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Original subtitles

Koks.

Enrique? Komm, lass uns rein. Wir wollen nur ein Interview.

Okay, das sieht nach Rockstar aus.

Herr Iglesias.

Das wird es bringen.

Kannst du aufmachen? Wir haben die Karte unten vergessen.

Dummes Personal.

Fotos machen. Minibar untersuchen.

-Koks. -Fotografieren.

Er ist im Bad.

I can be your hero, baby

I can kiss away the pain

In echt ist der viel kleiner.

I will stand by you forever

Sag mal, lallt der?

Ich dachte mir, dass der Play-back singt.

I can kiss away the pain

-Hallo... äh, si? -Was machst du für Scheiß?

What?

Für die Nummer kriege ich 50 T-Shirts extra.

Forty!

-Fünfzig. -No!

-Mit wem redet er? -Sein Agent.

Vielleicht kriegen wir Details mit.

Schlag ein, dann schaffe ich sie dir vom Hals.

Okay!

Fuck.

Der ist fertig. Das wird nie was mit dem Interview.

Sofort raus aus der Suite von Herrn Iglesias. Oder wir rufen Polizei.

Man geht nie ohne ein Foto.

-Okay. -Der verklagt uns.

Ich bin so im Arsch.

Du schläfst noch gar nicht?

Erst mal wollte ich schon mal sagen, dass alles...

Das war es. Aus und vorbei.

Bitte sag das nicht, Alter.

Man muss auch mal realistisch sein.

Ich mache Hitler den ersten Platz in Sachen Untergang streitig.

Ich bin kein Journalist.

Alles, was ich geschafft habe, ist ein Foto von seinem Arsch.

Du hast nur seinen Arsch erwischt?

Das glaubt mir doch keiner. Das könnte auch deiner sein.

Also, nur mit viel Fantasie.

Ich schaffe es nie so wie du.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis du mich verlassen wirst.

Ich habe seit zwei Ausgaben keinen einzigen Artikel mehr geschrieben.

Ich verlasse dich nicht, bevor es dein Verlag ist.

Was ist dein Geheimnis? Wie machst du das?

Hast du eine Art Mantra?

Morgen gehst du da raus und zeigst es ihnen. Morgen wird dein Tag.

Wirklich?

Na ja, du bist nur eine Deutsche. Aber du kannst es trotzdem schaffen.

Dodo, willst du nicht mitessen?

-Es ist keins von deinen Rezepten. -Danke.

Ich muss mal.

Ich muss mal.

Ich habe mich eingenässt.

Macht doch nichts.

Trink das, Hasi. Hm?

Wo ist Vati?

-Vati muss baden. -Haben wir gemacht.

Das war nicht so einfach.

Als er was in die Augen gekriegt hat, hat er gebissen.

Weil ihr zu grob zu ihm wart.

So einen Schädel hatte ich das letzte Mal 1988 auf der Osho-Party.

Du, ich hab dir unrecht getan.

-Ständig, ich weiß. -Nein, im Ernst.

Das mit Vati kannst du nicht alleine machen.

Ich muss.

Du warst drei Tage nicht in der Praxis oder hast geschlafen.

Worauf wollt ihr hinaus?

Es ist besser, wenn er in ein Pflegeheim kommt.

Nur über meine Leiche.

So ist das nicht mehr lange hin. Hasi.

Was soll das?

Du bist beteiligt, also mach was.

Mit 60 Prozent gehört mir die Firma.

Chef arbeitet nix.

Chef sitzt nur da und dreht Füßchen.

Aber ihr werdet lernen, zu nähen, bis eure Finger bluten wie Froschkönig.

Du tickst wohl nicht richtig.

Arbeite, oder ich setze dich vors Fenster, mein Lieber.

Kannst du vergessen. Mach neu.

Die Taschen sind voll verkehrt.

Ist alles extra.

Extra scheiße, oder was?

Da ziehst du schneller als dein Klingelton. Zack, zack.

Gar nicht schlecht. Mach Nike draus.

Ey, Vladi, was geht? Die gefälschten Klamotten sind fast fertig. Kein Grund...

-Hey! -Wieso geben wir Ware immer wieder an die?

-Weil er sie verkauft. -Wenn wir selber verkaufen, mehr Gewinn.

Aber er hat die Kontakte.

Kontakte? Was soll schwierig sein? Du gehst zum Flohmarkt,

kriegst du Kundschaft. Ich entscheide. Wir sind selbstständig.

-Wir machen großes Geschäft. -Machen wir nicht.

Nach der Lieferung ist das vorbei. Ich lüge Lena nicht noch mal so krass an.

So.

Bitte.

Vielleicht ein Artikel über Brötchen.

Wie so was hergestellt wird und so.

Vati,

wir müssen mal mit dir reden.

Worüber?

Ja, das ist so... Weißt du, ich...

Wie werden eigentlich Brötchen gemacht?

Das ist super.

Ich kann das nicht.

Was hat sie? Hat sie meine Blutwerte bekommen?

Nein.

Wir denken darüber nach, dir ein Pflegeheim zu suchen.

Ich glaube, die Brötchen-Idee ist ganz groß.

Lieber sterbe ich hier drin

den selbst gewählten Heldentod,

als mir von einem Wehrdienstverweigerer

den Hintern abwischen zu lassen.

Es ist doch nur zu deinem Besten.

Ich dachte, du liebst mich.

Das tue ich ja. Deswegen will ich dich nicht aus Versehen umbringen.

Du bist doch so zerbrechlich.

Es geht mir schon viel besser.

Scheiße.

Äh, Brötchen?

Ja. Aufbackbrötchen, frische Brötchen, Vollkornbrötchen.

Oder auch Müslistangen.

Lass mich mal nachdenken. Nein.

Cem glaubt an dich. Dann glaubst du auch an dich.

Ich habe gelesen, dass ein Meteor in 90 Jahren auf der Erde einschlägt.

Schlag die Idee in 90 Jahren vor.

Oder so hardcore.

Alcopops, Komasaufen: Teenager außer Kontrolle.

Klischee, komm raus, du bist umzingelt.

-Bitte, was? -Entschuldige, ich habe nichts gesagt.

Klischees today.

Die 100 coolsten Klischees.

Alle Tänzer sind schwul.

Warum Frauen nicht einparken können.

-Alle Ausländer sind kriminell. -Ich?

- Und ich? -Keine Ahnung, Fotos.

Damit wir uns richtig verstehen, ich will, dass die Klischees stimmen.

Jette, aber es sind gar nicht alle Ausländer kriminell.

Ist mir doch scheißegal!

Tickt ihr nicht ganz richtig? Das wird ein Nachspiel haben.

Ihr seid alle im Arsch. Alle!

Was soll das? Was hast du gesagt?

Dass wir 20 Prozent mehr wollen. Oder wir machen uns selbstständig.

Bist du irre? Ich habe dir gesagt, ich will damit aufhören.

Wir hören auf, wenn Chef sagt, dass Schluss ist.

Wir können sehr reich werden.

Ich kann mir endlich einen neuen Elfer kaufen.

Oder einen Jaguar. Mit Fahrtwind im Gesicht

fahre ich nach Erzurum.

Ey, wir haben gar keine Kohle zum Investieren

Und wir brauchen 1000 Blanko-Klamotten.

Was ist mit seiner schmutzigen Kneipe?

-Die gehört mir. -Läuft nicht.

Ist immer geschlossen. Verkaufen wir einfach.

-Was? -Und dann, wir investieren

und werden alle Millionäre.

Ich verkaufe gar nix.

Und ich steige sowieso aus.

Dann rufe ich eure Freundinnen an.

Okay.

Dann verkaufen wir die Kneipe.

Du bist echt durchtrieben für dein Alter.

Alt, aber immer noch jung genug, um zu wissen, wie der Igel läuft.

Der Hase, Alter.

Igel, Hase, Schäferhund. Mir egal.

Toll, dass ihr euch ein Bild von den Menschen hinter der Straftat macht.

Für die meisten sind ja Ausländer automatisch kriminell.

Ja, ja, immer diese Klischees.

Ist jemand für uns dabei?

Genau, also. Hier haben wir einen Stefan,

dann einen Lukas, einen Günther

und dann einen Harald.

Gibt es vielleicht auch wen mit Migrationshintergrund?

Wir müssen Fingerabdrücke nehmen.

Kommen Sie. Ich erkläre Ihnen das.

Hi.

Was hast du angestellt?

BMW geknackt. Müssen sie mir aber erst mal beweisen.

Das dürfte nicht ganz so schwierig werden.

-Lena Schneider. In Be Twen. -Achim Meier.

-Achim? -Wir dachten, du bist vielleicht Spanier.

Ist leider nur Sonnenstudio.

Hättest du ein Problem damit, wenn ich dich im Artikel Achmed nenne?

-Ja, genau so, schön. -Schön böse.

Und immer schön in die Kamera.

Haben wir eine Waffe, die wir ihm in die Hand drücken können?

Spießer.

Nehmen wir doch einfach das hier. So, vielleicht ein bisschen so.

Wir schreiben einfach, dass er bevorzugt Deutsche mit dem Tacker verprügelt.

So, ein bisschen Gangster. Und ja.

Haben wir. Super. Mark, kannst ihn wieder mitnehmen.

Das wird sich positiv auf meine Strafe auswirken?

-Ja, klar. -Klar.

An deiner Stelle hätte ich ein Problem, über kriminelle Ausländer zu schreiben.

Ich kann also nicht Berufliches und Privates trennen?

Nö.

Das ist meine Chance, und ich werde sie nutzen.

Ich bin Profi. Kalt wie Eis.

Falls ihr Rechtschreibfehler entdeckt, immer her damit.

Du lebst seit vier Jahren mit uns, und das ist dein Bild von Ausländern?

Das ist echt eine Beleidigung.

Aber ich bin doch gar nicht fertig.

Und du, Cem. Wie findest du es?

Na, scheiße halt.

Glaubst du, die wollen kriminell werden?

Die werden dazu gezwungen, Mann.

Von ihren Eltern, Großmüt...

Großeltern. Was weiß ich.

Die meisten wünschen sich nur, irgendwie aus der Scheiße rauszukommen.

Aber es zieht sie immer weiter rein.

Sie kämpfen und geben alles,

um diesen einen kleinen, winzigen Fehler wiedergutzumachen.

Aber es ist zu spät. Sie sind im Sumpf des Verbrechens.

Äh, Cem.

Niemand wird gezwungen, kriminell zu werden.

Und niemand mag Ausländer, wenn so ein Scheiß geschrieben wird.

Ich finde es sehr gut.

Besonders die Stelle mit den rezessiven Genen.

Das ist sehr anschaulich.

Ähm, das ist nicht Lenas Pamphlet,

sondern meine Aufsatz über Genetik. Danke, Doris.

Ach so.

Allah, Allah.

Oh je. Ein moralisches Dilemma.

Aber seit wann hat Presse was mit Moral zu tun?

Wer Karriere machen will, muss über Leichen gehen.

Morgen hole ich das ganze Nähzeug aus dem Zimmer meiner Oma und verbrenne es.

Und wenn sie uns auffliegen lässt?

Das macht sie nicht. Sie hängt mit drin.

Ja, aber die Kohle ist nicht ohne, Alter.

Costa, das ist echt kein Spaß mehr.

Wenn die uns erwischen, sind wir im Arsch. Vladi macht uns noch alle.

Mann, das ist die Textil-Mafia.

Sieh du dich doch in aller Ruhe um. Wir sprechen mit der Geschäftsführung.

Ich hasse dich.

Vorsicht!

Mein Hörgerät liegt auf dem Stuhl.

Wenn Sie weiter so schreien, brauche ich auch eins.

-Bitte? -Schneider.

Nein, nein. Eier gibt es erst mittwochs.

Mit Senfsoße?

Ja, warum schreien Sie denn so?

Esther Rosenstein.

Jetzt sind die Batterien wieder aus.

Schneider, Hans-Hermann.

-Ja, bitte? -Katholik.

Das könnt ihr nicht machen. Meine Rente. Mein Sportwagen. Meine Zukunft.

Es ist vorbei. Du kannst Fahrrad fahren.

Es ist mein Business.

-Wir sind draußen. Echt. -Ja, Mann.

Ja, sicher.

Lauft hoch!

Ich werde mich verteidigen. Ich habe schon Kurden aus meinem Gemüsegarten vertrieben.

-Ich ziehe jetzt nicht den Fuß ein. -Den Schwanz.

Schwanz, Fuß, Nase. Mir egal. Komm her, wenn du dich traust.

Guten Tag. Mein Name ist Schneider.

Könnten Sie mir vielleicht ein paar Erfahrungen schildern?

Wie ist das Essen? Die Betreuung? Die Freizeitmöglichkeiten?

Herr Niesenstätter, Sie hatten schon Ihren Kaffee.

-Ganz schön frech. -Nein!

Oh Gott, Didi, das ist ein KZ hier, kein Altenheim.

Hierher kann er nicht.

-Oh, wundervoll. Herrlich. -Warten Sie, ich habe noch einen.

Nein, bitte. Ich kann ja nicht mehr.

Sparen Sie sich doch Ihre wunderbaren Geschichten

für später auf.

Wir haben noch

viele laue Abende, wo wir hier gemeinsam sitzen werden.

-Wir gehen. -Wann kommen wir wieder?

-Gar nicht. -Auch egal. Macht es gut.

Vati, du gehst mit. Wir lassen dich hier nicht allein.

Das ist nicht dein Stil.

Warum tut ihr das?

-Weil wir dich lieben. -Aber...

Es ist plötzlich so still.

Keine Ahnung. Vielleicht haut der wieder ab.

Er pisst auf den Flur.

Dann pisst er Benzin.

-Tu was! -Was denn?

Das Unvorstellbare!

Das kann ich nicht.

Tu es!

Hey, Baba, was ich dir sagen wollte...

-Hilfe! -Hilfe!

Hab dich unterschätzt. Die Verbrechergene spiegeln sich in Achmeds kalten Augen.

Das nenne ich gut recherchiert.

Hm, danke.

So stelle ich mir die Ausländer vor.

Aber die Fotos sind auch ganz gut, ne?

Still, wenn ich mit Lena rede.

Dafür verdienst du das Volo.

Ja? Ich meine, wieso ausgerechnet für den Artikel?

Du hast dich gesperrt.

Du wusstest, dass du gegen deine innere Überzeugung handelst, und du hast trotzdem

das geschrieben, was die Leute da draußen hören wollen.

Du hast dich für den Erfolg verkauft.

Und so, verdammt noch mal, wird Entertainment gemacht.

Freut mich. Auch wenn ich es dir nicht gönne.

Ich nehme den Bericht über Frauen, die schlecht einparken.

Moral hat in diesem Job nichts zu suchen.

Mann, dann schmeiß mich doch raus!

Drei Ausgaben Horoskop.

Für euch beide.

Vielen Dank auch.

Wie kann man nur so wild darauf sein, Erbsen aus Schnabeltassen zu trinken?

Lass ihn. Das ist doch wieder so eine demente Trotzreaktion.

-Bitte, bitte, bitte. -Schluss, aus, kein Heim.

Jetzt seid ihr zu weit gegangen.

Ihr habt mir das Herz gebrochen.

Das hat nicht funktioniert.

Keine Sorge, ich kann auch...

Was ist denn hier passiert?

Nimm das! Und das!

-Ist das eine Übung? -Keine Übungen, Metin, habe ich gesagt.

Hasi eins?

Ist alles in Ordnung?

Geht schon.

Ich habe ihn, Kommissar Öztürk.

Gleich aufs Revier.

-Abend. -Abend.

-Was ist das? -Das gehört Cem.

Er zwang mich, T-Shirts zu fälschen.

-Was? -Was?

Cem!

-Nein, Cem. Mach dir Tür auf! -Hilfe!

Ich nehme euch fest!

Der passt dir sowieso nicht.

Mach dir Tür auf!

-Ich kann es immer noch nicht glauben. -Pech gehabt.

Wir müssen endlich aufhören, alle Ausländer mit Klischees zu betrachten.

Nicht jeder Türke wird in Handschellen abgeführt.

Cem.

Na, Schatz, schon Feierabend?

Komm.

Wer zu Gast hier ist, hält sich an die Gesetze.

-Du und dein tolles Deutschland. -Vati, das ist Ludmilla.

-Russin? -Ukraine.

Ausländerbehörde?

-Was droht den beiden? -Knast.

Knast?

Komme ich in eine Zelle mit Mördern?

Pädophile, Nazis, Konzernchefs.

Der Abschaum Deutschlands erwartet uns. Aber wir bleiben Getto.

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