All language subtitles for Salt .auf.unserer.Haut.German.1992.AC3.DVDRiP.XViD.iNTERNAL-CiA

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Original subtitles

Salz auf unserer Haut

(Musik)

(George) Hier stehe ich ohne dich auf der Brücke eines Schiffes.

Das sich seinen Weg durch die schwarze Nacht pflügt.

Dem Ende der Welt zu.

Asche zu Asche, Staub zu Staub.

In der sicheren und gewissen Hoffnung auf die Auferstehung zum ewigen Leben.

Durch unseren Herrn, Jesus Christus, werden wie unsren irdischen Leib ablegen.

(George) Wie soll ich dich nennen, damit deine Frau es niemals erfährt?

Ich würde dir gerne den Namen eines Dichters geben.

Einen Namen, der den absurden Mut jener bezeichnet,

die ihre Schlachten verloren haben, aber nicht ihre Seelen.

Wahrscheinlich wäre ein schottischer Name am zutreffendsten,

denn einen solchen hattest du ja. Gavin.

Gavin McCall.

Wer zuerst oben ist, los, kommt. - Wie soll ein alter Mann...

mit euch mithalten können?

Hallo!

Kommt und helft uns, wir müssen die Gerste einbringen, bevor das Wetter umschlägt.

Dürfen wir mit?

(George) Mein Vater war ein schottischer Kunstkritiker,

der meine Mutter in Paris kennengelernt hatte.

So verbrachten meine Schwester und ich unsere Kindheit...

zwischen zwei kulturellen Extremen. Schule in Frankreich.

Und die langen Sommerferien in Schottland.

Hier rüber.

(George) Bis zu dem Sommer, in dem du in mein Leben getreten bist und in mein Herz,

oder was ich zu der Zeit noch für mein Herz hielt,

hatte ich noch nie einen derart männlichen Mann gesehen.

Alle deine Bewegungen erschienen mir majestätisch und als Mitwirkende...

in dieser jährlichen Zeremonie verspürte ich ausnahmsweise einmal...

Solidarität mit deiner Welt.

An jenem Abend auf dem Hof deines Vaters hatte ich mich absichtlich...

neben deine Schwester Mary gesetzt, in der Hoffnung,

dass uns das zusammenbringen würde.

Sie und ich waren seit Kindheit an Freundinnen, aber dich hatte ich nur...

als einen der älteren Jungs gekannt, die uns aufgezogen und geärgert hatten.

Wir leben hier nicht im hektischen Paris. Ihr seid beneidenswert,

mit all diesen Nachtclubs, teuren Geschäften, und was weiß ich alles.

Den Kleidern und so weiter. - In der Schule ist es überall gleich.

Langweilig. - Wo hast du gesteckt?

Wo gefällt es dir besser? In Paris oder Schottland?

George? - Hm?

Josi hat dich was gefragt.

Es hängt von Wetter ab. - Und den Jungs?

Das reicht.

Schnappt euch einen Partner und stürzt euch uns Vergnügen.

Hey, Angus, hier bin ich, magst du tanzen?

Komm schon, Gav. Zeig mir, was du kannst.

Da war jemand schneller. - Voulez-vous dancer avec moi?

Nein, danke. - Sie nicht, aber ich.

(Musik)

Wir werden nun nach Haus gehen, Liebling. Amüsier dich, George.

Bis nachher, George. - Wiedersehen.

(George) Alles trennte uns. Ich, das reiche Mädchen aus Paris,

du, der Bauernsohn, der noch nie weiter als Aberdeen gekommen war.

Und doch zog mich etwas zu dir hin und ich wusste, dass du es auch spürtest:

Ein solches Gefühl spürt man nie alleine.

(Musik)

Dieser Abend, er schwebte zwischen Tag und Nacht,

zwischen Traum und Wirklichkeit.

"Das Meer ist sehr ruhig heute Nacht. Die Flut steht hoch.

Der Mond ruht hell auf der Meeresenge."

Das ist aus 'nem Film, was? - Hör zu:

"Du hörst den tosenden Donner der Kieseln,

die sich mit den Wellen zurückziehen,

um erneut an das weite Ufer geschleudert zu werden. Immer wieder, hin und zurück,

und von Neuem beginnend. Mit vibrierender Kadenz,

langsam, den ewigen, nicht endenden Ton der Traurigkeit enthaltend."

Bist 'ne richtige Dichterin, hm? - Nicht ich, Dummerchen. Matthew Arnold.

Was hältst du von einem Mitternachtsbad? - Kann nicht schwimmen.

Lebst am Meer und kannst nicht schwimmen? - Stimmt.

Schwimmen ist was für Urlauber. - Ich bin kein Urlauber.

Mein Vater ist Schotte, wir leben hier.

Na ja, in den Ferien.

Ist auch egal. Ich werd bald mit Angus auf seinem Trawler arbeiten.

Für einen Fischer ist es besser, wenn er nicht schwimmen kann.

Es geht dann schneller, wenn man ins kalte Wasser fällt. So ist es nun mal.

Ja, dann. Ich geh jedenfalls schwimmen.

Komm schon, Gavin. Es ist nicht tief.

(Musik)

(George) Allmählich überflutete uns eine Welle der Melancholie,

die scheinbar in keinem Verhältnis zu dem stand, was wir gerade erlebt hatten.

Wir hatten uns kaum berührt. Und doch hatten wir das Gefühl,

als ob wir eine lange Zeit der Leidenschaft hinter uns hätten.

Ich habe dich nicht wiedergesehen in diesem Sommer.

Aber bis zum Ende der Ferien lief ich wie in einem ständigen Nebel umher,

der sich in dem verlorenen Ausdruck meines Gesichtes widerspiegelte.

Also, ich muss sagen, das Timbre ist mir viel zu sentimental.

Was ist?

(George) Roger gab mir Klavierunterricht und ging mit mir ins Bett.

Das war in Ordnung, es war körperliche Liebe, wie ich sie damals kannte.

Ich liebe dich. Danke, mein Schatz.

Aber das ist doch gern geschehen, Roger.

Ich bitte dich.

Aber meine Klavierlehrerin ist langweilig. - Dann suchen wir dir eine,

die weniger langweilig ist. Du wirst es später einmal bereuen,

wenn du jetzt mit dem Unterricht aufhörst. - Bonjour, Chérie.

Der fünfte Buchstabe ist ein T. - Bonjour, Papa.

Morgen. - Vielleicht wäre ja Roger bereit,

dich auch zu unterrichten.

Versuch es mal mit "Demitasse", Chérie.

Demitasse? Passt genau. - Bonjour, Jone.

Und das Konzert, wie war es? - Nicht schlecht.

Sagen wir, es war großartig. - Und Roger? War er auch großartig?

Tja, Mädchen, schlechte Nachrichten, ihr seid verdonnert worden.

"Mr. McCall und ich, wir würden es als große Ehre ansehen,

wenn Ihre beiden bezaubernden Töchter einverstanden wären,

als Brautjungfern an der Hochzeit unserer Tochter Mary am 10. Juni teilzunehmen.

Wenn sie den prächtigen und anständigen jungen Mann Angus McLean heiraten wird."

Angus McLean! - "An den sich Ihre Töchter erinnern."

Ich finde das bezaubernd. Und ihr solltet euch geschmeichelt fühlen.

"Josie und die Fitzwilliam-Mädchen werden ebenfalls Brautjungfern sein."

Ich finde, wir sollten für die Kleider selbst aufkommen. - Gute Idee.

"Auch unser ältester Sohn Gavin kommt von der See nach Hause,

um als Trauzeuge dabei zu sein."

Gavin!

Hallo, Mary. - Hallo, Frédérique, hallo, George.

Schön, dass ihr gekommen seid. - Wie geht es dir?

Mir geht's blendend, abgesehen hiervon. Da, ein riesengroßer Pickel.

Ausgerechnet vor der Hochzeit. - Wo? Hier!

Ich sehe überhaupt nichts. Du siehst wunderbar aus.

Du Spinnerin. Elaine, das bitte auch noch. Ich kriege es nicht hin.

Das ist er. Angus McLean.

Nicht grad ein Cary Grant, hab ich Recht?

So wird er mir wenigstens nicht so fehlen, falls er beschließt,

über Bord zu springen, anstatt nach Hause zu kommen. Nein, er ist in Ordnung.

Durch ihn komme ich von hier weg. Warte bloß,

bis du unseren Bungalow gesehen hast. Mit allem modernen Komfort.

Und meine Freundin Josie, die kriegt ihren gleich nebenan.

Du weißt schon, für sie und für Gavin. - Gavin will heiraten?

Ja. Hat Ma euch das nicht erzählt? - Nein.

Aber an Josie erinnerst du dich noch. Das ist die mit den großen...

Die ist schon seit Jahren hinter meinem Bruder her. Für meine Ma ist das schlimm.

Kaum hat sie eine Hochzeit hinter sich, schon muss sie sich wieder...

über die nächste Gedanken machen. Trotzdem,

wenn Gavin und ich erst aus dem Haus sind, wird's hier viel mehr Platz

für die Kleinen geben. Weißt du...

(George) Warum fühlte ich mich betrogen? Wir hatten nur einen einzigen Augenblick

der Nähe erlebt.

Und doch hatte ich das Gefühl, als hätten wir uns einander versprochen.

Das war's.

Ich hab eine Stelle beim Friseur angenommen.

Ich spar für meine Hochzeit nächstes Jahr. - Ah.

Willst du auch mal heiraten? - Weißt du das mit mir und Gav schon?

Herzlichen Glückwunsch. - Ich darf jetzt in der Anlernzeit...

(George) Unsere Nacht am Strand bewahrte ich in meiner Erinnerung,

verschlossen hinter einer Tür, die jetzt zufiel,

bevor ich überhaupt einen Blick werfen konnte, auf das Land, das dahinter lag.

Deine Gleichgültigkeit bewirkte nichts anderes bei mir...

als den plötzlichen Wunsch, deinen Panzer aufzubrechen,

auf dass der verletzbare Kern, den ich in ihm ahnte, mir ausgeliefert sei.

... Wickler nehmen muss, wenn man will, dass die Locken richtig schön fliegen?

Genau, würde ich nie tun. Ich meine, mache ich, klar.

Jetzt wollen wir aber endlich tanzen. Ich hab schließlich dafür bezahlt.

Komm schon.

"Warum habe ich dich nicht geküsst in jener Nacht?" Was wird das?

Das wird ein Gedicht. - Darf ich's sehen?

Nein.

Eifersüchtig? - Nein.

Gehen wir dann endlich?

Komm schon, Gavin, du bist jetzt dran. - Was?

Nein.

Seid mal alle ruhig. Gavin wird uns ein Lied singen.

Ich kann nicht singen.

(Musik)

Ich hab genug von dieser Beerdigung. Komm jetzt. Gehen wir packen.

Schnappt euch einen Partner für den Barndance.

Autsch!

Es reicht. Hauen wir ab. Gehen wir.

Ist vielleicht das Beste so. Du hättest nur eine schöne Erinnerung zerstört.

Ich will keine schöne Erinnerung. Ich will eine glückliche Zukunft.

George, treff mich in einer halben Stunde am Strand.

Come on.

(Musik)

George. George!

Da, die Flut kommt rein. Verdammter Mist.

Du weißt, ich kann nicht schwimmen, beeilen wir uns.

Merde, ich werde pitschnass. - Du kannst dich auf dem Hof trocknen.

Ich muss meinen Zug erwischen. Ich muss zurück nach Paris.

Er fährt um halb elf. - Dann mal los.

Wiedersehen, ich muss mich beeilen. - Warte, George!

Oh, hätte ich fast vergessen. Hier.

George! - Ich verpass meinen Zug! - Hör mir zu. Es tut mir leid.

Was denn?

Es war wunderbar.

Kapierst du's nicht, ich bin mit Josie verlobt.

Ich sehe dich im nächsten Sommer. - Hast du's nicht verstanden?

Ich möchte dich gern besser kennenlernen, aber dann in einem sauberen Bett.

Ich komme!

(Musik)

(George) Als ich wieder in Paris war, wurde die Erinnerung an dich...

durch eine neue Leidenschaft ersetzt. Den Existentialismus.

Camus, Sartre und natürlich Simone de Beauvoir,

deren feministischer Klassiker "Das andere Geschlecht"...

eine Offenbarung für mich war. Es war so, als wäre ich in das klare Licht...

der intellektuellen Vernunft getreten. Ich sah, dass auch Frauen...

über ihr Schicksal bestimmen konnten und ich hatte das Gefühl,

ein mir zustehendes Erbe anzutreten.

(Telefon)

Nein, nein. Diese Phrase, viel zu viele Gefühle, nicht insistieren.

Du musst das viel indirekter spielen. Sagen wir, der Anschlag stimmt nicht.

Vielleicht so?

Ja, so geht's.

Nein? - Doch, so kann man das schon spielen.

Entschuldigen Sie, Roger. Es ist für dich. - Moment.

Wer ist es?

Hallo?

George bist du es? Hier ist Gavin, ich bin in Paris

Hey? Wo bist du?

(Unverständlich)

Noch nicht, bleib einfach... bleib, wo du bist und ich...

Ich bin da, in 20 Minuten. - Ok.

Gavin?

Du hast doch gesagt, du kommst im Sommer? - Ja, ich weiß.

Aber es ging nicht. - Da, wo ich herkomme,

da hält man Versprechungen. - Gavin, es tut mir leid.

Ich hatte eine Prüfung zu bestehen. - Eine Prüfung? Wofür?

Die Universität. An der Sorbonne.

Wie lange kannst du bleiben? - 3 Tage.

(Musik)

Und wie findest du es? - Was soll denn das sein?

Zwei Menschen beim Ficken. - George, um Gottes willen.

Du kannst doch nicht solche Ausdrücke gebrauchen, doch nicht hier.

Ich schockier dich so gern. Du springst immer darauf an.

Welches gefällt dir am besten? Hm?

Das da. Die Mona Lisa. - Nein, mal im Ernst.

Welches Bild gefällt dir am besten?

Das ist nicht schlecht.

Und was gefällt dir daran? - Es gefällt mir, reicht das nicht?

Nein. Ich würde gern wissen, wieso? - Muss ich es begründen?

Ja.

Da ist drauf, was ich kenne. Schiffe, das Meer.

Es erinnert mich an die Nächte, in denen man allein draußen ist...

und sich überlegt, warum man gerade Fischer werden musste.

Wenn's nur ein bisschen deutlicher wäre. Dann könnte man erkennen,

in welchem Hafen die Schiffe da registriert sind.

Komm jetzt, es wird langsam Zeit. Gehen wir zurück ins Hotel.

Nein.

Nein.

Es ist noch früh. Wir könnten vielleicht zum Montmartre gehen,

bevor es dunkel wird. Das ist das Viertel, in dem früher die Künstler lebten.

Wir könnten auch nach Saint Germain fahren und was essen. Hast du Hunger?

Oder auf einem Bateau Mouche die Seine runterfahren.

Was ist das? - Das ist... das ist ein Boot.

Nein, keine Boote. - Du willst nicht mit einem Boot fahren?

Wieso musstest du dich rasieren? Mir hat's gefallen, wie es war.

Au. Dieser Zahn ist so scharf wie der eines Tigers.

Ich werd ihn mir irgendwann machen lassen. - Wehe, du unterstehst dich.

Also Fischer, was unternehmen wir?

Willst du auf die Champs-Elysées?

Es liegt bei dir. Aber entscheide dich endlich, ja.

Wir machen alles, was du willst. Notre-Dame?

Champs-Elysées? Hm?

Willst du zum Montmartre?

Oder nach Saint Germain, irgendwas essen?

Aber ich will nicht auf den Eiffelturm. Bitte.

Bitte nicht auf den Eiffelturm.

Hey, hör auf. - Was?

Lass das. - Was?

Oh nein. Du bist verrückt. Du bist verrückt. Komm schon.

Das können wir nicht machen. Wir können nicht den ganzen Tag hier drin bleiben.

Wir müssen mal raus. Nein! Hilfe!

Wie konntest du mich nur in diese Situation bringen?

Oh Gott.

Ich würde es gern behalten. - Pass auf, dass Josie es nicht findet.

Wird sie schon nicht.

Wieso kann man durch dieses Ding da überhaupt nichts sehen?

Vermutlich hat's Hunger. Es muss gefüttert werden.

Also, wann wirst du Josie nun heiraten? Hm?

Ist ja 'ne tolle Aussicht. Ist ja so, als würde man aus einem Flugzeug gucken.

Ich wollt wissen, wann ihr beide heiratet? - Ich meine, ich bin noch nie geflogen.

Gar nicht. - Ja, und wieso hast du dich verlobt?

Ich musste mich gegen dich zur Wehr setzen. - Aha!

Tja dann, en garde! Touché, touché, touché, touché.

Lass mich runter!

Nein, lass mich runter, du brutaler Neandertaler.

Unter einer Bedingung. - Ich tu, was du willst.

Also? - Heirate mich.

Ich meine es ernst, George. Natürlich nicht gleich,

aber ich habe schon alles geplant. Ich gebe das Fischen auf...

und werde auf das College gehen. Da lern ich alles über Poesie und Malerei und so.

Und dann such ich mir einen anderen Job, nicht aufm Wasser.

Wir könnten doch nach Aberdeen ziehen. - Nicht so schnell, Gavin.

Da gibt es gute Wohnungen da unten. Wir leben in London, wenn's besser ist.

Ich werd alles klären und dann können wir immer noch entscheiden, wo wir leben.

Oh Gavin, bitte. Ich...

Einen Moment mal.

George, willst du meine Frau werden? - Oh...

Gavin, ich... Hör mal, ich bin verrückt nach dir,

das weißt du ganz genau.

Ich würde 10 Jahre meines Lebens geben für die letzten beiden Tage.

Na ja, 5 in jedem Fall.

Das heißt also ja? - Nein.

Ich meine, nein.

Nein, ich kann nicht.

Es wird nicht gut gehen, glaub mir. - Warum nicht?

Na, weil ich... Ich weiß es, verstehst du? Ich kenne mich selbst zu gut.

Vielleicht funktioniert es ja eine Weile, aber am Schluss wären wir todunglücklich.

Woher willst du das wissen? - Ich weiß es einfach.

Muss ich es begründen?

Ich komm zu spät. Du hast einen anderen, stimmt's?

Ich habe keinen anderen, ich schwör's dir. Es gibt keinen anderen.

Nein, es ist nur...

Weißt du, ich will nicht die Frau eines Fischers werden...

und den Rest meines Lebens in Schottland verbringen, mit Angus, Mary und Menschen,

die... Ich will mein Leben führen.

Mit Leuten, die sind wie ich. Die so denken wie ich.

Die gern über bestimmte Dinge diskutieren. Wieso ihnen ein Gemälde gefällt.

Oder Musik oder.. Ich weiß auch nicht. Dinge, die dich vermutlich langweilen.

Aber ich ändere mich. Ich hab doch gesagt, ich geh ins College. Ich lern noch was.

Aber ich will nicht, dass du dich änderst. Begreifst du das nicht? Ich liebe dich so,

wie du bist. Nicht so, wie du meinst, sein zu müssen.

Du sollst die Fischerei nicht wegen mir aufgeben. Es täte mir keine Freude machen.

Sie ist das, was du liebst, was ich an dir liebe.

Ich sehe dich nicht gerne in Anzug und Krawatte.

Und ich würde das Meer in deinen Augen vermissen.

Was weißt du denn schon vom Meer?

Es ist viel grauer und hässlicher als du denkst.

Ok. Du hast Recht. Was weiß ich schon vom Meer?

Und was weißt du eigentlich von mir? Ich bin nicht die richtige Frau für dich.

Wir verbringen eine schöne Zeit zusammen. Deshalb bist du in Paris, oder nicht?

Aber man kann kein Leben aufbauen nur auf, sagen wir, nur auf Sex.

Ich bin hierhergekommen, weil ich will, dass du meine Frau wirst.

Gavin, ich will dir doch nicht wehtun. Ich... ich weiß...

ich weiß nicht, was ich sonst sagen soll.

Sag "ja". Einfacher geht's wohl kaum. - Für dich mag das so einfach sein,

aber mein Leben ist komplizierter.

Dann heißt deine Antwort also "nein"?

Zu dir? Natürlich nicht. Wir können uns trotzdem sehen.

Wie meinst du das, "trotzdem sehen"?

Denkst du vielleicht, dass ich mich mit so was abfinde?

Willst du nun meine Frau werden oder nicht?

Es tut mir leid, Gavin, wirklich...

Na gut.

Dann werd ich abreisen und du brauchst nicht das Geld für eine weitere Nacht...

im Hotel zu verschwenden. - Gavin, warum musst du alles immer...

so kompliziert machen? - Du bist diejenige, die kompliziert ist.

Viel zu kompliziert, um glücklich zu sein. - Mag sein.

Vielleicht habe ich ein Bedürfnis nach Komplikationen.

Tja, es muss wohl so sein.

(George) Wurde meine Liebe zu dir durch deinen Schmerz noch tiefer?

Möglich. Du hast mein Nein nie wirklich verstanden.

Aber eine Wahrheit hast du doch verstanden. Das derjenige,

der die Sprache der Vernunft spricht, derjenige ist, der weniger liebt.

Ein Jahr später bestand ich mein Examen und wurde Assistentin an der Sorbonne.

Dort lernte ich Jean-Christoph kennen und heiratete. Wir bekamen einen Sohn.

Mein Leben schien auf dem richtigen Kurs zu sein. Ich war davon überzeugt,

dass dies die erfüllteste Phase meines Lebens war.

Aber als ich auf die 30 zuging, erkannte ich mit Bestürzung,

dass ich von meinen 10 schönsten Jahren 5 damit verbracht hatte,

unglücklich zu sein.

Mein Mann und ich ließen uns scheiden, in gegenseitigem Einverständnis.

Und ich zog mit meinem kleinen Sohn nach Amerika, in der Hoffnung,

wieder zu mir selbst zu finden. Ich nahm einen Lehrauftrag in Sozialgeschichte...

am Cavell College an und machte mich auf die Suche nach dem amerikanischen Traum.

In den 20er und 30er Jahren zeigten die gesetzlichen Veränderungen,

die Frauen durchgesetzt hatten, Wirkung. Aber es bedurfte erst...

eines alles umwälzenden Krieges, um Tabus und Vorurteile zu brechen,

die die Denkweise der Männer seit Jahrhunderten beherrschten.

Die Schranke der Ehe, die, wie wir gesehen haben,

die verheiratete Frau zuvor daran gehindert hatte, zu arbeiten...

Jetzt verschwand sie wie durch ein Wunder.

Weil die Männer Frauen als Arbeitskräfte brauchten, um einen Krieg zu führen,

in dem die Frauen nicht entscheiden durften.

Weißt du was, du kannst mir gratulieren. Ich krieg die staatliche Förderung.

Das ist ja wunderbar. Wie viel ist es? - Genug, um es fertig zu machen.

Und keinen Kompromiss bei dem Titel. Ladys, verteilt ihr das für mich? Danke.

Was ist das? - Das ist für Sidney.

Also, sorg dafür, dass er alle Fragen beantwortet.

Und bitte, gib ihm keine Tipps. Ich brauch seine Antworten, nicht deine.

Du kriegst immer seine Antworten. - Er ist so ein arrogantes Schwein.

Oh, ich hab ein Tutorium. Ich muss gehen. - Gut, aber ich brauch das morgen.

Ok. - Ich ruf dich an. - Bis dann.

(George) Den größten Teil meiner Freizeit verbrachte ich zurückgezogen...

in der Collegebibliothek, um für mein Buch zu recherchieren:

"Frauen in der Geschichte". Ich liebte den Geruch von alten Büchern,

der in mir ein vages Verlangen erweckte.

Und ich suchte und genoss die stille Abgeschiedenheit dieser Welt,

jenseits vom Campusleben.

Ein anderes Wort für Niedergeschlagenheit?

In welchem Zusammenhang?

"Nicht die schuldbewusste Selbstkritik, die ehedem von moralischen Über-Ich...

auferlegt wurde, sondern aufrührerische Unruhe, Ungewissheit und rastlose..."

Unbehagen?

(George) Sidney teilte meine Leidenschaft für Literatur. Deutscher Intellektueller:

attraktiv, belesen und eigenwillig.

Aber er hatte auch ein gutes Verhältnis zu meinem Sohn, es war unkompliziert mit ihm.

Und so glitten wir in eine bequeme Beziehung hinein.

Ja, Chéri?

Kommst du mich noch zudecken? - Natürlich. Sag Sidney noch Gute Nacht.

Gute Nacht, Sidney. - Nacht, Daniel.

Übernachtet Sidney heute bei uns? - Wieso?

Hast du was dagegen?

Nein. Es ist nur so, dass ich dann nicht zu dir ins Bett kommen kann.

Sicher kannst du das. Dann schmeißen wir ihn einfach raus.

Du wirst jetzt schön schlafen.

Gute Nacht.

Darf ich davon ausgehen, dass du heute Nacht hierbleibst?

Was dagegen?

Das wird dich was kosten. - Wie, soll ich dafür zahlen?

Ellen sagt, sie braucht unsere Hilfe. Na ja, deine Hilfe bei ihrem Buch.

Die energische Ellen.

Was findest du eigentlich an ihr? - Sie bringt mich zum Lachen.

Also, "Sind Sie verheiratet?" - Du weißt, das ich's nicht bin.

Ok. "Nein".

"Leben Sie in stabiler Partnerschaft?" - Was sagst du?

Antworte mit "Ja" oder "Nein". - Ja.

Ok, nein.

"Nein". "Wie oft in der Woche haben Sie Geschlechtsverkehr?"

Sooft du willst. - Ok, schreiben wir "3-mal".

Versprochen? - Also, wirklich.

Danke, Ellen.

"Praktizieren Sie oralen Sex?" - Was soll das, George?

Was will Ellen damit? Hör dir das an. "Glauben Sie,

dass es Ihre Partnerin befriedigt, wenn sie Ihr Sperma schluckt?"

Das ist das Letzte. Seit 6 Jahren versuche ich, ein Stipendium zu bekommen,

um eine Kritik über Roland Barthes "Mythologies" zu verfassen.

Und ich werd nicht mal angehört. Doch wenn Ellen ein sexuelles Kochbuch vorschlägt,

dann gibt ihr der Staat 8.000 Dollar. - Ach, was soll das, Sidney?

Du willst nur von der Frage ablenken. Antworte "Ja" oder "Nein".

"Glauben Sie, dass es Ihre Partnerin..." - Woher soll ich das wissen?

Ich geh mal davon aus, oder nicht? - Ach ja?

Es muss dich wohl irgendwie befriedigen, warum solltest du es denn sonst tun?

Vielleicht befriedigt es Frauen auch, sagen wir mal so, Befriedung zu schenken.

Hallo, ihr zwei. Wie geht's?

Daniel, sieh mal, wer da ist. - Tag, kleiner Dan. Wie geht es dir?

Das ist meine unwiderstehliche Persönlichkeit. Ok, her damit.

Womit? - Sids Fragebogen.

Ich will wissen, was du an ihm findest. Komm schon.

Hast du eine Ahnung, wie schwierig es war? Da hast du mir was Schönes eingebrockt.

Sei vorsichtig, ja? Halt dich gut fest, Daniel.

Typisches Chauvischwein. Das ist doch nicht zu fassen. Diese Männer!

Jeder, den ich fragte, bildet sich ein, dass alle Frauen ganz wild darauf sind,

sein Sperma als Gutenacht-Trunk in sich reinzukippen. Ist doch wahr!

Ok. Kommen wir zur Sache. Jetzt bist du dran, meine Liebe.

Oje. Muss das unbedingt sein? - "Wie alt waren Sie,

als Sie Ihre Jungfernschaft verloren?" - 17.

17. "Und hatten Sie bei diesem ersten Liebhaber einen Orgasmus?"

Nach 45 Sekunden. - Gut, dann schreiben wir "Nein".

"Wie war's mit Nummer zwei?" - Nummer zwei, das war mein Klavierlehrer.

Und wie spielte der seine Akkorde? Besser? - Ach, Roger hatte immer Horror davor,

irgendwelche Gefühle zuzugeben. Was für eine Chance hatte ich also?

Und der dritte? Glück gehabt? - Nummer drei...

Also Nummer drei, der war wirklich anders.

Nun, wie war der?

(George) Zum Teufel mit Ellen. Seit Jahren hatte ich nicht mehr an dich gedacht.

Ich war zufrieden mit meinem akademischen Leben und mit Sidneys angenehmer...

mittelmäßiger Art von Zärtlichkeit. Jetzt stellte ich erstaunt fest,

wie lebendig du in mir geblieben warst. Je mehr Ellen mich ausfragte,

desto weniger wusste ich, was du mir wirklich bedeutet hattest.

Ich war überwältigt von einem tiefen Gefühl des Verlusts.

War es die Vorahnung des Winters, die ich an diesem Spätsommertag fühlte?

Oder war es, weil ich mir ein Leben so endlos fern von dir gewählt hatte?

Nach all diesen Jahren bist du wieder real für mich geworden.

Es war so, als ob du einen Winterschlaf in meinem Blut gehalten hättest.

Die Erinnerung an dich stieg an die Oberfläche...

und löste ein körperliches Verlangen in mir aus, das mich gleichzeitig...

beunruhigte und traurig machte.

Was für eine verdammte Farce! - Wovon redest du?

Ich meine, wen zum Kuckuck interessiert's, ob Frauen ejakulieren oder auch nicht,

wie meine Frau mir ständig weismacht. Tatsache ist, dass ich mich sehr schäme.

Weißt du, wie sie sich nennt? Sie nennt sich jetzt eine Or...

Orgia... - Orgasmologin. - Danke.

Aber Al, mein Bester. Du wirst von jedem Mann in diesem Raum hier beneidet.

Die glauben wirklich, dass du es bist, an dem sie ihre allnächtlichen...

Fingerübungen praktiziert. - Wenn ich einen Raum betrete,

starren mir sämtliche Weiber auf den Sack. Das ist alles, was ich weiß.

Jahrelang fühlte ich mich minderwertig, nachdem ich gelesen hatte,

dass es Frauen geben soll, deren Klitoris die Größe eines Schwanzes hat.

Natürlich stellte sich das als absoluter Trugschluss raus.

Als eine weitere Männerphantasie, hervorgerufen von Pornografie,

latenter Homosexualität und einer krassen Unwissenheit...

bezüglich der weiblichen Anatomie. - Sagen Sie bitte, Mrs. Price...

Miss Price, Ihr Buch beschäftigt sich nur mit dem weiblichen Orgasmus.

Wie steht's mit den Männern? - Na, wie steht's mit denen?

Der männliche Orgasmus ist so primitiv, dass die Rückseite eines Feigenblattes...

ausreichen würde, ihn zu beschreiben. George.

Entschuldigung, George... - Ich gratulier dir, Ellen.

Es ist ein Triumph. - Danke. Vielen Dank. Hör zu.

Ich hab 2 kostenlose Flugtickets nach London für eine Promotiontour.

Erster Klasse. Al will nicht mit. Er hat Angst, dass man ihn anstarrt.

Ich will, dass du mitkommst. - Wirklich? - Ja, ja, ja.

Das ist der neue Kunstkritiker. Ich muss hin. Henry!

Ellen, wie geht's Ihnen? - Ich bin froh, dass Sie kommen konnten.

Ich freue mich sehr, hier zu sein. - Er unterstützt einen immer so.

Das ist meine Freundin George McEwan. - Sehr erfreut. Wie geht es Ihnen?

Das hier ist ihre unstabile Partnerschaft, Sidney Coles.

Und das ist mein Mann Al. Ich glaub nicht, dass Sie sich kennen.

Ich hatte nie das Vergnügen einer persönlichen Bekanntschaft,

aber nachdem ich dieses Buch gelesen habe, habe ich das Gefühl, Sie gut zu kennen.

Verstehst du jetzt? - Ja.

(George) Ich war glücklich, wieder in der alten Welt zu sein...

und in der distanzierten Gleichgültigkeit der Engländer.

Ellen war so mit ihrem Buch beschäftigt, dass ich genug Zeit für mich hatte.

Ich verbrachte Stunden im British Museum, um für mein Buch zu recherchieren.

Ich besuchte Kunstgalerien und stöberte in verstaubten Antiquariaten herum.

All die Zeit verspürte ich ein seltsames Gefühl der Erwartung, der Aufregung.

(Menge) Freies Recht für freie Fischer! Freies Recht für freie Fischer!

Freies Recht für freie Fischer! Freies Recht für freie Fischer!

Freies Recht für freie Fischer...

Gavin?

Was machst du in London? - Demonstrieren.

Freie Fischer! Freies Recht! - Ich kann es nicht fassen.

Wo marschiert ihr hin? - Zum Ministerium.

Freies Recht für freie Fischer! - Ich habe dir einen Brief geschrieben.

Ich habe ihn nie erhalten. - Ich habe ihn auch nie abgeschickt.

Freies Recht für freie Fischer! War besser so.

Freies Recht für freie Fischer!

Diese Regierung hat Versprechen gemacht. Immer und immer wieder und wieder.

Über diese Zeit hat sie...

Wie geht es Josie? - Gut.

Habt ihr Kinder? - Ja, 3 Jungs. Und du?

Einen. Er ist im Sommer-Camp.

Ich bin geschieden.

Wie lange bleibst du in London? - Wir fahren morgen zurück.

Sehr gut. Ich auch. Wollen wir zusammen essen gehen?

Nur wir beide, hm? - Meine Frau ist hier.

Josie? Sie ist in London? - Wieso sollte sie nicht hier sein?

Ich bin nicht geschieden.

Nun, gehen wir eben zu dritt essen.

Hör mal, Gavin, wirklich, ich... - Ich will dich nicht als Fremde sehen.

Dann siehst du mich also lieber gar nicht? - Belassen wir es doch einfach dabei.

Ich kann kein Doppelleben führen. Es gibt Männer, die können das.

Ich will nicht, dass mein Leben außer Kontrolle gerät. Ich brauche einen Anker.

Oh Gavin, du bist so ein Calvinist.

Wenn ich eins gelernt habe, dann, dass nichts vorherbestimmt ist.

Man kann aus dem Leben machen, was man will. Wie mal ein Dichter sagte:

Ich selbst bin der Kapitän meiner Seele. Nur ich bin der Meister meines Schicksals.

Weißt du, ich verstehe nicht viel von Dichtern.

Da draußen auf dem Meer, da mag ich vielleicht der Kapitän sein.

Aber ich bin nicht der Meister meines Schicksals.

Ich bin den Gezeiten ausgeliefert, den Stürmen, den Strömungen, dem Wind.

Deshalb brauche ich Beständigkeit an Land.

Führ mich nicht in Versuchung, George. Ich bin nicht so stark wie du.

Oder nicht so hungrig?

Heiliger Himmel. Hast du es denn nicht verstanden?

Was? - Ich würde einfach...

alles dafür geben, dich in meinen Armen zu halten. Jetzt sofort.

Es hat eine Zeit gegeben, da war es mir lieber, ich wäre dir nie begegnet.

Und heute ist es so,

als hätte ich etwas verloren. Einen Teil von mir selbst,

den ich vorher nicht mal kannte. Und jetzt ist er fort.

Und ich weiß, es ist das Leben, das fort ist. - Oh Gavin.

Gavin!

Hier. - Was ist das?

Nur ein Gedicht. Ich hab es geschrieben, vor langer Zeit.

(Telefon)

Hallo? Wer?

George, kannst du mich hören?

George, ich ruf aus einer Telefonzelle an.

Man hat mir im Pub deinem Brief gegeben.

Und ich habe nachgedacht.

Ja, ja, ich möchte dich sehen.

Wo?

Ich... ich habe eine Freundin. Sie hat ein Haus auf den Jungfern-Inseln.

Sie hat gesagt, ich kann es benutzen, wann immer ich will. Den Jungfern-Inseln.

Nein, "Jungfern", wie Jungfrau Maria. Nein. Das hast du falsch verstanden.

Vergiss es. Es ist... es ist eine Insel. Sie liegt in der Karibik.

Dort ist es heiß und es ist wunderschön da.

Machen wir es einfach.

Mach dir mal keine Gedanken, der Flug geht auf mich.

Nun, wie es dir lieber ist, ich kann es dir auch leihen. Aber...

Was sagst du dazu?

(Musik)

Ich hatte furchtbare Angst, du könntest im letzten Augenblick kneifen.

Wieso? - Oh, ich weiß nicht.

Als ich noch mal darüber nachdachte. Und wie war dein Flug?

Gut. Lang. Wartest du schon lange?

Ziemlich lange.

Ungefähr 10 Jahre.

Das siehst aus wie in der Fernsehwerbung für Schokoladenriegel.

Nur, dass die in Schwarz-Weiß sind und das hier in Farbe.

Sieht ein bisschen wie dein Hemd aus.

Danke. - Nichts zu danken. - Ist es das?

Wie ich gesagt habe, aufsehenerregend.

(George) Ich wurde von einer wachsenden Beklommenheit erfüllt.

Wir wussten nicht, worüber wir sprechen sollten.

Andererseits hatten wir uns nicht deshalb zu diesem Urlaub entschlossen.

Was wirklich mein Selbstbewusstsein zu unterwandern begann, war die Erkenntnis,

dass 10 Jahre eine Frau nicht gerade schöner machen.

Ich kam mir plötzlich ein bisschen lächerlich vor.

War das die große Leidenschaft, nach der ich mich verzehrt hatte?

Oder waren wir lediglich zwei Menschen mittleren Alters auf der Suche...

nach ihrer verlorenen Jugend? Unsere Tage in Paris schienen weit zurück zu liegen.

Ich habe dir etwas mitgebracht. - Mir? - Ja.

Wo ist es denn? Es ist nur eine Kleinigkeit.

Um dich an unser schönes Schottland zu erinnern.

Oh, es ist... - Ein Fischer im Sonnenuntergang.

Hast du es gemacht?

Nein, ich habe es gekauft. - Tja, es ist,

wie soll ich sagen, außergewöhnlich.

Dahinten, da ist ein Knopf. Da kann man es beleuchten.

Schön, nicht wahr? Vielleicht sollten wir schwimmen gehen.

Ja. - Kannst du jetzt schwimmen?

Meine Kinder haben es mir beigebracht.

Ja, dann lass uns gehen. Gehen wir schwimmen.

(Musik)

Weißt du, ich komme mir vor wie einer dieser Touristen in Schottland.

Hast du eigentlich jemals Urlaub gemacht? - Nur in den Flitterwochen.

Da waren wir auf der Insel Eigg. Es hat die ganze Zeit geregnet.

Und es gab kein Pub da, furchtbar.

Oh, und Paris. Da habe ich mal ein paar Tage verbracht.

Wollen Sie vielleicht einen Strohhut?

Danke. Nein, danke.

Ich glaube nicht, dass es die in Hamburg gibt. - Hamburg?

Josie denkt, dass ich dort bin. Auf einer Gewerkschaftstagung.

Aber du wirst ganz braun.

Der Mensch glaubt immer das, was er glauben will. - Ich aber nicht.

Josie ist nicht wie du. Sie will es nicht wissen.

So ist sie nun mal.

Sind sowieso albern, solche Hüte.

Sieh mal.

Der ist wirklich nicht schlecht. - Setz ihn auf. Mach schon.

Außergewöhnlich. - Du! Na warte, pass bloß auf!

Danke.

Das hätte ich fast vergessen. Ich zahl schon mal was von meinen Schulden zurück.

Was soll das sein? Eine Anzahlung? - Nein. Das ist die erste Rate von dem,

was ich dir schulde. - 30 Pfund? Damit kommst du nicht weit.

Was?

Nun ja, es macht 50 Pfund für einen Normalfick, Sado-Maso kostet mehr.

George!

Komm zurück!

Pass auf, hier kommt unser Abendessen. - Wurde auch Zeit.

Oh nein. - Das soll ein Abendessen für zwei sein?

Ich denke, du bist Fischer? - Das habe ich nicht mehr gemacht,

seit ich ein Kind war. Was hast du?

Ganz ruhig, George. Ganz ruhig. Nur ein kleiner Angelhaken.

Das haben wir gleich. Nicht so schlimm. Keine Sorge. Halt ihn so.

Nicht aufregen, wird schon wieder. - Oh. Was hast du vor?

Was meinst du, was alles passiert auf See? Beinbrüche, Rippenbrüche.

Sogar eine Amputation hatten wir schon. Hier, beiß da drauf. Los, beiß da drauf.

Beiß da drauf, George.

Ok.

Schon vorbei.

Ok.

Wird schon wieder gut.

Gavin.

Gavin, wo bist du? - Was? Hier. Pst, ist ja gut.

Gavin, ich habe geträumt. - Was macht dein Fuß?

Es geht schon viel besser. - Du hast über eine Stunde geschlafen.

Hat dir gut getan.

Ich hab was Merkwürdiges geträumt. Ich weiß nicht, wir waren wieder Kinder...

und lebten in Schottland und mein Vater war noch nicht tot.

Und du bist mir hinterhergerannt und hast mich mit Möweneiern beworfen.

Und dann, ganz plötzlich,

waren wir erwachsen und waren in der Kirche.

Um was zu machen?

Das habe ich vergessen.

Als seien wir auf unsrer eigenen, einsamen Insel als Schiffbrüchige gelandet.

Gavin? Gavin? - Was?

Lass uns... lass uns nicht zurückfahren. Lass uns hierbleiben.

Einfach so.

Für immer und ewig.

(Durchsage)

Schlechte Nachrichten, mein Anschlussflug ist weg.

Die nächste Maschine nach Schottland geht erst morgen früh.

Hey, das sind ja wunderbare Nachrichten. Ich werd meinen Flug umbuchen...

und wir haben noch einen Tag zusammen. Schade, dass wir das nicht vorher wussten.

Wir hätten länger bleiben können. - Ist Disneyland hier in der Nähe?

Nein, das ist Meilen weg von hier. In Orlando.

Wie wär es damit? "Alligator Island?" - Ich hab eine viel bessere Idee.

Wieso suchen wir uns nicht ein Hotel? Dann könnten wir ins Bett gehen.

Ich bitte dich, George. Wenn ich schon mal in Amerika bin,

dann will ich auch was davon sehen. - Oh, du willst Tourist spielen, ok.

Hallo, mein Süßer. Mein Name ist Roxanne. Ich bin deine persönliche Reiseleiterin.

24 Stunden lang. Auf der "mordmäßig- spaßigen-Florida-Kennenlern-Tour".

(George) Natürlich traf ich die falsche Wahl und wir landeten in...

einer von Randolph Hearsts Spinnereinen. Ein mittelalterliches Kloster,

in Spanien ausgebuddelt und in Kartons hierher geschafft.

Was zu meinem Entsetzen beitrug, war deine naive Freude an allem,

was amerikanisch war.

Lass uns hier verschwinden, aus dieser mittelalterlichen Abzocke.

Aber... Hey, warte.

Ich will ein paar Souvenirs kaufen. Komm schon.

Das kann nicht dein Ernst sein. - Natürlich nicht. Das ist ein Joke,

damit die Jungs im Pub was zu lachen haben.

Josie muss ja schön blöd sein, wenn sie glaubt, dass das aus Hamburg wär.

Josie geht nicht in den Pub.

Sicher, dass du nicht lieber das willst?

Ist ein bisschen überteuert für so was.

Ist witzig, nicht wahr? - Ja, wenn man über so was lachen kann.

Was wurde aus deinem Sinn für Humor? - Meinst du, dass man damit Humor beweist?

Na gut, es gefällt dir nicht. Aber weißt du, wie es so schön heißt:

Es muss alles Mögliche geben auf der Welt. - Oh mein Gott.

Könntest du dir nicht mal was originelleres einfallen lassen?

Aber es stimmt doch, oder? - Das ist ein Klischee.

Etwas, das schon so oft wiederholt wurde, dass es keine richtige Bedeutung mehr hat.

Oh, ich verstehe.

Du meinst wie "Ich liebe dich".

Nein, nein, davon war nicht die Rede. Nein.

Nicht, wenn es ehrlich gemeint ist. - Ich hab es ehrlich gemeint.

Es muss alles Mögliche geben auf der Welt. - Wenn du es nicht begreifen willst,

dann kann ich es dir auch nicht erklären. - Ich kann's. Du bist ein Snob.

So einfach ist das. - Verpiss dich doch.

Nein, ich werd mich nicht verpissen. Ich habe dir schon vor Jahren gesagt,

du bist ein Snob. Es hat sich nichts geändert und das gefällt mir nicht an dir.

Tja, dann hast du eben Pech gehabt.

Gavin.

Hör mal, ich... - Du hast ein Recht auf eigene Meinung.

Aber beurteile nicht andere Leute. Wieso spielst du dich als Richter...

über mich auf? Oder über sonst jemanden, der seinem Spaß hat.

Oh Gavin, das tu ich nicht. - Wie kommst du dazu, sie zu verachten?

Ich verachte doch niemanden. Ich will nur nicht in ihrer Nähe sein.

Bin ich auch damit gemeint? - Gavin, nimm doch nicht alles persönlich.

Bin ich auch damit gemeint? - Die Antwort auf deine Frage...

kennst du bereits seit Jahren. Weißt du, ich gehöre genauso wenig in deine Welt,

wie du in meine gehörst oder dieser mittelalterliche Bau hierher gehört.

Gut. Gut, da kann man nichts machen.

Gavin?

Gavin?

(Telefon)

Hallo? - George? Bist du es? - Wo bist du?

Ich bin am Flughafen. Mein Flug geht in einer halben Stunde.

Ja, aber warum hast du mich nicht geweckt? - Du weißt, wie sehr ich Abschiede hasse.

Oh Gavin. - Hör mal.

Hast du je einen erwachsenen Mann weinen sehen am Telefon? Dann hör mal gut zu,

du sprichst gerade mit einem.

George, vergiss alles, was ich dir gestern gesagt habe, ja?

Nein, es lag an mir. Es war alles meine Schuld, es tut mir leid, Gavin.

Jedes Mal, wenn ich von dir Abschied nehmen muss,

dann ist es so, als würde etwas absterben in mir.

Auch wenn das wieder ein Klischee ist, tut's mir leid, aber es ist so. Weißt du,

selbst wenn ich dich richtig hasse,

dann liebe ich dich.

Kannst du das verstehen?

George, bist du noch da? Hörst du mich? - Ja, ja, ich...

Da kann man nichts machen.

Ich muss jetzt aufhören. - Nein, geh jetzt nicht. Nein, Gavin.

Ich hab keine amerikanischen Münzen mehr. Und ich habe gesagt, was ich sagen wollte.

Sei bitte mal still, ich will dir auch noch was sagen. Gavin...

George. - Ich liebe dich.

(George) Weinte ich um dich oder wegen meiner eigenen Herzlosigkeit?

Ich hatte mir selbst nie erlaubt, darüber nachzudenken,

wie schwierig das Lügen und Betrügen für dich gewesen sein muss.

Wie du dich für diese Augenblicke des Glücks bestraft hast, für diese Gefühle,

die du meintest nicht verdient zu haben. Während der nächsten Jahre...

schrieben wir einander, wenn auch nur, um irgendeine Art der Zukunft zu wahren,

im Namen des Geheimnisses, das wir teilten.

Dann trug sich etwas zu, das alles wieder in Frage stellte.

Ich hatte den Gedanken an eine Zeit, in der meine Mutter nicht mehr da sein würde,

immer wieder verdrängt und jetzt wurde mir klar, dass ich, solange ich lebte,

nie mehr jene einfachen Worte würde aussprechen können: "Hallo, Mama."

Mit ihrem Tod nahm sie mir das erste Wort der Sprache, das Wort,

auf dem meine Sicherheit im Leben beruhte. Das ist der erste,

manchmal auch der einzige Verrat einer Mutter: uns ohne Vorwarnung zu verlassen.

Ihr Tod veranlasste mich zu einer Bestandsaufnahme meiner Situation.

Es gab noch einen anderen Menschen, der mich bedingungslos liebte.

Und plötzlich ertrug ich den Gedanken nicht mehr, dich ebenfalls in der Galerie

meiner Erinnerungen zu sehen und ich beschloss, jene Flamme...

wieder auflodern zu lassen, die aus der Liebe das Gegenteil des Todes macht.

(Musik)

Sieht gut aus. Der Bart.

Was tust du hier? - Ich musste dich sehen, Gavin.

Darf ich raufkommen und mich umsehen? - Man sagt,

es bringt Unglück eine Frau an Bord zu lassen.

Sagt man? Und was sagst du?

Ist das dein eigenes Boot? - Ja.

Du hast es ja ziemlich weit gebracht. - Ich kann davon leben.

Ich hab mich oft gefragt, wie deine Welt wohl aussieht.

Bist du deswegen gekommen?

Meine Mutter ist gestorben.

Das tut mir leid. George, das tut mir wirklich leid.

Ich war in Paris zur Beerdigung. Ich...

Ich wollte mit dir zusammen sein.

Du siehst wie ein Pirat aus.

Wo schläft du?

Die anderen Jungs liegen unten, dicht an dicht, wie die Sardinen.

Schläfst du hier, wenn ihr im Hafen liegt? - Nein, ich fahre nach Hause.

Zu Josie? - Ja. Zu Josie.

Wenn es nur für eine Nacht ist, nehmen wir uns ein Zimmer im Gewerkschaftshaus.

So hatte ich es mir nie vorgestellt. - Wie dachtest du, dass es ist?

So viel Technik. - Nun, es hat sämtlichen Komfort.

Könnte diese Nacht nicht eine dieser Nächte sein?

Wir haben sogar einen Fernseher an Bord.

Josie erwartet mich.

Was passiert, wenn irgendetwas kaputt geht?

Dann bleiben wir hier und reparieren es.

Ich kann nicht. Nein, es tut mir leid.

Es tut mir leid. Verdammt.

Ist ja gut. - Nein, ist es nicht.

Du sagst, ich hätte es weit gebracht. Du weißt nicht, wovon du redest.

Da draußen, 2 Wochen hintereinander, eisig kalt.

Man kann sich ja nicht mal pissen hören, so laut sind die Maschinen.

So kann man sein Leben nicht verbringen.

Warum machst du nichts anderes? Hm? Mach irgendwas anderes.

Das wollte ich vor vielen Jahren.

Du wolltest ja einen Fischer haben.

Und den hast du gekriegt.

Was ist da? Was seht ihr?

Ist ja gut.

Ist ja gut, mein Schatz.

Komm her, komm her, ja.

Es wird ja alles wieder gut werden, hm?

Guten Morgen. - Hallo.

Einen Tee? Er ist schon ein bisschen kalt.

Lieb von dir.

Es tut mir leid, dass ich letzte Nacht so boshaft war.

Ich war wütend auf mich selbst.

Mir war klar,

dass, wenn du erst mal hier warst und ich dich hier gesehen hatte,

würde sich alles ändern.

Nichts wird von jetzt an noch dasselbe sein. Nicht das Boot,

die Stadt, dieses Zimmer, das Licht.

Selbst mein Schlaf ist anders, wenn ich neben dir liege.

Wenn ich an dich denke,

was ich die meiste Zeit tue,

na ja, vermutlich ist es verrückt...

Was?

Ich betrachte dich immer noch als meine Frau.

Die, die ich von Anfang an wollte.

(Klopfen) (Andy) Gav?

Ja, was gibt's? - Telefon für dich, in der Bar.

Es geht um Kevin, meinen Jüngsten. Ein Autounfall.

Er liegt im Krankenhaus, in Aberdeen.

Josie! - Endlich.

(George) Ein Joch wurde dir auf die Schultern gelegt,

von dem dich niemand, am allerwenigsten ich, befreien konnte.

Dein trauriges Los musste bezahlt werden, und ich sah hilflos zu,

wie du dich deiner Strafe unterzogst. Die Tatsache,

dass Kevin bald außer Gefahr war, spielte keine Rolle mehr.

Für dich hatten die Götter gesprochen.

Es dauerte 5 Jahre, bis du ihnen trotzen konntest...

und dich auf die Suche nach diesem geheimnisvollen Erschauern machtest,

das dich zum ersten Mal nach Paris hingezogen hatte.

In der Zwischenzeit hatte ich mich von Sidney getrennt und lehrte in Montreal.

Deine jährlichen Besuche waren von einer derart leidenschaftlichen Intensität,

dass ich kein Bedürfnis mehr nach anderen Partner spürte.

Au revoir, Mama.

(George) Daniel war der perfekte Gefährte in dieser Zeit.

Mein Zuhause gehörte ihm 51 Wochen lang im Jahr, aber in der 52. war es meins.

Meins allein.

Wenn ich da auch nicht bin, dann versuch's bei Maggie,

und sollte ich da auch nicht sein, tja, dann hast du Pech gehabt.

Ich hab dich lieb und viel Spaß mit deinem Kormoran, ok?

Wiedersehen. - Wiedersehen.

Und komm nicht zu früh, hm? - Bestimmt nicht.

(George) Wenn Liebende Jahre voneinander getrennt verbringen,

dann kann es ihnen schließlich passieren, dass sie jemanden lieben,

den es gar nicht mehr gibt.

Ich hatte mich mit einiger Besorgnis auf deinen Besuch vorbereitet,

da ich wusste, dass deine romantisierte Erinnerung an mich wenig Ähnlichkeit...

mit der Realität hatte, die ich an jenem Morgen im Spiegel sah.

Sie sollen natürlich aussehen und weich.

Taxi!

Entschuldigen Sie, das ist meins.

Entschuldigen Sie, haben Sie eine Bürste oder einen Kamm oder so was?

Nein, da ist eine Drogerie im 1. Stock. - George!

Scheiße!

Oh!

Was? Was hat du? Was ist? - Das war dieser Zahn.

Dieser verdammte Zahn, den du hast. - Oh nein.

Ich wollte ihn schon lange richten lassen. - Nein, nein, es war meine Schuld.

Irgendwie läuft heute alles schief. Es ist mal wieder einer dieser... - Hey!

Komm schon. Fahren wir nach Hause, bevor das Essen anbrennt.

Ich bin gerne hier. Hier ist es, als wäre man auf einem anderen Planeten.

Nicht, dass ich je auf einem war.

Ich wusste nicht, dass du rauchst. - Nur gelegentlich.

Nur wenn ich glücklich bin.

Hey, beinah hätte ich's vergessen.

Ich hab dir was mitgebracht.

Gavin, ist das schön.

Ja? - Ich kann's nicht fassen.

Ja, ins Schwarze getroffen. - Oh.

Hat ja auch lang genug gedauert. - Es ist wunderschön.

Wie meine Mama immer sagte: Das Einfache mag nicht immer das Beste sein,

aber das Beste ist immer einfach.

Ich hatte Angst, schon wieder danebenzugreifen.

Die Vorstellung, wieder diesen Ausdruck auf deinem Gesicht zu sehen,

wenn ich dir etwas schenke, das du am liebsten wegschmeißen würdest.

Oh Gavin,

wie hältst du es bloß mit mir aus? Ich meine, mit meinem ganzen Snobismus...

und dem Kompliziert sein. Wäre ich 19, aber...

sieh mich doch an. - Ich habe nichts anderes getan,

seit ich hier bin.

(Musik)

"Die Liebe ist ein vom Leben des Mannes getrenntes Ding.

Für eine Frau bestimmt sie das Dasein." Wahr oder falsch?

Byron muss es geglaubt haben. Ein Dichter wie er reicht einer Frau schon als Feind.

Ein Schopenhauer in Verkleidung.

Umso gefährlicher, weil er eindeutig wesentlich romantischer war.

Die Tragödie ist, dass ihm die meisten von uns Frauen glauben.

Wir sind Gefangene unserer eigenen emotionellen Phantasien.

Wir leben in einem Niemandsland,

gefangen zwischen Phantasie und Realität,

in einer von den Medien beherrschten Traumwelt.

Wir sind Gefangene dieses...

Wir sind willige Gefangene von diesem einschläfernden Puppenhaus.

Wie könnte man sich befreien von diesen Ketten?

Ja, selbst, wenn sie aus Gold sind?

Um darüber zu sprechen, bin ich hier.

Und was hast du davon gehalten? Von der Vorlesung.

Sehr gut. Sie waren alle begeistert. - Das interessiert mich nicht.

Ich will wissen, wie du es fandest. - Sagen wir so, das Gedicht,

das du mir geschickt hast, gefiel mir besser.

Findest du, ich hab Unrecht? - Hättest du Recht,

wärst du wohl eine glücklichere Frau.

Ich bin so glücklich wie jede andere. - Nun, solange du glücklich bist.

Das ist die Hauptsache.

Ich finde, das Glück ist ein sehr komplexes Thema. Wer kann schon sagen,

was Glück wirklich ist? Hm? - Mit dir zusammen zu sein.

So einfach ist das.

Wirst du eines Tages über uns schreiben?

Was sollte ich schreiben? - Erzähl es einfach so, wie es war.

Ich wüsste nicht, wo ich anfangen sollte.

Erinnerst du dich noch an die Nacht damals am Strand.

In der Höhle? - Nein. Nein, das ist nicht die Nacht,

die ich meine. Die Nacht, in der wir schwimmen waren.

Du hast mir ein Gedicht vorgetragen. Das habe ich nie vergessen.

Matthew Arnold.

Ja, ich hab es in der Bibliothek in Peterhead gefunden.

Ich nahm's raus mit aufs Boot.

Es hat noch eine Strophe, weißt du?

"Oh Geliebte, lass uns treu bleiben einander.

Denn die Welt, die Welt, die vor uns zu liegen scheint,

ist wie ein Reich der Träume.

So abwechslungsreich, so wunderschön, so neu...

und in Wirklichkeit enthält sie weder Freude...

noch Liebe. Noch Licht.

Noch Gewissheit.

Noch Frieden. Noch Linderung von Schmerz.

Und wir sind hier wie auf einer dunklen Ebene.

Herumgetrieben von verworrenen Warnungen, vom Kampf und Flucht,

wo unwissende Armeen aufeinanderstoßen bei Nacht."

(George) Gavin, hör auf rumzulaufen, als wärst du auf einem Schiff.

Da werd ich ja richtig seekrank. - Das Taxi verspätet sich.

Deine Maschine geht erst in 3 Stunden. Und es dauert nur eine bis zum Flughafen.

Ja, aber es könnte viel Verkehr sein. - Nicht an einem Sonntagmorgen.

Es könnte Komplikationen mit meinem Ticket geben.

Oh, sei doch nicht albern. Welche denn? Nein, du hast vollkommen Recht.

Also, wieso lässt du mich nicht mitkommen?

Dann kann ich dir helfen, falls es zu irgendwelchen...

Ich mache dir nicht viele Vorschriften, aber mich nicht zum Flughafen begleiten,

ist eine davon. Ich hasse Abschiede, das weißt du doch.

Gut, dann lass mich dir wenigstens noch einen Kaffee machen.

Ich habe dich nicht mal nach deiner Familie gefragt. Wie geht es allen?

Es geht ihnen gut. - Josie? Gut.

Und Kevin? - Gut.

Du hattest Recht. Ich hätte wirklich im Bett bleiben sollen.

Hey, könntest du vielleicht in ein paar Wochen nach London kommen?

Ich werde da mein Buch vorstellen. Ich denke, ich bleib ungefähr 5 Tage.

Was meinst du?

Mach das nicht, sonst lassen sie dich vielleicht nicht in die Maschine.

Also, was hältst du davon? - Ich kann nicht, George.

Josie? - Es hat nichts mit Josie zu tun.

Ich hab was vor. - Du brauchst es mir nicht zu sagen.

Ich meine, jeder Mensch hat seine Geheimnisse.

Ich hab keine Geheimnisse vor dir.

Die Wahrheit ist, ich muss für einige Zeit ins Krankenhaus.

Ins Krankenhaus? - Ich wollte es dir nicht sagen,

aber jetzt ist es raus. - Weswegen denn?

Es ist wahrscheinlich überhaupt nichts. Sie wollen mich nur untersuchen.

1, 2 Wochen, um ein paar Tests zu machen. - Was? Was denn für Tests?

Du weißt schon, der übliche Kram. - Nein, ich weiß es nicht. Rede.

Ich hatte meine Routineuntersuchung, du weißt schon, Gewerkschaft,

Gewerkschaftsvorschriften.

Hör zu, die machen wahrscheinlich ein Riesen-Getue um gar nichts.

Aber sie wollen sich das näher ansehen. - Ja. Und weiter?

Letzte Woche haben sie mir ein Bett reserviert, das hab ich abgesagt.

Ich sagte: "Nichts zu machen. Ich habe eine sehr wichtige Verabredung.

Die ist lebenswichtiger für mich als..." Genau das Wort habe ich benutzt.

Lebenswichtiger für mich... Jedes Risiko in der Welt würde ich dafür eingehen.

Oh Gott. - Denn es ist wahr.

Du bist so lebenswichtig für mich wie die Luft, die ich atme.

Ist das ein Klischee? Nein, es ist ein Song,

aber es ist auch die Wahrheit.

Mir fallen keine besseren Worte ein. Da kann man nichts machen.

Komm schon, Kopf hoch. Es ist wahrscheinlich überhaupt nichts.

Selbst wenn es was ist, davon geht die Welt nicht unter.

Wie dem auch sei.

Es ist nicht mein Leben, das zählt, sondern dass ich dich in meinem Leben hab.

Das ist es, was zählt. Dummerchen.

Komm schon, George. Lady George, schenk mir ein Lächeln.

Schenk mir ein Lächeln als Andenken an dich.

Weißt du noch, wie du gesagt hast, du würdest 10 Jahre für die Tage geben,

die wir in Paris verbracht haben?

Genauso ist es auch bei mir. Dafür, dass ich dich überhaupt hatte,

20 Jahre wären noch zu wenig.

Na ja, sagen wir mal 10.

(Türklingel)

(Taxifahrer) Ihr Wagen ist da. - Ja.

Das Taxi ist da.

Ich muss gehen.

Ist ja gut. Mir passiert nichts. Komm schon.

Komm schon.

Ok?

Es ist so weit. Pass gut auf dich auf.

Gavin! Gavin, warte.

Gavin. Gavin.

Was du über das Glück gesagt hast, das gilt auch für mich.

Du bist mein Glück. Und es hat immer nur dich gegeben.

Ich liebe dich, Gavin! Vergiss das nicht.

So ist es nun mal.

(Gesang)

(Gavin) Bevor du in mein Leben kamst, glaubte ich,

jeder Tag gleicht dem anderen und dass es so weitergehen wird,

bis ich sterbe. Seit ich dich traf, und verlange nicht von mir, das zu erklären,

weiß ich nur, dass ich dich von Zeit zu Zeit in meinen Armen halten will,

wenn du das auch willst.

"Die Vorstellung, dass du existierst, irgendwo,

und dass du manchmal einen Gedanken an mich übrig hast,

hilft mir weiterzuleben."

Gott.

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