All language subtitles for Die.unendliche.Geschichte.BUNNNAAAAA1984.German.DL.1080p.BluRay.AVC-iNKLUSiON

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Original subtitles

(Musik)

(Musik)

(Musik)

(Musik)

(Musik)

Guten Morgen, Bastian. - Hallo, Papa!

Heute Nacht hatte ich wieder so einen Traum. Von Mama.

Ich versteh dich ja, Junge. Aber wir müssen sehen,

dass es auch so weitergeht.

Jeder von uns hat seine Aufgabe zu erfüllen.

Mamas Tod darf nicht eine Entschuldigung dafür sein,

dass wir nicht mehr zurechtkommen. - Ja.

Bastian, ich glaube, wir beide sollten uns mal unterhalten.

Gestern hat mich deine Mathematik-Lehrerin angerufen.

Sie sagte, du malst Pferde in dein Mathematikheft.

Einhörner, es waren Einhörner. - Was?

Nichts.

Sie sagt auch, dass du nachlässig bist mit deinen Hausaufgaben.

Ich bin auch sehr enttäuscht, dass du nicht in die Schulmannschaft kommst.

Und was die Reitstunden betrifft... Du sagst, du liebst Pferde.

Warum hast du Angst, dich auf ein richtiges Pferd raufzusetzen?

Du bist alt genug, Bastian, um mit deinen Träumereien aufzuhören.

Du musst sehen, dass du mit beiden Beinen auf der Erde stehst.

Ok.

Hör auf, in den Wolken zu schweben. Und stell dich deinen Problemen, ok?

Ok. - Ok.

Also, ich bin froh, dass wir uns so gut unterhalten können.

Das sollten wir öfter tun. Jetzt beeil dich, sonst kommst du

wieder zu spät zur Schule. - Gestern war ich aber ganz pünktlich.

(Straßenlärm, Kindergeschrei)

Hey, Schlappschwanz!

Na, du Flasche, rück mal Cash rüber, wir sind blank.

Rück es raus, Laschi! - Hinterher!

Flasche, bleib stehen. Wir kriegen dich!

Bleib stehen, du Idiot.

Gleich bist du dran. - Gleich macht er schlapp.

Her mit dem Geld, du Arsch! - Der bescheißt uns, der hat kein Geld.

Lasst mich los! - Wenn du kein Geld dabeihast,

dann kommst du eben in die gute Stube.

Die Ratte! - Kann sich satt fressen, die Ratte.

Wer hat dir erlaubt auszusteigen? - Steig sofort wieder rein!

Nein, ich steig nicht wieder rein. Lasst mich in Ruhe!

Wir kriegen dich doch.

Hey, ihr!

Wo ist der Arsch? - Da lang.

Mach, dass du rauskommst! Ich kann Kinder nicht leiden.

Bist du immer noch da? - Ja. Ich wollte...

Spielst du Verstecken, oder was? - Nein, ich...

Der Videoladen ist an der nächsten Ecke. Hier gibt es nichts,

wofür sich Jungen in deinem Alter interessieren. Nur Bücher.

Die machen nicht "Piep, piep". Raus! - Ich weiß, was Bücher sind.

Ich habe 186 in meinem Zimmer. - Ja, Comics!

Nein, "Der letzte Mohikaner", "Old Surehand", "Winnetou 1, 2, 3"

"Robinson Crusoe", "Die Schatzinsel", "20.000 Meilen unter dem Meer"...

Komm. Also?

Vor wem bist du weggelaufen?

Vor... ein paar Jungs aus meiner Klasse. - Warum?

Die wollen mich in den Müll schmeißen. - Dann gib denen doch was auf die Nase.

Kann ich nicht.

Was ist denn das für ein Buch? - Oh, das ist etwas... Spezielles.

Was ist es?

Hör zu! Deine Bücher sind ungefährlich.

Während du sie liest, verwandelst du dich in Winnetou

oder Robinson Crusoe. - Das finde ich so toll dabei.

Ja, aber wenn du mit Lesen fertig bist, bist du wieder ein kleiner Junge.

Was meinen Sie damit? - Pass auf.

Warst du noch niemals Kapitän Nemo? Eingeschlossen in einem Unterseeboot?

Und der riesige Kraken, das Biest, geht gegen dich los?

Ja! - Hattest du keine Angst in deinem Boot?

Es ist doch nur eine Geschichte. - Genau das wollte ich dir erklären.

Die Bücher, die du liest, sind ungefährlich.

Und das Buch da ist anders? - Zerbrich dir nicht den Kopf.

Was ist an dem Buch so anders? - Ach, weißt du...

Gar nichts. - Eben sagten Sie...

(Telefon)

Denk nicht mehr darüber nach. Dieses Buch ist nichts für dich.

(Konrad) Koriander.

(Musik)

Ich werde Sie dann anrufen. Auf Wiederhören.

(Bastian läuft weg)

(Musik)

(Bastian) Mathearbeit. Ach, du Scheiße!

(Musik)

(Bastian) Es war um Mitternacht im Haulewald. Und in den Wipfeln

der uralten riesigen Bäume brauste der Sturmwind. Die turmdicken Stämme

knarrten und ächzten. Plötzlich rollte und rumpelte etwas Gewaltiges

durch das Gehölz.

(Rumpeln)

(Schnarcht)

(Aib) Was ist das?

Verzeihen Sie die Störung. Wäre es Ihnen recht, wenn ich Ihnen

ein wenig Gesellschaft leiste? - Ja...

Ich war den ganzen Tag unterwegs.

(Steinbeißer stöhnt)

Aha! Jetzt sehe ich, warum Sie sich diesen Platz

als Nachtlager gewählt haben.

Kalkstein, von der allerfeinsten Sorte. Köstlich. Hm!

Ein Duft ist das. Das muss ein erstklassiger Jahrgang sein.

Ja, da haben Sie recht. Nur wegen dieser köstlichen Sorte haben wir hier

unser Lager aufgeschlagen. Hat er nicht alle Tassen im Schrank?

Nein, er ist ein Felsenbeißer. - Ein Felsenbeißer?

Oh, mein armes Baby. (Steinbeißer rülpst)

Verzeihung, meine Herren. Hm! Kalkstein,

mit einem Schuss Quarz. Köstlich, köstlich.

Ausgezeichnet! Hoch im Norden, da, wo ich herkomme, da gab es...

vorzügliche Feinschmeckerfelsen.

Nur jetzt... Jetzt sind sie alle weg.

Kein Wunder, dass sie alle weg sind. - Ich schwöre, dass ich es nicht war.

Ja, schwör nur. - Ich glaube, ich weiß, was es war.

Erzählen Sie, wie es war. - Wo ich herkomme, gab es einmal

einen wunderschönen See. Dann... war er nicht mehr da.

Ist der See ausgetrocknet? - Nein, er war einfach nicht mehr da.

Nichts war mehr da, nichts. Nicht mal ein ausgetrockneter See.

Ein Loch? - Ein Loch wäre ja was. Doch da war...

nichts. Und dieses Nichts...

wurde größer. Zuerst war der See nicht mehr da

und dann schließlich auch keine Felsen.

Wenn der Kerl sich den Wanst weiter so vollschlägt, wird es hier auch bald

keine Felsen mehr geben. - Nachtalb, das ist sehr ernst.

Felsenbeißer, was Sie erzählen, ist auch bei uns im Westen passiert.

Eine unheimliche Art von Nichts. - Ganz recht, wir Nachtalben

leben im Süden, da ist es genauso. - Und ich...

Ich dachte, das gäbe es nur in meiner Gegend.

Wer weiß, vielleicht ist es schon so in ganz Phantasien!

Ja, ja, ja!

Vielleicht bedeutet das, unser ganzes Land ist in Gefahr! Was sollen wir tun?

Meine Leute haben mich zum Elfenbeinturm geschickt. Ich soll...

die Kindliche Kaiserin um Hilfe bitten. - Das sollen auch wir.

Wir haben den gleichen Auftrag erhalten. Und wenn uns die Kaiserin

nicht helfen kann, wer dann? - Was stehen wir hier rum?

Worauf warten wir noch? Wir müssen zum Elfenbeinturm!

Wir dürfen keine Zeit verlieren! - Ja, richtig. Und zwar schnell.

Hey, wach auf. Es geht wieder los. Wir hängen hier viel zu lange rum.

Wach auf! Fertig machen zum Start. Schlafmütze!

Die Schnecke hält uns doch nur auf. Steigen Sie bei mir auf.

Keine Sorge, das ist eine Rennschnecke! - Ich nehme an, auch eine Rennschnecke

hält uns nur auf. - Ab geht die Post.

Tatsächlich, es ist eine Rennschnecke. - Die Schnecke ist gleich da.

Schneller, schneller!

(Aib) Geh auf Radar. Wach endlich auf! - Was hat er gesagt?

Lecker, lecker, diese Steinchen. Ich glaube, ein paar davon

sollte ich als Reiseproviant mitnehmen. (Donnern und Grollen)

Oh nein!

Das Nichts!

Au!

Scheiße! Hab ich die Schnauze voll, das ist keine Schule...

(Musik)

Siehst du! Siehst du, da ist es.

Das Herz von Phantasien.

(Musik)

Ich hatte keine Ahnung, wie schön er ist.

(Musik)

Oh!

(Fledermaus schnarcht) Schläfst du schon wieder ein?

Du sollst nicht schlafen, wenn du fliegst!

(Musik)

(Musik)

Die Kindliche Kaiserin in ihrem Palast. Sie ist unsere einzige Hoffnung.

(Stimmengewirr)

(Dramatische Musik)

Freunde, ich weiß, warum ihr alle hier seid.

Das Nichts...

zerstört unsere Welt. Und ich weiß auch,

dass ihr gekommen seid, unsere Gebieterin

um Hilfe anzuflehen. Aber ich habe...

Ich habe schreckliche Neuigkeiten.

Die Kindliche Kaiserin ist befallen von einer unheilvollen Krankheit.

Und es scheint eine geheimnisvolle Verbindung zu geben

zwischen ihrer Krankheit und dem Nichts. Sie erwartet den Tod.

Und sie wird uns nicht retten können. (Entsetztes Gemurmel)

Vielleicht gibt es noch eine Möglichkeit.

Bei den Grasleuten, die den Purpur-Büffel jagen,

lebt ein gewaltiger Krieger. Er allein hätte die Fähigkeit,

gegen das Nichts zu kämpfen. Er ist unsere einzige Hoffnung.

Sein Name...

ist Atreju.

(Musik)

Atreju.

(Bastian) Die Kindliche Kaiserin hatte den großen Krieger bereits holen lassen.

Und als er die Terrasse des Elfenbeinturms betrat,

trug er die Hoffnung ganz Phantasiens.

(Musik)

Ein kleiner Junge!

Es tut mir leid. Aber für Kinder haben wir im Augenblick keine Zeit.

Ich muss dich bitten, wieder zu gehen. - Wenn ihr mich nicht braucht,

hättet ihr mich nicht rufen sollen!

Ist der nicht ganz dicht? - Wir haben Atreju gerufen, nicht dich.

Ich bin Atreju! - Nicht Atreju, das Kind,

sondern Atreju, den Krieger. - Es gibt nur einen Atreju!

Aber ich reite gern wieder zurück zu meinen Purpur-Büffeln.

Nein, geh nicht!

Komm her zu mir, Junge.

Wenn du wirklich der Atreju bist, den wir gerufen haben,

würdest du dich auf die Suche machen? - Ja, natürlich.

Auf die Suche nach was? - Nach einem Mittel, das unsere Kaiserin

wieder gesund werden lässt. Und das unsere Welt rettet.

Niemand kann dir einen Rat geben, außer dem einen:

Du musst deine Waffen ablegen, und du musst dich allein auf den Weg machen.

Es wird sehr gefährlich sein. - Kann ich es denn schaffen, allein?

Das weiß ich nicht. Doch wenn du es nicht schaffst,

wird unsere Kaiserin nicht überleben, und unsere ganze Welt

wird vollständig zerstört werden.

(Gemurmel)

Wann soll ich beginnen? - Jetzt. Sofort. Und beeil dich, Atreju!

Das Nichts wird stärker von Tag zu Tag.

Hier, trage das.

Das AURYN.

Wer das AURYN trägt, spricht im Namen der Kindlichen Kaiserin.

Es wird dich leiten und beschützen.

(Musik)

Wach auf. - Mach es gut, Atreju.

Hals- und Steinbruch.

(Musik)

(Bastian) Zur selben Zeit, an einer anderen Stelle Phantasiens,

machte sich ein Wesen der Finsternis auch auf den Weg.

(Fauchen, Grollen)

(Spannende Musik)

(Musik)

(Bastian) Fast eine Woche lang waren sie kreuz und quer umhergeirrt.

Ohne ein Mittel gefunden zu haben, das die Kaiserin hätte heilen können.

Und weder Atreju noch sein Pferd Artax ahnten, dass das Wesen

der Finsternis, der Gmork, ihre Verfolgung bereits aufgenommen hatte.

Was ist denn, Artax?

Müssen wir schon wieder weiter?

Ich weiß, was du willst. Du hast Hunger.

Gute Idee. - Nein, das ist eine tolle Idee.

Nein, nicht alles auf einmal. Vor uns liegt noch ein weiter Weg.

(Musik)

(Spannende Musik)

(Bastian) Atreju und Artax hatten die Silberberge hinter sich gelassen,

die Wüste der gescheiterten Hoffnungen und die gläsernen Türme. Ohne Erfolg.

Und so blieb ihnen nur ein Ausweg: die uralte Morla zu finden.

Das weiseste Wesen Phantasiens. Ihre Heimat war der Hornberg.

Irgendwo in den gefürchteten Sümpfen der Traurigkeit.

Warte.

Komm, Artax. Ich helfe dir.

Komm! Komm, wir müssen weiter.

Komm.

Braves Pferd. Komm weiter. Keine Angst, Artax. Wir schaffen es.

Ja, es ist alles in Ordnung. Komm.

Langsam. Vorsicht.

Komm weiter, Artax.

Was ist mit dir? Was ist los?

Komm schon, weiter.

Fehlt dir was?

Ja, ich weiß.

Es ist zu mühsam für dich.

Artax, du versinkst! Komm raus! Du musst raus!

Los, du darfst nicht nachgeben!

Komm raus! Artax! Nicht stehen bleiben! Artax!

Artax, bitte. Du darfst dich von der Traurigkeit nicht überwältigen lassen!

Du darfst nicht aufgeben. Du musst am Leben bleiben, für mich!

Du bist mein Freund. Ich liebe dich.

Artax! Du blödes Pferd! Komm raus, sonst muss ich sterben!

Komm doch! Gib nicht auf! Ich geb auch nicht auf!

Niemals! Artax! Bitte!

(Melancholische Musik)

(Melancholische Musik)

(Melancholische Musik)

Der Hornberg.

Morla! Die uralte Morla.

(Musik)

(Grollen)

(Grollen)

Morla?

Wo bist du?

(Atreju) Morla!

(Schrei)

Wer war das? - Aber das ist doch nicht möglich,

dass die mich hören. Das kann nicht sein, dass die mich hören.

Bist du Morla? Die uralte Morla?

Es spielt zwar keine Rolle, doch es ist so.

Bitte hilf mir, Morla. Erkennst du das hier?

Allerdings. Doch wir haben das AURYN lange nicht gesehen.

Wir?

Ist denn noch jemand hier?

Wir haben seit 1.000 Jahren mit keinem Wesen geredet.

So haben wir angefangen, uns mit uns selbst zu unterhalten.

(Morla holt tief Luft)

Ich habe schreckliche Neuigkeiten. Weißt du, dass die Kaiserin krank ist?

Es spielt zwar keine Rolle, doch wir wissen es.

Und abgesehen davon, ist es uns egal. - Wenn ich ihr nicht helfe, stirbt sie!

Und das Nichts zerstört die ganze Welt. Und du sagst, es spielt keine Rolle?

Es spielt sogar keine Rolle, ob es eine Rolle spielt.

Hast du dich erkältet? - Nein. Wir haben eine Allergie...

gegen Jugend.

Aber wie man ihr helfen kann, das weißt du doch.

Es spielt zwar keine Rolle, doch wir wissen es.

Wenn du es mir nicht sagst und das Nichts alles zerstört, wirst auch du sterben.

Ob es eine Rolle spielt oder nicht. - Nicht schlecht, sterben.

Das wäre doch endlich mal was.

Bitte hilf mir. Du hast gesagt...

Wir haben die Nase voll vom Niesen. Geh weg!

Nichts spielt eine Rolle. - Dann sag es! Wenn es keine Rolle spielt,

ist es doch egal, Morla.

Gar nicht dumm. - Sag es mir, bitte.

Wir wissen es nicht. Doch du könntest...

das südliche Orakel fragen. - Wo kann ich das finden?

Gar nicht. Von hier ist es 10.000 Meilen weit.

Das ist zu weit. - Sehr richtig.

Vergiss es.

Gib auf.

(Schulglocke)

(Donnergrollen)

Nein.

Atreju würde auch nicht aufgeben. (Donnergrollen)

(Schrei)

(Spannende Musik)

(Spannende Musik)

(Spannende Musik)

Oh, Mann!

(Bastian) Nach Tagen und Nächten ohne Bewusstsein, öffnete Atreju

langsam die Augen. Zu seiner Verwunderung

fand er sich in einer seltsamen und fremden Umgebung wieder.

Er war sauber und seine Wunden waren versorgt.

(Musik)

(Musik)

Willst du schon gehen?

Ich wollte nur... Ich hab nur... Ich wollte...

Ich wollt mich nur... - Wegschleichen?

Ich mag Kinder sehr, sehr gern. - Zum Frühstück?

Nein, ich bin ein Glücksdrache. Mein Name ist Fuchur.

Und mein Name ist... - Atreju. Und du bist auf der Suche.

Woher weißt du das? - Du hast sehr lange geschlafen.

Und du hast im Schlaf geredet. - Was?

Könntest du mir einen Gefallen tun? Und mich ein wenig kratzen,

hinter dem rechten Ohr? Ich komme da immer so schlecht ran.

Hier? - Oh! Oh! Ah!

Das tut gut. Danke schön.

Du suchst also das südliche Orakel?

Ja, aber ich komme nicht hin. Es ist zu weit weg.

Das würd ich nicht unbedingt sagen.

Weißt du, wie ich hinkomme? - Natürlich. Es ist direkt um die Ecke.

Das ist doch gar nicht möglich. - Doch, junger Freund. Mit Glück.

Du hast mich hierher gebracht? Die ganzen 10.000 Meilen?

Nein. Nur 9.879. Luftlinie.

Du machst mir Spaß. - Man kann sich ruhig

auf die große Suche machen, wenn man einen Glücksdrachen hat.

Es wird alles gut werden. Hab Vertrauen. Gib nur nicht auf.

Dann bleibt dir das Glück treu.

Gut, dass ich wieder einen Freund hab.

Du hast mehr als einen.

Sieh mal da, die Höhle.

(Musik)

(Gesang dringt aus der Höhle)

Hi, hi. Süß. Südliches Orakel, symmetrisches Orakel.

Geh mir aus dem Licht, Weib! Du hast keinen Respekt vor der Wissenschaft.

Du und deine lächerliche Wissenschaft. Das Einzige, was Atreju jetzt braucht,

ist eine gute kräftige Brühe! - Er braucht meinen wissenschaftlichen

Rat viel mehr als deine Brühe. - Ja, ja. Aber erst,

wenn er wieder gesund ist. Und jetzt gehst du wieder zurück in deine Ecke.

Du hast hier nichts zu suchen. - Du bringst mich ganz durcheinander.

Aha, er ist wach! Jetzt bin ich an der Reihe.

Nein, du bist nicht an der Reihe. Ich entscheide, wenn du dran bist.

Erst will ich mal sehen, wie es ihm geht.

Na, kleiner Mann, noch Schmerzen? - Nur ein bisschen. Es geht mir gut.

Das ist ja ganz was Neues. Der Patient erzählt dem Doktor, es geht ihm gut.

Es geht dir gut, wenn ich dir sage, dass es dir gut geht.

Schmerzen muss man fühlen, damit man sie heilen kann.

Hier. Trink das.

Gut, hm? Das ist eine Fledermausflügelbrühe.

Mit Krötenaugen, Eidechsenhirn, Fliegenbeinen und von einer ranzig

gewordenen Seeschlange die klein gehackten Schuppen. Fein abgeschmeckt

mit Sandwürmern. Aus biodynamischer Zucht selbstverständlich.

Wo kommt ihr her, du und dein Drache? Wo wollt ihr beide hin?

Was habt ihr vor? Könnte es ein Thema sein für die Welt der Wissenschaft?

Er denkt, er wär die Wissenschaft. - Mein Name ist Atreju.

Ich suche das südliche Orakel. - Jetzt wirst du was hören.

Du bist an der richtigen Adresse. Ich bin Experte, was das Orakel angeht.

"Es ist mein Spezialgebiet!" - Es ist mein Spezialgebiet.

Warum setzt du dich nicht endlich auf deinen Platz und hältst den Mund.

Du hältst jetzt den Mund, Weib! Ich bin an der Reihe.

Mein Name ist Engywuck. Das ist Urgl. Hast du schon mal von mir gehört?

Nein, nicht, dass ich wüsste. - Du kennst dich in der Wissenschaft

wohl nicht gut aus. Ich bin der Experte für das südliche Orakel.

Dein Glück, dass du mich gefunden hast. - Nichts ist schlimmer als so ein Narr.

Halt! Du bleibst hier! Das Observatorium, mein Junge.

An die Kurbel, Urgl!

Schneller, lahme Ente! Sonst schlaf ich ein in dem Korb.

Seit Jahren hab ich die Rätsel des südlichen Orakels studiert.

Eines Tages bring ich ein Buch heraus: Ein Jahrhundert-Studium des

südlichen Orakels, von Prof. Engywuck. Band 1. Die frühen Jahre.

Sind Sie selbst schon mal da gewesen? - Wo denkst du hin?

Ich arbeite wissenschaftlich! "Selbst schon mal da gewesen", hm.

(Urgl) Arme Wissenschaft! - Schweig, Weib!

(Atreju) Oh!

Sieh durch.

Ist das das südliche Orakel? - Nein, das ist das erste der 2 Tore,

durch die du hindurchgehen musst, bevor du das südliche Orakel erreichst.

Und dann schreib ich das, was du erlebt hast, in mein Buch.

Die meisten Leute kommen allerdings gar nicht erst hin.

Warum nicht? - Die Augen der Sphinxen bleiben zu,

so lange, bis jemand, der seine eigene Kraft nicht ganz stark fühlt,

hindurchgehen will. Ja, ja, so ist das. Ha!

Jetzt kommt einer, der sieht gar nicht schlecht aus.

(Spannende Musik)

Wollen wir mal sehen, was wirklich in ihm steckt. Komm, sieh durch.

(Spannende Musik)

Keine Angst, du Hasenfuß. Na los, mach schon. Nun, mein Junge,

jetzt bin ich an der Reihe. Ich bin der Wissenschaftler. Was siehst du?

Er reitet weiter. Ich glaube, er schafft es.

Achte auf die Augen der Sphinxen. Sind die Augen offen oder geschlossen?

Ich halt es nicht aus, ich muss es sehen. - Die Augen sind geschlossen. Nein, halt!

Die Augen öffnen sich.

Ach nein!

Hat er es geschafft oder nicht? Sag es mir.

Nein.

Eine glänzende Rüstung nützt gar nichts. Denn die Augen der Sphinxen

blicken dir direkt in dein Herz.

So, mein Junge, das nächste Mal lässt du mich sehen, was passiert.

Es ist mein Teleskop, verdammt noch mal.

Ich versuch es! - Nein, mein Junge. Wart noch etwas.

Es gibt da noch ein zweites Tor. Das ist noch gefährlicher! Atreju!

(Spannende Musik)

Ausgeschlossen. Er schafft es nicht. Er kann es ja gar nicht schaffen.

(Spannende Musik)

(Spannende Musik)

(Spannende Musik)

Nein! Du darfst nicht an dir zweifeln. Denk an deine Kraft! Selbstvertrauen.

Hab Selbstvertrauen! Hab Selbstvertrauen!

Lauf los, Atreju, lauf! - Lauf los, Atreju!

Los, lauf!

(Spannende Musik)

Gut, der Junge. Er hat es geschafft! Er hat es geschafft! Er ist durch!

Er lebt noch, er lebt noch.

Ah! - Es muss wehtun, damit es heilen kann.

Er hat es geschafft. Atreju ist an den Sphinxen vorbei. Er ist durchgekommen.

Und ich wusste, er schafft es. - Ach, ist das gut.

Aber noch lange kein Grund für dich, schon wieder aus dem Korb zu fallen.

Das war doch klar, dass er es schafft. - Unsinn! Du hast keine Ahnung,

worum es geht. Das Schlimmste steht ihm noch bevor.

Das magische Spiegeltor. Da sieht der Junge sein wirkliches Selbst.

Na und? Er wird auch das durchstehen. - Törichtes Geschwätz!

Das bilden sich alle ein. Denn wer sich für freundlich hält,

entdeckt seine Grausamkeit. Wer glaubt, er sei tapfer, erkennt seine Feigheit.

Wenn sie ihrem wahren Selbst ins Auge sehen, laufen viele Menschen davon.

So furchtbar ist es.

(Wind pfeift)

(Musik)

(Musik)

(Musik)

Oh, Mann. Das geht wirklich zu weit.

(Spannende Musik)

Wenn die mich wirklich kennen in Phantasien, wenn das wahr ist...

(Spannende Musik)

Das südliche Orakel.

(Spannende Musik)

(Stimme) Fürchte dich nicht. Wir werden dir kein Leid zufügen.

Wir warten schon sehr lange auf dich, Atreju.

Bist du das südliche Orakel? - Wir sind es.

Dann wisst ihr, was Phantasien rettet. - Ja, wir wissen es.

Also, was ist es? Sagt es mir! - Die Kindliche Kaiserin...

braucht einen neuen Namen.

Einen neuen Namen? Ist das alles? Das ist doch ganz einfach.

Ich geb ihr jeden Namen, den sie will. - Kein Wesen Phantasiens...

kann ihr einen neuen Namen geben.

Nur ein Menschenkind.

Ein Menschenkind? Wo soll ich ein Menschenkind finden?

Nur jenseits der Grenzen Phantasiens kannst du es finden.

Wenn du unsere Welt retten willst,

musst du dich beeilen.

Wir wissen nicht, wie lange wir dem Nichts noch widerstehen können.

Fuchur! Fuchur!

(Musik)

Schneller! Bald ist das Nichts überall. - Keine Sorge.

Wir müssen zu den Grenzen Phantasiens. - Weißt du, wo die sind?

Ich habe keine Ahnung. - Wie sollen wir das Menschenkind finden?

Mit Glück. Ha, ha, ha! - Schneller, wir müssen uns beeilen!

Na schön! Halt dich fest!

(Musik)

(Musik)

(Musik)

Schade, dass sie mich nicht fragen können.

Ich würde ihr einen wunderbaren Namen geben.

(Bastian) Sie flogen und flogen. Bis sie ans Meer der Möglichkeiten kamen.

Wo ihre Reise ein plötzliches Ende fand. - Da ist es, Atreju.

Das Nichts.

Halt dich fest!

Festhalten!

Fuchur! - Atreju!

Atreju.

(Grollen)

Fuchur!

Fuchur! Wo bist du?

Fuchur.

(Melancholische Musik)

Atreju, wo bist du?

Atreju!

Fuchur!

(Melancholische Musik)

Atreju!

(Melancholische Musik)

Das sind doch große, starke Hände.

Nicht wahr? Ich hab immer gedacht,

es sind starke Hände.

Meine armen kleinen Freunde. Der Winzling mit seiner Rennschnecke.

Der Nachtalb, seine verschlafene Fledermaus.

Ich konnte sie nicht festhalten.

Das Nichts hat sie mir einfach aus den Händen gerissen.

Ich habe versagt. - Nein, du hast nicht versagt.

Nur ich habe versagt. Ich hatte den Auftrag, das Nichts aufzuhalten.

Aber ich habe das AURYN verloren und ich finde meinen Glücksdrachen nicht.

Ohne ihn komme ich niemals an die Grenzen Phantasiens.

(Donnergrollen)

Hörst du? Das Nichts ist schon sehr nahe.

Ich bleibe hier sitzen. Soll es auch mich vernichten.

Sieh sie dir an. Das sind doch große,

starke Hände. Nicht wahr?

(Steinbeißer weint)

(Spannende Musik)

(Musik)

Morla.

Artax!

Artax.

(Fauchen)

(Spannende Musik)

Lass mich allein.

Kann ich dir helfen? - Noch einen Schritt näher

und ich reiße dich in Stücke.

Wer bist du? - Ich bin der Gmork.

Und du, wer du auch bist,

hast die Ehre, mein letztes Opfer zu sein.

Mich tötest du nicht so leicht. Ich bin ein Krieger!

Ha, tapferer Krieger, dann kämpf doch gegen das Nichts.

Ich will es ja. Ich kann es aber nur, wenn ich die Grenze Phantasiens finde.

Was gibt es da zu lachen? - Phantasien hat keine Grenzen.

Das ist nicht wahr. Du lügst! - Du törichtes Kind.

Was weißt du denn über Phantasien? Es ist die Welt...

der menschlichen Fantasie.

Jeder Teil, jedes Wesen von Phantasien ist ein Stück der Träume...

und Hoffnungen der Menschheit.

Das ist der Grund, warum Phantasien keine Grenzen hat.

Aber warum geht Phantasien zugrunde? - Weil die Menschen anfangen,

ihre Träume zu vergessen, ihre Hoffnungen zu verlieren.

So wird das Nichts immer stärker. - Was ist denn das Nichts?

Das ist die Leere, die zurückbleibt.

Eine Art Verzweiflung. Sie zerstört unsere Welt.

Und ich habe versucht, dem Nichts zu helfen.

Weswegen? - Weil man Menschen,

die ohne Hoffnung sind, leichter unter Kontrolle halten kann.

Und wer die Welt unter Kontrolle hält,

der hat die Macht.

Wer bist du wirklich? - Ich bin der Diener der Macht,

die hinter dem Nichts steht. Ich hatte den Auftrag,

den Einzigen zu töten, der das Nichts aufhalten konnte.

In den Sümpfen der Traurigkeit habe ich seine Spur verloren.

Sein Name ist Atreju.

Ich jage ihn schon so lange, dass ich fast zu schwach bin,

dich zu töten.

Doch die Kraft werde ich bald wiederfinden.

Ich werde dafür sorgen, dass du wieder zu Kräften kommst.

Wenn wir schon durch das Nichts sterben sollen, dann wenigstens im Kampf. Komm!

Ich bin Atreju!

Fuchur!

Fuchur!

Atreju! Halt dich fest!

(Musik)

(Atreju) Siehst du was? Mein guter alter Fuchur.

Nein, das ganze Land ist verschwunden.

Ja, ich habe versagt.

Du hast es doch versucht. - Glaubst du,

dass der Elfenbeinturm noch steht? - Wenn nicht, dann weiß ich nicht,

wo wir landen sollen.

Vielleicht kann uns das AURYN führen.

Wenn der Elfenbeinturm noch steht, führe uns hin.

(Musik)

Fuchur! Da!

Der Elfenbeinturm.

(Musik)

(Musik)

Die Kindliche Kaiserin.

(Musik)

Atreju.

Warum bist du so traurig?

Ich habe versagt, Gebieterin.

Oh nein. Du hast nicht versagt.

Du hast ihn doch mitgebracht.

Wen meinst du? - Das Erdenkind.

Den Jungen, der uns alle retten kann.

Du wusstest von dem Erdenkind? - Natürlich wusste ich.

Ich habe alles gewusst. - Mein Pferd ist tot!

Ich wäre fast ertrunken. Das Nichts hätte mich beinahe ausgelöscht! Wofür?

Um zu erfahren, dass du alles wusstest? - Es war die einzige Möglichkeit,

mit dem Erdenkind in Kontakt zu treten. - Ich hatte keinen Kontakt.

Doch, und wie. Er hat alles mit dir erlebt.

Gemeinsam mit dir hat er alles durchgestanden. Und jetzt...

ist er hierhergekommen. Mit dir.

Er ist ganz nah bei uns. Er hört uns zu. Er hört jedes Wort,

das wir sagen. - Was?

Wo ist er? Wenn er uns so nahe ist, warum sehen wir ihn nicht?

Er kann sich nicht vorstellen, dass er schon mittendrin ist

in der unendlichen Geschichte. - Der unendlichen Geschichte?

Was ist das? - So wie er deine Abenteuer miterlebt,

erleben andere seine mit. Sie waren bei ihm,

als er vor den Jungs in den Buchladen flüchtete.

Aber das ist doch nicht möglich! - Und sie waren bei ihm,

als er das Buch sah, mit dem AURYN-Symbol auf dem Umschlag.

Das Buch, in dem er seine eigene Geschichte liest, in diesem Augenblick.

Ich glaube es nicht. Ich kann es nicht glauben! Es kann nicht sein,

sie meint nicht mich!

Und wenn er nicht kommt, was wird dann passieren?

Dann wird sich unsere Welt in Nichts auflösen, und ich mit ihr.

Wenn er da ist, soll er es verhindern. - Er kann sich nicht vorstellen,

dass er der einzige Mensch ist, der die Fähigkeit hat, es zu verhindern.

Er begreift nicht, dass ein kleiner Junge wie er solch eine Bedeutung hat.

Kann das sein, meint sie mich?

Ich hätte die Macht, es zu verhindern? - Wenn er nicht weiß, was er tun soll?

Sag mir doch, was soll ich tun! - Einen neuen Namen soll er mir geben.

Wenn er dir den falschen gibt, was dann? - Den Namen hat er schon gewählt.

Jetzt ist es Zeit, dass er ihn ausspricht.

Wo ist er? Warum ist er nicht hier? - Er hat zu wenig Vertrauen zu sich.

Aber es ist doch nur eine Geschichte! Keine Wirklichkeit, nur eine Geschichte!

Atreju, nein! - Atreju!

Traust du dich denn nicht, uns zu retten? Hilf uns!

Bastian.

Ich wünschte, ich könnte es!

Warum tust du dann nicht, was du willst, Bastian?

Weil ich es nicht kann. Ich soll mit beiden Beinen auf der Erde stehen!

Sag meinen Namen.

Bitte. Sag meinen Namen.

Bastian! Bitte!

Hilf uns.

Ok. Ok. Ich tue es. Ich helfe euch. Ich werde tun, was ich will.

Mondenkind!

(Bastian) Warum ist es so dunkel? (Mondenkind) Am Anfang...

ist es immer dunkel.

Was ist das? - Ein Sandkorn.

Alles, was von meinem großen Reich übrig ist.

Phantasien existiert wirklich nicht mehr?

Ja.

Dann ist alles umsonst gewesen? - Nein, im Gegenteil.

Phantasien kann wieder ganz neu entstehen, aus deinen Träumen...

und Wünschen, Bastian. - Wie denn?

Öffne deine Hand.

Weißt du schon, was du dir wünschst?

Nein.

Dann gibt es auch kein Phantasien mehr. Nie wieder.

Wie viele Wünsche habe ich denn? - So viele du willst.

Und je mehr Wünsche du haben wirst, umso schöner wird Phantasien werden.

Umso mehr wird es leben. - Wirklich?

Versuch es.

Also gut. Mein erster Wunsch ist...

(Musik)

Ja!

Fuchur, das ist ja noch viel toller, als ich dachte!

(Musik)

Gefällt es dir? - Fliegen, das ist ja der helle Wahnsinn!

Sieh mal, Fuchur, wer da unten ist. Siehst du sie?

Guck mal, da oben. Wach auf!

Kannst du ihn sehen?

(Musik)

Atreju und Artax!

(Musik)

Was ist denn dein nächster Wunsch?

(Beide lachen)

(Unverständlich)

(Musik)

Ja!

Da, siehst du? Da laufen sie.

Ein Monster! - Jag sie, Fuchur, jag sie!

Jag sie, bis sie nicht weiterkönnen.

(Musik)

Schneller, Fuchur, schneller! Rein in die gute Stube mit euch!

(Musik)

(Erzähler) Bastian hatte noch viele andere Wünsche und erlebte noch

viele wundersame Abenteuer, bevor er in die wirkliche Welt zurückkehrte.

Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.

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