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Zulu
Vielen Dank.
Grüß euch, liebe Leute.
Macht es euch ein wenig gemütlich.
Bleibt nur da.
Ich möchte euch eine Geschichte erzählen aus unserem alten Land.
Da oben, wo die Welt noch in Ordnung ist und das Leben erlebenswert.
Unsere Geschichte beginnt in einem kleinen idyllischen Dorf am Fuß von
einem Berg, in dessen Hütten gastfreundliche und friedvolle Leute
leben. Das ist unsere Heidi, die sich von ganzem Herzen freut und voller
wohlgefallenen Ziegenwilli zuschaut, wie er munter und unbeschwert und völlig
ausgelassen mit seinen ach so geliebten Viecherln herumtollt.
Heidis junger Busen hüpft vor Freude.
Und da kommt auch schon der Großvater.
der seine Enkelin fest in sein Herz geschlossen hat.
Und die Heidi wie seinen Augapfel hütet.
Grüß den Großvater.
Grüß die Heidi.
Jetzt habe ich dich.
Steigt er fröhlich auf die Leiter, wird dem Bauern die Hosen.
Schauen wir mal, was die Zwischen machen.
Isst du ein Stückchen mit?
Nein, ich kann nicht. Ich muss die narrischen Viecher einfangen.
Ist schon gut.
Na, anders mal.
Ah ja.
Die Heidi hatte sich so auf einen Spaziergang mit dem Willi gefreut. Doch
nun sieht sie enttäuscht von Dannen, während sich Willi anscheinend nur um
sein Getier kümmert.
Doch Heidi findet schnell Ablenkung in der herrlichen Natur. Sie wandelt wie
auf einem flauschig-weichen Teppich. Schon als Kind hatte sie das saftige
Grün der Matten und Wiesen geliebt, ebenso wie den Duft. der Blumen, die
würzige, gesunde Bergluft und das heitere Zwitschern der Vögel. Ein
sonniges Wohlgefühl durchströmt ihren Körper und sie fühlt sich eins mit der
Natur.
Da rührt's ja schon was. Ja.
Das ist ja nett ohne.
Das machst du aber gut.
Du kochst es gut.
Ich mag das.
Leg dich hin.
Schnappst du mich?
träumt die Heidi immer wieder ihren Lieblingstraum.
Meistens gut.
Ja.
Aber der Willi hat doch Sehnsucht nach seiner Liebsten.
Die Heidi jedoch bemerkt ihn gar nicht, weil es dermassen in ihrem Traum mit ihm
beschäftigt ist.
Der Willi traut seinen Augen nicht.
So hat er die Heidi noch nie gesehen.
Ficks, warum müssen alle saudepperten Viecher da überall hinscheißen?
Ja, lach nur.
Ficks.
Bleib halt da.
Heidi.
Jetzt wehren wir danach.
Heidi bleibt herum, hörst du mich?
Du redest an solch einem Schmarrn. Was die Heidi auf der Alm braucht, wie
Ausbildung und Unterkunft und Gewand und alles, das hast du alles herum.
Und das wird sie auch weiter hinkriegen. Und das möchte ich auch, dass das so
bleibt. Du musst dir doch jetzt sagen, um der Heidi ihre Zukunft machen.
Das Madl ist jetzt alt genug, das braucht eine gescheite Ausbildung. So
geht es doch nicht, oder?
Das geht schon.
Na Servus, da sieht man schon, wie weit es mit deiner Bildung ist. Von so einem
Lehrmeister kann man wirklich nichts mehr lernen.
Also, meine Herrschaft, die hätte eine Stelle als Hausmadel frei.
Und heute können sie sofort anfangen zu arbeiten.
Magst du das nicht nochmal überlegen? Nein, das brauche ich mir gar nicht
überlegen. Nein, die muss herumbleiben. Die braucht doch bloß nach München rein.
Nein, die geht mir nicht nach München rein. Das ist mir viel zu weit.
Das hat der Heidi wehgetan.
Sie hat halt nicht nach München ziehen mögen. Das versteht's doch.
Ich möchte euch jetzt verzeihen, wenn's noch in dem Dörferl gibt.
Hab ich dich nicht schon wieder mal mit so einer Touristenschlampe erwischt?
Dann sag ich dir, wenn ich dich noch mal beim Fegeln erwisch, dann hau ich dir
mit meiner Bratpfand ein Zipfel zu dem Breitschwanz.
Was willst du denn? Du hast doch gerade gesagt, ich soll den Tourismus
aufmotzen, aufmöbeln hast gesagt, optimieren und nachher was jetzt?
Jutta ist ein Feriengast aus Norddeutschland, die mit ihrer Freundin
Madeleine in Ellis und Franzens Pension Logis bezogen hat, um echte Berges und
sonstige Freuden zu erleben.
Was machst du mit der Hand im Höschen?
Na, was schon?
Ich amüsiere mich mit mir selbst.
Und das macht dir Spaß?
Dabei lernt man aber keine Leute kennen, meine Süße. Dafür muss man aber kein
freundliches Gesicht machen, meine Liebe.
Sag mal, hast du dir noch keinen Verehrer geangelt?
Bis jetzt hat noch keiner angebissen.
Soll ich mal anbeißen? Du?
Warum nicht?
Wie kommst du auf diese Idee?
Du kannst es ja mit mir versuchen.
Warum eigentlich nicht?
Ja, warum eigentlich nicht?
Ich fände es gut.
Und du willst mich richtig aufregen und verrückt machen?
Lass es uns doch einfach mal ausprobieren. Ich fände es toll.
Klemantiger Kätzchen.
Ja, das haben wir uns auch gedacht.
Wäre es mit einem Mann nicht schöner?
Das wäre schon noch mehr.
Wäre doch wirklich schade.
Das kannst du einfach lassen.
Wenn ich das da ganz allein stehen lassen würde.
Also, packen wir es. Jetzt wird es mal die standene Mannsbilder erleben.
Wo ist er denn?
Den wirst du gleich spüren.
Das ist nämlich ein Wundertipp.
Das
ist
eine richtige Expedition, bis man den
Lümmel endlich hat.
So ist recht.
Ja?
Gefällt's dir?
Ja, ganz gut.
Geiler.
Ein geiler Lümmel.
Preissend, denn es sei gar nicht übel.
Na, ist es gut?
Ist es gut?
Das hätte man nicht trauern lassen.
Nicht schlecht.
Eis am Stiel, ha?
Toll ist er.
Das merkt man.
Na, wie nutzt du so ein kerniger Bauernschwingel?
Sonst kriegst du es nicht alle Tage.
So ist es gut.
Jetzt stopp ich das geile, preisliche Luder.
Das gefällt dir aus?
Oh ja, ich spüre dich ganz tief.
Oh, du machst mich wahnsinnig.
Das kann mir meine Freundin allerdings nicht bieten.
Dein so herrliches Schwanz.
Oh, Franz.
Ja, ja.
Der Franz, der Kranz.
Mir kommt es gleich.
Spritz mir alles auf den Bauch. Ist das geil.
Spritz mir alles auf den Bauch. Bis auf den letzten Tropfen.
Da hast du es.
Jetzt gebe ich dir einen Rest.
Du bist wohl besser als meine dicke Elli.
Das kannst du glauben.
Und blasen kannst du auch besser.
Pass auf, jetzt stecken wir wieder rein.
So,
jetzt werde ich mal richtig Raum nehmen.
Ist das so recht?
Na,
war doch.
Du geiles Luder. So schnell kriegst du mich nicht.
Los, schau mir zu.
Nimm dir das auf.
Komm, jetzt küss meinen Busen.
Lutscher meinen Titten.
Die Sitze ist im Sattel.
Jetzt kommt deine Ängst.
Ja, halt Spritze, da ist auf deinen süßen Arsch.
Ja, besame mich ganz.
Gefittert ist?
Ja.
Komm, verreiht mich auf deinem süßen Arsch. Komm.
Ja.
Ja. Ja.
Komm, verreiht mich. Ja.
Unsere Heidi versteht die Welt nicht mehr.
Zuerst gibt die Tante Grete sie als kleines Mädel dem Großvater in Pflege
und jetzt soll sie aus ihrem kleinen Paradies in die sündige Großstadt
verbannt werden.
Macht's endlich ab!
Heidi, wo brennst du denn?
Futsch, ich gewann's nicht. Gewann doch nicht.
Komm ein in den Sturm.
die Großmutter.
Was hast du gesagt?
Siehst du nicht, Heidi, es kommt eine Großmutter.
Grüß dich, Heini. Setz dich nieder.
Warum warnst du denn so früh?
Was ist denn geschehen?
Ja, Heidi, schön.
Und morgen soll es noch schöner werden.
Ach.
Geh, Heini, mach schon einen Endzahn.
Sag ich, finster ist es heute aber schon.
Oh, Mann.
Das ist Heidi und nicht der Heini.
Die Heidi trinkt doch nichts.
Das ist ein braver Bub.
Ich lese beim Großvater drum und rede ihm ein, dass ich auf den Minger
mitfahren soll.
Weil er auf der Alm zu wenig lernen darf.
Ich hoffe nur, dass der Großvater bei seiner Meinung bleibt und dass er mich
da lässt.
Geh, sorg dir nicht. Der Großvater ist ein sturer Hund und lässt dich schon
nicht um meinen Finger wickeln.
Jetzt komm mit, ich zeig dir was.
Fertig, Großmutter. Fertig, Heini. Und treiben wir es nicht so weit mit den
Dirndln.
Grüß dich.
Geht was mit uns heute?
Wo bleibst du denn so lange?
Ich habe bei der Huberkarte noch ein Rohr verlegen müssen.
Das war vielleicht eine Sauerei, das sage ich dir. Ich glaube, dass es eine
Sauerei war.
Na komm schon.
Na was ist denn, Josef?
Magst du mir nicht auch ein Rohr verlegen? Und zwar deins.
Was ist denn heute für ein Tag?
Mittwoch, warum?
Weil unser Markt am Mittwochnachmittag was ganz Besonderes zu tun hat.
Komm.
Ich habe so eine Sehnsucht nach deinem Loch.
Du hast ja gar kein Unterhose.
Du kannst das mal nicht erwarten.
Du bist so scharf auf mich.
Und mir.
Ja, das merke ich.
Küss mich.
Der Zügel macht mich wahnsinnig.
Ja, schlägt meine Tuteln.
Ja.
Sagt die fest.
Mein Kitzler.
Schlägt mein Muschi mit deiner geilen Zunge.
Die Niedermusik.
Ciao Willi, bis morgen.
Bis morgen.
An dieser Nacht kann der Großvater einfach keinen Schlaf nicht finden.
Er hatte noch ausgiebig mit der Grete über die Heidi geredet.
Unruhig wälzt er sich im Bett hin und her, wobei ihm manches Lüftchen
entweicht.
Bis ihn endlich doch der Schlaf übermannt. Aber statt süßer Träume raubt
ihm ein Albtraum seine Nachtruhe.
Greta, schläfst du schon?
Nein, komm rein.
Ich habe einen furchtbaren Traum gehabt.
Ich habe Heidi in München gesehen.
Ausgeschaut, hat sie wieder geschnallen.
Fürchterlich, als sie ausgeschaut hat. Nein, nein, nein.
Das ist so ein Schmarrn. Das sind alles anständige Leute, stets auf Sitte und
Moral bedacht.
Meinst, meinst, es war halt ein Traum. Komm schon, hilf mir.
Was soll ich denn da machen?
Was kann jetzt er denn helfen, ne? Ja, Mai, du sollst mich halt aus dem engen
Käfig befreien.
Wie geht denn das?
Ach so, ja, so geht das, ja.
Was ist denn das für ein Schnabberloch?
So, Klumpse, greif dich. Ja, fertig und du sollst den Dock kraften.
So was hab ich ja schon lange nicht mehr in den Finger gekriegt. Hast du Zeit,
damit du es aus der Übung bekommst? Wir geben das da runter, sag ich mal.
Da ist ja noch was dran.
Ja, was haben wir denn da? Ja,
da hängt ja noch was dran.
Was muss ich jetzt tun?
Da war doch noch was. Mei, das ist schon so lange her. Ach, das ist ja das.
Ja, genau.
Ja, langsam
steigt meine Erinnerung.
Lass steigen.
Was macht man denn bloß mit den ganzen Halsen? Hör doch auf, sonst kriege ich
einen Hunger.
Hey, Gretel, was hupst du denn so auf mir rum?
Das soll doch ein Lustgefühl vermitteln, verstehst du?
Jetzt, jetzt, jetzt, jetzt.
Oh, der Regen kommt völlig und wir fliehen.
Ja, Tatsache, du bist doch bei den Schmerzern gelaufen.
Wie ihr seht, wird bei uns herum in jedweder Beziehung Wert auf Hygiene und
Körperkultur gelegt.
Die Heidi ist da keine Ausnahme.
Guten Morgen.
Morgen. Wie hast du geschlafen?
Ganz gut. Und dir?
Ja.
Ja, wunderbar. Komm, Heidi, setz dich her zu mir. Der Großvater und ich, wir
müssen was mit dir bereden.
So.
Jetzt schau nicht so besser.
Die Gretel hat Überraschung für dich.
Der Großvater und ich, wir haben uns über deine Zukunft Gedanken gemacht.
Außerdem hätten die Herrschaften in München nichts dagegen, wenn du als
Hausmadel anfangen würdest.
Magst du nicht mitfahren mit mir? Komm weiter.
Schau, Tante Gretl, ich bin doch alt genug, dass ich selber über meine
Zukunft bestimmen kann.
Und außerdem mag ich daheim bleiben.
Das habe ich mir gedacht, das arme Kind.
So ein Schmarrn, das Kind wird sich an den Gedanken schon gewöhnen können.
Außerdem wird es ihr in München bei den guten Herrschaften schon gefallen.
Dann hoffen wir es.
Unsere Heidi weist nicht ein noch aus.
Allzu sehr schmerzt sie der Gedanke, das reine, heitere Dorf verlassen zu müssen.
Heidi, schau dir, wie du das Mädchen abhängen lässt.
Das schau, Heidi. Sei doch gescheit. Das ist ein wunderschönes Haus mit
gebildeten Leuten.
Da kannst du so viel lernen.
Überleg das doch noch mal.
Ich mag aber daheim bleiben und außerdem bin ich verlobt.
Was? Wieso erfahre ich das jetzt erst?
Wir wollten es eigentlich geheim halten.
Ja, wir wollten dich überraschen.
Wer ist denn der Depp?
Der Ziegenwilli. Der Ziegenwilli? Der hungert leider mit seinen Gossen.
Den will ich erwischen.
Das ist ja wunderbar. Wenn das ein anständiger Kerl ist, der bleibt dir
dein ganzes Leben lang treu.
Willi, du musst aufstehen.
So was, Willi.
Raus aus den Federn.
Eine Luft hat es da drin wieder.
Lass das bloß stehen.
Ein frisches Wasser braucht ein Buben mit einem Frischschwert. Ich habe doch
gesagt, lass das stehen.
Was? Du hast da einen Stehbuben?
Aber mach dir nichts draus, Bub.
Das war bei meinem Sepp auch immer so in der Früh.
Gott hab ihn selig.
Die Herrschaft in München freut sich schon, dass du mitkommst.
Glaub mir das, Heidi. Ich hab ja gewusst, dass du ein braves Mann bist.
Und mit der Vera wirst du ganz gut verstehen. Ich geh jetzt meine Koffer
packen und du kannst mir helfen. Kommst mit?
Wie jeden Morgen hat sich der Ziegenwilli auch heute wieder die Zeit
genommen, seiner geliebten Heidi guten Morgen zu wünschen.
Ausgelassen springt er hinauf zum Hof vom Großvater.
Grüß Gott, Großvater. Grüß dich.
Schöner Tag heute.
Warte, dir gebe ich gleich einen schönen Tag.
Dass du dich noch darauf traust, hä?
Aua!
Was ist denn das mit dir und der Heidi? Ich wollte dich doch fragen. Ja, mach
gleich noch eine, oder soll ich den Koffer zum Bahnhof bringen?
Aber Großvater, was tust du denn? Am Morgen hättest du mich schon
kennengelernt.
Steh auf.
Aber ich mag halt nur den.
Ein einziger Ziegen, Willi.
Nimm deinen Koffer ab, Gretl.
Danke, Willi, bist ein braver Bub.
Bitte, Heidi, in ein paar Wochen kommst du nach.
Großvater, mach's gut.
Lass dich wieder mal ganz und gar ausschauen.
Du bringst das gut zum Bahnhof, Sauber.
Ja.
Der wollte sich ja bloß das Geld für die Verlobungsfeier sparen. Ja, lass ihn
einmal.
Ich glaube mir, das riecht man schon.
Am Tag der Verlobungsfeier war der Großvater wieder einmal voll in seinem
Element. Drei Jäger kommen zusammen.
Wo ist er?
Ein amerikanischer und ein österreichischer. Hä?
Ein österreichischer Jäger.
Also, der bayerische Jäger hat gesagt, ich habe einen solchen in den Hirschen
geschossen. Der hat ein solches Geweih gehabt.
Der ist schon am Boden hingeschlafen.
Und das Geweih, das hat mindestens drei Zentner gehabt.
Hör auf, das gibt es doch nicht. Der amerikanische hat gesagt, ich habe einen
solchen in den Hirschen geschossen. Der war drei Meter lang. So lang wie ein
Haifisch. Geschossen?
Geschossen.
Wahnsinn. Dann hat der Österreicher gesagt, das ist ja noch gar nichts. Gar
nichts. Ich habe einen Silberadler geschossen.
Das glaube ich auch. Einen Silberadler, haben die anderen gesagt.
Der Silberadler, der ist doch bloß so groß.
Dann hat er gesagt, aus meinem sind 160 Leute ausgestiegen.
Grüß euch gut.
Wollen wir tanzen?
Ja.
Aber dass du mit mir gehst...
Das tut mir schon sehr leid.
Weißt du, Ischi, zu solchen Anlässen nehme ich immer mein Hörgerät mit, damit
ich mehr sparen kann.
Ja, das funktioniert.
Ja, wusstest du?
Du kannst doch nicht die Blume trinken. Das höre ich selber.
Sag einmal, bist du mir immer noch böse?
Böse bin ich dann nicht mehr, du krummer Hund.
Aber Paris haben wir noch lange nicht. So, jetzt meinst du?
Geh weiter, Harry, geh mal tanzen. Warum nicht? Mit dir auch mal.
Lass mich halt einmal vorbei da. Was willst du? Sag's doch gleich.
Zeig ich.
Jetzt tanzen sie.
Geh weiter.
Du hast ja noch nie getanzt, Elli.
Aber mit den Haaren mache ich.
Und ausgelassen drehen sich die Paare nach unserer altenländischen Musik.
Ja, wir da herum verstenken schon zum Feiern.
Das werden die zwei Jungverlobten nicht so bald vergessen.
Das Fest zu ihren Ehren.
So, magst du einen Anzug an?
Bist du ganz blöd, Deppete? Jetzt hast du doch schon wieder dein Herkret nicht
richtig eingestellt.
Und wie bei einer jeden Feier bei uns in den Bergen herum, gibt's natürlich auch
hier ein bisschen Streit. Was unseren Verlobten aber nix ausmacht. Sie sind
einfach glücklich.
Eigentlich bin ich schon voll.
Einer geht halt weiter.
Geh weiter!
Na?
Ich mein, Albert, bei dir klang's wirklich.
Der Briefträger Harry und Elli suchen ein stilles Platzerl, um sich ein
bisserl von der Gaudi zu erholen.
Willst du noch ein bisserl? Ja, für dich, Albert.
Weißt du, dass ich schon lange geil auf dich bin?
Und weil Elli keine Kostverächterin ist, da ist sie wie ihr Mann, der Franz,
nimmt sie die Offerte vom Harry gern an.
Sieht die aus, ich kann's nicht erwarten.
Harry, hast du eine kerndlgeforderte Figur.
Pass auf, jetzt kommen meine zwei Mordstücken.
Nebenan ist es inzwischen auch ein bisschen ruhiger geworden.
Mag man's? Ja, was?
Mein Kreuz. Mit dir ist es so, ich weiß schon, ein Kreuz.
Gehen wir. Ich habe ja eh nicht mehr weit rum.
Ja, Vater.
Schön vorsichtig.
Das magst du sagen mit so einem Rausch im Gesicht.
Gute Nacht, Franz.
Gute Nacht.
Ich weiß nicht, was ich tun soll.
Und während nebenan sich die Gaststube leert, haben die zwei im Nebenzimmer
eine hübsche Beschäftigung gefunden, die offenbar beiden wohlgefällig ist.
Schmeckt immer rum.
Der Franz hat das Glück, dass er sowas wie die Aue weiter rum hat.
Merkst du, wie er dick wird, der Lümmel?
Na,
ist der stramm?
Das wird nur mehr.
Nicht nachlassen.
Da schaukst, unseren Franz hat der Alkohol ziemlich müde ausschauen lassen,
während der Briefträger und Elli unverzagt ihrer Lust frönen.
Naja, ein bisserl was geht bei uns im Gebirg allerweil.
Ja, mei, das ist ja die Irmi.
Irmi, lass mich aus.
Gottsefix, hör doch auf.
Irmi, jetzt geh ich aus.
Geht nix mehr.
Tut mir leid.
Oh mein Gott. Ihr von der Post, ihr kennt es.
Ist es gut.
Der kleine Rossgurt.
Ja, hier ist gut.
Da seht ihr es, dass man ohne Schnaps und Bier viel weiter kommt im Leben.
Das haben Elli und der Briefträger klar erkannt.
Und dass dabei in unserer heilen Bergwelt manchmal halt ein bisschen
dächtig zugeht, das ist bei der gesunden Luft ja auch kein Wunder.
Ist das geil.
Jetzt stoße dir mein Riemen bis ins Hirn auf. Ja, ja.
Das macht dich geil.
Das macht Freude.
Mach weiter, tiefer, schneller.
Franzl schlaft inzwischen den unschuldigen Schlaf der Gerechten.
Was ist denn das?
Wie gibt's das?
Es regnet schon wieder.
Ich glaube, ich gehe heim.
Geh, Willi, warte.
Ich schicke dich halt.
So gingen die Tage dahin.
Und der Augenblick der Trennung für unsere beiden Verlobten ist immer näher
gekommen. Der Willi ist jeden Tag hinter seinen Gossen hergelaufen und Heidi hat
sich daran gefreut, wie auch allerweil.
Keiner hat gedacht, dass jetzt schon bald dieses unschuldige Glück sei
endhaben wird.
Die beiden sind über die Matten und über die Almen gekupft.
Und sie haben in der Scheune und an ihren Lieblingsplätzen ihre unschuldigen
Jugendspiele gespielt.
Der Willi wurde
nicht müde, der Heidi seine Zuneigung zu zeigen. Und so kam es.
dass ihr junges Fleisch in der klaren Bergsonne immer wieder
aufeinandergeprallt ist.
Du wirst mir fein in der Stadt, Willi.
Aber die Heidi revanchiert sich beim Willi für seine Anstrengungen hin und
wieder mit einem Kunststückchen, das nur sie so beherrscht. Und auch die geliebte
Schaukel wird in die heiteren Spiele einbezogen.
Die beiden sind ausgelassen und guter Dinge und genießen ihre Jugend und ihre
reine, unschuldige Liebe in vollen Zügen.
Vielen Dank.
Eines wunderschönen Tages, an dem wie immer über den majestätischen Bergen die
Sonne aufgeht, ist es dann soweit.
Die Stunde des Abschiednehmens rutscht unaufhaltsam näher.
Hörst, pass auf dich auf, Heidi. In so einer großen Stadt kann so viel
passieren. Ich möchte mich auf dich verlassen können.
Komm mal frisch und munter wieder zurück.
Führ dich gut, Großvater. Führ dich, Heidi.
Ich geh jetzt.
Und sagst der Tante Gretl ein schöner Gruß von mir.
Mach's gut.
Mach's gut.
Traurig macht sich Heidi auf den Weg zum Bahnhof.
Fort aus ihren Bergen, fort vom Großvater und fort von ihrem geliebten
Willi.
Der sitzt schon unten am Wegscheid und wartet auf seine Verlobte, um sie zum
Bahnhof zu begleiten.
All sein Frohsinn ist von ihm gewichen und auch die Heidi kann ihre Tränen kaum
noch zurückhalten.
Da bist du, Schatz.
Ja, jetzt ist es soweit. Immer.
Die zwei sind nicht mehr fähig zu reden.
Der Abschiedsschmerz druckt ihnen die Kehle zu.
Der Personenzug nach München fährt in wenigen Minuten auf dem einzigen Gleis
ab. Bitte beim Einsteigen beeilen und die Türen schließen.
Vorsicht bei der Abfahrt.
Ich werde ihn nie vergessen.
Und dann setzt sich der Zug in Bewegung und bringt die Heidi weit fort in die
große fremde Stadt.
Traurig und allein nimmt die Heidi Abschied von ihrer geliebten Heimat.
Und es ist ihr Bamm ums Herz, während die Wiesen und Wälder an ihr
vorbeiziehen.
Aber dass so eine Geschichte traurig bei uns ausgeht, das braucht ihr nicht
glauben, liebe Leute.
Das hat ja schließlich erst angefangen. Und wie es unserer Heidi und den Leuten
vom Dorf weiterhin geht, das wird euch doch sicherlich interessieren.
Das seht ihr dann im zweiten Teil.
Can't find what you're looking for?
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