Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Italian
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
BLOOD RAIN - EINE STADT VERSINKT IM BLUT
Die kleine Hure starrt dich die ganze Zeit an.
Glaubst du wirklich, das sei das erste Mal?
Verlass dich drauf, es ist in jedem Hafen immer wieder das Gleiche.
Das einzige, was für einen Mann zählt, ist seine Kraft.
Seine Kraft? Du hast gefälligst deine ganze Kraft in die Arbeit zu stecken!
Großmutter!
Da ist ja mein kleines Mädchen wieder.
Hör auf, dem Kind Essen zu geben.
Lass das, es bleibt sonst für uns nicht genug, klar?
Ein Träger ist ins Wasser gefallen!
Geht zur Seite! Verschwindet! Wer ist da ins Wasser gefallen?
Nicht zu fassen! Eine Katastrophe! Du hättest aufpassen müssen!
Warum bist du nicht vorsichtiger gewesen?
Diese Waren sind viel mehr wert, als ihr alle zusammen.
Wir werden es ihm vom Lohn abziehen.
Das wird wohl kaum reichen, also bezahlst du den Rest.
Herr, die Schamanin hat bereits begonnen.
Ich bitte euch, haltet das Unglück fern von ihnen.
Schenke ihnen Tage ohne Mangel und große Entbehrungen.
Beschere den Bauern eine reichhaltige Ernte,
beschütze die Papiermühle und gewähre den Fischern immer volle Netze.
Der Inhalt dieser Schale wird der Insel Frieden bringen.
Hat man den verschwundenen Seemann gefunden?
Leider noch nicht.
Ist es vielleicht möglich,
dass er das Geheimnis der Papierherstellung stehlen will?
Ihr müsst ihn so schnell es geht finden und in Erfahrung bringen, was er vor hat.
Und ich will genau wissen, was er die ganze Zeit getan hat.
Es hat Blut geregnet!
Es ist wahr! Ihr Schurken, lasst mich in Ruhe.
Schafft ihn fort.
Ich verstehe dich nicht. Hör auf damit!
Der Zorn des Himmels wird über uns kommen. Wir werden alle sterben.
Oh, großer König, mächtiger Herrscher der Meere,
segne uns mit ertragreichen Jahren.
Kapitän, treten Sie vor.
Könnte ich vielleicht von dir ein bisschen Kleingeld kriegen?
Bist du schon wieder betrunken?
Was führst du für ein armes Leben.
Bilde dir bloß nicht ein,
dass wir dich bis zu deinem Todestag mit Geld versorgen werden.
Jetzt redest du aber Unsinn. Dir dürfte doch klar sein,
dass meine kleine Zunge euch in große Gefahr bringen kann, oder?
Aber eine kleine Entschädigung könnte mich vielleicht überzeugen, zu schweigen.
Du darfst gern etwas großzügiger sein.
Komm nachher zum Hafen. Wenn das Ritual vorbei ist.
Ich hab ein sehr schönes Leben, dank euch.
Ist das Spiel schon zu Ende?
Ich kriege erst später mein Geld. Gib schon mal die Karten.
Hört mal her. Wir segeln in aller Frühe los, also trinkt nicht so viel.
Hey, so einfach kommst du nicht davon, klar?
Glaub ja nicht, dass du mit meinem Geld in See stechen wirst.
Hey, Seemann! Du hast keinen Grund, dich zu beschweren.
Ich werde schon dafür sorgen, dass du deinen Lohn kriegst. Also beruhige dich!
Aye, Kapitän, habe verstanden.
Die Stimmung ist ohnehin schlecht. Sagt mal, wir könnten uns das Ritual ansehen.
Das wird uns aufheitern.
Leute, die nicht von hier sind, dürfen dabei nicht zusehen!
Ihr wollt uns wohl ins Unglück stürzen?
Hör zu, ich werde dich ständig im Auge behalten. Die ganze Nacht.
Bedienung! Bring diesem Mann was zu essen. Er hat Hunger.
Ich komme ja gleich zu Ihnen.
Ich will mein Geld.
Nur die Ruhe.
Wir haben dieses Jahr einen besonders heißen Sommer.
Spar dir die Worte.
Ich darf doch froh sein, wenn ich den diesjährigen überhaupt noch erleben kann.
Es ist an der Zeit für mich, zu gehen.
Gnädiger Herr, es ist gar nicht gut, wenn Sie so etwas sagen.
Wir wünschen Ihnen beste Gesundheit.
Lassen Sie uns weiterhin den Segen Ihrer gütigen Herrschaft erfahren.
Gütige Herrschaft? Was reden Sie? Es dürfte Ihnen doch klar sein:
es gibt nur einen Herrscher dieses Dorfes und das ist immer noch unser König.
Ist es denn etwa möglich,
dass Sie mich zu einem Verräter an unserem König machen wollen?
Hüten Sie Ihre Zunge und führen Sie keine leichtsinnigen Reden.
Ich bin erfüllt von Scham, gnädiger Herr.
Es ist kein Geheimnis, dass du eine sehr angenehme Zeit hattest,
nachdem du mich in Stücke hast reißen lassen.
Kang spricht da!
Hör genau zu. Dein Blut wird die Erde tränken
und dein Fleisch wird dir von den Knochen gerissen!
Es ist etwas Furchtbares geschehen! Kapitän, es ist entsetzlich.
Was ist denn? Was ist los? Reden Sie!
Da.
Feuer! Es brennt! Das Schiff brennt!
Du meine Güte! Es brennt. Es brennt! Feuer! Das Schiff steht in Flammen!
Feuer! Alle hierher. Wir müssen das Feuer löschen. Kommt alle her! Das Schiff brennt!
Uns verbrennt die ganze Ware!
Das edle Papier, das ist mein Ruin!
Wie konnte das geschehen? Was haben denn die Wachen gemacht?
Wieso haben sie nicht besser aufgepasst?
Was für eine Katastrophe!
Seht zu, dass das Feuer gelöscht wird!
Das Papier zuerst! Das Papier muss zuerst gelöscht werden.
Weg da! Los! Alle hierher!
Achtung! Der Mast wird brechen! Passt auf, dass Ihr nicht erschlagen werdet!
Er wird genau auf uns herunterfallen. Vorsicht!
"1. Tag"
Es ist eine ziemlich kleine Insel,
aber durch die Papiermühle ist sie der reichste Ort in dieser Provinz.
Die meisten Papierladungen werden nach China oder aufs Festland verschifft.
Und unsere Regierung erhält zweimal im Jahr eine kostenlose Lieferung.
Das verbrannte Papier war von allerhöchster Qualität
und der Tribut an den Staat.
Wir sind ja fast da. Bitte versuchen Sie, noch ein wenig durchzuhalten.
Es ist gleich vorbei.
Das Schiff ist da!
Sie haben während der langen Überfahrt sicherlich gelitten.
Mein Name ist Jo Dal-Ryong, und ich habe Ihnen den Brief geschrieben.
Das hier ist der ermittelnde Beamte. Er wird diesen Fall untersuchen.
Ich bin Offizier Lee Won-Kyu. Gibt es noch einen weiteren Hafen auf dieser Insel?
Nein, Herr, das ist der einzige.
Wir müssen davon ausgehen, dass es Brandstiftung gewesen ist.
Niemand darf die Insel verlassen. Auf gar keinen Fall.
Ich nehme doch an, dass es Ihnen gut geht
und der ermittelnde Beamte sich wohl fühlt?
Es war Ihnen doch bekannt, dass wir heute eintreffen werden, oder nicht?
Was ist denn das für ein Empfang hier?
Ich schätze, Sie wollen sich eine Ermahnung einhandeln.
Bitte entschuldigen Sie vielmals. Es beschämt mich,
aber ich muss Ihnen sagen, heute Morgen...
Die Leute, die für die Reinlichkeit zuständig sind, haben ihn entdeckt.
Das ist Jang Hak-Soo, ein Arbeiter aus der Papiermühle.
Das ist der Sohn des Papiermühlenbesitzers Kim Chi-Seong.
Ich bin Kim In-Kwon.
Ich hoffe doch sehr, es geht Ihrem Vater gut.
Ja, danke.
Ich lernte ihn in jungen Jahren kennen. Damals war ich im Palast als Wache tätig.
Er ist ein sehr ehrenwerter Herr.
Die Wunden weisen nur wenig Blut auf, und da nur geringe Schwellungen vorliegen
dürfte er schon tot gewesen sein, bevor man ihn gepfählt hat.
Man kann davon ausgehen,
dass der Mörder einen großen Groll gegen sein Opfer gehegt hat.
Du elender Schurke. Du hast das Schiff angezündet, nicht wahr?
So ein Quatsch, was redest du für einen Unsinn?
Was hast du denn während der Feierlichkeiten gemacht?
Du bist auf dem Schiff rumgeschlichen.
So war es doch?
Bist du nicht derjenige, der das Sesamfeld geklaut hat?
Du Bandit!
Dir werd ich es zeigen.
Schlimm genug, dass ich das Schiff verloren habe,
jetzt soll ich auch noch ein Mörder sein!
Ich habe nichts getan, ehrwürdiger Herr!
Was haben Sie gestern Abend gemacht?
Wegen des Unglücks war ich sehr niedergeschlagen.
Ich habe den ganzen Abend mit meinen Kameraden getrunken.
Ich sage die Wahrheit, ehrwürdiger Herr.
War das so?
Ja, Herr. Nachdem er die Wirtschaft verlassen hat,
ist der Kapitän schlafen gegangen.
Der Morgen graute schon. Es war kurz vor Sonnenaufgang.
Da der tote Körper noch steif war,
muss Jang Hak-Soo nur wenige Stunden nach Mitternacht getötet worden sein.
Wenn der Seemann die Wahrheit sagt, kann der Kapitän unmöglich der Mörder sein.
Doktor Nam ist jetzt da. Und das ist Doo-Ho.
Er arbeitet in der Papiermühle als Färber.
Er illustriert die Autopsie.
Und die anderen Männer sind dafür zuständig,
die Autopsie durchzuführen. - Fangen wir endlich an.
20 Zentimeter.
Die Wunde ist 20 Zentimeter lang.
Gut, machen Sie weiter.
Wer war er? Was hat er so getan?
Na ja, der Tote hieß Jang Hak-Soo. Er war ein ziemlich fauler Mann.
Meistens war er betrunken. Und er frönte dem Glücksspiel.
Während der rituellen Feierlichkeiten
war er natürlich auch wieder beim Glücksspiel.
Konnten Sie Erkundigungen einziehen,
wer den Verstorbenen zuletzt gesehen hat und wann das war?
Ja, sicher, aber es hat ihn niemand mehr gesehen,
seit er diesen unsäglichen Streit mit dem Kapitän hatte.
Wir können keine weiteren Verletzungen
an dem Leichnam feststellen, gnädiger Herr.
Er ist vergiftet worden? - Ja, Herr.
Ich habe erfahren, dass ein Apotheker in der Stadt Eisenhut anpflanzt.
Das ist richtig. Die Pflanze wird als Heilmittel eingesetzt.
Sie hilft gegen Schmerzen und Nervenentzündungen.
Die Wurzeln enthalten ein sehr starkes Gift.
Die Kelten haben es früher für ihre Pfeile verwendet.
Wo waren Sie kurz nach Mitternacht?
Ich war zu Hause und hab geschlafen.
Es ist kein Geheimnis, dass Sie vor einigen Tagen Eisenhut gekauft haben.
Ja, ich leide unter einer chronischen Nervenentzündung.
Es ist ein ganzer Monatsvorrat gewesen, oder nicht?
Aber was haben Sie mit dem Rest getan? Es ist nichts mehr davon übrig.
Sie haben damit Jang Hak-Soo vergiftet.
Dann haben Sie ihn gepfählt, um die Todesursache zu vertuschen.
Es ist nur ein bescheidenes Mahl, aber bitte, bedienen Sie sich.
Ich bedaure, dass Ihr Vater erkrankt ist.
Ich hatte gehofft, ihn nach all den Jahren einmal wieder zu sehen.
Kann es sein, dass er sich möglicherweise an meinen Namen erinnert hat?
Ja.
Sie haben sich für die Beförderung meines Schwagers eingesetzt,
als er im Staatsarchiv beschäftigt war.
Das habe ich doch gern getan. Ich wollte nur meine Dankbarkeit zeigen,
denn Sie haben sich ja Ihrerseits für meinen Schwager eingesetzt.
Ich hoffe, es wird Ihrem Vater bald besser gehen.
Ich werde es Sie wissen lassen, sobald er wieder gesund ist.
Es ist sehr erfreulich, Sie haben den Fall gelöst. Und das so schnell!
Der Dank gebührt dem Ermittler.
Nein, nein, so stimmt das nicht. Ich habe gar nichts getan.
Haben Sie eigentlich gewusst,
dass mein Kollege als Sohn vom ehrenwerten Lee Ji-Sang geboren wurde?
Wie auch ein altes Sprichwort sagt: Wie der Vater, so der Sohn.
Wirklich? Es ist eine große Ehre für mich, Sie einmal kennenzulernen.
Ich glaube, es gibt keinen Menschen auf dieser Welt,
dem Ihr ehrenwerter Herr Vater nicht bekannt ist.
Es wäre nett, wenn Sie uns etwas über ihn erzählen würden.
Nun ja, ich meine, er war ein ziemlich strenger Vater.
Er war viel auf Reisen und nur selten zu Hause. Ich habe ihn nicht oft gesehen.
Und dennoch kamen jeden Tag seine Ermahnungen.
Wenn er allerdings einmal zu Hause war,
dann habe ich alles Mögliche erfunden, um ihm aus dem Weg zu gehen.
Aber Sie müssen ja ein furchtbares Kind gewesen sein.
Was haben Sie bloß alles angestellt, dass Ihr Vater Sie so oft ermahnt hat?
Daran hat es nicht gelegen.
Immer, wenn er von einer Reise zurück war, hat er mir ein Rätsel aufgegeben.
Es waren sehr schwere Rätsel. Und wenn ich ihm die falsche Lösung nannte,
dann schimpfte er mit mir ganz fürchterlich.
Ich wollte nur vor ihm fliehen und einfach weglaufen.
Ich nehme an, dass er nur dafür sorgen wollte,
dass Sie eine gute Ausbildung erhalten.
Bitte nennen Sie mir ein Rätsel. Ich hoffe, mein Wunsch ist nicht vermessen.
Sie wollen ein Rätsel lösen? Wirklich?
Er stellte mir eines Tages folgende Frage: Auf einem 60 Hektar großen,
kreisförmigen Stück Land gibt es ein perfektes Pentagon.
Ein drei Hektar großes Gerstenfeld
wirft bei der Ernte so ziemlich genau 30 Tonnen ab.
Neun Bauern teilen sich die Ernte.
Sie sind verpflichtet, dem Verpächter 80 Prozent davon abzugeben.
Im Falle einer Dürre haben die Bauern 30 Prozent weniger von der Ernte.
Jetzt will ich wissen, wie viel der Verpächter noch bekommt.
Das ist wirklich nicht einfach.
34 Säcke, nicht wahr?
Dieses Ergebnis ist leicht durch mathematische Berechnungen zu erzielen.
Aber das ist nicht die Antwort, die mein Vater von mir erwartet hatte.
Und? Waren Sie in der Lage, das Rätsel zu lösen?
Ja.
Ich gestehe, mir fällt da keine andere Antwort ein.
Ich kann nur hoffen, dass Sie mit Ihrem brillanten Verstand auch herausfinden,
wer das Schiff in Brand gesteckt hat.
Bisher haben wir die Brandursache noch nicht gefunden.
Vielleicht sollten wir hinten im Schiff suchen.
"2. Tag"
Befindet sich unter Ihnen ein Mann namens Park?
Ja, das bin ich.
Sie haben aus reiner Wut das Feuer gelegt.
Sie waren sauer, weil der Aufseher Jo Sie geschlagen hat.
Nein, ehrwürdiger Herr. Ich war in der Gastwirtschaft zu der Zeit.
Ja, ja, er hat Recht. Der Mann ist den ganzen Abend bei mir gewesen.
Ich versichere Ihnen, er war da.
Können Sie sich auch daran erinnern, ob Sie ihm Essen serviert haben?
Ja, er hat etwas bestellt, das weiß ich ganz genau. Ja, und dann
Sie haben den Mann den ganzen Abend im Auge gehabt?
Ja. Nein, halt, es war nicht ganz so. Sag doch mal was.
Zu Beginn des Rituals ist Jang Hak-Soo am Hafen gewesen, oder nicht?
Ja, ehrwürdiger Herr.
Er war ziemlich betrunken und ist die ganze Zeit dort umhergeschlichen.
Offensichtlich haben Sie gute Augen. Konnten Sie auch sehen,
an welcher Stelle das Feuer ausgebrochen ist?
Nun, also, ich glaub, da hinten fing es an.
Welche Farbe hat der Rauch gehabt?
Er ist blau gewesen.
Blau, sagen Sie?
Ja, es war eher ein dunkles Blau. Nicht so hell wie normaler Rauch.
Ich nehme an, Sie waren recht betrunken?
Ja.
Ja, ich hatte ziemlich viel getrunken und...
Also ein Mädchen war auch noch da.
Sagen Sie, das ist doch offensichtlich eine sehr kleine Insel.
Warum gibt es hier eine Papiermühle von solcher Größe?
Das kann ich erklären.
Die Insel ist seit langem bekannt für ihre Eukalyptusbäume.
Wasser und Sonnenlicht sind für die Papierherstellung ebenfalls wichtig.
Der Gründer dieser Fabrik war Kang Seung-Ryul.
Auf einer kleinen Insel lässt sich das Herstellungsgeheimnis gut bewahren.
Achtung! Weiterarbeiten!
Willkommen, ehrwürdiger Herr. Ich werde Ihnen die Mühle zeigen.
Hier werden Maulbeerbäume und Eukalyptusbäume zerfasert
und mit Leim und Farbe gemischt.
Es entsteht eine breiige Masse, die wiederum hier durch dieses Rohr fließt
und in einem großen Behälter aufgefangen wird.
Das Papier ist also eine wichtige Abgabe an die Regierung.
Wenn Sie das Papier nur ein wenig zu spät liefern,
haben Sie harte Strafen zu erwarten, stimmt das?
Ja, ich treibe die Arbeiter an, soweit es in meiner Macht steht.
Sie arbeiten Tag und Nacht in der Mühle.
Aber es wird einen ganzen Monat dauern, bis wir fertig sind.
Wer hat den größten Schaden, wenn so eine Lieferung verloren geht?
Am Schlimmsten trifft es den Besitzer der Papiermühle. Ihn erwartet eine Strafe.
Hat Jang Hak-Soo den Besitzer in irgendeiner Weise gehasst?
Er hätte dazu keinen Grund gehabt.
Der Eigentümer ist äußerst großzügig, und jeder kommt mit ihm gut aus.
Aber Jang Hak-Soo war anders.
Irgendwie hat er alle gehasst und sich mit niemandem verstanden.
Ich möchte fast behaupten, dass keiner hier traurig ist, dass er ermordet wurde.
Vorsicht, Herr!
Ehrwürdiger Herr, sind Sie verletzt?
Ehrwürdiger Herr! Ist Ihnen etwas geschehen?
Das muss richtig verbunden werden. So rufen Sie doch einen Arzt! Schnell!
Es geht schon.
Bitte verzeihen Sie. Ich werde den Schuldigen zur Rechenschaft ziehen.
Ich danke Ihnen.
Was?
Ehrwürdiger Herr, der Kapitän wünscht, Sie zu sprechen.
Lassen Sie ihn rein.
Was kann ich für Sie tun?
Ich habe jeden einzelnen Ihrer Männer befragt,
aber keiner konnte mir sagen, was das für Sachen sind und wem sie gehören.
Können Sie mir sagen, was das ist?
Was soll ich sagen?
Es ist auf jeden Fall kein Teil vom Mast.
Wenn die Sachen keinem von der Mannschaft gehören,
dann frage ich mich, wo kommt das her?
Ist vielleicht in letzter Zeit etwas Ungewöhnliches geschehen?
Ja, da war ein Seemann namens Lee.
Drei Tage vor dem Feuer ist er einfach verschwunden.
Was für ein Kerl war das?
Schwer zu sagen, er war sehr zurückhaltend.
Der Mann sprach nie mit den anderen und trank auch nicht mit ihnen.
War dieser Seemann denn zum ersten Mal auf der Insel?
Nein, ehrwürdiger Herr. Ich glaube, es war das dritte Jahr.
Er hat sich jedes Mal gemeldet, und das ganz freiwillig.
Er wollte helfen. Bei den Abgaben für die Regierung.
Es ist eine tiefe Wunde. Ich habe ein Mittel aufgetragen.
Die Heilung wird schnell vorangehen.
Öffnen Sie die Tür.
Offizier Jang!
Ich habe eben alle Einzelheiten erfahren.
Jetzt weiß ich, warum Sie Hak-Soo töten mussten.
Ich hatte einfach furchtbare Angst, dass er etwas erzählen würde.
Aber warum auf diese Art und Weise?
Sagen Sie mir, warum Sie haben Sie diesen Mann gepfählt?
Ich habe nur sein Getränk vergiftet. Ehrlich.
So etwas Schreckliches würde ich nie tun.
Sie haben ihm das nicht angetan?
Was ist mit der Stimme der Schamanin? Ich schwöre es,
das war die Stimme von Kang, ich weiß es.
Die Leute sagen, es hätte Blut geregnet.
Schaffen Sie mich weg von dieser Insel. Ich halte das nicht länger aus.
Hören Sie mir ganz genau zu.
Sie werden morgen abgeholt, dann überführt man Sie ins Gefängnis.
Ich werde heute noch eine Vereinbarung mit den Gefängniswärtern treffen.
Also üben Sie sich in Stillschweigen.
Halten Sie durch, es ist zu Ihrem Besten.
Sie dürfen mir vertrauen. Und reden Sie nicht über diese leidige Geschichte.
Ist das klar?
Hilfe! Hilfe!
Hilfe!
So helft mir doch!
Verzeihen Sie mir bitte, ich bitte Sie um Vergebung!
Nein, nein, bitte nicht! Bitte nicht! Nein, nicht! Ich will nicht!
"3. Tag"
Warum riecht das so?
Was ist das für ein Gestank?
Ehrwürdiger Herr!
Beide Männer starben, als hätten sie Hochverrat begangen.
Der eine ist gepfählt worden und der andere verbrüht.
Ich möchte wissen, was damit vertuscht werden soll.
Offizier Jang war gestern Abend bei Ihnen, nicht wahr?
Bitte helfen Sie mir. Helfen Sie mir. Schaffen Sie mich von der Insel.
Unter einer Bedingung könnte ich Sie von der Insel schicken.
Wenn Sie mir sagen, was hier los ist.
Nachdem Hwang Sa-Young hingerichtet worden ist...
Das war doch ein katholischer Verräter, oder nicht?
Da kamen fünf Männer und erzählten uns etwas über Kang.
Sie meinten, er hätte Geld an Hwang verliehen und würde verurteilt.
Kang wurde verdächtigt, ebenfalls Katholik zu sein. Alle glaubten das.
Man wollte an ihm ein Exempel statuieren. So erließ der oberste Richter
das Urteil, jeden Tag ein Familienmitglied zu töten. Jedes auf eine andere Art.
Was hat das zu bedeuten? Fünf Tage, fünf Todesarten?
Sein kleiner Sohn ist aufgespießt worden. Seine Tochter haben sie verbrüht.
Kangs Frau ist elendig an Papier erstickt.
Und seiner alten Mutter wurde der Schädel eingeschlagen.
Doch am letzten Tag hat man den Gründer dieser Papiermühle gevierteilt
und einfach in Stücke gerissen.
Es scheint ganz offensichtlich.
Jemand tötet jetzt die Informanten auf dieselbe Art und Weise.
Niemand kennt diese Männer. Woher weiß er, wer sie sind?
Woher soll ich das wissen?
Sind Sie vielleicht einer von denen?
Dann dürften Sie die noch Lebenden doch kennen.
Sie werden nie aufs Festland kommen, wenn wir den Mörder nicht finden.
Und um das schnell zu erledigen, ist es ganz wichtig, dass wir sein Ziel kennen.
Sie finden nie eine Lösung. Diese Morde verübt ein unheimlicher Geist!
Sie haben Jang Hak-Soo getötet.
Ich gebe ja zu, dass ich Gift in sein Getränk gemischt habe,
aber gepfählt hab ich ihn nicht.
Es gibt sicher einen Bericht über die ganze Sache. Schafft ihn fort.
Ja, Herr.
Nein, Herr. Nein, nein, nein, das dürfen Sie nicht tun!
Bitte beschützen Sie mich! Ich könnte der Nächste sein, der stirbt!
Sorgen Sie dafür, dass eine Wache vor seiner Tür steht.
Ich möchte, dass sich weitere in der Nähe versteckt halten.
Wenn dieser Mann die Wahrheit gesagt hat,
dann kommt der Täter früher oder später zu ihm.
Ich habe mir die Geschäftsbücher von Kang,
dem Gründer der Papierfabrik, angesehen.
Die meisten Bürger dieser Stadt hatten Schulden bei ihm.
Plötzlich wurde er angeklagt, Katholik zu sein.
Obwohl die Leute wussten, dass das nicht zutraf, wandten sie sich von ihm ab.
Kim Chi-Seong war mit 20 Prozent an der Mühle beteiligt.
Nach Kangs Tod wurde er zum alleinigen Besitzer.
Haben Sie das da oben gesehen?
Die Katholiken haben Glücksbringer an ihren Häusern.
Bevor sie verurteilt werden, gibt man den Katholiken Gelegenheit,
ihrem Glauben abzuschwören.
Kang wurde dieses Recht allerdings nicht nur verweigert,
es gab auch keine Gerichtsverhandlung.
Er wurde schnell auf der Insel hingerichtet.
Es besteht die Möglichkeit, dass seine...
Also wurde er zu Unrecht hingerichtet?
Wir müssen davon ausgehen, dass die Informanten gelogen haben.
Aus reiner Angst geben sie sich nicht zu erkennen.
Verleumdung wird äußerst hart bestraft.
Der Lügner wird auf die gleiche Weise hingerichtet wie der Angeklagte.
Hören Sie zu, Lee. Es ist ziemlich gefährlich, so etwas zu denken.
Gehen Sie davon aus, dass die Familie zu Unrecht verurteilt wurde,
so bedeutet das auch,
dass der oberste Richter, im Namen des Königs, einen Fehler gemacht hat.
Das einzige, was wir wissen, ist,
dass Kang und seine Familie keineswegs Katholiken waren.
Unser Täter weiß das auch.
Und eben deswegen rächt er sich, nun an den Informanten.
Ich glaube, es ist nicht richtig, was Sie da sagen.
Worin besteht der Zusammenhang zwischen Kang und dem Brandanschlag?
Halten Sie es für möglich, dass es einen Mann gibt, der Kang rächen will?
Wenn der Mörder es darauf anlegt, die Informanten zu töten,
dann leben noch drei davon.
Haben Sie den Zettel dort aufgehängt?
Ich bin sicher, wenn die Leute das lesen, werden Sie noch mehr beunruhigt sein.
Die Gefühle der Bevölkerung sind aufgewühlt, wie das Meer nach einem Sturm.
Haben wir den Verbrecher erst gefasst, kehrt wieder Ruhe ein.
Ich muss dringend Ihren Vater sehen.
Er ist damals dabei gewesen und weiß, was wirklich geschehen ist.
Er erlitt einen schweren Schock, als er von dem Brandanschlag erfahren hat
und ist immer noch krank.
Seien Sie so freundlich und warten Sie, bis es ihm besser geht.
Ohne Beweise werden wir ihn nicht belästigen.
Wir warten, bis er gesund ist.
Ich verstehe nicht, warum du dich immer noch an diesem Ort aufhältst.
Machst du das aus Ehrerbietung für deinen toten Herrn?
Wenn du so unterwürfig bist, frage ich mich, warum du überhaupt noch lebst.
Dein Herr ist tot. Ich möchte wissen, warum du ihm nicht folgst.
Bei deiner Demut ihm gegenüber wäre das doch verständlich.
Wie kannst du nur so unbekümmert weiter leben?
Dem ist nicht so, ehrwürdiger Herr.
In dem Bottich, in dem Offizier Jang starb, werden Farben gemischt.
Sind Sie dafür zuständig?
Ja, ehrwürdiger Herr. Allerdings
wurde der Bottich an dem Tag nicht benutzt. Ich würde Sie gern fragen.
Wann sind Sie in Kangs Dienste getreten?
Mit sieben Jahren bin ich zu ihm gekommen.
Meine Eltern waren damals gestorben.
Herr Kang nahm sich meiner an und brachte mich auf die Insel.
Kang hat Sie das Zeichnen gelehrt. Können Sie vielleicht auch schreiben?
Nein, ich kann nur meinen Namen schreiben.
Ist das Kang?
Ja.
Es ist verboten, das Bild eines verurteilten Katholiken zu besitzen.
Ja, tatsächlich? Das habe ich nicht gewusst.
Sie waren für mich wie meine Eltern.
Die muss ich beschlagnahmen.
Sagen Sie, glauben Sie, dass Kang schuldig gewesen ist?
Ich meine damit, ob er wirklich ein Katholik gewesen ist?
Das kann ich nicht sagen, das weiß ich nicht.
Doo-Ho war fünf Tage lang krank, nachdem er So-Yeon gerettet hatte.
Herr Kang behandelte ihn sehr gut.
Doo-Ho hätte ganz gewiss sein Leben für die Familie Kang geopfert.
Wo war Doo-Ho, als Kang getötet wurde?
Das weiß keiner, er war nirgends zu finden.
Nach der Hinrichtung hörte er auf, mit den Leuten zu reden.
Seit dem Tod seines Herrn ist er in dessen Haus gezogen.
Ihr elenden Schurken! Ihr werdet alle bestraft!
Ihr Vater macht Ihnen Sorgen.
So ist er noch nicht lange. Er ist erst so geworden,
nachdem die ganze Familie Kang hingerichtet wurde.
Seit der Hinrichtung, sagen Sie? Wieso?
Hatte Ihr Vater etwa mit der ganzen Sache zu tun?
Nein, nein, gewiss nicht, gnädiger Herr, ganz bestimmt nicht.
Nun, regen Sie sich nicht auf. Ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten.
Ehrlich gesagt, Herr Kang hat sich meinem Vater gegenüber
immer sehr großzügig verhalten.
Die Leute reden davon, dass Kang zu Unrecht verurteilt worden ist,
und nun quält er meinen Vater.
Seht doch! Blutiger Regen!
Nicht schon wieder, Vater. Bitte nicht.
Nun hilf mir doch. Komm ins Haus, Vater.
Ich bin es.
Bisher hat sich nichts getan. Ich könnte mir vorstellen,
dass er es verdächtig findet, wenn hier nur eine Wache steht.
Stimmt. Das kann sein, aber der Täter hat keine Zeit.
Er muss Dok-Gi töten, bevor wir ihn von der Insel bringen können.
Er kann sich bestimmt denken,
dass hier im Gebüsch noch weitere Wachen auf der Lauer liegen.
Ja, einige. Und wir haben auch hinter dem Gefängnis welche.
Doch davon wird er sich nicht abschrecken lassen.
Dieser Mörder wird immer wieder kaltblütig zuschlagen.
Und da er nicht weiß, wann wir Dok-Gi fort bringen, muss er heute Nacht handeln.
Er hat keine Verletzungen oder Würgemale am Hals.
Das Papier lag fest auf seinem Gesicht. Daran ist er erstickt.
Die Frau von Herrn Kang starb auf dieselbe Art.
Das kann nur ein Geist getan haben, das ist die einzige Erklärung.
Hören Sie auf! Das ist doch Blödsinn.
Unser Mörder konnte sein Opfer töten, während wir sehenden Auges danebenstanden.
Nur das lässt die Leute vermuten, dass es ein Geist war.
Ist dieser Fall erst einmal abgeschlossen, dann bekommen alle Männer ihre Strafe,
die ihre Pflicht vernachlässigt haben.
Ich bitte vielmals um Verzeihung.
Ihre Ermittlungen fruchten nicht. Es sind schon drei Menschen gestorben.
Lassen Sie sich von dem Verbrecher an der Nase herumführen?
Ist Ihnen eigentlich bekannt, was man mit dem Besitz eines Abtrünnigen macht?
Er wird beschlagnahmt, oder den Informanten übergeben.
Nun, wenn Sie nicht in der Lage sind, die Informanten zu finden,
dann machen Sie sich auf die Suche nach Leuten,
die zufällig plötzlich Grundbesitz erlangten.
Die Grundbücher sind alle von mir sorgfältig studiert worden.
Aber es sind keinerlei Hinweise zu finden gewesen.
So ist es wirklich dringend vonnöten, Kim Chi-Seong im Auge zu behalten.
Wie Sie eben gesagt haben, er gehört zum engeren Kreis der Verdächtigen,
weil er die Papiermühle übernommen hat.
Achten Sie bei den Ermittlungen auf Diskretion.
Er spielte im Rat eine wichtige Rolle.
Auch wenn er heute nicht mehr dort tätig ist.
Ich möchte einen Mann ins Hauptquartier schicken.
Er soll Erkundigungen einziehen über den obersten Richter, der damals hier war.
Halten Sie das wirklich für dringend nötig?
Ja. Nur auf diese Art werden wir die Identität der Informanten erfahren können.
Bedenken Sie nur, wenn Sie den obersten Richter überprüfen und nichts finden,
dann werden Sie zur Verantwortung gezogen.
Schafft ihn fort!
Wer ist der Nächste? Der soll vortreten!
Willst du die Papiermühle etwa auch nicht mehr betreten?
Gnädiger Herr, in der Papiermühle spukt es. Der Geist von Kang ist
Gnädiger Herr, Sie können mich töten, wenn Sie wollen,
doch der Geist von Kang ist unter uns!
Wenn es nötig ist, werde ich euch alle töten.
Was ist hier los?
Die Abgabe an die Regierung muss so schnell wie möglich geliefert werden.
Diese Männer haben die Arbeit verweigert.
Und deswegen verprügeln Sie einen nach dem anderen?
Ich hab die Order dazu gegeben.
Nur so bleibt die Disziplin in der Papiermühle erhalten.
Machen Sie weiter.
Oh, ein Tempel zu Ehren von Yeomgye Ju Muk-suk!
Warum geht ein so gebildeter Mann wie Sie nicht aufs Festland
und nimmt dort einen Posten bei der Regierung an?
"4. Tag"
In der Welt da draußen macht man sich nur die Finger schmutzig.
Ich ziehe es vor, für das Wohl der Insel zu sorgen.
Das verlangt aber auch, dass Sie deren Bewohner gerecht und ordentlich behandeln.
Haben Sie das auch von Ihrem Vater gelernt?
Das Rätsel, das Ihnen Ihr Vater aufgegeben hat,
glauben Sie wirklich, ich wüsste die Antwort nicht?
Im Fall einer Dürre ist es den Reichen nicht erlaubt,
auch nur einen Sack Gerste anzunehmen.
Ja, Sie haben Recht. Die Leute würden verhungern in einem schlechten Erntejahr.
Die Reichen haben also Gnade walten zu lassen.
Ich glaube allerdings, dass es nicht richtig ist, Milde zu zeigen.
Machen die Reichen es dem Volk leicht und lassen Gnade vor Recht ergehen,
werden die Elenden noch mehr fordern.
Es liegt in deren Natur, dass die Armen den Starken gegenüber Schwäche vorgeben,
sich aber den Schwachen gegenüber stark zeigen.
Das ist fest in ihnen verwurzelt.
In heiklen Situationen ist der Mensch selbst für sich eine Gefahr.
In dunklen Zeiten ist Bestrafung unklug.
Die Menschen sind danach nicht mehr unter Kontrolle zu bringen.
Die Gegebenheiten auf dem Festland sind anders als hier.
Kriegt der Staat die Abgabe zu spät,
wird der Eigner zur Verantwortung gezogen und bestraft.
Die Leute, die die Arbeit verweigerten,
legten diese Glücksbringer in die Papiermühle.
Man sollte Männern, die Schamanen aufsuchen und Angst vor Geistern haben,
kein Mitgefühl zeigen. Das kann nur schaden.
Haben wir den Täter erst einmal gefasst, dann legt sich die Angst der Menschen.
Sie meinen, wir sollen wirklich so lange warten, bis alle Informanten tot sind?
Alle Angelegenheiten der Leute liegen in meiner Zuständigkeit.
Sie sollten sich um den Fall kümmern und dann baldmöglichst den Täter fassen.
Sag mir, wo die Schamanin wohnt.
Ich hab das Gefühl, Sie glauben nicht daran. Hab ich Recht?
Sie meinen, an den Geist von Kang?
Es ist doch nicht zu verstehen, warum er sieben lange Jahre wartet,
um dann endlich seine Rache zu nehmen.
Auch wenn der Geruch von Blut durch das Land zieht,
wollen Sie alldem keinen Glauben schenken.
Ein schlechter Geruch entsteht nur, wenn das Wasser oder die Luft verdorben ist.
Ich denke da anders. So riechen nur Geister.
Nach Brackwasser riecht es, wenn ein Geist ertrunken ist.
Verbrennt ein Geist, so riecht es nach versengtem Haar.
Und wurde ein Geist erhängt, riecht es alt und verfault, und zuletzt
ist da noch der Geist, der gevierteilt wird.
Es riecht überall nach Blut in der Luft.
Je ausgeprägter der Hass des Geistes ist, desto intensiver verströmt der Geruch.
Es gibt eine Krankheit. Sie heißt Simheoro.
Das ist eine Krankheit, die Angst verursacht.
Den Leuten gefriert das Blut in den Adern,
bedingt durch Furcht und panische Angst.
Die Menschen denken dann, das sei das Werk eines bösen Geistes.
Angst vor Flammen wird dem Feuergeist zugeordnet.
Der Hausgeist ist für die Angst in kleinen Räumen zuständig.
Dann gehen die Leute zur Schamanin. Das ist eine Krankheit im Kopf der Menschen.
Es liegt nicht an den Geistern.
Gut, wenn man die Schuld so leicht auf einen Geist schieben kann,
doch das ist garantiert nicht der richtige Weg.
Hören Sie doch auf, die Leute zu belügen. Lassen Sie das.
Beim nächsten Mal wird es nicht bei einer Verwarnung bleiben.
Ehrwürdiger Herr, es ist ein weiterer rachsüchtiger Geist aufgetaucht.
Es war eine klare Nacht und es fiel kein Tropfen Regen.
Da hörte ich den Donner in der Nähe der Klippen.
Ich wurde von einem schweren Fieber befallen.
Seit jener Nacht höre ich immer wieder die Schreie des Geistes.
Sagen Sie, glauben Sie, was die Schamanin sagt?
Nein, aber es geschah an demselben Tag, an dem der Seemann Lee verschwunden ist.
Das Geräusch, das die Schamanin gehört hat, könnte ein Schuss gewesen sein.
Sie haben wegen eines einfachen Seemannes die ganze Mannschaft
und die Beamten hergerufen?
Es sind sehr merkwürdige Dinge geschehen, seit dieser junge Mann verschwand.
Es wäre doch möglich, dass er der Schlüssel zu all diesen Vorfällen ist.
Bestimmt hat der Mörder sein nächstes Opfer schon im Visier.
Sie müssen ihn noch heute finden.
Ehrwürdiger Herr!
Verzeihen Sie, aber dürfte ich Sie bitten, herauszufinden,
wie Kang auf der Insel gelebt hat?
Jetzt werd ich auch noch eingespannt. Na so was.
Ehrwürdiger Herr.
Abstellen.
Die Schamanin behauptet, ein Blitz hätte ihren Körper durchschlagen.
Aufgrund der kleinen Wunde war es kein normales Gewehr.
Ich vermute ein Steinschlossgewehr.
Sie verschwand drei Tage vor dem Ritual, also ist sie seit zehn Tagen tot.
Ich frage mich, warum die Leiche in einem so guten Zustand ist,
trotz der sommerlichen Hitze.
War es in der Höhle recht kühl?
Nein, nicht besonders.
Die Sachen sehen aus wie die Kleidung von dem Seemann Lee.
Das gibt es doch nicht. Dann war Lee ja eine Frau.
Ein starkes Betäubungsmittel.
Ein Betäubungsmittel?
Als ich noch in Hanyang war, wurden dort Mädchen geschändet.
Eine Bande von Jungen aus der Oberschicht ist es gewesen.
Um die Mädchen willenlos zu machen, gaben sie ihnen dies.
Das Mittel kommt ursprünglich aus Japan.
Es wurde dort meistens bei Operationen eingesetzt.
Die jungen Leute haben die Substanz für viel Geld
von japanischen Unterhändlern gekauft.
Interessant.
Das Behältnis ist sehr fest verschlossen gewesen.
Sie kann es eigentlich nicht benutzt haben.
Ich vermute vielmehr, dass sie es jemandem bringen wollte.
Was ist das für ein Zeichen? Seine Bedeutung ist ein Rätsel für mich.
Eine verschlüsselte Botschaft.
Manche Frauen leben von ihren Männern getrennt,
dann schicken sie sich solche verschlüsselten Zeichen,
anstatt eines Briefes.
Sie meinen Liebesbriefe?
Ja, damit haben Sie absolut Recht.
Die Verschlüsselung ist persönlich und von Zeichen zu Zeichen unterschiedlich.
Eine ganz eigene Sprache. So kann sie wirklich nur der Empfänger lesen.
Ist sie irgendwann mal mit einer anderen Person gesehen worden?
Nein, Herr, ich wusste nicht einmal, wer diese Frau überhaupt ist.
Das ist So-Yeon. Sie ist die Tochter von Herrn Kang.
Ihr Gesicht sieht etwas anders aus als auf der Zeichnung.
Aber diese Brosche hier befindet sich auf dem Bild, das Doo-Ho gemalt hat.
Erkennen Sie das Mädchen wieder?
Ist sie denn nicht vor sieben Jahren gestorben?
Ich denke, man hat sie mit kochendem Wasser verbrüht?
Sie sieht irgendwie anders aus.
Aber es ist durchaus möglich, dass der ehrenwerte Herr Recht hat.
Ich muss allerdings sagen,
dass ich sie höchstpersönlich vor sieben Jahren begraben habe.
Sind zu der Zeit noch andere Frauen gestorben?
Ja, in dem Jahr starben viele durch eine Epidemie.
Irgendjemand muss damals dieses Mädchen gerettet haben
und dann hat er einen anderen Körper in das kochende Wasser gelegt.
Sie war schon im dritten Jahr hier, und es ist anzunehmen,
dass sie sich immer mit ihrem Retter getroffen hat.
Die Informanten haben das herausgefunden und die Frau erschossen.
Eins wissen wir jetzt: Unser Täter will den Tod des Mädchens rächen.
Offizier Lee, Sie werden Doo-Ho festnehmen. Auf der Stelle.
Er kann seinen ehemaligen Herrn nicht vergessen.
Und er lebt in dem Haus von Kang.
Und ihr beiden geht los und macht euch auf die Suche nach dem Steinschlossgewehr.
Ja, Herr.
Lasst mich los, ich muss weg von dieser Insel!
Was haben Sie da in der Hand? Sie sind festgenommen.
Geht aus dem Weg!
Rede endlich, oder muss ich erst die Wahrheit aus dir herausprügeln lassen?
Schlagt ihn. Verprügelt ihn solange, bis er die Wahrheit sagt.
Ja, Herr.
Nein, bitte nicht, ich flehe euch an.
Ich will nicht sterben, nein, ich will nicht.
Einmal frage ich noch: Wo hast du das Gewehr versteckt?
Ich hab es verloren. Es war erst vor ein paar Tagen.
Oder hast du irgendwo gehört, dass wir Kangs Tochter gefunden haben?
Du wolltest das Beweismaterial vernichten.
Ich habe überhaupt keine Ahnung, wovon Sie reden. Ich weiß gar nichts.
Du hattest Angst, dass die Leute erfahren würden, dass Kang unschuldig ist.
Und aus eben diesem Grund habt Ihr auch seine Tochter ermordet.
Ehrenwerter Herr, ich... es ist wahr.
Gnade, Gnade. Ja, ich gebe zu, ich habe fälschlich beschuldigt,
aber seine Tochter habe ich nicht getötet.
Sie sagten nur, dass sie das Gewehr brauchten
und ob ich es ihnen ausleihen könnte.
Das hab ich dann getan. Was blieb mir denn übrig?
Ich hatte doch keine Ahnung, dass es Kangs Tochter So-Yeon war,
die sich als Seemann verkleidet hat.
Ich gestehe, dass ich es nicht wusste, dass die vorhatten,
das Mädchen eiskalt zu ermorden. Ehrlich.
Sag mir, wer der letzte Informant ist.
Bitte bringen Sie mich von dieser Insel. Kangs Geist wird mich ebenso...
Ich muss das wissen, um den Verbrecher endlich fassen zu können. Wer ist es?
Es ist
Vater!
Ich bin mit sieben auf die Insel gekommen. Sie waren wie Eltern für mich.
Der Mann ist den ganzen Abend bei mir gewesen.
Und ein gevierteilter Geist riecht alt und verfault.
Dann ist sie schon seit zehn Tagen tot.
Es riecht nach verbranntem Haar. - Es hat Blut geregnet.
Für das Wohl der Leute bin ich zuständig. Kümmern Sie sich lieber um den Fall.
Ein Glück, Sie sind erwacht.
Was ist geschehen?
Sie waren schlecht zu transportieren. Also hab ich Sie hierher gebracht.
Und der Mörder?
Als ich Sie endlich gefunden hatte, war er bereits verschwunden.
Ein Glück, dass Ihnen kein größeres Unheil widerfahren ist.
Was soll das sein?
Es ist abgekochtes Wasser.
Es tut mir leid, der Gestank wird immer unerträglicher.
Sogar nach dem Abkochen ist das Wasser nicht besser geworden.
Ist die Schamanin zu sprechen?
Warum nehmen Sie unsere Kuh mit?
Was machen Sie da? Wir können ohne die Tiere nicht über
Ihr kriegt sie bald zurück.
Sie denken doch nicht, dass Sie damit Kangs Geist beruhigen können.
Er wird auch weiterhin morden.
Nehmen Sie uns die Kuh nicht weg!
Er bringt jeden Tag einen um. Genau so, wie es bei der Familie Kang war.
Am fünften Tag wurde Kang gevierteilt, sein Körper wurde in Stücke gerissen.
Der Täter wird Pferde oder Kühe brauchen, um den Mord auszuführen.
Sie stellen die ganze Insel auf den Kopf. Die Leute spielen verrückt.
Es war noch nie leicht, einen tollwütigen Hund einzufangen.
Das müssten Sie doch am Besten wissen.
Sehen Sie sich das an. Wir müssen schnellstmöglich den Schuldigen finden
und dem Volk beweisen, dass es sich bei ihm nicht um einen Geist handelt.
Ja, Herr. Haben Sie irgendetwas über Kang rauskriegen können?
Ja. Früher hatte die Bevölkerung größten Respekt vor Kang.
Er hat vielen Leuten Geld geliehen, zu einem geringen Zinssatz.
So konnten auch Neuankömmlinge ihre Zukunft planen.
Er hat noch mehr getan. Zum Beispiel junge Talente gefördert.
Er hat Doo-Ho beigebracht, wie man zeichnet.
Und er hat ihm in der Papiermühle eine Arbeit als Färber gegeben.
Doo-Ho hat durchaus ein gutes Motiv, Rache zu üben.
Unverständlich.
Wenn Kang wirklich so ein gutherziger Mensch gewesen ist, wieso haben die Leute
einfach nur tatenlos zugesehen bei seiner Hinrichtung?
Sie hatten alle vermutlich große Angst. Kein Leben ist wichtiger als das eigene.
Außerdem hatten alle bei ihm Schulden.
Bedingt durch seinen Tod brauchten sie es nicht mehr zurückzugeben.
Da wäre noch die Sache mit dem obersten Richter.
Vor einer Hinrichtung werden drei Gerichtsverhandlungen abgehalten
und dann wird der Täter dem König vorgeführt.
Der oberste Richter konnte es nicht abwarten, Kang hinzurichten.
Vielleicht handelte er übereilt?
Es könnte aber auch sein, dass jemand Druck auf ihn ausübte.
Sie dürfen keine voreiligen Schlüsse ziehen.
Sie wissen, dass die Ehre im Leben eines Richters das Wichtigste ist.
Der Mörder begeht all diese Taten,
weil für ihn die Vergangenheit noch nicht zur Ruhe gekommen ist.
Wenn irgendwo etwas verrottet, dann stinkt es auch irgendwo.
Hüten Sie Ihre Zunge!
Warten wir es ab. Morgen wird der Mann zurück sein,
den wir ins Hauptquartier geschickt haben. Dann erfahren wir die Wahrheit.
Im Moment müssen wir nur eines verhindern,
dass der Mörder sich sein letztes Opfer holt.
"5. Tag"
Haben Sie sich umgesehen?
Es hat den Anschein, als wäre letzte Nacht nichts passiert.
Die Tiere sind alle vollzählig. Dort ist nichts geschehen.
Können wir sicher sein, dass wir wirklich alle Tiere von der Insel hier haben?
Ja, nur das Vieh von Kim Chi-Seong ist im Stall geblieben
und der wird streng bewacht.
Seine Kraft, was? Du hast gefälligst deine ganze Kraft in die Arbeit zu stecken.
Ja, Herr.
Der Täter zündete eine Lampe an und deponierte sie in einer der Kisten.
Zuerst war die Lampe schwerer als das Bronzegewicht.
Doch als der Docht weiter heruntergebrannt war und das Öl sich verbraucht hatte,
wurde die Lampe leichter.
Sie berührte einen Docht oben an der Kiste, und dieser entzündete sich.
Das eine ist klar: Der Mörder hat dieses Feuer gelegt,
nur um Offizier Jang hier auf die Insel zu locken.
Das ist seltsam. Er macht sich die Mühe, ein Feuer zu legen,
statt einfach ein Schiff zu nehmen und selbst aufs Festland zu fahren.
Vielleicht hat der Mörder ein Problem und er kann die Insel nicht verlassen.
Das erklärt auch, warum So-Yeon ihr Leben riskiert hat.
Weil unser Mörder nicht in der Lage ist, die Insel zu verlassen.
Sie werden es nicht glauben.
Heute Morgen ist die Leiche von So-Yeon verschwunden.
Kim Chi-Seong entdeckte es, als er das Totenritual durchführen wollte.
Ehrwürdiger Herr! Ich muss dringend mit Ihnen sprechen. Es ist sehr wichtig!
Lassen Sie meinen Vater in Ruhe, er ist ein schwerkranker Mann.
Ich muss wissen, wer der letzte Informant ist.
Hören Sie auf! Keine weiteren Fragen.
Sie sind der Einzige,
der wirklich durch den Tod der Familie Kang einen Vorteil hatte.
Sie glauben doch nicht im Ernst, dass Kang verurteilt und hingerichtet wurde,
nur weil er zu viel Geld hatte?
Nennen Sie mir den Grund, warum er angeklagt wurde.
Die Geschäfte für die Mühle hier auf der Insel liefen gar nicht schlecht.
Das lag nicht zuletzt daran, dass Minister Jeong und Kang gute Freunde waren.
Der Minister hatte sich sehr intensiv
für die Handelsbeziehungen zu China eingesetzt.
Doch nach dem Tod unseres vorherigen Königs
hatten einige Leute Interesse daran, diesen Minister zu stürzen.
Sie behaupteten, er sei Katholik. Er wurde dann hingerichtet.
Anschließend hat die Regierung Jeongs Freunde genauer in Augenschein genommen.
Das hieß, dass nicht nur ich in Gefahr war,
sondern es ging dabei auch um das Wohl des gesamten Inselvolkes.
Sie haben also nach einem Opfer gesucht.
Jo Dal-Ryung und Offizier Jang kamen hierher, um sich mit mir zu unterhalten.
Sie hatten einen Vorschlag, wie wieder Frieden auf der Insel einkehren könnte.
Es ging nicht anders. Der Frieden auf der Insel war stark gefährdet.
Ich habe also meine Einwilligung dazu gegeben.
Und? War danach auf der Insel wieder Frieden?
Ist es denn möglich, dass man mit Menschen,
die so skrupellos sind, über den Frieden verhandeln kann?
Ich hatte wirklich keine Ahnung, mit was für Leuten ich es da zu tun hatte.
Ich kann zwar meines Amtes enthoben werden,
aber keiner kann von mir als Aristokraten verlangen,
dass ich solche einfachen Bürger kenne.
Das war der Grund? Das alles nur, weil Sie nicht akzeptieren konnten,
dass ein einfacher Industrieller Reichtum und den Respekt der Bürger hat?
Sie befürchteten ein faires Urteil.
Aus lauter Angst haben Sie gleich die ganze Familie töten lassen.
War die Summe sehr hoch, die Sie brauchten, um den Richter zu bestechen?
Niemals dürfen sich ein einfacher Bürger
und ein Aristokrat gemeinsam an einen Tisch setzen.
Wo kommen wir denn da hin, wenn ein Metzger plötzlich anfängt, Handel zu treiben?
Die Ordnung würde durcheinander geraten.
Kann ein Mann, der von der Regierung bezahlt wird, das nicht verstehen?
Die Papiermühle gehörte nicht nur Kang.
Soweit ich weiß, waren Sie auch daran beteiligt.
Ich habe lediglich meinen Grund und Boden zur Verfügung gestellt,
sodass die Regierung ihren jährlichen Tribut erhalten konnte.
Sie denken doch nicht etwa, dass Kang unschuldig war?
Auch wenn er kein Katholik gewesen ist,
so hat er doch den König und das Gesetz des Himmels missachtet.
Können Sie den Frieden auf Ihrer kleinen Insel nur erhalten,
indem Sie wahllos Menschen töten?
Was für ein wundervolles Leben.
Nun seien Sie doch nicht so dumm!
Wenn ich ein Informant wäre, dann hätte ich längst mein Leben geopfert,
um auf der Insel für Frieden zu sorgen.
Aber leider bin ich keiner von denen.
Eine Schande.
Wegen diesen Vorfalls wurde ich aus den Diensten des Königs entlassen.
Er hat mich nie wieder gerufen oder meinen Rat in Anspruch genommen.
Und jetzt verlassen Sie mein Haus.
Während wir hier reden, sterben Menschen. Ich muss den Mörder finden.
Sagen Sie mir, wer der letzte Informant ist.
Sagen Sie, der Präsident weiß Bescheid, ja?
Ja, wir sollen den Mörder so schnell wie möglich fangen.
Und es ist ganz egal, ob wir jeden Bürger dieser Insel einzeln verhören müssen.
Und? Haben Sie auch die Dokumente gefunden?
Es tut mir sehr leid.
Nachdem ich Ihre Nachricht erhielt, war ich sofort da.
Doch zu meinem Bedauern musste ich feststellen,
dass alle Unterlagen zu dem Fall verschwunden waren.
Jang war einer von den Informanten. Er musste die Dokumente vernichten.
Wir könnten jemanden in die Hauptstadt schicken.
Dann erfahren wir in wenigen Tagen, wer der letzte Informant ist.
Uns fehlt die Zeit. Und der oberste Richter? Konnten Sie erfahren, wer es ist?
Ich muss es wissen.
Ja, das konnte ich herausfinden, aber der Mann ist leider schon tot.
Wann ist der Richter denn gestorben?
Das war vor fünf Jahren.
Ich möchte jetzt wissen, wer es war.
Er erhielt eine hohe Auszeichnung, weil er viele Rebellen hingerichtet hatte.
Dann wurde er zum leitenden General befördert.
Er lebte in Jaha-Mun. Sein Name war
Lee... - Du elender Schurke!
Es stimmt also, du hast Hwang Sa-Young Geld gegeben.
Das hier sind eindeutige Beweise. Es wird langsam Zeit, dass du gestehst!
Wenn nicht, dann werde ich dich in Stücke reißen lassen.
Euer Ehren, ich bin unschuldig.
Ich schwöre, ich habe diesen Schuldschein nie angenommen.
Streiten Sie etwa ab, Geld verliehen zu haben?
Sie wollen die Bürger in die Irre führen!
Ihre katholische Zunge kann uns nicht täuschen!
Ehrwürdiger Herr...
Mutter. Mutter.
Verhaftet den Mann, und seine Familie auch.
Ja, Herr.
Bringen Sie mir die Männer, die mich angezeigt haben.
Dann wird sich ja zeigen, wer hier die Wahrheit sagt.
Ein niederer Händler trotzt unserem König und betet eine Bestie an,
und jetzt schreckt er vor gar nichts mehr zurück.
Jeder Mensch auf dieser Insel weiß,
dass ich nie in meinem Leben den katholischen Glauben angenommen hätte.
Diese Beweise dürften doch wohl genügen. Sie bedeuten für dich den sicheren Tod.
Lasst mich los!
Dieser Mann hat sich der westlichen Welt unterworfen.
Und eben versuchte er, eine Wache zu töten. Einen Diener unseres Königs.
Da gibt es ein Gesetz für solche Fälle, das besagt,
dass die ganze abtrünnige Familie hingerichtet werden muss,
um ein Exempel zu statuieren!
Ich bitte euch, sagt doch etwas zu dieser Ungerechtigkeit.
Ihr kennt doch die Wahrheit.
Ihr wisst doch, ich bin unschuldig. Helft mir doch.
Du, Dorfvorsteher. Heo. Du kennst die Wahrheit. Sag doch etwas.
Du weißt, dass ich unschuldig bin. Heo.
Höre zu, Sünder Kang Seung-Ryul. Im Namen des Volkes,
und gemäß dem großen chinesischen Gesetz, sind Hinterhältigkeiten,
wie das Verbreiten heimtückischer Lügen mit dem Tode zu bestrafen.
Die Annahme und Verbreitung westlicher Gepflogenheiten
und der Kontakt zu fremden Ländern, mit dem Ziel, einen Aufstand herbeizuführen,
ist eine Todsünde und somit unverzeihlich.
Aber die größte deiner Sünden ist, dass du dich zum katholischen Glauben bekennst.
Hier schreibt das hohe Gesetz vor, dass du gebunden und gevierteilt wirst,
um ein Exempel zu statuieren.
Vollzieht die Hinrichtung.
Vollzieht die Hinrichtung!
Ja, Herr.
So soll es sein. Ich schwöre euch eins:
Ihr werdet es niemals vergessen, auf welche Weise ich jetzt sterbe.
Ihr könnt euch auf mich verlassen, ich komme zu euch zurück.
Sei still.
Sorgt dafür, dass der Verräter schweigt.
Ja.
Ehrwürdiger Herr Kang! Nein, das darf nicht sein!
Der ehrwürdige Herr Kang ist unschuldig.
Mein Blut wird eines Tages wie Regen herabfallen.
Und am selben Tag wird euer Blut den Boden tränken.
Und euer Fleisch wird euch von den Knochen gerissen.
Weißt du die Antwort?
Ja, wir dürfen nicht ein einziges Gerstenkorn annehmen.
Wieso nicht?
Die Großgrundbesitzer haben immer eine Notreserve für schlechte Zeiten.
Ein ehrenhafter Mann gewährt Gnade.
Er wird dafür sorgen, dass die Bauern nicht Not leiden.
Die Bauern füttern ihre Kühe auch dann,
wenn die Tiere aus irgendeinem Grunde ihr Tagwerk nicht vollbracht haben.
Dann, irgendwann später, werden sie ihre Felder zu Ende bestellen.
Die Stimmung im Volk kann umschlagen. Wir sollten heikle Situationen vermeiden.
Die, die in schweren Zeiten gestraft werden,
sind später kaum unter Kontrolle zu halten.
Willkommen, ehrwürdiger Herr.
Stirb.
Durchsucht die Gegend. - Ja, Herr.
Rufen Sie alle Polizisten zusammen und sorgen Sie dafür,
dass das Vieh bewacht ist.
Wir müssen die ganze Insel durchsuchen. Und Sie helfen Offizier Lee.
Gnädiger Herr.
Bereiten Sie da ein Ritual vor?
Ja, gnädiger Herr. Das wird die Seelen der Toten beruhigen.
Glauben Sie, dass nun alles vorüber ist?
Ihre Arbeit besteht darin, einen Schuldigen zu finden
und geschehenes Unrecht wieder gutzumachen.
Meine besteht darin, den Verstorbenen den Weg in den Himmel zu zeigen
und sie bis dorthin zu begleiten.
Unrecht wiedergutmachen?
Gnädiger Herr, haben Sie es schon vergessen?
Sie erwähnten einmal diese Krankheit: Simheoro.
Wenn Sie ihr nicht entkommen können,
dann werden Sie vielleicht Ihr ganzes Leben lang darunter zu leiden haben.
Wenn irgendwo auf dieser Welt eine verlorene Seele umherstreift,
wird man sie dann mit Drohungen zur Ruhe bringen?
Diesen Tee hab ich aus Prunkwindensamen gemacht.
Es wird euch danach viel besser gehen.
Die Samen rufen Halluzinationen hervor.
Sie versuchen, unwissende Menschen mit Ihren magischen Bildern zu täuschen.
Und jetzt versuchen Sie mich zu täuschen.
Ehrwürdiger Herr, kein Mensch nimmt Schaden an meiner Magie.
Es lässt sich das Glück dadurch herbeiführen und das Böse wird abgewendet.
Ich fertige den Menschen Zeichnungen,
sie sollen ihre Besitzer vor dem Geist von Kang beschützen.
So?
Alle, die sich vor Geistern fürchten, wollen, dass ich ihnen ein Bild zeichne.
Es sind so viele gewesen, ich weiß nicht mehr ihre Namen.
Man könnte fast glauben, dass jeder,
der mit Kang zu tun hatte, ein Informant war.
Gnädiger Herr, es wartet jemand auf Sie.
Ihr Narren, keiner von euch wird davonkommen. Keiner!
Das Blut von Kang wird herabregnen.
Er sagte, uns würde das Fleisch von den Knochen gerissen.
Ach, Vater, sei doch still!
Nicht schon wieder. Halt den Mund, Vater!
Kang! Oh, Herr Kang. Ich habe Ihnen Unrecht getan. Es tut mir so leid.
Du machst noch alle verrückt mit deinem Gerede.
Warum machst du das? Warum hast du das getan? Warum hast du das getan?
Mein lieber Vater. Warum hast du das nur gemacht?
Mein Vater ist tot!
Der Mann ist noch nicht tot. Bringt ihn in Sicherheit.
Er ist vielleicht noch nicht ganz tot. Aber retten können wir ihn auch nicht.
Aber der Mann atmet noch.
Was sind Sie für ein Arzt, der nicht mal versucht, zu helfen?
Sie machen mich glauben, dass Sie bei Kang auch hoch verschuldet waren.
Dieser Mann ist ehrlich. Er zeigt zumindest ein schlechtes Gewissen.
Ein Arzt wie Sie verdient sein Geld nur aus einem Grund.
Ganz bestimmt nicht wegen Ihrer besonderen Fähigkeiten,
sondern nur, weil die Menschen nicht so leicht sterben.
Sie versorgen ihn jetzt. Na los!
Los, hebt ihn auf. Macht schon.
Gnädiger Herr, warum verlassen Sie die Insel nicht wieder?
Wenn die Kinder kein sauberes Wasser zu trinken kriegen, dann werden sie krank.
Die Fische sterben dahin und der Gestank ist unerträglich.
Die Männer haben Kangs Tochter getötet
und zogen so die Wut von Kangs Geist auf sich und uns.
Doo-Ho hat schreckliche Angst vor Kangs Geist.
Er ist nicht der Mörder, er ist der letzte Informant.
Der Täter hat leicht Zugang zur Mühle,
und keiner hat ihn jemals in der Nähe des Meeres gesehen.
Ich weiß es jetzt, es ist Kim In-Kwon.
Menschen, die unter einer speziellen Art von Simheoro leiden,
können nicht an Bord eines Schiffes gehen.
In schweren Fällen können sie nicht einmal den Anblick ertragen.
Kim In-Kwon hat die sogenannte "Simheoro des Meeres".
Deshalb hatte So-Yeon auch das Betäubungsmittel dabei.
Was für ein Glück, er hat nur ein Pferd, soweit ich weiß.
Die anderen Tiere werden doch hoffentlich bewacht, oder?
In-Kwon ist nicht dumm. Er versteht etwas von Mathematik.
Vermutlich wird er sein Opfer dann in der Mühle töten.
Deine Begierde nach Kangs Tochter, So-Yeon, ist größer als die Gnade des Herrn.
Bitte wach auf. Wach auf.
Ich hatte fast vergessen, dass du ja auch ein Mann bist.
Du hast Recht. Ich habe mal gesagt, nur die Fähigkeiten eines Menschen zählen,
seine gesellschaftliche Stellung ist unwichtig.
Aber ich bin auch ein Vater, der seine Tochter liebt.
Er war ein Patron! Ja, ein Patron.
Er hat mich zu dem tollwütigen Hund gemacht, der ich heute bin.
Es war völlig gleichgültig, ob ich sie liebte oder nicht.
Einmal hat er zu mir gesagt,
ich würde entsprechend meiner Fähigkeit in der Gesellschaft aufsteigen.
Ich bin ein einfacher Arbeiter geblieben und wurde zum Verbrecher,
nur weil ich seine Tochter gerettet habe.
So ist das nämlich gewesen. Wieso hat er mir nur Hoffnungen gemacht?
Ich hasste ihn abgrundtief bis in den Tod!
Bitte Herrn Kang um Verzeihung, wenn du gestorben bist.
Um Verzeihung?
Was hab ich damit zu tun?
Sie sind doch der Dummkopf, der aus Liebe mordet.
Na los! Dann bring mich doch um! Du kannst es ja versuchen!
Kein anderer außer uns weiß, wer der Mörder ist.
Er muss ohne Aufsehen verhaftet werden, dann ist alles gut.
Kim In-Kwon ist ein völlig anderer Mensch als Doo-Ho.
Wenn er sein Wort an die Bürger richtet,
dann gibt es mit Sicherheit große Unruhe.
Der einzige Weg, Sühne zu erfahren, für alle, die mein Vater umbringen ließ,
ist, die Wahrheit ein für alle Mal an den Tag zu bringen.
Und genau das weiß In-kwon.
Warten Sie!
Zu der Zeit wurden sehr viele Menschen beschuldigt und hingerichtet.
Die Familie Kang ist nur ein kleiner Teil davon gewesen.
Aber es gibt auch Menschen, die gar nicht gern wollen,
dass ihre Sünden bekannt werden und dass sie daran beteiligt waren.
Sie sind noch jung, haben alles vor sich.
Denken Sie an die Zukunft, an eine Familie.
Einem Richter ist die Ehre mehr wert als das Leben, sagten Sie.
Entschuldigen Sie, ich bin ungehorsam und stehe dafür später ein.
Das Ritual müssen wir nicht mehr beachten.
Du bist der einzige Grund, weshalb ich noch am Leben bin.
Ich habe die sterblichen Überreste deiner Familie sorgfältig verwahrt.
Immer, wenn du auf die Insel kommst, habe ich furchtbare Angst,
dass dich jemand erkennen wird.
Sollte dir jemals etwas zustoßen, werde ich...
Wenn du nicht wärst, In-kwon, dann hätte ich alle getötet
und anschließend mich selbst gerichtet.
Wenn du nicht wärst, mein Geliebter.
Du bist mein Tod.
Und mein Grab,
geliebte So-Yeon.
Verschwinde!
Ich bitte Sie, hören Sie auf, Rache zu nehmen.
Ich weiß, dass Kang zu Unrecht getötet wurde.
Ich sorge dafür, dass die Schuldigen zur Verantwortung gezogen werden.
Alle, die starben, sollen ihre Ehre wieder bekommen.
Ist das nicht wundersam? Der Sohn deckt die Schuld des Vaters auf.
Halt! Nicht schießen!
Warten Sie, In-kwon, hören Sie mir eine Sekunde zu.
Ehrwürdiger Herr!
Das Spiel ist vorbei.
Jeder würde zum Mörder werden, wenn er den einzigen Menschen,
den er liebt, sterben sieht.
Doch wenn das Unrecht nicht aufgedeckt wird,...
Sie haben zu schweigen!
So ähnlich hat sich Ihr Vater auch ausgedrückt, kurz vor Kangs Todesurteil.
Sie werden Doo-Ho nicht töten, sonst erschieße ich Sie!
Sie wissen ebenso wie ich, dass er für seinen Verrat sterben muss.
Das ist doch verrückt, in dieser Weise weiter zu machen.
Wollen Sie vielleicht jeden Inselbewohner,
der sich von Kang abgewandt hat, töten?
Haben Sie vor, das ganze Dorf zu vernichten?
Kangs Blut klebt an ihren Händen. Sie dürfen so nicht weiterleben.
Kang wird sie alle heimsuchen.
So ein Unsinn!
Nur die dummen Dorfbewohner glauben, dass Kangs Geist Rache nehmen will.
Es wird nicht lange dauern, bis man Ihnen auf die Schliche kommt.
Sie wissen ganz offensichtlich immer noch nicht,
weshalb Sie hier auf der Insel sind. Irgendwann werden Sie es merken.
Mir ist die Ehre erteilt, diese Bestie in Stücke zu reißen
und die Papiermühle niederzubrennen, um sie Kang sie zurück zu geben.
Selbst wenn ich Doo-Ho nicht töte, er wird diese Insel nicht lebend verlassen.
Seien Sie klug und gehen Sie mit mir.
Ich werde aufklären, was vor sieben Jahren geschehen ist. Das verspreche ich.
Und wenn ich schon von Kangs Geist hergerufen wurde, so ist das der Grund.
Da ist ein übereifriger Richter,
der ohne bedenken eine unschuldige Familie ermordet,
und ausgerechnet sein Sohn will mir jetzt helfen?
Der Richter steckte mit Kim Chi-seong unter einer Decke.
Er wollte die Papiermühle nur für sich ganz allein haben.
Sie können mich erschießen.
Wissen Sie eigentlich, was Ihrem Vater dieser krankhafte Ehrgeiz eingebracht hat?
Er musste mit der Schande leben.
Ist eine so schamlose Person eigentlich ein Mensch?
Sie haben nicht das Recht!
Er war eine Bestie.
Sie können mich erschießen und so wie Ihr Vater leben.
Verstecken Sie die Schande nur unter dem Mantel der Gewalt.
Was wollen Sie hier? Gehen Sie zurück. Verschwindet hier.
Ehrwürdiger Herr. Wir wollen, dass Sie uns den Verräter Doo-Ho übergeben.
Kangs Geist wird erst wieder Ruhe finden, wenn der letzte Informant tot ist.
Als Kang in größten Schwierigkeiten steckte,
habt Ihr ihn wegen eurer lächerlichen Schulden hängen lassen.
Jetzt wollt Ihr das Leben eines anderen opfern, damit Kang euch verzeiht?
Ihr geht sofort zur Seite!
Ehrenwerter Herr, seien Sie doch vernünftig und übergeben Sie uns den Jungen.
Wir wollen Doo-Ho!
Wir wollen Doo-Ho!
Bringt ihn fort. - Ja. Herr.
Lasst das! Hört sofort auf!
Kim Chi-Seong ist noch am Leben!
Der muss auch noch für die Gerechtigkeit büßen! Gehen wir!
Untertitel: Herden Media
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.