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Zulu
.
(Blanche) Verzeih mir, Elisabeth,
dass ich den Anforderungen nicht gewachsen war.
Ich hoffe, dass du es sein wirst.
Wir haben das Geld nicht. - Du opferst deinen Bruder?
Bist du völlig verrückt geworden? - Ich hatte keine Wahl.
Komm mir niemals wieder zu nahe.
(Alexandre) Glauben Sie, der Diamant verändert alles?
Aber ich handle. - Wieso tun Sie das?
Hinterfragen Sie lieber, wieso Sie tun, was Sie tun.
Sag ihr, dass es dir gut geht! - Eli?
Alex. Ich schwöre dir, ich hole dich da raus.
Die ist echt tough, die Kleine. Und sie hängt an ihrem Bruder.
Reden wir nicht um den heissen Brei herum.
Ich will wieder in die Holding. Wie lautet Ihr Vorschlag?
Was geht hier vor? - Personalabbau.
Madame Grangier würde nie ... - Madame? Nein. Monsieur Grangier.
Alex und Neri wollen die Bank an sich reissen und dich rauskicken.
Dieser Kredit von Vittoria Invest. Erinnerst du dich?
David, bist du an der Bank interessiert oder an mir?
Du hast alles verloren.
Wenn ich wiederkomme, hast du gepackt und das Haus verlassen.
Hartmann ist Besitzer des Juweliergeschäfts Van Steen
und Toussaint arbeitet für ihn? - Er kontrolliert die Lieferkette.
Minen, Diamantenhändler. Er ist gefährlich.
Ich hab keine Wahl. Ich suche das Herz von Afrika.
Madame Grangier, ich bin durchaus gewillt,
Ihnen zu helfen und Ihren Bruder zu befreien.
Aber es läuft nach meinen Bedingungen ab.
Und Sie werden das respektieren. - Ich habe das Herz.
Machen Sie genau das, was ich Ihnen sage.
Sonst finden Sie hier eine Leiche vor. Komm raus!
Komm! Schnell weg hier!
* Schwere Streichmusik *
(Ich bin nicht naiv. Ich weiss, was ich getan habe.)
(Ich stehe dazu.)
(Wenn man Dreck entfernt,
macht man sich zwangsläufig die Hände schmutzig.)
* Melancholische Streich- und Klaviermusik *
Alles klar?
* Schmerzerfülltes Ächzen *
Das hätte niemals so ablaufen dürfen.
Danke für die Übergabe.
Oh, verdammt.
Und was geschieht mit der Leiche?
Sie arbeiten bei einer Bank, Sie müssten das wissen.
Wir machen sauber.
* Unheilvolle Klänge *
Sie wissen, was Sie der Polizei sagen müssen?
Ja.
Mein Bruder konnte allein fliehen.
Er hat niemals das Gesicht seines Entführers gesehen. Zufrieden?
Hier, bitte, ich will Sie nie mehr wiedersehen.
Nein. Behalten Sie's.
Vielleicht sieht man sich ja doch nochmal.
Und passen Sie gut auf ihn auf.
Er darf nicht die Nerven verlieren, in unser aller Interesse.
* Autotür *
* Lauernde Klänge *
MIT TELETEXT-UNTERTITELUNG
Mein Liebster. Kommst du klar?
Ich werde das schon schaffen, ich ...
Ohne ist noch besser.
* Schiffshorn *
Barbara, arbeiten Sie wieder für uns.
Ich hab's mir gut überlegt, aber ich sehe keine Möglichkeit.
Paul hat sich benommen wie ...
Paul hat sich benommen wie ein Arschloch.
Und das tut mir unglaublich leid. Ich hätte das verhindern müssen.
Ich brauche Sie.
Ich habe seine Ernennung widerrufen, aber dagegen wird er angehen.
Und dann brauche ich Sie an meiner Seite.
Wurde Sanghas Vermögen den Behörden zugeführt?
(Flüsternd) Nein.
Paul hat alles verschwinden lassen, ohne mich zu fragen.
Und werden Sie vor Gericht aussagen? Gegen Ihren Bruder?
Dann würden ich ihn direkt ins Gefängnis schicken.
Ich will doch nur, dass er die Bank verlässt.
Ich verstehe Sie nicht ganz.
Also Sie wollen Paul decken, weil er Ihr Bruder ist?
Familie vor Gerechtigkeit?
Eine Anwältin mit dem Anspruch, politisch korrekt zu sein?
Wie viele Kompromisse wollen Sie eingehen,
bevor Sie endlich Farbe bekennen und Ihre Pläne verwirklichen?
Sie wissen aber schon, dass Sie, falls Djourou Sie vorlädt,
zur Verschwiegenheit verpflichtet sind?
Auf Wiedersehen, Elisabeth. Ein Jammer!
Ich rate Ihnen, dichtzuhalten. Oder Sie sind hier in Genf erledigt.
Ich werde Sie fertigmachen.
Nur zu!
Sie sind allein, Elisabeth.
* Melancholische Klaviermusik *
Das kann ich so nicht veröffentlichen.
Grangier, Hartmann, Van Steen. Das passiert alles hier in Genf.
Das afrikanische Korruptionssystem hat uns voll im Griff.
Komm mal mit.
* Tür *
Van Steen gehört zu unseren besten Werbekunden.
Ja und? Seit wann verkaufen wir Schmuck?
Ich meine es ernst. Das geht nicht.
Wenn wir einen Rückzieher machen, sind wir fertig!
Sollen alle arbeitslos werden? In diesen Zeiten?
Ich erkenne dich nicht wieder. Der Artikel ist eine Bombe.
Der bricht denen das Genick: Van Steen, Grangier, Hartmann.
Okay, Deal. Es wird nicht spekuliert.
Nein, nur Fakten. - Und bau keinen Scheiss, klar?
Versprochen. Ich bin absolut trocken, glaub mir.
* Tür *
* Intensive Streich- und Klaviermusik *
Guten Morgen, Herr Direktor. - Guten Morgen.
Herr Direktor.
Alles okay? - Ja, danke.
Guten Morgen, Herr Direktor.
Guten Morgen.
Guten Morgen, Monsieur Grangier. - Guten Morgen.
Herr Direktor. - Guten Morgen, Herr Direktor.
Morgen. - Wie geht es Ihnen?
Sehr gut.
Lassen Sie nur, ich mache das schon.
* Unheilvolle Klänge, schweres Atmen *
Herr Direktor, was ist denn mit Ihnen?
Ich rufe einen Krankenwagen. - Ich muss hier raus.
Ich muss hier sofort raus! - Sie müssen sich beruhigen.
Sie müssen ganz ruhig atmen.
Ja, versuchen Sie sich zu beruhigen. Alles wird wieder gut.
* Sie atmen gemeinsam ruhiger. *
Sehr gut. Alles wird gut. Ich bin bei Ihnen.
Geht's wieder?
* Langsame Schritte *
Hey.
(Flüsternd) Hey.
Hey.
Hast du gewusst, dass sie ihn töten?
Entweder er ... oder aber du.
Warum hast du mich befreit?
Ich habe dir so sehr wehgetan.
(Flüsternd) Weil du mein Bruder bist.
* Alexandre schluchzt. * Komm her.
Na, komm schon.
Sch.
Komm her.
* Melancholische Klaviermusik *
Sch.
Sch.
Sch.
* Die Musik verklingt. *
* Elisabeth seufzt. *
Steig doch bitte schon mal ins Auto.
* Autotür *
Das Herz von Afrika, nehme ich an.
Monsieur Sangha braucht den Stein.
Sagen Sie ihm, er ist weiterhin mein Kunde.
Ich werde alles Mögliche tun, damit er sein Eigentum zurückbekommt.
Aber jetzt, meine Herren, beerdige ich zunächst mal meine Mutter.
* Glockenschläge *
* Sanfte, melancholische Musik *
* Intensive Klaviermusik *
(Virginia) So ist gut. Zusammen, ja?
Eins, zwei, drei.
Ich muss kurz mit Daniel sprechen. Okay?
Okay.
Ah. Ein würdiger Abschied. Deine Mutter hätte es zu schätzen gewusst.
Heute haben mich Sanghas Handlanger bedroht, vor Jeanne. Tu was dagegen.
Den Stein hat jetzt wer, Elisabeth?
Wen willst du beschützen? Mich oder Sanghas Interessen?
Aber das kann man doch nicht trennen.
Vergessen wir's einfach.
Elisabeth. Sei bitte vernünftig!
* Dunkle Klänge *
* Glockenschläge *
Na, mein Schatz. - Was ist los?
Ich bin am Arsch. - Das soll heissen?
Ich gehe ins Gefängnis. - Und wieso?
Gehen wir?- Wegen der Autos. - Ja, wir gehen.
(Paul) Vielen Dank.
Ich weiss es wirklich zu schätzen, dass Sie gekommen sind.
Willst du mich verarschen? Ich bin vielleicht neu, aber nicht debil!
Dylan, ich habe gerade meine Mutter beerdigt.
Ein bisschen Anstand, bitte. - Du sprichst von Anstand?
Du hast mir meinen grössten Kunden weggeschnappt.
Ich zog Ulrich an Land. - Whoa, whoa, whoa!
Ein Bankier braucht etwas mehr als einen Namen auf einer Visitenkarte.
V.a., wenn man Dylan heisst.
Das wird schon. Ja. - Ja.
Meine Tochter wartet. Ich muss los. Vielen Dank.
* Kuss *
Soll ich heute lieber bei dir übernachten?- Nein, nein.
Maman ...
Diese Kerle heute Morgen, wer waren die?
Mach Dir keine Sorgen. Alles klar? Versprochen?- Okay.
Papa wartet schon.
Danke für alles. - Ich melde mich.- Ja.
Nicht verrücktmachen!
Daniel?
Ja?
Sag mir, was David auf dem Friedhof von dir wollte.
Haben sie ihn laufen lassen?
Nach 48 Std., so wie vorgesehen. Aber er hat nichts verraten.
Und ausserdem will Djourou nicht ihn, sondern dich.- Ich weiss.
Und wenn David beschliesst, aus- zupacken, dann sind wir alle dran.
Was will er denn? - An der Bank beteiligt sein.
Nein, ausgeschlossen! Der Arsch hat mich gelinkt!
Dann musst du dich auch von Alex trennen.
Der hat dich auch beschissen. - Paul!- Was sagst du da?
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. - Ach ja?
Ohne Elisabeth wäre Alexandre verreckt!
Dein Typ ist putzmunter. Hör auf zu heulen!
Komm, lass doch. - Wie bitte?
Das reicht, bitte. - Fass mich nicht an!- Hey.
Du solltest lieber gehen. - Das hättest du wohl gern.
Geh du doch. Verschwinde! - Was soll das?
Lass ihn, Alexandre! Hör auf!
Hör auf! - Hört sofort auf!
* Alex schreit. * Hört auf! Hört auf!
Paul! Paul? Alles okay?
Du bist nicht fähig, Grangier zu leiten.
Du führst dich auf wie ein kleines, dummes Gör.
Du glaubst, du wärst eine Bankerin.
Dabei bist du nur eine poplige Bürokauffrau.
Alex, bitte nicht!
* Schluchzen * Elisabeth!
Komm, komm.
* In einem Radio läuft Popmusik. *
(Sprecher) 22.30 Uhr. Die internationalen Nachrichten.
Zentralafrika: Der Gewerkschafter Jean Mukanga wurde tot aufgefunden.
In einer Strasse der Hauptstadt Bangui.
Mukanga war erst kürzlich zu Vorträgen in der Schweiz,
in denen er die internationale Gemeinschaft
auf das Schicksal der Minenarbeiter hingewiesen hat.
Jean Mukanga wurde erschossen.
Die Behörden verurteilten die Tat als ein politisches Verbrechen,
begangen von Mitgliedern der von Mukanga angeführten Gewerkschaft.
Aufgrund dieser brutalen und unverzeihlichen Gewalttat
hat die Zentralafrikanische Regierung die Auflösung der ...
* Musik übertönt das Gesprochene. *
* "Places feat. The Venopian Solitude" von FlexFab *
# Nothing left for me tonight.
# Run away, break away, sail away from this strange place.
# What you hear, only fear, what you did was never near.
# Was never near.
# Was never near.
# Was never near.
# Was never near.
# Was never near.
# Was never near.
# Was never near.
* Schwere Hip-Hop-Beats und Synthesizer *
* Die Musik verklingt. *
Ist irgendwas passiert?
Du reagierst nicht auf meine Anrufe. - Ich war beschäftigt.
Was soll das mit Jean Mukanga? - Was meinst du?
Er ist tot. Seine Leiche wurde in seiner Heimat gefunden.
Seine Gewerkschaft wird aufgelöst.
Hartmann kann weiter Blutdiamanten exportieren.
Was habe ich damit zu tun? Alex ist allein geflohen.
Ich habe den blöden Diamanten nicht wiedergefunden.
Ja, aber hörst du, was du da sagst?
Dank deiner Bank kann Hartmann diese dubiosen Geschäfte abwickeln.
Hast du vor, das zu ändern? - Was soll ich denn bitte machen?
Luc, ich hab's eilig. Ich melde mich bei dir.
* Unheilvolle Klänge *
(Frau) Ihr Lieferant hat eingeräumt, dass Sie grosse Mengen abnehmen.
Für die Betriebsfeier?
Ich habe kein Interesse an Ihnen. Aber an Ihrer Chefin.
Wenn Sangha Geld auf die Bank transferiert hat,
dann niemals auf elektronischem Weg. - Warum nicht?
Wegen der Spuren.
Und auf anderem Weg?
Sie müssen nach einem physischen Beleg suchen.
Und das heisst? Und das heisst?
Es wird irgendwie alles in Notizbücher geschrieben. Irgendwo.
Es ist nichts in der Bank.
Sie müssen mir helfen. Sie waren als Einzige vor sechs Jahren anwesend.
Als Paul und mein Vater die Bank geleitet haben.
Zu dem Zeitpunkt sind Sanghas Gelder transferiert worden.
Hat Paul die Akten verschwinden lassen?
Und wo sind die Notizen über diese Transaktionen?
Hm ... Das ...
Das Notizbuch verwahrt Ihr Bruder. Es tut mir leid.
Gibt es sonst irgendwas, egal was, das die Verbindung zwischen Sangha
und Paul belegen könnte? Denken Sie nach, es ist wichtig.
Aber das ist schon ewig her.
Paul will alles zerstören, woran ich seit zwei Jahren arbeite.
Eine ethische, saubere und achtbare Bank,
auf die wir stolz wären, wir alle beide.
Ich würde Ihnen gern helfen, aber ...
Sämtliche Arztberichte konstatieren dasselbe:
Du warst nicht geschäftsfähig, als du die Urkunde unterzeichnet hast.
Laut Artikel 18 des Bürgerlichen Gesetzbuchs
wird dadurch die Vereinbarung in Bezug auf deine Anteile
für ungültig erklärt werden. - Ab wann?
Sowie Elisabeth und Alexandre Berufung einlegen.
Und das werden sie, garantiert. Ist das Dossier wasserdicht?
Paul, ähm ...
Ich halte es nicht für klug, gegen Elisabeth anzukämpfen.
Soll das ein Witz sein? - Nein.
Na ja, weil ich deinen Humor oft nicht so ganz durchschaue.
Das war doch ein Witz, oder?
Ihr habt zwar unterschiedliche Sichtweisen.
Aber ihr ergänzt euch perfekt und wärt ein grossartiges Team.
Echt lustig. Als hättest du überhaupt keine Ahnung, von wem du da sprichst.
* Türklingel *
Es ist absolut wahr, dass ich nicht bei Sinnen war,
als ich ihr die Bank anvertraut habe.
Elisabeth mangelt es nicht nur an Führungskompetenz,
sie bringt zusätzlich sich selbst und Alex in Gefahr.
Sangha hat immerhin versucht, sie zu töten, oder etwa nicht?
Oh Scheisse!
* Unheilvolle Klänge *
Monsieur Grangier? Staatsanwaltschaft, Djourou.
Ich habe hier einen Durchsuchungsbeschluss.
Sie erlauben, bitte. Vielen Dank.
Herr Anwalt, schön, Sie zu sehen. - Frau Staatsanwältin.
Ich soll Sie von Richter Boursier grüssen.
Danke, das ist sehr freundlich. Ich bitte Sie, mir zu folgen.
Gehen wir.
* Unheilvolle Klänge *
Erklär mir das! - Sobald du dich beruhigt hast.
Das kannst du vergessen. Du hast klein beigegeben.
Nichts zu Grangier, Van Steen und Genf steht im Artikel.
Dein Artikel ist super. Bissig und intelligent.
Aber mir fehlen konkrete Beweise zur Zentralafrikanische Republik.
Verarschst du mich?- Es genügt meinen Anforderungen nicht.
Du hast nicht die Eier, das zu veröffentlichen,
beleidigst meine Arbeit? Scheiss dir in die Hose!
Raus aus meinem Büro. Du hast keine Ahnung, was ich durchmache.
Merkst nicht, dass ich dich beschütze.
Dass ich versuche, einen beschissenen Säufer zu decken.
Raus.
Elisabeth. Ich muss dich sprechen.
Dieser ...
Dieser unsinnige Krieg zwischen Paul und dir ...
Ihr wart immer ein Herz und eine Seele. Was ist passiert?
Das ist alles vorbei. - Was heisst das?
D.h., dass ich ihm nicht mehr vertraue.
Aber du vertraust Alexandre? Der euch übel mitspielen wollte?
Alexandre war schon immer so. Paul werde ich das nie verzeihen.
* Seufzen * Elisabeth.
Ihr besitzt eine Bank und zwar zusammen.
Ihr tragt den gleichen Namen. Ihr seid vom selben Blut.
Vom selben Schlag, ja.
Elisabeth.
Ich bin doch nicht dein Feind.
Ich soll dir also verzeihen?
Ja?
Dann musst du dich entscheiden. Zwischen Paul und mir.
Ich weiss, du wolltest mich beschützen.
Darauf kann ich verzichten, ich brauche dich nicht.
Papa.
* Tür *
Elisabeth, ich muss Sie sprechen. - Agathe?
Es ist wichtig. Ich habe nachgedacht und gefunden, was Sie wollen.
Das ist Pauls Terminkalender von 2008.
Ich habe alles, was Sangha und Toussaint betrifft, gekennzeichnet.
Ich danke Ihnen vielmals.
* Dunkle, pulsierende Klänge, Möwenschreie *
* Freizeichen *
Ich will Sie sehen, es ist dringend.
Madame.
Sie haben nicht lang gewartet.
Geben Sie Sanhga das Herz von Afrika zurück.
Und was kriege ich dafür von Ihnen?
Es ist nur symbolisch, aber er hängt sehr daran.
Probieren Sie mal einen an.
Hm?
Welche Frauen tragen so was? - Die intelligenten.
Na, dann ...
Noch eine Bitte.
Ich will, dass Sie mir die Staatsanwältin vom Hals halten.
Sie verlangen ganz schön viel. Doch was bieten Sie mir im Gegenzug?
Ihr Geschäft wird über mich laufen.
Und Ihre Diamanten hole ich über meine NGO raus.
Und Sangha? - Der holt die Russen ins Boot.
Russland steht kurz davor, sich mit der UNO
wegen der Lieferung von Waffen und Ausbildnern nach Zentralafrika
zu verständigen.
Sie sollen die Sicherheit der Minen gewährleisten.
Und Aufstände der Gewerkschaft neutralisieren.
Und was ist Ihr Part? - Grangier kümmert sich um alles.
Und das Sahnehäubchen ist: Sie investieren in ethische Fonds.
Sie herrschen über ein komplexes Imperium, Monsieur Hartmann.
Aber ich habe das, was noch fehlt: eine Schweizer Bank.
Nun, die hatte ich bereits.
Sie haben uns benutzt, aber nicht eingeweiht.
Das war gefährlich. Jetzt würden wir zusammenarbeiten.
Also, was halten Sie davon?
Der Fortbestand der Geschäfte gegen das Herz von Afrika.
* Anschwellende Musik *
Das ...
Das gefällt mir.
Eine exzellente Wahl.
Nun, Madame Grangier, es sieht so aus,
als hätten Sie gerade zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Drei.
Ich möchte nämlich noch etwas wissen:
Was genau verbindet meinen Bruder Paul mit Toussaint?
Virginia, ich brauche dich.
Alles okay?
Nein, überhaupt nicht. - Was ist denn los?
Alex. Er spricht nicht mehr, er schläft nicht mehr, isst kaum was.
Er ist völlig verändert.
Los, komm rein.
Hat ihn jemand beraten? Ein Therapeut?
Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten würde uns helfen,
das will er nicht. - Überrede ihn. Er braucht Hilfe.
Was wolltest du von mir?
Erinnerst du dich daran, dass du mal mit Paul
auf einem Fest in Belgien gewesen bist?
Möglich, aber ich war auf vielen Feiern und kannte meistens niemanden.
Schon klar, aber denk nach, es ist wirklich wichtig.
Ja, wir waren da auf einer Hochzeit. - Wo? Wann?
In Brügge, vor sechs Jahren, glaube ich.
Eine Herzogin. Wonach suchst du denn?
Gibt es Fotos?
Da! Die Bilder von der Hochzeit. - Lass mich mal sehen!
* Unheilvolle glockige Klänge *
Sangha, Toussaint, Paul. Das ist der Beweis.
Hast du die auch kennengelernt? - Ich habe dauernd Leute getroffen.
Du weisst nicht, wie das ist.
Du warst nie bloss die Ehefrau von jemandem,
die Mutter seiner Kinder.
Niemand hat sich für mich interessiert.
(Mann) Vielen Dank, Monsieur. - Bitte sehr.
Gary?
Darf ich vorstellen: Charles Verdier.
Monsieur Nationalrat.
Monsieur Hartmann. Es ist eine Freude, Ihre Bekanntschaft zu machen.
Nehmen Sie Platz.
Also gut.
Hör zu, Charles, die Bank Grangier, das ist nur der Anfang.
Der Generalstaatsanwalt ist an Bord, stimmt's?
Verdammter Mist, er sollte sich langsam entscheiden.
Ich rede mit ihm.
Fantastisch!
Champagner?
Ja, liebend gern.
Ich hätte nicht gedacht, dass du mich anrufst.
Es tut mir leid.
Ich kann auf deine Entschuldigung verzichten.
* Lustvolles Stöhnen *
Hast du noch Interesse an meiner Bank?
Hast du mich deshalb herbestellt? Um mein Schweigen zu erkaufen?
Nein.
Um mir dein Geständnis zu erkaufen. Ich will, dass du auspackst.
Und das sagst, was ich will.
* Schwere Klaviermusik *
Morgen früh um 10 Uhr in der Bank. Sag Paul, ich will verhandeln.
* Klopfen *
Hey! - Hey! Komme ich unpassend?
Nein. Komm rein!
Möchtest du was trinken? Dann bediene dich einfach.
Nein, schon gut. Vielen Dank.
Es tut mir leid, ich habe deine Nachrichten abgehört,
aber ich war sehr beschäftigt. - Ist nicht weiter schlimm.
Okay, danke. - Jetzt lass mich mal sehen.
Dir geht's schon besser, oder?
Bist immer noch ein bisschen dünn,
aber das tut der Schönheit keinen Abbruch.
Hey, es tut mir leid.
Hey, hey, hey, hey.
Der Typ, der mich entführt hat, Jean ...
... der hat an etwas geglaubt.
Wir sind Arschlöcher, wir beide. Im Ernst.
* Schwere Gitarrenmusik *
Elisabeth hat mir einen Vorschlag gemacht.
(Mann) Wir warten vielleicht die Verhandlung ab.
René?
Die Verhandlung ist in drei Tagen. - Moment, bitte.
Ja? - Hast du vom Generalstaatsanwalt verlangt, mir den Fall zu entziehen?
Anne-Marie, er hat mich nicht gebraucht,
um deine Hexenjagd zu erkennen.
Die Grangiers haben Dreck am Stecken. - Vielleicht, vielleicht auch nicht.
Vor Kurzem stand ein Artikel von Luc Naville in der "Tribune".
Keine Verbindungen in die Schweiz. Belgische Diamantenhändler, hm?
Ein Zentralafrikanischer Minister und das Geld, das angeblich
über die Bank geflossen ist, das aber keiner findet.
Habe ich gelesen. Mhm.
Nationalrat Verdier legt noch einen drauf:
Er fürchtet, dass meine Hautfarbe
mir den Verstand vernebelt, weil es um Afrika geht.
Man will mich zum Schweigen bringen. Auf abscheuliche Art und Weise.
Ach, komm schon, du siehst überall Verschwörungen!
Du hast nichts vorzuweisen.
Und das wurde schlichtweg peinlich für die Staatsanwaltschaft.
* Einzelne Streichakkorde *
Meine Güte.
Was machst du denn hier?
Ich hatte Lust, dich zu sehen. - Mhm.
Und weisst du, ausserdem bin ich einfach
ohne deine Hilfe ziemlich aufgeschmissen.
Ich muss rüber in die Bank.
Nein, Alex, das ist viel zu früh.
Lass uns einfach irgendwohin reisen.
In den Süden, Sonne tanken. - In den Süden? - Mhm.
* Klopfen * Ja, bitte?
Anwältin Barbara Montbenon von Grangier möchte Sie sprechen.
Bitten Sie sie herein.
Frau Staatsanwältin. - Guten Tag.
Bitte nehmen Sie Platz.
* Tür *
Worum geht es?
(Alex) Wir müssten wie die Studenten hausen bei meinen Ersparnissen.
Ich habe auch noch ein paar ganz nette Ersparnisse.
Und zwar durch den Verkauf des einen oder anderen Gemäldes von Sangha.
Ach, sieh an.
Und, ähm, wem hast du die aufgeschwatzt?
Ach, so einer Russin, die sich um ihre Scheidung kümmern muss.
Ich möchte mit euch über die Zukunft reden. Alexandre.
Ich verlasse die Bank.
Und Neri übernimmt meine Anteile an der Holding.
Willkommen bei Grangier, David.
Das ist süss, aber das müsst ihr leider vergessen.
Ich habe rechtliche Schritte eingeleitet.
Jede einzelne meiner Absprachen ist demzufolge ungültig.
Ich war nicht geschäftsfähig, als ich dir die Anteile übertragen habe.
Ich übernehme wieder die Bank, Elisabeth.
Meine Bank.
Und du kannst weiterhin humanitäre Arbeit leisten.
Ich weiss, warum du aus Singapur zurückgekommen bist.
Um alles zu vernichten,
was deine Verbindung zu Sangha und Toussaint beweist.
Um alle Spuren zu beseitigen.
Agathes Aufzeichnungen, das kleine Notizbuch
und die Belege über deine Reise nach Belgien.
Oh, ja. Du hast gewusst: Wenn Djourou das rauskriegt,
bist du wegen Geldwäsche dran. Übrigens genau wie Daniel.
Glaub doch, was du willst. Die Bank gehört mir.
Entweder du verzichtest oder ich zeige dich an.
Und das hiesse dann: ab ins Gefängnis für dich.
Elisabeth, du brauchst stichhaltige Beweise
für derartige Anschuldigungen. - Aber sicher.
Weiss ich doch.
Ich ... habe deinen Terminkalender,
Fotos.
Und das hier.
(Hartmann) Vor zehn Jahren reiste Paul Grangier nach Belgien.
Er nahm Kontakt mit Toussaint auf, der ihn Sangha vorstellte.
Er schlug ihnen nicht zurückverfolgbare Finanzpakete vor,
um die Gewinne ihrer kleinen Afrika-Arrangements zu vertuschen.
Die Treffen fanden in einem grossen Hotel in Antwerpen statt,
auch mit anderen Schweizer Bankiers. Aber Paul war am überzeugendsten.
Ihr Bruder ist brillant.
Das Einzige, was er nicht wusste, war,
dass Toussaint für mich arbeitete.
Aufschlussreich, oder nicht?
Elisabeth. Du hast diese Aufnahme heimlich gemacht.
Das ist vor Gericht nicht verwertbar.
Alles andere hat keinerlei juristische Relevanz.
Zudem es absolut gar nichts beweist.
Du würdest mich hinter Gitter bringen?
Für diese Bank?
Würdest du das wirklich, Elisabeth?
* Schritte, Tür *
Madame Grangier, meine Herren. Ich muss Sie leider verhaften.
* Düstere Klänge *
Ihre Anwältin Montbenon bestätigte, dass sich Gelder von Sangha
auf Ihrer Bank befanden. - Ja, das stimmt.
Ich kam zurück in die Schweiz, weil ich meine Söhne vermisst habe.
Sie behaupten, die Bank habe nichts mit dem Autoverkauf zu tun.
Was machen Sie dann in der Bank? - Ich habe jemanden gedeckt.
Elisabeth Grangier? - Nein. Daniel Bartholdy.
Ich wusste nicht, dass Geld aus Zentralafrika in der Bank war.
Darüber wurde ich nicht informiert.
Ich wollte Ihnen das Geld geben. Ich habe versagt.
Ich dachte, ich würde sterben. Aber dann konnte ich fliehen.
Ich weiss nicht mehr, wann oder wie. - Aber ich habe Beweise gesammelt.
Können Sie den Entführer beschreiben? - Nein. Er trug eine Maske.
Wollen Sie Sangha?- Das Geld ist weg. Wie überführe ich ihn?
Ich wusste auch nichts von den erwähnten Finanzkonstrukten.
Okay.
Ich habe noch was.
Gary Hartmann. - Der Diamantenhändler?
Er ist darin verwickelt.
Beweise?
Ich verlange eine Vereinbarung:
dass meine Bank, mein Bruder Alexandre,
David Neri und ich selbst entlastet werden
und ich will eine verbindliche Zusicherung unserer Straffreiheit.
Stimmen Sie zu, gebe ich Ihnen Hartmann.
Hm! Das klingt verlockend, aber Hartmann ist gut geschützt,
er wird auch diesmal entkommen. Nein.
Ich will kein endloses Verfahren. Was ich will, ist eine Verurteilung.
Und die bekomme ich garantiert, wenn Ihre Anwältin
eine Aussage macht, Madame Grangier. - Barbara?
Barbara weiss gar nichts.
Weder über die Konten noch über die Kunden
noch wer das Geld überwiesen hat, und ich war's nicht.
Sie kriegen das endlose Verfahren, wenn es so weitergeht.
Das werden wir ja sehen. - Was hast du gegen mich?
Wieso versuchst du ausgerechnet mich fertigzumachen?
Hm.
* Unheilvolle Klänge *
* Seufzen *
Und ...
Ja?
Und wenn ich Paul belasten würde?
Deal?
Deal.
Ich hatte vor, die Bank zu verändern.
Wirklich.
(Ich wollte ein Vorbild erschaffen,
das dazu hätte beitragen können, positiv auf die Welt einzuwirken.)
(Nach dem, was wir vor zwei Jahren durchgemacht haben,
war ich naiv genug zu glauben, meine Brüder würden meinen Traum teilen,
dass wir eine Familie sein könnten.)
(Aber für Paul war das unmöglich.)
(Ohne Zweifel gehört er hoffnungslos zur alten Garde,
den alten Seilschaften der Bank Grangier unseres Vaters.)
* Schwermütige Klavier- und Streichmusik *
(Ich wollte alles verändern, aber ich kämpfte auf verlorenem Posten.)
(Ich hatte keine Chance
gegen die Geheimnisse in unseren Schliessfächern.)
(Diese Geheimnisse sind ansteckend, wie ein Virus.)
(Man wird infiziert und ist plötzlich wie gelähmt.)
(Ich wollte die Bank wirklich ver- ändern, aber ich wurde infiziert.)
(Da bin ich weder die Erste noch werde ich die Letzte sein.)
Folgen Sie mir bitte.
* Die Musik verklingt. *
(Englisch)
Frau Direktorin. Danke, dass Sie mir das Afrikaressort wieder anvertrauen.
Wir haben eine grosse Zukunft vor uns, Monsieur Gasser.
Ich habe mein Handy vergessen. - Okay.
* Autotür, Motor *
* Schmerzenslaut *
Guten Tag, Madame Grangier.
Wo ist mein Geld?
* Schluchzen *
* Schwere Streichmusik *
(Neri) Eigentümer von Grangier. Du und ich. Das müssen wir feiern.
Ein bisschen Champagner.
* Korkenknallen *
Mhm.
So.
Auf uns. Und die Grangier AG.
Was hast du?
Wir feiern doch einen Sieg. Deinen Sieg.
Auf den Sieg.
Ich dachte, du freust dich vielleicht.
Ich habe meine Mutter beerdigt,
mein Vater ist ...
* Kurzes Lachen *
Alex ist weg,
Paul im Gefängnis.
Ein ziemlich bitterer Sieg.
Nein. Niederlagen, die sind bitter. Du bist eine Siegerin.
Ja.
Eine Siegerin.
* Schweres Ein- und Ausatmen *
* Melancholischer Rocksong: "Loner" von Emilie Zoé *
Ja.
Eine Siegerin.
# Let the demons lead.
# And keep your beloved in sight.
# Until they disappear.
Madame Grangier?
Ich hoffe, Sie wissen, dass Sie sich an unsere Abmachung halten müssen.
# Is that how you will stay sharp?
# Being on the run.
# Is that how you will stand out?
# Fleeing on your own.
# Night.
# When you don't make out others.
# When you devour skins.
# How many last summer.
# You don't recall a thing.
# Is that how you will stay sharp?
# Fleeing on your own. (# Being on the run.)
# Fleeing on your own.
SWISS TXT AG / Access Services Madeleine Gassner - 2020
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