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*Ruhige Musik*
*Musik: "Schau mich bitte nicht so an" von Detlev Lais*
Da genießt aber einer die Aussicht, hm?
Nein, äh, als ich damals weg bin,
da ging mir Ulla noch bis hier.
Und jetzt... - Ist sie vergeben.
Und welche Aussicht genießt du da, hm?
Wieso?
Ist die auch vergeben?
Ist doch scheißegal.
Ist alles scheißegal.
Ist das Tommy Weidner?
# Schau mich bitte nicht so an. Du weißt, es... #
Ich dachte, der ist in Russland. Der ist bei uns in der Montage.
Er ist seit drei Wochen zurück aus der Gefangenschaft.
Nicht so weit rausschwimmen. Ist gefährlich.
Jürgen, willst du nicht auch schwimmen gehen?
# Schau, die Leute rings umher.
Sie wundern sich schon sehr. Wir sind doch nicht allein. #
Na, komm.
# Was mir dein zärtliches Lächeln verspricht,
sollst du erst, wenn wir alleine sind, halten.
Schau mich bitte nicht so an.
Du weißt es doch, ich kann nicht widerstehen. #
*Gefühlvolle Musik*
Nicht schlecht.
Für ein Mädchen.
*Ulla lacht.*
*Musik: "Schau mich bitte nicht so an" von Detlev Lais*
Was wollte er?
Ulla Wolf Gundel Wolf
Margot Wolf Christel Wolf
Komm. Zu Hause wartet mein Geburtstagskuchen.
*Bedrückende Musik*
Mama?
Kommst du? Ja.
Hat Herr Brot sich eigentlich schon entschieden?
Er hat die Lieferung zugesagt.
Wirklich?
Eine Tonne Stahl für einen alten Lkw.
Ich sollte dich immer verhandeln lassen.
Jedenfalls können wir so vier Monate weiterproduzieren.
Sehr gut.
Liebes, dann lass uns mal anfangen.
Meine Mama kriegt das größte Stück.
Das Geburtstagskind.
Gib mir ihren Teller.
Margot, es sind bereits sechs Gedecke auf dem Tisch.
Ein Gedeck mehr oder weniger macht keinen Unterschied.
Für mich macht es einen Unterschied.
Komm, Winne, ich lese dir was vor.
Er hat seinen Kuchen noch nicht gegessen.
Dann nehmen wir den mit.
Margot, nimm dir ein Beispiel an Betti.
*Klirren*
Betti hat ihren Mann für tot erklären lassen.
Und das war beileibe nicht einfach für sie.
Die Russen lassen doch keinen SS-Hauptsturmführer
der Leibstandarte Adolf Hitler am Leben.
*Er seufzt.*
Du wünschst dir nichts sehnlicher als seinen Tod, oder?
*Bedrückende Musik*
*Quietschen*
Du klaust meine Post? Und du?
Du willst in Tübingen Medizin studieren?
Und was ist mit der Firma?
Ich muss erst die Prüfung bestehen. Papa lässt dich niemals gehen.
Sag ihm nichts.
Bitte.
Hier, dein Drink.
*Laute Musik und Lachen*
*Entspannte rhythmische Musik*
# Ich bin Millionär.
Und es war
überhaupt nicht schwer.
Alle,
alle kommen sie zu mir. #
Herr Direktor Mücke. - Ah, Walter.
Schön, dass du es geschafft hast.
Gibt es schon ein Datum für die Währungsreform?
Die Scheine werden in Amerika schon heimlich gedruckt.
Bald sind die Münzen dran.
Die sollen in Deutschland hergestellt werden.
Aber der Zentralbankrat hat den Auftrag noch nicht vergeben.
Du und das Münzgeschäft...
Warum sollten wir ausgerechnet dir unsere Münzen anvertrauen?
Walter, sei doch nicht so naiv. Du bekommst nie einen Persilschein.
Du bist mit Zwangsarbeitern reich geworden.
So viele Augen können die gar nicht zudrücken.
150.000 Dollar, das sollte doch reichen, mein Lieber, hm?
Deine Firma ist doch Schutt und Asche.
Das lass mal meine Sorge sein.
(englischer Akzent) Fünf Tonnen Kies, zwei Tonnen Beton,
42 Doppel-T-Träger.
Mr Böcker... - Ja.
Sie waren Ortsgruppenleiter der NSDAP.
Das hatte ich bereits mit Ihrem Vorgänger geklärt.
Jetzt müssen Sie es mit mir klären. I intend to run a tight ship.
Es geht hier um den Wiederaufbau.
Ja, die Menschen brauchen Arbeit, und meine Fabrik wurde zerstört.
Sie haben das Sturmgeschütz III produziert, right?
Genauso wie die Fabrikanten in England den Panzer Matilda.
*Spannende Musik*
Corporal McKee.
Sir?
Könnten Sie mir sagen, was da liegt?
Nichts.
Mr Böcker.
Ich habe vor Rotterdam meine halbe Einheit verloren.
An ein einziges Sturmgeschütz.
It's a very special gun you've made.
So. Bitte. - Danke.
So. - Na komm.
Tut mir leid.
Das ist doch bloß noch Wasser. - Mehr gibt's nicht.
Ja... Dann arbeiten wir auch nicht mehr.
Das Essen gibt es zusätzlich zum Lohn.
Von dem sich keiner mehr was kaufen kann.
Mein Geld ist ebenso wenig wert wie das Ihre.
Der Unterschied ist, dass Sie in Ihrer Villa sitzen,
während Ihre Arbeiter in Ihrer Fabrik verhungern.
*Stimmengewirr*
In der Firma Wolf ist in acht Jahrzehnten
kein Arbeiter verhungert.
In der Firma Wolf rührt keiner mehr einen Finger,
bis es was zu beißen gibt.
(Mann) Genau.
Kaum zurück, und schon wieder machen Sie Ärger.
*Bedrückende Musik*
Was haben wir denn hier? Meißner Porzellan, 72 Teile.
Meißner. (Frau) Mhm.
Drei Sack Kartoffeln. - (Jürgen) Drei?
Fünf.
Sag mal, wovon träumst du denn nachts?
Schönen Tag noch.
Vier.
Haben Sie nicht gehört, was sie gesagt hat? Fünf.
Gut.
Fünf.
Günther?
Das sind Freunde von mir.
Ja, und?
Der?
Was ist das?
Das ist nur bei dem Sack so. - Und was machen wir da?
Austauschen?
Austauschen.
So...
Das ist doch erste Ware. Komplett? Ja.
Da legst du noch schön drei Hühner oben drauf.
Günther.
Machen wir.
(Männer singen) # SA marschiert mit ruhig... #
(Mann) Na, meine Schöne?
Wo willst denn du hin?
Jetzt hab dich mal nicht so. - (Böcker) Hey, Schneider!
Abmarsch.
(Männer singen) # Marschier'n im Geist
in unser'n Reihen mit. #
Prost, Kameraden. - Prost.
Guten Tag.
Nein, das ist kein Problem.
In Argentinien kann jeder Land kaufen und ein Geschäft aufmachen.
Man kann da einfach einreisen? Mit einem argentinischen Pass.
Den kann ich dir besorgen.
Die Dame ist das Wichtigste im Spiel.
Ohne die Dame ist auch der König nichts wert.
Ich brauche drei Pässe.
Drei?
Ja, natürlich.
Ah, verstehe. Nie die Hoffnung verlieren.
Dann brauche ich aber auch ein Passfoto von Fritz.
Ja.
Ich habe nur noch dieses. Der Rest ist leider verbrannt.
Mit der Uniform... Da müssen wir retuschieren.
*Ruhige Musik*
*Entfernte Schüsse und Schreie*
Es war vereinbart, eine Tonne Stahl. Rohstahl.
Wir haben nur das hier. Wie sollen wir daraus Draht machen?
Unsere Stahlvorräte reichen höchstens noch zwei Monate.
*Entfernte Schreie und Gewehrfeuer*
*Schreie verstummen.*
Damit können wir nichts anfangen. - Nehmen Sie es oder lassen Sie es.
Anfahrt zahlen Sie mir trotzdem.
Papa?
Lass uns die Helme behalten.
*Spannende Musik*
Jeder Helm ist ein Verlustgeschäft.
Manchmal ist es wichtiger zu produzieren.
Aber... Aber um welchen Preis?
Wenn es neues Geld gibt, wird es auch wieder Stahl geben.
Meine Herren, darf ich Ihnen meine Tochter Ulla vorstellen?
Die Idee mit den Küchensieben stammt von ihr.
*Bedrückende Musik*
Oh... Unerwarteter Besuch.
Ich habe gehört, du...
Was ist eigentlich, wenn dich jemand hier sieht?
Nachts im Trümmerviertel?
Ich habe gehört, du reparierst Schreibmaschinen.
Ja, manchmal.
Kannst du mir eine leihen?
Habt ihr nicht welche im Büro?
Kannst du mir nun eine leihen? Verstehe. Geheimnis.
Was trinken?
Gin? Echter Gin?
Wo hast du den denn her?
Ah...
Marx?
Kann man mal lesen.
Wenn man neue Wege gehen will.
Aha.
So.
Was darf denn Papa nicht erfahren? Wieso Papa?
*Sie hustet.*
Oh Gott.
*Sie seufzt.*
*Spannungsvolle Musik*
Fahnenflucht?
Wir müssen neue Wege gehen.
Gut.
Gut.
"Hiermit...
gestatte...
ich meiner...
Tochter...
Ulla...
Wolf...
die Aufnahme...
Prüfung...
am..."
"7... Juli...
1948...
an der medizinischen Fakultät Tübingen zu absolvieren."
Tübingen, hm?
(leise) "Der..."
"Gestatte" mit... Doppel-T, hm?
Ja.
Ja.
Noch mal.
*Entfernte Schreie*
*Sie wimmert.*
Gundel?
*Leises Wimmern*
Es ist alles gut. Es ist alles gut.
*Gundel weint.* Du musst aufwachen.
Gundel. Gundel. Gundel, wach auf.
Gundel, wach auf.
Wach auf.
Hast du wieder schlecht geträumt?
Totaldemontage? - Ja.
Sie wollen alle Maschinen beschlagnahmen?
Das ist das Werk von vier Generationen.
Ich benötige eine Liste Ihres Inventars.
*Bedrückende Musik*
*Angespannte Musik*
Nein.
Bitte nicht.
*Melancholische Musik*
Danke.
Wir hätten damit rechnen müssen, dass so etwas droht.
Nach diesem Krieg.
Was haben Sie produziert während des Krieges?
Draht.
Keine Waffen. Keine Patronen.
Wenn Sie danach fragen.
Waren Sie an der Front? - Ja.
1914.
Zweieinhalb Jahre Schützengraben.
Viermal verwundet, dreimal Lazarett.
Ich hatte gehofft, dass so etwas nie wieder passiert.
Welche Maschinen brauchen Sie,
um einen Notbetrieb aufrecht zu erhalten?
*Hoffnungsvolle Musik*
Corporal McKee?
Sir?
Diese Maschinen sind defekt. Die bleiben hier.
Yes, Sir.
Mehr kann ich nicht tun.
Wir finden bestimmt eine Lösung.
Verlassen Sie mein Büro.
Ist wirklich praktisch.
Da wäscht man Salat drin, richtig?
Und dann fließt das Wasser hier einfach wieder ab.
Über Ihre Witze konnte ich nie lachen. Gehen Sie.
Ein tolles Ding.
Aber reicht das den Metallwerken zum Überleben?
Es wird bald neue Scheine geben und in einigen Monaten diese Münzen.
Haben Sie es nicht mitbekommen?
Meine Hallen sind leer.
Dafür werden wir sowieso neue Maschinen brauchen.
Ich habe einen Auftrag von historischem Ausmaß,
und Sie haben eine weiße Weste.
Damit kriegen wir jeden Kredit, den wir uns wünschen können.
Verschwinden Sie.
Die Mark dürfen Sie behalten.
Am 20. gibt's das neue Geld. Da gibt es 40 Mark für jeden.
(Ludwig Erhard) "Von diesem Rausch ernüchtert
erkennen wir erst recht, wie hart wir am Abgrund gewandert sind.
Und ich bin mir in dieser ernsten Stunde
der Verantwortung bewusst,
dass auch unser Volk auf gesunder, wirtschaftlicher Grundlage arbeitend
wieder ein Stückchen
von jener irdischen Lebensfreude empfinden darf,
ohne das es verkümmern und verderben müsste."
Wisst ihr was? Zuerst hole ich mir richtiges Werkzeug.
Also einen ordentlichen Hammer, eine Säge, eine Wasserwaage.
Und wenn der Laden richtig brummt, baue ich noch eine Filiale.
Ja.
Und du so? Tommy?
Was machst du so mit dem Geld?
Denkst du eigentlich auch an was anderes?
Aber abgeholt hast du es dir schon, oder?
(Tommy) Ja.
Aber warum habe ich nur 40 Mark bekommen? Dein Vater kriegt 60.
Pro Arbeiter und das alles zusätzlich.
Weil er eure Löhne zahlt.
Das müsste er nicht, wenn die Arbeiter das Geld direkt bekommen.
Alle bekommen alles, richtig? - Hm... Warum nicht?
Warum nicht?
Willst du, dass die Familie enteignet wird?
Ist es das?
Auf jeden Fall haben die Leute jetzt wieder Geld
und wollen es ausgeben.
Das schöne Leben genießen.
Schicke Schuhe, feiner Zwirn...
So ein Laden für Leute mit Stil, das wäre genau mein Ding.
Auf die Zukunft. Auf die Zukunft.
Ja, auf die Zukunft. Auf die Zukunft.
*Lachen*
Hey. Das Cafe hat wieder offen.
Lasst uns tanzen gehen.
Darf ich bitten? Ich...
Ich kann nicht tanzen. Ich aber.
(Jürgen) Ulla. Ich komme gleich.
Hast du die Hosen schon voll?
7. Juli? Tübingen?
Aha. Immer noch ein Staatsgeheimnis?
Ich muss erst mal die Aufnahmeprüfung bestehen.
# Wunderschöner Junitag.
Großes Sommerfest im Park.
Sehe dort ein schönes Mädchen stehen.
Sie hat auch schon zu mir hingesehen.
Doch kaum stelle ich mich ihr vor, liegt sie mir auch schon im Ohr.
Ja, sie spricht in einem fort, und ich komme kaum zu Wort.
Schönes junges Fräulein, bitte reden Sie nicht so viel.
Reden Sie nicht so viel. Reden Sie nicht so viel.
Ich würd' Sie ja küssen, doch Sie reden mir zu viel.
Reden mir, schönes Fräulein, viel zu viel... #
Habe ich irgendwas falsch gemacht?
Das erste Mal, dass ich Gundel überhaupt auf der Tanzfläche sehe.
# Schönes junges Fräulein, sonst, schönes junges Fräulein, sonst...
Schönes Fräulein, sonst gibt's auch keinen Kuss. #
*Er stöhnt lustvoll.*
(Mann) Was macht ihr hier? - Vater.
Guten Abend, Herr Vielhaber.
Ich, äh... Sie...
Sie hat mir meine... meine...
Wunde... eingesalbt.
So?
Ja, das ist sehr nett von ihr.
Gut, ich gehe dann mal schlafen.
Ja, gut.
Hast du mal ein Tuch? Danke.
Mann, Mama.
Na komm, trau dich.
Ach, Mama.
Ja. *Sie lacht.*
Wer ist das?
*Melancholische Musik*
Winne.
Das ist dein Papa.
*Bedrückende Musik*
Opa.
Betti? Ah... Danke.
So, jemand eine Nachspeise?
Das ist echte Buttercremetorte. Die gibt es jetzt wieder bei Linz.
Die sieht aus wie früher. Mhm.
Betti?
Ich dachte, diese Platte wäre längst weg.
Verzeihung. Nein, nein.
Nur die Platte passt zum Service. Christel, wir waren uns einig.
Das andere Service hast du ja versetzt für deine Arbeiter.
Was ist denn falsch mit der Platte?
Nichts.
(Wolf) Das ist falsch an der Platte.
Mit dieser Familie ist etwas falsch.
Margot... Fritz hat für unser Land gekämpft.
Der saß nicht zu Hause. Ach.
Er hat gekämpft?
Was waren denn die Aufgaben der SS?
Säuberungen, Massenexekutionen... - Was kann Margot denn dafür?
Ganze Dörfer haben sie ausradiert.
Schau mir wenigstens in die Augen.
Wehrlose Menschen erschossen! Wie Vieh!
Es war Krieg. Ich habe mir das nicht ausgesucht.
Und das nennst du "für unser Land kämpfen"?
Und dann tauchst du hier mit einer Wehrmachtsjacke auf!
Wo ist denn deine SS-Uniform?
Welchem toten Kameraden hast du diese Jacke abgenommen?
Ich wollte überleben.
Ist das verkehrt?
Nicht immer kommen die Richtigen zurück.
Es reicht.
Wir gehen.
Winne, komm.
Komm.
Deine Mutter hat nichts dagegen? - Das weiß sie doch.
Warte kurz, ja?
Tag, Mutter.
Ja, komm rein.
Setz dich.
Und so. Das habe ich alles auf dem Schwarzmarkt bekommen.
Ja.
Die...
Bäckerei... Linz...
Die... Die haben wieder aufgemacht.
Die suchen jemanden zum Reinemachen.
Ich könnte fragen, ob die eine Stelle für dich haben.
Sie kommen aus Königsberg?
Ja.
Und wohnen bei den Flüchtlingen unten im Tausend-Seelen-Haus?
Mhm. Aber nicht mehr lange.
Ich verdiene nun Geld. Ich arbeite in Frau Fuchs' Laden.
Genau. Mutter... - Und Ihre Familie?
Hat der Iwan erschossen.
Ich habe einen Großonkel in Düsseldorf,
aber den kenne ich nicht.
Ohne Tommy hätte ich Russland nicht überlebt.
Jetzt übertreib mal nicht. Mutter, das kostet mich gar nichts.
Ich gehe da jeden Tag dran vorbei. Das ist...
Ganz einfache Geschichte. - Wollen Sie nach Königsberg zurück?
Wenn es wieder frei ist, gehe ich zurück.
Hör doch mal auf zu träumen. - Jetzt lass ihn doch.
Was ist denn nun? Soll ich mich umhören?
Wegen einer Arbeit für dich? - Tommy...
Ich komme zurecht.
Für Sie noch einen Kaffee? - Oh bitte.
Oh.
Ich weiß, dein Vater ist ein Sturkopf, aber...
Ich hätte viel eher gehen sollen!
(Winne) Mama.
Komm jetzt.
So, ist nicht gerade ein Palast, aber...
Fürs Erste soll es wohl reichen. - Danke.
*Klopfen*
Besuch. - Hallo, Ulla.
"Hofrat Geiger" vergessen? Ist es fünf?
Nicht schlimm. Es gibt auch eine Abendvorstellung.
Autenrieth.
Muss ja ein Vermögen gekostet haben.
Ja, die Hälfte meiner 40 Mark ist damit weg.
Hm.
Ich...
Ich wurde zur Aufnahmeprüfung eingeladen für Medizin.
Ist ja toll. Glückwunsch.
In Tübingen.
Schön. Ich meine, wir brauchen gute Ärzte und Ärztinnen.
Warum sollen denn Frauen nicht studieren dürfen?
Aber warum Tübingen? Warum nicht?
Weit weg.
Herr Autenrieth ist dort Professor.
Er will in seiner Fakultät die Forschung vorantreiben.
Ganz neue Wege gehen.
Ich glaube, da kann man wirklich was verändern.
Der ist nach Bariloche gegangen.
Das ist hier ganz im Westen an der chilenischen Grenze.
Da leben wohl viele Kameraden.
Da muss sich niemand mehr verstecken.
Ich wusste immer, dass du wiederkommst.
Ich habe ganz vergessen, wie du riechst.
Ich will nicht nach Argentinien.
Da könnten wir noch mal ganz neu anfangen.
Margot, alles, wofür ich gekämpft habe, ist hier.
Alles, wofür ich kämpfe, das seid ihr.
Du und Winne. *Er unterdrückt ein Husten.*
Wenn wir ganz sparsam sind, dann können wir nächstes Jahr los.
Steig auf.
Ja, ich fahre dich. Musst du nicht arbeiten?
Du doch auch.
Als Nächster bitte...
Herr Wolf.
Fräulein Wolf.
Hier vorne bitte.
(Mann) Fräulein...
Wolf.
Guten Tag. Guten Tag.
Falls Sie einen Arzt ehelichen wollen,
da gibt es auch einfachere Mittel und Wege.
Herr Professor Autenrieth,
falls Sie Fragen zu meiner Prüfung haben...
Ihnen ist klar...
dass wir die Bewerbung von Frauen
erst im dritten Rang berücksichtigen?
Warum haben Sie mich dann überhaupt eingeladen?
Ich habe Männer im Lazarett zusammengeflickt mit 16,
die Sie jetzt mit mäßigen Noten in den ersten Rang heben.
Ach... So schnell geben Sie auf?
Fräulein Wolf?
Wo warst du? Ist doch meine Sache.
Ich brauche deine Hilfe.
50/50. Gleichberechtigte Partner.
Werde meine Frau.
Untertitel: No Limits Media 2020
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