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(Christian erz�hlt) "Eine einzige Minute ... kann alles bedeuten.
Einen fl�chtigen Moment ... oder eine ganze Ewigkeit.
Wenn ein Ungl�ck geschieht oder ein gro�es Gl�ck,
dann vergeht die Zeit anders als sonst.
Sie rast.
Sie bleibt stehen.
Sie dehnt sich unendlich aus.
Nur zur�ck drehen l�sst sie sich nicht."
Shit, es klemmt.
Kannst du mir mal das Fernglas geben?
Bin gleich wieder da.
Die sollen die Fock runternehmen. So wird das nichts.
Stella!
* Spricht englisch. *
Stella!
Nehmt die Fock runter!
Drau�en bleiben!
Ihr habt zu viel Fahrt!
Vorsicht!
Stella Petersen
Christian Voigt
Rektor Block J�rgen Kugler
Ist die Bowle schon angesetzt? - Hab ich gemacht, Mama.
Mit ganz viel Schnaps.
Hilfst du mir mal?
Bin ich im Weg? Ja, so langsam. Um sieben geht's los.
Entschuldige, ich hab die Zeit ganz vergessen.
Ich dachte, in London gew�hnt man sich die Ruhe ab.
Jetzt bin ich ja wieder hier. Ich werde auch Lehrerin.
Ich dachte, Tier�rztin.
Wohnst du jetzt immer bei uns im Hotel?
Nur noch bis morgen.
Ich kann meinen Vater nicht so lange alleine lassen.
(laut) Backbord abwerfen, hab ich gesagt!
Ich glaub, die Abk�hlung kommt grad recht.
Ich mach das. Du hast hier genug zu tun.
Danke.
Wirklich toll, was du aus dem Hotel gemacht hast.
Deine Eltern w�ren stolz auf dich.
Weiter Backbord abwerfen, hab ich gesagt!
Wenn du immer so ziehst, kriegst du nie einen rein.
Geht's noch langsamer? Da ist dein Alter ja schneller!
Jetzt reicht's aber, Ulrik.
Pass auf, Mensch.
So 'ne Pfeife in meiner Einheit!
Mehr als K�chendienst w�r nicht drin gewesen.
Hey! - Hey, was machst du?
Hey, hey, hey, was machst du?
Der Bengel hat auf dem Kahn nichts zu suchen!
Jetzt ist endg�ltig Schluss, ja? Ein f�r alle Mal!
Kleine Erfrischung gef�llig, die Herren?
(erz�hlt) "An diesem Tag im Hafen sahen wir uns zum ersten Mal.
Ich wei� nicht, ob du es bemerkt hast.
Ich konnte den Blick nicht von dir wenden."
Wer sind SIE denn?
Die neue Englischlehrerin.
Sie sind die Kleine von Petersen?
Inzwischen nicht mehr ganz so klein.
Das seh ich.
Donnerwetter.
Wer h�tte gedacht, dass man bei den Tommies so gerade wachsen kann.
Danke f�rs Kompliment.
"Du warst so anders als alle Lehrerinnen und Lehrer.
Wilhelm Voigt. Der Steinfischer, ich wei�.
Du sahst aus, als k�nnte nichts auf der Welt dir was anhaben."
An meinem 8. Geburtstag durfte ich mal mit rausfahren.
Da waren Sie zu klein zum Steine tauchen. Ich w�rd's gern nachholen.
Nehmen Sie mich noch mal mit? Im Fr�hjahr vielleicht.
Dieses Jahr sind wir durch. Schade.
Ja, das waren noch Zeiten, als man vom Steinfischen leben konnte.
Daf�r schippern wir jetzt die Urlaubsg�ste hier rum.
Das ist mein Sohn.
Christian, freut mich. Kommt dieses Jahr in die Oberprima.
Ah, stimmt. "Animal farm" liegt Ihnen, oder?
Ausgezeichneten Aufsatz haben Sie im letzten Schuljahr geschrieben.
Danke. Na dann.
Ich hoffe, der Junge h�lt sich.
We'll see. Stella!
Ein Ferngespr�ch f�r dich. Aus London!
Wir sehen uns beim Hafenfest?
Ja, bestimmt.
* Jubel und Anfeuerungsschreie *
(Ansager) Und die Fischer liegen vorne!
Es sieht gut aus!
Ja, ja, die Fischer liegen vorne! Ja, doch, jetzt!
* Jubel und Anfeuerungsschreie *
Ja, ja, ja! Sieger des Sportteams!
Applaus!
Christian! Papa.
Na, stolz? Prost.
Gl�ckwunsch, mein Guter.
Das hast du ganz toll gemacht. Komm her, du Schlingel. Prost.
Fr�ulein Petersen!
Komm, lass uns hinsetzen.
Sch�n, dass Sie gekommen sind, liebe Kollegin. Herr Block.
Auch ein Bier? Gerne.
Setzt euch, Jungs. Ich geb einen aus.
Sehr verehrtes Publikum! Das Kurz-Enzmann-Quartett
hei�t Sie herzlich willkommen zum diesj�hrigen Hafenfest!
Meine Damen! Der Tanz ist er�ffnet.
Ihre Wahl.
Damenwahl.
Los, Christian, du hast es versprochen.
Tanzen?
Versprochen ist versprochen.
Wo ist Kollege Kugler? Ich dachte, Sie kommen zusammen.
Ich hab J�rgen noch nicht gesehen. Kommt sicher gleich.
Sobald seine Kinder im Bett sind.
Sie haben Stine und Elke schon kennengelernt? Ganz kurz, ja.
Sehr nette M�dchen.
Trotzdem nicht einfach f�r ihn, seit seine Frau gestorben ist.
Na ja, jetzt sind Sie ja da.
(Ansager) Das ganze Jahr �ber h�lt er f�r uns die St�rme im Zaum.
Und nur einmal, zum Ende des Sommers,
steigt er aus den Untiefen der See zu uns empor,
um seine Meerjungfrau zu w�hlen.
Der Krakenmann!
Huh! Wo ist meine Meerjungfrau?
Wo ist sie?
Rettest du mich, wenn er mich holen will?
Meine Damen, verwehren Sie ihm nicht den Lohn f�r seine M�he!
Meerjungfrau! Wo ist sie?
'n Abend, Herr Kugler. 'n Abend, Christian.
Jetzt h�tt ich fast verpasst, wie der Krakenmann seine Nixe holt.
Wo ist meine Meerjungfrau!
Da ist meine Meerjungfrau!
Bravo! Gute Wahl!
Ich glaube, lieber nicht.
* Der Publikum klatscht und ruft: "Meerjungfrau, Meerjungfrau!" *
Entt�uschen Sie die Leute nicht, Fr�ulein Petersen.
* Das Publikum jubelt. *
Ins Meer mit dir!!!
* Das Publikum jubelt. *
Lassen Sie mich runter!
Lass mich los, verdammt noch mal!
Du h�ltst dich f�r was Besseres?
L�sst dich nur von Engl�ndern bekrabbeln, ja?
Es reicht!
Sie haben geh�rt, was die Dame gesagt hat.
Was f�r eine Dame?
Ich seh hier nur ein Tommie Flittchen.
Komm, ins Wasser mit dir! Lass mich los!
Du sollst mich loslassen!
Hey! Hey!
Danke, Christian.
Es reicht, Ulrik. Hol dir noch was zu trinken und gib Ruhe.
Und Sie gehen besser nach Hause. Ich?
Wieso denn ich?
Musik!
Christian, lass gut sein.
Tut mir leid.
Willst du tanzen? Oder vielleicht lieber spazieren gehen?
Danke.
Das "Flittchen" geht sich jetzt erst mal die Nase pudern.
Ich f�rchte, n�chstes Jahr wird das Meer wieder etwas st�rmischer.
Meine Schuld.
Stimmt was nicht?
Du hast den Leuten den Spa� verdorben.
H�tt ich mich von dem Trunkenbold in die Ostsee werfen lassen sollen?
Nur damit deine G�ste was zum Lachen haben?
Das machen wir immer so. Letztes Jahr war ich dran.
Inzwischen bin ich wieder trocken. Wirklich nicht.
Hier ist nicht London, Stella. Hier muss man mal mitspielen.
Ich entscheid selber, mit wem ich spiele.
Schreibst du's mir aufs Zimmer?
Then tell me her name. Do I know her?
(w�tend) Colin?
Was machst du da?
Die Bojen m�ssen aufs Wasser. Dann tu das gef�lligst! Verschwinde!
Ich kann nichts daf�r, wenn Sie Ihr Fenster offen stehen lassen.
Entschuldigung, Sie waren gar nicht gemeint.
Oh, danke.
Wenn Sie mitkommen m�chten?
Wir k�nnten bei den Steinfeldern vorbeifahren.
In ein, zwei Wochen ist Herbst, dann ist der Grund aufgew�hlt
und man sieht nichts mehr.
Bis zum Fr�hst�ck w�ren Sie wieder da.
Moment, Christian, da hat sich was verheddert.
Vorsicht. Die Seile schneiden ins Fleisch.
Ich hab schon Bojen ausgelegt, da waren Sie noch nicht auf der Welt.
Moment, ich komm. Ich helf Ihnen.
Wieso wohnen Sie eigentlich im Hotel?
Ich hab mir ein paar Tage Urlaub von zu Hause genommen.
Das Zusammenleben mit meinem Vater ist nicht immer einfach.
Wir m�ssen uns erst wieder aneinander gew�hnen.
Und wieso sind Sie nach Deutschland zur�ckgekommen?
Mein Vater sieht immer schlechter.
Er braucht mich.
Ich bin fr�her oft rausgefahren.
Manchmal stundenlang.
Manchmal hab ich mir vorgestellt, einfach weiter zu segeln.
Das war die Letzte.
Ja, dann auf zu den Steinfeldern.
Das N�chste ist gleich hinter der Vogelinsel.
Ich hoffe, das Wetter h�lt.
(erz�hlt) "Nat�rlich wusste ich, dass das Wetter nicht halten w�rde.
Doch der Wunsch, mit ihr allein zu sein,
hatte meine Bedenken verdr�ngt."
* Es donnert. *
Ich bef�rchte, das wird gleich sehr ungem�tlich.
Wir m�ssen an Land.
Von hier aus m�ssen wir durchs Wasser.
Dichter kann ich nicht ran bei dem Wellengang.
Ich sch�tz mal 50 Meter.
Ja, ungef�hr.
Aber das ist nicht so schlimm. Hier kann man schon bald wieder stehen.
Hey!
Sie sind gut. Stimmt.
Jetzt sind wir ja doch noch nass geworden.
Ich fand's ganz erfrischend.
Ich mach's mal warm.
Wer wohnt hier eigentlich?
Die H�tte geh�rt dem alten Vogelwart.
Aber der ist schon lange nicht mehr da.
Matthiesen, der Fischer, schaut ab und zu nach dem Rechten.
Hier, du erk�ltest dich sonst noch.
Und? Vermissen Sie London?
Na ja, 14 Jahre ist 'ne lange Zeit.
Erst hab ich als Au-pair in Leeds gearbeitet, dann studiert in London.
Was sind Ihre Pl�ne nach dem Abitur?
Da hab ich mir noch keine Gedanken dr�ber gemacht.
Sie k�nnen ja auch im Ausland studieren.
Hirtshafen ist nicht gerade der Nabel der Welt.
Nee, kann ich nicht. Mein Vater braucht mich auch.
Sie sind viel zu vern�nftig f�r Ihr Alter.
Sie haben unsere alten Klausuren gelesen in der Ferienzeit, oder?
Ja, Christian, das hab ich.
* Der Teekessel pfeift. *
Tea for two.
Ach, Christian.
Vorsicht!
Stella, h�rst du mich? Du musst atmen.
Schneller! Schneller!
Entschuldigung, gibt's heut noch Touren? Wir w�rden gern mitfahren.
Morgen Nachmittag wieder. Morgen.
Na, Undine zur�ck im sicheren Hafen?
Tag, Herr Kugler.
Eine Meerjungfrau ist im Wasser sicherer. Hallo, Stella!
Na, ihr beiden. Heut gibt's Fisch, was?
Willst du mitessen? W�rd uns sehr freuen.
Es gibt auch wieder Bier.
Vielen Dank f�r die Hilfe, Fr�ulein Petersen.
Warten Sie, ich komm mit.
Ganz sch�n nass geworden.
Ja, wir, wir haben Bojen f�r die Regatta ausgelegt.
Das Unwetter hat uns �berrascht.
Ach. Gegen acht? W�rd dir das passen?
Ich muss zur�ck zu meinem Vater nach Scharm�nde,
bevor morgen die Schule losgeht. Das wird zu sp�t.
Vielleicht ein andermal. Das holen wir nach.
Hier, euer Fisch.
Das klingt doch nach 'nem gem�tlichen Abend bei Kugler.
Lasst's euch schmecken.
Wir sehen uns doch wieder?
Ja, das werden wir. Morgen in der dritten Stunde.
Das hab ich nicht gemeint.
Ich wei�.
Guten Morgen! (Sch�ler) Morgen.
Morning, everybody.
Einige von Ihnen werden sie schon kennengelernt haben.
Fr�ulein Petersen ist die erste und einzige Lehrerin bei uns,
der es mit tatkr�ftiger Hilfe gelungen ist,
eine Krake zu b�ndigen.
Da kriegen Sie die Abiturklasse auch in den Griff.
Machen Sie mir keine Schande.
Ich w�nsche Ihnen einen guten Start in Ihr neues Schuljahr
und viel Freude auf Ihrer Klassenfahrt.
Vielen Dank.
Would you sit down, please!
I've read the essays about Animal Farm you wrote last year.
Some of you did very well.
Georg Bisanz? �h, das bin ich.
In english, please.
Oh, �hm, it's me. * Die Sch�ler lachen. *
What?s so funny?
�hm, Entschuldigung ... Wir sind es nicht gewohnt,
im Unterricht englisch zu sprechen. Oh, I see.
This seems to be an english lesson, it is time to speak english.
Georg, your point of view is quite unique.
And life is not just black and white.
Georg tried to find the reason for Napoleon's behaviour. Good work.
Thank you.
Could you help me pass around the books, please?
(erz�hlt) "Bei deinem Anblick verstand ich, was ich brauchte
oder glaubte zu brauchen.
Eine Best�tigung f�r das Gl�ck, das mir mit dir widerfahren war.
Das unglaubliche Gef�hl, das nach Wiederholung verlangte.
Ich sah ihre Beine, sp�rte noch einmal ihren K�rper,
der neben mir lag und den ich umarmt hatte.
Ich konnte nicht vergessen, was geschehen war.
Ich wollte best�tigt werden.
Durch eine Geste, einen Blick.
So in ihrer N�he hatte ich das Bed�rfnis,
nicht allein zu sein mit meiner Erinnerung."
Na, Voigt, was ist? Kommst du mit an den Strand?
Nee, heute nicht.
Da brauchst du noch 'n bisschen Nachhilfe,
wenn du bei der Eindruck machen willst.
Meinst du, ja? Mhm.
Und?
Wie macht sich Frau Petersen?
Fr�ulein. Sie ist nicht verheiratet.
Ich find sie ja 'n bisschen jung f�r 'ne Lehrerin. Und h�bsch.
Das muss man ihr lassen.
Wie ihr Jungs euch da konzentrieren k�nnt.
Danke, war lecker.
Was hat er denn?
* Musik *
(erz�hlt) "Nachdem die Schule angefangen hatte,
fand ich keine M�glichkeit mehr, mit ihr alleine zu sprechen.
Selbst auf unserer Klassenfahrt hast du mich kaum beachtet."
* Stella singt ein melancholisches Lied. *
"Nur ein einziges Mal sahst du mich an diesem Tag.
Dein Blick, Stella, traf direkt in mein Herz.
Mir wurde klar, ich musste etwas tun."
* Flotte Musik *
Zusteigen?
Irgendwohin, wo nicht so viele Leute sind.
* Flotte Musik aus dem Autoradio. *
Woher hast du das Auto eigentlich? Ist ausgeliehen.
Schick, nicht?
Hier. Was?
Benzingeld. Hey, du bist eingeladen.
Christian, sei nicht so albern. Ist nur 'ne kleine Beteiligung.
Was machst du denn?
Spinnst du?
Jetzt gib her! Was machst du denn?
Hey!
Dann eben nicht.
Sag mal, Spaghetti. Was?
Guck noch mal zu mir!
Stella!
Das ist sch�n.
Warte.
Echt.
Nein, nein, nein, warte!
Ich will dich drauf haben.
Das ist sch�n.
Ich mach mal gegen die Sonne.
Das ist toll.
Ich bin bereit.
Komm, wir machen eins zu zweit.
Wie geht das?
Ach so.
Hat er schon?
Nee, ich glaub, das klickt.
Das versteht kein Mensch.
Warum m�ssen wir so was lesen?
Was hat dieser Faulkner nur mit diesem unaussprechlichen Wort?
Yoknapatawpha.
Faulkner kann man nicht in ein paar Worten erkl�ren.
Versuch's doch mal. Was ist an ihm so besonders?
Willst du das wirklich wissen? Ja.
Ich will alles von dir wissen.
Bei Faulkner gibt's kein Gut und B�se. Kein richtig oder falsch.
Seine Figuren k�nnen nicht anders.
Sie handeln so, wie sie eben handeln.
Weil sie's nicht besser wissen.
Sie folgen ihrer eigenen Wahrheit und daran scheitern wir dann auch.
(erz�hlt) "Ich sagte es nicht. Doch ich dachte, ich liebe Stella.
Und ich dachte auch, ich m�chte mehr �ber sie wissen.
Kein Wissen gen�gt, wenn man gewahr wird, dass man jemanden liebt."
Was machst du mit mir?
Mhm? Wickelst mich um den Finger.
Stella, warum ignorierst du mich in der Schule?
Was sollte ich denn deiner Meinung nach tun?
Was wei� ich?
Es hat mir einfach wehgetan.
Oh, �h ...
Guten Tag, Fr�ulein Petersen. Hello.
Was ...
Es hat Vorz�ge manchmal eine Schulstunde am Strand zu geben.
Wer mitmachen m�chte, ist eingeladen. Ach so.
Eigentlich sind wir mitten im Spiel und ... Ach so.
Auch gut.
Na, was bringt sie dir noch so bei? Ach, halt die Klappe.
Hoho, die gro�e Liebe.
Was f�r ein Licht.
Das hatte ich in London nicht.
Es war sch�n, ... dass du mitgekommen bist.
Es war wirklich sch�n.
Das n�chste Mal fahren wir mit dem Boot raus zu den Steinfeldern.
Du und ich. Was meinst du?
(erz�hlt) "Damals dachte ich zum ersten Mal daran, mit dir zu leben.
Es war ein j�her, ein tollk�hner Gedanke.
Und heute wei� ich, er war entstanden aus der Bef�rchtung,
dass das, was mich mit dir verband, ein Ende haben k�nnte."
Wei�t du, irgendwann wird's eh jeder wissen. Was?
Christian, wir sind nicht ...
Du darfst es niemandem erz�hlen, versprich mir das.
Ja, klar.
Frauke Bruns wollte f�r ein paar G�ste
eine Tour zu den Steinfeldern buchen.
Ich musste lernen. Wenn du das n�chste Mal den Wagen nimmst,
fragst du vorher. Ja, tut mir leid.
Was ist mit dem Tank?
Voll. Hab bei Nolte anschreiben lassen.
Das Geld kriegt er am Mittwoch. Von mir.
Mitgenommen hat noch keiner was.
Aber manchmal vergessen sie was. Sie lassen etwas liegen.
Ein Taschentuch, Zigaretten, eine Haarspange.
Selbst einen Schl�ssel hab ich schon mal in der H�tte gefunden.
Hat nie einer nachgefragt.
Da war wohl die Angst vor Entdeckung gro�.
Erst vor Kurzem waren welche da.
Vielleicht haben sie Schutz gesucht.
Vielleicht wollten die nur alleine sein mit sich.
Was ist diesmal liegen geblieben?
Gar nichts.
Aber als ich heute meine Sachen abgeholt habe,
wusste ich gleich, dass wieder jemand dagewesen ist.
Ich sp�re so was.
(Jutta) Prost.
Wieso denn Sachen abgeholt? Moin, Herr Matthiesen.
Bei meinem Rheuma ist die Plackerei an Bord schon genug.
Um die Vogelinsel kann ich mich nicht mehr k�mmern.
Hei�t das, Sie verkaufen die H�tte?
Land ... verkauft man nicht, Junge. Das musst du dir merken.
Aber vielleicht verpachten.
Von mir aus soll die H�tte so stehen bleiben, wie sie ist.
Vielleicht kann sie so manch einem noch Unterschlupf bieten.
Die Vogelinsel ist bei den Liebespaaren heute noch so beliebt
wie bei uns fr�her.
Was kostet wohl so 'ne Pacht?
Wieso interessiert dich das?
Einfach nur so.
Gibt's heut Fisch?
Oh, sportlich, sportlich.
Schon Schluss? Ja, wann hast du Schluss?
In einer Stunde. Hast du schon geh�rt?
Man sucht einen Englischdolmetscher
f�r eine Fischereikonferenz n�chste Woche.
Rate mal, wen Block heimlich auserkoren hat?
Na gut, warum nicht.
Wollen wir zu Mittag essen? Ich lad dich ein.
Sehr gern, aber mein Vater wartet auf mich. Das wird leider nichts.
Wie macht sich deine Abiturklasse?
Ich bin sehr zufrieden.
Ich hab mal Vertretung bei denen gemacht.
Georg ist 'ne gro�e Begabung, oder? Mhm, absolut.
Und Christian?
Kann ich noch nicht sagen. Ah, ich dachte ...
Was?
Versteh mich bitte nicht falsch.
Findest du es richtig, einem Sch�ler Nachhilfe zu geben? Am Strand!
Volleyball hab ich gespielt am Strand.
Ja, richtig. Mit Christian und Georg und der halben Klasse.
* Schulglocke l�utet. * Mittagessen holen wir nach.
Sit down, please.
Well done, most of you.
It's not an easy novel to write about.
But I can see a lot of progress.
Georg. Good work.
You're really into Joe Christmas, aren't you? Klar.
Joe Christmas ist die spannendste Figur im ganzen Buch. Yes, he is.
Joe hat etwas gesehen, was er nicht sehen durfte
und daraus Profit geschlagen. Until he got killed in the end.
Hans, why don't you speak in class. Have a lot to say.
Steffie, you really surprises me your work. Congratulations.
Wolfgang, what can I say.
You can do better than this.
* Die Mitsch�ler klatschen Beifall. *
Christian?
You need to work harder.
Maria, good work.
Yes, Christian.
Entschuldigung, ich versteh das nicht.
What do you mean? Meine Zensur. Das versteh ich nicht.
You need to work on your spelling.
Eine vier minus wegen Rechtschreibung?
Es geht doch darum, was ich geschrieben habe oder nicht?
Sehen Sie hier. "When" und "if" verwechselt.
Hier auch.
Hier "life" mit "v" statt mit "f".
Alle Nomina sind gro�geschrieben.
Au�erdem verfehlt Ihre Interpretation
die metaphorische Ebene der Geschichte.
Sie ignorieren, dass dieser Roman die reale politische Situation
der 30er Jahre in den S�dstaaten widerspiegelt.
Sie k�nnen M�rchen von Fiktion nicht unterscheiden.
Und da wollen Sie mir sagen, welche Note ich Ihnen geben soll?
Was fair ist.
Open your books, please.
Herr Kugler.
Tag, Herr Voigt.
Christian ist nicht hier?
Gibt's irgendwas in der Schule?
Sie kennen Christians neue Englischlehrerin?
Stella Petersen, sicher.
Nun ...
Ihr Sohn ist in der letzten Zeit nicht konzentriert im Unterricht.
Er hat offensichtlich ...
... einen Narren an ihr gefressen.
Da ist er ja nicht der Einzige. Was man so h�rt.
Das letzte Schuljahr ist das h�rteste, Herr Voigt.
Ich m�chte nur sichergehen, dass Christian sein Abitur auch besteht.
In der Sache sind wir uns einig.
Guten Tag, Herr Petersen. Jo.
Ich bin Christian. Christian Voigt.
Ach, der Sohn vom Steinfischer.
Sehr anst�ndig von Ihnen, dass Sie Ihrem Vater so zur Hand gehen.
Unsere Generation hat's nicht leicht.
Mir haben sie im Krieg die Augen verblitzt.
Das tut mir leid.
Sagen Sie, ist Ihre Tochter zu Hause?
Sie ist meine Englischlehrerin. Schule ist aus.
Ich hab 'ne Frage zu meiner Schularbeit.
Meine Tochter ...
Ist sie eine gute Lehrerin?
Oh ja! Ja, sie ist die Beste.
Christian, was machen Sie denn hier?
Entschuldigen Sie, ich, �h ...
Ich h�tte eine Frage zu meiner Klassenarbeit.
Kommen Sie rein!
Was f�llt dir ein, hier einfach aufzukreuzen?
Ich musste dich einfach sehen. Das in der Schule war verr�ckt.
Das sagst ausgerechnet du? Was erwartest du von mir?
Du musst R�cksicht auf uns beide nehmen.
Wir k�nnen uns nicht auff�hren wie zwei verliebte Teenager.
Das wei� ich.
Aber musst du mich vor der ganzen Klasse blo�stellen?
Wei�t du eigentlich, was es f�r mich bedeutet?
Noch so 'n Tag und ich kann mir 'nen neuen Beruf suchen.
Stella, jetzt warte mal. Wir k�nnen das hinbekommen.
Ich hab mir das genau �berlegt.
In Zukunft treffen wir uns nur auf der Vogelinsel.
Die haben wir f�r uns alleine. Das ist unser Versteck.
Was redest du da? Stella!
Wir w�rden sehr vorsichtig sein.
Wir fahren nur raus, wenn uns keiner sieht.
Das ist aberwitzig. Wieso aberwitzig?
Du bist nicht f�r immer meine Lehrerin.
Wenn ich mein Abitur hab, m�ssen wir es nicht mehr geheim halten.
(Vater) Stella?
Ja?
Stella!
(Vater) Kannst du mir bitte erkl�ren, was das soll?
Seit wann rauchst du?
Das ist also Colin.
* Telefon klingelt. *
Petersen.
Henrik?
Das waren Freunde von mir.
Sie haben mich auf 'nen Segelt�rn eingeladen.
Sch�n.
Ich glaub, ich k�nnt 'n bisschen Abstand von all dem hier gebrauchen.
Das war ein sehr �berraschender Besuch, Christian.
Wann k�nnen wir uns wiedersehen? Christian!
Bitte, ich muss dich alleine sehen.
Geh jetzt.
* Melodische Musik *
Gro�artig.
So was hab ich noch nie gesehen.
Es war wundersch�n.
Woher hast du die denn?
Als Kinder haben wir nach M�nzen getaucht. Das war 'n Spiel.
Wer eine findet, hat 'n Wunsch frei. Ja?
Was hast du dir gew�nscht?
So was muss man sich reiflich �berlegen.
Man darf doch nicht so lange warten.
Es ist allemal n�tzlich, 'nen Wunsch freizuhaben.
Deine Haut l�chelt.
Was? Das hab ich mal gelesen.
In manchen Augenblicken kann Haut l�cheln.
Deine l�chelt.
Stella! Stella!
Was ist denn los?
Grade ging's ihr doch noch gut.
* Fahrradklingel *
Ich hab's bei mir im Hotel abgestellt.
Du hast die ganze Nacht gewartet oder was?
Gleich kommen die ersten Konferenzg�ste.
Heut geht's fr�her los. Stimmt, die Meeresbiologen.
Block hat mich gebeten, ob ich dolmetschen k�nnte.
Ist doch sch�n.
Wir sehen uns ja kaum noch.
Viel zu tun?
Ja, so 'ne eigene Klasse ist schon 'ne Hausausforderung.
Und mein Vater wird auch nicht einfacher.
Ich mein, diese Sache, Stella.
Ist dir klar, was du da anrichtest? Christian ist dein Sch�ler.
In 'nem dreiviertel Jahr macht er Abitur.
Dann wartet doch einfach noch. Ich wei�, du meinst es gut, aber ...
Du bestimmst ja selbst, mit wem du spielst.
Ihr macht euch hier alles kaputt.
Du wei�t doch, wie die Leute sind. F�r dich ist das kein Problem.
Du kannst zur�ck nach England. Ich kann nicht zur�ck.
Ich will auch gar nicht zur�ck.
Dann ist das mit Colin endg�ltig vorbei?
Und was ist Christian?
Ein Ersatz?
Hast du dir noch nie gew�nscht,
dass nach Hans noch mal jemand kommt?
Das w�nsch ich mir jeden Tag.
Hast du's dir �berlegt mit dem Segelt�rn? Kommst du mit?
Du hast mir gefehlt.
(Mutter) Christian!
Ja?
Ich geh einkaufen. Brauchst du was?
Nein, danke.
Ihr habt Gefallen aneinander.
Sieht man.
Das ist ja ganz wund.
Lass das bl�de Ding doch ab.
Die Ferien sind vorbei.
Die Schule ist jetzt deine Arbeit, mein Junge.
Muss jetzt selbst sehen, wie ich vorankomme.
Jetzt ruhst du dich erst mal aus. Ist noch einiges zu reparieren.
Ich kann nachher noch mal zum Schuppen.
Ulrik ist immer sehr fr�h im Hafen.
Ja?
Wenn du mal fr�h am Boot bist, irgendjemand kann dich immer sehen.
Lass ihn reden. Die Leute h�ren ihm eh nicht zu.
Doch, das tun sie. Sie haben auch Augen im Kopf.
Herr Kugler war auch schon bei mir. Was?
Ich war auch mal jung, Christian.
Aber die Leute m�ssen nicht immer alles mitkriegen.
Na, Jungs, was treibt ihr hier?
Ganz sch�n was los da am Hotel.
Auch eine?
Christian.
Nee, danke.
Moment, Delegierter?
Nein. Ich wollt nur ... Hier kommen Sie nicht rein.
Herr Voigt! Da sind Sie ja endlich.
Fr�ulein Petersen.
Ist mein Referent. W�rden Sie ihn bitte reinlassen?
Er hat keinen Ausweis. Aber ich hab einen.
Du hast mich mal gefragt, was ich sp�ter machen m�chte.
Ich dachte, Meeresbiologe. Das kann man in Kiel studieren.
Sehr sch�n. Aber hier bitte "Sie".
Ah, Stella, there you are.
Oh, englische Literatur, so, so.
Was hat das jetzt mit Fischereiwesen zu tun?
Es hilft immer, wenn man lesen kann. "Moby Dick" zum Beispiel.
Oh, sorry. Christian.
Christian Voigt. How do you do, Mr. Taggart?
Lonegan, hallo. Hallo.
Interesting. What are you out to catch? What?
What are you out to catch?
Er fragt, wonach Sie fischen.
Ach so. �h, stones. We fishing for stones.
* Alle lachen. *
Der ber�hmte englische Humor, was?
Your english is exellent, honestly.
Sie sind Steinfischer. Wird denn hier noch gezangt?
Ich dachte, die Steinfelder sind leergefischt.
Da bist du ja.
Hab ich einen Hunger.
Papa!
Ich w�rd in Zukunft gern f�r meine Arbeit bezahlt werden.
Ist das in Ordnung f�r dich?
Wof�r brauchst du das Geld? Ich hab mit Matthiesen gesprochen.
Er verpachtet mir die H�tte auf der Vogelinsel.
Was willst du denn damit? Ich will sie umbauen.
Und dann da wohnen.
Da kann man doch nicht wohnen.
Wieso denn nicht? Also mir gef�llt's.
Wir rechnen das mit dem Lohn mal durch.
Danke.
Wenn DU Geld f�r deine Arbeit haben m�chtest, will ICH,
dass du f�r Kost und Logis zahlst, solange du hier wohnst.
Gut, das kann ich gerne machen.
Jutta.
Na, w�rdest du gern mitfahren?
Was soll die Frage?
Von einer Konferenz zur n�chsten fahren.
Raus aus dem kleinen Hirtshafen und ab in die gro�e weite Welt?
Die Konferenz war 'ne sch�ne Abwechslung.
H�ttest da bleiben sollen.
Ja, deine Meeresexperten haben noch nie was von Steinfischerei geh�rt.
H�ttest sie ruhig aufkl�ren k�nnen. Ich stand da wie 'n Trottel!
Das bist du nicht.
Niemand denkt das.
Morgen geht's los.
Ich muss noch packen. Wir starten fr�h.
Wir segeln rauf nach D�nemark.
Du kommst doch zur�ck?
Nat�rlich komm ich zur�ck, Christian.
(erz�hlt) "Ich dachte, dass etwas gesagt werden m�sste zum Abschied.
Oder im Hinblick auf das, was nun vor uns lag.
Ich unterlie� es, weil ich vermeiden wollte,etwas Endg�ltiges zu �u�ern."
(Mutter) Und dann stellt er das Foto auf seinem Schreibtisch auf und tut,
als ob das ganz normal w�re. Du h�ttest seinen Blick sehen sollen.
(Vater) Jeder junge Mann hat den Wunsch zu verehren.
Besonders, wenn die Klassenlehrerin so h�bsch ist.
(Mutter) Gegen Verehrung hab ich ja nichts.
Da ist mehr bei Christian, glaub mir. (Vater) Er ist 18.
(Mutter) Und sie ist viel �lter.
Was denkt die sich eigentlich? Sie ist seine Lehrerin.
(Vater) Na ja, manchmal ist das einfach so.
Manchmal bist du wehrlos und es passiert einfach.
Und du wei�t nicht, warum es passiert ist.
(erz�hlt) "Liebe Stella!
Ich kann es kaum erwarten, bis du wieder da bist.
Stell dir vor, ich hab die H�tte des Vogelwarts gepachtet.
Bis wir das n�chste Mal rausfahren, habe ich alles f�r uns eingerichtet.
Einige Vorr�te hab ich auch schon angelegt.
Ich flicke das Dach und baue eine gr��ere Terrasse, wenn du willst.
Vielleicht k�nnen wir auch zusammen leben lernen.
Ich vermisse dich, Stella.
Seit du weg bist, z�hle ich jede Stunde.
Jede Minute.
Und eine einzige Minute ...
... bedeutet eine ganze Ewigkeit."
Tut mir leid, Sie d�rfen hier nicht rein.
Guten Morgen. (Sch�ler) Guten Morgen.
Ich habe gute Nachrichten aus dem Krankenhaus.
Fr�ulein Petersen geht es zwar nicht hervorragend, aber besser.
Um drei hat eine kleine Delegation von uns einen Besuchstermin.
Mein liebes Fr�ulein Petersen.
Wir sind gekommen, um Ihnen alles Gute zu w�nschen.
Wir sind so froh, dass es Ihnen besser geht.
Und ... da wir wissen, dass Sie so gerne kandierte Fr�chte essen, ...
... haben wir Ihnen etwas von Ihrer Lieblingsknabberei mitgebracht.
Die sind vom Kollegium.
Werde schnell wieder gesund, Stella, ja?
(Stefanie singt) "Are you going to scarborough fair ...
... sage, rosemary and thyme."
(alle singen mit) "Remember me to the one who lives there ...
She once was a true love of mine.
Tell her to make me a cambridge shirt.
Parsley, sage, rosemary an thyme.
Without a seem or needlework ...
She once was a true love of mine.
Without a seem or needlework ...
She once was a true love of mine ..."
Meine Herrschaften!
Ich m�chte Sie bitten, der Patientin jetzt Ruhe zu g�nnen.
Sie ist noch sehr schwach und braucht Schonung.
Wenn Fr�ulein Petersen einverstanden ist,
werden wir Sie gerne weiterhin informieren.
Kommen Sie!
Herr Kugler ... Wiedersehen. Wiedersehen.
Christian!
Ja?
Wenn ich mich nicht irre,
geht Ihnen das auch pers�nlich sehr nahe.
Aber Sie m�ssen auch R�cksicht nehmen, Christian.
Wenn ... Fr�ulein Petersen zur�ck ist ...
Es w�re schade, wenn ich Sie so kurz vor dem Abschluss
der Schule verweisen m�sste. Verstehen Sie das?
Gut.
Was hast du hier zu suchen?
H�r auf, hier herumzulungern.
Du bringst sie nur noch mehr in Verruf.
Mama sagt, du hast Stella das Leben gerettet.
M�sstest du nicht l�ngst im Bett sein?
Guck mal, was ich gefunden habe. Am Strand.
Es hing an so 'ner ausgerissenen Tangpflanze.
Sch�n.
Da ist was drin.
Oh, stimmt.
Warte.
Eine M�cke.
Die sieht aus wie lebendig, findest du nicht?
Mhm.
Siehst du das? Da ist noch was.
Ja, stimmt. Das ist 'n K�fer.
Wei�t du, die zwei haben nicht aufgepasst.
Die haben am Baum gesessen, die Harztr�ne ist runtergerollt
und hat sie eingeschlossen. Mitten im Leben.
Aber jetzt sind sie f�r immer zusammen.
Hier.
Den schenk ich dir. Wirklich?
Mama hat so einen an ihrer Kette.
Der w�rde Stella bestimmt auch gefallen.
Habt ihr euch lieb? Warum fragst du?
Wenn ihr euch lieb habt, bekommst du bestimmt gute Noten.
Das schaffe ich auch so. Ich finde, ihr passt gut zusammen.
(Mutter) Christian, ist Sonja bei dir?
Ihre Mutter sucht sie schon �berall.
Ich komm nicht wieder.
Stella!
Stella! Stella!
Entschuldigung.
Fr�ulein Petersen ... Haben Sie sie verlegt?
Es ... tut mir leid.
Das stimmt nicht! Das kann nicht sein.
Sie, sie war doch gestern noch hier.
Kann ich irgendwas f�r Sie tun?
Meine Tochter ...
Sie ist gestorben.
Ich muss dir was geben.
Das war bei ihren Sachen.
Ich muss mich um die Seebestattung k�mmern.
W�rden Sie sich bitte erheben.
Liebe Mitglieder des Lehrerkollegiums, liebe Sch�ler.
Bevor ich einige Worte ... zu unserer lieben,
von uns allen verehrten, Stella Petersen sage,
m�chte ich Sie alle hier im Saal bitten,
dieses au�ergew�hnliche Menschenkind,
das von uns gegangen ist,
mit einer Schweigeminute zu ehren.
(erz�hlt) "Ich sah auf dein Foto.
Und w�hrend ich mir vorstellte,
wie du auf das befohlene Schweigen reagieren w�rdest,
stieg eine Erinnerung in mir auf, so heftig, so beherrschend,
dass ich sie nicht verdr�ngen konnte.
Ich sah den Abdruck unserer K�rper im Sand der Vogelinsel.
Unser Territorium, das wir f�r uns entdeckt hatten.
Das wir teilten.
Ich begriff, dass ich diese Entdeckung nicht preisgeben durfte.
Weil mit dieser Preisgabe etwas aufzuh�ren drohte,
das mir alles bedeutete."
Was meinst du, wie alt ich bin?
Was wei� ich?
72?
Im Ernst.
Meistens siehst du aus wie 25.
In der Schule wirkst du �lter.
Was?
Und jetzt?
Ich schenk sie dir.
Du hast 'nen Wunsch frei.
DU musst dir doch was w�nschen.
Das hab ich grad.
* Glocke bimmelt. *
(Stimme Stella) "Love, Christian, is a warm bearing wave. Stella."
(erz�hlt) "Vielleicht war ja mein Wunsch schon in Erf�llung gegangen.
Im selben Augenblick, als dein Wunsch sich erf�llte.
Was Vergangenheit ist, ist dennoch geschehen ... und wird fortdauern.
Begleitet von Schmerz und einer zugeh�rigen Angst
werde ich versuchen, das zu finden, was unwiederbringlich ist."
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2016
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