All language subtitles for The Silent War Der Gejagte 2019 HD BluRay.x264.SRTdeutsch

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Original subtitles

IM OKTOBER 1944 WURDE DIE SOGENANNTE „OPERACIÖN RECONQUISTA“ DURCHGEFÜHRT.

DER VERSUCH, EINEN AUFSTAND DES VOLKS GEGEN DIE DIKTATUR FRANCOS AUSZULÖSEN.

DIE MISSION: SPANIEN MIT EINEM HEER

VON 1.000 REPUBLIKANISCHEN SOLDATEN EINZUNEHMEN,

DIE SICH SEIT DEM BÜRGERKRIEG IN FRANKREICH IM EXIL BEFANDEN.

MONATE VOR DER OPERATION ÜBERQUERTEN VERSCHIEDENE GUERILLA-TRUPPEN

DIE FRANZÖSISCHE GRENZE, MIT DEM ZIEL, SABOTAGEAKTE ZU BEGEHEN.

DIES IST DIE GESCHICHTE EINER DIESER KOMMANDOEINHEITEN.

8. OKTOBER

Wir sind in Schussweite, Herr Sargento.

Sollen wir schießen?

Nein.

Ist zu mühsam, die Leichen ins Lager zu bringen.

Es sind nur zwei.

Und sie sehen nicht gefährlich aus.

Auf gehts, Franquito. Schnappen wir sie uns.

Stehenbleiben! Und keine Bewegung.

Ganz ruhig. Waffen runter. Los!

Und ab jetzt wird gemacht, was ich euch sage. Dann passiert euch nichts.

Es ist ziemlich einfach. Wir gehen zur Kommandantur der Guardia Civil

und erwarten von dort unsere Befehle.

- Herr Sargento! - Also?

Herr Sargento!

Stör mich nicht, ich rede gerade!

Los, Gomez! Entwaffnen Sie sie.

- Herr Sargento! - Was?

Lassen Sie das.

Gebt ihnen etwas zu essen. Hier am Feuer wird euch schon warm.

Ihr Lager, so sagte Castillo, ist etwa einen halben Tagesmarsch entfernt.

Ich werde mich darum kümmern.

- Das sind doch halbe Kinder. - Das sind nicht deine Schüler.

Wir haben eine Mission. Nur darauf kommt es an.

Sie bedeuten nichts und nicht mal wir sind wichtig.

Sie denken darüber nach, dass sie ihre Familien nie wiedersehen werden!

Diese Kinder entführen unsere Frauen!

Sie demütigen sie und bringen sie um, klar?

- Diese Kinder? - Ja, diese Kinder, ja.

So ein Schwachsinn.

Ich muss dich doch nicht an die Gesichter unserer Kameraden

vor einem Erschießungskommando erinnern, oder?

Ich scheiß auf die!

Sie werden uns umbringen.

Das tun sie ganz sicher.

Haben Sie eine Zigarette?

Und Feuer.

Sehen Sie die Patrone?

Bewahren Sie sie. Und wenn Sie wieder mal einem der Unseren begegnen,

machen Sie sich bewusst, dass sie nicht in Ihrem Kopf steckt.

Ich wollte es den Männern bloß noch nicht sagen.

Aber in Toulouse scheint alles bereit zu sein.

Das wird der Wahnsinn!

Freuen wir uns nicht zu früh. Noch ist überhaupt nichts klar.

Die Befreiung von Frankreich steht fest. Und sobald die Nazis weg sind,

interessiert die Alliierten nur noch eine Sache.

Weg mit Franco und Europa säubern.

Wieso hätten sonst gerade 200 Kameraden die Grenze bei Port Vell überquert?

Es ist nur eine Frage von Monaten,

bis diese Berge voll von unseren Kameraden sind.

Da ist sie.

Jagen wir die Scheiße in die Luft.

Sargento, steigen Sie auf Ihr Pferd und verschwenden Sie meine Zeit nicht.

Schnappen wir uns diese Männer!

Ja, mon Capitan.

Haltet gut die Augen offen!

Das ist der letzte.

Macht euch bereit! Drei Minuten!

SILENT WAR - DER LEISE KRIEG

Was ist da vorne los?

Langsam, bleibt dicht beieinander!

Da ist was faul!

Da ist jemand!

Geht in Deckung!

Lauft, Männer! Los, lauft!

Los, weg hier!

Kannst du mir sagen, was hier vorgeht?

Was denkst du, was vorgeht?

Das ist doch wohl verdammt offensichtlich: Wir werden angegriffen!

Jetzt mach schon und schieß, Benitez!

Das ist ein Gewehr, keine Wurst!

- Anselmo! - Vicente! Ganz ruhig!

Wir werden angegriffen! Anselmo, du musst hier verschwinden!

Los, vorwärts!

- Mein Bein! - Ich krieg dich nicht raus!

Anselmo! Anselmo!

Anselmo, verschwinde!

Verschwinde! Verschwinde!

- Ich höre nichts! - Du sollst abhauen!

- Ich kann dich nicht hören! - Anselmo, lauf weg!

Anselmo, lauf weg!

Anselmo!

Mein Freund. Du musst verschwinden. Ich bitte dich! Hörst du...

Weg hier, weg hier, weg hier, bitte, bitte!

Weg hier! Du sollst hier abhauen! Weg hier! Weg hier! Verschwinde!

Halt, oder ich schieße!

Cabo! Waffe runter!

Erst wenn ich jedem von euch eine Kugel in den Kopf gejagt habe,

ist dieser Krieg vorbei.

Haben Sie nicht verstanden? Nehmen Sie die Waffe runter!

Was zum Teufel soll das?

Sargento!

Schicken Sie ein paar Männer über den Fluss.

Die sollen mir den Mistkerl bringen.

Wird's bald?

Na los!

Bewegung! Über den Fluss!

Komm her, mein Junge!

Sargento, bringen Sie mir die Karten von dieser Gegend. Soldat, mein Pferd.

Kommt schon, Soldaten! Folgt mir!

Sehen wir uns mal um.

Rosa!

Rosa!

Ja, ja, ja.

Was ist denn los, wieso schreist du denn so?

Sie haben Vicente geschnappt! Er ist in der Kirche.

Mein Vicente!

Hier sind sie, Capitan Bosch. Die Pläne. Sie sind ein bisschen...

Muss genügen.

Setzen Sie sich.

Denken Sie nicht einmal daran, Sargento.

In Indianerfilmen sieht man immer solche Dinger.

Das ist ein „Tigre“. Eine Kopie der Winchester aus Amerika von 1892.

Wird nicht mehr hergestellt.

Sargento!

Ja, Capitan?

Sind Ihnen diese Wälder vertraut?

Ja, sind sie.

Und wenn Sie die Frage gestatten:

Wozu der ganze Aufwand, um diesen Mann zu fangen?

Der Krieg ist vorbei. Was also denken Sie, tun wir hier?

Wir jagen Indianer, Sargento.

Der Gefangene?

Er ist im Stall, Capitan.

Sprechen wir mit ihm.

Jawohl, Capitan.

Wir schlagen hier unser Lager auf.

Jawohl, Capitan.

Kommen Sie mit.

Lassen Sie das Päckchen hier. Sie können es nachher abholen.

Sie dürfen dem Gefangenen nichts mitbringen.

Was ist, wollen Sie ihn nun sehen?

Ich hab nicht den ganzen Tag Zeit.

- Geht es dir gut? - Ja.

Was ist passiert?

Nichts. Nichts. Setz dich doch. Setz dich, Rosa, bitte.

Sie verhören mich wegen Anselmo.

Ich sagte, dass ich nichts weiß und das stimmt auch. Ich weiß nichts.

Mach dir keine Sorgen um ihn. Er wird sich zur Grenze durchschlagen.

Aber was wird aus dir?

Der, der mich verhört hat, verfolgt Anselmo. Dann kommt er wieder.

Sie haben gesagt, es hängt von mir ab, wer von uns beiden sterben wird.

Es tut mir leid, Rosa. Verzeih mir.

Dona Rosa!

Ihr Päckchen. Ist bloß ein bisschen Zeitungspapier,

damit man nichts merkt. Sie wissen schon, die Leute. Seien Sie unbesorgt.

Ich werde Ihrem Mann das Essen und das Hemd geben.

Und wieso tun Sie das?

Guten Tag.

Stehenbleiben!

Stehenbleiben!

Runter! Steigen Sie vom Pferd ab!

Ich will Ihnen nichts Böses. Antworten Sie mit Kopfbewegungen;

haben Sie noch mehr Waffen außer dieser Flinte?

Nein, nur dieses Gewehr. Ich habe auch etwas Geld.

Haben Sie mehr Waffen?

Nein, das sagte ich doch.

Kopfschütteln oder Nicken bitte!

Ziehen Sie den Mantel aus.

Näher ran!

Schreiben Sie den Namen des Pferdes auf.

Sie können den Namen ändern, wenn Sie wollen.

FÜHRER

Ein harter Bursche, dieser Vicente, Capitan.

Die sind loyal.

Nicht einfach, da was rauszubekommen.

Ich zweifle, ob wir den Flüchtigen noch schnappen.

Er ist bestimmt schon an der Grenze, Capitan.

Sargento, mir entkommt ein einsamer Guerillakämpfer im Wald nicht.

Bevor es Nacht wird, leistet Anselmo Vicente Gimeno Gesellschaft.

Da drüben sitzt jemand, Capitan.

Hey!

Ho!

Oh Gott sei Dank!

Das ist Señor Marquez, der Sohn des Grafen.

Was ist passiert?

Ein Wegelagerer. Er hat mir das Pferd geraubt.

Ich sagte ja schon, es wird nicht einfach, diesen Anselmo zu fassen.

Ganz ruhig. Ganz ruhig.

Ganz ruhig. Ich werde dir nichts tun. Ich tu dir nichts, hörst du?

Also schrei nicht, ja?

Ist noch irgendwer da drin?

Ganz sicher?

Ich will nur was essen.

Ganz ruhig. Ich lass jetzt los.

Nicht schreien. Nicht schreien.

Kommt demnächst irgendwer nach Hause?

Mein Mann, wenn es dunkel ist.

Ich versteh nichts, weil ich taub bin. Antworte mir mit dem Kopf.

Wir machen das jetzt so:

Wir gehen da rein.

Du wirst mir etwas zu essen machen. Ich bezahle dir dafür zwei Peseten.

Dann verschwinde ich.

Und du darfst niemandem sagen, dass du mich gesehen hast.

Und mach keine Dummheiten.

Los, rein.

Warte! Ganz ruhig! Ganz ruhig! Ich kenne ihn! Ich kenne ihn.

Keine Sorge. Ich mach das schon. Ganz ruhig.

Ich mach das. Geh da rein!

Hallo Elvira.

Hallo Jaime. Was machst du denn hier?

Na ja, wir sind mit einer Armeepatrouille hier.

Wir suchen einen flüchtigen Banditen.

Hast du hier jemanden gesehen?

Nein, Jaime, du weißt doch, hier kommt nie jemand vorbei.

Hier gibts nur die Tiere und mich halt.

Hast du Wein?

Ja, klar. Setz dich.

- Und wie geht es deinen Eltern? - Wo ist denn dein Mann?

Er ist auf der Jagd.

Hier ist dein Wein.

Warum weichst du mir aus?

Wieso hast du mich damals nicht gewollt, Elvira?

Ich weiß nicht, wovon du redest.

Doch. Das weißt du.

Du hast mich vollkommen verstanden.

Ganz und gar nicht, das ist...

Ich meine, das ist doch ewig her, stimmt's?

Mit mir würdest du hier nicht versauern müssen.

Sieh dich um!

Du bist hier verloren.

Abgeschnitten.

In diesem Schweinestall!

Es ist noch nicht zu spät.

Wenn du das auch willst, können wir...

- Ich weiß nicht... -...von hier weggehen.

Gib mir Zeit, nachzudenken. Ja?

Verzeih mir, aber jetzt...

Wir gehen von hier weg. Lass uns ganz weit weggehen,

nur du und ich, Elvira. Überlege es dir.

Versprich mir, dass du darüber nachdenkst!

Schwör mir, dass du das tust!

- Nein, Jaime! - Elvira!

Verzeih.

Geh jetzt, bitte.

Hast du nicht gesagt, dass dein Mann auf der Jagd ist?

Nein! Jaime!

Jaime, nicht, bitte, lass das!

Jaime, hör zu! Hör mir zu!

Bitte geh weg! Bitte geh, sonst passiert etwas Schlimmes!

Jaime, ich bitte dich inständig, geh!

Jaime!

Jaime! Wir waren doch immer Freunde! Jaime, bitte, bitte!

Ich flehe dich an. Bitte, du musst weg!

Bitte, Jaime.

Hör auf mich.

Ich kenne ihn schon, seit er noch ein Kind war. Er ist ein guter Mensch.

Was ist denn bloß aus uns geworden?

Vielen Dank.

Keine Bewegung!

Ganz ruhig.

Ganz ruhig!

Her mit der Waffe!

Die Waffe her, hast du nicht gehört?

Er kann dich nicht hören, weil er taub ist!

Elvira, sei still, halt den Mund, ja?

Geh zurück! Noch weiter. Wird's bald?

- Und du, gib die Waffe her! - Ich sag dir doch, dass er taub ist!

Du bist auf ihrer Seite! Du hast ihn bei dir versteckt.

Du warst immer auf ihrer Seite! Du warst immer auf ihrer Seite!

Ich kenne keine Seiten, ich will nur nicht, dass jemand verletzt wird!

Er soll die Waffe ablegen. Mach schon, her mit der Waffe!

- Bitte beruhige dich. Jaime! - Hörst du nicht?

- Her mit der verdammten Waffe! - Jaime, so beruhige dich doch!

Halt's Maul!

Du...

...klar?

Ich hab doch gesagt, dass er taub ist! Er hört dich nicht!

Bleib da! Bleib, wo du bist!

-...her! - Er kann dich nicht hören!

Rojas!

Absteigen!

Anselmo!

Soll ich dir was sagen?

Der Krieg hat mich gelehrt, dass jeder Gefangene Schwierigkeiten bedeutet.

Du weißt schon, einen Haufen Probleme.

Aber ganz besonders

missfällt mir an Gefangenen, dass ein Vergnügen wegfällt:

Die besondere Befriedigung, einen Feind umzubringen.

Anselmo!

Hey!

Hey!

Anselmo! Du entkommst mir niemals!

Am Ende finde ich dich doch!

15. OKTOBER

Stellt das Feuer ein!

Hört auf zu schießen!

Los, lauft! Lauft! In Deckung!

Ich will die Musik hören!

Teufel auch!

Für sowas wie das hier war es mehr als wert, den Krieg zu gewinnen.

Und für die Möglichkeit, dass ich mit einer so mutigen Dienerin

unseres Vaterlandes die Bekanntschaft gemacht habe.

Die uns jetzt mit ihrer Anwesenheit beehrt.

Ich habe meine Mission erfüllt.

Ich habe meine Mission erfüllt, Coronel!

Senora? Oder Senorita?

Teniente.

Teniente Sergeevich.

Darya Sergeevich Volkov.

Sie arbeitet für uns.

Worin besteht der Wert für Sie?

Wozu die Kollaboration mit unserer glorreichen spanischen Armee?

- Meine Werte, Coronel... - Ja?

...sind alle gestorben.

Darya wurde zur Eliteschützin ausgebildet.

Und zwar in der glorreichen russischen Armee.

Das geben Sie im Lager ab. Sie werden dort die vereinbarte Summe erhalten.

Erlauben Sie mir eine Frage?

Wie kam es dazu?

In Stalingrad.

Es gab dort einen deutschen Schützen,

der dem russischen Heer viele Verluste bereitet hat.

Ich schließe daraus, Sie wurden in ein Duell verwickelt.

Sie haben ihn verfehlt.

Und er traf Ihr Auge.

Aber am wichtigsten ist doch, wer zuletzt schießt.

Meine Herren, es war mir ein Vergnügen.

Darya? Kennen Sie Capitan Bosch?

Nun, Capitan Bosch besitzt großen Einfluss in Madrid.

Ich denke, Sie wären fraglos für ihn sehr nützlich im Falle Anselmo Rojas.

Bosch ist doch Spezialist in sowas.

Dann sind Sie wohl vielleicht die bessere Spezialistin. Genug jetzt!

Holen Sie sich im Lager ihre Instruktionen ab

und machen Sie sich auf den Weg.

Erledigen Sie diesen Rojas. Dann sind wir alle glücklich.

Interessantes Weibsbild.

- Die hat ganz schön Temperament! - Das stimmt. Oh ja!

- Wär bestimmt eine süße Freundin. - Denk nicht mal dran.

Meine Herren...

Da, nimm.

Das wird dir guttun.

Willst du was essen?

Oder mehr Wein?

Bitte, sag: Wo hältst du dich versteckt? Wo bist du gewesen?

Ich kann dich nicht hören. Ich versteh dich nicht.

Du hörst nichts?

Nein, ich bin taub, durch den Lärm einer Explosion.

- Gar nichts? - Nein, ich höre gar nichts.

Aber ich brauche Sachen. Und sie suchen nach mir.

Bitte. Bitte.

Verzeih. Ich brauche ein paar Sachen und ich werde gesucht.

Ich weiß nicht, wie dicht sie mir auf den Fersen sind,

-aber sie suchen mich noch. - Ich verstehe. Warte.

Warte.

Komm rein.

Mira, dieser Herr ist ein Freund von Papa.

Aber er kann nichts mehr hören,

wegen eines Unfalls.

Also schreib bitte alles auf, was ich jetzt sage.

- Gut. - Ja?

Das ist fein.

Vicente ist in Gefangenschaft.

Was werden sie mit ihm machen?

Ich weiß nicht.

Aber du solltest fliehen.

Los, schreib das auf!

Nein. Nein.

Sie werden nicht aufhören, nach dir zu suchen.

Du schreibst sehr gut.

Danke.

Wo hast du das gelernt?

Hier. Hier.

- In der Schule. - Ja.

- Hier in der Dorfschule? - Ja.

Die ist also noch offen?

In Anbetracht der Lage halte ich mich noch versteckt.

Die Invasion steht kurz bevor, Rosa.

Bald sind wir alle wieder frei.

Zu ihren Diensten, Capitan.

Sie haben Besuch. Sie wartet oben.

Zu Hilfe!

Gestern Nacht wurde ein Dorfbewohner getötet.

Der Mann war Käsehändler.

Verdächtigen Sie etwa mich?

Ich hab es schon gesagt, zum Capitan,

ich weiß nichts.

Ich denke, Vicente und ich wollen uns allein unterhalten.

Sie glauben mir das wahrscheinlich nicht, Vicente,

aber ich weiß ganz genau, was Sie gerade durchmachen.

Sie denken jetzt, dass alles verloren ist.

Mein Vater liebte solche Situationen.

Wir nennen das „Peklo“.

Reisen in die Hölle.

Ich kenne sie gut, Ihre „Peklo“. Ihre Hölle.

Das russische Heer

hat mich mit 14 Jahren rekrutiert.

Jemand von der Partei hat ihnen wohl erzählt,

ich wäre sehr geschickt im Umgang mit Waffen.

Sie haben mich an die Front gebracht.

Sie brachten mich an die Front, ich begann zu morden.

Ohne es zu merken.

Jeden Tag

reiste ich 'm meine „Demo“ ,

tat dort meine Arbeit

und ging wieder zurück.

Eines Nachts

wartete ich dort auf mein Opfer.

Das war im Winter.

Und die Stunden vergingen sehr langsam.

In dem Moment, als mein Opfer auftauchte,

ergriff mich Angst.

Ganz furchtbare Angst.

Eines Tages

würde alles vorbei sein.

Und keiner mehr übrig sein,

auf den man schießt.

Und da wusste ich, es gab

keine Umkehr

für mich aus der „peklo“.

- Nein! - Du jedoch

hast noch die Möglichkeit, aus der Hölle zurückzukehren.

Einfach, wirklich.

Heb den Blick!

Ich frage dich jetzt zum letzten Mal: Wo hält sich Anselmo versteckt?

Guten Tag, Josefa.

Guten Tag, Rosa.

Ich hätte gern ein paar Mohrrüben und dann noch etwas Porree.

Hast du auch Fleisch?

Ein Schweinefilet?

Ich hab noch was hinten.

Was gibts denn? Hast du was zu feiern?

Die Kleine ist ein bisschen krank.

Sie hat Fieber, du weißt, wie das ist.

Hör bloß auf! Von Krankheiten will ich nichts wissen.

Ich weiß ja nicht, wie es dir geht, aber mich fressen die Wanzen auf!

Ist das für dich normal?

- Guten Tag, die Herren. - Guten Tag.

Guten Tag.

Das Fleisch ist gut, du wirst schon sehen.

Und dann hätte ich gerne noch ein wenig Porree.

- Was schulde ich dir? - Nichts, bezahl es später.

Das zahlt sich doch alles nicht aus. Ich meine, versteh mich nicht falsch,

natürlich müssen wir kämpfen, aber im Grunde genommen...

- Was soll denn das? - Halt die Klappe.

Oder weißt du etwa nicht, wer die Schlampe ist?

Gehen Sie nur, Senora. Ich bitte um Verzeihung für meinen Kameraden.

Soldaten!

Raus hier.

Ich bitte um Entschuldigung für meine Soldaten.

Ich habe eine Bestellung.

Rosa?

Deiner Kleinen gute Besserung.

Danke.

Deine Tochter?

Los, geh spielen.

Na, mach schon.

Geh nach Hause. Lauf schon, na los. Beeil dich.

Ich komme gleich nach. Lauf schon.

Ich will dir einen Rat geben.

Sprich mit deinem Mann.

Wir wissen beide, dass er mir nichts sagen wird.

Und je mehr Zeit vergeht, desto mehr Menschen leiden.

Vicente weiß wirklich nichts von Anselmo.

Er hat es mir gesagt.

Und mein Mann lügt mich niemals an.

Schlampe!

Oh, ich hasse solche Frauen wie dich.

Ihr Frauen seid nur die Schatten eurer übergroßen Ehemänner.

Ihr seid nur armselige Haustierchen.

Los, komm, Schlampe!

Beweg dich!

Halt!

Ho. Brav.

Das ist noch keine drei Stunden alt.

Ich will, dass Sie absteigen.

Sargento, der Mann ist gefährlich.

Ich hab gesagt: Absteigen!

Und dass hier niemand schießt, bevor ich schieße, ist das klar? Franquito...

Überprüfen Sie den Hügel, ich übernehme den Fluss.

Sargento?

Sie sollten aufpassen.

Anselmo, drehen Sie sich um.

Anselmo!

Anselmo!

Warten Sie! Ganz ruhig, ganz ruhig. Ganz ruhig, Anselmo, ich...

- Nicht bewegen! Nicht bewegen! - Anselmo! Bitte sehen Sie her!

Sie müssen über den Fluss. Hinter mir sind noch zwei Soldaten. Anselmo!

Nach Ihnen. Hören Sie mich, Anselmo?

Nehmen Sie!

Ganz ruhig.

Ihr Bastarde!

Sargento! Nein!

Los, komm, wir verschwinden!

Schnappen wir ihn uns, Cabo!

Er ist nur einer, wir sind zwei.

Ja. Und bis gerade eben war er einer und wir waren drei.

Machen Sie, was Sie wollen. Ich verschwinde.

30. OKTOBER

Wo warst du? Ich habe seit Wochen nichts von dir gehört.

Beinahe dachte ich, du wärst tot.

Es ist alles verloren.

Du weißt von alldem nichts?

Die Invasion ist gescheitert.

INVASION GESCHEITERT

Ich habe Angst.

Ganz ruhig.

Ja.

Ruhig. Ruhig.

Ist gut.

Schon gut. Ganz ruhig.

Anselmo.

Anselmo.

Du darfst nicht hinsehen. Du darfst nicht.

Caudillo!

Wie dieser Hund rennen kann!

Holen Sie diese Ratte aus ihrem Loch.

Heißt das, wir sollen da reingehen?

Ist das ein Problem, Soldat?

Nein.

Ich will ihn lebend.

Die Scharfschützin ist mit vier Männern los.

Wann etwa war das?

Vor etwa drei, vier Stunden, Capitan.

Sie haben gesehen, wie Rojas aus dem Haus des Gefangenen kam.

Rufen Sie alle Männer zusammen.

Verdammte Ratte!

Kommst du jetzt raus, oder muss ich dich holen?

Was machen wir jetzt?

Ich bleibe hier.

Was?

Jetzt geh schon weiter und zeig, dass du kein Mädchen bist!

Ein Pferd.

Da ist ein Pferd.

Sag mir, wie viele ihr seid.

Bitte, bitte! Nicht, bitte.

Zeig es mir mit den Fingern, wie viele sind draußen?

Ich weiß nicht. Ich weiß es nicht, weiß nicht.

Eine! Eine, eine! Eine.

Schließ deine Augen.

Du wirst es da drinnen nicht ewig aushalten.

Ich kann warten.

Ich brauche dich noch ein letztes Mal.

Und diesmal musst du noch schneller laufen als sonst.

Denn sonst wird keiner von uns beiden das hier überleben.

Verdammter Bastard!

Eins.

Zwei.

Dieser Bastard.

Stirb!

Sieh mich an! Sieh mich an!

Sieh mich an!

Sieh mich gefälligst an!

Ganz ruhig.

Ganz ruhig.

Verzeih mir.

Capitan!

Senora, guten Abend. Darf ich hinein?

Was kann ich für Sie tun, Capitan?

Komm ruhig zu mir.

Komm ruhig näher, na los, mach schon.

Komm noch näher.

Mach!

Halt still!

Halt still!

Ganz ruhig.

Du kannst schon schreiben, wie ich sehe.

Gehst du gern zur Schule?

Ja.

Los, sprich lauter, ich hör dich nicht.

Ich hab gesagt: Ja.

Und wer ist dein Lehrer?

Pater Bustillo, Señor.

Den kenne ich. Ein braver Patriot.

Es ist gut, Dinge zu lernen.

Die Geschichte des Vaterlandes lehrt einen, wo man herkommt.

Und insbesondere, wo man hingeht.

Es ist wichtig, dass man viel weiß.

Um seinen Gegnern zu begegnen.

Und klüger zu sein als sie.

Morgen werden wir deinen Vater freilassen.

Ist das nicht schön?

Da, nimm.

Für dich.

Nimm schon.

Ich schenk es dir.

Ich will Sie nicht belügen.

Wir machen schwierige Zeiten durch und man kann nie wissen.

Aber wir haben festgestellt, dass es in diesem Dorf sehr unruhig wird.

Und das ist nicht unser Interesse. Verstehen Sie?

Vicente scheint wirklich nichts zu wissen.

Also

lassen wir ein wenig Zeit ins Land gehen, damit sich die Dinge beruhigen.

Gott wird es schon richten.

Und wenn ich Ihnen einen Rat geben darf:

Es wäre klug, wenn Ihr Mann sich für eine Weile ruhig verhält.

Es wäre sehr gut möglich, dass wir hin und wieder Fragen stellen.

Komm. Komm. Komm.

Komm her, mein Schatz. Er ist weg. Hörst du?

"Heute lassen sie Vicente frei.

Hol ihn hier raus und bring ihn nach Frankreich.

Es geht ihm sehr schlecht und sie werden ihn nicht in Ruhe lassen.

Ich hab im Dorf von den fünf Soldaten von gestern gehört.

Sie werden alles tun, um dich zu finden. Ihr müsst fliehen.

Ich will darüber nicht diskutieren, Anselmo. Bitte.

Hol Vicente morgen bei Sonnenaufgang an der Brücke am Fluss ab. Rosa."

Warum bist du auf einmal frei, Vicente?

Anselmo!

- Wo bist du? - Bleib stehen!

Was hast du gesagt, damit du freikommst?

Ich hab nichts gesagt.

Ich bin allein.

Sie lassen nie einen Guerillakämpfer frei!

- Anselmo, ich bin allein. - Warum bist du also frei?

Beruhige dich.

Beruhige dich. Komm.

Keine Bewegung. Oder ich muss auf dich schießen.

- Ich bin allein. - Du hast mich verraten, nicht wahr?

Hast mich verraten.

- Nein, nein. Ich bin allein. Glaub mir. - Deshalb haben sie dich freigelassen.

Anselmo, hier ist niemand!

Diese Schweine. Diese Schweine! Wo seid ihr?

Anselmo, beruhige dich, hier ist keiner!

- Wo seid ihr? - Hier ist keiner, Anselmo!

- Los, kommt raus, verdammt! - Da ist keiner!

Zeigt euch!

...niemand, Anselmo!

Mein Freund!

...Verräter!

Nein!

Nein!

Nein!

Nein!

Nein!

Nein!

Nein!

Nein!

Nein!

Nein!

Mein Freund!

Jetzt hab ich dich!

Aber was machen wir jetzt mit Rojas?

Anselmo Rojas ist so gut wie tot.

8. NOVEMBER

Rosa. Sieh weg.

Leb wohl.

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