All language subtitles for Annie_kopfueber_ins_Leben_220320

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Original subtitles

* Musik *

Oh, nee...

Komm doch da raus jetzt.

Och. Grrr...

Ralf Frieding Raimund Adjey

Annie Frieding

Er will nicht. - Ohh.

* Klopfen * Herr Paulsen.

Wir können einen Porno einschalten. Kein Problem.

Nein. Ich kann das nicht.

Schauen Sie mal, ob Annie da ist.

Bin schon da.

Wir haben einen kleinen Notfall.

Okay.

So will ich kein Kind machen. Das Ding da...

Das ist doch erbärmlich.

Das Gegenteil ist der Fall.

Sie nehmen das alles auf sich, diesen ganzen Kram hier.

Das hier ist Champions League.

Einfach nur vögeln kann ja jeder.

Wenn's gut läuft, dann halten Sie in neun Monaten 'n Baby in den Armen,

das sich in nichts von anderen Babys unterscheidet.

Es hat halt nur 'ne viel aufregendere Geschichte.

* Red Hot Chili Peppers *

Lassen Sie es so richtig krachen.

Produktion läuft.

Zu mir hat er gesagt, er will keine Musik.

Mit "Red Hot Chili Peppers" hab ich Ralf rumgekriegt. Allerdings.

Eure Hochzeitsparty war für Freunde der erlesenen Musik ein Alptraum.

Danach ist sie mit ihrem Mann auf'm Motorrad abgebrettert.

Oh...

Ja...

* Red Hot Chili Peppers *

# I'm here to be your

only go - between

# To tell you of the sights

(Sprechchor) Trink, trink, trink...

# What I really want to do is

* Jubeln *

# Turn it into motion Beauty that I can't abuse

Hallo, Frau Frieding. Hallo.

# Come along and go

# Along with me

* Klopfen *

Hey.

Ein paar von deinen Freunden spielen Bierpong oder wie das heißt.

Mhm. Das sieht lustig aus.

Geh doch noch etwas raus, Hummel.

Ist das dein Ernst, Mama?

Ich soll saufen mit den Schwachmaten?

Naja... nee... also...

Das heißt, ja...

Mir wär's lieber, du trinkst, als dass du hier in der Bude hockst.

Wollen die dich nicht dabei haben oder...

Mama, ich find's albern Tischtennis- Bälle in Becher mit Bier zu werfen.

Hallo. Ja, okay.

Ist es nicht lustiger, draußen Spaß zu haben. Lass es jetzt.

Ich lerne. Und ich spreche mit meinen Freundinnen.

Das ist lustig.

Na?

Hey. Draußen spielen paar von deinen Freunden Bierpong.

Kein Bock.

Okay.

Ich bin noch mal kurz in der Garage.

* Pfeifen *

Ist es wirklich okay, Ralf?

Was denn?

Warum zieht sich Cora so zurück?

Was ist, wenn wir was übersehen?

Wenn sie 'ne Sozialphobie entwickelt?

Du, das kann sich in der Pubertät ...

Annie, das haben wir schon besprochen. Es ist alles gut.

Sie hat doch ihre Freundinnen, diese...

Tina und Noemi.

Toni und Nina.

Die lernen nur. Wenn sie ganz wild sind, gehen sie ins Kino.

Ich war auch ein Spätzünder.

Entspann dich einfach. Nein. Ich entspann mich nicht.

Draußen tobt das Leben und Cora ist nicht dabei.

Die wabert in ihrem dunklen Zimmer rum wie ein Alien.

Annie, sie ist 15.

Sie findet selber raus, wer sie ist und wer sie sein will und all das.

Ich will, dass sie ein fröhlicher, glücklicher Mensch wird.

Annie...

Vertrau ihr einfach ein bisschen.

Du kannst nicht alles beeinflussen...

Wir sollten mal mit einem Jugendpsychologen sprechen.

Bitte.

Mach das. Tu, was du nicht lassen kannst.

Ja, du bist nicht dabei. Dich geht das nichts an.

Annie, du suchst Lösungen für Probleme, die ich nicht sehe.

So, ich hätte gern etwas Ruhe. Morgen wird das Wetter einigermaßen.

Nils und ich machen 'ne Tour. Morgen ist Familientreffen.

Ah...

Sieht schön aus, oder?

Cora?

Cora?

Das ist der Mandarinenkuchen, den du so gerne magst.

Mhm.

So. Der Grill ist angeworfen.

Oh, Gott. Ich hab das Gefühl, ich steck in 'ner Zeitschleife fest.

Das hab ich beim letzten Familien- Treffen auch gesagt.

War das gestern?

Wie in dem alten Film, den ihr so gerne mögt.

(beide) "Und täglich grüßt das Murmeltier."

Spooky. Die Frage ist, warum wir hier festhängen.

Das musst du die Produzentin fragen.

Ganz einfach. Weil unsere Eltern und deine Großeltern,

sich sehr freuen, uns ein Mal im Monat zu sehen.

Ah. Ja.

Das ist wirklich kompletter Blödsinn, Helmut.

Mama, jetzt sei halt nicht so streng.

Die Frauen-Nationalmannschaft war in diesem Jahr

erfolgreicher als die der Kerle.

Vom Umsatz her, Doris, also volkswirtschaftlich gesehen,

hat Frauenfußball überhaupt keine Daseinsberechtigung.

Helmut, du sagst, die Frauen laufen so langsam

und das schaut nicht athletisch aus. Cora, was sagst du dazu?

Zu Fußball? Ernsthaft?

Als ob die wirtschaftliche Seite des Sportes ausschlaggebend wäre.

Ausgezeichnet, Annie. Wie immer.

Entschuldigung. Das ist nicht dein Ernst?

Ne? Na.

* Red Hot Chili Peppers *

Cora schläft doch.

Ist doch egal. Ach.

Alles klar?

Ein hinreißender Nachmittag.

# I could die for you. # You...

# What you want to do. # What you want to do.

# Oh this life I choose... # Oh this life I choose...

# I could die for you. # I could die for you.

# What you want to do. # What you want to do.

# Oh this life I choose... # Oh this life I choose...

Und bei dir?

Alles okay?

Mhm.

War doch schön heute.

Annie...

Entspann dich. Hh...

Auf was hast du Lust? Ah...

Annie...

* Musik wird ausgeschaltet *

Annie...

Das muss sich irgendwie wieder mehr ergeben.

Aber es ergibt sich ja nicht mehr.

Wir müssen uns Hilfe suchen.

Wir kommen da irgendwie alleine

nicht mehr weiter.

Ja, klar. Alle ab zum Therapeuten. Die ganze Familie.

Zwei Jahre ist nicht normal.

Annie, merkst du eigentlich, was für ein Drama du aus allem machst?

Das ist normal.

Andere haben das auch. Das...

Wir sind 16 Jahre verheiratet.

Du, mir ist das wichtig.

Vielleicht können wir morgen

zusammen 'n Spaziergang machen und besprechen -

Morgen wollte ich die Tour mit Nils machen.

Annie.

Weißt du, an was ich denke?

Wie wir früher waren und wie wir heute sind. Das macht mich so...

Ich frage mich, wie die nächsten 17 Jahre werden und ob ich das so...

Ach.

Wo willst du denn hin?

Frische Luft schnappen.

* Tür fällt zu *

* Traurige Musik *

Sie kommen jetzt erstmal etwas zur Ruhe

und dann sprechen wir über eine Mikroinjektion. Ja?

"Die Botschaft hör ich wohl, allein, mir fehlt der Glaube."

Ja. Herr Konradi, es gibt Fälle, bei denen sich der

Erfolg erst nach Jahren einstellt.

Stimmt's Annie?

* Schluchzen * Es tut mir so leid.

* Schluchzen *

Du bist so eine unverbesserliche Optimistin.

Ich habe mir so gewünscht, dass es klappt. Da hab ich -

Finden wir uns damit ab, dass wir kinderlos sind.

Ich will mich aber damit nicht abfinden, Nils.

Es ist zu früh, um aufzugeben.

Fahrt über ein Wochenende in ein nettes Hotel,

damit ihr auf andere Gedanken kommt.

Wir brauchen eher Pause voneinander.

Vielleicht könntet ihr fahren, Annie?

Kommt ihr klar, ohne mich?

Ähh, wie war nochmal die Nummer vom Pizza-Service?

Viel Spaß.

* Musik *

Es lohnt sich. Ihr stellt den Antrag auf ICSI bei der Krankenkasse.

Mit den Befunden von Hartung und Nils unterirdischen Spermiogrammen.

Und zwei Fertilisationsversagen bei der In-Vitro.

Hör auf, ich spring aus deiner Schrottkarre.

Ich will zwei Tage nicht darüber reden.

Ich will so tun, als wäre alles in Ordnung.

Und saufen. Und saufen.

Okay. Wir denken nicht nach. Wir genießen einfach nur.

* Entspannte Musik *

Ach, ist das schön.

Weg von allem...

Ich würde am liebsten für immer hier drin bleiben.

Ja, können wir.

Aber...

Auf Dauer wird die Haut schrumpelig.

* Discomusik *

Hop, hop...

Hop, hop...

Hop, hop...

Hop, hop...

Hop, hop...

Beautiful...

* Anweisungen *

* Disco-Musik * Hop, hop, hop... beautiful.

Hop, hop, hop...

Hop, hop, hop... Hey, let's dance.

Hop, hop, hop... beautiful.

Ey, kick...

So, jetzt hab ich's.

Locker aus dem Handgelenk.

Unglaubliche Präzision.

Ungefähr so präzise wie Nils Spermien.

Wir haben gesagt, wir denken zwei Tage nicht nach...

Guten Morgen, zusammen.

(alle) Morgen. Schön, dass ihr da seid.

Dann laufen wir los...

Lockeres, moderates Tempo...

Komm...

Ihr Schuhband ist offen.

Vorsicht. Vielleicht doch nicht...

...nicht im Stehen. Ja, genau.

Okay.

Was machst du denn da?

Flirtest du?

Ich hab hundert Jahre nicht geflirtet...

Ich bin gleich wieder da. Okay.

Hallo.

Hallo.

Alles okay? Fühlt ihr euch wohl?

Mhm.

Okay.

Schönen Abend noch.

Hm...

Ich gehe noch ein bisschen raus.

Ihr seid ja erwachsen, oder?

Gute Nacht.

* Romantische Klänge *

* Entspannte Musik *

Ich hab sowas noch nie gemacht.

Ich auch nicht.

Hast du ein Kondom?

Nein.

Können wir nebenan fragen?

Wenn das irgendjemand mitkriegt, fliege ich raus.

Automat im Hotel?

Nein.

Call a Condom?

* Lachen *

Tinchen...

Wenn du Tinchen sagst, ist es was Schlimmes.

Hast du ein Kondom?

Was?

Hast du ein Kondom?

Ich will schwanger werden und du fragst mich, ob ich ein Kondom hab?

Darf ich kurz in deiner Tasche gucken?

Ich glaube das nicht. Du betrügst Ralf.

Ich will das gar nicht wissen. Lass meine Tasche.

Die Glückstasche, die heilige Tasche.

In Indien haben wir 100 Mark drin gefunden.

Und die Mandarine von der Abifahrt. Da sind keine Kondome drin.

Oh.

Annie. Das... das ist jetzt halt so...

Überleg dir bitte, was du -

Ah... * Tür geht zu *

* Ruhige Musik *

Alles in Ordnung?

Ja, es ist nur...

Ich bin verheiratet und ich war immer treu.

Ich verstehe schon.

Eine Frau wie dich will ich mal heiraten.

Echt? Ja. Kein Spaß.

Das ist es doch, wofür man alles macht.

Für eine Frau, die einen so anschaut, wie du es tust.

Viel Glück, Raimund.

Das war schön. Ja.

Das war falsch.

Ich war 'nem fremden Mann näher, als Ralf in den letzten zwei Jahren.

Ich habe mich so schön gefühlt.

Er hat mich angesehen,

wie ein Mann, der Dinge

mit einer Frau machen will, die ...

Ich will das alles gar nicht so genau wissen.

* Laute von draußen *

* Tischtennis *

Ah...

Hey, bin wieder da.

Du hast...

Aber der zählt jetzt nicht. Die Mama... Du hast.

* Tür geht zu *

Hübsch siehst du aus.

Das Wochenende hat dir richtig gut getan.

Ralf, ich...

Hm...

...liebe dich.

Hm...

Danke, für die Ranunkeln.

Schön, dass du wieder da bist.

Was willst du auf's Brot?

Käse.

* Würgelaute *

* Spucken *

Ich muss los.

Machst du mal wieder Gugelhupf?

Äh... ja.

Super.

Mahlzeit. Guten.

Mahlzeit. - Mahlzeit.

Ich habe Ihren Bluttest ausgewertet, Annie.

Gratuliere.

Was soll ich in der Babypause ohne Sie machen?

Wusste gar nicht, dass ihr Mann und Sie noch ein Kind haben wollen.

Nicht geplant?

Es ist nicht von Ihrem Mann?

Mensch, Annie.

Aber das ist doch...

Das kann doch gar nicht...

Wie konnte denn das passieren?

* Ruhige Musik *

* Klingeln *

Annie. Hast du die Packung Kondome noch?

Bist du auf den Geschmack gekommen?

Kondome kannst du in Apotheken kaufen.

Da gehst du einfach rein ... Kannst du die mal holen?

Klar. Komm...

Komm rein.

* Schritte auf der Treppe *

Voila...

Was steht denn da für'n Ablaufdatum drauf?

Mai 2011.

Oh.

* Lachen *

Nee...

Doch.

Das kann doch nicht...

Ich mein...

Ich versuche, seit fünf Jahren schwanger zu werden, Annie.

Fünf Jahre.

Ich mache alles. Ich fresse Hormone. Lasse mir Röhrchen einführen.

Und du vögelst einmal...

...einmal mit diesem Fitnesstrainer und zack...

Das ist einfach nicht fair.

Das ist nicht fair.

Ha...

Was willst du denn jetzt machen?

Die Frauenquote ist erst der Anfang, lieber Helmut.

Ihr Männer seid nicht so wichtig, wie ihr glaubt.

Was soll das wieder heißen?

Was das heißen soll? Die Welt kommt ohne Kerle aus.

Ich bin mein ganzes Leben ohne Männer ausgekommen. Sehr gut.

Das merkt man. - Das wissen wir.

Lydia.

Wissen wir, Doris. Aber es kommt noch auf die Qualifikation an.

Qualifikation, nicht Quote.

Aber das eine schließt das andere doch nicht aus, Helmut.

Was sagst denn du dazu, Annie? Hm?

Schätzchen...

Da ist Marzipan drin und eine abgetriebene Zitronenschale.

Das macht ihn so frisch.

Was war das Thema?

Danke. Vor allem für die seelische Unterstützung.

Machen Sie es gut. - Danke.

Alles Gute. Danke, Schwester.

Nein, Annie. Bitte fragen Sie mich nicht um Rat.

Ich bin drei Mal geschieden.

Ich hab so viele Fehlentscheidungen getroffen.

Sie sind mein Felsen und jetzt bröseln Sie mir auch weg.

Ich hab schon einen Beratungstermin.

Nach vier Tage kann ich...

Sie haben sich gegen das Kind entschieden?

Gut. Dann gehen Sie Anfang nächster Woche zum Kollegen Dr. Korn.

Ich mach Ihnen 'nen Termin. Nein. Ich...

Ich muss noch ein bisschen...

nachdenken.

Haben Sie mit Ihrem Mann gesprochen?

* Entspannte Musik *

* "Keep Breathing" - Ingrid Michaelson *

# The storm is coming

# I close my blinds.

# All that I know is I'm breathing.

* Motorlärm *

Ralf?

* Motorlärm *

Ralf... Was gibt's denn?

Ich muss mit dir reden.

Muss das jetzt sein?

Ja.

Es ist 'n bisschen komplizierter.

Ich hab schon gemerkt, dass irgendwas ist.

Will deine Mutter bei uns einziehen?

Noch komplizierter.

Wollen meine Eltern und deine Mutter hier wohnen?

Ich bin schwanger. Ja, klar.

Die unbefleckte Empfängnis.

Was...

Du hast mit 'nem anderen Mann geschlafen.

Wer ist es? Das ist doch jetzt nicht wichtig.

Bist du in ihn verliebt?

Nein.

Ralf, es tut mir so leid, dass ich dich...

Also...

Ich wollte das nicht.

Ja.

Und jetzt?

Ich... Also...

* Scheppern *

Das ist ein dicker Hund.

Das ist kein dicker Hund, Ralf.

Das ist ein Baby.

* Tür fällt zu * Ralf.

Was machst denn du da?

Ich halte es hier gerade nicht mehr aus.

Sag Cora bitte, dass ich sie anrufe.

* Bedrückende Musik *

* Tür fällt zu * (Cora) Hallo. Bin da.

* Schritte auf der Treppe * Hallo?

Mama...

Was sitzt denn du da so komisch?

Wie war's im Kino?

Alles okay?

Wo ist Papa?

* Traurige Musik *

Ich bin schwanger.

Was?

Von einem anderen Mann.

Willst du mich verarschen?

Von wem?

Da war dieser Fitnesstrainer in diesem Hotel, wo ich...

...war mit...

* Tür schlägt zu *

...Tine.

Echt jetzt, der Fitnesstrainer? Ja.

Tine hat es mir gesagt. Tolles Wellness-Wochenende, Tine.

All inclusive? Warum hast du das zugelassen?

Was soll das jetzt heißen?

Du kannst Tine nicht die Schuld geben.

Darauf kann man nicht liegen. Du musst das zack zack ...

Ach, das ist scheiße. Für Tine ist es auch nicht leicht.

Hätte Tine mit ihm gevögelt, wäre SIE schwanger.

Das wär sinnvoll. Ralf, es reicht.

Sehr witzig, Ralf, sehr witzig. Entschuldige, Tine. Ich bin -

Ihr redet morgen in Ruhe. Und du atmest mal durch...

* Atmen *

* Atmen * Ja.

Ja, komm. * Atmen *

Will sie das Kind wegmachen lassen? - Tine.

Was?

Naja... ich gehe davon aus. Gesagt hat sie es nicht, aber...

Er geht davon aus, sie treibt ab? - Stopp.

Sie hat mir gesagt, dass sie schwanger ist.

Wir beruhigen uns alle. Wie konnte sie so was tun?

Wie konnte sie mir das antun?

Es war alles okay. Und sie macht so was.

Es war nichts okay und das weißt du auch, Ralf.

Ach.

* Tür wird aufgeschlossen *

Hallo.

Tschüss, Hummel.

Hey, Papa. Hey.

Muss los. Bis später, Hummel.

Schön, dass du wieder da bist.

Ja.

Also...

Du bist unzufrieden mit unserer Ehe und schläfst mit irgendeinem Typen.

Ich hab einen großen Fehler gemacht. Das tut mir leid.

Wie konntest du schwanger werden?

Naja... die Pille lohnt sich ja nicht mehr, weil wir beide...

Und äh... das Kondom, das wir benutzt haben -

Stopp, stopp, stopp. Ich will das nicht wissen.

Wie geht's jetzt weiter?

Ich nehme an,

du machst einen Termin

bei deinem Doktor.

Ich kann es nicht wegmachen lassen.

Ralf, ich liebe dich und ich will mit dir zusammen sein.

Und ich will...

Also, ich ähm...

Kannst du...

Können wir...

darüber nachdenken, ob wir das Kind zusammen bekommen?

Äh... pf...

Du...

Du hast ja nicht mehr alle Tassen im Schrank.

Das ist jetzt nicht dein Ernst?

Wir lieben das Kind, egal, wie es entstanden ist.

Nein... das würde ich nicht. Und ich will das auch nicht.

Ich dachte, du lässt eine Abtreibung machen

und wir reparieren unsere Ehe, Annie.

Ja. Und ich wünsche mir so, dass wir wieder glücklich miteinander sind.

Ein Kind von 'nem österreichischen Fitnesstrainer macht uns glücklich?

Nein...

Ich weiß...

Bitte, denk drüber nach. Da muss ich nicht drüber nachdenken.

Ich mach das nicht mit. Auf keinen Fall.

Ralf, ich kann das Kind nicht wegmachen lassen.

Ich kann nicht.

Das würde ich mir nie verzeihen.

Ich bin mit Menschen zusammen, die ein Baby wollen und keines kriegen.

Ich hab nachgedacht.

Und ähm...

Ich möchte dieses Kind gerne bekommen.

Du beerdigst gerade unsere Ehe.

Nein, das tu ich nicht, das will ich auch nicht.

Ralf.

Ralf.

Ich habe dir 20 Jahre lang diese bescheuerten Ranunkeln gekauft.

So heißen doch keine Blumen.

* Tür schlägt zu *

* Traurige Musik *

Morgen. Morgen.

Das neue Alarmsystem im Naturkundemuseum funktioniert nicht

und das ist der Fehlerbericht.

Alles in Ordnung, Ralf?

Nein, gar nichts ist in Ordnung.

Gar nichts.

Ja, ich weiß.

Ich hab dich auch lieb.

Bis morgen...

Super, Mama.

Ganz toll. Papa zieht aus.

Warum machst du auch so einen Scheiß?

Ich raff's nicht.

Bist du sicher?

Du willst das Baby?

Ah, Mann. Scheiße.

Vielleicht... beruhigt er sich ja wieder.

Und überlegt es sich noch anders.

Tja. Im Moment sieht's nicht so aus.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr euch trennt.

Ich auch nicht.

Aber, dass ausgerechnet dir so was passiert, ist schon witzig, oder?

Du sagst, was wir nicht tun sollen und wirst

schwanger von 'nem Fitnesstrainer.

Ich kann mich kaum halten vor Lachen.

Das ist echt 'n dicker Hund.

Das hat Papa auch gesagt.

Dass du auch so'n Bock schießt.

* Traurige Musik *

Du, Cora.

Wenn Papa sich eine Wohnung nimmt,

dann würde ich es echt verstehen, wenn du zu ihm ziehst.

Nee.

Ich bleib hier.

Echt?

Ja.

Ich ziehe das mit dir durch.

* Ruhige Musik *

Weiß der Vater schon von seinem Glück?

* Ruhige Musik *

Schön, dass ihr gekommen seid. Habt einen schönen Tag.

War super. Danke. Danke.

Sehr schön. Danke.

Ja, und dann ist mein Mann ausgezogen. Er will das Kind nicht.

Ja, ist ja vielleicht etwas viel verlangt.

Ähm... ja. So sieht's aus.

Annie... Was soll ich dazu sagen?

Das haut mich jetzt total vom Hocker.

Sicher, dass es nicht von deinem Mann ist? Ganz sicher.

Okay. Was erwartest du jetzt? Das war eine Nacht.

Dir geht's nicht um Unterhalt, oder? Nein.

Okay.

Und was ist, wenn das Kind wissen will, wer sein Vater ist? Was dann?

Dann sage ich ihm die Wahrheit.

Und, dass andere Kinder auch ohne Vater aufgewachsen sind.

Weißt du, ich hatte einfach das Gefühl, dass du das

wissen musst. Das ist alles.

Ja.

Ich wünsch dir alles Gute, Raimund.

Dir auch, Annie.

Tschüss. Ciao.

Bis nächste Woche, Frau Konradi. Auf Wiedersehen.

Das ist eine super Entscheidung.

Wir haben eine 35 prozentige Erfolgsquote pro Mikroinjektion.

Ja, ich weiß.

Komm, wir gehen einen Kaffee trinken.

Hat Nils nochmal mit

Ralf gesprochen?

Er hat's probiert... aber...

Ralf ist ziemlich unversöhnlich.

Und ehrlich gesagt,

verstehe ich ihn auch.

Bei euch ist alles gut.

Du hast ein Kind. Du hast eine Familie.

Du triffst so eine Entscheidung und schmeißt das alles weg.

Ich schmeiß gar nichts weg...

Willst du mir sagen, dass ich abtreiben soll? Gerade du?

Nein, ich ... Oder soll ich das Kind euch überlassen?

Da hab ich wirklich drüber nachgedacht. Aber das...

Ich kann das nicht.

Ich hätte es nicht so entschieden, wenn ich nicht...

Gefühle hätte für das Baby.

Ja. Ist gut.

Ich...

Es... äh...

Das tut mir auch weh, Annie.

Weißt du, das ist wie 'ne fette Ohrfeige vom Schicksal:

Du nicht.

Ich brauche einfach ein bisschen Zeit,

das irgendwie auf die Reihe zu kriegen.

* Traurige Musik *

* Türklingel *

* Türklingel *

Mama, es klingelt.

* Würgen *

Kotzt du wieder?

Ja.

Hey.

Ähm... ich bin Raimund...

Ist... die Annie da? Deine Mutter.

Mama.

Ja. Hier ist jemand für dich.

Sie...

kotzt... ähm...

Sie übergibt sich gerade. Okay.

Mama...

Komm sofort runter.

Es ist wichtig.

Sag mal, was brüllst du denn so?

Wer ist denn das noch so spät?

Ich kombiniere. Das ist der Vater vom dicken Hund?

Ja, das ist Raimund.

"Dicker Hund?"

Okay.

Hammer.

Hammer.

Mh, dann...

lass ich euch mal allein.

Ahhm...

Ich hab ein paar schlaflose Nächte hinter mir.

Ich wurde fristlos entlassen. Die Hotelleitung hat das mitbekommen.

Oh, nee. Das tut mir leid. Ich...

dachte, ich...

komm und ähm...

Können wir reden?

Ja, klar. Komm rein. Okay.

Ich komm gleich.

Was will der hier?

Er ist entlassen worden.

Er schläft 'ne Nacht hier, okay?

Was? Wenn Papa erfährt, dass er hier ist, kommt er nie wieder.

Soll ich ins Hotel?

Deine Tochter schien nicht begeistert zu sein, mich zu sehen.

Nein. Für heute geht das schon.

Okay.

Also, was wolltest du jetzt besprechen?

Ähhm... ich habe nachgedacht.

Ich kann auch in München arbeiten. Klar.

Als Fitnesstrainer findest du bestimmt was.

Annie, ich will für dich und das Baby da sein.

Was?

Mit allem Drum und Dran.

Ich habe mir überlegt, wie wir das hinbekommen können.

Ich suche in der Nähe eine Wohnung, ziehe ein,

arbeite hier und dann

lernen wir uns erstmal kennen und dann machen wir das zusammen

als Freunde oder als... also -

Können wir das morgen besprechen?

Ja, okay.

Gute Nacht. Nacht.

* Tür geht zu *

* Ruhige Musik *

Ha...

* Schritte auf der Treppe *

Morgen, Hummel.

Wo willst du denn hin?

Was will der hier?

Er will nur über alles reden.

Morgen.

Ich bin bei Nina. Ich muss hier raus.

Sorry.

Cora ist einfach grad überfordert. Alles gut.

Würde ich auch nicht gut finden.

Ähh... ja.

* Räuspern *

Also, warum hast du dich entschieden herzukommen?

Weil es richtig ist.

Richtig? Ja.

Im Sinne von

moralisch richtig? Ja.

Aber nicht nur.

Ich will so was wie 'ne Familie.

Familie? Ja.

Wo sind denn deine Eltern?

Meine Mutter ist an Krebs gestorben.

Tut mir leid. Alles gut.

Mein Vater hatte ein ghanaisches Lokal in Rosenheim,

das pleite ging. Er ist zurück nach Ghana, als ich neun Monate alt war.

Ich bin auch ohne Vater aufgewachsen.

Da ist meine Mama wahnsinnig stolz drauf.

Es vergeht kein Tag, an dem sie nicht betont,

wie locker sie alles ohne Mann geschafft hat.

Das Baby soll nicht ohne Vater groß werden.

* Türklingel *

Ich mach mal auf.

Was macht ihr denn hier?

Wir wissen alles. Der Ralf hat uns alles erzählt.

Und wir sind sehr traurig über diese Situation.

Warum sprichst du nicht zuerst mit mir? Ich bin deine Mutter.

Ganz sachlich, ja.

Was... hat dich dazu bewegt,

dich mit 40 Jahren für dieses Kind zu entscheiden?

Also, ich bin ein Abtreibungsgegner.

Bei aller Liebe. Das ist idiotisch.

Was ist denn daran idiotisch, Helmut?

Annie, komm. Wir setzen uns hin und besprechen das in aller Ruhe.

Ich glaube, der Ralf würde dir verzeihen,

wenn du etwas zur Vernunft kommen würdest.

Warum, um Himmels Willen, hast du ihm reinen Wein eingeschenkt?

Schon immer schieben Frauen ihren Ehemännern die Kinder unter.

Doris. - Es ist doch wahr.

Jedes 10. Kind in Deutschland ist ein Kuckuckskind.

Ja, hätte die Annie meinen Sohn anlügen sollen?

Bitteschön. Dein Ralf hätte nichts gemerkt.

Oder glaubst du, das Kind spricht österreichisch.

Also, nein, das nicht, aber...

Hallo. Hallo.

Ja, das ist Raimund.

Das ist meine Mutter Doris. Und ähm Ralfs Eltern.

Grüß Gott. Hallo.

You are welcome.

Sie können deutsch sprechen. Ah, ja.

Guten Tag. Guten Tag.

Was macht denn der junge Mann da?

Lydia. Also...

Wir...

Also...

Er...

Nein, das ist nicht wahr.

Ach, so. - Also...

Das ist ja jetzt ein dicker Hund.

Okay, ich glaub, ich sollte - * Türklingel *

Nein. Warte.

Wer ist das? Keine Ahnung.

Ja, wenn das der Ralf ist.

Aber er hat gesagt, er kommt nicht.

Vielleicht hat er es sich anders überlegt. Ein Friedensangebot.

Um Gottes Willen. Wenn er den da sieht, dann geht gar nichts mehr.

Na, kommen Sie. Sie müssen raus in den Garten. Schnell.

Oh... Scheiße.

Scheiße.

Und jetzt? - Ja, du stellst dich jetzt da hin.

Stell dich dahin.

Annie. Ich habe meinen Schlüssel benutzt.

Ich breche die bescheuerte Veranstaltung ab.

Das ist Annies und meine Sache. Wir müssen das alleine -

Wer ist das?

Das ist Coras Freund.

Das ist der Gärtner. - Ein Flüchtling.

Was?

Also... Ralf.

Das ist Raimund. Der Vater des Kindes.

Und was macht der hier?

Wohnt der hier?

Nein, er hat hier letzte Nacht im

Gästezimmer übernachtet. Was für'n Gästezimmer?

Das Gästezimmer halt.

Und er will mich...

er will mich unterstützen.

Ralfi.

Ich habe ihm alles gesagt. Hm...

Willst du mit rein?

Ist er okay?

Mhh... nee.

Das muss jetzt sein? Ja?

Heeey...

Raimund.

Ahm...

Ja, es ist...

Es ist nicht so, wie Sie denken. Es ist...

Also, es ist schon, wie Sie denken...

Also, wir ähm... wir sind jetzt ein Paar. Wir sind kein Paar.

Ich wohne nur... Annie ist schwanger und ich...

Ich bin der Vater von dem Kind

und ich will mich auf irgendeine Art und Weise

um Annie und das Baby kümmern.

Genau.

Ralfi.

Was macht er denn da?

Er ringt um Fassung.

Was tust du meinem Buben an, Annie?

Du hast ihn gar nicht verdient...

meinen Ralfi.

Ach, so. Hm...

Meine Annie, zu schade für deinen Buben.

Na, schau dir an, was sie aus ihm gemacht hat.

Nein.

Ralfi. Nichts "Ralfi".

Ich hab diesen Garten da angelegt.

Ich hab dieses Regal da gebaut.

Ich hab den Boden hier verlegt, auf dem wir stehen.

Auf diesem Sofa da hab ich unsere Tochter gewickelt. Ich hab...

Wir haben doch...

Wie kannst du ihn hier schlafen lassen?

Ich lass euch mal allein.

Och...

Wir haben nur helfen wollen.

Wir ahnten nicht, dass hier "Sodom und Gomorra" herrscht.

Ach, hör auf, "Sodom und Gomorra".

Nur weil dieser Afrikaner Verantwortung -

Verantwortung. Schluss jetzt.

Raus. Streitet euch woanders.

Ja, aber... Sofort.

Du auch, Mama. Nein.

Es gibt keine beschissenen Familientreffen mehr. Raus.

Bitte. - Naturkatastrophen passieren

und Unfälle.

Aber deine Tochter hat unseren Sohn aufs Übelste betrogen.

Nach 16 Jahren Ehe.

Sie wird ihre Gründe gehabt haben.

Mach's gut, mein Kind.

(Doris) Und ihr, ihr hattet diese beschissene Idee.

* Ruhige Musik *

Tja.

Das war's.

Es ist vorbei.

Ist gut.

Du fühlst dich so wahnsinnig im Recht, Ralf.

Weißt du, wie ich mich angestrengt hab, dass es allen gut geht.

Dass alles hier läuft.

Du hast dich gemütlich zurückgelehnt und mich machen lassen.

Als ob dich das alles gar nichts angeht.

Wir hatten drei Jahre

so gut wie keinen Sex mehr. Du wolltest nicht mal drüber reden.

Ich kann nicht mit einem Mann leben, der mich behandelt

wie einen praktischen Schrank.

* Traurige Musik *

Du warst für mich kein Schrank.

* Tür schlägt zu *

Ich fahr zu einem Freund nach Rosenheim.

Nach Rosenheim?

Vielleicht ist irgendwas zu retten bei euch, wenn ich weg bin.

Du kannst mich anrufen.

Raimund.

Besser, wenn ich verschwinde, Annie. Er beruhigt sich wieder.

Nein. Und ich weiß nicht, ob ich das noch will.

Ich will mich nicht mehr

auf ihn verlassen.

Lass mich jetzt nicht auch noch allein.

* Wasser plätschert *

Du musst doch nicht gleich mit der Scheidungskeule draufhauen.

Du bist doch kein Neandertaler.

Ich komm und will reden...

Und der Typ, der sie geschwängert hat, ist da.

In meinem Haus.

Ralf.

Annie ist nicht tot oder querschnittsgelähmt.

Sie ist schwanger.

Das Kind ist nicht von dir, okay.

Das ist nicht optimal, aber – Nicht optimal, Tine.

Ich meine ja nur:

Wie ist es denn so weit gekommen?

Was ist denn schief gelaufen zwischen euch in den letzten Jahren?

Gar nichts ist schiefgelaufen.

Wir hatten halt unsere Themen. Wie in jeder Ehe.

Ihr hattet ziemlich lang keinen Sex mehr, oder?

Echt? Das wusste ich nicht. Ihr hattet keinen Sex mehr? Wieso nicht?

Weil...

Verdammt nochmal...

Wollt ihr mir die Schuld geben?

Deshalb muss man kein Kind von 'nem anderen bekommen.

Irgendwas hat dazu geführt, dass ihr keine Freude mehr hattet miteinander.

Was war das?

Darüber musst du nachdenken.

Und dir nicht einreden, du hättest mit der Sache nichts zu tun.

Vielen Dank. Ich schau mich nach einer Wohnung um.

* Schritte auf der Treppe *

Morgen, Hummel.

Du, ich möchte gern was mit dir besprechen.

Also, Raimund bleibt erst mal im Gästezimmer wohnen als WG-Mitglied.

Was?

Wieso denn?

Ich hab doch gesagt, ich helfe dir.

Ich dachte, wir machen das zusammen.

Ja, das haben wir gesagt, aber...

Wir können jede Unterstützung gebrauchen.

"Unterstützung" nennst du das? Geht's eigentlich noch bei dir?

* Tür schlägt zu *

Und? Habt ihr euch wieder versöhnt?

Wir lassen uns scheiden.

Was?

Wieso das denn?

Ich fürchte, das würde etwas länger dauern.

Ich hab Zeit.

* Musik überdeckt die Unterhaltung *

Cora, natürlich machen wir das zusammen.

Das ist echt viel Verantwortung für dich.

Weißt du, du machst deine Schule, du hast Prüfungen.

Nachts aufstehen müssen und dem dicken Hund das Fläschchen geben...

Das ist zu viel.

Lass meine Sachen.

Deshalb quartierst du den hier ein?

Er...

Er hilft uns. Er zahlt Miete.

Es ist sowieso die Frage, wie es ohne Papa mit dem Geld funktioniert.

Weißt du, wie das für mich ist? Mit 'nem fremden Mann hier im Haus?

Ich weiß doch selbst grad nicht weiter. Ich hab Angst.

Cora.

Bitte gib Raimund eine Chance.

Er ist ein netter Kerl.

Wir versuchen es ein paar Wochen.

Wenn's für dich nicht funktioniert, dann geht er wieder.

Hummel.

Der dicke Hund ist auch sein Kind.

Und ihr habt Sex miteinander?

Nein, das ist rein freundschaftlich.

Klar. Und die Geschenke bringt das Christkind.

* Klopfen * Mama, mach doch mal.

Was soll das Gedusche?

* Klopfen * Mama.

Ich muss zur Schule.

* Klopfen *

Bricht hier jetzt das totale Chaos aus?

Morgens duschen, das Baby, dann noch der Typ...

Der sieht noch nicht mal gut aus.

Denzel Washington für Arme. Für ganz Arme.

* Klopfen * Cora.

Denzel Washington könnte mein Vater sein.

Und ich wäre dann Denzel Washington Junior

für Arme. Für ganz Arme.

Und du könntest Denzel - Raimund.

Morgens bitte nur pieseln. Cora und ich müssen früh raus.

Morgens nur pieseln. Ist gebongt. Sonst nichts. Ladys first.

Schön, dass ihr das so witzig findet.

* Tür knallt zu *

* Entspannte Musik *

Hey, Birgit.

Morgen, Frau Milke.

Morgen.

Ja, äh... das ist Raimund.

Ein Bekannter, der bei uns...

Also, ein Freund, mit dem ich...

Hallo.

Also, das ist ja mal eine Überraschung...

Also... eine ganz nette...

Freut mich. Hallo. Hallo.

Hallo.

Ja, komm rüber auf 'nen Kaffee Birgit. Morgen bei mir?

Vielleicht? Ja.

* Entspannte Musik *

Ich fasse es nicht.

Was habe ich gesagt.

* Tür fällt zu *

Hey, Cora.

Deine Mum kommt später nach Hause.

Ich habe dir was mitgebracht. Im Kühlschrank.

Schokopudding.

Ein Bestechungsversuch?

Jup. Nicht gut?

Ich mach Spaghetti Bolognese. Deine Mama sagt, du magst es.

Wenn ich meinen Vater treffe, weint er.

Meine Mutter bekommt ein Kind. Alle gucken, als hätte ich Lepra.

Du kaufst Schokopudding und kochst Spaghetti und dann wird das schon?

Du hast recht.

Okay.

Können wir trotzdem versuchen, miteinander klarzukommen?

Das kannst du versuchen.

Ich hol mir 'ne Pizza.

* Ruhige Musik *

Und, wie läuft es mit Raimund?

Wir versuchen es halt.

Er arbeitet im Fitnessstudio in der Stadt und ist da ganz glücklich.

Ist Ralf schon umgezogen?

Mhm. Er hat die Scheidung eingereicht.

Annie.

Das darf doch wohl nicht wahr sein.

Das ist so ein Blödsinn.

Du musst nochmal mit Ralf reden.

Das ist einfach so. Es ist vorbei.

Tschüss.

Kann ich mir deine neue Wohnung vielleicht mal ansehen?

Ja. Aber viel ist da noch nicht drin.

Würde sie trotzdem gerne sehen...

Schönen Tag euch noch. Tschau.

Tschau, tschau.

Das Wasser so kristallklar.

Raimund.

Warte mal.

Gehst du schon? Ja.

Komm doch noch zu uns...

Er hat den Ironman auf Hawaii mitgemacht und erzählt davon.

Ja, eigentlich voll gerne, aber ich ähm...

Ich hab nur noch...

Also, ich muss ähm...

Die Frau, mit der ich wohne ähm... Ah...

Ja.

Schade.

Ja. Ich geh dann mal.

Ciao.

Ciao.

* Romantische Musik *

Ah... Huch.

* Lachen *

* Angestrengtes Atmen *

Das war Wahnsinn, oder?

Ja. Ja, das war...

Das war wirklich gut.

* Lachen *

Was ist?

Musst du an deine Frau denken?

An Annie?

Nein... überhaupt nicht. Ich...

* Herztöne *

* Klopfen *

Hey.

Für die 16. Woche ist alles normal entwickelt. Sieht gut aus, Annie.

Und Herr... Adjey.

Herr Adjey, alles in Ordnung. Cool.

Ach, Cora.

Du, wie geht's deiner Mutter?

Ganz gut.

Ist da was im Busch? Ja, also ich meine, jetzt sprichwörtlich.

Wieso sprichwörtlich? Meine Mutter ist schwanger.

Wenn du uns besuchen würdest wie früher, Birgit, dann wüsstest du das.

Scheiße, dass du meine Mutter im Stich lässt.

Jetzt könnt ihr weiter über uns ablästern.

* Musik mit Gesang *

Hey. Hey.

Hey, Cora. Willkommen zur Grillparty.

Wir waren beim Ultraschall. Dem dicken Hund geht's gut.

Mama, mach die Musik leiser. Die reden sowieso schon über uns.

Cora, da kannst du dich dran gewöhnen.

Dir kann gar nicht früh genug egal sein, was die über dich denken.

Scheint so. Komm, Cora.

Es gibt Würstchen.

Gibt's Bier? Klar.

Äh...

Bitte sehr. Danke.

Hey, sag mal...

Wo willst denn du jetzt hin?

Ist okay, lass sie. Du kannst ihr vertrauen.

Das hat Ralf auch immer gesagt.

Hey, na. Ich hab ein Bier mitgebracht.

Cool. Willst du mitspielen? - Ja.

Du spielst bei ihnen mit.

Voll geil. - Ja.

* Türklingel *

Hey.

Ich wollte meine Sachen holen.

Hat Annie nichts gesagt?

Doch, doch. Hat sie.

Sie müsste gleich hier sein.

Kann ich was helfen?

Ich bin oben und bau den Schrank ab. Wenn was ist, Bescheid geben.

Wie? Den Schrank?

Im Schlafzimmer? Wieso das denn?

Ihre Klamotten hat Annie...

in die Kisten da...

Tut mir leid.

Ich weiß noch genau, wie Annie und ich den Schrank ausgesucht haben.

Ja.

"Möbel Riegert".

Da im Westend.

Es hätte auch einen billigeren gegeben, aus Fichtenholz.

Aber den hier fanden wir schöner.

Das ist Buche. Aha.

Auf Annies Seite, da haben die Türen immer etwas gequietscht.

Aber auf meiner nicht.

Da funktionierten sie einwandfrei.

Vollkommen geräuschlos.

Ich bringe dann schon mal 'ne Kiste mit runter.

* Schritte auf der Treppe *

* Tür schlägt zu *

Was ist?

Dein Mann ist oben und verabschiedet sich von seinem Schlafzimmerschrank.

Ich verstehe das nicht.

Das war ein praktischer Schrank.

Der war doch noch gut.

* Düstere Töne *

Hey, Hummel.

Na...

Du fehlst mir.

Du mir auch.

Ich ruf dich an, ja?

Hm, bis dann.

* Düstere Töne *

Das geht nicht.

Was?

Mit uns beiden, das geht nicht.

Annie, wovon redest du da? Annie?

Mensch, Annie.

Ich bin für dich und das Baby da. Dazu stehe ich.

Das weiß ich doch.

Wieso soll das mit uns beiden nicht gehen? Weil...

Weil... Annie, dein Mann ist weg.

Und er kommt so schnell nicht wieder.

Ich weiß.

Wir sollten in der Stimmung keine Entscheidung treffen. Okay?

Wir sind ein gutes Team...

Aber wir sind kein Paar.

Das hier ist keine Liebesgeschichte.

Nein.

Ich liebe dich.

Aber es ist keine Liebesgeschichte.

Deshalb ist es besser für uns beide.

Das war ein guter Versuch. Aber

ich will nicht auch noch meine Tochter verlieren.

* Sanfte Musik *

* Schluchzen *

* Schluchzen *

Ich gehe jetzt meine Sachen packen.

Wir sehen uns dann bei der Geburtsvorbereitung.

Cora, du wirfst noch mal.

* Jubeln *

Zwei, oder?

Also... ups.

(Cora) Gib mir mal den.

Mama, was ist denn?

Es ist alles in Ordnung.

Du sagst doch immer, wie locker du alles ohne Mann geschafft hast.

Was war der erste Mann auf dem Mond?

Ein guter Anfang.

Oder... Ah, ja.

Es war nicht immer einfach.

Das weiß ich doch.

Ich war so froh.

Bei euch war immer alles so...

gut.

Dein schöner Beruf, netter Mann...

Meine brave Cora, jetzt trinkt sie.

Der neue Mann ist auch schon weg.

Mama.

Es hilft mir nichts, wenn du dir Sorgen machst.

Ich hab dich lieb.

Aber bitte, unterstütze mich oder bleib einfach weg, okay?

Überleg es dir.

So..

Wir setzen jetzt Ihre befruchtete Eizelle

in die Gebärmutter ein...

Da hat sich schon ein schöner mehrzelliger Embryo gebildet...

Ah...

Geht's?

Du bleibst eine Stunde liegen. Danach kann Nils dich mitnehmen.

Ich werde

die beste Tante der Welt sein.

Wenn das mit dieser Mikroinjektion wieder nicht klappt...

Da denken wir nicht dran.

Dann schaffen wir uns einfach einen kinderfreundlichen Hund an.

Du, Cora. Ich muss dir was sagen.

Ich muss dir auch was sagen.

Ja? Okay.

Erst du.

Hm, äh...

Ich hab seit ein paar Wochen eine Freundin.

Sandra heißt sie.

Eine Kollegin von mir.

Vielleicht hast du mal Lust, sie kennenzulernen?

Ich meine, das ist doch gut. Oder?

Mama hat jemanden. Ich habe jemanden.

Wir haben beide wieder jemanden.

Mhm.

Und was wolltest du mir sagen?

Nichts.

Schön, dass du da warst.

Schön war's.

Hey, Birgit. Lange nicht gesehen.

Bis bald. Ciao.

Papa hat 'ne neue Freundin.

Was?

Wen?

Eine Kollegin. Sandra.

Die Sandra?

Da hat der Papa immer gesagt, wie langweilig die ist.

Wie alt ist die? 25?

Sie hat mir nicht ihren Personalausweis gezeigt.

Ehrlich gesagt, bin ich entsetzt.

Wollt ihr nicht noch etwas abwarten?

Warum denken Sie denn gleich an die Scheidung, Ralf?

Naja, das liegt doch auf der Hand.

Genau.

Das liegt ja auf der Hand. Ja.

Er gründet vielleicht mit seiner jüngeren Freundin eine Familie.

Wie alt ist sie genau? 25? 28?

Sie ist 33. Er muss frei sein, Herr Sutterer.

Und wie ist der Sex? Besorgst du es ihr ordentlich?

Annie, das ist jetzt ... Du hättest sagen können:

Ich find dich nicht mehr attraktiv.

Naja, egal. Viel Glück mit deiner neuen Flamme. Gratuliere.

Annie, darf ich Sie erinnern? Sie bekommen ein Kind. Von einem anderen.

Äh... ja.

Mit dem Sie, soweit ich weiß, zusammenleben.

Zusammengelebt h-a-b-e.

In einer Wohngemeinschaft.

Das hat leider nicht geklappt.

Ja, also...

Ich habe mir angesehen, was Sie ausgearbeitet haben.

Ich bin mit fast allem einverstanden.

Annie.

Annie. Jetzt warte doch mal.

Annie...

Ich mach das schon. Upps. Ich hab's. Ich hab's.

Das wusste ich ja gar nicht,

dass ihr getrennt seid.

Ich kann nicht sagen, dass es mir leid tut.

Das hab ich nicht erwartet.

Es geht mir gut, Ralf.

Raimund und ich, wir haben es versucht.

Es hat halt nicht geklappt.

Es ging nicht für Cora.

Cora spielt jetzt übrigens

Bierpong. Und treibt sich rum. Du hattest recht.

Eine Übergangsphase und ich hab alle damit verrückt gemacht...

Naja...

Und...

Wie geht's...

Dem dicken Hund geht's gut.

Annie. Annie, jetzt warte doch mal, bitte.

Ich hab so viel nachgedacht über uns.

Ja?

Das lag überhaupt nicht an dir.

Mit dem Sex, meine ich.

Am Alter oder sowas.

Gar nicht.

Ich wollte keine andere Frau. Keine jüngere.

Das ist halt so passiert, weil du ja auch...

Und das war ganz gut, weil...

Ich habe ja schon fast geglaubt,

dass ich vielleicht impotent bin, sowas.

Aber es funktioniert Gott sei Dank alles problemlos.

Wirklich gut. Richtig super.

Aber da wurde mir klar, dass ich...

Darf ich die Ausführungen unterbrechen und dich erinnern,

dass du dich scheiden lassen willst.

Es interessiert mich nicht mehr.

...dass ich das lieber mit dir erlebt hätte.

* Traurige Musik *

Annie...

* Ruhige Musik *

* Handyklingeln *

Hey.

Ja...

Okay... ja.

Bis dann.

Ich bin kurz unten.

Wir atmen tief ein...

Wir dehnen uns nach vorne aus.

Ich hab jemanden kennengelernt.

Und wieder zur Mitte und noch ein tiefer Atemzug.

Okay?

Okay.

* Summen *

Alles okay?

Hm...

Ist alles in Ordnung.

* Sie summt weiter *

Cora, Papa ist da.

Willst du reinkommen? Das Kinderzimmer angucken?

Ich... nein.

Nein. Nee. Keine Panik.

Ich wollte es dir nur zeigen, dich nicht drin einsperren.

Wo ist mein Rucksack, Mama?

Keine Ahnung.

Hast du mit Tine gesprochen?

Weißt du, dass...

Ja, ich weiß.

Scheiße. Hm...

Nils meinte, dass es ihr guttun würde,

wenn wir zusammen mal wieder was unternehmen würden.

Zu viert.

Zum Essen oder so.

Also, wenn das für dich okay ist... mit mir...

Klar.

Aber warum könnt ihr es nicht nochmal probieren?

Wir sind durch damit.

Wir können keine Pinzetten und Petrischalen

und ähnliche Instrumente mehr sehen.

Wenn ich das Wort Klinik höre, krieg ich Ausschlag.

Und 'ne Samenspende?

Ich meine, eine heterologe

Insemination wäre vielleicht - Von irgendeinem fremden Mann?

Nee. - Nee.

Neee.

Der einzige Mann, mit dem ich mir das vorstellen könnte,

wäre Ralf.

* Räuspern *

Ernsthaft.

Ein Kind von Ralf, das wäre schön.

Oder Nils?

Besser, als mit einem Fremden.

Mensch, ihr seid ja...

Mensch, ihr seid ja süß.

Warum ausgerechnet Ralf als Samenspender? Wieso?

Wir hätten wieder diesen technischen Kram.

Nee. Wenn, nur auf natürlichem Weg.

Wie natürlich, meinst du das, Tine?

Ralf onaniert in ein Gefäß und ich bring den frischen Samen manuell -

Das wäre mir nicht sicher genug. Wartet mal.

Wenn, dann ganz natürlich. Mit echtem Sex.

So, dass Ralfs Samen ganz ganz tief...

direkt an meinen Gebärmuttermund kommt. Wirklich ganz tief hinein.

Ah... mhm... mhm..

Wenn ich mir das mit jemandem vorstellen könnte,

dann mit dir, Ralf.

Seid ihr wahnsinnig geworden?

Wir reden doch nur, Annie.

Ja, du redest von Ralf, von meinem Mann.

Wir denken das durch...

Bei einem echten männlichen koitalen Orgasmus

steigt die Chance auf eine Befruchtung.

Ja, da ist natürlich was dran. Ihr spinnt doch.

* Schmerzlaute * Annie?

Ah... Alles okay?

Sind das schon die Wehen? Oah...

Annie?

Annie.

* Klopfen * Ist was mit dem Baby?

Soll ich Doktor Hartung anrufen?

Nein.

Nur zu viel... Nachtisch.

Was denn?

Und du kannst dir das wirklich vorstellen, ja?

Mit 'ner fremden Frau zu schlafen? Ihr ein Kind zu machen?

Aber Tine ist keine fremde Frau.

Tine ist meine beste Freundin und du bist mein Mann.

Annie, wir lassen uns gerade scheiden.

Was für eine bescheuerte Idee.

Würdest du das machen?

Würdest du das machen?

Mit wem willst du noch alles vögeln? Mit der ganzen Stadt, oder was?

Jetzt sei doch nicht so spießig.

Das passt wirklich nicht.

Ich weiß schon, was du sagen willst. Das mit dem Glashaus.

Ja, ich würde es machen, wenn sie mich drum bitten würden.

Die beiden wünschen sich schon so lange ein Kind...

Ich übernehme keine Verantwortung und halt mich aus allem raus.

Hier würde ich Verantwortung übernehmen...

Hm...

Du spinnst doch.

Also...

Wenn's wirklich soweit kommt, was ich nicht hoffe...

Dann hast du meinen Segen.

Wie sind wir überhaupt hier gelandet, Annie?

Naja, wie...

andere Paare halt auch.

Man glaubt, der andere ist für das eigene Glück verantwortlich.

Das ist der Anspruch...

Der einzige Unterschied zu anderen Paaren ist,

dass sie kein Kind aus 'nem One-Night-Stand bekommen.

Tja...

Bereust du's?

Den dicken Hund?

Nein.

Aber das, was davor war.

Ich würde mir wünschen, wir könnten nochmal von vorn anfangen.

Wie in "Und täglich grüßt das Murmeltier".

Tja.

Ich hab's verbockt.

Das warst du nicht allein.

Ich vermiss dich.

Ja? Ja, klar.

Weil ich dich liebe.

Gute Nacht.

Gute Nacht.

* Red Hot Chili Peppers *

# Come along and go

# Along with me

# Wander with me yo

# It's all for free

# I could die for you

# What you want to do

# Oh this life I choose

# I could die for you * Lachen *

# What you want to do

# Oh this life I choose

# Come again and tell me Where you want...

Ja, schau. Der Nikki. - Ja, mei.

Ja, schau. Ist der lieb. - Haha...

Na, wer kommt denn da?

Na, du Süßer.

# Along with me

# Wander with me yo

Ich verstehe nicht, wieso keine regelmäßigen

Familientreffen mehr stattfinden.

Erschließt sich mir auch nicht.

Na...

Wer ist die rothaarige neben dem Dings?

Der heißt nicht Dings, Lydia. Das ist der Raimund.

Ja, der Raimund. - Das ist seine neue Freundin.

"Sodom und Gomorrha".

Oh, Gott.

# I could die for you

Haaaaa... - Haaa...

# What you want to do

# Oh this life I choose

# I could die for you

# What you want to do

# Oh this life I choose

Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020

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