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.
Untertitelung: BR 2026
♪ Lavendeltreppen führen zu deinem Haus.
♪ Erkenne ich die Übersicht im Laub.
♪ Die Wolken, die vorüberziehen,
♪ Schatten einer Königin.
♪ Lavendeltreppen formen meine Haut.
♪ Sie sind auf einem Fundament gebaut.
♪ Das eine gibt dem anderen Sinn,
♪ im Schlafgemach der Königin.
♪ Wenn ich ...
♪ heimlich bei dir bin, ...
♪ ... bring ich Lavendelblätter
♪ und leg sie vor dir hin.
Kommst du wieder rein? Gleich ist es zwölf.
Hm? - Äh, ich komm.
Ich komm gleich. - Okay.
♪ Bin ganz privat,
♪ meine Königin.
(Gruppe von drinnen) Zehn, neun, acht, sieben,
sechs, fünf, vier,
drei, zwei, eins, null!
♪ Zum Geburtstag viel Glück! - ♪ Zum Geburtstag viel Glück!
♪ Zum Geburtstag viel Glück! - ♪ Zum Geburtstag viel Glück!
♪ Zum Geburtstag, lieber Felix, ... - ♪ Zum Geburtstag, lieber Felix, ...
♪ ... zum Geburtstag viel Glück! - ♪ ... zum Geburtstag viel Glück!
Los, auspusten. Auspusten!
* Glockengeläut *
* Handy-Signalton *
Elias, Süßer, ...
Bist du noch da?
Alles Gute!
Hm?
Danke.
Na, Geburtstagskind?
Morgen!
Kaffee weckt den Kater, und Ingwertee besänftigt ihn.
Ah. Danke.
Die Blumen sind, glaub ich, vom Kaiser.
Das ist ja nett.
So, alle mal zusammenkommen bitte.
Ach, da ist er ja.
Los, los.
Ähm, wir machen das mal ganz pragmatisch.
Das ist Emmy Rathgeber. - Servus.
Die letzten zwei Jahre war sie in München.
Und ab sofort wird sie uns in Franken beehren,
nun zum ersten Mal als Kriminalhauptkommissarin.
Danke schön. - Bitte.
Ja, ich hab ja noch gar nix gemacht.
Vielen Dank für die nette Begrüßung.
Ich stell mich kurz vor.
Ich bin Emmy Rathgeber, gebürtig aus Ingolstadt.
Das ist zwar in ... Man traut sich kaum, es zu sagen.
... Oberbayern, aber auch nicht so weit weg.
Wir waren schon auch mal zur Sandkerwa in Bamberg.
Und wie heißt es so schön?
"Man soll Gott für alles danken, besonders auch für Franken."
Ich freu mich wahnsinnig, mit Ihnen allen gemeinsam zu arbeiten.
So wird's gemacht. Und das ist Ihr Arbeitsplatz.
Danke.
Herr Voss, richtig? - Ja, richtig. Ähm, ...
Herzlich willkommen, Frau Rathgeber. - Ich hab schon viel gehört.
Ah. Was denn? - Hm?
Was denn? - Nur Dinge, die Ihnen schmeicheln.
Goldwasser, Wanda.
Es freut mich sehr. - Mich auch.
Ist der Geburtstag heute?
Ja, der ist heute.
Na, dann ... Oh.
Herzlichen Glückwunsch, Herr Kollege.
Äh, danke. Toll.
Entschuldigung.
Wir haben einen Leichenfund am Jakobstor.
Die SpuSi ist unterwegs.
Und ich bräuchte mal jemanden bitte.
Das mach ich.
Ja, dann, ähm, fahren wir mal los.
* Sirene in der Nähe *
* Hupen *
Ja, ...
Hm?
Nürnberg ist eine sehr laute Stadt.
Aha. - Ja.
Sind Sie denn überhaupt schon angekommen, also gut angekommen?
Es ist eine doofe Geschichte:
Die Umzugsfirma hat das Datum verwechselt.
Ich hab, äh, einen Koffer. - Was?
Ja, die Kisten kommen hoffentlich bald.
Ja, ...
Ging's lang gestern? - Gestern?
Gestern ... - Ah, gestern.
Ähm, ... Ja, vielleicht.
Ähm, ... Mein Schädel brummt ein bisschen.
Ah, hier. Ja, die gehen noch.
Ich nehm meistens nur eine Halbe.
Brauchen Sie Wasser?
Ähm, später.
Grüß Gott. - Grüß Gott.
Rathgeber, Emmy. Die Neue.
Grüß Gott. Schmuck, SpuSi.
Grüß Gott. Schatz, auch SpuSi.
Aha. - Ja, wir sind jetzt zu zweit.
Ja. Okay.
Elias Schaller, 30 Jahre alt,
wohnhaft in der Südstadt, Allersberger Straße.
Verblutung durch Kehlenschnitt.
Das ging wohl ziemlich schnell und war auch nicht schön anzuschauen.
Der Schnitt ging wohl von der linken zur rechten Seite,
sehr scharfe Klinge. Bisher keine Tatwaffe gefunden.
Ich sag doch, das war ein Teppichmesser oder ein Rasiermesser.
Spekulieren würd ich nicht, Herr Kollege.
Die Kollegen sollen mal den Umkreis um das Gebäude absuchen:
Mülleimer, Büsche, Gullys.
Ja, bis zur Lorenzkirche, ca. 1 km Radius.
Alles klar.
Die Leichenstarre ist noch nicht ganz eingetreten.
Todeszeitraum vermutlich zwischen 2 Uhr und 7 Uhr heut Morgen.
Nur eine erste Schätzung. - Eben.
Die Brille? Was ist mit der Brille?
Das wissen wir nicht.
Fremd-DNA?
Hm, ... Machst du mal das Licht an?
In so einem Etablissement wie hier
ist es halt einfacher, einen weinenden Fisch im Wasser zu finden.
Mobiltelefon? - Bisher nix.
Hm, okay, Tatwaffe weg, Mobiltelefon weg.
Das Portemonnaie ist aber da. - Tat im Affekt?
Jemand, der Spuren verschwinden lassen wollte?
Hm, ... Die Kameras im Flur?
Leider Attrappen. Ich muss dann mal weiter.
Drüben wären noch zwei Damen, die gestern Nacht hier gearbeitet haben.
Das ist was für euch.
Gibt es sonst noch irgendwas?
Ich glaub nicht.
Schön, dass du wieder da bist.
Ich freu mich auch.
Und ihr beide jetzt so zusammen?
Na ja, Doppelspitze, das ist immer am effektivsten.
Wir müssen uns halt bloß noch etwas eingrooven.
Und bei euch? - Hm?
Ähm, ja, ja.
Wie viele Freier sind hier unterwegs in einer Nacht?
Freier gibt's hier keine, nur Kurzzeitgäste.
Wir mieten die Zimmer über WhatsApp, kriegen einen Tür-Code,
und dann kommt der Besuch.
Und wer war heute Nacht bei Ihnen zu Besuch?
Schätzla, Betriebsgeheimnis.
Sie wissen, dass Sie Zeugin einer Straftat sind?
Ja, und wir haben nichts gesehen. Sind wir fertig?
Kannten Sie Elias Schaller? Kannten Sie den gut?
Nein.
Die Anyana, aber die hat ihn ja auch gefunden.
Schon krass, oder? - Ja, krass.
M, O, L, D, O, V, A, N.
Moldovan.
Anyana Moldovan.
(mit Akzent) Ich bin seit zwei Jahren in Deutschland.
Danke.
Anyana, wann genau haben Sie denn die Leiche entdeckt?
Ungefähr 7.30 Uhr.
Okay.
Und Sie sagen, Sie haben einen Mann weggehen sehen.
Macht Ihnen das keine Angst, dass nebenan jemand getötet wurde,
während Sie auch da waren und Besuch hatten?
Wir wollen nicht nächste Woche kommen und feststellen,
dass Sie die Nächsten sind. - Wir haben damit nix zu tun.
Genau, und deswegen geben Sie uns jetzt
die Personalien Ihrer Besucher.
Okay, äh, ich hatte die beiden Studenten bei mir.
Und du den verrückten Deutschlehrer. - Mhm.
Können Sie den Mann näher beschreiben?
Groß, klein, dick, dünn, blond, dunkelhaarig?
Normal groß. Deutsch, glaub ich.
Er hatte eine Kapuze auf. - Mhm.
Alle Männer, die kommen, sehen gleich unglücklich aus, wissen Sie?
Alle riechen nach schmutzigen Haaren, Rasierschaum, Deodorant ...
Alle gleich, immer.
Sie haben nicht die Polizei gerufen, sondern sind gleich zu uns gekommen.
Warum?
Hatten Sie Angst, Ihr Telefon zu benutzen?
Ich weiß nicht.
Das war so surreal.
Er lag da. Und das Blut ...
Ich habe ihm dann die Brille aufgesetzt
und bin einfach hierher losgelaufen.
Das ist alles, was ich weiß.
Ja, Felix hier.
Wir brauchen mal die Aufnahmen einer öffentlichen Überwachungskamera.
Frauentorgraben, Höhe Jakobstor, ja?
Ja? Okay. Danke.
Wen ruft man denn da an in so einem Fall?
Erst mal macht das die Wanda.
Und die verteilt dann. Also die macht das dann.
Elias Schaller, geboren 1995 in Markt Klostermain,
Abitur in Bamberg.
In Berlin eingeschrieben zum Studium, aber ohne Abschluss.
Ein paar kleinere Anzeigen: 265a, unbezahlte Strafzettel, BtM.
265a?
"Erschleichen von Leistungen", schwarzfahren.
Weiß ich, weiß ich.
Junger Mann, Ende zwanzig. Na ja, ...
Na ja, ...
Die Telefonnummer des Opfers.
Handy-Ortung läuft, Funkzellen- Abfrage zum Tatzeitpunkt auch.
Es dauert noch. Keine Geschwister.
Und seine Eltern wohnen in Markt Klostermain.
Markt Klostermain? - Ja.
Ja. - Ja. Wo ist das?
In der Nähe von Bad Staffelstein. - Sind die Eltern schon informiert?
Schupos und Psychologin sind dort.
Und Frau Moldovan, die die Leiche entdeckt hat, wartet auch noch.
Sie hat ihm die Sonnenbrille aufgesetzt.
* Sie spricht slowakisch. *
Frau Moldovan?
Elias war ein Engel.
Er braucht die Sonnenbrille, weil es so hell ist im Himmel.
Ähm, hatte Elias Angst vor jemandem? Wissen Sie das?
Angst hat man nur, wenn man mit sich selber nicht einig ist.
Und gab es jemanden, mit dem Elias nicht einig war?
Es ist schwer, akzeptiert zu werden, auch von Familie.
Er sagte immer, die mochten nicht, wie er war.
Wie war er denn?
Elias war auf der Bühne "Stella".
Aber eigentlich war fast alles eine Bühne für ihn.
Ach, er ist aufgetreten?
Travestie. Er hatte eine sehr schöne Stimme.
* Handy-Vibration *
Stimmt was nicht?
Gehen Sie ruhig ran.
Wir können eine Pause machen. - Schon okay.
Gab es jemanden, der ...?
* Handy-Vibration *
... aggressiv gegenüber Elias war, den man als Feind bezeichnen könnte?
Oder jemanden, dem Elias Geld schuldete?
Ein Freier, ein Zuhälter? - ... der Druck ausgeübt hat?
Das ist alles, was ich weiß. Sind wir jetzt fertig?
Das Alter, was da auf Ihrem Ausweis steht,
das stimmt doch nicht, oder?
Wenn Sie uns noch was sagen können, dann wäre das jetzt der Moment.
Wir können Ihnen helfen. Und Sie können uns helfen.
Ich möchte jetzt bitte gehen.
Das ist in Ordnung, Frau Moldovan. - Kommen Sie.
Ich hab auch Ihre Jacke und Ihre Tasche.
Schön, dass du da bist. Leider wie immer.
Es sind immer dieselben.
Die beiden linken Scheiben hat's erwischt ...
Die muss man einfach wieder reinsetzen.
Äh, willst du noch ein paar Johannisbeeren?
Und was denken Sie?
Drogen, Sexarbeit, Auftritte als Stella ...
"Ein Engel." - Aber ist das nicht ein Klischee?
Das heißt nicht, dass es nicht auch wahr ist.
Die Videodateien von der Straße sind da.
Können Sie Fahrzeughalter ermitteln? - Klar.
Und? Was macht der Kater?
In Vergessenheit entschwunden.
Wie eine weit entfernte Liebe. - Ja, ... die Liebe.
So, ... Na, dann wollen wir mal.
Elias betritt das Hotel um 4.29 Uhr.
Bis 7.30 Uhr, bis Anyana seine Leiche entdeckt hat,
kommen fünf Männer an:
Einer um 4.43 Uhr, der hier mit Hut.
Einer um 5 Uhr und zwei um 6.35 Uhr.
Das hier ist vermutlich der Mann, den Anyana im Flur gesehen hat.
Da ist es 7.17 Uhr. - Genau.
Und die Funkzellen-Abfrage
hat über 20 Telefonnummern in dem Zeitraum erfasst.
Es dauert noch, bis die zugeordnet sind.
Und Elias' Telefon?
Das ist um 6.47 Uhr vom Netz gegangen.
Darf ich diesen Kapuzenmann noch mal sehen,
den Anyana im Flur gesehen hat? - Mhm.
Der hat's ja ganz schön eilig.
Also um 7.17 Uhr geht er rein. Um 7.26 Uhr geht er raus.
Das waren ... neun Minuten.
Ein Schnellschuss oder er wusste genau, was er tun wird.
Das Kennzeichen ist geprüft: zugelassen auf Mirko Blazkova.
Ah. - Ah.
Blazkova, na klar. - Was? Wie? Blazkova?
Alter Bekannter, gehört zur OK.
Wir haben mehrfach versucht,
ihn wegen Menschenhandel dranzukriegen, erfolglos.
Da ist klar, dass sie Angst hatte. - Einen Moment.
Ähm, Wanda, guck doch mal,
ob eine der 20 Nummern Blazkova zugeordnet werden kann.
Kann ja sein. - Wird gemacht.
Danke, Frau Goldwasser.
Ja, wir sind gleich da, wenn kein Stau ist, okay?
Tschau.
Wir müssen zur Rechtsmedizin. - Aha.
Nächstes Mal bin ich dran mit der Aufgabenverteilung.
Versprochen?
Das Wort Versprechen ... Große Versprechen liegen mir nicht.
Aber ich kann Ihnen mein Wort geben, wenn Ihnen das wichtig ist.
Welches Wort wäre es denn?
Zwetschgen-Quarkknödel.
Ja, gut. Das geht.
Dann behalte ich von Ihnen das Wort Zwetschgen-Quarkknödel.
Dafür dürfen Sie's ab jetzt aber auch nicht mehr sagen.
Auf keinen Fall.
Äh, ich komm gleich nach. - Soll ich warten?
Die Umzugsfirma hat angerufen. Ich muss da ...
Es dauert nicht lang. - Ah, okay.
Na, dann leg mal los, Petr. - Die Sache ist ziemlich eindeutig.
Todesursache: Verblutung nach tiefem Kehlenschnitt.
Die vordere linke Halsschlagader wurde durchtrennt.
Zauderschnitte am Ansatz der Halswunde minimal vorhanden.
Es könnte also sein, dass er sich den Schnitt selbst zugefügt hat?
Eine Selbstbeibringung ist nicht vollständig ausgeschlossen.
Ähm, und was ist mit den Spuren am Handgelenk?
Ein Kampf?
Man kann von einer gewissen Dynamik ausgehen,
eher ein Gerangel, nix Großes.
Unter den Fingernägeln wurden keine fremden Hautpartikel gefunden,
auch keine Würgemale am Hals.
Aber die Blutprobe hat einen Konsum diverser Betäubungsmittel ergeben:
Amphetamine, Methamphetamine, Benzodiazepine, Cannabis, Alkohol.
Da war jemand geübt.
Mhm.
Hatte er Sex vor seinem Tod?
Eine zeitliche Eingrenzung sexueller Handlungen
ist so gut wie unmöglich.
Es kommt auch drauf an, was man unter Sex versteht.
Ja. Ja, klar.
Gut, ich dank dir für deine Zeit. Ich find allein raus.
Es hat jetzt doch ein bisschen länger gedauert.
Ach so. Ja, ich verstehe.
Also, leichte Abwehrspuren an den Handgelenken,
aber keinerlei DNA eines Täters.
Also Blut, Sperma, Hautpartikel: nichts.
Vielleicht ein Freier, den Elias nicht bedienen wollte,
der ihn daher umgebracht hat, aus Wut, Scham, gekränkter Eitelkeit.
Petr sagt, Selbstbeibringung kann nicht völlig ausgeschlossen werden.
Suizid?
Na ja, wie heißt es?
Denken im Konjunktiv. Es könnte Mord sein, ja.
Es könnte aber auch Suizid sein.
Und das Messer und das Handy
hat er dann nach seinem Tod selbst weggeräumt, oder was?
Eine Erfrischung, natürlich selbst angesetzt.
Hervorragend. - Ah, das Fenster.
Da können wir bald eine Sammelbestellung aufgeben.
Wir haben leider nix Handfestes.
Keine Anzeichen
für Einbruch oder Zutritt nach dem Tod vom Elias Schaller.
Im Bad befindet sich eine Armada an Tabletten,
hauptsächlich Psychopharmaka und Schmerzmittel.
Das Laptop haben wir eingepackt. Das ist passwortgeschützt.
Da müssen sich die Kollegen kümmern. - Mobiltelefon?
Und ein Abschiedsbrief? - Nein, nix.
Aber jetzt mal was anderes ... - Hm?
Was haben Sie denn mit ihm gemacht? - Was?
Er schaut gar nimmer so steif aus der Wäsche.
Ja, wenn Sie das sagen ... - Steif?
Ja, so Buddenbrooks-mäßig.
Du, aber es steht dir. - Okay.
Wie toll Stella aussah! Elias aber auch.
Es berührt mich irgendwie total. Ich weiß gar nicht genau, warum.
Ja.
Ja.
Mein Deutschlehrer war auch Travestie-Künstler.
Ach ja? - Ja.
Herr Brehm.
Der nannte sich Betty Blumenschein.
Haben Sie Ihren Deutschlehrer auf der Bühne erlebt,
als Betty Blumenschein?
Mein Vater hat mir das verboten,
und ich bin dann trotzdem hingegangen, und das war ...
Das war aufregend.
Das war eindrucksvoll.
Und auch erotisch?
Doch, schon.
Sagen Sie, wirke ich auf Sie steif?
Hat Sie der Kommentar draußen getroffen?
Nee, nee.
Ähm, einfach als Frage.
Ich kenn Sie ja nicht, aber steif würd ich jetzt so nicht sagen.
Sondern?
Hm, ein bisschen zurückhaltend vielleicht.
Ah.
Das mag ich aber.
Ach, ...
Das war ja gestern.
Elias spielt ein Konzert
und trifft sich mit einem Freier, der ihn umbringt.
Eine stressige Nacht.
"Es ist nicht vorbei."
Wer ist das?
Verwandtschaft, Arbeitskollegen, Musikerfreunde, Schulfreunde,
alles abfragen, ja?
Ja, wird gemacht.
So, 4.43 Uhr: Auftritt Mann mit Hut, Ferhat Toprak.
Angel hat bestätigt, dass er die ganze Nacht bei ihr war.
Also, er bleibt ungefähr eine Stunde.
Seit Wochen kann ich nicht schlafen.
Deshalb bin ich zu ihr, und, na ja, ...
Wir haben geredet. - Mhm.
Nur geredet?
(lacht) Herr Kommissar, ...
Nein, erst geliebt und dann danach viel geredet.
Um 5 Uhr betritt dann dieser Mann hier das Hotel.
Bisher konnten wir ihm keine Telefonnummer zuordnen.
Er bleibt ungefähr 30 Minuten.
Weder Kelly, Angel noch Anyana kennen ihn.
Das heißt, er war vermutlich bei Elias.
Unser möglicher Täter. - Jein.
Um 6.35 Uhr kommen die beiden Studenten zeitgleich an.
Maximilian Wagner und Laurens Keesmann
hatten gemeinsam ein Date bei Kelly.
Als wir rein sind, kam so ein Typ raus.
Keine Ahnung, wie der aussah.
Der war normal groß halt,
ein bisschen kleiner als ich vielleicht.
Doch, ja, kleiner als ich.
Okay.
Und was war dann? Was haben Sie gemacht?
Wir sind direkt hoch. Wir wussten ja, wo wir hinmüssen.
Wir waren aber ziemlich "hacke".
Das Ganze war ja eine spontane Aktion.
Das hat Laurens doch auch gesagt, oder?
Das hat Laurens doch gesagt?
Als sie die Treppe hoch sind,
haben sie angeblich Elias mit jemandem sprechen gehört.
Kommen Sie zum Punkt.
Sie haben ja was gehört. - Nee.
Doch, Stimmen, aus einem der Zimmer, also eine Stimme,
als würde irgendwie jemand telefonieren
oder mit sich selber reden oder so.
Sie können sich nicht genau erinnern, waren betrunken.
Aber sie gehen erst wieder, nachdem Anyana Elias gefunden hat.
So, und das hier, das ist unser Erstverdacht:
Der Mann, den Anyana im Flur gesehen hat.
Das heißt, wir haben zwei unbekannte Verdächtige.
Einer bleibt 30 Minuten, einer 9 Minuten.
Beide waren vermutlich bei Elias. - Richtig.
Wenn's stimmt, dass einer der beiden Studenten
Elias um kurz nach halb sieben gehört hat,
können wir den ersten Unbekannten ausschließen.
Na ja, außer genau der hat ihn umgebracht
und der zweite Unbekannte hat den Leichnam entdeckt
und ist darum so schnell abgehauen. - Ja, aber ...
Also wenn ich ein Freier bin, was ich natürlich nie sein werde,
aber jetzt einfach mal so:
Wenn ich ein Freier bin und in ein Zimmer komm und da eine Leiche ist,
bleibe ich da ja nicht 9 Minuten, auch nicht eine Minute.
Ich geh raus.
Dann sind wir beim Erstverdacht: der 9-Minuten-Mann mit der Kapuze.
Könnte sein. - Denken im Konjunktiv, ich weiß.
Übrigens: Blazkova, wir konnten ihm keine Telefonnummer zuordnen.
Wir haben aber Aussagen, dass er die ganze Nacht
in einem Klub am Max-Morlock-Stadion war.
Das Alibi ist auch überprüft. - Danke.
So, ... und ich mach jetzt Schluss für heute.
Tut mir leid.
Ich muss auf meine Nichten aufpassen.
Wie alt?
Annie ist zwei Jahre, und Philippa ist fünf.
Ich bin aber erreichbar, wenn was ist, ja?
Ansonsten: Bis morgen!
Viel Spaß euch dreien! - Danke.
Tschüss.
Wie fühlt sich mein Wort eigentlich bei Ihnen?
Es fühlt sich ziemlich wohl.
Zwetschgen-Quarkknödel, das ist ein schöner Klang.
Ja.
Meine Oma kam aus Schlesien.
Die hat das immer für mich gemacht.
Das ist aber schön. - Ja.
Ich vermiss sie auch.
Ich hab meine Großmütter nicht kennengelernt.
Die sind beide früh gestorben.
Das ist aber schade.
Na ja, von Familie muss man ja jetzt auch nicht so viel erwarten, ne?
Haben Sie Geschwister?
Früher mal einen kleinen Bruder, ja.
Tut mir leid.
Das ist ein Thema für ein andermal.
Ja.
Ja, machen Sie nicht so lang.
Mhm.
* Freizeichen *
Ach, komm schon, Marcel, geh ran.
* Er stöhnt. *
* Radio-Musik *
Hey.
Bist du alleine?
Ja.
Was ist?
Hey, ...
Elias ist tot.
Ja!
Ja!
Whoa!
Ja!
Whoa!
Weiter, weiter!
♪ Lavendeltreppen führen zu deinem Haus.
♪ Erkenne ich die Übersicht im Laub.
♪ Die Wolken, die vorüberziehen, ...
Morgen!
♪ Schatten einer Königin.
Sie haben aber nicht hier geschlafen, oder?
Hm?
Haben Sie hier geschlafen?
Nein, keine Sorge. Ich war im Hotel.
Heut kommen die Möbel. Dann kehrt etwas Ruhe ein.
Ich hätt auch ein ausziehbares Sofa.
Einfach nur was sagen. - Danke.
Das weiß ich sehr zu schätzen. Wie war's mit deinen Nichten?
Entschuldigung, jetzt hab ich einfach Du gesagt.
Es ... ist fein. Wir können uns gern duzen.
Wanda.
Emmy.
Der gestrige Abend war ehrlich gesagt mega.
Tante sein ist einfach das Beste, Großartigste, Tollste überhaupt.
Man wird geliebt, aber man hat nicht die volle Verantwortung.
Und man kann einfach gehen und hinter sich die Tür zumachen.
Hast du Kinder?
Bisher nicht.
* Signalton *
Ah, da ist die Antwort von dem Psychiater,
der das Rezept ausgestellt hat, das ihr in Elias' Wohnung gefunden habt.
Er gibt die Akten nur frei,
wenn die Eltern als direkte Hinterbliebene
ihn von der Schweigepflicht befreien.
Morgen! - Dann versuchen wir unser Glück.
Aha? - Ja, bei den Eltern.
* Glockenschläge *
(Marcel) Ich glaub, ich kotz gleich.
Der läuft hier einfach so rum.
Das ist eine scheiß Idee.
Hey, ...
Keine Panik.
Geh zurück zum Auto. - Sicher?
Ja. Ruf mich an, wenn jemand kommt.
(leise) Nein. Nein.
Toni, ...
* laute Techno-Musik *
* Besetztzeichen *
Fuck. Scheiße.
* Die Wohnungstür wird aufgeschlossen. *
Oh Gott. Oh Gott.
Das kann ja wohl nicht wahr sein.
Ach nee.
Ah!
Ach, ...
* Klingeln und lautes Klopfen *
Servus.
Grüß Gott.
Ja.
Entschuldigen Sie die Störung.
Ich, äh, bin da vorne mit meinem Auto liegen geblieben.
Wahrscheinlich irgendwas mit der Batterie.
Könnt ich bei Ihnen telefonieren?
Mein Telefon ist auch leer.
Ein bisschen Pech heute.
Kennen wir uns nicht?
Darf ich?
Klar.
Komm doch rein.
Das kenn ich.
Aber ja, Mist. Das ist mir auch schon passiert.
Da geht dann auf einmal nichts mehr.
Batterie alle, hm?
War's ein alter Wagen?
Es kann auch mit einem Neuen passieren.
Man steckt nicht drin.
Und dann noch das Handy alle.
Ähm, ... könnt ich einen Schluck Wasser haben?
Klar.
Toni, ... - Was?
Der hat mich erkannt.
Bist du sicher? - Ja.
Was machen wir jetzt?
Toni, ...
Frau Schaller, Herr Schaller,
vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns nehmen.
Wussten Sie, dass Ihr Sohn in psychiatrischer Behandlung war?
Wissen Sie da mehr darüber? Also worum's genau ging?
Herr Schaller, jede Information kann uns helfen, ja?
Mit sechzehn war er das erste Mal in der Klinik.
Depressionen, haben sie gesagt.
Später hat's geheißen, er wär bipolar.
Bipolar.
Das hab ich ja gesagt.
Und dann ging's immer so weiter:
Schule, Klinik. Klinik, Schule.
Mit achtzehn ist er dann nach Berlin, zum Studieren,
Japanologie und Ethnologie.
Der hat doch nie studiert.
Er hat sein Leben weggeworfen.
Herr Schaller, hatte Elias ...?
Wissen Sie, ob er Selbstmordgedanken hatte?
Ach was.
Seit wann hat er sich Ihnen gegenüber ...?
Oder hat er sich
Ihnen gegenüber überhaupt als Frau, als Stella, gezeigt?
Der Elias hat sich schon als Bub in der Grundschule gern geschminkt,
mit Lippenstift von mir und allem.
Der hat sich auch manchmal ein Kleidchen angezogen.
Wissen Sie, was Ihr Sohn zuletzt beruflich gemacht hat?
Wir haben noch einen Termin mit dem Bestatter.
Wir müssen dann auch los.
Herr Schaller, wissen Sie, womit Elias sein Geld verdient hat?
Nein. - Das stimmt doch nicht.
Hm?
Das stimmt doch nicht.
Freilich.
Ich wurd ja ständig drauf angesprochen.
Nachbarn, Kollegen, alle haben's gewusst.
Es steht ja in diesem scheiß Internet überall drin.
Dabei war er früher ein ganz braver Bub,
im Fußballverein, in der Kirche.
Da ist's ihm gut gegangen.
Und was passiert?
Er tut so wie eine Frau ...
... und wird ermordet.
Selber schuld.
Oder nicht?
Ja.
Ja.
(Mutter) Wissen Sie, was er mal zu mir gesagt hat?
Das war auch in der Klinik. - Ach, jetzt komm.
Ich hör zu.
Da hat er zu mir gesagt: "Mama, ...
Ich möcht doch einfach nur ein bissle glücklich sein."
Vielleicht ist er's ja jetzt.
Darf ich?
Ich weiß, dass so ein Verlust unendlich wehtut.
Man glaubt manchmal, es hört überhaupt nimmer auf.
Aber die Trauer ist auch ein Teil Ihrer Liebe zum Elias.
Nehmen Sie sich Zeit dafür, so viel Sie brauchen.
Scheißteil.
Entschuldigen Sie, Frau Schaller,
dass ich jetzt noch mal so eine pragmatische Frage stellen muss.
Erkennen Sie hier vielleicht jemanden?
Nee.
Nein.
Nein.
Nein? - Nein.
Hier?
Ach Gott, ...
Da ist er ja.
Da fällt mir ein, die Lampe in seinem Zimmer ist noch kaputt.
Mhm.
Kennen Sie die beiden anderen Männer?
Ja, der rechts, das ist der Marcel Dahlmann.
Ja. - Und der ...
Ich denk, das könnt der Toni sein.
Toni? - Der Toni Steeg.
Das ist ein Netter. Kennen Sie den auch?
Nein.
Der ist dann weggezogen.
Die drei sind zusammen in die Schule gegangen.
Aber der Marcel wohnt noch hier.
Der ... hat die Werkstatt von seinem Vater übernommen.
Hinten steht auch noch was.
"Es ist nicht vorbei."
Herr Schaller, sagt Ihnen das was?
Kann es vielleicht sein, dass der Elias jemandem Unrecht getan hat?
Nee.
Wenn, dann andersrum.
Wie meinen Sie das? - Nach der ganzen Geschichte ...
Jetzt müssen wir aber los.
Kommst du jetzt? - Darf ich?
Ähm, ...
Ach so, äh, gibt's hier in der Nähe eine Tankstelle?
Wir haben irgendwie keine gefunden.
Äh, ja, aus dem Ort raus und dann Richtung Ebensfeld.
Da ist eine.
Äh, die hier?
Ähm, ... Äh, ja.
Danke schön. Wiederschauen.
Wiedersehen. - Wiedersehen.
An übermäßiger Empathie leidet der nicht.
Bei so einem Vater ist der Tod vielleicht nicht das Schlimmste,
was einem passieren kann.
Entschuldigen Sie.
Das war jetzt vielleicht ein bisschen ...
Nein. Nein, nein.
Ich meine, bitte, ...
Na ja, ...
Marcel Dahlmann und Toni Steeg.
Frau Schaller hat die Männer auf dem Foto erkannt,
das Sie gefunden haben. Es sind Schulfreunde von Elias.
Toni Steeg ist weggezogen.
Marcel Dahlmann wohnt noch hier in der Gegend.
Was Sie nicht mitkriegen konnten, aber ich: Sie wollte was erzählen.
Ich hoffe, sie hat den Hinweis verstanden und kommt.
Aha.
Bevor ich in so einer Ehe lande, bleib ich lieber für immer allein.
Ich meine, viele Menschen ...
... arrangieren sich in den unmöglichsten Beziehungen.
Das ist so.
* Telefonklingeln *
Ja? Äh, Dahlmann und Steeg, ja?
Absolut, mach ich.
Ja. Danke für die Info.
Frau Goldwasser, Sie wissen, wie sehr ich Sie schätze.
Mhm.
Aber die Chefetage legt Wert darauf, neue Stellen extern zu besetzen.
Sie müssen das jetzt hier nicht machen.
Ich will das aber gern. Sie sind unerlässlich für unser Team.
Sonst wären Sie ja nicht schon zehn Jahre mit dabei.
Es sind elf Jahre.
Elf Jahre? - Mhm.
Gut, das ist ja noch besser. Passt doch.
Na dann, also, weitermachen.
* Telefonklingeln *
Also, ich seh noch niemanden.
Hier.
Na gut. Danke.
Weißt du, was? - Hm?
Wir duzen uns, oder?
Ja? - Ja.
Emmy.
Felix.
Was will man eigentlich von seinem Vater?
Hm?
Man will doch gesehen werden.
Man will doch anerkannt werden,
als Sohn oder als Tochter oder als Kind.
Ich glaube, Herr Schaller kannte Elias überhaupt nicht.
Der hat sich selber auf den Sohn rübergestülpt
und ihn erdrückt mit seinen Erwartungen.
Das ist egozentrisch oder narzisstisch.
Es geht ihm einzig und allein um sich selbst und wie er dasteht.
Genau.
Der wollte eine Version von seinem Sohn, die es nie gegeben hat.
Und das begleitet einen dann ein Leben lang.
Damit läuft man immer rum. Man ist immer falsch.
Und dann findet man sich irgendwann genau hier wieder:
An einer Tankstelle, am Ortsausgang.
Ohne zu wissen, wo's hingeht. - Ja.
Zum Kotzen, wirklich zum Kotzen.
Aha.
Ja, ich kannte mal einen Vater,
der dem nicht unähnlich war, deswegen.
Ja, man kann sich die eigenen Eltern nicht aussuchen, ne?
Nein, leider nicht.
Die Kinder aber auch nicht.
Wie heißt es?
Die Erinnerung ... ist das einzige Paradies,
woraus wir nicht vertrieben werden können.
Wenn jetzt dieses Erinnerungs-Paradies
reine Fiktion ist, was dann?
Ich glaube, die meisten wollen nicht die Wirklichkeit.
Was soll das auch sein, die Wirklichkeit?
Sie wollen ihre Wirklichkeit, also das hier.
Genau das hier.
Oder auch ein Himbeer-Eis dann und wann.
Und wenn das nicht klappt, helfen sie vielleicht etwas nach
und schaffen sich ihre eigene Wirklichkeit?
Also traust du ihm einen Mord zu? An seinem Sohn?
Nein, eigentlich nicht.
Also, wobei ...
Ist sie das?
Frau Schaller, danke, dass Sie gekommen sind.
Mir schien, dass Sie zu Hause nicht frei sprechen konnten.
Mein Mann will das nicht hören, wollt's eigentlich noch nie hören.
Aber da hat's was gegeben mit dem Elias.
Da war der grade mal fuffzehn.
Also, da war ... dieser Typ gewesen, aus dem Nachbardorf.
Der hat immer so Partys veranstaltet.
Und da ist was gewesen mit dem Typ und den Jungs.
Das war ganz schlimm, als es damals rausgekommen ist.
Und der ... wohnt jetzt wieder hier, ganz in der Nähe.
Ich hab ihn gesehen.
Wo genau? - Ähm, ...
Ich hab's aufgeschrieben. Ich weiß nicht, ob's hilft, aber ...
"Thorsten Widner." - Ja.
Und Elias war auch unter seinen Opfern?
Ich würd ganz gern wieder fahren. Es ist alles ein bissel viel.
Ja. - Danke schön.
Vielen Dank.
Wanda, ähm, ...
Wir brauchen Informationen über Thorsten Widner.
Wir haben hier eine Adresse.
Ah.
* Er stöhnt. *
Ah! Scheiße! Wichser!
Hey!
Toni, Toni, ...
Hey, hey, hey, ...
Ah!
Auf die Knie!
Es reicht. Komm.
Wer seid ihr? Was wollt ihr von mir?
Ist das dein Ernst?
Vater unser, der du bist im Himmel, geheiligt werde dein Name ...
Halt die Fresse! - Dein Reich ...
Auf einmal reuig und religiös, oder was?
Was wollt ihr von mir? - Elias ist tot.
Wer? Wovon redest du? - Er ist tot, und du bist schuld.
Keine Ahnung, wer das ist. - Du warst gestern Nacht bei ihm.
Du hast ihn umgebracht. - Ich war zu Hause.
Von wem redest du?! Wer seid ihr?!
Was wollt ihr?! Ich hab nichts damit zu tun!
Hey, komm. Toni, ...
Marcel? Marcel?
Alles okay, Mann?
* laute Techno-Musik *
Hey, ...
Für dich.
Marcel?
Das ist aber schon die richtige Adresse hier, oder?
Ja. Das ist das Pfarrhaus.
Hier wohnt Widner angeblich.
Hm.
Hm? - Hm?
Hm.
Hier ist die Polizei! Herr Widner?!
Herr Widner?!
Herr Widner?!
Sicher!
Sicher!
Sicher!
Ich hab was!
Ich hab was!
Das Handy von Elias und die Tatwaffe, also vermutlich.
Ja, also nehmen wir an, Widner wurde überrascht.
Es gab einen Kampf.
Jemand nimmt ein Glasgefäß und schlägt zu.
... schlägt zu. Widner geht zu Boden ...
... und wird rausgeschleift. Oder heißt das "geschliffen"?
Messer werden geschliffen, Koffer und Körper geschleift.
Aber die Tropfen sehen so aus, als ob er gegangen ist oder ...
Oder ... - Oder getragen wurde.
Von zwei Personen ...
Zwei, die Elias kannten und die noch was offen hatten mit Widner.
Steeg und Dahlmann.
♪ Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein.
♪ Ohne dich fahr ich heut Nacht nicht heim.
♪ Ohne dich komm ich heut nicht zur Ruh'.
♪ Das, was ich will, bist du.
♪ Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein.
♪ Ohne dich fahr ich heut Nacht nicht heim.
♪ Ohne dich komm ich heut nicht zur Ruh'.
♪ Das, was ich will, bist du.
Für meine Königin.
Dich mag ich besonders.
Ist das Licht okay?
Du hast ja unsere Kette immer noch.
Na klar.
Die direkten Nachbarn haben wir nicht erreicht?
Da konnten wir niemanden antreffen. Da sind auch die Rollläden unten.
Das ist noch offen.
* Glockenschläge *
* Hundebellen in der Ferne *
Danke schön. - Gerne.
Einer der Nachbarn
hat einen dunkelgrauen Pkw gesehen, mit Münchner Kennzeichen.
Toni Steeg? - Das könnte sein.
Und der Pfarrer, der hier wohnt, ist grade in Pattaya.
Pattaya? Thailand? - Ja.
Und er ist der Bruder von Thorsten Widner.
Er hat vielleicht deswegen hier Unterschlupf gefunden.
* Handy-Vibration *
Moment. Wanda, ich mach mal laut, ja?
"Okay. Kann ich?" - Ja.
"Thorsten Widner ..."
... ist der der beiden Männer, der 30 Minuten im Hotel war.
"Die Telefonnummer ist zu dem Zeitpunkt auch eingeloggt.
Und was Frau Schaller sagt, stimmt."
Als Elias 15 war,
hat Widner angeblich regelmäßig Partys in einem Lager organisiert.
Die Jungs sind da immer wieder hin.
"Es gab Alkohol. Widner hat wohl Drogen organisiert.
Was genau war, ..."
... konnte nicht nachgewiesen werden.
Es gibt den Verdacht,
dass er sich an den betäubten Jungs vergangen hat.
Oh Gott.
"Ja. Es gab einen Indizienprozess."
Serien-Vergewaltigung und schwere Körperverletzung.
Widner wurde freigesprochen.
Man konnte ihm nichts nachweisen, leider.
Gab es Nebenkläger?
Äh, warte. Marcel Dahlmann.
"Toni Steeg hat nur ausgesagt, aber sich dabei mehrfach ..."
... widersprochen.
Und Elias ist im Gerichtssaal überhaupt nicht aufgetreten.
"Von ihm gibt's keine Aussage."
Hä? - "Es gibt noch mehr."
Bei den Kollegen in Bamberg
ist letztes Jahr eine anonyme Nachricht eingegangen:
Eine ... Video-Aufzeichnung,
vermutlich der Tat von damals, 2010.
Weder wissen wir, wer das Video aufgenommen,
noch, wer's der Polizei zugespielt hat.
"Damit war Widners Schuld erwiesen. Die Staatsanwaltschaft ..."
... wollte den Fall neu aufnehmen,
aber wegen des Freispruchs konnt er nicht verurteilt werden.
"Ne bis in idem." Nicht zwei Mal in derselben Sache.
Genau. - "Aha."
Soweit ich weiß:
Wenn ein Täter durch neue Beweise verurteilt werden kann,
geht das schon, bei besonders schweren Delikten.
Dann kann eine Wiederaufnahme trotz Freispruch verfolgt werden.
"Nein, kurz vor Prozessbeginn hat das Bundesverfassungsgericht ..."
... die Gesetzesänderung zurückgenommen.
Das Gericht hat den Prozess abgelehnt.
"Widner blieb frei, obwohl alle wussten, dass er der Täter ist."
Ähm, ... wo war das? Wissen wir das?
Noch nicht, aber ich geb mein Bestes.
"Fahndung nach allen dreien." - Okay.
Wir halten die Stellung. Du meldest dich, ja?
Danke.
Was stand noch mal auf dem Foto?
"Es ist nicht vorbei." - "Es ist nicht vorbei."
Elias trifft sich also mit seinem Täter.
Er will sich rächen, weil das Gesetz ihn alleine lässt, also wir.
Aber er unterschätzt die Situation, und es geht nach hinten los.
Widner tötet ihn.
Aber warum sollte sich Widner überhaupt mit Elias treffen?
Er ist freigesprochen.
Wenn er nichts macht, passiert ihm nichts.
Vielleicht wusste er nicht, wen er trifft.
Elias hat ihn angelockt, und dann ist es eskaliert.
Ja. Ja.
Du? Ich? - Ich.
Okay, du.
Und? Die Fahndung läuft schon? - Ja, nach allen dreien.
Widner.
Ja. - Schrecklich.
Man weiß, dass ein Täter frei rumläuft, kann aber nichts machen.
Ich kann mir nichts Schlimmeres für Betroffene vorstellen.
Stimmt.
Wenn Sie Unterstützung brauchen, melden Sie sich.
Ich danke Ihnen.
♪ Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein.
♪ Ohne dich fahr ich heut Nacht nicht heim.
♪ Ohne dich komm ich heut nicht zur Ruh'.
Ja!
Ich hab was für euch.
Nimm mal dein Basecap ab.
Du hast so ein hübsches Gesicht.
Du zuerst, Toni.
Klar.
Marcel, mach doch. Wir machen's alle.
Okay.
Stark.
* Es klingelt. *
Ja, bitte? - Herr Schaller, guten Abend.
Wir haben noch ein paar Fragen an Sie.
Haben Sie in den letzten Tagen
etwas von Marcel Dahlmann und Toni Steeg gehört?
Nein.
Wissen Sie, wo das Lagerhaus ist, wo das damals passiert ist?
Warum hat Elias eigentlich
im Gerichtsprozess damals nicht ausgesagt?
Das hätt doch eh nix gebracht.
Ach, das waren Sie? - Was?
Sie haben ihm geraten, keine Aussage zu machen?
So was wird man nie wieder los. Dann ist man das Opfer.
Für alle ist man dann immer nur noch das Opfer.
Sie haben ihm die Chance genommen, gesehen zu werden.
Geschützt hab ich ihn.
Als Sie beweisen konnten, dass der Widner schuldig ist,
konnten wir ihn nicht verurteilen. Ich war das nicht.
Als Widner wieder hergezogen ist, hat Sie das nicht beunruhigt?
Ach, ...
Sind Sie das?
Ich und mein Vater.
Der war Bürgermeister hier im Ort.
Mein Großvater auch.
Wir sind alle immer hiergeblieben,
so, wie sich das gehört.
Alle?
Vielen Dank. - Vielen Dank.
Kommen Sie da raus?
Ähm, und Sie wollen jetzt wirklich zu Abend essen?
Wenn man auf dem Dorf eine Information braucht,
z.B. wer wen betrogen hat oder entführt oder umgebracht,
dann geht man zum Stammtisch, zumindest da, wo ich herkomm.
Wenn du schreist, bring ich dich um.
Du kennst uns schon noch, oder?
Nein.
Du weißt doch ganz genau, was du damals getan hast.
Weißt du nicht, wo wir grade sind?!
Guck dahin?! - Nein!
Sag's doch einfach! - Was denn?!
(Toni) Okay, ...
Wir machen einen Deal.
Wenn du gestehst, dass du Elias umgebracht hast,
lassen wir dich mit dem Scheiß von damals in Ruhe.
Du sitzt deine Strafe ab, 15 Jahre maximal.
Das ist ein guter Deal, oder?
Oder? - Ja.
Ja, aber ich hab ihn nicht umgebracht.
Wenn du nicht gestehst, machen wir dir das Leben zur Hölle.
Du landest eh im Knast.
Man wird Tatwaffe und Elias' Handy bei dir finden.
Gestehen wär eine Lüge:
Warum soll ich was sagen, was gar nicht stimmt?!
Marcel, ... - Hey, ...
Mann, ...
Hey, ...
Das ist wichtig. Verstehst du das? - Nee, versteh ich nicht.
Der hat Elias gar nicht umgebracht, oder?
Hm?
Das ist nicht fair.
Der lebt.
Der hat ein unbeschwertes Leben, und Elias ist kaputtgegangen.
Der hat's nicht geschafft.
Und was machen wir?
Wir versuchen, es besser zu machen.
Oder nicht?
Wir sind hier nicht die Täter.
Der einzige Täter ist da drin.
Hey, ...
Ich brauch dich da jetzt.
Okay?
Ja.
* Musik: "Più bella cosa" von Eros Ramazzotti *
So, ... einmal die Coburger mit Sauerkraut?
Das bin ich. - Bitte schön.
Und die Forelle blau. - Mei, super. Danke.
Gerne.
Oha. - Guten Appetit.
Danke. - Merci.
Das ist dann also die Forelle?
Ähm, warum heißt die denn so, "Forelle blau"?
Beim Sieden oder Garen nimmt die Schleimschicht unter der Fischhaut
diese leicht bläuliche Farbe an. - Mhm.
Man kann auch nachhelfen, mit Säure, also Weißwein oder Essig.
Es ist sehr lecker, und fettarm, also abgesehen von der Butter.
Kann ich noch ein Alkoholfreies haben?!
Ist das so ein Singulär-Interesse?
Also Forellen an sich? Also die Forelle?
Mein, ähm, ...
Mein Bruder war Angler.
Mein Vater auch,
aber das ist vielleicht auch ein Thema für ein andermal.
Danke.
Können wir Sie noch was fragen?
Ähm, wir suchen ein Lagerhaus in der Nähe.
Ihr seid also von der Polizei?
Mhm. - So schaut ihr aus.
Ich darf mich setzen?
Bitte.
Ihr seid wegen dem Widner hier, ne?
Können Sie uns sagen, wo er ist? - Nein.
Aber ich kann Ihnen sagen, wo er hingehört.
Wenn ihr mich fragt,
gehört der mit einem Kälberstrick aufgehängt, die Sau.
Mein Neffe ist auch von dem Schwein ...
Sie wissen schon.
Den hat's zerfetzt. Der hat sich vor einen Zug geworfen.
Dass die Justiz ..., dass ihr da nix macht ...
Das ist doch alles ein Gschmarri.
Jeder weiß, dass es der Widner war,
auch wenn ein Haufen wegschauen und schweigen.
Das ist schwer auszuhalten.
Wissen Sie zufällig, wo der Widner das damals gemacht hat?
Was weiß ich? Das ist doch euer Job.
Die Beweise sind da. Aber man kann ihn nicht einsperren.
Das muss man erst mal sacken lassen.
Ich versteh's nicht. Versteht ihr das?
Na ja, Sie wollen ja auch,
dass die Rechtskraft von Urteilen bindend ist.
Und wenn das Urteil falsch war? Da kann man nix mehr machen?
Das ist doch beschissen.
Können Sie sich vorstellen,
dass jemand hier die Sache selbst in die Hand nehmen würde?
Zeit wird's.
Ihr habt einen geliebten Menschen verloren.
Und ... das ist furchtbar.
Und ... das tut mir leid.
Aber ... das, was ihr hier macht, das ist nicht richtig.
Findest du's gerecht, dass du frei bist?
Mein Prozess? Geht's darum?
Ich wurde freigesprochen, zwei Mal.
Wegen einer "fucking" Gesetzänderung.
Ist dir bewusst, wie viele Leben du zerstört hast?
Ich lass mir nicht mehr erzählen, dass mein Leben falsch ist.
Du willst das doch gar nicht, Marcel. Du bist nicht wie er.
Hilf mir! Bind mich los!
Du warst bei Elias und hast ihm die Kehle durchgeschnitten.
Sag's einfach!
Das hab ich nicht.
Er hat von sich erzählt. Es ging ihm nicht gut.
Aber das war nicht meine Schuld.
Ja, ich war da.
Na und? Warum denn nicht?
Ich hab ihm immer gesagt, dass er schön singt.
Ihr erinnert euch doch.
Elias war so ... toll.
Und jetzt hast du ihn umgebracht! - Das hab ich nicht.
(Marcel) Du perverses Schwein. - Wir hatten Spaß miteinander!
Das stimmt nicht! - Doch!
Dich mag ich besonders.
Ist das Licht gut?
♪ Das, was ich will, bist du.
♪ Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein.
♪ Ohne dich fahr ich heut Nacht nicht heim.
Komm.
Okay, alles klar. Danke, Wanda.
Immer noch kein Ergebnis von der Fahndung.
Alle drei wie vom Erdboden verschluckt.
Vielleicht hatte Elias einfach genug.
Vielleicht wollte er nach dem Treffen mit Widner
einfach nicht mehr auf einer Welt mit ihm sein.
Vielleicht konnte er einfach nicht mehr.
Ja, und jetzt halten Toni und Marcel ihn für den Mörder
und haben ihn entführt, aus Rache?
Um das Machtverhältnis umzudrehen.
Man kann beweisen, dass jemand schuldig ist, aber nichts machen.
Ich kann verstehen, dass man da verzweifelt und vor Wut austickt.
Also ... - Servus. Gute Nacht.
Ebenso.
Ich bin nicht an allem schuld! - Halt die Fresse!
Toni, ...
Hast du jetzt Mitleid mit ihm?
Hat er dir erzählt, dass er damals gefilmt hat?
Was soll das?
Hast du das dem Marcel erzählt?
Dass du damals mitgemacht hast?
Ist das Licht gut?
Du hast dich gefreut über die Kamera.
Du hast doch gerne gefilmt. - Ich hatte Angst. Scheiße.
Komm näher. Sonst ist das Bild nicht so schön.
Du hast mich gezwungen!
Sind Sie von hier, aus der Gegend?
Ja.
Und Widners Straftaten haben hier im Ort alle mitgekriegt, oder?
Manche haben's geglaubt und manche nicht.
Und Sie? Haben Sie's geglaubt?
Ich trau Männern alles zu.
Können Sie uns vielleicht sagen, wo dieses Lagerhaus von damals ist?
Ja, das war so ein Supermarkt ein paar Ortschaften weiter.
Das steht ewig leer.
Der Widner war Hausmeister und hatte Zugang zu allen möglichen Orten.
Wo ist das?
Marcel, raus. - Mach das nicht.
Geh raus. Raus mit dir. - Toni, ... Toni, nein.
Du musst gehen. - Marcel, geh nicht.
Marcel, geh nicht! Marcel!
Marcel! Hilfe!
* Sirene *
Verstärkung unterwegs. Danke, Wanda.
Okay, da vorne ist es, da vorne links.
Hey! Hier!
Das ist Dahlmann.
Kripo Nürnberg. Sind Sie Marcel Dahlmann?
Ja. Toni ist mit ihm da drin. - Ist er bewaffnet?
Was? - Bewaffnet?!
Ja, ja. - Wir beide?
Ja. - Sie bleiben weg.
Was? - Wegbleiben!
Leer.
Hilfe!
♪ Und ich geb offen zu ...
Hilfe!
♪ Das, was ich will, bist du.
♪ Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein.
♪ Ohne dich fahr ich heut Nacht nicht heim.
Du mochtest doch immer so eine schöne Atmosphäre.
♪ Das, was ich will, bist ...
♪ Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein.
♪ Ohne dich fahr ich heut Nacht nicht heim.
♪ Ohne dich komm ich heut nicht zur Ruh'.
♪ Das, was ich will, bist du.
♪ Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein.
♪ Ohne dich fahr ich heut Nacht nicht heim.
♪ Ohne dich komm ich heut nicht zur Ruh'.
Kripo Nürnberg! Herr Steeg?!
Hier sind wir! - Herr Steeg, hören Sie uns?!
Polizei! Waffe weg! - Stopp! Ich bring ihn um!
Waffe runter, zu mir schieben!
Los!
Wir kümmern uns um ihn, versprochen.
Nichts macht ihr, gar nichts.
Machen Sie nicht Ihr Leben kaputt. Waffe runter.
Der fickt Minderjährige. Da muss man was tun.
Waffe weg. - Toni, das bringt nichts.
Waffe weg.
Weg mit der Waffe. Wir müssen sonst schießen.
So funktioniert Gerechtigkeit nicht. - Doch!
Es ist nicht vorbei. - Schieß doch endlich!
Toni!
Dahlmann, raus! Raus!
(Marcel) Toni! Toni, mach's nicht!
Mach's nicht, Toni!
Toni, ich bin noch da! Bitte nicht, Toni!
Er kann für seine Tat von damals nicht verurteilt werden, fein.
Aber wenn er noch mal was machen würde, dann ja schon, oder?
Genau, Widner kann für eine neue Tat bestraft werden.
Wie wollt ihr das einfädeln?
Ich ... treff ihn ...
... und sag danach, er hat mich vergewaltigt.
Das ist scheiße. Wir machen uns alle strafbar.
Dann gewinnt niemand. - Strafbar ...
Aber ja, du hast recht. Eigentlich ...
Eigentlich müsste man den einfach ... wegmachen.
Ja. Warum nicht?
Ihr spinnt doch.
Wieso?
Du sagst doch immer, wie sehr es dein Leben bestimmt,
alle Beziehungen kaputtmacht.
Aber irgendwann reicht's. Irgendwann ist Schluss, oder?
Nee.
15 Jahre.
Und immer wenn ich einen Albtraum hab, dann kommt er halt vor.
Es ist nicht vorbei.
(Marcel) Toni, mach's nicht! Toni, bitte mach's nicht! Bitte!
Toni!
Toni, bitte mach's nicht! Bitte!
Gut. Waffe auf den Boden.
Langsam zu mir schieben.
Hallo, Toni.
Ich wollt mich nur melden und euch sagen, dass ich's nicht gemacht hab.
Als er vor mir stand, da ... war ich wie gelähmt.
Ich hatte auf einmal die Klarheit, dass es nichts ändern würde, ...
... dass das alles bleibt, ...
... der Schmerz und die Wut und ...
... die Scham.
(weint) Ich wollte uns doch von ihm befreien.
Und ich konnte nicht.
Ich kann einfach nicht mehr.
Ich hab euch so lieb.
Ich hab euch so lieb.
Passt auf euch auf, ja? Tschüss.
(Kaiser) Also, Elias Schaller hat sich im Hotel suizidiert.
Toni Steeg ist daraufhin hingefahren, hat Messer und Handy mitgenommen,
um es nach Fremdeinwirkung aussehen zu lassen,
und hat dann beides gemeinsam mit Marcel Dahlmann bei Widner versteckt.
Der hat sie überrascht. Sie haben ihn niedergeschlagen.
Gut.
* Es klopft. *
Die Kollegen von der Inneren sind gleich da.
Danke.
Gibt es noch etwas, das ich wissen müsste?
Ich ...
Ich hätt's ... gern anders ...
Die sichergestellten Festplatten von Widner
liegen bei den Kollegen vom BKA und beim ZIT.
Es gibt Hinweise, dass Widner einer von mehreren Betreibern
einer Darknet-Plattform für kinderpornografisches Material war.
Wir werden sehen.
Wir machen ein "cutes" Selfie, ihr Süßen,
weil immerhin sind wir noch jung und sexy.
Komm her.
Untertitelung: BR 2026
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