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VULKAN IM BLUT
Lass dich hier nie mehr blicken!
Mimile pfeift dir was.
Ist der Junge bereit?
Mademoiselle zieht ihm den Matrosenanzug über.
Er hatte gute Noten diese Woche.
Das ist aber schön.
Kommst du nach zur Konditorei?
Nein. Mama wollte mich sprechen.
Ich werde mal nach ihr sehen.
Doch kein Matrosenanzug?
Es ist kühl. Aber wenn Sie wollen ...
Nein, wie Sie möchten.
Los, auf geht's!
Papa!
Kein Matrosenanzug? - Es ist zu kalt.
Wer sagt das? - Mademoiselle.
Welchen Kuchen nehme ich? - Die Kleinen mögen den Mokka.
Mokka ist nicht gut für Kinder ...
Was soll ich denn nun nehmen? - Was du willst.
Clémence macht eine Lammkeule.
Lammkeule? Klasse! - Los!
Schlurf nicht so.
Eins von unseren Schiffen, das einläuft.
Cardinaud!
Ach, Thévenot. Wie geht's? - Schlecht.
Ich bin vor Oléron hängengeblieben. Können wir reden?
Komm morgen ins Büro. - Gut.
Wiedersehen.
Kaufen wir jetzt den Kuchen?
Wenn du schlurfst, gibt's keine Limonade.
Ich hatte aber gute Noten! - Na dann.
Guten Tag, François. - Wie geht es, Hubert?
Gut. Guten Tag.
Ich hoffe, Sie haben Thévenot ordentlich den Kopf gewaschen.
Er kommt morgen ins Büro. - Dann aber ...
In Ordnung.
Kaufen wir jetzt den Kuchen? - Ja.
Wiedersehen, François.
Wie geht's?
Setz dich hier hin.
Guten Tag, Monsieur Cardinaud. Wie geht's? Und dem Kleinen?
Julien! Bedienen Sie Monsieur Cardinaud.
Was darf es sein? - Einen Wermut und eine Limonade.
Mit Strohhalm, bitte. - Mit Strohhalm.
Mit Strohhalm.
Monsieur Cardinaud. - Madame Mandine. Charles.
Haben Sie Thévenot gesehen? - Ja, habe ich.
Er hat vor Oléron für 300.000 Franc Ausrüstung versenkt.
Sie müssen ihn ...
Ja, das sagte mir Ihr Bruder bereits.
Grüßen Sie Madame.
Und ich würde sie gerne donnerstags bei mir sehen.
Na, so was! Ich werde sie dran erinnern.
Arme Marthe. Ich wüsste nicht, worüber wir reden könnten.
Sie wird sowieso nicht kommen.
Hast du gesehen, wie die Mandines vor Cardinaud buckeln?
Sie hatten Glück, ihn gefunden zu haben.
Nicht pusten, saugen!
Und schnell, Mama wartet auf uns.
Komisch, wieder hier zu sein. - Glaub' ich gern.
Holst du mich wieder ab? - Keine Sorge. Bis nachher.
Na, so was!
Mimile! - Ja, Mimile.
Wie geht's der Mutter? - Gut.
Wir haben neulich von dir geredet. Warst du in Afrika?
Ja. In Port Gentil. Ist nicht gerade um die Ecke.
Zurück bin ich auf einem Kahn. - Und wozu?
Weil ich Heimweh hatte.
Raymonde, wird's bald?
Ich rede mit meinem Bruder!
Ist Mimile etwa da? - Genau. Salut, Alphonse.
Was gibt's Neues? - Das musst du uns erzählen.
Und? Hast du dein Glück gemacht?
Hätte ich, wäre nicht das Heimweh.
Einen Muscadet für Antoine. - Hier.
Auch Afrika verlässt man.
Hast du meine 200 Franc?
Lass mich doch erst mal ankommen.
Ich habe eine Menge vor.
In Port Gentil war ich bekannt.
Hier auch. Es gibt nichts zu holen.
Danke, Raymonde.
Komm, ich geb' dir einen aus. - Gib mir einen Weißwein.
Was machen wir danach?
Wie immer, wir gehen mit Mama spazieren.
Geh doch alleine mit Mama und meiner Schwester.
Und du?
Ich guck' mit Mademoiselle "Micky Maus" im Kino.
Ich hatte gute Noten. - Das ist jetzt bekannt.
Du kannst ins Kino gehen, wenn du nicht schlurfst.
Nanu! Schläfst du noch nicht?
Sie wollte Ihnen noch ein Küsschen geben.
Ab ins Bett jetzt. - Isst der Große mit uns?
Ja. Gute Noten.
Marthe!
Madame ist nicht da.
Ist sie wieder weg? - Sie ist gar nicht zurück.
Hat sie nicht angerufen? - Nein.
Setzen wir uns. Mama kommt gleich.
Aber sehen wir uns den Micky-Maus-Film an?
Ja, natürlich, du hast doch gute Noten bekommen.
Reich mir deinen Teller, Jean.
Danke, Mademoiselle.
Esst ohne mich weiter. Ich fahre zu Marthes Eltern.
MAURERARBEITEN Firma Vauquier
Herein.
Sie können reinkommen.
Entschuldigung, Sie sind es! - Meine Schuld, Sidonie.
Es ist unaufgeräumt, aber am Sonntag soll man ruhen.
Unbedingt. - Was führt Sie her?
Es geht um Marthe. - Ist sie krank?
Nein. Sie war nicht da zu Mittag.
Da wollte ich hier nachsehen.
Sie wollte vorbeikommen, hat es aber wohl vergessen.
Setzen Sie sich. - Nein, danke.
Kinder haben kein Gewissen.
Es ist ihr egal, dass ihre Mutter abends nicht lesen kann.
Wollte sie Bücher bringen? - Nein. 10.000 Franc.
Für die Stromrechnung. Auf Julien ist kein Verlass.
Der bringt nichts heim.
Ich hab' ihm doch Arbeit besorgt.
Mir hat er nichts gegeben. Er wird immer schlimmer.
Früher waren es nur Alkohol und Frauen.
Aber jetzt verprasst er unser Geld beim Billard.
Wie hoch ist sie? - Wer?
Die Stromrechnung. - 8.420.
Mein lieber Schwan! Organisieren Sie Feste?
Ich habe kein Kleingeld. Ich gebe Ihnen dann 10.000 zurück.
Einfacher!
Einen wie Sie hätte ich heiraten sollen.
Meine Tochter hat's gut. Wo ist sie überhaupt?
Wenn ich das wüsste! - Ja, dann wären Sie nicht hier.
Wiedersehen, Sidonie. - Wiedersehen, François. Danke.
Hallo, Mademoiselle? Hier ist Monsieur.
Ist Madame wieder da?
Noch nicht?
Sind Sie fertig mit dem Essen?
Dann gehen Sie mit dem Jungen ins Kino.
Er zeigt Ihnen, wo. Wiederhören.
Was kriegen Sie?
Ein Glas Wein, ein Anruf: 60 Franc.
Hier. Wiedersehen. - Wiedersehen.
Er hat nichts getrunken! - Keine Sorge, er hat genug Geld.
L. Cardinaud Korbmacher
Entschuldigt, ich bin's.
Tag. - Tag, François.
Tag, Mama.
Besuchst du uns? Kommt nicht oft vor. Setz dich.
Willst du essen? - Ich hab' schon.
Ist Marthe hier? - Nein.
War sie da? - Nein.
Deine Frau bei uns? Das wäre neu.
Aber gut, jedem sein Milieu.
Für Leute von der Porte Neuve gibt's bei uns nichts zu holen.
Vielleicht ist sie bei ihren Eltern.
Da war ich grad. - Natürlich war er dort zuerst.
Erst die Vauquiers, dann die Cardinauds!
Jetzt komm schon.
Hör nicht hin, deine Mutter wird alt.
Und zur Nervensäge!
Wird? War sie schon immer.
Vielleicht weil sie uns lieb hat.
Du hast sie aber auch wenig besucht.
Das ist wegen der Arbeit.
Bist du nicht reich genug?
War deine Frau nicht beim Gottesdienst?
Sie tratscht lieber.
Das geht schneller.
Vielleicht ist sie ja zu Hause. - Ich habe gerade angerufen.
Vielleicht ist sie bei den Mandines.
Ich rufe sie mal an.
Nein, das ist dein Bruder. Er kommt mit Mauricette.
Sie kommen jeden Sonntag.
Ach, mein Bruder!
Tag, Tuthur. Wie geht's? - Gut.
Papa. - Tag.
Tag, Mauricette. - Monsieur Cardinaud.
Wie bitte? - Hohe Tiere beeindrucken sie.
Sei nicht so frech! - Tag, François.
Begrüßt deinen Onkel François!
Der ist aber gewachsen. Tag, Coco.
Ich muss schon wieder nach Hause.
Kommt uns doch mal besuchen.
Also, Wiedersehen, Mama. - Wiedersehen, François.
Wiedersehen, Papa. - Warte, ich komm mit.
Bis bald! - Tschüss, Onkel.
Sag doch Omi hallo!
Tag, Mutter.
Komm, wir ziehen die Jacke aus.
Was wollte er denn?
Marthe hat vergessen, nach Hause zu kommen.
François dachte, sie ist hier. Stell dir mal vor!
Marthe mag Cardinaud heißen, sie bleibt eine Vauquier!
Na und? - Na, nichts.
Sag schon, was du denkst.
Die Vauquiers leben nicht wie andere Leute.
Sidonie ist mittags noch im Bett.
Und abends ist Julien im Bistrot.
Und Marthe hat immerhin 20 Jahre lang so gelebt.
Seit 12 Jahren nicht mehr.
Das täuscht. Die Vauquiers sind hinterlistig.
Er wollte eine Vauquier, jetzt hat er eine.
Na ja, "hat".
Vielleicht hat sie sich verspätet und konnte nicht anrufen.
Du würdest das nie tun.
Wenn er besorgt ist wegen der Kinder,
könnte ich heute auf sie aufpassen.
Die Kinder? Dafür haben sie eine "Nurse": Mademoiselle.
Warum rennt er ihr hinterher?
Wenn Mauricette so was tun würde,
dann würde ich ihr aber ein paar Takte flüstern.
Wenn ich heimkomme, ist die Suppe fertig.
Schweißarbeit hat's in sich.
Ja, ja. Erzählst du jeden Sonntag.
Wiederhören, mein Lieber.
Hier, iss eine Banane.
Wer war das?
Cardinaud. Er wollte wissen, ob seine Frau hier ist.
Mit welchem Recht? - Wäre doch möglich, meine Liebe.
Cardinaud ist von unserem Rang.
Nein, ich bitte dich.
Er sitzt mit dir in einem Büro, aber unseren Rang hat er nicht.
Ich finde Marthe nicht unsympathisch.
Sie finden Frauen nie unsympathisch. Vor allem die ordinären.
Aber Ihr Bruder ...
Nicht wahr, Charles?
Duleux!
Wollen Sie kurz den Schnellzug nehmen?
Sagen Sie, dumme Frage: Haben Sie meine Frau gesehen?
Nein.
Sie wollte nach Niort.
Ich wollte sehen, ob sie den Zug gekriegt hat.
Ich hätte sie gesehen. Sie hat sicher den Bus genommen.
Stimmt, Sie haben recht. Wiedersehen.
Was kann ich für Sie tun, Monsieur Cardinaud?
Wurden Ihnen heute Unfälle gemeldet?
Möglicherweise.
Madame Céline Malabry, 72, von einem Motorrad angefahren.
War es das? - Nein.
Einer unserer Angestellten hatte einen Unfall.
Wie heißt er?
Irgendwas mit "Nou". Aber er ist es ja nicht.
Ich könnte die anderen Reviere anrufen.
Schon gut, danke. Wiedersehen, Lemeur.
Wiedersehen, Monsieur Cardinaud.
Da ist dein Bruder!
Verzeihung. - Ach, ihr hier?
Wir kommen auch hierher. - Manchmal, sonntags.
Ist Marthe wieder da? - Nein.
Trinken Sie was? - Nein, danke.
Doch, du trinkst jetzt was. Setz dich.
Seltsam, dass sie nicht wieder da ist.
Wie ich Vater schon sagte:
Ich hätte im Büro arbeiten können.
Aber Schweißer kriegen mehr Geld.
Ich muss für Mauricette und den Kleinen sorgen.
Aber zu Hause soll's geordnet sein!
Möchten Sie was trinken? - Nein danke, Julien.
Ich habe trotz allem meinen Stolz!
Wenn ich an deiner Stelle wäre ...
An meiner Stelle? Du Armleuchter!
Geld geht wohl nicht mit Höflichkeit einher.
Schönen Abend, Mauricette.
Ich hab' die Stromrechnung erwähnt.
Strom ist gut. Aber ohne Gas gibt's kein Essen.
Essen ist doch das Wichtigste!
9.250 Franc fürs Gas. Was machst du mit all dem Gas?
Und du mit dem Geld?
Ich lebe mein Leben!
Ich hab' keine Kosten. Aber er hat uns.
Es ist schon schrecklich, immer fragen zu müssen.
Ich war für meine Eltern da!
Deine Mutter starb im Armenhaus, dein Vater im Irrenhaus.
Ich habe sie besucht.
Aber jetzt muss ich zu ihm gehen.
Da ist Papa.
Zeit aufzuräumen.
Es ist spät.
Hat Madame angerufen? - Nein.
Keine Nachrichten sind gute Nachrichten.
Warst du artig? - Ja, Papa. Sehr artig.
Das ist gut. Ich geh' schon ran.
Am Apparat.
Ich hoffe, ich störe Sie nicht.
Fréminger hat angerufen.
Morgen werden 80 Tonnen geliefert. Werden Sie da sein?
Wie immer, warum?
Dann kann mein Bruder nach Rochefort fahren.
Ist Madame wieder da? - Wieso?
Nur so, tut nichts zur Sache.
Also können wir auf Sie zählen?
Gut, schönen Abend. Und Entschuldigung noch mal.
Madame ist bei ihrer Patin in Niort.
War ja ein schöner Schreck. - Allerdings.
Wie war's im Kino?
Es lief Pinocchio. Was haben wir gelacht!
Ja. Ist Madame zum Abendessen wieder da?
Sie weiß nicht. Ihre Patin ist krank.
Sie hat Asthma, also ... Komm, erzähl.
Pinocchio ist eine Holzpuppe,
die Dank der Fee ein echter kleiner Junge wird.
Wie heißt sie noch mal? - Die Blaue Fee.
Warten wir noch auf Madame?
Sie weiß nicht, wann sie kommt.
Tut mir leid. Wir gehen uns waschen.
Die Blaue Fee kommt zum Fenster rein
mit ihrem Zauberstab!
Und dann entführt ein böser Fuchs Pinocchio
und verkauft ihn an einen bärtigen Mann.
55.000!
56! - 60!
60.000 ...
65.000! Wir sind bei 65.000 Franc.
66! Bei 66.000 Franc.
66.500 Franc.
67, 68. 68.000 Franc. 68.500.
68.500, auf 69.000 Franc.
Keine weiteren Gebote? Zuschlag für Michaud!
69.000, Michaud.
Tagesfang.
Meine Damen und Herren, bitte!
Die vier Kisten für ... 55.000.
50.000! - 50.000. Auf 50.500!
55.000! 55.500!
Ourillon hat eine Ladung aus Marennes.
Feinste Ware. - Angesetzt mit?
25 oder 35.000. - Nein.
Joignard nimmt ein Drittel. Ich nehme alles für 20.000.
55.000 ... 56.000 Franc.
56.500 Franc. 57, 58 ...
58.500, auf 59.500 ...
62 ... 500 ...
63, 63.500 ...
64.500 ... - 65!
65! 65.000 Franc, 500 ...
65.500 Franc. Keine weiteren Gebote? Souchet!
Lass das nicht rumliegen!
Unverbesserlich! Wirklich!
Der geht mir auf den Senkel!
Mimile hätte ruhig länger bleiben können.
Nach zwei Jahren!
Er wollte 100 Franc!
Kriegst du doch zurück.
Abwarten. Was machst du hier?
Der Chef will 10 Kilo Seehecht. - Komm, geb' ich dir.
Die vier Kisten Seehecht: 80.000.
75! - 78, 500, 79, 500 ...
80, 80.500.
81, 81.500, 82 ...
82.500. 83. 83.500.
84 ... - 500!
84.500 ... - 85!
85! Für 85.000 Franc ...
Keine weiteren Gebote? Zuschlag an Cardinaud.
85.000, Cardinaud.
Vier Kisten Gemischtes: 15.000. - Ja, 10!
Er wusste, dass ich sie brauche.
Sie hätten weiterbieten müssen.
Er treibt die Preise hoch. Wir sollten uns beschweren.
Er ist der Vorsitzende.
Beim Verband. - Er ist der Verband!
Nicht zu glauben. Gehörnt muss man sein!
Tag, Cardinaud. - Tag. Kommen wir ins Geschäft?
Für 25. - 20.
Der Posten ist klasse! - Glaub' ich.
Also ja? - Für 20.
Joignard nimmt alles für 25. - Und ich für 20.
Gut. Sehen wir uns nachher im Büro? - In Ordnung.
Wieviel verlangt er dann fürs Kilo? - 500 Franc.
500 Franc? Vor dem Krieg gab's dafür 10 Kilo.
Hätten Sie kaufen sollen, Madame Babin!
Die Uhr steht. Wir spät ist es? - 8 Uhr 05, meine Hübsche.
Und mein Seehecht, Titine?
Holen wir ihn eben bei Cardinaud, komm!
Monsieur Cardinaud. - Tag, Fabier.
Monsieur Cardinaud, Thévenot erwartet Sie.
Schlechte Nachrichten.
Die Welle der Cainus ist kaputt. - Mist!
Sage ich es Monsieur Charles oder Hubert?
Wozu?
Monsieur Cardinaud ist eben eingetroffen.
Thévenot. - Monsieur Cardinaud.
Ich sollte vorbeikommen.
Du kannst mich duzen. Setz dich.
Und? - Na ja, ich sitze in der Tinte.
Du machst mir Spaß.
Du verlierst Netz und Kabelbaum für 500.000
und du sitzt in der Tinte!
Reizend, aber nicht unser Problem. - Die Versicherung zahlt.
Die Versicherung zahlt 50 Prozent. Zahlst du den Rest?
Womit? Das Boot gehört euch. Die Ausrüstung auch.
Du kennst mich doch!
Ich bin seit 26 Jahren Fischer! Ich kenne die Küste auswendig.
Jeder andere wäre auch hängengeblieben!
Ich kümmere mich drum. - Das ist nett. Bist dufte!
Schon gut.
Danke, François! - Wiedersehen.
Und? - Und was?
Hat Marthe Sie geschickt? - Nein, Sidonie.
Hat sie Geld gefunden? - Sie hat die Gasrechnung vergessen.
Wieviel? - 9.250 Franc.
Guibert, geben Sie ihm 10.000 Franc.
Danke, Schwiegersohn.
Hier lang, Monsieur.
Guten Tag, Monsieur Charles.
Guten Tag, Monsieur Charles. - Tag, Fabier.
Sie sollen doch um 8 Uhr ausmachen!
Es ist schon 8 durch.
Glückwunsch, mein Lieber.
Sie haben Montillon unter unsere Knute gebracht.
Übrigens, wie sieht's mit Thévenot aus?
Hab' ihn eben gesehen. - Ist erledigt.
Er zahlt? - Nein.
Ach, umso besser.
Sie wissen ja, dass er ein linksextremer Hund ist,
der keinen Gott hat.
Schwarze Schafe schmeiße ich raus!
Aber noch ist er da. - Bitte?
Er ist ein sehr guter Fischer, und das ist selten.
Dass er linksextrem wählt, ist mir Wurst.
Und das Netz zahlt zur Hälfte die Versicherung.
Das ist Ihre Ansicht.
Mein Bruder und ich denken, dass Thévenot eine Schuld hat.
Haben Sie nie eine Schuld gehabt?
Na also!
Gut, von mir aus.
Um unserer Freundschaft willen.
Genau.
Ich sage Hubert, dass ich Ihnen freie Hand lasse.
Genau.
Ich will nicht indiskret sein, aber Sie schienen gestern besorgt.
Geht's? Haben Sie Neuigkeiten von Madame?
Meine Frau ist in Niort, bei ihrer Patin.
Erkennst du's? - Nicht so recht.
Nicht nur der Eigentümer sieht anders aus! Der Ort auch.
Denk an Gégènes Zeiten.
Gégène, die kleine Laube, die Limonade ...
Meine ersten Stöckelschuhe, mein erster Lippenstift.
Der nach Bohnerwachs schmeckte. - Vom Besteck-Händler.
Seltsam. Ich erinnere mich an alles, erkenne aber nichts.
Dabei ist der Liguster noch da.
Die Tanzfläche auch.
Und die Laube.
Aber Blumen gab es früher hier.
Allerdings ist die Blütezeit schon drei Monate her.
Haben wir alles vor 10 Jahren gesehen.
Das Zimmer ist jedenfalls sauber.
Ja.
Bist du nicht glücklich? - Doch.
Gefällt es dir nicht? Ein normales Zimmer halt.
Wie all diese Zimmer, ja.
Nicht wie bei den Cardinauds.
Es ist keine Villa mit Park-Blick. Wenn du das willst ...
Entschuldige, meine kleine Marthe!
Entschuldige.
Ich erzähle Unsinn. Weil ich dich liebe.
Deshalb konnte ich ihn noch nie leiden.
Wenn die Frau, die man liebt,
einen Mann hat, der Erfolg hat, ist das schrecklich.
Zum Beispiel ...
Als ich dich letzte Nacht in den Armen hielt,
hast du gefragt, warum ich lächle.
Ich hatte das Gefühl, ich hole mir was von ihm zurück.
Seit 10 Jahren warte ich darauf.
Du ahnst gar nicht, wie lange das ist.
Als ich vor sechs Monaten deinen Brief erhielt, habe ich geweint.
Doch, wirklich! Es war so seltsam.
Es war noch seltsamer, ihn zu schreiben.
Ich hatte das Gefühl, ich springe ins kalte Wasser.
Ich wusste nicht weiter, und wir waren doch mal zusammen.
Das nennt man Treue. - Find' ein anderes Wort.
Nennen wir es Jugenderinnerungen.
Ach, die Jugend ... - Du hast dich nicht verändert.
Du bist meine Freundin von damals. Was ist?
Es ist Mittag. Reisen Sie ab, oder bleiben Sie?
Wir bleiben.
Hast du Geld? - Und ob!
Ich habe mir bei Titine 100 Franc gepumpt.
Warum lachst du?
Weil du dich auch nicht verändert hast, Mimile.
Guten Abend.
Neuigkeiten? - Nein.
Madame Cardinaud hat angerufen. - Und?
Also Ihre Mutter. Mademoiselle hat abgenommen.
Meine Mutter hat angerufen? - Ja, um zu fragen, ob ...
Um nachzufragen.
Ich habe ihr gesagt, dass Madame in Niort ist.
Sie war überrascht, weil die Patin seit drei Jahren in Paris lebt.
Jean isst heute in seinem Zimmer.
Er hat sich in der Schule schlecht benommen.
Soll Marguerite Ihr Bad einlaufen lassen?
Mademoiselle ... - Monsieur?
Sie und meine Mutter denken, was Sie wollen. Ist mir egal.
Wenn ich Niort sage, dann ist das Niort! Punkt.
Hier zumindest! Verstanden?
Marguerite kann das Bad einlaufen lassen.
Jawohl, Monsieur.
Sag mal, was höre ich da?
Schlechtes Benehmen?
Was hast du angestellt?
Hab' mit Maille und Philippon geredet.
Die beiden wieder?
Warum hast du nie Freunde, die keine Strolche sind?
Na, was weiß ich! Der kleine Ardouin oder Mandine.
Mandine sieht aus wie sein Vater!
Na und? Sein Vater ist nett.
Neulich hast du über ihn geredet
und ein Schimpfwort benutzt! - Ich?
Das war als Witz gedacht.
Und artige Jungs hören nicht mit.
Und überhaupt, du wurdest bestraft.
Und du wirst alleine essen.
Du wirst auch alleine essen.
Sag mal, wann kommt Mama aus Niort zurück?
Sicher bald.
Soll ich dir helfen? - Ja, gerne!
Zeig mal. Da stimmt was nicht.
Sind Sie mir nicht böse? - Warum denn?
Weil ich mich wegen Niort aufgeregt habe.
Zumal jeder Bescheid weiß.
Na ja, ziemlich viele Leute zumindest.
Hat man Ihnen Andeutungen gemacht?
Auf dem Fischmarkt heute haben sie mich gehörnt genannt.
Während ich grübelte, hat es Madame Babin auf den Punkt gebracht.
Madame Babin ist Titine.
Sie kennen sie nicht, aber die hat es in sich.
Ihr verdanken wir sämtliche Syphilis-Fälle hier.
Solche Leute reden nur Unsinn.
Oh nein, nicht Titine. Sie hat es so gemeint.
Und es scheint die Leute zu beglücken.
Sie sind entzückt.
Und Sie finden das normal?
Darf ich ehrlich zu Ihnen sein?
Sind eh schon alle, also bitte!
Man sagt, Sie waren vor 20 Jahren Hafenarbeiter.
Und?
Heute gehört Ihnen fast der ganze Hafen!
Man fürchtet und hasst Sie.
Es heißt, dass Sie Ihre Ellbogen gebraucht haben.
Ist sicher übertrieben. Aber man sagt auch,
dass Ihnen lediglich das Wasser nicht gehört.
Weil Sie es niemandem wegnehmen konnten.
Ich hab' dran gedacht. Was wird noch erzählt?
Dass die Mandines Ihnen ihr Haus verdanken.
Genauer, weil Madame Mandine mit Ihnen schläft.
Was? Isabelle Mandine? Das wird erzählt?
Verdammt! Die verübeln es mir wirklich.
Aber was genau? - Na, alles!
Ihre Kollegen von damals, dass Sie nicht mehr dazugehören.
Sollen Ihre einstigen Chefs Sie jetzt etwa anhimmeln?
Sie sind unersättlich.
Freuen Sie sich doch darüber.
Das ist der Erfolg.
Mein lieber Schwan.
So, ich muss morgen früh um 6 aufstehen.
Ich habe einen kaputten Kutter
und muss den Gutachter in Châtelaillon abholen.
Ich bringe den Jungen zur Schule. - In Ordnung, Monsieur.
Also ...
Darf ich Ihnen eine Frage stellen?
Was machen Sie, wenn Madame zurückkommt?
Mein Möglichstes.
ZOLLAMT
Haben Sie nicht Ihren Schlüssel?
Verzeihung, ich dachte, es wäre Clémence mit den Kindern.
Ach, die Kinder sind nicht da?
Jean sollte vor der Schule noch an die frische Luft.
Und Monsieur?
Monsieur? - Wie geht es ihm?
Wie immer.
Montags Fischmarkt, dienstags La Pallice ...
Gestern war er auf dem Fischmarkt.
Heute ist er in La Pallice.
Wussten Sie das nicht?
Sind Sie gut gereist?
Hallo?
Hallo? Hier ist ein Höllenlärm. Hören Sie mich?
Sagen Sie mal,
ich komme heute Mittag nicht, wegen des Gutachtens.
Ja.
Hat niemand angerufen?
Doch, Monsieur Hubert. Er will zurückrufen.
Dann guck ich im Büro vorbei.
Sonst keine Neuigkeiten?
Gibt es sonst keine Neuigkeiten?
Nein, nichts.
Wer war das?
Jemand aus dem Büro wollte Monsieur sprechen.
Vermutlich hat sich Seetang verfangen.
Die Manöver waren vielleicht ruckartig.
Das waren sie mit Sicherheit.
Und dann noch der Verschleiß. - Sehen wir's uns an.
Klären Sie das schnellstens. - Versprochen.
Grüßen Sie Monsieur Mandine. - Mache ich.
François!
Oh! François! Cardinaud, hör mal.
Drouin! Dich hab' ich ewig nicht gesehen!
Ich muss dir was sagen.
Ich habe zu tun. Wir sehen uns morgen.
Komm, es ist wichtig!
Gut, dann aber schnell.
Der Zutritt ist verboten, aber für Sie ...
Danke. - Keine Ursache, Monsieur.
Hier haben wir unsere Ruhe.
Wir haben uns ja schon 7 oder 8 Jahre nicht gesehen.
Müsste hinhauen.
Ich bin fülliger geworden, oder?
Schmächtig warst du ja nie.
Aber Muskeln hab' ich noch.
Die Stahlhand! Weißt du noch?
Mit 20 hatten wir's drauf.
Wir haben's einigen gezeigt!
Die Puerto-Ricaner bei der dicken Gaby.
Sechs Stück haben wir umgehauen.
Was ist aus Gaby geworden? - Ist vor 5, 6 Jahren gestorben.
Die Arme. Woran? - Daran!
Mein lieber Schwan!
Weil sie von heute auf morgen aufhören wollte!
Was wolltest du mir denn so Dringendes erzählen?
Wie geht's deiner Frau?
Warum?
Ich weiß, dass sie weg ist.
Weißt du, mit wem? Mit Mimile!
Mimile?
Der Sohn von Titine.
Das ist unmöglich!
Es stimmt aber.
Alle wissen es. Und keiner sagt dir was.
Klar, du bist der Betrogene.
Und du bist jetzt ein hohes Tier, also jubeln alle.
Madame Cardinaud mit dem Sohn von Titine!
Darüber lachen alle.
Nur ich nicht.
Und zwar weil ich noch gehörnter bin als du!
Das sage ich nicht aus Höflichkeit.
Dir schuldete Mimile nichts, mir aber alles.
Das ist ein richtiger Lump.
Hab' ihn in Port Gentil aufgelesen. Er hatte überall was geklaut.
Nur da gibt's richtige Männer. Keine Bourgeois!
Mimile durfte nicht mehr ins weiße Viertel.
Er hat in einer Eingeborenenhütte gehaust.
Als ich ablegen wollte, hat er mich angefleht.
"Nehmt mich mit, oder ich sterbe!"
Auf den Knien hat er
von seiner Mutter und seiner Krankheit erzählt!
Während der Fahrt hat er eine Ladung Absinth entdeckt.
Wollte mich erpressen. Ich hab' ihm eine verpasst!
Jeder andere hätte es dabei belassen.
Kaum waren wir da,
ist er zum Zollamt.
Im Nu waren die Zöllner da.
Bußgeld, Prozess und Rauswurf!
Dafür werde ich ihm das Licht auspusten.
Heute Abend gehe ich an Land und erledige das!
Wir finden ihn!
Das schwöre ich dir!
Vielleicht, aber ich suche nicht Mimile.
Die sind aber zusammen.
Und ich weiß, wo sie gestern waren.
In der Bar des Charentes. Vittorio hat sie dort hingebracht.
Mimiles Schwester arbeitet dort. Sie bedient zwischen zwei Nummern.
Die Kinder von Titine haben es in sich.
Wo willst du hin?
Noch mal dasselbe.
Seht mal, wer da ist!
Was hat der hier zu suchen? - Ich ahne es.
Er will sich Raymonde anlachen.
Was wollen Sie?
Ich möchte zu Mademoiselle Babin. - Da haben Sie aber Pech.
Sie hat zu tun. Im Hotel Printania, mit Couderc.
Dem Sardinenfischer. - Ja.
Gut, danke.
Verdammt!
Dienstag ...
Es ist gar nicht Couderc, sondern ... egal!
Halb sechs. Um Viertel vor bin ich im Büro.
Bei der Liebe wie im Geschäft lautet mein Motto:
Schnell und gut!
Und mit den Schuhen!
Genau!
Du kennst ja das Sprichwort: Verlorene Zeit kommt nie wieder!
Ich kenne nur: Strenge Rechnung, gute Freundschaft.
Sehr richtig.
Danke, Schnucki.
Zimmer 7, aber jetzt geht es nicht.
Ich muss sie sprechen.
Also, bis Freitag. - Halb fünf.
Entschuldigung, Hubert.
Hast du was vergessen, Schnucki?
Ich ... - Darf ich?
Was wollen Sie?
Kurz reden.
Das nennen Sie reden?
Schnucki nennt das Mittagsschlaf.
Über den könnte ich Ihnen einiges erzählen.
Nicht so viel wie ich!
Aber um ihn geht es jetzt nicht.
Sondern um Mimile. - Und?
Seit wann sind ... - Marthe und Mimile?
Immer schon.
Sie haben als Kinder bei Vauquier gespielt.
Sie auch, nur zehn Jahre früher.
Wie wir alle.
Sie sind weggegangen, ich bin geblieben.
Aber wir kommen aus derselben Straße.
Später waren Mimile und Marthe sonntags tanzen.
Mimile fing an, Titine zu beklauen, um die Getränke zu bezahlen.
Dann beklaute er Montillon, um einen Ring zu kaufen.
War Marthe lange seine Geliebte? - Wer weiß?
In dem Alter redet man von der Zukunft
und ist brav.
Was Ihre Frau angeht, müssten Sie's besser wissen.
Dann bekam Mimile Ärger und ist nach Port Gentil, in Gabun.
Da gab's sicher auch Ärger, sonst wäre er geblieben.
Na, das hat sich aber nicht gelohnt. Wo ist er?
Da können Sie lange warten.
Ja, sogar bis man ihn umbringt.
Da ist jemand, der ihn sucht.
Ich nicht! Das ist nichts für Familienväter.
Ich will nicht wegen eines Mistkerls ins Gefängnis.
Mistkerl? Ihre Frau ist in seinem Bett.
Wollen Sie sie holen?
Ich möchte nicht seine Leiche auf dem Bettvorleger finden.
Es ist Drouin. - Ja.
Danke. Ich weiß wirklich nicht, wo sie sind.
Wenn Sie was hören, rufen Sie mich an.
Wo denn? Bei Ihnen? - Natürlich.
Spielt jetzt auch keine Rolle mehr.
Da bist du ja. - Ich hatte es versprochen.
Hast du ihn gesehen? - Nein.
Was hast du gemacht? - Nichts.
Hast du Geld mitgebracht? - Nein.
Und wie bezahlen wir das Hotel?
Was machen wir jetzt? - Keine Ahnung.
Egal.
Monsieur, Charles Mandine ... - Der kann mich mal.
Sagen Sie ihm das lieber selbst. Er ist im Wohnzimmer.
Sieh an! Guten Abend, Charles. - Guten Abend.
Wir haben auf Sie gewartet.
Ich war in La Pallice. - Hat man mir gesagt.
Jetzt sind Sie ja da.
Heute Nacht kommt eine Ladung. Um die 100 Tonnen.
Ich könnte hin, aber ich habe die Grippe.
Könnten Sie? - Ich gehe nachher mal rüber.
Danke, mein Lieber.
Wiedersehen. Und grüßen Sie ... alle um Sie herum.
Kurieren Sie Ihre Grippe aus!
Guten Abend.
Wir essen schnell, ich muss nach Gabut.
Marguerite, sagen Sie Clémence Bescheid.
Monsieur möchte sofort essen. - Ja.
Wo ist denn mein Bild geblieben?
Verzeihung, ich habe mir erlaubt, es woanders unterzubringen.
Wo denn? - Auf dem Speicher.
Aber wenn Sie wollen ... - War es denn so übel?
Grässlich.
War ein Hochzeitsgeschenk.
Das wusste ich nicht. - Ist unwichtig.
Sie kennen sich aus? - Ich habe Kunst studiert.
Aber in dem Fall braucht man kein Kunstkenner zu sein.
Es war gut gemeint.
Stellen Sie das ab, wir tun uns auf.
Warum sehen Sie mich so an?
Ich kann die neue Frisur wegmachen. - Ach nein.
Das war sicher auch gut gemeint. Haben die Kinder gegessen?
Ohne Bonbons hätten sie mehr Appetit.
Geben Sie ihnen keine. - Das war Madame.
Sie war hier? Das sagen Sie jetzt erst?
Sie ist nach Ihrem Anruf gekommen, um ihren Koffer abzuholen.
Hat sie was gesagt?
Sie hat noch nie viel mit mir geredet.
Und? - Sie hatte den grauen Mantel an.
Nicht wie sie angezogen war, wie sie aussah.
Glücklich, aber in Eile. Sie wollte ihren Bus kriegen.
Sie wollte einen Bus nehmen?
Die Kinder waren im Park mit Clémence.
Sie müssen was essen. - Ich habe keinen Hunger.
Nehmen Sie wenigsten Ihren Mantel.
Danke.
Sieh an. Das Kunststudium hat sich gelohnt!
Sie haben sich ja schnell ein Bild gemacht.
KEIN ZUTRITT FÜR UNBEFUGTE
Ich kann mich nicht erinnern. Alfred!
Hattest du eine Frau mit grauem Mantel?
Nein, warum?
Eine Verwandte von Monsieur. - Fragen wir Bernard.
Hattest du eine Frau mit grauem Mantel
gegen 6 oder 7 Uhr?
Da fährt kein Bus nach La Pallice.
Vielleicht war's ein anderer Bus.
Dann habe ich sie nicht gesehen.
Ich danke Ihnen. Wiedersehen.
Guten Abend. Was hat er denn?
Eine Verwandte? So spät?
Egal, Feierabend!
Gestern hab' ich was erlebt. Am Quai Duperré!
Wer taucht da auf?
Danke. Die dicke Jeanne!
Was willst du trinken? - Rotwein!
Das kriegt ihr morgen.
Danke, Huguette.
Tag, die Herren. Geht's gut? - Tag, Cardinaud.
Geben Sie mir einen Grog. - Mit Orangenblütenwasser.
Sieh an. Schön, dass Sie da sind!
Ich möchte Sie sprechen. - Schießen Sie los.
Wir sind ganz Ohr, Monsieur.
In meinem Büro wär's mir lieber. Oder bei Ihnen.
Ich bin überall zu Hause.
Was wollen Sie wissen?
Ich möchte wissen, wo Mimile ist.
Sie sind aber neugierig!
Ich sag's Ihnen.
Er ist in den Flitterwochen!
In Châtelaillon, in Venedig ... Keine Ahnung.
Verliebte reisen.
Gibt Ihnen Ihre Familie keine Neuigkeiten?
Schreibt Ihnen denn niemand?
Pass auf, Titine!
Ich werd' dir das Maul stopfen!
Bist du noch nicht im Knast?
Nein, aber vielleicht bald.
Was soll ich dir dann bringen?
So viel Trauer wie du tragen kannst!
Keiner legt sich mit Dédé an!
Was trinken?
Nein. Ich bin rein, weil dein Auto da stand.
Schreiben Sie's mir an.
Noch eine Runde! - Ja, für mich auch.
Eine letzte Runde noch?
Gib mir mein Glas. - Hier.
Huguette! Das Gleiche noch mal!
Hast du keine Neuigkeiten?
Nein, keine Neuigkeiten.
Du hast dich aber auch ganz schön verändert.
Wenn ich an damals denke!
Ich trage keine kurzen Hosen mehr.
Als du 1936 Fernand versohlt hast auch nicht.
Aber du hattest noch keinen Hemdkragen!
Und keinen Hut. Siehst aus wie ein Tierarzt!
Glaubst du, du siehst aus wie ein Admiral?
Wie du aussiehst, hat dir Titine schon gesagt.
Raymonde aber auch.
Ich habe ihr sogar Geld dafür gegeben.
Ich bin eben ein Bourgeois geworden. Ich geh' in die Kirche, habe Gold.
Und dem Bourgeois wird immer der schwarze Peter zugeschoben.
Und er muss seinen Hut schwenken können.
Ich hab' den schönsten Schwenker in der Stadt. Guck!
Ich hab' 20 Jahre dafür gebraucht!
Das ist noch gar nichts!
Die Hochzeiten, die Beerdigungen ...
Da glänze ich richtig! Und ich lasse keine aus.
Wenn jemand stirbt oder heiratet, bin ich dabei!
Und so willst du deine Frau wiederfinden?
Und was machst du?
"Keiner legt sich mit Dédé an!"
Und Mimile umlegen, ist das kein Quatsch?
Dich hocharbeiten, um im Knast zu enden?
Schwachkopf!
Besser als wie du enden! Ich kümmere mich um Vittorio!
Ich garantiere dir, er wird Mimiles Adresse ausspucken!
Monsieur Cardinaud! Hubert sucht Sie.
Bring ihm das Heft, es ist bereit.
Steig ein!
Von wegen Stahlhand!
Komm her, du Hund!
Wo ist Mimile? - Drouin ...
Kapitän, bitte! Siehst du, er sucht Ärger!
Keiner legt sich mit Dédé an!
Wo ist Mimile? - Im Petit Robinson.
Im Petit Robinson. Wo wir getanzt haben!
Er anscheinend auch.
Steig ein! So, nach alter Manier!
Ich denke an Mimiles Gesicht. Die holen wir uns aus ihrem Nest!
Sein Gesicht ...
Mit etwas Glück erwischen wir sie im Bett.
Diesen Weckruf vergessen sie nie!
Jetzt halt doch mal die Klappe.
Du weckst niemanden, du bleibst im Auto!
Willst du mir etwa ... - Ärger ersparen? Ja.
Ich will nicht, dass du vors Schwurgericht kommst.
Die vom Schwurgericht machen es nämlich auch nach alter Manier.
Also, du bleibst hier!
Ich sage Mimile, er soll oben warten.
Weil du es bist.
Ah! Monsieur.
Ich will zu Gégène.
Gégène ist nicht mehr da. Ich bin der neue Besitzer.
Wollen Sie denn ein Zimmer?
Ja. Das Zimmer von Emile Babin.
Die sind gestern weg. Ohne zu bezahlen.
Nur der Koffer ist noch da.
Ein grüner Koffer? - Ja, hier.
Wieviel ist der Wert?
14.650 Franc.
Und die Rechnung? - Moment ...
3.500.
Zwei, drei, so! - Danke.
Wiedersehen, Monsieur.
Und?
Nichts.
Ich weiß nichts.
Du hättest gleich reden sollen! Aber Monsieur wollte es anders.
Jetzt haben wir 30 Kilometer Rückfahrt.
Und wenn du weiter meckerst, kannst du laufen!
Deine Muskeln, deine Predigten, das reicht jetzt!
Vier Kisten Seezunge: 80.000.
- 70! - 75, 70, 500 ...
71, 500. 72, 500.
73, 500. 74 ...
75, 500. 76, 500 ...
77, 500. 78, 500 ... - 80!
80.000! 80, 500.
81, 500. 82 ...
82.000 Franc! Keiner bietet mehr? Matra!
Und ich?
Vier Kisten Seehecht ...
100.000. - 90.
90, 500. 91, 500 ...
92, 500 ... - 95!
95, 500. 96 ... - 100!
100.000! 500 ... - Eins!
101, 500. 102 ... - 103!
103. 103.000 Franc. Wer bietet mehr? Tesmaret!
Vier Kisten Seeteufel: 65.000. - 60!
Was zappelt Mandine so rum?
Er konnte nichts kaufen.
Geschieht ihm recht. Komm mal gucken.
Guten Tag.
Was machst du hier? - Hab' auf dich gewartet.
Warum bist du nicht reingegangen?
Ist Mutter krank?
Ich habe einen Brief von Marthe erhalten.
Was schreibt sie?
Sie scheint im Großen und Ganzen nicht glücklich zu sein.
Ich habe doch alles dafür getan.
Vielleicht zu viel.
Was soll das denn heißen?
Du hast dich nie gefragt, ob es ihr passt,
dich wachsen zu sehen.
Die Frau deines Bruders
hat einen Schwachkopf geheiratet und ist jetzt mit einem Trottel.
Aber Marthe hat François geheiratet.
Und jetzt bist du Cardinaud.
Verstehst du?
Das ist, als hättest du sie nach zwei Jahren verlassen.
Was ist denn? - Soll ich das Auto waschen?
Lassen Sie mich in Ruhe! - Verzeihung.
Setz dich.
Dann bin ich es, der Marthe verlassen hat?
Und das schreibt sie dir.
Das braucht sie gar nicht.
Ich habe Lebenserfahrung. - Und auch Fantasie.
Vielleicht.
Kennst du das Kartenspiel "Hochzeit"? Spielt man zu zweit.
Ist einfach, wenn man den anderen auch spielen lässt.
Während ich Körbe flechte,
macht deine Mutter den Haushalt.
Bin ich krank, pflegt sie mich.
Das machen die Frauen gern.
Warst du ein einziges Mal krank?
Man kann nicht an alles denken.
Du hättest die Schwester gerufen.
Warum hast du geheiratet? Du brauchst doch nie was.
Ja, das schreibt sie!
Was hast du denn Marthe gegeben?
Ein, zwei Jahre? Nur solange ihr das kleine Haus in Minimes hattet.
Sie war kleine Häuser gewohnt.
Sie heiratet einen Jungen aus Minimes
und hat kurz darauf eine Fischerei.
Ist ja schön, hoch oben. Aber vielen wird dabei schwindlig.
Jetzt hat sie jemanden, der sie braucht.
Sie liebt ihn nicht. Wird sie auch nie.
Aber er braucht sie.
Geben Sie mir bitte den Verbandsvorsitzenden.
Ich pfeife auf die Versammlung. Geben Sie mir den Vorsitzenden.
Ich kenne auch ein Spiel für zwei: "Krieg."
Maxime? Cardinaud, hier.
Es geht um die Lizenz von ...
Erzähl mir nichts von deiner Versammlung!
Glaubst du, du hast was zu melden,
weil ich dich zum Vorsitzenden mache?
Titine Babin soll mit ihrer Lizenz kommen.
Ja. Ich will sie in einer Stunde in meinem Büro.
Gut. Wiederhören.
So ein Armleuchter!
Trink was. Ich rasiere mich und bringe dich dann zum Bus.
Guten Tag, Papa. - Gut geschlafen, mein Kleiner?
Ja. Guck mal, was Mama mitgebracht hat. Willst du?
Du kannst auch zwei nehmen.
Oh, Großvater! - Mein kleiner Jean!
Guten Tag, Großvater.
Beeilung, Marguerite bringt dich zur Schule.
Mademoiselle.
Bist du auch fleißig?
Guten Tag, Monsieur. - Tag, Madame.
Wiedersehen, Großvater. - Wiedersehen, Jean.
Die Mandines haben die ganze Nacht auf Sie gewartet.
Ich habe auch auf Sie gewartet.
Gehen Sie schon? - Ja. Und wenn ich zurückkomme,
tragen Sie wieder Ihren Kittel.
Wofür bezahle ich Sie? - Um nach den Kindern zu sehen.
Eben. Nicht um Ihnen eins zu machen.
Da ist jemand für Sie, Monsieur Cardinaud.
Kommen Sie doch in mein Büro, Madame Babin.
Da sind Sie ja!
Sie haben uns was eingebrockt!
Wir haben bis 7 auf Sie gewartet, mit 80 Tonnen Makrelen.
Die wir Joignard verkaufen mussten. Unterm Preis.
Mein Bruder und ich werden nicht die Konsequenzen tragen!
Schnucki, Zeit für deinen Mittagsschlaf.
Was soll denn das?
"Mit freundlichen Grüßen"!
Das ist ein Kunde. "Hochachtungsvoll"!
Warum nicht gleich "alles Liebe"?
Sie wollen meine Lizenz sehen? - Ja, bitte.
Die Adresse Ihrer Frau steht nicht drauf.
Vergessen Sie sie.
Mal mit, mal ohne Frau, so ist das Leben.
Was machen Sie da? Sind Sie verrückt?
Mal mit, mal ohne Lizenz, so ist das Leben.
Das dürfen Sie nicht.
Mir meinen Broterwerb wegnehmen! Ich zeige Sie an!
Das ist Willkür, Madame Babin. Wo ist Ihr Sohn?
Sie wollen Mimiles Adresse?
Von seiner Mutter?
Aber ja. - Warum?
Weil Sie seine Mutter sind.
Mimile hat Drouin verpfiffen. Und Sie verpfeifen Mimile.
Den verrate ich nie!
Kommen Sie ...
Ihre Methoden sind schmutzig.
Was wollen Sie von ihm?
Ich, nichts. Aber Drouin meint's ernst.
Würden Sie Mimile warnen und mir meine Lizenz zurückgeben?
Ja doch, Titine.
Sicher, wegen der Lizenz? - Ja, Titine.
Île de Ré, Hôtel des Touristes.
Sie dürfen gehen.
Ich widere Sie an.
Überrascht?
Schicken Sie mir den Laufburschen.
Nach rechts. Wir folgen Titine.
Ja?
Guck, wann es Fähren für Ré gibt. - Jawohl, Monsieur.
Wolltest mich reinlegen.
Aber Titine redet nicht nur mit dir.
Vor allem wenn man ihr eine donnert.
Meine Herren.
Schon gut, ich bezahle.
Du wartest hier auf mich.
Machst du Witze?
Du sollst warten.
Halt mich doch auf.
Ja, und? - Das wäre was Neues!
Hast ein kurzes Gedächtnis!
Damals habe ich dir den Hintern versohlt.
Wenn du Ärger gesucht hast.
Bist ein Großmaul. Aber das stopf' ich dir.
Kümmere dich lieber um dein Flittchen ...
Scheißkerl!
So wie damals! Friss!
Friss!
Sie ist weg.
Lassen Sie das, das nützt nichts!
Ich sag' doch, sie ist weg!
Sehen Sie, sie ist weg.
Wohin? - Sie stellen Fragen!
Wo soll sie schon hingehen? Zu Ihnen!
Sie hat ein Zuhause.
Ja, sie hat ein Zuhause.
Ich bin nicht nach Afrika, um reich zu werden.
Das Zuhause hab' ich hier aufgebaut.
12 Stunden Arbeit am Tag, 30 Jahre lang.
Geld macht nicht glücklich, aber ....
In Armut leben auch nicht.
Mein armer Mimile ...
Was denn? Warum "armer Mimile"?
Ich kann hören, wie du ihr ewige Liebe schwörst.
Aber dafür reicht eine Nacht im Hotel nicht.
Ist ja schön und gut zu vögeln.
Ein Fleisch sein, ja. Aber da sind die Kinder.
Kinder sind ja schließlich der Lauf des Lebens.
Und dazwischen denken sie dran.
Und an Kühlschrank, Waschmaschine, Wäscheschrank ...
Das ist unsere Stärke, der Wäscheschrank.
Denk nächstes Mal dran.
Mach's gut, Mimile.
Mir fällt grad ein ... Drouin ist auf der Insel
Du solltest lieber abhauen.
Drouin?
Was soll ich denn machen?
Ich bin blank. Wo soll ich hin?
Was weiß ich? Nach Afrika? Aber eine andere Ecke.
So ein Mist!
Bringen Sie mir das Auto nach. - Ja, Monsieur.
Du bist's?
Ich komme nach Hause. - Ich weiß.
Du lachst? - Du weißt bestimmt nicht, warum.
Ich ahne es. - Sicher nicht.
Wir haben früher auch mal von Möbeln auf Kredit geträumt.
Aber das Glück zahlt man bar.
Wir haben 12 Jahre lang zusammen geschlafen,
aber getrennt geträumt.
Das ist meine Schuld. Ich hab' dich unterwegs vergessen.
Jetzt wo wir den Weg kennen,
gehen wir ihn noch mal gemeinsam.
Aber locker, als würden wir den Führerschein machen.
Dann pass mal auf. Bei Saint-Eloi steht ein Haus.
Vier Zimmer, eine große Küche, ein Dienstmädchen-Zimmer.
Es wäre perfekt für die Ferien. Es steht zum Verkauf.
Dann kaufen wir's!
Hier.
Willst du ein Bonbon?
Untertitel: Frédéric Winter MD Productions GmbH
Redaktion: Birgit Kämper
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