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Das war's für heute.
Vielen Dank.
Hallo?
Wer ist da?
Was
machst
du da?
Ho, Billy.
Du kleine, miese Ratte.
Okay. Okay.
Rex? Rex?
Rex?
Körperhygiene ist wichtig.
Na?
Wo ist er denn?
Rex?
Kein Mucks.
Hast du ein Rex-Kind?
Ich dachte, der ist bei dir.
Alex?
Komisch.
Morgen.
Bitte schön.
Danke.
Sorry, dass es mir nicht gedauert hat. Ich bin noch nicht so lange hier.
Aber Sie sind hier Stammgast, oder?
Das nicht direkt, aber ich komme gerne her, ja.
Ja, dann sehen wir uns ja jetzt öfter.
Schön.
Okay, ich muss dann mal wieder...
Was macht die Polizei denn da?
Gute Frage.
Ich komm gleich zahlen, ja?
Tja.
Felix, morgen.
Hi. Wir haben ein Leichenfond in der Bäckerei Schlager. Schick dir die
Adresse. Ah, nicht nötig. Die kenn ich. Das ist die mit der Kruste.
Weiß die... Die Chefin Bescheid? Klar.
Gut, bis gleich. Danke.
Bis gleich.
Morgen.
Gehst du weg?
Ich treffe mich gleich mit der Mama in der Stadt.
Aha.
Ist was?
Nein, schön.
Gut.
Du weißt, wenn was ist, kannst du auch mit mir reden.
Ich weiß.
Danke.
Tschüss, Rex.
Baden ist aber nur auf geschoben, Freundchen, gell?
Na, komm.
Willst du jetzt erst mal Auto fahren?
Hi Max.
Servus.
Sollte Ihnen noch etwas einfallen, dann melden Sie sich jederzeit.
Mache ich.
Komm, Grex.
Christian Schilling, Mitarbeiter des Opfers. Ist gerade jetzt zur
Arbeit gekommen.
Äh, Max?
Ja? Schau.
Oh. Oh Gott, ich hab fast aus wie ein Hinlechter.
Oder Bestrafer.
Hans Schlager, Wiens berühmtester Bäcker.
Sein Sohn Manuel hat ihn im Backofen gefunden und identifiziert.
Danach ein Kreislaufkollaps erlitten, der wird gerade oben im Büro behandelt.
Morgen, Herren.
Morgen. Habt noch kein Frühstück gehabt?
Ein Traum.
Frisch und noch warm.
Schön. Haben wir schon einen ungefähren Todeszeitpunkt? Zwischen vier und fünf
halb früh.
Genaueres nach der Überprüfung der Ofensteuerung.
Schlüsselbein.
Abgesehen von der offensichtlichen Grillerei gibt es noch eine Stichwunde.
Das sieht aber nicht nach einem Messerstich aus, oder?
Rex,
komm!
Guten Morgen, Herr Inspektor. Hallo, Rex.
Ich bin schon fertig.
Steiner, LK, Wien.
Ein herzliches Beileid.
Wann haben Sie Ihren Vater das letzte Mal gesehen?
Gestern Abend beim Zuspielen.
Und dann erst heute wieder.
Morgens war er immer der Erste in der Backstube, da wollte er seine Ruhe und
darum. Ist Ihnen gestern irgendwas aufgefallen an Ihrem Vater?
Oder war vielleicht jemand anders in der Bäckerei?
Nein, nichts. Alles wie immer.
Wenn Sie irgendeine Idee, wie ein Vater umgebracht haben könnte.
Falls Ihnen noch was einfällt, dann melden Sie sich bei mir.
Danke.
Das gibt's manchmal.
Na du?
Na, der ist ja fast so kontaktscheu wie sein Herrchen.
Das tut weh.
Sollen wir heute Abend was trinken gehen?
Meinst du, dafür hast du Zeit?
Irgendwann kriegen wir das schon hin.
Ich glaube, der will was von mir.
Was haben wir denn da?
Gerhard, kommst du mal?
Ich glaube, da ist ein Blutfleck.
Grüß Gott. Guten Morgen.
Keine Hunde hier, bitte.
Ah, das Polizeihund.
Steiner, Karabin.
Darf ich?
Nein. Warum?
Da hinten ist nur das Lager.
Sagen Sie, was ist denn mit meinem Schlager los?
Er ist tot.
Was?
Nicht?
Aha.
Wie meinen Sie das?
Na, so halt. Ich bin schockiert.
Ja, ich auch.
Wann haben Sie den Schlagers letztes Mal gesehen?
Gestern Abend bei Ladenschluss.
Und ist Ihnen irgendwas aufgefallen? Oder heute Morgen?
Nein, alles wie immer.
Jetzt darf ich.
Was ist denn da drin?
Nix besonderes. Werkzeug.
Ich benutze es kaum, außer wenn im Geschäft was anfällt. Aber ich bin ja
auch viel zu ungeschickt und ich bin ja Buchhändler und kein Handwerker.
Man muss ja nicht mit Werkzeug umgehen können, um jemanden zu erstechen.
Erstechen?
Wie meinen Sie das?
Ich habe nichts gemacht.
Na ja, das wird die kriminaltechnische Untersuchung zeigen.
Ich muss Sie bitten mitzukommen, Herr Hölzler.
Wenn ein Hund das behauptet.
Also, wenn der sagt, da ist was, dann ist da was.
Ich könnte mir echt gut vorstellen, mit Kindern zu arbeiten.
Pädiatrie vielleicht.
Oder Neurologie, das wäre auch spannend.
Ich dachte, du freust dich.
Es überrascht mich einfach.
Weißt du, das Medizinstudium ist echt nicht ohne.
Du glaubst also, ich schaffe es nicht?
Nein, das meine ich nicht.
Ich will nur sagen, das ist ein langer, harter Weg.
Erst mal hast du Kunst angefangen, dann hast du es abgebrochen, dann bist du ins
Ausland gegangen.
Und jetzt plötzlich Medizin.
Also Medizin, das muss man wirklich ernst nehmen.
Und dann später im Schichtdienst, das ist auch nicht gerade
familienfreundlich. Warum hast du es dann gemacht, wenn es so scheiße ist?
Weil ich es wirklich wollte.
Ich habe nie daran gezweifelt, dass das mein Weg ist.
Ich will nur sagen, du musst es für dich wirklich wollen. Ganz oder gar nicht.
Schau mal, jetzt wo ich wieder hier bin... Ich werde nicht zu dir ziehen.
Ich suche mir eine eigene Wohnung, falls du darauf hinaus willst.
Klar, natürlich.
Ich dachte nur, dann können wir ja doch sowas hier öfter mal machen. Ich muss
los.
Aber...
Also, die Verbrennungen machen es kompliziert. Auf brauchbare DNA-Spuren
sollten wir nicht hoffen.
Eiweiß und Hitze, man kennt das. Aber die Einstichwunde ist eindeutig.
Der Schraubenzieher aus Hötzls Werkzeugkiste passt exakt.
Aber hat keine großen Gefäße verletzt.
Als Todesursache reicht der Blutverlust nicht aus.
Auch nicht die von mir diagnostizierte Hirnbrennung am Hinterkopf, womöglich
ausgelöst durch einen Sturz.
Nach dem Einstich. Der war noch am Leben, als man ihn in den Ofen
reingeschoben hat.
Ja.
Hitze tot, ganz klar.
Der Körper besteht hauptsächlich aus Flüssigkeit. Ab 150 Grad ist er ganz
schnell. Sense.
Irgendwelche Spuren am Schraubenzieher?
Keine Fingerabdrücke, aber Spuren von Schlagers Blut. Gründlich gereinigt,
aber nicht gründlich genug.
Danke, Tom.
Schon wieder eine Anfrage von der Presse. Ich meine, hat Wien nichts
Besseres zu tun, als über so einen toten Bäcker zu lesen?
Entschuldigung, das war ja nicht irgendein Bäcker.
Eher mal das kaiserliche Hoflieferant in sechster Generation.
Das ist doch bei jedem Mordfall das Gleiche. Wien liebt eben seine Toten.
Was haben wir denn über den Buchhändler?
Vorstrafe wegen Einbruchs, aber das ist schon über 20 Jahre her.
Ich habe aber was zum Backofen. Die Spuse hat die digitale Steuerung
analysiert. Die Temperatur wurde um 4.17 Uhr manuell auf 350 Grad hochgefahren
und der Ofen hat sich überhitzungsbedingt 14 Minuten später
wieder ausgeschaltet. Okay.
Keine Einbruchspuren an Türen und Fenstern, alles verschlossen.
Einzig das Schlosser Müllcontainer war ziemlich zerkratzt.
Das heißt, der Schlager könnte den Täter gekannt haben und reingelassen haben?
Möglich.
Setzen Sie sich.
Ich habe mit der Sache nichts zu tun.
Setzen Sie sich.
Mit was haben Sie nichts zu tun?
Ist es eine Fangfrage?
Mit Schlagers Tod natürlich.
Der hier passt leider genau in die Einstichwunde, die wir an Schlagers
Körper gefunden haben.
Ich war das nicht.
Also hat jemand den Schraubenzieher aus ihrem Geschäft gestohlen, den Hans
Schlager damit attackiert und dann den Schraubenzieher wieder fein säuberlich
zurückgelegt. Genau.
Sein Schraubenzieher, das ist ja auch ein Einbruchswerkzeug, oder?
War ja klar, dass die alte Geschichte wieder rausgekammt wird. Nein, nein,
nein, hören Sie zu, wir wollen helfen.
Aber eine Vorstrafe in Kombination mit...
Der Tatwaffe und der Gelegenheit reicht dem Stadthandwerk locker für eine
Anklage.
Also gut. Ja, ich war bei der Bäckerei. Ich wollte mit dem Schraubenzieher das
Schloss vom Müllcontainer aufbrechen.
Das ist alles.
Warum?
Ich wollte schauen, ob ich irgendwelche Papiere finde.
Geschäftliche.
Der Schlager ist mein Vermieter.
Die Häuserzeile gehört seiner Familie seit Generationen.
Und jetzt wollte er mir kündigen.
Fristlos.
Also eine fristlose Kündigung ist nicht so einfach möglich.
Eben. Wollte meinen Anwalt nehmen und dagegen vorgehen.
Aber der Schlager hat einen Spezi beim Amt. Wie es halt so ist.
Ich wollte schauen, ob ich irgendwas rausfinde, was er vorhat.
Und?
Haben Sie was rausgefunden?
Hans Schlager ist umgebracht worden.
Und wenn Sie mir jetzt nicht glaubhaft erklären können, warum mit Ihrem
Schraubenzieher auf ihn eingestochen wurde, dann haben Sie ein Riesenproblem.
Also, es war so.
Was machst du denn da?
Jetzt habe ich dich.
Du kleine Miese.
Jetzt kommst du gar nicht mehr raus.
Zu von der Polizei?
Ja, da bist du eh schon bestens bekannt, oder nicht?
Sie haben den Handschlagerbluten zurückgelassen.
Er hat noch gelebt.
Und so fest zugestochen habe ich nicht.
Sie sollten Ihren Anwalt anrufen.
Er ist doch nicht verblutet, oder?
Ich habe angeordnet, dass der Hölzl noch ein bisschen hier bleibt.
Aber ganz ehrlich, mit der Beweislage ist das maximal Körperverletzung und
morgen ist er wieder draußen.
Bitte schaut, dass er noch was findet. Der muss ganz klar als Täter in Frage
kommen.
Sag mal, was soll denn das?
Liest du ernsthaft Krimis während der Dienstzeit?
Naja, vielleicht hat sich der Hölzl einen Kriminalklassiker zum Vorbild
genommen. Immerhin ist er Buchhändler.
Entschuldige, ich wollte euch noch ein Ergebnis von der Spuse überbringen.
Danke. Im Brotteig war ein Abführmittel.
Der Hölzel? Schlager wischt ihn dabei, läuft ihm nach, stellt ihn, Hölzel
sticht zu.
Nein. Der Hölzel, der ist kein Giftmischer.
Weißt du was, ich rede jetzt nochmal mit dem Sohn, mit dem Manuel.
Der erbt ja schließlich alles.
Und ich höre mit dem Delikatessen Schlager um.
Gute Idee.
Willst du sein, der Hund? Wegen der Hygiene, bitte.
Der ist stubenrein.
Und, wie kommt es zurecht?
Ja, einfinden muss ich mich halt.
Ist viel mündlich gelaufen, also über meinen Vater persönlich.
Darf ich die abfotografieren?
Gerne.
Wie war er denn so?
Das Mensch?
Sein Leben war die Bäckerei, also.
Wie muss ich mir das vorstellen?
Morgens, in der Backstube.
Wie gesagt, er war immer der Erste, ich kam dann erst später.
Vor allem mit seiner berühmten Kruste, da war er sehr eigen, da darf dann
keiner dazu, nein, nein, nein, nein.
Stimmt das, dass er dem Hölzl kündigen wollte?
Ja, weil er expandieren wollte mit einer Backschule.
Das war meine Idee.
Ach.
Und deswegen hat er die Buchhandlung gebraucht.
Ja, die Immobilien sind Eigentum meiner Familie und die Betreiber sind nur
Mieter.
Ja, auch Mieter kann man nicht einfach so rauswerfen.
Was wollen Sie andeuten?
Meinungsverschiedenheiten mit Mietern sind ja nichts Ungewöhnliches.
Aber jetzt, wo Sie genug Zeit gehabt haben zum Nachdenken, gab es Streit,
Drohungen. Hören Sie, ich kenne mich selber noch nicht aus, ja?
Mein Vater, der liegt noch nicht mal unter der Erde und ich habe alle Hände
voll zu tun, damit das Geschäft wieder läuft. Ja, ja, das verstehe ich. Sie
machen Ihren Job, ich mache meinen. Genau. Aber es muss ja auch in Ihrem
Interesse sein, dass ich rausfinde, wer Ihren Vater umgebracht hat, oder?
Selbstverständlich. Ja.
Tut mir leid. Jetzt denken Sie über meine Fragen nach, schauen Ihnen
Unterlagen nach und dann melden Sie sich.
Danke.
Ex.
Irgendwas passt nicht.
Was meinst du, Partner?
Hm?
Komm.
Servus. Hallo.
Voller Hund. Ja.
Darf ich?
Ja.
Ich hab ja auch mal einen.
Ist aber schon lang her.
Ein Hund nimmt dich so, wie du bist.
Oder? Was sagst du?
Ja. Du bist ein guter Junge.
Du bist ein guter.
Ja, der Rex hat mir schon viel geholfen.
Wir sind eher wie so ein altes Ehepaar.
Max.
Georg. Sag mal.
Bist du häufiger hier?
Ja, der Manuel hat mir ab und zu ein Semmel gegeben.
Aber auch nur, wenn der Alte nicht hergeschaut hat.
Ist dir heute früh irgendwas Ungewöhnliches aufgefallen?
Da war dieser Schrei, mitten in der Stille.
Mir ist fast alles aus der Hand gefallen.
Hast du jemanden gesehen?
Doch. Die Prinzessin ist von der Bäckerei an den Delikatessen
vorbeigelaufen, glaube ich.
Die Prinzessin?
Ja, die Prinz von der Apotheke.
Ich sage immer nur Prinzessin zu ihr, weil sie so elegant ausschaut. Und die
ist da entlang gelaufen?
Naja, ich würde schon sagen, dass sie es war, aber ich brauche eigentlich eine
Brille.
Weißt du ungefähr, wie spät es war?
20 nach 4.
Und das weißt du so genau, weil... Bei der Apotheke, da bin ich kurz vor
vorbeigegangen, da hängt eine Uhr und da schaue ich immer drauf.
Danke.
Lass mich euch kaufen.
Gerne.
Ah, der Optiker Friedl am Schwedenplatz.
Sag ihm einen schönen Gruß von mir.
Danke.
Ich kannte den Schlager kaum. Danke.
Gern.
Also ja, er ist mein... Also war mein Chef, aber ich hab den ehrlich gesagt
kaum zu Gesicht bekommen.
Er war immer noch ständig selbst in der Backstube.
Und das Kellnern, ist das für Sie... Hab ich quasi mit der Mutter mich
aufgesogen. Meine Eltern hatten ein Café, da hab ich als Kind oft geholfen.
Alles okay bei Ihnen?
Du. Clara.
Für Stammgäste.
Okay. Clara.
Felix.
Guten Tag, Herr Inspektor.
Kann ich Ihnen helfen?
Sie wissen, wer ich bin?
Hier spricht sich alles schnell rum.
Sie waren heute zwischen vier und fünf in der Bäckerei Schlager.
Ich habe keine Ahnung, wovon Sie sprechen.
Ja, Rex, ich weiß.
Nein, nein, ich sehe das ganz genauso.
Was sehen Sie genauso?
Er meint, dass Sie lügen.
Das kann der Hund doch gar nicht wissen.
Ja, aber riechen.
Nervosität.
Schweiß.
Adrenalin? Ich werde gerade grundlos von der Polizei verhört.
Deswegen bin ich vielleicht nervös.
Ja gut, dann probieren wir es anders.
Zeugen haben Sie heute bei der Bäckerei gesehen.
Ich wollte mit Hans reden, über seine Pläne.
Das ist aber kein Verbrechen, oder?
Was für Pläne?
Expansion.
Er hat mir gekündigt, um hier was eigenes aufzubauen.
Ich wollte ihm ein letztes Angebot machen, um die Apotheke zu behalten.
Was für ein Angebot?
Ich habe mir Geld geliehen.
Als Anzahlung, um ihm die Immobilie abzukaufen.
Und was hat der Schlager gesagt?
Ja, der war nicht da.
Der war jeden Tag in seiner Bäckerei und hat seinen Brotteig vorbereitet.
Und ausgerechnet heute war er nicht da.
Vielleicht war er da schon nicht mehr in der Lage.
Und warum sind Sie weggelaufen?
Ich laufe nie, Herr Inspektor.
Und wenn jemand behauptet, gesehen zu haben, wie ich weglaufe, dann irrt er
sich.
Wie kann ich Ihnen helfen?
Grüß Gott.
Ja, das finde ich auch, Rex. Komm.
Das sieht jetzt aber nicht nach einer polizeilichen Befragung aus.
Oder was meinst du?
Es hat sich nichts geändert.
Hä?
Nein, ich glaube, da stören wir bloß.
Was kann da gehen?
Hey Schatz.
Ist das Buch so schlecht?
Was ist denn los?
Ich hatte darüber nachgedacht, Medizin zu studieren.
Dann wird sich die Mama bestimmt freuen. Nein, tut sie nicht.
Okay.
Was heißt das?
Sie traut es mir einfach nicht zu.
Für sie bin ich immer die, die alles anfängt und nichts zu Ende bringt.
Also weißt du, wenn du Medizin studieren willst, dann machst du das.
Nicht für mich, nicht für die Mama, sondern für dich.
Und wenn ich es nicht schaffe?
Du hast es zumindest probiert.
Egal wie du dich entscheidest, ich stehe hinter dir.
Und...
Ich hab gestern ein paar spannende Sachen rausgefunden. Wann lief dein
Abend besser als meine Ex?
Ich weiß nicht.
Zeig schon.
Wir waren verabredet.
Ich kam zu spät und dann saß sie mit dem Typen, mit dem... Ist egal.
Schon mal her.
Bei manchen Sachen ist es egal, wie lange sie her sind.
Also was hast du herausgefunden?
Der Hölzl hat vor einigen Wochen einen Einbruch in sein Geschäft gemeldet, hat
aber dann die Anzeige wieder zurückgezogen.
Der gibt keinen Sinn, oder?
Hab ich mir auch gedacht.
Kurz darauf hat er die Kündigung vom Schlager bekommen.
Und du glaubst, da gibt's einen Zusammenhang?
Du weißt, das wird noch besser.
Du fängst schon an wie der Tom, mit diesen Kunstpausen.
Also, die Apothekerin, die Elisabeth Prinz, die hat auch eine fristlose
Kündigung bekommen.
Und zwar wegen Nutzung der Gewerbeimmobile als Wohnung.
Sagt wer?
Schlagers Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung, bei dem war ich grad.
Die Prinz wohnt über der Apotheke, allerdings schon seit Jahren.
Aber irgendwann in der langen Geschichte der Schlagerschen Vermittung hat das
Obergeschoss zum Geschäftsbereich gehört.
Das wurde formal allerdings nie umgewidmet.
Es klingt so nach einem Handschlag, die.
Und den hat der Schlager als Schlupfloch genutzt. Sie hätte also ein Motiv.
Ihn zu töten.
Und dein Gespräch im Café lief gut?
Ja, geht so.
Die Kellnerin, mit der ich gesprochen habe, die ist noch nicht so lange da und
deshalb hat sie nicht so viel über den Schlager sagen können.
Dafür habt ihr euch aber sehr angeregt unterhalten.
Ja, ich bin halt öfters da, im guten Café, keine Ahnung.
Er kapiert's nicht.
Was denn?
Dass sie mit dir flirtet.
Und wirklich?
Grüß Sie.
Wie kann ich Ihnen helfen?
Wir würden gerne die Frau Mag. Prinz sprechen wollen.
Die Frau Mag.
Prinz ist gerade im Labor.
Eine Salbe mixen.
Einen Moment.
Entschuldigen Sie, die Frau Mag. kann gerade nicht gestört werden.
Sie ist mitten im Herstellungsprozess und wenn sie jetzt unterbrochen wird,
dann könnten die Salbenbestandteile verklumpen.
Verklumpen?
Das Labor ist da hinten, nicht?
Ja, aber...
Hex,
komm.
Hex?
Da schaust du jetzt, gell?
Ich dachte, sie laufen nicht.
Max, ganz kurz.
Ich komme gleich wieder.
Was?
Felix. Hi.
Das Übliche?
Oder mal was Neues wagen?
Hast du, ähm... Wann hast denn du Feierabend?
Ist das eine Vorladung?
Nein, das, ähm... Das wäre dann ein Date.
Dann habe ich um sieben Schluss.
Okay.
Dann bis später.
Bis später.
Ja, wir haben Abführmittel in Schlagers Teig gefunden.
Ah, dabei war der Schlager immer so gewissenhaft.
Frau Magistra Prinz, warum wollen Sie mir nicht einfach sagen, was Sie damit
zu tun haben?
Wie meinen Sie das?
So was zu mischen, richtig zu dosieren.
Das kann nicht jeder.
Also ich verkaufe Medizin.
Hören Sie, der Schlager, der wollte sie entmieten.
Mit einem ganz miesen Trick.
Ich meine, da können Grenzen schon mal verschwimmen.
Ich habe damit nichts zu tun.
Hören Sie, ich habe Ihnen doch gesagt, es war quasi Notwehr.
Also, dass die Frau Prinz gleichzeitig in der Backstube war, das war doch kein
Zufall.
Wir wissen auch von dem Einbruch in ihr Geschäft.
Warum haben Sie die Anzeige zurückgezogen?
Die Versicherung wollte nicht zahlen. Da habe ich mir gedacht, auch wurscht, den
Täter finden Sie nie.
Warum wollten die nicht zahlen?
Warum?
Wegen meiner Vorstrafe natürlich.
Die denken fast selber.
Woher sollte die Versicherung von Ihrer Vorstrafe wissen?
Vielleicht, weil es Ihnen jemand gesagt hat.
Der Eigentümer der Immobilie zum Beispiel.
Ihnen muss doch klar sein, dass wir nachweisen können, dass Sie dieses Zeug
gemischt haben.
Und wenn wir Ihr Geschäft durchsogen, das wird eine Wähler schlagen.
Die Apothekerin, die was ins Brot mischt, die Giftmischerin.
Sie hätten sich gut verstanden, Sie und der Schlager.
Wissen Sie was, wir können das auch auf eine ganz andere Art machen.
Rex.
Der ist von nichts zurückgeschreckt.
Das Geschoss da, über der Apotheke, das war schon eine Wohnung, als ich noch
gelernt habe.
Und dann, eines Tages, ganz plötzlich... Wollt ihr die Apotheke wegnehmen?
Ja.
Die Apotheke, die ist alles für mich.
Ich habe es erst auf ganz redlichem Weg versucht.
Aber der Schlager, der kennt jemanden beim Amt.
Und dann kamen Sie auf die Idee mit dem Teig? Ja.
Ich wollte ihm einen Deckzettel verpassen.
Aber ich bin keine Mörderin.
Ich bin zu ihm gegangen.
Hans?
Was machst du da?
Spinnst du?
Nimm deine Drecksfinger aus meinem Teig. Amen.
Und dann?
Und dann bin ich weggelaufen, als der so in die Backstube getaumelt ist.
Haben Sie da nicht eine Kleinigkeit vergessen?
Der Schlager war draußen. Der Hölzel hat ihn abgelenkt.
Haben Sie sich abgesprochen?
Ich wollte einen Feuermüllcontainer legen, nichts Gefährliches.
Nur um ihn rauszulocken, damit die Prinz dazwischen hineinkommt.
Aber er ist früher gekommen und hat sie angegriffen.
Ich hatte Angst und habe ich zugestochen.
Und dann?
Dann bin ich weg.
Wie ich es gesagt habe.
Wie haben Sie das eigentlich gemacht?
Ihn in den Ofen zu schieben. Hat Ihnen jemand geholfen?
Der Hölzel oder jemand anderes?
Nein, nein, nein.
Ich habe ihn da nicht reingeschoben.
Wissen Sie, da kommt ein Mann, blutend
und nach Hilfesgrund.
Was machst du da?
Und sie rennen einfach weg.
Ich war in Panik.
Ich hab nicht nachgedacht.
Nimm deine Drecksfinger aus meinem Teig. Ihr Verbrecher!
Hans? Weggelaufen.
Ja, super.
Jetzt haben wir schon die zweite Person, die maximal wegen Körperverletzung,
versuchter Körperverletzung und Unterlass einer Hilfeleistung angeklagt
werden kann.
Ich kann versuchen, euch noch ein bisschen Zeit zu gewinnen, aber ganz
ehrlich, langsam ist es wirklich schön, wenn einer von unseren
Untersuchungshäftlingen auch als Täter in Frage kommt.
Vielleicht haben sie ihn ja gemeinsam umgebracht.
Prinz und Hölzl.
Ein gemeinsames Motiv hätten sie ja.
Gemeinschaftstat. Wie bei Agatha Christie.
Ich kann sie nur hier behalten mit begründetem Verdacht.
Gut, dann haben wir es momentan, oder?
Ja, wieso?
Ihr habt noch was ausgemacht.
Bis morgen.
Ciao, Rex.
Ist der Felix so lieb?
Hey,
Clara.
Sorry, ich wollte nicht erschrecken.
Ich dachte, ich bin zu spät.
Hier. Danke.
Süß.
Ich hab auch was vorbereitet.
Wow. Too much? Nein. Ich dachte, also weil wir nicht... Nein, gar nicht.
Nee? Nein, ich find's super.
Danke. Soll ich?
Mhm. Danke.
Dann, äh... Gehen wir.
Wie war dein Tag?
Äh, gut, ja. Und bei dir?
Herr Chefinspektor, da ist jemand, der darauf bestanden hat, dass er sich
sprechen muss.
Georg, hallo.
Ist dir noch was eingefallen?
Ja, leider.
Evelyn, wir haben was übersehen.
Die Uhrzeit, die unser Zeuge angegeben hat, als er Elisabeth Prinz bei der
Bäckerei gesehen hat, das stimmt nicht.
Die Uhr bei der Apotheke geht falsch.
Das war 13 Minuten früher.
Also der Ofen war noch gar nicht an, als sie die Bäckerei verlassen hat.
Das heißt, wir haben noch wenige Grund, sie weiterhin festzuhalten.
Leider.
Aber weißt du, vielleicht... Vielleicht war noch jemand da.
Eine dritte Person, die Schlage in den Ofen geschoben hat und angeschaltet hat.
Sieht ja gut aus.
Hast du das selbst gemacht?
Meine Mutter ist Spanierin.
Sie hatte ein Kaffee mit meinem Vater zusammen.
Hatte.
Mir ist ein Krebs gestorben.
Tut mir leid.
Wie alt warst du da? Zwölf.
War bestimmt nicht leicht.
Ich habe ja keinen Vergleich.
So war halt meine Kindheit.
So.
Ende des Verhörs, Herr Inspektor.
Hier, probier mal.
Mmh.
Knusprig.
Mamas Rezept.
Sag mal, Ich habe dich vorhin mit dem jungen Schlager gesehen.
Du kannst es echt nicht lassen, oder?
Berufskrankheit.
Manuel hat mir ein Angebot gemacht.
Er will mir die Leitung des Lokals übertragen.
Wow.
Erzähl mir was über dich.
Irgendwas, was niemand weiß.
Da gibt es nichts Spannendes für dich.
Ich musste Prinz und Hölzel gehen lassen.
Was ist denn das?
Ach, das sind Schlagers Expansionspläne, die er beim Bauamt eingerichtet hat. Der
wollte wirklich eine Backschule eröffnen.
Und dazu hätte er die Apotheke und die Buchhandlung benötigt.
La Cortesa di Crusta.
Wenn das kein Zufall ist.
Auch noch alles.
Sagt dir das was?
Ja.
Dein Name ist mir irgendwo schon untergekommen.
Nix gehe dran.
Danke für den schönen Abend, Felix.
Hat gut getan.
Gute Nacht.
Der Schlager und mein Vater kannten sich aus der Ausbildung, glaub ich.
Er hat meine Eltern irgendwann mal besucht.
Was ist eigentlich mit deiner Mutter?
Sie lebt noch in Spanien.
Ich bin da weg, sobald ich konnte.
Sie war innerlich... ...tot.
Nachdem mein Vater gestorben ist, musste ich mich um alles kümmern.
Und als ich dann endlich weg war von zu Hause,
habe ich nichts auf die Reihe gekriegt.
Alles Mögliche angefangen und wieder aufgehört.
Ich war lost.
Und als ich dann nach Wien kam, hat der Schlager mir den Job im Geschäft
gegeben.
Aus alter Verbundenheit.
Das Lokal Ihrer Mutter hieß La Cortesa, auf Deutsch die Kruste.
Hat sich der Schlager dort inspirieren lassen?
Oder mehr?
Es ist das Rezept meiner Mutter.
Er hat es gestohlen, nachdem er uns in Spanien besucht hat.
Keinen Cent hat er uns dafür gegeben.
Als mein Vater krank wurde, hätten wir das Geld gut gebrauchen können.
Sie wollten sich rächen.
Ich wusste nichts von dem gestohlenen Rezept, bis ich bei ihm im
Delikatessengeschäft angefangen habe.
Hans hatte Brot mitgebracht, wir sind meinen Arbeitsvertrag durchgegangen.
Und ich hab abgebissen.
Bei dem Geschmack war ich sofort wieder in Spanien im Restaurant meiner Eltern.
Und dann?
Bist du ihn mit dem Zorn aufgeladen und hast ihn umgebracht?
Nein.
Hat dir der Prinz geholfen?
Oder der Hölzlemann?
Schlager war schwer.
Warum hätte ich ihn umbringen sollen?
Ich wollte Geld von ihm haben für mein eigenes Geschäft.
Er hat mich vertröstet, bis die Backschule läuft.
Jetzt habe ich nichts.
Darum hat dir der Manuel die Geschäftsleitung angeboten.
Weil du ihm davon erzählt hast, dass sein Vater das Rezept gestohlen hat.
Du hättest mir das alles sagen müssen.
Tut mir leid.
Sie war es nicht.
Und was sagt dein Gefühl?
Dass ich ein Depp bin. Ich mein, das interessiert sie für mich.
Willst du ein Bier trinken gehen?
Danke.
Ah, und einmal.
Anna hat sich echt bemüht, mit dir über Medizin zu sprechen.
Und du, Sarah, sie schaut zu dir auf.
Mensch, ich will sie doch nur schützen.
Medizin, das ist kein Kinderspiel.
Weißt du, wie hart das war, damals ein Kind großzuziehen und in dem Beruf Fuß
zu fassen?
Ja, ich weiß, ich war dabei.
Warst du?
Anna ist kein Kind mehr.
Ich finde, wir sollten ihr vertrauen. Sie muss ihre eigenen Entscheidungen
treffen, ihre eigenen Fehler machen vielleicht sogar.
Gleich wie wir.
Ich hoffe nicht.
Hallo Max.
Hi. Bisschen Zufall.
Hi.
Jetzt stell uns doch mal vor, Max.
Ja, Max.
Julia, das ist... Sarah, seine Ex-Frau.
Freut mich.
Ja, das ist Julia. Wir laufen uns beim Dienst ab und zu über den Weg.
Ah, du bist auch Polizistin?
Rettungssanitäterin. Ich will euch gar nicht lange stören. Ich bin eher auf dem
Weg zu einer Freundin.
Schade. Hat mich gefreut. Mich auch.
Tschüss.
Wir sehen uns, ja? Ja, wir laufen uns eh beim Dienst über den Weg.
Julia, also.
Ja, Julia.
War schön.
Hättest dich ganz schön ins Zeug legen müssen, um das wieder gut zu machen.
Du bist echt unmöglich.
Ja, deshalb hast du mich doch geheiratet.
Schilling, was machst du noch da?
Wir müssen reden.
Worüber?
Das weißt genau.
Okay, dann komm mit rein.
Morgen. Morgen.
Zu lange Nacht oder zu früh am Morgen? Nein, das ist ein schlechter Kombi.
Noch schlechter. Wir haben noch eine Tote.
Komm.
Was ich getan habe, kann niemand vergeben.
Vor allem ich mir selbst nicht.
Dafür gibt es nur eine gerechte Strafe.
Ich weiß auch nicht, aber das hört sich doch an wie nach einem Kurs für
kreatives Schreiben, oder?
Und nicht nach jemand, der sich sein Leben lieben will.
Weiß auch nicht, das ist irgendwie zu einfach.
Ich hätte heute nichts gegen einfach.
Kannst du schon mal Sorgen haben?
Ja. Wenn du harte Fakten haben willst?
Nein.
Und dein Bauchgefühl?
Dass ich hätte vom Kaffee was essen sollen.
Du meinst, der Hölzl hat sie beseitigt, damit sie nicht belasten kann?
Ja. Oder jemand anders.
Na ja, die Klara kann's ja nicht gewesen sein. Sie sitzt sehr ohauft.
Immerhin.
Komm, ich lad dich zum Essen ein.
Danke.
Du kriegst auch ein Würstl.
Schaut an.
Also die Klara und die Prinz waren beide jeweils zu schwach.
den ohnmächtigen Schlager auf den Stuhl im Backofen zu buxieren.
Vielleicht hätten sie es gemeinsam geschafft.
Dann hätten sie sich gegenseitig in der Hand gehabt.
Also okay, der Georg hat gesehen, wie die Prinz weggelaufen ist.
Sie meinen, die Prinz hat den Mörder in der Backstube beobachtet und ihn
daraufhin erpresst und deshalb musste sie sterben?
Möglich.
Weißt du, der Einzige, der körperlich in der Lage wäre, den Schlager in den Ofen
zu buxieren, indem wir uns noch nicht genauer angeschaut haben, das ist der
Manuel, dein Sohn.
Ich rede mit dir.
Und du liest deinen Roman zu Ende oder so. Denk dich bitte ab.
Servus.
Was ist denn los?
Ach so.
Tut mir leid, er ist heute nicht da.
Hat einen Unfall gehabt oder sowas.
Einen Unfall?
Ja, er hat vorher angerufen, dass er im Krankenhaus ist.
Rex, komm.
Danke.
Wiederschauen.
Das war ein Überfall.
Irgend so ein Vermummter ist einfach auf mich los.
Das ging so schnell.
Eine Sekunde, ein Schatten und zack.
Da hat es irgendwie offensichtlich auf uns abgesehen. Zuerst der Papa und dann
ich. Wem trauen Sie sowas zu?
Keine Ahnung.
Obwohl, ich habe erst vor kurzem einen Streit gehabt mit einem meiner
Angestellten, dem Christian Schilling.
Worum ging es da?
Ja, Ansprüche hat er gestellt.
Irgendwelche Handschlag-Deals, die er mit meinem Vater angeblich gehabt hat.
Danke.
Und gute Messung.
Thanks, komm.
Grüß Gott. Moment, was wollen Sie? Wer sind Sie eigentlich?
Polizei. Ihre Dienstnummer, bitte.
Nein. Sie müssen wissen, bei uns waren schon zweimal falsche Polizisten im
Haus. Betrüger. Ja, das ist wirklich sehr ausmerksam von Ihnen.
Scheiße.
Rechtsverhaftung.
Wenn Sie schon einmal da sind. Vor zwei Tagen hat einen ins Haus gebündelt. Ich
möchte gerne jetzt eine anzeigen. Ja, klar. Ich hole das Formular. Ich bin
gleich wieder da.
Betrüger.
Gut gemacht, Rex.
Was haben Sie eigentlich für ein Problem mit den Schlagers?
Ich habe kein Problem.
Für den Hans und die Bäckerei hätte ich alles gegeben. Ja, und den Manuel?
Ich habe den Manuel nicht umbringen wollen, falls Sie das glauben.
Nur ein paar blaue Flecken, okay?
Der hat er verdient.
Warum?
Es war immer vereinbart, dass ich die Backschule leite.
Was, das war vereinbart?
Ja. Mit dem alten Schlager?
Hans hat's gesehen, dass der Manuel nix kann.
Jeder hat's gesehen.
Manuel wollte das Geschäft übernehmen, aber es hätte sein Vater nie zugelassen.
Manuel hat ja überhaupt keine Ahnung, was er da tut mit der Bäckerei.
Das hat er noch nie gehabt.
Der braucht mich, der Trottel. Und Sie hatten Angst um Ihre Zukunft?
Ja, sicher.
Bäckerei ist mein Leben, da steckt alles drin.
Schauen Sie.
Ich habe mich kaputt gearbeitet.
Und jetzt steht da einer, der es in kurzer Zeit ruiniert.
Glauben Sie, das lasse ich zu?
Wer hat eigentlich noch gewusst, dass Sie die Backschule leiten sollen?
Ich habe es der Klara erzählt.
Ah, der Klara?
Ja, wir haben uns eine gemeinsame Pause gemacht. Da reden wir halt.
Das ist nett.
Nett.
Wir wollten es ein bisschen angeben. Ich meine, Leiter der Backschule klingt
natürlich besser als...
Bäckergeselle, oder? Sie war einfach interessiert und hat sich halt
erkundigt, okay?
Ach, erkundigt?
Wissen Sie, ob die Klara das mit der Backschule dem Manuel erzählt hat?
Also, der Schilling, der hätte den Schlager wahrscheinlich eher wieder aus
dem Ofen rausgezogen, um seinen Job zu retten. Ja, bleibt der Manuel.
Also, wenn der rausgefunden hat, dass sein Vater hinter seinem Rücken dem
Schilling die Leitung der Backschule versprochen hat, dann... Oder die Klara
ihm davon erzählt hat.
Also warum hätte ich dem Manuel davon erzählen sollen?
Frag sie.
Und Manuel Schlager?
Zu dem fahr ich.
Oder willst du tauschen?
Na na, passt schon.
Entschuldigung, kann ich Ihnen helfen?
Ja.
Der Patient, der herlag, Schlager, wo ist denn der?
Der hat sich selbst entlassen vor ein paar Stunden.
Er wollte nicht mehr warten und meinte, er trägt das Risiko.
Okay, jetzt hat er seine Salbe vergessen.
Für was ist denn die? Für seine Verbrennungen.
Verbrennungen wo?
Hier, im Nacken.
Wechsel.
Bleib. Alles ruhig?
Hm? Na ja, jetzt warten wir, bis er kommt.
Rex?
Was ist?
Rex?
Das hätten wir auch im Lokal haben können.
Alles okay?
Also du meinst, abgesehen davon, dass ich immer noch nicht weiß, warum ich
hier sitze?
Ja.
Abgesehen davon.
Ich werde kündigen.
Was? Wieso?
Weiß nicht.
Ich habe irgendwie das Gefühl, das Kapitel hier ist vorbei.
Hast du gewusst, dass der alte Schlager dem Schilling die Backschule geben
wollte?
Hat nicht sein Sohn.
Du hast es ihm gesagt.
Clara, ich... Ich mag dich.
Ich versuche dir nur zu helfen, verstehst du?
Clara, der Manuel ist sehr wahrscheinlich in den Tod seines Vaters
verwickelt. Wenn du irgendwas damit zu tun hast, dann musst du es mir sagen.
Ich... Ich... Ich kann mir das nicht vorstellen.
Dem alten Schlager hätte ich einen Mord zugetraut, ja.
Aber Manuel, der... Der ist viel zu weich.
Wie meinst du das?
Er hat mir erzählt, dass er immer nur gedemütigt worden ist von seinem Vater.
Schon als Kind.
Sowas verhält wahrscheinlich nie.
Manuel, mach nichts Dummes.
Hey!
Wann hast du denn erfahren, dass der Schilling die Backschule leiten soll?
An jedem Tag?
Von der Clara?
Fertig.
Wissen Sie eigentlich, was das heißt?
Der eigene Vater?
Traut dem Gesellen mehr zu als dem Sohn?
Backschule war meine Idee, der Wichser.
Weißt du, ich verstehe dich nicht.
Ja, das verstehst du nicht, das verstehst du nicht.
Ich habe mir das ja immer ein Leben lang anhören dürfen.
Dass ich so misstraue, zu langsam, so ungeschickt.
Du elender Nichtsnuss mit deinen zwei linken Händen.
Du bist den Familiennamen nicht wert.
Geh weg vom Ofen.
Verschwinde aus meiner Bockstumme.
Na besser, schlechte überhaupt.
Du bist und bleibst ein Versager.
Das warst du schon immer, so klein es ging.
Es war wie ein Geschenk.
Er lag da.
Einfach so.
Und endlich war er still.
Papa?
Papa?
Das sind alle Probleme gelöst.
Auch deine.
Hat die Prinz dir geholfen, ihn auf den Stuhl zu heben
und ihn zu fesseln?
Habt ihr ihn gemeinsam in den Ofen geschoben?
Dabei hast du ja auch den Nacken verbrannt, oder? Und den heißen Stäben.
Dann war sie schon weg.
Das hat alles der Sohnemann ganz alleine gemacht.
Kein Testament, das wäre alles an dich gefallen.
Ja, verdient, oder?
Weißt du, jetzt weiß ich, was mir an der Fotoman von deinem Vater gefehlt hat.
Was denn?
Ein Foto von dir.
Einmal kleiner Bäckerbauer.
Hey. Mami.
Mami.
Wenn ihr es nicht getan hättet, dann der Hölzlohn oder die Prinz oder Clara.
Scheißegal.
Er hat's verdient. Niemand hat's verdient, ihn im Hof zu verbrennen!
Fuck!
Tja, wie Papa zu sagen pflegte.
Fertig.
Fertig.
Fertig.
Fertig.
Wo warst du so lange?
Geh weg!
Schleich dich!
Schleich dich!
Schleich dich jetzt!
Gib mir einen Grund.
Gib mir einen verdammten Grund.
Scheiße.
Hex, halte das du.
Herzlichen Glückwunsch, du Arschloch.
Du bist der erste Mörder, der sich selbst verhaften darf.
Was ist passiert?
Alles okay?
Es ging schon besser.
Ein bisschen warm ist es.
So.
Verband täglich wechseln.
Und mit der Salbe vorsichtig einreiben.
Das tut mir leid wegen gestern.
Du musst mir nichts erklären.
Ich würde dich echt gern kennenlernen.
Aber ich verstehe auch, wenn dir sowas zu kompliziert ist.
Sowas?
Naja, mit einer Ex im Gepäck.
Ah, ist die noch im Gepäck, ja.
Naja, wir haben eine erwachsene Tochter.
Ich würde vorschlagen, wir besprechen das, sobald du wieder ein Weinglas
halten kannst.
Oder eine Flasche Bier.
Danke.
Es war schwer.
Aber leichter als alles davor.
Hat mich immer für schwach gehalten.
Konnte ich ihm zeigen, dass ich stark bin.
Ja, das sehe ich nicht so.
Er kann sich nicht wehren.
Genauso wenig wie die Apothekerin.
Die wollte, dass ich die Pläne meines Vaters vergesse.
Was alles bleibt, wie es ist.
Aber als ich die Finanzen gecheckt habe, da war mir sofort klar, dass das nie
funktioniert. Nie.
Ohne die Expansion, das war eine Frage der Zeit, was die Bäckerei eingeht.
Die Leute ihre Jobs verlieren.
Jahrzehnte Tradition, einfach Puff.
Die Kredite für die Backschule waren schon aufgenommen.
Als sie die Prints mitgenommen haben, da war mir klar, dass sie früher oder
später zu mir kommen.
Sie hätten mich auch nicht geschützt. Warum auch?
Sie haben sie gezwungen, die Pillen zu schlucken.
Ja.
Sie festhalten müssen, die Nase zugedrückt, damit sie die Tabletten
schluckt.
Das ging lang.
So was wird man nicht mehr los.
Das ist echt hart, wenn man den eigenen Kindern nichts zutraut.
Wie geht's einer anderen?
Sie weiß nicht, was sie will.
Ich glaube, die ist auf der Suche.
Hm, das ist gut.
Manche Kinder tun alles, was ihr Vater von ihnen erwartet.
Die Staatsanwaltschaft entscheidet jetzt.
Du hast die Ermittlungen behindert, aber du warst jetzt auch kooperativ.
Was hast du vor, wenn das alles geklärt ist?
Ich glaube, ich sollte zurück nach Spanien.
Zu meiner Mutter.
Wer weiß, vielleicht machen wir noch mal zusammen Kaffee auf.
Gut, dann wünsche ich dir alles Gute bei...
Hallo.
Geht's dir gut?
Geht so.
Und dir?
Super.
Es gibt eine saftige Krankschreibung.
Nein, nein, nein. Jetzt wird gebadet. Ja?
Nein, wag es nicht!
Hex! Hex, bleib da!
Hex, bleib stehen!
Bleib stehen!
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