All language subtitles for Das große Backen - S09E04 Folge 4 Orientalische Gebäcke aus 1001 Nacht

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Original subtitles

Sesam, öffne dich. Dieser Satz klingt doch schon wie ein köstliches Rezept.

In keiner Gegend sind Gebäcke so legendär wie in der arabischen Welt. Und

genau deshalb wird es heute bei uns märchenhaft, verführerisch, traumhaft

süß und überraschend herzhaft. In der vierten Folge von Das große Backen.

Es ist der ultimative Zuckertrip. Im Zelt um die Welt. Die Kandidaten

backen sich dieses Jahr durch besonders exotische Gefilde.

In der größten Backshow der Welt.

Letzte Woche stand die Südsee auf dem Reise- und Speiseplan.

Die Backkunst stach ins Auge und teilweise auch in die Nase. So scharf

war's.

Also das Minzöl ist schon sehr heftig.

Okay.

Es sind so viele gute Sachen hier drin sind und sie waren einfach komplett

überlagert von der Minze.

Nicht nur das Minzöl sorgte für Tränen.

Mit 33 Punkten ist die Weltreise heute leider zu Ende für Jenny.

Noch sieben Kandidatinnen und Kandidaten wollen dem Titel Deutschlands beste

Hobbybäckerin oder bester Hobbybäcker 2021 näher kommen.

Das Thema heute?

Arabische Welt.

Das ist meins. Für Faris ist es diese Woche ein Heimspiel. Ja, das ist meine

Lieblingswoche. Diese Herausforderung mit diesen Gewürzen und Aromen, das ist

sehr neu für mich. Und das macht mir auch so ein kleines bisschen Angst.

Es gibt viele Möglichkeiten, für arabisches Flair zu sorgen.

Dann kommt da einfach noch Pistaziencreme rein. Ach du liebe Zeit.

Na, kann man schon sehen, was es wird?

Das ist die Cobra.

Düfte?

Exotische Aromen, Rosenblüten, Safran, tolle Farben und ihr dürft gespannt

sein.

Sind wir.

Das ist mein Zuckerguss und das ist nur der Granatabgesaft, den ich hier habe.

Ich habe ganz coole Konzepte und ich hoffe, das wird auch in der Umsetzung

alles so klappen wie geplant.

Die Finger werden lang.

Danke.

Ich bin der einzige von den anderen Kandidaten, der aus dieser Region kommt.

Ich bin bereit.

Es ist so anstrengend. Da kriegt man Muckis.

Die Nerven liegen blank.

Oh, oh, oh. Muss ich ein bisschen jetzt schneller arbeiten. Ich bin sehr

motiviert, was die neuen Aufgaben angeht. Ich möchte mich beweisen.

Seid ihr ready?

Ich will in Woche 4 natürlich alles geben. Ich bin ein sehr ehrgeiziger

Mensch. Ich will nochmal so ein bisschen mehr Pepp reinbringen.

Rührei mit Zwiebeln.

Egal ob herzhaft oder süß.

Butter geht immer, oder? Fett, Fett, Fett.

Wenn was nicht gelingt, dann nehme ich es oft mit Humor und denke, dann machst

du es halt nochmal neu.

Wie schmeckt es in der arabischen Welt?

Süß. Diese Woche möchte ich nochmal mein Glück strapazieren, deswegen habe ich

meine...

Kampfstuhl dabei.

Also, ich bin bereit. Ich kämpfe für die rote Schürze.

Immerhin ist die reißfest.

Oh nein, oh nein, oh nein, oh nein, oh nein. Mein Teig ist gerissen.

Ein Gemetzel.

Große Dramen.

Die Garnasch läuft da. Das ist ätzend. Ich wusste, dass ich diese Woche nach

Hause fahre. Und nicht weinen. Hör auf. Hör auf.

Nur die besten Rezepte der Welt ebnen einem den Weg zum goldenen Cupcake.

10.000 Euro und dem eigenen Backbuch.

Am Ende steht der Ruhm. Davor geht's nur um eins.

Weiterzukommen. Ich gewinne. Ich krieg die volle Punktzahl.

Hallo und Merhaba, liebe Backhände.

Wir machen heute auf unserer Weltreise einen kleinen Stopp in der arabischen

Welt.

Hier sind Motivtortenmeisterin Bettina Schliepacke-Burchardt und die Ikone der

Patissierkunst. Hier ist Christian Hüms.

Ihr bewertet das Gebäck heute ja wieder nach unserem Punktesystem und erst am

Ende der Folge werdet ihr verraten, für wen die Punkte nicht reichen, um hier

weiter mit uns zu reisen.

In vier Wochen gibt es dann einen Gewinner. Er oder sie wird dann

Deutschlands bester Hobbybäcker 2021.

Obendrauf gibt es den goldenen Cupcake, 10.000 Euro und ein eigenes

Backbuch.

Kommen wir zur ersten Aufgabe.

Backt uns eine Torte oder wenn ihr auf Teilchen setzt, acht Exemplare einer

Gebäcksorte, stilvoll ausdekoriert und präsentiert.

Das arabische Gebäck sollte auf den ersten Blick erkennbar sein. Ich freue

mich auf intensiver Rom aus dieser Region.

Die Backzeit beträgt zwei Stunden und auf meinen Kommando geht's auch schon

los. Auf die Plätzchen.

Fertig.

In der arabischen Welt wird Süßes zelebriert. Es gibt unzählige

Spezialitäten wie Baklava, gefüllte Teigtaschen, Grieß- oder

Pistazienschnitten, Honigzigarren oder auch Datteltorten und Liebeskuchen.

Ich kenne mich gut mit dieser arabischen Welt und süße Gebäcker und alles, aber

das heißt nicht, dass es für mich irgendwie eine Easy-Nummer ist.

Für mich ist ganz wichtig, dass man natürlich dieses arabische Gebäck

schmecken kann. Beispielsweise Rosenwasser, Orangenblüte. Ich finde es

eine total spannende Aufgabe.

Höchst interessant, weil so viele Aromen und Geschmäcker dabei sind.

Daniel röstet schon Pistazien.

Die Herausforderung ist, diesen authentischen arabischen Geschmack zu

treffen. Bei Hannes Griesels.

In meinem Topf köchelt gerade die Milch. Die habe ich aufgekocht und den

Weichweizengrieß hinzugegeben. Das Ganze dickt jetzt ziemlich schnell an und das

ist die Füllung für mein Muschelbacklava.

Und das schwebt Hannes vor.

Aus Philoteig entstehen Muscheln. Die Weizengrieß-Pistazien-Füllung

aromatisiert Hannes mit Orangenblüten und Rosenwasser.

Das stilechte Finish, ein Guss aus heißem Zuckersirup.

Ich habe in meinen Händen schon das Rosenwasser und das Orangenblütenwasser.

Das sind ja typische Aromen für diese Gegend.

Nicht nur die Aromen wirken auf den ungeübten Genießer zuerst exotisch, auch

die Namen einiger Gebäcke, sogar in der Übersetzung.

Mein erstes arabisches Gebäck nennt sich auf Deutsch Frauennabel.

Und dieser Name kommt davon, weil der Nabel eingedrückt wird.

Es ist ein Brandteig, der danach frittiert wird und in einem Zuckersirup

eingelegt wird.

Ramona frittiert ihre Brandteigteilchen und setzt sie anschließend in ein Bad

aus Zuckersirup. Erst dann bekommen sie ihre Füllung, eine Melange aus Pistazien

und Mandeln.

Zu Daniels Pistazien gesellt sich Grieß.

Bei mir gibt's den persischen Liebeskuchen, aber in kleinem Format.

Acht kleine herzförmige Liebeskuchen. Klingt nach viel Gefühl.

Daniels Liebeskuchen mit Pistazien und Kardamom wird getränkt mit

Rosenwassersirup. Das authentische Dekor, ein süßer Granatapfelguss und

kandierte Rosenblüten.

Was knetet Franziska da?

Ich mache eine orientalisch angehauchte Tarte.

Also wird's franco-arabisch. Mein erster Step.

Meines orientalischen Gebäcks ist jetzt erstmal den Mürbteig vorzubereiten.

Franziska füllt ihren Mürbteig mit Orangenblütenpudding und einer Decke aus

Kaimak, einer originalorientalischen Schicht Sahne. Getoppt wird die Tarte

mit frischen Erdbeeren und Pistazien.

Gibt es für Fares ein Heimspiel?

Ich gehe nach Hause heute. Also ich mache ein typisch traditionelles...

Das ist tunesisches Gebäck, das ist Sorghum-Kuchen.

Ein Teig aus Sorghum-Mehl, Olivenöl, Datteln und Sultaninen soll für Furore

sorgen. Die arabischen Törtchen toppt Fares mit Sesam-Creme und einem Meersalz

-Sesam-Praline.

Hier habe ich meinen Weinzengrieß. Jetzt versuche ich das schön zu vermischen.

Und dann kommt noch meine Mehlmischung hinzu mit Pistazien.

Und Backpulver.

Lilia veredelt ihre orientalischen Weizengrießtörtchen mit

Orangenblütensirup, Pistazien und einer Haube aus Ziegenfrischkäsemousse.

Rotweinfeigen bilden das Topping.

Julia knetet Mehl, Salz, Öl und Wasser.

Ich starte mit meinem Filoteig. Den muss ich jetzt ganz lange kneten lassen.

Da muss er erstmal ruhen, bevor ich ihn nachher ausrollen kann.

In den kleinen knusprigen Taschen aus Philoteig steckt eine gekochte

Orangencreme mit gemahlenem Reis. Den süßen Orangenblütensirup für die Tränke

verfeinert Julia mit Kardamom und Safran.

Ich bereite gerade in der Schüssel meinen Philoteig vor. Das ist ein

spezieller, den ich von einem Backklappermeister gelernt habe. Der

wird jetzt gleich einfach durchgeknetet, braucht keine Kühlzeit und dann rolle

ich den auf.

Dann schon aus. Klingt ambitioniert. Von einem Meister lernen also. Das kann man

hier im Backzelt auch haben. Nicht alle nehmen aber gerne die Gelegenheit wahr.

Ich kann machen, was ich will, aber wenn du guckst, werde ich immer nervös.

Bei Fares ist keine Spur von Nervosität zu sehen.

Ich mache jetzt meinen Sorgum-Kuchen. Ich habe meine Eier mit Zucker

abgeschlagen.

Olivenöl kommt auch rein.

Und hier sind meine trockenen Zutaten, Mehl, Sorgum-Mehl und Backpulver.

Wie geschmiert läuft es auch bei Julia.

Ich habe ihn jetzt in eine geölte Schüssel gegeben und so ein bisschen

gewälzt, dass er halt keine Haut bildet. Decke ihn jetzt zu und lasse ihn für

eine halbe Stunde einfach nur ruhen.

Die einen backen mit Ruhe, die anderen mit Kraft.

Ah, das gefällt mir.

Ich muss das nachholen.

Die haben ja zu lange keinen Sport gemacht.

Eine halbe Stunde Training liegt schon hinter den Backenden.

Ich fühle jetzt meinen Sorgum-Teig hupen und gleich geht's in den Ofen.

Sobald alle Teige da sind, wo sie hingehören, sind auch schon die nächsten

Komponenten in der Mache.

Ich habe hier diese Cremedouble, die wird jetzt eingekocht, damit die so ein

bisschen reduziert wird und andickt.

Und wofür?

Die ist dann für die Füllung. Das wird meine Orangenfüllung.

Und was macht unser Philo, Philou?

Jetzt gebe ich noch die Pistazien unter.

Das wird jetzt mein Orangenblütengrieß.

Zieh mir jetzt hier in der Pipette das Orangenblütenöl auf,

weil es ist so konzentriert, dass man sich wirklich Tropfen für Tropfen

rantasten muss, weil sonst hast du es schnell, dass es so einen seifigen

Geschmack bekommt.

Hopp, erst mal einen.

Einen Schritt nach dem anderen macht auch Faris.

Ich habe jetzt meine Sesampaste mit meinem Pudding. Rühre, rühre, rühre, bis

eine homogene Masse daraus entsteht. Und dann kommt ein bisschen Butter und dann

geht es in die Kühlung.

Ein bisschen Butter ist zurückhaltend formuliert.

In diesem Topf ist jetzt Ziegenfrischkäse, Honig, ein bisschen

Vanille und dann habe ich zwei frische Feigen mit einpüriert, damit es auch

diese Struktur gibt von diesen kleinen Feigenkörnern.

Und dann kommt es auf die Gürtchen drauf und dann muss man das noch kühl stellen,

damit es fest wird.

Das wird die Füllung für meine kleinen süßen Teilchen. Das kommt dann rein in

die Mulde von meinem Gebäck, dass man auch dieses schöne Pistazienaroma bei

jedem Wurst dabei hat.

Ihr Lieben, die arabischen Ziffern meiner Uhr teilen mir mit, es ist

Halbzeit, ihr habt noch 60 Minuten, noch eine Stunde.

Sportlich.

Dann könnte man auch mal daran denken, den Filoteig zu backen.

Ich roll mir jetzt so einen Strang und dann schneide ich den in minimum acht

Stücke, weil ich will ja nachher acht Gebäcke haben, die auch gleich groß

sind.

Geschmeidigkeit ist ein Faktor bei kleinem Gebäck.

Worauf kommt es noch an?

Beim Ausrollen ist eigentlich zu beachten, dass er fertig ist, wenn man

ihn hochheben kann und man sieht die Hand unten drunter.

Und was sieht Christian?

Es ist schon anders, ob man zu Hause ausrollt oder so.

Ich hätte gerne meine neapolitanische Pizza mit Thunfisch und Zwiebeln. Mach

ich dir auch sehr gern.

Pizza ist ja nicht unbedingt arabisch.

Wohl aber der ungesäuerte Filoteig, den auch Hannes als Basis nimmt.

Bei dem Zusammenschieben muss man darauf achten, dass man es nicht zu eng macht,

weil sonst kleben die einzelnen Stränge auch wieder zusammen.

Franziska kümmert sich um ihr Topping.

Das ist mein Zuckersirup.

Orientalische Gebäcke, das gehört ja dazu wie Pommes mit Ketchup und Mayo.

Gewisse Aromen gehören auch zur arabischen Backkunst.

Die Orangenblüten kommen mit rein und es wird ein schöner Sirup mit ganz tollen

Düften von der Orangenblüte.

Fares mischt Sesam und Karamell. Ich mache jetzt mein Sesampraliné.

Ganze 10 Minuten muss die Mischung mahlen.

Das ist mein Zuckerguss und da habe ich...

Nichts nachgefärbt, es ist nur der Granatapfelsaft, den ich hier habe.

Ramona formt aus ihrem Brandteig Kringel.

Hannes hat die Aufmerksamkeit auf seiner Seite.

Die werden dann noch schön bestrichen mit Butter und dann für 40 Minuten im

Ofen ausgebacken.

Wie macht es die direkte Filo-Konkurrenz?

So, jetzt werden die befüllt. Ich mache so kleine Päckchen.

Ganz schön aufwendig für so kleines Gebäck.

Ich finde eine Torte in zwei Stunden echt einfacher als das hier.

Aber man will sich ja selbst challengen und man will ja auch mal was Neues

ausprobieren und deswegen bin ich froh mit der Entscheidung.

Nur im absoluten Notfall bekommen die Backenden Hilfe von der Jury.

Meistens behalten Betty und Christian ihr.

Butter geht immer, oder? Fett, Fett, Fett.

Das ist wohl länderübergreifend.

Fares?

Ja, ist auch gut.

Ist eigentlich ganz gut. Ist nur die Stelle hier, aber dafür kannst du nicht.

Der Teig hat einfach... Mir ist gut.

Ja.

Erst der Nahe Osten, dann folgt gleich das Kosten.

Ihr habt nur noch 30 Minuten.

Also nun ist die Zeit aber wirklich geflogen, Hannes.

Dann wird es aber Zeit, dass diese Filoteilchen in den Ofen wandern. Sonst

macht ihr hier keinen Stich mehr.

Ich mache jetzt die Löcher in diesen Küchlein, damit ich jetzt gleich mit

heißem Sirup das Ganze aufgießen kann, damit sie schön das aufsaugen können.

Der Orient ist eine Sirup-Gegend. Man sollte zur Verkostung auf jeden Fall

Servietten reichen.

Schaut's nicht so, man macht es so.

Solange es schmeckt. Ja, hoffentlich.

Direkt aus der Frittierpfanne kann man schlecht kosten.

Da steht Jurykollege Christian bedeutend günstiger.

Also für mich ist Kindheitserinnerung.

Finde ich ziemlich geil.

Also die Konsistenz erinnert mich so ein bisschen an einen Scone.

Finde ich geil.

Finde ich sehr geil.

Qualität spricht sich herum.

Danke.

Sehr, sehr lecker.

Bei einer Tat legt die Jury Wert auf einen intakten Rand und glatt

gestrichene Füllungen.

Deko spielt grundsätzlich eine Rolle.

Ich zerlege hier Rosen.

Ich brauche nämlich nur die Blütenblätter. Die werde ich kandieren

und als Dekoration verwenden.

Liebeskuchen mit Rosenblättern. Man sollte meinen, hier backt ein Mann mit

eindeutigen Absichten.

Mal schauen, wer sich davon verführen lässt.

Süß. Was genau?

In meinem Topf habe ich jetzt das Wasser mit dem Zucker aufgekocht. Und dann

werde ich, sobald die Gebäcke fertig sind, sie aus dem Ofen nehmen und gleich

mit dem Zuckersirup übergießen.

Da ist ein feines Händchen gefragt.

Das wird ein Sirup aus überwiegend Orangensaft, Wasser und ganz viel

Puderzucker. Und das koche ich jetzt ein, bis das so reduziert ist und einen

schönen Sirup weitergibt.

Liebe Hobbybäcker, bei diesem Duft und bei diesen Gebäcken, da weiß man, warum

die Sonne im Osten aufgeht. Ihr habt noch zehn Minuten.

Ich weiß nicht, wie ich das schaffen soll.

Oh, das ist aber knapp.

Das wird eine Punktlang.

Hauptsache, man landet weich.

Denn schon nach dieser Aufgabe schreibt die Jury Punkte auf, die am Ende eine

Rolle spielen, wenn die rote Schürze neu vergeben wird.

Und wenn der Backende mit den wenigsten Punkten gehen muss.

Ich fülle jetzt die kleinen Löcher nur mit meinem Pistazienfüllung.

Was hat Dr.

Love vor?

Naja, passend zum Liebeskuchen, hab ich gedacht, ich stech sie einfach mal

herzförmig aus.

Da geht einer auf Nummer sicher.

Hannes veredelt mit Sirup.

Lilias Creme braucht eindeutig noch Kühlung. Ob da die Zeit reicht?

Und Franziskas Tarte entsteht soweit nach Plan.

Das ist jetzt gerade meine Kaimak-Sahne.

Kaimak ist so eine orientalische Sahne und ist sehr, sehr lecker.

Ich dekoriere gerade meine Törtchen. Ich mache so Löcher obendrauf und damit mein

Sesampraliné da drauf kommt.

Sozusagen als Krone.

Bei Daniel zerfließen die Herzen wie auf einem Ed Hardy T-Shirt.

Lilia macht den Stocktest.

Franziska garniert ihre Tat und bei Julias und Hannes Filostückchen schlägt

die Stunde der Wahrheit.

Ich glaub, die sind gut.

Und das Beste kommt ja noch, der Sirup.

Mir läuft schon das Wasser im Munde zusammen. Ihr habt noch zwei Minuten.

Gut, gut, gut.

Jetzt heißt es eigentlich nur noch dekorieren, ne?

Sekunde auf Arabisch und von denen habt ihr nicht mehr viel.

10, 9, 8, 7,

6, 5, 4,

3, 2, 1 und

Schluss. Hände weg vom Gebäck.

Super schön. Du bist aber sehr schön, hast du gemacht.

Danke, danke.

Mensch, du bist ja echt die Deko-Queen.

Hör auf, ein bisschen Granatapfel, ein bisschen Pistazie.

Ich lehne mich mal nicht so weit aus dem Fenster. Ich finde es eigentlich ganz

schön. Aber ich bin mir sicher, es gibt ein paar andere hier, deren Geschmack

wird meinen weit übertrumpfen.

Ah, geschafft.

Oh, die sehen so lecker aus.

Halleluja.

Für mich war es echt schwierig, weil ich sowas sonst nie mache.

Und so eine Torte, da fühlt man sich irgendwie zu Hause und das ist so ein

bisschen fremd. Und ich freue mich aber, dass ich das Wagnis eingegangen bin.

Geile Aufgabe.

Dann muss jetzt nur noch die Verkostung mithalten können.

Ich bin wirklich so wie ein kleines Kind, weil ich werde jetzt was

präsentieren, was sie gar nicht kennen.

Ich hoffe, dass es reicht, dass ich Punkte hole, um einen Vorsprung zu haben

zu den anderen.

Ich hoffe, dass ich das Rosenwasser und das Orangenaroma gut dosiert habe und

dass die Jury nicht reinbeißen wird und denkt, das ist ein Stück Kernseife.

Wer hat sauber abgeliefert?

Wer startet mit einem Vorsprung in die Woche?

Euer Gebäck sieht köstlich aus.

Und wenn Sie auch Appetit bekommen haben, kein Problem, die Rezepte finden

Sie online auf dasgroßebacken.de.

Und wir hören jetzt der Jury ganz genau zu, damit wir wissen, was wir als erstes

nachbacken müssen.

Liebe Jury, wir beginnen bei Faris.

Fares, erzähl uns, welches arabische Gebäck du uns gebacken hast.

Ich habe für euch heute mein Baba Osorgum. Das ist ein Sorgum-Kuchen mit

Sultanin, Datteln, Olivenöl, eine Sesam-Creme und obendrauf Sesam-Praline.

Diese Konsistenz, dieser leichte Glanz auch von der Creme, der spricht mich

wirklich an.

Es ist jetzt nichts Farbiges, weil ich finde von der Form, von der

Zusammensetzung sieht es einfach so aus, dass man sagt.

Ich möchte das unbedingt mal verkosten.

Ich bin total begeistert davon, wie diese Creme steht.

Die Backfarbe von außen ist genau auf dem Punkt. Es sieht hervorragend aus.

Danke.

Es schmeckt hervorragend von oben nach unten. Vor allen Dingen das Spiel der

Konsistenzen ist wirklich bemerkenswert. Ich bin hellauf begeistert.

Danke. Dieser Sesam ist immer im Mund.

Es ist wirklich ein sehr ausgewogenes Rezept, das wirklich auch so diesen

arabischen Flair rüberbringt, alleine durch die Aromen, die du gewählt hast

mit dem Sesam.

Danke. Vielen Dank.

Ich habe heute für euch ein Dessert.

Es nennt sich Arabische Nächte.

Die Tat.

Grober Fehler fällt mir nicht auf. Man sieht, dass du sie gerade abgeschnitten

hast.

Eventuell ein bisschen mehr Backfarbe hätte ich mir gewünscht. Dann hätte sie

sich auch so ein bisschen von der Creme noch mehr abgesetzt.

Hätte jetzt schon recht. Wenn du einen goldbraunen Backton von außen hast, dann

ist es noch ein bisschen mehr das perfekte Zusammenspiel von den drei

verschiedenen Farben, die du oben drauf hast.

Darf ich?

Dazu serviere ich euch einen Zitronensirup, den ich selber gemacht

habe.

Was man beim Anschnitt schon schön sehen kann, ist, dass der Boden durchgebacken

ist.

Ich bleibe dabei, er muss auf jeden Fall länger gebacken werden.

Er ist durchgebacken, aber er hat natürlich nicht mehr diesen Crunch, den

er eigentlich hätte haben müssen.

Und beim nächsten Mal musst du auf jeden Fall mehr Orange reinmachen, weil die

geht gänzlich verloren.

Das ist ein bisschen flach vom Geschmack. Von daher rettest du jetzt

gerade deinen Kuchen durch den Sirup von außen.

Vielen lieben Dank.

Liebe Jury, ich entführe euch heute in die arabische Welt mit meinem Muschel

-Baklava.

Ich finde es eine höchst elegante und schöne Variante für Baklava.

Das ist wirklich sehr, sehr attraktiv.

Schlicht, edel und elegant.

Filoteig an sich, der ist ja sehr, sehr dünn ausrollbar und dafür braucht man

Fingerspitzengefühl. Das hast du tatsächlich mir mit hundertprozentiger

Wahrscheinlichkeit gerade bewiesen.

Ich freue mich aufs Verkosten.

Ich hoffe, es schmeckt.

Ja,

ist tatsächlich richtig.

Du hast Rosenwasser und Orangenblütenwasser in diese Masse mit

eingearbeitet, korrekt? Ja. Ich schmecke es nicht raus. Also das muss auf jeden

Fall intensiver sein. Ich bin bei dir von Rosenwasser und Orange.

Ist leider überhaupt nicht zu schmecken.

Wenn du die beiden Sachen noch rausarbeitest, hervorragend.

Vielen Dank.

Dieser Kuchen wird in der arabischen Welt ganz weit vertreten, fast in jedem

arabischen Land. Ein bisschen unterschiedlich vielleicht von der

Zubereitung her, aber im Grunde genommen ist es ein Grießkuchen.

Dieses Verhältnis von Creme zu Teig scheint mir auch genau das Richtige zu

sein.

Was ich so ein bisschen schade finde, ist, dass man tatsächlich hier so ein

bisschen sieht, dass hier Risse gekommen sind.

Hier ist auch schon ein Teil runtergerutscht.

Viertelstunde hat mir gefehlt für die Mutz im Kölsch.

Wenn die Risse nicht wären, würden sie einfach noch ein Tick schöner aussehen.

Du hast es wirklich von der Handarbeit her perfekt umgesetzt. Also ein wirklich

schönes Zusammenspiel von verschiedenen Aromen und Texturen. Also sehr, sehr

schön. Sehr schön. Danke.

Da hast du ein gutes Händchen gehabt, das alles richtig zu kombinieren, auch

im richtigen Maße.

Und es ist wirklich sehr, sehr lecker.

Dann vielen, vielen Dank.

Freut mich.

Bei mir gibt es Liebeskuchen. Ich bin sehr klassisch geblieben mit dem

Pistazienboden, dem Granatapfelguss und der Rosenwassertränke.

Ich mag die Dekoration, die du gewählt hast mit diesen beiden Rosenblättern.

Optisch hast du mich damit schon mal überzeugt.

Mir gefällt es optisch auch.

Dankeschön.

Es ist sehr süß, aber genau das muss es auch sein. Der Boden ist dir

hervorragend gelungen. Du hast eine herrliche Konsistenz da drin.

Superschön. Dankeschön. Die Granatapfelkerne sind wirklich so das i

-Tüpfelchen, dadurch, dass ich da wirklich diese Frische noch habe.

Geschmacklich. Das ist der Orient.

Dankeschön.

Das sind meine kleinen Glücklichmacher für euch. Ich habe sie nämlich ganz

bewusst so genannt, denn ehrlich gesagt war diese Aufgabe eine große

Herausforderung für mich, weil ich in der Form noch nie zuvor mit derartigen

Aromen und Gewürzen gebacken habe.

Sie sind handwerklich gut gemacht, aber mir fehlt noch so ein bisschen dieser

Touch, dass man wirklich sagt, das ist jetzt ein süßes Gebäck und ich muss das

unbedingt essen.

Die Backfarbe ist sehr, sehr schön.

Geschmacklich kann ich sagen, du hast die richtige Dosierung gefunden.

Wenn du den Teig so zusammenfaltest, du hast ja alles unten drunter, dann ist

das sehr, sehr viel Filoteig. Der Teig muss auf jeden Fall dünner ausgerollt

werden. Oder vielleicht eine andere Falttechnik, dass man einfach weniger da

unter hat.

Vielen Dank. Danke schön.

Ich habe euch ein Gebäck mitgebracht, das wortwörtlich in Deutsch übersetzt

Frauenbauch heißt, weil es durch das Loch in der Mitte wie ein Bauchnabel

aussieht. Mir gefällt es, dass die Teilchen wirklich alle ungefähr die

gleiche Größe haben, gleichmäßig gebacken sind, gleichmäßig gebräunt

sind. Und ich mag, wie du sie dekoriert hast.

Hervorragende Arbeit.

Die Teigkonsistenz ist sendensationell.

Hervorragende Arbeit. Wirklich wunderschön.

Ich bin wirklich begeistert, mit welchen guten Händchen du dieses Gebäck

umgesetzt hast und genau auf den Punkt auch hier präsentiert hast.

Vielen Dank.

Ich bin

ein bisschen neidisch auf die Jury. Die durfte schon alles probieren.

Aber egal, machen wir einfach weiter mit Aufgabe 2. Machen wir uns bereit für

einen neuen Geschmack. Hier kommt die technische Prüfung.

Bei der technischen Prüfung bekommt ihr immer ein Rezept, was ihr wortgetreu

umsetzen sollt. Das ist heute besonders wichtig, denn ich glaube, das, was jetzt

kommt, das habt ihr noch nicht gebacken. Ihr dürft die Zutaten jetzt schon mal

aufdecken.

Oh. Oh.

Herzer.

Ingwer.

Safran.

Ist auf jeden Fall kein Blätterteig, ist dafür zu wenig Butter.

Also ich glaube, es werden irgendwelche Nudelteig vielleicht, dass man

Teigtaschen drauf macht.

Irgendwas Richtung Brot oder Sofladen oder irgendwas.

Ich meine, nee.

Egal was das wird, ich freue mich wirklich auf den Geschmack, weil das

sind die Zutaten, die sehr interessant sind. Aber ich habe keine Idee.

Ja, da erwartet man was Süßes und was liegt da?

Zwiebel und Hähnchen.

Da werden die Augen ganz groß und die werden gleich noch größer, wenn ihr das

Rezept lest.

Dreht dieses bitte jetzt um.

Filoteig. Pastille.

Marokkanische Pastilla.

Noch nie gehört.

Wisst ihr, was das ist? Nein. Ich weiß das nicht.

Ein Filoteig.

Aber ich habe ja schon gelernt, nicht zu viel Flüssigkeit in der Füllung, sonst

platzt der auch.

Bei der Füllung sieht man, die Zutaten gehen fast eine Seite lang.

Filoteig, das ist die Herausforderung.

Marokkanische Pastilla. Ja, was ist denn das, Betty?

Pastillas sind eine echte marokkanische Spezialität.

Diese tollen Pastillten bestehen aus einem dünnen Filoteig und einer

köstlichen Füllung. Dazu gibt es einen frischen Joghurt-Minz-Dip.

Wenn ich das Rezept so sehe, dann läuft mir jetzt schon das Wasser im Mund

zusammen. Das Besondere bei der Pastilla ist das Zusammenspiel zwischen süßen und

salzigen Aromen.

Ihr habt für diese Aufgabe 120 Minuten Zeit.

Entspricht genau eurer Pause. Ihr dürft das Zelt verlassen.

Toi, toi, toi.

Auf mein Kommando geht's wie immer los. Seid ihr bereit?

Jo. Dann auf die Plätzchen.

Fertig.

Backt. Die Pastilla besteht aus drei speziellen Schichten.

Jede Schicht muss genau herausgearbeitet werden, damit das Gesamtwerk auch das

gewünschte Geschmacksbild ergibt.

Mein erster Schritt ist jetzt den Filoteig herzustellen. Dafür habe ich

Mehl, Öl, Wasser und Salz zusammengegeben und das sollen wir jetzt

verkneten. Für 15 Minuten mit dem Handrührgerät.

Das wäre einfacher, aber wir halten uns ans Rezept. Das hat bei der technischen

Prüfung noch niemandem geschadet.

Es gibt auch was ähnliches in Gunesien, aber trotzdem einen Filoteig selber

herzustellen und das Ganze in zwei Stunden, das wird schon ein bisschen

stressig.

Wir haben uns überlegt, machen wir für die technische Prüfung doch mal nichts

Süßes, sondern was Herzhaftes. Und zwar marokkanische Pastillas.

Die Pastilla ist ein absoluter Klassiker in Marokko und wird dort natürlich in

verschiedensten Variationen gegessen. Das Besondere an einer Pastilla ist zu

allem der Filoteig. Der ist außen schön goldgelb gebacken, leicht knusprig. Und

drin habe ich jetzt diese unterschiedlichen Schichten. Die erste

Schicht besteht aus Mandeln mit Wuderzucker und Zimt. Dann kommt die

Eimasse mit einer Gewürzpaste und dann das marinierte Hühnchen. Die perfekte

Pastilla ist für mich leicht glänzend, hat ein paar geröstete Mandelblätter

obendrauf und ganz wichtig, hat diese schöne Kuppelfranken.

Safran muss man einweichen, bevor man ihn verwendet.

Ich habe meine Safranfäden in Wasser eingeweicht, weil die müssen ja auch

intensiv angeschmackt sein. Ja, ansonsten, ich bleibe hier und ich knete

weiter.

Der Jüngste schwächelt? Oder was?

Aber ganz ehrlich, zehn Minuten noch, ne?

Also...

Mit so viel Leerlauf können die Backenden gar nicht mehr umgehen.

Ich hätte jetzt ganz gerne ein Buch.

Wofür? Dann lese ich gar nebenbei. Okay, war eine blöde Frage.

Es ist so anstrengend.

Da kriegt man Muckis.

Fast wie Pilates.

Aber der war jetzt zu hart, deswegen probiere ich jetzt den Teigrührer durch

meine Hände zu ersetzen.

Wenn man so viel Kraft hat. Es fühlt sich schön an, schön geschmeidig, schön

elastisch. Und irgendwann schön rund.

Da ist die Kugel.

Ich glaube, so wenig Teig habe ich im Leben noch nie gemacht.

Dafür müsst ihr ihn besonders gut behandeln.

Der Teig ist fertig, ich habe ihn jetzt eingeölt und jetzt muss er 30 Minuten in

Ruhe gelassen werden und dabei mache ich die Füllungen.

Die erste Füllung beginnt mit einer Petersilienpaste.

Ich mache jetzt meine Marinade.

Zur Petersilie kommen diverse Gewürze.

Ein Viertel Teelöffel Zimt. Das stimmt.

Dreieinhalb Löffel Öl dazu und ab damit in den Blitzhacker.

So, ich habe jetzt hier die Petersilie und Gewürze, Salz, Pfeffer und die

werden jetzt zu einer Paste gemixt.

Alles für die Marinade.

Wenn eine Pastilla richtig abgeschmeckt ist, kann es wirklich eine wahre

Geschmacksexplosion sein.

Die Marinade besteht aus Petersilie, Ingwer, Kurkuma, Salz und Pfeffer.

Und dann wird ein Teil davon weggenommen, um das Hühnchen zu

marinieren und das andere ist für die Eigelbmasse.

Um ein bisschen Zeit zu sparen, haben wir die Hähnchen für unsere Kandidaten

schon vorbereitet.

Diese müssen jetzt nur noch auseinandergezupft werden und mit der

Gewürzmischung mariniert werden.

Und zwar so.

Die Würzpaste wird mit Öl verdünnt und dann geht's dem Hähnchen an den Kragen.

Ich weiß nicht, wie dünn es sein soll.

Ich zerzupfe jetzt so, wie ich es lecker finden würde und hoffe, dass es reicht.

Zupfkuchen mal anders.

Die Stücke werden in der Marinade eingelegt.

Ich glaube, wir machen alle das Gleiche jetzt gerade.

Dann macht wohl keiner was grundlegend falsch.

Nächster Schritt, die Eischicht.

Ich liebe Zwiebeln. Na dann, herzlichen Glückwunsch.

Ich schneide super gerne Zwiebeln.

Nicht, weil man dann immer anfängt zu weinen.

Und das noch bevor man diesen Begriff liest.

Also, G, G, Gie, kenn ich gar nicht. Also, hab ich noch nie verwendet. Was

ist Gie? Das ist hochkonzentriertes Butterschmalz. Also Butter mit weniger

Wasser. Ich werde die Zwiebeln jetzt in dem Gie scharf anbraten.

Go, go, Gie!

Scharf anbraten heißt ja nicht, dass sie braun werden sollen.

Aber ich warte, dass sie schön...

Hier gibt es Unterschiede.

Jetzt kommt die restliche Paste rein.

Verschwendet wird nichts.

Ich finde, es riecht auf jeden Fall schon mal sehr lecker.

Jetzt wird mit dem Safranwasser abgelöscht.

Mit der Überschwemmungstechnik?

Oder doch lieber mit Gefühl?

Immer schön aus dem Handgelenk, liebe Zuschauer.

Ich habe nirgendwo gelesen, dass man die Safranfäden irgendwie rausfischen muss,

deswegen haue ich hier mit rein.

Jetzt gibt es kein Zurück mehr.

So, jetzt lasse ich das köcheln. Das soll so eindicken, das darf nicht mehr

so flüssig sein, weil nachher natürlich dann der Filoteig aufreicht.

Eine Schicht fehlt noch, die süße Nussige.

Die Mandeln werden jetzt gleich angeröstet, 20 Gramm abgenommen fürs

Dekor, Rest in der Schüssel mit dem Puderzucker und Zimt gemischt.

Im Vergleich zu der Hähnchenfüllung ist diese Schicht für die Backenden fast

schon ein Heimspiel.

Doch zurück zur Eimasse.

Seid ihr ready?

Früherei mit Zwiebeln. Ja.

So ähnlich.

Liebe Hobbybäckerinnen und Hobbybäcker, was war zuerst, das Huhn oder das Ei? Im

Rezept könnt ihr es nachlesen. Ihr habt noch 60 Minuten.

Halbzeit. Ja, 60 Minuten.

Geschichtet werden müssen die Pastillas auch noch. Also haltet euch mal ran mit

den Füllungen.

Ein Viertel Teelöffel Zimt.

Das ist doch so ein Viertel, oder?

Ja, so ungefähr.

Jetzt ist es eh zu spät. Man sollte sich bei der einfachsten Füllung auch nicht

allzu lange aufhalten.

Ja, jetzt muss ich mal mit dem Teig beginnen, würde ich sagen, damit es

weitergeht. Guter Plan.

Ein Filoteig kann zäh werden, wenn er zu dick ausgerollt wird. Man muss wirklich

eine Zeitung durchlesen können, dann ist er wirklich perfekt.

Der Teig bei der Pastilla wird in zwei Teile aufgeteilt. Diese Teile rolle ich

mir auf 30 x 30 cm aus. Durch diese Knet- und Ruhezeiten sollte der Teig

elastisch sein, er sollte nicht reißen. Wichtig ist, dass diese Teigschicht so

drin liegt, dass man sie nicht reindrückt. Weil wenn du sie

reindrückst, hast du die Falten am Rand. Die Falten dürfen definitiv nicht

existieren.

Also aufpassen.

Filoteig halbieren.

Das war dann auch schon der einfache Teil.

Ausrollen. Dann habe ich die Hälfte mir weggenommen und die andere Hälfte für

die nächste Runde.

Bei Julia ist es schon der zweite Filoteig diese Woche.

Was meinen die Neulinge?

Er ist schon weich und er lässt sich auf jeden Fall schön ziehen.

Ich weiß nur, dass ein Filoteig, das muss irgendwie fast durchsichtig sein.

Also es ist wie ein Strudelteig.

Und ja, mal sehen, ob mein Teig das schafft.

Die Schwierigkeit ist, glaube ich, bei diesem Teig, dass er nicht reißt.

Der Teig ist gut. Er ist schön elastisch.

Und wenn man ganz genau hinguckt, kann man auch so ein bisschen die Struktur

von dem Küchentuch durchsehen.

Jetzt kommt mein Teigblatt auf das bemehlte Handtuch und ich muss die

nächste Hälfte ausrollen.

Also das Ganze nochmal.

Das erste Teigblatt auf dem Küchentuch mit zerlassener Butter einpinseln und

mit der Butterseite nach oben in den Ring einlegen.

Zitat Ende.

Fürs Zitieren gibt es hier keine Punkte.

Wohl aber für das korrekte Umsetzen des Rezeptes, das die Jury bestellt hat.

Weiter so.

Und dann haben die Backenden doch noch Interpretationsspielraum.

Ich weiß nicht, wie ordentlich das gemacht werden muss, weil er zieht ja

immer diese Folgen. Ich glaube, das ist normal.

Nicht, wenn es nach der Jury geht.

Und noch mehr kann schief gehen.

Oh nein, oh nein, oh nein, oh nein, mein Teig ist gerissen.

Dann nehmen wir den hier zuerst und setzen den anderen da drunter.

Oh, das flutscht.

Ich lege die zweite Schicht von meinem Teig.

Auf die erste rein, vorsichtig.

Mit der Butterseite nach oben.

Lilia eröffnet die nächste Runde.

Und jetzt kommt als erste Schicht die Butter-Zimt-Mandeln auf den Boden

verteilen.

Zum Schluss mariniertes Hähnchenfleisch auf die Eizwiegelmasse geben.

Ist das nicht mariniert wie im Bilderbuch?

Nicht überall läuft es so rund.

Ich habe die zweite Decke vergessen.

Ich mache es nämlich jetzt so.

Dann habe ich nämlich auf jeden Fall keine zwei komischen Schichten

übereinander.

Ein Gemetzel. Von dem die Jury nichts mitbekommt.

Jetzt kommt als nächstes die Plätze einzeln auf die Mitte einklappen.

Hannes ist das beim letzten Filoteig ziemlich gut gelungen.

Eines gilt es bei dieser Technik zu beachten.

Was extrem übersteht, muss ich mit der Schere entfernen. Dass es wahrscheinlich

nicht zu dick ist oder so. Keine Ahnung.

Zum Beispiel das hier.

Und dann mal hier.

Im Rezept steht tatsächlich das was?

Extrem überstehend. Aber was ist schon extrem?

Der doppelte Deckel sollte die dreifache Füllung aushalten.

Mariniertes Hühnchenfleisch?

Okay, so.

Jetzt ein passender Spruch zum Umstürzen.

Assalamu alaikum.

Oh Gott, oh Gott.

Ich glaube, das heißt Hallo, aber naja.

Das schaut doch ganz schön aus oben.

Es ist jetzt auf jeden Fall spannend, ob das Ganze nicht auseinanderflatscht.

Guck mal, es steht, ihr Lieben.

Und jetzt bepinsel ich das noch mit dem verquirlten Ei.

Das soll der Pastilla einen schönen Glanz verleihen.

Wenn der Teig jetzt dicht hält, ist ein wichtiges Zwischenziel erreicht.

Mindestens 25 Minuten soll die Pastete backen, bis sie rundum goldbraun ist.

Das erhöht den Druck auf die Nachzügler.

Fast alle haben ihre Dinger im Ofen. Noch ist keine nächste Zeitansage da

gewesen. Ich hoffe, dass alles passt.

Wie lange muss das backen?

25 bis 30 Minuten. Deswegen wird es spannend. Wart mal ab, was ich gleich

sage.

Ihr Lieben, sattet die Hühner, packt sie ins Gebäck und dann ab in den Ofen

damit. Ihr habt noch 30 Minuten.

Oh, das ist aber knapp.

Die Pastillas werden fertig oder nicht.

Der Dip fehlt noch völlig.

Das lässt sich nicht kaschieren.

Aufgeben ist nicht. Es geht um Punkte.

Ja, wir sind jetzt schon unter die 30 Minuten und ich habe erst jetzt mein

Tortilla in den Ofen reingeschoben.

Noch knapper sieht es bei Franziska aus.

Meine Backzeit ist jetzt ein bisschen kürzer. Ich würde sagen, ich habe jetzt

noch 20 Minuten zum Backen.

Abwarten.

Da tut ein bisschen Ablenkung gut. Zum Beispiel Minzblätter abzupfen und klein

hacken. Hat etwas von Zen.

Bei manchen.

Bei manchen auch nicht.

Ist das gerade Aggressionsabbau? Nein, das mache ich immer so.

Die Minze kommt in den Joghurt. Dann wird der Dip mit Salz, weißem Pfeffer

und Zitrone abgeschmeckt.

Fehlt noch was. Bisschen Peps.

Der bange Blick geht zum Ofenrohr.

Ich wusste nicht, ob ihr das vielleicht schon wisst.

Ihr habt jetzt nur noch 10 Minuten.

Oh no.

Noch 10 Minuten?

Er wird nicht fertig.

Nichts kann den Prozess beschleunigen.

Auch andere kriegen den Flattermann.

Er backt.

Immerhin.

Er braucht noch fünf Minuten, aber auf der einen Seite oben ist er schon wieder

so dunkel.

Der Mittelweg wäre golden.

Die perfekte Pastilla auch.

Bitte, bitte, back es richtig.

Irgendwann heißt es... Hol mal das Ding, ne?

Ja.

Und mach mal fertig.

Ja, schöne Farbe.

Jetzt steht im Rezept, dass wir das Ganze komplett noch dünn mit Honig

bestreichen, für die süße Ausnahme.

Angeröstete Mandelplättchen sollen auch noch drauf.

Und dann war es das.

Kleine Erinnerung, ihr habt nur noch zwei Minuten.

Wird er fertig werden oder nicht? Das ist die Frage.

Eins, zwei, drei.

Das sieht schon gut aus.

Na ja, da oben ist es ein bisschen ausgetreten.

Auf jeden Fall riecht es sehr lecker und ich glaube, dass es super gut schmeckt.

Ich hoffe nur, dass ich das mit dem Tortenbrett auch so gut auf diese Platte

und dann Feierabend verhalte. Reicht mir.

Ihr habt nur noch wenige Sekunden. 10, 9, 8,

7, 6, 5,

4, 3, 2,

1 und Schluss. Hände weg vom Gebäck.

Darfst du was stehen? Alles gut. Wir haben es geschafft.

Geschafft? Jawohl.

Hat einen schönen Glanz, hat eine schöne Farbe.

Ich finde es ganz gut.

Ich glaube, das ist die erste technische Prüfung, wo ich kein Chaos gebaut habe.

Und der sieht genauso aus wie bei den anderen.

Ich bin glücklich.

Ich glaube, so schlecht, wie ich zwischendurch dachte, ist es gar nicht.

Gleich geht's zur Verkostung. Bringt bitte euer Gebäck nach vorne und stellt

sie hinter euer Foto.

Ich habe mich strikt nach Rezept gehalten und ich möchte wissen, was ich

gut und was ich nicht gut gemacht habe.

Ich bin super happy mit der Farbe, wie es gebacken ist und ich hoffe, dass ich

Punkte sammeln kann.

Die anderen sind so ein bisschen eckiger, kantiger.

Meine ist jetzt sehr rund geworden.

Es bleibt spannend, weil wir waren alle gut und ich hoffe, dass ich dieses Mal

nicht ganz, ganz hinten liege.

Es duftet, ich denke, die Jury steht schon hungrig vor dem Zelt. Betty und

Christian, ihr dürft reinkommen.

Also der erste Anblick ist jetzt gar nicht so schlecht. Ich hoffe, du hast

nicht zu viel gegessen in der Pause.

Nein. Weil wir haben jetzt ordentlich was vor. Gut.

Das Erste, was man hier sieht, sind die Mandeln.

Relativ viele sehen jetzt nicht unbedingt geröstet aus. Aber was man da

unterschön sehen kann, ist die Backfarbe Gold-Gelb. Und es soll ja so eine

leichte Kuppel sein, wenn man es dreht.

Kann man das auch gut erkennen?

Schön finde ich, dass es bis nach unten mit der Eigelbstreiche eingestrichen

worden ist.

Manche machen den Fehler und streichen es nur oben ein. Aber hier ist es

wirklich wunderbar.

Das erste, was man sofort gehört hat, war natürlich dieses leichte Knacken

beim Schneiden. Genau das, was man haben möchte.

Man sieht, dass hier oben die Mandeln sind. Dann kommt hier die Eischicht und

hier unten kommt das Huhn. Das Füllen hat für mich soweit geklappt.

Es macht Spaß, es zu essen.

Es ist tatsächlich dieses Spiel von Süße und diesem Salzigen und diesen Gewürzen

letztendlich. Und hier ist es wirklich genau auf den Punkt. Zusammen mit dem

Joghurt dabei.

Der gut abgeschmeckt ist. Der Teig hat auch eine schöne Konsistenz, lässt sich

gut essen, gefällt mir sehr gut.

Dieses Exemplar ist jetzt optisch wieder ganz anders.

Mir fehlt hier so ein bisschen die Kuppel. Es ist relativ flach. Ich habe

hier auch eine Falte, die quasi nach oben geht. Jetzt nicht so seitlich

eingeschlagen. Was sagst du zur Backfarbe? Irgendwie ist die anders als

beim ersten. Genau. Hier ist es zwar auch schon ganz leicht gebräunt, aber

ich habe nicht dieses Goldbraune. Es ist ein bisschen stumpf.

Und ich muss ganz klar sagen, man soll es nicht zukleistern. Ich möchte

natürlich das Gebäck darunter sehen und nicht nur erstmal auf den Berg Mandl

schauen.

Man sieht, dass es hier unten so ganz leicht glasig ist. Es ist auch immer

wichtig, dass man natürlich so ein bisschen von dem Teig auch wegschneidet.

Die ganze Feuchtigkeit, die setzt sich ja dann irgendwann bei dem Gebäck und

dann wird natürlich dieser Filoteig so richtig zäh.

Geschmacklich kann ich sagen, hier habe ich auch wieder genau das, was ich

eigentlich haben will. Dieses Zusammenspiel zwischen diesem Süßen und

dem Salzigen zusammen mit dem Dip, der auch hervorragend abgeschmeckt ist.

Der untere Boden, man kann es schwer sagen, ob er durchgebacken ist oder

nicht. Und obendrauf fehlt mir halt so ein bisschen diese Kammer. Und ich

glaube, dadurch ist auch die obere Hülle einfach nicht knackig genug.

Bevor man hier die Mandeln anguckt, muss man wirklich diesen Glanz angucken. Es

spiegelt sich schon fast.

Allerdings, wenn man es dann dreht, sieht man, dass hier wirklich fast alles

in Falten gelegt ist.

Und oben die Mandeln hätten für mich noch ein bisschen mehr gerösteter sein

können. Und weniger, oder?

Und auch weniger, ja.

Geschmacklich habe ich alle Aromen da, die ich eigentlich haben möchte.

Auch der Dip gefällt mir gut. Da habe ich nichts zu beanstanden.

Also ich muss sagen, von oben nach unten, geschmacklich, da kann man nichts

aussetzen.

Was wir hier haben, ist auf jeden Fall die Kuppel. Sieht man richtig, dass es

hier in der Mitte hoch geht. Ich kann hier die Backfarbe untersehen, Gold,

Gelb. Ich kann den Glanz erkennen.

Und man kann so ein bisschen erkennen, dass hier unten immer ab und zu die

einen Streiche fehlt.

Was sehr gut gelungen ist, ist, glaube ich, das Rösten von den Mandeln. Aber

ich würde jetzt sagen, jetzt schneiden wir mal ab.

Hier unten der Boden, auch der ist wieder so glasig.

Und es sieht schon beim Anschnitt sehr, sehr dunkel aus. Also ich habe hier auf

jeden Fall Mandeln drin, die sehr starke Raststoffe haben. Das heißt, obendrauf

habe ich eine sehr, sehr schöne Backfarbe von den Mandeln und innen drin

sind sie mir einfach zu stark.

Hast du den unteren Boden geteilt?

Ich bleibe dabei, die Mandeln innen drin sind mir zu stark geröstet. Und hingegen

den Boden unten finde ich zu wenig geröstet. Ich hatte wirklich Probleme

mit der Gabel, den Boden abzuteilen. Er ist zäh und ich würde sagen, dem fehlen

noch so ein paar Minuten, dass er wirklich richtig hundertprozentig

durchgebacken ist.

Als erstes fällt auf die Backfarbe. Es leuchtet so richtig goldgelb. Ich habe

auch hier so eine ganz leichte Kuppel.

schon sehr nah am Perfekt sein.

Der ließ sich extrem gut schneiden. Man merkte oben tatsächlich so wieder dieses

leichte Knacken. Diese Röstung spricht auf jeden Fall für die Backzeit und auch

für den Teig. Ja, und genau so muss es letztendlich aussehen.

Das heißt, wenn diese zwei Teigschichten sich voneinander absetzen, dann habe ich

genau diese Luftkammer, die hier drin zu sehen ist. Und genau so muss es sein.

Der Boden ist hier wirklich hauchdünn gearbeitet. Ich konnte sofort mit der

Gabel von oben nach unten alles wirklich durchstechen.

Finde ich sehr gut.

Und auch der Dip. Passt geschmacklich dazu. Kann so weitergehen.

Das nächste Exemplar erinnert mich fast

an einen Pie.

Also dadurch, dass man hier oben wirklich einmal rundherum diese Kante

hat, als wenn da so oben zugedeckelt worden wäre. Auch hier an der Seite

wieder deutlich diese Falten. Das ist schon fast wie bei so einem Faltenrock,

säuberlich drapiert.

Die Luftkammer ist zu sehen.

Man hat es hier wirklich wunderbar. Man hat es auch schon gehört. Es ist dieser

Knack. Genau das will ich letztendlich auch haben. Diese Variante ließ sich

sehr gut schneiden. Also da ging es mit dem Messer auch gut durch.

Der Dip ist lecker abgeschmeckt.

Und auch diese Würzmischung, diese süße, salzige, ist für mich wirklich gut

getroffen. Und der Teig lässt sich auch sehr gut essen. Oben hat es wirklich

diese schöne Knusperschicht, die wir haben wollten.

Beim letzten Exemplar hat es jemand sehr gut gemeint mit uns und den Mandeln.

Die Mandeln, schön geröstet, aber definitiv einen Tick zu viel. Dadurch

sieht man kaum noch hier oben die Backfarben.

Und hier haben wir so alle Fehler, die man außen finden kann. Oben die Kante,

hier die Falten und die Füllung kommt raus.

Ja.

Du hast vollkommen recht, ja.

Was hast du zum Teil hier unten?

Also ich würde sagen, er ist schon ein bisschen zäh.

Da bin ich bei dir. Wenn zu viel Teig da ist, der weicht natürlich durch diese

ganzen Füllungen halt auf und dann wird es natürlich unten sehr, sehr fest und

so Kaugummi-mäßig.

Geschmacklich ist es auch hier, muss ich sagen, wieder rund und der Dip ist auch

super schön abgeschmeckt. Es waren wirklich alle sehr lecker, sehr

genießbar und das, was wir uns beide erwartet haben.

Alle wurden probiert. Jetzt kommt die große Arbeit auf euch zu, denn ihr sollt

ja Punkte vergeben.

Und dann ergibt sich eine Platzierung von 1 bis 7 und da dürft ihr euch

natürlich beraten. Und kurz zurückziehen.

Da ist mein persönliches Highlight dieser dünne Boden. Man hat die schöne

Luftkammer. Man freut sich immer über ein gutes Urteil. Das ist wie ein

kleines Kind, das so Süßigkeiten bekommt. Das ist immer geil.

Da muss man halt auch sagen, Füllung ausgetreten, falten.

Ich bin ein bisschen enttäuscht jetzt nach der Verkostung, weil auf jeden Fall

bin ich ganz hinten.

Was für ein Platz genau, aber das wird wieder wahrscheinlich so letzter oder

vorletzter.

Es hatten viele einen relativ dicken Boden.

Dadurch, dass unser Level wirklich sehr gleich ist, sucht die Jury natürlich

nach dem Haar in der Suppe. Und ja, bei mir gab es viele Haare in der Suppe.

Bist du soweit?

Ich gehe schon nervös in die Verkündung.

Ich würde mir halt wünschen, dass ich wenigstens so irgendwie in der Mitte

landen könnte. Dann wäre ich echt glücklich.

Die Zufriedenheit der Jury drückt sich ja immer in Punkten aus.

Legt los!

Festhalten können wir auf jeden Fall. Ihr könnt Dips machen.

Aber es ist ja das große Backen und beim Gebäck gab es dann doch Unterschiede.

Der siebte Platz mit 14 Punkten ist hier.

Franzi, von der Form her endet dein Gebäck halt nicht wirklich an der

Pastilla, weil es einfach flach ist. Dazu sind halt einfach auch ganz viele

Falten da. Wie kam es zu dieser Form? Ich habe es halt wirklich richtig fest,

Schicht für Schicht gepresst. Also das Typische an diesem Gebäck ist einfach

leider nicht zu sehen. Deswegen halt der siebte Platz.

Der sechste Platz.

Ein Punkt mehr mit 15 Punkten ist hier.

Ramona, bei dir die Mandeln obendrauf eine schöne Bräunung, aber dann kommen

die Mandeln, die halt relativ dunkel sind. Wie kam es zu den

unterschiedlichen Mandeln bei dir?

Das kann nur durchs Backen kommen, weil ich habe die ja alle, wie es auch im

Rezept gesteht, auf einmal gebräunt.

Ich kann es mir nicht erklären.

Der fünfte Platz mit 15,5 Punkten.

Ist hier.

Fares. Vom ersten Eindruck definitiv eine Pastilla. Die Mandeln eine schöne

Backfarbe, allerdings ein bisschen zu viel. Aber hier ist wirklich so der Teig

das, was einfach mir auch nicht so gut gefiel. Irgendeine Erklärung? Keine

Ahnung. Ich habe mich heute ans Rezept gehalten. Also ich wusste jetzt nicht,

was ich da falsch gemacht habe.

Der vierte Platz mit 16,5 Punkten.

Ist hier.

Hannes. Optisch.

Wieder ein Rückschritt. Wir vermissen auf jeden Fall die Kuppel und es sind

definitiv zu viele Falten. Ja, ich habe es so interpretiert, dass ich den Teig

schön an die Tortenfolie drücken muss und deswegen sind dann auch die Falten

gekommen. Jetzt wisst ihr, wie es richtig geht, nicht?

Und dann kommen wir auch gleich zu Platz 3 und das ist tatsächlich auch das, was

so ein bisschen rauschticht.

Nicht negativ gesehen, weil der dritte Platz ist schon sehr, sehr gut, muss man

sagen und hat insgesamt 17 Punkte und steht hier.

Julia. Was soll man sagen? Also die Backfarbe oben drauf ist wirklich

wunderschön. Goldgelb, so wie ich es mir wünsche. Auch die Mandeln schön

gebräunt. Aber allerdings natürlich klar, die Form, diese schöne Halbkuppel,

das wollen wir haben. Aber trotzdem Platz 3.

Respekt.

Und der Platz 2 mit 18,5 Punkten steht hier.

Lilia, es gibt nicht viel auszusetzen. Du hast uns beide ja gehört, wir sind ja

schon mit dem Fast-Prototypen gestartet. Das Einzige beim nächsten Mal bitte die

Mandeln ein bisschen mehr rösten.

Zum Platz 1 gibt es noch einen kleinen Unterschied.

Und zu dem Platz 1 kommen wir jetzt. Der steht nämlich hier mit 19,5 Punkten. Ach

du Scheiße.

Daniel!

Auch bei dir ist tatsächlich alles so, wie wir uns das vorgestellt haben.

Backfarbe perfekt, der Glanz ist da, die Mandeln oben, sie sind geröstet, zwar

leicht, aber sie sind geröstet. Und der große Vorteil bei dir war, dieser Boden

lässt sich sensationell gut essen. Also er war wirklich hauchdünn, wir konnten

sofort mit der Gabel durchstechen und das war der kleine Unterschied zum

Beispiel zu Lilia. Herzlichen Glückwunsch, Platz 1.

Ich muss ehrlich sagen, mir geht es gar nicht so krass um den Platz 1 wie um 19

,5 Punkte.

Oh ja, ich bin sehr happy mit dem zweiten Platz.

Da bin ich überglücklich.

Ich kann das gar nicht fassen.

Ich bin mal wieder Letzter.

Nichtsdestotrotz finde ich, dass 14 Punkte nicht wirklich schlecht sind.

Reicht eine Nacht Erholung für Tausend und eine Nacht auf dem Tortenteller? Der

märchenhafte Titel täuscht. Ein glückliches Ende ist nach der dritten

Aufgabe alles andere als garantiert.

Die Jury wird noch vor dem Abend einen Backenden aus dem Rennen nehmen.

Die technische Prüfung hat ja gerade harte Fakten geschaffen, aber jetzt ist

in der dritten Aufgabe wieder Zeit zum Träumen mit den Märchen aus Tausend und

einer Nacht. Das gibt euch natürlich tausend und eine Möglichkeit, aber ich

denke auch tausend und eine Herausforderung. Wir erwarten eine

thematisch stimmige Motiv- oder 3D-Torte.

Mit unterschiedlichen Dekortechniken sollt ihr ein märchenhaftes Feuerwerk an

Farben abliefern. Bei all der Opulenz ist ein Werkstoff Pflicht.

Fondant. Ihn müsst ihr auf jeden Fall verwenden.

Das Dekor hat es in sich. Ihr dürft nämlich keinerlei Dekoration auf eure

Torte befestigen, die ihr zu Hause vorbereitet habt.

Wir möchten natürlich ein wunderschönes Geschmacksbild haben. Dafür müsst ihr

eine Frucht- und eine Cremefüllung einarbeiten.

Ihr habt für diese Aufgabe fünf Stunden Zeit.

Und die starten wie immer auf mein Kommando.

Auf die Plätzchen.

Fertig. Backt.

Die Märchen aus Tausend und einer Nacht gehen endlos weiter.

Die Backzeit leider nicht. Wie ambitioniert darf eine Märchentorte

sein, die in fünf Stunden fertig sein muss? Die Jury hat da nach oben

sicherlich keine Grenze gesetzt.

Ich mache eine Torte, die nennt sich Eine Nacht in Aschgabat.

Und die wird bunt, die wird zweistöckig und ja, hoffentlich schön.

In Julias Stadt sind Mandelölteig, Pistazienmascarpone-Buttercreme und

Pistaziencrunch zu Hause. Die fruchtigen Mitbewohner, frische Himbeeren und ein

Himbeerspiegel.

Franziska macht ein Pistazienpesto.

Meine Torte heute heißt Leilas Treasure.

Das gibt in der arabischen Welt eine ganz berühmte Liebesgeschichte. Die

heißt Kais und Leila. Und ja, die Idee, dass diese Schmuckschatulle ein Geschenk

von Kais zu Leila ist.

Eine Schatulle mit feinem Orangenbiskuit, einem Orangensafran-Curd

und frischen Orangenfilets. Dazu Pistazienbuttercreme und ein

Pistazienpraliné. In welche Richtung geht dieser Märchenprinz?

Auf der Suche nach der Thematik für meine Torte wusste ich eigentlich

gleich, dass ich was Majestätisches möchte für diese arabische Welt.

Hannes plant eine Kombination aus Süßkartoffelböden und Ziegenfrischkäse

-Buttercreme. Orientalische Komponenten, Feigendattelgelee und Pistazien-Kadajiv

-Crunch.

Ich habe mich für die Böden entschieden mit der bisschen Orange und Süßkartoffel

und den Gewürzen, weil ich es super interessant finde.

Gewürze, die man eigentlich zum Kochen verwendet, auch in die Torte zu bringen.

Süß und herzhaft kombiniert man im Orient gerne.

Im Prinzip ist es arabische Skyline, sowohl optisch und hoffentlich auch

geschmacklich.

Unter kunstvollem Isomalt-Dekor soll die Jury auf Zitronenölteig, Joghurtcreme

und Mandelcrunch stoßen. Dazu kombiniert Daniel ein erfrischendes Wassermelonen

-Minzgelee.

Ramona hat eine Kakaomischung vorbereitet.

Meine Torte heißt Fata Morgana. Auf meine Torte kommen zwei Kamele und

Wüstensand. Es muss alles immer ein bisschen prunkvoller sein in der

arabischen Welt und das wollte ich alles in eine Torte packen.

Kamele hüten einen Mandelrührteig, Mascarpone-Pistaziencreme,

Dattelfeigenkompott und Aprikosengelee. Für den Crunch gibt's karamellisierte

Pistazien.

Lilia ist ein Märchenfan.

Als Kind habe ich gerne die Märchenbücher gelesen, über tausend und

eine Nacht. Und so wird meine Tochter heute auch aussehen.

In Lilias magischem Märchenbuch treffen Schokonussböden auf weiße Schokoganache

und Birnen-Weißwein-Kompott. Für den Biss sorgen karamellisierte Macadamia

-Nüsse. Der erste Schritt zu einer märchenhaften Torte ist getan.

Wenn man in dieser starken Konkurrenz einen Rückstand einholen möchte, muss

man sich schon etwas Besonderes überlegt haben.

Es wird ein Tongefäß sein, was meine Torte darstellt, aus der nachher eine

Kobra rauskommt. Und ich hoffe, dass ich alles so umgesetzt kriege.

Die Kobra erhebt sich aus einem saftigen Pistazienbiskuit.

Rosenwasserbuttercreme, ein Feigenkört und karamellisierte Pekernüsse vollenden

die märchenhafte Rezeptur.

Der Geschmack von Feigen erinnert unweigerlich an den Orient.

Bei Franziska gibt es sie als Kurt.

Bei Ramona mit Datteln als Kompott.

Sofern der Herr Tester etwas übrig lässt.

Bist du zufrieden? Ja.

Was soll ich dann anderes sagen?

Mit vollem Mund spricht man ja auch nicht.

Obwohl, wen hat das in dieser Show schon davon abgehalten?

Apropos. Hallöchen.

Möchten Sie kosten. Wasser was? Ach, Wassermelone.

Das ist Aroma.

Ich finde, das riecht halt total nach so Kaugummi. Ja, es riecht nach Kaugummi.

Also so diese Kinder-Kaugummis, ne? Ja.

Oh, das ist geil.

Ich habe ja noch mehr. Können wir noch mehr machen? Du machst ein Gelee damit?

Ja. Geil.

Mit Kindheitserinnerungen liegt man beim Thema Märchen nicht grundsätzlich

falsch.

Und wie war das bei Backe-Backe-Kuchen?

Was macht nochmal den Kuchen gel?

Fahresweißes. Also mit Safran muss man schon vorsichtig sein, wenn es auf

einmal zu viel drin ist.

Und Christian und Betty kommen ja nicht aus der Region, also das darf schon ganz

dezent sein.

Dezent im Geschmack, aber bitte opulent in der Optik. Oh,

schöne Farbe.

So wollen wir es haben.

Sind alle so happy mit den Böden?

Sie sind sehr, sehr, sehr, sehr dünn.

Mal gucken, ob ich sie halbiert bekomme.

Aber an sich riechen sie auf jeden Fall geil.

Butter gibt's auch im Orient.

Alles für die Kalorien.

Und alles fürs Produkt.

Opulenz ist heute sehr gewünscht.

Daniel sorgt für Stand.

Ich habe gerade die Gelatine aufgelöst und ein paar Löffel von meiner Joghurt

-Schmandmasse. Ich schlage auch nebenbei meine Sahne auf und dann setze ich das

alles zusammen und dann wird es meine Joghurt-Creme zum Füllen.

Mit ihren Cremes fühlen sich alle wohl.

Jetzt kommt zu meiner aufgeschlagenen Butter die Mascarpone.

Und dann noch die Pistaziencreme, weil wir wollen ja eine Pistazienbuttercreme.

Grün macht glücklich.

Das gilt für Pistaziencreme genauso wie für Zimmerpflanzen.

Lilia kommt mit ihrer Schokoganache gut voran.

Ramona schaut unzufrieden.

Es will heute nicht.

Jetzt den Fehler schnell erkennen.

Schau, mein Creme ist abgeschmiert.

Dann muss sie weg.

Ich muss jetzt wirklich schnell auf Plan B umschwenken. Ich mache jetzt eine

Cupcake-Füllung. Also Sahne, Sahnesteif, Mascarpone und Schmand. Und dann kommt

da einfach noch Pistaziencreme rein.

Hoffentlich klappt sie.

Ich habe gerade schon mal in meine Eiweißmasse für die Swiss Meringue

Rosenblütenwasser reingemacht.

Fares?

Ich würde noch was dran machen, aber probier du mal.

Ist Rosenwasser drin? Ja, kann auch was ran, ne?

Ich würde es, aber ganz vorsicht.

Ich möchte dieses Mal wirklich alle Geschmäcker voll da haben. Aber es darf

natürlich auch nicht zu doll sein.

Ich würde sagen, so ist gut.

In der Pfanne röste ich gerade das Engelshaar an. Ich fand es ziemlich

cool, weil das Engelshaar ja auch als Backlava in so Nester gelegt wird und

dann mit Zucker darüber gegossen wird. Aber ich dachte mir, mein Gott, durch

das Anrösten werden die so schön kross.

Da kann man auch mal eine Einlage machen.

Lilia karamellisiert Macadamia-Nüsse.

Fares karamellisierte Pistazien kommen in den Mixer.

Julia schneidet mit Augenmaß.

Und Daniel auf gut Glück.

Ja, die Porung ist ein bisschen unregelmäßig. Ich hätte wahrscheinlich

länger den Teig schlagen müssen.

Aber ansonsten, sie sind auf jeden Fall durch.

Durch und schichtbar.

Liebe Hobbybäcker und Hobbybäckerinnen, das Märchen nimmt eine kleine Wendung.

Es ist Halbzeit, noch zweieinhalb Stunden.

Ach du liebe Zeit.

Kriegen wir, kriegen wir, kriegen wir, im Stress machen wir Hochform.

Und hohe Torten.

Vor der Höhe der geschichteten Torte habe ich auf jeden Fall Angst.

Das wird spannend.

Erst recht, wenn man aus dem Stehgreif eine neue Creme improvisiert.

So gefällt es mir jetzt gut.

Ich tue jetzt noch ein bisschen Pistaziencreme dazu, fülle es gleich in

den Spritzbeutel und dann fange ich an zu schichten.

Das ist so eine Art würziger Glühwein.

Da es in der arabischen Welt alles so richtig mit Sirup durchgetränkt wird,

habe ich bewusst auch die Böden jetzt großzügig getränkt.

Ihre Torten großzügig zu gestalten, haben sich alle Backenden heute

vorgenommen. Im fleißigen Schichtbetrieb wachsen märchenhafte Backwerke in die

Höhe, die in ihrer Opulenz an Tausend und eine Nacht erinnern und mit

traumhaften Geschmackskompositionen die Jury begeistern sollen.

Alle versuchen mit raffinierten Kleinigkeiten heute Punkte zu sammeln.

Das wird ein dickes, schlaues Buch.

Kleinere Schnitzer in den Böden sind bei Hannes halb so schlimm.

Schließlich schnitzt er gleich noch in viel größerem Maßstab.

Fares bleibt gelassen und auch Ramona findet ihre Ruhe wieder.

Endlich bin ich am Schichten. Es muss jetzt alles ein bisschen schneller

gehen. Hannes hat für eine so große Torte eine vergleichsweise einfache

Marschroute. Es geht nur darum, dass man eine runde, üppige Form schnitzt.

Und nicht zu viel wegschneidet.

Auch zu Ramonas improvisierter Creme soll das von Lange Hand geplante Kompott

passen.

Bei Julia geht die erste von zwei Torten in die Kühlung.

Fares malt sich nicht nur seinen Sieg in den schönsten Farben aus. Und bei Lilia

gibt's Kunsthandwerk.

Also Pfauvögel sind immer in jedem...

Der Pfau steht für die Sehnsucht nach dem Paradies.

Julia plant nicht nostalgisch, sondern eher urban.

Ich habe mich jetzt bewusst für einen vereinfachteren Scherenschnitt

entschieden, weil das muss ja auch in der Zeit realisierbar sein. Und dann

muss es aushärten und jetzt eine realistische Frau hätte ich ja nicht

modellieren können.

Mitgebrachte Deko-Elemente sind heute verboten.

Jetzt zählt nur, was man vor Ort unter Zeitdruck hinbekommt.

Ich habe tatsächlich bis zu dieser Torte noch nie einen Menschen modelliert.

Ich kann nicht modellieren.

Ach was, Frankenstein hat bestimmt auch nicht besser angefangen.

Mit Zuckeraustauschstoff lässt sich dekorativ auch gut arbeiten.

Das hier sind meine Isomalt-Germanten.

Die sind übrigens zahnfreundlich und auch für Diabetiker geeignet. Nicht nur

deshalb steht Isomalt hoch im Kurs.

Das muss jetzt erstmal auf die richtige Temperatur gebracht werden.

Und dann fange ich an, das seidig zu ziehen.

Danach versuche ich daraus ein paar Kuppeln zu blasen, die dann so ein

bisschen so Moschee-artige Dächer auf meiner Torte darstellen sollen.

Isomalt ist Kür.

Fondant ist Pflicht.

Hannes hat seine Königin aus Fondant geformt.

Franziska gestaltet ihr Reptil aus Rice-Crispy-Masse.

Na, kann man schon sehen, was es wird?

Das ist die Kobra.

Es funktioniert.

Jetzt aufpassen, dass man nur vor Stolz platzt.

Ausstecher tun es aber auch.

Das soll alt aussehen. Das wäre ein altes, abgenutztes Buch.

Franziska versucht es mit Hypnose.

Hallo Betty.

Du guckst nur auf meinen.

Punkt. Guck nur da drauf und hör auf meine Stimme. Ich gewinne. Ich krieg die

volle Punkte.

Hör auf mich.

Glaube mir.

Wenn du das Ding noch nicht mal in die Mitte packen kannst, dann funktioniert

das nicht.

Es hilft nichts.

Wer Top-Punkte will, muss auch Top-Handwerk abliefern.

Ich lege jetzt los und verpasse erstmal meiner Königin einzelne

Kleidschichten. Die Pflichtzutat Fondant. Mindestens als Tortendecke

sollte er Verwendung finden.

Also mit Buttercreme fühlt es sich einfach anders an. Ich kann sie einfach

leichter nochmal lösen und machen und so.

Aber ich muss mir dann halt gleich ganz viel Mühe geben, noch diese

Stadtsilhouette zu machen. Dann kann ich diese wirklich hässlichen Falten nachher

verstecken. Hoffe ich doch.

Ob das gelingt?

Die Jury wird sich um solche Details garantiert scheren.

Also gebt euch Mühe beim Endspurt.

Ihr seid in euer Motiv vertieft. Da vergisst man ja gerne mal die Zeit. Ihr

habt noch 60 Minuten, noch eine Stunde.

Oh, oh, oh.

Ach du Scheiße.

Ist die Zeit geblieben?

Muss ich ein bisschen jetzt schnell arbeiten, weil ich hab ein bisschen doch

die Zeit jetzt verpasst.

Eine Weisheit aus all den Jahren, das große Backen. Bis ganz zum Schluss kann

immer noch was schief gehen.

Die Garnasch läuft da. Das ist ätzend. Und nicht weinen. Hör auf.

Alles gut. Das ist nur eine blöde Torte. Das sollte immer einer nachmachen,

Alter.

Alles gut.

Dass sie hässlich ist, macht mich traurig.

Der Druck ist groß.

Aber auch die Möglichkeit zu zeigen, was man künstlerisch wirklich drauf hat.

Jetzt kommt der magische Moment, ich nehme die Schablone weg.

So viel Aufregung um nichts, wir machen uns hier Sorgen um Kuchen und Torten,

wie banal das eigentlich ist.

Trotzdem sind wir alle so, haben wir alle denselben Schuss.

So.

Es stimmt.

Es gibt größere Probleme als das Gelingen einer Torte. Und doch sorgen

die gebackenen Kostbarkeiten für pures Glück.

Das macht sie so wertvoll, dass man durchaus sein Herzblut in die Gebäcke

stecken kann.

Es ist dort nie verloren.

Es ist natürlich jetzt besser, dadurch, dass man die Falten jetzt verdeckt hat.

So haben alle Hobbybäcker und Bäckerinnen ihre Tricks.

Ich hätte Maler und Lackierer werden können.

Noch stehen Hannes ja alle Türen offen.

Aber eins nach dem anderen, denn das hier ist das große Backen. Und

eigentlich sind alle Backenden hier goldrichtig.

Wer braucht schon eine Wunderlampe, wenn er eine Uhr hat?

Ja, hier gibt's nichts zu lachen, ihr habt nämlich nur noch 30 Minuten. Oh

Gott.

Jo, sportlich, ne?

Und jetzt nutze ich dazu Vapor Paper und hoffe, dass

die Zeit und die Kühlung auf meiner Seite ist.

Der Zahn der Zeit hat an Lilias Buch genagt, noch vor der Jury.

Ramona setzt auf einen speziellen Faltenwurf.

Für mich ist das ein Bauchtanztuch, das so drüber gehängt wurde und als Vater

Morgana sozusagen dann denjenigen erscheint mit den Kamelen obendrauf.

Ganz schön mächtig für eine Luftspiegelung.

Perfekte Illusionen sind jetzt überall angesagt. Alle Hobbybäcker und

Bäckerinnen haben sich ihre Zeit so eingeteilt, dass sie mit ihrer

Dekoration ordentlich punkten können.

Wenn sie denn gelingt.

Bitte, bitte.

Ja, geht doch.

Dieses Gerät kennt man vom Bügeln. Der Steamer eignet sich prima, um Waferpaper

in die gewünschte Form zu bringen.

Im Vergleich dazu ist Airbrush bereits eine geradezu traditionelle Dekotechnik.

Ich versuche ja jetzt so ein bisschen zu kaschieren.

Und jetzt diese schöne Feder um den Pfau, damit man sieht, dass da ein Pfau

sitzt.

Das wird sich jetzt alles so schön ausdekorieren.

Kleider machen Torten.

Ich stelle jetzt noch den Schleier her und der besteht aus Reispapierblättern,

die man, wenn die nass gemacht sind, sehr schön in Falten legen kann.

Ganz ohne Steamer.

Prinzessin Fantagiron ist zurück.

Und was steht da geschrieben?

Das hier ist Layla auf Arabisch.

Kleine Vorwarnung, ihr habt noch zwei Minuten.

Nicht aufregen.

Es ist meine letzte Chance, um...

Und zu bleiben.

Ihr Lieben, bei Märchen gibt es am Ende immer ein Happy End. Bei uns gibt es am

Ende jetzt den Countdown.

Zehn.

Neun. Acht.

Sieben.

Sechs. Fünf.

Vier. Drei.

Zwei.

Eins. Und Schluss. Hände weg vom Gebäck.

Das waren nervige Horrorstunden.

Ich bin fix und fertig.

Ich bin noch absolut nicht glücklich, aber ich habe echt noch das Allerbeste

aus dem Mist rausgeholt, was ich rausholen konnte und alles kaschiert,

was ich kaschieren konnte.

Wow.

Ich bin stolz auf meine Königin. Ich denke, du kannst das Haus verlassen.

Und sie ist nicht die Einzige, die heute das Haus verlassen wird. Oder besser

gesagt, das Zelt.

Franzi und Christian erzählen uns keine Märchen. Was die Jury sagt, das hat

Substanz. Sie ergreifen jetzt erstmal die Kuchengabel und dann das Wort. Bei

der Verkostung. Und wir beginnen bei Franzi.

Ja, Franzi, dann erzähl uns mal, welche Geschichte hinter deiner Torte steckt.

Ich habe euch heute eine Schlange mitgebracht. Ich hoffe, ihr seid gut zu

mir, weil sonst könnte sie euch beißen.

Was an deinen Torten einfach Spaß bringt, ist, wie du Materialien

verbindest. Diese Schlange aus Rice Krispies zu machen, mit Fondant

einzudecken, hier oben Wafer Paper, dass ich wirklich diesen Fächer habe, den so

eine Cobra auch hat. Diesen Riss hätte ich halt irgendwo anders gelöst und zwar

unterm Deckel. Der Kopf mit diesem leichten Mund und diesen ganz, ganz

glasigen Augen, das hast du sehr gut hinbekommen. Für mich persönlich super

umgesetzt. Dankeschön.

Das sind wunderschöne Farben, weil sie auch so unglaublich gut zu der Schlange

passen. Innerhalb einer Torte ohne Lebensmittelfarbe. So einen

wunderschönen Grünton. Respekt.

Das Erste, wozu ich dir gratulieren kann, ist definitiv die verschiedenen

Konsistenzen. Mit diesem Macadamia Crunch.

Er ist immer da. Es ist eine herrliche Buttercreme. Die Böden sind super

gebacken. Das Einzige, und es tut mir wirklich leid, aber das Rosenwasser ist

immer noch nicht herauszuschmecken.

Ansonsten die Kombination sehr gelungen, bis auf diesen Fakt, dass kein

Rosenwasser wirklich zu schmecken ist.

Danke. Vielen lieben Dank.

So als ich durch die arabische Welt gelaufen bin, ist mir eine Königin über

den Weg gelaufen. Und zwar die Königin des Morgenlandes.

Von den Farben her gefällt es mir wirklich ausgesprochen gut. Wir haben

hier überall immer Schattierungen. Du hast das Ganze auch so ein bisschen in

Falten gelegt. Dann kommt dieser durchsichtige Schleier. Auch clever,

dass du es nicht massiv auseinander gemacht hast. Ich hätte vielleicht so

ein bisschen mehr.

Hautton noch gemacht. Sie ist jetzt sehr blass. Also vielleicht ist sie mit dir

verwandt. Vielleicht.

Du bist ein unglaublich hohes Risiko gegangen, weil das ist ja nicht gerade

so, dass das das stabilste Material dieser Welt ist zum Stapeln, dass die

Königin jetzt vor uns steht. Großer Respekt.

Diese Süßkartoffelböden, hervorragende Wahl. Die erste Gabel, da habe ich

sofort diese Feigen im Mund.

Krass, wie man diesen Geschmack rausarbeiten kann. Und es ist zwar nicht

mehr crunchy, dein Engelshaar, aber du hast immer noch diese besondere Textur.

Und das ist für mich ein absolutes Highlight, weil das habe ich vorher in

der Form noch nicht gesehen.

Danke. Dann ist die Feige wirklich dominant.

Ich habe nicht den Ziegenfrischkäse halt im Vordergrund, sondern der ist so ganz

dezent, kommt da ab und zu mal. Es ist sehr ausgewogen und die Gewürze spielen

da wirklich schön im Mundkarussell und man hat immer wieder so einen neuen

Eindruck.

Vielen Dank.

Liebe

Jury,

ich möchte euch mein altes Märchenbuch vorstellen.

Es strotzt hier wirklich so vor Techniken. Das fängt an bei dieser

Lederoptik, die du eingearbeitet hast, mit diesem Krakelierten, dem

Aufgerissenen. Dann kommt der V hier wieder auch mit Malerei. Ich mag es

wirklich von der Optik. Ich wüsste nicht, was man da anders machen könnte.

Man kann bei dir quasi wie bei einer Gesellenprüfung überall 100 Punkte

machen und du hast mit 1 bestanden, was die Optik angeht.

Dankeschön.

Wenn so eine Torte natürlich von außen so spektakulär aussieht, dann geht das

zu 95% natürlich zu leiden des Geschmacks. Und das ist auch bei deiner

Torte so.

Du hast zwei wunderschöne Schokoladenböden, die sehr, sehr massiv

sind, sehr schwer sind und vor allen Dingen sehr schokoladenreich sind. Das

heißt, die Birne, die du in Weißwein gekocht hast, geht gänzlich unter. Ich

habe noch die Textur, ich habe auch den Crunch, den du eingearbeitet hast.

Allerdings ist das einzige Aroma, was ich aus dem Kuchen rausschmecke,

Schokolade.

Ich glaube, du hättest dir mehr in Gefallen getan, wenn du tatsächlich

mehrere Füllungen reingearbeitet hättest, damit diese Birne einfach noch

mehr zur Geltung kommt und vielleicht auch noch ein bisschen Feuchtigkeit an

die Birnen abgibt.

Vielen, vielen Dank.

Ich habe mir vorgestellt, in der Wüste zu sein und eine Fata Morgana zu sehen.

Und für mich war da alles, was ich mit der arabischen Welt in Verbindung

bringe. Sehr sauber, sehr akkurat eingedeckt. Oben drauf die Kamele,

ausgestochen. Es ist alles sauber gearbeitet. Aber ich hätte mir einfach

bei dir einen höheren Schwierigkeitsgrad gewünscht.

Du hast quasi in jeder Etage eine unterschiedliche Füllung eingearbeitet.

Es riecht sehr schokoladig jetzt schon. Das kommt so richtig hoch, der Geruch.

Du hast auch sehr, sehr viel Schokolade in diesen Böden drin. Allerdings muss

ich sagen, in deiner Torte ist die Schokolade überhaupt nicht dominierend.

Wenn ich von oben nach unten esse, habe ich immer wieder kleine Stopps, wo ich

immer wieder kleine Highlights finde.

Also die Dattelfeige ist wirklich toll zum Essen. Das heißt, ein toller

Geschmack. Aber man muss halt wirklich die ganze Höhe von der Torte haben, um

alle zusammen zu essen.

Vielen Dank.

In

der

arabischen Welt gibt es eine berühmte Liebesgeschichte. Das ist Leila und der

Verrückte. Und die Idee ist, dass diese Schmuckschatulle ein Geschenk ist, damit

er ihr Herz gewinnt.

Mein Herz zupft so ganz klein bisschen.

Wenn ich deine Dekorationsfortschritte sehe. Du hast mit Isomalt gearbeitet.

Man kann hier sehr schön auch in diese Kristalle reingucken, in verschiedenen

Farben. Bei diesem Seidenpapier vielleicht beim nächsten Mal Wafer Paper

nehmen. Ja, man muss ganz klar sagen, das Dekorative ist tatsächlich nicht ein

Steckenpferd. Aber das, was mich viel mehr interessiert, ist tatsächlich der

Geschmack.

Du hast trinkförmig aufgespritzt.

Und wenn dann der Anschnitt so ist, dass alle Bereiche immer übereinander liegen,

dann ist es ein Hinweis darauf, dass man da sehr ordentlich und akkurat

gearbeitet hat.

Du erfüllst geschmacklich meine Erwartungen zu 100 Prozent.

Die Böden, die sind so leicht, die sind so luftig. Dann kommt diese Buttercreme

dazu. Die Säure ist da, die Orange, die Pistazie.

Geschmacklich ist das Ding für mich eine Eins.

Danke. Man merkt, dass du dir genau überlegt hast, wo du welchen Bestandteil

hinpackst und insgesamt gibt es ein großes Ganzes. Und wenn wir dann immer

weiter so kleine Schritte machen in der Optik, da kann was ganz Großes

irgendwann draus werden.

Das wird schon.

Ich habe meine Torte eine Nacht in Aschgabat genannt. Und ich habe auch

eine Silhouette einer tanzenden Frau gemacht, die sich unter sternenklarem

Himmel bewegt und ihre Stoffe fliegen lässt.

Man sieht halt dieser Torte an, dass sie so ein bisschen in sich gesackt ist. Und

oben haben wir halt auch keine wirklich geraden Kanten. Ich weiß selber, du hast

einen anderen Anspruch an dich. Aber dann hier vorne trotzdem noch zu stehen,

die Torte zu präsentieren, allerhöchsten Respekt.

Ich sehe die Böden, Himbeeren, gut verteilt, überall da.

Himbeeren und Pistazien passen halt super zusammen und die Torte ist einfach

sehr, sehr lecker. Da hat halt alles auch funktioniert.

Die Torte schmeckt hervorragend.

Allerdings, dieses orientalische geht mir verloren.

Vielen Dank. Dankeschön.

Ich lade euch ein auf eine Reise entlang der Seidenstraße. Zwei sehr schöne

Farbtöne. Orange und Lila passt halt sehr gut zusammen.

Beim Tuch, es hat so ein bisschen eine Elefantenhautstruktur.

Oben drauf hast du mit Isomalt gearbeitet. Ich glaube, es soll

tatsächlich so diese Zwiebeldächer darstellen.

Es sind irgendwie mehr gerade drei Böhren.

Das, was du hier gemacht hast, ist eine superschöne Kombination, vor allen

Dingen obendrauf mit dem heiligen Obst, so würde ich es jetzt mal benennen.

Aber ich muss sagen, dieses Material so einzusetzen, großen Respekt davor,

dieses Risiko einzugehen.

Danke.

Du nickst schon.

Was ist denn das?

Das ist zwar roh, aber das bemerkt man bei der Stäbchenprobe ja nicht, weil da

ja kein roher Teig am Stäbchen hängen bleibt.

Sehr schade.

Ja.

Die Böden, die man essen konnte, sind saftig.

Großartig ist die Joghurtmus.

Bei der Wassermelone hast du, glaube ich, so einen Sirup oder Likör mit dazu

getan, oder?

Den schmeckt man leider raus. Und die Minze geht mir leider unter.

Du bist an der Stelle wirklich ein Risiko eingegangen, auch bei

Geschmackskombinationen. Und die Torte ist für mich arabische Sommernacht.

Vielen, vielen Dank.

Dankeschön.

Jury, Jury am Tortenstand.

Wer kriegt als nächstes die rote Schürze in die Hand? Ja, und wer muss uns

verlassen? Den Punktestand veröffentlichen wir übrigens...

Backofen warm auf Instagram und Facebook. Folgen Sie uns einfach

etwasgroßebacken. Ihr dürft euch jetzt beraten und Punkte zusammenzählen. Und

dann erwarten wir eure Entscheidung.

Hohes Risiko gegangen mit diesem Engelshaar. Das hat er hervorragend

geschmacklich umgesetzt.

Dieses Problem mit dem Aroma hatten wir bei Franz hier auch schon in der ersten

Aufgabe. Und technische Prüfung, da hatte sie halt auch Probleme.

Ich wünsche mir, weiterzukommen und noch mehr zu zeigen, denn ich bin noch lange

nicht am Ende, was meine Modellagen betrifft. Ja, ich hoffe, es geht weiter.

Julia, optisch hätte es für mich vielleicht auch noch ein bisschen mehr

Schwierigkeitsgrad haben können.

Es ist ja so schön hier.

Also ich würde es mir so, so wünschen, einfach noch weiter dabei bleiben zu

können.

Liebe Jury, teilt uns eure Entscheidung mit.

Mit seinen oder ihren Gebäcken aus der arabischen Welt hat er oder sie uns

beide regelrecht verzaubt.

Die rote Schürze geht diese Woche an Hannes.

Ich bin sehr überrascht und sprachlos, dass ich die rote Schürze gekriegt habe.

Ich habe nicht damit gerechnet.

Hannes, herzlichen Glückwunsch. Danke.

Aber leider ist auch diese Woche für eine oder einen von euch die Weltreise

hier zu Ende.

Julia, Franzi, kommt ihr beide bitte nach vorne.

Ihr beide habt euch mit euren Leistungen in allen drei Aufgaben ein Kopf-an-Kopf

-Rennen geliefert.

In unserer Endbewertung trennt euch beide tatsächlich nur ein halber Punkt.

Ich glaube, so knapp war es tatsächlich noch nie zuvor. Mit 43 Punkten muss

uns heute leider verlassen Franzi.

Ja, ich bin traurig, dass das Spiel vorbei ist. Ich bin aber unfassbar

dankbar für die Menschen, die ich kennenlernen durfte, für die

Erfahrungen, die ich hier gemacht habe.

Klar, irgendwie bin ich erleichtert, aber mir tut es auch so leid wegen der

Franzi, weil sie ist so ein toller Mensch und sie hat so toll abgeliefert

und ich hätte sie so gerne noch bei uns gehabt.

Franzi, lass mich noch ein paar Worte zum Abschluss sagen. Uns hat es

unglaublich viel Spaß gemacht, dich kennenzulernen, dich als Person und so

wie du Backen interpretierst. Bitte bleib dabei, wir sehen uns wieder.

Vielen Dank.

Dankeschön.

Das wird in meinem Leben eine der wundervollsten Erinnerungen bleiben.

So ist es.

Ich finde das sehr traurig. Einer muss ja gehen.

Ein kleines Tränchen wird vergossen, aber Sie können sich schon freuen. Und

zwar werden Sie nächste Woche richtig große Augen machen. So groß wie bei

einer Manga-Figur. Denn wir reisen weiter und dann geht es nach Japan.

Es wird Gebäcke geben, von denen haben Sie wahrscheinlich noch nichts gehört.

Also freuen Sie sich, wir haben eine Verabredung. Das große Backen nächsten

Sonntag, nur hier in Sat.1.

Tschüss.

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