All language subtitles for Eichmann (2007)_ger

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Original subtitles

DER HOLOCAUST (1933-45) DER SYSTEMATISCHE V�LKERMORD

AN EUROP�ISCHEN JUDEN W�HREND DER ZEIT DES NATIONALSOZIALISMUS IN DEUTSCHLAND.

DER H�HEPUNKT DER JUDENVERFOLGUNG WAR DANN DIE "ENDL�SUNG DER JUDENFRAGE".

DIESES PROGRAMM DER MASSENVERNICHTUNG WURDE 1942 BESCHLOSSEN

UND VON ADOLF EICHMANN MIT EINER MORDIERIGEN EFFIZIENZ DURCHGEF�HRT.

EICHMANN, (KARL) ADOLF (1906- 1962) SS OBERSTURMBANNF�HRER.

ER WAR VERANTWORTLICH F�R DIE DURCHF�HRUNG VON HITLERS "ENDL�SUNG"

UND F�R DIE VERWALTUNG DER KONZENTRATIONSLAGER,

IN DENEN 6 MILLIONEN JUDEN UMKAMEN. NACH DEM KRIEG VERSTECKTE

ER SICH IN ARGENTINIEN UND VERSUCHTE SO, DEN N�RNBERGER PROZESSEN AUSZUWEICHEN.

DER FILM BASIERTAUF

OFFIZIELLEN ISRAELISCHEN VERNEHMUNGSPROTOKOLLEN (1960-1961)

Maseltov!

Kommen Sie bitte mit. Mordecai Tormer erwartet Sie drau�en.

"Premierminister David Ben-Gurion lehnte einen Kommentarzum jetzigen Zeitpunkt ab.

Es wird aber innerhalb der n�chsten Minuten zu einer Notfall-Sitzung kommen. "

Diskretion ist wichtig. Sie d�rfen mit niemandem reden!

- Sir? - Ah, hierkommt er. Lassen Sie uns reingehen.

"Bei einer Notfall-Sitzung am heutigen Nachmittag

hat Premierminister David Ben-Gurion bekannt gegeben,

dassAdolf Eichmann, derwegen seiner Beteiligung an der Ermordung

von 6 Millionen Juden durch die Nazis gesucht wurde,

nunmehr ein Gefangener aufisraelischem Boden ist.

Ihm wird wegen seiner Verbrechen an der Menschheit

und dem j�dischen Volk der Prozess gemacht. "

Ich wei�.

Pass auf deinen Kopf auf.

Komm nicht zu sp�t zu meinem Arzttermin.

- W�rde ich das jemalstun? - Ja, aber ich liebe dich trotzdem.

- Guten Morgen, Benjamin. - Guten Morgen, Vera.

Da ist er ja. Hallo. Kommen Sie mit.

Hier lang.

Guten Morgen!

Dieses Personal sammelt Augenzeugenberichte von �berlebenden

und nimmt Zeugenaussagen auf.

Aber Sie sind der Einzige mit Gesamt�berblick.

Mit den Beweisen, die sie Ihnen vorlegen, werden Sie entscheiden,

- was Eichmann gefragt wird und wann. - Ja.

Wie ich Sie kenne, bin ich sicher, dass Sie sehr schnell gen�gend Beweise haben.

Das wird aber nicht vor morgen sein.

CaptainAvner Less,

lassen Sie mich Ihnen den unbestechlichen Hans Lipmann vorstellen.

- Wie geht es Ihnen? - Gut, danke.

Hans wird Ihnen assistieren.

Bitte, Sir. Lieber Mister W�rter.

Merci. Gracias. Danke sch�n.

Leck mich am Arsch!

Ah, da ist eralso.

Der schlimmste fleischgewordene Alptraum allerj�dischen Menschen.

Keine Sorge. Es besteht kein Risiko f�r Sie und Ihre Familie.

Risiko?

Es waren ganze 15 Jahre. Wirwollen Gerechtigkeit.

Lass die Vergangenheit Vergangenheit sein. Vergiss es.

Nein, Sarah. Wirwollen, dass die Welt erf�hrt, was dieser Mann getan hat.

- Rache? - Wenn du es unbedingt so nennen willst...

- Ja, will ich. - Sollte er nicht seine gerechte Strafe in einem Prozess erhalten?

Avner, was passiert, wenn erf�r schuldig befunden wird?

Erwird nicht exekutiert. Also, was soll das?

Und wer �bernimmt die Vernehmung? Wen haben wir, derso ausgebildet ist?

- Niemanden. - Niemanden.

Also lasst ihn uns und aufh�ngen oder gleich erschie�en.

So sparen wir Geld. Unsere Gesetzesverfahren sind eine Farce.

Ja, aber die Regierung kann die Todesstrafe nicht genehmigen.

Wie lange ist das hier bei uns schon verboten?

- Seit derGr�ndung Israels. - Ja, 13 Jahre. - Zw�lf Jahre.

Ich glaube, es ist schon 13 Jahre her.

Meiner Meinung nach zollen wir ihm zu viel Respekt, wenn wir ihm den Prozess machen.

Absolut! Richtig!

- Also bekommt er einen Prozess, der... ... derihn entlastet. Ich meine,

Welche neuen Informationen soll das bringen?

W�s gibt es noch herauszufinden? Er ist ein M�rder.

Jeder Jude, der glaubt, erverdiene einen Prozess, verr�t seine eigenen Leute.

- Richtig. - Findest du nicht, Avner?

Ich finde, wir brauchen noch mehr Wein.

Ist alles okay, mein Freund?

Ja.

Ja.

W�s hat derArzt gesagt?

Ich bin offiziell auf dem Wege der Besserung.

- Das ist wundervoll, oder nicht? - Sarah!

Ich habe Polio derWirbels�ule.

Ja, aberdu hast immer genug Energie f�rzwei Leute gehabt.

Ja, vielleicht. Aber jetzt nicht mehr.

DerArzt sagt, es war ein gro�er Fehler, Kinderzu bekommen.

AberAvner und ich wollten eine Familie. Die Kinder sind ein solcherSegen.

Ich will einfach nicht, dass sie mich in einem Rollstuhl sehen.

Wir haben 60 Verwandte verloren. Stell dir das vor.

Dieser Mann ist verantwortlich,

dass 60 Menschen unserer Familie nicht mehr hier sind.

Man sollte jemanden bezahlen, der ihm in den Kopf schie�t, damit es vorbei ist.

Dann sehen wir aus wie ein paar schie�w�tige Bauern,

die es verdienen, ihr kleines Land zu verlieren.

ZurH�lle mit Eichmann!

Captain Less! IhreAkten, Sir.

Vielen Dank!

Herr Eichmann, mein Name ist CaptainAvner Less.

Mit Ihrer Erlaubnis werde ich Ihnen einige Fragen stellen.

Erlaubnis freundlich erteilt, Captain.

K�nnen Sie best�tigen, dass Sie dieses Dokument unterschrieben haben?

Ja, es best�tigt, dass ich aus freien St�cken nach Israel gekommen bin,

um die Verantwortung f�r meine Beteiligung an der "Endl�sung"zu �bernehmen.

Captain, ich denke, sie werden feststellen, dass ich beweisen kann,

dass ich lediglich ein kleines R�dchen in einer einsch�chternden Maschinerie war.

Jetzt nat�rlich auf dem Schrotthaufen der Geschichte.

Die Intention des dritten Reichs war mit Sicherheit mehr als ein Einsch�chtern.

Aber nat�rlich. Das Reich wurde an drei Grenzen tyrannisiert.

Unser �berleben als zivilisierte Nation war in Gefahr.

Sie in Israel m�ssen doch wissen, wie es ist, von Feinden umgeben zu sein.

Herr Eichmann, mirwurde gesagt, dass Sie uns Ihre Version

Ihrer Rolle im so genannten Dritten Reich mitteilen wollen.

Jawoll! Fangen wir an!

Ich habe euch beide vermisst.

- W�s habt ihr heute gelernt? - �ber Daddy.

K�nnen wir reden?

Vera!

Ich durfte mit niemandem dar�ber sprechen.

Wie kommt es, dass es jeder Jude in diesem Land vor mirwusste?

Sogar die Kinder! Und ich bin deine Frau!

Warum tust du das? W�rum behandelst du mich so?

- Es war ein Befehl! - Schwachsinn! - Schwachsinn!

W�s ist Ihre religi�se Zugeh�rigkeit?

Es gibt einen Sch�pfer, der unabh�ngig ist vom materiellen Universum,

aberzu glauben, dass Gott getrennt ist von seinen Sch�pfungen,

wie ich es oft versuchte, meinen Kindern zu erkl�ren, ist...

Sie haben vierS�hne.

Der Zweitj�ngste, Dieter,

wurde nach Ihrem Freund Dieter Wisliceny benannt.

Erwar au�erdem Ihr Untergebener und bezeugte in N�rnberg folgendes...

Ich wei�. Er beschuldigte mich. Erwollte seinen Hals retten.

Hat nicht funktioniert.

Wisliceny sagte aus, Sie h�tten gesagt, Sie w�rden lachend in Ihr Grab springen,

weil Sie den Tod von f�nfMillionen Juden in Ihrem Bewusstsein tr�gen,

was Ihnen au�erordentliche Befriedigung verschaffe.

Ich sagte nicht "Juden". Ich sagte "Feinde des Reiches"!

Captain, k�nnte ich etwas Rotwein bekommen, um meinen Magen zu beruhigen?

Haben Sie jemals versucht, Alkohol im Krieg als Bet�ubungsmittel zu benutzen?

Captain, wenn Sie mich als saufenden Naziteufel darstellen wollen,

derW�gonladungen von Juden in den Tod schickte,

aufgrund einesAlkoholrausches... Ich erkenne den publizistischen Wert darin,

aber unter uns beiden: Die Exaktheit meiner Erinnerungen

an Zusammenk�nfte und Personen vor 20 Jahren, wird Bef�rchtungen,

dass es sich nur um einen Kontrollverlust handelte, zerstreuen.

Haben Sie Ihre Bewunderung f�r den F�hrer jemals bereut?

Der F�hrerwar ein Spiegel, hochgehalten f�rein besseres Deutschland.

Als wirbegannen ihn zu lieben, war es unser h�heres Selbst,

das er jedem erm�glichte zu sehen.

W�s war mit den Juden, die Hitler bewunderten?

Ich sympathisiere mit ihrer Position, denn ich teile ihre �berzeugungen.

Und was teilen Deutsche nicht mit Juden?

Ihre ererbte Rasse.

Des F�hrers Wunsch, den wir als Befehl auszuf�hren hatten,

war die komplette S�uberung des Blutes der deutschen Rasse von Verunreinigungen.

W�rum mussten Sie daf�rgriechische oder ungarische Juden t�ten?

Ich wei�!

Ich habe noch nie einen griechischen Juden getroffen, den ich nicht mochte.

Aberso lauteten die Befehle.

Wie bewiesen Ihre �rzte den Unterschied zwischen derdeutschen Rasse und anderen?

Sie konnten beweisen, dass die angeborenen Deformationen

derslawischen Rassen fast immer sexuellen Ursprungs waren.

Lieber Klaus, Horst, Dieter, mein liebster Ricardo.

Meine geliebten Kinder. Meine vier S�hne.

Wisst ihr, wovon ich immertr�ume?

Es ist die wundervolle Erinnerung an uns alle zusammen.

Die gl�cklichen, unbeschwerten Tage des Friedens.

Erinnert ihr euch daran, wie ihr in derGaribaldi Street angekommen seid?

Eure Mutterwar mit euch im Schlepptau angekommen,

um ein neues Leben inArgentinien zu beginnen.

Pl�tzlich hattet ihr wieder einen Vater.

In dieserNacht, in BuenosAires, in diesem kleinen Haus,

waren wir endlich wieder alle zusammen, in Sicherheit.

Eure Mutter hatte die Hoffnung niemals aufgegeben.

In genau dieser Nacht wurde euer j�ngster Bruder gezeugt.

Eine Tatsache, die mich unendlich gl�cklich machte.

Wei� er, dass erseine S�hne niemals wieder sehen wird?

Mirdreht sich der Magen um.

Oh nein.

- Hey! Du solltest schon im Bett sein. - Du auch.

Ich hoffe, du denkst an unsere Sicherheit.

Hey, gro�er Junge! Wir gehen jetzt ins Bett.

Ich wei�, dass euch dieser Brief wahrscheinlich niemals erreichen wird.

Ich habe diese Trennung von meinenAngeh�rigen

schon seit einer Weile vorausgeahnt.

Eine Sache, die ich im Leben bereue, ist,

dass ich w�hrend meiner Eins�tze in Polen, Berlin und Budapest

zu wenig Zeit damit verbringen konnte, euch aufwachsen zu sehen.

Oft, wenn ich in der Dunkelheit nach Hause ging, dachte ich:

M�glicherweise sind sie schon da.

Aber am Ende des Tages wurde es erm�dend.

- Shalom. - Shalom.

W�rum nannte sich IhreAbteilung "IV B 4"?

R�misch vier stand f�r die Gestapo, B war die Region

und die arabisch geschriebene vier stand f�r Juden.

Es war eine Umsiedlungsabteilung, die mich relativ anonym blieben lie�,

was ich sehr genoss, bis all diese N�rnberg Verr�ter

ihre Nachtt�pfe ausleeren mussten, �bermeiner Reputation.

Sie sollen so etwas wie derAbteilungstyrann bei "IV B 4" gewesen sein.

Es war nicht mein Job, geliebt zu werden.

Wenn ich meine Rolle �berdenke,

wie unendlich lange her mir das alles erscheint,

und fast unwichtig, da es nicht von Erfolg gekr�nt war,

frage ich mich, welche meine Position im Laufe der Geschichte sein wird.

Nat�rlich bleiben feine Verbindungen zur�ck.

Wenn f�nfMillionen durch Schornsteine gehen,

m�ssen die Partikel ja irgendwo wieder runterkommen.

Nehmen Sie das hier.

1942 musste Ihr Chauffeur eine Gef�ngnisstrafe absitzen.

Wegen Diebstahls. Er stahl aus meinem B�ro.

Einen Quadratmeter Linoleum, den ausgerechnet Sie imAuto fanden.

Ja, es war leichtsinnig von ihm, es dort zu lassen.

Die Strafe betrug vier Jahre.

W�s hatte er sonst noch getan, um sie zu ver�rgern?

Ich wei� nicht, was Sie meinen.

Sie waren 1935 verheiratet. Aber laut derAussage von DieterWisliceny,

hatten Sie Freude an diversenAff�ren.

Wird deswegen auch die Todesstrafe verh�ngt?

Ich wei� nicht, auf welche Aff�re Sie anspielen, Captain.

Ich habe �berhaupt keine Ahnung. Helfen Sie mir.

Zwei Dienstm�dchen, drei Sekret�rinnen, eine Gesch�ftsfrau.

Und eine M�tresse auf einem gestohlenen Hofin �sterreich.

Nicht gestohlen! Das Reich transferierte alle Besitzt�mer an sich selbst. Legal!

Sie warJ�din.

Sie wurde sogar von einem SS-Offizier geschieden, weil sie J�din war.

Ich habe keinerlei Erinnerung daran.

Lassen Sie mich Ihnen helfen.

Ein vom Reich beschlagnahmter Hof, zehn Kilometerwestlich von Dopl.

Als Fr�ulein Anne-Marie Schmidt einzog,

verschafften Sie ihrArbeiter aus den Konzentrationslagern.

Nein! Diese Unterstellung, ich h�tte ein

Liebesnest mit einer J�din in �sterreich gehabt, ist zweifelsohne komisch.

Raus!

Er nimmt sich zu viele Freiheiten heraus.

- W�s ist denn los? - Nichts.

- Ich bin nach Ungarn versetzt. - Nach Ungarn?

Die Farm Transfer Papiere lauten auf deinen Ehenamen.

Du kannst hierbleiben, aber ohne dieArbeiter.

Aberwas ist mit den Tieren? Die Pferde?

T�te sie.

Kommt herein.

Hallo, Papa.

Hi.

- M�chtest du einen Drink? - Ja.

Wie lange hatten Sie eineAff�re mit Komtesse Ingrid von Ihama?

Ingrid war eine Baronin, keine Komtesse.

Wir kamen zusammen zu Beginn der ungarischen Deportationen

und trennten uns an deren Ende.

Es muss f�r einen Obersturmbannf�hrer teuer gewesen sein,

mit einer Familie, die er unterst�tzen muss, eineAdlige zu beeindrucken.

Ich h�rte, Sie unterst�tzten auch ihren exquisiten Geschmack.

Ich wei� nicht, was Sie meinen.

Eigentlich wollte ich es nicht heute zur Sprache bringen, aber

ein Geschenk, was Sie ihr machten, hatte einen Wert von 1500 Reichsmark.

"Material geliefert von Ihren Klienten. "

300 Gramm reines Zahngold. Woher kam das denn?

Entschuldigen Sie?

Sie lie�en zwei gleiche 24-Karat-Selbstmord- Ringe f�r sich und die Baronin fertigen.

Auch wenn keiner von Ihnen von den Zyanidkapseln Gebrauch machte.

Dumm wie ich war, in diesen wahnsinnigen Zeiten, als das Reich kollabierte,

phantasierte ich in Ungarn, ich h�tte meine Seelenverwandte gefunden.

Geht!

Dieses Kleid hat schon meine Urururgro�mutter bei einem Ball getragen,

um die Befreiung Wiens von den T�rken zu feiern.

Es wird mit nichts darunter getragen.

Ich glaube, deine Vorfahrin h�tte meinen modernen Sieg gegen den Orient bef�rwortet.

In sechs Monaten s�uberte ich Wien von jedem Juden.

Du gehst leidernicht weit genug, selbst wenn du kannst.

Ich gehe nicht weit genug?

Von 900.000 ungarischen Juden hast du nur eine halbe Million get�tet.

Du bist unachtsam. Sie schl�pfen dir einfach durch die Finger.

Polen hatte drei Millionen Juden. Heute sind keine mehr �brig.

- Keine? - Keine. Dazu kommen noch 120.000 deutsche...

- Juden? - Juden, nat�rlich Juden!

- Mehr? - Mehr.

- 700.000 Russen. - Mehr.

- 75.000 Franzosen. - Mehr.

- 100.000 Holl�nder. - Mehr! - Mehr?

Mehr! Das reicht noch nicht!

�ber vier Millionen Juden wurden verarbeitet.

Get�tet! Benutze das richtige Wort!

Oder du wirst niemals zur herrschenden Rasse geh�ren.

Vielen Dank, Soldat!

Ja!

Dieses Kind hat ererbte Krankheiten in seinem Blut.

Jetzt erf�lle deine Pflicht f�r das bessere Reich!

Nichts wird von deiner Entscheidung �brig bleiben.

Das Fleisch des Kindes wird deine Hunde f�ttern.

Jeder Knochen, den sie nicht fressen, wird den Boden d�ngen.

Du hast immer geprahlt, in Auschwitz w�chse der beste Kohl.

- Aber das hatte ich nicht. - W�s hatten Sie nicht?

Meine Seelenverwandte gefunden.

Und das steht auf einer Transportliste? Sind Sie sicher?

Sind Sie wirklich sicher? In Ordnung. AufWiederh�ren.

Das ist es? Ah ja.

- Sie k�nnen das jetzt zur�ckbringen. - In Ordnung.

Und am Anfang erschuf Gott den Himmel und die Erde.

Wie bitte?

Das ist das erste Buch Mose. Genesis, Kapitel eins.

Das ist der Beginn der Bibel.

AufHebr�isch.

Nat�rlich. Nat�rlich ist er das.

Sie wurden als Stellvertreter des Reichsf�hrers in Judenfragen eingesetzt,

aufgrund Ihrer Sprachkenntnisse.

Ich habe vielleicht etwas �bertrieben, aber nur, um die Juden zu sch�tzen.

Sie sehen sich als Besch�tzerder Juden?

Wo es mir m�glich war, ohne gegen meinen Diensteid zu versto�en.

Wir machen sp�terweiter.

Ja, bitte. Fragen Sie noch einmal genau nach.

Man sagte mir, ich w�rde Sie hier finden und nicht im Gef�ngnis.

Ich musste gehen. Das ist eine normale Sicherheitsma�nahme, Herr Minister.

Lassen Sie uns allein.

Stimmt etwas nicht?

Als wir den Prozess begannen, wurden die vom Genozid Betroffenen

von der Rekrutierung f�r das B�ro null sechs als Ermittler ausgeschlossen.

Bis heute sind wir davon ausgegangen,

dass Ihr Vater eines nat�rlichen Todes gestorben ist, in Theresienstadt.

- W�s meinen Sie damit? - Ich meine, Avner,

dass Sie sich das hier ansehen sollten. Setzen Sie sich.

Sehen Sie! Eichmanns Unterschrift auf einerTransportliste nachAuschwitz.

Schauen Sie weiter unten! Da!

Ihr VaterAbraham Less.

Mit einem Strich seines Stiftes schickte er ihn pers�nlich in die Gaskammer.

Sie brauchen mich nicht, um Ihnen zu erkl�ren, was das bedeutet.

Sobald die Medien das herausfinden, sind Sie am Ende.

Sie brauchen ein Gest�ndnis von ihm.

Und Sie brauchen es sehr schnell, Captain.

Du musst aufgeben und ihnen das alles �berlassen.

W�rum bist du so aufgebracht?

Die Nazis haben auch meine Mutter umgebracht.

Aberwirklich aufgebracht, Avner, bin ich deinetwegen.

Fr�her oder sp�terwird es herauskommen. Sie k�nnen kein Geheimnis bewahren.

Dies ist eine Regierung voller Beschwichtigungspolitiker.

Du bist ihr Bauernopfer.

Heute nicht.

Schlie�en Sie wieder ab.

Verdammt!

- Hallo? - Spricht dort Captain Less?

Hier ist Miriam Fr�hlich von der "Jerusalem Post".

Ich wollte Sie fragen, ob Sie ein paar Minuten Ihrer Zeit f�r mich...

- Hi, Vera. - Hi.

Ich dachte, ich hole Ruth und Zackeri heute ab.

Oh, Vera. Wirwollen nicht, dass du momentan die Kinderabholst.

Sarah will es nicht. Sie glaubt, es ist zu gef�hrlich.

- Warum? - Du bist eine Zielscheibe.

Du Verr�ter!

Ich hatte schon bef�rchtet, dass unsere kleinen Treffen aufgeh�rt h�tten.

Ich hoffe, ich hab nichts Falsches gesagt.

Wissen Sie, was ich gedacht habe?

W�re es ausreichend Bu�e, wenn ich mich bei meiner Exekution

selbst erh�ngen w�rde, als abschreckendes Beispiel f�r alleAntisemiten?

Wir sind derzeit verpflichtet, alles zu unternehmen, um Sie am Leben zu erhalten.

Es war nur so ein Gedanke.

Das istAl Husseini, der Mufti von Jerusalem

und Pr�sident des obersten muslimischen Rats.

Er ist verantwortlich f�r die Vernichtung des Judentums.

Kennen Sie ihn pers�nlich?

Wirtrafen uns, als ich Pal�stina im Jahre 1938 besuchte.

Wir kannten uns nicht gut. Erwar von Hitler beeindruckt, nicht von mir.

Ist es, �hm...

Ist es nicht wahr, dassAl Husseini

auf Ihre Einladung hin die Konzentrationslager besuchte,

als Teil des diplomatischen Besuches, den er Deutschland 1941 abstattete?

Hat er? Ich kann mich nicht daran erinnern.

Haben Sie jemals Geschenke von ihm erhalten, zugunsten der Nazi Partei?

Niemals, niemals, niemals!

Er I�gt. Jedes Mal wenn er sich dreimal wiederholt, I�gt er.

Sie hatten Recht. Diese Geschenke hat er von Husseini bekommen.

Goldene Ketten, M�nzen und einen juwelenbesetzten Dolch.

Ich wusste es!

Ich habe alles zur�ckgegeben.

Geh ins Bett! Ab ins Bett!

Es ist faszinierend, was sich bei unseren Nachforschungen alles herausstellt.

Ich wusste nicht, dass "Mein Kampf' sogarinsArabische �bersetzt wurde.

Fakten sind merkw�rdige Sachen.

Zum Beispiel las ich in derZeitung, der Name Ihrer Frau ist Vera.

Das ist auch der Name meiner Frau.

W�s f�r ein unglaublicher Zufall.

Unser beider Schicksal ist vielleicht...

M�glicherweise l�sst sich mein Mitgef�hl f�r Sie ja so erkl�ren.

Sagen Sie, Captain, wer hat Sie f�r Verh�re trainiert?

Die Briten? Das muss Sie zu einem sehrfairen Polizisten machen.

Britische Polizisten haben den Ruf, sehrfairzu sein, oder nicht?

Ich vermute, das schl�gt den Beruf des Friseurs.

Wer hat Ihnen erz�hlt, dass ich Friseurwar?

Es stand in der Zeitung. Noch ein Fakt.

Also teile ich meine Geheimnisse hier mit einem j�dischen Barbier.

Die Familie meiner Frau machte zur Bedingung, dass ich ein Handwerk erlerne.

Und ich musste der Nazi Partei beitreten, bevor meine Vera mich heiraten durfte.

- Rein mit euch! Los rein! - Fang mich doch!

W�rte aufmich!

Mami!

Das ist eine Bestellung f�rTotensch�del, aber ich erinnere mich nicht.

Von einem Professor Hirt von der Stra�burger Universit�t.

Ich muss das Ganze an die Versorgungsabteilung weitergegeben haben.

Ich meine, woher h�tte ich die Sch�del haben sollen, die sie wollten?

Als das Dokument geschrieben wurde, waren die Skelette und Sch�del

allerdings noch lebendig. Also handelte es sich bei dieser Bestellung

um lebendige Menschen. Um Juden.

Das hatte wirklich �berhaupt nichts mit mirzu tun.

Die �rzte konnten immer unabh�ngig in die Konzentrationslager gehen

und aussuchen, was auch immer sie ben�tigten.

Ich war nurein Transportoffizier.

Wenn der Befehl f�r eine Lieferung an Sie ging

und Sie ihn ausf�hrten, im Wissen darum, dass die Juden starben,

macht Sie das nicht verantwortlich?

Ich erinnere mich �berhaupt nicht an diesen Fall.

Es gibt keinen Beweis, dass ich darin involviert war.

Sie k�nnten verbale Instruktionen gegeben haben.

Ich kann mich zwar an einen Konversation bez�glich solcher Sachen erinnern,

aber Sektion IV, meine Sektion, war nicht involviert.

W�rum wurden Sie konsultiert, wenn Sie nichts von den Ermordungen wussten

und dass die Sch�del in angefertigten K�stchen

nach Stra�burg transportiert wurden?

Ich zerbreche mir den Kopf. Ich habe wirklich keineAhnung.

Ich habe noch nieAngst gehabt.

Nicht mal als wir vor der Polizei fl�chten m�ssen in den Kibbuz.

Erinnern Sie sich daran, einen Repr�sentanten des Roten Kreuzes

am sechstenApril 1945 in Theresienstadt empfangen zu haben?

Ja, aber ich wei� nicht mehr, wie er hie�.

Dubois. Sein Bericht lautet:

"Am sechstenApril 1945 besuchten wirTheresienstadt

und hielten lange Konferenzen mit Obersturmbannf�hrer Eichmann,

dem direkten Stellvertreter des Reichsf�hrers bei der SS,

seines Zeichens Spezialist f�r alle Judenfragen. "

Dubois sagte aus, er habe Sie gefragt, wer die Deportationen befohlen hat.

Aber erbekam keineAntwort.

In diesem Stadium des Krieges �ben alle beteiligtenAbteilungen Druck aus

und schicken jeden hierher, nach Theresienstadt.

Wie viele Ihrer Transporte sind in die Deportationen nach Auschwitz involviert?

Da werden Sie Dr. Epstein fragen m�ssen.

Er sagte, Sie h�tten die Zahlen.

Ist die Verlegung von Juden in die Gaskammern vonAuschwitz

in IhrenAugen eine humaneArt, den Druck in Theresienstadt zu verringern?

Ich habe Befehlen gehorcht.

- Wessen Befehlen haben Sie gehorcht? - Hitlers.

Aber ich dachte, Sie waren direkt Himmler unterstellt?

Worauf wollen Sie hinaus?

Ich versuche nur herauszufinden, ob Sie Befehle befolgten.

- Oderwas? - Ob Sie selbst gehandelt haben.

Nein, nein, nein, nein.

Er sagt, erwar ein Transportoffizier und hat nur Befehle befolgt.

Erwiderspricht sich!

Bitte! Machen Sie weiter!

Da ist ein Rabbi, erlebt jetzt in St. Louis,

der behauptet, er kenne jemanden, der sah, wie Eichmann ein Baby erschoss.

- Und der urspr�ngliche Zeuge? - Sie ist tot.

Dann vergessen Sie es.

Und? Wie geht es Ihnen?

Ich muss mit Ihnen �ber Schutzma�nahmen sprechen. Meine T�r...

Ja, ich h�rte davon.

Der diensthabende Beamte wurde gema�regelt.

Ich versichere Ihnen, dass wir jede Drohung gegen Ihre Familie ernst nehmen.

So wie ich.

"Seien Sie unbesorgt, Sie bekommen keine Todesstrafe.

Ich werde morgen ein Gespr�ch mit der Staatsanwaltschaft f�hren. "

- Ich danke Ihnen. - Stets zu Diensten.

Wer ist das?

- Captain Less? - Ja? - Freut mich, Sie kennen zu lernen.

Dr. Robert Servatius, Anwalt der Verteidigung. Gentlemen!

Haben Sie die guten Nachrichten schon geh�rt, Captain?

Ich bin alleAussagen und Aufzeichnungen durchgegangen.

- Wir haben nicht genug. - Genug wovon?

Genug starke Beweise gegen ihn vorGericht,

sonst wird seinAnwalt ihn nach Deutschland ausliefern lassen.

Es gibt keine Todesstrafe in Deutschland, was sehr ironisch ist.

Sie wissen, ich musste Detektive auf der ganzen Welt herumschicken.

Eine enormeAusgabe, um mit �berlebenden zu sprechen.

Aber ich muss ihre Zeugenaussagen mit einem konkreten Gest�ndnis st�tzen.

Erwird niemals gestehen. Erwird keine Schuld eingestehen.

Wollen Sie kein Gest�ndnis, Avner?

Sie gehen das an wie ein Shtetl-Jude.

Mich interessiert nicht, ob er ein Dutzend j�dische M�tressen hatte.

Ich will ein Schuldeingest�ndnis.

So wie ich, Mordecai.

Ich danke Ihnen vielmals.

Ich habe nachgedacht. Wir haben wirklich viel gemeinsam.

Wie Sie war ich Polizeibeamter und befolgte Befehle.

Sie waren bei der SS, nicht bei der Polizei.

- Einfach zu vergessen. - Sie sahen zu, wie Juden erschossen wurden.

Ich wusste zuerst nicht, was vor sich ging.

Weil diese Sachen nichts mit mirzu tun hatten.

Als ich es realisierte wurde ich krank von dem was passierte.

Ich �bergab mich. Ich konnte diese Unmenschlichkeit kaum ertragen.

Wir verf�gen �ber Erkl�rungen, dass Sie bei Hinrichtungen zugegen waren.

Das war ich nicht. Ich w�rde mich an so etwas Schreckliches erinnern.

Gem��unserer Informanten verlangten Sie, die Schlingen mehrfach zu benutzen.

Obwohl es schneller gewesen w�re, die Stricke abzuschneiden,

war Ihnen ein j�disches Leben diese Verschwendung nicht wert.

Das ist eine L�ge. Das ist erfunden.

Das war nicht schlecht.

Ich hatte mit derT�tung von Juden nichts zu tun.

Ich habe niemals einen Juden get�tet.

Und ich habe niemals jemandem befohlen, einen Juden zu t�ten.

Vielleicht ist es das, was mir ein relativ ruhiges Gewissen verschafft.

Vielleicht bin ich schuldig, weil ich bei der Deportation geholfen hab.

Aber Karbonmonoxid war nicht effizient genug,

also entwickelten Sie andere T�tungsm�glichkeiten.

Es ist nicht Ihre Intention als Kommandant hier, die infrage gestellt wird,

aber Ihr Verst�ndnis von Effizienz.

Zyklon B wurde entwickelt, nach erfolgreichem Einsatz

bei der Entlausung von Kleidungsst�cken.

Bei menschlichem Ungeziefer wird es genauso effizient sein.

Wenn dieses neue Gas in diesem Raum korrekt zum Einsatz gebracht wird,

braucht man keinerlei Pausen einzuhalten, innerhalb des Gesamtzyklus.

Hatten Sie offiziell Kenntnis davon,

dass die neue Technik der Vergasung mit Zyklon B weiterging?

Ich wusste es. Jederwusste es.

Wieso hatte Deportation f�r Sie nichts mit den T�tungen zu tun?

Es war nicht mein Job, zu entscheiden, wer ausgesucht wurde und wer nicht.

Wisliceny hat in seiner N�rnbergerAussage vermutet,

es existiere eine anhaltende Kultivierung des Todes in IhrerAbteilung.

Ich sage Ihnen mal, wie verl�sslich seineAussagen sind.

Sie sagen, es g�be Wege, Hitlers Befehle zu umgehen.

Es gab einen Weg und nur einen Weg:

eine Pistole zu nehmen und sich zu erschie�en.

Aberich gehorchte. Ich habe immer gehorcht.

Ich kann nicht aus meiner Haut, Captain.

So war meine Einstellung zu dieser Zeit.

Wenn ich einen Befehl bekam, gehorchte ich, weil ein Eid ein Eid ist

und ich den Eid geschworen hatte, loyal zu sein.

Ich verweigere die Verantwortung f�r Dinge, die mir nicht befohlen wurden

und nichts mit meiner Abteilung zu tun hatten.

Gleichzeitig bin ich keiner dieser Leute, die nach dem Ende des Krieges sagen:

"Ich war schon immer dagegen. " Die suchen nur nach billigen Entschuldigungen.

Ich bin nicht besonders hungrig heuteAbend.

Wie viele Juden wurden aus Ungarn deportiert, w�hrend Ihrer Stationierung?

Dar�ber haben wir doch schon so oft gesprochen!

Wie viele?

Vielleicht 450.000.

Ist es wahr, dass Sie dem j�disch zionistischen Rettungskomitee in Budapest

gesagt haben, sie k�nnten nur dann die Juden retten, wenn sie kooperieren w�rden?

Was kostet es, mit Ihnen zu kooperieren, Herr Eichmann?

Ich habe niemals Geld genommen, um Juden freizulassen.

Ich habe hier das Gesch�ftsbuch von Doktor Kasztner,

dem Vorsitzenden des j�disch zionistischen Rettungskomitees in Budapest.

Eichmann sagte:

Kasztner! Ich muss diesen j�dischen Abschaum aus den Provinzen rauskriegen

und keineArgumente oder Tr�nen k�nnen das verhindern!

Machen Sie sich keine Sorgen, falls alle ungarischen Juden vergast worden sind.

Besorgen Sie mir ein paar Lastwagen

und ich liefere Ihnen polnische odertschechische Juden.

Es steckt ein K�rnchen Wahrheit darin,

vermischt mit viel theatralischer Garnierung.

Aber sogar Kasztner hat kein Geld erw�hnt.

"J�discherAbschaum im Austausch gegen Lastwagen. "

Das sind schlimme W�rter. Solche W�rterhabe ich sicher nicht benutzt.

- Also waren Lastwagen die W�hrung? - Ja, wir hatten einen Engpass.

Kasztner hat Sie au�erdem gebeten, die �berladung der Deportation zu reduzieren,

die Tatsache, dass 90 Personen in einen Triebwagen gepfercht wurden,

dernur auf 40 ausgelegt war.

In den meisten �berf�llten Wagons waren nur kleine Kinder.

- Wohin sind die Kinder dann gekommen? - Dachau.

- Captain? - Ja?

- Haben Sie einen Moment f�r mich? - Wer sind Sie?

- Ich arbeite f�r die "Post". - Ich kann nicht mit Ihnen reden!

Ich wei� das von Ihrem Vater.

- Was wollen Sie? - Ihre Geschichte.

Ich bin nicht die Schlagzeile. Eichmann ist es.

Ist es angebracht, dass Eichmanns Vernehmungsbeamter

der Sohn von einem der vielen ist, die inAuschwitz vergast wurden?

- Ist das IhrAufh�nger? - Ja, ist eine tolle Story.

K�nnen Sie es beweisen?

Wenn ich bluffen w�rde, w�ren wirnicht so weit gekommen.

Wie haben Sie es herausgefunden?

- Geben Sie mirzwei Wochen. - Exklusiv?

Ich will alles wissen. Ich willAvner, den Mann:

- wer er ist, was er ist, sein Familienleben. - Familie? Nein!

Wollen Sie die Zeit, Avner?

Ich brauche zwei Wochen.

Ich gebe Ihnen eine.

Ich muss auflegen.

Avner, was kann ich f�rSie tun?

Sie k�nnten aufh�ren, Ihren Schwanz von einer Journalistin lutschen zu lassen.

Musst du wirklich noch mal weg?

Du siehst m�de aus.

Schl�fst du gar nicht mehr?

Deine Kinderwerden fragen, wo du bist.

Ich habe noch f�nfTage. F�nf.

Wurde die Deportation aller Zigeuner in die Konzentrationslager

von IhrerAbteilung IV B 4 durchgef�hrt?

Nicht aller Zigeuner! Nur derjenigen aus Deutschland.

Alle Zigeuner, die im Dritten Reich verhaftet wurden,

kamen nach Auschwitz und wurden vergast.

Ich wei� nur, dass wir Termine einhalten mussten und...

W�s waren die Richtlinien?

- Richtlinien? - F�rdie Vernichtung der Zigeuner.

Die Richtlinien f�r Zigeunerwaren einfach.

Es gab keine.

Und warum wurden alle Zigeuner vernichtet?

Das wei� ich nicht. Das war eins von diesen Dingen, ganz pl�tzlich

geht der Befehl raus und man stellt keine Fragen.

Eine halbe Million Zigeuner,

abtransportiert zur "besonderen Behandlung" vonAbteilung IV B 4. Einfach so?

Weiterhin sagte W�neck in N�rnberg aus: "Eichmann kam um H�ss zu sehen,

nachdem H�ss seitens des Reichsf�hrers Befehle

zurAusrottung der Juden erhalten hatte. "

Ich wei� nicht, was Sie meinen.

Ein weiterer verurteilter Mann, der versucht, von sich selbst abzulenken.

In diesem Brief geht es um die Produktion von Gas, oder nicht?

Er verwischte sein Spuren, weil erwusste,

dass er eines Tages daf�rzur Rechenschaft gezogen werden k�nnte.

Hat IhreAbteilung, IV B 4, irgendwelchesAufsichtspersonal gestellt,

f�r die Transporte zu den Vernichtungslagern von Riga, Auschwitz und Dachau?

Ich war nurein Transportoffizier.

Ich wurde nicht konsultiert, wenn Politik gemacht wurde.

Nicht wenn man den vorliegenden Zeugenaussagen glaubt.

Sie sagen, Sie hatten nichts damit zu tun?

W�s soll das, Captain?

W�s war Ihre Einstellung bez�glich dertotalen physischen Zerst�rung

derj�dischen Menschen im Rahmen derso genannten "Endl�sung"?

Ich will keine Verantwortung von mirweisen f�r das, was ich getan hab,

aber ich bin und war niemals einAntisemit.

Ja?

Meine lieben Kinder. Ich bin so stolz auf euch.

Dass ihr, meine S�hne, S�hne des Vaterlands seid.

Gesunde deutsche Jungs.

Euer Vater ist derselbe Vater, den ihr immer hattet.

Aber die Welt hat sich weiter bewegt und das m�ssen wir auch.

- Du musst uns aufwecken, Daddy! - Tut mir Leid.

- Ich habe David selber angezogen. - Gut gemacht, Hannah.

Gut gemacht!

Wie f�hlst du dich?

Es tut mir so Leid. Ich habe dich vernachl�ssigt.

Dieser Mann hat uns auseinander gebracht.

Er hat deine Seele angefressen.

Keine Trauben?

W�r nur ein Scherz. Sch�le mirbitte eine Orange.

Erinnerst du dich an den Orangenhain im Kibbuz am Abend?

Diese magische Stunde nach dem Sonnenaufgang,

wenn die Orangen gl�hten wie eine Million kleine Monde.

Wei�t du noch, wie wir im Meergeschwommen sind?

- Ich erinnere mich. - Damals waren wir sorglos. Fast schon verwegen.

- Dann wurde ich krank. - Aber im n�chsten Jahr hast du Orangen gepfl�ckt.

Ja, weil du dich um mich gek�mmert hast.

Und ich werde mich wieder um dich k�mmern,

so wie damals, als wir in Haifa gelebt haben.

Ich werde nie wieder Orangen pfl�cken.

Doch, das wirst du!

- W�s ist mit Eichmann? - Ich bin fertig mit Eichmann.

Du sagtest, du hast noch zwei Tage.

Ja.

Mach die zwei Tage.

Dann ist es vorbei.

Sie sind doch vertraut mit Bruno Wanecks Aussage in den N�rnberger Prozessen.

Er sagte: "W�hrend des Ausrottungsprozesses wurde offensichtlich,

dass nur Vergasung in Betracht kam, weil Eichmann befohlen hatte,

in Masse zu eliminieren, was durch Erschie�ungen unm�glich war

und auch zu schwerf�r die involvierten SS-M�nner,

bez�glich der Erschie�ung von Frauen und Kindern. "

Ich hatte nichts, nichts, nichts zu tun mit Vergasungen.

Und wer gab dann die Befehle?

Der F�hrer. Ja.

Heydrich sagte mir, dass Hitler die Ausrottung der Juden beschlossen hatte.

Und die W�nsche des F�hrers waren das Gesetz.

Waneck sagte folgendes aus:

"Eichmann hatte eine bestimmende Stellung und war direkt Himmlerunterstellt. "

Die Wahrheit ist, ich war niemals direkt Himmler unterstellt.

Also ist W�necksAussage extrem weit hergeholt.

Sie wird best�tigt vom Kommandanten vonAuschwitz, RudolfH�ss.

Die Zur�ckweisung von H�ss' monstr�sen L�gen

wird doch keinerleiAuswirkungen auf meine Strafe haben, oder?

Es wird m�glicherweise nicht bei der Genfer Konvention erw�hnt,

aber etwas Gleitmittel auf den Fingern w�re h�chst willkommen.

Wir sind fertig.

"Dies ist ein ruhmreiches Kapitel in unserer Geschichte.

Eines �ber das wir leider nicht �ffentlich sprechen k�nnen.

Aberwirwissen doch genau, wie schwierig es heute f�r uns w�re,

wenn wir die Juden immer noch h�tten. "

Posen am 4. Oktober 1943.

Himmler hielt eine Rede vor hochrangigen SS-Offizieren.

Erinnern Sie sich an den Leitgedanken seiner Rede bez�glich der Judenfrage?

Mirwurde niemals gesagt, dass Himmler eine solche Rede hielt.

Niemals. Niemals. Niemals.

Es war nicht n�tig, Reden dar�ber zu halten, woran der F�hrerglaubte.

Wirwussten es alle.

"Oktober 1943.

Himmler besucht gefangen genommene sowjetische Soldaten,

die aufihrenAbtransport in Konzentrationslager in Riga warten.

Sein StellvertreterAdolf Eichmann ist verantwortlich... "

Er leugnet nach wie vor jede Verbindung zu Himmler. Warum?

Alle mal herh�ren! Bitte h�ren Sie zu!

Bitte finden und pr�fen Sie die gesamte Kommunikation

zwischen Himmler und Eichmann. Sofort. Vielen Dank.

Ich habe es.

Gut gemacht!

Dererzwungene Marsch derJuden aus Ungarn

zwischen Oktober und Dezember 1944 verwirrt unsere Detektive.

Noch immer?

Es scheint Unklarheiten bez�glich Ihres Status gegeben zu haben

und ob Sie den Befehl bekommen haben, dieseArbeit durchzuf�hren.

Nat�rlich wurde es mir befohlen.

DieAnnahme, es k�nnte freiwillig gewesen sein, ist eine Beleidigung f�r mich.

Eine Beleidigung?

Am 17. Oktober 1944 waren Sie in Budapest und organisierten

die erste erzwungene Marsch-Deportation,

auf der gesch�tzte 3000 Juden starben, allein wegen des Fu�marsches.

Wie Sie sehen k�nnen, Kasztner, bin ich zur�ck.

Und ich will Ihnen sagen, dass Deutschland seinen Tiefpunkt �berwunden hat.

Eine neue Waffe wurde produziert, gegen die dieAlliierten machtlos sein werden.

Vergeltungswaffe Nummer drei.

Im Wissen darum brauche ich noch definitiv 70.000 ungarische Juden,

20.000 Hack- und Schaufeljuden f�r die s�d�stliche W�nd in der Ostmark

und f�nf separate Transporte zu je 10.000 Juden,

von hier nach �sterreich zu Fu�.

Ihre Liste.

Heil Hitler!

Ich glaube nicht, dass viele gestorben sind, Captain.

Au�er ein paar Vereinzelten vielleicht.

Und die Zivilisten haben sich bestimmt auf den letzten Kilometern gequ�lt.

Aber da war nichts, was ich h�tte tun k�nnen.

Ich konnte gar nichtstun.

Bestenfalls h�tte ich sagen k�nnen: "Behaltet eure Juden!

Ich brauche sie nicht. Auschwitz ist voll bis zum Rand. "

Ja, das stimmt. Wir haben Transportlisten von Theresienstadt nach Auschwitz,

unterschrieben von Ihnen und zwar bis zum Tode

von diesen 50.000 Juden aus Ungarn, die zu Fu� gehen mussten.

Sie wussten, Sie schickten sie in den Tod,

auch wenn sie den Marsch �berlebt h�tten.

Ich versichere Ihnen, ich hatte keineAhnung von ihren Qualen.

Wir verf�gen �ber eine Zeugenaussage von einer Gruppe hochrangiger Deutscher,

von denen der kommandierende General der W�ffen-SS, Juttner, einerwar.

"Als wir ihn konfrontierten, gab Eichmann nichts zu.

Nachdem er begriffen hatte, dass wir Himmler Meldung machen w�rden,

- zog er den Marschbefehl zur�ck. " - Das stimmt.

Die Marschbefehle wurden von mirzur�ckgezogen.

Aber eine Woche sp�ter begannen die M�rsche von neuem.

Wirklich? Ich kann mich nicht erinnern.

Juttner sagte: "Eichmann hat, ungeachtet des neuen Befehls seitens Himmlers,

das T�ten der Juden einzustellen, nochmals befohlen,

alle Juden, samt deren Kindern �lter als zehn,

nach Auschwitz und Dachau zu deportieren und in die Gaskammern. "

Unm�glich. Ich w�rde niemals einen Befehl missachten.

Hier sind Himmlers Befehle, die Sie missachtet haben.

Und hier sind die Marschbefehle, die Sie unterschrieben haben.

In Ordnung. Wir sind fertig.

W�rden Sie daf�r sorgen, dass meine Familie diesen Briefbekommt?

Schicken Sie ihn ab. Ich flehe Sie an.

Es ist nicht nur Dieter.

Ich mache mir Sorgen um den Kleinen.

Sechs Jahre alt. Das ist zu jung, um seinen Vaterzu verlieren.

Sechs Jahre alt, sagten Sie?

Erwird bald sieben.

Er hat ein wundervolles Temperament.

W�rden Sie sagen, Sie lieben ihn am meisten?

Ich liebe sie alle.

H�tten Sie sich mehr gew�nscht?

Nat�rlich. Ich liebe es, Vaterzu sein. Ich liebe Kinder.

Aber Sie haben Kinder get�tet!

- Ich werde sie vermissen. - Im gleichen Alterwie Ihr J�ngster, sogar j�nger!

- Ich wei�. Ich gebe das zu, aber... - 500.000 Kinder in vier Jahren!

- Ich wei�, aber... - Aberwas?

Aberwas?

Es waren Juden.

Hallo.

Dies ist unser letztes Interview. Ich bin versetzt nach Berlin.

Danke, dass Sie nichts �ber meine Familie geschrieben haben.

Also wurde Eichmann f�r schuldig befunden.

- Ja. - Sieben Monate lang Vernehmungen,

gefolgt von einem Prozess. W�res das wert?

Ganz zu schweigen von den Ausgaben der Steuerzahler.

Wir haben ihm mehr Gerechtigkeit zuteil werden lassen als er uns.

"Der heutige Tag wird f�r immer in die Geschichte eingehen.

Adolf Eichmann wurde vergangene Nacht, nach einem langen Prozess, hingerichtet.

Kurz nach Mitternacht starb er den Tod durch den Strang. "

"Ich war nur ein einfacherTransportoffizier.

Es war nicht mein Job, geliebt zu werden. Ich hatte nichts damit zu tun!

Ich habe nur Befehle befolgt. Ich habe niemals einen Juden get�tet.

Woher h�tte ich die Sch�del haben sollen?

Vielleicht bin ich schuldig, weil ich bei der Deportation geholfen hab.

Ich bin und war niemals einAntisemit. "

Tausende von Menschen haben noch nie etwas von Eichmann geh�rt.

Und sie wissen nichts �ber sein Schicksal;

dass er geh�ngt wurde, dass es einen Prozess gab. So viele Menschen.

Heutzutage kommt es oft vor, dass man junge Leute fragt, wer Hitlerwar

und sie antworten: "Noch nie von ihm geh�rt. "

Wenn Sie wirklich realisieren, was hier passiert ist,

und es waren nicht nur sechs Millionen Juden, die beim Holocaust starben,

es waren viele Millionen mehr, f�r deren Tod Eichmann verantwortlich war.

Wenn man das wirklich versteht,

ver�ndert das den Blickwinkel aufviele Dinge des Lebens.

Man muss an die Demokratie glauben.

Das ist das Einzige, was die Menschheit sch�tzen kann, vor Menschen wie Eichmann.

Es gibt so viele Eichmanns auf derWelt.

Eichmanns k�nnen nur in einer Diktaturwachsen und aufsteigen.

Aber niemals in einer wahren Demokratie.

Deshalb m�ssen wir f�rdie Demokratie k�mpfen.

Daf�r aufstehen.

Wir m�ssen unser M�glichstestun, nie wieder in eine solche Situation zu kommen.

Wir m�ssen die Eichmanns dieser Welt davon abhalten,

jemals wieder die Macht ergreifen zu k�nnen.

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