All language subtitles for Love.In.the.Afternoon.1957.720p.WEB-DL.AAC2.0.H.264-BS.german

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Original subtitles

Das ist die Stadt Paris in Frankreich.

Sie ist wie jede andere Gro�stadt.

London, New York, Tokio.

Mit zwei winzigen Ausnahmen.

In Paris ist das Essen besser.

Und in Paris ist Liebe machen,

naja, nicht unbedingt besser, aber es geschieht viel �fter.

Man macht es �berall und jederzeit.

Am linken Seineufer,

am rechten

und dazwischen.

Man macht es bei Tag

wie bei Nacht.

Der Metzger,

der B�cker

und der freundliche Bestatter.

Sie tun es in Bewegung

und v�llig unbewegt.

Die Pudel tun es.

Die Touristen tun es.

Gener�le tun es.

Hin und wieder tun es Existenzialisten auch.

Es gibt junge Liebe

und alte Liebe.

Eheliche Liebe

und verbotene Liebe.

Hier komme ich ins Spiel.

Mein Name ist Claude Chavasse.

Ich bin das, was man einen Privatdetektiv nennt.

Es war Montag, der 11. Juni um 6:15.

Ich hatte Nachtwache gehalten am Place Vend�me

vor dem Ritz Hotel.

Um die Unschuldigen zu sch�tzen,

nenne ich das den Fall der Madame X.

Nat�rlich war sie keineswegs unschuldig.

W�hrend Monsieur X an einem Gesch�ftstreffen in London teilnahm,

fand sie sich zu n�chtlichen Treffen in Suite 14 des Ritz ein.

Um 8:45

kam ich bei der Rue Malebranche 17 an.

Hier wohne ich und hier ist auch mein B�ro.

Es ist eine sehr ruhige Gegend. Meine Klienten ziehen es so vor.

Wir f�hren hier ein nettes Leben.

CLAUDE CHAVASSE - PRIVATDETEKTIV DISKRETION GARANTIERT

Ich lebe hier mit meiner Tochter und ihrem Cello.

Papa?

- Guten Morgen, Ariane. - Guten Morgen, Papa.

Hattest du eine schwierige Nacht?

Es ging so.

- Ein interessanter Fall? - Geht so.

- Erz�hl mir davon. - Nicht so wichtig.

- Warum nicht? - Ist nicht wichtig.

Papa, ich mach mir Sorgen um dich. Du hast jede Nacht gearbeitet.

Das ist die gesch�ftigste Zeit.

Aber du brauchst Ruhe.

Du wei�t ja, mein Beruf ist wie der eines Arztes.

Ich muss stets abrufbereit sein.

Ein guter Arzt ruht nie, nicht bis der Patient genesen ist.

So habe ich das noch nie betrachtet.

Du solltest gar nicht dar�ber nachdenken.

- Wie laufen die Dinge am Konservatorium? - Geht so. Wir proben gerade.

- Was probt ihr denn? - Eine Symphonie. Haydns 88.

Siehst du, ich sage dir immer, was ich tue, aber du erz�hlst es mir nie.

Weil ich dich liebe.

Und weil ich dich vor diesen elenden Dingen bewahren will,

mit denen ich es zu tun habe.

Jetzt geh zur�ck zu deinem Cello.

Ja, Papa. M�chtest du fr�hst�cken?

Sp�ter. Ich muss noch Fotos entwickeln.

Ich erwarte einen Klienten.

Als Mama noch lebte,

hast du mit ihr doch �ber deine Arbeit geredet.

Deine Mama war eine verheiratete Frau.

Da bin ich aber froh.

- Papa, dein Kaffee wird kalt. - Ich komme gleich.

- Du kannst sp�ter Detektiv spielen. - Schon gut, schon gut.

Wer ist dieser Mann?

Ariane, bitte!

Er ist sehr attraktiv.

Er ist sehr verwerflich und unmoralisch.

- Tats�chlich? - Ganz und gar �bel.

- Was hat er getan? - Das reicht!

Ich sah sein Gesicht noch nie in den Akten.

Ariane, du hast in meinen Akten gebl�ttert?

Nein, Papa.

Ich meine, ja, Papa. Nur in einigen, als ich Staub wischte.

Ariane, ich hab doch unz�hlige Male gesagt, du sollst von den Akten fernbleiben.

Das habe ich versucht, Papa, aber sie sind so faszinierend.

Am Konservatorium beneiden mich alle, weil ich meine Privatbibliothek habe.

Bibliothek. Das ist keine Bibliothek. Das ist Abschaum.

Wie kannst du so etwas sagen?

Manche der F�lle sind so romantisch, dass ich sie mehrmals gelesen habe.

Welche F�lle?

Mein Lieblingsfall ist in Akte D.

Die Herzogin von Devontry und ihr Alpenf�hrer.

So traurig und so sch�n.

Dein Vater hatte beinahe einen Herzanfall, als er ihnen auf den Matterhorn folgte.

Sie muss ihn sehr geliebt haben, um alles aufzugeben.

Den Herzog, das Schloss, die Pferde und die Hunde.

Und wof�r? Zwei Wochen schamloser Leidenschaft.

Zwei ruhmreiche Wochen.

Es war ein schrecklicher Skandal und hatte ein schreckliches Ende.

Aber das war es wert.

Was gibt es Sch�neres f�r eine Frau, als mit ihrem Liebhaber zu sterben?

Einander f�r immer umarmend unter einer Lawine begraben.

Unsinn. Sie werden im Sommer auftauen und das war's.

Papa, wie kannst du nur so grausam sein?

Hast du denn kein Mitleid?

Doch. Mit dem Herzog, den Pferden und den Hunden.

Und was ist mit dem Fall des Benediktinerm�nchs,

der aus dem Orden austrat, weil er eine Witwe liebte?

Sie heiratete ihn nur,

weil sie das Geheimrezept f�r den Lik�r wollte.

- Papa, du bist so zynisch. - Das mag stimmen.

- Du magst deine Arbeit. - Das tue ich.

Du w�rdest sie selbst unbezahlt m�gen.

So weit w�rde ich nicht gehen.

Es hat dir gefallen, Madame La Roche zu entlarven.

Madame La Roche. Das hast du auch gelesen?

Und diese leidenschaftlichen Briefe an den Stierk�mpfer,

nachdem ihr Ehemann ihn erstach.

Ich werde hier �berall zweifache Schl�sser anbringen.

Papa.

Ariane, du sollst nicht ohne Erlaubnis in dieses B�ro kommen

und du sollst hier nicht Staub wischen!

Du sollst auch nicht die T�r aufmachen. Das ist mein Klient.

Geh wieder auf dein Zimmer und �be.

Ich kam gerade vom Flughafen. Meine Frau denkt, ich sei noch in London.

Sehr clever. Hier herein, bitte.

Was haben Sie herausgefunden?

Es wird noch einige Minuten dauern. Die Beweise sind noch nicht trocken.

- Wie war das Wetter in London? - Furchtbar.

Es war sch�n hier. Die N�chte waren sehr warm.

- Und wie waren die Gesch�fte in London? - Schrecklich.

Das tut mir Leid. Es war sehr aufregend hier in Paris.

K�nnen Sie dieses schreckliche Ger�usch abstellen? Ich bin ein nerv�ser Mann.

Sicher, Monsieur.

Ariane, bitte nicht jetzt.

Ja, Papa.

Bevor ich Ihnen also diese Fotos zeige,

m�chte ich betonen, dass sie unter sehr widrigen Umst�nden entstanden sind.

Das Licht war ung�nstig, der Abstand betr�chtlich

und der Aufnahmewinkel war unm�glich...

Sind die Nachrichten gut oder schlecht?

Das h�ngt davon ab. Ist das Ihre Frau?

- Hier. - Danke.

Sieht aus wie sie.

Dann sieht es leider schlecht aus.

Es gibt einen anderen Mann.

Ja. Und bedauerlicherweise sieht er gut aus.

- Das tut er. - Und das sind die beiden zusammen.

Bitte, Monsieur, regen Sie sich nicht auf.

Das versuche ich.

M�chten Sie einen Brandy?

Nein, danke. Davon bekomme ich Sodbrennen.

Wie w�r's mit Aspirin?

Nein, danke. Davon bekomme ich Kopfweh.

Was sagten Sie, wie hei�t er?

Er hei�t Frank Flannagan. Er ist Amerikaner und sehr reich.

�l, Baugesch�ft, Stahltriebwerke, Pepsi-Cola...

"Die erfrischende Pause?"

Nein, das ist die andere. "Pepsi-Cola trifft ins Schwarze."

Aber wir sollten nicht das Schlimmste annehmen.

Diese schreckliche Ungewissheit treibt mich zum Wahnsinn.

Er kommt jedes Jahr nach Paris.

Und ich erfahre es immer, denn mein Gesch�ft nimmt dann merklich zu.

Ich h�tte meine Frau nach London mitnehmen sollen.

Er treibt sein Unwesen auch dort.

Genau wie in Rom, Wien und Madrid.

Hier sind die skandinavischen L�nder.

Es gab einen Vorfall in Stockholm,

in den Zwillingsschwestern verwickelt waren...

Aber warum soll ich Sie mit Statistiken langweilen?

Seit wann l�uft das schon?

Ich denke, seit er 16 war.

Nein. Ich meine das mit meiner Frau.

Seit einer Woche oder so.

Sie essen jeden Abend in seiner Suite im Ritz.

Das Ritz? Jeder kennt uns dort.

Keine Sorge. Sie ist sehr diskret.

Sie benutzt den Dienstbotenaufzug und ist verschleiert.

Das ist gut.

Normalerweise kommt sie bei seiner Suite Nummer 14 um 21:00 an.

Und es wird Sie freuen, dass sie nicht allein sind.

Ach, nein?

Es ist immer ein vierk�pfiges Zigeunerorchester dort.

Sie er�ffnen das Programm mit etwas, das nennt sich Hot Paprika.

Dann folgt etwas Liszt, Lehar, ein oder zwei Csardas

und um 21:55 spielen sie immer Fascination.

Fascination?

Nein, nein, nein. Das geht anders.

- Ziemlich h�bsch, nicht wahr? - Ja, ja.

Was kommt danach?

Das war's. Sie spielen Fascination und gehen wieder.

- Und meine Frau? - Sie bleibt.

Aber wir sollten keine voreiligen Schl�sse ziehen.

Das ist die Suite 14 um 23:00,

um Mitternacht,

1:00,

2:00, 3:00, 4:00...

Was tun Sie da?

Ich ziehe meine Schl�sse.

Bitte. Stecken Sie das wieder ein. Sie d�rfen sie nicht erschie�en.

Sie werden alles nur vermasseln. Ihre Hand wird zittern.

Sie w�rden sie h�chstens im Bein oder in der Schulter treffen.

Dann w�rden Sie sie ins Spital bringen, wo sie einen attraktiven Arzt trifft.

Ich werde meine Frau nicht erschie�en. Ich liebe sie.

Sie d�rfen sich auch nicht erschie�en.

- Mich selbst? Ich habe doch nichts getan. - Das stimmt.

- Welche Nummer hat die Suite? 14? - Genau.

- Und die Zigeuner gehen um 22:00? - Genau.

Dann werde ich um 22:00 in die Suite 14 gehen und schie�en.

- Auf den Amerikaner? - Genau.

Auf Wiedersehen, Monsieur.

Ist Ihnen klar, dass das ein kaltbl�tiger Mord ist?

Ja.

Und dass Sie eingesperrt werden k�nnten.

M�glicherweise.

Kann ich nichts tun, um Sie von diesem t�richten Plan abzubringen?

Gar nichts.

Dann habe ich keine andere Wahl, Monsieur.

Ich muss auf sofortige Bezahlung bestehen.

- Wie viel? - 60.000 Franc.

Es sollte ja mehr sein, denn wenn Mr Flannagan beseitigt wird,

dann wird das meinem Gesch�ft schaden.

Danke, Monsieur.

Sie d�rfen die Fotos gerne mitnehmen. Daf�r wird nichts extra berechnet.

Schicken Sie sie zu meinem Anwalt.

Und das Gep�ck auch.

Keine zus�tzlichen Kosten.

- Papa! - Ja, Ariane?

- Papa... - Was ist los?

- Papa, darf ich wieder �ben? - Aber sicher, Schatz.

- Ich sollte erst das Tablett raustragen. - Danke. Ja, bitte, Schatz.

Dein Klient wirkte so nerv�s.

Warum seufzte er so?

Seine Frau. Sie...

Nicht wichtig. Musst du heute nicht zum Konservatorium?

Am Nachmittag, Papa.

Michel holt mich ab.

Er ist bestimmt gro�. Sicher 1,90 m.

Wer, Michel?

Nein, Mr Flannagan.

Gib mir das.

Er ist mit Abstand der attraktivste Mann in deinen Akten.

Er ist sicherlich auch der verkommenste.

Er hat so ein amerikanisches Gesicht.

Wie ein Cowboy oder Abraham Lincoln.

Wei�t du noch, was mit Lincoln passierte?

Und das Mitten in einer Vorstellung.

Wie sp�t ist es jetzt?

21:15. Warum fragst du st�ndig?

Hast du eine M�nze f�rs Telefon?

Was ist los, Ariane?

Wenn du �rger hast, kannst du es mir doch sagen.

Danke, Michel.

Vermittlung? Bitte verbinden Sie mich mit dem Hotel Ritz. Rasch, das ist ein Notfall.

Hallo, das Ritz?

Ich m�chte mit Mr Flannagan sprechen. Mr Frank Flannagan.

Tut mir Leid, aber er w�nscht nicht gest�rt zu werden.

- Aber, ich... - Tut mir Leid, Madame, auf keinen Fall.

Monsieur Flannagan hat sich schlafen gelegt.

Sie sollten mich besser verbinden oder er wird f�r immer schlafen.

Hallo? Hallo!

Hallo.

- Wie sp�t ist es jetzt? - 21:20.

Du benimmst dich heute Abend sehr seltsam.

Was w�rdest du tun, wenn du w�sstest, dass jemand erschossen wird?

Wei� nicht, ich w�rde die Polizei rufen. Wer wird erschossen?

Hast du noch eine M�nze?

Ariane, ich sollte wissen, was los ist.

Nicht nur weil ich dir die Uhrzeit sage oder f�r deine Anrufe bezahle,

aber weil du wei�t, was ich f�r dich empfinde.

Polizei.

Das Polizeikommissariat, bitte.

Ariane, wer wird erschossen? Wo? Von wem?

Und was ist los mit dir?

Polizeikommissariat? Ich m�chte ein Verbrechen anzeigen.

Sie m�chten ein Verbrechen anzeigen? Ja, Madame. Welches Verbrechen?

Im Hotel Ritz in der Suite 14 sind ein Mann und eine Frau.

Ein Mann und eine Frau in der Suite 14 im Hotel Ritz. Was f�r ein Verbrechen?

Sie verstehen nicht. Die Frau ist verheiratet.

Ich verstehe. Hotel Ritz, Suite 14, ein Mann und eine Frau. Die Frau ist verheiratet.

Welches Verbrechen?

Sie hat einen Ehemann mit einer Waffe, einer gro�en Waffe!

Jetzt kommen wir der Sache n�her! Hat er keine Erlaubnis?

Nein. Darum geht es nicht.

Um 22:00 wird er dort einbrechen und schie�en!

Bitte, Madame, regen Sie sich nicht auf. Es ist noch nicht 22:00.

Wenn er um 22:00 in das Zimmer einbricht

und schie�t und nicht verfehlt, dann rufen Sie wieder an.

Dann ist es zu sp�t! Sie m�ssen ihn aufhalten.

Sie m�ssen sofort jemanden hinschicken.

Madame, es gibt 7000 Hotels in Paris und 220.000 Hotelzimmer.

Und an einem Abend wie diesen gibt es in etwa 40.000 dieser Zimmer

eine �hnliche Situation...

Wenn wir �berall

einen Polizisten hinschicken w�rden...

Nein, nein, Madame, das ist undenkbar.

Dazu br�uchten wir mehr als die gesamte Polizei von Paris.

Dazu br�uchten wir die Feuerwehr, das Gesundheitsamt

und m�glicherweise die Pfadfinder.

Und, Madame, wir m�chten nicht Jungs in kurzen Hosen

in solche Situationen verwickeln.

Ariane, das geht zu weit. Ich werde dich jetzt nach Hause bringen.

- Michel. - Tut mir Leid. Ich habe keine M�nzen mehr.

- Nein. Ich will, dass du mich heimf�hrst. - Das ist besser.

Aber k�nnen wir am Weg beim Ritz anhalten?

Beim Ritz?

Loulou! Komm zur�ck, Loulou.

Loulou. Loulou.

Warum bellst du? Es ist niemand hier. B�ser Hund.

Fascination.

Was ist nur heute Abend mit dir los? Das st�ndige Bellen. B�ser Hund.

Mr Flannagan.

Mr Flannagan.

Mr Flannagan.

Mr Flannagan.

Verzeihen Sie die St�rung, es ist dringend,

denn sie werden erschossen werden.

Erschossen?

Weiterspielen.

Wer sind Sie? Wie sind Sie hier reingekommen?

- Durch den Balkon. - Der Balkon?

Das musste ich, denn ihr Ehemann wartet mit einer Waffe vor der T�r.

Mit einer gro�en Waffe.

Bitte nicht st�ren

Tut mir Leid, Mr Flannagan, aber das wird f�r heute Abend alles sein.

- L�sen Sie sich jetzt bitte von meiner Frau. - Verzeihung?

Hier dr�ben ist das Licht besser.

Kennen wir uns?

Nur indirekt. Ich bin der t�richte Ehemann.

- Wessen t�richter Ehemann? - Na, ihrer!

Mein t�richter Ehemann?

Josephine?

Tja, ist diese Lady Ihre Ehefrau?

- Sind Sie Frank Flannagan? - Ja.

- Ist das die Suite 14? - Ja.

Dann muss sie meine Frau sein.

- Sind Sie das? - Ich glaube kaum.

Das ist sehr verwirrend.

- Darf ich mal telefonieren? - Aber sicher. Nur zu.

Hallo, die Rezeption bitte.

Rezeption, gibt es noch 'nen Frank Flanngan in diesem Hotel?

Tja, gibt es hier noch eine Suite 14?

Das ist doch das Ritz, oder?

Es tut mir schrecklich Leid.

Aber Sie m�ssen verstehen, ich bin sehr durcheinander.

Hier, trinken Sie das.

Das ist absurd.

Anscheinend handelt es sich um eine Fehlinformation.

Ein Fall von Identit�tsverwechslung.

- Zum Wohl. - Zum Wohl.

Parf�m! Ich rieche das von meiner Frau!

Nur zu!

Falls Sie meinen linken Pantoffel beim Suchen finden...

- Ist er das? - Danke.

Tut mir schrecklich Leid wegen all dem �rger.

Keine Ursache. Gut, dass Sie hier waren. Den suche ich seit einer Woche.

Sie wissen ja nicht, was ich heute durchmachte.

Ich war so ersch�ttert, dass ich in einem t�rkischen Badehaus drei Massagen hatte.

- Sie sehen gut aus. - Danke.

Loulou.

Wir gehen morgen fr�h gleich zum Therapeuten. B�ser Hund!

Als ich Sie im Gang entlanggehen sah,

h�tte ich schw�ren k�nnen, Sie seien meine Frau.

- Ziehen Sie keine voreiligen Schl�sse. - Ja.

Aber im Grunde sehen Sie ihr gar nicht �hnlich. Sie ist viel...

Nicht, dass sie dick ist, sie ist wundersch�n.

Sie ist tats�chlich eine der sch�nsten Frauen auf der Welt.

Da bin ich sicher.

Ich w�nschte, Sie k�nnten sie treffen.

Vielleicht ein andermal.

Ja, ja, nat�rlich, ich verstehe.

- Gute Nacht, Madame. - Gute Nacht.

- Gute Nacht, Monsieur. - Gute Nacht.

Das sollte ich wieder hier anbringen.

Welch seltsamer Typ. Sagte seiner Frau, er sei in London.

Man kann seinem Ehemann nicht mehr trauen.

Wenn Sie nicht gewesen w�ren, w�re ich...

Das habe ich gern getan.

Er hat nicht mal geklopft.

Ein Irrer, der im Ritz mit einer Waffe ruml�uft.

- Haben Sie je so etwas geh�rt? - Nichts Ungew�hnliches.

Es gibt 7000 Hotels in Paris, 220.000 Hotelzimmer

und in etwa 40.000 von denen,

besonders an solch einem Abend...

- Wovon reden Sie? - Das sind offizielle Zahlen.

- Gute Nacht. - Gute Nacht.

- Hat mich gefreut. - Warten Sie.

Sie k�nnen nicht gehen. Ich kenne nicht mal Ihren Namen.

- Wer sind Sie? - Das ist unwichtig.

Sie scheinen mich zu kennen.

Sie sind Frank Flannagan. Amerikaner. �l, Baugesch�ft,

Stahltriebwerke, Pepsi-Cola und Sie trafen ins Schwarze.

Woher wussten Sie �ber heute Abend? Dass der Ehemann kommen w�rde?

Sie sind 1,90 m, nicht wahr?

Aber Sie sehen nicht aus wie Abraham Lincoln.

- Wer sagt, dass ich das tue? - Auf Wiedersehen.

Sagen Sie mir, woher wussten Sie Bescheid?

Ein Freund eines Freundes.

Wessen Freund?

Sagen Sie es mir. Warum kamen Sie her? Warum warnten Sie mich?

Warum?

Das ist ganz einfach. Ich bin gegen Gewalt.

Ich finde, es gibt zu viel Gewalt auf der Welt und nicht genug Liebe.

Wie war das nochmal?

Wenn sich die Leute mehr lieben w�rden, w�rden sie seltener aufeinander schie�en.

Sind Sie eine religi�se Fanatikerin?

Wer ist da?

Ich bin's schon wieder. Der Ehemann.

Herein.

Tut mir Leid, Sie zu st�ren, aber ich habe etwas vergessen.

Ich habe es in London gekauft, aber ich bringe es zur�ck.

Ich habe die Quittung noch.

- Auf Wiedersehen. - Auf Wiedersehen.

Auf Wiedersehen.

Sie k�nnen nicht gehen. Er k�nnte uns beobachten.

Er hegt sicher noch Verdacht.

Aber es ist schon sp�t.

Sp�t? Das ist Paris. La vie en rose.

Entspannen Sie sich.

Vielleicht kommen die Zigeuner zur�ck.

Nein, nein, nein. Keine Zigeuner und keine Fascination.

Ich finde sie sehr hilfreich.

- Hilfreich? Wie? - Ein wenig Hintergrundmusik.

Erstaunlich, was ein paar Geigen bewirken k�nnen,

besonders wenn man kein guter Redner ist

und das bin ich nicht.

Wenn Sie auf Reisen sind

nach Madrid, Rom und Skandinavien

nehmen Sie die Zigeuner dann mit?

Nat�rlich nicht. Bis auf einmal.

Ich lie� sie nach Stockholm einfliegen.

- Es war ein Notfall. - Der Vorfall mit den Zwillingsschwestern.

- Sie wissen ja einiges �ber mich. - Ja.

Sind Sie nicht zu jung daf�r?

Ich wollte Ihnen eine �hnliche Frage stellen.

Sind Sie nicht etwas zu alt daf�r?

Das tat weh. Erst retten Sie einen Mann, dann beleidigen Sie ihn.

Ist das nett?

Das habe ich nicht so gemeint. Ich nehme es zur�ck.

Wenn Sie zur�cknehmen, dass ich zu jung bin.

Ich nehme es zur�ck.

Denn ich habe mir nie etwas aus j�ngeren M�nnern gemacht.

Ich finde sie eingebildet, ungeschickt und einfallslos.

Da stimme ich Ihnen zu.

- Ist das Pepsi-Cola? - Das? Champagner. Heimischer.

Ich wei�. Zu Fischgerichten trinkt man Wei�wein.

- Mit Zigeunern Champagner. Richtig? - Richtig.

Wir werden viel Champagner und viele Zigeuner haben,

wenn Sie morgen zum Abendessen kommen.

- Wenn ich zum Abendessen komme? - Nat�rlich.

Das geht auf keinen Fall.

Sie sind ein seltsames M�dchen. Sagen Ihren Namen nicht...

Ich muss wirklich gehen.

- Warten Sie! Kann ich Sie heimbringen? - Nein, Danke.

- Warum nicht? - Es ist zu gef�hrlich.

- Sind Sie verheiratet? - Nein.

- Aber Sie leben mit jemandem? - Ja.

- Einem Mann? - Ja.

Ist er eifers�chtig?

Ich will es mal so ausdr�cken: Wenn er w�sste, dass ich hier war...

- Aber das tut er nicht. - Das hoffe ich.

Wenn Sie vorsichtig sind,

dann wird er nichts �ber morgen erfahren.

Sie kennen ihn nicht.

Morgen ist mein letzter Tag in Paris. Ich fahre zur�ck in die USA.

Eine sch�ne Reise.

Sie wollen doch nicht, dass ich meinen letzten Abend allein verbringe?

Tja, der Herr mit der Waffe wollte Sie seiner Frau vorstellen.

Sie sind viel attraktiver als sie.

Oder Sie k�nnten die Zwillinge aus Stockholm einfliegen.

Sie sind viel h�bscher als beide zusammen.

Sagten Sie nicht, Sie reden nicht viel?

- 20:00? - Unm�glich

- 21:00? - Nein, das ist zu sp�t.

17:00? 16:00?

Am Nachmittag? Wann arbeiten Sie?

Wenn ich nicht besch�ftigt bin. Werden Sie es versuchen?

Man sagte mir, Sie seien gar nicht gut.

Dann versuchen wir es beide.

Sie versuchen um 16:00 hier zu sein und ich werde gut sein.

Gute Nacht, Mr Flannagan.

Gute Nacht, schlankes M�dchen.

H�r auf, diese idiotische Melodie zu summen!

Sie hat keinen musikalischen Wert.

Du hast kein Wort zu mir gesagt und auf keine Frage geantwortet.

Und woher hast du diesen albernen Hut?

Welchen Hut?

Ariane, geht es dir gut? Ich bin es, Michel.

Dein Freund.

Gute Nacht, Freund.

Kann es kaum erwarten, es meiner Frau zu sagen.

Wir werden noch Wochen lang dar�ber lachen.

Ich verstehe es nicht, Monsieur.

Ich bin schon seit Jahren in diesem Gesch�ft.

Meine Berichte stimmen immer zu 100%.

Sie waren nahe dran.

Sie hatten das richtige Hotel, die richtige Suite, den richtigen Mann, die Zigeuner,

aber die falsche Frau.

- Sind Sie sich da sicher? - Absolut.

Eine andere Stimme, eine andere Figur, alles anders.

Unter diesen Umst�nden, entschuldige ich mich und erstatte Ihr Geld zur�ck.

Da ich nur zu 80% Recht hatte, sollte ich 20% des Honorars erstatten.

Nein, behalten Sie es. Ich halte Sie f�r den besten Detektiv in Paris.

Gute Nacht, Monsieur.

Vergessen Sie nicht, Sie d�rfen nicht vorschnell urteilen.

Guten Morgen, mein Schatz.

Guten Morgen, Papa. Dein Fr�hst�ck steht auf dem Tisch.

Haydns 98?

88.

88.

Ich liege wohl st�ndig daneben in letzter Zeit.

FLANNAGAN IN SCHEIDUNGSFALL VERWICKELT

TOKIO 1953 FRANK FLANNAGAN

Mann des Jahres FRANK FLANNAGAN

Vertraulich

FRANCESCA DEL CORSO VENEDIG, MAI 1954

SELBSTMORDVERSUCH IN FLANNAGANS HOTELSUITE-

MIT GONDEL INS SPITAL GEBRACHT- MAGEN AUSGEPUMPT.

Auf Wiedersehen, Ariane.

Du gehst schon, Papa?

Deinem Mr Haydn gingen bei der 88. Symphonie

wohl die Ideen aus.

Ja. Arbeitest du an einem neuen Fall?

Ein Klient aus Br�ssel.

Seine Frau brannte mit dem Chauffeur nach Paris durch.

Ich muss sie finden. Der Ehemann will sein Auto zur�ck.

Das ist auch fair.

- Probe heute Abend? - Ja, Papa.

- Bringt Michel dich nach Hause? - Ich denke schon.

- Er ist ein netter Junge. - Das hast du schon gesagt.

Er kommt aus einer guten Familie.

Der Vater und zwei Onkel arbeiten f�r die Regierung.

Die Mutter spielt Harfe.

Der Gro�vater war Missionar im franz�sischen Teil Afrikas

und seit 1822 gab es keinen Skandal in der Familie.

Papa, du hast Michel ausgeforscht?

Ja, das habe ich. Das schulde ich meiner einzigen Tochter.

Du verw�hnst mich.

Wenn ich ein indischer Herrscher w�re,

w�rde ich dich mit Diamanten �bergie�en.

W�re ich ein Schuster, w�rde ich deine Schuhe besohlen,

aber als Detektiv kann ich dir nur eine detaillierte Akte anbieten.

Papa, ich liebe dich sehr.

Ich liebe dich noch mehr.

Lieber Mr Flannagan,

Nach gr�ndlicher Einsicht in Ihre Vergangenheit

habe ich entschieden, dass ich Sie nicht wieder sehen m�chte.

Nicht mal am Nachmittag.

Lieber Mr Flannagan,

Ich hoffe der Brief erreicht Sie rechtzeitig, um die Zigeuner abzusagen.

Ich bin nicht die Art M�dchen, f�r das Sie sich interessieren.

Im Grunde bin ich genau die Sorte M�dchen,

f�r das Sie sich nicht interessieren.

"Lieber Mr Flannagan,

"Letzte Nacht habe ich

"einen schweren Fehler begangen.

"Ich h�tte Sie sterben

"lassen sollen."

Gegenstand 7: Telegramm an den B�rgermeister von Venedig.

Vorl�ufige Sch�tzung der Kosten f�r die Instandsetzung der Kan�le ist $87.000.000.

Ich rate Ihnen, das Wasser abzulassen und die Kan�le zuzubetonieren,

ansonsten werden die Klempnerkosten sie ruinieren.

Herein!

Gegenstand 8: An alle Pepsi-Cola Abf�llanlagen in Gro�britannien.

Der vorgeschlagene Slogan: "Schau f�r einen Pepsi vorbei", geht in Ordnung.

Oh, hallo.

- Hallo. - Ich komme gleich.

Gegenstand 9: Bin morgen in New York. �bliche Suite im St. Regis Hotel reservieren.

Blumen schicken an Folgende und auf Abruf bereithalten.

Miss Billings, Miss Devoto, Miss Chandler,

Mrs Flagstadd, au�er Mr Flagstadd ist in der Stadt,

Miss O'Neil, Miss Chanel. Mehr sp�ter.

Sch�n Sie wieder zu sehen.

- Ich kam fr�her. - Gut.

Ich kam fr�her, um Ihnen zu sagen, dass ich sp�ter nicht komme.

Verstehe ich das richtig?

Sie kamen, um zu sagen, dass Sie nicht kommen?

Ich kam nur her, um den Hut zur�ckzubringen.

- Oh. Trinken Sie doch was. - Nein, danke. Kann nicht bleiben.

Warum nicht?

Ich sagte, es sei schwierig. Ich habe eine andere Verabredung.

- Verstehe. K�nnten Sie bitte herkommen? - Nein, danke.

Ich habe "bitte" gesagt. Ich brauche Ihre Hilfe.

Wobei?

K�nnten sie sich darauf setzen? Damit ich ihn schlie�en kann.

- Dann reisen Sie heute Abend ab? - Ich fliege um 23:00.

Sie bleiben nicht lange an einem Ort.

Nicht, wenn es nicht sein muss. Raufklettern.

Wer sitzt sonst auf Ihrem Koffer?

Das war bislang ein Problem.

- Sie haben das richtige Gewicht. - Tats�chlich?

Letztes Jahr in Japan ging ein neuer Koffer kaputt.

Der Deckel brach ein.

Was erwarten Sie? Sechs Geishas auf einem Koffer.

Was? Was haben Sie gesagt?

Auf Wiedersehen, Mr Flannagan. Gute Reise.

Wie w�r's mit einem Drink? Einem Aperitif?

Ich sagte, ich habe eine Verabredung.

Der Mann mit dem Sie leben?

Nein, das ist ein j�ngerer Mann, mit ihm spiele ich.

Augenblick.

Sie leben mit einem Mann und mit einem anderen...

Tr�s int�ressant, wie man am linken Ufer sagen w�rde.

Nicht wirklich.

Ich missbillige keinesfalls, was Sie tun. Im Gegenteil.

Das glaube ich, ein Mann mit Ihrer Vergangenheit.

- Was ist damit? - Ich habe mich schlau gemacht.

- Wo? - In meiner Privatbibliothek.

Was f�r eine Bibliothek ist das?

Sie enth�lt Nachschlagewerke, wie etwa den World Almanac.

Haben Sie dort �ber mich gelesen?

Nat�rlich. Er ist vollst�ndig. Voller Fakten und Zahlen.

Wie etwa den zehn h�chsten Bergen und der Bev�lkerung Portugals,

der durchschnittlichen Regenmenge in Neuseeland und...

Was stand dort �ber mich?

Oh, Sie sind �berdurchschnittlich. Da ist vieles im �berfluss vorhanden.

Sie verbl�ffen mich.

- Ich verbl�ffe Sie? - Ja, ich kann nicht aus Ihnen schlau werden.

Wenn Sie mir nur etwas mehr Zeit geben w�rden...

Setzen wir uns doch.

- Ich kam nur, um den Hut zur�ckzubringen. - Ja, ich wei�.

H�tte ihn unten an der Rezeption lassen sollen.

Das w�re zu riskant gewesen. Die Leute reden viel.

Ich h�tte ihn in eine braune Papiert�te stecken k�nnen.

Gut, dass Sie es nicht taten. Jemand h�tte sie �ffnen k�nnen.

Ich h�tte "vertraulich" draufschreiben k�nnen.

Dann h�tte man es sicher ge�ffnet.

Dann habe ich etwas Kluges getan.

Das denke ich auch.

Ich bin froh, dass Sie heute abfahren.

- Tats�chlich? - Das macht alles einfacher.

So soll es sein. Keine Verpflichtungen, keine Komplikationen,

- keine Gefahr. - �berhaupt keine.

Das Problem ist, die Leute beginnen zu sehr aneinander zu h�ngen.

Szenen, Tr�nen, alles wird so r�hrselig.

Die Leute sollten immer so tun, als seien sie zwischen Fl�gen.

Sehr weise, Mr Flannagan.

Sehen Sie es so.

Wer liebt, der sucht das Weite und liebt noch einen weiteren Tag.

- Das muss ich mir merken. - Funktioniert toll.

F�r Sie tut es das.

Nein, f�r jeden. Jeder ist gl�cklich, niemand wird verletzt.

- Was ist mit Francesca del Corso? - Francesca del wer?

Del Corso, die in Venedig einen Selbstmordversuch...

Gut, dass Sie sie erw�hnen. Von der Sorte sollte man fernbleiben.

Albern, sentimental und ernst.

Es stellte sich heraus, dass ich ihre erste Liebe war.

Die meisten M�dchen sind wohl sentimental in Bezug auf ihre erste Liebe.

Das nehme ich an.

So wie das erste Paar St�ckelschuhe.

Sagen Sie,

erinnern Sie sich an den ersten Mann in Ihrem Leben?

Mal sehen.

Ist alles ein wenig verschwommen.

Ich hatte wohl zu viel von dem heimischen Champagner.

Monsieur Flannagan? Entschuldigen Sie, Monsieur, aber es ist 22:00.

Ihr Wagen ist hier, um Sie zum Flughafen zu fahren.

Lassen Sie mein Gep�ck holen und sagen Sie dem Chauffeur, ich bin gleich da.

Wof�r steht "A"? Anna?

Nein.

- Annabella? - Nein.

- Agnes. - Nein.

- Alexandra? - Nein.

Antonia.

Nein!

- Amanda? - Nein.

Adolph?

Adolph?

Tut mir Leid, mir fallen keine mehr mit "A" ein.

Ich gebe Ihnen mein Wort, Mr Flannagan,

dass es nicht Adolph ist.

Kommen Sie, wof�r steht er?

Anonym.

Warum sagen Sie mir nicht Ihren Namen?

Was f�r einen Unterschied macht es?

Wir sind nur zwei Leute, die sich unterwegs trafen.

Herein.

Das Gep�ck ist hier und da ist noch mehr am Gang.

- Haben Sie etwas vergessen? - Ich denke nicht.

Den Hut. Was ist damit?

- Wollen Sie ihn? - Nein, danke.

Dann eben nicht. Ich habe keine Verwendung daf�r.

Das wei� man nie.

Warum nehmen Sie ihn nicht mit und geben ihn der Stewardess?

- Ich kenne sie nicht. - Das werden Sie.

Augenblick. Was ist das?

Das war auf dem Gang, Monsieur, bei der Truhe.

Das geh�rt nicht mir.

Agatha?

Angela.

Wie Sie auch immer hei�en, Sie sind s��.

Ich w�nschte, wir h�tten mehr Zeit zusammen.

Nicht wirklich. Warum soll man es in die L�nge ziehen?

Szenen, Tr�nen, alles wird so r�hrselig.

So ist es perfekt.

Ich komme jedes Jahr nach Paris. Vielleicht sehen wir uns wieder.

Vielleicht, falls jemand Sie erschie�en will.

Ich w�nschte Cartier w�re offen, ich w�rde Ihnen etwas Teures kaufen.

Ich will nichts von Ihnen.

Doch, das tue ich. Darf ich?

Pardon, Monsieur, es ist 22:15.

Na dann.

Auf Wiedersehen, Mr Flannagan.

Auf Wiedersehen, schlankes M�dchen.

Warten Sie!

Das geh�rt mir.

- Ihnen, Madame? - Ja.

Ariane?

Ariane, ist mein Mittagessen fertig?

Ariane.

Wie w�r's mit Mittagessen?

Nein, danke, Papa.

Ariane, geh�rt das dir?

Ja, Papa.

Warum ist sie im K�hlschrank?

Papa, schlie�en wir doch einen Pakt.

Ich gehe nicht mehr an deine Akten und du nicht mehr an meinen K�hlschrank.

DRAMA �BER DEM ATLANTIK

Zwei Stewardessen k�mpfen in der Luft darum, Flannagans Platz vorzubereiten

ENTLASSEN

WEGEN FEHLVERHALTEN ALS STEWARDESS UND DAME

Life bei Franks Operationsfeier

MILLION�RSJUNGGESELLE, FRANK FLANNAGAN,

FEIERT DREl STUNDEN

NACH BLINDDARMOPERATION PARTY IM MANHATTEN HOSPITAL.

BRASILIANISCHER KAFEEK�NIG F�HRT TAGEBUCH DER FRAU BEI SCHEIDUNG AN

Frank Flannagan behauptet, lediglich Sanka zu trinken

FLIEGT NACH EUROPA

Verdi, Rossini, Puccini,

das ist Musik f�r einen Leierkastenspieler.

Aber Wagner ist etwas ganz anderes.

Du hast wundersch�n dirigiert, Michel.

Warte bis sie den Liebestod spielen.

Das sollte ich n�hen lassen. Entschuldige mich, Ariane.

Sicher.

Hallo, Mr Flannagan.

Hallo.

Wie geht es Ihnen?

Sie erinnern sich nicht an mich.

Aber nat�rlich. Mal sehen, wo war ich?

An der Riviera? In Biarritz? Portofino?

Warten sie. Adolph! Das schlanke M�dchen!

Das kommt schon eher hin.

H�ren Sie, es tut mir sehr Leid.

Hatte so ein verr�cktes Jahr. Immer besch�ftigt.

Wie geht es den Zigeunern?

Gut. Sie trafen mich am Flughafen, gro�es Wiedersehen, sie weinten wie Kinder.

Das ist nur nat�rlich. Sie haben zusammen viel erlebt.

Was haben Sie denn gemacht?

Ich hatte selbst ein verr�cktes Jahr.

Sie sehen gut aus. Vielleicht etwas d�nner.

Das �berrascht mich nicht. Eine Feier nach der anderen

und nie genug Schlaf, viele faszinierende M�nner.

Welch Zufall, Sie in der Oper zu treffen.

Ja. Zwei Menschen treffen sich zwischen Akten.

Ich dachte schon, dieser Abend sei vergeudet.

M�gen Sie Tristan und Isolde nicht?

Ehrlich gesagt, bin ich nur versehentlich hier.

Ich kann kein Franz�sisch.

Ich wollte Karten f�r Folies Berg�re kaufen.

Das ist musikalisch viel wertvoller.

Ja, aber haben Sie den Chor gesehen?

Keine der Damen wiegt weniger als 125 kg.

Wir m�ssen uns einfach wieder sehen.

Wie w�r's mit morgen Abend? Ach, ich verga�, abends geht's nicht.

- Wie w�r's mit morgen Nachmittag? - Mr Flannagan.

- Das gleiche Hotel, die gleiche Suite. - Zu viele Verabredungen.

16:00, entt�uschen Sie mich nicht.

Ariane.

Man hat es gen�ht.

Aber denkst du nicht, es ist jetzt etwas eng?

Ariane,

was ist los mit dir?

Ariane.

Ariane?

- Hallo, Papa. - Hallo.

Du siehst heute Abend sehr gut aus.

Hattest du Spa� mit Michel?

Es war nicht ganz umsonst.

- Welche Oper habt ihr gesehen? - Tristan und Isolde.

Tristan und Isolde? Sehr traurig.

Statt all dem Gesang

h�tten die einen Detektiv anheuern sollen...

Gute Nacht, Papa.

Darf ich das in deinen Schrank h�ngen?

Aber nat�rlich. Was ist es?

Ein Hermelinpelz. Ein Klient, ein sehr m�chtiger Gesch�ftsmann.

Export-Importhandel, gab das seiner Sekret�rin.

Dann ertappte er sie dabei, wie sie fremdging,

- und er nahm ihn zur�ck. - Nat�rlich.

Ich soll ihn eine Weile hier aufbewahren.

Er lie� die �rmel k�rzen

und will ihn seiner Frau zum 10. Hochzeitstag schenken.

Das finde ich sehr nett.

Was pfeifst du da?

Tristan und Isolde.

- Bist du sicher? - Ja, Papa. Ich h�rte es heute Abend.

Seltsam, ich k�nnte schw�ren, dass ich es kenne,

aber nicht aus der Oper.

Tja, diese Komponisten, sie stehlen wohl voneinander.

- Gute Nacht, Schatz. - Gute Nacht, Papa.

Wenn Sie einer der Zigeuner sind, die sind in der Suite 14.

Guten Tag, Mr Flannagan.

Hallo.

Guten Tag, meine Herren.

Nichts hat sich ver�ndert.

Nat�rlich nicht.

Wenn man eine siegreiche Kombination hat, warum sie �ndern?

Darf ich Ihren Mantel nehmen?

Nein, danke. Ich lasse ihn lieber an.

Ist er nicht warm f�r diese Jahreszeit?

Ich erk�lte mich leicht. Besonders im Sommer.

Dann sollten wir auf den Zug achten.

Das ist ein sibirisches Hermelin, ziemlich teuer.

- Woher ist er? - Aus Sibirien.

Nein, ich meine, wer gab ihn Ihnen?

Ein Freund. Sehr gro�z�gig.

Sehr reich. Export-Importhandel.

Export-Importhandel?

Was exportiert er und was importiert er?

Er exportiert Parf�m und importiert Bananen.

Da steckt ein Verm�gen drin.

Ist Ihnen klar, dass man f�r eine Flasche Parf�m 12 Bananen bekommt.

12 Bananen f�r eine Flasche...

Klingt nicht nach einem profitablen Gesch�ft.

Ach, es ist eine winzige Flasche Parf�m und sehr gro�e Bananen.

Ich hatte zuvor einen Zobelmantel.

- Er ist wirklich sehr gro�z�gig. - Der war von einem anderen.

Ein anderer Mann?

Ein Engl�nder. Er war ein Herzog.

Was Sie nicht sagen?

Ja, Schl�sser und Pferde und Hunde. Weihnachten waren wir in der Schweiz.

Alles war in Ordnung, bis er drohte, sich vom Matterhorn zu st�rzen.

Der Herzog?

Ach, nein. Das war jemand anderer.

Jemand anderer?

Das ist etwas zu pers�nlich.

Ich frage Sie ja auch nichts.

Sie haben Recht. Vergessen wir's.

Aber wenn Sie schon fragen, es war ein Alpenf�hrer.

Sehr stark, sehr blond, mit Edelwei� hinter den Ohren

und er hatte attraktive Knie.

Knie?

Sie tragen diese kurzen Lederhosen.

Also hat eines zum anderen gef�hrt.

Nat�rlich.

Er verliebte sich unsterblich in mich.

Er wollte sich umbringen, als wir abreisten.

Wir? Das waren Sie und der Herzog?

Nein, ich und der Bankier aus Br�ssel.

Sie hatten ein aufregendes Jahr.

Aber Sie denken doch nicht, dass ich hier auf Sie gewartet habe, Mr Flannagan?

Nein, nein, nein, nichts dergleichen,

nur schwer zu glauben, dass ein so junges M�dchen und all diese M�nner.

Wenn Sie aber lieber glauben wollen, dass Sie der Einzige sind...

das habe ich nicht gesagt.

Oder dass ich die ganze Zeit getrauert habe

und an Selbstmord dachte wie das M�dchen in Venedig.

Wenn ich das denken w�rde, w�rde ich so schnell laufen wie ein Hase.

Keine Angst, Mr Flannagan. So bin ich nicht.

Ich kenne die Regeln. Liebe und suche das Weite.

Alle sind gl�cklich und niemand wird verletzt. Funktioniert bei jedem.

Das haben Sie sch�n gesagt.

Wie lange bleiben Sie diesmal in Paris, Mr Flannagan?

Zwei oder drei Wochen. Wer wei�?

Warum?

Ich wollte nur wissen, wie ich meine Zeit einteilen soll.

Nat�rlich. All die Verabredungen.

Legen Sie doch den dummen sibirischen Mantel ab. Sie werden sich nicht erk�lten.

Ich bin sehr empfindlich.

Bitte.

- Ariane. - Ja, Papa.

Ariane, da du dich immer f�r meine Arbeit interessierst,

sehen wir mal, wie gut du dich als Detektiv machst.

Ja, Papa.

Reden wir zum Beispiel �ber den Fall des Fl�chtigen Hermelins.

Der Fl�chtige Hermelinmantel?

Der Pelzmantel, den ich f�r meinen Klienten aufbewahre.

Oh, dieser.

Wei�t du, wo wir ihn hinh�ngten?

Wohin denn? In den Schrank?

Dieser Schrank?

Ja, Papa.

In Ordnung. Sehen wir mal nach.

Tja! Was haben wir hier?

- Was? - Wonach sieht es aus?

- Ein Cello, Papa. - Nat�rlich! Seien wir mal logisch.

Wenn das Cello dort ist, wo der Mantel war,

wo meinst du, ist der Pelzmantel dann?

- Wo? - Denk nach.

Wo das Cello war?

Hier drinnen?

Sehen wir mal nach.

Du bist sehr gut. Bravo!

Danke, Papa.

Ermitteln wir ein wenig weiter.

Wer hat das getan und was war das Motiv?

Meinst du nicht, das reicht f�r eine Lektion?

- Ok, Ariane, warum hast du ihn genommen? - Habe ich nicht, habe ihn geliehen.

Warum?

Warum, warum. Immer nur warum.

Warum muss ich die Tochter eines Detektivs sein?

Warum werde ich immer verh�rt?

- Das Motiv, bitte. - Ok, ich sag's dir.

Ich nahm ihn mit zum Konservatorium, wollte ihn den M�dchen zeigen,

weil sie noch nie einen Hermelinmantel gesehen haben.

Das ist alles, Papa. Das ist das Motiv.

Du hast mich in Verlegenheit gebracht.

Mein Klient kam, um ihn abzuholen und ich spazierte fast mit dem Cello raus.

Es tut mir Leid, Papa.

Ich hatte ihn nur kurz an. Seine Frau wird es nicht bemerken.

Er gibt ihn nicht mehr seiner Frau.

Das ist gemein. Warum nicht?

Anscheinend kam sie aus dem Urlaub in Spanien

mit einem eine Kette um ihr Bein wieder.

- Wie hei�t das nochmal? - Ein Fu�kettchen?

Das stimmt, ein Fu�kettchen. Und es macht ihn ganz verr�ckt.

Tats�chlich?

Sie sagt, sie h�tte es von ihrer Schwester, aber das ist l�cherlich.

Von einer Schwester bekommt man einen Schirm, Schneebesen, kein Fu�kettchen.

Ein Fu�kettchen ist sehr provokativ.

Tats�chlich?

Jetzt l�sst er die �rmel wieder l�nger machen

und gibt ihn wieder seiner Sekret�rin.

- Ich habe nachgedacht? - Wor�ber?

�ber den Alpenf�hrer.

Wen?

Der mit der Lederhose und der Blume hinter dem Ohr.

Ach, der.

Diese anderen, der Export-Importh�ndler, der Herzog, die sind mir egal.

Aber der Typ mit den nackten Knien, er macht mir zu schaffen.

Das sollte es. Er hatte niedliche Gr�bchen, genau hier.

Er hie� Sebastian.

Ich kenne die Tricks dieser Typen.

Sie schleifen dich auf einen Gletscher, zeigen den Sonnenuntergang

und pl�tzlich wie eine Lawine...

Ganz und gar nicht, Mr Flannagan.

Er war ein Gentleman. Er k�sste mir die Hand.

Ach, die alte Bergkletter-Masche.

Man arbeitet sich von einem Fels zum anderen vor.

K�nnten Sie mir bitte das Salz reichen?

- Legen Sie das H�hnchen weg. - Ich habe Hunger.

Legen Sie es weg.

Ja, Mr Flannagan. An einen bestimmten Ort?

Legen Sie es weg!

In Ordnung, Mr Flannagan.

- Was ist das? - Was ist was?

Das.

Das ist ein Fu�kettchen.

- Neu? - Nein, aus Platin.

Mir ist es nie aufgefallen.

Ich trage es nur ohne Str�mpfe.

- Woher ist es? - Aus Spanien.

Von wem?

Ein Fu�kettchen bekommt man nicht von einer Schwester.

- Ein Mann? - Ja. Er war Stierk�mpfer.

Ein Stierk�mpfer?

Er hie� Sebastian.

Was sollen all die Sebastians?

Ich meinte, er hie� Miguel, aber es geschah in San Sebastian.

Ach, es geschah in San...

- Hat er auch Gr�bchen auf den Knien? - Nein, nur Narben.

Er war sehr tapfer und hatte sehr schmale H�ften.

Sie h�tten ihn in der Arena sehen sollen, er hatte mehr Grazie und Stil...

Tut mir Leid das wollte ich nicht.

Hab ich etwas Falsches gesagt?

Nein, ich mag nur keine Fu�kettchen an Frauen.

- Nein? - Ich finde sie vulg�r.

Warum haben Sie das nicht gleich gesagt?

Es bedeutet mir nichts mehr.

Seien Sie nicht so betr�bt, Mr Flannagan.

Was ist los?

Entspannen Sie sich.

- Wie viele andere gab es noch? - Andere?

M�nner. Wie viele M�nner gab es?

Vor Ihnen, danach oder insgesamt?

Sie wissen, was ich meine.

Das ist nicht einfach, darauf war ich nicht gefasst.

Wie viele?

Ich k�nnte eine grobe Sch�tzung abgeben.

Aber das w�rde jemanden mit Ihrem Gesch�ftssinn nicht freuen.

Lenken Sie jetzt nicht ab.

Tja, falls es Ihnen etwas bedeutet, Mr Flannagan,

Sie sind der erste Amerikaner.

Immerhin etwas.

Nat�rlich gab es einen Kanadier.

- Einen Kanadier? - Sehr niedlich.

Niedlich? Mit Gr�bchen auf den Knien?

Oh, nein. Keine Gr�bchen. Auf keinen Fall.

Etwa Narben?

Nein. Nur eine Silberplatte im rechten Knie.

Er hatte einen b�sen Sturz.

Er war ein professioneller Hockeyspieler.

Sie reden zu viel.

- Ariane, ich muss mit dir reden. - Spiel ein A f�r mich.

Ariane, egal wie sehr er dich liebt, ich liebe dich noch mehr.

Da bin ich sicher. Aber tats�chlich liebt er mich gar nicht.

- Tut er nicht? - Nein. Zumindest noch nicht.

Was meinst du damit?

Er glaubt nicht daran. Er steht �ber solchen Dingen. Er h�lt sich f�r unverwundbar.

- Aber ich habe eine Schw�che entdeckt. - Welche?

Er ist eifers�chtig und das ist ein gutes Zeichen.

Wovon redest du?

Sie sind sehr seltsam.

Als Kinder lassen sie sich die Z�hne richten,

die Mandeln entfernen und nehmen Unmengen von Vitaminen.

Etwas geschieht mit ihnen innerlich.

Sie werden immun, mechanisch,

klimatisiert und hydromatisch.

Ich wei� nicht mal, ob er ein Herz hat.

Was ist er? Ein Au�erirdischer?

Nein, er ist Amerikaner.

Wo ist mein anderer Schuh?

Das ist l�cherlich.

Er kann nicht einfach rausspaziert sein.

Entspannen Sie sich. Er wird schon auftauchen.

Es ist 17:45. Ich bin sp�t dran.

Los, liegen Sie nicht faul herum und helfen Sie mir.

Sehr gerne.

Sind Sie sicher, dass Sie ihn anhatten, als Sie herkamen?

Ziemlich sicher.

Seltsam, wie Dinge von hier verschwinden.

So wie der Pantoffel, den ich eine Woche lang nicht finden konnte.

Ich kann nicht nur einen Schuh tragen.

Warum nicht? Sie haben einen h�bschen Fu�.

Er ist zu gro�.

Er ist perfekt.

Es ist im Grunde alles an Ihnen perfekt.

Ich bin zu d�nn, meine Ohren stehen ab, meine Z�hne sind schief

und mein Hals ist zu lang.

Vielleicht, aber ich mag das gesamte Paket.

Ich muss meinen Schuh finden.

Es ist dieses Pariser Flair, das Sie haben,

dieses quelque chose, wie man am linken Ufer sagt,

dieses gewisse Etwas.

Mr Flannagan, man ruft nach Ihnen.

Wie viele M�nner haben Ihnen das gesagt? Wie viele?

Telefon, Mr Flannagan.

Bewegen Sie sich nicht.

Hallo. Ja?

Wer? Ingrid?

Oh, du bist es Dagmar.

Ruft ihr beide an? Woher ruft ihr an? Aus Stockholm?

Oh, ihr seid in Paris. Oh, tja, ich bin...

Ich kann nicht wirklich reden, es ist unpassend.

Nein, nein, nichts dergleichen. Die Badewanne geht nur �ber.

Ich werde sie abdrehen.

Warten Sie!

M�dels, kann ich euch zur�ckrufen?

Wie lange bleibt ihr in Paris? Oh, nur heute Nacht?

Lieber Mr Flannagan,

Auf ihre Frage bez�glich der Anzahl der M�nner in meinem Leben

gebe ich Ihnen hiermit eine Aufstellung nach meinem besten Ermessen.

Gegenstand 1: Ein rothaariger Algebralehrer.

Gegenstand 2: Ein niedlicher Junge, der jetzt Missionar

im franz�sischen Teil Afrikas ist.

Gegenstand 3: Ein Reitlehrer,

ein fr�herer Kosak.

Ich lasse euch vom Chauffeur gegen 20:30 abholen.

Gegenstand 17: Ein jugoslawischer Bildhauer.

Gegenstand 18: Ein italienischer Vizekonsul.

Gegenstand 19: Ein holl�ndischer Alkoholiker.

Mehr sp�ter.

Tut mir Leid. Freunde aus Stockholm sind in der Stadt.

Bin oft dort gesch�ftlich.

Das �berrascht mich nicht. Sie scheinen �berall Fabriken zu haben.

Ja.

Wo waren wir?

Unter dem Schreibtisch, wir suchten meinen Schuh.

Vergessen Sie den Schuh.

Ich habe Pl�ne f�r heute Abend, aber die kann ich absagen.

Wirklich?

Ich bin nur noch ein paar Wochen in Paris.

Warum verbringen wir sie nicht zusammen?

Wir schlie�en uns ein. Rei�en das Telefon raus, verbarrikadieren die T�r.

Wir verlassen das Hotel nicht und lassen uns alle Mahlzeiten bringen.

Nein, keine Kellner. Wir beschaffen uns Dosennahrung.

- Kisten voller Champagner. - Berge von Kaviar.

- Eis, viel Eis. - Und die ganze Zeit �ber die Zigeuner.

- Sie k�nnen am Balkon schlafen. - Das h�rt sich toll an.

Und was sagen Sie?

Auf Wiedersehen, Mr Flannagan.

Warum sind Sie immer in Eile? Wohin gehen Sie immer?

Ich sehe Sie morgen um 16:00.

Was machen Sie abends? Warum kann ich Sie nie am Abend sehen?

- Tut mir Leid, Mr Flannagan, ausgebucht. - Von wem?

Seien wir doch fair, Mr Flannagan. Sie sind nur vor�bergehend hier.

Ich muss mich um meine fixen Freunde k�mmern.

Welche Freunde? Wie hei�en Sie? Wer sind Sie �berhaupt?

Sie wissen, wer ich bin, Mr Flannagan.

Ich bin das M�dchen am Nachmittag.

Das Aperitif, wie man am linken Ufer sagt.

Lieber Mr Flannagan,

Auf ihre Frage bez�glich der Anzahl der M�nner in meinem Leben

gebe ich Ihnen hiermit eine Aufstellung nach meinem besten Ermessen.

Gegenstand 1: Ein rothaariger Algebralehrer.

Gegenstand 2: Ein niedlicher Junge, der jetzt Missionar

im franz�sischen Teil Afrikas ist.

Gegenstand 3: Ein Reitlehrer,

ein fr�herer Kosak.

Gegenst�nde 4 bis 9 auf einer Fahrradtour,

die ich mit Austauschsch�lern in die Pyren�en unternahm.

Gegenstand 10: Der Herzog.

Gegenstand 11: Der Alpenf�hrer.

Gegenstand 12: Ein Bankier aus Br�ssel.

Gegenstand 13: Der Chauffeur des Bankiers aus Br�ssel.

Gegenstand 14: Export-Importhandel.

Gegenstand 15: Der Stierk�mpfer.

Richtigstellung.

Zwischen Gegenstand 14 und 15 der kanadische Eishockeyspieler.

Gegenstand 17: Ein jugoslawischer Bildhauer.

Gegenstand 18: Ein italienischer Vizekonsul.

Gegenstand 19: Ein holl�ndischer Alkoholiker.

Mehr sp�ter.

Mehr sp�ter.

Gegenstand 1: Ein rothaariger Algebralehrer.

Gegenstand 2: Ein niedlicher Junge, der jetzt Missionar

im franz�sischen Teil Afrikas ist.

Gegenstand 3: Ein Reitlehrer,

Gegenst�nde 4 bis 9 auf...

Loulou.

Was ist los?

B�ser Hund, was hast du gemacht?

Gegenstand 3: Ein Reitlehrer,

ein fr�herer Kosak.

Ein Reitlehrer,

ein fr�herer Kosak.

Gegenst�nde 4 bis 9 auf einer Fahrradtour,

die ich mit Austauschsch�lern in die Pyren�en unternahm.

Mit Austauschsch�lern in die Pyren�en unternahm.

Mit Austauschsch�lern in die Pyren�en unternahm.

Gegenstand 12: Ein Bankier aus Br�ssel.

Gegenstand 13: Der Chauffeur des Bankiers aus Br�ssel.

Der Chauffeur des Bankiers aus Br�ssel.

Der Chauffeur des Bankiers aus Br�ssel.

Gegenstand 15: Der Stierk�mpfer.

Richtigstellung.

Zwischen Gegenstand 14 und 15 der kanadische Eishockeyspieler.

Mehr sp�ter.

Mehr sp�ter.

Taxi!

Zum t�rkischen Badehaus.

Mr Flannagan. Sch�n Sie wieder zu sehen.

Hallo.

- Wie geht's? - Das geht Sie nichts an.

Erinnern Sie sich nicht an mich? Ich bin der t�richte Ehemann mit der Waffe.

Vielleicht interessiert es Sie, dass mir meine Frau verziehen hat.

Es interessiert mich nicht.

Das ist wundervoll. Wie die zweiten Flitterwochen.

Sch�n f�r Sie.

- Kommen Sie oft her? - Nie.

Wenn ein Mann morgens schwitzt,

hatte er entweder eine sehr gute oder eine sehr schlechte Nacht.

In meinem Fall war sie sehr gut.

Was ist los, Monsieur?

Sind die Aktien gesunken? Stieg die Einkommenssteuer? Baseball?

- Mickey Mantle ist nicht mehr in Form. - Seien Sie still!

Ah, I'amour! Die zarte Leidenschaft, das s��e Gift.

Verschwinden Sie!

K�nnte es die charmante Dame aus Ihrem Appartement sein?

Nein, das kann nicht sein. Sie sah unschuldig aus.

Ach, ja?

Manchmal tr�gt der Schein.

Ein M�dchen mag wie frisch gefallener Schnee aussehen,

bis man die Spuren von 100 M�nnern an ihr entdeckt.

- Was meinen Sie mit 100 M�nnern? - Sehen Sie,

diese schreckliche Ungewissheit macht Sie verr�ckt.

Ich kenne das. Ich war unsicher, ich war w�tend. Es war schrecklich.

Sehen Sie mich jetzt an, v�llig genesen.

- Sie st�ren mich. - Keinesfalls, Monsieur.

Sie brauchen Hilfe. Und ich kenne jemanden, der Ihnen helfen kann.

Ich hole die Adresse.

Er ist der beste Mann in Paris, Monsieur. Wenn auch ein wenig teuer.

Aber er ist sehr gr�ndlich und diskret.

Das ist ein pers�nliches Problem.

Er wird es f�r Sie l�sen, Monsieur, auf die eine oder andere Weise.

Entweder ist die junge Dame unschuldig, dann ist alles in Ordnung,

oder sie ist schuldig, dann verkaufe ich Ihnen meine Waffe zu einem fairen Preis.

CLAUDE CHAVASSE PRIVATDETEKTIV

Glauben Sie mir, Monsieur, ich �berlasse Sie guten H�nden.

Warten Sie auf mich.

Ariane, ist dir klar, dass du dir in den letzten drei Wochen

genau 17 Mal die Haare gewaschen hast?

Ich finde das sehr verd�chtig.

Tats�chlich, Papa?

Besonders wenn man die Blume im K�hlschrank ber�cksichtigt,

den Pelzmantel im Cellokasten und vor allem

den Hinweis auf den umgedrehten Bauch.

Umgedrehter Bauch?

Immer wenn ich dich morgens wecke,

sehe ich, dass du am Bauch geschlafen hast.

Meinen Berechnungen zufolge sind 86% der Frauen, die am Bauch schlafen,

heimlich verliebt.

Das ist h�chst interessant.

Was mich interessiert, wer k�nnte dieser Mann sein?

Der Mann? Das ist einfach. Michel.

Das bezweifle ich.

Auf der Innenfl�che deiner rechten Hand ist eine winzige Blase,

was beweist, dass du den Cellokasten selbst getragen hast.

Es kann nicht Michel sein.

- Wer ist der Mann? - Da ist jemand an der T�r, Papa.

Ich frage dich nicht als Detektiv, sondern als dein Vater.

Einer von euch sollte die T�r �ffnen.

Schon gut, schon gut.

Sind Sie Chavasse, der Detektiv?

Ja.

Verzeihen Sie die St�rung, aber Sie wurden mir empfohlen.

Das ist eine gro�e Ehre. Kommen Sie herein, Mr Flannagan.

- Sie kennen mich? - Ob ich Sie kenne?

Kennt ein Kunststudent Picasso? Hier entlang, bitte.

H�ren Sie, ich habe ein Problem. Ich will jemanden beschatten lassen.

Da sind Sie richtig bei mir.

Da ist diese junge Dame, fast ein M�dchen.

Sie macht mich verr�ckt.

Macht Sie verr�ckt? Das ist witzig.

- Was ist daran witzig? - Normalerweise machen Sie andere verr�ckt.

Bitte, ich hatte eine harte Nacht.

- M�chten Sie ein Aspirin? - Nein, danke.

Ich will, dass dieses M�dchen beschattet wird.

Sind Sie gut darin? Sie soll es nicht erfahren.

Monsieur, haben Sie je gewusst, dass Sie beschattet wurden?

- Ich? Beschattet? - Dann bin ich wohl sehr gut.

- Jetzt zu meinem Honorar. - Keine Sorge.

Ich sorge mich nicht, Monsieur. Aber unter uns Gesch�ftsm�nnern,

bei den schwankenden Franc-Kursen, m�chte ich in Dollar bezahlt werden.

Dollar, Reiseschecks, ist mir egal.

Ich will nur die Fakten �ber sie.

�berlassen Sie mir das. Erst sollten Sie mir sagen, was Sie wissen.

Ich wei� nichts. Nur dass Sie nicht Adolph hei�t.

Nicht Adolph. Das schr�nkt es erheblich ein.

- Wo trafen Sie sie? - In meiner Suite im Ritz.

- Haben Sie sie eingeladen? - Nein.

Sie meinen, sie spazierte einfach herein?

Nein, sie kam durch den Balkon.

- Ist das nicht ungew�hnlich? - Nicht f�r sie. Sie ist sehr ungew�hnlich.

- Wie sieht sie aus? - Sie ist etwa...

Sagen Sie nichts. Ich kenne Ihren Geschmack.

Sehr f�llig, meist drei bis vier Pfund �bergewicht.

Nein, nicht diese. Sie ist extrem schlank.

Ganz und gar nicht mein Typ.

- Sie muss etwas an sich haben. - Gewiss.

Sie hat ein Talent daf�r, mir unter die Haut zu gehen.

Ich wei� nicht, woher sie kommt und wohin sie geht.

- Ich vermute es, aber ich bin nicht sicher. - Sie vermuten was?

Es scheint noch mehrere andere M�nner zu geben.

Sogar sehr viele.

Aber vielleicht h�lt sie mich zum Narren, oder auch nicht.

- Was ist mit dem Aspirin? - Nat�rlich. Das kostet nichts extra.

- Kopfweh, Papa? - Nein, mir geht's gut. Es ist f�r den Klienten.

Ein verantwortungsscheuer Liebhaber

stolperte in seine eigene Falle.

Sie sieht wie eine Studentin aus.

- Wie viele? - 19.

19 Aspirin?

Zwei Aspirin, 19 M�nner.

H�ren Sie auf damit, ich habe genug geh�rt.

Es tut mir Leid.

Von einem rothaarigen Algebralehrer zu einem holl�ndischen Alkoholiker.

Dazwischen gab es einen Reitlehrer und einen Alpenf�hrer.

Einen Alpenf�hrer? Augenblick mal. So einen Fall hatte ich mal.

Sie traf ihn am Matterhorn.

Er hatte Gr�bchen hinter den Ohren und Edelwei� in den Knien.

Oder umgekehrt.

Der Alpenf�hrer, hier ist es. Sie ist eine englische Herzogin im Alter von 45 Jahren.

Sie ist nicht 45, keine Herzogin. Aber sie war mit einem Herzog involviert.

Danach gab es einen Export-Importh�ndler.

Export-Importh�ndler? Warten Sie. Das h�rt sich bekannt an.

Exportiert Parf�m und importiert Bananen.

Falsch. Dieser handelt nur mit Senf.

Ein kanadischer Eishockeyspieler und ein Br�sseler Bankier.

Br�ssel? Ein Bankier? Ein Bankier?

Scheint, als w�rde ich das M�dchen kennen.

W�rde mich nicht �berraschen. Dann war da ein Stierk�mpfer.

- Stierk�mpfer? Stierk�mpfer. - Er wurde erstochen.

- Ist zum Durchdrehen. - Ich konnte sie nicht ins Bett kriegen.

Als h�tte ein Hurrikan meine Papiere durcheinander gewirbelt.

Als h�tte jemand meinen Aktenschrank aufgebrochen.

Sie kommt am Nachmittag und wird das Hotel um 18:00 verlassen.

Angenommen Sie folgen ihr.

Mr Flannagan, als Sie sagten, ihr Name sei nicht Adolph...

- Ich wei� nur, dass er mit "A" anf�ngt. - Mit "A".

Aber er ist nicht Anna, Agnes oder Agatha.

Diese Melodie.

Das ist nicht aus einer Oper, oder?

Nein, ein sentimentales Wiener St�ck namens Fascination.

- Meine Zigeuner spielen es die ganze Zeit. - Nat�rlich.

Ihr Name f�ngt mit "A" an?

Muss ein seltsamer Name sein. Alles an ihr ist seltsam.

Eines Tages kam sie mit so einem Ding um den Fu�.

- Ein Fu�kettchen? - Genau.

Dann kam sie in einem Pelzmantel mitten im Sommer.

- Hermelin? - Woher wissen sie das?

Ein Typ gab ihn ihr, aber von mir nimmt sie nichts an.

- Nichts? - Gar nichts.

Nicht mal eine Blume?

Doch einmal gab ich ihr eine Blume. Eine wei�e Nelke.

Sie sind gut.

Nicht wirklich, Monsieur. Manchmal hat man in meinem Beruf Gl�ck.

- Auf Wiedersehen, Monsieur. - Auf Wiedersehen.

- Noch eine Frage, Monsieur. - Ja?

Interessieren Sie sich f�r diese junge Dame?

Sicher tue ich das. Warum w�re ich sonst hergekommen?

Ich meinte, sind Sie in sie verliebt?

Liebe? Wer sprach davon? Ich bin interessiert.

Ich habe viele Interessen.

Verzeihung, Monsieur. Nur eine Frage.

Ok, vergessen Sie nicht, 18:00.

Ich habe die Antwort sicher schon fr�her.

- Ist der Klient mit dem Kopfweh weg? - Der Klient ist weg, aber nicht das Kopfweh.

Scheint als h�tte jemand eine Aff�re.

Manchmal denke ich, dass es ein Fehler war, dich hier aufwachsen zu lassen.

Ich h�tte dich nach dem Tod deiner Mutter ins Internat stecken sollen.

Was ist los? Nur weil ich mir so oft die Haare wasche?

Ich hatte kein Recht dazu, dich diesem Schmutz hier auszusetzen.

Kurzlebige Aff�ren, unechte Liebe, Entt�uschung und Herzschmerz.

Es h�tte mir das Herz gebrochen, wenn du mich weggeschickt h�ttest.

Ich war wohl ein lausiger Vater.

Das stimmt doch nicht. Du warst ein wundervoller Vater.

Ich werde versuchen, mich zu bessern.

- Ich liebe dich sehr, Papa. - Und ich liebe dich noch mehr.

Jetzt geh auf dein Zimmer. Ich will diesen Fall abschlie�en.

Herein.

Guten Tag, Mr Flannagan.

Guten Tag. Gibt es Neuigkeiten? Wie geht's?

Es sieht gut aus, Monsieur. Ich habe den kompletten Bericht.

Tats�chlich? Zeigen Sie ihn mir.

- Ist das ihre Akte? - Nein, das ist Ihre.

- Das ist ihre. - Nur eine Seite? Ist das vollst�ndig?

Er ist sehr detailliert, Monsieur. Absolut vollst�ndig.

- Sie hei�t Ariane. - Ariane?

Das h�tte ich nie erraten.

- Sie studiert Musik am Konservatorium. - Eine Studentin?

- Sie spielt Cello. - Cello?

Ich kannte mal eine Dame, die Saxophon spielte.

Ja. 1947 in Atlantic City.

Aber zur�ck zum Fall, die junge Dame lebt am linken Seineufer.

- Allein? - Nein, Monsieur.

- Mit einem Mann. - Ja, Monsieur.

Ihrem Vater.

- Ihrem Vater? Sind Sie sicher? - Ganz sicher.

- Und die anderen M�nner in ihrem Leben... - Wie viele?

Nur einer, Monsieur. Sie.

- Ich? - Genau.

Ich wei� alles �ber sie seit dem Tag ihrer Geburt.

- Sie war noch nie zuvor verliebt. - Sie machen Witze.

Sehen Sie, Monsieur, sie ist nicht was man eine Dame nennt.

Na so was, diese kleine L�gnerin. Spielt mit mir.

Sie hat mich so w�tend gemacht, dass ich fast Paris verlie�.

Das w�re vielleicht eine gute Idee gewesen, Monsieur.

Ein kanadischer Eishockeyspieler.

Ein Alpenf�hrer, Gr�bchen. Was f�r eine Fantasie.

Ja, sie ist sehr einfallsreich, Monsieur.

Warum hat sie das gemacht?

Warum? Sie wollte sich wohl in Ihre Lage versetzen.

Aber das ist nat�rlich unm�glich.

Ich glaube, ich lasse die Riviera sausen.

Bleibe ein wenig l�nger hier. Es macht zu viel Spa� mit ihr.

Sie hatten Spa�, Monsieur. Sie sollten gehen, bevor es zu sp�t ist.

Zu sp�t wof�r?

In Ihrer Akte steht, dass Sie das Weite suchen, wenn es ernst wird.

Es ist ihr sehr ernst, also sollten sie rasch das Weite suchen.

- Aber diesmal ist es etwas anders? - Wie anders?

Statt der �blichen zwei Wochen wird es diesmal vier bis sechs Wochen dauern.

Das geht Sie wohl nichts an.

Herein.

Sie wird bald hier sein. Sie m�ssen sich entscheiden.

Ich bezahle Sie f�r Informationen, nicht f�r Ratschl�ge.

Wie viel schulde ich Ihnen? Sind $100 genug?

- Wie w�r's mit $200. - Es ist kostenlos.

- Warum? - Weil sie meine Tochter ist.

Geben Sie ihr eine Chance, Monsieur. Sie ist so hilflos.

Sie ist wie ein junger Fisch. Werfen Sie sie wieder ins Wasser.

Mr Flannagan?

Oh, hallo.

Man sollte meinen, ich habe nach all den Reisen packen gelernt.

- Reisen Sie wieder ab? - Ja, ich fahre an die Riviera.

Ich sah heute Morgen diesen Regen aufziehen

und entschloss mich ganz spontan.

- Einfach so? - Eigentlich fing es letzte Nacht an.

Erinnern Sie sich an die Schwedinnen? Wir feierten.

Sie reisen nach Cannes und sie wollen, dass ich mitkomme.

Ein wenig Sonne tanken, Sie wissen schon.

Ja, ich wei�.

Ich komme wohl rechtzeitig, um mit dem Koffer zu helfen.

Anscheinend.

Ja?

Haben Sie es bei Air France probiert?

Es gibt keine Fl�ge mehr?

Manchmal h�lt dieses Wetter in Paris f�r Wochen an.

Wie steht's mit dem Zug?

17:00? In Ordnung, buchen Sie das. Und lassen Sie mein Gep�ck holen.

- Wie lange werden Sie weg sein? - Wer wei�, bei den verr�ckten Schwedinnen.

Und nach der Riviera m�chte ich nach Athen.

Die Griechinnen sind f�r ihre Bl�sse bekannt.

Tats�chlich?

Ich k�nnte sagen, dass ich auf Gesch�ftsreise war und zur�ckkomme,

aber ich muss mich bei Ihnen nicht verstellen. Sie sind vern�nftig.

- Ich versuche es. - Sicher.

Ich h�rte mir Ihre Aufnahme an und sie gefiel mir.

Dachte, Sie w�rden mich hassen.

Sie hassen? Es ist sehr befreiend,

ein M�dchen zu treffen, das so denkt wie ich.

Ihr Franz�sinnen habt die richtige Einstellung.

Bonjour und adieu und dazwischen etwas I'amour.

Kein Drama, keine Szene, kein Weinen.

- Wir weinen nie, Mr Flannagan. - Deshalb liebe ich diesen Ort.

Au�er einmal. Einmal habe ich geweint.

- Als mich Nummer 14 verlie�. - Der Export-Importh�ndler.

Ja. Er knallte die T�r zu und verletzte meinen Daumen.

Ich werde vorsichtig sein.

- Kann ich zum Bahnhof mitkommen? - Bei dem Regen?

Wenn ich zu fr�h heimkomme, k�nnte der Mann, mit dem ich lebe, Verdacht hegen.

- Sie wissen, wie das ist. - Ja, ich wei�.

NIZZA

Es wird etwas seltsam und einsam ohne Sie sein.

Zumindest f�r die ersten Nachmittage.

Sie kommen schon klar.

- Wir hatten viel Spa�, nicht wahr? - Ja.

Werden Sie n�chstes Jahr nach Paris kommen?

Ich denke schon, wenn ich in der Gegend bin.

Dann k�nnte ich ab und zu im Ritz vorbeischauen,

wenn ich in der Gegend bin.

Passen Sie auf sich auf, schlankes M�dchen.

Das werde ich, Mr Flannagan.

- Was ist los? - Nichts.

Es ist nichts, wirklich, es ist der Ru�. Das passiert immer auf Bahnh�fen.

Ich bin empfindlich.

Darf ich?

Tja, ich sollte besser...

- Auf Wiedersehen, schlankes M�dchen. - Auf Wiedersehen, Mr Flannagan.

Sie haben es versprochen.

Sie m�ssen sich um mich keine Sorgen machen.

Es gab viele M�nner davor und es wird viele danach geben.

Es wird wieder ein verr�cktes Jahr werden.

W�hrend Sie in Cannes sind, werde ich bei dem Bankier in Br�ssel sein.

Er will mir einen blauen Mercedes-Benz schenken. Meine Lieblingsfarbe.

W�hrend Sie in Athen sind, werde ich in Schottland bei dem Herzog sein.

Aber ich wei� noch nicht, ob ich gehe,

ein anderer Mann bat mich, den Sommer mit ihm in Deauville zu verbringen.

Er besitzt Rennpferde. Er ist sehr reich.

Er ist Nummer 20, ich meinte 21. Sie sind Nummer 20.

Bis dann, Mr Flannagan. Ich komme klar.

Ich werde...

Ich komme schon klar.

Ich komme schon klar!

Mr Flannagan, was tun Sie da?

Sei still, Ariane, sei still.

Am Montag den 24. August dieses Jahres

wurde der Fall Frank Flannagan und Ariane Chavasse

vor dem H�chstgericht in Cannes abgeschlossen.

Sie sind jetzt f�r immer verheiratet und leben in New York,

dem Staat New York in den USA.

ENDE

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