nimm Turhan und bring ihn weg.
Lass, und ich bringe die hier alle um.
Los, los. Das hat kein Ende sonst. Also.
Nimm Turhan und bring ihn weg, los.
Lass ihn gehen.
Lass uns unter vier Augen reden.
- Sitki, lass uns allein. - Schwester!
Sitki, halt dich da raus!
So hätte es nicht sein müssen.
Alles hätte ich für dich gegeben.
Darum habe ich mich sehr bemüht.
Aber du hast unseren Vertrag gebrochen, Hasmet.
Du hast mit meiner Ehre gespielt. Und mit meinem weiblichen Stolz.
Hast mich vor der Familie erniedrigt.
Ich habe ein Kind mit ihr.
Das ist ein Teil von mir.
Gut.
Einverstanden.
Bring das Kind,...
...aber die Schlampe soll raus aus unserem Leben.
Bau dir ein anderes Leben auf.
Um dieses Feuer zu löschen, habe ich viel Mühe aufgewendet.
Wie du habe ich mich selbst geopfert.
Aber es wurde eben nichts, wir haben es nicht geschafft.
Gehe nicht.
Um Gottes Willen, gehe nicht.
Bleibst du bei mir, schütze ich dich.
Neben mir wagt es niemand, dir zu schaden.
Wenn ich hier rausginge, würden die mich töten, oder?
Ja.
Endet der Blutdurst, wenn ich sterbe?
Hasmet, hör auf. Runter damit.
Nüpelda, wenn ich sterbe, hört der Kampf auf?
- Runter damit. - Nupe, hört das Blutvergießen auf?
Schwester!
Schnell, schieß! Er ist der Mörder unseres Vaters.
Wenn du nicht schießt, drücke ich ab! - Sitki, lass uns allein, sagte ich!
Er versucht dich zu täuschen.
Ehe das Blut des Ehrlosen nicht fließt, habe ich keine Ruhe.
Ich flehe, bleib bei mir.
Ich flehe dich an.
Los Schwester, schieß!
Solch Kummer... Du bist um deinen Weg, ich um mein Herz gebracht.
Ist das der Ring?
Ja.
Solch Kummer... Du bist um deinen
Weg, ich um mein Herz gebracht.
Ich wusste nicht... meine leise Seite
Würde Blut schwitzen in deinen Regen.
Ich wusste nicht... mein Mehr würde
Sich mit meinem Weniger begnügen.
Meine Ferne würde meiner Nähe, meine
Nähe der Ferne das Herz schenken.
Ich wusste nicht.
Ich wusste nicht.
Oder zürnst du mir, Meiner Sprache Heimat gebend.
Wären wir uns böse, nicht drei Tage, Es sind Monde, sollst du wissen.
In diesen Tagen trifft Mein Gesicht Brandgeruch im Wind.
Mein Frösteln hält mich Bei meinem Atem.
Malariöse Worte festgeklebt im Hals.
Sie haben sich geparkt, gleich rechts.
Ungehörte Worte wurden die Worte. Geheimnis nennen sie die Lieben.
Deine lauten Buchstaben vermählen sich der Stille.
Deine intimen Gefühle Überlassen sie dem Kaffeesatz.
Bist du nicht ermüdet von meiner Zunge, mein lautloser Schrei.
Dein Platz - meine Unaufgeräumtheit, Fass' dich.
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