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*Spannende Musik*
als Laura Le Corre
als Quentin Le Bars
als Max Le Corre
als Franck Bellec
*Die Musik läuft weiter*
DAS WAR NICHT MEHR ICH
Guten Tag.
(Polizist): Guten Tag, worum geht's?
Ich möchte Anzeige erstatten.
In welcher Sache?
Muss ich Ihnen das gleich hier sagen?
Früher oder später müssen Sie es schon sagen, oder?
Es ist gegen Quentin Le Bars.
Einen Moment, bitte.
(Durieux): Wissen Sie, was Sie tun, wenn Sie ihn anzeigen?
Ihnen ist klar, dass er erst seit kurzem Minister ist?
Und 15 Jahre Bürgermeister war?
Ja sicher, ich weiß.
Das wird ein Skandal, ich weiß. Nur, das ist mir egal, glaub ich.
Ist es der Skandal, der Sie interessiert?
Nein, es ist so, ich ...
möchte mir diesmal nicht alles gefallen lassen.
Diesmal?
Lassen Sie sich sonst viel gefallen?
Na, manchmal, keine Ahnung.
Da mache ich Sachen, die ich bereue.
Unter welchen Umständen, zum Beispiel?
Ich weiß nicht, zum Beispiel
hat mir mal jemand vor der Schule angeboten, Modefotos zu machen.
Ich hab nicht nachgedacht und ja gesagt.
Jetzt bereu ich das etwas.
(Bastien): Und warum? Ist da was passiert?
Nein, aber deswegen bin ich nicht hier.
Ich möchte Anzeige gegen M. Le Bars erstatten.
Wir hören Ihnen zu.
Und ich fang wo an?
Na ja, äh, am Anfang. (Derieux): Na ja, also am Anfang.
Also ... am Anfang da bin ich hier aufgewachsen.
Aber vor einiger Zeit bin ich nach Paris,
um zu studieren.
Ich hab mich da nicht wohlgefühlt.
Ich meine, es war zu ... zu groß, zu teuer.
Mein Vater hat mich unterstützt,
aber er ist Chauffeur, er verdient nicht viel.
Also kam ich zurück, um bei ihm zu wohnen.
Sein Name ist Max Corre. Vielleicht kennen Sie ihn.
2012 war er Boxchampion, nein?
(Durieux): Nein. Danach hat er alles verloren
und sich von meiner Mutter getrennt.
Jetzt arbeitet er fürs Rathaus.
Als Chauffeur vom Bürgermeister.
Alles klar?
Willst du'n Kaffee? Ja gern.
Hier. Danke.
(Off): Er hat ungefähr sieben Jahre ganz allein gelebt.
Er hat nie wieder jemanden gefunden.
Gut geschlafen?
Ja.
(Off): Keine Ahnung, wie es einem gutgehen kann, so alleine.
Aber ihn schien es nicht zu stören.
Als ich zurückkam, hat er sich gefreut, war beruhigt.
Er ist leicht zu lesen. Man sieht sofort wie's ihm geht.
Wie er lacht, das sagt echt alles über ihn.
Bis heute Abend! Bis später dann!
*Bedrückende Musik*
*Die Musik läuft weiter*
Guten Morgen!
Wie geht's, Max? In Form?
Alles gut.
*Die Musik läuft weiter*
Es rückt näher.
Heute in zwei Monaten steh ich auf der Waage.
Über Sie wird geredet, die Leute bewundern Sie.
Auch bei einem Amateurkampf
braucht es Charakter, um wieder in den Ring zu steigen
nach all den Jahren. Danke.
Also das ist ... eine Sache.
Falls möglich, würde ich gerne mit Ihnen darüber reden.
Ja.
Meine Tochter Laura ist wieder da.
Sie hat bei der Stadt einen Wohnungsantrag gestellt.
Sie wissen ja, wie es ist. Das braucht alles Zeit.
Ich dachte, vielleicht, wenn es über Sie läuft, dann ...
Natürlich, Max. Ich sehe, was ich tun kann. Wirklich?
Vielen Dank!
Selbstverständlich, dafür bin ich gewählt worden!
Damit ich Menschen helfe.
Aber nein.
Hör mal, den kannst du voll vergessen!
Mensch, der ist doch zu nichts gut ...
Komm hierher, ehrlich, hier ist es super! Hier ist
das Meer und all das. Doch! Hörst du's nicht?
Außerdem hab ich bald 'ne Wohnung, denk ich.
Überhaupt nicht.
Warst du da ganz allein?
*Spannende Musik*
*Türklopfen*
Herein.
Guten Tag. Guten Tag.
Ah ... Laura, richtig? Ja, richtig.
Bitte setz dich.
Vielen Dank.
Möchtest du Kaffee? Tee?
Geht schon, danke.
Stört es dich, wenn ich rauche? Überhaupt nicht.
Willst du auch eine? Nein, danke.
Was kann ich denn für dich tun?
Eigentlich wollte mein Vater, dass ich zu Ihnen gehe.
Sonst hätte ich nicht gewagt, Sie zu stören.
Aber nein, das war völlig richtig!
Es ist mir ein Vergnügen.
Du suchst eine Wohnung oder?
Ja, ganz genau.
Sehen wir mal, was wir tun können.
(Off): Was ich gleich eigenartig fand, war,
dass er mich sofort geduzt hat. Und dass er mich
mit Vornamen ansprach.
Dabei bin ich ihm nur ein-, zweimal begegnet
als ich klein war.
Vielleicht, damit ich mich wohlfühle.
Ich war natürlich total beeindruckt.
Sein Büro, das ist ...
und da ist auch diese Sache.
Keine Ahnung, Männer mit Macht haben so
einen harten Blick, irgendwie brutal, wie soll ich sagen?
(Durieux): Finden Sie die anziehend? Wen?
Männer, die Macht haben.
Ähm ...
ich weiß eigentlich nicht, was ich in dem Moment dachte.
(Bastien): Worüber? Was da passierte.
Weil nichts passierte. Aber gleichzeitig, die Art, wie er
mit mir umging. Er wollte vielleicht wirklich helfen
weil er meinen Vater kannte.
Keine Ahnung, ich hab es gefühlt.
Dass er mich anstarrte.
Mich in seinem Kopf ausgezogen hat.
Wie bei einem Scan.
(Durieux): Wie waren Sie gekleidet?
Was ist das für 'ne Scheißfrage?
Antworten Sie. Ganz einfach. Ich war schick angezogen.
Gab mir Mühe. Durfte ich das nicht?
"Schick angezogen" hängt sowieso von der Person ab!
Bei Ihnen könnte es albern aussehen.
Nehmen Sie sich in Acht.
Jedenfalls hab ich mich in dem Moment total unwohl gefühlt.
Ich war nicht bescheuert! Ich wusste, es besteht eine Kluft.
(Bastien): Eine Kluft?
Das Treffen war wichtig für mich und meinen Vater.
Ihm hat es nichts bedeutet,
es war nur eine kleine Entspannung zwischen Wichtigerem.
Der Politik, der Stadt.
Mir kam schon komisch vor, dass wir im selben Raum waren.
Jemand wie ich, Laura, 'ne kleine Studentin mit dem Bürgermeister.
Studentin?
Das sagte ich, um gut dazustehen.
Erzähl mir mal, was du gemacht hast, bevor du zurückkamst.
Also, ich hab vorher in Paris studiert.
Und was hast du studiert? Äh, Psychologie.
Ah, Psychologie?
Das hat dir nicht gefallen? Doch!
Bloß, irgendwie ist mir die Stadt zu ...
zu groß.
Und ich hatte Sehnsucht nach dem Meer.
Das ist klar, man vermisst das Meer, wenn man nicht dort ist.
Ja.
Und du rechnest damit, hier eine Arbeit zu finden?
Mit Psychologie?
Ähm, nein, nein ... nicht unbedingt, weil ich
überall arbeiten kann.
Das ist gut.
Dabei werden wir dir auch helfen können.
(Durieux): Sie haben ihn also angelogen.
Hätten Sie es besser gefunden, wenn ich gesagt hätte, dass ...
Dass was denn?
Ich meine ...
Sie können immer noch zurückziehen.
Soll das 'n Witz sein?
Wie bitte?
(Bastien): Das Beste ist es, alles zu erzählen.
Keine Ahnung, wenn ich gesagt hätte,
dass ich mein Abi nicht gemacht und nicht studiert hab.
Dass ich mit den Fotos weitergemacht hab.
Das sollte man nicht erzählen.
(Durieux): Warum? Ich hätte schlecht dagestanden.
Was? Waren die peinlich, diese Fotos?
Aber nein, es waren Modefotos!
Für Kleidung, Parfum, Unterwäsche ab und zu. Nichts Verbotenes.
Ich hatte zu dem Zeitpunkt kein Geld und keine Wohnung.
Also sagte ich nicht, dass ich Model war.
Das kann man mir nicht vorwerfen.
Das macht mich doch nicht zur Komplizin!
Oder?
(Bastien): Komplizin wobei?
Also, ich möchte Sie jetzt nicht weiter stören!
Du störst mich kein bisschen, setz dich doch hierher.
Du müsstest deine Kontaktdaten hier lassen.
Sie können mich über meinen Vater erreichen.
Selbstverständlich, aber so kann ich dich direkt erreichen.
Oder deine Nummer einem Vermieter oder Arbeitgeber mitteilen.
Doch!
(Off): Es dauerte, ich weiß nicht, wie lange.
Dann hat er sein Adressbuch geholt
und mich gebeten, meine Nummer zu notieren.
Ein bisschen, als wollte er mir sagen:
"Ich behandle dich nicht wie die anderen.
Schon jetzt bist du was Besonderes für mich."
Und ich, na ja ...
auch wenn ich nicht bescheuert bin ... das funktioniert.
Es funktioniert irgendwie doch.
(Durieux): Sie erhofften sich eine Wohnung?
Genau.
Das ist meine Privatnummer.
Du rufst mich an. Wann du willst.
Zögere auf keinen Fall. Wenn du irgendetwas brauchst,
egal was, rufst du mich an.
(Off): Er war so nah und sah mir direkt in die Augen.
(On): In Ordnung. Vielen Dank.
(Off): Ich kam mir dumm vor.
(On): Auf Wiedersehen!
*Bedrückende Musik*
Zum Casino.
Wollten wir diese Straße nicht mal erneuern?
Sie hatten davon gesprochen, ja.
Ich ruf Kovack vom Straßenbauamt an.
Hallo, Franck.
Du errätst nie, wer gerade mein Büro verlassen hat.
Die Tochter von Max.
Ich wusste nicht, dass sie wieder zurück ist.
Sie wohnt bei ihrem Vater. Sie hat sich verändert.
Sie ist erwachsen geworden.
Er hat sie zu mir geschickt.
Er möchte, dass wir ihr eine Wohnung besorgen. Wir?
M-hm.
Die Zimmer sind für das Casino-Personal gedacht.
Nicht für ... Das trifft sich doch gut!
Eine Arbeit sucht sie auch. Du besorgst ihr eine. Nein!
Franck. Nein! Mich kannst du sowas nicht fragen.
Es kostet dich doch keine Mühe.
Und außerdem ...
Und außerdem ...
Wieso kommst du darauf zurück?
Ich bin dir nie was schuldig geblieben. Nein.
Was ist nun?
Wir werden's versuchen.
*Fingerschnippen*
Bringen Sie uns den Aperitif, bitte!
Dein Gegner ist jünger und trainierter,
aber du kannst es schaffen, Max! Es ist nur ein Galakampf.
Wir wollen uns amüsieren.
Das Comeback von Max Corre.
Wir machen keine halben Sachen, he?
Außerdem, das ist dein Reich!
Du bist am Zug!
Mach dir um mich keinen Kopf.
Hier. Dankeschön.
Bei den Mahlzeiten ein Drittel stärkehaltiges
und zwei Drittel grünes Gemüse. Sogar am Wochenende?
Mir bleibt keine Wahl.
Weißt ja nicht, ob's was bringt. Na hör schon auf.
Ich tu, was ich kann.
Um Fett loszuwerden, gibt es nichts Besseres.
Gib mal her!
Wart's nur ab, dafür wirst du noch bezahlen.
Und die Mandeln, für wann sind die?
Na ja, als Snack. Ich esse jeden Tag sechs Mahlzeiten.
Ach wirklich? M-hm.
Die zwei wichtigsten sind das Frühstück nach dem Joggen ...
Alles klar ...
und dann zwei Stunden vor dem Training.
Der Rest sind kleine Zwischenmahlzeiten.
Proteine, komplexe Kohlenhydrate. Das ist verrückt.
Was sein muss, muss sein.
Einen Kampf kann man wegen Kleinigkeiten verlieren.
Trotzdem, du bist echt stark. Ja, ich weiß, klar.
Oh nein! Nein, bitte! Das gehört mir das Ding, lass es.
Aber das andere taugt nichts. Lass es! Hör auf, hör jetzt auf!
Ich hab einen Kampf vor mir.
Wie ist es mit Monsieur Le Bars gelaufen? Er hat nichts erzählt.
Ja ja, ganz okay, normal.
Er sagte, er will sehen, was er tun kann.
So muss es sein.
Jetzt lass mal, ich mach weiter.
Ich hoffe nur, das wird was.
Ja.
*Spannende Musik*
(Off): Wegen der Wohnung hat mich Franck Bellec,
der Chef vom Casino, zu sich bestellt.
Als ich klein war, verbrachte mein Vater all seine Abende dort.
Ich hatte immer davon geträumt, hinzugehen.
*Die Musik läuft weiter*
Ich hab deinen Vater entdeckt und vor allem groß rausgebracht.
Seine ersten drei Jahre bis zum Titel war ich da. Wow
Jeden Tag. Beim Training, bei den Kämpfen. Immer zusammen.
Nur, er hat sich zurückgezogen und später dann ...
Schön! Weißt du, dass man dich mir wärmstens empfohlen hat?
Der Bürgermeister sagt, du suchst 'ne Anstellung?
Eigentlich 'ne Wohnung, aber ... Ach so? Arbeit suchst du nicht?
Doch, doch!
Nein, weil wir also ...
Wir quartieren die Mädchen ein, die hier tätig sind im Casino.
Die Mädchen? Ja. Äh, die Angestellten.
Aber ich kann für dich 'ne Ausnahme machen.
Aber wieso denn? Deshalb.
Zum Arbeiten wärst du nicht gezwungen.
Doch, doch, ich brauch ja Geld!
Ah. Ich verstehe.
Ich könnte dich an die Bar stellen, nicht in den Gastraum.
Perfekt.
Bis Quentin für dich 'ne richtige Wohnung findet.
Wer ist denn Quentin? Der Bürgermeister.
Sein Vorname ist Quentin.
Das ist Hélène. Sie kümmert sich um das Personal. Meine Schwester.
Hélène?
Ich möchte dir Laura vorstellen, die neue Bardame.
(Hélène): Ach ja?
Äh, Laura Corre.
Die Tochter von Max.
Soll das 'n Witz sein? Ohh.
Gut, also du siehst schon, hinter der Bar ist es entspannter.
Du musst die Dienstuniform nicht tragen.
Das entscheidest du selbst. Ist das die Uniform?
Äh, genau, es ist eine Weste mit einer Fliege
Nein. Nein, danke.
Alles klar.
Soll ich dir die Wohnung zeigen? Ja? Na, komm, wir gehen.
Das, das ist super!
Vielen Dank!
Mir musst du nicht danken, weißt du, sondern dem Bürgermeister.
Echt schön!
Er kommt vorbei, um zu sehen, ob du dich wohlfühlst.
Wer denn?
Le Bars.
Aber wie das? Wo, wo will er vorbeikommen?
Na ja, er ...
(Hélène): Hier ist der Weißwein. Da drin der Rosé.
Hier die Softdrinks, hier der Shaker. Entschuldige.
Hier das Crushed Ice, der Wodka.
Äh, da ist das Bier. Hier die Hochprozentigen, Whisky, Rum, etc.
Der Champagner, der Sirup, der Rum Arrangé
und da die Strohhalme.
Hast Du das schon mal gemacht? Ja, klar.
Mathilde! Zeigst du ihr bitte den Gastraum?
(Mathilde): Ja!
Hier werden die Gäste abkassiert. Okay.
Die Tische sind nummeriert von eins bis zehn.
*Bedrohliche Musik*
*Die Musik schwillt an*
*Schließgeräusch*
Darf ich reinkommen?
Ja.
Na, siehst du? Ich hab mein Versprechen gehalten.
Schön hast du es hier.
Hm? Ja, ist ganz gut.
*Geräusch eines Reißverschlusses*
*Bedrohliche Musik*
Und plötzlich hatte ich sein Glied in der Hand.
Es war, als ob es nicht mehr meine Hand war.
Als ob, seit er sie genommen hatte,
also, es war nicht mehr meine.
Das war nicht mehr wirklich ich. Es ist einfach geschehen.
(Bastien): Er hat Sie nicht gezwungen?
Das könnte ich so nicht sagen. Was könnten Sie so nicht sagen?
Dass er mich nicht gezwungen hat.
Sie sagen also, er hat Sie gezwungen? Richtig?
Nein. Aber sein Schwanz ist schon steif gewesen.
Es war also er, der Ihre Hand genommen hat
und der sie zu sich geführt hat? Ja, genau.
(Durieux): Warum haben Sie sich nicht gewehrt?
Ich war nicht mehr da.
(Bastien): Sie müssen uns da schon etwas helfen.
Vielleicht hab ich gedacht. Was gedacht?
Dass das so passiert. Was passiert so?
Dass zwangsläufig, wenn Sie mit so einem Typ auf dem Bett sitzen
dann ist es so, dann tun Sie's.
(Durieux): Und Sie haben es getan.
(Bastien): Er hat also nicht ausdrücklich irgendetwas verlangt.
Nein, er verlangt nichts.
Ihn überkommt es. Das ist stärker als er.
(Durieux): Wie meinen Sie das? Es ist ja nicht sein Fehler.
Eingesperrt mit einer Tussi wie mir,
die nur ans Schwänzelutschen denkt.
Er ist ein Mann, er hat keine Wahl.
Das soll heißen? Das sagt er sich selbst, oder?
Das sagen die sich ja alle.
Dass wir sie erregen.
Also, ist es eben stärker als sie.
Das denkt ihr doch alle, richtig? (Bastien): Also, bitte.
(Durieux): Gut. Und danach?
Nach zehn Minuten, ist er aufgestanden, hat sich angezogen
und die Tür hinter sich zugemacht.
(Bastien): Und weiter?
Gar nichts.
Haben Sie das nie, dass Sie aufhören zu existieren.
Mehrere Tage sogar.
Hätten Sie nicht in dem Moment Anzeige erstatten können?
Denken Sie, das hätte ich geschafft?
(Durieux): Und äh ... was haben Sie getan?
Dann bin ich an den Strand gegangen.
*Traurige Musik*
Ich hatte das Gefühl, mein Kopf brennt.
Als hätte ich Salz in den Augen.
Ich hab nicht geweint, aber in mir hat es gebrannt.
Ich hab darauf gewartet, dass es vorbeigeht, aber ...
(schluchzend): Ich hab mich geschämt.
(Bastien): Mademoiselle?
Und später irgendwann war es Nacht und ich bin wieder zu mir.
Ich machte das Dachfenster auf,
weil es nach Schweiß stank.
Ich hab mich gewaschen.
Ich fühlte mich schmutzig.
Ich hatte noch Tabletten übrig aus der Zeit von den Fotos.
Es hat fast funktioniert.
Die Medikamente, der Schlaf.
Am nächsten Tag wachte ich auf und es war ganz okay.
Ich hab mir sogar gesagt: "Gut, jetzt ist es erledigt, vorbei.
Wir sind quitt."
Ich hab in dem Moment daran geglaubt.
Sie glaubten woran?
Es ist schwer zu erklären, aber
die zweite Stufe scheint viel höher als die erste.
Was soll das heißen? Na ja ...
das zweite Mal ist schwieriger.
(Durieux): Er kam wieder?
Zur gleichen Zeit am nächsten Tag. Man holte mich aus der Bar
und sagte, er wartet. Und wer ist "man"?
Jemand.
(Bastien): Und Sie sind hingegangen?
Bin ich, ja.
Hätten Sie nicht nein sagen können?
Ich hatte vergessen, dass ich nein sagen konnte.
Es war eigentlich schon zu spät dafür.
Man hat mir einfach Bescheid gesagt.
Sie können das nicht verstehen, weil Sie ...
Ihr Beruf ist es, zu analysieren, festzuhalten.
Ich konnte das nicht.
Innerlich hab ich nicht mehr geatmet.
Ich bin erstickt.
Wissen Sie, warum das zweite Mal viel schwerer ist?
Weil ganz tief ...
irgendwo weiß man genau ...
dass dieses Mal alle weiteren Male enthält.
Das war ich.
Es würde sich nicht mehr ändern.
Ich war das Mädchen auf Abruf.
*Düstere Klänge*
(Bastien): "Das Mädchen auf Abruf?"
Ich meine, sagt man das nicht so?
"Callgirl"?
Laura?
Er wartet.
*Spielautomaten klimpern*
*Tosende Wellen*
(Hélène): Mathilde, es ist zu tun im Gastraum!
*Düstere Klänge*
*Die Musik läuft weiter*
(Mathilde): Laura?
*Schniefen*
*Schweres Atmen*
*Le Bars stöhnt*
*Glas splittert*
(Mathilde): Lass liegen. Ich mach das.
Ich würde es gern für eine Promo-Aktion nutzen ...
*Klänge überlagern Dialog*
Wir machen fünf sechs VIP-Tische
und laden, ich weiß nicht ...
*Dialog vollständig überdeckt*
*Spielautomat klingelt*
*Melancholische Musik*
(Hélène): Laura.
*Ersticktes Stöhnen*
*Bedrohliche Musik*
(Hélène): Hallo.
Hallo.
Ist 'ne Ewigkeit her.
Weiß ich nicht mehr.
Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns so wiedersehen.
Das hab ich auch nicht.
Obwohl ich schon daran dachte.
Du nicht auch?
Doch.
Tatsächlich hab ... Ich versteh überhaupt nicht ...
Wir sollten es schaffen, miteinander zu reden.
Okay.
Okay.
Na klar, oder?
Max, verstehst du es wirklich nicht?
Was versteh ich nicht?
Ist dir klar, dass du fast jeden Tag hierherkommst?
Das Auto sieht aus wie Sau.
Sehen wir uns heute Abend?
*Motor startet*
(Hélène): Ich dachte nicht, dass es so auf mich wirken würde.
Was denn? Das Wiedersehen?
Ich dachte, ich wäre geheilt.
Es ist schließlich keine Krankheit.
Nein, es ist schlimmer.
Hélène, ich war doch auch ... Nein, Max!
Versteh das hier nicht falsch.
Deswegen hab ich dich nicht sprechen wollen.
Alles klar.
Ich versteh nicht, wie du ...
wie du das geschehen lassen kannst!
Was geschehen lassen?
Du weißt, deine Tochter arbeitet im Casino?
Meine Tochter ist erwachsen. Sie tut, was sie will.
Du kotzt mich an.
Solange niemand Bescheid weiß, ist alles in Ordnung, he?
Warte. Bescheid weiß, worüber?
Erklär's mir! Worüber Bescheid wissen?
Es tut mir leid.
*Energische Klänge*
*Er keucht*
*Schweres Schnaufen*
*Frustrationsschrei*
*Energische Klänge dauern an*
Hélène?
Ähm ...
War das ernst mit meinem Vater?
Aber nein, du kannst es mir sagen, Hélène.
Ich bin sicher, es war was Ernstes.
*Dynamische Musik*
(Trainer): Du machst das, Max. Schnapp ihn dir!
*Gong* (Richter): Boxen!
*Jubel*
(Mathilde): Laura?
Vermeulen übernimmt das Bürgermeisteramt.
Ach ja? Ja, ja.
Sicher, dass er nicht weiß von ... Aber nein, natürlich nicht.
Konntest du ein bisschen nachforschen? M-hm.
Ja und? Na ja, das ist kein Engel.
Wir haben genug, um ihm Angst zu machen.
Perfekt. Ich will nichts Genaues erfahren.
Keine Sorge. Es wird keine Wellen schlagen.
(Richter): Eins, zwei ...
drei, vier ...
fünf ...
sechs, sieben, acht ...
Boxen!
Komm, setz dich doch neben unseren nagelneuen Minister.
Was heißt das? Hat er's dir nicht gesagt?
Noch nicht offiziell, aber es ist wahr. Ich werde Minister.
Setz dich.
Du wirst mich in Paris besuchen.
*Spannende Musik*
*Jubel*
(Richter): Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, boxen!
*Die Musik läuft weiter*
Papa! Wach auf!
Antworte mir!
Papa! Komm schon! Sag doch was!
*Klirrender Ton*
Helfen Sie ihm doch!
Papa!
*Der klirrende Ton wird lauter*
*Die Musik schwillt an*
Er lag ungefähr eine Woche im Koma.
Ich war jeden Tag da.
(On): Guten Tag.
(Schwester): Guten Tag.
(Off): Ich hab ihm Zeitung vorgelesen.
Sogar die miesesten Artikel über seine Niederlage
Ich dachte, das weckt ihn auf.
Weil mein Vater nämlich seinen Stolz hat.
(On): Ich hab dir deine Zeitung gekauft.
Soll ich dir ein bisschen vorlesen?
Also ...
"Eine neue Regierung:
Die Opposition ist unzufrieden.
Nach der Mini-Regierungsumbildung der letzten Woche
wirft die Opposition dem Premierminister vor,
dass dieses Stühlerücken
nichts mit den wahren Sorgen der Franzosen zu tun hat.
Der Ankündigung der neuen Regierung
folgte eine Vielzahl von Reaktionen aus der Politik."
(Off): Ich las ihm sogar die über Le Bars vor.
"Ein Sohn unseres Landes, was für ein Held." So'n Quatsch eben.
Trotzdem war es komisch, ihn mit dem Präsidenten zu sehen.
Tatsächlich hab ich es nicht geschafft.
Ich hab nicht geschafft, die zwei Bilder zusammenzubringen.
Da war der Bürgermeister, der alles gemacht hat,
damit ich irgendwie sein Besitz werde.
Und es gab diesen Typen in einem Anzug im Élysée.
Ich konnte nicht aufhören, ihn mir nackt vorzustellen.
Es hat mich nicht mal mehr angewidert.
Es ist sowas geworden ...
wie eine Gewohnheit.
Eine lästige Alltagspflicht oder so.
Eine Art von ...
von Traurigkeit, die nicht weggeht.
Während er mit dem Präsidenten große Töne spuckte,
saß ich in einem Krankenhauszimmer.
Ich hab der Beatmungsmaschine zugehört.
Diese zwei Welten lagen zu weit auseinander.
Und ich war ...
Ich war in der Mitte.
Ich war vollkommen zerrissen.
(Off): Das Erste, woran ich gedacht hab,
war die Hand von Le Bars, die meine drückte.
und auch die vom Präsidenten.
Ich dachte, ich wär nur eine Hand weit vom Präsidenten weg.
Dann hab ich was getan, was ich selbst nicht verstand.
Ich nahm mein Handy.
Ich hab nicht überlegt.
Ich hab geschrieben:
"Glückwunsch zu Ihrer Ernennung" und unterschrieben mit Laura.
(Durieux): Sie haben ihm gratuliert?
Genau.
Durfte ich das nicht?
(Bastien): Das ist nicht die Frage.
Das wirkt sich nicht zu Ihren Gunsten aus. Verstehen Sie?
Die Leute werden sagen, dass sie wussten, was sie taten.
Und letztlich mehr davon wollten.
Hätt' ich lügen sollen?
Ich kapier das nicht so ganz.
Ist es schlimmer, wenn ich lüge, als wenn er lügt?
Man sieht sofort, dass er lügt.
Ehrlich. Sie tun sich damit keinen Gefallen.
Ich will mir hier keinen Gefallen tun.
Jedenfalls hat er geantwortet. Was hat er gesagt?
Er schrieb: "Danke. Auf bald, hoff' ich."
(Durieux): Kompromittiert ihn nicht sehr.
Weil es mich kompromittiert, richtig?
Und ihn nicht? (Bastien): Hören Sie.
Gut, ich erzähl zu Ende.
Aber irgendwann ist mein Vater aufgewacht.
Das Erste, was er sagte, war:
Es ist sauber, das Auto.
Es ist jetzt sauber.
Muss man dem Bürgermeister sagen.
Es ist sauber. *Stimme bricht*
Ich hab es letzte Nacht gemacht.
Okay.
*Gleichmäßiges Piepen*
*Geräusche aus dem TV*
"Quentin Le Bars
hat heute zwei Delegationen aus Oslo empfangen,
um innenpolitische Angelegenheiten hinsichtlich der ..."
Siehst du ihn wieder?
Irgendwie kam mir das seltsam vor, weil
ich wusste nicht mehr, was ich denken sollte.
Hieß das, er hatte es verstanden?
Und überließ mir die Entscheidung?
Und ich weiß nicht mehr,
was von mir erwartet wird.
Und ich kann mich nur falsch entscheiden.
Darum mach ich mir was vor. Ich sag mir, dass
letzten Endes das alles gar nicht so schlimm ist.
Wir haben uns eigentlich einen Dienst erwiesen.
'Ne Wohnung gegen 'ne halbe Stunde von Zeit zu Zeit.
Und selbst, wenn es
mein Körper war
und meine Integrität, die auf dem Spiel standen.
Das war am Ende nicht so teuer bezahlt.
Daraus machen wir jetzt keine Riesensache.
Ich geh jetzt mal, Papa.
Ich komm morgen wieder.
(Ärztin): Es wird Spätfolgen geben.
Leider wurde vor allem das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen.
Aber ... wird er Auto fahren können?
Damit ist kaum noch zu rechnen.
Es tut mir leid.
(Off): Ich dachte, es sei möglich,
sich ein letztes Mal zu arrangieren. Für meinen Vater.
Ich wollte mich in Paris mit ihm treffen.
Er sagte ja.
Ich hab ein Zugticket gekauft und bin hingefahren.
Guten Tag. (Rezeptionistin): Guten Tag.
Ich hab ein Zimmer reserviert. Laura Corre.
Und, ähm, ... mein Mann wird mich hier treffen.
Hier. Die 28. Zweite Etage.
Vielen Dank.
Quentin?
M-hm?
Ich wollte Sie für meinen Vater um etwas bitten. Ah ja ...
wie geht es deinem Vater?
Ich ... ich wollte wissen, ob ...
Sie ihm vielleicht helfen können.
Bei der Stadtverwaltung fragen,
ob irgendwo ein Platz für ihn ist.
Sowas kann ich mir jetzt nicht erlauben. Auf diesem Posten.
Verstehst du? Nein, ich kann nicht.
Nur ein kurzer Anruf? Das würde auf mich zurückfallen.
Nein.
Ich kann nicht.
Entschuldige mich. Ja?
Ich hab den Terminplan eines Ministers.
*Tür fällt ins Schloss*
*Autohupen*
Auf Wiedersehen, danke.
(Rezeptionistin): Sie müssten das Zimmer bitte noch bezahlen.
Er hat nicht bezahlt?
Nein, er hat nicht bezahlt.
Es kostet wie viel?
Also ...
das macht 200 Euro, bitte.
So, hier.
Okay, super.
Bitte sehr. Schönen Tag noch. Auf Wiedersehen.
*Melancholische Musik*
*Die Musik läuft weiter*
Auf der Rückfahrt hatte ich den Geschmack seines Spermas im Mund.
Ich trank vier Kaffee, aber er ging nicht weg.
Ich hab im Zug ins Klo gekotzt.
Danach bin ich an den Strand gegangen und eingeschlafen.
Es war so kalt.
Dann bin ich aufgewacht und hier bin ich.
(Bastien): So.
Soll ich da unterschreiben? Ja, genau da.
Bitte.
Soll ich Sie rausbegleiten? Ja.
Denken Sie, er wird verurteilt?
Das kann man nicht wissen.
Es hängt vom Richter ab. Aber es wird eine Untersuchung geben.
Ich würde mir einen Rechtsanwalt nehmen. Meinen Sie?
Danke. Keine Ursache.
*Melancholische Musik*
(Derieux): Verzeihung, Herr Staatsanwalt.
(Staatsanwalt): Was ist das für eine Scheiße?
(Derieux): Ich weiß.
Tut mir leid, wir mussten das aufnehmen.
(Staatsanwalt): Was soll ich damit anfangen? Ad acta legen?
Aber natürlich nicht. Unmöglich! Das kann ich nicht machen.
Scheiße, Scheiße, haben wir das gebraucht?
Wie soll ich das überhaupt bezeichnen?
Vergewaltigung? Sexueller Übergriff? Korruption? Missbrauch?
Vorteilsannahme.
Vielen Dank.
Corine, ich muss den Minister direkt kontaktieren.
Und das hier muss absolut vertraulich bleiben.
*Spannende Musik*
Ja?
Ja.
Ah, in Ordnung.
Ja, ich verstehe. Gut.
Ich verstehe.
Vielen, vielen Dank für die Vorwarnung.
Nein, das vergesse ich nicht.
Vielen Dank.
Scheiße!
Verfickte Scheiße. Ich bin so ein Vollidiot!
Ich bin so ein Vollidiot!
Oh, diese Schlampe.
*Stuhl poltert*
Verflucht, das darf nicht wahr sein. Bloß nicht jetzt.
*Er schnaubt*
Franck!
Ruf mich bitte auf der anderen Nummer an!
Es ist sehr dringend!
"Max Corre zum französischen Meister gekürt"
Ich hätte früher anfangen sollen.
Womit denn?
Na ja, so zu gehen.
*Max stöhnt*
In einem Garten.
Arm in Arm mit dir!
Hätte ich früher machen sollen.
Gefällt es dir, so mit mir zu gehen?
Sekunde!
*Max stöhnt*
Papa?
Ja?
Was weißt du wirklich über das, was passiert ist?
Denkst du, wir können darüber reden?
Ja, natürlich!
Natürlich.
All diese Jahre vergeudet,
damit, ein Auto zu fahren.
*Melancholische Musik*
*Die Musik läuft weiter*
"Quentin Le Bars Gegenstand einer gerichtlichen Voruntersuchung:
Sexueller Missbrauch oder Vorteilsnahme?"
Franck, wir können nicht mehr warten, wir müssen es tun.
"Laura, die Lolita des Moments"
*Rufton*
(Telefonistin): "Das Echo des Südens", guten Tag.
Fabien Lenoir, Politikressort, bitte.
Ich verbinde Sie.
*Melancholische Musik*
(Fabien): Hallo.
Hallo, Fabien.
Hat es mit deinem Kumpel Le Bars zu tun?
Wirst du schon sehen.
Hast du die Sache veröffentlicht?
M-hm.
Woher hattest du die Info? Was ist das?
Nein, nein.
Den öffnest du in deinem Büro, bei der Zeitung. Nicht hier.
Okay.
Danke.
*Melancholische Musik*
Papa? Schläfst du?
Mist.
"Affäre Le Bars: Laura Corre ließ sich mit 16 nackt fotografieren"
Wo ist er? Ist er gegangen?
(Schwester): Ihr Vater? Nein, er war in seinem Zimmer!
*Dramatische Musik*
(Reporter): Was antworten Sie Laura Corre?
Wird Sie die Sache Sie Ihr Amt kosten?
Entschuldigen Sie, ich suche meinen Vater, Max Corre.
(Pfleger): Nicht gesehen.
Haben Sie meinen Vater gesehen?
*Die Musik läuft weiter*
Oh, nein, was machst du denn nur?
(Off): Ich bin unfähig zu Missbrauch,
zu Vorteilsannahme oder anderen Ungeheuerlichkeiten,
deren mich diese labile junge Frau beschuldigt.
(Reporterin): Warum tat sie's? Sie hat träumte wohl davon.
Aber man spielt nicht mit der Ehre eines Mannes.
Das ist schändlich.
Leute wühlen in alten Geschichten. Man kommt mir wieder
mit der Geschäftsführung der Spielhallen. Ich bekräftige es:
Ich habe nichts mit dem Casino zu tun.
Und Franck Bellec? Als ganz sauber gilt er ja nicht.
Ich konnte nicht umhin,
mit Franck Bellec zusammenzutreffen.
Wie ich als Bürgermeister mit fast allen Geschäftsleuten
der Region Umgang hatte.
Aber ich bin nicht verantwortlich für deren Verfehlungen.
Alle Angriffe in dieser Hinsicht sind wieder nur übelste Politik.
Verfluchte Scheiße!
Mistkerl!
Hallo, Frankie!
Max!
Aber, was willst du denn? Nein, keine Panik.
Alles ist gut.
Ich will nur, ähm ...
meine Handschuhe.
Kann ich die wiederhaben?
Natürlich! Die gehören dir.
Ja.
Das ist wahr.
Das sind meine.
Die gehören mir.
Dann muss ich mich nicht bei dir bedanken.
Nein, Max.
Nein.
Das musst du nicht tun.
Schön.
*Melancholische Musik*
(Hélène): Hallo Laura, hier ist Hélène!
Dein Vater war hier. Er glaube, er hat eine große Dummheit vor.
Ruf mich zurück.
Ah, verdammt!
*Grunzen*
*Spannende Musik*
(Hélène): Wir sollten am Hafen nachsehen.
Ich hab es gewusst.
Es ist meine Schuld. Der Kampf war meine Schuld.
Hör auf damit.
Du musst sofort mit dem Unsinn aufhören!
Es ist nicht deine Schuld.
Schuld haben die, die manipulieren und missbrauchen.
Die Mädchen haben nicht die Zeit, zu verstehen,
was mit ihnen passiert.
Du bist nicht schuldig! Nicht im Geringsten, Laura!
Ich finde sogar, du hast dich verdammt gut geschlagen.
(Off, Präfekt): Wie soll man nicht Stolz empfinden?
Und eine tiefe Dankbarkeit.
Angesichts eines Mannes, der uns nicht nur den Weg weist, sondern
der sich auch Zeit nimmt, in seine Heimat zurückzukehren.
Monsieur Quentin Le Bars!
*Klatschen*
Was, kommt man da nicht durch?
(Hélène): Ja, scheint gesperrt zu sein.
Und in diesem Sinne wird die langerwartete Renovierung
unseres malerischen Yachthafens es erlauben,
unsere Infrastrukturen noch ein wenig mehr
einem ausgewählten Tourismuspublikum
der internationalen Klasse zu öffnen.
Eine großen Einnahmequelle für die Kommune und ihre Bürger.
Es ist nämlich die Qualität des Empfangs,
die wir einer anspruchsvolleren Kundschaft entgegenbringen,
durch die wir uns auszeichnen.
Max.
Bleiben Sie stehen. Bleiben Sie stehen. Alles gut.
Max, warte. Warte! Arschloch!
Steh wieder auf, Arschloch!
*Eindringliche Musik*
Max Corre wurde zu zwei Jahren Gefängnis
ohne Bewährung verurteilt
wegen Körperverletzung
einer Person mit einem öffentlichen Amt
und Gefährdung der Sicherheit des Staates.
Die Klage von Laura Corre
wurde ohne weitere Folgen zu den Akten gelegt.
Laura Corre (Alba Gaïa Bellugi): Maria Hönig
Quentin Le Bars (Pascal Greggory): Rainer Doering
Max Corre (Jean-Pierre Martins): Matthias Deutelmoser
Franck Bellec (Patrick D'Assumçao): Michael Iwannek
Hélène (Anne Suarez): Katharina Spiering
Officier Bastien (Omar Mebrouk): Konrad Bösherz
Officier Durieux (Agnès Regolo): Frauke Poolman
Deutsche Bearbeitung: Interopa Film GmbH
Redaktion: Daniela Muck
Dialogbuch und Regie: Hilke Flickenschildt
Übersetzung: Thilo Mardaus
Produktionsleitung: Philipp Cassau
Aufnahmeleitung: Saskia Rekuć
Untertitelung: Globe tv GmbH, Saarbrücken, 2023
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