All language subtitles for Act.of.Love.1953

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Original subtitles

ALLES IN EINER NACHT

DER GESUNDHEIT WEGEN NACH FLORIDA

Nun ja, keiner lebt für immer.

Bemerkenswerter Mann, der Colonel.

Der Ohrring eines Mädchens.

Bemerkenswert.

Welch schöner Sonnenaufgang.

Zu schade, dass er ihn verpasst.

Hallo.

Ja, hier spricht Tony Ryder.

Wirklich?

Wann?

Ich verstehe.

Ich verstehe, ja. Danke für den Anruf.

-Schlechte Nachrichten, Süßer? -Ja. Mein Onkel, Schätzchen.

Hör mal, du gehst jetzt besser, Liebling.

Geh einfach. Nein, ist schon in Ordnung. Geh.

-Aber, Tony! -Ist schon in Ordnung.

-Ruf mich später an. -Aber, Tony!

Tschüss.

Aber, Tony, ich wohne doch hier.

STADTVÄTER BETRAUERN RYDERS ABLEBEN

TOTER MAGNAT FLIEGT NACH NORDEN

ZERFÄLLT DIE ZEITUNGSDYNASTIE?

-Sehen Sie sich das an, Mr O'Hara. -Das tue ich.

Das Ryder Building. Fünfzig Stockwerke aus Glas und Stahl.

-Ganz oben eine Statue des Colonels. -Aus purer Bronze.

-Sie hält eine seiner Zeitungen. -Jetzt sind das Ihre Zeitungen.

-Er überließ alles Ihnen, mein Junge. -Sogar Sie.

Ich werde mich bemühen, Ihnen genauso zu dienen wie dem Colonel.

Sagen Sie mir eines. Wie tritt man in die Fußstapfen dieses Mannes?

Das wird nicht leicht, mein Freund.

Ich muss denen nun beweisen,

dass ich in diesem Job genauso gut bin wie mein Onkel.

-Ja, Sir. -Das wird nicht leicht.

-Nein, Sir. -Nein, Sir.

Also dann.

In fünf Minuten

muss ich meine erste Vorstandssitzung leiten.

-Glauben Sie, ich schaffe das? -Aber sicher, Mr Ryder.

Das ist ein Vorteil, wenn man der Boss ist.

Wer Ihnen sagt, Sie würden einen Fehler machen,

macht einen noch größeren Fehler.

Stimmt, jetzt fühle ich mich besser.

Ich kann nicht glauben, dass er nie mehr durch diese Tür tritt

und uns erzählt, was an den letzten Ausgaben falsch war.

Er erzählt es nun dem großen Verleger da oben.

Was ist mit dem jungen Ryder?

Halten Sie ihn für den richtigen Nachfolger?

Wir haben keine große Wahl.

Er ist der einzige Verwandte.

Meine Herren.

-Guten Morgen. -Guten Morgen.

-Guten Tag, mein Junge. -Willkommen, willkommen.

Mr Albright, Mr Baker, Mr Carter, Mr Weaver.

Wie geht es Ihnen?

Nein, nein. Entschuldigung. Der Vorstandsvorsitzende sitzt hier.

Ihnen gehört der Stuhl des Colonels, mein Junge.

Danke.

Gut, also, dann möchte ich gleich etwas klarstellen.

Mein seliger Onkel und ich, wir kannten uns...

Entschuldigung.

Wir kannten uns kaum. Wir waren einander praktisch fremd.

Einige von Ihnen werden denken,

ich sei nur der neue Vorsitzende, weil ich sein einziger Verwandter bin.

Nein, überhaupt nicht, überhaupt nicht. Nein.

Nichtsdestotrotz, es stimmt.

Ich werde jedenfalls mein Bestes geben und das war's.

-Die richtige Einstellung! -Wunderbar!

Sie werden das toll machen, Tony.

Glauben Sie mir, Ihr alter Ruf liegt hinter Ihnen.

Genau. Von einem wertlosen zu einem wertvollen Leben,

so sehe ich das.

Durch Verantwortung erhält ein Mann Rückgrat.

-Und Entschlusskraft. -Und Schwung.

Sie mögen nicht viel sein, aber Sie sind alles, was wir haben.

Meine Herren, danke für Ihr Vertrauen in mich.

Also, wo drückt uns heute der Schuh?

Der Colonel. Er starb zum unpassendsten Zeitpunkt.

Wie steht es mit unserer Expansion nach Übersee?

Wir wollten einen Bankkredit über $5 Millionen. Was nun?

Wir eröffnen nächsten Monat planmäßig unsere europäischen Filialen.

Mit welchem Geld?

Um das Darlehen habe ich mich am Wochenende gekümmert.

Ich rief meinen alten Kumpel, den Sporttaucher Pudge Hamilton, an.

-Hamilton? Von Hamilton Trust? -Sein Sohn.

Jedenfalls unterstützt uns die Bank aufgrund des guten Rufs des Colonels.

-Hervorragende Neuigkeiten, Tony! -Das ist wunderbar!

Natürlich müssen sie das noch auf ihrer Finanzsitzung am Mittwoch bestätigen.

In der Zwischenzeit

habe ich mir noch einige Notizen zum Expansionsprogramm gemacht.

Hier sind noch ein paar.

An dem Tag habe ich keine Wette gewonnen.

Chance auf 76. Das war in Ordnung.

Mr Ryder.

Amortisierung. Gewinnpotenzial.

Sagen Sie mir, was Sie davon halten, werte Kollegen.

Er ist ein sehr gewöhnlicher Mann.

Er sagte, es sei wichtig.

Aber ich kenne keine Hausdetektive.

Hat er irgendeine bestimmte Stadt erwähnt?

-Wie London? Paris? Omaha? -Nein, Sir.

Nur, dass es sich um eine junge Dame handle.

Da muss er mich wohl verwechselt haben.

Ich treffe mich besser mit ihm und kläre das.

Ich dachte nicht, dass er "Amortisierung" buchstabieren kann.

Mr Ryder hat jetzt Zeit für Sie, Mr Lasker.

Gloria?

Jeanie?

Jackie? Nein, das kann nicht sein.

Mr Ryder, ich denke, es gibt etwas, das Sie wissen sollten.

Jetzt weiß ich es wieder. Quebec.

Château Sans Souci.

Ich kann das mit dem Mädchen auf meinem Zimmer erklären.

Sie sagte, sie sei Skilehrerin. Und ich fand erst später heraus...

Es geht nicht um Quebec.

Palm Beach. Hotel Mirador.

Mirador?

Da übernachtet mein Onkel immer.

-Oder übernachtete. -Ja, Sir.

Da er Ihr Onkel war, wegen seines Rufs und so weiter,

denke ich nicht, dass Sie so etwas publik werden lassen möchten.

Hat Sie sich schon mit Ihnen in Verbindung gesetzt?

Wer denn?

-Die Freundin Ihres Onkels. -Seine Freun...

Setzen Sie mich ins Bild. Ich weiß nicht, wovon Sie...

-Setzen Sie sich bitte. -Sicher.

Sicher.

Sehen Sie, ich hatte am frühen Samstagmorgen Dienst.

Es gab eine Beschwerde,

dass im neunten Stock ein Streit im Gange sei.

Ich fuhr hoch, um dem nachzugehen.

Ich war mitten auf dem Flur,

als ich dieses Mädchen aus dem Zimmer Ihres Onkels laufen sah.

Also, ich...

Ich könnte mir eine Million unschuldiger Gründe dafür vorstellen.

Sie hätte eine Nagelpflegerin sein können.

-Um 3 Uhr früh? -3 Uhr früh.

Nur mit einem Handtuch bekleidet?

Eine Masseuse. Handtuch? Nein?

-Was taten Sie? Sie einfangen? -Das versuchte ich.

Aber sie war vor mir am Aufzug und entkam.

Wieder zurück im Zimmer Ihres Onkels, sah ich dort ein Chaos.

Die Möbel waren umgeworfen, die Lampe zerbrochen.

Er lag im Bett.

Tot.

Er lächelte.

Er lächelte?

Haben Sie irgendjemand davon erzählt?

Nein, Sir. Nein, nein. Nur dem Manager.

Er hielt es am besten für alle,

wenn wir darüber Stillschweigen bewahrten.

Haben Sie das Mädchen zuvor schon einmal gesehen?

Nein, Sir.

Konnten Sie sie gut sehen?

-Ja! -Ja.

Das heißt, ich würde sie erkennen, wenn ich sie wiedersehe.

Vielleicht hilft das.

Ein Ohrring, den ich neben dem Bett auf dem Boden gefunden habe.

Ich habe ihn überprüft.

Die Inschrift bedeutet auf Chinesisch "viel".

Chinesisch.

Ich bewahre ihn auf.

Könnten Sie für ein paar Tage hierbleiben?

Ich soll alles tun, worum Sie mich bitten.

-Ihr Onkel war ein sehr guter Kunde. -Das glaube ich.

Meine Sekretärin wird Ihnen ein Hotelzimmer besorgen.

Das Mädchen wird sicher auftauchen

und dann sollen Sie sie identifizieren.

Es wird mir ein Vergnügen sein.

In der Zwischenzeit stehen Sie auf meiner Lohnliste.

Wir verrechnen es mit der...

-Recherche? -Recherche.

Das sind sehr interessante Notizen, Tony.

Wir würden gerne mit Ihnen darüber reden...

Er war ein bemerkenswerter Mann.

Er war bemerkenswerter, als Sie denken.

Sam, Sie waren der älteste Freund des Colonels.

Seit 30 Jahren.

Hatte er irgendwelche Liebesaffären nach meiner Tante Tod?

-Hatte er je... -Niemals.

Der Colonel hatte nur eine Liebe, seine Arbeit.

Er baute sein ganzes Imperium auf Redlichkeit und Reinheit.

Na ja, Sam, es gab diese Zahnärztin in Seattle.

Rein platonisch. Wir zahlten sie vor Jahren aus.

Und was war mit der Archäologin?

Diese große Frau mit dem Tropenhelm?

Sie wollte ihn im National Geographic bloßstellen.

Sie gab dieses verantwortungslose Geschwätz sehr schnell auf.

Ja, sobald wir sie ausgezahlt hatten.

Jungs, ich habe Neuigkeiten für euch.

Der Colonel hatte ein unbekleidetes Mädchen

in seinem Schlafzimmer als er starb.

Ich kenne ihren Beruf nicht genau,

aber ich habe so eine Ahnung, dass wir

wohl bald zum dritten Mal zahlen müssen.

Und der Hoteldetektiv im Mirador sagte, dass das Mädchen,

das aus Onkel Charlies Schlafzimmer rannte, den getragen hat.

-Nur einen Ohrring? -Und ein Handtuch.

Das bedeutet auf Chinesisch "viel".

Zehn zu eins, dass auf dem anderen "Glück" steht.

Das sollte es wohl. Diese junge Frau hat uns in der Hand.

Erpressung. Ich sehe schon die Schlagzeilen.

"Gründer von Familienmagazin stirbt in Liebesnest mit nackter Nymphe."

Und einem Lächeln auf dem Gesicht.

Das Bankdarlehen!

Wenn die davon Wind bekommen, geben sie uns keinen Cent!

-Was sollen wir tun? -Sie wie die anderen auszahlen.

-Wo finden wir sie? -Oh, ich denke, sie wird uns finden.

Ich kann Ihnen ein Bild von ihr zeichnen.

Sie ist jung, schön und empfindsam, besonders, wenn es um Geld geht.

Ich kann ihren Auftritt schon sehen.

-Wo? -Auf der Beerdigung.

Wo sonst könnte sie der Welt zeigen,

wie sehr sie den Colonel vermisst?

-Dann also am Donnerstag. -Nein, das ist zu spät.

Der Bankausschuss trifft sich am Mittwoch.

-Dann beerdigen wir ihn am Dienstag. -Das ist morgen.

Was ist mit den Vorbereitungen?

Wir wollten ihn mit militärischen Ehren bestatten.

Es werden einige Vier-Sterne-Generäle aus Washington erwartet.

Wir wollten ihn stilvoll gehen lassen.

Sam, er ging mit Stil.

RECHERCHEABTEILUNG

Katie! Hi!

Hallo, Marge.

Willkommen zurück in der Unterdruckkammer.

-Also, wie war es in Palm Beach? -Ganz gut, denke ich.

Ganz gut? Ist das alles? Was hast du dort gemacht?

Ich wurde braun und verlor einen Ohrring.

Palm Beach, Mondschein, Millionäre und du verlorst nur einen Ohrring?

Hast du keinen der Millionäre getroffen?

-Was treibt dich dazu, das zu fragen? -Nur meine weibliche Raffgier.

-Also, hast du? -Ja.

Ich traf einen Millionär.

Was soll das? Wer sitzt da?

Der neue Rechercheur. Ein Mann. Stell dir vor. Ich traf ihn noch nicht.

Recherche, Robbins.

Hi. Rat mal, wer dran ist.

Also, ich gebe dir einen Tipp. Ich bin groß, witzig, gut aussehend

und du bist verrückt nach mir.

Warren. Oh, schön, dass du anrufst.

Was ist mit deiner Stimme los? Du solltest zum Arzt gehen.

Aber, Schatz, ich bin Arzt. Es ist nichts Ernstes.

Das habe ich von einem meiner Patienten.

-Wie war es in Florida? -Ach, ganz gut.

-Ich bin froh, dass ich wieder da bin. -Ja, ich auch.

Mom und Dad werden sich auch freuen.

-Oh, deine Eltern sind in der Stadt. -Sie kamen heute Morgen.

Sie möchten dich unbedingt kennenlernen.

Hoffentlich gefalle ich ihnen.

Sie werden dich lieben.

Gut, jetzt fühle ich mich schon besser.

Wie wäre es, wenn wir vier uns treffen,

sagen wir am Mittwochabend?

Oh, das klingt gut. Gut. Ich würde mich sehr freuen.

-Bis dann. -Tschüss, Liebes.

Tschüss.

Also, dann, alter Junge,

lass uns sichergehen, dass es nicht psychosomatisch ist.

Sag: "Wuff, wuff."

Du hast so ein Glück, einen Arzt

mit eigener Praxis zu heiraten.

Keine Ahnung, was du in Florida wolltest.

Ich fuhr hin, um nachzudenken.

Warren ist wunderbar, Marge, aber ich weiß nicht, ob ich...

Also...

-Ihn liebe? -Nein. Ihn verdient habe.

Jedes Mädchen verdient einen Mann, ob sie ihn nun verdient hat oder nicht.

Katie, los, komm. Sie warten schon alle.

-Wer? -Die Bande, die Bande.

Du bist in der Tarifkommission.

Nein, Harry. Ich bin bei Arbeitsschutz und Wohlergehen.

Du bist die Treppe hochgefallen. Du spielst jetzt bei den Großen mit.

Aber ich arbeite an rosa Klopapier für die Damentoiletten.

Lappalien, Lappalien.

Jetzt stellen wir ihnen harte Forderungen.

Womöglich streiten wir bis zum Mittagessen.

Aber, nein, ich muss in der Mittagspause noch einkaufen gehen.

Schau, ich muss noch ein "viel" zu meinem "Glück" kaufen.

Erschrecken Sie nicht, wenn ich auf den Tisch haue.

Und wenn sie eine Forderung stellen,

schütteln Sie den Kopf und schauen besorgt.

Aber ich bin besorgt.

Der Betriebsrat ist hier.

-Hier entlang, bitte. -Danke.

Das ist Mr Ryder.

Mr Ryder, Mr Lane, Mr Kowalski.

-Wie geht's? -Wie geht's?

Wie geht es Ihnen?

Das ist Katie Robbins, unser neues Mitglied.

Joe Kowalski.

Katie, das ist Mr Ryder.

-Wie geht es Ihnen? -Hallo.

Katie.

Gut, dann lassen Sie uns das Spiel beginnen.

-Hier ist der Gewerkschaftsvorschlag. -Absolut lächerlich.

Das ist kein Vorschlag. Das ist halsabschneiderisch!

Sollten wir es nicht zuerst lesen?

Starker Tobak, was, Mr Ryder?

Scheint ganz angemessen zu sein.

Oberflächlich betrachtet schon.

-Aber kann die Chefetage damit leben? -Nein!

-Das bedeutet ein Ultimatum! -Nehmen Sie an oder lassen Sie's!

-Das ist halsabschneiderisch! -Das war mein Spruch.

Meine Herren. Bitte.

Was denken Sie denn, Miss...

Robbins. Katie Robbins. Ich bin aus der Recherche.

Recherche?

Das ist eine der wichtigsten Abteilungen im Unternehmen.

Wo befindet sie sich?

Im 45. Stock, gleich hinter dem Wasserkühler.

"Kühler."

In letzter Zeit macht er diesem Namen wenig Ehre.

Ich sagte erst neulich bei Schutz und Wohlergehen,

-dass wir wirklich... -Schreibt sich das mit zwei B?

-Was, Kühler? -Nein, Robbins.

-Ja, mit zwei B. -B, B.

Miss Robbins, wir haben hier einen sehr wichtigen Themenkatalog.

Tut mir leid.

Abfindungen. Treueprämien. Gehaltszulagen.

Sie sagte, es täte ihr leid.

Was die Gehaltszulagen betrifft,

bekäme die Gewerkschaft alle Zulagen

und die Geschäftsleitung ginge leer aus.

Gutes Argument.

-Wir wollen nur einen fairen Deal. -Einen Anteil an den Gewinnen.

Und einen neuen Wasserkühler.

Na ja, wenn es heiß ist, wirklich, unsere Moral...

Hörst du jetzt mit dem Wasserkühler auf?

Wenn Sie nicht verhandeln wollen, dann gehen wir wieder.

In Ordnung, gehen Sie.

Meine Herren, meine Herren. Diese Streitereien bringen doch nichts.

Ich schlage also die Bildung eines Zweier-Unterausschusses vor, um...

Um einander näher zu kommen.

Mr Dunning, warum treffen Sie und Harry sich nicht nach der Mittagspause?

Einen Moment. Ich habe eine bessere Idee.

Ein Zweier-Unterausschuss ist ein toller Vorschlag,

aber eine Annäherung sollte logischerweise

zwischen Mitgliedern dieser Gruppe stattfinden,

die sich nicht feindselig gesonnen sind.

Mit anderen Worten, zwischen Miss Robbins und mir.

Sie sind mir doch nicht feindlich gesonnen,

-Miss Robbins, oder? -Also, nein.

Gut. Ich Ihnen auch nicht.

Also scheint es nur logisch, dass Sie und ich uns treffen.

Sie und ich uns treffen?

-Oh, jetzt oder nach dem Mittagessen? -Zum Mittagessen.

Es gibt keinen Grund, wertvolle Arbeitszeit zu verschwenden.

Sitzung vertagt.

Ja, gut, such weiter.

Verstehe.

Ich bin bald zurück, aber falls Anrufe von auswärts kommen...

Oh, ich...

-Ich werde mit Freuden rangehen. -Gehen Sie nicht ran.

Oh, nicht rangehen. Verstehe.

-Nicht rangehen. -Verstehe.

Oh, Verzeihung.

Was ist das, Marge?

Keine Ahnung. Es kam vor ein paar Minuten.

Das muss der Badeanzug sein, den ich in Palm Beach kaufte.

Es gab da einen Ausverkauf in einem kleinen Laden...

-Marge, jemand hat sich geirrt. -Warum passiert mir das nie?

Das ist nicht mein Mantel!

-"Miss Katie Robbins." -Das ist eine andere Katie Robbins!

-"Ryder Building, New York, New York." -Das ist ein anderes New York!

Ich denke, das ist doch mein Mantel.

Marge.

-Ja? -Kannst du ein Geheimnis bewahren?

Oh, Katie, natürlich. Stell mich auf die Probe.

Ich wollte auf der Reise allein bleiben,

über alles nachdenken,

ob ich Warren heiraten soll und so weiter.

Es ist ein wichtiger Schritt, da sollte man nichts überstürzen.

Ich weiß. Ich weiß, Katie. Aber was ist mit dem Mantel?

Schutz und Wohlergehen suchte mir ein nettes Hotel in Strandnähe.

Es kostete $7 die Nacht, einschließlich Kontinentalfrühstück.

Florida ist ein wunderbarer Ort, wenn man eine Grapefruit ist.

Oder Teil eines Liebespaares.

Nicht, dass ich keine Angebote erhalten hätte.

Aber an dieser Art Reiseführer war ich nicht interessiert.

Also versuchte ich, Dinge zu finden, die ich allein tun konnte.

Das schloss so ziemlich alles aus, was Spaß macht.

Tagsüber ging ich an den Strand.

Ich las viel.

Das heißt, ich versuchte es.

Aber die Dichtung nahm sich reichlich langweilig aus

gegen all die reizvollen Tatsachen um mich herum.

Nachts war Palm Beach zauberhaft, mit dem großen tropischen Mond

und jenen dunklen, samtenen Wolken voller Romantik und Zauber.

Da stand ich also,

lief durch den Garten eines exklusiven Hotels

und tat so, als gehörte ich zur Elite.

Bei all der Romantik um mich herum, lag ich da mit meinem Partner,

einem sehr romantischen Kerl.

Voller Luft.

Hilfe! Hilfe!

Plötzlich hörte ich jemanden um Hilfe rufen.

Das war ein Mann im Pool. Er war am Ertrinken.

Hilfe!

Ich trug mein geblümtes Chiffonkleid,

das mich zwei Monate ohne Nachtisch gekostet hatte.

Mein Partner war nutzlos,

da fiel mir meine Pfadfinderinnenzeit ein.

Ein Mensch taucht nur dreimal unter.

Hilfe!

Und der stand kurz vor dem vierten Mal.

Hilfe!

Mir fiel sehr schnell auf, dass der arme Mr Hackett betrunken war.

Das war sein Name, Kirby Hackett, von Hackett Industries.

Ich konnte ihn nicht dort lassen, denn er war völlig durchgefroren.

Also beschloss ich, ihm auf sein Zimmer zu helfen.

Das war mein erster Fehler.

Mein zweiter Fehler war, den guten Samariter zu spielen.

Ich wickelte ihn in eine Decke, damit er sich keine Lungenentzündung holt.

Und dann erkannte ich,

dass es mir selbst nicht besser ging.

In meinem nassen Chiffonkleid fühlte ich mich wie eine gebadete Maus.

Solange er fest schlief, wollte ich mich abtrocknen.

Das war mein dritter Fehler.

Als ich guter Samariter spielte, stellte sich Mr Hackett nur schlafend.

Ich sagte: "Mr Hackett! Bitte, ich bin unbekleidet!"

Und er meinte: "Aber, Süße, wir sind uns doch nicht fremd.

"Du hast mir das Leben gerettet!"

Nein, nein, nein, nein. Bleiben Sie genau... Mr Hackett!

Moment, Moment.

Also sagte ich: "Auf Wiedersehen, Mr Hackett."

Ich wusste nicht, wo ich hin sollte,

aber alles war besser als der Ort, von dem ich gerade kam.

Ich lief durch einen Vorhang.

Es war dunkel, aber ich spürte, dass ich in jemandes Schlafzimmer war.

Das war wohl nicht meine Nacht.

Da lag ein Mann im Bett. Und weißt du, wer das war?

-Frank Sinatra. -Marge. Colonel Ryder!

-Unser Colonel Ryder? -Ja.

Du bist aber gerissen.

Marge, das war noch nicht alles.

Ich bin absolut bereit, mir auch noch den Rest anzuhören.

Dann hat dir der Colonel den Nerz geschenkt?

Nein, das ging nicht. Verstehst du nicht...

Also, wenn nicht er, wer gab dir dann den Nerz?

Mr Hackett!

Am nächsten Tag erhielt ich ganz früh einen Anruf.

Mr Hackett war dran.

Jedenfalls sagte er, er würde mir einen Nerz schenken,

weil ich sein Leben gerettet hatte.

Er hat es getan, und das ist er. Ich schicke ihn zurück.

-Warum? -Weil ich ihn nicht verdiene.

Katie, es gibt keinen Grund, großmütig zu sein.

Sogar Dr Schweitzer nimmt Spenden entgegen.

Oh, Marge. Der geht zurück.

Ich will mich keinem Mann verpflichten,

der sich praktisch ersäufte, um mich auf sein Zimmer zu kriegen.

Ok, ok. Also, was war mit Colonel Ryder?

-Du warst in seinem Zimmer. -Katie.

Das ist Harry.

Mehr dazu später.

Der junge Ryder geht gerade zur Lobby, um dich zu treffen.

Ich habe noch ein paar letzte Anweisungen für dich, Kleine.

Sprich die Altersvorsorge an, bevor du mit dem Obstsalat fertig bist.

-Wichtig. -Altersvorsorge, Obstsalat. Ja, Harry.

Für die Treueprämien wirst du hart kämpfen müssen,

bestell dir also etwas, das lange dauert,

wie Entenbraten.

Treueprämien, Entenbraten. Ja, Harry.

Hier sind unsere Vorschläge schwarz auf weiß.

-Ja. -Vergiss nicht, stur bleiben.

Stur bleiben.

Danke.

Ja, dieser Altersvorsorgeplan sieht sehr interessant aus.

-Sie passen sie an... -... Cent für Cent.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber schreiten voran,

Schulter an Schulter, Hand in Hand.

Das ist eine sehr gute Idee.

Wo wohnen Sie eigentlich, Miss Robbins?

Wie bitte?

Sie wissen schon, Unterausschüsse.

Falls ich Sie einmal dringend nachts erreichen muss.

463 East, 76. Straße.

Danke.

Darf ich Sie etwas Persönliches fragen, Mr Ryder?

Gewiss.

Wäre Colonel Ryder nicht Ihr Onkel gewesen,

was würden Sie dann jetzt machen?

Golf spielen, denke ich.

Nein, ich meine, Sie wirken auf mich nicht wie ein Manager.

Ob ich in der Verlegerbranche wäre?

-Ja, natürlich. -Oh.

Sie haben das Glück ganz oben anfangen zu können.

Ich fing eine Stufe darunter an.

Ich arbeitete als Bote, dann bei der Materialausgabe.

Als Druckerlehrling für zwei Jahre.

Dann arbeitete ich in der Werbeabteilung,

bei den Anzeigen, dem Vertrieb.

Ich zog in die Redaktion ein.

Ich hatte die Erfahrung,

aber ich musste es den Ryders beweisen.

Als Verwandter ist man immer der Trottel.

Ich fing auf die harte Tour ganz oben an.

Aber es muss ganz nett gewesen sein,

die ganze Zeit Colonel Ryder hinter sich zu wissen.

Ich arbeitete für die Konkurrenz.

Genug von mir. Also, Sie bestellten Entenbraten.

Oh, ja, Entenbraten. Treueprämien...

Entschuldigung.

Treueprämien. Hier sind die Zahlen.

Ach, genau hier?

Ja.

Treueprämien sind eine Grundsatzfrage, Mr Ryder.

Ein alter Mann ist wie ein altes Auto.

Nur weil sein Vergaser rostig

und seine Zündkerzen verrußt sind, wirft man...

Voilà.

Ist das Entenbraten?

Oui, aus der Normandie. Petit, aber unsagbar lecker.

-Aber er ist so klein. -Madame, petite mais délicieuse.

Dann muss ich eben schneller sprechen, das ist alles.

-Wo war ich? -Ihre Zündkerzen waren verrußt.

Ja.

Deshalb gehört ein alter Mann noch lange nicht zum alten Eisen.

Nein, man muss ihn nur auftanken und sein Selbstvertrauen stärken.

-Und ihm eine neue Chance geben. -Voilà, madame.

Treueprämien, Gehaltszulagen und Altersvorsorge.

Hier steht alles schwarz auf weiß, Mr Ryder.

-Als Sprecherin der Gewerkschaft... -Bleiben Sie stur.

Stimmt, wir bleiben stur. Danke.

He, es ist 14:30 Uhr.

Lassen Sie uns den Rest des Tages freinehmen.

Ich denke, wir haben es uns verdient.

Etwas interessiert mich brennend.

Warum haben Sie mich für die Verhandlungen ausgewählt?

Wahrscheinlich, weil Sie die Schönste dort waren.

Aber zum Verhandeln muss man nicht schön sein.

Nein, aber Sie sind auch klug.

Das Schöne daran ist, dass Sie es nicht raushängen lassen.

Danke.

Aber sehen Sie, ich bin in der Recherche, Mr Ryder,

und ich habe ein wenig über Sie recherchiert.

Und ich fürchte, ich bin einfach nicht Ihr Typ.

Sie schätzen große, schlanke, mondäne Blondinen.

Sie recherchieren gut, aber glauben Sie nicht alles, was Sie lesen.

Ich sagte, wir verdienen einen freien Nachmittag, also nehmen wir ihn uns.

Was würden Sie gerne machen?

Ich würde gerne einkaufen gehen.

Einkaufen. Ok. Genau daran dachte ich.

Warum nehmen Sie nicht meinen Wagen?

Mein Chauffeur O'Hara fährt Sie, wohin auch immer Sie möchten.

Und ich steige am Club aus und nehme eine kalte Dusche.

-Kann ich Ihnen helfen? -Ja, danke.

Sehen Sie, ich dachte, dass...

Ich dachte, ich hätte einen Badeanzug gekauft...

Bei einem Ausverkauf in Palm Beach.

Einen kleinen Moment.

Aber als ich die Schachtel öffnete, entdeckte ich,

dass das nicht der Badeanzug aus Palm Beach war.

Es war Mr Hacketts Nerz.

-Mr Hacketts Nerz. -Ja.

Also, ich rettete ihm das Leben,

und Dr Schweitzer hin oder her, ich kann diesen Mantel nicht annehmen.

Dr Schweitzer. Entschuldigen Sie, das ist etwas für unseren Manager.

-Mr Carruthers, bitte. -Ja. Ja?

Es gibt wohl ein Problem mit dem Mantel der Dame.

Nein, es gibt kein Problem. Ich kann ihn nur nicht annehmen.

Stimmt mit dem Mantel etwas nicht?

Oh, nein, überhaupt nicht. Er ist wunderschön.

Aber er gehört nicht mir, sondern Mr Hackett.

Er schickte ihn mir.

-Ach, Mr Kirby Hackett? -Ja, genau.

Und Sie sind Miss Robbins?

Oh, ja. Nun, da liegt kein Fehler vor. Der Mantel gehört Ihnen.

Aber das ist der Fehler. Sehen Sie, ich will ihn nicht.

Verstehe. Sie wollen das Geld.

Nein, Sir, ich will das Geld nicht.

Aber der Mantel gehört Ihnen. Er wurde bereits bezahlt.

Ich habe nichts getan, um ihn zu verdienen.

Ich habe ihn nur auf sein Zimmer gebracht und ihn ins...

Also, er hatte getrunken, verstehen Sie,

und es schien, dass der einzige Ort, an dem wir...

Ich rettete ihm das Leben!

-Wirklich. -Ja, ja.

Sagen Sie Mr Hackett, dass ich den Mantel zurückgab?

Das dürfte leider etwas schwierig werden.

Er legte heute Morgen auf der Liberté Richtung Europa ab.

Und wenn er in einem Kanu Richtung Teufelsinseln paddelt.

Geben Sie mir bitte eine Quittung für den Mantel?

Ich bin mir sicher, dass Mr Hackett sich etwas dabei dachte.

Ich weiß, was Mr Hackett sich dabei dachte.

-Wieviel kostet der Mantel? -$11.000.

-$11.000? -Einschließlich Steuern.

Nun.

Hier sind $10. Ich möchte in Raten von $5 pro Woche bezahlen.

Möchten Sie sich das nicht nochmal überlegen?

Bei $5 pro Woche brauchen Sie 45 Jahre zum Zurückzahlen.

Ich habe es nicht eilig, Sie etwa?

Sie wären mit Ihren Zahlungen im Jahr 2005 fertig.

Hier sind weitere $5. Ich muss ihn nochmal anprobieren.

Dann sah ich sie einen Nerz kaufen. Sie bezahlte ihn bar.

Das müssen Tausend-Dollar-Scheine gewesen sein.

Wie kann sie sich bei ihrem Gehalt einen Nerz leisten?

-Überstunden. -Überstunden?

Überstunden.

-Oh, nein, nicht Miss Robbins. -Na ja.

Nee.

-Tschüss, meine Damen. -Marie, wir treffen uns um 18 Uhr.

-Tschüss. -Danke.

-Was hast du mit dem Mantel gemacht? -Nichts. Ich muss ihn nur bezahlen.

-Aber wie? -$10 die Woche.

Das ist eine Frage der Prinzipien, Marge.

Ich wünschte, jemand würde meine Prinzipien testen.

Aha, du hast ein "viel" zu deinem "Glück" gefunden.

Nein, "viel" war aus. Ich musste noch ein "Glück" kaufen.

"Glück-Glück"?

Solange du China-Restaurants fernbleibst.

Entschuldigung.

Er war ein wunderbarer Mann, der Colonel.

Wunderbar. Er bezahlte die niedrigsten Löhne der Stadt.

Ach, Marge, das war nur sein Geschäftssinn.

Darunter war er ein sensibler, idealistischer und einsamer Mensch.

Reden wir vom selben Colonel Ryder?

Weißt du noch, als wir seine Biografie druckten?

Ich machte die Recherche

und entdeckte einige Gedichte aus seiner Collegezeit.

-Gedichte? Der Colonel? -Ja.

Natürlich ließ er uns keines verwenden.

Aber was für starke Emotionen!

Weitergehen. Express zum 30. Stock.

"Liebe ist wie ein wilder Vulkan, brodelnd vor dunkler Leidenschaft"

Wenn es dir nichts ausmacht,

denke ich lieber an seine niedrigen Löhne.

He, Kleines. Ich habe dich gesucht.

Komm schon. Das Taxi wartet, wir sind spät dran.

-Spät, wofür? -Die Beerdigung.

Drei Plätze für die Gewerkschaft, einer für dich.

Harry, das geht nicht. Ich kann nicht.

-Warum nicht? -Weil ich sehr emotional bin, ich weine.

Nur zu. Ein paar Tränen machen uns nichts.

Aber, Harry, du verstehst nicht. Es sind nicht nur Tränen, ich heule.

Bei Hochzeiten, bei Beerdigungen. Einmal sogar bei einem Hockeymatch.

Ich weiß nicht warum, aber ich bin sehr emotional.

Wie meine Frau, nur dass sie kichert.

-Bei Beerdigungen? -Ja.

Ich sage dir eines, Kleine. Auf meiner Beerdigung will ich sie nicht haben.

Und was passierte im ersten Weltkrieg?

Der großartige Mann, den zu ehren wir heute zusammengekommen sind,

meldete sich erneut freiwillig zum Militär.

Und nach sechs Monaten harter, aufreibender Arbeit, brachte er Chaos...

Brachte er Ordnung ins Chaos,

das in unserem Übersee-Paketpostdienst herrschte.

Und an jenem Weihnachten, das kann ich Ihnen nun verraten,

gab es an der Frontlinie nicht einen Landser,

keinen einzigen,

der ohne Moms Früchtekuchen blieb.

Drossle die Wasserwerke, Kleines.

Es tut mir leid, Harry. Ich kann nicht anders.

Einmal heulte ich sogar auf einer Autoshow.

Und dann kam zu guter Letzt der Waffenstillstand.

Das muss sie sein.

Wenn ich Colonel Charles J. Ryders Werdegang

in einem Satz zusammenfassen müsste,

würde ich sagen: "Der erste im Krieg, der erste im Frieden

"und der erste in der Verlegerbranche."

Geh voraus, Harry. Ich will mich erst ein wenig abtrocknen.

Das ist unser Mädchen.

-Erkennen Sie sie? -Sogar mit Kleidern.

Und erst die Ohrringe. Sie passen perfekt, sehen Sie?

Das ist der letzte Beweis. Sie ist unser Erpresser.

Nein, nicht Miss Robbins. Sie ist nicht der Typ.

Das sind sie nie. Wir werden noch von ihr hören.

Ich verstehe nicht, warum du dich so aufregst.

Auf einer Beerdigung sollte man schniefen dürfen...

Marge, das war kein Schniefen, es war laut.

Ich hatte praktisch ein Duett mit dem Trompeter.

Nun, das ist doch ganz natürlich.

-Besonders in deinem Fall. -Spar dir die Reden.

Ich fahre nach oben und entschuldige mich bei Mr Ryder.

"Um den Bericht abzuschließen.

"Überwachte Wohnung des Erpressers. Sie lebt allein mit einem Vogel.

"Handelt sich wohl um Sittich. Vielleicht auch Kanarienvogel.

"Konnte ich durch das Fernglas nicht erkennen."

Sie haben sie ausspioniert?

Befehl vom Vorstand, Sir.

-Unser Befehl, Tony. -Das stimmt.

"Erpresser kam heim um 19:12 Uhr.

"Machte Abendessen. Aß es. Wusch sich die Haare. Spülte Geschirr.

"Ging zu Bett."

Keine Besucher?

Keine Besucher, keine Anrufe.

Nun, so liegt der Fall. Ich mache mich lieber an die Arbeit.

Gehen Sie bitte durch den Nebeneingang?

-Ich glaube nicht, dass sie das tat. -Oh!

-Oh, nein. -Mr Ryder.

Die Bank verschiebt die Sitzung über unseren Kredit auf morgen.

Mr Ryder?

Meine Herren, Miss Robbins hat uns in der Hand.

Wir können von Glück reden, wenn wir das überstehen.

Ist das wirklich das Mädchen, nach dem wir suchen?

-Aber natürlich. -Ja.

Lasker hat sie erkannt, oder?

Menschen wurden schon wegen Verwechslungen gehängt.

-Mr Ryder... -Ich halte jemand für unschuldig,

bis seine Schuld bewiesen ist. Haben wir Beweise?

-Diese Ohrringe. -Könnten ein Zufall sein.

Davon werden womöglich tausende verkauft. Zehntausend!

-Mr Ryder... -Und noch etwas.

Wenn sie wirklich der Erpresser ist, wo sollte sie dann jetzt sein?

In meinem Büro, um mich zu sprechen.

-Mr Ryder! -Ja.

Miss Robbins wartet in Ihrem Büro, um mit Ihnen zu sprechen.

In meinem Büro, um mit mir zu reden.

-Sie sagte, es sei wichtig. -Um mich zu treffen.

Vorsicht, Tony. Das sind schwierige Geschäfte.

Und sie ist äußerst raffiniert.

Schwierig, raffiniert.

Guten Morgen...

Guten Morgen, Mr...

Guten Morgen.

Ich glaube, ich weiß, warum Sie hier sind.

-Setzen Sie sich bitte. -Danke.

-Setzen Sie sich. -Ja.

Ich wollte hochkommen und es loswerden, bevor ich den Mut verliere.

Danke.

Ich weiß, was Sie von mir denken müssen, Mr Ryder.

Aber ehrlich gesagt, konnte ich einfach nicht anders.

-Das war nur meines Onkels Schuld. -Nein, keiner hatte Schuld.

Oh, glauben Sie mir, ich wollte nicht hingehen.

Aber schließlich war er der Kopf der Firma.

Und Sie waren geblendet, was?

Geblendet?

Oder sollen wir sagen, beeindruckt?

Nun, das drückt es besser aus, denke ich.

Aber, sehen Sie, das echte Problem, Mr Ryder, Sir,

ist, dass ich...

Ich bin zu empfindsam.

Empfindsam.

Ich bin sicher, Sie finden dafür ein besseres Wort.

Wie wäre es mit emotional? Das trifft es.

Das ist es, ich bin überemotional.

Besonders, wenn ich an all die wunderbaren Gedichte denke,

die Colonel Ryder schrieb.

-Gedichte, er schrieb Gedichte? -Aber ja.

Die waren so einfühlsam und leidenschaftlich.

Leidenschaftliche Gedichte?

"Liebe ist wie ein wilder Vulkan, brodelnd vor dunkler Leidenschaft

"Und du und ich, zu zwein..."

-Das bedeutet "zu zweit". -Dachte ich mir schon.

Miss Robbins, wie viele Gedichte gibt es?

Dutzende.

-Dutzende? -Ja.

Wissen Sie, Ihr Onkel war ein sehr warmer und zärtlicher Mann, Mr Ryder.

Sie sollten seine Briefe lesen.

-Briefe auch noch? -Ja, möchten Sie sie sehen?

Nein, und das soll auch kein anderer.

Oh, keine Sorge. Ich habe sie an einem sicheren Ort.

Davon bin ich überzeugt.

Mr Ryder.

Angenommen, wir veröffentlichen alle diese Briefe und Gedichte,

damit die ganze Welt sieht,

was für ein Mann Ihr Onkel wirklich war.

Na ja, das war nur ein Vorschlag.

Miss Robbins, genug mit diesem Katz-und-Maus-Spiel.

Ja, nun, das war nur ein Vorschlag.

Wir wissen beide, warum Sie hier sind.

-Ja. -Da wir jetzt wissen,

-wo wir beide stehen... -Ja. Ich muss wieder an die Arbeit.

-Nein, wir reden. -Reden?

Worüber sollen wir reden, über Gehaltszulagen?

Wir werden über Loyalität reden.

In Ordnung.

Der Ruf meines Onkels und die Ryder Enterprises

sind eng miteinander verknüpft.

Wenn irgendetwas passiert, das diese Firma zerstört,

verlieren Hunderte von Menschen ihre Arbeit.

Sie möchten doch nicht, dass das passiert, Miss Robbins?

Aber nein.

Gut. Dann wird Ihre Loyalität angemessen belohnt.

Mr Ryder, ich bin nicht gekommen, um eine...

-Eine Gehaltserhöhung? -Aber ich will keine...

-Sagen wir, $50 mehr in der Woche? -$50?

$100?

Die Beerdigung hat Sie wohl etwas mitgenommen. Wenn Sie...

$200 die Woche. Mein letztes Angebot.

-Oh, ich nehme sie! Ich nehme sie! -Gut, gut, gut.

Denken Sie daran, mit niemandem darüber zu sprechen.

Keine Sorge, das werde ich nicht.

Aber ich denke, Sie sollten reden,

und zwar mit einem Arzt!

Warum schaust du nicht selbst nach?

Was sagt man dazu?

Ein ganz Schlauer will mir erzählen,

wir hätten einen Präsidenten namens Andrew Johnson.

Ich sehe, dass Sie neu bei der Recherche sind, Mr Lasker,

aber wenn weitere Anrufe kommen, besonders wegen Präsidenten,

-nehme ich sie gern entgegen. -Abgemacht.

Entschuldigung.

Danke.

Oh, übrigens,

gehen Sie und Mrs Lasker zum Bowlen?

Ich schon. Sie nicht.

Es gibt keine Mrs Lasker.

Oh, das ist ausgezeichnet.

Dass Sie bowlen, meine ich.

Ich liebe Bowling.

Es ist sehr gesund.

Und vielleicht könnten Sie einmal abends

mit Katie, mir und ihrem Freund ausgehen.

Sicher. Jederzeit.

Heute Abend?

Marge. Mir ist gerade etwas äußerst Seltsames passiert.

Oh, hallo.

Miss Robbins, das ist Mr Lasker. Mr Lasker, das ist Miss Robbins.

Wie geht es Ihnen?

Und rate mal, wo wir alle heute Abend hingehen. Zum Bowling.

Oh, Marge. Es tut mir leid, heute Abend kann ich nicht.

Ich bin mit Warren verabredet.

Arbeitet dieser Warren auch hier?

Nein, Dr Kingsley ist ein Freund von mir.

Er ist ihr Verlobter. Sie werden heiraten.

-Die Ehe ist eine wunderbare Institution. -Ja.

-Wann ist denn der große Tag? -Wir haben noch keinen Termin.

Ja.

-Wann ist denn der große Tag? -Wir haben noch keinen Termin.

Dr Kingsleys Leute sind hier. Katie fürchtet, ihnen nicht zu gefallen.

Ich fürchte mich nicht wirklich.

Aber sie kommen aus einer Kleinstadt. Sie sind ziemlich konservativ.

Kleinstadt, konservativ. Merken Sie sich das.

Ich hoffe, dass ich heute Abend einen guten Eindruck mache.

Warum solltest du das nicht?

Weil ich womöglich Tage brauche, um mich von den zehn Minuten

mit dem Irren da oben zu erholen.

Welcher Irre da oben?

Tony Ryder, der ist irre.

Dann rief einer bei der Recherche an und Miss Robbins war beschäftigt.

Ich frage mich, warum sie Tony einen... Entschuldigung, Tony, Irren nannte.

Es kümmert mich nicht, warum sie mich wie nannte.

Wir haben überhaupt nichts von dem elektronischen Detektiv erfahren.

Wir haben eine Spur, die gut für uns sein könnte, Mr Ryder.

Wir erfuhren, dass das Schätzchen mit einem respektablen Kerl verlobt ist.

-Und? -Also, soll sie heiraten und Bingo!

Sie hätten sie vom Hals und aus Ihrer Lohnliste.

Genau. "Miss Robbins, was wäre, wenn Ihr Mann

"von der kleinen Episode in Palm Beach erfährt?"

Ich denke, das brächte sie zum Schweigen.

Gegen-Erpressung ist ein hässliches Wort, meine Herren.

Wir sind wohl auf der falschen Spur. Dieser Dr Wie-war-sein-Name...

-Kingsley. -Ja.

Er ist wahrscheinlich der Kopf hinter der Erpressung

und Miss Robbins ist nur das Bauernopfer.

Das ist schwer vorstellbar.

Ich werde selbst ein paar Nachforschungen anstellen.

Ich will mir selbst ein Bild machen, wie wir ihn zufriedenstellen können.

-Ja, Sir? -Ms Schuster, finden Sie bitte

die Adresse eines Dr Warren Kingsley heraus?

-Ja, Sir. -Danke.

Sitzung vertagt.

Amateure.

Hier sind wir.

Haben Sie eine Idee, wie Sie da hineinkommen?

Ganz einfach. Er ist Arzt, ich könnte Bauchschmerzen haben.

Vorsicht, zum Schluss entfernt er Ihnen den Blinddarm.

Sehr witzig, Mr O'Hara.

Warten Sie weiter unten auf mich.

Also, Kopf hoch, Bobo.

Der nette Doktor sagt, du bildest dir das nur ein. Ja.

Komm, Bobo.

WARREN KINGSLEY DOKTOR DER VETERINÄRMEDIZIN

Junge, macht es dir was aus, wenn ich mir deinen Hund ausborge?

Ich gebe dir 25 Cent. Was sagst du?

Meine Güte, danke. Aber das ist nicht mein Hund.

Du meinst, das ist nicht dein Pferd.

Notfall. Ich möchte sofort den Doktor sprechen.

Und was für ein Notfall ist es?

Nun, das ist ziemlich persönlich.

Ich möchte lieber mit dem Doktor reden. Doc!

Junger Mann, du bist nun über den Berg.

Doc.

Bleib bei der Vitamin-Therapie und du fühlst dich wie neugeboren.

Danke, Doktor.

-Ja, haben Sie einen Termin? -Notfall, sehr wichtig.

Kommen Sie, Doc. Oh, Doc.

Nimm es leicht, alter Junge.

Der gute alte Doc wird es schon richten. Guter Junge.

Hatten Sie einen Termin, Mr...

Heminschlogger. Julius T. Heminschlogger.

Ja, wie schon erwähnt, ist das ein Notfall.

Ich verstehe.

Was für ein Problem hat er, Mr Heminschlogger?

Also,

Amnesie.

-Ihr Hund hat Amnesie? -Es kam ganz plötzlich.

Ich ging mit ihm Gassi

und er schaute mich mit diesem "Wer bist du?"-Blick an.

-Dem "Wer bist du?"-Blick? -Ja, genau so.

Sie können sich vorstellen, wie mich das erschütterte.

Canine Amnesia. Das ist sehr selten.

Darüber gibt es wohl keine Artikel.

Das ist Ihre Chance, Doc.

Nicht nur mir zu helfen, sondern die medizinische Ursache für...

Wirst du wohl stillhalten, Julius? Was machst du...

Nicht in die Tasche, Julius. Sehen Sie das, Doc?

-Er hält sich für einen Taschendieb. -Julius? Ist das nicht Ihr Name?

Wirklich? Ja, stimmt. Das ist Julius Junior.

Ich bin sehr sentimental und wir stehen uns nah, wissen Sie.

Sehen Sie, Doc? Jetzt hält er mich für Lassie.

Eine Art Gedächtnisblockade, was?

-Darf ich? -Ja.

In Ordnung, Julius, beruhige dich.

Du bist hier unter Freunden. Entspann dich, genau. Entspann dich.

Mr Heminschlogger, wurde er in letzter Zeit untersucht?

Nicht in den letzten sechs Monaten.

Untersuchen Sie ihn lieber. Lassen Sie sich Zeit.

Funktioniert das nicht, machen wir eine Analyse.

Was auch immer. Solange es meinen Kumpel wieder auf die Beine bringt.

"Kansas Insitut der Tierheilkunde."

Das muss eine wunderbare alte Schule sein.

Sicher. Mein Vater ist dort Präsident.

Ach, wirklich?

Dann lass uns mal die Mandeln anschauen.

Na, na, na, Julius. Beißen führt zu gar nichts.

Entspann dich.

Doc, dieses Bild. Ich kenne die junge Dame.

Woher?

Ist sie nicht eine Revuetänzerin aus dem Copacabana?

Nein, ich fürchte nicht. Das ist meine Verlobte.

Oh, ich könnte mich täuschen.

Mr Heminschlogger, meine Familie ist sehr konservativ.

Ich fürchte, sie würden mir nie gestatten,

ein Mädchen aus dem Copacabana zu heiraten.

Rocky! Rocky!

In Ordnung, wo ist er?

Was wollen Sie? Das ist eine angesehene Klinik.

Ich suche den Kerl, der meinen Hund entführt hat.

-Was ist da drin? -Sie können da nicht rein.

Polizei!

Wer klaute meinen Hund?

-Gehen Sie da weg. -Polizei!

-Rocky, Baby. -Fassen Sie meinen Patienten nicht an.

Polizei!

Sie Dognapper.

Ich will Ihnen was sagen.

Ich weiß nicht, was Sie meinem Hund angetan haben,

aber ich will, dass alles wieder da ist, wo es war.

Polizei!

Danke für den Rat zu meinem Sittich, Doc.

Ich halte ihn von Zugluft fern.

Da drin, Officer. Und beeilen Sie sich.

Oh, Doktor. Dr Kingsley.

-Hallo. -Hier sind wir.

Möchten Sie nicht hereinkommen?

-Wie geht es Ihnen? -Wie geht's?

Schön, Sie kennenzulernen, Miss... Wie hieß die Dame noch?

-Miss Robbins. -Miss Robbins.

Schön, Sie kennenzulernen. Kommen Sie doch herein.

Danke.

Es freut mich, Sie kennenzulernen.

Miss Robbins, das ist Mutter.

Es freut mich auch, Ihre Mutter kennenzulernen.

-Oh, ich meine... -Sie ist meine Mutter, Katie.

Ich weiß, Warren, ich weiß. Ich wollte sagen...

Hast du das gehört, Mutter?

Das Mädchen hielt dich für Warrens Oma.

Nein, tat ich nicht. Ehrlich nicht. Sie sind zu alt.

Ich meine, Sie sind beide zu alt.

Was ich meine, ist...

Ich erkläre es später. Können wir uns setzen?

Ja, natürlich, setzt euch. Soll ich Ihre Stola nehmen?

Nein, danke.

-Ihren Hut? -Ja, legen Sie ihn irgendwo hin.

Ist sie nicht genauso, wie ich euch erzählt habe?

-Ich habe leider nicht mehr Platz. -Nein, es ist sehr nett.

-In Kansas haben wir 30 Morgen Land. -Oh.

Davon könnte ich hier etwas gebrauchen.

Das ist sehr witzig.

Ich würde sagen, dass Zeit für eine Erfrischung wäre.

An was haben Sie gedacht?

Ich habe einen großen Krug kalter...

Heißer Schokolade.

Kalter heißer Schokolade. Ja. Genau.

Sie haben die Wahl zwischen

kalter heißer Schokolade und heißer heißer Schokolade.

Heiß, bitte.

Ich nehme die kalte, denke ich.

Das macht zweimal Schokolade. Eine heiß und eine kalt, kommt sofort.

Ist sie nicht nett?

Ich vergaß.

Ich habe keine Schokolade mehr.

Oh, mögen Sie Oliven? Möchten Sie eine Olive?

Nein, danke.

Nein, danke. Sie bleiben mir im... Danke.

Ja.

Ich denke, wir gehen zum Essen in das kleine französische Restaurant.

Wir waren auf der ganzen Reise in kleinen französischen Restaurants.

Wir sollten wohl einfach einen großen, lauten Nachtclub besuchen.

Kennen Sie irgendwelche Nachtclubs, Miss Robbins?

Da ist das Martinique.

Aber ich war noch nie dort. Noch nie.

Ich habe davon gehört. Lasst uns hingehen.

Dad, er ist sehr beliebt. Wir kommen wohl nicht rein.

Sag ihnen einfach, dass dein Dad

das Kansas Institut für Tierheilkunde leitet.

Dann werden sie Männchen machen.

Ja, Männchen...

Hast du das gehört, Mutter? "Sie werden Männchen machen."

-Sie sagte, sie war noch nie dort. -Nein, ich arbeite den ganzen Tag.

Und wer arbeitet, hat keine Zeit für Nachtclubs.

-Ach ja? -Das stimmt.

Also, soll ich dir deinen Mantel holen, Katie?

Ja, bitte, Warren.

Oh, ich brauche keinen...

-Nerz? -Darf ich...

Darf ich den mal anfassen?

Du meine Güte, ein echter Nerz. Der war nicht billig.

Womit verdienen Sie Ihr Geld?

Mit Recherchen.

Das wird offensichtlich sehr gut bezahlt.

Katie, wo hast du den Mantel her?

Ich kaufte ihn auf Raten, Warren. Ich wollte es erklären.

$10 die Woche. Ich wollte dich überraschen.

Ja. Du hast mich überrascht.

Können wir gehen?

Oh, wissen Sie, dass ich... Oh, Entschuldigung.

-Was ist los, Liebling? -Nichts.

Ich muss mich nur um etwas kümmern.

Haben Sie einen Tisch für vier Personen frei?

Morgen Abend nehme ich gern eine kleine Bestechung an.

Nächste Woche wäre noch besser.

-Aber wir... -Heute Abend ist es einfach unmöglich.

Ach, wirklich?

George, tu mir einen Gefallen.

Siehst du das Mädchen im Pelzmantel dort?

Das ist Miss Robbins.

-Also, sie will heiraten. -Ach?

Ja, und sie lieben sich.

Wir spielen heute einfach Amor.

Also, wir geben ihr einen guten Tisch, gute Musik und wirklich guten Wein.

Dann lassen wir der Natur ihren Lauf, verstehst du?

Ganz genau.

Lasst uns in den Stork Club gehen. Dort waren wir noch nie.

Ich gehe mit Freuden. Hier gefällt es mir nicht.

Da haben Sie recht, Mrs Kingsley. Mir auch nicht.

Miss Robbins. Einen Augenblick, bitte.

-Wer, ich? -Ich bitte vielmals um Entschuldigung.

Es tut mir leid, ich erkannte Sie nicht.

Mich?

Ober, Tisch Nummer 30 für Miss Robbins und ihre Begleitung.

Für uns?

Aber ich war hier noch nie.

Vielleicht sieht Katie einem ihrer Stammgäste ähnlich.

Die zufälligerweise auch Robbins heißt?

Champagner.

Wir haben keinen Champagner bestellt.

Für Miss Robbins. Mit den besten Wünschen des Martinique.

Oh! Natürlich, jetzt weiß ich es.

Ich bin heute Abend womöglich der millionste Gast.

Heute Abend?

Na ja, also, seit es geöffnet hat, oder so.

Sie wissen schon, das passiert doch dauernd.

Nein. Nein, weiß ich nicht.

Aber sicher. Die ganze Zeit.

Erst letzte Woche war da dieses Mädchen,

das mit der Limousine diese Brücke überquerte

und sie schenkten sie ihr.

-Die Brücke? -Nein, die Limousine.

Eine neue natürlich, so war es.

Sie überquerte wahrscheinlich als zehnmillionste Fahrerin die Brücke.

Oder war es ein Tunnel?

Mom, wenn Katie sagt, sie sei noch nie hier gewesen,

dann war sie auch noch nie hier.

Nein, war ich nicht.

Und es war ein Tunnel. Und dieses Mädchen...

Auf das veterinärmedizinische Institut in Kansas.

Darauf trinke ich.

Alles zu Ihrer Zufriedenheit, Mr Ryder?

Ja, wir haben Amor wohl einen guten Start verpasst.

Schießen Sie jetzt die Pfeile ab.

Ich hörte, dass sie von hier weiter in den Stork Club wollten.

Gut.

Komm, Schatz. Wir gehen in den Stork Club.

Lassen wir unsere Freunde nicht warten.

Wir haben keine Freunde im Stork Club.

-Dann suchen wir uns welche. -Mir gefiel es hier.

Liebling, ich habe meine Handtasche vergessen.

Ich hole sie dir. Wir treffen uns vor der Tür.

Heminschlogger! Da ist Heminschlogger.

Darauf trinke ich.

Nein, Dad, der Irre, von dem ich dir erzählte.

-Wo? -Schleicht sich gerade hinaus.

-Er winkte mir zu. -Ich glaube, das galt mir.

Sei nicht dumm, Schatz. Woher kennst du Heminschlogger?

Heminschlogger? Das ist nicht Heminschlogger.

Das ist mein Boss, Tony Ryder.

Nein. Nein, du irrst dich.

Wie sollte ich mich bei einem Mann irren,

der mir erst heute eine Lohnerhöhung von $200 die Woche gab?

-$200? -Die Woche?

Darauf trinke ich.

Aber ich habe sie nicht angenommen.

Ich war hier noch nie und es tut mir leid, dass wir herkamen.

Warren, könnten wir bitte gehen

und woanders zu Abend essen?

Dieser Ort macht mich einfach sehr nervös.

Ja, ich bin selbst ein wenig nervös.

Ober. Die Rechnung.

Aber Miss Robbins muss doch nicht zahlen.

Darauf trinke ich.

Ich auch. Einen für auf den Weg.

Ein Hoch auf dich, oh Kansas Institut

der Tierheilkunde

Deine Studenten sind weit verstreut

Ich frage mich, ob die uns reinlassen.

-Also, Warren. -Sie hatte nur zwei Drinks, Mom.

Sie hat eben noch nie Champagner getrunken.

Da bin ich mir nicht so sicher.

-Sie sind immer bereit -Sie sind immer bereit

Mit Nadel und Insektizid

Wir verhalten uns ruhig, Officer.

Vielleicht an einem anderen Abend, Sir. Oder noch besser, Nachmittag.

-Aber danke, Sir. -Oh, nein.

Wir sind keine Touristen, alter Mann.

Ganz genau.

Ich bin zufälligerweise der Präsident

des Kansas Institutes der Tierheilkunde.

-Genau. -Stimmt. Er ist der Präsident.

Kein Glück, was? In Ordnung.

Sind die immer so hochnäsig?

Keine Ahnung, ich war hier noch nie.

Ebenfalls nicht.

-Das ist die Gruppe, von der ich sprach. -Oh, ja, Sir.

Komm, Schatz, gehen wir.

Es ist schrecklich stickig hier. Gehen wir ins La Martinique zurück.

Miss Robbins. Bitte verzeihen Sie dem Türsteher.

Er ist neu. Schön, Sie wiederzusehen, Miss Robbins.

Schön, Sie kennenzulernen...

Schön, Sie wiederzusehen. Wie geht's Frau und Kindern?

Wunderbar. Hier entlang.

Hier war sie auch noch nie.

Sie ist ein großartiges Mädchen.

Glückwünsche sind bei mir die Regel.

Ich bin der zehnmillionste Fahrer auf dieser Brücke.

Ein Hoch auf dich, oh Kansas Institut

Ryder, Tony Ryder.

Ja, er wird sicher mit mir sprechen.

Sie versuchen, Pudge zu erreichen.

Gut. Versuchen Sie herauszufinden, was den Kredit verzögert.

Was die Verheiratung unseres Erpressers angeht,

-denke ich, dass... -Keine Chance, Mr Dunning.

Nicht für lange.

Woher wollen Sie das wissen?

Ich sprach mit einem Ober im Stork Club.

Mrs Kingsley und ihr Sohn sind wohl sehr unglücklich darüber,

dass Miss Robbins in der Küche mit dem Koch

Cha-Cha tanzte.

Ehe dieses Mädchen heiratet, gefriert die Hölle zu.

Seien wir ehrlich, meine Herren. Amormäßig haben wir ein Problem.

Unser Plan der Gegenerpressung funktioniert nicht.

Aber wir müssen die junge Dame aus dem Weg schaffen.

Ich kenne einen Gangster.

Also, er ist kein wirklicher Gangster.

Er ist der Bruder meiner Frau.

Hallo. Hallo. Oh, hi, Pudge.

Was ist mit unserem Kredit?

Oh, ich verstehe.

Um welche Art von Problem handelt es sich?

Ich verstehe, Pudge. Danke.

Sie haben entschieden, mit dem Kredit zu warten.

Meine Herren, ich bin wohl nicht der beste Mann für diesen Posten.

Jetzt ist nicht die Zeit zum Aufgeben, Tony.

Hat Ihnen Ihr Freund Pudge keinen Grund genannt?

Er sagte, sie würden einem Gerücht nachgehen.

-Er wusste aber nicht, welchem. -Gerücht?

Wir müssen sie vom Reden abhalten oder wir sind verloren.

Probieren wir erneut das kleine Ding? Soll sie sich doch selbst überführen.

Das haben wir schon versucht. Sie redet nicht.

Mit mir redet sie nicht.

Aber was, wenn wir es mit einem anderen probieren?

Einem charmanten, klugen, gut aussehenden Mann.

Einem, zu dem sie sich hingezogen fühlt.

Ich habe ein süßes kleines Nest in der Stadt.

Lächerlich.

Das Los fällt wohl auf Sie, Tony.

Ich würde Ihnen wirklich gern helfen...

Mr Ryder.

Aber aus persönlichen Gründen lehne ich ab.

Hören Sie sich das an.

"Sehr geehrter Mr Ryder,

"ich habe über die angebotene Lohnerhöhung von $200 nachgedacht.

"Ich kann sie natürlich nicht annehmen.

"Das war wohl ein Scherz Ihrerseits."

-Ein Scherz? -Weiter, weiter.

Oh, hier lässt sie die Katze aus dem Sack.

"Wahrscheinlich bieten Sie mir als nächstes das Ryder Building

"mit allem Drum und Dran. Ha-ha."

"Ha-ha"?

Sehen Sie selbst.

Stimmt, das steht: "Ha-ha".

Dieses Mädchen "ha-ha"t uns noch ins Armenhaus.

Nicht, wenn wir schnell handeln.

"Hochachtungsvoll, Katie Robbins."

Also, Tony?

Wie trägt man das?

Guter Junge! Guter Junge!

Stellt sich die Frage, wo wir aktiv werden.

Ich denke, Mr Ryder sollte sie irgendwohin führen,

wo sie sich mit ihm allein wähnt.

Nur Sie beide. Dann wird sie sich öffnen.

Ich glaube, ich kenne einen Ort, an dem ich Miss Robbins

so weit kriegen kann.

In meiner Wohnung, heute Nacht.

Und mit ein wenig Champagner, um ihre Zunge zu lösen, Mr Ryder?

Ja, und falls das nicht funktioniert, kann ich es noch mit Folter versuchen.

Das ist sehr witzig. Folter.

Mir ist nicht nach Scherzen zumute, Mr Lasker.

Was Katie... Miss Robbins angeht,

bin ich vielleicht in diese hinterhältige Intrige verwickelt,

aber es muss mir nicht gefallen.

Natürlich, Sir. Ja, Sir. Ich verstehe, was Sie meinen.

Viel Glück. Was?

Ich gehe hin, Kim.

Nachdem du der jungen Dame und mir das Abendessen serviert hast,

verschwindest du.

So wie immer. Verschwinden.

Nein, nein, das ist geschäftlich.

So wie immer. Fauler Zauber.

-Ich bin hoffentlich nicht zu spät. -Nein, keineswegs. Kommen Sie rein.

Danke.

Lassen Sie mich Ihnen helfen.

Danke.

Ich weiß, ich sollte keinen Nerz zu einem Geschäftstreffen tragen,

aber das ist mein allererster.

Und sicher nicht Ihr letzter. Ha-ha.

-Wie bitte? -Ha-ha.

Oh, ja. "Ha-ha."

Du meine Güte.

Das ist ein bezaubernder Raum.

-Sind wir schon wieder nur zu zweit? -Überrascht?

Oh, also, nein. Nein, es ist nur, dass Sie...

Als Sie wegen des dringenden Geschäftstermins anriefen,

hatte ich eine Verabredung zum Bowling und ich dachte...

Ich weiß nicht, was ich dachte. Schutz und Wohlergehen.

Ihr Schutz und Ihr Wohlergehen, Miss Robbins?

-Nein, das aller Mitarbeiter. -Ha-ha.

Ha-ha? Oh, ha-ha.

Oh, das ist schön.

-Das ist ein Remington. -Ja, er malte es um 1900.

Ah, ich vergaß. Sie sind in der Recherche.

Nein, mein Vater sammelte Remington-Skizzen.

Er konnte sich natürlich nicht die Original-Ölbilder leisten.

Ist das nicht schön?

Sollen wir?

Es geht nichts über etwas Champagner, um Ihre Zunge...

Ihren Appetit anzuregen.

Champagner?

Ich bin nicht allzu durstig, Mr Ryder.

Ehrlich gesagt auch nicht hungrig.

Warum erledigen wir also nicht das Geschäftliche und ich bin weg.

Warum die Eile?

Ich habe es nicht eilig, aber Sie vielleicht.

Oh, nein, ich habe es nicht eilig, Miss Robbins.

Hier.

Austrinken.

Ihr Onkel war sicher ein starker Mann, oder?

Ja.

Stark wie ein Bulle und schwach wie ein Mann.

Sie erinnern mich an ihn. Sie haben dieselbe Stärke.

Sehen Sie? Das Kinn...

Ich meine, es ist ähnlich.

Oh, der Strom schwankt.

Ich kann wirklich nicht bleiben.

Ich habe den Bowlingtermin und ich bin der Teamleiter, die Leiterin.

Entspannen Sie sich.

An einem so bezaubernden Abend

ist es kein Verbrechen, die Aussicht zu genießen und Champagner zu trinken,

bevor wir zu wichtigeren Dingen kommen.

Ha-ha.

In Ordnung.

Auf das Verbrechen! Wie taugt das als ha-ha?

-Ha-ha. -Ha-ha.

Aber, Warren, ich war im Büro, als er anrief

und er sagte, es sei geschäftlich.

Wenn ein Mann wie Tony Ryder Katie in seine Wohnung bittet,

kann man sich denken, worum es geht.

Treten Sie drauf, Fahrer.

Aber ich bat Mr Lasker, mit uns zu bowlen.

Warum gehen wir nicht ohne Katie und kümmern uns um unsere Sachen?

Weil Katie meine Sache ist.

Noch vor einer Stunde warst du mit ihr fertig.

Das war vor einer Stunde.

Und falls wir hinkommen und es ist nichts los?

Besser, da ist was.

Sie haben eine wunderschöne Aussicht.

Da sind die Triborough Bridge

und die Brooklyn Bridge und die Queensborough Bridge.

Und nochmal die Brooklyn Bridge.

Nochmal?

Das ist deren Problem.

Bitte sehr.

Ich sollte wirklich nicht. Wie gesagt, ich bin die Teamleiterin.

Aber...

Also, dann lassen Sie uns übers Geschäft reden.

Oh, gut.

Ich könnte Ihnen die ganze Nacht dabei zuhören.

Ich lege meine Karten auf den Tisch, Miss Robbins.

Katie.

Ich bin Katie und Sie sind Mr Ryder.

Karten? Welche Karten? Sie wollten doch übers Geschäft reden.

Sehen wir den Tatsachen ins Auge. Reden wir nicht um den heißen Brei.

Brei? Welcher Brei?

Sie haben mich noch nicht über die Karten aufgeklärt.

Ich könnte Ihnen die ganze Nacht beim Kartenspielen zuhören.

Kommen wir zur Sache, Miss Robbins.

Katie.

In Ordnung, ich gebe mich geschlagen.

Jetzt sind Sie dran.

Sie sagen mir eine Zahl und ich stelle den Scheck aus.

Ich könnte Ihnen die ganze Nacht beim Scheckausstellen zuhören.

-Bitte, Miss Robbins. -Bitte. Katie.

In Ordnung. Katie.

Was möchten Sie?

Ich möchte...

Ich möchte tanzen.

Auch wenn ich die Teamleiterin bin, sollten wohl besser Sie führen.

Natürlich.

Oh, je.

"Ein Krug voll Wein, ein Stück vom Brot und ganz allein mit dir

"Neben mir singend in der Wildnis"

Das ist eines der schönsten Gedichte, die Ihr Onkel schrieb.

Oder war es überhaupt Ihr Onkel? Nein, das ist von Khayyám.

Omar Khayyám. 1157 geboren, 1906 gestorben.

Oder war das der große Brand von Chicago?

Wenn ich nicht im Dienst bin, weiß ich es nicht.

Wenn mein Onkel nicht wäre,

hätten wir uns unter angenehmeren Umständen treffen können.

Ich finde das hier sehr angenehm.

Umständlich ist es.

"Liebe ist wie ein wilder Vulkan, brodelnd vor..."

Sie dürfen mich küssen, Mr Ryder, wenn Sie möchten.

Das ist völlig in Ordnung.

Oh, Heminschlogger, Sie sind auf Abwegen.

Katie.

Oh, Mr Ryder. Mr Ryder.

Das erste Mal, dass ich eine Teamleiterin küsse.

Oh, Entschuldigung.

Es tut mir leid, das macht der Champagner.

Das hätte ich nicht tun sollen.

Schließlich bin ich sozusagen verlobt.

Zumindest war ich das bis gestern Abend.

Ich sollte lieber gehen.

Ich glaube nicht, dass Sie schon alle meine Remingtons gesehen haben.

Aber ich habe den im Wohnzimmer gesehen. Den einen.

Ich habe noch ein paar mehr, die ich Ihnen gern zeigen möchte.

Hier ist eines seiner berühmtesten Bilder,

die Verfolgung der Indianer.

Ich kann mit ihnen mitfühlen.

Dort hinten sind noch mehr davon.

-Hier ist mein Lieblingsbild. -Oh!

Sein berühmtes Kartenspiel.

Ich sah schon so viele Kopien davon, dass es mir sehr vertraut vorkommt.

Wussten Sie, dass er einige Bronzestatuen gemacht hat?

Ja, er ist genauso berühmt für seine Bronzekunst wie für seine Bilder.

Und dort drüben ist ein weiteres Schmuckstück.

-Ich kann es kaum sehen. -Ich weiß.

Die meisten haben Radierungen, Sie haben Remingtons.

Die meisten haben auch nicht so viel Glück wie ich.

Besonders jetzt im Moment.

Mr Ryder, wissen Sie, was Sie tun sollten?

Sie sollten hieraus ein Theater machen.

Mit der Bühne als Mittelpunkt.

-Ihre Beleuchtung ist sehr effektiv. -Meistens.

Haben Sie das System in allen Zimmern?

In jedem Zimmer, außer in der Küche und da drin.

In der Küche und da drin braucht man es auch nicht wirklich.

-Nein, wohl nicht. -Ich muss jetzt wirklich los, Mr Ryder.

Sie kamen für eine Sitzung her.

-Wir haben eine, Katie. -Ja, aber ich fühle mich verlegen.

-Ich kam zum Reden her. -Das taten Sie doch.

Katie, vergessen wir die Vergangenheit.

Was geschehen ist, ist geschehen. Was zählt, ist, dass ich dich liebe.

Ich wollte mich nicht in dich verlieben, aber es ist passiert.

Mr Ryder.

Tony.

Ich vergebe dir.

Du bist so süß.

Du vergibst mir was?

Alles, Liebling. Florida.

-Florida? -Das Hotel.

Das Hotel?

Das Rendezvous mit meinem Onkel.

Das Rendezvous mit deinem Onkel?

Ich vergebe dir die ganze hässliche Intrige.

Du denkst, ich hatte ein Rendezvous mit deinem Onkel?

Vergiss es. Du trafst meinen Onkel.

Er war alt und einsam.

Er tat dir leid. Du bist ein sehr emotionales Mädchen, stimmt's?

Stimmt!

Du hast nur ein kleines Detail vergessen.

Ich habe deinen Onkel nicht einfach getroffen, ich habe das so geplant.

-Du hast das geplant? -Wunderbar.

-Du meinst, du hörtest, er sei einsam... -Ich hörte, dass er voll war.

-Und nach Cosmo... -Cosmo?

Der Hippie-Bongospieler, mit dem ich verlobt war.

Er war wunderbar auf den Bongos, aber immer abgebrannt,

-wie alle anderen. -Du meinst, es gab viele andere?

Zählen auch Baseballspieler?

Falls ja, dann gab es noch ein paar.

Ich war verrückt nach Baseballspielern.

Ich mochte auch Jockeys, aber dann fing ich an zu wachsen und sie nicht.

Das ist Vergangenheit. Ich will es nicht hören.

Preisboxer sind die schlimmsten,

weil man sie fangen muss, wenn sie nicht trainieren.

Ich vergebe dir. Wir haben alle unsere Schwächen. Ich auch.

Ich nicht. Ich bin stark.

Also, zurück zu diesem Rendezvous. Warum tat ich es?

Erpressung?

Erpressung?

Ja, aber ich vergebe dir. Das ist Vergangenheit.

Na, vielen Dank!

Und noch etwas, Mr Ryder,

einmal Erpresser, immer Erpresser!

-Katie! -Ich will Geld. Einen ganzen Haufen.

Wenn ich mit dir fertig bin, verkaufst du deine Zeitungen...

Lass los!

...an der Straßenecke!

Katie, du kannst jetzt nicht gehen!

-Nein! -Katie!

-Katie! -Lass los, oder ich verpass dir eine!

Guten Abend.

Guten Abend, Mr Ryder, Miss Robbins. Ich hoffe, wir stören nicht.

Nun.

Und dabei gilt Bowling als der beliebteste Hallensport.

Ich half ihr nur in den Mantel.

Kroch sie hinein?

Warren, steh nicht nur so rum. Der Mann hat mich beleidigt.

Schlag ihn! Verpass ihm einen Haken! Streck ihn nieder!

-Er ist schon unten. -Dann trete ihn!

Lass mich dir helfen.

Jetzt steht er, Warren. Verpass ihm eine Kombination!

Das würde ich gern, aber ich muss morgen operieren.

Meine Hände, weißt du?

Mr Ryder, entschuldigen Sie Katie, aber sie verträgt keinen Champagner.

Wisst ihr, wer mich damit abgefüllt hat?

Euer werter Mr Heminschlogger.

Und weißt du, was noch? Er nannte mich Erpresser.

-Erpresser? -Ja.

Schau, er hat sogar meinen anderen Schuh gestohlen.

Ich denke, eine Erklärung ist angebracht, alter Mann.

Einverstanden, junger Mann.

Hältst du mich für einen Erpresser, Warren?

Ich habe noch nie etwas so Lächerliches gehört.

Auf dich kann ich mich immer verlassen.

Bring mich hier raus.

Katie.

Nun zu dir, mein sauberer Heminschlogger,

du hast großes Glück, dass dich mein Verlobter nicht vermöbelt hat.

Ich weiß, dass ich kein Glück habe, aber...

Komm, Liebling, gehen wir.

Katie.

Katie.

Hallo, Recherche. Ich meine, hallo.

Marge, machen Sie das lieber.

Katie, bitte.

Mr Ryder. Sind Sie für Mr Dunning zu sprechen?

Nehmen Sie die Nachricht entgegen. Katie!

Mr Ryder, er sagt, es sei dringend. Er muss mit Ihnen sprechen.

Hallo. Ich bin sehr beschäftigt.

Wir haben den Kredit.

Ja. Wissen Sie, was ihn verzögerte?

Die Bank dachte, wir hätten Lasker zu Ihrer Überwachung engagiert.

Ich fing schon selbst an, das zu denken.

Katie, bitte!

Katie, du musst mir zuhören.

-Entschuldigung. -Katie.

Bitte, hör mir zu.

Mich interessiert nichts, was du sagst.

Ich heirate den Mann, den ich liebe. Nicht ihn, ihn.

Ich kann nicht zulassen, dass du diesen Fehler machst.

-Siehst du das? -Er hat eine Waffe!

Nein, keine Waffe, Madam.

Das ist ein Aufnahmegerät.

Bevor Sie diese junge Dame heiraten,

sollten Sie sich das anhören, Doc.

Das hast du nicht getan!

Habe ich nicht getan, was?

Sie dürfen mich küssen, Mr Ryder, wenn Sie möchten.

Das ist völlig in Ordnung.

Das erste Mal, dass ich eine Teamleiterin küsse.

Oh, Mr Ryder.

Ein bisschen weiter.

Und noch etwas, Mr Ryder,

einmal Erpresser, immer Erpresser!

Erpresser?

Immer herein, meine Damen.

Sie sind rechtzeitig fürs nächste Kapitel.

Ich kann alles erklären, Warren. Wirklich. Ich kann alles erklären.

Ich will Geld. Einen ganzen Haufen.

Wenn ich mit dir fertig bin, verkaufst du deine Zeitungen...

Lass mich los!

Sehr interessant, was, Doc?

...an der Straßenecke!

Darum geht es in etwa. Tut mir leid.

In Boston wäre so etwas nicht passiert.

Katie.

Ich denke, ich... Ich möchte lieber nach Hause.

Es ist schon etwas spät fürs Bowlen,

außerdem habe ich in der Früh eine Mandeloperation an einem Basset.

Warren, du wirst doch nicht diesen Blödsinn glauben?

Oh, nein. Nein, natürlich nicht.

Also.

Was ist dann mit morgen Abend?

Ja, also...

Ich bin zu einem Treffen in der Hundeklinik.

Aber wir bleiben in Verbindung. Ok?

Das musste ja so kommen.

Ich wusste es sofort, als ich seine Mutter kennenlernte.

Na, na, Katie.

Es tut mir leid, aber ich musste ihm zeigen, woran er ist.

Wir müssen dir einen anderen suchen.

Ich will keinen anderen.

Und du gibst mich vor den süßen alten Damen der Lächerlichkeit preis.

Sie hielten mich für eine Verbrecherin.

Ich gebe zu, dass ich das nicht hätte tun sollen.

Aber auch ein Idiot verdient eine zweite Chance.

Ich weiß, du bist kein Erpresser. Ich hielt dich nie dafür.

Ich hätte mich nie in einen Erpresser verlieben können.

Das ist das einzig Wichtige.

Nein, das Wichtige... Wohin bringst du mich?

-Nach oben. -Aber da will ich nicht hin.

Ich will ihn nie wieder sehen und dich auch nicht.

Aber zuerst werde ich dir erzählen,

was wirklich in jener Nacht in Florida geschah.

Ich floh vor einem betrunkenen Irren, den ich aus dem Swimmingpool

gerettet und auf sein Zimmer gebracht hatte.

Ich lief durch einen Vorhang und es war dunkel.

Ich fiel über einige Möbelstücke.

Ich stand im Schlafzimmer eines anderen Mannes.

Und im Bett lag ein Mann.

Dein Onkel, Colonel Ryder.

Ich dachte, er schläft.

Ich war wohl nicht länger als fünf Sekunden im Zimmer.

Und dabei muss ich meinen Ohrring verloren haben.

Ich lief den Gang entlang, auf der Suche nach dem Treppenhaus

oder einem Lastenaufzug, oder irgendetwas,

als plötzlich der Hausdetektiv nach mir schrie.

He!

Ich rannte einfach weiter.

Ich hatte nichts getan,

aber wenn man praktisch nackt durch ein Hotel läuft,

weckt das einen gewissen Schuldkomplex.

Ich sagte bereits, das ist vorbei. Ich glaubte keine Minute daran.

Hör auf damit.

-Ich sagte, wir sind fertig miteinander. -Natürlich sind wir das.

-Also? Dann tschüss. -Tschüss.

Ich will dich nie wieder sehen.

Das musst du aber, Liebling. Wenn wir auf Hochzeitsreise sind.

Soll das heißen,

du fragst mich...

Oh, Mr Ryder!

Oh, Mr Ryder!

Ende

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