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Original subtitles

Weg mit ihm.

Nein!

Stopp! Stopp!

Wolfgang!

Das ist Walter Proska.

Ein guter Kamerad. Ich bürge für ihn.

Die Männer sind wie du und ich.

Wir sind keine Verräter.

Ich bin dabei.

Du musst beweisen, dass man dir vertrauen kann.

Kommt raus!

Glaubt mir, es wird euch nichts passieren!

Weißt du, was die Russen mit unseren Leuten machen?

Wir sind jetzt auch Russen!

*Ausgelassene russische Rufe*

Bist du es wirklich?

Und du?

Ich weiß nicht, wer ich noch bin.

Du glaubst, dass du an der richtigen Seite stehst.

Es gib keine richtige Seite mehr, Walter.

Und wenn wir abhauen?

Hast du den Mut dazu?

Walter!

Du enttäuschst mich.

Ich hab für dich gebürgt, vergiss das nicht.

Nächstes Mal bin ich mit dran.

*Schrei*

(Walter) Kurt ist vorausgegangen.

Wirklich?

*Applaus*

Entschuldigung.

Genossinnen, Genossen.

Die Einführung von Zentralverwaltungen im Verkehrswesen,

der Post und dem Fernmeldewesen,

für Brennstoff und Energie, Handel und Versorgung,

Industrie, Forst- und Landwirtschaft, für Brennstoff und Energie, Handel und Versorgung,

Industrie, Forst- und Landwirtschaft,

Finanzen, Arbeit, Sozialfürsorge, Volksbildung und Justiz.

Das ist ein wichtiger Schritt für die sowjetisch besetzte Zone.

So kurz, nur wenige Monate nach der Befreiung.

Wir möchten unseren sowjetischen Brüdern

aus tiefsten Herzen dafür danken, dass wir von ihnen lernen dürfen.

Wir gehen voran und bauen einen sozialistischen Staat auf.

Dazu brauchen wir Männer wie Sie.

Sie haben an unserer Seite gekämpft. Unser Kampf geht weiter.

Wir haben viel vor, Genossinnen und Genossen!

-Nastrowje. -Nastrowje.

Proska.

Ich weiß, woran du denkst, wenn du so traurig schaust.

Kürschner hat schon gesagt.

Wir müssen die kleine Polin finden, sonst Proska stirbt an ...

Wie sagt man?

-Kaputtes Herz. -Gebrochenes, gebrochenes Herz.

-Gebrochenes Herz. -Hat der junge Mann Liebeskummer?

Und wir suchen. Und wir werden sie finden.

Kopf hoch Proska. Guter Mann.

Danke.

Der Oberst scheint ja große Stücke auf Sie zu halten.

(Russischer Akzent) Proska, guter Mann.

Sie haben sich ausgezeichnet, haben Mut bewiesen. Ein guter Mann. (Russischer Akzent) Proska, guter Mann.

Sie haben sich ausgezeichnet, haben Mut bewiesen. Ein guter Mann.

Was machen Sie jetzt?

Ich stelle Passierscheine aus.

Da sind Sie doch am richtigen Ort hier.

Das Volk muss abrechnen mit denen, die es ins Unglück gestürzt haben. Da sind Sie doch am richtigen Ort hier.

Das Volk muss abrechnen mit denen, die es ins Unglück gestürzt haben.

Die Industriellen, die Junker. Jetzt verkriechen sie sich.

Haben wir nicht alle Dinge getan.

Welche Vorwürfe können Sie einem Bauern machen,

selbst wenn er in der Partei war?

Hatte der eine Wahl?

Wir müssen die faulen Äpfel finden, sonst geht es nicht voran.

In der sozialistischen Gesellschaft darf es keinen Stillstand geben.

Nur in der bürgerlichen Welt.

Darum leidet der Bourgeois am Schließmuskelkrampf.

(Lachend) Sie ...

Sie verteilen Passierscheine. Gut.

Halten Sie die Augen offen.

Jede Gesellschaft braucht Vorposten, Wellenbrecher, Blitzableiter, Späher.

Sie sind ein Blitzableiter des neuen Deutschland.

Ein Späher unserer Zukunft. Wir brauchen Sie.

Proska, vergessen Sie nicht ...

Sie brauchen uns.

Wellenbrecher, Blitzableiter, Späher.

Was will er von mir, ich stell Passierscheine aus.

Walter, achteinhalb Millionen NSDAP-Mitglieder

sind zehn Prozent der Bevölkerung.

Und?

Du siebst bislang nur drei Prozent aus.

Es müssen aber mindestens zehn sein.

Hauptsache es sind zehn Prozent?

Die Leute kommen zu dir,

du siehst ihre Pässe, ihre Kennkarten.

Weißt, was sie getan haben. du siehst ihre Pässe, ihre Kennkarten.

Weißt, was sie getan haben.

Du sortierst die faulen Äpfel aus.

Und was passiert mit den faulen Äpfeln?

Das ist nicht mehr deine Sache.

Aber der Krieg ist doch längst zu Ende.

Können oder wollen Sie sich nicht erinnern?

Ich hab es Ihnen doch schon dreimal gesagt. Können oder wollen Sie sich nicht erinnern?

Ich hab es Ihnen doch schon dreimal gesagt.

Man hat uns von zu Hause in die Stadt gebracht, zur Arbeit in 'ne Fabrik.

Jetzt ist der Krieg vorbei. Ich will wieder zurück, nach Hause.

Das heißt, ich brauch 'nen Passierschein, deswegen bin ich hier.

Ich will einfach nur nach Hause.

Wo ist denn Ihr Zuhause.

Ist irgendetwas missverständlich an der Frage?

Äh, Wattenscheid.

Bochum.

Da sind die Briten, das wissen Sie?

Wissen Sie auch, was die mit dem Land machen werden?

Die werden es zu Grunde gehen lassen, ausbluten.

Wir bauen etwas auf, und Sie können Teil davon sein.

Was spricht dagegen? Wir bauen etwas auf, und Sie können Teil davon sein.

Was spricht dagegen?

Nichts.

Oder haben Sie was getan?

Nein.

Jeder hat was getan, oder?

Ich hab nichts getan.

Was Sie gearbeitet haben, zum Beispiel.

In 'ner Fabrik.

In welcher Fabrik genau?

Rheinmetall Borsich.

Für die Eisenbahn.

Hatten Sie einen Vorarbeiter.

-Ja. -Und war der in der Partei?

Waren Sie in der Partei?

-Nein. -Warum lügen Sie?

Ich war nicht in der Partei. Niemals!

Kommen Sie morgen wieder.

Danke.

Danke.

Wenn wir nur ein bisschen mehr gebohrt hätten.

-Da war nichts mehr zu holen. -Da bin ich anderer Meinung. Wenn wir nur ein bisschen mehr gebohrt hätten.

-Da war nichts mehr zu holen. -Da bin ich anderer Meinung.

Fräulein Roth.

Der Nächste bitte.

(Walter) Wenn du irgendwas rausfinden würdest ...

Auch wenn es schlecht wär - du würdest mir davon erzählen, oder?

Du meinst Wanda?

Natürlich.

Sie kann doch nicht einfach verschwunden sein.

Es gibt noch kein Zentralregister.

Aber ich kümmer mich drum.

Wir suchen nach ihr.

Vielleicht fahr ich selbst.

Nach Polen?

Und lässt dir den Kopf abschneiden, sobald du über die Grenze bist?

Nach vorne schauen, Walter.

Mach du deine Arbeit. Ich finde sie.

Und deine Schwester auch.

Guten Morgen.

Morgen.

Schöner Morgen. Bis später.

Was soll das kosten?

Hmm ...

Haben Sie Marken?

Ich hab Geld.

Ich hab Marken.

-Tut mir leid. -Oh.

*Klopfen*

Guten Morgen, Herr Proska.

Morgen.

-Danke. -Bitte schön.

Wo haben Sie den her?

Ich hab Verwandtschaft auf dem Land,

da kommen immer viele hin, zum Tauschen.

Man muss sich organisieren, wenn man was will, oder?

*Schritte*

Mein Mann ist im Lazarett bei den Amerikanern.

Sie sagen er hat nicht mehr lange. Deswegen.

War Ihr Mann in der Partei?

Wir beeilen uns.

Komm, Helmut.

Danke.

Also ich glaube, er war in der Partei.

Der Brief ist zwei Wochen alt, glauben Sie, der lebt noch?

Der Nächste.

Setzen Sie sich.

Möchten Sie einen Passierschein?

Verstehen Sie mich? Haben Sie Unterlagen?

-Mhm. -Setzen Sie sich.

*Ruhige Streicherklänge*

Ihr Name?

Willhelm Stehauf.

Herr Stehauf.

Sie möchten einen Passierschein?

-Wo wollen Sie hin? -(Hustend) Nach Köln.

-Kommen Sie von dort? -Mhm.

Haben Sie Familie? -Kommen Sie von dort? -Mhm.

Haben Sie Familie?

Hoffentlich noch einen Sohn.

Waren Sie in der Partei? Hoffentlich noch einen Sohn.

Waren Sie in der Partei?

Ja.

Was haben Sie getan?

Ich war vorne.

Im Osten.

Dann Gefangenschaft ... Lager.

Abgehauen, geschnappt, wieder Lager.

Was haben Sie getan?

Welcher Rang?

Unteroffizier.

*Husten*

Dieser verdammte Schwamm.

*Spannungsvoller Unterton*

Haben Sie Feuer?

Wir wissen doch alle, was wir getan haben.

Jeder hat das seine getan.

Der eine so,

der andere anders.

(Walter) Wir müssen Ihren Fall genauer prüfen.

Dazu bleiben die Unterlagen und die Kennkarte hier.

Kommen Sie nächste Woche wieder.

-Ihre Karte. -Ah.

Kennen Sie den Mann?

Ich kümmer mich darum.

*Melancholische Klavierklänge*

*Trommelschläge*

*Schritte*

Entschuldigen Sie.

Ich wollte Sie nicht stören so spät, deswegen ... Entschuldigen Sie.

Ich wollte Sie nicht stören so spät, deswegen ...

Sie stören nicht.

Weil Sie doch den Kaffee so gerne mochten und ... ich hab genug.

Danke.

Bis morgen.

Darf ...

Darf ich Ihnen eine Tasse von Ihrem Kaffee anbieten?

Gerne.

Ah, die Wohnung wurde mir zugeteilt, das ist eigentlich nicht meine.

Stört mich jetzt nicht.

Entschuldigen Sie, ich bin nicht so oft hier.

Das merkt man gar nicht.

Der Kaffee.

Geben Sie mir.

-Ich mach schon, setzen Sie sich. -Die Laken.

Hier.

Ich bin Hildegard.

Hilde.

Walter.

Einfach Walter.

(Hilde) Und du?

Hast du noch jemanden?

(Walter) Ja.

Eine Schwester.

Aber ich weiß nicht, wo sie ist.

Ihre Spur ist verloren gegangen.

Nirgends weiß man,

was mit ihr passiert ist.

Hast du nach ihr gesucht?

Ja.

Ähm ...

Das Problem ist eher, was ist, wenn ich sie finde.

Du kannst dir nicht vorstellen, was ich alles getan hab.

Sogar meiner eigenen Schwester.

Und sie weiß es noch nicht mal.

Du kannst es mir sagen.

Das kann ich niemandem sagen.

Das Kleid ...

Ist das von deiner Schwester?

Nein.

Ist ja auch nicht so wichtig.

Ich sollte sowieso gehen.

Bleib ruhig sitzen.

Lass dir den Kaffee schmecken und die Marmelade.

Auf Wiedersehen, Walter.

Auf Wiedersehen.

Hier sehen Sie die Gesamtzahl der Anträge.

Und das sind die Bewilligungen. -Mhm.

Das ist und bleibt zu wenig.

Das ist das, was es gibt.

Sie haben Menzel gehört.

Es geht um die, die Deutschland das eingebrockt haben.

Das waren mindestens zehn Prozent.

Wenn das nicht funktioniert, sind Sie an der falschen Stelle.

Kann doch nicht so schwer sein! Wenn das nicht funktioniert, sind Sie an der falschen Stelle.

Kann doch nicht so schwer sein!

Kann ich dich alleine sprechen?

Genosse Kunkel, wenn Sie uns entschuldigen.

Selbstverständlich.

Was?

Ich will dasselbe wie du.

Dass es besser wird.

Ein neues Deutschland.

Aber ich bin keine Polizei, kein Staatsanwalt

und kein Gericht, und du bist das auch nicht.

Wir wollten doch, dass es anders wird, oder nich?

Dass es keine Clique mehr gibt und keine Denunzianten.

Wir wollten, dass man wieder glücklich sein kann.

Ja.

Was is?

Das Haus meiner Eltern.

Wurde ausgebombt, hast du gesagt.

Ich dachte immer, die wären in den Bunker danach geflohen.

Die haben heut den Schutt weggemacht.

Im Keller haben sie zwei Leichen gefunden.

Zwei alte Leute.

Sind einfach erstickt und es hat keiner was gemerkt.

Das tut mir leid.

Proska.

Endlich erinnere ich mich an deinen Namen.

Verschwinde.

Ich brauch deine Hilfe.

Weißt du auch noch, wer Kowolsky war?

Das Dynamit, das es nie gab.

Und alles andere?

*Bedrohliche Streicherklänge*

Jetzt bist du dran.

Sich erst aus dem Staub machen und jetzt hier den dicken Max?

Ich hab's abgesessen.

Im Lager.

Ich hab Verantwortung übernommen.

Aber vor allen Dingen hab ich mein Wort gehalten, als Offizier.

Und du?

Wenn du glaubst, dass dich keine Schuld trifft ...

Dass du dir bloß 'ne andere Uniform anziehen musst

und reingewaschen bist von allem ...

Sei still.

Ich hab einen Sohn.

Ich will wissen, ob der noch lebt.

(Mädchen) Steh!

Schön stehen bleiben.

Nicht umfallen.

Wenn du umfällst, kriegst du was.

Zuerst ein Bein, und dann ...

Siehst du, wenn man nicht gehorcht.

So, jetzt noch mal.

*Kreischen*

Zum letzten Mal.

Wenn du nicht machst, was ich dir sage, dann wirst du bestraft.

Dann such ich mir eine andere.

Wer nicht hören will, muss fühlen.

*Ausatmen*

(Stehauf) Wenn du glaubst, dass dich keine Schuld trifft ...

Dass du dir bloß 'ne andere Uniform anziehen musst

und reingewaschen bist von allem ...

Morgen.

Guten Morgen.

Hast du von Hildes Kaffee gehört, oder was treibt dich hier her?

Wir haben über die Zahlen gesprochen, oder?

Menzel fragt mich und ich sag, Walter ist ein guter Kamerad.

Der wird liefern.

Und dafür garantiere ich.

-Frag Kunkel. -Ja, das hab ich.

Es ist in der Schublade.

Und die ist abgeschlossen.

So wie du redest, weißt du eh, was drin ist.

Schließ die Schublade auf.

Kunkel.

Warum Stehauf? Weil er dein Kamerad war?

Ich wollte drüber nachdenken.

Was gibt's da nachzudenken, bei dem, was der getan hat?

Ich hab auch Dinge getan.

Wie können wir über ihn richten?

Weil wir das neue Deutschland aufbauen.

Und ein Schwein wie Stehauf kommt dabei nicht einfach davon.

Wo ist der gemeldet, hier? Das fehlt hier.

Ich weiß.

In jedem Raum hier sitzen zwei.

Glaubst du, ich merke das nicht?

Warum lässt du mich von Kunkel überwachen?

Wo wohnt der?

Was geschieht mit ihm?

Weißt du, warum ich heute Morgen überhaupt hierhergekommen bin?

Jeder Gefallen kostet was.

Wenn wir uns bei den Russen erkundigen,

dann erwarten die auch was von uns.

Trotzdem, ich rutsch vor Menzel auf den Knien, warum?

Weil Menzel mir vertraut,

spielt der so 'nen Gefallen aus und erkundigt sich.

Und er bekommt auch 'ne Antwort auf das, wonach er sich erkundigt.

Wanda?

Wanda.

Lebt sie?

Ja.

Wo ist sie?

Wo ist Stehauf?

*Spannungsvolle Streicherklänge*

Halt!

Mitkommen! Halt!

Mitkommen!

Jetzt kommt er erst mal nach Hohenschönhausen.

Da hat er wenigstens ein Dach über dem Kopf.

Wo ist Wanda?

Noch in Polen.

Die siedeln 'ne halbe Million Menschen um.

Aus der Ukraine, Litauen ... Machst dir keine Vorstellungen von.

Aber wir haben sie gefunden. Kannst du Menzel danken.

Es wird noch 'ne Weile dauern, aber die Sache läuft.

Fahren Sie los.

Danke.

-Guten Morgen. -Guten Morgen.

(Im Zimmer) Sie müssen es ihm sagen und sich entschuldigen.

-Er hat es sich selbst eingebrockt. -Sie waren nicht untätig.

Die Revolution verlangt von uns ...

Ach, gehen Sie mir doch weg mit Ihrer Revolution.

Sagen Sie's ihm.

Was glauben Sie eigentlich, wer Sie sind?

Es gibt keinen Kontakt zu dieser Frau, die du in Polen suchst.

Niemand hat sich nach ihr erkundigt und das wird auch niemand machen.

*Dramatischer Unterton*

Ich brauche einen Wagen.

Wohin?

Hohenschönhausen.

Kürschner und Kunkel haben sich vielleicht nicht richtig verhalten.

Aber Walter, das bringt doch jetzt nichts.

Vielleicht muss ja nicht immer alles im Leben etwas bringen.

Das hat er sich selbst eingebrockt - und Sie sich übrigens auch.

Verbinden Sie mich bitte mit Genosse Kürschner.

*Mann ruft*

Ich muss jemanden zur Vernehmung abholen.

-Name? -Stehauf, Willhelm.

*Wärter sprechen auf Russisch*

*Schrei*

-Beruhig dich. -Nicht mehr, nicht mehr! Bitte!

Beruhig dich.

-Nicht mehr, bitte. -Ich hol dich hier raus.

Du?

Komm mit.

Komm.

Wo bringst du mich hin? In dein neues Deutschland?

Sei still.

Das heißt, ich bin gar nicht schuldig.

Reiß dich zusammen und geh normal neben mir her.

-Lauf! -Hä?

Renn! Renn!

*Männer sprechen auf Russisch*

Geh mir aus dem Weg.

*Schüsse*

Was ist nur mit dir passiert?

Haben wir das nicht alles schon mal erlebt und uns dagegen gewehrt?

Weißt du, warum es bei Affen keinen Fortschritt gibt?

Weil sie keine Hygiene betreiben. Guck nach vorne, Walter.

Die Vergangenheit lässt sich nicht so wegwaschen.

Das ist keine Hygiene, sondern Selbstbetrug.

Du verstehst es einfach nicht.

-Willst du mich nicht einsperren? -Sei still!

Du bist überreizt.

Geh nach Hause.

*Spannungsvolle Streicherklänge*

Walter.

Was machst du hier?

Die suchen nach dir. Du darfst nicht ins Büro und zurück in deine Wohnung. Was machst du hier?

Die suchen nach dir. Du darfst nicht ins Büro und zurück in deine Wohnung.

Die warten auf dich, ich hab sie gesehen.

-Bist du sicher? -Ganz sicher.

Keiner ist fälliger als du, Walter.

Ich soll mich morgen

wegen konterrevolutionärer Umtriebe rechtfertigen.

Wir müssen weg.

Hier ist alles drin, was du brauchst.

Besser jeder fährt zuerst alleine. Ich hab alles eingezeichnet.

Wir treffen uns dann. Besser jeder fährt zuerst alleine. Ich hab alles eingezeichnet.

Wir treffen uns dann.

(Hilde) Walter.

Hier weiter.

-Soll ich deinen Rucksack nehmen? -Es geht.

(Hilde) Der Ablauf ist immer gleich.

Jetzt kreuzen sie, dann kommt der Wagen.

Das ist unser Moment.

Genau jetzt.

Wenn wir über der Grenzlinie sind, sind wir in Sicherheit.

Aber da ist kein Zaun. Die können uns zurückholen, oder?

Das tun die nicht. Das ist die britische Zone.

Wenn wir da drüben sind, kann uns nichts mehr passieren.

Wir warten bis es dunkel wird und dann gehen wir rüber.

Gut.

Die Frau, die du suchst, ist Polin, oder?

Ja.

Ich hab von einem Lager gehört bei Hamburg. Da sind Polen.

-Wenn sie aber der Armee in die ... -Da ist sie nicht. Ich hab von einem Lager gehört bei Hamburg. Da sind Polen.

-Wenn sie aber der Armee in die ... -Da ist sie nicht.

Ich weiß, dass du sie liebst.

Vielleicht wirst du sie immer lieben. Aber sie ist nicht da.

Ich bin da, Walter.

-Ich nehm deinen Rucksack. -So schwer ist der nicht.

-Komm ... -Wenn du ihn anfasst, schrei ich.

*Tiefes Einatmen*

Los.

*Hund bellt*

*Rufe auf Russisch*

*Schüsse*

*Hund bellt*

*Schnelles Atmen*

*Kind lacht*

-Du bist auf die Linie getreten. -Stimmt doch gar nicht.

*Ruhige Klavierklänge*

Klaus und Angelika, kommt ihr bitte rein?

(Beide) Wir wollen aber noch spielen.

Ich will aber, dass ihr reinkommt.

Nummer eins, Nummer zwei.

Abmarsch. Gespielt wird morgen wieder.

Bevor ihr jetzt ins Bett geht, sagt ihr beide noch guten Abend.

Hmm?

Da bin ich jetzt aber enttäuscht, wenn ihr das nicht macht.

Klaus.

Angelika.

-Guten Abend, Herr Lüdeke. -Guten Abend.

-Guten Abend, Herr Lüdeke. -Guten Abend. -Guten Abend, Herr Lüdeke. -Guten Abend.

-Guten Abend, Herr Lüdeke. -Guten Abend.

-Guten Abend, Frau Lüdeke. -Guten Abend, Angelika.

Sehr gut.

Und jetzt gehen wir ab ins Bett.

So.

-So. -Mmmh.

*Entspannte Musik*

Hier.

(Moderator) Guten Abend meine Damen und Herren,

im Studio des Norddeutschen Rundfunks und zu Hause an den Bildschirmen.

-Walter, kommst du? Es fängt an. -Komme.

-Heute heißt es wieder: Mit Musik ... -Und wir brauchen was zu trinken!

*Korken knallt* -Haha. -Heute heißt es wieder: Mit Musik ... -Und wir brauchen was zu trinken!

*Korken knallt* -Haha.

Ja was gibt's denn da Feines?

*Gesang aus dem Fernseher*

Da hat wohl einer im Lotto gewonnen?

Man gönnt sich ja sonst nichts.

So.

Danke.

Weil wir's uns verdient haben.

-Prost. -Zum Wohlsein.

-Wohlsein. -Prost.

So, jetzt hab ich Freddy Quinn verpasst vor lauter Sekt.

-Oh. -Haha. So, jetzt hab ich Freddy Quinn verpasst vor lauter Sekt.

-Oh. -Haha.

(Moderator) Nichts baut Brücken so, wie es die Musik tut.

Nichts verbindet uns schneller und tiefer

über alle Grenzen hinweg, als die Musik.

Die Gräben unserer Vergangenheit trennen uns von unseren Nachbarn.

-Doch die Musik ... -Immer geht es um die Vergangenheit.

War schlimm genug. Muss man nicht drauf rumreiten.

Ich weiß auch nicht, wozu das gut sein soll.

Man muss sich davon frei machen, den Blick in die Zukunft richten. Ich weiß auch nicht, wozu das gut sein soll.

Man muss sich davon frei machen, den Blick in die Zukunft richten.

*Ruhige Klaviermelodie* Man muss sich davon frei machen, den Blick in die Zukunft richten.

*Ruhige Klaviermelodie*

*Gesang auf Polnisch*

Jetzt singen sie schon polnische Volkslieder bei uns im Fernsehen.

Also, ich mach das mal leiser.

*Hilde atmet aus*

*Gesang ist sehr leise*

Walter?

Entschuldigt.

Walter?

Bitte geh nicht.

*Melancholische Streicherklänge*

*Schluchzen*

Untertitelung: Bewegte Bilder Medien GmbH, 2020

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