All language subtitles for Der Kurpfuscher und seine fixen Tochter_better

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Original subtitles

Meine Damen, ich heiße Sie zu unserer Kaffeefahrt auf das Allerherzlichste

willkommen. In wenigen Minuten erwartet Sie eine entzückende Kaffeepause. Da

wird's lustig.

Also, meine Damen, nachdem ich Ihnen nun die unglaublichen Vorzüge dieser

wunderbaren tibetanischen Rheumadecke expliziert habe, komme ich zur

Hauptsache zu meinem koreanischen Wunderelexier. Es fördert die

Darmdurchblutung, es vitalisiert... Und macht außerdem noch jung und elastisch.

Hilft außerdem gegen Zahnschmerzen, Hühneraugen, Appetitlosigkeit und

Fettsucht. Aber das kommt für Sie nicht in Frage.

Ja, hilft auch gegen Haarausfall und fremdgehende Ebenen. Gegen Krampfadern,

Sommersprossen. Und Hartleibigkeit gegen die immer mehr um sich greifende

Impotenz der reiferen Jugend.

Gegen Falten im Gesicht und anderswo. Ein Straffmacher, ein Aufrichter. Das

Ganze wird nicht getrunken, nicht eingenommen, nicht intravenös gespritzt.

Sondern wir verlassen uns wie die alten Koreaner auf Großmamas altes Hausrezept,

dem guten alten Einlauf.

Nur so wirkt es, so wird es verwendet.

Durch das Klistier, jawohl, über den Darm, über die Leber und Nieren und

nicht über den Magen, wodurch zwar die Liebe geht, aber zäh, zäh, tung, geht

von unten direkt ins Herz.

Und dieses sensationelle Wundermittel kostet das Flachstock nur 130 Wart. 30

Wunderwirkungen für sage und schreibe nur.

130 Mark, was sagen Sie, meine Damen?

Ist das zu fassen, meine Damen? Schau, unser alter Freund.

Wirkliches Tier, Joschi. Hier, meine Damen, stimmt genau, 130 Mark. Ja, meine

Damen, Sie werden in gewisser Hinsicht diesen Nachmittag noch segnen. Dazu

bekommen Sie noch drei Rollen Toilettenpapier und zwei Schachteln

Streichhölzer der Marke Dauerbrand.

Ist das ein Angebot? Na, Joschi, wie wär's mit uns zwei?

Wieso denn?

Was heißt wieso denn?

Aber Herr Wachtmeister.

Na, dann probiere mal.

Meine Damen, eine unvorhergesehene Wendung, eine ältere Verabredung zwingt

mich leider, unser nettes Plauderstündchen vorzeitig abzubrechen.

Es hilft unserem lieben Freund Josef Fritzenbicher nichts, er muss wieder

einmal einen längeren Urlaub antreten.

Aber nach einigen Monaten verlässt er sein Hotel mit voll Pension und

fließendem Wasser, gebessert und geläutert und voll der besten Vorsätze.

Diesmal führt ihn sein Weg in das schöne, idyllische, verträumte Dörfchen

Moosbach.

Aha! Geht's weg, ihr saudummen Gehen, ihr saudummen Schleichzeichen!

Der Herr Doktor ist da, drehen Sie heran, hier gibt es das Mittel für

jedermann.

Ach so, hier ja. Hier ist der Doktor.

Treten Sie heran.

Hier gibt es das Mittel für jedermann.

Schauen Sie her.

Fräulein Schnudelhuber!

Schnudelhuber, Sie haben schon wieder auf meine Rosen, auf meine Riesen

geschossen. Auf meine Rosen haben Sie geschossen. Haben Sie schon wieder. Was

heißt denn hier Fräulein Schnudelhuber? Seit wann sind wir denn wieder per Sie?

Was sagst du? Ich meine, was meinen Sie?

Ich bin im Dienst. Und im Dienst bin ich ein Vieh. Im Dienst, im Vieh bin ich,

also ich bin meistens im Dienst.

Und was ist mit unserer Verlobung?

Das muss alles reiflich überlegt sein.

Muss das alles.

Aber doch nicht seit 27 Jahren.

Mistwicht.

Hören Sie auf, aus der Arztpraxis herauszuschießen. Sie vertreiben ja...

Unseren Nachfolger vertreiben Sie auf. Unseren Herrn Doktor. Den Nachfolger?

Auf den warten wir ja schon seit zwei Tagen.

Ja, eben, eben.

Wo er nur bleibt, der neue Herr Doktor.

Der Herr Doktor ist da!

Der Herr Doktor ist da!

Treten Sie heran!

Schauen Sie, hier gibt es das Mittel für jedermann. Der Herr Doktor ist da.

Kommen Sie näher, kommen Sie heran.

Schauen Sie sich dieses Wundermittel an. Wie wird das Mittel eingenommen? Wir

verlassen uns da auf Omas altes Hausrezept, den guten alten Einlauf, das

klistiert. Hallo!

Jawohl, meine Herrschaften, das ist es, was der Herr Doktor empfiehlt. Hallo!

Das klistiert.

Was ist? Herr Doktor, was machen Sie denn da?

Das sehen Sie doch, ich verkaufe mein Wunderheilmittel.

Sind Sie nicht da wegen der Anzeige?

Anzeige?

Ja, im Ärzteblatt.

Aha, also im Ärzteblatt.

Ich habe meinen bei den Scharfschützen.

Aber was tun Sie da draußen, Herr Doktor?

Was? Da im Haus ist die Praxis.

Kommen Sie doch rein.

Da. Praxis?

Kommen Sie, ich zeige Ihnen Ihr neues Heim.

Heim? Wie war doch gleich wieder der Name?

Brezenbüchler, Josef Brezenbüchler. Freut mich, warten Sie, ich helfe Ihnen

da. Ja, danke.

Und ich bin die Rosi, Rosi Schnudelhuber. Freue mich.

Hier ist das Wartezimmer und das ist die Praxis.

Es ist noch alles so, wie unser alter Herr Doktor, Gott hab ihn selig, es

verlassen hat.

Hier haben Sie alles schön übersichtlich und da sind die Krankengeschichten.

Die Leute sind hier kerngesund, bis auf... Alle haben eine zu fette Leber

und einen zu hohen Blutdruck, das kommt vom Saufen.

Und da haben wir... Sie haben doch sicher Ihr eigenes Besteck dabei, nehme

ich an.

Besteck?

Wieso gibt's was zum Essen?

Ach so, natürlich, in der Wirtschaft drüben. Gehen Sie her, ich zeige es

Ihnen.

Du, Bürgermeister, da drunten am Fluss, da fahren schon wieder ein paar nackte

Mädel. Nackte?

Was, wie, wo?

Das würdest du gerne wissen, gell, Bürgermeister? Wenn du sagst, wo die

nackten da annagern, lasse ich herunten springen.

Riech so, Riechbauer.

Da, ich bringe euch den Nachfolger.

Ah, habt ihr es doch endlich einen gefunden?

Also ich habe schon geglaubt, dazu kommt es nicht mehr.

Was lange währt, wird gut.

Wo kommen Sie denn her?

Ich war längere Zeit im Innendienst tätig. Also, ich bin der Bürgermeister.

Angenehm. Brezenbichler.

Das ist der Rittbauer.

Brezenbichler. Alles gut, Herr Brezenbichler.

Unser Lehrer.

Brezenbichler. Angenehm. Und das ist der Gemeinderatleitner.

Angenehm. Brezenbichler.

Und das, meine Herren, ist unser neuer Doktor.

Was? Was bin ich?

Der neue?

Nein, also das kommt überhaupt nicht in Frage. Nein, das kommt überhaupt nicht

in Frage.

Dass ich etwas anderes mache, meine Herren.

Na, was sagt uns unser neuer Doktor, Frau Wirtin?

Interessiert mich nicht.

Außerdem fühle ich mich kerngesund.

Ein Jammer. Weit und breit die reichste Witwe in der ganzen Gegend. Aber die

schaut keinen Mann an.

Das wird sich raufstellen.

Halt, halt, wer sind Sie?

Häftling 341.

Heftiger Wind.

Windstärke 341 haben wir draußen. Da habe ich nichts davon bemerkt. Ja, umso

besser. Umso besser.

Herr Bürgermeister, melde Ihnen, dass der neue Doktor eingetroffen ist.

Na ja, also, das wissen wir schon.

Aber wissen Sie auch, wo bei uns nackt gebadet wird? Ja, nein, nein.

Was heißt, heißt, heißt, nein? Also, ich werde das jetzt ganz genau untersuchen.

Ganz genau werde ich das untersuchen. Ganz genau.

Bürgermeister, wenn du mir einen Schnaps ausgibst, dann sage ich dir die Stelle,

wo es genau ist.

Da unten.

Siehst du es? Ja.

Siehst du es da? Ja, ja.

Das war was für meinen Vater und seinen Buben.

Ja, was war denn das?

Ja, weibchen, was machst denn du da?

Warum? Der Rittbauer will mir doch gerade meinen ganzen kapitalen Bock

zeigen. Ach so.

Ja.

Da.

Jetzt ist er auf einmal weg.

Ja, was sehen denn meine entzündeten Augen?

Ja, was denn?

Nackerti beim Baden.

Unerhört. Wo denn?

Nicht schlecht.

Ich glaube, da werde ich gleich ein bisschen mithalten.

Nein,

lieber nicht.

Sag einmal, bist denn du narrisch geworden, Vroni? Den?

Geh, weil doch sonst der Fluss übergeht und wir dann wieder Hochwasser hätten.

Halt,

halt, halt.

Was ist denn? Du brauchst gar nicht so schnell zu lauten. Warum?

Die Madln sind noch auf der Durchreise, das weiß ich bereits.

Willst du, dass die da bleiben?

Jetzt machen wir Trick 17.

Genau, verstanden? Ja, okay.

Hallo, grüß Gott, wo kommt ihr denn her?

Vom Mond.

Warum nicht? Du, Sepp, das ist ein Preis.

Du sag, warum bist du nicht da unten beim Baden?

Das wird wohl seine Gründe haben.

Erstens kann ich nicht schwimmen, zweitens muss einer auf den Wagen

aufpassen und drittens geht euch das gar nichts an.

Ihr habt aber sachlich viel Gepäck bei euch. Bleibt ihr länger da?

Wir sind nur auf der Durchreise und machen hier Rast. Wir verbringen unseren

Urlaub in Rom. Und du kannst wirklich nicht schwimmen?

Im Gebirge hält man Ausschau nach einer überhängenden Steilwand, die sich

regelmäßig...

Schweiß! Sau das Auto mit unseren ganzen Sachen.

Außer dir haben wir jetzt nichts mehr.

Was machen wir denn jetzt? Scheiße. Einen ziemlich doofen Eindruck.

Meine verdammte Scheiße. Also los jetzt.

Mein Bein. Was ist denn? Ach, ich habe mir ein Egetal. Ach, du lieber Herr.

Herr Doktor. Herr Doktor. Der erste Patient ist da.

Was? Patient? Schnell.

Schnell.

Oberbar. Komm rein.

Ja komm schon, und nimm deinen Hut runter.

Also Huberbauer, grüß dich Gott, ausziehen.

Ganz ausziehen.

Mach nur weiter, komm, ist pressiert.

Was nehmen wir denn da?

Passt schon.

So. Ja, Huber, baut sich doch mal die Hosen aus.

Geh weiter, rühr dich.

So, Huber.

So ist es geworden, Huber.

Jetzt komm, jetzt trau dich her noch. So.

So, und jetzt buch dich ab.

Was soll ich denn machen?

Du siehst doch, ein Einlauf. Ich habe noch Zahne.

Was, Zahne?

Ich habe noch Zahne.

Ja, Herr Doktor, was machen Sie denn da?

Mein,

ist das ein guter Doktor.

Das ist doch schön, was er hier hat.

Das ist doch schön, was er hier

hat.

Halt! Bleiben Sie! Bleiben Sie doch!

Halt! Halt! Halt! Wo glauben Sie, wo Sie hier sind?

Wo glauben Sie, wo Sie hier hingehen? Zur Polizei. Was dachten Sie denn?

Wenigstens werden Sie hier hingehen.

Mitkommen. Verhaften werde ich Sie.

Wo wollen Sie hin? Zur Polizei. Also los, kommen Sie mit. Und machen Sie

keine Umstände. Also leisten Sie kein Widerstand.

VVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVVV

Nein, nein, nein.

Fahrgestell, VVP meine ich.

Gehen Sie das weg, weg, weg.

Wir sind ja nicht eine Molkerei.

Halten Sie mal.

Ich kann besser tippen als Sie. Ich bin Sekretärin. Bitte, bitte, bitte, bitte,

bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte,

bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte,

bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte,

bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte,

bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte,

bitte, bitte,

bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte,

bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte,

bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte,

bitte,

bitte,

Ihr Stohlen ist er worden.

Na, gestohlen ist er halt worden.

Aha, gestohlen ist er halt worden.

Also, benehmen Sie sich hier, benehmen Sie sich hier dienstlich.

Schreien Sie doch nicht zu.

Sagen Sie mir lieber, wo hier ein Arzt ist.

Wie, wie, wie, Arzt? Wieso Arzt?

Weil ich mir den Fuß verletzt habe.

Hoffentlich ist nichts gebrochen.

Gebrochen, ja, wir haben einen neuen Arzt.

Der ist sogar ein Doktor, Doktor.

Sogar ein, da drüben, da können Sie sich gleich verarzten lassen, Fräulein. Ja,

vis-à-vis ist der, der Arzt.

Was? Ja,

gehen Sie rüber. Ja, gehen Sie bitte.

Na, geh doch.

Und was geschieht mit uns?

Wieso? Sind Sie auch verletzt?

Nein, aber können wir nicht hierbleiben? Wir haben kein Heim, keine Bleibe, kein

Geld und kein gar nichts.

Vielleicht in der Ausnüchterungszelle?

Ach so, gar nicht in Frage kommt das.

Erstens haben wir gar keine und sechstens brauchen wir die selber, wenn

mal wieder einer betrunken ist.

Ich brauche lediglich Jod und etwas Verbandszeug und eine Spritze gegen

Tetanus. Aha, was für Nuss?

Tetanol oder Tergamin gegen Tetanus.

Gegen Wundstachkrampf, falls Schmutz in die Wunde gekommen ist.

Dieses arme Fussel.

Ich beiß doch nicht. Aber ich.

Außerdem sind Sie ganz kalt. Sie holen sich einen Tod.

Ziehen Sie doch den Mantel an und kommen Sie.

Da geben Sie mir das Kessel her.

Dann nicht.

Gucku. Was? Rufst aus dem Wald.

Tja, kann das entstehende Hämatom nicht auf die Arteria tibialis posterior

drücken? Und damit ein akutes Ischämie-Syndrom hervorrufen? Wie bitte?

Oh, ich habe ganz vergessen. Ich bin Krankenschwester und studiere nebenbei

Medizin. Ui, eine Kollegin.

Haben Sie Novocain?

Nein, ich bin nicht Raucher.

Haben Sie noch Vokalin?

Nein. Wissen Sie, Schwester Oberin, wissen Sie, Schwester, ich sage es so,

ich bin noch nicht lange Doktor. Ich doktere noch nicht lange. Hier in diesem

Ort doktere ich noch nicht lange.

Lassen Sie uns überlegen, was könnten wir denn da nehmen?

Ein Lauf? Nein, nein, nein.

Da, ziehen Sie das erst einmal an.

Oh ja.

Wie kann man sich nur so den Leuten zeigen? Danke.

Sagen Sie das lieber den Kerlen, die unseren Wagen geklaut haben.

Tja.

Ich suche euch nachher noch was anderes.

Guck mal.

Gibt's denn das auch?

Bin ich da richtig beim neuen Doktor?

Ein neuer Patient.

Wo fehlt's denn?

Darf ich reinkommen?

Im Kreuz hab ich so was reißen, ja.

Schwester Desinfekter, bitte bereiten Sie den Patienten vor.

Jawohl, Schwester Chloroformer, sogleich.

Sind Sie beide Schwestern?

Jawohl, Krankenschwestern.

Kommen Sie, bitte machen Sie sich frei. Wegen des großen Andrangs müssen wir die

Voruntersuchung vornehmen. Ja, so.

Hände hoch.

So, da auf die Bank. Legen Sie sich hin.

So, erst mal eine Massage.

Die Luxation der inneren Vertisfibre ist im

doppelpixogenetrischen Verlauf zu verwerten.

Ganz meine Meinung.

Hören Sie, Herr Doktor, ich habe die letzten zehn Minuten bewusst nur

Blödsinn geredet. Und Sie sind voll drauf eingestiegen. Was für ein Arzt

sind Sie eigentlich?

Sie sind ein Kurpfuscher. Also, Fräulein, so hart würde ich das nicht

sagen. Na, wie denn?

Na, etwas weicher.

Kurpfuscherl.

Also gut.

Wenn Sie spuren, spuren wir auch.

Wir sind im Moment ohne Bleibe.

Ich glaube, wir haben uns verstanden.

Kein Wort.

Mensch, bist du bekloppt oder was? Wenn du uns hier übernachten lässt, sagen wir

nichts. Wir? Wer ist wir?

Na, ich und die da draußen.

Ganz meine Meinung, Schwester Desinfekta.

Ich glaube, der Patient verlangt noch eine Extramassage. Oh ja, Schwester

Chloroforma. Ich glaube, eine Sonderbehandlung.

Was soll das?

Siehst du doch, Heilbäder. Da muss ja irgendwo ein Nest sein. Wer ist denn

das?

Gleich, gleich.

So.

Ja, gibt's denn das auch?

Weg ist alles, weg.

Nein, nein, nein. Aber, aber, Herr Brezenbichler. Nein, hab ich gesagt.

Sobald unser gestohlenes Auto gefunden worden ist, sind wir wieder draußen.

Ihr seid gleich draußen, und zwar wie geölte Blitze.

Josef, denk an deine nicht vorhandene Approbation.

Brauchen Sie Hilfe, Herr Doktor? Aber, aber, Sie brauchen doch unseren lieben

Papi für uns nicht zu beschützen.

Papi? Ja, sieht man das denn nicht? Ja, sieht man das denn nicht? Das sind alles

Ihre Töchter?

So, sag doch was, Papilein. Oder soll ich reden?

Nein, nein, nein, das heißt, ja, das sind nicht alle, das sind fast alle da,

meine drei lieben, süßen kleinen Töchter. Das habe ich ja gar nicht

gewusst. Ja, ich wollte sagen, ich habe es auch nicht gewusst, dass die das

nicht gewusst haben.

Ja, und wo sollen jetzt die wohnen? Na, hier.

Alle?

Alle. Nein, nicht alle.

Bloß die drei.

Lass das. Wir wollten zuerst nur mal vorbeischauen. Aber unser lieber Papi

besteht darauf, dass wir hier bleiben. Nein, nein, nein.

Natürlich.

Es ist niemand da.

Kein Benzin, kein Öl, gar nichts.

Vielleicht haben wir doch noch ein paar Tröpfel übrig.

Wie weit ist es eigentlich bis nach Mosbach?

Nach Mosbach? Das ist nicht weit.

Aber warum? Was wollen Sie denn in dem beschissenen Nest?

Ich will mich da niederlassen. Ich bin der neue Arzt.

So, so, der neue Arzt.

Schaut's aber gar nicht aus.

Wie sieht dein Arzt denn aus?

Der letzte hatte so einen langen Bart. Wenn Sie noch lange so hier rummachen,

dann habe ich auch so einen langen Bart.

Was macht denn das?

Sind Sie wirklich Arzt?

Ja, ich glaube schon.

Dann möchte ich mich bütschen und das wuchen lassen.

Das Benzin ist dann umsonst.

Ja, fehlt Ihnen denn überhaupt was?

Haben Sie ja Ahnung, was mir fehlt.

Hier? Hier soll ich Sie untersuchen?

Kommen Sie.

Atmen? Nicht atmen?

Wieder atmen?

Fühlen Sie es doch einmal.

Ja, wie man nur so in der Gegend rumliegen kann, wo ich oben so ein

schönes Schlafzimmer habe.

Will nicht vielleicht eine zu mir raufkommen?

Das würde Ihnen so passen. Ja.

Schick die. Ja.

Du, Sepp.

Die sollen doch gar nicht drüber reden. Die werden schon noch kummern.

Scheiße. Die wollen es wirklich?

Ja.

Aber ich meine es doch nur so gut. Mit wem? Mit uns oder mit sich selber?

Also, ihr beide könnt machen, was ihr wollt. Was ich brauche, ist ein schönes,

weiches Bett.

Ich bin grün und blau von diesem Sessel hier.

Das ist eine gute Idee. Komm, ich zeig dir einen Weg. Halt! Sie bleiben hier.

Gute Nacht.

Hinlegen. Hinlegen? Ja.

Hinlegen. Aufmarsch, Marsch.

Was ist denn?

Den Spaß gönne ich mir nicht allein.

Was?

Wo gehst du denn hin?

Ich hole Verstärkung.

Was ist denn los?

Anke, komm schnell.

Wohin? Ich fürchte mich so allein da oben.

So komm schon.

Bitte.

Ihr könnt mich doch nicht mit ihm allein lassen.

Warum denn nicht? Es kann vielleicht sogar ganz angenehm werden. Hinlegen!

Hinlegen, hinlegen.

Soll ich vielleicht noch Pföllchen geben?

Was ist denn los?

Moment.

Warum das denn?

Lass dich überraschen.

Was ist denn hier los?

Nein, danke.

Halt, meine Damen.

Doch hier.

Schaut mal, was ich für euch da hab.

Aber das sind ja unsere Sachen. Ja. Ja, woher habt ihr die denn? Die hab ich

gefunden. Die hat der böse Typ bestimmt weggeworfen.

Ja, was tust du da?

Denk nicht, was du denkst. Was denk ich?

Das, was du nicht denken sollst. Und was soll ich bitte nicht denken? Nein, nein,

nein, das, was du gerade denkst.

Das denkst du doch.

Also das ist mir jetzt alles viel zu kompliziert. Und du schaust jetzt

sofort, dass du von der Leiter da wegkommst. Aber sofort.

All dein Schnudel, Hubert.

Bitte, bitte mischen Sie sich nicht in meine Amtsangelegenheiten ein.

Ich habe hier für Ordnung und Moral zu sorgen. Diese Mädchen, als diese Töchter

da sind, ist eine sehr merkwürdige Atmosphäre hier. Sehr merkwürdig. Dir

werde ich schon geben mit der merkwürdigen Atmosphäre. Du schaust

jetzt, dass du heimkommst, aber ganz schnell.

Für Sitte und Moral werde ich hier sorgen, damit du das weißt. Und darauf

kannst du dich verlassen.

Doch alles kommt ganz hin.

Hilfe! Hilfe!

Rosi, Rosi, hab keine Angst, ich rette dich.

Schrei nicht so.

Wegen dir ist doch der ganze Mist passiert.

Ja, aber, aber, aber. So eine Schweinerei, da können wir endlich

einmal was erleben. Ist wieder nichts.

Aber Rosi. Schrei dich.

Ich will dich nicht mehr sehen.

Gute Nacht.

Aber, aber, aber, bin doch, verletzt bin ich.

Was?

Wo? Wie?

Ja.

Ja, warum hast du das nicht gleich gesagt?

Ein Gentleman leidet und schweigt.

Ein

Glück,

dass du gleich beim Doktor bist.

Ja, ein wahres Glück.

Vorsicht!

Alkohol? Alkohol ist immer gut. Ich hole. Wie, ich protestiere gegen die

Zerfetzung von Staatseigentum. Warte. Warte, natürlich, warte, warte, ist auch

sehr gut. Ach schon, beeil dich. Hier. Was ist denn das?

Doch nicht Benzin holen. Du Schaf, tu das weg. Tu es doch weg, tu es weg.

Alkohol. Kein Benzin.

Ach Gott, nur schlecht.

So was, ich mache schon.

Ja, ein Alkohol. So.

Oh, oh, oh, oh, Schwätzi. Ein Glück, dass du gleich beim Doktor bist.

Und bei seinen fixen Töchtern.

Ihr seid aber ein nettes Paar. Wie wär's denn mit euch beiden?

Das muss alles reiflich überlegt sein.

Aber nicht 27 Jahre.

Sie, wenn Sie da rauchen wollen, dann müssen Sie aufs Häusln ausgehen.

Auf! Geh!

Und ich brauche etwas Beruhigendes. Ganz die Mama.

Den muss er in den Saumagen haben. Was hast du denn mit dem Benzin gemacht,

Nicole? Doch nicht etwa auch getrunken?

Ins Klo geschüttet.

Und du hast doch gesagt, ich soll's weg tun.

Benzin ins Klo?

Aber der Wachtmeister raucht doch dort.

dass ich beim Doktor bin.

Der Nächste, bitte.

So,

und ihr wollt alle krank sein?

Ja, mich legt der Marsch.

Aber Papilein, was ist denn mit dir?

Schau mal da raus.

Also bitte Ruhe, meine Herren.

Wollen Sie alle zum Herrn Doktor?

Also ihr stellt sich jetzt alle schön auf in eurem Glied und keiner dringend.

Und du, Sepp, du stellst die hinten an, du bist nämlich wohl zu spät gekommen.

Und du bleibst da stehen, gell?

Halt, halt, halt!

Nichts da!

Zuerst krieg ich eure Kampenscheine, gell?

21, 24,

25, 26, 27, 28... Aber Karpi, ich weiß gar nicht, was du hast. Das Geschäft

läuft doch sehr gut. Was sagst du? Das Geschäft geht doch sehr gut.

Aber was schreist denn da so?

Ich kann doch diese Scheine unmöglich der Krankenkasse einreichen. Du kannst

und du wirst, Papilein. Dann machen wir 50-50.

50-50-50?

Ihr bringt mich noch einmal ins Gefängnis.

Ihr bringt mich noch einmal ins Gefängnis.

Aber Papilein, das würden wir doch nicht tun.

Das würdet ihr nicht tun. Nein, das würden wir nie tun.

Ist was?

Steigen Sie aus! Steigen Sie!

Aber Herr Wachtmeister... Kein Aber. Aber ganz genau sein Wagen ist bei uns

gestohlen worden. Aber ganz genau. Aha.

Wagennummer? Kann gefecht sein. Moment.

Hier sind meine Papiere.

Ich bin der neue Doktor.

Aha. Jetzt haben Sie sich aber sehr verdächtig gemacht.

Sehr verdächtig, das sage ich Ihnen.

Unser neuer Doktor nämlich, der praktiziert schon seit einigen Tagen.

Was? Wie bitte?

Geben Sie also zu, den Wagen gestohlen zu haben. Ich gebe gar nichts zu. Gut,

gut. Dann ist der Wagen verhaftet. Ich meine, konfisziert. Ich bin

beschlagnahmt, dieser alter Wagen. Bitte folgen Sie mir.

Aber im Schritt.

Mein Gott, Herr Doktor, es wird doch nichts Ansteckendes sein, sonst bleiben

mir ja die Geste weg. So schlimm wird es wohl nicht werden.

So, Peppel, jetzt pass einmal schön auf.

Jetzt machst du einmal schön A und zeigst mir deine Zunge. A.

A.

Ja, das sind ja alle Atome beisammen.

Sie meinen...

Symptome? Das auch.

Das ist ein reiner Ventilatus laus bubio.

Frau Wirtschen, jetzt machen Sie mal eine Knoblauchlösung, weil ich dem Buben

einen Einlauf machen muss. Ich mag keinen Einlauf, Herr Doktor.

Du tust jetzt, was der Herr Doktor sagt, Peppi.

Sonst... Ich denke gar nicht dran.

Ich werde auch so wieder gesund, Herr Doktor.

Ernsthaft. Brav. Sag einmal, Peppi. Ich glaube, Peppi heißt du.

Sag mal, was ist denn das für Farbe? Ist das vom Mahlkasten oder Lippenstift von

deiner Mutter?

Rastschutz. Rastschutz?

Wie lange willst du in die Schule schwänzen? Nur bis die Rechenarbeit

vorbei ist. Aber sagst ja nicht der Mutter, die schlagt mir sonst Kreuz ab.

Aber so grob schaut mir deine Mutter gar nicht aus. Aber was glaubst du, an was

mein Vater gestorben ist?

So. Jetzt langt's aber, Herr Doktor. Jesus Maria.

Also ihr habt alle das Reis.

Sowieso.

Das muss ja direkt eine Epidemie sein.

Wiedersehen. Tschüss.

Hört mal, so geht das nicht weiter.

Das halbe Dorf ist plötzlich krank.

Wunderst du dich?

Aber da stinkt doch was.

Wie meinst du das?

Na, dass unsere Koffer plötzlich wieder auftauchen. Und du meinst, das ist alles

ein abgekartetes Spiel?

Na klar, die haben den Wagen geklaut, damit wir hierbleiben müssen.

Klar, das ist ja zum Reiserschwanzen. Na komm.

Und das werde ich auch dem Schuff tun, wenn ich ihn erwische.

Also, die Parole heißt Rache.

Rache.

Rache.

Oh,

Entschuldigung. Das tut mir leid.

Das war nicht beabsichtigt.

Was? Absicht soll's auch noch sein?

In welche Richtung gehen Sie denn? In die andere!

Na, Herr Doktor, ist es was Schlimmes?

Ja, es wird nicht so einfach sein.

Nein? Nein, nein, nein, nein. Aber ich werde mein Allermöglichstes tun.

Na ja, da sieht man doch gleich, was ein tüchtiger Doktor ist.

Ein Schnäpschen?

Ja, aber gerne.

Na, du?

Hey, hey!

Sie schon wieder!

Entschuldigung, sind Sie verletzt? Nur mein Stolz. Ja, was ist denn da

passiert? Hauen Sie endlich ab!

Also, die Schäne dort, für die Teufel noch mal rein. Jetzt kann ich mal wieder

rein machen.

So ein Mist, eine Schweinerei.

Was nun?

Jetzt gehen wir baden. Good idea.

Danke.

Wissen Sie, was mein seliger Mann war? Der hat mir einiges zurückgelassen.

Ja, das habe ich bereits bemerkt, dass er einiges zurückgelassen hat.

So, finden Sie.

Ein Knopf.

Oh Gott, wie unangenehm.

Mir nicht.

Könnten Sie mir den Knopf wieder annähen? Ja, ich?

Ich habe so nasse Hände.

Ich auch bald.

Dort drüben wäre das Nähzeug.

Nähzeug?

Nähzeug.

Ich mache uns mal ein bisschen Stimmung.

Stimmung.

Ich glaube,

jetzt reicht's aber.

Ja, jetzt reicht's.

Ich schaff das nicht.

Nein, ich schaff das nicht.

Also,

ich glaub, sie wär's auch wirklich leichter gewesen.

Mein Gott.

Jetzt, glaube ich, ist mir ein Knopf abgesprengt.

Ja, wo denn?

Eins, zwei.

Eins, zwei.

Ja, das geht doch sehr gut.

Schön durchatmen.

Ja, tief atmen.

Ja, das geht doch ganz gut.

Prima.

Es hat keinen Sinn. Ich lerne es nie. Doch, man muss nur etwas Geduld haben.

Sicher, nur etwas Geduld.

Okay, ich warte.

Ausziehen. Aber gern.

Nicole.

Finger weg.

Das Berühren der Figuren mit den Pfoten ist verboten. Aber Nicole, ich bin doch

so heiß auf dich. Schön, aber hinlegen.

Okay.

Hierher. Da hin?

Das ist doch nur für Frauen.

Jawohl, für Frauen.

Und außer dem elektrischen Stuhl ist das der einzige, wo man angeschnallt werden

kann. Also los.

Hey, hallo.

Was macht sie mit mir?

Hallo?

Kinder, was hat sie mit mir vor? So, das ist unser Dank für die so plötzlich

gefundenen Koffer.

So, hier, Dr.

Brezenbichlers Glühstier.

27, 28, 29.

Guten Morgen.

30, guten Morgen.

Sie müssen noch ein bisschen warten.

Der Herr Doktor ist auswärts bei einer Visite.

Sie sind die Nummer 31.

Die Praxis scheint ja ganz gut zu gehen.

Wieso? Sind Sie vom Finanzamt? Wie kommen Sie darauf?

Nur so.

32, 33, 34.

Wo ist denn das Häuschen?

Da hinten.

Dankeschön.

Oh, das sind Schmerzen.

Aufmachen.

Da wirst du kein Glück mehr haben. Der Hans, der hat schon eine halbe Stunde

drin. Eine halbe Stunde schon? Aufmachen, Hans.

Braver. Daran werden die noch lange setzen.

Der nächste wird uns gestehen, wo unser Wagen versteckt ist.

Das

ist

aber ein süßer Knopf.

Der gehört aber mir. Wieso? Ich habe ihn doch zuerst gesehen.

Weil ich ihm besser gefalle. Wieso?

Weil ich schöner bin. Du hast doch keine Chance.

Wetten das?

Verdammte Scheiße!

Sie sind der Nächste.

Aber ich bin da noch gar nicht dran.

Bei mir sind Sie dran.

Widersprechen Sie nicht.

Folgen Sie mir.

Du bist ein schöner Freund. Warum hast du bei dir nicht gewarnt?

Ich wollte halt auch einen Freund machen.

Hast du das gesehen?

Der Lump, der Bartsee.

In Anbetracht dessen, dass... Moment.

Dass die Praxis im Augenblick überfüllt ist, werden wir die Behandlung hier

vollziehen. Hier?

Ja. Ja, hier.

Machen Sie sich frei.

Widersprechen Sie nicht!

Aber Sie wissen doch gar nicht, was mir fehlt.

Meinen Sie?

Und ob ich das weiß?

Dem werden wir die Suppen ganz schön versalzen.

Ich habe schon eine Idee.

Schluss jetzt.

Hören Sie mal. Ich will nichts hören. Goodbye.

Aber warten Sie doch.

So bleiben Sie doch stehen. Ich muss mit Ihnen sprechen.

Danke. Ich weiß, was ich jetzt zu tun habe.

Raus! Aber geh, Schober. Was schreist man so? Dreh dich ab, Schober.

Wir drei sind gekommen, damit wir dir so ein bisschen die Zeit vertreiben. Halt,

ich nehme den Dienst.

Vertreibe ich da keine Zeit, dann vertreibe ich euch.

Euch, euch vertreibe ich.

Geh, Schober.

Was bist denn so grantig?

Der mal am Watt halt ein bissl Karten spielt, ist das nix? Na, ich verbitte

mir das, vertrauliche du, verbitte ich mir in meinen Diensträumen, verbitte ich

mir, hast mich verstanden, haben Sie? Haben Sie mich verstanden, Sie

Knödelwascher, du?

Verbitte, ja, nimmst du sofort deinen Hut da runter, hä? Das ist doch gar kein

Traum. Jetzt lass doch mal den Hut hängen, bist schlecht aufgetan. Auf

geht's, Karten her.

Wer gibt den?

Ja, unser Wachtmeister soll den haben. Schau mal, auf geht's. Erlaubt sich denn

in meinen Diensträumen, Herr, ich verkaufe, ich werde... Karten raus!

Verrückt, verrückt werde ich.

Hier in meinen Diensträumen, da wird nicht Karten gespielt. Da wird überhaupt

nicht Karten gespielt.

Höchstens, höchstens gewartet.

Her mit den Karten. Auf geht's, Schober.

Gewartet ist hier noch nie geworden.

Das kann ich euch sagen.

Setz dich her.

Ruhe! Hinterhand hebt ab.

Aber nicht bescheißen, Schober, gell? Ruhe!

Ein Beamter bescheißt, also bedrückt nicht ein Beamter. Ein Beamter bedrückt

nicht. Schau aus, Schober.

Ich schreibe mir gleich drei.

Ich sag einen.

Was spielst? Lass dir Zeit, ich sag's gleich.

Ich möchte jetzt mit Sie angesprochen werden. Ach, deine Eichel. Jetzt holen

Sie doch mal einen Karten raus.

Ja.

Trumpf oder kritisch? Das kostet mir meine Sau. Was heißt der Sau? Schwein

heißt das im Spiel. Jetzt Schwein, gell?

Dienstlich bin ich ja. Ihr sitzt ja dienstlich im Spiel.

Also, meine Herren von Flanell-Pudding, meine Herren.

Hosen runter.

Wer? Ich?

Ja.

Wollen Sie nicht noch ein Schnätzchen, Herr Doktor? Wenn es unbedingt sein

muss, noch einen ganz kleinen. Das ist aber dann der letzte.

Ach, wissen Sie, mein seliger Mann hat immer gesagt, man soll nie der letzte

sagen.

Sein scheider Mann gewesen, ihr Seliger.

Und wissen Sie, was er noch gesagt hat?

Was denn?

Meine schönste Kleidung. Meine schönste Kleidung. Ja.

Ole.

Wäre.

Was? Meine. Ja, was denn?

Haut.

Ah, so haben wir es vorgestellt.

Also, jetzt bin ich direkt froh, dass mein Peppi krank ist.

Und ich bin direkt froh, dass mein Peppi gesund ist.

Spitz, ein Belli, den könnt ihr nicht mehr hier kniedelwaschen. Das war mein

Spiel, Lagermann Schore, sag ich.

Burschen, das hat heute überhaupt keinen Sinn mehr. Heute können wir gegen Dolfi

nichts gewinnen. Gehen wir. Nicht wahr, nicht wahr, nicht wahr.

Ja, wir könnten ruhig noch einen ausspulen.

Nein, heute nicht mehr. Morgen vielleicht.

Morgen vielleicht.

Wiederschauen, Wiederschauen, die Herren.

Wiederschauen.

Benzin.

Nein, schickt euch, beeilt euch doch!

Das war doch gar nicht so.

Wie hab ich das gemacht?

Oh, Vorsicht, Herr Doktor. Für den Anfang war ich ja nicht gerade

überragend, aber bei guter und fürsorglicher Pflege könnte man direkt

über sich hinaus wachsen. Aber so anspruchsvoll bin ich ja auch nicht.

Aber so ein bisschen wachsen könnte nicht schaden. Ja, ja, ja.

Vorsicht, Josef!

Da hat sich mein seliger Mann schon das Genick gebrochen.

Wie bitte?

Ja, ich könnte mir schon vorstellen, mich neu zu verehrlichen.

Was, da ist der Nunter gefallen?

Also, ich wäre schon bereit, Frau Doktor zu werden.

Ganz allein ist der Nunter gefallen, ohne... Ich glaube, wir zwei könnten

schon eine nette Praxis praktizieren.

Jetzt sag doch was.

Und da ist er runtergefallen.

Josef.

Vielen Dank. Haben Sie sich nun endlich überzeugt, dass ich kein Autodieb bin?

Jawohl. Aber vorsichtig ist die Mutter der Polizei.

Meine Mutter ist immer vorsichtig. Also vorsichtig ist besser als... Das wäre

alles. Gute Nacht. Gute Nacht.

So leicht lasse ich mich nicht abwimmeln. Sie werden mir jetzt zuhören.

Also, ich höre. Also, ich bin Krankenschwester. Das können Sie Ihrer

Großmutter erzählen. Und studiere außerdem Medizin. Und ich bin der neue

Arzt, der die Praxis hier übernehmen soll. Das können aber jetzt Sie Ihrer

Großmutter erzählen.

Gerettet. Ja, Herr Doktor.

Ja, Herr Doktor, was ist denn mit Ihnen los?

Rosa, es war furchtbar.

Es war eine Kellertreppe.

Sie war furchtbar steil.

Und beinahe, beinahe war ich nicht gefallen.

In den Keller?

Viel schlimmer. In die Ehe.

Aber, aber das ist ja mein Wagen.

Sie, die!

Bleiben Sie sofort stehen und fahren Sie zurück zur Polizei.

Also was zum Teufel?

Tatsächlich, das ist ja wirklich... Mein Wagen, den Sie gestohlen haben.

Sie Dieb, Sie Heuchler, Sie Verbrecher. Aber ich schwöre Ihnen, ich habe keine

Ahnung. Und ich schwöre Ihnen, dass ich keine Ahnung hatte von den Vorgängen bei

uns.

Ich weiß nicht.

Ich weiß nicht.

Steigen Sie sofort aus.

Sofort!

Sie sollen aus meinem Wagen aussteigen.

Bitte sehr.

Ich glaube dir ja.

Ich dir ja auch.

Wenn's auch schwerfällt.

Warum?

Weil... weil... ich dich für das erste... das erste anständige Mädchen

gehalten habe, das nicht gleich etwas von mir will.

Ich bin auch ein anständiges Mädchen.

Und ich will auch gar nichts von dir.

Aber da ist noch etwas, was ich dir sagen wollte.

Noch etwas?

Ich glaube... Ich glaube...

Ich glaube... Ich glaube, ich habe mich in dich

verliebt.

Ich mich doch auch, du Dummkopf.

Schon damals, als du mir die Orangen aus der Hand geschlagen hast.

Und ich mir das Eis ins Gesicht geschmiert habe.

Ich auch.

Wir wollen nie mehr streiten.

Du hast angefangen. Nein.

Du.

Du. Du.

Du.

Oh ja, bitte noch einmal.

Was ist denn hier los?

Eine Hochzeit ist.

Geheiratet wird. Wer heiratet denn?

Na, Ihr Herr Papa halt.

Was? Wen denn?

Unsere schöne Wirtin.

Das ist ein Hund, unser Doktor.

Wieso denn so plötzlich?

Ja, Kraft meines Amtes, gell?

Konnte ich die Hochzeit sofort ansetzen. Ja, aber komm.

Ja, was ist denn da los?

Ja, was spielt denn so laut?

Da hört man ja nichts.

Heirat wird, Mama.

Was?

Heirat wird, Mama.

Ja, ich heirate nimmer. Doch nicht du.

Die Wirtin. Wer?

Die Wirtin, Mama.

Ja? Ja, aber die hat ja schon einen, die Erdenbra. Wer ist der Kiki?

Unser Doktor. Der alte Doktor Habermann. Aber die Mama.

Der ist doch schon seit zwei Wochen tot.

Was? Aber jetzt hat er sie gekriegt.

Na, bist du glücklich, Papilein?

Wahnsinnig glücklich.

Ich bin so glücklich, dass ich es gar nicht mehr aushalten kann.

Aber heiraten ist doch was Schönes. Ja, Bergsteigen ist auch was Schönes. Und

trotzdem schwindelt mich, wenn ich droben bin.

Herr Doktor! Herr Doktor!

Oh, jetzt holen Sie mich schon.

Ja, wie komme ich denn da raus?

Herr Doktor, ich habe eine Idee.

Die Hintertür. Ja, die Hintertür.

Wo

er

nur bleibt.

Wer? Ja, mein Bräutigam natürlich.

Ach, der.

Ach, der Herr Doktor.

Der. Der wird gleich kommen.

Gleich wird sie wegkommen, da sind mir die Schüsse.

Ich bin am Zingeln.

Wo sind denn meine Schwestern?

Alle sind weg.

Fort, die Ratten verlassen das sinkende Schiff.

Der Tüttertag, die Rettung ist da. Los, schnell.

Bitte sehr.

Ja, das ist die Lösung.

Moment,

Moment, es muss alles echt aussehen.

Ja, wo habt ihr jetzt den Krankenwagen so schnell her?

Das ist unser Geheimnis. Wir sind doch die fixen Töchter, oder?

Da, Petra. Ihr seid Goldengel. Ihr seid Rettungsengel.

Schutzengel. Blasengel. So, jetzt kann nichts mehr passieren.

Auf Wiedersehen.

Das hoffe ich nicht.

Was ist denn geschehen? Ist jemand krank geworden? Ja, ein Kreislaufkollaps. Ein

Patient hat die Aufregung nicht überstanden. Das ist jetzt eine

Prügeburt. Hat der Wirt denn schon wieder einen unter die Herden gebracht?

Aber geh, Mama, da ist jemand krank geworden.

Was?

Krank ist jemand geworden, Mama.

Was schweißt denn er so? Ich hör so ganz gut. Wo ist der Bräutigam? Der Doktor

ist eben rückwärts rausgegangen.

Typisch, Mann.

Typisch, Mann.

Wo ist er? Da.

Frag doch nicht so blöd. Dein Bräutigam. Ja, hier ist er nicht.

Ja, aber vorne ist er auch nicht. Nein. Ich hab's euch ja gesagt.

Er hat sich verdummt. Alles hier nach außen.

Nur über meine Leiche. Weit nicht süßes.

Wo ist denn der Herr Doktor?

Wo ist er jetzt überhaupt?

Da muss er doch wissen. Der kann doch nicht einfach weg sein. Der kann doch

gar nichts sehen.

Das gibt's doch gar nicht.

Geht bloß, gebt bloß am Tag.

Ja, genau wie dein Vater noch vor der Ehe.

Also ich verstehe überhaupt nicht.

Wie ist denn der Doktor überhaupt aus dem Haus nachgekommen?

Das interessiert mich gar nicht. Halt! Ich hab's. Gariccio?

Hat er Krankenwagen?

Oh, wenn das mein Fahrlehrer sehen könnte.

Du hast einen Fahrlehrer gehabt?

Was dachtest du denn?

Der Mistkerl, der Blöde, hat mich fünfmal durch die Prüfung sausen lassen.

Jawohl, Rektor, da kommst du.

Und du fährst da wieder, wo ich schau. Hallo?

Ja, was macht ihr denn jetzt schon wieder?

Was ist denn das für ein alter Wagen?

Ja, hast du denn du ganz vergessen, wie der Papa auf und davon ist, den Wagen?

Und uns den Wagen hinterlassen hat?

Und du machst auch Drehkunst.

Auf was wartest du denn noch? Ja, ich komm schon.

Gut, ich will nur hier.

Danke, das möchtest du ja nie vergessen.

Nein, nein, ich bitte gar nicht.

Hab bloß Vorsicht, ich kann.

Halt!

Bleiben Sie stehen!

Halt!

Bleiben Sie stehen!

Gehen Sie doch sofort her!

Das ist mein Moped! Steigen Sie ab!

Das gehört mir!

Dann nehmen Sie mein Fahrrad!

Steigen Sie!

Was? Steigen Sie doch!

Unverschämt! Was? Steigen Sie doch nicht kindisch!

Immer diese Bullen!

Wenn ich hier lebend raus komme, zünde ich eine Kerze.

Achtung! Vorsicht!

Schließ die Augen und halt die Klappe.

Mama, bitte, Frau Langsamer.

Schneller, der Schubert ist nicht bei uns hier.

Das ist nicht der erste Mann, der hinter mir her ist.

Mama, bitte, Langsamer.

Jesus Maria, das Todenglück erläutert auch schon.

Achtung, Mama, der Bahn schlägt was auf.

Ja,

das

gibt's doch nicht schneller.

Mama, bitte Vorsicht.

Vorsicht. Mama, wir kriegen einen Strafzettel.

Langsam, langsam, hallo!

Wir sind hier nicht am Nürburgring!

Wenn uns einer entgegenkommt... Mir wär schlecht!

Mir auch, wir fahren hier Slalom! Ich kann nicht mehr! Ich kann auch nicht

mehr!

Vorsicht!

Was

ist

denn los?

Wann fahren wir denn nicht weiter? Was ist denn los, Mama?

Ja, das siehst du!

Kochengürtel! Das sind ja schließlich nicht mehr die Jüngsten. Lass mich halt

raus, lass mich raus.

Bleib sitzen, du Feigling.

Halt, stehen bleiben.

Oh je, der Rano.

Aussteigen. Ich möchte aussteigen.

Ach, Herr Schober, Herr Schober.

Sitzen bleiben. Da vorne fährt doch mein Lebensglück. Das ist mir wurscht.

Papiere. Was?

Papiere! Der Schober, sei doch nicht so!

Ich verbitte mir diesen vertraulichen Ton, diesen vertraulichen Ton! Mein

Glück! Was?

Papiere! Herr Schober, lassen Sie mich damit weiterfahren? Nein, das geht auf

keinen Fall, das ist nicht mein Fahrrad.

Papiere! Was?

Papiere möchte er!

Ja, meine, wir waren froh, wenn wir selber welche haben, denn.

Haben Sie denn kein Herz im Leib, Sie Unmensch? Ich habe kein Herz im Leib,

ich habe nur Papiere im Kopf, also lassen Sie mein Moppe!

Papiere! Ach, schrei wieder so, ich höre dich, du grausguter Depp!

Papiere!

Papiere will ich jetzt sehen. Sie, alte Schacht.

Ja, woher soll ich denn jetzt eine Schachtel nehmen, noch dazu eine alte?

Jetzt ist er ganz deppert worden.

Ja, können Sie mir sagen, wie ich das Ding starten soll?

Ich wollte ich.

Okay, dann fahr du. Bitte.

Also komm schon.

Toll, ich glaube, wir haben sie abgehängt. Ja.

Gratuliere. Hilfe.

Hallo. Hilfe.

Hilfe. Hallo.

Schnallt mich doch ab. Ich liege hier wie in einem Sarg.

Ich muss mal. Moment, Moment.

Oh, gute Idee.

Halt! Ich auch. Halt! Halt! Was ist denn mit mir?

Hallo? Hallo?

Hallo?

Hallo? Was ist denn? Hallo? Was ist denn?

Ja, der Wagen läuft. Halt!

Oh, oh, oh, Mama.

Glocken vor mir sehen.

Die brauchst du nicht nur zu sehen, die kannst du auch in Zukunft haben.

Das ist besser als das, was ich gerade mitgemacht habe.

Wiedersehen. Tschüss.

Vorsichtig, nicht so wie das letzte Mal.

Tschüss.

Darf ich Ihnen jetzt endlich Ihre Praxis zeigen, Herr Doktor? Später, Rosi,

später. Wir müssen erst zum Standesamt und die Formalitäten erledigen. Ja, das

müssen wir auch. Aber ich kann schon gar nicht mehr warten, Schatzilei.

Wie wäre es denn mit Ihnen, Rosi? Wollen Sie nicht auch heiraten? Das ist eine

sehr gute Idee.

Ich werde gleich meine Bräutigam fragen.

Wirst du mich auch noch lieben, wenn wir verheiratet sind? Aber frei, ich

schwärme schon immer für verheiratete Frauen.

Na,

Rosi, hat er sich jetzt endlich entschieden?

Nein.

Aber ich.

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