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Liv. Was ist los? Der Kontakt nach Tasiilaq ist seit Stunden unterbrochen.
Jemand hat den Funkmast gesprengt.
Ich benutze die Satellitenverbindung des Schiffes.
Jemand muss sich die Daten der Firma ansehen. Ich schicke sie jetzt.
-Wurde jemand verletzt? -Nein.
Sie ermitteln natürlich, aber das hier ist Teil von etwas viel Größerem.
-Und zwar? -Das müssen wir herausfinden.
Warte, jetzt passiert hier was Merkwürdiges. Casper?
-Hallo, Liv. Bist du da? -Hallo!
Scheiße!
Hallo? Ist da jemand?
D Ü N N E S E I S
Ist dir vor der Explosion etwas Verdächtiges aufgefallen?
-Nein, nichts. -Danke.
An alle Einheiten! Hier Katarina.
Ich brauche Verstärkung hinter Nakinngis Haus.
Ich habe ihn gefunden.
Du hast ohne Genehmigung gehandelt, Liv! Du hast dänisches Recht gebrochen.
Ich kann dich nicht mehr schützen. Die Dänen wollen, dass du verschwindest.
Ich reise erst ab, wenn ich Viktor gefunden habe.
Aber das ist doch nicht deine Aufgabe.
-Hör mir doch mal zu! -Nein, jetzt hörst DU mir mal zu.
Ich habe noch nie eine so weit entwickelte Art der Datensammlung gesehen.
-Was meinst du damit? -Jemand überwacht das Netzwerk des Schiffs.
Sie haben meinen Rechner gehackt und alles gelöscht, auch die Daten vom Schiff.
-Wieso hattest du die überhaupt? -Frag lieber, was sie beinhalteten.
Ville Berger sagt, das könnte das größte verbliebene Ölvorkommen der Erde sein.
Ich vermute, dass noch jemand anders es gefunden hat.
Es darf nicht noch einmal passieren.
-Nicht hier! -Was denn?
Ich habe schon einmal erlebt,-
-wie Berger Oil ganze Gemeinschaften wegen Förderlizenzen zerstört.
Ich werde jeden Tag durch meine Kinder daran erinnert.
Es ist bereits im Gange.
Die Russen wollen auch die Formulierung ändern.
Sie wollen nur das Bohren in UNENTDECKTEN Vorkommen verbieten.
Das könnte bedeuten, dass sie bereits etwas gefunden haben.
Für die Ölforderung brauchen die Russen die Erlaubnis Grönlands.
Wenn Dänemark unterschreibt, muss sich Grönland daran halten.
Dann müssen es die Russen gewesen sein, die das Schiff angegriffen haben.
-Wir brauchen Beweise. -Wer sollte es sonst sein?
Wir müssen uns ganz sicher sein. Es steht viel auf dem Spiel.
Wenn ein Staat ein schwedisches Schiff angreift, ist das fast eine Kriegserklärung.
-Hallo. -Schlechte Nachrichten.
Einige Mitgliedsstaaten wollen sich wohl vom Abkommen zurückziehen.
Was? Welche?
Island, Norwegen und Kanada.
-Sie wollten die Entscheidung vertagen. -Wieso?
Keine Ahnung. Ich glaube, sie sind auf Bojans Angstmacherei reingefallen.
Da sind noch zwei!
-Ihr drei kommt mit mir! -Okay, Chef.
Heb sie hoch.
-Wie sieht's aus? Was gefunden? -Nein.
Halt mich auf dem Laufenden. Danke.
Ich musste die Hunde erschießen, damit sie ihn nicht auffressen.
Wir haben gar nichts. Keine Fuß- und keine Reifenspuren.
Könnte es ein Unfall gewesen sein? Er hatte viel getrunken.
Vielleicht ist er einfach gestürzt. So was passiert ja.
Du denkst, unser Hauptzeuge ist einfach zufällig gestorben?
Ich weiß es nicht.
Wieso hast du uns nicht gleich von ihm erzählt?
Tut mir leid.
Enok.
-Ina … -Enok, hast du …
-Es war meine Schuld, nicht seine! -Wer ist das?
-Das ist meine Frau. -Was hast du getan, Enok?
Worum geht es hier?
Er erträgt es nicht, dass ich Spaß habe. Das macht ihn rasend.
Er nahm Nakinngi mit, und jetzt ist er tot!
Wie geht es dir?
Hier. Das ist Wasser.
Danke.
-Ich heiße Viktor. -Ich heiße Kimmernaq.
-Wir sind alle hier gefangen. -Hallo.
-Weiß jemand, dass du hier bist? -Vielleicht.
Wir waren zu dritt. Ich glaube, diese Männer haben sie verfolgt.
Alle?
Drei. Vier! Vier.
Dann sind nur noch zwei da! Das ist unsere einzige Chance!
Nein. Selbst wenn wir es schaffen,-
-liegen hunderte Kilometer voller Gletscher vor uns.
Sie ist von hier. Sie kann uns den Weg zeigen.
Ja.
Glaubst du, Enok ist für Nakinngis Tod verantwortlich?
Nakinngi und ich, wir …
Wir gingen zu uns nach Hause, und Enok kam nach Hause.
Er war rasend. Er flippte total aus.
Und Nakinngi …
Nakinngi … Nakinngi ist tot, verstehst du?
Enok ist total Amok gelaufen und hat Nakinngi mitgenommen.
Es war nicht Nakinngis Schuld.
-Hattest du etwas gegen Nakinngi? -Nein. Wir waren Freunde.
Verstehe ich deine Frau richtig, hattest du gute Gründe, wütend auf ihn zu sein.
Er hat meine Frau abgefüllt.
Ein Ausländer bezahlte Nakinngi dafür, dass er sich vom Schiff fernhält.
-Das behauptest du. -Ich bin der Polizeichef.
Du kannst mir vertrauen.
Deine Frau sagte, du warst sehr wütend, als du mit Nakinngi das Haus verließt.
Natürlich war ich das. Ina hatte ein halbes Jahr keinen Alkohol angerührt.
Das ist für sie eine lange Zeit. Ich komme nicht mehr an sie heran.
Das reicht jetzt. Das bringt uns nicht weiter.
Wir haben es hier mit Mord zu tun.
Nakinngi hat sie wieder rückfällig werden lassen …
Ich bin nicht wütend auf Nakinngi. Aber Ina kann ich nicht verzeihen.
Wir behalten dich über Nacht hier.
-Das kannst du nicht machen. -Er hat ein Motiv.
Und er war der Letzte, der ihn lebend sah.
Tasiilaq hält den Europarekord bei Mord. Die meisten Morde geschehen genau so.
Enok ist einer der ehrenwertesten Menschen, die ich kenne.
Du kannst nicht einfach herkommen und alles auf den Kopf stellen.
-Du gehst zu weit! -Mati.
Was sagst du? Sprich Dänisch!
Ich habe ihn gefragt, ob er heute Abend auf meine Tochter aufpassen kann.
Hallo! Ich muss pinkeln.
Na gut …
Versuch's nochmal.
Ich muss pinkeln!
Hallo!
-Komm schon. -Außerdem braucht er …
Sein Bein … Er braucht ärztliche Hilfe.
Komm.
Hier. Erledige dein Geschäft.
Komm schon. Es ist eiskalt.
Scheiße! Komm her.
Mach dir Tür auf.
Lass sie los! Lass sie los!
Lass sie los! Du kommst nicht davon.
Ich töte sie!
Verdammt!
-Herein. -Hallo. Hast du kurz Zeit?
-Es passt gerade schlecht. -Es ist wirklich dringend.
Danke.
Wir gehen gerade die Tagesordnung für morgen durch.
Es kursieren Gerüchte, dass sich mehrere Staaten zurückziehen wollen.
-Ja, und das kann ich verstehen. -Aber ihr bleibt doch dabei?
Ehrlich gesagt, ist mir das etwas viel. Erst das Schiff, jetzt der Funkmast.
Vielleicht sollten wir das Treffen verschieben.
Jemand hat kürzlich ein gewaltiges Ölvorkommen vor Grönland entdeckt.
Woher hast du das?
Von unseren eigenen Ermittlungen.
Das könnte das Motiv für die Angriffe sein.
Wie groß ist "gewaltig"?
Wenn meine Berechnungen stimmen, wovon ich ausgehe,-
-ist es das größte verbliebene Ölvorkommen auf der Erde.
Ich finde die Schlüssel für die Motorschlitten nicht!
Nein, hier ist auch nichts.
Scheiße, ist das kalt.
Hier, nimm die.
Wir müssen hier weg. Du kennst den Weg?
Vielleicht, aber die Schlüssel könnten irgendwie im Schnee liegen.
Dann müssen wir laufen. Wir gehen in die Richtung.
Hallo! Wir haben weder Fahrzeuge noch Ausrüstung. Wir werden erfrieren.
Die kommen doch zurück. Wir können nicht bleiben.
Wir sind hier in Grönland.
Wir haben viel größere Chancen gegen diese Männer als gegen die Natur.
Eisbären, Unwetter … Wir bleiben hier.
Scheiße!
Hoffen wir, dass meine Freund rechtzeitig Hilfe holen können.
Sie sind da lang gefahren!
Aber das ist ja riesig.
Ich kann nicht allein entscheiden, wenn es um solche Ressourcen geht.
Das ist keine Ressource. Das ist eine Katastrophe.
Es haben schon kleinere Ölfunde zu Bürgerkriegen geführt.
Das riskieren wir, wenn wir uns von dem Abkommen zurückziehen.
Das hier …
Das verändert alles. Wir hatten ja keine Ahnung.
Wir können nicht einfach entscheiden, dass das Öl dort bleiben muss.
Wieso denn nicht?
Dänemark lenkt immer noch Grönlands Außenpolitik.
Dänemarks Beziehung zu Grönland ist keine einfache.
Und ich habe nicht vor, Benzin in die Flammen zu gießen.
Dann müssen wir dafür sorgen, dass Grönland das Abkommen unterstützt.
Und wenn sie nicht wollen?
Dann wissen sie vermutlich mehr darüber als wir.
Ich gehe davon aus, dass dir der Text des Abkommens bekannt ist?
Natürlich. Es geht ja um Grönlands Zukunft.
Ich komme gleich zur Sache.
Ich würde mir wünschen,-
-dass Grönland das Abkommen öffentlich und offiziell unterstützt.
Wieso jetzt?
Ihr seid die Nation, die am härtesten vom Klimawandel betroffen ist.
Es würde dem Dokument ein großes Gewicht verleihen, wenn Grönland es unterzeichnet.
Und es wäre ja auch eine deutliche Stellungnahme zur Klimafrage.
Der Rat hat Grönland doch bewusst aus den Verhandlungen herausgehalten.
Und ich möchte diesen Fehler korrigieren.
Ich werde mich darum bemühen, dass Grönland einen Platz im Rat bekommt.
Das ist sehr großzügig.
Aber du weißt auch, was es für Grönland bedeuten würde, wenn man hier Öl fände.
Wir könnten einer besseren Zukunft entgegensehen.
Ja, kurzfristig.
Aber es würde auch zu einer Katastrophe für die ganze Welt werden, inklusive euch. Oder?
-Darf ich dir etwas zeigen? -Ja.
Dazu müssen wir raus.
Verzeihung. Ich müsste kurz ins Bad. Es geht mir nicht gut.
-Ich komme nach. -Sie ist schwanger.
Du reist mit einer schwangeren Leibwächterin?
Eine Schwangerschaft ist ja keine Krankheit.
Wohin gehen wir?
Zu den Kindern.
Alle, die in Ost-Grönland Arbeit haben, sind im öffentlichen Sektor angestellt.
Der Rest lebt von der Stütze, weil es sonst nichts gibt.
Heute ist der letzte Tag des Monats. Heute wird die Stütze ausgezahlt.
Dann wird in den kleinen Häuschen gefeiert.
Und all diese Kinder halten sich von zuhause fern.
Soziale Probleme sind unsere allergrößte Herausforderung.
Wir arbeiten hart daran. Das ist das Allerwichtigste für uns.
Wenn wir Öl fänden, hätten wir ein Fundament für unsere Wirtschaft.
Und ihre Eltern hätten die Chance auf einen Job und eine sinnvolle Beschäftigung.
Öl kann doch nicht die einzige Lösung sein.
Was sollen wir sonst tun?
Wenn wir unsere Ressourcen nicht nutzen, sind wir auf ewig zum Bittsteller verdammt.
Wenn wir keinen anderen Weg finden.
Elsa!
Hier. Guck.
Sie weiß alles über den Ölfund.
-Was …? -Guck.
-Es hat schon jemand eine Förderlizenz. -Beluga Limited.
-Sie treffen sich morgen. -Wer steckt hinter Beluga Limited?
Das werde ich herausfinden.
-Nachricht für Liam Skjöld. -Ja, das bin ich. Vielen Dank.
Sasha: Was machst du? Liam: Nichts.
Sasha: Treffen wir uns an der Hintertür?
Um 16 Uhr kommen die Beluga-Leute also zur Ministerpräsidentin,-
-um dieses Abkommen zu unterzeichnen?
Das vermute ich. Dann sollten wir auch dort sein.
"Wir"? Für mich bist du gar nicht mehr auf Grönland.
Ich kann da nicht einfach reinplatzen und mit gestohlenen Beweisen herumwedeln.
Und wir haben genug zu tun mit der Suche nach der Besatzung der Per Berger.
Das hängt doch mit dem Angriff zusammen. Alles hängt zusammen!
-Du musst etwas unternehmen! -Ich wünschte, das könnte ich.
Ich muss mich an die Regeln halten, sonst steht mir das Wasser bis zum Hals.
Es sei denn, du hast eine gute Erklärung, wie wir daran gekommen sind?
Liv. Gute Arbeit. Aber fahr nach Hause, bevor du eine Klage am Hals hast.
Magst du Aaja erklären, wo ich bin? Und hast du "Die Brüder Löwenherz"?
Ja, das Buch haben wir.
Lies ihr vor, wenn sie im Bett liegt. Wir sind beim siebten Kapitel angelangt.
Wir müssen das nicht tun.
Tu es. Es ist, wie es ist. Wir halten uns hier an die Regeln.
Das ist schön.
-Was? -"Schön" auf Russisch.
-"Vackert". Auf Schwedisch. -"Vackert"? Okay.
-"Very vackert". -Ja, "very vackert".
"In guten wie in schweren Tagen".
Hat der Pfarrer das nicht gesagt? Erinnerst du dich?
Ich wusste von deinem Alkoholproblem, als wir uns kennenlernten.
Aber ich hätte nicht gedacht, dass mich dein Problem-
-einmal hinter Schloss und Riegel bringen würde.
-Polizei. -Hallo.
Hier ist Nanu! Nördlich von Ittoqqortoormiit.
Wir werden von bewaffneten Männern verfolgt! Sie haben Kimmernaq!
Halt dich an mir fest!
-Du darfst nicht einschlafen. -Ich weiß. Nicht gut.
Guten Morgen.
-Du kannst jetzt gehen. -Willst du mich nicht verhören?
Du wurdest an einem anderen Ort gesehen, als Nakinngi getötet wurde.
Zum Glück hat mich jemand gesehen.
Sonst wäre ich nicht so leicht davongekommen.
Enok. Entschuldigung.
Vergiss es.
-Ist Aaja wach? -Sie ist bei uns zuhause.
Ich befürchte außerdem, dass unter uns kein Konsens mehr herrscht.
Wenn sich einige Staaten vom Abkommen zurückziehen,-
-befürchte ich, dass sich das auf die Position von uns anderen auswirkt.
Die Kommunikation zwischen unseren Regierungen würde schwieriger werden,-
-und das würde die Sache weiter verkomplizieren.
Es gab einen Angriff, und wir wissen immer noch nicht, wer dahintersteckt.
-Sind wir hier sicher? -Ich weiß es nicht.
Es war eine Explosion. Tut die Polizei etwas?
-Direkt neben unserem Hotel! -Und Eisbären laufen durch die Stadt.
Und gestern gab es einen Mord.
Vielleicht sollten wir das Treffen verschieben.
Bitte. Hören sie mich an.
Es werden Ihnen Informationen vorenthalten.
Informationen, die sich auf diesen Rat auswirken.
Ein gigantisches Ölvorkommen wurde hier in Grönland entdeckt.
Es scheint 90 Milliarden Barrel Öl zu enthalten.
Damit wäre es das größte verbliebene Ölvorkommen des Planeten.
Und dieses Öl wird zum Ausstoß von 36 Gigatonnen CO2 führen.
Wissen Sie, was das bedeutet?
Die Menschheit kann 720 Gigatonnen Kohlendioxid emittieren,-
-bis die Erde unbewohnbar wird.
Das lässt uns weniger als 20 Jahre, um sämtliche Emissionen zu beenden.
Und dieses Ölvorkommen wird diese Frist deutlich verkürzen.
Wir befinden uns im Krieg gegen die globale Erwärmung.
Und dieses Ölvorkommen ist eine Massenvernichtungswaffe.
Woher wissen Sie das alles?
Die Polizei glaubt, das Öl ist das Motiv für die Angriffe.
Wenn wir jetzt nach Hause fahren, geben wir dem Terror nach.
-Was ist passiert? -Einen Moment.
Es gibt Gerüchte über Öl. Bitte einen Kommentar dazu.
-Wann findet die Unterzeichnung statt? -Ruhe! Bitte hören Sie mir zu.
Wir wollten eine Unterzeichnungszeremonie abhalten, aber die wurde leider verschoben.
Daher hat der Rat beschlossen, das Treffen zu verlängern,-
-um dringende Themen zu besprechen.
-Was bedeutet das für die Gruppe? -Håkan.
Wir bleiben also noch länger hier?
Wir Minister schon, aber du kannst selbst entscheiden, ob du bleibst.
-Danke. -Danke. Keine weiteren Fragen.
Was ist mit den Gerüchten über Öl?
Du wusstest vom Ölfund. Habe ich recht?
Am liebsten würde ich das Abkommen sofort unterzeichnen,-
-um diese Krise zu vermeiden.
Sobald wir etwas von Wert finden, willst du es uns wegnehmen.
Darum geht es doch nicht.
Ich finde, wir müssen verantwortungsbewusst handeln-
-und nicht nur an kurzfristiges Wachstum denken.
Es zählt immer nur eure Perspektive, nicht unsere.
Ich habe die volle Unterstützung der Regierung.
Der Ölfund ändert nichts.
Wenn du das Abkommen unterschreibst,-
-beginne ich mit der Arbeit an der Selbstständigkeit Grönlands.
Das kannst du doch nicht allein entscheiden.
Ich kann den Prozess in Gang setzen und es über die Medien verbreiten.
Mit diesem Ölvorkommen kommen wir ganz sicher allein zurecht.
Dann wird man sich an dich als den Minister erinnern, der Grönland verloren hat.
Moment mal. Wir entscheiden natürlich nichts ohne euch.
Aber Grönlands Selbstständigkeit darf nicht die Umwelt zerstören.
Du hast die Kinder gestern Abend gesehen.
Ich weigere mich, ihre Hoffnung auf eine bessere Zukunft aufzugeben.
Aber wir müssen versuchen, eine gemeinsame Lösung zu finden.
Und wie soll die aussehen?
Dieses Ölvorkommen wirkt sich nicht nur auf Grönland aus, sondern auf uns alle.
Aber wir stecken im Westfälischen System fest, das nicht dafür geeignet ist.
Wovon redest du denn da?
Das ist unsere Achillesferse, Martin; dass jede Nation nur an sich denkt.
Wir müssen versuchen, dieses Denkmuster zu verlassen. Der Rat muss handeln.
Die Mitgliedsländer müssen Grönland dafür entschädigen, dass sie das Öl nicht fördern.
Und wie?
Ich würde vorschlagen, dass wir Grönland den Status als vollwertiges Mitglied geben.
-Hör doch auf! -Jetzt willst du uns also reinlassen?
Als der Rat gegründet wurde,-
-stimmte Schweden dagegen, Grönland als Mitglied aufzunehmen.
Das tut mir sehr leid.
Außerdem würde uns eine Mitgliedschaft im Rat nichts nützen.
Wir brauchen große Investitionen, wenn wir uns das Ölgeschäft entgehen lassen.
Dann setzen wir uns dafür ein.
Würdet ihr das Abkommen unterzeichnen, wenn uns das gelingt?
Wir waren lange wach und haben drei Filme geguckt.
Schafft man es, drei Filme an einem Abend zu gucken?
Habt ihr auch gelesen?
Wenn man drei Filme guckt, hat man keine Zeit zum Lesen.
Wieso musstest du gestern so spät noch arbeiten?
Ich musste ein Missverständnis klären, bevor ich nach Hause konnte.
-Aaja, geh in dein Zimmer. -Wieso?
Tu einfach, was ich sage.
Enok …
Entschuldigung.
Ich nehme Aaja mit auf die Arbeit.
Wenn wir nach Hause kommen, wirst du verschwunden sein.
Hallo! Stopp!
Schalte den Motor aus und steig ab!
Steig ab und komm her!
Okay. Lass hören.
Wir haben nichts gefunden. Nichts.
Weder beim Funkmast noch am Tatort des Mordes.
Das darf nicht wahr sein.
Danke.
Enok. Hallo.
-Ich dachte, ihr braucht sicher Hilfe. -Ja, tatsächlich.
Wegen gestern … Das tut mir sehr leid.
Vergiss es. Ich will nur meine Arbeit machen.
Und du hast eine kleine Helferin mitgebracht.
Ich wollte mir die Dinge vom Schiff ansehen.
Wieso hast du den Posten von meinem Papa übernommen?
Ich bin seine Chefin, aber ich bin normalerweise nicht hier.
Wenn ich groß bin, will ich auch Polizeichefin hier werden.
Dann wird niemand mir Befehle geben.
-Was ist das? -Beweise.
Wir versuchen, die Schurken zu finden.
-Okay. Gehen wir die Handys durch? -Ja, vielleicht sind Fotos darauf.
Wessen Handys sind das?
Die gehören der Mannschaft.
-Entschuldigung. Ich habe mich verspätet. -Kein Problem.
Wir sind schon mal reingegangen. Haben Sie die Dokumente dabei?
Ich dachte, Sie wollten dieses schwedische Abkommen im Rat stoppen?
Wir arbeiten noch daran.
Ich habe mich heute mit dem schwedischen Ölmagnaten getroffen.
Er interessiert sich auch für die Schürfrechte.
Sogar die Politiker wollen Grönland entschädigen, wenn wir nicht bohren.
Ich bezweifle …
Nein! Nein!
Tun Sie das nicht! Loslassen!
Hey! Stopp!
Polizei!
Legen Sie die Pistole weg, Frau Hermanson.
Langsam. Langsam.
Wonach suchen wir?
Es war ein Unbefugter an Bord. Ich gucke, ob es ein Foto von ihm gibt.
Woher wissen wir, ob er es ist?
Wenn wir jemanden sehen, der nicht an der Wand zu sehen ist, haben wir ihn.
Warte. Geh zurück.
-Das ist er. -Wie kommst du darauf?
Er hat rote Haare. Keiner an der Wand hat rote Haare.
Du hast ein Talent dafür. Aber wir brauchen ein Foto von seinem Gesicht.
Die da. Ich möchte sie festnehmen lassen wegen Abhörens,-
-Gewalt gegen Staatsbedienstete und sicher auf Spionage.
Wir haben Abhörausrüstung konfisziert.
Sie war in meinem Auftrag hier.
Wegen der jüngsten Ereignisse hier in Tasiilaq-
-habe ich jemanden zum Schutz der Ministerpräsidentin abgestellt.
Sie hat mich ausspioniert. Ich besitze diplomatische Immunität.
Nein. Sie beschützte in meinem Auftrag die Ministerpräsidentin.
Das sollte die Situation erklären. Schönen Tag noch.
Wir müssen etwas unternehmen. Er ist es.
Was soll ich machen? Einen russischen Minister festnehmen?
Ich weiß es nicht.
Wir brauchen handfeste Beweise.
"Wir"?
Ich brauche kompetente Leute für diesen Fall.
Grönlands Beamten können ja nicht mal eine schwangere Schwedin stoppen.
Was hast du herausgefunden?
"Beluga" ist der russische Staat.
Glaubst du, Russland hat das Schiff angegriffen?
Das letzte Handy.
Da ist diese Schwedin.
Sie sehen verliebt aus.
Ja, das tun sie.
Gibt es auch solche Fotos von Mama und dir?
Ja, aber die sind alt.
Da ist er!
Da ist er!
Wir haben ihn gefunden.
Hört ihr das?
-Nein, stopp! -Das sind sie.
-Nicht schießen! Sie haben meine Freunde. -Wir können ihn treffen.
Du triffst vielleicht …
-Schieß! -Nein, nein, nein!
Auf den Boden!
Was machst du? Lass das! Stopp!
Runter mit den Waffen! Sofort!
-Ich werde ihn töten! -Nicht schießen!
Nein, nein, nein! Runter!
Auf den Boden! Auf den Boden!
Übersetzung: filmtiger
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