All language subtitles for Hotel.Desire.2011.720p.BluRay.DTS.x264-EbP_ger

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Original subtitles

(sehnsuchtsvolle Musik)

(Klopfen an der Tür)

LUCA: Mama! Wir müssen los!

TONI: (undeutlich) Wie spät ist es denn?

Nimm doch mal die Bürste aus dem Mund./

Wie spät ist es?

9:30 Uhr, Mama!

Wann geht der Bus noch mal?

9:50 Uhr./ In 20 Minuten!

(laute Musik aus dem Autoradio)

LUCA: Rot!

(Reifen quietschen)

Entschuldige... (macht das Radio leiser)

LUCA: Schon gut.

Du hast es versprochen, Mama! Ich will nicht, dass du Krebs bekommst!

Woher weißt du denn, was Krebs ist? - Internet.

Ach Luca...

(Musik im Radio wird lauter) LUCA: Grün!

(Reifen schlittern)

(sie zieht die Handbremse)

Wo hab ich den Schlüssel? - Er steckt, Mama!

Scheiße!

Mama! - Was denn?

Nicht schimpfen! - Entschuldige!

(Druckregler vom Bus bläst ab, der Motor läuft)

Moment!

Ach Luca, was soll ich denn nur ohne dich machen?

Du schaffst das schon, Mama! In zwei Wochen hast du mich doch wieder!

Versprochen? - Na klar!

BUSFAHRER: So, hier, mein Junge. Komm mal her, gibt's ein Mützchen.

Danke sehr! - Gern geschehen.

Luca...

Wo soll's denn hingehen, Luca? - Zu meinem Papa! In Paris holt er mich ab!

Und dann fahren wir nach die Kotze da Ure!

(Busfahrer lacht) - Oh Luca...

Ihr fahrt an die Côte d'Azur. - An die Côte d'Azur.

Genau. Weißt du, was das heißt? - Nein.

Die Azurblaue Küste. - Wow!

Genau. Los geht's, komm!

Azurblau ist ein ganz, ganz kräftiges blau. Stimmt's, Mama?

Stimmt ganz genau.

Luca! - Ja?

Vergiss nicht, du wolltest mir einen Zitronenfalter fangen!

Versprochen!

Ich liebe dich. - Ich dich auch!

Grüß Papa von mir. - Mhm. Mach ich.

(Tür fällt ins Schloss)

Und nicht rauchen, sonst fängt es an zu regnen!

Versprochen.

RADIOSPRECHER 1: Das klingt ja Wirklich spannend.

Julius Pass ist also ein blinder Majer, der Portraits von Menschen in Öl malt,

ohne sie zu sehen?

RADIOSPRECHER 2: Richtig. Er malt Portraits anhand seines Tastsinns

und fühlt die Gesichtszüge der Menschen mit seinen Händen.

RADIOSPRECHER 1: Was es nicht alles gibt...

RADIOSPRECHER 2: Ja. Und heute ist die groß angekündigte Ausstellungseröffnung-

(schaltet Radio aus)

KELLNER: So, ein Cappuccino für den Herren

und ein frisch gepresster Orangensaft für die Dame.

(peppige orchestrale Musik)

FELIX: Ich danke Ihnen. Einen wunderschönen Tag!

(Reifen quietschen)

He, Toni! Sag mal, bist du Wahnsinnig?

Entschuldige, Felix. Ich bin zu spät! Viel zu spät!

Es tut mir leid! Kannst du ihn für mich parken?

Du hast doch ein Ei am wandern! - Bitte! Der Schlüssel steckt.

Ich komm sonst noch später zu spät. - Das ist das letzte Mal! Die schmeißen...

Bitte! Bitte!

OSTROVSKI: Einen wunderschönen guten Tag.

Das Hotel Mira Mare Berlin,

mein Name ist Ostrovski, was kann ich für Sie tun?

Selbstverständlich, Herr Rubinstein.

KOCH: Zwei mal Waldschwein! Service!

MARCEL: Karamellisierte Mango an arabischem Salat für die 26!

Hat jemand Antonia schon gesehen? - KOCH: Ne!

(Telefon klingelt)

In-Room-Dining, mein Name ist Zylinski. Was kann ich für Sie tun?

Englisches Frühstück für die 406!

Suse? Hast du Antonia schon gesehen?

SUSE: Ne! - 35 Minuten zu spät. Wo steckt die denn?

(Spülmaschine zischt)

Haben Sie Antonia heute schon gesehen? - ASIATISCHER MANN: Nein.

Und jeden Tag grüßt das Murmeltier! (lacht) - Hai, Hai.

MARCEL: und genau das ist auch der Grund,

warum in einem gut geführten Hotel nur Homosexuelle arbeiten sollten!

Ich kann nämlich keine Kinder kriegen oder sie als Ausrede benutzen,

um mich dann wie ein Bandwurm in der Scheiße zu Winden!

Marcel, ich... - Nein, Antonia, es reicht!

Nach aber vielen Monologen,

die ich dir über unerfüllbare Sehnsüchte nach einem eigenen Kind gehalten habe,

solltest du eigentlich wissen,

dass ich dieses Gequatsche nicht akzeptieren kann!

Ich kann es nicht! Ich kann es einfach nicht!

Gut, du bist eine alleinerziehende Mutter! Gut, du arbeitest in diesem Hotel!

Und jetzt was?

Das hindert dich doch nicht daran, pünktlich aufzustehen,

deinen Sohn pünktlich zum Bus zu bringen und pünktlich hier zu erscheinen!

Nein...

(er seufzt)

(er stöhnt und atmet ein)

(er atmet aus)

Mensch, Toni...

(er atmet tief durch)

Wenn ich das haben könnte, was du hast,

dann würde ich noch länger arbeiten und noch früher aufstehen.

Ich weiß, Marcel. Deswegen tut's mir auch umso...

Ja, ja. Ich weiß.

Deswegen tut's dir umso mehr leid. Ich weiß, ich weiß.

Und jetzt erfülle ich zum letzten Mal

meine Aufgabe als fürsorglicher homosexueller Maitre d'Hôtel und sage:

Schwamm drüber.

Du bist so toll.

Und du bist arbeitslos, wenn das noch mal vorkommt, Antonia.

Das ist das allerletzte Mal.

Danke.

Und jetzt macht sie trotzdem ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter.

Wegen mir könnte es ruhig mal wieder einen Wolkenbruch geben,

der den ganzen Staub von der Straße spült. - Ja, ja. Genau.

Und jetzt schlüpf mal aus deiner erbärmlichtesten Alltagskleidung

und streif dir dein Märchenkleid über, Aschenputtel.

Danke. - Na los!

(er stöhnt)

(Ventilator klappert)

(elegische Musik)

(sie heult)

JULIA: He, Toni! Oh, meine Füße tun weh!

Hallo, Julia.

Wie siehst du denn aus? - Nichts, alles gut. Ich schwitze nur.

Das ist alles. - Du schwitzt?

Ja.

Was redest du denn da? Hm? Was hast du denn?

Was ist denn?

(Antonia schluchzt)

Antonia, komm her.

Was ist denn los? Hm?

Was ist denn passiert? Hä?

Also ich schwitze.

Wenn das, was da aus deinen Augen kommt, Schweiß sein soll,

dann hab ich noch nie jemanden schwitzen gesehen.

So sicher wie die monatliche Blutung kommt, ist das kein Schweiß.

Du bist doof. - Und du lächelst.

Ach Mäuschen, was ist denn passiert? Hm?

Ich hasse mich so dafür. Das ist alles so lächerlich.

Er ist... - Ich wusste, dass es um einen Mann geht.

Nein. Nein. - Als ich hier reinge...

(Antonia schnieft)

Es geht um keinen Mann!

Der einzige Mann...

Er ist kein Mann! Er ist mein Sohn!

Luca?

Ja.

Luca.

Er macht mit seinem Papa Urlaub in Frankreich.

(seufzt)

Dass Sie diesen Schwachsinn auch noch mitmachen...

Ja, tut mir leid.

Ja, guten Tag, Herr Direktor. Hier ist Ostrovski von der Rezeption...

Wirklich? - Ja!

Ich hätte mir vor Angst in die Hose geschissen!

Ich meine der ist sieben Jahre alt! Voll der selbstständige kleine Mann!

Er ist wirklich sehr selbstständig.

Weißt du, das erste Mal seit so langem schon

merke ich einfach, dass...

Ich hab...

Was denn?

Seit Lucas Vater... also...

Seit Lucas Vater...'?

Du lachst mich aus! - Ich lach dich nicht aus! Sag schon!

Ich hab seit sieben Jahren...

keine Liebe mehr gemacht.

Ich fass es nicht! Sieben Jahre?

Wirklich? - Ja.

Aber Toni, du musst doch mal was sagen! Da kann man was arrangieren!

Du bist lieb. Was denn arrangieren?

Na Dates!

Ich hab doch keine Zeit für sowas! - "Zeit für sowas"?

Ich glaube, ich höre nicht richtig. Du musst doch mal an dich denken!

Ab jetzt fängst du mal damit an. - Womit?

Leichtigkeit.

Die Dinge einfach mal leicht nehmen! Auch mal was riskieren!

Jetzt lässt du dich auch mal ins Bettchen bringen.

Vielleicht singt er dir auch was vor!

Wer? Wer singt mir was vor? - Na andere Männer!

Es gibt sie wirklich! Ich habe sie gesehen!

Ach, die Männer, die... interessieren sich doch gar nicht für mich.

Eine Frau mit Kind lässt doch jeden Mann sofort erblinden.

Antonia, einen schönen Menschen kann nichts entstellen.

Und wenn Luca nur annähernd so aussieht wie du,

dann ist er ein wunderschöner Junge und keine Entstellung.

So hab ich das doch gar nicht... - Leichtigkeit, Antonia!

Leichtigkeit!

(romantische Musik)

So, jetzt geh ich duschen. Ich klebe am ganzen Körper.

Tschüss, Antonia.

So ein schöner Name.

Viel cooler als Toni.

Danke.

OSTROVSKIZ Aha! - HOTELDIREKTORZ Ist sie das?

Frau Marin, Sie können sich denken, worum es geht?

Herr Zylinski hat uns geschildert, dass er Ihnen heute Morgen aufgetragen hatte,

die noch fehlenden Bestände der Multifunktionstücher wieder nachzufüllen.

Ist das richtig? - Ja, Herr Direktor.

Und als Sie dann im Lager nachgeschaut haben, waren keine mehr da?

Richtig. - Ja, ich hab sie dann gebeten, dort anzurufen.

Herr Zylinski, lassen Sie doch Frau Marin weiter erzählen.

Und hören Sie endlich auf mit diesen konspirativen Blicken.

Herr Direktor, es ist doch...

Jetzt lassen Sie doch mal Frau Marin zu Wort kommen!

Dann hab ich bei unserem Lieferanten angerufen,

weil wir die Multifunktionstücher

für die täglichen Zimmerservice-Prozesse benötigen und...

da ist dann niemand ans Telefon gegangen.

Frau Marin, Ihr Einsatz ist ja löblich und ganz im Sinne unseres Hauses,

die Umsetzung ist allerdings nicht hinnehmbar.

Das ist ein Kündigungsgrund. - Ich weiß. Es tut mir wirklich sehr, sehr leid.

Wie lange arbeiten Sie für dieses Hotel? - Seit der Eröffnung. Seit fünf Jahren.

Sehen Sie, damit aus den fünf Jahren noch viele weitere werden

und wir nächstes Jahr nicht schließen müssen,

erwarten wir alle Höchstleistungen voneinander.

Warum ist das so?

Weil der Gast das höchste von uns erwartet.

Wenn Sie das nächste Mal durch die halbe Stadt rasen,

um den Bedarf der Multi... was noch mal? - funktionstücher.

Um den Bedarf der Multifunktionstücher zu decken,

dann nehmen Sie sich die Zeit und fahren direkt zum Diensteingang

und parken Ihren Wagen nicht am Haupteingang

und hindern schon gar nicht Herrn... - Jedinger.

Und hindern Herrn Jedinger nicht daran, die Gäste unseres Hauses zu empfangen.

Ja, Herr Direktor. - Gut.

Es bleibt bei einer mündlichen Verwarnung.

Hätte Herr Zylinski nicht so eine hohe Meinung von Ihnen,

dann könnten Sie gleich in einem dieser schrecklichen Hostells anfangen...

Hostels.

Hostels... die in dieser Stadt überall aus dem Boden sprießen.

Achtbettzimmer! Das muss man sich mal vorstellen!

Was sind das für Leute? Achtbett... - Schrecklich!

Ja.

Gut. Das hätten wir.

Herr Zylinski, schönen Tag noch. Ich bin froh, dass wir das klären konnten.

Ich auch, Herr Direktor. (Direktor lacht)

Frau Marin. - Herr Direktor.

Herr Richter. - Ostrovski.

Ach, Entschuldigung. - Herr Direktor.

Herr Jedinger.

(es scheppert)

Verzieh dich wieder hinter deinen Tresen, du petzende Made!

Das wird Konsequenzen haben!

Für dein kleines, enges Arschloch auf jeden Fall

wenn wir zwei uns bei Feierabend unter der Dusche treffen.

(Service-Glocke läutet)

Es tut mir leid, Toni. - Es tut mir leid, Felix.

Es ist alles meine Schuld. Entschuldigung.

(elegische Musik)

Na, Schätzchen.

Ist doch alles wieder gut. Hm?

Zigarettchen? - Ich rauche nicht mehr.

Das ist ja mal eine gute Nachricht!

Ich fang dann mal an. - Die Liste hängt am Brett.

(elegische Musik wird lauter)

(klopft an) Housekeeping!

LUCA: Und nicht rauchen, sonst fängt es an zu regnen!

OSTROVSKI: Lassen Sie doch Frau Marin weiter erzählen.

Und hören Sie endlich auf mit diesen konspirativen Blicken.

(Tür wird geöffnet, sie knarrt)

JULIA: Leichtigkeit, Antonie! Leichtigkeit!

(Musik wird rhythmischer und orchestraler)

(Handy klingelt)

Ja, Marcel?

Zimmerservice!

FRAU AM TELEFON: Ne, ne, ne/ Jetzt hören Sie mir mal zu/

Ich will das nicht mehr weiter mit Ihnen diskutieren.

Ich habe 15 englischsprachige Aktmodelle bei Ihnen in der Kartei ausgesucht.

Das ist mir egal!

Sie können froh sein, dass er nicht vor Ort ist

und das ganze Missverständnis hier mitbekommt.

Sie schlagen mir jetzt eine Lösung vor, die sofort hier und jetzt mein Problem löst!

Ich geben Ihnen jetzt genau fünf Minuten.

Wenn Sie sich bis dahin nicht bei mir gemeldet haben, ja, dann...

(Musik wird ganz ruhig)

(es klingelt)

Housekeeping!

Hallo?

(ruhige, geheimnisvolle Musik)

(schließt Balkontür)

(Wasser prasselt)

(es poltert, Toni erschrickt) - JULIUS: Scheiße!

(Handy klingelt)

(Verkehrslärm von draußen)

Mann, Dennewitz...

(er stößt gegen etwas)

Ja?

Wie, im Moment?

Ne, ich steh schon vor dem Fahrstuhl, ich hab...

ich hab schon den Fahrstuhlknopf gedrückt.

Ja.

Selbstverständlich hab ich einen Anzug an.

Ja, ja. Alles gut. Also...

Natürlich freu ich mich.

Ja, das wird mein Tag. Mhm, ganz klar.

Ich frag mich nur, wie du die ganzen Intellektuellen

aus dem ZDF Fernsehgarten in deine Galerie kriegst.

(lacht) Heizdecken...

Ich nehme ein Taxi. Mhm.

Äh, ich bin...

ich bin jetzt im Fahrstuhl, ich hab hier ganz schlechten... Hallo?

Hallo?

(atmet durch)

(stößt gegen Kleiderständer)

(er stöhnt und nuschelt)

"Entschuldigen Sie bitte."

"Erlauben Sie mir, Ihnen zu sagen, dass Sie alle scheiße sind!"

"Julius, das kannst du nicht sagen!"

"Nein'?" - "Nein, nein, nein."

"Ja, du hast recht, Dennewitz."

"Es ist mir eine Ehre, eine... große Freude, an dem Tag..."

"... meine Zeit an Sie zu verschwenden." - "Julius! He!"

(dreckige Lache)

Ich meine verwenden'

"Ist das eine Hitze hier, ich könnte eine Erfrischung gebrauchen!"

"Sie auch'?" - "Ja, ja, ja, ja..."

"Champagner! Champagner für alle!"

"WOW! Geil!"

"Und'? Wie gefällt's dir'?"

(schmeißt Kleiderbügel aufs Bett)

"Es freut mich sehr, ja!" - "Die Bilder haben eine Kraft!"

"Und das, obwohl er blind ist."

"Nein, weil er blind ist!"

Wahnsinn! Unglaublich! Fotzen!

(beide atmen schwer)

(sanfte, geheimnisvolle Musik)

(er schluckt)

(schweres Atmen)

(Musik wird dynamischer und gefühlvoller)

(beide stöhnen)

(er stöhnt)

(sie stöhnt)

(intensives Atmen und Stöhnen von beiden)

(Musik wird rhythmischer)

TONI: Nicht mehr aufhören!

TONI: Ja!

(sie lacht)

(sehr sanfte Musik)

Liegen hier irgendwo meine Zigaretten?

Ja, hier drüben.

Hier darf man nicht rauchen.

(er atmet aus)

(er atmet durch)

Entschuldigung. Willst du auch eine? - Ich rauche nicht mehr.

(Musik steigert sich)

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