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DRAGON HERO
TANG SAN CLAN
Meister! Sie sind hier.
HOCHACHTUNGSVOLLE GRÜSSE VON WU LIN
Bravo, Meister, bravo! - Dankeschön. Danke. Ich danke euch allen.
Ihr erweist mir eine große Ehre, teure Brüder. So viel Anerkennung...
hab ich eigentlich gar nicht verdient. - Oh doch, Meister Cheng, Ihr seid...
der beste Kung-Fu-Kämpfer, den es gibt. - Nein, nein. Trotzdem vielen Dank.
Hey, bringt das Schild hier rauf. - Nein, wartet.
Cheng-San Tai, ich bin Chung-Chen Quen.
Ich fühle mich geehrt, dass Ihr auch gekommen seid, Quen. Tretet ein.
Ich bin nicht zum Feiern hier. - Weshalb denn?
Ich will das Schild. - Meister Quen, mein Meister...
hat das Schild verdient gewonnen. - Verdient gewonnen?
Hat er mich denn schon besiegt?
Aber, Meister Quen, Ihr kommt zu spät. Der Wettkampf ist zu Ende.
Ich fordere Euch heraus, Cheng. Wenn Ihr den Kampf nicht gewinnt,
ist dieses Schild nichts wert, und das wisst Ihr genauso gut wie ich.
Verschwinde, Quen. - Du hast kein Recht, so mit einem Meister
zu reden. - Wenn Ihr meint, dass mir dieser Siegespreis nicht zusteht,
dann werde ich mit Euch eben... - Ihr habt den Preis noch nicht verdient.
Erst wenn es Euch gelungen ist, mich zu besiegen,
steht Euch dieser Preis wirklich zu. - Ihr seid zwar im Unrecht,
aber ich stelle mich dem Kampf mit Euch. - Aber, Meister, Ihr könnt...
Meister!
Meister!
Großartig, Quen.
Seid doch vernünftig. Hört endlich auf.
Oh, Cheng.
Schluss jetzt!
Meister!
Los, gebt ihm das Schild.
Und das da oben, das Schild habt Ihr auch nicht verdient, Meister Cheng.
Reiß es runter.
Das war ehrlos. Er ist hinterhältig. Ich hatte schon aufgegeben,
aber er wollte mich töten.
Hau-Juen? - Ja, Meister?
Ich glaub, mit mir geht es zu Ende.
Meine Frau, meine Tochter, Hau-Juen, du musst dich um sie kümmern.
Wenn ich diese Schande nur wieder gutmachen könnte.
Ich verspreche Euch, ich werde so lange trainieren,
bis ich Eure Niederlage gerächt habe, Meister.
Die Zukunft der Tan-Chan-Schule...
liegt in deinen Händen. Ich verlasse mich auf dich. - Meister!
CHAMPION CLAN
Hier entlang bitte.
Setzt euch. Nehmt Platz, bitte. Ich freue mich darüber,
dass ihr hergekommen seid. Wir wollen meinen großen Sieg zusammen feiern.
Chiu-Pin? - Ja?
Bitte hol deine Mutter. Ich will, dass sie unsere Gäste begrüßt.
Ja, ja, gern.
Mutter, die Gäste sind gerade gekommen. Vater wartet auf dich.
Mutter?
Vater, komm schnell! Beeil dich! Komm!
Was ist los, Chiu? - Komm schnell, frag nicht. Komm schon.
Schnell. Schnell! Bitte, Vater, komm doch.
Mach schon. Schnell, geh zur Mutter.
Was hast du? Was ist los? - Mutter!
"Quen, du hast Cheng aus Rache getötet. Du hast ihn umgebracht,
da ich vor Jahren mit ihm befreundet war. Du hast es nie vergessen...
und nur auf die Gelegenheit gewartet, ihn zu töten. Verzeih mir,
aber ich kann nicht mehr mit dir zusammenleben.
Mögen dir die Götter verzeihen. Ich wünsche dir, dass du noch...
ein glückliches Leben hast. Sei gerecht zu den Menschen. Deine Sju-Sju."
Bitte, Meister, wir arbeiten nur hier. Wir wollten nicht spionieren.
Bitte lasst uns gehen. Bitte. - Wer sich hier rumtreibt, muss sterben.
Los, macht sie fertig. - Bitte nicht. Nein! Nein!
Los, sucht weiter! Beeilt euch! Ihr müsst es finden.
Sucht ganz genau! - OK!
Irgendwas gefunden?
Hey, hierher. Hier schwimmt was.
Kommt her, helft mir. Du auch. - Kommt, da ist nicht nur eins.
Das müssen mehr sein. - Ja.
Bringt es an Land!
Eine Leiche. - Wir holen sie raus.
Nein, lass das. Besser, wir gehen zum Meister und erzählen es ihm, klar?
Wenn du meinst. - Los, wir dürfen keine Zeit verlieren.
Aufhören! Nicht so brutal. Willst du ihn etwa umbringen?
Tut mir leid, Kang.
Meister, Nan-Sins Kung-Fu wird immer besser.
Er hat Glück gehabt. Du hättest ihm das Bein brechen können.
Ach, tatsächlich? Hättest du das?
Sing, du bist für mich noch kein Gegner. Aber vielleicht kannst du mich später...
mal besiegen, wenn du hart trainierst. - Hör auf, so anzugeben,
das können wir hier nicht brauchen. Du bist dran.
Ja, gut.
Absetzen.
Meister, die Leiche wurde angeschwemmt. Wir wollten sie erst nicht rausholen...
Das ist schon der Fünfte. - Der Mann ist auch ertränkt worden.
Jeder von uns weiß, wer das getan hat, und jeder kann der Nächste sein.
Diese verdammte Wai-Familie. - Sei vorsichtig mit dem, was du sagst.
Du hast keine Beweise. - Ich kann es beweisen. Ich hab's gesehen.
Der Dicke hat ihn töten lassen. - Kannst du das auch beschwören?
Ich kann es, Meister.
So darf es nicht weitergehen. Fang-Kang? - Ja, Meister?
Hör zu: Du gehst mit Nan-Sin zu den Wais. Bringt diesen Dicken hierher.
Ja.
Was? Die wollen den Dicken?
Stimmt, er war einer von meinen Männern. Also, was wollt ihr?
Der Kerl ist ein Mörder. Liefert ihn aus. - Was sagst du? Ein Mörder?
Habt ihr Beweise? - Ja, wir haben welche.
Es gibt nämlich einen Augenzeugen dafür. - Euer so genannter "Clan der Geduldigen"
ist hoch angesehen, aber ich versteh euch nicht ganz.
Wollt ihr damit sagen, ich hätte irgendwas mit einem Mord zu tun?
Zumindest mit dem Mörder. - Er hat ab und zu für mich gearbeitet.
Wo ist der Mann? - Ich weiß es nicht.
Liefert ihn uns aus. - Sei vorsichtig.
Was denkt ihr, wer ihr seid?
Wir sind auch nicht schlechter als ihr.
Beruhigt euch, wir wollen keinen Streit. Der Dicke ist nicht mehr hier bei uns,
und wir wissen auch nicht, wo er ist. - Wir werden ihn finden,
und dann wird er dafür bezahlen. - Also, danke für euren Besuch.
Wir sollten diese Hunde vernichten. - Sei still.
Wir können sie nicht einfach überfallen. Bevor wir was unternehmen,
brauchen wir einen guten Grund. - Ja, das ist richtig. Sehr richtig.
Wir müssen eine gute Gelegenheit abwarten. Und dann werden wir...
unseren Vorteil ausspielen. Wir lassen ihnen keine Chance.
Und was ist, wenn wir Chung Quen nicht finden können, Mutter?
Nur keine Sorge, mein Kind. Er ist sehr, sehr bekannt. Wir werden ihn finden.
Ganz gleich, wo Chung Quen ist, ich werde ihn aufspüren.
Wir sind da.
Oh, toll. Hey, kommt her, kommt! Auf so was wie die...
hab ich schon lange gewartet. - Los, nichts wie hin.
Hallo, Kleine, kann ich dir helfen? Hey, werd nicht gleich zickig.
Nein. - Wer hat dich denn gefragt?
Wir gehören zusammen.
Was hast du da drin? - Willst du es sehen?
Wenn du dafür bezahlst, reden wir darüber. - Los, aufmachen.
Hast du überhaupt Geld?
Hör gut zu, Kleiner, die Waifamilie kann alles bezahlen.
Wirklich alles? - Klar. Was kostet's?
Ein gesundes Bein. - Nein, wartet.
Ein bisschen viel. - Ich lass nicht mit mir handeln.
Wir gehen weiter.
Ein gesundes Bein, was kann er wohl damit gemeint haben?
Trotzdem, wer bezahlt? - Ich denk nicht dran.
Wie wär's denn mit dir, hm? - Ich bin doch nicht verrückt.
Also, los weiter.
Halt! Bleibt stehen.
Was wollt ihr? - Du wolltest ein Bein.
Wir sind einverstanden. Nimm seins. - Nein. Meister, nein.
Du willst es sehen? - Ja.
Also, dann muss es ein Bein von dir sein.
Willst du es sehen oder nicht? - Halt.
Wenn nicht jetzt, dann später.
Du wirst es mir noch zeigen. Gehen wir.
Hau-Juen, wir sind weit weg von zu Hause. Du musst vorsichtig sein.
Die anderen haben ihn provoziert. Mutter, wo wollen wir jetzt hingehen?
Zu Chung Quen, wohin denn sonst? - Nein, bitte, heute noch nicht.
Wir suchen uns erst mal eine Unterkunft. Morgen ist der 3. Todestag...
deines Meisters. Ich will im Tempel für ihn und für uns beten.
Ich finde, das ist jetzt am wichtigsten, nicht wahr?
MING FU TEMPEL
Hau-Juen, fehlt dir was?
Kann ich dir helfen? Hast du Probleme? - Ich hab keine Probleme.
Oder hast du Angst? - Angst?
Bis ich den Tod unseres ehrwürdigen Meisters gerächt habe,
gibt es nichts, wovor ich Angst haben könnte.
Seitdem wir hier angekommen sind, hast du dich völlig verändert.
Wirklich, du siehst richtig krank aus, so bedrückt und niedergeschlagen.
Du hast doch Angst. - Nein, du irrst dich.
Ich mach mir nur Sorgen, wegen dir und deiner Mutter.
Sind wir eine Last für dich? - Unsinn, das ist es natürlich nicht.
Nur wenn ich den Kampf gegen Quen verlieren sollte, habt ihr keinen mehr,
der euch hilft. - Mach dir darüber keine Sorgen.
Wir können alleine auf uns aufpassen. Hör auf, dir deswegen Gedanken zu machen.
Ja, ist schon gut. Geh wieder zu deiner Mutter. Ich komm gleich nach.
Hey, da ist er. - Kommt.
Du bist fremd hier, hm? Was machst du denn in unserer Gegend?
Das geht dich nichts an, mein Freund. - Hör zu, Fremder: Auf diesem Platz...
gibt es ein paar Besonderheiten. - Und die wären?
Durch diesen Eingang kommt man rein...
und durch diesen Ausgang haut man schnell wieder ab, klar?
Und wer bestimmt das? - Ich bestimme hier alles.
Hätt ich mir denken können. - Da ist der Eingang und dort der Ausgang.
Ich lass mich nicht provozieren. Ich will keinen Ärger.
Willst du uns vielleicht einen ausgeben? Los, Jungs.
Halt! Lasst das sein. Seid vernünftig.
Sieh mal an, das kleine Großmaul.
Hört auf, ihn zu bekämpfen. Verschwindet. - Was geht dich das an?
Ihr werdet verschwinden. - Werden wir nicht, wetten?
Lasst ihn gehen. - Warum?
Weil ihr das sonst sehr bereuen würdet. Der Mann ist friedlich...
und hat euch überhaupt nichts getan. - Jetzt weiß ich, was los ist.
Dir gefällt der Junge, hm? - Dir werd ich Manieren beibringen,
und ihr geht jetzt lieber. - Ja, geht jetzt, geht.
Du freche Mistkröte.
- Kämpft! - Da sind sie!
Los, Jungs, kommt weg hier.
Vielen Dank, dass Ihr mir geholfen habt. Ich heiße Chung-Chiu und wer seid Ihr?
Das wirst du noch erfahren, morgen. Wiedersehen.
Der komische Kerl hat von morgen gesprochen.
Was meint er damit? - Ich weiß es. Kommt, wir gehen zurück.
Wir grüßen Euch, Meister.
Meister. - Die Schüler sind hier.
Der Mann ist meinetwegen hier. Er wird mich bald besuchen.
Deshalb hab ich euch alle zu mir gerufen. - Vater, ich glaub,
er wird schon morgen kommen. - Ja, das kann schon sein.
Und wenn er hier ist, seid höflich und freundlich zu ihm.
Ja, Meister.
Meister, es tut mir leid. Ich versteh das alles nicht.
Sin, das ist auch nicht nötig. Ich befehle und ihr gehorcht.
Wenn euch der Mann angreifen sollte, schlagt nicht zurück.
Vater, warum denn nicht? Hast du etwa Angst vor ihm?
Nein, ich habe keine Angst vor ihm. Ich bin ihm etwas schuldig.
Hört zu, ich habe herausgefunden, wer der Kerl ist. Er heißt Hau-Juen.
Hau-Juen? - Aus der Tang-Chan-Schule.
Vor ein paar Jahren hat Chung Quen dort gegen Hau-Juens Lehrer gekämpft
und ihn dabei getötet. Das hat Hau ihm nie verziehen.
Kein Wunder, dass er hervorragend kämpft. Die Tang-Chan-Schule ist die beste,
die ich kenne. - Ausgezeichnet.
Wir werden uns diesen Spaß in aller Ruhe ansehen und uns amüsieren.
Er ist ein guter Kämpfer? - Nicht nur gut, er ist fantastisch.
Wir 5 hatten keine Chance gegen ihn und mussten uns zurückziehen.
Er hätte uns fertig gemacht. - Er ist nicht gut genug. Ich beweise es.
Yen, du lässt ihn in Ruhe. Ich will ihn auf unserer Seite haben.
Er ist mein Mann. Alles klar? Sao-Sam, was sollen wir tun?
Ich mach das schon. Ich fädle alles ein, unauffällig und wirkungsvoll.
Hau, was hast du denn? - Ich hab den Mann gefunden,
den wir suchen. - Hau-Juen, ich möchte noch mal betonen,
dass wir diese Angelegenheit auf ehrenvolle Art und Weise regeln wollen.
Ja, ja, natürlich. Ich fürchte nur, dass ich den Kampf verliere.
Ich weiß, was du sagen willst. - Hau, du hast Vaters Wunsch erfüllt...
und dich um uns gekümmert. Nun erfülle deinen und meinen Wunsch.
Räche Chen, auch wenn sie es nicht will. - Hau-Juen,
du darfst nicht gegen ihn kämpfen. Das hat doch überhaupt keinen Sinn.
Wir wollen in Frieden zusammenleben. - Gerade das verpflichtet mich,
gegen Quen zu kämpfen. Ich gehör zu euch, aber ihr könnt mich nicht davon abhalten.
Na schön, dann fahren wir morgen.
Wir sind da.
CLAN DER GEDULDIGEN
Wir wollen zu Meister Quen.
Bitte.
Bitte meldet uns an. - Bitte.
Hier entlang. - Bitte.
Bitte.
Guten Tag, nehmt bitte Platz. - Ich freue mich,
dass Ihr euch an mich erinnert. - Obwohl es 3 Jahre her ist, wusste ich,
dass ihr eines Tages zu mir kommen würdet. - Dann wisst ihr, weshalb wir hier sind?
Ich kann es mir denken. - Sehr gut. Ihr habt Euch vorbereitet?
Vielleicht, aber sagt erst, was Ihr wollt. - Das wisst Ihr genau.
Ihr werdet es bekommen. In 3 Tagen. - Warum nicht gleich?
Weil heute ein ganz besonderer Tag für mich ist. Ich erwarte dich in 3 Tagen.
Du wirst bekommen, was du willst.
Wir lassen uns nicht einschüchtern. Sagt endlich, was ihr wollt.
Na los, raus mit der Sprache. - Chiu, misch dich nicht ein.
Ich hoffe, du bist mit diesen 3 Tagen einverstanden?
Wir haben Euer Wort? - Ich versprech es euch.
Und wo? - Natürlich hier.
In Ordnung, wir werden herkommen. Mutter, wir gehen.
Sag mir doch, was dich bedrückt, aber sei bitte ehrlich, Hau.
Ist doch merkwürdig. Wozu will Quen 3 Tage Zeit gewinnen?
Es ist zu spät, danach zu fragen. Wir haben die 3 Tage bewilligt...
und ihn wahrscheinlich unterschätzt. - Vielleicht unterschätzt er mich auch.
Aber was immer er vorhat, auf faule Tricks fall ich nicht rein.
Au! Ah! - Deine Mutter!
Ah! Ah! - Mutter!
Was ist denn? - Es tut so weh.
Sag doch, wo tut's weh? - Mein...
mein Magen tut so weh. - Wie ist das passiert?
Ich weiß es nicht. Ich habe Tee getrunken,
und danach hat es angefangen.
War irgendjemand hier? - Nein, aber...
ich habe etwas gehört, und ich dachte, du wärst es.
Ich war vorhin mal draußen, aber ich hab niemanden gesehen.
Dein Arm, er blutet. Ich verbinde ihn. - Nein, du kümmerst dich um deine Mutter.
Den Arm kann ich selber verarzten.
Wer bist du?
Ich gehöre zum "Clan der Geduldigen", Fang-Kang.
Ziemlich spät. Also, was willst du? - Dich fragen,
was dir mein Meister schuldig blieb. - Das weißt du doch genau, Kleiner.
Du bist doch dabei gewesen. - Dein Meister hat miserabel gekämpft.
Er hat Pech gehabt. - Mein Meister hatte den Kampf aufgegeben
und wurde erst danach umgebracht. - Und wie soll deine Genugtuung aussehen?
Ich werde kämpfen. - Und wenn du nun verlierst?
Das ist mein Risiko, aber ich werd nicht verlieren.
Quen bringt dich um. - Nicht, wenn es ehrlich zugeht.
Unterstellst du, er kämpft unehrlich? - Du suchst also Streit? Komm raus.
Hast du jetzt genug?
Brav, Junge, er hat dich also besiegt.
Meister, woher wisst Ihr das? - Ich wusste genau,
dass du es versuchen würdest. Warum hast du nicht auf mich gehört?
Meister, wenn Ihr seinen Lehrer in einem ehrlichen Kampf besiegt habt, bei dem...
alles mit rechten Dingen zugegangen ist, warum erzählt Ihr uns dann immer wieder,
dass Ihr Hau noch etwas schuldig seid? - Nicht Hau, aber der Familie.
Und es ist eine große Schuld. - Wenn es so ist, Meister,
ist es meine Aufgabe, die Schuld zu begleichen.
Willst du dich noch mal verprügeln lassen, mein Freund?
Bringt mir eure fliegenden Tritte bei, und zwar sofort.
Dann werd ich ihn herausfordern. - Es hat lange gedauert, bis ich...
sie richtig beherrscht habe. Du kannst sie nicht in einer Nacht lernen.
Außerdem ist Hau-Juen ein hervorragender Abwehrtechniker.
Wahrscheinlich würde er auch mich besiegen und ich denke, für dich ist er...
ein ganzes Stück zu groß.
Warum bin ich nicht gut genug? Und warum wollt Ihr mich die Technik nicht lehren?
Ich will nicht, dass du in diese Sache hineingezogen wirst.
Es ist viel wichtiger für mich, dass du herausbekommst, was der Waiclan vorhat.
Und wir müssen diesen Dicken finden. Fang-Tang, wenn du mir tatsächlich...
helfen willst, dann mach diesen Dicken ausfindig.
Wirst du das schaffen? - Ja, Meister. Verlasst Euch darauf.
Niemand hier. - Vielleicht warten sie drin auf uns.
Hier bin ich.
Bitte.
- Bitte.
Bitte, hier entlang.
Vater, sie sind da. - Führ sie herein.
Bitte.
Kommt näher.
Chiu-Pin, lass uns alleine.
Vater? - Geh jetzt.
Ja.
Und mach die Tür zu.
Meister Chung Quen, wir haben Euch draußen erwartet,
aber nicht in Euren geheiligten Räumen. - Dieser Raum ist genau der richtige Ort,
um unseren Streit zu beenden. Heute vor 3 Jahren...
ist meine Frau gestorben, und für mich ist das ein bedeutsamer Tag.
Es scheint mir angemessen, dass wir unsere Streitigkeiten hier beilegen,
im Andenken an meine Frau. Ich glaube, ich bin ihr das schuldig.
Also, beginnen wir damit. - Gut, wenn Ihr es wollt, dann hier drin.
Erst mal will ich wissen, wie Ihr das wieder gutmachen wollt.
Ich weiß, mein Freund, es ist nicht wieder gutzumachen.
Hinter euch steht eine Truhe.
TANG SAN CLAN
Und jetzt seht bitte, was in dieser Truhe ist.
Noch nicht einmal das ist genug, um die schwere Schuld zu tilgen,
die ich auf mich geladen habe.
Und das Bein?
Ich habe großes Unrecht begangen,
ich weiß es. Die Götter mögen mir vergeben.
Seit diesem unglückseligen Tag trage ich diese Schuld in mir.
Versucht Ihr damit, unser Mitleid zu erwecken?
Ein goldenes Siegelschild anzufertigen und mein Bein abzuschneiden,
kann die Dinge nicht ungeschehen machen. Es ist das Mindeste, was ich tun konnte,
um mein Gewissen zu erleichtern.
Ich habe jahrelang darauf gewartet, dass ihr kommen würdet,
und ihr seid gekommen. Ich bin froh darüber.
Was immer ihr vorhattet zu tun, tut es jetzt.
Hau! Meister Chung-Ouen, Ihr habt genug gebüßt,
es reicht. Das ist alles. - Das ist alles, sagt Ihr?
Warum haben wir den Weg hierher gemacht? - Es ist genug!
Hau. Hau, ich weiß, dass du Rache nehmen willst,
aber mein Vater würde nicht wollen, dass du jetzt noch gegen ihn kämpfst.
Was soll ich tun? Was soll ich nur tun?
Du bist dir sicher, dass das stimmt? - Auf unseren Mann ist Verlass.
Da diese Sache erledigt ist, wird Hau-Juen wieder heimreisen.
Nein, der wird noch nicht wegfahren. - Und warum nicht?
Ich hab einen guten Plan. Es kann nichts schief gehen.
Hau-Juen wird nicht abreisen. - Sag schon. Was hast du dir ausgedacht?
Eine todsichere Sache, die alle 3 zum Hierbleiben zwingt,
Hau-Juen und die beiden Frauen. Hau-Juen wird von dir abhängig sein,
so sehr, dass er für dich arbeiten wird, solange du ihn haben willst.
Doktor, wie sieht es aus?
Ehrlich gesagt, ich kann nicht viel tun. - Doktor, Sie müssen ihr helfen.
Das würd ich ja sehr gern, aber leider kann ich das nicht.
Doktor, es muss doch eine Arznei geben, die meiner Mutter hilft.
Aber es gibt etwas, das helfen könnte. Die Familie Wai hat sehr gute Arzneien.
Die könnten vielleicht wirken. - Ich bezahle, was Sie dafür verlangen.
Besorgen Sie diese Arznei. - Mit Geld ist da nichts zu machen.
Die Waifamilie ist sehr reich. - Dann werd ich sie eben bitten.
Ich tu alles, um der Kranken zu helfen. - Gut, ich erklär euch den Weg dorthin.
Kann ich Euch helfen? - Ich möchte zu Meister Wai.
Führ mich bitte zu ihm. - Selbstverständlich. Hier lang.
Bitte.
Wir sind gleich da.
Meister Wai, Besuch für Euch.
Ich freu mich, dass du gekommen bist. Tritt ein.
Setz dich. - Danke für die Arznei. Ein Geschenk.
Ach, war doch nicht nötig. Danke. So, setz dich.
Nun, hat die Medizin geholfen? - Es geht ihr schon wieder etwas besser.
Diese Medizin ist ein Familiengeheimnis. Ich gebe sie nur Freunden.
Verstehe, aber ich hätte gern noch etwas mehr von der Medizin.
Sie ist leider noch zu krank, um abzureisen. Wär das möglich?
Ich bezahle natürlich. - Ein Problem: Ich hab nicht mehr viel.
Aber wenn Ihr doch weggehen wollt, was wird dann mit der Frau?
Das ist es ja, der weite Weg.
Ja, du hast recht. Sie würde unterwegs sehr leiden.
Hey, ich hätte da eine gute Idee. Ja, das wär's.
Du bleibst noch hier und arbeitest für mich.
Ich weiß, dass dein Kung-Fu gut ist, und ich brauche solche Leute wie dich.
Du bist einer der Besten und könntest meinem Bruder wirklich helfen.
Es wird dir an nichts fehlen. - Aber wir müssen wieder nach Hause.
Sie ist noch krank. Sie würde die Reise nicht überstehen.
Also müsst ihr sowieso noch eine Weile hier bleiben.
Mein Bruder meint es nur gut mit dir. Da gibt's doch nichts zu überlegen.
Und was hätt ich zu tun? - Du kämpfst für uns,
gegen Chung Quens "Clan der Geduldigen". Er terrorisiert uns ständig,
aber mit dir könnten wir ihn besiegen. - Ich wette, dass du Chung Quen verschont
und nicht zum Kampf gefordert hast, weil er nur noch ein Bein hat.
Er hat sich das Bein abgehackt, um sein Leben zu retten. Er hatte Angst,
dass du ihn töten würdest und rechnete mit deinem Mitleid.
Er hat dich ganz schön reingelegt. - Hier, das ist der Rest der Arznei.
Gib sie der Kranken. Ich werd bald neue zubereiten lassen.
Halt! - Du hast Glück gehabt,
dass Meister Hau-Juen Schluss gesagt hat. Scher dich zum Teufel.
Das Land hier wird euch nicht mehr lange gehören.
Mit euch werden wir schnell fertig. - Meister? Bitte, Hau-Juen, gehen wir.
In 3 Tagen seid ihr von hier verschwunden. - Das könnt ihr mit uns nicht machen,
ich erzähl es Meister Quen. - Du erzählst nichts mehr.
Hau-Juen?
Ich habe auf dich gewartet. - Was willst du von mir?
Du arbeitest also für Wai. Ich kann das nicht verstehen.
Ich weiß, was ich tue. - Du bist nicht so wie sie.
Irrtum. - Die Wais sind Banditen.
Verbrecher, die hinter Gitter gehören. - Und weiter?
Sie sind schlecht, und sie wollen uns zu Grunde richten.
Wenn ihr das so genau wisst,
dann solltet ihr euch auf alle Fälle vorbereiten.
Hau-Juen, sag mir wenigstens, was dir mein Vater getan hat.
Du willst es tatsächlich hören? - Natürlich.
Er ist schuld am Tod meines Meisters, und er...
ist einem Kampf ausgewichen. Er hat mich belogen.
Ich werd es ihm nie verzeihen. - Deshalb hast du dich also...
auf die Seite der Verbrecher gestellt. Mein Vater hält dich für einen gerechten
und ehrenwerten Mann. Er weiß noch nicht, dass du niederträchtig und gemein bist
und dass du uns bekämpfst. Ich hasse dich!
Sin? - Verräter.
Hört auf!
Schluss damit! Aufhören! Hört doch auf!
Nein! Nein, nicht, ihr sollt aufhören!
Hört auf!
Verschwinde, Hau-Juen!
Du bist verrückt. Was geht dich das an? Warum hast du uns nicht kämpfen lassen?
Hier, das ist für Euch. Und das hab ich dir mitgebracht.
Danke. Schöne Farbe. - Und hier ist Eure Medizin.
Ach, das ist gut. Ich hab die anderen nämlich schon aufgebraucht.
Wirklich? Sie war doch noch halbvoll. - Ja, ja,
am Anfang hat noch wenig genügt, aber jetzt brauche ich die doppelte Dosis.
Mutter, warum hast du mir das nie gesagt? - Ach, Kind, weshalb denn?
Ich wollte dich nicht ängstigen. Wie viel man einnimmt, ist doch ganz egal.
Hauptsache ist, dass die schrecklichen Schmerzen aufhören.
Das gefällt mir nicht. Ihr braucht jetzt die doppelte Menge?
Hau, Wai ist ein wirklich guter Mensch. Es wäre mir nicht recht, ihn länger...
zu belästigen. Würdest du morgen Meister Wai darum bitten,
uns die Rezeptur zu geben? Ich möchte das Mittel selbst zubereiten.
Das Rezept ist ein Familiengeheimnis. Er wird es uns bestimmt nicht verraten.
Was soll ich nur machen? Ich brauche so viel von dem Mittel,
und ich möchte so gern wieder nach Hause. - Keine Sorge.
Meister Wai wird mir bestimmt noch mehr von der Arznei geben. Er braucht mich.
Wenn Ihr wieder gesund seid, fahren wir nach Hause. Gute Nacht.
Gute Nacht.
Hey, Hau-Juen! - Pst,
nicht so laut. Was ist los? - Mein Bruder will dich sprechen.
In der Nacht? - Ja, jetzt, es ist wichtig.
Nein, morgen. - Los, komm schon.
Mutter, mit ihm stimmt was nicht. Hau-Juen ist in der letzten Zeit
sehr bedrückt gewesen. - Ja, er hat sich verändert.
Meine Krankheit geht ihm sehr nah, und wahrscheinlich hat auch...
seine Auseinandersetzung mit Chung Quen dazu beigetragen.
Was gibt's, Kang? - Pst! Komm.
Brüder, wo geht ihr hin? - Schlaf weiter. Wir sind bald zurück.
Wai kriegt eine neue Lieferung. Die Kerle schnappen wir uns.
Wir sagen's dem Meister. - Nein. Wir unternehmen selbst was.
Außerdem sind sie schon auf dem Weg. Komm. - Ist gut.
Los, macht schon!
Weiter! - Halt!
So. - Hey, macht, dass ihr wegkommt.
Diesmal haben wir euch.
Los!
Abhauen!
Da lang.
- Sucht!
Also, sag schon, was ist los? - Eine neue Schiffsladung, grade gekommen.
Mein Bruder will, dass du das Zeug bewachst.
Sieh dir mal den an. Liegt auf der Mauer und schläft.
- Lass uns da nachsehen.
Das ist Sjau-Si. Sjau-Si?
Hau-Juen, du Schwein. Du hast den Jungen umgebracht.
Du hast ihn ermordet. Er war unser Bruder. - Nein, ich...
Jetzt hört mal zu, ich... - Du verdammter Hund!
Wir werden dir dein großes Maul schon stopfen. Kommt!
Es gibt Leute, die können nichts anderes, als sich ihr eigenes Grab schaufeln.
Hau-Juen, tu deine Arbeit. Deshalb haben wir dich hierher gerufen.
Also, bring die beiden um. - Das mach ich nicht. Ich bin kein Mörder.
Ich töte niemanden. - So ist das. Du weigerst dich.
Los, ihr macht das. - Halt!
Lasst sie laufen. - Es war wirklich nicht so einfach,
den Kerlen diese Falle zu stellen. Wie soll ich das meinem Bruder beibringen?
Ich tu es. Eine falsche Bewegung, und ihr werdet es bereuen.
Geh jetzt. - Aber...
Du hast gewonnen.
Alles klar? Du warst sehr gut. - Danke, Chiu.
Sjau-Si? Wer war das? Wer hat das getan?
Sag schon.
Wer hat ihn umgebracht? Wer war's? Hast du nicht gehört?
Es war Hau-Juen. Ich hab's gesehen. Er hat den Jungen getötet.
Ich konnte nichts mehr tun. - Aber das kann doch nicht sein.
Sin, bist du dir auch sicher?
Ja. Ja.
Vater!
Was wollt ihr?
Rede. Wo ist der Dicke jetzt?
Ich sag's euch. Ja, ich sag's euch.
Ich sag dir's, die Frau ist wahnsinnig, vor allem im Bett.
Einmal reicht ihr nicht. Die verlangt was. Da musst du dich ganz schön anstrengen,
aber du kannst es ja mal versuchen. - Mach ich.
Halt! Töte ihn nicht. Wir wollen mit dir reden.
Hör zu, sag deinem Bruder, dass wir die Wahrheit herausfinden,
und dann kann er sich auf was gefasst machen. Los komm.
Ja, jetzt werden wir handeln. Wir haben immer Geduld gehabt,
aber die ist nun endgültig zu Ende. Der Gefangene hat alles zugegeben.
Wai muss sich verantworten, für alles, was er getan hat. Fang-Tang?
Meister? - Bring den Dicken her.
Chiu-Pin, hol meinen Stock. - Warum? Ich werde mitkommen.
Ich geh zu Wai, aber allein. - Nein. Gegen Wai hast du keine Chance.
Ich werd es schon schaffen. Hol meinen Stock.
Hey! Hey, Dicker, komm raus.
Der Meister will sich mit dir unterhalten.
Soll ich dir Beine machen?
Hey?
Meister, der Dicke ist erstochen worden. - Erstochen?
Wer hat's getan? - Er war unser einziger Zeuge. Was jetzt?
Sagt schon, wer war es?
Jedenfalls ist er tot und wir können den Waibrüdern nichts mehr beweisen.
Etwas anderes ist noch viel schlimmer. Einer ihrer Männer wurde umgebracht.
Sie werden uns einen Besuch abstatten. Und das bedeutet:
Wir werden Ärger bekommen. - Der Dicke ist tot? Wer hat das gesagt?
Einer von uns hat es gesehen. - Sie werden dafür bezahlen,
das verspreche ich. Hau-Juen, hast du es gehört?
Wir werden zuschlagen. - Unternimm nichts, bevor du nicht weißt,
ob er wirklich tot ist. - Das können wir leicht rausbekommen.
Also, wir werden fordern, dass sie uns den Dicken ausliefern.
Wenn ihn einer umgebracht hat, werden wir Quen endgültig vernichten.
Ich kann Euch dabei nicht helfen. - Du wirst.
Sie glauben, du hättest Sjau-Si getötet. Sie werden hinter dir her sein.
Ich weiß genau, dass ich es nicht war. Ich werde es Ihnen schwören.
Sie werden mir sicher glauben. - Nein, werden sie nicht,
weil du zu uns gehörst. - Das ist mir auch gar nicht so wichtig.
Ich helfe euch auf keinen Fall, klar? - Vergiss nicht, du bist hierher gekommen,
um den Tod deines Lehrers zu rächen. Du hast jetzt deine Chance und niemand
kann dir einen Vorwurf daraus machen. - Hau-Juen, das kann ich mir von denen
nicht gefallen lassen. Hilf mir jetzt, und du bekommst das Rezept.
Danach könnt ihr nach Hause fahren. - Was ist, wenn dein Mann nicht tot ist?
Das ändert nichts. Du bekommst das Rezept, und dann könnt ihr wieder heimfahren.
Hallo, Kleine. - Wo wohnen die Chengs?
Gleich hier. - Danke.
Hey, hast du 'ne Minute Zeit? Ich möcht gern mit dir sprechen.
Guten Tag. - Du bist es. Weshalb kommst du zu uns?
Sie will mit mir sprechen. - Vielleicht glaubst du's nicht.
Ich bin in bester Absicht hergekommen. - Du kannst viel erzählen.
Sei nicht so unhöflich zu ihr. Setz dich. - Danke.
Hier, etwas Tee.
Wisst ihr denn schon, was Hau-Juen im Moment wirklich tut?
Natürlich. Er hat angefangen, für Wai zu arbeiten.
Ja, genau. Er ist einer von Wais Banditen. - Banditen?
Das stimmt nicht. Er ist kein Bandit. - Die Wais sind nichts weiter...
als gemeine Verbrecher. Sie rauben, plündern und erpressen jeden,
und Hau-Juen hilft ihnen. - Nein, das glaube ich nicht. Niemals.
Ich will das nicht glauben. - Nein, das stimmt auch nicht.
Hau ist kein Bandit und kein Erpresser. Übrigens, warum erzählst du uns das alles?
Ich hielt es für angebracht, dass ihr die Wahrheit erfahrt.
Und ich bin gekommen, um euch zu warnen. Ich rat euch, schnellstens abzureisen.
Wir lassen uns nichts vorschreiben! - Die Waibande ist grausam,
und Hau-Juen ist ziemlich naiv. Ich werde dafür sorgen,
dass sie ihn nicht zu sehr beeinflussen.
Gute Nacht.
Chiu? Ich muss dir unbedingt was sagen. - Na gut, sag es.
Ich hab den Jungen nicht umgebracht.
Was gibt's denn? Quält dich dein Gewissen?
Also stimmt's, was sie gesagt hat. Ich erzähl's meiner Mutter.
Nein. - Lass mich los, Hau.
Bitte erzähl's ihr nicht. Ich bitte dich. - Sie soll es wissen.
Nein.
Warum hast du dich bloß mit der Waibande eingelassen? Warum?
Warum, Hau-Juen?
Ich musste es tun, für deine Mutter.
Ohne die Arznei wäre sie wahrscheinlich gestorben.
Ich konnte es nicht ertragen, sie länger leiden zu sehen. Ich wollte, dass sie...
bald wieder gesund wird. Für deine Mutter würde ich alles tun.
Du weißt, ich bin ihr viel schuldig. Dein Vater und sie haben mich großgezogen,
als meine Eltern ermordet worden sind. Das werd ich ihr niemals vergessen.
Ihr zu helfen, ist jetzt meine Pflicht, und nichts wird mich davon abhalten,
sie zu erfüllen. Ganz egal, ob du das verstehst oder nicht.
Ich will nicht, dass sie stirbt. - Bruder.
Ich muss das, was ich deinen Eltern schulde, zurückzahlen.
Bitte versteh doch, ich muss noch einige Zeit hier bleiben.
Was hast du vor? Noch ein Verbrechen?
Frag bitte nicht. Du musst mir vertrauen. So schnell wie möglich gehen wir zurück.
Die Wais kommen, schließt die Tore!
Nein! - Macht sie wieder auf.
Kommt mit. Wir sind nicht zu feige, mit ihnen zu kämpfen.
Nein, wir fürchten sie nicht! - Die haben sich wirklich hierher getraut.
Wir werden sie vernichten.
Vater, ich will auch gegen sie kämpfen. Erlaubst du es?
Meister, es sind ziemlich viele.
Halt. Umstellt das Gebäude. Lasst niemanden entkommen.
Macht schon. - Verteilt euch.
Wai-Chang Lu, was hat das zu bedeuten? Was wollt Ihr von mir?
Ganz einfach: Ihr seid mir im Weg, und deshalb müsst ihr verschwinden.
Es wird ein wunderbarer Tag. - Ja, ich störe euch, denn ich weiß...
zu viel über eure Verbrechen. - Verbrechen, aber nein.
Manchmal musste ich nur etwas gegen meinen Willen tun.
Aber lassen wir das. Habt ihr Beweise?
Ich warne euch. Eines Tages werdet ihr dafür bezahlen.
Kassieren ist besser als bezahlen. Apropos kassieren, wo ist der Dicke?
Gebt ihn heraus. - Ich hab ihn nicht.
Schade, wirklich schade, dass ihr lügt.
Hau-Juen, hol den Dicken.
Meister Quen, es tut mir wirklich leid. - Hau-Juen, du enttäuschst mich.
Was ist nur aus dir geworden? Du bist auch nicht mehr wert als die,
die mit dir gekommen sind. - Ich tu nur meine Arbeit,
sonst nichts. Wo ist Wais Mann? - Nun...
Wir haben ihn gefangen genommen und werden ihn nicht wieder rausgeben.
Du hast deine Arbeit und ich meine. Du wirst ihn uns ausliefern...
oder wir werden dich töten.
Du solltest dein Maul nicht so aufreißen, das könnte ungesund für dich werden.
Ich will keinen Streit mit euch. Ich will nur diesen Mann.
Und ich will ihn behalten. - Hört zu, ihr habt meinen Mann entführt
und das ohne Grund. - Was nun kommt, ist nicht unsere Schuld.
Wirklich? Unsere auch nicht.
Wirklich schwach. Das ist doch kein Kampf. Hau-Juen ist wirklich ein Versager.
Ich meine, wir sollten jetzt unsere Truppe ausschwärmen lassen.
Meister? - Schon gut, ich helfe euch.
Los!
- Haut ab!
Weiter.
Bruder, jetzt ist es so weit.
Meister!
Meister? - Vater, wer war das?
Er hat mich getroffen.
Damit habt ihr wohl nicht gerechnet, hm? - Du warst also der Verräter.
Auf diesen Tag hab ich lange gewartet. - Ich hab dir vertraut, du Mistkerl.
Ich bin von dir bitter enttäuscht. - Niemand hat Euch gezwungen,
mir zu trauen, Meister Quen. Ich werde Euch umbringen,
denn ich bin Meister Wai etwas schuldig, unter anderem auch Geld. Ach ja,
noch etwas: Den bedauernswerten Tod des Jungen habe ich arrangiert.
Warum hast du mich dann beschuldigt? - Damit sie dich abgrundtief hassen...
und um dich zu verwirren. Es hat funktioniert. Du hast alles getan,
was Wai von dir wollte. - Ja, genau das. Jedes Detail...
meines Planes war durchdacht. Geplant war selbstverständlich auch,
dass ich den Dicken schnappen ließ. Der Rest war das Werk von Kang.
Er war doch einer von euch. Warum habt ihr ihn umgebracht?
Man muss mal ein kleines Opfer bringen. Sein Tod hat uns den Vorwand gegeben,
hierher zu kommen, um Quen zu töten. - Hau-Juen, es sind nur noch drei.
Los, mach sie fertig. Mach aber keinen Fehler, verstanden?
Wenn es vorbei ist, kannst du heimfahren.
Du bist ein widerlicher Bastard. Jetzt reicht's: Ich will nichts mehr
mit dir zu tun haben. - Hast du etwa unsere Abmachung vergessen?
Wie war das noch? Zuerst die Arbeit, dann die Arznei.
Was bist du nur für ein Schwein? - Es ist besser, du tust es,
sonst wirst du es bitter bereuen.
Ich denke nicht dran. Du kannst es ja selbst versuchen.
Aber ich warne dich: Solange ich am Leben bin,
wird ihnen keiner ein Haar krümmen.
Mein Freund, du bist ziemlich überheblich. Lass mal sehen, was du wirklich kannst.
Verdammt.
Schluss jetzt. Hau-Juen, sieh mal, wer da kommt.
Wai, ich mach dich... - Nichts machst du,
sonst könnte den zweien was zustoßen, und das willst du doch nicht.
Ach, übrigens, diese Frau ist nicht krank, sondern vergiftet.
Ich habe das lebensrettende Gegenmittel. Ich kann es dir geben...
und euch danach freilassen, wenn du tust, was ich sage.
Und das da war auch genau kalkuliert. Kang hat die alte Dame vergiftet.
Und wenn du meinem Bruder nicht sofort gehorchst,
dann wird diese Frau sterben, langsam und qualvoll.
Du tust jetzt lieber, was er verlangt. - Ich würde nicht so lange überlegen.
Wenn du dich weigerst, wird ihre hübsche Tochter auch sterben.
Hau-Juen, warum hast du mir das nicht gesagt?
Wie konntest du nur für ihn arbeiten? - Ich...
Eins kann ich Euch versichern: Er wird nicht kämpfen.
Hau, dein Meister war ein guter Mensch. Wenn er wüsste, dass du denen da hilfst,
würde er nicht mit dir zufrieden sein. Denk nicht an mich. Denk an deine Ehre
und an deine Zukunft, und kümmere dich bitte um Sju-Min.
Mutter! Mutter!
Nein, nein, lass mich los!
Stiefmutter!
- Mach ihn fertig. - Stirb, du Vieh!
Mach ihn fertig!
Los kommt. Wir hauen ab, schnell!
Bruder.
- Stiefmutter! - Mutter!
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