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Blutest du noch?
Ich weiß nicht.
Es muss nichts Ernstes sein. Es ist normal, ein bisschen zu bluten.
Woher weißt du das?
Meine Frau, Ina, ist Hebamme.
Die Schwangeren finden immer einen Grund, zu uns rüberzukommen und zu reden.
Ich habe daher von allen möglichen und unmöglichen Symptomen und Gründen gehört.
Sind sie bald auf dem Weg?
Es klart langsam auf.
Ich prüfe mal, ob ich Empfang habe. Inas bester Rat ist, sich zu entspannen.
Wo bist du, Enok?
Wir brauchen einen Rettungshubschrauber. Liv blutet.
Was? Wie sind deine Koordinaten?
Eine Jagdhütte in Ittoqqortoormiit. Die lokale Polizei weiß, wo die ist.
Außerdem brauchen wir hier Kriminaltechniker.
Wir haben ein frisches Grab entdeckt. Vielleicht liegen da mehrere Leichen drin.
-Fass nichts an. Und sei vorsichtig. -Verstanden.
D Ü N N E S E I S
Du, Sasha …
Guten Morgen.
Liv! Sie sind da. Komm, wir bringen dich hier weg.
-Liv! Alles in Ordnung? -Ja.
-Wo ist das Grab? -Da drüben.
Ich fliege nirgendwohin, bevor ich gesehen habe, wer dort liegt.
Doch. Du brauchst einen Arzt. Ihr beide.
Ich bleibe hier. Ich habe das hier gefunden und finde auch den Rest.
-Wer ist das? -Die Amerikaner.
Sie suchen das Gelände für uns ab. Sehen wir uns das mal an.
-Hier ist es? -Ja, in diesem Gebiet.
Okay. Legt los.
Hör mir jetzt mal zu. Du musst dich schonen.
-Ja? -Elsa?
-Ist es so schlimm? -Es ist eine öffentliche Hinrichtung.
-So was kommt vor. -So was kommt nicht einfach vor.
Ich verliere auch den Rückhalt der Regierung.
Denk nicht daran.
Konzentriere dich darauf, weshalb wir hier sind: Die Unterzeichnung des Abkommens.
Martin will das Treffen beenden.
-Und ich weiß wieso. -Was?
Wieso ist das Russisch? Hast du das von deiner russischen Freundin bekommen?
-"Bekommen" ist nicht ganz zutreffend. -Liam, die werden das aufspüren.
Es ist nur ein Foto einer Mail, die gerade ankam. Guck mal.
Was ist das?
Das ist Martin Overgaards Browser-Historie.
Mails, Standorte, Uhrzeiten … alles.
Ich weiß mehr über ihn, als ich will. Er wird erpresst.
Das ist seine Jacke!
-Liv! -Das ist seine Jacke.
Hallo! Ganz ruhig.
-Das ist seine Jacke. -Okay. Wir drehen ihn jetzt um.
Er ist es nicht.
Marius!
Ihr wolltet meinen Rücktritt, und den habt ihr bekommen.
Wie geht es dir?
Sie hätten mich statt meiner Tochter nehmen sollen.
Wir können leider nicht viel tun.
Sollen wir uns von dem Beluga-Abkommen zurückziehen?
-Nein! -Du weißt, was die Russen getan haben?
Wenn sie unschuldig sind, wäre das Vertragsbruch.
Und wenn sie schuldig sind …
Marius, sie haben deine Tochter!
Hör mal, Elsa. Es tut mir sehr leid,-
-dass diese Sache mit der biologischen Mutter aufgetaucht ist.
Danke.
-Willst du immer noch den Rat auflösen? -Unser Treffen ist ja noch nicht zu Ende.
Das wollten Sie doch gestern noch. Wir haben wichtige Dinge zu besprechen.
Wollen wir die Russen etwa damit davonkommen lassen?
Was schlägst du vor, Martin?
-Wir müssen uns verbünden. -Nun …
Ich finde immer noch, dass dies nicht das richtige Forum ist.
Beim Rat geht es um Zusammenarbeit in der Arktis.
Dann lassen Sie uns zusammenarbeiten und eine gemeinsame Reaktion finden.
Haben Sie einen Vorschlag?
Ich meine, wir sollten Wirtschaftssanktionen verhängen.
Wenn Dänemark zustimmt, dürfen die Russen nicht in Scoresbysund bohren.
-Das müssen wir zuhause diskutieren. -Sie haben doch Telefone in Dänemark?
Reden wir heute mit unseren Regierungen und geben am Abend eine Stellungnahme ab.
Entschuldigung.
Wieso will er unbedingt nach Hause?
Er hat wahrscheinlich nur Angst, dass die Situation eskaliert.
-Sie haben Leichen gefunden. -Oh mein Gott.
Nein! Oh nein.
-Wie lange liegen die schon da? -Schwer zu sagen.
Normalerweise machen wir das an Körpertemperatur und Totenflecken fest.
Aber die hier sind sehr schnell zu Eis gefroren.
In der Hütte sind Blutspuren und …
Enok. Lass die Techniker jetzt ihre Arbeit machen.
Katarina? Ich möchte hierbleiben und versuchen sie zu verfolgen.
Ich habe Freunde in Ittoqqortoormiit. Wir könnten sie finden.
Ihre Schneemobile können pro Tag Hunderte Kilometer zurücklegen.
Wir kennen die Gegend. Ich habe doch die Hütte gefunden, oder?
Vielleicht finden wir heraus, wo sie hinwollen.
Wir haben amerikanische Flugzeuge und Helikopter …
-Die kennen die Gegend nicht. -Hör auf! Vergiss es!
Das ist Zeitverschwendung. Außerdem brauche ich dich in Tasiilaq.
Liv? Wir sind fertig.
Er ist nicht dabei.
Du musst das nicht tun.
-Ich muss sichergehen. -Ja.
Techniker, macht ihr bitte kurz Pause?
Ich bin hier.
Ich werde dich finden.
Ich kann Ihnen noch nicht viel sagen. Aber es stimmt; wir haben Leichen gefunden.
Sie müssen noch identifiziert werden.
Ich kann nicht ins Detail gehen, aber wir glauben, dass die Angriffe zusammenhängen,-
-und es gibt Beweise für eine Beteiligung Russlands.
Die Amerikaner durchsuchen das Gebiet. Sie sind auf der Flucht.
Wir nähern uns. Danke.
-Sag Bescheid, sobald du was weißt. -Verstanden.
Du wirst als Erste informiert.
Wie geht es dir, Liebes?
-Er war nicht unter den Toten. -Und du? Und das Kind?
Wie ist ihr Zustand?
Elsa?
Gustav schickt russische Diplomaten nach Hause.
Sie arbeiten an einem Entwurf für Sanktionen gegen Russland.
-Wieso weißt du das, und ich nicht? -Sie überlegen, uns nach Hause zu holen.
-Das ist genau das, was die Russen wollen. -Sie glauben - und das sehe ich auch so …
Sie glauben, das Abkommen sei weniger wichtig.
-Wir haben andere Gründe zur Sorge. -Nein, haben wir nicht.
Elsa! Ganz Schweden glaubt, dass du deine Kinder gestohlen hast.
Du bist derzeit nicht die richtige Person, die das Abkommen vorantreiben sollte.
Ich habe nicht vor, sie gewinnen zu lassen.
-Liv! -Elsa.
Wie geht es dir?
Ich bin so erleichtert, dass er nicht unter den Toten war.
Das war kein Zufall.
Ich komme direkt zur Sache.
Dem Kind geht es gut.
Du hast keine Verletzungen oder inneren Blutungen.
-Also … -Du musst es einfach ruhig angehen.
Ich soll also im Bett bleiben?
Du solltest zumindest keine Touren mit dem Schneemobil im Schneesturm machen.
Im Ernst: Dein Körper erträgt keine weiteren physischen oder psychischen Belastungen.
Wenn du so weitermachst, kann das ernsthafte Folgen für dein Kind haben.
-Verstanden? -Ja.
Danke.
Das sind doch gute Nachrichten.
Ich kümmere mich jetzt um deine Heimreise.
Die Polizei braucht keine Hilfe mehr.
-Und wenn die Amerikaner … -Das reicht nicht!
Könnt ihr uns kurz allein lassen?
Du hast gehört, was die Ärztin gesagt hat. Du kannst hier nicht bleiben.
-Du weißt nicht, was … -Ich kann auf mich selbst aufpassen, klar?
-Und das Kind? -Was weißt du schon davon?
Du hast keine eigenen!
Entschuldigung.
Ich kann verstehen, wenn du nicht auf mich hören willst.
Aber ich sage das, weil ich mir Sorgen um dich mache.
Elsa, wenn sie Viktor am Leben lassen …
… dann heißt das, dass ein Plan dahintersteckt.
Er wird als Geisel gehalten, damit du das Abkommen aufkündigst!
-Marius! -Ich will sie sehen.
Bitte, beruhige dich!
Ich habe sie gesehen. Es sind nur Männer.
-Wie kannst du dir da sicher sein? -Ich habe alle überprüft.
-Und wo ist sie dann? -Wir werden sie finden. Das werden wir.
Entschuldigung. Ich hätte das nicht gegen dich verwenden dürfen.
-Dafür ist es jetzt zu spät. -Ich verstand es nicht.
Das hättest du aber.
Weil du das Gleiche in Äthiopien zugelassen hast.
Danke, dass Sie sich Zeit genommen haben.
Wir sind gerade Zeugen einer unbegreiflichen Tragödie geworden.
Wenn ich irgendetwas hätte anders machen können, um es zu verhindern,-
-dann tut es mir ehrlich leid.
Aber ich möchte jetzt ein anderes Thema ansprechen.
Wie Sie alle wissen, waren meine Kinder heute Thema in den Schlagzeilen.
Ich habe gerade mit ihnen über ihre biologische Mutter gesprochen.
-Starb sie nicht im Krieg? -Das dachten wir.
Als wir euch kennenlernten, arbeiteten wir als Forscher in Äthiopien.
Es zog ein großer Flüchtlingstreck durch das Dorf, in dem wir lebten.
Als wir sie fanden, lebten sie auf sich allein gestellt auf der Straße,-
-in der Nähe eines Kriegsgebietes.
Wir beschlossen, uns um die Mädchen zu kümmern, bis sie jemand abholt.
Es vergingen Wochen, aber es kam niemand.
Wir dachten, eure gesamte Familie sei tot. Und als wir nach Hause fahren mussten …
Wir hatten ja keine eigenen Kinder.
Wieso hattet ihr keine?
Es ergab sich halt so.
Aber ich möchte, dass ihr wisst,-
-dass ihr beide das Allerbeste seid, was uns je passiert ist. Okay?
Wir hätten nie gedacht, dass ihre Mutter am Leben ist.
Aber mir ist bewusst, dass ich in meiner Position keine solchen Fehler machen darf.
Und man kann es nicht ignorieren, wenn eine Mutter solche Anschuldigungen macht.
Deshalb habe ich beschlossen, Verantwortung zu übernehmen,-
-indem ich von meinem Posten als Außenministerin Schwedens zurücktrete.
Aber ich möchte auch als Mutter Verantwortung übernehmen.
Es sind unsere Kinder, die den Preis unserer Entscheidungen tragen müssen.
Meine Mädchen …
… werden im Jahr 2050 in den 40ern sein.
Vielleicht werden sie nach uns fragen.
Wollen wir, dass sie uns fragen, wieso wir nichts getan haben,-
-als noch Zeit dafür da war?
Werden wir ihre Zukunft vor ihren eigenen Augen zerstören?
Wir werden hier in Tasiilaq eine Antwort darauf geben.
Daher habe ich mit dem schwedischen Ministerpräsidenten gesprochen,-
-und er hat mich bevollmächtigt, Schweden bei diesem Treffen zu vertreten.
Wenn das Treffen vorbei ist …
… werde ich die Politik verlassen. Danke.
Elsa wird später Fragen beantworten.
Was machst du da?
Helft mir!
Er ist hier!
Das wirst du nicht tun.
-Lass ihn gehen. -Wir müssen ihn verhören.
Er ist der Chef der russischen Leibwächter und hat diplomatische Immunität.
Es tut mir leid.
Wir dürfen ihn nicht einfach gehen lassen. Das darf nicht sein.
Liam! Du Idiot.
-Was ist los? -Moskau hat angerufen.
Ich wurde kompromittiert. Du hast meine Mails abfotografiert.
-Ich weiß nicht, wovon du sprichst. -Sie sind in deinem Telefon drin!
Weißt du, was du getan hast? Sie werden mich umbringen.
Sie glauben, ich hätte sie dir gezeigt. Sie glauben, ich arbeite gegen sie.
Du musst es Bojan gestehen. Mein Leben hängt davon ab!
Du weiß, dass ich das nicht tun kann.
Außerdem werden wir vermutlich eh heute nach Hause geschickt.
Ich werde aussagen, dass du in mein Zimmer eingebrochen bist und Fotos gemacht hast.
Ich werde dich mit in den Abgrund reißen!
Du wirst der Mann sein, der die Beziehungen zwischen unseren Ländern zerstört hat!
-Bitte, Sasha. -Sasha!
Sasha!
Guten Abend.
Verzeihung? Sie sind Anton, richtig?
Ich habe einen Freund, der in Russland lebt.
Er hat mir diese Mail geschickt, aber die ist in Kyrillisch. Können Sie mir helfen?
Oh, scheiße! Das tut mir leid!
Es tut mir so leid. Entschuldigung.
Entschuldigung.
Hallo, hier ist Liam. Sollte mein Telefon nicht sicher sein?
Offensichtlich nicht, sonst würde ich nicht anrufen.
Es wird nicht nur abgehört. Sie haben Zugang zu allem.
Besorg mir ein neues Telefon.
Ein sicheres Telefon. Jetzt!
Das ist mir scheißegal! Ich brauche ein sicheres Telefon!
Wir sind uns einig, dass du hervorragend mit der Situation umgegangen bist.
-Was hat er gesagt? -Nichts.
Und jetzt?
-Wir erledigen das, wofür wir hier sind. -Geht das noch?
Natürlich.
Angenommen, wir kämpfen weiter gegen die Russen … Wie?
Martin will das Treffen beenden, und Gustav will, dass wir nach Hause fahren.
Es gibt einen Weg.
-Das können wir nicht tun. -Doch, das können wir.
Das ist die einzige Sprache, die diese Leute verstehen.
Es ist für eine gute Sache. Elsa!
Sie haben dich zum Rücktritt gezwungen. Sie haben Viktor gefangen genommen.
Sie haben dich mit Dreck beworfen und deine Integrität in Frage gestellt.
Als Ministerin, Mensch und nicht zuletzt als Mutter.
Es tut mir wirklich leid, Elsa …
Das unterstreicht nur die Bedeutung dessen, was wir hier versuchen.
Diejenigen, die gegen uns sind, scheuen vor nichts zurück.
Dies ist mein letztes Ministertreffen. Das wirst du doch nicht vorzeitig beenden?
-Ist es nicht schon genug entglitten? -Nein.
-Es bestärkt mich nur in meiner Überzeugung. -Vereint gegen Russland stehen …
Stell dir mal vor, wie das enden könnte.
Russland will diese Ölquelle kaufen.
Und sie werden Grönlands Unabhängigkeit finanzieren.
-Das können wir nicht wissen. -Doch, das können wir.
Sobald der Kauf durch ist, werden sie ihre Unabhängigkeit erklären.
Und du wirst als der Minister, der Grönland verlor, in Erinnerung bleiben.
Und wie können wir das verhindern, wenn wir uns im Arktischen Rat verbünden?
Wir werfen sie raus. Dann kriegen wir das Abkommen durch.
Wenn du unterschreibst, ist es bindend für Grönland.
Du rettest das Klima und dein Ansehen.
Mein Ansehen? Wo kommen wir hin, wenn wir internationale Abkommen diktieren?
Mal ganz ehrlich:
Haben die was gegen dich in der Hand?
Nein.
-Was meinst du damit? -Was weiß ich.
Gegen mich hatten sie definitiv etwas in der Hand.
Okay.
Denk drüber nach.
Er hat das gesamte Beweismaterial durchwühlt.
-Was? Willst du etwas sagen? -Diese beiden …
Die anderen gehören zur Besatzung, aber wer sind diese beiden?
Vielleicht gab es einen Kampf.
Die meisten haben Schusswunden. Die zwei könnten zu den Angreifern gehören.
Aber sie sehen nicht gerade russisch aus.
Wir müssen die Ergebnisse des DNA-Tests abwarten.
Ja, und so lange warten wir hier, während die Antwort in Ittoqqortoormiit liegt.
Und wenn ich endlich mal einen schnappe, muss ich ihn gehen lassen.
Du wolltest ein Mitglied der russischen Delegation verhaften.
Ist dir klar, welche Folgen das haben könnte?
Du hättest mich meine Arbeit in Ittoqqortoormiit machen lassen sollen!
Du hättest nur Eis und Schnee gefunden.
Ich habe meine gesamte Jugend lang dort gejagt.
Ich weiß, was man tut, wenn man in Eis und Schnee gefangen ist.
Hör auf mit diesem romantischen Quatsch über die guten, alten Tage.
Das amerikanische Militär sucht für uns das gesamte Gebiet ab.
Die kennen mein Land nicht. Und du auch nicht.
-Was macht ihr eigentlich hier? -Gesperrt.
Gesperrt.
Qaqiffik ist eine Organisation für anonyme Alkoholiker. Versteht ihr?
Aber wir bezahlen keine Kontingente.
Unser Kontingent besteht darin, einander bestmöglich zu unterstützen und zu helfen,-
-in der Hoffnung, den Klauen des Alkohol zu entkommen.
-Hallo. -Hallo! Schön, dass ihr da seid.
Sind die schön! Das ist aber lieb von dir. Danke.
Auf Grönland wachsen keine echten Blumen …
In Zukunft wohl schon. Leider.
-Wie geht es dir? -Ich muss dir was zeigen.
Hey! Du musst deinen Teller ablecken.
Du musst deinen Teller ablecken, dann kriegst du ein schönes Kind.
Das ist eine alte grönländische Überlieferung.
Okay.
Ja!
Das war auf der Speicherkarte, die ich da oben fand.
Ich glaube, sie gehört dem verschwundenen Mädchen.
Sieh dir diesen Clip an.
-Was macht ihr eigentlich hier? -Gesperrt.
-Von wann ist das? -Zwei Tage, bevor wir das Grab fanden.
Geh mal zurück.
Aaja, setz dich mit dem iPad hin.
Das ist ein dänischer Soldat von der Sirius-Patrouille.
Die Sirius-Patrouille ist eine dänische Eliteeinheit, die Nord-Grönland überwacht.
Ich hatte gehofft, dass es einer der Täter ist.
Und wenn er es ist?
-Wie jetzt, ein dänischer Soldat? -Vielleicht jagen wir die Falschen?
Es war aber ein russischer Agent an Bord.
Wenn jemand ein Interesse daran hat, Russland anzuschwärzen, dann Dänemark.
Russland will unser Öl haben und damit Grönlands Unabhängigkeit.
Denk mal drüber nach.
Gibst du mir die Karte? Ich muss sie als Beweismaterial aufnehmen.
-Die Karte liegt da. -Danke.
-Ina? Wolltest du heute nichts sagen? -Ich wollte heute nur zuhören.
Das ist völlig in Ordnung.
Ich heiße Gappi. Willst du das Zwölf-Schritte-Programm absolvieren?
-Ja. -Wie schön. Ich kann dein Sponsor sein.
-Danke. -Gern geschehen.
Tschüs.
"Doch, ich habe Angst."
"Aber ich tue es trotzdem, Jonathan, ich tue es jetzt … jetzt …"
"Und dann werde ich nie wieder Angst haben."
"Oh, Ningilima!"
"Ja, Jonathan, ich sehe das Licht."
"Ich sehe das Licht!"
Hallo. Es tut mir wirklich leid.
Entschuldigung. Ich wollte dich nicht verletzen.
Ich habe riesigen Respekt vor deinem Erfahrungsschatz und deinen Fähigkeiten.
Ich trinke nicht.
Ich will dich nicht an Scoresbysund verlieren. Ich brauche hier gute Leute.
So behandelt man gute Leute aber nicht, wenn man sie halten will.
Nein. Du hast vollkommen recht. Du bist absolut professionell,-
-und ich bitte um Entschuldigung. Das wollte ich dir nur sagen.
Möchtest du reinkommen?
Kann ich dir was anbieten?
Ich kann die Flasche öffnen, wenn du ein Glas Wein möchtest.
Ja, gern.
Danke.
Es war ein harter Tag. Ich nehme auch ein Glas.
Hast du die Sirius-Patrouille gebeten, das Gebiet abzusuchen?
Sie wurden informiert, aber sie nutzen Hundeschlitten.
Das ist nicht besonders effektiv, um 40.000 km² abzusuchen.
-Wieso? -Es fiel mir nur ein.
Die patrouillieren immer ganz in der Nähe.
-Guten Abend. -Guten Abend.
Dann wären wir vollzählig.
Russland hat sämtliche ethischen Regeln der internationalen Zusammenarbeit gebrochen.
Ich denke, es ist an der Zeit, dass wir zurückschlagen.
Die internationale Gemeinschaft hat sich bereits auf Sanktionen geeinigt.
Das wird ihnen egal sein.
Sie wollen uns nur daran hindern, dieses Abkommen zu verabschieden,-
-das ihr Ölabenteuer in Grönland beenden würde.
Ich weiß, es ist nicht leicht, aber ich bin der Ansicht,-
-wir sollten sie aus dem Rat werfen und das Abkommen unterzeichnen.
Was halten Sie davon?
-Wir brauchen Zeit, um das zu besprechen. -Dann nehmen wir uns die Zeit.
Als wir hier ankamen, wollten wir alle das Abkommen unterzeichnen.
Wenn wir jetzt nach Hause fahren, sagen wir der Welt im Prinzip,-
-dass man internationale Gesetzgebung mit Terrorangriffen blockieren kann.
-Da ist was dran, Elsa. -Danke.
Aber das hat nichts mit dem Rat zu tun. Es wäre besser, nach Hause zu fahren …
Willst du, dass sie uns weiterhin einen nach dem anderen fertigmachen?
Wenn sie jemand rauswerfen kann, dann ich, der Gastgeber.
Ja. Sie haben dein Land angegriffen. Sie haben unschuldige Menschen entführt.
Du hättest sie längst zu "Personae non gratae" erklären sollen.
Ich habe dem dänischen Parlament bereits Sanktionen vorgeschlagen.
Aber das … Das ist zu viel.
-Du hast mich im Blick? -Nein. Aber deine Narben …
Ich war 1994 bei der Friedensmissionen in Bosnien dabei.
Das sind Granatsplitter.
Meine Gruppe hatte mich zurückgelassen.
Und was geschah dann?
Ein amerikanisches Rettungsteam fand mich. Ich lag acht Stunden auf dem OP-Tisch.
Sie sagten, es sei ein Wunder, dass die Leber das überstanden hat.
Dann ging ich nach Dänemark, um was weniger Aufregendes zu machen.
Wurde Polizistin.
Alle Achtung!
Hast du welche? Du durftest meine sehen, jetzt will ich deine sehen.
Du hast mehr zu bieten als ich.
Komm schon. Bist du feige?
Okay.
Was?!
Das war ein Eisbär. Durch drei Hautschichten.
Mein Vater tötete ihn, bevor er mehr Schaden anrichten konnte.
Und ich habe die Kralle, die mir diese Narbe bescherte.
Ist das wahr?
Nein, es war der Blinddarm.
Aber es stimmt doch:
Es wäre ein starkes Signal, das Abkommen zu unterzeichnen.
Und es würde die Barbarei beenden, die die Ölindustrie immer mit sich bringt!
Sie haben gut reden, aber wenn die Russen aggressiv zurückschlagen,-
-ist die finnische Grenze das Erste, was ihnen im Weg steht.
Die USA wird Ihnen beistehen, wenn es hart auf hart kommt.
Danke für die netten Worte, aber wir gehören nicht zur Nato …
-Wir wollen doch keinen Krieg führen? -Nein!
Wenn wir zusammenhalten, trauen sie sich nicht, den Krieg zu erklären.
Zieh das Abkommen zurück, dann wird er leben.
Übersetzung: filmtiger
Übersetzung aus "Die Brüder Löwenherz": Anna-Liese Kornitzky
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