All language subtitles for Oderbruch.S02E06

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Original subtitles

(Quito) Du nimmst die Kinder von der Straße

und gibst ihnen die Chance auf ein neues Leben.

[Krähenschreie]

Und wenn du die Richtigen auswählst, dann stellen sie keine Fragen.

Das Oderbruch und der Grenzbereich in Polen sind perfekt.

[ominöse Musik]

Ich kann nicht länger hier bleiben.

Ich tue, was ich kann, aber irgendwann fällt es auf.

Wir haben alle Zeit der Welt.

Geh so lange weg von hier,

bis du als dein Sohn wiederkommen kannst.

Stojan stirbt und Adrian versteckst du.

Oder du schickst ihn zu uns.

Was ist mit Arthur?

[Regen prasselt]

Hallo.

Weißt du, wo ich Arthur Kring finden kann?

[entferntes Donnergrollen]

[bedrohliche Musik]

[Krähenschreie]

Maggie ist jetzt 18, richtig?

Immer noch keine Symptome?

Keine Angst.

Deswegen bin ich nicht hier.

Du bist alt geworden.

Ich bewundere dich, dass du das aushältst.

Man gewöhnt sich dran.

Ja, das tut man eben nicht.

Das macht es ja so bewundernswert.

Aber ich habe dich immer verstanden.

Ich habe dich und deine Familie vor den Strigoi beschützt.

Und dennoch...

siehst du in mir keinen Freund mehr.

Dabei beneide ich dich.

Eines Tages will ich auch eine Familie.

Was willst du?

Alles verändern.

Ein Internat. Hier im Oderbruch, mit Stojan.

Zusammen können wir meinen Vater überzeugen.

Dein Vater wird sich niemals verändern.

Bitte ihn um Vergebung.

Schließ dich uns wieder an.

Kai wird ein Großer Jäger, dann sind wir schon zu viert.

Meine Entscheidung steht.

Nein.

Du verschwendest dein starkes Blut und deine Macht.

Ist es das wirklich wert?

Wenn du wirklich eine Familie willst...

dann wirst du es eines Tages selbst herausfinden.

[elektronische Musik, flüsternde Stimmen im Hintergrund]

(Quito) Mein Ziel ist eine Koexistenz zwischen uns und allen anderen.

Wenn du diese Leichen nicht aufgetürmt hättest...

wären wir schon wesentlich näher am Ziel.

Du hast alles zerstört, was ich mit Stojan

über Jahrzehnte aufgebaut habe.

Aber jetzt fangen wir neu an.

(Kai) Die meisten Leichen auf dem Berg waren von Stojan.

Jede Veränderung hat ihren Preis.

Wie viele Opfer hat es gekostet, bis du dich verändert hast?

Epilepsie.

Darum hasst mich mein Vater.

Er sieht in mir den Zustand unserer sterbenden Art.

Und gewissermaßen stimmt das ja auch.

Du kennst das Gefühl, vom eigenen Vater verachtet zu werden.

Vielleicht wollen wir deswegen alles anders machen.

Du denkst, du kannst die Krankheit kontrollieren,

wenn du nur unseren Blutdurst stillst?

Aber du hast keine Ahnung was Durst wirklich bedeutet.

Guck dich an.

Du sitzt irgendwo in deinem Palast

und trinkst jeden Tag frisches Menschenblut.

Du hast keine Ahnung wie die meisten von uns leben,

überleben, wie es wirklich ist.

Ich hab's gesehen und gelebt.

Denkst du, jemand wie Cristobal wartet

auf sein Blutpäckchen von deinem nächsten Internat?

Du kannst aus Wölfen keine Schafe machen.

Es ist in uns.

Es kann uns jederzeit überkommen, auch dich.

Du weißt nicht, wie es ist, zu verdursten und zu verhungern.

Und dann hörst du den Puls einer Vene.

Du hast keine Ahnung wovon du redest.

Du kannst auch sie nicht kontrollieren.

[Grillenzirpen]

[Klirren]

[Schloss öffnet sich]

(Zajak) Hier sind wir erstmal sicher.

Sie werden ihr nichts tun.

Vera ist das Kostbarste, was sie haben.

Momentan ist eher mein Bruder Veras größte Bedrohung.

[ruhige Gitarrenmusik]

[Wind pfeift]

(Quito) Ist das der Hund?

(Fayez) Mh-mh.

Gibt es irgendetwas, was ich für dich tun kann?

Vielleicht gibt es etwas, was du noch brauchst.

Aus deiner Wohnung?

Ich werde dir nichts antun.

Und ab einem gewissen Zeitpunkt

werde ich gar nichts mehr machen, was du nicht willst.

Du verstehst noch nicht, was du bist.

Ich weiß es.

Nein, du weißt was du in dir hast, aber nicht, was es bedeutet.

Meine Mutter hat mir gesagt, was ihr vorhabt.

Vera, das ist keine Entführung.

Das ist deine Rettung.

Vor was?

Vor meinem Vater und vor deiner Mutter.

Mein Vater wird genau das machen, wovor dich Maggie gewarnt hat.

Und ein Leben mit deiner Mutter wäre ein Leben auf der Flucht.

Vor den Strigoi, vor dem Gesetz, aber vor allem vor dir selbst.

Du bist zu mehr bestimmt.

Du kannst die Menschen und uns vereinen. Du kannst alles verändern.

Ich will nichts verändern. Ich will nach Hause.

Und wo ist das?

[melancholische Musik]

Wo bringen die sie hin?

Zu ihrem Anführer.

Wenn Kai Recht hatte, lebt der in einer dieser Kirchen,

von denen er erzählt hat.

[spannende Musik]

(Zajak flüstert) "Bestimmung des höheren Lebens"

(Maggie) Ordo Aeternus, ewiger Orden.

Eine Sekte, die weniger als 4000 Mitglieder umfasst

und weltweit 58 private Einrichtungen betreibt.

Geschichte... Organisation...

Symbolik.

"Aeternitatis dono beati at summum ordinem ascendimus".

Wir haben in Norwegen einen Strigoi getötet

und kurz vorher hat er was Lateinisches gemurmelt.

Aeternitatis dono beati.

"Aeternitatis dono beati", das hat er gesagt.

Was heißt das?

"Durch das Geschenk der Ewigkeit gesegnet

steigen wir zu höchster Ordnung auf.

Wir überwinden die Sterblichen und streben nach Göttlichkeit."

Wo sind diese 58 Gebäude?

Du hast gefragt, ob ich irgendwas brauche.

Mein Hund ist noch in einer Wohnung in Monrico.

Er braucht dringend Medikamente.

Schreib alles auf, was wir wissen müssen.

Wir holen ihn.

[spannende Musik]

(Zajak) Wo noch?

Recife, Brasilien. Ist der letzte.

(Zajak) Immer noch zu viele.

(Maggie) Wir müssen das irgendwie eingrenzen.

Wir suchen nach einem abgeschiedenen Ort.

Ankara weg.

Barcelona, nein. Palermo, Mérida. Moskau auch.

15, 16, 17, 18.

18 Orte.

Das ist immer noch viel. Haben wir noch irgendwas?

Kai hat diese eine Stelle zitiert.

"Gemäuer des Himmels über der Welt. Der ewige Orden niemals zerfällt.

Des Stärksten Heim, dein Körper ein Stein.

Tür spricht: 'Tritt ein', wie der Reben Wein, das Blut ist so rein."

"Gemäuer des Himmels", das ist eine Kirche.

"Über der Welt."

Auf einem Berg, in einem Gebirge.

(Zajak flüstert die Worte erneut)

Nur jemand mit reinem Blut darf eintreten.

Weinreben.

Keines von denen liegt im Gebirge.

Das kann auch eine Metapher sein für was anderes.

Vielleicht, dass... ähm...

Dass die Religion, der Geist über allem steht.

18 Orte.

Auf verschiedenen Kontinenten.

Und es ist alles geraten.

Sie können sie überall hin verschleppt haben.

Wir haben nichts.

[seufzt]

[Grillenzirpen, ruhige Musik]

[Ruf einer Eule]

[fernes Hundegebell]

Wie ist Roland gestorben, Maggie?

Dejan hat ihn erstochen.

Er ist mir hinterhergekommen, in die Villa.

Er wollte mich retten.

Eigentlich wollte er das schon immer.

Schon als wir Kinder waren.

Und irgendwie hat er das ja auch.

Hast du seine Tagebücher gelesen?

Ja.

Und?

Bin ich das Schlimmste, was ihm je passiert ist?

Er hat dich geliebt, Maggie.

Auch als du weg warst.

Das Schlimmste für ihn war, dass seine Mutter verschwunden ist.

Was ist?

Er schreibt davon in seinen Tagebüchern.

Und dass seine Mutter in einem Kloster ist.

Hier.

"Papa ist zusammengebrochen.

Hat gewimmert."

"...dass sie in einem Kloster im Niemandsland lebt

und dass es ihr gut geht.

Ich weiß, es war nur eine Lüge, um mich zu beruhigen.

Ich hasse es, wenn er das macht."

Vielleicht war es gar keine Lüge.

Vielleicht wusste Justus wirklich, wo Veronika ist.

Also nicht getötet, sondern verschleppt.

Gefangen gehalten in einem Kloster im Niemandsland.

Aber Niemandsland kann ja alles bedeuten.

[spannende Musik]

(Zajak) "Terra nullius"

Latein für "niemandes Land".

Bezeichnet Gebiete, die rechtlich keinem Staat zugeordnet sind

und keine zentrale Regierung oder Institutionen haben.

Keine Polizei oder gesetzliche Strukturen.

Heute ist der Status von terra nullius selten.

Bekannte Beispiele sind Bir Tawil,

eine Wüstenregion zwischen Ägypten und dem Sudan,

sowie ein kleines Grenzgebiet zwischen Spanien und Portugal

namens Terra Azul.

Da ist eine Kirche.

Genau da.

"Terra Azul ist kaum besiedeltes und

streng bewachtes Naturschutzgebiet an der Atlantikküste.

Das bedeutendste Bauwerk der Region ist das Kloster 'Casa do Céu'.

Ein weiterer Aspekt des Klosters

ist der traditionelle Anbau und Export von Wein."

(Maggie) Das sind doch Weinreben.

"Wie der Reben Wein das Blut so rein."

[Möwenschreie]

Wir sind gleich da.

(Quitos Frau) Wenn wir ihn nicht finden, war alles umsonst.

[Frosch quakt]

[Quaken geht weiter]

[Quaken]

Hier.

[spannende Musik]

[Grillenzirpen]

[Schlüssel klimpert]

[Autotüren entriegeln]

[düstere Musik]

[Alarm geht los]

[Motor startet]

[Motor röhrt auf]

(Quito) Bring Kai nach oben.

Wir kommen nach.

[Möwenschreie]

Was ist das hier?

(Quito) Ein Friedhof.

Es tut mir leid.

Meine Leute waren zu spät.

[Gitarrenklänge]

Du kannst ihn hier begraben.

[hektisches Atmen]

[Motorgeräusche]

[Möwenschreie]

Danke.

(Sophie) Papa!

[melancholische Musik]

(Quitos Frau) Ich hatte solche Angst.

Dein Vater wollte uns umbringen.

Wer ist das?

Das ist Magdalenas Tochter.

Sie ist noch viel besser geeignet.

Ich erkläre es dir später.

Hast du oben alles vorbereitet?

Ja.

Ich beneide dich.

- Warum? - Weil du ein Mädchen bist...

und trotzdem Jahrhunderte lang leben kannst.

Wie mein Vater.

[ominöse Musik]

Woher weißt du, dass sie unser Blut hat? Wenn sie es nicht hat...

Dann werde ich das Schicksal von Helen und meiner Tochter

selbst in die Hand nehmen.

Danke.

Es ist Zeit.

Vera...

Sie werden dich anders behandeln, als ich es tue.

Du musst jetzt stark sein.

Tu, was sie sagen.

Dann wird alles gut.

Vertrau mir.

[düstere Musik]

[Krähenschreie]

[röchelndes Husten]

[Türangel quietscht]

Wo ist Magdalena Kring?

Wir brauchen sie nicht.

Wir haben... ihre Tochter.

[röchelnder Atem]

(Ion) Kai Kring.

(Ion raunt)

Das Folterrad war im Mittelalter...

eine besonders grausame Form der Hinrichtung.

Die Opfer lebten noch viele Stunden...

unter größten Qualen weiter.

Bis endlich der Kreislauf versagte...

und der erlösende Tod eintrat.

Mein Vater... wurde an genau so einem Rad gefoltert.

Und die Leute wunderten sich...

warum er auch nach Tagen nicht sterben wollte.

Es wurde als ein Eingriff Gottes interpretiert...

und man hat ihn begnadigt.

Dieses Rad ist eine Warnung für jeden, der zu mir kommt.

Aber für dich... wird es dein neues Zuhause.

Ich werde dich auf dieses Rad flechten und zerbrechen.

Und wenn deine Wunden geheilt sind,

werde ich dich wieder auf dieses Rad flechten und wieder zerbrechen.

Und wieder.

Und wieder. Und wieder.

Schafft ihn mir aus den Augen.

[röchelnder Atem]

[Raunen]

Halbblut.

Zierlich...

[Schmatzen]

Zerbrechlich...

Schwacher Geist...

Hm.

Es ist kaum zu glauben, dass du unsere Erlösung sein sollst.

Ich hoffe für dich, dass sie es ist.

Sonst wirst du mit ansehen, wie lang deine Zippen am Rad überleben.

Bereitet alles vor.

[spannende Musik]

(Kai ächzt)

[röchelnder Atem]

[choraler Gesang]

[dumpfe Schläge]

[Orgelmusik]

[Wimmern, Ächzen]

Quito. Quito, bitte.

[panisches Atmen]

Bitte nicht.

Bitte nicht.

[Schmerzensschrei]

[Schmerzensschreie, Weinen]

[Schnappatmung]

[spannende Musik]

[panisches Atmen]

So.

[panisches Atmen geht weiter]

[Schmerzensschrei]

Noch nichts zu sehen.

[Schnappatmung]

[Schmerzensschrei]

(Arzt) Stillhalten!

Ganz ruhig.

[Herzschlag]

[Stöhnen]

Die Geweberegeneration ist also... für ein Halbblut...

So etwas habe ich noch nie gesehen.

(schreit) Was habe ich euch gesagt?

Was sagen die Zweifler jetzt?

Jahrhunderte haben wir auf diesen Moment warten müssen.

Und so mancher hat das Vertrauen verloren.

[Tuscheln, Raunen]

Aber... wer gibt euch jetzt die Blutmutter?

Ich!

Mein Zuchtprogramm lebt!

[Vera stöhnt, atmet schwer]

Das...

ist die Mutter eurer Kinder.

Sie ist die Mutter unserer Zukunft.

Sobald das Konzil vollständig ist...

legen wir fest, wer sie zuerst bekommt.

[flüsternde Stimmen]

[Fiepen]

[Schrei] Vera!

Das tut mir leid.

Was hat Quito mit mir vor?

Du musst ihm vertrauen.

Wie soll ich jemandem vertrauen, der mich entführt hat?

Um mich für seine Zwecke zu benutzen.

Und mir nicht sagt, was diese Zwecke sind.

(Helen) Wie ich wurden die meisten hier geboren und indoktriniert.

Manche, wie Sophie...

haben die Welt außerhalb dieser Mauern noch nie gesehen.

Sobald sie geschlechtsreif sind, kommen sie in ein Zuchtprogramm

und werden einem Jäger zugesprochen,

um seine Kinder zu zeugen.

In der Hoffnung...

dass sie eines Tages ein Mädchen wie dich gebären.

Quito will uns befreien.

Aber nur mit dir an seiner Seite hat er die Macht dazu.

[Motor]

[Handbremse]

[Maggie räuspert sich]

[Motor röhrt]

[dynamische Musik]

[spannende Musik]

[flüsternde Stimmen]

(Mann) Das Konzil ist vollständig versammelt.

Zieh das an.

Das Gewand der Blutmutter.

Jetzt.

Jetzt.

[dynamische Musik]

[Motor röhrt]

(Ion) Zum ersten Mal seit 100 Jahren sind wir hier versammelt.

Wegen ihr.

Derjenige mit dem reinsten und stärksten Blut erhält sie,

sobald ich zwei weibliche Nachkommen mit ihr gezeugt habe.

Mit jeden weiteren zwei Nachkommen

wird sie in entsprechender Blutreinheit dem Nächsten übergeben.

Ihre Starkblutkinder

werden den Fortbestand unserer Art sichern

und uns in ein neues Zeitalter führen.

(Ion) Bring sie in mein Gemach.

Ich komme gleich.

[alle Jäger sagen flüsternd das namenlose Gedicht auf]

[Flüstern]

Du musst nicht mit reinkommen.

Ich weiß.

[Flüstern endet]

(Ion) Auf ein neues Zeitalter.

Ich mach das Tor von innen auf.

Sie werden dir nichts tun, ich bin dein Schutzschild.

(Maggie) Bleib hinter mir und ziel auf... - Kopf oder Herz.

(Zajak) Woher wissen wir, ob wir hier richtig sind?

(span.) Dies ist Privatgelände.

[Stöhnen, Ächzen]

Wir sind hier richtig.

[Quaken]

(Quito) Filobatis terribilis.

Der goldene Pfeilgift-Frosch.

Wie wir ist er vom Aussterben bedroht.

Er kommt ausschließlich in einem kleinen Gebiet in Kolumbien vor.

[Husten]

Seine Haut ist mit Drüsen ausgestattet, die ein Gift absondern.

[Husten]

Die kleinste Menge ist tödlich.

Nicht einmal wir sind diesem Gift gewachsen.

[Husten, Ringen nach Luft]

Die ersten Symptome sind Taubheit,

kribbelnder Mund und schließlich

Muskelschwäche, Schwindel.

Also genau das, was ihr alle gerade spürt.

Quito! Was hast du uns angetan?

Quito!

[Husten geht weiter]

So muss sich das für die Schüler in meinem Internat angefühlt haben.

[dramatische Musik]

[dumpfe Schläge, Ächzen]

Maggie ist hier.

Wir holen meine Familie und Vera und gehen durch die Katakomben zum Boot.

Schick jeden Mann, den wir noch haben, um sie aufzuhalten.

[Schüsse]

[spannende Musik]

Komm! Bleib hinter mir.

[unverständliches Flüstern]

[ferne Schüsse]

Wir müssen hier weg.

(Helen) Was ist da oben los?

Bring sie zur Bucht und wartet dort auf mich.

Ich komme nach.

Ich muss Vera holen.

(Vera) Kai.

[Schüsse]

(Vera) Kai! Hol mich hier raus!

Hol mich hier raus! [stöhnt]

[aufgeregtes Atmen]

Es tut mir leid.

Kai.

(Kai) Du weißt, warum ich das tun muss.

Tu das nicht, bitte.

Kai, schau mich an.

Das ist deine Erlösung!

Kai, nein. Nimm die Waffe runter.

Es gibt einen anderen Weg, Kai.

[schnieft] Das ist der einzige Weg.

[dramatische Musik]

[Waffe klickt ohne Munition]

[ferne Schüsse]

(Kai) Ich wünschte, ich müsste das nicht tun, Vera.

Aber wir hätten nie geboren werden dürfen.

(Arthur) Unsere Art stirbt aus,

weil es außer deiner Mutter und deiner Schwester keine Frauen gibt.

Und das ist gut so.

[Schlürfen]

(Arthur) Unzählige Menschen

würden ihren Kindern und Kindeskindern zum Opfer fallen.

[Keuchen]

[Schuss]

[dramatische Musik]

[Vera weint, keucht]

Kai.

Kai?

Er hat versucht mich zu töten.

[keucht, weint]

Das hätte nicht passieren dürfen.

Kai hätte nicht sterben müssen.

(Maggie) Aber ihr müsst alle sterben.

(Vera) Nein.

Er ist nicht, wie du denkst.

(Maggie) Vera, du kannst ihm nicht vertrauen.

Nehmt die Waffen runter.

Keiner wird hier mehr sterben.

Du wirst ihm nichts tun, sonst komme ich nicht mit dir.

(Quito) Vera, willst du akzeptieren, was du bist?

Oder willst du es bekämpfen?

Deine Mutter hasst, was du bist.

Sie hasst sich selbst.

Alles, was sie dir zu bieten hat, ist ein Leben auf der Flucht.

Ein ewiger Kampf gegen dich selbst.

Selbstverstümmelung.

Qualvoller Entzug.

Für immer.

Warum ist deine Mutter nicht schon früher zu dir gekommen?

Sie hat sogar deine Nachbarin Raquel bezahlt, um auf dich aufzupassen,

damit sie es nicht tun muss.

Sie hat dich verstoßen.

(Maggie knurrt)

(Zajak) Wir müssen hier weg.

Versuch nicht, uns aufzuhalten.

Wann kommt Vater?

Er kommt gleich.

[sphärische Musik]

[choraler Gesang]

(Zajak) Fahr los.

Wir müssen uns um deine Wunden kümmern.

Ich wünschte, ich hätte dich nie kennengelernt.

[Quietschen]

[dumpfer Aufprall, Glas splittert]

[Fiepen]

[ruhige Musik]

[choraler Gesang]

[Wellenrauschen]

[Motorboot geht an]

[choraler Gesang]

[schreit] Vera!

Es gibt noch genug Jäger unter uns, die deinem Vater loyal sind.

Wie willst du sie überzeugen, dir zu folgen?

Nicht mir.

Ihr.

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