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Es ist soweit, die Hobbybäcker sind zurück.
Noch nie waren die Torten internationaler und noch nie waren die
Herausforderungen größer. Denn unsere Kandidaten werden backen, was unsere
Nachbarn naschen. Wir machen eine Europareise und sie sind mit dabei.
Hier ist das große Backen.
Schloß Stülpe. Für Hobbybäcker in Deutschland das Traumziel schlechthin.
Im Garten des barocken Anwesens findet Jahr für Jahr die größte Backshow der
Welt statt.
Auch 2020 haben es die zehn leidenschaftlichsten Kuchenfans ins
Backzelt geschafft.
Auf einer Aufregungsskala von 1 bis 10 bin ich eine gute 12.
Das ist jetzt dieser Moment, wo ich monatelang darauf hingearbeitet habe.
Ich freue mich sehr, gleich loszulegen. Leute, wir sind da!
Oh, wie schön!
Backen ist für mich Liebe, Leidenschaft.
Ich habe eine rosa Küche!
Und Spaß.
Wer schnappt sich dieses Jahr den goldenen Cupcake?
Hier zu stehen ist für mich ein Lebenstraum.
Hier werden Träume Wirklichkeit. Es ist so schön hier.
Ich glaube, es ist einfach nur ein Mädchentraum.
Am Ziel ihrer Träume und doch ganz am Anfang.
Ich möchte jetzt endlich backen. Ich möchte einfach nur backen.
2020 findet auch das große Backen unter besonderen Voraussetzungen statt.
Das Backzelt ist zwar ohnehin perfekt durchlüftet, aber zusätzlich achten alle
beim Backen auf Abstand und Hygiene.
Der Backfreude tut das keinen Abbruch. Backen ist eine Leidenschaft, eine
eskalierte Leidenschaft, wenn man es so sagen kann.
Backkunst ist die Fähigkeit, aus den einfachsten Zutaten die unglaublichsten
Leckereien entstehen zu lassen.
Mir reichen eigentlich wirklich so die Grundzutaten, die eigentlich jeder auch
zu Hause hat. Und da versuche ich immer neue Sachen rauszukreieren, neue Gebäcke
vielleicht auch zu erschaffen, die es vielleicht noch nicht gibt.
Jeder setzt auf seine eigenen Tricks, doch die Konkurrenz ist gewaltig.
Ich denke, ich könnte relativ weit kommen, weil ich einfach ein breites
Spektrum beherrsche, von den ganzen Kalksorten, Cremesorten und halt sehr
vielseitig bin.
Kreativität und Können sind in diesem Backzelt Grundvoraussetzungen.
Ich spiele gerne rum mit Zutaten, zum Beispiel Kardamon oder Zimt, die die
Rezepturen einfach nochmal so ein bisschen interessanter machen, eher in
Richtung Orient.
Ob exotisch oder extravagant, jeder will seine Stärken nutzen.
Die Jury kann von mir auf jeden Fall die klassischen Dinge erwarten.
Experimentieren tue ich gerne, was Modellieren und Deko angeht. Hier
entsteht wahre Kunst.
Bis jetzt könnte alles gut jucken. Moment.
Okay. Doch die Geschichte des Backens ist auch eine Geschichte voller
Fallstricke, Fehlschläge und Gefahren.
Meine Schwäche wäre vielleicht die Zeit. Ich bin mal gespannt, ob ich das alles
schaffen werde. Und ich hoffe, ich werde euch mit meiner rosa Welt begeistern.
Jeder Fehler kann das Aus bedeuten.
Das Problem ist die Kühlzeit. Ich bin total selbstkritisch. Ich denke, das ist
nie. Perfekt, das könnte jetzt tatsächlich ein bisschen schwierig
werden. Ich habe so Angst, dass sie gerinnt.
Die ist komplett einmal abgeschissen.
Schiefgehen kann immer was.
Was ich mitbringe, ist ein bisschen mehr Lebenserfahrung, mehr Backerfahrung,
weil ich schon ein paar Jährchen länger back.
Aber reicht jahrelanges Training, um hier zu bestehen?
Ich bin sehr gut vorbereitet und ich glaube, dass meine Fähigkeit, Ruhe zu
bewahren und zu improvisieren, wenn einmal etwas nicht nach Plan läuft,
meine große Stärke ist.
Doch manchmal muss es schnell gehen.
Es ist selbstverständlich Druck, wenn man weiß, dass eine professionelle Jury
Betty und Christian die eigenen Torten verkostet.
Die Torte schmeckt wirklich sensationell. Schön ausgearbeitet, total
stimmig. Handwerklich 1+. Es ist wirklich perfekt.
2020 steht das große Backen unter dem Motto Europa.
Die leckersten und schwierigsten Backaufgaben kommen zum Einsatz.
Wer erkämpft sich 10.000 Euro und sein eigenes Backbuch?
Watch out! Watch out!
Wer wird Deutschlands bester Hobbybäcker 2020?
Yeah! Es geht gleich los!
Herzlich willkommen, liebe Kandidaten, in der achten Staffel von Das große
Backen. Ja, Das große Backen begeistert Deutschland schon seit acht Jahren und
auch in vielen Nachbarländern gibt es eine eigene Ausgabe unserer süßen Show.
Grund genug für uns, eine kleine Europareise zu machen. Und da seid ihr
natürlich die beste Reisegruppe, die man sich vorstellen kann. Denn unter allen
Bewerbern seid ihr unsere Top Ten.
Ich würde mit euch und auch jedem Einzelnen gerne sehr, sehr lange backen.
Allerdings habe ich hier nichts zu sagen, denn es gibt natürlich eine Jury.
Wie ich finde, die netteste Europas. Hier ist Deutschlands berühmteste Motiv
-Tortenqueen Bettina Schliephacke-Burchardt und der mehrfache
Patissier des Jahres Christian Hüms.
Hallo ihr zwei!
Ja, ihr habt euch für unsere Kandidaten wieder herausfordernde Aufgaben
ausgedacht und ihr habt auch bei unseren europäischen Nachbarn in den Öfen
gespickt. Was wird denn in dieser Staffel anders als in den anderen?
Vom Anspruch her nichts.
Was wir euch aber versprechen können, ist mehr Abwechslung denn je. Euer
Horizont sollte sich definitiv erweitern. Und wenn ich an unsere
internationalen Aufgaben denke, dann bekomme ich jetzt schon Hunger.
Vieles ist in diesem Jahr neu, allerdings bleiben wir einem treu. Die
erste Aufgabe lautet mein Lieblingsrezept.
Ja, wir möchten, dass ihr in der ersten Aufgabe in eurer Backkomfortzone bleibt.
Was habt ihr für Backtypen? Was können wir von euch in den nächsten Wochen
erwarten? Eins ist ganz sicher, wir zwei werden euch ganz genau beobachten.
Uns ist es dabei völlig egal, ob euer Lieblingsrezept süß oder salzig ist.
Backt einfach.
Natürlich verleihen wir in diesem Jahr auch wieder Preise. Und stellt euch mal
vor, euer Konterfei ist auf eurem eigenen Backbuch.
Außerdem gibt es für den Gewinner noch 10.000 Euro und den renommiertesten
Bäckerpreis, den man sich vorstellen kann. Jeder Hobbybäcker möchte ihn, den
goldenen Cupcake.
Der Weg dahin ist allerdings steinig, denn die Jury wird jede Woche einen von
euch nach Hause schicken, so dass in sieben Wochen drei Finalisten den Sieg
unter sich ausmachen.
Ich hoffe, ihr seid bereit, denn jetzt geht sie schon los.
Unsere Reise.
Ihr habt für diese Aufgabe zwei Stunden Zeit.
Auf die Plätzchen.
Fertig. Und schon sind die Hobbybäcker mittendrin im Wettkampf.
Natürlich ist jeder von seinem eigenen Lieblingsrezept überzeugt. Aber wie
stark die Konkurrenz wirklich ist, davon bekommen die Kandidaten erst eine
Ahnung, wenn in zwei Stunden hier fertige Gebäcke stehen.
In diesem Jahr selbstverständlich Hygienehandschuhe.
Übung macht den Meister.
Mein Lieblingsrezept ist die Sonntagstorte von meiner verstorbenen
Oma Ellen. Und die habe ich als Kind geliebt.
Zum Biskuit kombiniert Dirk Schokobuttercreme mit Rum,
Erdbeerkompott mit Zitronenmelisse und Mandelkrokant. Das Dekor eine gegossene
Schokoladenschale und schokolierte Erdbeeren.
Bärig sieht auch Jennifers Backplatz aus.
Ich backe die Quarktorte, die meine Oma immer für mich gebacken hat.
Ja, das wird super lecker.
Frischen Fruchtgenuss verspricht Christophs Rezept.
Ich mache heute eine kleine, feine Zitronentorte, die hoffentlich der Jury
schmecken wird.
Unter dem süß-auren Zuckerguss und einem Mantel aus geraspelter Schokolade bettet
Christoph eine Quark-Sahne-Creme und Erdbeerkompott auf Rührteigböden mit
frischer Zitrone.
Allen ist nach Sommer zumute. Nur Laura ist ihrer Zeit voraus. Das ist Natur
drüber Apfelsaft und bei mir wird's heute weihnachtlich. Ich bin nämlich ein
absoluter Weihnachtsliebhaber.
Auf Lauras Vollkorn-Haselnussboden folgen Schichten aus
Apfelsultaninenkompott und Vanillemaskapune-Creme getoppt von
karamellisierten Nüssen und krossen Zimtstreuseln.
Silvia setzt auf Baiser.
Ich backe heute die himmlische Hassliebe.
Weil Haschliebe deswegen, meine Kinder lieben sie. Ich liebe sie auch, aber
ohne Erdbeeren, weil ich ja keine rote Beeren mag.
Sanja mag das, was sie backt, wirklich.
Ich werde heute etwas mit einer sri-lankischen Süßkartoffel machen.
Und das war wirklich so das Erste, woran ich gedacht habe, als ich
Lieblingsrezept gehört habe.
In Sanyas Zitronentorte mit Mascarpone-Sahne-Creme kommt ein
exotischer Süßkartoffelpudding mit Kokosmilch.
Kardamom trifft auf Cashew-Krokant und den süßlichen Geschmack der Jackfruit.
Ich habe jetzt eine libanesische Nachspeise. Das ist sehr beliebt in
Libanon und Syrien.
Ich fange jetzt gerade erstmal an mit der Füllung und dann mache ich später
den Teig.
Sarah serviert mit Ricotta-Sahne-Creme gefüllte Mozzarella-Röllchen auf
Pistaziengrieß. In den knusprigen Kadeifen-Ästern mit Ricotta-Haube steckt
ein Pistazienkern.
Allen Kandidaten gehen die eigenen Rezepte gut von der Hand.
Ich zeige euch heute, wie man Silberstrudel tag macht und mache euch
eben einen bekannten Strudel.
Wenn ich die Grundquarkmasse fertig habe, dann werde ich die teilen.
Und dann kommt in die eine Hälfte noch Mohn, gefriergetrocknete Himbeeren und
Eierlikör. So schwört jeder auf seine Spezialzutat. Diesen Pistazienboden
habe ich selbst kreiert.
Die Pistazienböden kommen später unter die Mozzarella-Röllchen.
Vanessa arbeitet mit einem Familienrezept. Die Oma von meinem
Freund, die macht immer so die berühmte Stachelbeer-Bisett-Torte. Und das ist
eine meiner Lieblingstorten von ihr. Und da ich gerne Himbeeren mag, habe ich
daraus meine eigene Variante gemacht.
Vanessa kredenzt der Jury frische Himbeeren in einer geschmeidigen Crème
Patissiere Sahne. Die Schicht ruht zwischen zwei Amaretto-Böden mit einer
Kruste aus Mandel-Limetten-Baiser.
Während Vanessa ihren Vanilleboden und Barbara ihren Strudelteig vorbereitet,
hat Steve etwas anderes fertig.
Ich habe jetzt gerade einen Hefeteig gemacht, weil ich mache eine Dresdner
Eierschäcke in einer bisschen abgewandelten Version mit Rosinen,
Mandelblättchen, Haselnusskern.
Und da ich aus Dresden komme, also dort wohne, mache ich als Deko noch die
Frauenkirche aus Schokolade, so obendrauf, so eine ganz kleine, feine.
Sanja rührt ihren Zitronenölteig und bei Laura wird's nussig.
Das hier wird, wenn es fertig ist, ein Haselnussrührteig.
Dann wird es langsam Zeit, die Böden auf die Bleche zu verteilen. Wenn man mit
dem Teig zufrieden ist, natürlich.
Perfekt.
Perfekt heißt zum Beispiel, der Teig klebt nicht.
Das klebt alles.
Nun ein Strudel-Crash und Klatschkurs.
Dann darf man wirklich immer so schlagen.
Zum Schluss dann Kugeln formen und rasten lassen.
Und nach dem Rasten darf man dann nicht mehr kneten.
Das war österreichisch.
Barbara ist erst die zweite Österreicherin, die beim großen Backen
mitmacht. Ich bin die Barbara, bin 38 Jahre alt und komme aus St. Michael im
Lungau aus Österreich.
Ich bin Reiseagustfahrerin.
Unterwegs zu sein auf der Straße, das ist für mich mehr Hobby als Beruf.
Wunderschönen guten Morgen. Ich bin die Barbara, ich freue mich, dass ihr heute
mit dabei seid und wünsche euch ganz einen schönen Ausflug.
Ich lebe meine Träume.
Wenn ich backe, dann ist es mittlerweile so, dass ich strukturierter an die Sache
rangehe. Also wie ich angefangen habe, dann ist da wirklich Chaos, wie wenn ein
Tornado durch die Küche gefickt wäre.
Also so richtig eine Taktik habe ich nicht.
Bisher hat das Leben mir immer viel Glück auch beschert und deswegen glaube
ich, dass ich mit den Fähigkeiten, die ich habe, nicht als erstes ausgefallen
werde.
Steve hat sich viel vorgenommen.
Sobald der Hefeteig ausgerollt ist, muss er sich an gleich zwei Füllungen machen.
Lass den jetzt ein bisschen ruhen, weil der Hefeteig zieht sich noch ein
bisschen zusammen.
Und jetzt mache ich gleich die Quarkschicht auf den Teig und dann kommt
die Schäckenmasse rein und dann die Mandelbettchen obendrauf und dann ab in
den Ofen.
Zuerst die Quarkmasse.
Sarah verabschiedet sich von ihrem Pistaziengrieß.
Dann bis später.
Barbara formt ihren Strudelteig und gibt ihn zum Gehen auf einen geölten Teller.
Ich habe da Wasser aufgekocht und decke ihn dann mit einem feuchten Topf ab.
Dann brauche ich keine Frischhaltefolie. Das ist gut für die Umwelt. Und dann hat
er Feuchtigkeit und passt genau.
Sarah verarbeitet Engelshaarnudeln mit zerlassener Butter.
Man muss darauf achten, dass wirklich alle gleich gefüllt sind.
Das wird jetzt schön hineingepresst, damit das beim Backen alles
zusammenhält. Auch bei Dirk läuft alles nach Plan.
Der Biskuitteig ist jetzt fertig, geht für 25 bis 30 Minuten in den Ofen.
Und in der Zwischenzeit mache ich die Buttercreme.
Aus dem Engelshaar werden Kadeifnester.
Auch Ölteig und Biskuitböden brauchen jetzt Hitze.
Jennifer ist schon bei der Quarkfüllung.
Ich mache da jetzt Mohn rein, Eierlikör und gefriergetrocknete Himbeeren, denn
die Familie hat abgestimmt. Oben ist die pure Quarkmasse.
Und unten ist die rohe Sahne.
Das ist die Jackfruit. Das kommt so aus dem asiatischen Bereich.
Lauras Früchte kommen eher aus dem Obstgartenbereich.
Silvias vom hassgeliebten Erdbeerfeld.
Und was macht Vanessa?
Also meine Creme Patissiere stelle ich jetzt gleich auf den Herd, damit daraus
dann gleich der Pudding entsteht.
Christoph übt sich in Multitasking.
Ich mache jetzt quasi zwei Komponenten gleichzeitig.
Einerseits koche ich hier gerade die Erdbeeren ein für meinen Erdbeerkompott.
Und parallel bereite ich schon die Quark-Sahne-Creme zu, weil die muss ein
bisschen auf dem Kühlschrank anziehen, dass die halt gleich schön fest ist,
wenn ich die aufspritze.
Einzig Barbara setzt auf herzhafte Küche.
Sonst wird's überall süß. Die Himbeeren, die haben auch alle ihre Öffnung schön
nach oben, damit dann die Füllung, die pinke, auch in die Himbeeren reinläuft.
Das ist die Füllung für das Beidegebäck, das ich jetzt gerade mache, also für
beides. Das ist jetzt aus Milch, Sahne und Speisestärke und dann
Keimer. Das gibt noch etwas Düse mit ab in dem Pudding.
Bei Steve trennen Rosinen und Haselnüsse die Massen.
Die Masse kommt dann auf meine Quarkmasse und dann geht es ab in den
Ofen.
Die Himbeeren in Jennifers Torte sind schon unter Dach und Fach.
Sanja ist beim Purple Yum Pudding angelangt.
Das ist jetzt der fertige Süßkartoffel-Coding und der wird jetzt
noch ein bisschen mit Kardamom verfeinert.
Es wird auf Hochtouren gebacken.
Der Duft von karamellisierten Mandeln erfüllt das Zelt.
Und der von Weißkraut.
Schaut extrem viel aus, aber das schrumpft.
So.
Die Kandidaten haben ihren Rhythmus gefunden.
Bei den einen kommt der Boden erst in den Ofen, bei den anderen muss er schon
wieder raus.
Vanessa muss Baiser und Boden gleichermaßen auf den Punkt hinbekommen.
Silvia steht vor der gleichen Herausforderung. Ich hoffe jetzt mal das
Beste, dass er einfach fertig ist.
Liebe Hobbybäcker, hier kommt etwas, das könnt ihr auch schon mal in euer Blut
aufsaugen. Und zwar eine Zeitansage.
Jetzt ist Halbzeit. Was?
Das heißt, ihr habt noch 60 Minuten.
Ich kann meine Böden nicht in den Frost darstellen, weil ich habe Baiser.
Scheiße. Das Problem ist die Kühlzeit.
Das könnte jetzt tatsächlich ein bisschen schwierig werden.
Das ist jetzt meine Füllung für meinen Krauthackfleischstrudel.
Mozzarella ist jetzt schön geschmolzen und das ist gerade hier am Köcheln.
Ich gebe jetzt Grieß dazu, damit das jetzt schön fest wird.
Die gebackenen Böden werden weiterverarbeitet.
Christoph schneidet sie mittig durch.
Ah, schaut gut aus.
Sanyas Pudding muss auskühlen.
Dirk verkünstelt sich mit geschmolzener Schokolade.
Das wird hoffentlich, wenn sie fest wird, meine Schokoladendekoration für
die Torte.
Es kommt der Moment, wo das Glas drunter kommt, wo wir dem ganzen Kind eine Form
geben. In der Hoffnung, dass es schön wird.
Bei Sanyas Pudding geht Kälte vor Schönheit.
Sarah rollt ihren flüssigen Mozzarella auf Zuckersirup aus.
Klassischer wird der Strudelteig bei Barbara zubereitet.
Das muss so dünn sein, dass man rufst.
Als Unterlage dient ein traditionelles Strudeltuch.
Jetzt wird der Teig mit flüssiger Butter eingestrichen, damit er dann so schön
plättrig wird.
Und was macht Laura da?
Ein Boden ist das nicht.
Das sind meine Zimtstreusel, die gehen jetzt in den Ofen.
Dort bleiben sie zwölf Minuten.
Dirk macht aus Schokopudding und Butter deutsche Buttercreme.
Steve schaut genau auf die Temperatur.
Weiße Kuvertüre, die verhält sich anders als Vollmilch oder Zartbitter.
Und jetzt ungefähr auf 29, 30 Grad und dann gieße ich die in die Form rein,
streiche das ab und dann geht es ab in den Kühlschrank.
Die Frauenkirche, da lacht das Herz der Sachsen.
Christophs schokolierte Böden sind abgekühlt.
Und bei Silvia?
Ich hoffe natürlich auf so ein bisschen Welpenschutz für die erste Sendung so
vielleicht. Ach süß.
So unschuldig darf man auch nur sein, wenn man beruflich Bräute in weiß
einkleidet. Mein Name ist Sylvia, ich bin 46 Jahre alt und komme aus Eiberg,
das liegt im Landkreis Rottal-Inn.
Ich arbeite Teilzeit in einer Mess- und Regelfirma.
Die restlichen Tage bin ich Inhaberin eines Brautmodenladens und zwar für
Secondhand-Mode.
So, wie fühlt es sich an? Schön.
Traumhaft schön, ja.
Ich lebe hier in diesem Haus mit meinem Mann Christian.
Ungefähr 240 verschiedenen Vögeln. Keine Ahnung, wie viele es genau sind.
Der größte ist mein Mann.
Das Besondere an meiner Silvia ist, ein herzlos guter Mensch ergänzt mich,
bringt eine Frische rein.
Tut mir ganz gut. Ich ihr vermutlich auch.
Das Backen ist ein Riesenteil von meinem Leben. Es entspannt.
Obwohl es auch teilweise nach hinten losgeht. Und dann kann Sylvia auch mal
aus der Haut fahren.
Das große Backen bedeutet mir alles. Ich habe genug Stellmöglichkeiten für den
goldenen Cupcake. Der wird sich hier mega gut machen.
Ich freue mich tierisch drauf.
Der goldene Cupcake
könnte ja in die Voliere.
Bevor es so weit kommt, muss Sylvia noch an neuen Konkurrenten vorbei.
So, jetzt kommt die Frucht.
Nicht geizeln.
Mit den Äpfeln auch nicht.
Ich packe gerade auf den Haselnussboden die Apfelsultanin-Füllung, damit die
nochmal für ein paar Minuten in den Kühlschrank kann und schön kühl wird,
damit die Torte am Ende auch steht und nichts verläuft.
Und jetzt kommen noch die Ränder mit rein.
Wegschmeißen wollen wir ja auch nichts.
Ricotta-Sahne abfüllen kann richtig schön sein.
Das fühlt sich gerade an wie ein Traum. Ich denke gerade, ich bin am Träumen.
Ich kann das immer noch nicht glauben, dass ich hier bin. Das ist einfach nur
unbeschreiblich.
Sarah dressiert die Creme auf den ausgerollten Mozzarella, rollt Röllchen
und taucht die Enden in gehackte Pistazien.
Angst, dass die nicht fest genug ist. Scheiße.
Vanessa scheint nervös.
Jennifer nicht.
Der Kuchen ist drin. Jetzt mache ich die Toppings.
So nebenbei.
Und bis jetzt könnte alles gut klappen.
Silvias Hassliebe sieht immer mehr nach Liebe aus.
Vanessa hofft auf Stabilität.
Steve macht den Schecke-Check.
Ja, 10 Minuten vielleicht noch. Also ich lasse die noch ein bisschen drinnen.
Alles tutti.
Aber nicht bei Dirk.
Die sieht nicht gut aus.
Das Ergebnis von der Buttercreme ist eher mäßig. Die ist komplett einmal
abgeschissen. Die ist geronnen. Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist.
Nicht verzagen.
Juryfragen. Dirk, du siehst nicht glücklich aus. Ich bin auch gerade nicht
glücklich. Mir ist zum ersten Mal Buttercreme abgeschissen.
Hast du die nochmal kalt gestellt?
Nee, noch nicht.
Weil hier sind ja andere Temperaturen. Okay, dann ab. Mach dir Platz.
Ach, das ist ganz arg lieb von dir. Vielen, vielen lieben Dank.
Einmal durchatmen, um dann wieder weiterzumachen. Das ist, glaube ich, die
größte Hürde hier im Zelt und das lernen die Kandidaten gerade kennen.
Liebe Hobbybäcker, hier ist sie wieder, die Zeitansage.
Es sind nämlich nur noch 30 Minuten.
Christoph schichtet Quark-Sahne-Creme und Erdbeerkompott.
Aberas Strudel ist endlich bereit für den Backofen.
Sarah füllt ihre Nester.
Vanessa deckelt ihre Torte.
Laura schichtet Vanille-Mascarpone-Creme.
Jennifer arbeitet an ihrer Deko.
Und Steves Schecke ist endlich fest genug.
Dass das so wackelt, das ist normal. Das liegt daran, dass die Decke sich noch
ein bisschen setzt.
Nicht nur Christophs Torte wirkt klassisch.
Das sieht ja alles so krank aus.
Von außen gleichen sich die meisten Schichttorten in diesem Stadium der
Herstellung. Bei Sarah sieht alles ganz anders aus.
Die Farbe gefällt mir.
Jetzt kommt noch ein Tüpfelchen.
Lauras Moment der Wahrheit. Es steht, das ist schon mal gut.
Und bei Silvia?
Ja, gucken wir mal, ob das jetzt so wird, wie ich meine oder hoffe.
Nee, die ist noch zu flüssig, verflixt.
Hat Vanessa das gleiche Problem?
Scheiße.
Und? Nein.
Scheiße. Liebe Kandidaten, ich sehe, es steht ja schon einiges, aber ihr seid
noch nicht fertig, nicht wahr?
Scheiße. Ihr habt noch zehn Minuten.
Ich muss jetzt eine Torte hinstellen mit abgeschissener Buttercreme, die einfach
nicht funktioniert hat und ich schäme mich gerade in den Boden rein, dass mir
genau das passiert ist.
Im Optimalfall sind die letzten Minuten der Deko vorbehalten. Da haben sich die
Kandidaten einiges einfallen lassen.
Mini-Kokosnüsse? Im Ernst?
Das sieht einfach nicht gut aus.
Das sieht nicht gut aus. Das sieht einfach nicht gut aus.
Ja! Bis jetzt sieht es gut aus.
Hochnotpeinlich.
Das kann passieren.
Es sei denn, man arbeitet mit Mozzarella.
Oder man bastelt.
Ich setze das jetzt zusammen, indem ich die Kanten ein bisschen erhitze mit
einer Palette.
Bei Dirk ist nichts Paletti.
Augen zu und durch retten, was man noch irgendwie retten kann.
Liebe Kandidaten, das ist sehr aufregend. Die erste Aufgabe und ihr
habt nur noch zwei Minuten.
Oh, sieht voll lecker aus.
Danke.
Nee, nein, das geht nicht.
Scheiße. Ja, das ärgert mich jetzt, weil du möchtest halt die erste Torte nicht
unbedingt so abliefern. Die ist zu flüssig.
Liebe Hobbybäcker, die erste Aufgabe endet in wenigen Sekunden.
10, 9, 8, 7,
6, 5, 4, Was soll ich machen?
Ab oder dran?
Drei. Lass ihn dran, bevor das alles rausläuft.
Zwei.
Scheiße. Eins. Und Schluss. Hände weg vom Gebäck.
Mir ist noch nie eine Buttercreme
geronnen.
Und das, was ich da stehen habe, dafür kann ich mich echt eigentlich nur
schämen.
Ich bin richtig happy. Ich habe hier zwei Teller. Ich habe noch einen
zusätzlichen Teller gemacht.
Ich bin sehr zufrieden.
Frauenkirche, die stand eigentlich komplett. Bloß weil der Kuchen ja noch
warm war, hat es den gemacht.
Wir müssen ganz
dringend mit der Verkostung beginnen, denn hinter mir knurrt schon was. Ich
glaube, das sind die Mägen der Jury.
Christian und Betty?
Waltet eures Amtes, wir beginnen bei Christoph.
Sie ist sauber eingestrichen, fällt so ganz leicht zu einer Seite ab, aber das
ist für mich völlig in Ordnung. Optisch finde ich sie sehr ansprechend.
Dekorativ, alles richtig gemacht.
Also man kann wunderbar bei dem Anschnitt deine ganzen Schichten
erkennen, man kann die Früchte von innen erkennen, man kann das mit der
Zartbitterschokolade erkennen.
Das Innere passt zum Äußeren, also handwerklich sehr gut gearbeitet.
Obwohl die Torte sehr hoch ist, ist sie sehr frisch, sehr leicht. Du hast das
Zitronenaroma, du hast die Erdbeere. Und man sieht es ja im Anschnitt ganz, ganz
dünn, diese dunkle Schokolade.
Trotz alledem ist sie geschmacklich für mich da. Von daher ist es für mich
persönlich rund.
Also ich finde, die Böden sind sehr kräftig. Und da jetzt die Zitrone zu,
das passt sehr gut. Vielen Dank. Vielen Dank. Danke auch.
Magst du den Rahmen lösen?
Ja. Oh Gott.
Ich walte gleich meines Amtes. Oh nein.
Scheiße.
Man sieht, die Torte rutscht immer noch. Hast du irgendeine Idee, woran es liegt?
Es lag an der Kühlzeit, denke ich mal. Also ich habe schon mehr sahnensteif
reingemacht, aber es hat nichts gebracht.
Geschmacklich kann ich sagen, ist das Ding tatsächlich Bombe.
Das Einzige, was tatsächlich negativ an der Torte ist, ist tatsächlich die
Standfestigkeit, die zu dieser Präsentation führt.
Sie ist herrlich frisch.
Sehr, sehr schade, dass da die Konsistenz einfach nicht funktioniert
hat.
Ja, finde ich auch.
Vielen Dank.
Es
sieht ein
bisschen aus wie Sommerurlaub. Also für mich hast du es von außen super gemacht.
Ich schneide mal an, oder? Gerne.
Denn jetzt kommt ja die Überraschung.
Genau.
Ich glaube, das, was du als Überraschung bezeichnen wolltest, ist tatsächlich
deine lila Überraschung. Jetzt sieht man die Süßkartoffelschicht. Von außen dann
natürlich die Mascarpone-Creme.
Sauber geschichtet.
Jetzt ans Probieren.
Also diese Süßkartoffeln lässt sich super schön essen. Die Böden haben eine
sehr luftige Konsistenz.
Das Ganze schmeckt tatsächlich dann zusammen mit der Jackfrucht und dem
Crunch obendrauf tatsächlich nach Sommerurlaub. Also wunderbar. Ich finde,
du hast die Gewürze gut eingesetzt. Also ich habe sie ganz leicht im Mund, aber
sie sind jetzt nicht dominant, sondern sie lassen wirklich diese für uns
ungewöhnlichen Zutaten alleine gelten und unterstreichen sie nur so ein
bisschen. Super. Vielen Dank.
Du hattest so etwas kleine Probleme mit der Buttercreme. Was natürlich sofort
ins Auge fällt, ist obendrauf die Schokolade, die einen tollen Glanz hat,
die auch stabil ist. Daran sieht man, dass sie gut temperiert ist.
Man hört fast den Knack. Man hört den Knack. Du hast alles richtig gemacht.
Für mich persönlich schön zu sehen ist die Kombination zwischen der Schokolade
und den Erdbeeren. Das hast du sehr, sehr gut gewählt. Die Buttercreme hat
halt einfach eine sehr gewöhnungsbedürftige Konsistenz. Da ist
leider Gottes irgendwas schiefgelaufen. Ich finde, die Böden sind sehr gut
geworden. Die sind sehr schön luftig, sehr schön locker.
Dankeschön. Vielen Dank.
Sieht von der Optik toll aus, auch von den Mandeln her. Und dann kommt die
Füllung.
Sie steht halbwegs, aber man sieht, auch du hattest Probleme.
Sie fließt auseinander, was sehr schade ist.
Aber wenigstens hält sie schon mal.
Du hast einen ähnlichen Aufbau gewählt wie die Vanessa da vorne. Von der Optik
her hat bei dir das schon aufgegriffen. Da ist auf jeden Fall nochmal ein
bisschen nachzujustieren.
Die Böden sind dir wunderbar gelungen.
Creme, super schön leicht, hat eine sehr schöne, angenehme Säure.
Der Basilikum für mich persönlich, der geht so ein ganz klein wenig unter.
Ansonsten muss ich sagen, ist es tatsächlich auch geschmacklich wirklich
eine schöne Sommertorte.
Ich habe die andere Seite erwischt.
Ich finde es ein bisschen zu viel Basilikum.
Die Creme, ein bisschen mehr Bindemittel in dem Fall. Das muss man halt auch mal
noch bedenken, dass so eine Torte ja nicht nur aus dem Kühlschrank auf den
Tisch kommt, sondern dass sie halt auch ein bisschen länger stehen soll.
Vielen Dank.
Man
ahnt,
in welche Richtung es geht vom Geschmack. Optisch gefällt es mir gut.
Ich bin wirklich sehr gespannt.
Und Sirup nicht vergessen.
Mach ich den jetzt einfach so drüber? Ja, genau.
Über beide?
Ja, über beide.
Du hast dieses leichte Knistern, ein absolutes Highlight. Im Vergleich jetzt
zum Beispiel mit dem Christaziengrießbrot, was natürlich
diesen Crunch nicht mitbringen kann. Was du wirklich super abgeschmeckt hast,
ist, dass ich immer dieses Florale dabei habe, aber es wird mir nie zu viel.
Sehr lecker, sehr ungewöhnlich für meinen Gaumen. Vielen Dank.
Dankeschön. Vielen Dank.
Sie steht, sie sieht sehr akkurat aus. Auch hier die Schichtung.
Von außen her alles richtig gemacht.
Schneiden wir an, oder?
Ich finde es nicht gut.
Ich finde es sensationell.
Der Apfel hat eine super schöne Konsistenz. Dann der Crunch, den du
extra gewählt hast. Obendrauf einerseits mit den Streuseln, die du gemacht hast,
andererseits natürlich mit den karamellisierten Nüssen. Also du hast
alles perfekt hingekriegt.
Dankeschön. Er verspricht draußen, was er drin hält.
Danke. Vielen Dank.
Steve, hast du irgendeine Erklärung, warum die Kuvertüre nicht gehalten hat?
Er hatte weniger Zeit zum Auskühlen.
Also die Frauenküche, die stand, wo ich die fertig dekoriert habe, sage ich
jetzt mal so.
Und die Restwärme hat es dann. Genau.
Von der Optik, das sieht alles auf den Punkt gebacken aus. Für mich persönlich
hätte es sogar keine Dekoration drauf machen müssen, weil die Dresdner
Eierschecke, die erklärt letztendlich alles.
Also es ist tatsächlich ein absolutes Highlight.
Also die Konsistenzen, du hast dieses schaumige was obendrauf, die Mandeln.
Eine wunderschöne Kreation, muss ich sagen.
Stimmt, auch alle Konsistenzen.
Voran gebacken. Vielen Dank. Vielen Dank.
Eine tolle Backfarbe von oben.
Was mir natürlich ins Auge fällt, sind die Blumen, sind aus Blütenpaste
gemacht, aber spielt natürlich da nochmal so als Dekoration auch auf den
Mohn an, der da drin ist. Willst du noch was zu den beiden Dips erklären, während
ich anschneide?
Da bei uns am Kaffeetisch idealerweise große und kleine sitzen, gibt es für die
Mädels, die lieben Himbeerkonfitüre. Da habe ich noch abgeschmeckt mit Limette,
Honig und Cayennepfeffer.
Und ja, die Großen freuen sich über Eierlikör, deswegen kann man das, wenn
man möchte, noch so drüber.
Schütten. Aber von der Konsistenz her ist er, glaube ich, wirklich auf dem
Punkt, genauso wie er sein soll. Er läuft nicht, er ist durchgebacken.
Super gelungen. Auch die Kombination, du hast was leicht Fruchtiges, wird das
Ganze sehr, sehr leicht. Nicht nur optisch von außen ein Highlight, sondern
auch von innen persönlich perfekt.
Danke. Also wenn eure Familie so gut funktioniert, wie diese ganzen
unterschiedlichen Geschmäcker gerade auch zusammen funktionieren, dann müsst
ihr eine tolle Familie sein, weil ich finde, es ist wirklich, als hätte sie so
gehört, als wenn sie aus dem Guss wäre und wenn sie immer so sein sollte.
Ja, danke. Vielen Dank.
Ich wollte auch die Familie sein.
Er sieht sehr appetitlich aus. Ich bin sehr auf den Geschmack gespannt.
Von daher von außen, Betty hat es schon gesagt, alles super.
Was, glaube ich, beim Strudel mit am wichtigsten ist, ist, wie dick der
Strudelteich ist.
Und das kann man natürlich jetzt hier beim Anschnitt sehr gut sehen, dass der
wirklich hauchdünn ist, wie er sein soll.
Wenn man es kann, dann kann man es halt machen.
Wunderbar umgesetzt tatsächlich, diese ganz leichte Süße. Dann natürlich das
Fleisch in der Mitte, die hauchdünne Teigschicht. Und der Strudel an sich
hätte für mich persönlich mehr Salz vertragen. Dann kommt aber der Dip dazu,
der hat zu viel Salz. Und wenn ich das zusammentue, so wie es ja eigentlich
gehört, hast du es für mich perfekt gelöst. Passt wirklich hervorragend
zusammen. Schön, so etwas Herzhaftes zu bekommen.
Vielen Dank. Vielen lieben Dank. Danke.
Ich glaube, ihr seid alle ein kleines bisschen erleichtert. Ihr habt die erste
Aufgabe richtig gut gemeistert. Also könnt ihr stolz auf euch sein. Und ich
hoffe, ihr seid dann jetzt auch startklar für die zweite Aufgabe.
Und das ist die technische Prüfung.
Bei der technischen Prüfung hat die Kreativität der Kandidaten Pause. Es
gilt, ein Rezept bis aufs i-Tüpfelchen genau zu befolgen.
Ja, in der ersten Aufgabe kanntet ihr das Rezept, ihr wusstet, was ihr tun
müsst. Das ist bei der technischen Prüfung nicht so.
Denn wir geben euch ein Rezept vor und das müsst ihr exakt genau so nachbacken.
Die Zutaten, die dürft ihr jetzt schon mal aufdecken.
Tschüss Komfortzone, willkommen Neuland. Was soll nur daraus entstehen?
Vanillepudding, Roggenmehl, keine Ahnung, für was ich das brauche.
Blickt Christoph schon durch?
Wir haben Butter, Haselnüsse.
Das scheint... Das sind, glaube ich, Preißelbeeren.
Ja, der Krokant, das ist Frankfurter Kranz. Das muss Frankfurter Kranz sein.
Es ist Frankfurter Kranz, glaube ich.
Das wird Frankfurter Kranz.
Ich habe das Gefühl, ihr habt schon eine Vorahnung, was ihr backen werdet.
Dreht das Rezept bitte jetzt um. Oh Gott.
Tada. Okay.
Frankfurter Kranz.
Frankfurter Kranz. Oh, Gott sei Dank.
Richtig erraten.
Und, schon mal gebacken?
Ich habe es noch nie gemacht, aber mit der perfekten Beschreibung, ja, schreibe
ich mir das zu.
Bitte genau so backen. Ich kenne es halt ohne Konfitüre zwischendrin. Das ist
halt so, ich will jetzt nicht sagen so ein Westding, aber bei uns im Osten,
also meine Oma, die hat das immer gemacht, ohne um einfach Geld zu sparen.
Oma, ich mache dich stolz. Ich hoffe es zumindest.
Deutsche Buttercreme.
Deutsche Buttercreme?
Ja, super. Da habe ich tolle Erfahrungen mitgemacht.
Läuft.
Diesmal kann ich sagen, dass ich es kann.
Habe ich noch nie gemacht, aber was soll da groß schief gehen?
Da kann viel schief gehen.
Nachdem es jetzt so langsam ernst wird, bin ich schon aufgeregt. Ich dachte mir,
in der ersten technischen Prüfung machen wir einen absoluten Tortenklassiker.
Denn das klassische Konditorenhandwerk darf natürlich nicht fehlen in dieser
Sendung. Ihr habt ein Biskuit, eine süße Marmelade, eine Buttercreme und eine
Krokanthülle. Das bedeutet, es wartet eine ganze Menge Arbeit auf euch.
Wir erwarten von euch den perfekten Krokantmantel und eine gleichmäßige
Stückdekoration aus Buttercreme und Belegkirschen.
Also arbeitet konzentriert und handwerklich sauber.
Ihr habt für diese Aufgabe zwei Stunden Zeit.
Und das Schöne ist bei der technischen Prüfung, ihr müsst nicht nervös werden,
die Jury verlässt das Zelt, denn es wird blind verkostet. Ich bitte euch heraus.
Toi, toi, toi. Danke.
Und auf mein Kommando geht es los mit eurer ersten technischen Prüfung.
Auf die Plätzchen.
Fertig. Wart.
Einmal alles hinstellen und zurechtrücken. Dann geht's los.
Was steht im Rezept?
Den Ofen auf 170 Grad vorheizen.
Eiweiß und Wasser zusammen aufschlagen.
Zucker einrieseln lassen, bis die Masse steif wird.
Das hört sich alles so einfach an, ist es aber nicht.
Wenigstens hat die Mehrheit ein bekanntes Bild dieser Torte vor Augen.
Der Frankfurter Kranz wurde 1735 kreiert. Er steht für die Krone der
deutschen Kaiser.
Der Biskuit sollte fluffig sein, eine schöne Porung haben, nicht zu groß,
nicht zu klein.
Für Sendung 1 war mir einfach wichtig zu gucken, wie Sie mit diesem ganz
klassischen Handwerk halt einfach umgehen können.
Ein Mann, ein Wort.
Ein Hymns, ein Rezept.
Es ist ein Rezept von Christian Hüms, das heißt, man sollte sich exakt an die
Angaben halten, die dort stehen.
Drei Viertel Teelöffel Backpulver oder 20 Gramm Wasser, dann meint er auch 20
Gramm. Man muss definitiv beachten, dass man keine Zutaten vergisst, weil sonst
wird's Mist.
Es ist wirklich sportlich, was wir jetzt machen müssen.
Rieseln lassen, bis die Masse steif ist.
Das Mitboden ist für mich eigentlich leicht, ich habe das schon öfter
gebacken und ich hoffe, ich habe heute kein Problem damit.
Ich hoffe, es klappt heute alles.
Schiefgehen kann immer was hier.
Ivo, das wird super.
Ich fülle jetzt noch Vanillearoma in meine Eiweißmasse. 10 Gramm sollen es
sein. Ich mache das jetzt aber nach Bauchgefühl.
Wenn das Herr Hümpf sehen könnte.
10 Gramm.
Ein bisschen mehr ist immer gut.
Ihr sollt euch doch an das Rezept halten.
Hm, lecker.
Steve ist einen Schritt weiter.
Als nächstes gebe ich jetzt hier diese Eigelbe in die Eiweißmasse und dann hebe
ich die trockenen Zutaten unter, die siebe ich vorher noch. Weil ansonsten
hast du da Brocken drin und das willst du nicht wirklich haben.
Wo ist mein Sieb?
Sieb, Sieb, Sieb, Sieb.
Warum das auch nie antworten kann?
Hier kommt es darauf an, eben die Torte und Zutaten ganz, ganz vorsichtig
unterzuheben.
Die Luft, die man eben so schön reingeschlagen hat, die sollte man jetzt
nicht wieder rausschlagen.
Weil sonst geht das ganze Volumenflöten.
Und der Frankfurter Kranz braucht natürlich eben auch die entsprechende
Höhe, damit ich ihn hinterher eben auch teilen kann.
Und hier backt Christoph normalerweise seine Torten.
Ich bin der Christoph, ich bin 30 Jahre alt, bin Kunsthistoriker von Beruf und
wohne in Jena.
Selbst wenn man nur zum Einkaufen in die Stadt läuft, es gibt immer wieder Neues
zu entdecken, neue Details, die einem an Gebäuden auffallen, in der Architektur.
Also ich bin mit voller Leidenschaft Kunsthistoriker. Ich liebe diesen Beruf
sehr.
Also ich wohne hier in Jena zusammen mit meinem Mann. Wir sind jetzt seit über
zehn Jahren ein Paar und schon nach relativ kurzer Zeit war mir auch klar,
Den werde ich mal irgendwann heiraten und ich freue mich noch auf zahlreiche
weitere Jahre mit ihm.
Also mein Backstil würde ich eigentlich als klassisch-modern bezeichnen. Ich
backe durchaus auch gerne eben klassische Torten, bin aber auch gerne
dabei, wenn es darum geht, irgendwie so neue Tortentrends irgendwie
auszuprobieren.
Freunde von mir wissen auch, wenn sie zu mir zu Besuch kommen, dass es auf jeden
Fall immer eine Torte oder was anderes gebackenes gibt. Das ist, glaube ich,
auch hoch geschätzt.
Die Torten sind besonders lecker.
Also gerade was Ganache und Buttercreme anbelangt, da hat er tolle Kreationen
drauf. Die sind wirklich besonders gut.
Ich bin schon sehr stolz, dass ich einer der zehn Kandidaten bei das Große Backen
2020 bin. Ich mache das Beste draus und hoffe, dass es dann gut geht.
Ich finde es natürlich super klasse und wünsche ihm da ganz viel Spaß einfach.
Und dann schauen wir, wo die Reise da hingeht.
Die Rodon-Form wird mit Öl und Mehl vorbereitet. Jetzt gebe ich ihn dann
gleich in die Form und dann darf er backen.
Ich gucke gerade, wie weit die anderen sind, aber Jen ist gerade auch dabei.
Die Form soll zu drei Vierteln gefüllt werden.
Ich kenne das von meiner Oma.
Hat deine Oma den immer gemacht? Die hat immer zu jedem Geburtstag Frankfurt ein
Kranz gemacht.
Aber warum?
Ich meine, du kommst aus dem Osten.
Das ist eine gute Frage. Also ich weiß es nicht. Und der Frankfurter Kranz
kommt nicht aus Frankfurt, oder?
Nee, der kommt aus Frankfurt am Main.
Also, Teig ist jetzt in der Form. Jetzt kommt er ab in den Ofen.
30 bis 35 Minuten soll der Kranz backen.
Genug Zeit für eine ordentliche Buttercreme.
Die beginnt man mit Milch und Vanilleextrakt.
Jetzt werde ich meinen Pudding zubereiten.
Dafür brauche ich 490 Milliliter Milch.
Die Jury möchte es ganz genau, also kriegt es es auch ganz genau.
Da kann es letztendlich um jedes Gramm gehen.
Und ja,
deswegen wiege ich das ganz genau ab.
Damit es am Ende so aussieht. Für die Creme haben wir uns für eine deutsche
Buttercreme entschieden.
Zum einen besteht die deutsche Buttercreme aus einem Pudding, zum
anderen aus Butter.
Beides sollte gleiche Temperatur haben, wird zusammen aufgeschlagen und wird
dann eine schöne, cremige, helle Konsistenz haben.
Wie viel Aroma diesmal?
10 Milliliter Vanilleextrakt.
Oder auch einen guten Schuss.
Ich beginne jetzt den Vanillepudding zu kochen, den wir ja dann für die
Buttercreme brauchen, weil er noch ein bisschen abkühlen muss und damit sie mir
eben nicht gerinnt. Und ich hoffe, das funktioniert auch.
Tu dir bitte nicht weh.
Ja, und sie wird heiß. Meine Platte wird heiß.
Aua. Okay, der Ofen ist auf jeden Fall... Ach, Ofen. Der Topf ist heiß. Oh
Gott.
Ja,
es ist heute ziemlich heiß und ziemlich viel zu tun. Mal abtupfen.
Unter Rühren wird das Gemisch einmal aufgekocht, sodass ein geschmeidiger
Pudding entsteht.
Der will und will einfach keine dickflüssigere Konsistenz annehmen.
Christoph, war dein Pudding auch so weich? Ja, ja, der war relativ flüssig.
Okay, dann ist ja gut.
Wenn Christian Hüms das so haben will?
Ich bin jetzt schon sehr gestresst, weil wenn der Pudding nicht steht, keine
Konsistenz kriege ich, dann wird meine Buttercreme nichts, dann steht kein
Frankfurter Kranz.
Was meint Mr.
Buttercreme? Der Pudding von den Mädels ist zu flüssig. Ich weiß nicht, woran
das liegt. Ich hoffe, das muss so gehen.
Steve, war dein Pudding auch so flüssig? Das wird, das dauert ewig, wirklich.
Es kann immer was schief gehen, auch beim Pudding.
Wenn du noch ein bisschen Stärke mit dran machst.
Das war genau das Rezept.
Ich muss es jetzt versuchen mit dem Pudding.
Ich meine, die Jury ist ja aus dem Zelt und das Resultat soll ja zählen. Ich
meine, da kann ich ja auch ein bisschen abändern, oder? Die sind ja nicht hier.
Etwas fester ist er geworden.
Guck mal, soll ich den jetzt so einfach rauskippen? Ja, kipp jetzt einfach.
Kipp.
Jetzt kippt es kein Zurück mehr.
Der kommt jetzt ganz kurz zum Abkühlen im Kühlschrank.
Weil wenn ich den jetzt wieder mit der kalten Butter zusammenmische, dann hätte
ich das gleiche Ergebnis, wie ich vorhin auch hatte. Dann gerinnt die Creme.
Und das ist mir exakt einmal passiert. Das passiert mir kein zweites Mal mehr.
Ich freue mich schon auf die Belegkirschen, wenn die ganz zum Schluss
raufgelegt werden. Bis dahin habt ihr noch 60 Minuten Zeit.
60 Minuten.
Eine Stunde noch.
Oh verdammt. Der Pudding ist ziemlich flüssig, aber scheint wohl richtig zu
sein, weil bei den anderen ist es genauso.
Ich habe ihn jetzt mit Folie abgedeckt, damit sich eben keine Haut obendrauf
bildet.
Mein Pudding wird hart.
Jetzt nicht trödeln. Ran an den Krokant.
Jetzt bin ich gerade dabei, meinen Krokant zuzubereiten. Da habe ich jetzt
ein Fünftel der Zuckermenge in die Pfanne getan.
Verbrechen hoffentlich nicht.
Besser wäre so ein schöner Karamellton.
Wichtig beim Frankfurter Kranz ist, dass auch der Dekor definiert ist. Ich habe
also die Außenhülle aus Krokant.
Beim Krokant muss man aufpassen, dass er den nicht verbrennt. Das ist ganz, ganz
wichtig, weil diese Bitterstoffe sind natürlich nachher für uns beim Essen
sehr, sehr unangenehm.
Ja, aber guck, das wird fein.
Weil bei Karamell ist so die Stufe zwischen, oh ja, schön goldbraun, zu,
oh, schwarz, ist so.
Jetzt kommt der restliche Zucker hinzu. Ich hoffe, dass der jetzt melzt, der
Zucker.
Erst beim richtigen Farbton kommen die Haselnüsse hinein. Mein Zucker ist zu
dunkel, da kannst du mir sagen, was du willst.
Ich finde den so leckerer, wenn der ein bisschen Farbe hat.
Ungefähr so.
Schaut gut aus, aber zum Probieren wäre es zu heiß.
Wo bleiben die Nüsse?
Wir haben hier Haselnüsse. Ich kenne das mit Mandeln von zu Hause. Also das ist
so ein kleiner Unterschied.
Die rösten wir an mit Zucker und damit es halt schön crunchy wird.
So, ich warte, bis das hier komplett schmilzt und dann gebe ich das dazu.
Ich mache zum ersten Mal selbstgemachten Krokant. Ich kaufe den sonst immer.
Hier wird alles selbst gemacht.
Schweißtreibend heute.
Es ist ja auch ein Wettbewerb, nicht wahr?
Weiter geht's.
Jetzt steht hier, ich soll ein Backpapier drauflegen.
So, hab ich gemacht.
Jetzt soll ich mit einem Rollholz plattrollen. Ich rolle.
Jeder sucht sich bitte eine interessante Position dafür.
Ich habe noch nie unter so viel Zeitdruck und Stress gebacken und dann
noch Dinge, die man noch nie zuvor gebacken hat.
Willkommen beim großen Backen. Mein Krokant sieht ganz gut aus. Ich habe ihn
gerade probiert. Er ist tatsächlich nicht so bitter geworden, wie ich es
gedacht habe.
Also, ich finde ihn eigentlich gut.
Oh, deins sieht toll aus. Oh Gott, ich muss nachlegen.
Das Klopfen steht übrigens nicht im Rezept.
Gehobene Bäcker nehmen das Messer.
Ich muss ja irgendwie diese Krokantstücke dann an den Kranz
ranbringen.
Also werde ich sie schon ein bisschen kleiner machen.
Wie man sieht, mache ich auch das Backpapier kleiner.
Mh, lecker.
Also knackig sind die auf jeden Fall.
Genug genascht. Was macht der Pudding?
Er wird mit weicher, aufgeschlagener Butter vermengt. Ich habe so Angst, dass
die gerinnt.
Das sieht nicht ganz gesund aus.
Oh, ich habe Angst. Ich habe so Angst.
Was passiert, wenn eine Buttercreme misslingt, weiß Dirk genau.
Die Butter hat vorhin leider nicht so ausgesehen. Und jetzt sieht sie genauso
aus, wie sie für eine Buttercreme sein muss.
Liebe Kandidaten, es sieht toll aus. Ihr habt noch 30 Minuten.
Oh, Schätze.
Halbe Stunde, Leute.
Gut gerechnet.
Pi mal Daumen müsste jetzt auch der Biskuit durch sein.
Der wäre fast auf den Boden gefallen.
Ich bin sehr happy jetzt.
Scheiße. Ich kriege jetzt gleich so einen Schreikrampf.
Ich kriege den Kuchen gerade nicht aus der Form. Stresst mich gerade ein
bisschen, weil jetzt rennt halt echt die Zeit.
Scheiße.
Der geht nicht raus.
Irgendwas muss ja schief laufen, sonst wäre es ja nicht ich.
Warum kriege ich es ja nicht aus der Form?
Die Zeit läuft. Ich kann jetzt nicht das, was ich gerne tun würde, dieses
Teil dann noch irgendwo nach hinten feuern.
Wie hast du das gemacht? Wow.
Ah,
jetzt.
Ich hätte es so machen müssen. Wenn jetzt das anklebt.
Geschafft! Sobald der Biskuit kühl ist, muss er in vier Böden geteilt werden.
So, jetzt geht's ans Schneiden.
Den Kandidaten ist freigestellt, welches Werkzeug sie dafür benutzen.
Ich hoffe, ich bekomme das gerade hin. Ah, schief!
Intakte Böden. Sehr gut.
Weiter geht's.
Jetzt beginnt das Schichten.
Und das nicht nur mit Buttercreme, sondern auch mit Preiselbeerkonfitüre.
Exakte Bauplanung ist gefragt, wie bei einem Frankfurter Büroturm.
Ich versuche gerade die Preiselbeeren noch so ein bisschen zu füllen, damit
auch wirklich genauso viel auf jeder Etage an Füllung ist.
Vier Böden müssen aufeinander geschichtet werden.
Es läuft so semi.
Das ist heute eine sehr krümelige Angelegenheit, wie ihr seht.
Bevor der Kranz eingestrichen wird, sollte er eigentlich kurz in den
Kühlschrank, damit er eben stabiler wird.
Das mache ich wirklich gerne, das Glattstreichen.
Liebe Kandidaten, ich finde es toll, ihr arbeitet konzentriert und sehr
akribisch. Denkt dran, ihr habt nur noch 10 Minuten.
Es geht ein bisschen Freude verloren, wenn man unter Zeitdruck steht.
Ja, es...
Könnte eine knappe Kiste werden.
Nächster Schritt, der Krokantmantel.
Wie viel da genau drauf muss, weiß ich nicht, da ich dieses Gepäck noch nie in
echt gesehen habe.
Es gibt da eine Faustregel.
Ich gebe so viel drauf, wie es kleben bleibt.
Gute Faustregel.
Ich mache immer so die letzte Feinarbeit, weil ich mir vorstellen
kann, dass Betty bestimmt hier ringsherum mal guckt. Und wenn hier was
nicht bedeckt ist, das gibt bestimmt Abzug und eine B-Note.
Liebe Kandidaten, ihr habt jetzt nicht mehr viel Zeit. Noch zwei Minuten
bleiben bei euch.
Okay, okay, okay.
Zwei Minuten, dann sind alle Billigküschen mein.
Das heißt, alle zehn Sekunden eine Rosette.
Das ist gar nicht so leicht mit so zittrigen Händen. Zu Hause sieht das
immer alles so easy aus.
Easy ist eine technische Prüfung fast nie.
Oh, der ist zu dick.
Jetzt bin ich gespannt, ob es auch noch zwölf Kirschen sind oder ob Eni
inzwischen da war.
Ihr Lieben, die letzten Sekunden rechne an. Zehn.
Neun.
Acht.
Sieben.
Sechs.
Fünf.
Vier.
Drei. Oh Gott.
Zwei.
Eins. Und Stopp. Hände weg vom Gebäck.
Ich
bin
ziemlich stolz, was ich geschafft habe. Sie sieht gut aus. Sie kippt nicht um.
Sie läuft nicht auseinander.
Ich habe keine Ahnung, wie er in echt ausschauen muss, aber ich sehe, sie
schauen sich alle ähnlich.
Ich habe ihn recht fein.
Schauen wir.
Ich bin ziemlich stolz auf meinen Frankfurter Kranz. Vor allem bin ich
echt froh, dass das mit der Buttercreme dieses Mal geklappt hat.
Bringt eure Torten bitte nach vorne und stellt sie hinter euer Foto.
Ich denke, dass der Geschmack eher punkten wird als vielleicht das
Aussehen, weil ich halt schon selbst ja auch sehe, dass so ein, zwei, vielleicht
sogar drei Kritikpunkte bezüglich des Aussehens da sind.
Ich habe mich bei meiner ersten technischen Prüfung heute gefühlt wie
auf so einer Achterbahnfahrt, aber dafür bin ich jetzt am Ende doch ganz happy,
dass der Frankfurter Kranz so da steht, wie er jetzt da steht.
Ich finde, ihr habt die erste technische Prüfung mit Bravour gemeistert. Es sieht
toll aus, es duftet und ich glaube, es zaubert der Jury ein Lächeln auf die
Lippen.
Betty und Christian, kommt rein.
Kirschen sollten zwölf Stück drauf sein und das sind sie auch.
Also optisch gefällt er mir schon mal sehr gut. Ja, ich schneide mal an.
Der Anschnitt gefällt mir sehr, sehr gut. Die Porung ist gleichmäßig.
Auch der Kern ist überall gleichmäßig.
Ich finde, das, was man auf den ersten Blick sehen konnte, ist tatsächlich auch
das, was ich geschmacklich widerspiegel. Ich habe immer schön einen angenehmen
Quatsch dabei. Nicht zu grob, nicht zu fein.
Also wenn man so ein bisschen guckt.
hat er hier so eine ganz leichte Beule. Der Krokant ist schon fast so ein
bisschen sandartig, relativ fein.
Dieser Teig federt sehr gut zurück.
Die Wiener Masse war ja auch eine Herausforderung, aber hier hat es
tatsächlich super funktioniert.
Also so muss der Anschnitt schon aussehen.
Das, was tadellos funktioniert hat, ist die Buttercreme. Sie hat eine schön
helle Farbe und auch das Verhältnis von Marmelade zu Creme ist für mich super.
Was sagst du zum Crunch?
Er ist mir halt ein bisschen zu fein. Das ist halt nur ein Crunch-Geschmack.
Kommen wir zum nächsten.
Das, was hier vielleicht ein bisschen zu fein ist, ist da natürlich super grob.
Das erinnert mich gerade an eine sehr gute Schweinebratenkruste.
Das ist halt nicht so dieses gleichmäßige vom Krokant. Das ist halt
wirklich mehr so...
Die Marmelade ist genau in der Mitte. Allerdings kann man schon erkennen, dass
die Böden nicht ganz gleichmäßig dieselbe Stärke haben.
Handwerk hatten wir ja gesagt und Handwerk ist hier natürlich auch
gefordert. Das bedeutet, auch beim Durchschneiden muss man gucken, dass es
gleichmäßig ist.
Der Crunch ist auf jeden Fall da.
Ich persönlich hätte mir das einfach feiner gewünscht, weil das letztendlich
nicht das ist, was es quasi eigentlich sein soll.
Und die Aufteilung von den Böden ist es unten doch durchaus ein bisschen
trocken. Also der erste Geschmack ist der Boden und der bleibt auch dominant
da und das sollte mehr ausgewogen sein. Genau.
Die Buttercreme, also wenn ich mir hier oben die Rosetten angucke, die
verschwimmen so leicht, sind auch ein bisschen...
gelber von der Farbe her. Was eigentlich immer ein Zeichen ist, dass sie nicht
richtig aufgeschlagen ist.
Und wenn man ihn dreht, sieht man, hier ist er deutlich flacher.
Also da auch nicht ganz gleichmäßig gefüllt.
Wenn die Buttercreme nicht die Standfestigkeit hat bzw.
die Kühlzeit nicht eingehalten worden sind, dann kannst du natürlich dir da
die Dellen reindrücken.
Man sieht hier sehr deutlich, dass ich jetzt mehr Boden habe als Creme.
Ich habe das untere Stück genommen und da war fast nur Boden.
Beim nächsten Mal auf jeden Fall darauf achten, dass es gleichmäßig
durchgeschnitten ist, dass alle Böden gleichmäßig sind.
Und ich glaube wirklich, dass derjenige Probleme hatte mit der Buttercreme. Es
muss ja auch irgendwo zu dieser Schieflage gekommen sein.
Die Buttercreme sieht wirklich auf den ersten Blick richtig schön glatt,
cremig. Sie hat eine super schöne Farbe und auch die Farbe vom Krokant gefällt
mir sehr, sehr gut.
Die Böden sind alle gleichmäßig geschnitten. Und das, was wir oben drauf
schon vermutet hatten mit dieser Buttercreme, spiegelt sich auch hier
drin wieder.
Sie ist halt schneeweiß. Also genau so muss es halt letztendlich sein.
Es gibt für mich da nicht wirklich viel zu kritisieren. Die Marmelade ist super,
die Buttercreme ist super.
Ich finde, bei der merkt man umso deutlicher, wenn sie richtig
aufgeschlagen ist, wie fein sie eigentlich auch ist. Für mich tadellos.
Der Karamell ist sehr hell. Die Buttercremetupfen sind obendrauf sehr,
sehr klein. Es ist sehr, sehr dünn eingestrichen, weil ich kann tatsächlich
die einzelnen Böden von außen schon durchschimmern sehen.
Im Verhältnis zu den anderen sind die Böden viel, viel dünner.
Da wurde mit Buttercreme ausgeglichen, so wie es aussieht.
Hier ist halt einfach die Buttercreme ganz klar im Vordergrund.
Du hast immer dieses leicht Fettige im Mund. Selbst die Marmelade kommt gegen
dieses Fett einfach nicht an. Also da muss man auf jeden Fall gucken.
Das passt von dem Verhältnis her nicht. Es fehlt halt wirklich das
Ausgeglichene.
Von der Optik her gefällt er mir erstmal gut von der Form her, weil er relativ
gerade hoch geht.
Vom Anschnitt her, vom Verhältnis, die Böden gleichmäßig, Buttercreme auch
gleichmäßig gefüllt.
Ich habe einen guten Bohnengeschmack. Ich habe eine leichte Buttercreme.
Vielleicht hätte ein Tick mehr Konfitüre drin sein können.
Aber die Körnung vom Krokant gefällt mir auch sehr gut. Die ist wirklich
wunderbar. Der Krokant, das hat alles super funktioniert.
So ein Frankfurter Kranz symbolisiert ja auch eine Krone. Und ich finde, das
passt bei der hier schon sehr gut.
Du hast eine schöne Porung.
Er hat die Stabilität, das heißt da von der Teigführung her, alles das, was man
beachten muss, tatsächlich super umgesetzt.
Gleichmäßig gefüllt auch mit der Marmelade.
Der Geschmack, Buttercreme ist locker, ausgewogen.
Und mir gefällt halt wirklich auch so die Optik extrem bei der Variante. Für
mich persönlich ist das Ding komplett rund. Es passt.
Dass die Kirsche runtergefallen ist, ist für mich jetzt persönlich nicht ganz
wichtig. Das passiert sicherlich durch die Wärme. Ich gehe davon aus, dass die
Kirsche von Anfang an drauf gesessen hat.
Es ist relativ dünn eingestrichen. Hier ist überhaupt kein Krokant. Hier ist
eigentlich fast noch nicht mal Buttercreme zu sehen.
Dabei hat die Buttercreme für mich eine schöne Konsistenz, auch von der Farbe
her.
Die Böden gleichmäßig geschnitten. Aber von der Verteilung her gefällt es mir so
schon mal sehr gut.
Für mich hätte der Krokant ein bisschen brauner sein können oder dunkler sein
können, mehr geröstet.
Ansonsten der Boden hat eine schöne Porung. Er ist jetzt nicht ganz so
fluffig wie zum Beispiel bei seinem Vorgänger.
Beim Füllen... hätte ich mir ein bisschen weniger Preiselärmelade
gewünscht.
Du hast dieses Goldbraune, was ich eigentlich haben will vom Krokant.
Andererseits verschwinden natürlich auch so langsam die Buttercremetupfen.
Und jetzt könnte man sagen, okay, es liegt an der Wärme. Aber natürlich, wir
haben ja noch mehrere Beispiele quasi auf der Seite weiter rechts.
Dann sieht man auch, dass drin der Krokant nicht komplett gleichmäßig ist.
Also da habe ich fast nur Buttercreme.
Die Marmelade ist gleichmäßig verteilt. Sie ist überall in der Mitte. Die
Buttercreme ist sehr hell. Also das heißt, beim Aufschlagen hat tatsächlich
alles funktioniert.
Was mir persönlich sofort auffällt, ist, das Volumen vom Boden ist nicht ganz so
gelungen.
Was mir sehr gut gefällt, ist der Rastton von dem Karamellisierten von
außen.
Aber dieses Gleichmäßige, was ich mir gewünscht hätte von den vier
Komponenten, das ist hier ein bisschen verloren gegangen.
Sie ist nicht ausgewogen, was dir ja besonders wichtig ist auch dabei.
Welcher Kuchen ist der beste?
Das fragen wir uns jetzt. Deshalb dürft ihr euch gerne zur Beratung kurz
zurückziehen.
Man sieht schon Unterschiede, oder? Ja, auf jeden Fall. So ein klassisches
Konditorenhandwerk gleich in der ersten technischen Prüfung ist auf jeden Fall
eine Herausforderung.
Die Wertung war schlimmer als erwartet.
Ich meine doch, dass der Boden nichts war, ist auch der Rest kacke gewesen.
Ich habe schon öfter Frankfurter Kranz gebacken, aber so sah der noch nie aus.
Oh nein.
Natürlich auch hoffe ich mir den ersten Platz, das ist ganz klar.
Ich glaube, das wird für die Jury echt schwer werden, da eine Reihenfolge
festzulegen. Wir müssen wieder ins Detail gehen, wir müssen penibel werden.
Ich bin gespannt, was unsere Kandidaten dazu sagen.
Ja, ihr habt vorhin sanfte Kritik geübt, jetzt bin ich auf die Platzierung
gespannt und wir legen los bei Platz 10.
Und Platz 10?
befindet sich hier.
Sarah, einmal der Krokant, der einfach viel zu dick ist und die Buttercreme ist
halt auch noch nicht so richtig aufgeschlagen.
Platz 9 befindet sich direkt daneben und ist hier.
Steve, ähnliches Problem, der Krokant ist wirklich Viel zu grob, also da
feiner hacken mit dem Messer, damit er einfach auch gleichmäßiger wird.
Der achte Platz befindet sich hier außen.
Er geht an Laura.
Silvia ist auf Platz 7.
Hinter Barbara.
Vanessa hat es auf Platz 5 geschafft.
Und Christoph auf Platz 4.
Der Platz 3 findet sich hier.
Dirk, das Erste, was uns sofort aufgefallen ist, ist die Farbe vom
Karamell von außen. Du hast halt eine richtig schöne Kolorierung drin.
Beim Boden hast du nicht ganz das Volumen erreicht, was Platz 1 und 2
haben.
Platz 2, der befindet sich hier.
Jennifer, die Tupfen sind ein bisschen klein.
Aber ansonsten der Karamell von außen gleichmäßig. Richtig schöne Porung. Du
hast den Crunch dabei.
Wunderbar. Danke.
Und der Erstplatzierte?
Bleibt ja nur noch eine übrig.
Herzlichen Glückwunsch. Ich glaube, mit dem Ding kannst du dich tatsächlich auch
in Frankfurt sehen lassen.
Alles wirklich wunderbar. Die Farbe, die Buttercreme, die Proportionen. Es hat
tatsächlich alles gestimmt.
Tipptopp.
Dankeschön. Super.
Ich
wusste,
dass du Platz 1 machst. Ich wusste das.
Direkt den Platz 1 in der ersten Sendung zu bekommen, in der technischen Prüfung,
ist natürlich wirklich cool.
Ich bin Platz 10.
Ich habe es schon vorgeahnt. Ich habe mich nicht richtig konzentriert. Ich
habe die Butter nicht lange aufgeschlagen.
Mein Fehler.
Nach einer kurzen Verschnaufpause heißt es für die Hobbybäcker auf zur dritten
Aufgabe. Meine gebackene Visitenkarte.
Erst dann entscheidet sich, wer eine Runde weiterkommt und wer nicht.
Kommen wir jetzt zur dritten Aufgabe und da haben wir ein sehr schönes Thema.
Es lautet meine gebackene Visitenkarte.
Finde ich zum einen sehr schön, dann lerne ich euch noch mal ein bisschen
näher kennen. Und zum anderen stelle ich mir immer vor, statt man dem Gegenüber
einfach so ein Kärtchen in die Hand drückt, so ein Stück Torte, das wäre
doch was viel Besseres. Und ich glaube, die Welt wäre dann ein schönerer Ort.
Was erwartet denn die Jury von unseren Kandidaten? Natürlich eine Motivtorte.
Darum kommt man beim großen Backen nicht herum.
Ob ihr nun euren Job darstellt, ein Hobby oder irgendeine Leidenschaft, das
könnt ihr komplett frei entscheiden.
Fondant ist Pflicht, ebenso eine modellierte Dekoration.
Wenn ihr uns ein tolles Design, den perfekten Geschmack und die ganz
persönliche Note präsentiert, könnt ihr hier eigentlich nur noch gewinnen.
Ihr habt genau vier Stunden.
Ich wünsche euch gutes Gelingen, viel Glück und auf mein Kommando geht's los.
Auf die Plätzchen, fertig, backt!
Begegt! Eine Visitenkarte sollte genau widerspiegeln, was die Hobbybäcker
ausmacht. Und hier sind den Kandidaten keine kreativen Grenzen gesetzt.
Außerdem geht es ja auch um etwas, denn einer wird am Ende dieser Aufgabe Bäcker
der Woche.
Und einer muss gehen.
Ich bin ja eigentlich gebürtiger Mannheimer und ich back den Mannheimer
Wasserturm. Das ist eines der Wahrzeichen von Mannheim.
Etwas ähnliches hatte Steve mit der Dresdner Frauenkirche versucht.
Was ist heute sein Ziel?
Also meine Motivation ist jetzt sehr groß, natürlich jetzt ein gutes Werk
abzuliefern, dass ich hier dabei bleiben kann und darf, weil ich weiß, ich kann
auch mehr.
Ich habe noch einiges auf dem Kasten und ich will noch nicht gehen.
Unter Steves OP-Tuch schlummern Wiener Biskuit, eine französische
Schokobuttercreme und Cashew-Honig-Crunch, sowie Blutorangen
-Gelé und Kiwi-Kompott.
Vanessas Torte orientiert sich nicht an ihrem Job, sondern an ihrer Leidenschaft
für Hochprozentiges.
Das Thema meiner Visitenkarte ist ein Cocktail, der nennt sich Mascar Mule.
Und das ist ein Cocktail aus Ginger Beer und Wodka und Limette und Gurke.
Und das ist mein Lieblingscocktail und deswegen mache ich den als Torte.
Die Österreicherin Barbara mag zwar aus einem Binnenland kommen, doch ihr Herz
schlägt für die See.
Da ich voll die Wasserratte bin und schnorcheln und tauchen und schwimmen
liebe, mache ich für euch Unterwasserwelt und die heißt Anadessi.
Den Meeresgrund bedeckt ein Heidelbeer-Cheesecake mit Haselnuss
-Knusperboden. Darauf kommen Wiener Biskuit mit Topfencreme,
Heidelbeerkompott, Beeren und Mandelkrokant.
Steves Operation Weiterkommen beginnt mit einem Biskuitteig.
Während die Eizuckermasse dafür kaltgeschlagen wird, bereitet er eine
Eierlikörtränke vor.
Es ist ja auch Stress.
Es ist ja nicht so, dass man hier in Ruhe alles macht.
Ich schwitze jetzt schon.
Auch Silvia liebt das Wasser.
Allerdings mit Schaum. Ich bin hier am Badewannen-Junkie. Meine Torte heißt
Auszeit mit Blub.
Ich nehme mir jeden Abend die Auszeit in meiner Badewanne.
Und das stellt dann auch die Torte eben da mit.
Allem, was mir doch im Kopf geht.
Zwischen Vanilleböden mit Cremantmascarpone, Weintrauben und
Orangenfilets platziert Silvia eine gewickelte Schokocremtorte mit
Orangenkrispies und Pistazien-Erdnuss-Crunch.
Weckt das Sehnsüchte nach der heimischen Wellness-Oase?
Ich bin nicht hier, weil ich heimgehen möchte. Ich würde gerne noch bleiben.
Von daher, ich gebe alles.
Sanja mag gerne ungewöhnliche Zutaten. Was gibt's diesmal?
Ich habe mir überlegt, was aus meinem Kleiderschrank zu machen. Und zwar werde
ich eine Schneiderpuppe machen, die eine indische Trast tragen wird.
Die Grundlage für Dirks Monomer Turm ist ein Schokoladenkuchen.
Auch Laura legt schokoladig los, mit einem Schokobiskuit-Teig.
Ja, wir machen heute eine kleine Reise nach Österreich. Ich werde nämlich eine
Ski-Gondel backen, weil ich der totale Berge-Liebhaber bin. Egal ob im Sommer
oder Winter, mich zieht es eigentlich immer dahin.
Der Schokotrend setzt sich bei Erzgebirglerin Jennifer fort.
Ich mache heute eine Vintage-Gießkanne mit Blumen und Kräutern. Denn ich habe
zu Hause tatsächlich einen kleinen Kräutergarten angelegt. Und oft abends
gehe ich mit den Mädels durch den Kräutergarten mit einer alten Gießkanne.
Wir sammeln Kräuter, aus denen machen wir dann oben Tee oder Limonade und
Blumen, damit es ein bisschen schöner aussieht.
Christoph hat schon von Berufs wegen ein Auge für Proportionen. Das sollte man
seiner Torte später anmerken.
Mein Thema an meiner Visitenkarte ist mein Hobby, das Backen, aber eben auch
mein Beruf als Kunsthistoriker.
Und thematisch bzw.
durch die Dekoration verbinde ich quasi beides.
Unter Michelangelos Händen aus Modellier-Marzipan und Fondant treffen
Eiskaffee, Mascarpone, Sahnecreme, Kirschkompott und gebrannte Mandeln auf
Kaffeeschokoböden.
Komm jetzt.
Okay. Man muss sich viel Zeit nehmen und mit viel Liebe in den Teig gehen. Man
muss es spüren.
Mein Arm.
40 Minuten sind bereits verstrichen und so langsam sollten die Teige mal in den
Ofen. Das heißt, wenn man damit zufrieden ist.
Ich mache heute eine Rose, eine 3D-Rose.
Meine Lieblingsfarbe ist natürlich Rosa und ich liebe Rosen über alles und das
passt dann halt perfekt zu meiner Visitenkarte heute.
Sarah hat libanesische Wurzeln und lebt im schönen Ruhrgebiet.
Ich bin Sarah, ich bin 31 Jahre alt, komme aus Kasbrauxen.
Ich bin Make-up-Artist. Das macht mir auf jeden Fall richtig Spaß. Ich fühle
mich wohl, wenn ich gepflegt bin.
Ich mag es auch, meine Köpftücher mit meinen Kleidern anzupassen und mein Make
-up auch.
Ich lebe in einer Großfamilie. Meine Eltern kommen ursprünglich aus dem
Libanon.
Wir sind insgesamt neun Kinder.
Es ist wirklich immer was los.
Beim Backen bin ich eher ein Perfektionist. Es muss wirklich von
drinnen und von außen super aussehen.
Das Besondere an meinen Torten ist, die haben viel Glitzer und viel Rosa und es
macht immer Bling Bling.
Ich möchte meine Familie zeigen, hier, ich habe mein Backbuch. Ich will der
Jury und den Zuschauern zeigen, was ich drauf habe.
Die Öfen sind heiß, die Teige sind bereit.
Backzeit.
Die Wiener Böden sind schon im Ofen.
Jetzt mache ich den Crunchboden mit Keks und Haselnuss, Krokant und Butter.
Keksbrösel sind schnell gemacht.
Erdbeeren dauern länger.
Vanessa kümmert sich um ihre Creme.
Steve um sein Blutorange-Gelee. Auch bei Sanja fruchtet es.
Ich mache hier gerade meinen Mango-Kardamom-Kompott. Da kommen gleich
noch Granatapfel rein. Das soll nochmal so diesen indischen, tamilischen Touch
geben.
Abara Kadabara. Super dünn und ganz sehr lecker.
Dick und lecker schadet natürlich auch nicht.
Ich bin zufrieden. Backfarbe gefällt mir. Sieht gut aus.
Barbaras Heidelbeer-Cheesecake muss noch einmal in den Ofen.
Bei Silvia ist der Schokobisket dran.
Und Jennifer zeigt ihre herzhafte Seite.
Der Bacon kommt in die Gießkantorte rein, weil wir alle zu Hause beim
Frühstück Bacon lieben. Und zusammen mit etwas Süßem wie jetzt hier Birne und
Schokolade. Das ist lecker.
Das sagt Sarah sicherlich auch von ihrem Pistazien-Crunch und Silvia vom Crunch
mit extra Erdnüssen.
Mein Gott, nee.
Und immer ist die Kamera drauf.
Wir sind halt Profis.
Oha, wird hier etwas vergurkt?
Ich experimentiere ein bisschen. Ich gucke, ob ich auf den Boden noch ein
bisschen Gurke reinlege, damit man noch ein bisschen was rumkaut.
Vanessa ist vom Ufer der Delme angereist.
Ich bin Vanessa, ich bin 23 Jahre alt, ich komme aus Delmenhorst und im Moment
bin ich Lehramtsstudentin.
Ich wohne hier mit meiner Mama zusammen und mit zwei Katzen und einem Kater.
Vanessa kann beim großen Backen sehr weit kommen, weil, so wie ich sie kenne,
ehrgeizig, Perfektionistin. Sie wird es auf jeden Fall bis ins Finale schaffen
und sogar das Ding mit nach Hause nehmen.
Mein Stil beim Backen ist eigentlich ein großes Durcheinander. Ich probiere immer
von allem etwas, also ich versuche immer neue Sachen zu machen.
Ich habe ein recht gutes Auge für detailreiche Torten und dass ich eben
auch perfektionistisch sein möchte.
Christoph arbeitet inzwischen an seinem Kirschkompott. Bei Steve gibt's Kiwi.
Ich heiße Steve und in der Grundschule wurde ich damals immer statt Steve,
Steedy, Kiwi genannt. Deswegen dachte ich, mache ich da Kiwi mit rein.
Naja.
Liebe Hobbybäckerinnen und Bäcker, es ist Halbzeit, noch zwei Stunden.
Ja, tschüss.
Zwei Stunden, okay.
Mein nächster Schritt ist die Swiss Meringue Buttercreme und dazu...
Habe ich das Eiweiß und den Zucker auf ein Wasserbad gegeben und verrühre das
Ganze. Mehr wie 80 Grad darf es nicht bekommen, sonst hast du ein süßes Rührei
und das möchte ich nicht.
Diese Flocken sind aber auch nicht geplant, oder?
Es flockt schon scheiße. Das kann doch gar nicht sein. Warum flockt es denn?
Gestern konnte Betty Dirk helfen.
Schafft er es heute alleine?
So kann man das nochmal retten. Solange es nur ein bisschen passiert, ist alles
gut.
Vanessa hofft, dass ihr der Lime Curd gelingt. Sarah verfeinert ihre
Buttercreme mit Rosenwasser.
Ein paar Umdrehungen mehr dürfen es bei Jennifer sein.
Mein Schwiegerpapa trinkt gerne Whisky. Meine Schwiegerin auch.
Ich nicht.
Okay.
Sanja hat zwei Gieböden gebacken. Nun ist sie bei der Creme angelangt.
Ich werde jetzt in meinem Naked Mascarpone-Creme etwas Minzlikör
reingeben. Und dann meine Geheimzutat, und zwar ist das Menthol. Und das soll
die Jury so ein bisschen zum Nachdenken bringen. Und die Nase breim machen.
Vanessa kann jetzt schon schnuppern.
Oben auf meine Torte mache ich sozusagen Eiswürfel.
Und mein Plan ist es, dass diese Eiswürfel der Cocktail als Gummibärchen
sind.
In die Form kommt der Cocktail plus Gelatine.
Dirk setzt eine andere Duftnote.
Lavendel ist lecker, aber Lavendel kann auch wirklich nach hinten losgehen, weil
wenn du zu viel Lavendel rein hast, dann schmeckt das schnell nach Seife.
Aber in Verbindung mit dem Schokoladenkuchen darf es ein bisschen
mehr sein.
Ist Christoph etwa schichtbereit?
Jetzt geht's los, genau. Es ist noch leicht warm. Ich überlege tatsächlich,
ob ich jetzt schon anfangen soll zu füllen oder nicht.
Aber ich glaube, zwei Minuten im...
Gefrierschanken sind nochmal ganz gut.
Barbara bettet einen Boden auf den Heidelbeer-Cheesecake. Sarah bringt ihr
Erdbeergelee zum Einsatz.
Sonja spritzt die Minzcreme auf.
Laura verteilt Früchte. Und Vanessa gurkt durch ihr Rezept.
Silvia wickelt ihren Schokobiskuit zu einer Rolle auf.
Die Vanilleböden werden später allerdings waagerecht verarbeitet. Immer
besonders beliebt der Crunch-Effekt.
Ich gehe mal die Schüssel abwaschen. Ich nehme dir die schon mal weg, weil sonst
stapelt sich ja jeder weg. Das geht hier sonst überhaupt nicht.
Also das musst du echt.
Darfst auch noch Birne naschen.
Bin ich ja gespannt, was du schon mal dazu sagst.
Das finde ich geil.
Das ist ja wie Birne im Speckmantel. Und gleich bin ich im Speckmantel.
Dirk schichtet fleißig vor sich hin.
Die Schlappe aus der ersten Aufgabe scheint überwunden.
Ein ganz anderer Fall ist leider Christophs Torte.
Seine Kunst liegt in Trümmern.
Was ist passiert?
Ich kann es gar nicht genau sagen. Irgendwer hat die Statik nicht ganz
hingehauen. Okay.
Alles weg, ab in den Forster und dann nachher nochmal mit der Buttercreme
einstreichen.
Christoph braucht Hilfe.
Feste, feste. Das geht nicht auf.
Passt das?
Ja.
Ja, ich hoffe sehr, dass ich nachher was da stehen habe.
Denn schließlich geht es ja hier um etwas.
Liebe Kandidaten, ihr habt noch 60 Minuten.
Oder sagt man aber nicht. Ja, ich muss jetzt ein bisschen Gas geben.
Eine Kandidatin lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.
Barbara, du machst Felsenzucker.
Schon mal gemacht?
Ich bin jetzt spontan heute in der Früh drüber geschübert, habe ein Video
gesehen und habe gedacht, das ist perfekt.
Herzlich willkommen bei Das große Backen.
Ein Felsenzucker besteht aus gekochtem Zucker und einer Eiweißspritzglasur,
also Eiweiß mit Puderzucker aufgeschlagen. Das Ganze geht auf wie so
ein Schwamm und von daher sieht es halt aus wie Korallen.
Wenn das mal nicht zu Barbaras Unterwasser-Thema passt.
Juhu! Wohl cool.
Normalerweise tragen unsere Kandidaten dieses Jahr aufgrund von Corona ja
Handschuhe. Beim Modellieren ist aber das Problem, dass ich mit den
Handschuhen nicht unbedingt das Fingerspitzengefühl habe. Von daher ist
es für unsere Kandidaten erlaubt, dass sie in dem Fall die Handschuhe ausziehen
dürfen, müssen die Hände desinfizieren, können modellieren und Christian und ich
essen einfach die Modellierung nicht.
Es gibt ja genug Auswahl an Torten.
Das ist ein bisschen schief geworden, das ärgert mich.
Wenn ich da ein bisschen Degut drauf klatsche, dann fällt das vielleicht gar
nicht auf.
Dafür steht Dirks Wasserturm wie eine Eins.
Lauras Gondel und Saras Rose nehmen Gestalt an.
Aber was kann Christoph noch rausreißen?
Sobald ich den Tortenring abziehe, muss ich die Torte mit Ganache versuchen zu
kitten. Versuche zu retten, was zu retten ist.
Trümmer sind ja eher etwas für Archäologen als für Kunsthistoriker.
Jetzt muss Christoph über sich hinaus wachsen, wenn er das Ruder noch einmal
herumreißen will.
Die Frage ist, ob die Jury diese Grundsanierung gleich zu schätzen weiß.
Dieses Chaos ist überhaupt nicht für mich. Das ist mein innerer Schweinehund,
der sagt, räum auf, räum auf, aber man kann ja nicht. Der innere Honk, der
spricht zu mir, macht das sauber, macht das sauber, aber man kann nicht, man hat
keine Zeit.
Schrecklich.
Am Ende der Backzeit ist es egal, wie der Backplatz aussieht. Die Motivtorten
allerdings, die müssen eine wahre Pracht sein.
Liebe Kandidaten, ihr habt noch 30 Minuten Zeit.
30 Minuten? Schaffst du das? Ich hoffe. Du? Keine Ahnung. Stresslevel 1000
definitiv. Also ich komme jetzt gerade ganz schön ins Schwimmen. Ich werde
jetzt den Turbogang einlegen.
Moment. Okay.
Jetzt bloß keinen Fehler, Jennifer.
Volle Kanne Backpower.
Vanessa dekoriert ihre Eiswürfel. Laura wird die Gondel schon schaukeln.
Silvia darf das Kind nicht mit dem Bade auskippen. Jetzt geben wir die Zeit aus
für die Deko. Man unterschätzt die Zeit hier. Also es ist wirklich brutal.
Boah, seht ihr? Das kann dann passieren.
Das ist gerade abgefallen, aber ich pfusche das jetzt einfach da drüber. Und
das kann jetzt nicht sein.
Ja, super, das Ahno.
Jetzt ist alles egal. Davon ist leider fleckig geworden. Ich habe hier und da
Schokoladenflecken drauf.
Ist besser draus machen. Ist jetzt angesagt.
Liebe Hobbybäcker, ihr habt nur noch zehn Minuten.
Da glühen die Fingerspitzen.
Es wird geformt und gepinselt. Das ist der Moment, wo ich gerade echt am
Ausrasten bin.
Soll ich euch mein Magic Glitzer-Moment zeigen?
Ich nehme meinen richtigen Pinsel und jetzt viel Glitzer.
Beim Modellieren finde ich das richtig schön. Ich bin entspannt. Man kann
abschalten. Man kommt auf andere Gedanken.
Nur noch zwei Minuten.
Zwei Minuten.
Oh nein, zwei Minuten.
Hobbybäcker, die letzten Sekunden brechen an.
10, 9, 8, 7, 6, 5,
4, 3, 2, 1 und Schluss.
Hände weg vom Gebäck.
Das ist hier wie so ein Tanzen.
Geschafft.
Ich fühle mich großartig. Ich bin sehr erleichtert. Mir fällt ein Riesenschein
vom Herzen. Ich bin froh, dass ich was stehen habe.
Ich war gespannt, wie ich die erste Motiv-Torte hier hinkriege und dafür bin
ich ganz zufrieden.
Besser bei der Torte als in echt.
Ein Absturz ist heute leider unvermeidlich. Ein Kandidat wird das
große Backen nach der Verkostung verlassen.
Mein Ergebnis heute ist nicht zufriedenstellend. Du möchtest ja auch
nach zwei Aufgaben, die nicht so prickelnd liefen, endlich mal zeigen,
hallo, ich bin nicht umsonst hier. Ich kann das wirklich.
Ich bin gespannt auf das Urteil von der Jury.
Ich will endlich da rein. Ich will wissen, was die sagen.
Ich kann auch gerade Böden schneiden. Das habe ich jetzt in meiner Rosentorte
gezeigt. Ich kann. Wow, ich kann.
Schön sieht's aus. Eure Visitenkarten sind wirklich der Hammer.
Und wenn Sie zu Hause sich jetzt für diese Torten interessieren, Sie können
natürlich alles nachlesen auf unserer Visitenkarte auf dasgroßebacken.de.
Ihr habt jetzt die Arbeit, ihr dürft verkosten und wir beginnen bei Barbara.
Ja, Barbara, sag doch mal was zu deiner gebackenen Visitenkarte. Meine gebackene
Visitenkarte heißt Under the Sea, weil ich absolut eine Wasserratte bin und ich
liebe es zu schwimmen, zu schnorcheln, zu tauchen. Auf den ersten Blick das
Thema Under the Sea genau zu erkennen. Ich kann den Fisch sehr gut erkennen.
Mir gefällt auch die Farbauswahl von außen her. Von meiner Seite her alles
richtig gemacht.
Man sieht den einen Strich, man sieht die Dicke vom Fondant. Gefällt mir
beides sehr gut. Handwerklich gut gearbeitet. Auch die Böden gleichmäßig
geschnitten.
Der Knusperboden ist nicht zu fest.
Dazwischen dein Cheesecake hat auch die richtige Konsistenz. Die Cremen, die
Böden, auch da vom Handwerklichen auch alles richtig gemacht.
Ich muss sagen, ich bin nach wie vor schwer beeindruckt, wie viele Techniken
du in dieser Zeit quasi in deinen Kuchen eingearbeitet hast und geschmacklich ist
es rund.
Danke. Vielen Dank.
Es ist
total stimmig.
Ich wüsste nicht, wie man diese Gießkanne besser machen sollte.
Danke.
Handwerklich gesehen, da muss ich sagen, das ist für mich tatsächlich die 1+.
Danke.
Man sieht die einzelnen Böden, man kann die Fruchtkomponenten sehen. Du hast
wirklich sauber von oben nach unten geschichtet. Du hast immer denselben
Abstand. Also das, was man von außen sehen konnte, dass du handwerklich
wirklich sehr, sehr gut arbeiten kannst, spiegelt sich auch in deiner Torte
wieder.
Die Torte schmeckt wirklich sensationell. Wenn du es von oben nach
unten isst, hast du immer wieder andere Highlights. Dieser Rauchgeschmack vom
Bourbon zusammen mit dem Speck, dann hast du die Birne dabei.
Hatte ich bis jetzt in acht Jahren hier noch nicht.
Danke.
Ich arbeite in Dresden in der Uniklinik in der Kinderchirurgie und deswegen habe
ich euch einen Operationstisch der Kinderchirurgie gebacken.
Also das Motiv kann man eindeutig erkennen.
Die Torte an sich ist so ein bisschen schief auch bei dir geworden.
Von der Schichtung her, ich kann hier die beiden Fruchteinlagen sehen. Hier
habe ich die Blutorange und man sieht aber hier drin auch schon so ein
bisschen, dass du hier oben auch gekämpft hast, dass es da schon uneben
wurde.
Es war ja für mich eine Kombination, die ich so in der Form noch nie kannte. Kiwi
mit Blutorange. Wäre ich jetzt im Kopf nicht drauf gekommen, passt es oder
passt es nicht. Und ich kann es auflösen, es passt.
Tausend Dank.
Ich fahre gerne Ski, von daher dachte ich mir, ich bringe euch eine Skigondel
mit. Es steht, es hält bis auf oben das Seil, wo die Gondel dranhängt.
Ich kann das Motiv auch sofort erkennen.
Auch deine Modellierung hier vorne gefällt mir gut. Sie stimmt von den
Proportionen.
Du hast sauber von außen gearbeitet, in dem Fall auch sauber von innen,
makellos.
Geschmacklich muss ich sagen, es ist gut. Es ist jetzt, sage ich mal, nichts
Spektakuläres.
Was fehlt, hat noch so dieses gewisse Etwas.
Vielen Dank. Danke.
Ich habe euch heute meine wahre Liebe mitgebracht. Ich liebe Rosen
über alles und die Farbe Rosa sehr.
Und ich liebe den Film Schön und das Biest und das wollte ich heute
mitbringen. Das ist das Erste, woran man denken muss, wenn man eine Rose sieht
mit einer Glasklocke drüber.
Ich hätte, glaube ich, am Rand nicht komplett bis nach unten gearbeitet,
sondern hier einfach größere Blätter gemacht.
Ich glaube, du hättest dir eine halbe Stunde mindestens sparen können.
Okay.
Wir beide haben jetzt den Anschnitt, diese Farbe von den Pistazien, die dann
raus sind. Du hast hier den Geleeboden, der ist ganz klar zu erkennen.
Natürlich deine gebackenen Biskuitböden. Du hast einen wirklich sehr, sehr
kunterbunten und sehr interessanten Anschnitt.
Ich finde es schön, dass du es doppelt geschichtet hast.
Dadurch habe ich auch immer wieder die Chance, bei so hohen Torten von beiden
Schichten auch jederzeit was zu bekommen.
Mein persönliches Highlight innen drin ist halt letztendlich das Gelee, weil es
einfach nochmal eine ganz andere Textur ist. Was für mich aber persönlich ein
bisschen untergeht, ist das Rosenwasser.
Okay. Vielen Dank.
Danke schön.
Was mir noch fehlt, ist hier, dass du den Rand unten freigelassen hast. Ab und
zu ist da auch mal eine kleine Delle drin. Es fehlt mir noch so ein bisschen
die ganz exakte Fehltorte.
Hier drin ist die Wickeltorte. Hier ist ein Boden, da ist die Creme.
Also sehr gleichmäßig auch aufgewickelt.
Ich hätte es tatsächlich für die Zukunft einfach, damit dieser Kontrastherde zum
Vorschein kommt.
Tatsächlich dunkle Mousse mit den hellen Böden gemacht, weil jetzt sieht es quasi
für jeden so aus wie ein dunkler Barren in der Mitte.
Die Mousse von den Konsistenzen her erschlägt fast alles.
Gerade diese hellen Schichten sind toll abgeschmeckt, aber man muss wirklich
oben und unten erstmal essen und dann die Schokolade. Die schmeckt super
lecker, aber was Christian schon gesagt hat, es erschlägt das Helle komplett
gerade. Vielen Dank. Danke.
Ja, Gebäude sind natürlich immer extrem schwierig.
Ich finde, was ist schön gelöst, das stimmt auch so von den Proportionen her.
Was ich schade finde, ist, es sackt hier hinten so ein bisschen ab.
Wahrscheinlich fehlt da einfach so ein bisschen Kühlzeit.
Es riecht sehr schokoladig.
So Dirk, jetzt schätze mal, welche Note würdest du dir selber geben?
Geschmacklich würde ich mir tatsächlich eine Eins geben wollen.
Ich kann es bestätigen.
Es ist definitiv sehr, sehr gut.
Den Lavendel einzuarbeiten ist genauso schwierig wie Rosenwasser einzuarbeiten,
weil es wirklich sehr schnell sehr unnatürlich und unangenehm zum Essen
sein kann. Aber du hast es wirklich wunderbar eingearbeitet. Geschmacklich
Bombe.
Dankeschön.
Gerade Kleider und Proportionen ist ja immer etwas schwierig, gerade wenn ich
dann noch eine Torte schichten muss. Für mich wirklich sehr gut umgesetzt.
Danke.
Du hast tatsächlich alles an Aromen eingearbeitet und sie schmecken alle
zusammen wirklich hervorragend. Also das heißt, das Fingerspitzengefühl nicht nur
von den Texturen her, sondern auch von den Geschmäckern, die du
zusammengebracht hast in deiner Torte, ist dir wirklich wunderschön gelungen.
Dankeschön.
Das ist der Moscow Mule, der auch im
Inneren realisiert ist.
Obendrauf diese Eiswürfel, das ist der Cocktail sozusagen als Gummibärchen.
Form und Farbe stimmt auch mit den Eiswürfeln. Hervorragend umgesetzt.
Ich bin eher der Biertrinker, deswegen fang du mal an. Ist ein sehr intensiver
Geschmack. Es passt aber alles zusammen. Mir schmeckt's.
Der erste Geschmack, der sofort aufgekommen ist, war tatsächlich diese
Frische von der Gurke. Das war halt einfach tatsächlich ein genialer Streich
von dir. Weil ich persönlich muss sagen, es schmeckt zu 100 Prozent genau nach
dem Cocktail, so wie ich es im Gedächtnis habe. Und das in einen Kuchen
umzuwandeln, großes Tennis. Vielen Dank. Danke schön.
Oben drauf habe ich einen Detail aus Michelangelo's Deckenfresco der
Saxonischen Kapelle modelliert. Das soll diese Torte eben aussagen, dass jede
Torte eben auch ein kleines Kunstwerk darstellt.
Ja, das Wichtigste ist, in deiner Situation die Nerven zu behalten. Und
wenn dann plötzlich was komplett aus dem Ruder läuft, dann geht einem während des
Backens schon mal der Arsch auf Grundeis. Ganz großer Respekt, dass du
dich hast nicht hängen lassen.
Mir gefällt die Idee, es ist schön umgesetzt.
Vor allem diese Marmorierung, das wäre natürlich schöner gewesen, wenn diese
Torte wirklich scharfkantig gewesen wäre.
Ich bin auf den Geschmack gespannt.
Ich hoffe, die Torte hält gleich, wenn wir sie anschneiden.
Der Boden an sich ist tatsächlich sehr, sehr lecker. Aber auch diese Kirschen
hast du sehr gut abgeschmeckt. Und der ganze Kuchen von innen ist jetzt nicht
trocken, sondern sehr schön saftig.
Vielen Dank. Dankeschön.
Das war eine leichte Aufgabe für die Jury. Jetzt wird es allerdings schwerer,
denn die Jury muss entscheiden, wer war der Beste von euch und bekommt die rote
Schürze und ist somit Bäcker der Woche. Und wer muss uns hier als Erster
verlassen? Und deshalb zieht die Jury sich jetzt kurz zurück und ihr müsst
euch ein kleines bisschen gedulden.
Ich würde jetzt sagen, die Operation ist mittelmäßig verlaufen. Ich hoffe es für
mich, dass ich noch eine Runde weiterbleiben kann.
Also wenn ich jetzt daran denke, dass jetzt gleich jemand gehen muss, das ist
hart. Das sind echt eine tolle Truppe, aber es ist Spiel.
Alle drei Aufgaben gehen in die Wertung ein.
Jeder Kandidat hat Stärken und Schwächen offenbart.
Bei wem sieht die Jury das größte Potenzial? Und wer schafft es nicht über
Runde 1 hinaus?
Die erste Verkündung steht an.
Jetzt.
Liebe Kandidaten, die Jury hat sich entschieden.
Sie wird euch gleich mitteilen, wer weiterbacken kann und wer uns leider
verlassen muss.
Einer von euch wird in der nächsten Woche mit einer sehr guten Startposition
hier loslegen, denn er wird Bäcker der Woche und bekommt damit die rote
Schürze. Liebe Jury.
Wer wird's? Ihr habt alle gut losgelegt heute.
Betty und ich, wir sehen sehr viel Potenzial in diesem Jahrgang.
Den besten Start von euch hingelegt hat
Jennifer.
Du bist unsere Bäckerin der Woche.
Herzlichen Glückwunsch. Vielen Dank.
Dankeschön. Genieße jede Sekunde, die du diese Schürze trägst, weil jeder andere
dieser Kandidaten versucht sie dir natürlich so schnell wie möglich
abzulotsen.
Wenn Träume wahr werden, mein Traum ist rot und hat Gold das große Backen
draufstehen, der ist jetzt wahr geworden. Einmal die rote Schatte.
Ja, es ist grandios, phantastomanisch, wirklich.
Die zweite Entscheidung ist uns unglaublich schwer gefallen.
Sarah und Silvia, kommt bitte nach vorne.
Sarah. Mit deinem Lieblingsrezept, den kleinen orientalischen Desserts, hast du
uns schon gezeigt, wie kreativ du mit Aromen spielen kannst.
Bei der technischen Prüfung allerdings hast du nur den letzten Platz belegt.
Silvia, du hast bei der technischen Prüfung eine solide Leistung gezeigt.
Allerdings ist bei deinem Lieblingsrezept so einiges
schiefgelaufen.
Ausschlaggebend für unsere Entscheidung war daher eure Visitenkarte.
Und da war eine deutlich besser als die andere.
Aus diesem Grund muss uns leider heute schon verlassen
Silvia.
Ich hoffe, du bleibst dabei mit derselben Energie, mit demselben Elan,
in dem wir dich jetzt kennenlernen durften. Es hat unglaublich viel Spaß
gemacht. Dankeschön.
Ich wünsche Ihnen alles Glück der Welt. Ich würde Ihnen allen Neuen gönnen, dass
Sie gewinnen. Es sind wirklich mega starke Bäcker. Toi, toi, toi. Und ich
werde es verfolgen.
Nächste Woche werden wir dann hier weitermachen im Zelt mit neun
backwütigen Kandidaten. Und da reisen wir dann nach Frankreich. Dieses Land
hat ja die Patisserie erfunden. Oder zumindest das Wort.
Ich sag mal so, wir sehen uns nächste Woche zur gleichen Zeit hier in Sat.1.
Tschüss!
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