All language subtitles for Eierkratz-Komplott - Ein Stinatz Krimi

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Original subtitles

Irgendwann hast du mit mir geträumt,

manchmal nachts in meinem Arm

geweint.

Mitten in der Nacht bist du gegangen, mitten in der Nacht

kamst du zurück.

Wieder fing ich an, an dich zu glauben, es war nur ein

Augenblick.

Ein kleines bisschen Zärtlichkeit, mehr kann ich dir heut Nacht nicht

geben.

Ich weiß jetzt nach so langer Zeit,

dein Herz ist nicht zu mir bereit.

Gefühle für die Ewigkeit.

Das gibt es nicht in deinem Leben.

Ein kleines bisschen Zärtlichkeit ist etwas, das für immer

bleibt.

Hallo.

Jambo.

Jambo.

Hallo.

Jambo.

18,50 Euro verlangt der Mustermarkt in Wien für euch.

Habt euch nur eine Pension gekriegt, dann haltet nicht voll.

Echt, das steht auch zur Handarbeit.

Geht auf seinen Stand, dass ich nicht lache. Ja, das heißt... Ich mach dir die

Eier wie am Fließbandl. Dabei krotzt sie immer das gleiche Muster. Kriegt sie,

kriegt sie, kriegt sie, kriegt sie. Nicht einmal das kriegt sie ordentlich

zusammen. Und wenn sie sich verkrotzt, dann farben sie einfach noch drüber.

Für die Vierner wird's schon reichen. Aber ja.

Schaut, haben wir einen neuen Pops.

Zambo!

Es ist nicht so schlimm, wie es ausschaut.

Na, jetzt sag schon mal, welches Ei ist von mir und welches ist von Haas?

Also, ich würde sagen, dass das Ei von dir ist.

Na, sechzeh.

Sogar das Mommel kennt den Unterschied zwischen einer uralten Stenazer

Handwerkstradition und einer Fließbandkreuzerei, die was der Haas und

seine Frau verbrechen tun.

Und der da hat normalerweise keinen Blick für so was.

Gut geraten hat er.

Aber ja, machen wir 40 Euro geraten aus.

Bis nächstes Jahr dann. Frohes Ostern.

Frohes Ostern, Gretl.

Ich kann ja jetzt schon nimmer.

Und ich hab noch Vorbestellungen für über 500 Euro.

Eier vom Bruce soll ich holen?

Ich hab dir erst letzte Woche so viel gebracht. Mein ganzes Zimmer ist voll

damit. Ja, sind aber trotzdem viel zu wenig.

Siehst du das vom Dinkel?

Klumpert für Osterfeuer. Was ist das für ein Klumpert?

Ja, alles, was brennt.

Ah, das ist ja alles mein letztes Mommel.

Ich schaff's einfach nimmer.

Geh, Mama.

Das hör ich schon seit 20 Jahren.

Ja, aber das mein ich ernst.

Dann würde ich aber nicht sagen, bis nächstes Jahr, weil das passt dann

nicht. Außerdem verkaufst du die Eier viel zu billig.

Drei Euro für ein Ei?

Das sind ja Unikate.

Drei Euro sind immerhin 50 Schilling.

Wenn ich's denn so such, die was nicht teurer wird.

500 Vorbestellungen hab ich noch.

Für ein Ei brauch ich so 20 Minuten.

Das sind am Tag 25.

Und das ist in der Woche, schaff ich so über einen Daumen 170.

Das geht sich bis gar Freitag nie annehmen aus.

Dann mach's halt weniger.

Einer muss ja da was verdienen.

Ein Drittel von dem Geld ist für dich, das zweite Drittel ist für die Leser und

das dritte ist für mein Begräbnis.

Mit dem Geld, was du verdient hast, kannst du eine Mammakraft hinstellen.

Hallo, Carina?

Ich mein, Jambo.

Was tut's?

Du klingst total nah. Als wärst du gar nicht in Afrika.

Wie wenn's den Hockerberg warst.

Im Jahr, ja.

Ostermontag. Montag, ja, genau.

Ja, freu mich.

Bussi, Baba.

Also, ich tät nicht auf Afrika fliehen. Nein.

Also, steht's denn so viele Flugzeuge ab in letzter Zeit?

Wirklich?

Du hast eh so viel Pech.

Ja? Ja.

Hallo. Ich hoffe, ich störe dich nicht.

Es gibt ein Leich in Wörtherberg. Das ist doch bei euch da unten.

Wo unten?

Ja, wie groß kann Wörtherberg sein?

Passt halt einfach dorthin, wo das Blaulicht ist.

Ach, seh aus.

Grüß Sie. Grüß Sie.

Ich brauch so viel Wasser.

Für den Dienstag.

Ihr Autorautor war ganz schön.

Nicht so schlimm, wie's ausschaut.

Und das Pickel?

Nach die Ostern.

Mein Autor verliert nämlich Kühlflüssigkeit.

Das hab ich mir schon fast gedacht.

Haben Sie den Kühlschrank offen lassen?

Wir haben nix angeredet.

Salzkaramell.

Kennen Sie das?

Ich mag kein Karamell.

Das war das beste Eis, das es gegeben hat. Die Leute haben es vor einem Jahr

eingestellt.

Komisch.

Wo ist denn der Tode?

Da drüben.

Der Tode heißt Ferdinand Horvatic, genannt Freddy, 53.

Die Putzfrau hat ihn heute in der Frau gefunden.

Sie hat nichts angeredet, sagt sie.

Fällt Ihnen da irgendwas auf?

Schmieriger Typ.

Das auch, aber wo ist das Blut?

Bei so einem Stich im Hals müsste ja alles voller Blut sein.

Das spritzt ja.

Hätte ich eigentlich auch gedacht, ja.

Das ist ein Eierkratzmesser.

Können Sie das sagen?

Ich kenne das, meine Mutter kratzt auch.

Warum kein Blut? Wo ist das Blut?

Vielleicht ist er woanders umgebracht worden.

Oder es hat jemand sehr gründlich geputzt.

Ja, das schafft meine Mutter auch.

Trotzdem, warum der ganze Aufwand?

Ich meine, jetzt denken Sie einmal noch, jetzt stiche ich den irgendwo ab, dann

zahle ich den da her, dann ziehe ich ihn aus, dann öle ihn ein, dann lege ich ihn

ins Solarium und das Messer lasse ich stecken.

Vielleicht ist das eine Art Botschaft.

Bitteschön. Ah, dankeschön.

Komisch.

Die hat kein Schloss. Die kann man nur bei Zahlencode aufmachen.

Das ist so ein topmodernes Sicherheitsschloss, das jeden Zutritt

speichert. Ach so.

Ja und?

Gestern um Punkt 18.33 Uhr ist das Haus betreten worden, vermutlich vom Täter,

und um 18.45 Uhr wieder verlassen.

Das ist ja glücksvoll.

Ich meine, dass man den Tatzeitpunkt so am Silbertablettser wegkriegt.

Darf ich?

Was? Mein Kuli.

Die Macht der Gewohnheit.

Jedes Mal. Danke.

Danke. Wissen Sie, was ich jetzt brauche?

Ein heißes Wasser.

Genau.

Wenn einem das schmeckt, dann wundert es mich nicht, dass Sie an einer Fußmatte

herumriechen. Ich glaube, dass der Täter den Code von der Tierkind hat.

Irgendwas hat er gesucht.

Die Tür vom Kühlschrank war offen. Aber was hat er gesucht?

Warum lässt er die Tür offen?

Warum die leere Eisbox?

Und dann noch die Fußmanten.

Was ist mit der?

Die riecht nach Wald.

Ich habe mir gerade das Handy vom Toten angeschaut.

Sein Sperrcode 123456 ist ungefähr genauso einfallsreich wie sein

Geburtsdatum als Türcode.

Und sonst noch sieben Anrufe in Abwesenheit von einer gewissen Alexandra

nervt. Das kann nur die Schwester sein.

So, Frau Halbertitsch, Schiffkowitsch vom LK Eisenstadt. Ich hätte mir

vielleicht zwei.

Ja, Schiffi, mein schöner Bub.

Was tust denn du da?

Warum trugst du nur ein Paar? Tust du Schuppen flechten?

Schuppenflechten, Trautl.

Meistens gefällt es. Komm rein.

Der Alex hat sich ein bisschen hingelegt.

Ich bin sofort hergekommen und habe gehört, was passiert ist.

Woher kennt sie euch?

Wann warst du bitte schon das letzte Mal in einer Messe von mir an? Vor 15

Jahren? Weil so lange macht die Alex schon die Lesungen.

Das ist ja das mal leer. Mit meiner Bereitschaft. Das ist immer am Sonntag.

Du und deine Bereitschaft.

Sei dein ganzer Name vergeben.

Ist aber besser geworden.

Ja, ich nehme jetzt auch Bockpulver. Ach so? Ja, habe ich vom Bischof. Der nimmt

das auch.

Der Bischof nimmt das auch?

Ist schon arg, oder?

Ich meine, die Alex hat schon so nicht so leicht.

Wieso? Wegen sich selber.

Sie ist, wie soll man sagen, seit jeher schon ein bisschen labil.

Vater früh gestorben.

Letztes Jahr noch die Mama.

Dann war noch der Bruder.

Der Fredi war wahrscheinlich die wichtigste Bezugsperson in ihrem Leben.

Weißt du, tut sich nicht so leicht mit dem Sozialen.

Du, wie ist er denn eigentlich umgebracht worden, der Fredi?

Aus einem Eierkrotzmesser.

Du verarschst mich.

Das schaut aus wie das Messer, was die Barbara zum 70er von ihrer Weiber

geschenkt kriegt hat.

So ein Blödsinn.

Wenn ich's dir sag, da schau.

Das Leder da.

Nicht angreifen, das ist ein Beweismittel. Du bist deppert.

Entschuldigung.

Mich wundert nur, dass's so lang gedauert hat.

Der Südburgenland hätt Grund gehabt, den zu handhaben. Weißt du, der Fredi, der

war ein Scherholder.

Ein Scherholder!

Ein Friseur, der war die Scher. Hab ich schon verstanden, ja.

Der Horvathitsch hat den Leuten einen ganzen Geldregen versprochen.

Wie heißen's? Die Kleinanleger. Ja, der Volltrottel. Das heißt, sie sind ihm

eingefallen.

Jedenfalls ist das Ganze in null Komma nix zusammengefallen. Und von der Marie

war ganz schnell nix mehr da.

Die ganze Familie haben wir alles verloren.

Die ganze Familie, alles verloren, weg, alles.

Katastrophe.

Katastrophe. Wer heutzutage so blöd ist und glaubt, dass 20% der Renditen drin

sind, der ist aber selber schuld. Kennen Sie jemanden, der beim Fredi investiert

hat? Nein.

Wir können da niemanden, der was an Geld übrig hat. Ich tippe ja auf den Frener

als Mörder. Ist ja was Willens.

Wer ist der Frener?

Ein Tiroler.

Der bleibt da in Lindstorf im Wald wie ein Einsiedler.

Ja, da haben Felder genäht und da hat keiner für ihn gewohnt.

Der soll Leute scheicheln, kein einziger Verein ist der.

Ja, aber das macht ihn nicht automatisch zum Mörder.

Aber im Gefängnis war er vielleicht eh wegen Mord.

Weiß ma's?

Ja, und letztes Jahr beim Feuerwehrfest, da hat er sich eingemischt in einen

Streit zwischen dem Fredi und einem jungen Mann.

Na und?

Na ja, er hat sich eingebildet, dass er ihm erklären muss, wie man mit einer

Frau umgeht. Lass dir vorstellen, das hat dem Herrn in Weste natürlich

überhaupt nicht gefallen.

Ich hab's fürs Erste, Dankeschön.

Na, warte mal, eine Sache noch.

Bei der Anrufliste vom Horvathitsch, da ist mir ein Name aufgefallen.

Janisch, das ist der neue Elektriker, oder? Ja, der kann's auch gewesen sein.

Ja, der passt halt auch. Der hat in der Villa vom Horvathitsch die gesamte

Elektroinstallation gemacht, natürlich auch in der Saunalandschaft.

Ja gut, dann hat er sicher den Code von der Eingangstür gewusst. Und als Dank

für die schöne Arbeit hat sich der Fredi an den sein Tochterzoll geschmissen. Ja

genau, der war mit ihr am Feuerwehrfest.

Jetzt weiß ich's wieder genau.

Ja, das war ja die Gelbe mit den gewollten, langen Haaren.

Jetzt wie gerecht.

Na sowieso haben wir recht.

Mit was eigentlich?

Mit halb Südburgenland könnte es gewesen sein.

Hab ich ja gesagt.

Was hast du mir geschreckt?

Was tust du da?

Nix. Ich wollte dir beim Eierkratzen helfen.

Jetzt?

Wo ist denn das schwarze Messer, das du geschenkt bekommen hast?

Wird schon irgendwo mal drum kugeln.

Wenn du wirklich helfen willst, Mommel, dann am besten beim Ei ausblasen. Bist

ja leider mir gescheit weggeschickt.

So, mach zu.

Und jetzt ab ins Bett.

So, schlaf gut.

Lakunotsch. Ja, Lakunotsch.

Ja, gell? Du sollst in vollem Glanz erstrahlen.

Ein stolzer, stolzer, stolzer... Herr Oberst?

Schiffkowitz. Entschuldige, ich wollte Sie nicht bei der Arbeit stören.

Darf ich kurz?

Gibt's... Gibt's irgendwelche Neuigkeiten?

Im Mordfall Horowitz?

Horowitz, da bin ich dran. Herr Oberst, könnten wir...

dieses Eierkrotzmesser kriminaltechnisch untersuchen lassen und bei der

Gelegenheit die Fingerabdrücke von dem Messer und dem Pfandl abgleichen. Hat

sich der Mörder nach der Tat der Eierspeise gemacht, oder was?

Das hoffe ich nicht.

Er hat einfach ... Er hat immer gewusst, was das Beste für mich ist.

Das ist schon eine Gabe.

Wegen jedem Schmarrn habe ich ihn fragen können.

Haben Sie ihn deswegen an dem Tag so oft angerufen?

Ich habe ihn nicht erreicht.

Und da wäre ich mir gleich ganz neidisch, wenn ich ihn nicht erreiche.

Frau Habetitsch, es tut mir leid, aber ich muss das fragen.

Es ist nur ...

über meinen Bericht Ihren Vorgesetzten.

Wo waren Sie vorgestern am Abend, so zwischen halb ein und dreiviertel

sieben? Ich war daheim.

Ich hab Marmelade eingekocht.

Entschuldige?

Marmelade eingekocht hab ich.

Das beruhigt mich immer so. Ah, Marmelade haben Sie eingekocht, jetzt?

Kann das wer bezeugen?

Nein, ich war ja allein.

Ach so, ich hab ja ein Video gemacht fürs Social Media.

Ein Live-Video.

Sieben Likes.

Das ist viel, oder?

Hallo ihr Lieben, heute wird wieder Marmelade gekocht. Heute machen wir auch

Rhabarberkompott.

Hoppa, hoppa, hoppa. Sehr lustig.

Und um 18.36 Uhr haben sie das gefilmt.

Ja. Na bitte.

Und schon haben Sie ein Alibi.

So schnell geht das. Danke.

Einen schönen Strauch haben Sie da.

Ja, den habe ich erst vor ein paar Tagen gekauft.

Bei so einer resoluten Frau mit Herbenscham. War meine Mutter.

Nein, ich habe das durchaus als Kompliment verstanden. Alles gut.

Frau Haberditsch, sagen Sie ...

Hat Ihr Bruder jemals erzählt, dass er Probleme gehabt hat mit einer

Kundschaft?

Nein, mir hat er nichts gesagt.

Vielleicht wollte er mich ja nicht belasten.

Der Fredi kann ja auch nichts dafür, wenn es eine Krise nach der anderen

gibt.

Salzkaramell, das darf jetzt aber nicht wahr sein.

Das ist meine Lieblings-Eis-Sorte.

Das war das Lieblings-Eis von Fredi.

Und ich hab mir gedacht, dass ich alle Restbestände zusammengekauft hab.

Frau Horvatitsch, ich will Ihnen nicht zu nahe treten, aber dürfte ich

vielleicht ein kleines Patzl holen?

Nein.

Ich fick's erst.

Geh pass ein bisserl besser auf.

Und ausgerechnet heute hab ich den Großkundentermin.

Beforderten?

Panikattacke.

Hannes, beruhig dich.

Denk an was Schönes.

Fröhn!

Zander!

Fischsteich!

Das geht wieder.

Eigentlich arg, wie der General uns schon wieder alle für sich einspannt.

Wenn die sich was in den Kopf setzt, dann geht's echt über Leichen.

Einmal hat der Hannes sie nach der Arbeit in der Gegend herumkutschiert.

Und wie ist es jetzt auch da, als wenn wir nichts Besseres im Leben zu tun

hätten, als stinkende Eier auszublaufen?

Dafür sind wir am Erlös beteiligt, sagt die Mama.

Du meinst die drei Sparbüchle? Ja, eins für mich, eins für die, eins für ihr

Begräbnis. Ich finde das eigentlich sehr weitsichtig.

Ich darf euch das ja gar nicht sagen, wenn ein Bankgeheimnis und so, aber sie

hat die Sparbüchle schon vor einem halben Jahr aufgelöst.

Da hast du es. Das war es mit dem fetten Erbe.

Dabei haben wir uns schon so gefreut auf unserem Whirlpool.

Du hast sie durch die Gegend kutschiert.

Ja, nach Wörtherberg.

Bei der Kapellen hab ich's ausgelassen, aber sie wollt mir partout nicht sagen,

wo sie genau hinwollt. Wann war denn das?

Wann war denn das?

Ja, eh an dem Tag, wo sie den Freddy angeragelt haben.

Wahrscheinlich war's eh die Mama.

Der Frau ist echt alles zuzutrauen.

Wo ist denn Gaby?

Wo ist denn jetzt?

Habt ihr wer mal Butterpfangel gesehen?

Entschuldige, wer ist denn das jetzt?

Werner? Ja, das bin ja ich.

Das weiß ich eh.

Hä? Was gibt's denn?

Die Untersuchungsergebnisse von den Technikern sind da.

Also, es gibt Fingerabdrücke auf diesem Eierkotz-Dings.

Und die stimmen mit denen auf dem Butterpfandl überein.

Das ist schlecht.

Schmeckt's dir nicht?

Jetzt du, essen wird ja alles kalt.

Ich hab keinen Hunger.

Bist du krank?

Nein, Fieber aus Gans. Da essen.

Mama zieht dir schöne Jacken und wir fahren nach Eisenstadt.

Auf Eisenstadt?

Na, da hast du den.

Wir müssen.

Wir müssen dort ... Wir müssen auf die Polizei.

In der Karwoche hab ich für solche Spampennadeln keine Zeit.

Jetzt hör mir mal zu!

Ich stell dir jetzt eine Frage und ich will, dass du mir eine ehrliche Antwort

gibst. Verstanden?

Hast du den Horvathitsch Fredi umgebracht?

Wieso warst denn du in Wörtherberg?

Nein, das sag ich nicht.

Nein, das sag ich nicht.

Wie kommt denn dein Eierkratzmesser in den Hals von Fredi?

Du stehst unter Mordverdacht.

Atmen.

Die eigene Mutter verhaften? Hast du gar keine Genie oder nicht?

Au! Kannst gleich am Wafelkopf bleiben!

Ich glaub eh nicht, dass du's weißt.

Wie du das pfeifersche Tröstenfieber gehabt hast, wer ist da Tag für Tag an

deinem Bett gesessen und hat davon gelesen?

Du Mama.

Und wer ist extra in meinen Postbus auf Oberwart und hat dir die Patz-Penzer

-Film aus der Videotech geholt?

Das war die Lisa.

Was werden die Leute sagen?

Nix. Ich besorg deinen Anwalt.

Ich brauch keinen Arsch.

Wo gehst du denn jetzt hin?

Ich geh mich umziehen. Oder glaubst du, ich fahr sauer auf Eisenstadt?

Und noch mal sag ich nie mehr zu dir. Nie mehr!

Das ist gut. Sag überhaupt nix mehr.

Das kann alles gegen dich verwendet werden.

Richtig nix mehr.

Ich mach mir da oben die Mappen.

Weißt du, da sitzt er. Sonst kann ich ihn ein bisschen verstöhnen.

Oder nach hinten.

Jetzt tu nicht so.

Mit mir kannst du ja reden.

Mama, bis Eisenstadt ist eineinhalb Stunden. Das hältst du nie durch.

Befragung Barbara Schivkowitz, in der Strafsache Aktenzeichen XY...

Aktenzeichen X32A14, Tötungsdelikt Horvatic,

F-Punkt, Start der Befragung 10.37.

Herr Oberst, bevor Sie eine Frage stellen... Sie halten sich völlig

zurück, Schäfkowitz.

Allein, dass ich Sie dabei sein las, ist ein ungemeines Entgegenkommen

meinerseits. Haben Sie mich?

Der Arsch, die Tollkuppaz.

Was hat sie gesagt?

Dass sie kooperieren wird.

Sinngemäß die Übersetzung.

Ich weiß ja gar nicht, was Sie von mir wollen.

Was wollen Sie denn hören von mir?

Nein, man sagt einfach die Wahrheit.

Ich weiß nicht.

Ich war es nicht.

Die Tatwaffe...

war ihr Eierkratzmesser.

Wir haben keine Fingerabdrücke drauf gefunden, außer ihre.

Na und?

Na das ist ja auch mein Messer. Das hab ich ja zum Sitzen gekriegt.

Vielleicht hat ja der richtige Täter... Schiffkowitz!

...haben schon einen gehabt, nur so was.

Und wie kommt dann ihr Messer an den Tatort?

Respektive in den Hals des Mordopfers?

In der Allgrat-Saison ist bei mir daheim das reinste Durchhaus.

Was glauben Sie, wie viele Kunden täglich kommen und alle wollen sich ihre

Extra-Würstel.

Außerdem lässt die Mama ihre Messer immer so auseinanderlegen.

Also im Prinzip, ganz Stenaz hätte das Messer nehmen können.

Jetzt sage ich nichts mehr, nur, dass man das auch mitbedenkt.

Aber zur fraglichen Zeit waren ja Sie ja verbrieft in Wörtherberg. Wir haben dann

Zeugen, nämlich den Herrn Schwiegersohn.

Was wollten Sie denn dort, wenn nicht zum Herrn Horvathitsch?

Das sag ich nicht.

Selbst wenn die Mama dort war, sie hätte den Code von der Tür nicht gekannt.

Es wird wahrscheinlich sein Geburtsdatum sein, wie der Freddy war.

Herr Oberst, darf ich noch einmal was sagen? Dann hör ich auf, versprochen.

Aber schauen Sie sich mal meine Mama an.

Wie klein sie ist, wie verhunzelt.

Gebrechlich, wollt ich sagen.

Sie war ja rein körperlich zu sowas gar nicht fähig. Außerdem hat sie Gicht in

die Finger.

Sie hätte ja gar nicht die Kraft.

Noch dazu hat die Mama wirklich keine Ahnung, wie man wen ansticht.

Naja, das darf sie schon wissen.

Was glaubst du, wer allweil die Schweine angestochen hat? Der Heilige Geist

vielleicht? Ich hab ich schon als junges Mädel beim Schlachten mithelfen müssen.

Das war ganz normal damals in Stenazio. Das Blut hat nur so gespritzt, direkt in

mein Gesicht.

Und dann lassen wir das Schwein ausbluten, dann ist er nicht mehr so

schwer. Und aus der Blasen vom Schwein haben wir uns einen Luftballon gemacht.

Wir haben ja nichts gehabt damals.

Gar nichts.

Mama, ich glaub nicht. Schäflerwitz!

Jetzt reicht's von mit Ihnen!

Ich hab's Ihnen einmal gesagt.

Und dann hab ich's Ihnen noch einmal gesagt.

Und dann hab ich's Ihnen noch einmal gesagt.

Ich hab's eh schon beim ersten Mal verstanden. Und jetzt sag ich's Ihnen

zum letzten Mal.

Mischen Sie sich nicht in die Amtshandlung drein.

Jetzt budelt die da nicht so auf da dann.

Meine Mama leistet Unmenschliches in seinem Beruf.

Übermenschlich. Und andauernd hat er Bereitschaft. Das ist ein Skandal. Und

dass ihr mich jetzt da anklagen tut in der Allgrat-Saison, in der Allgrat

-Saison, wo ich nicht einmal Zeit habe, an einen Matzen zu denken. Ja, was

glaubt denn der? Die Brosse!

Das war eine Sonderausgabe.

Ende der Befragung.

Hallo, Schiffi! Hallo, Schiffi!

Servus, Schiffi!

Ah, grüß euch!

So hab ich euch gar nicht gesehen.

Du hast dort verstecken, oder was?

Du, hast du gehört, das heißt vom Horner, die zu verkauft werden?

Wer sagt das?

Na, da steht's drin im Journal.

Schwarz auf weiß!

Also jetzt entsteht das Haus erst 15 Jahre.

Und schon wollt's der Horvathitsch verkaufen.

Ja, schnell weg damit, bevor der Kuckuck draufbäckt.

Und warum fährst du auf Afrika?

Sag mal, und wo versteckt sich eigentlich die Baba den ganzen Tag?

Am Ostersonntag. Am Ostermontag. Ach ja, hast du eh schon ein Visum. Wir wollen

schon nachschauen. Ja, da haben wir's nicht.

Was? Da brauch ich ein Visum? Ja, ich glaub schon, man braucht überall ein

Visum, oder?

Was ist denn jetzt mit der Barbara?

Ist eh nix passiert.

Ich wollt einmal auf Australien fahren, da hätt ich ein Visum gebraucht. Aber

ich weiß nicht, so lange im Flieger ... Nein, nein, es ist nix passiert.

Sie ist in Eisenstadt, in ... Im ... Im ...

Im Spital ist ... Nein, Hilda.

im Landeskriminalamt ist.

Nicht im LKH.

Was macht sie eigentlich dort?

Im Prinzip nix.

Sie ist dort in der Haft.

In den Urlaub? In Eisenstadt?

Schön. Nein, in der U-Haft ist sie.

In Untersuchungshaft ist die Mama.

Servus Willi. Servus Willi. Aber ist nichts Tragisches.

Es gibt ein paar kleine Ungereimtheiten wegen dem Mord am Horvathitsch.

Was, der Baba hat den Horvathitsch umgebracht?

Unfassbar, das hätt ich ja nicht zutraut.

Australien war übrigens auch mal eine Strafkolonie von den Engländern.

Die Mama hat niemanden umgebracht.

Ja, aber wieso hat sie denn das gemacht?

Wahrscheinlich hast du schritten.

Er hat dich gerade nachher nicht zahlen wollen gehen.

Wollen hat er was von Ihnen. Was wird denn da her? Wird jetzt von der Barbara,

wollen Sie? Das würde mich jetzt aber auch interessieren. Die Mama hat

niemanden umgebracht.

Das ist ja eh nur bis in der Vollzugsanstalt, was frei wird.

Ja?

Herr Brenner? Was ist?

Ah, da seid ihr.

Grüß Gott, mein Name ist Schipkowitz vom LK Eisenstadt.

Ich hätte ein paar Fragen.

Ausweis.

Was? Deinen Ausweis möchte ich sehen.

Ohne Ausweis sage ich nichts.

Jetzt fällt mir ein, jetzt hab ich den Ausweis im Auto vergessen.

Jetzt muss ich den ganzen Weg durch den Wald zurückhatschen, auf die Straße, wo

das Auto steht, dann den Ausweis holen, dann wieder den ganzen Weg retour.

Dann hol ich den Ausweis.

Bitte schön. Ich weiß, die Folie ist hin. Das mach ich dann.

Na, schöne Hütten.

Speierig, gell?

Haben Sie ein Klo auch?

Ich glaub, es ist scheiße im Wald.

Nein, eigentlich nicht.

Wo ist denn das? Darf ich das benutzen?

Nein. Danke.

Möchtest du eine Würstel?

Nein, danke. Nur heißes Wasser, wenn's leicht geht. Den Tee hab ich selber mit.

Geht nicht leicht.

Hab gleich eine Platte. Bitte?

Herr Platte, habe ich nur eine.

Alles klar.

Ich ermittle im Mordfall Horvathitsch.

Wut?

Na ja, es hat ja einen Streit gegeben zwischen Ihnen und dem Horvathitsch am

Feuerwehrfest. Was schon?

Ich mag es eben nicht, wenn einer seinem Weib zu schief tut.

Da war ich zum Feministen.

Und das heißt was, wenn sogar Tiroler zum Feministen werden?

Das weiß ich nicht.

Ach so, jetzt verstehe ich. Sehr lustig. Wo wohnten Sie am Dienstagabend?

Na da.

Allein? Es ist kein Allein.

Ich mag die meisten Leute nicht.

Und der Rest mag mich nicht.

Wieso sind Sie dann hierhergezogen?

Na ja.

Bei mir hat es leider zwei Möglichkeiten gegeben.

Sibirien. Oder Südburgenland.

Ah ja.

Gut, das war es das Erste von mir. Danke, Herr Vrenner.

Wiederschauen.

Servus.

Nein, eine Sache noch, Herr Vrenner.

Mir ist aufgefallen, wie ich vorher bei Ihnen am Klo war, dass Sie Ihr Klopapier

mit der Abrissseite zur Wand hinaufhängen.

Mir ist das wurscht.

Nein, ich sag's nur deshalb, weil meine Frau macht das auch immer. Ich tu es

dann immer um.

Meistens machen ja das die Frauen. Aber wie Sie gesagt haben, wollen Sie ja

allein da.

Wiederschauen.

Ich mein ja nur, der Horbertitsch hat dem halben Bezirk Geld geschuldet. Dann

die Geschichte, dass er den jungen Mädels nachgestiegen ist.

Von den dubiosen Geschäften red ich ja gar nicht.

Also abgesehen von meiner Mutter hätten das Dutzende, was heißt das, Hunderte.

Hätten das gewesen sein können.

Was hätte meine Mama für ein Motiv? Gott, Schiffkowitz.

Halb Stenaz hat an den Wunderwutzi und seine wundersame Geldvermehrung

geglaubt. Und wir haben eine Zeugenaussage vom Schwager, dass ihr

Mutter ihr ganzes Geld abgehoben hat.

Na, was glauben Sie, wo das hinkommen ist?

Eiskalt angeragelt hat sie einem. Das kannst du mir eh.

Du, da zahlst du aber nichts weiter.

Die Baba?

Willi, du redest so blöd.

Ciao.

Grüß euch.

Servus, Willi. Hallo, Katrin. Lisa, es tut ihm so leid.

Was? Das mit der Baba, das ist der volle Albtraum, oder?

Was ist mit der Mama?

Ja? Wo bist du? Da.

Sag mal, bist du irgendwo angerannt?

Du hast gesagt, du würdest der Mama alles zutrauen.

Na sicher würde ich ihr alles zutrauen. Aber das heißt noch lange nicht, dass du

sie gleich einsperren musst.

Spinnst! Das hast du jetzt verdient. Ich werde der Mama sagen, dass du mich

gekaut hast.

Wie denn? Wenn sie im Kessel sitzt?

Friedensangebot. Das reicht doch nicht.

Da brauche ich.

Das checkt die Mama hundertpro und dann haben wir wieder die Leier. Maria in der

Fastenzeit, was sagt sie für Leid?

Wenn du nix sagst, sag ich auch nix.

Ja, passt.

Okay.

Auf das musst du mal kümmern.

Gibt's jetzt kein Eis?

Für dich nicht.

Wie haben wir unsere Vorschriften?

Ich habe sehr graue Kunden.

Und die werden sehr zwider, wenn sie zu

Ostern keine Kratzeier von mir kriegen.

Verstehst du mich?

Sehr, sehr, sehr zwider.

Ich verstehe Sie ja.

Aber was scharfe Messe in der U-Haft angeht, da sind die Vorschriften

wirklich sehr eindeutig.

Da müssen wir einen Weg finden.

Und wir werden einen Weg finden.

Richtig?

Mhm.

Du glaubst aber eh nicht wirklich, dass das wahr, oder? Na, spinnst.

Wobei...

In letzter Zeit red die Mama auffällig oft von der Schlagan. Geh, das macht sie

doch immer.

Wenn die alle umbringen, würd ihr ihr auf die Nerven gehen, dann wärst du in

Nazar-Kleister-Dorf.

So Wallah, Eisbecher keine Woche hat geschmeckt? Mein Körper kann nicht mehr

essen. Ja, das sollt ihr vielleicht auch nehmen.

Du sollst ein bisschen zugenommen, gell?

Wie?

Entschuldigung.

Wollt ihr noch was?

Danke.

Ich brauche keine Antwort.

Weißt, die Mama, die hat eine harte Scheune.

Aber einen butterwachen Kern.

Ja, aber das muss ich einmal beweisen. Ja.

Ich muss jetzt gehen.

Du holst sie mir da raus, versprochen?

Versprochen.

Liebe Grüße an die Elisabeth und den Hannes. Mache, pfiat euch.

Schiffkowitz. Wo kommen Sie jetzt auf einmal daher, Frau Kollegin?

Ich war gerade bei einer daheim. Die Gesprächsauswertung vom Handy vom Toten

ist nämlich heute gekommen.

Das ist ja super.

Na bitte, nehmen Sie Platz.

Die haben eine ausgezeichnete Küche da. Kathrin mag da super Eierspeis. Ein

bisschen Fett ist halt, nimmt man leicht zu.

Danke, Schiffe, für das liebe Kompliment.

Was du jetzt machst, das schreibe ich mir gleich auf. Kann super Eierspeis

machen. Und dann hänge ich es mir in der Kuchel auf, damit ich es in schlechten

Zeiten durchlesen kann. Danke.

Geh nicht raus, da hat der Jäger gejagert.

Da bringe ich mir auch eine Speisbrot hin.

Und Katrin, teile mir ein Käsepapeltee.

Na sicher.

Also, der Horvathitsch hat heute noch eine Benachrichtigung aufs Handy

gekriegt. Von wem? Von einer Fluglinie.

Offensichtlich hat er gerade noch einen Flug gebucht.

Nach Dubai.

Dubai?

Und es sind One-Way-Tickets.

Tickets?

Der wollt abhauen? Wahrscheinlich, um am Prozess auszukommen. Wegen seinem

Finanzdings. Es reicht schon, wenn's der Anstieg nicht so bescheißt. Da kannst du

Europa schon verlassen.

Für wen war das andere Ticket?

Ein gewisser Maja Janisch.

Das schon, ja.

Lasen!

Kerben!

Kratzen!

Freuen!

Blasen, Färben, Ratzen, Freund!

Echte Stinazer Handwerkskunst.

Oder billigste Massenware.

Aber das Muster schaut schon sehr schön aus, oder?

Für Sie.

Ja.

Mama? Ah, du bist das Mommel. Na, es ist grad ganz schlecht.

Das ist grad schlecht? Ich hab mir gedacht, du bist in Urhaft.

Na eben.

Du, ich hab dein Geld gefunden.

Das sind die Eisboxen.

Das heißt, die Theorie vom Taschner, die fällt zusammen.

Dass du beim Horvathitzsch investiert hast.

Das sag ich ja die ganze Zeit.

Danke.

Mama? Hallo?

Es tut mir so leid.

Ich hätte noch auf Rockwing die Eier.

Wäre das vielleicht möglich, dass Sie eins für mir, also für meine Freundin,

für Elli in Lieber dein Bastis soll draufstehen?

Na ja.

Alles self-made und wie immer link in der Bio.

Und wenn es euch gefällt, lasst mir ein Like da.

Und jetzt geht's auch schon los. Hallo?

Halt die Goschen, ich bin grad live.

Entschuldige.

Was machst du denn da?

Super. Auf das muss man mal kommen, auf die Idee.

Meiner Frau würden solche Anränge auch gut gefallen. Das steht auf sowas.

Und überhaupt so mit dem blauen Strich, das verleiht dem Ganzen das gewisse

Etwas. Das ist vom Papa, der war schon vorher drauf.

Damit markiert er die kaputten Elektro-Bauteile.

Ach so, dann hab ich mir eh schon gedacht, was tut er da?

Wegen dem Durcheinander auf den Baustellen. Damit er nicht unabsichtlich

wieder eine defekte Style-Lampe hat, markiert er halt die Hähnchen.

Machen alle so.

Es machen alle so?

Klingt eh logisch.

Was anderes, Sie haben es wahrscheinlich eh mitgekriegt, gell, mit dem Fredi

Horvatitsch.

Ja, voll.

Urschier.

Das ist sicher schwer für Sie, gell?

Sie haben sich ja gut gekannt.

Naja, geht so.

Oder sagen wir zumindest so gut, dass Sie gemeinsam nach Tuba geflogen worden

sind.

Ja, ich weiß.

Auswandern wollt er mit mir und ein neues Leben durchstarten.

Aber ich bin ja nicht deppert mit dem alten Knacker-Fixen. Ich mein, auf

Urlaub von mir aus, das brennt.

Flug, Hotel.

Und du bist schon a place to be.

Also, so vom Content her.

Ja.

Warum haben sie damals gestritten? Am Feuerwehrfest, wo sich der Tiroler

eingenischt hat, der ...

Frener eingemischt hat.

Der Horvathitsch darf mich von mir aus auf ein Bier einladen und wenn er

unbedingt will, auf einen Flug nach Dubai. Aber das heißt sicher nicht, dass

seine Wischelfinger wohin wandern dürfen, wo sie nichts verloren haben.

Und das habe ich ihm am Feuerwehrfest klargemacht.

Und was ist mit dem Frener?

Sorry, aber mit jedem Freak bin ich auch nicht befremdet.

Aber bitte erzählen Sie dem Papa von Dubai bitte, der ist eh schon so heiß.

Was ist mit dem Haas?

Haas?

Nein, Janisch, oder? Bei der Arbeit.

Das gibt es ja nicht.

Gerade vorher, wenn er kommt.

Ich kenne das Geschäft schon ewig.

Da hat es der Haas noch geführt. Ja, der Haas ist in Pension.

Ich weiß.

Ich muss da damals einen Kassettenrekorder kaufen.

Doppelkassettendeck, fuhrlässig.

Fahrer 90 war das. Weiß ich noch ganz genau. Da ist der Prohaska mit der

Austria Master geworden.

Jetzt habe ich den Ausweis tatsächlich im Autolinger. Ich kenne Ihre Ehe.

Und Ihre Frau Mutter kenne ich auch.

Weil die kratzen Eier hol ich mir immer bei ihr.

Weil die vom Haus schon alle gleich aus. Ja, das sagt meine Mutter auch immer.

Einen Horvathitsch sind sie da, haben sie gesagt.

Genau.

Ich sag's Ihnen gleich.

Irgendeinen reiere ich mir nicht die Augen aus.

Auch nicht?

Nein.

Erstens hat der Arsch mir ganz Geld verspekuliert.

Und zweitens steckt der blöde Hund an meine Maier nach.

Na gut, das wird kein Vater akzeptieren, oder? Wenn er so ein älterer Herr...

Nein!

Ich hab ihm nicht mal einmal gesagt, dass er sich mit seinem dicken

Geldbeißel und seiner Prolo-Schüssel schleichen soll.

Trotzdem hat der Havara die Frechheit gehabt, mich zu fragen, ob ich ihm sein

Solarium reparier.

Da geht's noch.

Das alte Klumpa greift sich ja nicht an.

Wann war denn das, circa?

Was wird das eher sein?

Knappe Wochen etwa.

Wochen etwa.

Und was haben Sie gesagt?

Dass er scheißen gehen soll.

Scheißen. Okay.

Können Sie mir sagen, was das für ein Stein ist?

Fick's halt! Das ist ein echter Fultnerer Eisenkies. Den hab ich

eigenhändig von daheim importiert. Brauchen Sie gleich schauen.

Wissen Sie, wo ich den Stein gefunden hab?

An da dort.

Und daraus ergeben sich für mich ein paar Fragen.

Ich weiß.

Erpresst hat er mich, der feine Herr Fredi.

Ich hätte gegen die Bewährung verstoßen und eine Grasel gekriegt.

CBD. Das hätte ja jeder Drogentest bewiesen. Da wäre das mit der

Erpressung. Ja, schon.

Aber da habe ich halt nicht dran gedacht.

Ach so.

Und wie haben Sie es gemacht?

Ich habe geklingelt.

Ich warte, bis er aufgemacht hat.

Und zack.

Und ihn hat er dort nicht.

Und dann haben Sie die Leichen ins Solarium geschleppt?

Ja. Und das Blut?

Das haben Sie alles weggewischt?

Ja. Wo haben Sie denn das Messer hergehabt?

Gefunden.

Herr Frenner, die Person,

Die Sigrotheken.

Die muss sehr wichtig für Sie sein, gell?

Wer war's denn?

Ich komm schon noch drauf.

Kann schon rauskommen, er ist weg.

Endlich.

Nein,

nein, nein.

Ich glaub, ich trau lieber wiederum einmal. Ich hab noch die ganze Wäsche

und ob ich den Herd ausgemacht hab, weiß ich auch nicht. Mama, bitte.

Das sind deine Freundinnen. Das mit der Wäsche kannst du ja nachher machen.

Sag ihnen einfach die Wahrheit.

Was glaubst du, wie die schauen werden? Komm, geh mal.

Mein Alumsloch.

Brauchst gar nicht so deppert schauen.

Ich bringe euch das nächste an.

Gehen wir mal.

Wir haben nicht wirklich geglaubt, dass es du warst. Aber ein bisschen haben wir

es uns gewünscht. Irgendwer hat es ja machen müssen.

Gehen Sie. Und du schamst dich.

Die eigene Mutter verhaften.

Was ist denn da eingefallen?

Sieben Stunden ist sie mit dir gelegen, in Wehen. Weißt du, eine Steißgeburt war

sie, das weiß ich noch ganz genau.

Ja, weil du dabei warst. Das ist jetzt ein Dank. Jetzt lass sie ihn doch in

Frieden. Er hat ja noch seine Arbeit gemacht.

Gehen wir mal.

Eine Steißgeburt? Jetzt hört auf mit der Scheißgeburt.

Wir hätten dir nämlich ein Denkmal aufgestellt, wenn sie das wirklich

gemacht hat.

Du Franz, hast du zufällig ein Wasserwerk?

Ja, ich gebe dir gleich. Komm mit.

Geh ja doch.

Kommt nachher.

So.

Das ist ein Makaroul.

Und das ist für Sie, Herr Oberst, mit ganz herzlichen Grüßen von meiner

Mutter. Die ist sehr begeistert von Ihnen.

Also, der Herr Horvathitz-Ferdinand war bereits tot, als ihm das Eierkratzmesser

in den Hals gerammt wurde.

Die eigentliche Todesursache, plötzlicher Herztod nach starken

Herzrhythmusstörungen. Wirklich?

Ja, kann ich auch ein Stück.

Okay, damit ist er voll vom Tisch.

Sehr gut ist das.

Ja, aber es hat ihm ja trotzdem jemand ein Messer reingestochen. Zählt doch

nicht zumindest der Versuch?

Hm, außer mal des Gesetzes die Sache.

Ja.

Ein Versuch ist nur dann strafbar, wenn die Verwirklichung des durch die

Tathandlung angestrebten schädigenden Erfolgs auf die vorgesehene Art bei

generalisierender Betrachtung losgelöst von den Besonderheiten des Einzelfalls

aus der Ex-Anti-Sicht eines über den Tatschlag informierten, verständigen

Beobachters ausgeschlossen erscheint und demzufolge unter keinen wie immer

gearteten Umständen erwartet werden kann.

Ja.

Moment.

Das heißt, ich kann einem Toten eine Messe einstechen und es passiert mir

nichts? Ja, so schaut's aus.

Für wen wäre es maximal ein 190er gewesen?

Paragraf 190 StGB, Störung der Totenruhe.

Danke, aber das weiß ich zufällig.

Da stimmt doch irgendwas nicht.

Der rote Kieselstamm, der eindeutig vom Frener kommt.

Der Karton und ein Solarium.

Irgendjemand will meiner Mutter einen Mord anhängen. Die leere Eisbox, da war

ganz sicher ein Geld drin.

Und der Herbert, der will das Land verlassen.

Das alles zusammen, kommt Ihnen das nicht irgendwie komisch vor?

Also mir schon.

Ja? Ja.

Na dann, weitermachen.

Na komm, mach auf.

Moment, aufwachen.

Und du auf... Aufwachen!

Was ist los?

Zum Denken machst.

Zum Denken?

Du stehst jetzt auf.

In einer halben Stunde musst du dich anstellen fürs Gesäuchte. Ist schon

alles bestellt.

Fünf Minuten noch.

Nein, nix da.

Ich komm schon.

Ui, gibt's eine Käsepappeltee? Nein, du musst jetzt in den gehen.

Und dann hast du noch einen begabten Bauernbruch. Wieso macht er das nicht

selber? Nein, du hast ja gar keine Ahnung, was ich in Eisenstadt

durchgemacht hab.

Dabei hab ich das alles nur für dich gemacht.

Hast du ihn jetzt doch umgebracht?

Das Eikratz-Geld hab ich abgehoben, damit sie's ihr leichter haben zu tun,

die Corinna.

Corinna? Na sag ich ja.

Und damit sie nimmer ins Ausland gehen muss, zu arbeiten.

Und wieso hast du dann dein ganzes Geld in der Gefriert ruchen?

Was glaubst, wo sucht ein Einbrecher das Geld?

Sicher net in die Eisboxen in der Gefriert ruchen.

Und genau das hat der Mörder vom Fredi gewusst.

Ja, Mama?

Geh rein.

Geh rein, sag ich dir.

Geh rein.

Geh rein.

Schau, bitte schön.

Danke.

Frohe Ostern. Frohe Ostern wünsche ich dir.

Frohe Ostern. Frohe Ostern.

Bitte schön, was darf es sein?

Pizza.

Lisa! Wie geht's der Mama?

Nur über meine Löcher.

Hä?

Was? Wie?

Hast du schon mal ein Zusatzgepäck aufgegeben? Wo?

Am Flugplatz. Wer? Du.

Ich? Ja. Nein.

Aha, warte.

Schiffkowitz? Du, die IT hat den Laptop vom Toten untersucht.

Und da sind E-Mails an die Staatsanwaltschaft im Entwürfeordner.

Ich würde das ja schicken, wenn ich wüsste, wohin.

Du hast inzwischen eine E-Mail-Adresse.

Ja sicher habe ich eine E-Mail-Adresse.

Hast du zufällig eine E-Mail-Adresse bei der Hand?

Irgendeine? Deine.

Na sicher.

Ja sicher.

Fins passt eigentlich auch ganz gut zu dir.

Ich weiß.

Jetzt hab ich das geschickt.

Danke.

Bist du da?

So schnell geht das?

Ja.

Und? Irgendwas Interessantes?

Naja. Die Janisch-Meyer soll gemeinsam mit dem Freiner professionellen

Marihuana-Anbau betrieben haben. Und der Herbertitsch-Fredi will zu Hand sein.

Nicht der Ernst.

Na, Servus. Ja.

Geh ruhig.

Ich nehm das Fleisch für die Mama mit.

Du bist ein Engel, wirklich.

Und jetzt geb ich dir noch einen Korb.

Servus. Servus.

Ah, den Geruch kenn ich gut.

Bitte, lassen Sie es.

Man möchte es mir gar nicht so anschauen, aber damals auf der

Polizeischule, wir haben es schon auch ordentlich.

Also, bei mir war mir ein Riebwieselwein.

Ah ja.

Darf ich mich kurz zu Ihnen setzen?

Was isstest du, lieber Käst?

Ja. Kein Freitag. Meine Mutter dürfte es nicht sehen.

Wo hab ich das?

Ah ja.

Frau Janisch, Sie haben gesagt, dass Sie den Frener beim Feuerwehrfest

zum ersten Mal gesehen haben.

Ja, und?

Das war eine Lüge.

Sie wissen ganz genau, wo der Frener wohnt.

Und Sie wissen auch, dass der Horbertitsch von dieser Marihuana

-Geschichte zwischen Ihnen und dem Frener Bescheid gewusst hat.

Jetzt ist meine Frage.

Hat er Sie bedroht oder hat er Sie unter Druck gesetzt?

Ja, okay.

Ich hab ihm früher bei seiner Ernte geholfen und dafür hin und wieder was

für den Eigenverbrauch gekriegt.

Aber sonst hab ich mit der ganzen Sache nichts zu tun.

Bitte, ich hab ihn Friedi nicht umgebracht.

Er war eifersüchtig und besitzergreifend, aber so sind die

Habere heute, das hab ich handeln können.

Ich hab ihn nicht umgebracht.

Okay, ich hab ihn nicht umgebracht.

Und das glaub ich Ihnen sogar.

Wegen dem Senf.

Was? Sie drücken den Senf ganz hinten.

Ich mach das genauso.

Aber die Person, die der Frener deckt, die drückt den Senf in der Mitte.

Ach so.

Warum legen wir unten einen Karton rein, damit das Solarium schief steht?

Grüß Gott, Frau Dr. Misch, da ist der Inspektor Schäfkowitz.

Ja, genau der.

Frau Misch, jetzt hätte ich doch noch eine Frage.

Ja, ich warte.

Werner, du musst mir helfen.

Mir ist nämlich eingefallen, was ich damals auf der Polizeischule gelernt

hab. Lex Wörtherberg, sagt dir das was?

Nein.

Darf ich einmal?

Weiter geht's mit dem nächsten Hit der

burgenländischen Indie-Band Garish.

Schäfer!

Schau, das kommt rein.

Wie ist das?

Amen. Das haben Sie

gut gemacht, Herr Pfurer.

Dankeschön, Herr Haas.

Ein Eierkratz-König.

Der ist so stolz wie er blöd ist.

Dafür hat er die schiersten Eier.

Und ihr reißt euch jetzt einmal ein bisschen Scham an, bitte. Beim

Osterfeier. Jetzt ist genug.

Und ich zeige euch heute, was ein Osterfeier ist.

Das ist einfach nur ein Berg, der brennt und man fährt da die ganze Nacht. Und

ich muss euch das unbedingt zeigen. Oh mein Gott. Und wie gut das einfach ist,

was die da aufgebaut haben. Diese Lampen, diese Pumpen. Oh ja,

Entschuldigung. Ah, sind Sie wieder live auf Ticketacker?

Nein, jetzt nicht.

Die Story produziert vor und stellt dann eine, wenn mehr online sind.

Von den Zielmärkten.

Was geht?

Sie produziert vor.

Danke, du hast geschossen.

Herr Specker?

Muss der sein?

Was? Muss der sein?

Nichts, danke.

Lisa, da ist sie!

Was schreist denn so?

Kann ich mir was auf dein Handy anschauen?

Wieso? Müsste mir Hannes nachgezeigen?

Ja.

Und eine in die Schüssel.

Und eine in die Schüssel.

Ich muss jetzt Marmelade einkochen. Die Mama hat noch welche daheim aus den 80er

Jahren. Aha, hoch einmal, genau.

Hörst du das?

Ja, das ist Rollbleck, das eine mit der Zärtlichkeit.

Radio Burgenland. Und sie hat das Posted an dem Tag, wo der Fredi zerstochen

worden ist. Um 18.36 Uhr.

Zielmärkte. Was?

Bist du angesagt?

Komm gleich.

Ist das jetzt einmal ernst?

Unserem nächsten Anrufer hat es ein kleines Missverständnis gegeben. Wir

haben nämlich geglaubt, wir haben den Schiffkowitz von SDS höchstpersönlich in

der Leitung.

Dem war aber nicht so. Schade eigentlich.

Aber bei Radio Burdenlands haben wir für alle unsere Hörer und Hörerinnen ein

offenes Ohr.

Also, Herr Schiffkowitsch. Ja, hallo, hören Sie mich?

Bin jetzt drauf.

Gruppeninspektor Schiffkowitsch mein Name.

Ich hätte eine Frage. Und zwar, wann genau am 17.03. habt ihr denn die

Roleplay-Nummer ein kleines bisschen Zärtlichkeit gespielt?

Das kennen Sie sicher, wissen Sie?

Irgendwann hast du mit mir geträumt.

Manchmal nachts in meinem Arm geweint. Mitten in der Nacht bist du

gegangen.

Das meine ich. Wow, bravo. Fast wie der richtige Schiefkowitz von SDS. Also,

gespielt haben wir die Nummer an dem Tag direkt nach den Nachrichten. Um 8.05

Uhr. Und kann sein, dass ihr das Lied am Abend noch einmal gespielt habt?

Also, bei aller Liebe zu Herrn Bleck, das kann ich ausschließen.

Kann ich sonst noch was für Sie tun?

Nein, danke, das war's schon. Ah ja, warten Sie, ich würde noch gern Grüße

ausrichten, und zwar meiner Kollegin Berner, die heute Bereitschaft hat und

ein ganz großer Radio-Burgenland-Fan ist.

Du, zum Wann bist du normal in der Sauna? Dienstags oder

mittwochs? Wer?

Frau Babacic.

Wir wissen jetzt, wer Ihrem Bruder das Eierkratzmesser in den Hals eingesteckt

hat.

Wer?

Sie wissen wer.

Sie haben das Video, wo Sie die Marmelade einkochen, vorproduziert.

Es gibt einen Zeugen.

An dem Tag um 8.05 Uhr ist der Rollbleck auf Radio Burgenland gerannt.

Und zwar nur um 8.05 Uhr.

Und was das Motiv betrifft, ich glaube,

dass Ihr Bruder Ihr ganzes Geld verspekuliert hat.

Ich weiß nicht, warum er mich so gehasst hat.

Ich hab ihm alles gemacht, was er gesagt hat.

Ich hab alles für ihn gemacht.

Aber er hat mich immer noch klein gehalten und hat mir alles weggenommen.

Aber den Frener wollten Sie ihn nicht wegnehmen lassen?

Nein.

An dem Tag, da wollte ich ihm von uns erzählen.

Ich wollte ihm von Frener und mir erzählen, dass wir weggehen werden.

Weit, weit weg.

Du verlaufst ja schon in Stegersbach, du Zschopperl.

Brauchst nicht glauben, dass der Frener wirklich auf dich steht.

Der nutzt dich ja nur aus, vergiss den.

Amoya Giftler immer Giftler.

Vielleicht, wo der Angst guckt.

Das ist ein Geheimnis, Verroten.

Sie müssen noch ganz klein gewesen sein, Frau Horvathitsch, aber Sie waren damals

dabei.

1997.

Da ist was passiert.

Ich glaub nicht, dass Sie nur mit ihm reden wollten.

Der Fredi wollt ins Ausland flüchten.

Und das Geld dafür, das hat er in diese Eisboxen gelagert.

Und ich bin mir ziemlich sicher,

Wenn wir ein Haus durchsuchen, dass wir das Geld dort finden werden.

Nur, was Sie nicht wissen,

als Sie dem Fredi das Eierkrotzmesser in den Hals eingestochen haben,

da war er schon tot.

Was?

Ein Wort.

Was wird jetzt mit uns zwei?

Einen Toten kann man nicht umbringen.

Und wie bist du auf uns zwei drauf gekommen?

Der Süßstoff.

Gewaltig.

Doppelt neunt. Danke.

Ja, Wahnsinn.

Dann ist der Freddy zweimal ermordet worden.

Quasi, ja.

Die eigentliche Todesursache war ein Herzstillstand, ausgelöst durch einen

Stromschlag.

Wie die Alexandra ihm das Messer eingestochen hat, da war er schon tot.

Und das Messer, das hat sich Mühe genommen, weil es da herumgelegen ist.

Das war nichts Persönliches.

Jetzt bin ich aber erleichtert.

Ich komm her. Ich komm her.

Wofür war das jetzt?

Einfach so.

Weil ich stolz bin, dass ich die beste Schwester der Welt habe.

Hallo meine Lieben, ich spiele heute Osterhase, denn ich habe 30 Ostereier

für meine Geschwister versteckt und ich zeige euch jetzt die Reaktion.

Und los geht's.

Könnt ihr schon suchen. Schau, ein bisschen überrascht.

Frau Josten.

Grüß Sie.

Nein, wenn man das so sieht.

Familie ist schon was Schönes.

Da bin ich manchmal richtig traurig, dass ich keine Kinder habe. Das ist eine

Frau. Bitte?

Nein,

sehr super.

Herr Janisch, dürfte ich Sie ganz kurz entführen? Es ist wichtig.

Was ist denn das?

Schlechte, das gibt's ja nicht.

Schauen Sie sich das an.

Da hat jemand umgefuscht.

Da ist ein Strom drauf.

Da brauchst du nur eine Nase, einen Schweiß und schon hast du einen

Masseschluß.

Da steht das ganze Gehäuse unter Strom.

Ach so?

Sagen Sie heianisch.

Angenommen, ich würd das Solarium da hinten aufpakkeln, damit der Schweiß

sicher da reinrinnt. Und angenommen, der FI-Schalter wär zusätzlich auch noch

hin. Was würd dann passieren?

Dann wär der gute Fredi vor seinem eigenen Solarium gegrillt worden.

Das heißt,

es wär so lang Strom durch seinen Körper geflossen, bis er tot ist.

Das geht dann relativ schnell.

Ich hab wieder ein Flugzeug angestürzt.

Du musst mir helfen.

Ich hab einen Plan.

Ich hätt's ja gar nicht antelefoniert, wenn's kein Notfall wäre.

Nergens ist ein Strom.

Maria, das ganze Fleisch in der Gefriert rufen wird hin.

Ich weiß ja wohl, dass heut Ostersonntag ist. Na, so viel Geld bin ich ja noch

nicht. Sie sind meine allerletzte Rettung.

Wirklich, Ma.

Danke. Ja, ich richte Ihnen dann ein Osterjausen, das alle Stückchen spielen

wird, versprochen.

Ja, danke. Bis gleich.

Und, wie schauen wir aus?

Alles gut?

Alles gut.

Ja, das ist wirklich voll lieb von Ihnen.

Kommen Sie weiter.

Dringen Sie mir bei.

Sie sind ja ein richtiges Engel, Herr Haas.

Sie sieht doch den Himmel. Sieht man die da, muss man feiern, doch ganz unner

Strom.

Na, wissen die ja gar nicht, was aufhangen mit mir.

Kein Radio, kein Fernsehen, kein Lied.

Auf.

Könntet ein paar Eier kratzen gleich für nächstes Jahr.

Aber so in Finstern.

Ja, da kommt er dir ja nur allweil selber Muster kratzen.

Blödske, der Töwe.

Geht's he?

Machen wir's.

Stopp!

Haben Sie gesehen, was er gerade gemacht hat?

Haben Sie gesehen, was er gerade gemacht hat?

Mama, hast du gesehen, was er gerade gemacht hat?

Ja.

Willi, hast du gesehen, was er gerade gemacht hat?

Ich habe nichts gesehen.

Haben Sie gesehen, was er gerade gemacht hat?

Er heißt, ich verhoffe Sie wegen dem Mord an den Fredi Horvathitsch.

Na dann, gibt es jetzt eine schöne Osterjausen, gell?

Was ist das?

Ich glaube, Sie wissen, was das ist, Herr Haas.

Das ist ein ganz feiner Schinken von Denke.

Und Gewalt ist er auch.

Mama, bitte.

Am 26.

Juni 1997 ist ihre kleine Tochter überfahren worden.

Am Feldweg in Wirterberg.

Vor der Flucht.

Man hat nichts gefunden, außer den Spiegel und den Teddybär.

Ich habe das nicht vergessen, weil das war Thema bei uns auf der Polizeischule.

Die Lex Wörtherberg.

Ich kenne das auch.

Dass man sich nie hundertprozentig auf Zeugenaussagen verlassen kann, weil sie

immer unterschiedlich sind.

Genauso war es da.

Die einen haben ein grünes Auto gesehen, die anderen haben ein rotes Auto

gesehen. Und der Spiegel, der hat zu keinem Autopass, das da in der Gegend

zugelassen war.

Irgendwann haben die Kollegen dann aufgegeben.

Aber welcher Vater würde aufhören, den Mörder von seiner Tochter zu suchen?

Zuerst hat der Horvatitsch bei ihrem Nachfolger angerufen, beim Janisch, wie

sein Solarium hin war.

Aber der Janisch hat gesagt, ohne mich.

Und was willst du machen, Mama, wenn der Janisch Nein sagt?

Mir beim Vorgänger anrufen, bei ihm.

Der Horvatitsch hat im ganzen Haus Familienfotos aufgehängt.

Und aus einem Foto ist im Hintergrund ein Auto zu sehen.

Ein Auto.

Sagen wir, so die Schrauberei von einer Rotzpippen.

Da seh ich die Zeit, bei einem Kunden das Fotoalbum durchzublättern.

Das Foto hängt direkt neben dem Sicherungskosten heraus.

Und auf einmal passt alles zusammen.

Die rote Tür, die grüne Mutter haben.

Der Spiegel und das Datum.

Mai 1997.

Da hat die Alexandra Erstkommunion gehabt.

Zwei Monate bevor der schreckliche Unfall passiert ist.

So, jetzt hab ich genug.

Es ist Ostersonntag.

Daheim warten die Enkel.

Die würden sich vielleicht für ihre Märchen interessieren, aber ich ... Die

Reparatur geht aufs Haus.

Sie haben letzte Woche eh schon genug gezahlt, wie sie meiner Frau ihre ganzen

Gratzeier abgekauft haben.

Deswegen hat dich der Hannes nach Wörtherberg gebracht?

Wieso sagst denn du nix?

Ich weiß nicht, warum sie es nicht gesagt hat. Weil sie zu stolz ist. Viel

zu stolz. Hat viel zu viel Arbeit und dann ist sie überfordert mit der

depperten Kratzerei.

Die Mutter ist ein Wahnsinn.

Du bist schon ganz schief.

Weißt du, dass du ins Gefängnis gekommen bist wegen dem?

Kann ja nicht wahr sein.

Wiederschön.

Wiederschön. Der Haus.

Na wirklich, da haben Sie sich ein nettes Geschichtl ausgedacht, das Sie

mir da reindrücken wollen.

Schiefkreuz.

Muss man ja lassen, Fantasie haben Sie.

Aber Sie haben überhaupt keinen Beweis.

Das stimmt.

Na eben.

Aber Sie haben einen.

Was?

In Ihrer Hand.

Die Macht der Gewohnheit, Herr Haas.

Meine Mutter sperrt nie die Tür zu. Ich stecke immer fremde Kugelschreiber ein.

Und Sie markieren kaputte Schalter in einem Kreuz.

Jede Ritztechnik ist wie ein Fingerabdruck.

Können Sie meine Mutter fragen.

Ich hätte noch was zu erledigen.

Könnte es?

Meine Frau hat gesagt, da kann niemand was dafür.

Nur dieser Raser, der Ehrgott, hat mir die

Schuld geben müssen.

Ich hab sie nämlich damals rausgeschickt zum Spülen.

Ich habe sie nur lachen gehört lassen.

Ich

wollte

es unbedingt wieder gut machen.

Meine Frau hat gesagt, ich sollte es gut sein lassen.

Ich habe nicht können.

Wie damals der Postenkommandant angerufen hat, dass der voll zu den

Akten kommt.

Es war, als würde mein Kleiner ein zweites Mal sterben müssen.

Ich hab einfach nicht aufhören können.

Ich wollte ihn unbedingt finden.

Ich wollte es für Sie tun.

Ich habe immer angeredet.

Aber das war gelogen.

Eigentlich wollte ich es für mich tun.

Ich gebe Ihnen nur einen Moment, damit Sie sich von Ihrer Tochter verabschieden

können.

So.

Ein paar lustige Kekse sind auch dabei.

Mama, die nehmen sie mir ja auch beim Zollen. Dann ist das vorher.

Ganz liebe Grüße an die Karina, gell?

Karina. Sag ich ja.

Pass auf dich auf und komm gut wieder heim.

Lass dich ja nicht vom Leben fressen. Nein.

Mommel.

Mama.

Mach dir keine Sorgen. Mir passiert schon nix.

Ich flieg eh nicht selber.

Nicht bleiben.

Nein, nicht.

Für dich.

Fertig, Mama.

Fertig.

Hallo, Carina. Wenn du das dann irgendwann abholst, es tut mir so

wahnsinnig leid. Ich war so aufgeregt und so nervös.

Jetzt habe ich nicht auf die Temperaturanzeige geschaut.

Aber ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ich das Flugzeug noch

erwische.

Also bis später dann. Baba.

Schönes Wetter heute.

Ein kleines bisschen Zärtlichkeit.

Wer kann es dir heutmach nicht geben?

Ich weiß, schon vor einiger Zeit, dein Herz ist nicht so mehr bereit.

So, Herr Mummel, für ein Makkerol magst du mal zuerst eine saure Milch. Hast du

gehört? Ich würde wohl noch hinkriegen. Der Meiniger hat immer die Milch draußen

stehen lassen.

Dann muss der Tag 20 Minuten rasten.

Und sonst? Gibt's was Neues?

Wie viel sind's?

Jetzt sind's nur noch 19.

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