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Constanze
K�nigin Sieglinde
Prinz Markus
Heinrich
(singt) Eine Tochter so sch�n, wie die Sonne am Morgen.
So sch�n, ja so sch�n, wie eine bl�hende Fr�hlingswiese.
Das soll er mir schenken...
Schneller! Schneller!
Schelmisches Lachen
(singt) La, la, la, la....
(singt weiter) Eine Tochter so klug, wie tausend Gelehrte.
Mann!
Alfons! Wilhelm! Ihr sollt die Pferde striegeln, nicht reiten!
Heinrich, brauchst du Hilfe? Nein, nein, nein, nein, nein.
Nie machen sie, was sie sollen.
Hey!
Du!
Na, komm. Nicht weglaufen. Herkommen!
Schelmisches Lachen Du warst das? Na warte!
Wir kriegen dich. Peter! Michael! H�rt auf damit!
Benjamin tr�gt deinen G�rtel?
Ich sticke meiner Schwester einen Neuen. Mit sieben Jungen drauf.
Ich w�nsche mir so sehr eine Tochter.
Ein liebes, braves M�dchen.
Tilmann, h�r auf damit.
Kommt her! Kommt, kommt, kommt.
Grunzen
Scht. Scht!
Ach!
Alfons! Wilhelm!
(Wilhelm) Feuer! Feuer!
Hilfe! Vater!
(Alfons) Wir brauchen Wasser!
Lodern (Tilmann) Eimer!
Wasser! Schnell!
Los, holt Wasser. Schnell!
Lauft, lauft, lauft! Schneller!
Die Tiere! Au...
Wasser! Hier!
Die Scheune brennt! Ich muss die Scheune retten!
Oh! Komm mit.
Ah! Komm, komm, komm.
Zischen
(Alfons) Lasst mich durch! Schneller, schneller. Beeilt euch!
Zischen
Lodern
Bersten
Nicht so nah ans Feuer. Komm mit. Husten
Bersten
Das Kind kommt. Oh!
Pusten Das ist doch viel zu fr�h!
Komm. Heinrich!
Heinrich! Das Kind!
Die Scheune f�llt zusammen.
Pusten
Schweres Atmen
Hey!
Los! Zum See! - Ja, zum See.
Die Jungen lachen und jubeln.
Schweres Atmen
(fl�stert) Ich glaube nicht, dass das Kind �berlebt.
Lachen
Jubeln
Bringt Wasser! Wir m�ssen nottaufen!
Aufh�ren!
St�hnen
Du darfst nicht aufgeben.
St�hnen
Lachen
Hey!
Ja, zu mir! - Vater hat doch Nottaufe gesagt!
Das mit dem Kinderkriegen dauert. Das kennen wir schon.
Sto�weises Atmen
Wo bleibt das Wasser?!
(br�llt) Ihr Taugenichtse! Ihr gottlosen Gesch�pfe!
(panisch) Eure Schwester stirbt ungetauft!
Splittern
(w�tend) Ich w�nschte,
ihr w�rdet mir aus den Augen verschwinden. F�r immer und ewig!
Wind heult.
Aus der Ferne: (Peter) Was? Was geschieht?
(Benjamin) Keine Ahnung.
Wind pfeift.
Was?
Meine Arme... - Arme.
Meine Beine.
Was? Meine Arme.
Hilfe!
Schrei
(entsetzt) Oh Gott! Was habe ich getan?
(verzerrt) Keiner hilft uns.
Meine S�hne.
(seufzen) Ein Fluch. Was...?
Flugger�usch
Babylaute
Babyschreie
Ah!
Constanze! Constanze!
Och!
Alles, alles, was du dir w�nschst, w�nschen wir dir auch zum Geburtstag.
Viele gesegnete Stunden. - (kichernd) Tausend K�sse.
Oh!
Und einen Prinzen. Den w�nscht ihr mir jedes Jahr.
Habt ihr mir einen mitgebracht? Eben war er noch da!
Wollen wir ihn suchen? Komm!
Nein, da lang.
Schwanenrufe
Ich habe einen Kuchen gebacken. Und Brat�pfel gibt es.
Mit N�ssen? Nur f�r dich.
Schaut mal.
Oh! Wundersch�n! Ja, nicht wahr?
Von meinem Vater. Dem liebsten, den besten, den man haben kann.
Ich komme gleich wieder.
Oh, dass ihr alle gekommen seid.
Herzlichen Gl�ckwunsch. Danke sch�n.
Alles Gute. Danke sch�n.
Wo ist denn Vater?
Da.
Auch noch f�r mich? Mir passt es nicht.
Wie herrlich!
Oh, danke.
Das wird dem Prinzen gefallen, wenn er dann kommt.
Willst du es nicht mal anprobieren?
Ich k�nnte jeden Tag Geburtstag haben.
Wenn da mal kein Freier kommt, der dein einziges Kind heiratet.
Der muss erst mal an mir vorbei. Vater, ich bleibe immer bei dir!
T�r klappt zu.
Tante Renata!
Du warst schon so lange nicht mehr bei uns.
Ich darf doch heute nicht fehlen. An deinem 18. Geburtstag.
Da.
F�r dich.
Ach, wie h�bsch!
So sch�ne Stickereien!
Ein M�dchen und
eins, zwei, drei, vier, f�nf, sechs.
Warum sind denn sechs Jungen drauf? Deine Tante w�nscht dir sechs Freier.
Da bleiben auch welche f�r uns �brig.
Den G�rtel habe ich deiner Mutter geschenkt, kurz nach deiner Geburt.
Und wer sind dann die sechs Jungen?
Was ist denn mit dir, Vater? Warum schaust du so?
Vater?
Was ist denn mit dem G�rtel?
Warum tust du mir das an, Renata?
Meine Schwester wollte,
dass ich Constanze den G�rtel an ihrem 18. Geburtstag gebe.
Ich habe das deiner Mutter am Sterbebett versprochen.
Vater?!
Vater!
Vater, jetzt...
Vater?
Vater, rede mit mir.
Bin ich das M�dchen?
Und wer sind die Jungen?
Du hattest einmal sechs Br�der.
Sechs Br�der?
Was ist mit ihnen passiert?
Sind sie tot? Sie sind verschwunden.
Verschwunden? Sie sind davongelaufen.
Aber warum?
Sie hatten nur Unfug im Kopf. Tagein, tagaus!
Und am Tag deiner Geburt, da war es einfach zu viel.
Sie haben die Scheune in Brand gesetzt.
Deine Mutter bekam vorzeitige Wehen. Ich habe Benjamin...
Ich habe alle Jungs zum Wasser holen geschickt.
Wasser f�r deine Nottaufe. Und dann?
Ich wei� es nicht.
Ich habe nur noch den zerbrochenen Krug am See gefunden.
Sie waren weg. Alle weg!
Hast du nie nach ihnen gesucht?
Die ersten Jahre schon.
Ich bin immer wieder am See gewesen.
Ich wollte nicht, dass du mit diesem Schatten aufw�chst.
Mutter hat aber gewollt, dass ich es erfahre.
Du hast sie mir verschwiegen.
Glaubst du, es ist mir leicht gefallen?
Ich hab das doch f�r dich getan! Constanze.
Constanze, bleib!
Traurige Musik
Knistern
Schwanenlaute
Flugger�usche
Aus der Ferne: (Junge) Constanze!
(ein anderer Junge) Constanze!
(im Chor) Constanze!
Constanze!
(alle) Constanze! Constanze!
(�ngstlich) Wer seid ihr?
Was wollt ihr? Dich kennenlernen, Schwester.
Ihr seid wirklich meine Br�der. Ja, das sind wir.
Wer bist du? Benjamin. Meine liebe Schwester!
Sie lachen.
Ich bin Wilhelm.
Tilmann. Tilmann.
Alfons.
Und du bist...? Ich bin Peter.
Wer bist du? Ich bin Michael.
Lachen
Freudenrufe
(gl�cklich) Ich habe Geschwister! Was f�r ein sch�ner Traum.
Du tr�umst nicht.
Aber ihr m�sstet doch eigentlich erwachsen sein.
Ich rede mit Geistern. Bleib! Wir sind keine Geister.
(traurig) Wir sind Verfluchte.
Verfluchte?
Der Vater hat uns verw�nscht, weil wir ihm nie gehorcht haben.
Und in diesem Augenblick wurden wir zu Schw�nen.
Hier.
Aber Vater hat mir gesagt, dass ihr weggelaufen seid.
Er l�gt! Er hat gesehen, was passiert ist.
Vater, was hast du getan?
Wir m�ssen sofort mit ihm reden. Wir k�nnen nicht mit dir kommen!
Wenn der Nebel zur�ckkommt, werden wir wieder zu Schw�nen.
(z�gernd) Und dann... dann...
Und dann was?
Wir werden f�r immer Schw�ne bleiben. Es sei denn...
Niemand! Niemand kann uns erl�sen.
Jetzt l�gst du! Constanze kann es!
Nein, Benjamin, nein. - Doch, Alfons! Constanze kann es.
Sag es, Alfons! Was kann ich tun?
(leise) Es verlangt zu viel von dir.
Aber wir geh�ren doch zusammen!
Du musst sechs Jahre lang schweigen.
Und sechs Hemden aus Brennnesseln f�r uns n�hen.
Und kommt in dieser Zeit auch nur ein Wort �ber deine Lippen, ...
... f�hrt dies wie ein Dolch durch unsere Herzen.
Und werdet sterben?
Mm.
Rauschen
Unsere Zeit ... ist vorbei.
Wir m�ssen fort.
Nur sechs Hemden. Fl�gelschlagen
(Wilhelm) Nur sechs Hemden.
(Benjamin) Nur sechs Jahre.
(Alfons) Nur sechs Jahre.
Wind rauscht. Ich werde euch erl�sen!
(Benjamin) Nur sechs Hemden! Und koste es mein Leben!
Fl�gelschlagen
Knistern
Leichtes Knarren
Wo warst du? Ich habe mir Sorgen gemacht.
Du wei�t es.
Ja, ich habe gelogen.
Aber, bitte, du musst mich verstehen. Was h�tte ich tun sollen?
(verzweifelt) Deine Mutter ist schon dar�ber gestorben.
Ich konnte doch meinen Fluch nicht ungeschehen machen.
Ich wollte, dass wenigstens du gl�cklich aufw�chst!
Du bist alles, was mir geblieben ist.
(eindringlich) Sprich mit mir!
T�r klappt zu.
Ein Vogel ruft in die Nacht.
Traurige Musik
T�r knarrt.
St�hnen
Vogelzwitschern
Vogelzwitschern
Musik
Wind peitscht.
Regen pl�tschert.
Musik
Pusten
Leichtes Knacken
Fr�sche quaken.
Seufzen
St�hnen
Leichtes Knacken
Trabger�usche
(Mann) Der Hirsch ist meiner.
Reitet voran.
Spannungsvolle Stille
Schlag
Au! Verflucht.
Wiehern Warte!
Bleib stehen! Komm zur�ck!
Trabger�usche
Wiehern
Ruhig. Ganz ruhig.
Und los!
Heitere Musik
Stimmengewirr
Meine K�nigin.
Die Audienz. Nicht ohne meinen Sohn.
Euer Majest�t.
Wiehern
Ich h�tte fast den Hirsch erlegt.
Und dann? Nichts!
Mein Prinz! Hinten, rechts.
Heitere Musik
Entschuldige meine Versp�tung, Mutter.
Markus?
Ich erwarte von dir, dass du deine k�niglichen Pflichten ernst nimmst.
Noch bin ich aber kein K�nig. Erst wenn... Wenn du...
Ja, wenn ich tot bin, wirst du K�nig sein.
Ich hoffe, dieser Tag liegt noch in weiter Ferne.
Bis dahin hast du noch viel Zeit zu lernen.
Hahn kr�ht, Ziege meckert.
Heitere Musik
Knistern
Zaghafte T�ne
Schlie�ger�usch
Musik
Wind pfeift.
Schwanenger�usche
Feuer knistert, Wind braust.
Traurige Musik
Sto�weises Atmen
Geigenmelodie
Klappern
Musik �berlagert das Gespr�ch.
Lachen
Sie schluckt.
Unterdr�cktes Weinen
Musik
Keuchen
Der N�chste.
(leise) Meine K�nigin.
Durchatmen
Schnaufen
Wiehern
Wasser pl�tschert, Feuer knistert.
Geigenmelodie
Knacksen
Bitte bleib! Ich tu dir nichts.
Wer bist du?
Wie hei�t du?
Du... Du bist wundersch�n.
Kannst du auch reden?
Ich hei�e Markus.
Verr�tst du mir jetzt, wie du hei�t?
War ich jetzt wieder unh�flich?
Ich lege dir alle Blumen der Welt zu F��en,
wenn du mir deinen Namen verr�tst.
Ich... Ich wollte dich nicht beim Baden beobachten.
Ich konnte doch nicht wissen...
Du bist stumm?
Nicht ver�rgert?
Wiehern
Hast du Lust auf einen kleinen Ausritt?
Verspielte Musik
Wir lassen die Blume entscheiden, ob du mitkommen kannst oder nicht.
Einverstanden?
Sie kommt mit.
Sie kommt nicht mit. Sie kommt mit. Sie kommt nicht mit.
Sie kommt mit, sie kommt nicht mit.
Sie kommt nicht mit.
Sie kommt mit!
Komm!
Verspielte Musik
Wiehern
Na, erfolgreich bei der Jagd?
Markus?
Ich erwarte dich!
Das war meine Mutter.
Ihrer Meinung nach k�mmere ich mich zu wenig um meine Pflichten.
Maria?
Bitte... Bitte lass es meinem Gast an nichts fehlen.
Jawohl, mein Herr.
Ich bin gleich zur�ck.
Hm!
Was soll das?
Mutter, ich... Wer ist sie?
Ein M�dchen aus dem Wald. Ich bin ihr am See begegnet.
Ein Prinz f�hrt kein gew�hnliches M�dchen auf sein Schloss!
Aber... Sie verl�sst auf der Stelle den Hof!
Sie bleibt, solange sie m�chte!
Sie ist alleine. Und sie ist stumm.
Mein Mitleid ist ihr gewiss.
Mutter, du musst mich verstehen. Ein Prinz verliebt sich nicht!
Ein Prinz verbietet sich Gef�hle.
Und wird irgendwann verheiratet.
Ich wei�.
An die Richtige, mit einem K�nigreich. Du suchst sie mir aus.
Das wird das Schlechteste nicht sein.
Das w�rde Euch kleiden.
Oder das?
Es ist um mich geschehen, Mutter.
Ein Prinz verliert nicht den Verstand!
Nein, aber sein Herz.
Sie holt tief Luft.
Ihr seht gut aus. Nicht gut.
Bezaubernd.
Mein Gast ist sch�ner als die Sonne.
Mein Prinz.
Bitte nicht.
Ja, ich... ich bin der Prinz.
Aber im Moment w�nsche ich mir eher, es nicht zu sein.
Ich soll Audienzen halten. Regieren lernen. Lernen, mich zu benehmen.
Jagen, damit ich der beste Sch�tze des Landes werde.
F�r Musik bleibt da nicht viel Zeit.
Nun? Was hast du herausbekommen?
Mein Herr, sie redet wirklich nicht.
Selbst als eine Nadel sie gestochen hat,
ist kein Wort �ber ihre Lippen gekommen.
Dieses M�dchen schadet dem Prinzen. - Aber er ist wie verzaubert von ihr.
Ob ich Laute spiele?
(singt) Mit Lust tritt ich an diesen Tanz.
Ich hoff' mir wird ein sch�ner Kranz
von einer h�bschen Jungfrau fein.
Drum will ich gleich ihr eigen sein.
So tritt ich hie' auf einen Stein, Gott gr�� mir's gar sch�n Fr�ulein.
Constanze trommelt zur Melodie.
So ich ein gr��, die andern nit,
so w�r ich kein echter S�nger nit.
Schwanenger�usche
Wo gehst du hin?
Schwanenger�usche
Sieh her. Alles, was eine Frau sich w�nscht.
Gold, Perlen, Juwelen.
All das kann dir geh�ren.
Es ist alles deins, wenn du gehst.
Sofort! Und wenn du niemals wiederkommst. H�rst du? Niemals!
Etwas f�llt zu Boden.
Meine K�nigin. Wird der Plan gelingen?
Deine Stumme hat mich bestohlen.
Mein ganzes Gold. All mein Schmuck. Weg.
Das... das glaube ich nicht. Otto ist mein Zeuge.
Vogelzwitschern
Pferde schnauben
Ich dachte, ich sehe dich nie wieder. Warum bist du weggelaufen?
Den habe ich vor langer Zeit verloren. Der geh�rt mir.
�h...?
Wiehern
Ach, das warst du?
Als du weg warst, war es in mir ganz kalt.
Meine Mutter behauptet, dass du ihren Schmuck gestohlen hast.
Ich vertraue dir.
Hat sie dich mit dem Schmuck bestechen wollen, damit du gehst?
Meine Stumme. Meine...
Meine Fee.
Darf ich dich so nennen? Fee?
Fee?
Ich bitte dich, werde meine Frau.
Bitte.
Nein! Aber...
Mutter, sie hat deine Pr�fung bestanden.
Markus?
Ich verbiete dir, sie zu heiraten.
Du kannst mir nichts verbieten!
Sie ist die Richtige.
Und ihr K�nigreich ist ihr Herz, das sie mir geschenkt hat.
Glockenl�uten
Feierliche Musik
(alle) Oh! Ah! Ja!
(Frau) Wo bleibt der Kuss?
Ein Kuss! Wo bleibt der Kuss?
(Mann) Hoch lebe die Prinzessin!
Jubelrufe
(alle) Lebet hoch! Hoch!
Jubelrufe
Traurige Musik
Schwanenger�usche
Leises Knarren
Euer Wunsch ist mir Befehl.
Ein Uhu ruft in die Nacht.
Vogelzwitschern
Gehetzte, lautlose Schritte.
Seine Schritte hallen.
Ruhiges Atmen
G�nse schnattern.
Beschwingte Musik
Pfeifen
Volksmusik
Lachen
Schwanenrufe
Du siehst m�de aus. Geht's dir nicht gut?
(fl�stert) Ich liebe dich.
Pst!
Mein Herr, ich f�rchte mich.
Morgens sind ihre F��e schwarz und ihre Beine voller Blasen.
Sie will es vor mir verbergen, doch ich sehe es.
Und ihre H�nde! Rot geschwollen, als ob sie schwer arbeitet in der Nacht.
Dabei schl�ft sie doch. Ich habe Angst.
Das... Das ist...
Nimm dieses Kreuz. Es wird dich sch�tzen.
Die K�nigin verl�sst sich auf dich.
Auf deine wachen Augen. Und auf deine Verschwiegenheit.
Fanfarensignal
Meine K�nigin. Der Bauer behauptet, dass M�use sein Korn gefressen haben.
Er m�chte sich zwei Dukaten leihen, um �ber den Winter zu kommen.
Kriegt einer was, verlangt es jeder. Ich hab nichts zu verschenken!
Mutter!
Hast du dich jemals um die Finanzen gek�mmert? Nein. Also schweig!
Schaff er sich eine Katze an, dann hat er keine M�use mehr.
Den Ratschlag gibt's umsonst. Der N�chste.
(innig) Vergibt mir.
Ich wei�, dass ich schwere Schuld auf mich geladen habe.
Aber ich habe geb��t. Hab Erbarmen mit mir!
(verzweifelt) Ich werde alles tun. Nur, erl�se mich von diesem Schmerz!
Schluchzen
Halt! Er soll bleiben.
Du bist weggerannt, als h�ttest du den Teufel gesehen.
Kennst du den Mann?
Warum regt er dich dann auf?!
Du kennst also die Prinzessin?
Wer ist sie? Wie hei�t sie?
Rede!
Nun?!
Vertrau mir doch!
(traurig) Was verschweigst du mir?
Nein.
Ein Kind?
Die Prinzessin ist meine Tochter.
Deine Tochter?
Eure Majest�t.
Ich habe Schlimmes getan ... am Tag als Constanze geboren wurde.
Ich habe meine S�hne verflucht.
Sie sind zu Schw�nen geworden.
Fahr fort!
Musik
Ich k�nnte es in die Welt hinausrufen!
Du wirst dich von jetzt ab schonen m�ssen. Keinen Schritt mehr gehen.
Musik endet.
Prinzessin?
Welche Entschuldigung hast du f�r dein ungeb�hrliches Verhalten?
Die Prinzessin muss sich nicht entschuldigen. Bei mir schon.
Musik spielt weiter.
Fee? Was ist?
Diesen Schwan habe ich selbst erlegt.
Ein Jungtier noch.
Sehr zartes Fleisch.
Die Prinzessin bekommt von nun ab andere Speisen. Sie ist...
Sie wird essen, was wir essen! Dieses M�dchen verhext dich.
Und du bemerkst es nicht einmal! Mutter?
Diese Hexerei nennt man Liebe.
Uhu-Rufe
Er atmet ruhig.
Klappern
Uhu-Rufe
Unheimliche Musik
Seufzen
Schritte hallen.
Fee, h�r auf!
Schmerzenslaute
Warum... Warum tust du dir weh?
Siehst du das nicht? Deine Frau birgt ein dunkles Geheimnis.
Daf�r gibt es bestimmt eine ganz einfache Erkl�rung.
Oh ja! Dessen bin ich mir sicher.
Markus?
Schmerzenslaute
Ist es nicht seltsam, dass Otto Schmerzen erleidet?
M�sste die Stumme nicht Qualen erleiden?
So wie ihre H�nde und Beine aussehen? Bist du �berhaupt wie wir?
Mutter, bitte h�r auf!
Ich stelle nur die Fragen, die du l�ngst h�ttest stellen sollen!
Meine K�nigin, sie will uns alle vernichten.
Was ... will sie damit?!
F�r wen ist das?
Welchen M�chten dienst du?!
Welchen Zauber birgt dieser G�rtel?
Das alles hier ist Teufelswerk!
Fee und ich, wir erwarten ein Kind.
Stimmengewirr
Du hattest sechs Br�der.
Benjamin, Wilhelm, Michael... Was wei� ich.
Die ganze Freude deiner Eltern.
Und dann du. Nur ein M�dchen.
Constanze holt tief Luft.
Kein siebter Junge.
Eifersucht nagte an dir! Und Neid!
Und du verfluchtest sie.
DU wolltest das einzige Licht im Hause sein. Doch ... vergebens.
Die Mutter trauerte und starb.
Nie hat sie den Tod der S�hne �berwunden.
Du hast sie get�tet.
(betont) DU ... hast sie ermordet!
Der Vater verstie� dich.
(angewidert) DU mit deinem reinen Gesicht,
hinter dem sich der Teufel verbirgt!
Klirren
Zynisches Lachen
Dir gefallen meine L�gen nicht?
Constanze schluckt. Mein Volk wird dich daf�r hassen.
(scharf) Und was glaubst du wohl, was mein Sohn dazu sagt?
Ihr stockt der Atem.
(kalt) Du musst nur gehen. Jetzt gleich.
(betont) F�r immer!
(ged�mpft) Und niemand wird je von meinen L�gen erfahren.
Mm. Boshaftes Lachen
(Mann) Die K�nigin!
Majest�t.
Dunkle M�chte bedrohen unser Land! Wir aber
werden ihre Kr�fte zerschlagen.
Vernichtet alle Brennnesseln. Rei�t sie aus! Verbrennt das Teufelszeug!
Keine einzige Pflanze darf stehen bleiben.
(Mann) Los, los, los!
(Frau) Hier, hier, hier!
(Frau) Der Berg ist noch nicht voll genug!
Knistern
Lodern
Schluchzen
Schlie�ger�usch
Seufzen
Knistern
Mutter?
Ich m�chte dich um etwas bitten.
Vers�hn dich mit Fee! Wir bekommen ein Kind.
Du willst doch mein Gl�ck? Markus?
Gerade um deinetwillen ist eine Vers�hnung mit ihr ausgeschlossen!
Die Brennnesseln? Die Hemden? Ja!
Ich verstehe es selbst nicht.
Erinnerst du dich an die letzte Audienz?
Der Mann, der vor ihr auf die Knie fiel, hei�t Heinrich.
Und der ist ihr Vater. Fee kannte den Mann nicht.
Sie spielt ein Spiel mit ihm, genauso wie mit dir!
Sie spielt nicht mit mir. Sie liebt mich und ich liebe sie.
Maria? Eure Majest�t.
Sag dem Prinzen, was das Volk denkt �ber seine Frau.
Bitte verschont mich. Sag es!
Mein Prinz. Ich f�rchte mich.
Wir alle f�rchten uns vor der Prinzessin.
Die K�nigin hat uns erz�hlt, sie hat ihre Br�der und ihre Mutter get�tet.
Ihre Br�der und ihre Mutter get�tet?
Was f�r ein Unsinn. Unsinn!
Hans?
F�rchtest du dich vor der Prinzessin?
Nein. - Ja! Sie hat Schlimmes getan.
(Frau) Ja, so ist es. Was ist denn los mit euch?
Was... Was redet ihr denn?
Schwanenlaute
Markus? Ich w�nsch mir ihre Federn!
Der Prinz soll mir einen Schwan schie�en!
(Mann) Ja, einen Schwan schie�en!
(fordernd) Jetzt schie� endlich!
(Frau) JA !
Stummer Schrei
Schwanenrufe
Warum hast du das getan? Du hast mich l�cherlich gemacht.
Meine Mutter sagt, dass du deine Br�der get�tet hast.
Und deine Mutter.
Das Volk glaubt ihr.
H�r mit den Hemden auf. Bitte!
Auch nicht f�r mich?
Ist der Wandersmann dein Vater?
Sie haut auf den Tisch.
Warum kannst du auch nicht reden, verdammt! Sprich doch ... mit mir!
Sie holt tief Luft.
Schwanenlaute
Verhei�ungsvolle Musik
(schwach) Fee?
Schwanenlaute
(schwach) Fee!
Schweres Atmen
(murmelt) Fee... Fee...
Geister... Er r�chelt.
(m�hsam) Ich habe Geister.
(ersch�pft) Alle haben Angst.
Alle haben Angst vor dir.
Schneller! Schneller! Der Medicus wartet.
Reicht es nicht,
dass du deine Mutter und deine Br�der get�tet hast?
Get�tet. Und nun den Prinzen vergiftet.
Was habt ihr mit dem Prinzen gemacht?!
(�ngstlich) Lasst mich! Lasst mich!
Unterdr�cktes Weinen
Constanze, mein liebes Kind.
Warum redest du nicht? Ein Wort von dir und die K�nigin h�tte verloren!
Bleib, ich will dir helfen!
Damit du nicht auch noch den verlierst, den du liebst.
Nimm diese Kr�uter. Meisterwurz, Arnika, Bibernelle und Angelika.
Koche sie in Wasser und Wein. Und dann gibst du Markus
jede Stunde zwei L�ffel davon. Die ganze Nacht hindurch.
Das ist der Trank, mit dem deine Mutter Benjamin
das Leben gerettet hat, als sein Blut vergiftet war.
Glaub mir bitte!
Schluchzen
Ein Uhu ruft in die Nacht.
Schwere Schritte
Schweres Atmen
Schnarchen
(schwach) Fee.
(aufgew�hlt) Die Schw�ne...
... Friedhof ...
Sto�weises Atmen
Schnarchen
Vogelzwitschern
Durchatmen
Du hast die Geister gerufen.
(ersch�pft) Auf dem Friedhof. Geh! Schritte
Wache! Wachen!
Geh jetzt.
Ergreift sie!
Vorw�rts!
Eine T�r geht auf.
Mit Freuden sehe ich, du bist wohlauf.
Mutter? Im Fieber habe ich getr�umt,
Fee hat an meinem Bett gesessen und mich geheilt.
Sie hat an deinem Bett gesessen, ja. Und sie wollte dich t�ten.
Nein. Warum sonst hat sie dir diese Wunde zugef�gt?
Das war ein Unfall. Und ...
... der vergiftete Trank, den sie dir eingetr�ufelt hat?
Im Fieber habe ich auch so manches geglaubt. Aber...
Eure Majest�t. Prinz Markus. Ich bitte um Entschuldigung.
Die Prinzessin... Was hat sie denn?
Das Kind ist da. Ein Sohn.
T�r f�llt ins Schloss.
Schritte
Babylaute Mein Sohn!
Scheppern
(liebevoll) Ich werde dir jagen beibringen. Und reiten!
(fl�stert) Und schwimmen. Mein kleiner Victor, wir werden...
Bist du einverstanden, wenn wir ihn Victor nennen?
Babylaute
Unheil verk�ndende Musik
Schritte
Eine Flasche wird ge�ffnet.
Pferdetraben
(br�llt) Sie hat ihr Kind get�tet! M�rderin! Hexe!
Oh Gott! Hexe!
(Mann) Kindsm�rderin!
(Frau) Sie hat ihr Kind umgebracht!
Aufschrei
Wachen! Bleib mir vom Leib, du Hexe!
Was hast du getan? Nehmt sie fest!
Was?!
Los! Kommt mit!
�berlass alles mir.
Keuchen
Hinein mit dir, Hexe!
(eisig) Und all dein grauenhaftes Teufelszeug soll mit dir brennen.
Schlie�ger�usch
Hektisches Atmen
Keuchen
Ein Baby weint.
Babyweinen
Das Baby schreit.
Es h�rt auf zu weinen.
Schlie�ger�usch
B�rger rufen im Chor: Hexe! Hexe! Hexe!
Sie soll brennen! - Hexe! Hexe! Hexe!
M�rderin! Sie soll brennen! Hexe!
Du Hexe!
R�tteln
Aufmachen!
Los, auf den Scheiterhaufen mit ihr. Sie ist eine Kindsm�rderin!
Das Volk schreit durcheinander.
(eisig) Jetzt ist es aus mit der Hexe.
(Otto) Ruhe!
Diese Frau hat ihr eigenes Kind, den Sohn des Kronprinzen,
den Enkel der K�nigin, get�tet!
Das Volk ruft: Sie soll brennen, sie soll brennen!
Johlen
Au�erdem ist sie der Hexerei �berf�hrt.
Zur Strafe soll die Hexe auf dem Scheiterhaufen brennen.
(B�rger) Ja, brennen!
Und mit ihr, ihre Teufelshemden.
Fee!
Fee!
Setzen wir dem Spuk ein Ende. Jawohl.
Anz�nden!
(Volk) Du M�rderin! Du Abschaum! Lasst sie jetzt brennen!
Aufmachen!
Heftiges Klopfen Aufmachen!
Macht die verfluchte T�r auf!
Feuer knistert, Volk ruft durcheinander.
Wind pfeift.
Wind heult.
Die dunklen M�chte erheben sich.
Wache!
Gespenstisches Heulen und Pfeifen.
Schwanenrufe
Die Schw�ne rufen anhaltend.
Ah!
Constanze!
Constanze, ich lebe.
Wir helfen dir! Kampfger�usche
(aufgew�hlt) Das ist Hexenwerk, sonst nichts! Tu was!
Fee! Fee, ich bin bei dir.
Der Fluch ist gebannt. Meine lieben Br�der, ihr werdet leben!
Ihr seid erl�st!
Und du bist befreit von deinem Schwur, liebe Schwester.
Constanze, wir danken dir so sehr!
Kussger�usch
Constanze? Du kannst reden? (gl�cklich) Ja doch!
Ich musste schweigen. Sechs Jahre lang.
Sechs ewige Jahre, um meine Br�der zu erl�sen.
Peter, Alfons, Wilhelm,
Tilmann, Michael und Benjamin.
Unsere Schwester Constanze hat uns alle erl�st!
Ja, von meinem b�sen Fluch.
Babylaute
Meine S�hne, ihr lebt!
K�nnt ihr mir jemals verzeihen?
(Peter) Ich bin so froh, Vater.
(Tilmann) Constanze, wir danken dir.
(Benjamin) Ja, Vater!
(erleichtert) Ich bin so stolz auf euch. Meine Kinder. Kommt her.
Babylaute
Markus? Unser Kind!
Ich habe deiner Unschuld nicht vertraut.
Bitte, ich war blind, verzeih mir.
(Mann) Das Kind ist gar nicht tot?
Er hat es im Wald ausgesetzt. Ich habe es gefunden.
Du l�gst. Das ist der Vater der Hexe!
DER steht mit dem Teufel im Bunde! Verhaftet den Mann!
Die K�nigin hat uns die ganze Zeit belogen. - Was? L�gnerin!
Jagt sie davon!
(zornig) Ja, jagt sie davon!
(B�rger) Raus mit Euch! - Ja, jagt sie davon!
Sie werden still.
Deine Zeit, Mutter, ist vorbei!
Das wagst du nicht. Sie holt tief Luft.
Du bist mein Sohn!
Sto�weises Atmen
Verr�ter!
(B�rger) Raus mit Euch! Jagt sie davon!
Fee?
Constanze.
Bitte verzeih mir alles, was ich nicht verhindern konnte.
(Frau) Raus mit Euch! L�gner!
Ich bitte dich,
werde meine K�nigin.
Ich liebe dich, Markus. Jetzt kann ich es dir endlich sagen.
Ich liebe dich. Und Liebe kann verzeihen.
Dass du sprechen kannst, macht dich nur noch sch�ner.
(Mann) Es lebe die K�nigin!
(B�rger) Hoch lebe die K�nigin. Hoch! Hoch! Hoch!
Solange ich K�nig dieses Reiches bin, sollst du uns ein Vorbild sein.
Dein Wille, dein Mut,
deine St�rke und vor allem deine Liebe.
(B�rger) Es lebe die K�nigin!
K�nig Markus und K�nigin Constanze! Hoch! Hoch! Hoch!
Hoch! Hoch! Hoch!
Jubelrufe
Constanze!
Fr�hliche Musik
KEINE UT
KEINE UT
KEINE UT
Emma
Robert
Ben
Jane
Hinweise und Erl�uterungen
Musik
M�wenrufe
Musik
Leichte Brandung
Musik
Hallo!
Liebliche Musik
M�wenrufe
Klappern
Klappern
Spannende Musik
Titelmelodie (Fl�tenspiel)
Wind rauscht.
M�wenrufe
(ruft) Ben!
(ruft) Mittagessen!
Unheimliche Musik
Ben, wo bist du?
Musik
Ben?
Ich bin nicht von Porthkerris hierher geradelt in dieser Affenhitze,
um mit dir Verstecken zu spielen!
D�stere Musik
Um Gottes Willen! Ben!
St�hnen
Verdammt noch mal, jammer' nicht rum! Hol lieber Hilfe!
St�hnen
Motor blubbert.
Sind Sie frei?
Hey!
Ist was?
(lacht) Nein, nein...
Nur mal davon abgesehen, dass das mein Taxi ist.
Was?
Ach so!
Das wusst' ich nicht, tut mir leid.
Soll ich das jetzt alles wieder auspacken?
Wohin wollen Sie denn? Ins Westend!
Ganz in der N�he von Piccadilly. Dann haben wir die gleiche Richtung.
Bitte!
Motor springt an.
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