All language subtitles for Ljeto kada sam naučila letjeti (2022)

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Original subtitles

Personen und ihre Farben:

Sofija, Oma Marija, Omas Schwester Lucija

Ich wünschte, ich könnte unter Wasser atmen.

Dann könnte ich für immer hier bleiben.

Ich müsste keine Hausaufgaben machen.

Ich müsste nicht Geschirr spülen und um 9 Uhr zu Hause sein.

Na gut, halb 10.

Hier könnte ich machen, was ich will.

*verträumte Musik*

(Julijana) Nun komm endlich da raus. Wir sind nicht zum Baden hier.

Vom Chlor werden deine Haare grün.

*Bademeister pfeift.*

Auch die an deinen Beinen.

O mein Gott, wie krass ist das denn? Sie benutzt den Hashtag "NoMakeUp".

O nein, Marko.

Er darf mich keinesfalls so sehen.

Käseweiß, flach, mit haarigen Beinen und dem blödem Bikini.

Man sieht doch aus einem Flugzeug, wieviel Highlighter sie drauf hat.

(Julijana) Sofija, bist du ertrunken?

(Marko) Freak, Mama will, dass du was isst.

Okay.

Ist das meine Sonnenbrille? Gib sie her.

Halt durch, Sofija, halt durch.

Ah, ah.

(Marko) Gib die Brille her. - Nicht an den Haaren ziehen.

Geht's noch? Du hast meine Hose zerrissen.

Hm.

Was geht, Sofchen? Cooler Bikini.

(Marko) Du Freak.

*Sofija will antworten, muss aber niesen.*

"Was geht, Sofchen? Cooler Bikini."

Das war unser längstes Gespräch bisher.

Mama sagt, du sollst alles aufessen.

Ich sage dem Trainer, dass ich nicht mit zelte, wenn du auch da bist.

Ich bringe mich um, wenn der auch mitfährt.

O ja, das wird echt der Horror.

*verträumte Musik*

(Julijana) O ja, und natürlich jemanden küssen.

Das müssen wir auf jeden Fall machen.

Das ist doof.

Deine Bücher sind doof, und ich habe sie aufgeschrieben.

5. Wir müssen etwas Beeindruckendes machen.

Wir könnten Bungee jumpen oder Jetski fahren.

Das erlauben sie uns doch nie.

Aber ich könnte Marko fragen, ob er mir einen Kopfsprung zeigt.

Sprich nicht von ihm.

Ich werde mich verstecken müssen, weil er mich immer verpfeift.

Du hast so ein Glück, dass du Einzelkind bist.

Okay?

Ja, geht klar.

Wir sind mit Sicherheit die coolsten Mädchen der Schule.

Also, los geht's.

Ah, okay.

Beide zusammen.

(beide) Camping-Ausflug.

*Kamera-Auslöser klickt.*

Nimm den Rucksack da weg.

Beug dich vor.

Ja, zurück.

Auf welche Temperatur wurde die Klimaanlage eingestellt?

Sollen wir hier drin die ganze Nacht frieren?

*Handy klingelt.*

Hallo, Mama. - Hallo, mein Schatz.

Wie weit seid ihr schon? - Wir sind gerade erst losgefahren.

Mann, Mama, ist ja gut.

Wenn ihr über die Grenze seid ... Hast du deine Zahnbürste dabei?

Meine Güte, du nervst vielleicht.

Und sage nicht "Mann". - Ist ja gut.

An der Nächsten rechts abbiegen bitte.

Sofi, bitte grüße Nona Luce von mir.

Und mach eine Arschbombe für deinen Vater.

Was?

Du sollst eine Arschbombe für deinen Vater machen.

Dabei bricht sie sich nur den Hals, dieses tollpatschige Kind.

Na, dann, mein Schatz. - Ciao, Mama.

Ciao.

*Marija schnarcht.*

Marko macht im Camp bestimmt gerade auf DJ.

Und ich muss mir Omas "Musik" anhören.

*Marija schnarcht.*

Bei dem Geschnarche kriegt man ja kein Auge zu.

Drehen Sie doch die Klimaanlage auf. Wir sterben vor Hitze.

*Marija stöhnt.*

Den Reisepass, bitte.

Ich grüße Sie. Wie geht es Ihnen?

Wie ertragen Sie nur den Ansturm in den Ferien?

Wohin reisen Sie? - Nach Hvar.

Ich will meiner Enkelin zeigen, wo ihre Oma geboren wurde.

So eine Heuchlerin. Bis gestern hieß es noch:

"Zdenka, nerv nicht. Ich will nichts von Hvar hören."

Wo werden Sie vor Ort übernachten?

Bei meiner Schwester. Sie wohnt auf der Insel.

Angenehmen Aufenthalt in Kroatien. - Danke.

Jetzt schmoll nicht so. Du bist kein Kind mehr.

Wieso durfte ich nicht einfach zelten fahren?

Ich war einmal mit den Pfadfindern und dann nie wieder.

Sag lieber, was du essen willst. Sandwich, einen Apfel?

Orange? Ich habe auch Wasser.

Na, dann nicht. Wo ist denn mein Kreuzworträtsel?

Hier ist ja mal so gar kein Netz.

O nein, wie sollst du jetzt nur deine ganzen e-Mails beantworten?

Zieh nicht so ein Gesicht. Es ist wichtig, sich einzucremen.

Und zieh das an. Da wird sich meine Luce freuen.

Ach, Oma, echt jetzt, Mann?

Sag dieses Wort nicht mehr, während wir hier sind.

Sowas gehört sich nicht.

Das sagen nur ... Zieh das an.

Oma, das ist so gar nicht meine Aesthetik.

Aber sie weiß nichts von deiner Aesthetik.

Sie hat dich noch nie gesehen.

Außerdem ...

*Bus hupt.*

... sieht es doch sehr schön an dir aus.

*verträumte Musik*

Riechst du das Meer, hm? Riechst du die Kiefern?

Das ist der Duft meiner Jugend, Kleines.

Und da, ich rieche Lavendel.

(gefühlvoll) Lavendel.

Zieh das Shirt wieder runter. Das ist keine Reality-Show.

*Oma summt ein Lied.*

Wenn Lavendel so toll ist, warum wollte sie nie herkommen?

Das sind Luce und ich an der Promenade.

Da sind wir ungefähr so alt wie du.

Oma, wen hast du denn da abgerissen?

Das war 100% dein Lover.

So ein Unsinn.

Da ist Luce.

(ruft) Luce. Da ist sie ja.

Luce.

Winken. Wink meiner Luce.

Komm.

Wir gehen hin. Na los, folg mir.

Hey, Oma.

*Sie freuen sich jammernd.*

Meine Luce.

Wo ist Sofija? - Da drüben, sie hat dich gesehen.

Mein Gott, die Bank steht am gleichen Ort wie unsere alte.

Und ist genauso unbequem wie die früher.

Sie kann nichts dafür, es ist dein Hintern.

Was soll das denn heißen? Das sagt die Richtige.

Ach. - Luce.

(Rufer) Wir haben Ferienwohnungen. Kommen Sie.

Danke. - Du bist eine von uns.

Wo kommst du her? - Aus Belgrad.

Du schuldest mir ein Eis.

(Luka) Welcome to Croatia.

Willkommen, um es in deiner Sprache zu sagen.

O Gott, was hast du mir da mitgebracht, meine Luce?

Es gibt keine Besseren als die von uns.

Die sind von Nikola. Er hat sie auch gepflückt.

Soll ich sie deswegen jetzt nicht essen?

Tu, was du willst.

Ich werde mich wegen euch zweien nicht aufregen.

Ohm.

O meine Güte, sie sieht genauso aus wie Zdenka.

Oje, was hat dieses Kind denn jetzt schon wieder angerichtet?

Guten Tag, Tante Luce.

Wieso ist dein Rucksack kaputt?

Hat Marija dich etwa gezwungen, das anzuziehen?

Na also, gehen wir los.

Lass das, den trägst du nicht. Mein Gott, wie stur du bist.

Ich soll stur sein? - Hier, nimm die Tasche.

Sofija, trag deinen Koffer. Los, gehen wir, ich bitte euch.

Das ist wirklich nicht zu schwer für mich.

Die Tasche steht noch auf der Bank. Vergiss sie nicht.

Geht das, Kleines? - Gib mir die Feigen.

Wie geht es eigentlich Spiro? - Fit wie ein Turnschuh.

Fit, fit, fit. - Nicht doch, Luce.

Hat Miros Kleine geheiratet? - Vergiss es.

Sie ist schon über 40. Sie wird nie heiraten.

*Sie singen ein Lied.*

Oh my goshness.

Die arme Sofija wird den Sommer mit zwei verrückten Omas verbringen.

Hundert Kilometer vom Meer entfernt.

Sieh nur, was meine Luce für uns genäht hat.

Ein paar Girlanden.

Lass das Kissen einfach liegen.

Ganz wie du willst, Hauptsache, du bist glücklich.

Ah, der Granatapfelbaum ist groß geworden.

Oma? - Sieh dir die vielen Oliven an.

Oma, wo ist denn der Strand? - Hier ist der Strand.

*Traktoren-Geknatter*

Ach Gott, hier riecht es ja immer noch nach Schimmel.

Genauso wie früher.

Was ist das denn für ein Wasserhahn? Warum ersetzt du den nicht?

Tante Luce, wie ist dein WLAN-Passwort?

Schreib mit: Es gibt kein Unterstrich WLAN Slash in der Nähe.

Mein Leben mit fünf Buchstaben. Hölle.

Sofi, die Treppe hoch und dann rechts.

Wo willst du mit dem Koffer hin? Den trage ich.

Du trägst den Koffer nicht. Du bist so stur.

Ich bin nicht stur, du bist stur.

Ich kann das allein. Lass los.

Ah, Oma, hier ist der Typ, den du rausgerissen hast.

Jetzt kapiere ich es. Luce hat dir den Freund ausgespannt.

Und du warst so wütend, dass du 25 Jahre nicht herkamst.

So ein Unsinn.

Das hier ist sehr schön. Es wird dir stehen.

Ich wette, allen Jungs werden die Augen rausfallen.

*Insekt summt.*

Mein Gott, das sind aber schöne Tomaten.

Ja. - Lass doch das Unkraut.

Sofija hilft dir im Garten. Sie liebt Tiere und die Natur.

Stimmt doch, oder Sofija?

Hier, Kleines.

Erschrick nicht vor Rokko und Pasko. - Wer ist das?

Blindschleichen, die im Garten leben.

Was, blinde Schleichen? - Blind-schlei-chen.

Echsen, sehen wie Schlangen aus, sind aber nicht gefährlich.

Sieh mal, dort.

Da stellen wir Wasser für sie hin.

Die Spinnen schützen uns vor Mücken und Fliegen.

Und Rokko und Pasko vor Schlangen.

Hier.

Kukoc, ah.

Bodiroga.

*Sie kichern.*

Reiß den Kopf einfach ab. Sehr gut.

Mein Gott, bist du langsam, Sofija.

Ich darf sonst nur an Festtagen Wein trinken.

Zum Fisch gibt es keine Cola.

Ein Schluck Weinschorle schadet nicht.

Danke, Tante Luce. - Sag einfach "Nona", Kleines.

Was treibst du da hinten?

Entschuldige.

Wir könnten Sofija Dobrenkas Sohn vorstellen.

Er könnte ihr etwas die Gegend zeigen.

Dobrenkas Sohn? Jemand unter 90?

Sie könnten ins Kino. Er kann ihr die Strände zeigen.

Ich zeige ihr die Strände.

Aber Oma, kann Dobrenkas Sohn uns nicht begleiten?

Morgen fahren wir an den Bonj. Und zur Mole am Duboka.

Da haben wir schwimmen gelernt.

Und dann zum Laterna. Da haben wir Tintenfische gefangen.

Willst du ihr auch zeigen, wo uns der erste Junge geküsst hat?

Kleines?

Damit du besser schlafen kannst. - Danke, Nona.

*Marija erschrickt, Lucija lacht.*

Milch? Warum nicht gleichen ein Nuckel?

*Marija schnarcht.*

*leises Sirren*

*erneutes Sirren*

*Sirren hält an*

*Marija schnarcht entspannt.*

*Marija schnarcht laut.*

*leises Sirren*

*erneutes Sirren*

*angespannte Musik*

Den Spinnen entkommen. Oma entwischt.

Blindschleichen sind nicht giftig.

Und dich, Sofija, kann nichts mehr aufhalten.

Außer, dass du null Plan hast, wo der Strand ist.

Was ist, hast du kein GPS? Wo willst du hin?

Ich wollte dich nicht wecken.

Ach, Bonj.

Mein Bonj.

Wieso ziehst du dich nicht aus? Du kriegst einen Hitzschlag.

Und iss das hier gefälligst.

*dramatische Musik*

Was ist?

Gar nichts. - Wieso ziehst du dich nicht aus?

Oma, können wir auf dem Weg zurück einen Rasierer kaufen?

Oh, da hilft kein Rasierer.

Luce hat einen Rasenmäher. Der kriegt das hin.

*Marija kichert.*

Sofija.

Halt still. Lass mich dich eincremen.

Du wirst mir noch dankbar sein, wenn du erst über 40 bist.

Los, mach es selbst.

Na los. So, so, so einmassieren.

Und trink Wasser, Liebes. Damit du nicht dehydrierst.

(Verkäufer) Krapfen, Krapfen.

Hier gibt es Krapfen, frische Krapfen.

(Verkäufer) Krapfen. Hier gibt es Krapfen.

Oma.

Was ist? Auf Hüte stehst du doch, oder nicht?

*Marija lacht.*

Die nervt mich echt noch zu Tode.

Sie könnte als Auftragskillerin arbeiten.

*Klinge klirrt.*

Die Unterwelt von Hvar lebt seit Tagen in Angst.

Es hat sich herumgesprochen, dass die Killerin wieder da ist.

Oma.

*Insekt summt.*

*leises Schreien*

Ähm, Oma? Darf ich jetzt ins Wasser?

Ja, aber bleib da, wo ich dich sehen kann.

Und sprich nicht mit Leuten, die du nicht kennst.

Willst du ein Stück?

*fröhliches Getümmel*

*sanfte Musik*

(Luka) Hey, hey, hallo. Hallo, Belgrad.

Wie gefällt's dir hier so? Hast du Spaß?

Ist super hier.

Kein Kontakt zur restlichen Welt. Das Meer ist von uns ewig weit weg.

Die Mücken haben mich ausgesaugt. Und Oma ist eine Killerin.

Eine Oma als Killerin? Du bist witzig.

Wieso, sie verfolgt einen Auftrag. Mich zu Tode zu nerven.

Na los, Sofija, jetzt, jetzt, jetzt.

Ähm, hast du vielleicht Lust auf ein Eis?

Ich schulde dir eins.

Ich muss noch Gäste zur Bucht rausfahren.

Wenn du willst, kannst du mitkommen.

Gern, aber ich muss fragen. Bin gleich wieder da.

Weißt du, ich bräuchte noch einige grundlegende Infos.

In welche Klasse gehst du? Dein Notendurchschnitt?

Was arbeiten deine Eltern? Und bist du vorbestraft?

Oma, ich mache eine Bootstour. Der Fahrer ist ein guter Schüler.

Und Kapitän des Wasserball-Teams. Er hat keine Vorstrafen.

Ich creme mich ein und setz den Hut auf.

Ein Ausflug mit Fremden? YouTube-Star, fünf Buchstaben.

Roksi. Oma, erlaub es mir, bitte.

*Es hupt entfernt.*

Wir brauchen 10 Minuten hin und zurück.

Er heißt Luka. Das Meer ist ruhig ohne Wellen.

Wir haben Schwimmwesten.

Erlaub es mir.

Wir gehen nach Hause. Es regnet gleich.

Warte auf mich.

*angespannte Musik*

(Martin) Marija?

Mare! Mare!

Wieso läufst du vor mir weg? - Du bist es, Martin?

Du rennst wie eine 20-Jährige. - Schön, dich zu wiederzusehen.

Wir sind noch nicht lange hier. Das ist meine Enkelin Sofija.

Ah.

Guten Tag.

Deine Oma und ich waren früher ... Und sie sagt nicht, dass sie da ist.

Wir haben es gerade etwas eilig. Äh, Sofija geht's nicht gut.

Ist mit der Familie alles in Ordnung?

Ach, nun müssen wir uns nicht mehr beeilen?

Wozu brauche ich auch eine Clique?

Ich hänge mit Oma und ihren Verehrern ab.

Hier, Sofija, nimmt den fürs Mittagessen mit.

Danke sehr.

(Fisch) Du suchst eine Clique? Darf ich dich auf eine Eis einladen?

Ein Seebarsch? Danke, Martin.

Du bist mir eine. Fällst auf einen Seebarsch rein.

Ich krieg schon meine Chance bei dir. - Wohin willst du?

Nach Hause, mir geht's nicht gut. Und es regnet gleich.

Entschuldige, Martin. Sofija.

Ähm, Mare? Mare wir sehen uns.

Du bist ja krebsrot. Das behandeln wir gleich mit Essig.

Ich habe es ihr gesagt. Creme dich ein, setz den Hut auf.

Wer hat darauf bestanden,

dass wir mit irgendeinem Verehrer in der prallen Sonne herumstehen?

Halt das hier bitte fest.

Ach. - Lass das doch bitte.

Nerv du mich jetzt nicht auch noch. - Oh, Mare.

Du kommandierst uns hier alle rum. Entspann dich.

Wieso hast du nicht gesagt, dass er Touristen zum Strand fährt?

Wisst ihr was? Ich habe heute Lust auf Pizza.

Na, was sagst du, Kleines?

Oma, ich suche mir mal WLAN.

Entschuldigung, kennst du das WLAN-Passwort?

Hey, Juli, bisher hatte ich kein Internet.

Hey, Sofi, wir sind gerade live. Ich rufe dich später an, ciao.

Dann habe ich kein Internet.

Ist das meine Dobrenka? Ach, meine Dobrenka.

Dobre.

Meine liebe Dobrenka.

O Gott, meine Dobre.

Hi, Mama.

Oje, Sofija, du bist ja ganz rot. Cremt Oma dich nicht ein?

Doch ständig. Und sie nörgelt nur.

Diese Foto-Terroristin versaut mir noch jedes einzelne Selfie.

Sei brav und ärgere deine Oma nicht. Sei nicht so sauer auf sie.

Lassen Sie den Mund offen. Ich bin in einer Sekunde bei Ihnen.

Mama, du verstehst das nicht. Es juckt mich überall, es ist heiß.

Ich kann nicht schlafen. Ich bin ohne Internet und Freunde.

Ich bin die Gefangene meiner Oma.

Ganz ruhig, mein Schatz. Du bist gerade erst angekommen.

Wie geht es Nona Luce? Hilfst du ihr auch schön im Garten?

Putzt du dreimal am Tag die Zähne? Mund auf.

Ist Nona mit dir zum Teich gegangen? Habt ihr Fische gefüttert?

Ach, als ich mit ihr hingegangen bin,

da hat Nona Futter eingepackt, und dann sind wir ...

Ich kann dich nicht hören. - Hallo, Sofija?

Mama, ich kann dich nicht hören. Wir reden später, ciao.

Sofija.

Zieh dein T-Shirt runter.

Das fehlt mir noch, dass du im Urlaub Durchfall kriegst.

*Alle lachen.*

*angespannte Musik*

*Rotorblätter knattern.*

Gehen wir Eis essen.

(Verkäufer) Bitte sehr.

Weiter geht's. Der Nächste?

Dreimal Vanille in der Waffel. - Vanille.

Für mich einen großen Piraten, bitte.

Den großen Piraten für die Signorina. - Willst du eine Mandelentzündung?

Komm schon, Mare, von einem Eis ist noch keiner krank geworden.

Willst du, dass sie ins Krankenhaus kommt?

Du bist schon wieder so stur.

Sei still. Einen kleinen Piraten für sie.

Den kleinen Piraten für die Signorina.

Was guckst du so?

Oma, der ist nur für kleine Kinder. Frag ihn.

Richtig, im kleinen Piraten ist mehr Schlagsahne als Eis.

Was weiß er schon?

Hätte er etwas gelernt, wär er kein Eis-Verkäufer.

Du bist auch keine Professorin. Zweimal Vanille.

Und einen kleinen großen Piraten mit mehr Eis und weniger Sahne.

Gute Frau, das ist ein großer Pirat. Und der nächste, bitte.

Toll, das haben wir nun davon. - Was willst du damit sagen?

Wieder die alte Leier. Ich verstehe dich nicht.

Kauf ihr doch den großen Piraten. Dein ganzes Leben bist du so stur.

Wieso stur, hab dich doch nicht so. - Hvar ist voll cool.

Ich bin den ganzen Tag am Strand.

(schreiend) Oma!

*leises Sirren*

Jeden Abend mache ich Party bis zum Abwinken.

*Sofija niest.*

Die Cafés sind super.

*fröhliche Samba-Musik*

Und meine Clique erst.

Das ist ein schönes Bild.

Luce hat mir erzählt, dass ihr Fotos sehen wollt.

So, lasst es euch schmecken. Greift ordentlich zu.

Mit der Hälfte der Liste bin ich fertig.

Ich hoffe, du hast auch Spaß. Kiss.

*fröhliche Samba-Musik*

Wie ist es möglich, dass sogar Oma ein Date hat?

Sofija, sieben Buchstaben: Loserin.

Sofi, hol mir bitte unten aus der Kammer die Schnittmuster.

Sie sind in der Truhe unter den ... - Ich weiß schon, wo.

Und für wen brezelst du dich so auf? - Für einen alten Verehrer.

Ach was, sag bloß.

Nimm deine Medizin. - Na sieh einer an.

Nach 35 Jahren kriegt er endlich seine Chance.

Ich erinnere mich nicht, wieso ich ihn damals nicht wollte.

Er hatte dieses schreckliche Parfüm. Das Leben geht seine Wege.

Ohne dieses Parfüm wärst du hier geblieben.

Du hättest geheiratet.

Du wärst nicht gezwungen gewesen ... - Ich war zu gar nichts gezwungen.

Oh, Nona, es gibt coole Sachen in deiner Kammer.

Ich gehe jetzt zum Friseur. Du ruhst dich aus, hörst du?

Und du liest deine Bücher.

Mann, ich habe sie schon gelesen. - Dann liest du sie noch mal.

Das kann ich für dich ändern. Aber die Schuhe kriegst du nicht.

Du hast es gekürzt?

Wow, Nona, das ist voll meine Aesthetik.

Aesthetik? Na, dann dreh draußen eine Runde.

Deine Oma ist vor 23 Uhr sicher nicht zurück.

Sei einfach vor ihr zu Hause.

*Lucija lacht.*

Bin ich wirklich endlich allein? Und normal angezogen?

Ich bin sogar ein bisschen braun geworden.

Bitte, lieber Gott, lass mich Luka treffen.

Mach, dass ich mich nicht verlaufe. Das wäre alles.

Was soll das werden?

Still, meine Oma. - Die berühmte Killerin?

Ich muss sehen, mit wem sie sich trifft.

Los, komm mit, bitte. - Kann nicht, das Öl muss ins Lokal.

Wenn ich mich verlaufe, macht sie mich fertig.

Du kriegst zwei Kugeln Eis. - Na gut.

Danke.

*spannungsvolle Musik*

So, wie sie sich aufgedonnert hat, will sie einen Millionär verführen.

Super, dann bist du bald eine reiche Erbin.

Hm, na klar. Sie würde mich ständig erpressen:

Wenn du nicht nur Einsen kriegst, erbst du gar nichts, haha.

Guten Abend.

Danke, Martin.

Wie schön, dass du gekommen bist. - Findest du?

(Luka) Einen schönen Abend, Herr Spiro.

(Martin) Wie lange haben wir uns nicht gesehen?

25 Jahre, 25 Jahre.

Martin, der Fischer.

Das Erbe ist dann wohl wieder gestrichen.

*Sofija schmunzelt.*

(in Gedanken) Auf keinen Fall. Das kann ich Marko nicht antun.

Ich kann ihn nicht betrügen, bevor wir überhaupt zusammen waren.

Marko, ich schwöre dir ewige Treue.

Es sei denn, so ein Kuss im Ausland würde gar nicht zählen.

Na klar, der zählt definitiv nicht. - Du bist echt eine Marke.

Was ist mit Marko? - Nicht Marko, eine Marke.

Also, witzig, mutig und ... ein bisschen verrückt.

Cool. - Oh.

Junges Olivenöl ist am besten.

Falls ihr mal Öl braucht, dann nehmt unseres.

Hier wohnt meine Nona. - Was?

Meine Nona wohnt hier. - Was heißt "deine Nona"?

Ich weiß ja nicht, wie ihr das bei euch sagt.

Aber Nona Luce ist Opas Schwester. - Nein.

Nona Luce ist die Schwester von Oma.

Du bist die Verwandte aus Belgrad.

*Starkstrom-Summen*

Super.

Hey, Sofi, gut, dass du vor Marija zu Hause bist.

Erzähl, wie war es denn?

Super, ich war Eis essen, an der Promenade spazieren.

Und fast hätte ich mich

in den Sohn meiner Tante oder meines Onkels verliebt.

Ja, ich weiß jetzt, dass ich einen Cousin habe, Luka.

Ich sagte ihr, dass es falsch ist, dir das zu verschweigen.

Ich konnte mich nicht einmischen, Kleines, du weißt, wie sie ist.

Leider.

Ich kann echt nicht glauben, was mir hier passiert.

Ich bin Einzelkind.

Ich habe Mama und Papa.

Ich habe eine Oma und eine Großtante.

Und ich hatte Opa Steva. Okay, ich habe noch einen Onkel.

Aber ich tu so, als gäbe es ihn nicht.

Ich habe gedacht, ich hätte sonst niemanden.

Aber jetzt habe ich auch Luka.

Was, wenn sie mir noch mehr Verwandte verschweigen?

Wer weiß, wie viele ich habe?

*spannungsvolle Musik*

Ich hasse sie.

Sie lügt und tut so, als wäre ich ein Baby.

Was soll ich mit so einer Oma? Es wäre besser, es gäbe sie nicht.

(Spinne) Du bist doch jetzt ein großes Mädchen.

Du brauchst keine Oma mehr.

Das passt super. Ich habe sie nämlich gefressen.

*Riesenspinne rülpst.*

*dramatische Musik*

*Die Musik schwillt an.*

*Marija schnarcht entspannt.*

Oma, Oma, Oma.

Tut mir leid, dass ich gesagt habe, es wäre besser, es gäbe dich nicht.

*Sofija küsst sie.*

*Marija schnarcht.*

*Sofija gurgelt.*

(von draußen) Ich weiß nicht, was du von mir willst.

Es hätte nie so weit kommen müssen. - Ach, sei doch still.

Du bist stur wie ein Esel. Du hättest es ihr sagen müssen.

Jetzt hör endlich auf. - Du hättest es lange klären müssen.

Das ist meine Sache. - Es ist nicht nur deine Sache.

Lässt du mich jetzt endlich in Ruhe deinen Blutdruck messen.

Sie hätte es sowieso erfahren.

(von draußen) Nicht, wenn du sie nicht rausgelassen hättest.

Das sind ihre engsten Verwandten, Mare.

160 zu 90. - Du musst ihr von Tonci erzählen.

Sofi. Guten Morgen, Liebes.

Guten Morgen, Kleines. - Guten Morgen, Nona.

Nona, geht es dir gut? - Ja, natürlich, Kleines.

Mir ist nur schwindlig wegen des Wetters.

Ich gehe Brot kaufen. - Nein, ich gehe.

Ganz allein.

Nur zur Bäckerei.

Und bestell unbedingt auf Kroatisch.

Dass Oma mich anlügt, ist das eine.

Aber dass du mir nicht sagst, dass wir noch Verwandte haben

und Oma einen Bruder hat, mit dem sie nicht redet?

Dass wir Verwandte haben, weißt du doch.

Erinnere dich an das Foto von Luce und Oma,

wo sie Opa Stevas Auto schieben?

Mama, das meine ich doch gar nicht.

Du warst noch klein, drum haben wir nicht darüber geredet.

Jetzt bin ich nicht mehr so klein. Wer ist dieser Tonci?

Das kann ich dir nicht am Telefon erklären.

Dann gehe ich eben zu Nikola. Vielleicht sagt er mir, was los ist.

Das müssen Oma und Nikola allein regeln.

Ist gut, ich rufe dich später an.

In Ordnung, ich hab dich lieb. Pass auf Oma auf.

Leise, bleibt stehen, wartet hier.

*Julijana lacht.*

(alle) Oh, wie süß.

(Marko) Du Freak. Ich bringe dich um, komm her.

(Julijana) Ich glaube es nicht. Marko hat eine Freundin.

Ah, nicht an meinen Haaren ziehen.

*traurige Musik*

Der eine ist mein Cousin.

Der andere hat mich betrogen, bevor wir überhaupt zusammen waren.

Ich bin ja so ein Pechvogel.

Adieu, Marko.

*dramatische Musik*

(in Gedanken) Du untreuer Kerl hast eine andere gefunden.

Ich verfluche jeden Moment, den wir zusammen verbracht haben.

Wie damals auf Julijanas Geburtstag, als du mich mit Saft bespritzt hast.

Oder als ich dir in der Pause fünf Dinar geliehen habe.

Ich werde niemals heiraten.

Ich gehe ins Kloster.

Ich lege für den Rest meines Lebens ein Schweige-Gelübde ab.

Sofija!

Los, raus mit dir. Du sitzt den ganzen Tag im Haus rum.

Sofija? - Ich komme.

Das Schweige-Gelübde beginne ich, wenn ich ins Kloster gehe.

Ich muss ja erst allen sagen, dass sie mich nicht mehr ansprechen.

Kleines, bist du hier?

Ach, hier versteckst du dich, meine Kleine?

So alt, dass wir zwei nicht über Jungs reden können,

bin ich noch gar nicht.

Ich weiß, in deinem Alter ist es nicht leicht.

In einem Moment willst du nach Disneyland.

Und im nächsten willst du wissen, was es mit Sex auf sich hat.

Nona!

Das ist es gar nicht.

Sondern?

Tja, Luka ist mein Cousin.

Und der hier?

... hat eine Freundin.

Sicher hat dich schon einer im Auge, und du weißt es nur noch nicht.

Kennst du da vielleicht einen?

Nur Geduld, Kleines, sie werden Schlange stehen.

Und du kannst dann entscheiden.

*Sie schmunzeln.*

Ich werde mir von Marko nicht meine Ferien versauen lassen.

*fröhliche Musik*

Ab heute läuft alles anders.

Und ich habe keine Angst mehr vor Eidechsen, Haien, Donner ...

... und Krabbeltieren.

*fröhliche Musik*

Paja, wollen wir nochmal von vorn anfangen?

Du bist total süß, du kleine Spinne.

Und wie du mit deinen kleinen Ärmchen machst.

So krabbel, krabbel.

In unserer Familie kann keiner singen.

Aber du übertriffst sie echt alle. - Na warte.

Coole Stiefel trägst du da. - Das tue ich wegen Rokko und Pasko.

Es sind Blindschleichen, keine Schlangen.

Gut, dass ihr da seid. Helft mir, den Garten umzugraben.

Ich kann nicht, Nona, hab keine Zeit, muss gehen.

Sehr gut, bravo.

Nur noch diese eine Reihe. Dann noch die Auberginen.

Und rund um die Paprika und den Salat.

Dann seid ihr fertig und könnt gehen.

Weiß dein Vater, dass er mir diesen Kiwi-Steckling besorgen soll?

Ja, der steht schon da drüben. Ich habe ihn dir mitgebracht.

Er bleibt noch zwei Wochen auf dem Boot.

Sofi, nein, das ist kein Unkraut.

Mein Gott, was bringen die euch nur in der Schule bei?

Legt ihr im Unterricht kein Herbarium an?

Nona, du bist sowas von gestern. Das gibt's alles online.

Zitronenmelisse. Meine Lieblingspflanze.

Sehr unscheinbar, aber ...

Du kannst ja gern zum Mond fliegen, aber erst musst du die Erde kennen.

Luka, gib mir einen Hotspot.

Wahnsinn, Alter.

*Sofija lacht.*

Hätte ich gewusst, dass Luka da ist, hätte ich noch einen Fisch gekauft.

Macht doch nichts. Ich muss sowieso gehen.

Du siehst aus wie dein Onkel Tonci.

Ja, das sagen alle.

Auf Wiedersehen.

Oma? Wer ist Tonci?

Kleines, oben am Fenster sind doch diese Nägel eingeschlagen.

Häng bitte die Kräuter für mich auf, ja?

Los, hier.

Mare, hör mir zu. Du musst es ihr sagen.

Ich habe dich gehört. Mein Gott, was bist du stur.

Hier geht es nicht um ihn, sondern um die Kinder.

Ich entscheide, wann wir reden.

Du bist so stur. Ich rede mit Sofija, wann ich will.

Ich bin nicht stur. Du bist stur.

Nein, nein, nein, vergiss es.

Wo ist dein Öl, wo dein Essig? Nie hast du Essig im Haus.

Warum hast du keinen in Flaschen abgefüllt?

Traurig, dass Sofija ihre Familie nicht kennt.

Er wollte uns abknallen, falls wir herkommen.

Mich, meinen Steva und Zdenka.

Zdenka war 12 Jahre alt, hast du das vergessen?

Alte Wunden.

Du reißt alte Wunden auf. Du solltest ihn nie wieder erwähnen.

Dobrenka habe ich nicht erkannt, die bei mir laufen gelernt hat.

Alles nur seinetwegen. Wo ist dein Trichter?

Halt die Kinder aus eurem Streit heraus.

Du hast gesagt, ich soll ihm schreiben.

Wegen dir tat ich es. Und was hat er geantwortet?

Ich stehe auf Seiten des Feindes und bin nicht seine Schwester.

Es war Krieg, Mare.

Wir waren alle verwirrt, und besonders er.

Sein Sohn wurde getötet.

Er hat mir verboten, zur Beerdigung zu kommen.

Weißt du, wie ich mich damals gefühlt habe?

Er hat mich für Toncis Tod verantwortlich gemacht.

Mein armer Tonci.

Hört auf.

Es ist nicht gut, auf leeren Magen zu weinen.

Das ist ein altes Zauberrezept von unserer Nona.

Wenn wir traurig waren, hat sie uns Krapfen gebacken.

Und sofort war alles wieder gut.

Ein Krug Wasser, etwas Salz, eine Tasse Zucker, aufkochen lassen.

Ein paar Mandeln, eine Hand voll Rosinen.

Zitronen und Orangen werden ganz klein gerieben.

Reiben, reiben, reiben.

(beide) ♪ Ein Tropfen Rakija hält sie vor dem Öle trocken.

♪ Und Mistro, der wird dich locken. Und Mistro, der wird dich locken.

Reibst du fleißig?

Reiben, reiben, reiben, reiben, reiben, reiben, reiben, reiben.

♪ Schlagen, vermengen, glattrühren. Schlagen, vermengen, glattrühren.

(beide) ♪ Schlagen, vermengen, glattrühren.

♪ Schlagen, vermengen.

Streng dich an, los, rühren. - Na los, rühren, rühren, rühren.

♪ Auf geht's, Nona. Auf geht's, Nona.

♪ Auf geht's, Oma.

♪ Auf geht's, Mare. Auf geht's, Mare.

(alle) Krapfen.

Jetzt lassen wir den Teig ruhen.

*sanfte Musik*

Und jetzt mit den Händen ...

... kleine Kugeln formen.

Und die hüpfen ins heiße Öl zum Ausbacken.

Ich zuerst.

Es ist so schön, dass ihr hier seid.

Genau so habe ich dich mir vorgestellt.

Nur mit weniger Haaren an den Beinen.

*Sie kichern.*

Haha.

Ah, wie das draußen stürmt.

Schnell, wir müssen die Wäsche abnehmen.

Sofija?

Gleich fängt es an zu schütten. Schnell, Kleines, beeil dich, los.

*Nona lacht.*

Das Laken fliegt weg. Der Wind hat es weggeweht.

Lass ihn doch.

Luce, seid ihr zwei denn völlig verrückt geworden?

*Sofija und Lucija lachen.*

Oh, Luce.

*Marija lacht.*

*Wind heult laut.*

*verträumte Musik*

Hör auf zu träumen und halt das fest.

Meine Kleine, Nona geht es nicht gut.

Sie muss mit dem Hubschrauber nach Split.

Komm, mein Schatz. - Hä?

Nona geht es nicht gut.

(Sanitäter) Ganz ruhig.

Wir setzen Ihnen eine Sauerstoffmaske auf.

Ruhig atmen.

Gehen wir, Sofija.

Gut so. Atmen Sie ruhig weiter.

Wir fliegen Sie gleich ins Krankenhaus.

*traurige Musik*

Na los, Mare, geh schon.

*ernste Musik*

(Dobrenka) Wie geht es Nona?

Es wird alles gut. Komm, komm mit.

Alles wird gut. Mach dir keine Sorgen.

Du bist bei deiner Familie. Ich bin deine Tante Dobrenka.

Alles wird wieder gut.

Dort ist das Bad. Neben Lukas Zimmer, siehst du?

Bei ihm sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen.

Und das ist deine Cousine Ana.

Es ist hier ein wenig eng. Aber versuch trotzdem zu schlafen.

Kleines, schlaf gut. Gute Nacht.

*Rotorblätter knattern.*

(von draußen) Hey, hierher mit dem Öl.

(Nikola) Luka, setz dich ordentlich hin.

(Dobrenka) Luka, hol Sofija etwas zum Anziehen.

(Ana) Opa, schneid doch was ab. Ich habe aufgegessen.

(Dobrenka) Na sowas. Ana, iss nicht so viel.

Du musst ordentlich kauen, sonst kriegst du Bauchschmerzen.

(Nikola) Ach, lass sie doch. - Guten Morgen.

Sofija, Liebes, guten Morgen.

Komm her, setz dich zu uns.

Bitte schön. - Danke.

(Dobrenka) Hast du gut geschlafen? Was willst du essen?

(Dobrenka) Käse und Schinken?

Ich hätte gern ein Brot mit Aprikosenmarmelade.

Es heißt nicht Aprikose, sondern Marille.

Was haben wir gesagt? Wir machen uns nicht lustig.

Sofija ist in Belgrad geborgen und benutzt andere Wörter als du.

Aber ihr seid verwandt.

Wie geht das, wenn sie nicht in Hvar geboren wurde?

Ist eine Katze etwa ein Huhn, wenn sie im Hühnerstall geboren wird?

Du bist auch hier geboren, dabei gehörst du in den Hühnerstall.

Hier, für dich. - Sie kann mein Shirt nicht haben.

Hier hast du es wieder zurück. Ignorier sie.

(Dobrenka) Ich habe mit Tante Mare telefoniert.

Sie behalten Luce einige Tage zur Beobachtung.

Mare bleibt bei ihr. Keine Sorge, alles wird gut.

In Split gibt es ausgezeichnete Ärzte.

Sie kümmern sich schon seit Jahren um Luce.

Sie geben ihr Medikamente, dann ist ihr Herz wie neu.

Und so lange bleibst du einfach bei uns.

(Dobrenka) Genau wie damals.

Als Tonci, Zdenka und ich ... - Lass doch, Mama.

(Dobrenka) ... jeden Sommer hier verbrachten.

Erinnerst du dich, Papa?

So wie ihr drei jetzt.

(Ana) Wir verbringen aber nicht jeden Sommer mit Sofija.

Ist das Tonci?

Mamas Bruder.

Luka?

Du musst heute noch zu ...

... Valentina und Kresa ins Restaurant.

Sie wollen neues Öl.

(Ana fröhlich) Ja, gehen wir.

(Luka) Es dauert ewig, wenn sie mitkommt.

*Ana singt froh.*

♪ Sofija hat kein Fahrrad. Sofija hat kein Fahrrad.

*sanfte Musik*

(Ana) Gibt es in Belgrad denn ein Meer?

Nein, aber dafür gibt es einen See, den wir "Belgrader Meer" nennen.

(Ana) Ist der salzig?

(Luka) Wie kann ein See salzig sein? - (Ana) Wie kann es ein Meer sein?

(Ana und Sofija) Ah.

(Luka) Meine Güte, das nenne ich ein Vibrato.

(Ana) Habt ihr ein Museum mit Dinosauriern?

Na ja ...

(Ana) Und hören eure Katzen auf euch, oder machen sie, was sie wollen?

*Sofija lacht.*

(Ana) Und gibt es bei euch im Zoo Tintenfische?

(Luka) Los, kommt weiter.

(Luka) Guten Tag. - (Mann) Guten Tag.

(Ana) Guten Tag. - Guten Tag.

(Ana) Ihr sagt zur Marille Aprikose. Wie sagt ihr dann zur Zwetschge?

Zu einer Zwetschge sagen wir Pflaume.

Was?

(Ana) Womit macht ihr Risotto, wenn ihr keine Tintenfische habt?

(Luka) Mit Cevapcici.

*Sie lachen.*

*beschwingte Musik*

*Sie singen gemeinsam.*

(Ana) Hier, Sofi. - Ich kann gerade nicht.

(Ana) Aber du hast nichts zum Frühstück gegessen.

Mann, ich habe keinen Hunger.

(Ana) Iss schon. - Na gut, danke.

Sag A. - (Luka) A.

Oh, warte. - (Luka) Oh.

(lachend) Entschuldige.

Gib den Lappen, ich will weitermachen.

(Luka) Das hätte essen können. - Nimm Schmirgelpapier und fang an.

(Luka) Schleifpapier, Schleifpapier. - Schmirgel.

*Ana schnarcht.*

*Ana schnarcht laut.*

*Ana schnarcht weiter.*

*Ana schnarcht röchelnd.*

Zdenkas Lieblingsrezept, genau wie Nona sie gekocht hat.

"Los, mach mir Gnocchi. Ich sterbe vor Hunger."

(beide) "Sowas von."

(Dobrenka) Tonci und ich hatten Spaß, wenn Zdenka aus Belgrad kam.

Und von nun an wirst du öfter herkommen.

Ja, also ...

Sie schneidet schief und krumm.

Wie Luka und Ana.

Sie gehört zu uns. - (Dobrenka) Ja, das merkt man.

(Nikola) Lass mich kosten. - (Dobrenka) Ja.

Ana schnarcht auch genauso übel wie meine Oma.

Und ist sie genauso dickköpfig?

Iss nicht den ganzen Teig, sonst haben wir zu wenig.

Ein bisschen mehr Salz, nur ein wenig.

Hey, Luka.

Wo gehen wir heute hin?

(Luka) Nirgendwohin, ich habe noch das Schlafzimmer und das Bad vor mir.

(Luka) Ist das gut so? - Fehlanzeige.

Das taugt überhaupt nichts, nichts. - (Dobrenka) Probier mal.

Hm, das schmeckt ja gut. - Ich muss es wohl allein machen.

Und du hast heute dafür ... einen Tag frei.

Ein freier Tag. Das ist toll.

Lass das. Hör auf damit.

*fröhliche Musik*

*Sie jubeln.*

Ja.

(Luka) Ja, er hat es hochgeholt.

Jetzt spring endlich, los.

Los, spring runter. Los, runter mit dir.

Ich trau mich nicht. Ich will nicht springen.

*fröhliche Musik*

*Mädchen kreischt.*

*fröhliche Musik*

(Luka) Greift zu, Leute. Nur ein Stück, Ana.

Was drängelt ihr so? Jeder ein Stück.

Das ist die Beste, die ich je gegessen habe.

Mein Ehrenwort.

*fröhliche Musik*

*Die fröhliche Musik klingt dumpf.*

*Fröhliche Musik klingt laut.*

Und jetzt alle: Käse.

*Sie johlen.*

*fröhliche Musik*

*dramatische Musik*

Wofür ist die? - Scht.

(Luka) Du zuerst. - (Gabi) Langsam.

*dramatische Filmmusik*

(Luka) Scht.

(Luka flüstert) Echt super, Sofija.

Morgen kommt Nona wieder nach Hause. - Wieso bist du deswegen traurig?

Weil du uns dann wieder verlässt.

Wir hören doch nicht auf, uns zu sehen, wenn Nona da ist.

Ich schlafe dann nur bei ihr.

Und wir alle verbringen weiter jeden Tag gemeinsam.

Das sagst du jetzt.

Dann gehst du mit Timi irgendwohin, und ich bin dir voll egal.

Wieso denn mit Timi?

Ich habe euch heimlich mit deinem Handy fotografiert.

♪ Sofija und Timi sind total verknallt.

♪ Ich kaufe ihnen ein Geschenk. Die Hochzeit ist schon bald.

*verträumte Musik*

Das war der beste Tag in meinem Leben.

Ich wurde von einer Wespe gestochen und hatte natürlich Sonnenbrand.

Aber ich bin auch nach Seetang getaucht.

Und ich habe fast eine ganze Minute unter Wasser die Luft angehalten.

Ich freue mich schon total auf morgen.

Gestern war es so gut, Sofija zu sein.

Und heute ist es echt traurig.

(Dobrenka) So.

Nona.

Ach, ihr Süßen.

Langsam, Kleines. Nona ist noch schwach.

(Dobrenka) Gehen wir, Kinder. Nona muss sich ausruhen.

Opa?

Hast du auch Durst? Willst du Wasser?

*Nikola lacht erfreut.*

(Nikola) Ja, ich habe Durst.

Gib mir das Glas.

Sie unterhalten sich immer noch.

Oh, er hat die Hand auf ihrer Schulter.

Er nimmt sie runter.

Glaubst du, sie haben sich vertragen?

Wir drei waren zum ersten Mal seit 25 Jahren im selben Raum.

Eins nach dem anderen.

Soll ich dir Krapfen backen? Die helfen doch immer.

Oh, das wäre genau das Richtige, ja. Erinnerst du dich an das Rezept?

Ein Krug Wasser, etwas Salz, eine Tasse Zucker, aufkochen lassen.

Ein paar Mandeln, eine Hand voll Rosinen.

Zitronen und Orangen werden klein gerieben.

Kleines, mach jetzt bitte keinen Krach.

Geh in die Stadt und kauf mir dort eine große Portion.

Und ich ruhe mich hier solange ein wenig aus.

Außerdem findet heute ein großes Fest statt.

Das darfst du nicht verpassen.

Aber Nona, ich ...

Hol Luka und Ana ab und geht euch das Feuerwerk ansehen.

Und auf dem Heimweg kaufst du dann Krapfen.

Die werden wir zwei genüsslich zum Frühstück essen.

Nona, ich bleibe lieber bei dir.

Wieso, um zu sehen, wie ich schlafe? Ach, Kleines, mir geht es gut.

Das siehst du doch, oder? Geh.

Na los, Kleines.

Was wartest du noch, hm?

Und wirf mal einen Blick auf unsere beiden da draußen.

(Nikola) Wo ist denn deine Narbe von dem Seeigel?

Na hier, siehst du? - Wo?

Du hast mir den Stachel rausgezogen, weißt du noch?

Echt? - Ja, hast du das schon vergessen?

Nein. Ciao, Oma, ciao, Opa.

Damals am Laterna-Strand hast du dir doch die Narbe geholt.

Wo ist sie? Du hast geschrien wie ein Esel.

Ich war jahrelang ein Esel.

(Luka) Jetzt wird die Telefonrechnung explodieren.

Opa und Mare nutzen ja kein Internet.

(Ana) Musst du dann mehr arbeiten? - (Timotej) Luka.

(Luka) Hallo, wie geht's?

*Sie begrüßen einander.*

(Luka) Los gehen wir.

(Gabi) Ich freue mich voll. - Hi.

Ana, kannst du darauf aufpassen?

Sie sagte, sie würde uns nie seinetwegen verlassen.

Ihr seid alle gleich, wenn ihr verliebt seid.

Als würdest du nicht auch gern allein mit Maroje rumspazieren.

Ich sag dir was. Das ist Quatsch.

(Timotej) Tada. - Hm.

Oh, jep.

*schüchterne Tonfolge*

(in Gedanken) Rückt er immer näher, oder bilde ich mir das nur ein?

Seht euch den an. Er hängt mir bei 30°C die Jacke um.

Ist er noch ganz dicht?

Oh.

*verlegene Melodie*

Ich bilde mir das nicht ein.

Er ist mir näher gerückt. Gott, habe ich Deo benutzt?

Moment mal.

Warum starrt er mich so lange an? Habe ich was im Gesicht?

Was ist das denn?

Jetzt fallen mich auch noch irgendwelche Käfer an.

Warte, passiert das gerade wirklich? Bilde ich mir das ein, oder ...?

*verträumte Musik*

*Sie niest.*

*Timotej schmunzelt.*

*Sie kichern.*

Ja.

Ein Krapfen?

Äh ...

(Mann) So ist eben das Leben.

(Frau) Da hast du Recht. Aber so schnell?

(weiterer Mann) Ist ja gut. Na, komm.

(Frau) Da, Sofija.

(weitere Frau) Weiß sie es schon? - (Frau) Ich glaube nicht.

(Mann) Das ist ein fürchterliches Unglück.

(Frau) Meine liebe Luce, warum hast du uns so früh verlassen?

(Pfarrer) O Allmächtiger.

Komm her.

(Pfarrer) Herr, gib ihr die ewige Ruhe.

Und das ewige Licht leuchte in ihr. Amen.

**Sofija weint.*

*traurige Musik*

*Kätzchen mauzt.*

*traurige Musik*

(Ana) Die kleinen Meeräschen waren Nonas Lieblingsfische.

Sie hat immer gesagt, sie erinnern sie an unsere Familie.

Wenn sie sich so wild im Schwarm ums Essen prügeln.

Oma mochte doch alles Fische. - (Luka) Ich kann es nicht glauben.

Dass Opa und Mare 25 Jahre nicht miteinander geredet haben.

(Ana) Stell dir vor, ich würde dich 25 Jahre lang ignorieren.

(Luka) Das wäre echt eine Erholung. - Luka.

Am heutigen Tag, den 10. August, schwöre ich, dass ich nie aufhöre,

mit meinem Cousin Luka oder meiner Cousine Ana zu reden.

Selbst dann, wenn sie mich auf hässlichen Fotos taggen.

Oder meine Sachen klauen.

Ich, Ana, schwöre hier feierlich,

dass ich Luka und Sofija, meine Cousine, immer lieben werde.

Selbst, wenn sie mich nicht mitnehmen und sagen, dass ich still sein soll.

Und ich schwöre, dass ich euch auch nie vergessen werde.

Es sei denn, ich werde reich. Dann existiert ihr nicht mehr.

(beide) Luka!

Okay, ist ja gut. - Gut.

Auf drei schwören wir.

Eins ... zwei ... drei ...

(alle) Ich schwöre drauf.

Hallo, Nona. Entschuldige, ich hatte viel zu tun.

Gestern war ich noch mit Luka, Ana und Timi am Strand.

Timi ist ... na ja ...

Er ist nicht wirklich mein Freund, aber wir haben uns geküsst.

Und dann war da noch ein Schwarm Glühwürmchen.

Also, in echt, nicht ausgedacht.

Das war, ehrlich gesagt, viel cooler als der Kuss an sich.

Ich denke, dass dieses Küssen von allen total überbewertet wird.

Aber trotzdem bin ich froh, dass ich es getan habe.

Ach ja.

Das Kleid gefällt mir total gut. Das ist voll meine Aesthetik.

Deine Highheels werde ich dir diesen Sommer noch nicht klauen.

Vielleicht nächsten.

Oder übernächsten.

Jeden Sommer werden wir jetzt hier sein.

Nur, dass du es weißt.

*traurige Musik*

Was darf's sein?

Einen großen Piraten hätten wir gern.

♪ Sofija und Timi sind total verknallt.

♪ Ich kaufe ihnen ein Geschenk. Die Hochzeit ist schon bald.

*Alle machen Kuss-Geräusche.*

Ah. - (Gabi) Ach, meine süße Sofija.

*Gabi kichert.*

*Alle machen Kuss-Geräusche.*

(Gabi) Ach, lass wir sie doch.

*melancholische Musik*

Dafür, dass ich meine Ferien

mit zwei verrückten Omas und einem Opa verbracht habe,

waren sie gar nicht so schlecht.

Nona Luce hat uns allen befohlen,

statt Schwarz ihre Lieblingsfarbe zu tragen.

Und sie mochte alle Farben am liebsten.

*melancholische Musik*

So, Verwandte, jetzt machen wir ein Foto, los.

Herr Vinko, würden Sie uns bitte fotografieren?

Sie müssen nur den Knopf hier drücken.

Sie können nichts falsch machen. Nur draufdrücken.

- (Luka) Sagt alle: Käse. - (alle) Käse.

(Vinko) Welchen Knopf soll ich drücken?

Den großen weißen hier. Den können Sie nicht verfehlen.

Na los, Käse. - (alle) Käse.

Oma, ich muss dir noch was erzählen. Ich hatte meinen ersten Kuss.

Wo? - Am Aussichtspunkt.

Genau dort hatte ich vor 50 Jahren auch meinen ersten Kuss.

Er war Italiener, weißt du. Er sah gut aus.

Wo kommt dein Auserwählter her? - Aus der Slowakei.

Hast du ein Foto? - Ja.

Wie heißt denn der Junge? - Timotej, Timi.

Ach, der Kleine sieht ja richtig lustig aus.

Und wer ist das Mädchen da? - Wie, Oma, na ich.

Und wieso hat dein Freund dich vorhin nicht verabschiedet?

Bestimmt war er da. Er hat dich bloß nicht gesehen.

(Kinder) Sofi, Sofi, Sofi, yeah.

*Sie jubeln.*

(alle) Yeah.

(alle) Bis bald.

(im Sprechchor) Sofija, wir lieben dich.

(Kinder) Sofija wir lieben dich. Bis bald, bis bald.

*verträumte Musik*

*Sofija lacht überrascht.*

Oma, eigentlich bist du echt cool.

(in Gedanken) Ich nehme alles zurück.

*fröhliche Musik*

Copyright UT: MDR 2024

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