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(ruhige Musik)
(zarter Gesang)
(Musik setzt sich fort.)
(Musik wird schwungvoller.)
(Musik setzt sich fort.)
(Musik wird lauter.)
(Musik wird ruhiger.)
(zartes Funkeln)
(Sally:) Sie haben sicher Geschichten von den Owens-Schwestern gehört.
Von denen aus Massachusetts.
(gedämpft:) Die, über die ihre Nachbarn tuscheln, sie seien Hexen.
Wenn nachts das Verandalicht brennt, das ist seit Jahrzehnten der Fall,
suchen die Leidenden bei Tante Franny und Tante Jet nach Hilfe.
Einen Balsam, um alte Gelenke zu schmieren.
Einen Zauber, um Geliebte zu betören, oder um ein gebrochenes Herz zu heilen.
Die Geschichte der Hexerei in unserer Familie begann mit Maria Owens.
Im Augenblick von Liebeskummer und Verrat sprach sie einen Zauber aus,
um allen Owens-Frauen die Qualen der Liebe zu ersparen.
Doch der Zauber wurde zu einem Fluch:
Jeder Mann, der eine Owens-Frau liebte, war von tragischem Schicksal gezeichnet.
Wir glaubten, wir hätten es beendet, doch als Gary starb,
wusste ich, dass der Fluch mit uns noch nicht fertig war.
Ich umarme dich. - (Gillian wimmert.)
Damit zerreiße ich das Band.
All meine Zauber weichen mir aus der Hand. - (Gillian schnieft.)
(Sally:) Zauber und Wunder vergehen, normales Leben daraus entstehen.
Keine Spur von Magie kehre je zurück. - (leises Säuseln)
(Säuseln endet.)
Die Liebe, die wir haben, diese Familie ...
ist alles, was wir brauchen. Okay? - (Mädchen:) Okay.
Na los.
(Mädchen lachen.) - (Krähe krächzt.)
(Gillian seufzt.)
Sally, das kannst du nicht ... Was ...
Schwöre bei unserem Blut, dass du ihnen niemals sagst ...
was sie sind. - Nein. Das kann ich nicht.
Sie dürfen keine Erinnerung an Magie haben. Du musst es mir schwören.
Schwör's bei unserem Blut.
Okay, ich schwör's.
Ich schwöre es.
Danke.
(Gillian:) Das war der letzte Zauber, den Sally je sprach.
Sie glaubte, könnten ihre Töchter vergessen, was sie waren,
könnten sie ein normales Leben führen.
Natürlich habe ich den Teil mit dem Aufgeben ignoriert.
Also wirklich. - (flüsternd:) Magie.
Doch ich sagte Sallys Mädchen nie, dass sie Hexen sind. - Wow.
(Sally:) Meine brillante Tochter Antonia, angehende Neurochirurgin.
Dr. Owens. - Großes Hirn, noch größeres Herz.
(Gillian:) Das ist doch Sally im OP-Kittel.
(Sally:) Und meine andere Tochter, Kylie. Sie liebt die Kunst ...
Und alles Wilde. - Kylie.
Oh ... Das war meine Schuld.
Ich hab's in der Bibliothek übertrieben, darum musst du jetzt Bücher tragen.
Du weißt, ich liebe dich heute mehr als gestern?
Was in dem Fall hier nicht so günstig ist.
Ähm, na ja ... Du bist im Grunde auch nicht so übel.
(Krächzen) - Nein, nein, nein ...
(Sally:) Und ... das bin ich. Sally Owens.
Nicht. Kusch.
Oder sagen wir, ich war's einmal.
Schließlich ... Welche gute Geschichte endet schon so, wie sie angefangen hat?
Was mich betraf, gehörte Magie der Vergangenheit an.
Und das war gut so. - (murmelnd:) Fertig ...
Dann sind wir fertig. (seufzend:) Hier ist alles fertig, gut.
Aber Vergangenheit ist so eine Sache ... - (Klackern)
Sie lässt sich nicht zum Schweigen bringen.
Und je mehr man sich bemüht,
desto lauter meldet sie sich, wenn sie wieder zurückkehrt.
Stopp.
(leise, aufwühlende Musik)
(Rabe krächzt.)
(Er krächzt weiter.)
(Krächzen) - (Knall)
(Rabe krächzt.) - Hau ab, du Gothic-Taube.
Hau ab. Bitte, mach schon.
Das ist ja der reinste Vogelterror. Los, verzieh dich. Kusch.
(Krächzen) - (Jet:) Warum hast du mich hergerufen?
Das gehört nicht hierher, sondern da hin. - (Handy klingelt.)
Sydney, entschuldige die Anrufe, ich wollte nur sichergehen,
dass Jets rabenschwarzer Kuchen mit Schokocreme ist, nicht mit Ganache.
Denn so mag Jet ihn am liebsten.
Hallo? Wir haben geschlossen.
(leise säuselnder Sog)
Hm. Oh, 'tschuldige, das war's auch schon.
Ich wollte nur sichergehen, dass du's so machst. Danke.
(leises Säuseln)
(kurzer lauter Sog)
Kylie ... Wieso gehst du nicht ran, wenn ich anrufe?
Tust du mir 'nen Gefallen und bringst Schlagsahne mit?
Cool Whip? Die mag Jetty am liebsten, also viel.
(leises Knistern)
(düstere Männerstimme:) Das Blut erinnert sich.
(leises Zischen) - (Sie stöhnt auf.)
(leises Säuseln)
(Säuseln wird stärker.)
(Krächzen) - (Mann:) Da bist du.
Buch, das jedes Begehren erhört.
Rufe die Hexen.
"Buch des Raben".
Ach du meine ... - Es ist geschlossen.
Tante Jetty. - (Jet lacht.) - Hi, ach, du bist es.
Ruf bitte an, und fahr vorsichtig. Bis dann.
Hi. Wieso ... Das zweite Mal in einer Woche?
Oh, ja, ja ... - Ja. Ja ...
Worum ging es gerade? - Oh ... Ach, nichts, gar nichts.
Oh. Gar nichts? - Nichts.
Du weißt, dass du hier Hausverbot hast? - (ungläubig:) Was?
Ich hatte noch nie irgendwo Hausverbot. - Hm.
Außer beim Ladys-Bingo-Abend. Da hatte ich getrickst. - Mhm.
Und an der Schule, beim Bringen und Abholen. Und noch was:
Der Vorfall in Pams Teestube, das war ... - Oh ... ja.
Soll ich weitermachen? - Ja, das war ... Nein, nein.
Okay, ja. Also ... jep, ist gut. - Danke. Ja.
Wie weit bist du denn mit meiner Party?
Was?
Wie weit bist du mit der Party, sag doch. - Was?
Nein, es gibt keine Party. Keine Party.
Keine Party? - Das braucht Planung.
Das bedeutet, es gibt keine Party dieses Jahr.
Weil ich keine Zeit dafür hab. Das war's, Ende.
Keine Party. - Oh ...
Aber ich liebe Partys. - Das weiß ich doch.
Mit Mengen von Cool Whip. - Du liebst Cool Whip.
Das tue ich. - Ja, du brauchst 'ne Intervention.
Ah, eine Cool-Whip-Intervention. - Ja.
Das klingt nach Spaß.
(Sally:) Du kannst wenigstens so tun, als wärst du überrascht. Bitte.
Gut.
(Jet:) Nur, damit ich's gesagt hab, ich liebe 'ne Margarita.
Ja, da haben wir was gemeinsam.
Und noch so viel mehr.
Ich bin so stolz darauf, wer du bist.
Und darauf, wer du einmal sein wirst.
Wieso sagst du das?
(beschwingte Musik)
Oh ... okay.
(Sie stöhnt leicht.)
Puh.
(Gillian:) Hallo, Carl.
Zerstörer von Sofas.
Und Mäusen.
(Kater maunzt.) - Oh. Das ist sehr unangemessen.
Hi! Ich bin da!
(Gillian:) Hallo, ich bin's, ich bin da.
Ich bin schrecklich aufgeregt. - Okay, ja. Ist es jetzt fünf?
Ich weiß, dass es sechs bedeutet. Hab den Code geknackt.
Und da kommst du um halb sieben? - Ja. Ja, ja. Was ist?
Ist dein kostbarer Zeitplan in Gefahr? - Ja.
Jetty wurde 18:33 Uhr geboren. - Tequila.
Das Fest sollte genau dann beginnen. - Tolle Pies.
Stopp. - So ordentlich.
Darf ... - Manche finden Trost in Ordnung.
Okay. - Und andere finden Trost in den Armen von Barkeepern namens Chad.
Ich erzähl mal von Chad. - (stöhnend:) Wir wissen genug.
Du musst mal wieder ausgehen, dich amüsieren.
Es war eine umwerfende Nacht. - (Sally:) Schon gut, danke.
Ernsthaft. - Ich hab meine Familie,
einen super Vorrat an sehr vielen Snacks. - Oh.
Ein Meisterwerk. - Konfettibomben, Tequila, Cool Whip ist unterwegs.
Und ich krieg keine Fotos, um die ich nicht gebeten hatte.
Ich bin total zufrieden. - Was faselst du denn da?
Was, du lebst deinen Traum? - Ja.
Okay, okay. - Gönn mir meinen Traum.
Okay. Jet? - Jetty?
(leises Zischeln)
"Achte dieses Buch und unseren Namen.
Keine Hand wendet weder Seit' noch Zeil',
außer derer, deren Wille so stark ist wie mein.
Wild und unbenommen,
nur sie mag brechen, was ich mal ersonnen.
Maria Owens."
(peitschendes Hauchen)
"Wie beendet man den Fluch?"
(murmelnd:) Fluch beenden? Okay ... - (leises Wispern)
(leiser Knall) - (säuselndes Hauchen)
(Sie stöhnt.)
(Sie spricht Latein:) Solve has
paginas ex incantatione.
(Mann:) Was geöffnet ist, kann gerufen werden.
Was gerufen wird, muss antworten.
(drängend:) Owens-Frauen, höret mich.
(Säuseln verklingt.) - (Sie seufzt.)
(Sally:) Jetty, was machst du? Komm! - Eine Sekunde.
"Meine teuerste Franny, meine Zeit ist abgelaufen."
(Sie seufzt.)
"Aber das Buch hat uns gefunden.
Es birgt die Macht, den Fluch zu beenden oder uns ewig an ihn zu binden."
(Sally:) Komm endlich, Jetty! - Ich komm, Schatz, ich komme!
Eine Sekunde noch. - (Käfer zirpt klackernd.)
Jet? Sallys Zeitplan kommt durcheinander! - Hör auf.
Kommst du nicht sofort, öffne ich dein Geschenk und behalte es. - Hör auf.
Das war's. - Warum machst du es auf?
Das ist 'ne Slushie-Margarita-Maschine.
Guck mal. Direkt von den Göttern der schlechten Entscheidungen.
Ich dachte mir, dass du's daher hast. - Treffen wir 'ne schlechte Entscheidung?
(Sally:) Sie mag keine Veränderung. - Sie oder du?
Unser Mixer reicht völlig. - Ja.
Der Mixer ist 'ne Brandgefahr. - Ja, aber es war unsere Brandgefahr.
Oh ... okay. Entschuldige. - Na ja ...
Wann wollten die Mädchen kommen? - Keine Ahnung.
In zehn Minuten, ich hab 'ne Nachricht ...
(Gillian:) Was? - Nichts.
Wieso verdrehst du die Augen? - Tu ich nicht.
Ta-da! - Ich hab 'ne Nachricht. - Oh Gott, wie toll du aussiehst.
Jetty! - Happy Birthday.
Danke, Schatz. - (Gillian:) Oh.
(Sally:) Mehr Konfetti. - (Käfer zirpt.)
(Zirpen setzt sich fort.) - Nein.
Du siehst so toll aus. - (Gillian:) Nein.
Nein, nein, nein. - Was denn?
Wieso hast du ... nichts gesagt?
Was gesagt? Was ist passiert? - Kannst ... Hörst du das nicht?
Was? Ich ... - Du ... Was ist los mit dir, Sally?
Hör doch. - (zirpendes Klickern)
Das ... ist der Klopfkäfer.
(Gillian:) Oh mein Gott, seit wann?
Seit wann? - Er ist schon eine Woche am Rumklopfen.
Was? - Eine Woche?
(wispernd:) Heute Nacht?
Ach, Schatz, es tut mir furchtbar leid. - (Gillian:) Oh mein Gott.
Wieso hast du uns denn nichts gesagt?
Wieso hast du geschwiegen? - Es tut mir leid.
(Gillian:) Warum hast du nichts gesagt? - (Jet:) Es ...
Es war auf meiner To-do-Liste. - (Gillian stöhnt.)
(Käfer zirpt.) - Oh ... Oh, na gut.
Leute, Zeit fürs Abendessen. - (Gillian:) Jet ... - Komm, Sally. Komm.
Ich hab's nicht gehört, nicht gehört. - Du wolltest es nicht hören.
Hättest du hingehört, hättest du es gehört.
Du hättest es gehört und wir hätten was ändern können. - Ändern ... Was?
Ändern ... was nicht zu ändern ist? - Das passiert, versteckt man seine Magie.
Wenn man seine Töchter belügt. - Magie ist nicht mehr Teil meines Lebens.
Schreib ich dir vor, wie du leben sollst? - Oh ja.
Vielleicht tue ich das. Aber ich war hier, und zwar jeden Tag. Immer.
Das kommt von Geheimnissen. - Wieso hat sie mir nichts gesagt? Wieso?
Schluss jetzt, ihr beiden. Das reicht. - Gut.
Das ist meine letzte Nacht hier auf Erden.
Soll ich euch da etwa beim Streiten zuhören?
(Jet:) Ihr habt einen Treueeid geschworen.
Ich muss euch doch nicht erinnern, was das bedeutet.
Ihr habt einen Anfang, ihr habt ein Ende.
Und dazwischen habt ihr dieses ganze wunderbare Chaos.
Keine Magie ist stärker als das Band zwischen Schwestern.
Vom Schicksal geknüpft, von der Zeit geprüft und nie zerrissen.
(Jet:) Umarme deine Schwester.
(Jet:) Jetzt. Na los. - Also gut.
(Gillian schnieft.)
Mein Blut, dein Blut.
Unser Blut. - (Gillian schnieft.)
Kein Wörtchen über den Käfer. - (Sally:) Du kannst doch nicht ...
Du kannst ... - (Jet:) Nicht ein Wort.
Nichts. Gar nichts, gar nichts. Wir wollen heute feiern.
(Jet:) Die Mädchen dürfen nichts erfahren.
(Antonia:) ... und ich wollte gerade einschlafen,
nach einer 36-Stunden-Schicht, da ruft Mom an und meint,
ich müsste mehr schlafen. - (Kylie seufzend:) Oh, Mom.
(Handy plingt.) - Oh nein, wenn Mom nach Cool Whip fragt.
Dann sag ihr, ich bin tot. - Hast du's gekriegt?
(Kylie zieht die Luft ein.) Definiere "kriegen".
Sie bat dich um eine Sache. - Ich weiß. - Mich um sechs.
Du bist eben wie Mom, nur mit Stethoskop. - (Handy klingelt.)
(Kylie:) Hey. - Hi.
Hey.
Hi, Doc.
Bald ein Doc. Was geht, Gideon?
Zum Jahrestag des ersten Dates hab ich 'ne Playlist gemacht.
Und du fehlst mir sehr.
Aha, Romantiker und DJ? Das wird langsam unfair für den Rest von uns.
Vorsicht, du weckst hier hohe Erwartungen.
Gut. War auch Absicht.
Oh, ich steig aus. Das Gesülze ertrage ich nicht.
Alles klar, alles klar. Dieses Mal verschonen wir dich, Antonia.
Ich wünsch 'ne tolle Party. Ich vermiss dich so ... euch beide.
Bye.
Kylie? - (Kylie schnalzt leicht.)
Er ist 'n guter Typ.
Das sehe ich genauso. - Hör bitte auf, meine Gedanken zu lesen.
Als deine Schwester kann ich so was. - Wunderbar. - Wir sind zu spät.
Darum ist sie eh sauer. - Sag nicht, ich red wie Mom.
Ich komm halt nicht gern zu spät. - Ach, Mom.
Wir sind pünktlich genug. Tante Gilly kam sicher gerade erst an.
(Kylie:) Hallo. - (Antonia:) Juhu. - Hallo.
Hi! - Hi!
Happy Birthday. - So hübsch. - Schön siehst du aus.
Hi, Herzchen. Hübsch siehst du aus. - Tante Franny.
Du auch. - Himmlisch.
Hi, Baby. - Hi.
Was ist los? - Nichts. Ich brauch nur 'ne Umarmung.
(Antonia:) Hast du Spaß? - (Gillian:) Ja.
Alles gut? - Ja.
Hübsch. - (Kylie:) Für euch.
(Jet:) Oh, Ballons. - Ballons. - Ja.
Oh, Ballons ... - Und dann haben wir noch unsere Flügel.
Oh, Flügel ... - Meine Güte. - (Zirpen)
Sollen wir damit in den Garten gehen? - Was ist das für 'n Geräusch?
(alle:) Welches Geräusch? - Dieses Klackern.
Keine Ahnung. - Vielleicht 'ne Maus, die Stepptanz macht. - Ja.
Kann doch sein. - (Franny:) Ja. - Eine Uhr oder so.
(Jet:) Zeit für rabenschwarzen Schokokuchen.
(Gillian:) Und eine Margarita.
Mmh, Margarita. - Ja.
(Kylie:) Mom? - Ja, Baby?
Ich hab Cool Whip vergessen.
Was? - Ich hab's vergessen.
Ich hab dich circa 15-mal angerufen. - Ich weiß.
Ich weiß, ich weiß. Es tut mir leid. - Nicht so schlimm.
(Gillian:) So schön. - Auch als unschönes Baby liebte ich dich.
Auf deine Kosten, ja. So war sie damals schon.
Ja. - Okay.
Ich möchte euch was schenken. - (Kylie:) Uns?
Es ist dein Geburtstag. - Genau. Darum kann ich tun, was ich will.
(Kylie:) Danke. - Gern, mein Schatz.
Emily Dickinson? - (Jet:) Dir schenk ich dieses Buch.
Oh, danke, Jet. - (Gillian:) Henry James.
Ach, du meine Güte. - (Jet:) Fran?
Für dich hab ich auch ein Buch. Auf meinem Schreibtisch.
Ach, Jetty, hast du die Bücher aus meiner Bibliothek?
Nein. - Du weißt, Geschenke stiehlt man nicht.
Das weiß ich, würd ich nie tun. - Ja? Okay.
Und kein Diebesgut für Sally und mich?
Nein. - Dafür sind Bibliotheken nicht da, klar?
Und das wusstest du, oder?
Oh, war das nicht ein wundervoller Tag?
(Alle stimmen zu.) - (Kylie:) Wirklich. - (Jet seufzend:) Ja.
(Jet seufzt.)
Auf Jetty. Herzlichen Glückwunsch. - Danke.
Auf Jetty. - (Jet:) Danke. Meine Lieblinge.
(alle:) Cheers. - (liebevoll:) Meine Franny.
(Kylie:) Happy Birthday. - Auf Jetty. - Danke, ihr Schätze. Danke.
(wispernd:) Hab dich lieb. - Hab dich lieb.
Oh, danke, Darling. - (Kylie:) Sind wir zu alt für 'ne Pyjamaparty?
(Antonia:) Das wird schön. - (Jet:) Danke.
Danke für die Einladung. - Was für ein Glück.
Himmel.
(Kylie:) Nichts über Gideon, danke. - (Antonia:) Klar.
(Kylie:) Mom hätte sonst nicht mehr sprechen können.
Ich bin übrigens nicht in ihn verliebt. - Oh.
Deshalb hab ich's nicht angesprochen. - Ja. Definitiv.
Nein, bin ich nicht. Ich muss nur lachen, weil du ...
Du grinst mich an wie so ein Voll-Freak.
Weißt du noch, Moms Geschichten darüber, dass alle, die sich verliebten, starben?
Wenn wir nachfragen wollten, hat sie abgelenkt. - Ja.
Andere kriegen schöne Märchen erzählt, und bei uns ging es so:
Er küsste das hübsche Dornröschen ... - (beide:) Tot.
Er fand den Fuß, der in den Glaspantoffel passt ... - (beide:) Tot.
Er rettete Rapunzel aus dem Turm ... - (beide:) Tot.
Und wann immer Paula betrunken war, sagte sie, die Familie sei verhext.
Hm, ja. Aber das hat nicht nur sie gesagt.
Weißt du noch, damals in der Schule?
Da haben die Leute gesagt, wir wären ... verflucht.
Was ... Keine Ahnung, das war ...
Du glaubst nicht an so was, oder? - Nein.
Nein. Nein ...
(Fran:) Ich bitte euch, sie war unmöglich. - War sie das? - Ja, erzähl's.
Die haben uns alle angestarrt. - Was hat sie gemacht? - Erzähl.
Warum auch nicht? Sie starren uns immer noch an.
Wir sind's auch wert. - (Sally:) Das sagst du jetzt?
(Jet:) Wir waren fabelhaft. - Ja.
Anfangs sagten wir, hier wollen wir nicht wohnen.
Das weiß ich noch. - Wir taten dir Gelee in die Schuhe.
Und Salz in deinen Kaffee. - Und seitdem trinke ich Kaffee am liebsten mit Salz.
Und am Ende waren wir genau da, wo wir immer sein wollten.
Ja, das ist wahr.
(Jet:) Das ist wahr. - (Gillian seufzt tränenschwer.)
Wir sehen uns wieder, Franny. - Irgendwelche letzten Worte?
Sperenzchen.
(Gillian lachend:) Was? - Ein albernes Wort.
Nur ein albernes Wort.
Sperenzchen.
(ruhige Musik)
Lebt ein wenig.
(Sie schnalzt.) Ja.
Lebt sehr viel.
(Lied: "Landslide" von Fleetwood Mac)
(leises Sirren) - (Jet seufzt leicht.)
("Landslide" von Fleetwood Mac setzt sich fort.)
Bitte entschuldigt.
(Gillian:) Mit Wurzeln so tief und Blüten so weich,
mein Segen führt dich in Schlafes Reich.
Rose, für die Erinnerung ...
so zart gehalten.
Lavendel ...
soll dir in Ruhe den Weg gestalten.
(Gillian:) Thymian trägt dir Stärke zu.
Mohn ... schenkt dir Trost und sanfte Ruh.
(Sally:) Ein Löffel fehlt. Wieso fehlt der?
Mom. - Ich hatte ... Ja, Baby. - Mom.
Ja? - Guck mich an. - Ja.
Ja? - Es wird alles gut.
(Sie schnieft.) Ja, nur warum fehlt ein Löffel? Wahnsinn.
(Lied setzt sich fort.)
(Gillian:) Sei frei, sei leicht,
wie Duft im hellen Licht.
So nah bei uns, doch wo, wissen wir nicht.
(Kuss) - (Kater schnurrt.)
Geht's dir gut? - Nein.
Dir? - Nein.
Mal sehen, was ich tun kann.
Typisch Jet, am Geburtstag zu sterben. - Ja, typisch Jet.
Puh ... Hey, Leute, könnt ihr mir helfen, bitte?
Amy Abbot hat mich nach einem Zungensandwich gefragt.
Und ich konnte sie nicht bitten, es mir zu erklären.
Ziemlich gruselig, so oder so. - Ja, okay. - Okay.
Jetzt sieh sie dir an. Laufen hier durch die Gegend ...
Lebendig ... Lebendig, so unsensibel. - Ja, ja, richtig.
Den meisten davon hat Jet irgendwann mal geholfen.
Die Hälfte würde es nie zugeben. - Aber wenn nötig, kommen sie wieder.
Immer. Und da kommt jemand. Hi. - Hi.
Mein herzlichstes Beileid. - Danke.
So traurig. - Danke vielmals.
Na komm. - Wie kannst du nur so nett sein heute?
Ich würde allen am liebsten ins Gesicht boxen.
Hab ich versucht, hat nicht geklappt. - Das tut es nie.
Pass auf. Bingo ...
Du bist schlimm. - Du brauchtest das jetzt. - Wir beide.
Hi. - Oh mein Gott ...
(Gillian schnieft.)
Bist du auch abgehauen? - Ich wollte nur 'n Moment hier sein.
Mit Jet. - Hm ...
(Kylie seufzt.) Ja.
Ich weiß, sie ist tot ... - Trotzdem ist sie hier überall.
Ja. - (Gillian schnieft.) Ja.
(Gillian seufzt.)
Kann ich dich was fragen? - Mhm. Ja. Was du willst.
Hast du mal jemanden gehabt, so wie Mom, ja?
Du meinst, ob ich geliebt habe?
Ja.
Ja. Aber klar, ich liebe ... dich.
Und deine Schwester, und deine Mutter ... - Ich meinte, ob ...
Ja, ich weiß, was du meintest. Die Liebe ist nichts für unsere Familie.
Nein. Das ist ... Es ist so.
Du kannst dich amüsieren, aber nicht ... Du darfst dich nicht ...
Weil, es ist so: Es nimmt dir mehr, als es dir gibt.
(stöhnend:) Oh, okay, ehrliche Antworten sind wohl auch nichts für unsere Familie.
Also, ich zeig dir jetzt mal was. Komm her.
Na gut. - Hier.
Siehst du das? - Ja.
Das ist deine Liebeslinie. - Sie ist unterbrochen. - Mhm.
Das ist meine Liebeslinie. Unterbrochen.
Wir haben beide dieselbe.
Wir sind Owens-Frauen. Die Liebe ist unser Untergang.
(Kylie atmet tief ein.) Und was, wenn ihr ...
einfach immer aus allem viel zu viel Drama gemacht habt?
Was, wenn?
Was, wenn?
Hm, ja, was, wenn. - Natürlich haben wir 'nen Hang zum Drama.
Ja.
(Zischeln) - (Kylie stöhnt auf.)
Was ist das? - Keine Ahnung.
(Zischeln)
Gehört anscheinend zu Jets exzentrischer Nachtlektüre.
'n Buch mit 'nem Raben drauf. Hm. - Raben ...
Botschafter zwischen den Welten.
(Gillian:) Leben und Tod. Bekanntes und Unbekanntes.
Nichts verspricht süße Träume wie etwas existenzielle Furcht.
Ich sag ja nur.
(Kylie:) "Wie beendet man den Fluch?" - (Antonia:) Kylie!
Überraschung für dich! - Ich liebe Überraschungen.
(Kylie zieht die Luft ein.) - (Zischeln)
Oh Gott. - (Gillian:) Was ist die Überraschung?
Hi. - H...
Tante Gilly, das ist Gideon. Gideon, Tante Gillian. - Hi.
Hi. - Groß, dunkelhaarig und ... womöglich verflucht.
Es freut mich sehr. Und mein Beileid.
Verzeihung. - Danke. Ich möchte nur, ähm ... Sal? - Natürlich.
Sal? - Wer ist das? - (Kylie:) Hi. Wow.
(wispernd:) Mom. - Oh. Oh ...
(Gideon:) Ich hab Zitronenschnitten gemacht. - Pardon.
'tschuldigung. - (Kylie:) Du hast was gemacht?
Ich kann's nicht glauben. - (Scheppern) - Oh.
Entschuldigung. - Ja. - Das ist ... Oh.
Hi. - Gideon, das ist Franny.
Hi. Wie ich mich freue. - Ja, das ist ...
Das ist ... - Ja? - Kylies ...
Mom. - "Mom"? - Ja.
Kylies Freund. - (Antonia:) Gideon. - Ja.
(nach Luft ringend:) H... hi ...
Schön, dich kennenzulernen, Kylies Freund.
Ha, ha, ha. - Freut mich sehr. - Freut mich sehr.
Das hast du schon gesagt. - Ja, schon gesagt, schon gesagt.
Du hast was mitgebracht? - Nur Zitronenschnitten.
Du meine Güte, Zitronenschnitten. Wir haben die, und wir haben Fleisch.
Eine komplette Mahlzeit. - Ja. - Hi, ich bin Paula.
Paula war nicht eingeladen, aber kommt mit Champagner und Verschwörungstheorien.
Hexen, alle miteinander. - Nicht doch.
Ich hole mal die Zungensandwichs. Man stirbt nur einmal, oder? - Oh.
Okay. - Sie holt ein paar Zungen.
Nicht die aus dem Mund, da steckt sie sie rein. - Antonia.
Einfrieren. - Ja. Bitte bring die weg, das Fleisch kommt auch dahin.
Es hat mich gefreut. - Ja, mich auch. Wirklich richtig gefreut.
Was heißt das? - Es wird alles bestens.
Äh ... Hi. - Hi.
Für mich nicht, danke. - Danke. - Ja. Okay.
Tut mir leid, aber meine Familie kann anstrengend sein.
Das muss dir nicht leidtun.
Deine Mom hat viel durchgemacht.
Und du auch.
Meine Eltern hätten dich geliebt. - Ich hätte sie so gern kennengelernt.
Ich hab 'nen Cousin in Mexiko, glaub ich. - Tja.
Du hast mich, also ... - Ja, das hab ich.
Oh mein Gott ... (Sie lacht.)
Na, dann wollen wir mal reingehen. - (Sie jauchzt.)
Danke. - (Er seufzt leicht.)
Wirklich, dass ... du heute vorbeigekommen bist.
Ist doch klar.
Ich will an allen Tagen für dich da sein, nicht nur an den guten.
Vor allem, wenn du dich fragst, warum heul ich vor dem Müsliregal?
Immer. - Ich liebe dich.
Ich ...
Wirklich, ich ...
Wirklich.
Aber was, wenn ich was anderes gesagt hätte?
Was, wenn ich gesagt hätte ... Warte mal.
Oh Gott ... - Wenn ich gesagt hätte, ich will mit dir alt werden?
Ja. Was würdest du noch sagen?
Was, wenn ich gesagt hätte ...
dass ...
ich mein Leben mit dir verbringen möchte, und nur mit dir?
Ich liebe dich. - Ja.
Ich liebe dich auch.
(Lied: "Caught Myself Believing" von Bleachers)
(Musik setzt sich fort.)
(Musik setzt sich fort.)
Okay ...
Du meine Güte.
(Lied wird fortgesetzt.)
(Hupen) - (dumpfer Aufprall)
(Gideon:) Ich liebe dich.
(leises Hauchen) - (Kylie:) Ich liebe dich auch.
(entfernte Sirenen) - (Sie atmet zittrig.) Nein. Nein ...
(Sirenen werden lauter.)
Gideon. Gideon?
Oh mein ...
Kann er mich hören? Wird das alles ... Wird das wieder gut?
Oh mein Gott ... - (Sanitäterin:) Sie dürfen nicht rein. - Bitte.
(Sie schluchzt.) Oh mein Gott ...
Wo steht "Das verkraftet ihr nie"?
"Eure Herzen sind gebrochen, für immer und ewig." - Nicht zu fassen.
"Euch stehen erbärmliche Zeiten bevor, teure Freunde." - (Tür schließt.)
"Ihr seid in unseren Herzen." - (Gillian:) Ja.
Hi, Baby. Hi, hi, hi.
Baby, was ist los? - (Gillian:) Kylie? - (Sally:) Ky?
Gideon liegt im Koma. - Was?
Warte, Baby, tief atmen. Ein und aus. - Nein ...
Was passiert hier? (stammelnd:) Ist das das ... das ...
Ist dieser ... Fluch real? Wird er sterben?
Liebst du ihn? - Wird er sterben? - Gilly, warte.
Baby ... - Wird er sterben? - Sag, was passiert ist.
Hast du gesagt, du liebst ihn? - Gilly.
Hast du es ihm gesagt? - Gillian ...
Ja. Ja, und er liebt mich.
Ich hab ihm gesagt, dass ich ihn liebe. - Ich ...
Okay, Sal, sag's ihr, bitte. Bitte sag's ihr. Sie muss es erfahren.
Oh Gott. - Was soll ich erfahren, bitte? - (Sally:) Okay.
Er ist real. Der Fluch ist real.
Ja, er ist real. - Gilly? Bitte, lass mich ...
Oh mein Gott. - Lass mich ... - Es tut mir so leid.
(weinend:) Sind Dad und Gary darum gestorben? - Ja.
Nein ... - Komm her, Baby ... - Wie konntest du mir das nicht sagen?
Ist es wahr, was alle sagen, dass wir Hexen sind?
Ja. Ja, es ist wahr. - Nein, ich muss es von dir hören.
Du musst es mir sagen. Du musst ... - (Sally:) Ja, okay. Hey, Baby.
(Gillian seufzt.)
Es ist wahr. Es ist wahr.
Wir sind Hexen, und der Fluch ist real.
Dann mach doch was. Bring das in Ordnung.
Bitte, Mom. - Baby, das können wir nicht.
Dann tu du doch was. Dann tu du was ...
Ich kann nicht. Wir können ihn nicht brechen.
Keiner weiß es. - Er ist im Krankenhaus, meinetwegen. Euretwegen.
Gilly ... - Nein, ich will ihr die Wahrheit sagen.
Lass mich mit meiner Tochter reden.
Wir sind Hexen. Du hast sehr viel Macht. Du bist sehr stark.
Lass mich mit ihr reden. - Sag ihr jetzt die Wahrheit.
Ich will, dass du ... - Gillian, halt die Klappe!
(Kylie schreit.) Was passiert hier?
Was passiert hier? - (Sally:) Das sind Gefühle.
Nur Gefühle. Ist okay. - Das ist das, wer wir sind.
Baby, es ist okay. Alles okay. Ist okay. - Du.
Ich kann nicht glauben, dass du uns angelogen hast.
(Kylie weint.) Ich ... - Es tut mir leid.
Es tut mir leid. - Ich kann's nicht glauben. - Baby ...
Ich kann dir niemals wieder vertrauen.
Ich kann dir niemals wieder vertrauen. - Mein Gott.
(gebrochen:) Nein. Sal ...
Es wird alles gut, Sal. Wir mussten es ihr sagen.
Sie musste es erfahren. Es war an der Zeit.
Du hast das einzig wichtige Versprechen gebrochen.
Es war mein Recht, es meiner Tochter zu sagen. Auf meine Weise.
Sie ist unser Blut.
Sie ist unser Blut.
(Sie stöhnt auf.)
(düstere Männerstimme:) Komm.
Komm zu mir.
(Kylie schluchzt leise.)
Oh nein ...
Oh ...
Oh, Gideon.
(säuselndes Wispern)
(sogartiges Zischen)
(zischelndes Rauschen)
Was du suchst, findest du im Land deiner Ahnen.
(düsteres Dröhnen) - (Mann blechern:) Komm.
Komm zu mir durch Blut und durch Zeit.
Sieh durch meine Augen.
Folge der Linie zu ihrem Ursprung.
Überquere den Ozean, deine Vergangenheit wartet.
Komm nach Hause.
England.
(Antonia seufzt ergriffen.) Kylie.
Oh ... hey.
Ich hab gesagt, ich liebe ihn, ich bin schuld. - Was?
(Antonia:) Hey. - Dieser Fluch ist real.
Der Fluch ist real. - Okay, du machst mir Angst.
Ruf Tante Gilly an, sie erklärt's dir, alles.
Hör zu, du musst jetzt etwas für mich tun. - Ja, mach ich.
Du musst bei ihm bleiben. Okay?
Bleib hier bei ihm, und ich komme wieder. - Wo willst du hin?
Ich bring das hier in Ordnung. Okay? - Was denn? Kylie.
(Handy klingelt.)
Geh ran, geh ran ... - (Leitung klingelt.)
Du ... sagst jetzt nichts.
Antonia und ... - Was? Was? Was ist mit Antonia?
Sie ist bei Gideon. Kylie hat sie gebeten, bei ihm zu bleiben. - Was?
Sie will "das mit dem Fluch regeln". - Gillian, wo ist sie hin?
Mehr sagte sie nicht. - Wo?
Es ist weg. - Was? Was ist weg?
Das Buch des Raben. Ich hatte es von Jet, es ist weg.
Gut, dein Buch ist weg, okay. - Nein. Nein, das war oben.
Kylie hatte es. - Es ist weg.
Konzentrieren wir uns bitte ... - Es lag auf dem Tisch.
Was denn? Hey, Leute, warum reden wir jetzt über ein Buch?
Oh mein Gott, sie hat es mitgenommen.
Diese Nachricht ist von Jet. Ich soll beenden, was sie nicht konnte.
Franny, dafür hab ich keine Zeit. - Genau hier.
Was? Nein, hör mir zu. - Ja, ja.
Das ist ein linksseitiges Buch der Schatten. Es führt auf den Dunklen Pfad.
Und sie hat nicht gelernt, ihre Kräfte zu schützen.
Oh Gott, sie weiß jetzt nicht nur, dass sie eine Hexe ist,
sie klammert sich an ein verfluchtes Buch und wir wissen nicht, wo sie ist.
(Leitung klingelt.) - (Sally:) Ach, komm schon, Kylie.
Geh an dein blödes Handy. - Hier Kylie, hinterlasst 'ne Nachricht.
Wieso versuchst du nicht, sie zu erfühlen?
Du warst immer gut darin. Schließ die Augen.
Visualisiere sie. - Ich kann sie nicht spüren.
(Handy vibriert kurz.)
Sie ist in London? - Es funktioniert.
Nein, sie hat meine Kreditkarte benutzt. Deswegen.
Gut, dann der erste Flug morgen.
Gut, gut. - Sie ist in London.
London? Ich packe. - Nein. Nein. Nein. Du?
Nein. - Doch. - Du ...
Du hast es versprochen. - Ich komme mit. - Du hast es mir versprochen.
Ich liebe sie. Sie ist meine Nichte. Sag's ihr, Fran.
(Fran:) Hör zu. - Mach nicht alles allein.
Du brauchst sie. - Du brauchst mich.
Sie hat recht. Du hast deine Magie so tief vergraben,
dass du sie gar nicht mehr finden kannst. - Ja.
Hm ... aber Franny ... - Sie hat recht.
Sie hat recht. - Nein. Aber ...
Ihr seid stärker zusammen. - Zusammen.
Aber sie ... Was sie ... - Zusammen.
Wa... (Sally stöhnt.)
(Fran:) Sally. - Oh Gott, ja. Was? Was, was?
Wenn ihr da seid, müsst ihr zu diesem Mann.
Jet und ich waren so überzeugt von ihm, große Gabe, ein wahrer Seher.
Was ... Professor Ian ... Professor Ian Wright?
Ich hörte von ihm. Ein wahrer Gelehrter unserer Kunst.
So ein verkrusteter Akademiker soll Kylie helfen? - Dir.
Du musst dich erinnern, wer du bist, wenn du Kylie finden willst.
Ja. Sie hat recht. - Wiedersehen, Darling.
(Koffer rumpeln.)
(Sally:) Dein Ernst?
Oh ... - (Koffer rumpeln.)
Na, komm.
(Gillian:) Mach schon.
Hey. Sal.
Stell dir vor, ich hab uns bessere Plätze besorgt. Upgrades.
Na, ehrlich gesagt, hat uns Dave die Upgrades besorgt.
Du erinnerst dich an Dave? Der haarige Dave.
Na, hör mal, der mit den Schuhen und der Lache.
Überleg doch mal. Dave. - Also, ich hab ...
meine Excel-Tabelle ist nicht im Handy.
Deswegen habe ich keinen Überblick. - Ist das gemein.
Du hast dich dermaßen verändert. Bitte rede mit mir.
Nein. Unerreichbar.
Absolut unerreichbar. - Hey, was soll das?
Du bist ein Stück Fleisch in Neunziger-Klamotten.
Verzeihung. - Du bestehst aus ...
aus 80 Prozent Wut und 20 Prozent Wasser.
Eine Gurke mit Emotion und schlechter Laune. - Hi.
Kann ich bitte nicht neben ihr sitzen? - (Frau:) Ja, verstehe ich. - Danke.
(Lied: "Howl" von Florence + the Machine)
(Lied setzt sich fort.)
(Lied setzt sich fort.)
(schmerzerfüllt:) Ah ... oh Gott ... (zittrig:) Okay ...
(Tropfen) - Okay.
(tränenschwer:) Ähm ... ich gebe mich
schwarzem Faden, Messern und Asche hin.
(Sie atmet tief durch.) - (Lied verklingt.)
Bitte zeig mir, was ich tun soll.
(Lied setzt wieder ein.)
Bitte zeig mir, wie ich Gideon retten kann.
(Musik wird verhalten.)
(Rasseln) - (ruhige Musik)
Na schön. Komm her.
Geh mit mir. Um das Foto herum. - (Antonia:) Okay.
Durch Dorn und Flamme, durch Fels und Stein.
Beschütze unser Blut ... - 'tschuldigung.
Beschütze unser Sein. (schnell:) Blut zu Blut, Gebein zu Gebein.
Bewahre sie gut ... - 'tschuldigung. - ... und führe sie heim.
(Fran auf Latein:) Custodi hunc puerum mihi carum, sanguinem sanguinis mei.
(Körner fliegen.) - Immer, immer über links. - Okay.
Immer über die linke Schulter.
(Antonia:) Immer über die linke Schulter? Was ...
(Fran atmet angestrengt.) - Okay. Okay.
Das ist Gefährdung und verstößt gegen die Sicherheitsvorschriften des Krankenhauses.
(Fran:) Oh. (Fran seufzt.)
(erschöpft:) Erledigt. (Fran seufzt.)
Du bist deiner Mom so ähnlich.
(funkelnde, aufrührende Musik)
(Straßenlärm)
Auf gar keinen Fall schlepp ich die nach ganz oben rauf in den zweiten Stock.
Ich denk nicht dran. Was soll das jetzt?
(Sally stöhnt leicht.) - Komm schon, Sal.
(Sie stöhnt unterdrückt.)
(Sie stöhnt weiter unterdrückt.)
Ich bin fix und fertig. Du gewinnst.
Okay ... - (Sie atmen beide schwer.)
Pro... Professor Wright?
(Sally klopft erneut.) - Professor Wright?
(Gillian:) Viel zu nett.
(forsch:) Hallo? - Mein Gott, hör auf.
Am Ende ist er schwerhörig. - Dann red lauter. (lauter:) Hallo.
(lauter:) Professor Wright. - Auch wenn du mich gerade hasst:
Ich bin immer für dich da. Oh ...
Ist gar nicht abgeschlossen. - Es war ...
Hallo? H...
Sag seinen Namen. Sag seinen Namen.
(liebreizend:) Professor Wright? Komm.
(leises Hauchen) - (Gillian stockt.) Oh.
(leise:) Irgendwie unheimlich.
Ja, weil wir hier einbrechen. - Nein, nein.
Willst du, dass ich die Koffer ... Okay.
(Koffer poltern.)
(leise:) Gill. Gill.
(sehr leises Raunen)
(Gillian atmet schwer.)
Junggeselle aus Überzeugung.
Ja.
Ich fühl mich unwohl, bei jemandem zu sein, der nicht da ist. Das ist falsch.
(Gillian:) Oh Gott, oh nein. - (wispernd:) Gill.
Nein ... - Komm schon, Gill. Hör auf.
Gill, Gill. - Dunkle Magie, da steht "Dunkle ..."
Er ist da. Er liegt in seinem Bett.
Er schläft. - Betrunken?
Er hat ... - (Sally seufzt leise.)
(Sally:) Professor Wright?
Professor Wright, entschuldigen Sie, ich ... okay.
Okay, okay. Ja, okay ... - Was?
(wispernd:) Er ist ... Er ist total nackt.
Hm? - Das ist doch ... - Oh.
Das ist ... - Wow. Ich meine ...
(Wright ringt nach Luft.) - (Gillian:) Sch ...
(Sally:) Was ist hier los? Da stimmt was nicht. - Er ist ...
(Wright stöhnt gepresst.) - Oh ...
Er ist gelähmt. Er schafft's nie bis ins Krankenhaus.
Gilly. - Gut. Alles gut. Ja. - Gilly. Gilly ...
(Sally:) Ein Vogelherz. Er steht unter einem Zauber. - Ja.
Das ist Mortis Vincula. - Oh, du erinnerst dich wieder.
Nein. - Gut, Sal. - Nein, nein, nein.
Libera hunc ... - (Sally:) Nein. - ... incantatione.
(Gillian:) Nicht. Je mehr du dich wehrst, desto stärker wirkt der Zauber.
Lass mich kurz. Libera hunc incantatione. Los, Sal.
Was? - Ich hab's fast, mach du den Rest.
Was? - Weißt du noch? Hand auf unbedecktes Fleisch.
Mach schon. - Leichter gesagt als getan.
Na gut, da ist aber doch sein ...
Oh Gott. - Komm jetzt. - Was tust du denn da?
Wir müssen jetzt diesen Zauber lösen. Hilf mir. Komm her.
Libera hunc incantatione. - Ja, doch. Okay. Geh mal da rüber.
Ähm ... Oh Gott.
Wen interessiert das, bitte? - Hör auf.
Hilf ihm. - Okay. - Schnell.
Hilf. - Okay. Okay.
Okay. Ich weiß nicht, ob ich das kann. - Ja.
(Gillian:) Du kannst das. - (Er stöhnt.)
Hab ich's geschafft? Hab ich's geschafft?
Hab ich's geschafft? - Nein. Nein. Nicht mal annähernd.
Was ... Wo ...
Hier. - Was machst du? - Aus dem Weg.
(Stich) - (Wright stöhnt.) - Hast du sie noch alle?
Bist du wahnsinnig oder was? - So. Okay.
Es tut mir so leid. - So, da ist das Herz.
Offen und nicht tätowiert. - Okay.
Magie verlangt nach Begehren. Los. - Okay.
Libera hunc incantatione. - (Sally stimmt mit ein.)
(Sally:) Solve quod factum est.
Libera hunc incantatione. Solve quod factum est.
(Frauen wiederholen den Zauberspruch.) - (knallendes Rauschen)
(Sie wiederholen den Zauberspruch.) - (starker Windhauch)
Libera ... Ich kann nicht. - Gut. Los, los.
Mach weiter. - Ich kann nicht. - Jetzt. Jetzt! - Nein.
Jetzt! - Ich kann nicht. - (Er schreit.)
(Er wimmert.) - (Gillian kreischt.)
(Gillian schreit.) - (Wright stöhnt.)
(Er stöhnt.)
Verzeihung. Es tut mir leid.
(Gillian:) Oh ... okay. Du kriegst das wieder hin.
Du kriegst das hin. (Gillian atmet schwer.)
(außer Atem:) Es war ein guter Anfang. Wow.
Danke.
Oh ... Hallo? Haben wir gern gemacht.
(Gillian:) Hey. (Sie atmet schwer.)
Na schön. Dann mach ich uns jetzt mal eine feine Tasse Tee.
Oh, so gestelzt rede ich hoffentlich nie wieder.
Ähm ...
Wie wär's ... wie wär's ...
wenn Sie sich anziehen?
Und dann unterhalten wir uns, okay?
(Sie atmet fest ein.)
(Sie schnalzt.) Nein. Okay.
(Sie atmet tief durch und räuspert sich.) Okay.
(rauschendes Wispern)
Da mihi potestatem quam postulo,
ostende mihi viam quam oportet. - (Wispern wird lauter, dumpfer Knall.)
(hallendes Rabenkrächzen)
(unverständliches Wispern)
(Krächzen) - (Knall) - (Sie schreit auf.)
(Wispern setzt sich fort.)
(Kylie stöhnt leicht.)
(düsteres Hauchen)
"Lockland Manor".
(Sally:) Gilly?
Oh. - Hi.
Guten Abend, ich bin Ian Wright. - Ja, das ist wohl Schnee von gestern.
Und, wie geht's Ihnen? - Wie ertränkt und exorziert zugleich.
Tja, so funktioniert ihr verkümmerter Zauber, also ...
Na, jedenfalls ... (gestelzt:) Wie wär's mit einer feinen Tasse Tee?
Was? - Oh Gott, das wird zwanghaft.
Sag, ich soll's lassen. - Kann ich nicht.
Das ist ... meine Schwester. - Hi. - Sally Owens.
Ich bin Gillian Owens, aber Sie können mich ...
Nennen Sie mich einfach Gilly. Wenn Sie mögen. - Hi. - Hi.
(Gillian:) Ich hab ein Geschenk für Sie. - (Ian:) Okay.
(Gillian:) Tja. - Das ist Drazäne.
Aus der Rinde des Drachenbaums. - Der dem Blut eines Drachen entsprießt.
Fragen Sie nicht, wie ich das durch den Zoll kriegte.
Das sollte wohl den Rest lösen, den Rest des Bindungszaubers.
Danke. - Sehr gern.
Weiter so.
Ardete in igne unde venisti.
Was ist? Es ist das 21. Jahrhundert.
Männer können alles, was Frauen können. - Äh ... - Ich meine ...
Richtig, und ... richtig.
Anscheinend kann Sie irgendwer nicht besonders gut leiden, Professor.
Meine Schriften haben manche verärgert. - Sie müssen ein schlechter Autor sein.
'tschuldigung. Keine Ahnung, wieso ich das gesagt hab.
Raffiniert, Sal. - Keine Ahnung.
Ladys, kann ich irgendetwas für Sie tun?
Ja, Verzeihung. Also, meine Tochter. Meine Tochter Kylie ist ...
Sie ist weg. Mit dem Buch des Raben. - Verschwunden.
Sie denkt, sie könnte den Familienfluch aufheben,
der besagt, dass jeder, den wir lieben, sterben wird.
Ach so? - Sie sterben einen grausamen Tod.
Ist nicht so gut für die Tinder-Biografie. - Nein.
Sie sind die Owens-Schwestern.
Ich hab den Fluch studiert. Ihre Ururur ... - (Sally:) Zehn...
Zehn... zehnmal Ur? Ja, Maria Owens.
Sie hatte wohl viel Macht, dass der Zauber so lang anhält.
Ja, das Mädchen aus Boston hat's weit gebracht.
Aber geboren wurde sie ...
Hier, wissen wir. - England. - Dem Dorf, aus dem ich stamme.
Thornfield. - Hm. - Ah.
Wow. Ja. Wow.
Hm, schön für Sie. Also, ich liebe Geschichte,
aber ich würde mich sehr gern auf meine Tochter konzentrieren.
Natürlich. Wenn das wahr ist und es das Buch gibt,
und Kylie es hat, dann ist sie in wirklich großer Gefahr.
Wir brauchen Hilfe, darum sind wir hier. - Kommen Sie morgen wieder.
Dann fangen wir an. - Äh, morgen?
Können wir nicht ... Wir sind hier, also jetzt?
Wissen Sie, wo sie ist? - Nein. Hören Sie nicht zu?
Ich höre zu, aber Sie hören offenbar schon länger nicht mehr zu.
Definitiv nicht. Okay. - Aber ...
Lass uns gehen, der Kerl nervt mich. Also, danke.
Junge Lady? - Vielleicht find ich ihn doch nett. Ja?
Kommen Sie morgen früh wieder, aber kommen Sie zu sich selbst zurück.
Sie sind die Einzige, die sie finden kann.
Ich werde Ihnen helfen.
Sie haben mir das Leben gerettet. - Das war ich, ehrlich gesagt.
Gute Nacht.
(Koffer rumpeln.)
Also, dieser verkrustete Akademiker ... Ich meine, das war ganz schön heftig.
Er hat 'ne ... 'ne Dissertation auf deinen Körper geschrieben.
Ach, na ja, für mich zählt nur, Kylie zu finden, klar?
Professor Tattoo interessiert mich nicht.
Was ist los mit dir, bist du sechs? - (Gillian kichert.)
Ja, ich bin sechs. Richtig. - Hör auf, Gilly.
Was ist denn? Komm schon. - Hör auf. Mein Gott.
(Sally seufzt.) Du tust, als wärst du im Kindergarten.
Wann hat dich zuletzt jemand ausgezogen? - Gilly, bitte.
Wann wurdest du das letzte Mal berührt?
Also berührt, so richtig und echt?
Gestern. - Nein.
Jep, gestern. - Von wem? Wo?
Flughafen-Security. - Oh ...
Sehr gründliches Abtasten, zielstrebig und entschlossen.
Ist das traurig. - Ja. Und wenn schon.
Traurig, und trotzdem irgendwie schön. (Sally seufzt.)
Ich wünschte, ich könnte meine Tochter spüren.
Ich kann sie nicht mehr erfühlen.
(Sally prustet und stöhnt.)
Was, wenn ich sie verloren hab, Gilly?
Wir sind hier, und wir werden sie finden.
Rutsch rüber, mach schon. - Nein, kein Platz.
Ich hab das magische Passwort.
Na, komm schon. - (Sally stöhnt.)
Hier. Für dich.
Fang. Oh.
Kannst du noch mehr rüber rutschen? - Nein, Gilly.
Das ist die Mitte. - Nur ein Stück.
Ich bin so lang. - Aber nicht breit.
Da. Guck mal, hier ist die Linie. - Okay, okay. Wie du willst.
(Sally stöhnt.) - (Gillian lacht leicht.) Du fehlst mir.
Ich bin doch hier. - Nein, nicht so richtig.
Du bist schon seit Jahren verschwunden.
Du hast diese Mauern um dich herum gebaut. Hast dich regelrecht weggeschlossen.
Hm. Ich weiß, die Kinder sehen das auch so.
Ja ... - Mhm. Wir sehen es alle.
Wir wollen dich wiederhaben.
Ich liebe sie so sehr. (Sally seufzt.)
Sie lieben dich ebenso sehr.
(Gillian gluckst.) - Du gibst ihnen alles, was ich ihnen nicht geben kann.
Sicherheit ist eine Illusion.
Man kann alles tun, alles, um sich zu schützen.
Und man kann trotzdem alles verlieren, einfach so.
Und ... (Gillian schnieft.) Jet sagt: "Lebt einfach. Lebt ein wenig."
Das machen die zwei. Und du eben nicht, du bist so verbohrt.
Sag mal, weißt du noch, als ich deinen Hamster ... - Oh Gott.
... in mein ferngesteuertes Flugzeug gesetzt hab? - Oh mein Gott.
Und dann verlor ich den Funkkontakt. - Ja.
Unsere kleine, pelzige Amelia Earhart. - Ja.
Wo wird sie wohl gelandet sein?
Hol sie dir wieder, deine Kontrolle.
Schön. Jetzt will ich das alles aber richtig verstehen.
Bin ich der Hamster in dieser Analogie? - Nein.
Du bist die Fernsteuerung.
Und wer ist der Hamster?
Das ... (seufzend:) Ach, ist doch völlig egal.
Ich weiß nicht, keine Ahnung. Vielleicht ist Kylie der Hamster, oder?
Ach ... du weißt doch, was ich sagen will.
Du verstehst die Bedeutung ganz genau.
Ich verstehe. (leise:) Ich verstehe.
(Lied: "Blur" von Aldae)
(Lied setzt sich fort.)
(Lied setzt sich fort.) - (Gelächter vom Handy)
(Gideon lacht und jauchzt.)
Whoa.
(Sie schnieft.)
(Lied setzt sich fort.)
(Lied setzt sich fort.)
(Lied setzt sich kraftvoll fort.)
(Koffer rumpeln.)
(Sally stöhnt.)
Oh Gott. Er kann doch nicht ...
Professor Wright?
Professor Ian Wright?
Guten Morgen. Das ist eine Klingel.
Ah. Oh, gut, Sie haben ja was an. - Ich hätte auf ein Handtuch gewettet.
Kommen Sie rein. - Ja.
(Koffer rumpelt.) - Oh, ich nehme den für Sie.
Vielen Dank. Der ist wirklich schwer.
Oh ... das ist nett.
Wollen wir ... - Ich hab die Nacht durchgearbeitet.
(Gillian:) Tatsächlich? - Ähm ... - Was ...
Mein Rauðskinna wurde gestohlen. - Was ist das?
Oh nein. Die alte isländische Schriftrolle.
Dunkle Zauber, die mit linksseitiger Magie wirken.
(beide:) Wie das Buch des Raben? - Ja.
Die Schriften erwecken es, aber nur Hexen der Blutlinie können die Macht nutzen.
Wird der, der es gestohlen hat, versuchen, es mit dem Buch einzusetzen?
Ich denke, das Rauðskinna ruft es. Es lockt es zu sich.
Ich denke, es hat Kylie hergeführt. - (Gillian:) Ja, natürlich.
Und wie finden wir raus, wohin es sie geholt hat?
(flüsternd:) Das ... - Was?
Ich vertraue ihm. - Du tust was?
Äh ... Nehmen Sie meine Hand.
Darf ich?
Ähm ... doch, ja.
(wispernd:) Nein. - Das liebe ich.
Sie haben Angst. - Ja. Sie hat Angst.
Sie haben Angst vor Ihrer Macht. - Ich sah, wozu meine Macht imstande ist.
Es birgt große Gefahr, die Macht zu ignorieren.
Können wir bitte das mit der Gefahr ausklammern?
Sie sind blockiert. - Ja, sehr blockiert.
Ich bin kein Abflussrohr. Ich bin ein menschliches Wesen.
Ein verklemmtes Wesen. - (Ian:) Der Fluch ... - Ja.
Haben Sie dadurch jemanden verloren? - (Sie atmet tief ein.)
Ja. Ja, aber es gibt keine Liebe, die den Tod überdauert.
Das ist nur 'ne Fantasie.
Die Frage ist nur, wer zuerst geht.
(Ian:) Und die großen Liebesgeschichten, die zeitlos sind?
Psyche und Eros. Helgi und Svana.
Ross und Rachel.
Sam und Molly. - Okay.
Wer? Sam und Molly?
Aus "Ghost". Dem Film. - "Ghost".
Er war tot, sie hat getöpfert, wir haben geweint.
Oh. Ja. Ich hab nicht geweint. - Also bitte.
Du hast derart geheult. - Nein.
Jetzt konzentrier dich. Hör ihm einfach zu.
Okay. Okay. - Konzentrier dich.
(leises Wispern) - (Herzschlag pocht.)
(Ian stöhnt.) - Gut so.
(Wispern und Pochen werden lauter.)
(Pochen wird schneller.)
(Babylachen)
(Lachen verklingt.)
Ich glaub, das ist es.
Ja ... - Ist alles in Ordnung?
Ich ... Ja. - Ja, Sal.
Da ist sie. Da bist du. Ja, Sal. - (Sally stammelt.)
Sal. Da bist du. - Ich ... Ja.
(zartes Funkeln) - (Gillian:) Alles gut.
Wir finden Kylie. - Wir finden sie.
Konzentrier dich. Los, konzentrier dich. - Magie wirkt in beide Richtungen.
Sie hört zu, wenn das Herz die Wahrheit spricht.
(Funkeln) - (Gillian:) Spüre sie. Mach schon, Sal. Du kannst sie spüren.
(Sally:) Ich kann sie spüren. - (Gillian:) Ja, spür sie. Spür sie.
(Sally:) Du willst singen? Singen wir doch zusammen.
(Kindersingen)
(Ian:) Es formt eine Karte.
Oh. - Was heißt das?
Sie ist in Thornfield.
Warum sollte sie in Thornfield sein?
Denken Sie etwa, ich hab was damit zu tun? - Ich weiß nicht, was ich denken soll.
Ich verspreche ... - Sie hat's nicht so mit Versprechen.
Aber das liegt an mir. - (Ian:) Ich bringe Sie zu ihr.
Sal, dass Franny uns hierhergeführt hat, bedeutet, sie vertraut ihm.
Sie weiß, was sie tut.
So, jetzt du.
Sehr gut, weiter so, nicht so schüchtern.
Du musst darauf vertrauen. - (Handy klingelt.)
Also ... - Sekunde, ja?
Oh, Kylie. Wo bist du?
Ähm ... Ist er ...
Ist er ...
(seufzend:) Ja. Ja. Er lebt. Er ...
Wo bist du? - Bitte, kann ich ihn ganz kurz mal sehen?
(Kylie:) Hi, Giddy.
(Sie schnieft.) Ähm ...
Bitte halte durch.
Bitte komm zurück zu mir. (Sie schnieft.)
Bitte, komm zurück. - Jetzt sag mir doch einfach, wo du bist.
(Kylie seufzt und schnieft.) Ich bin ... Ich bin in Thornf...
Immer noch keine Antwort. Sie ist uns nur einen Tag voraus.
Wie viel Ärger brockt sie sich da ein? - Da fragst du jetzt wirklich die Falsche.
Stimmt doch. - Das ist nicht hilfreich, nein.
Ach, hätte ich bloß Karten dabei, dann könnten wir etwas zocken.
Haben Sie schon mal ... - Das Siegel von Cataran?
Sie beschritten den linksseitigen Pfad. - Ich folgte auf einfachen Wegen.
Sie zu verlassen, war nicht immer einfach. - Mhm, ja.
Dann war das vermutlich der Grund, warum Ihnen Harvard und Oxford kündigten?
Ach, komm. - Ja?
Es gab auch noch ein, zwei andere Gründe. - Also. (leise:) Na, komm.
Deshalb müssen wir Kylie jetzt suchen, bevor sie nicht mehr umkehren kann.
Aber Sie sind umgekehrt. - Am Ende ja.
Vorher musste meine Mum durch die Hölle. - Na also.
Das kennen wir nur zu gut. - (Gillian:) Tja. Okay. Na, egal.
Wir finden Kylie. Das steht jedenfalls fest.
Ja. - Okay? - Es wird also alles wieder gut?
Wie damals, als wir die Leiche unterm Rosenbusch begruben?
Die Art gut oder 'ne andere? Anders gut oder genauso?
Na schön. Was das betrifft ... - Lass ...
Ich hole mir ein Gläschen Gin. - Geh nicht.
Noch jemand vielleicht? Nicht? Wie ihr wollt.
Aus reiner Neugier: Hat das Begraben von Menschen im Garten
in Ihrer Familie Tradition?
Tja, dabei lernte ich meinen Mann kennen. - Sie haben ihn vergraben?
Nein, ich meine ... Ich meine ... Gut, ja ... Ja, so war's. Ich ...
Vorbildlich.
Auf 'nem Friedhof.
Es ist mein Ex-Mann. Weil, er ... Er ist tot.
Ich meine, theoretisch ist er noch ... mein Mann.
Nur ... Ich meine, das mit dem "Ex-Mann" sage ich nur, weil ... Na ja, er ...
Sagen Sie doch einfach, was er war.
Jemand, den Sie geliebt haben?
Ja.
Anscheinend macht die Magie Beziehungen kompliziert. - Ja.
Und irgendwann ist es wahrscheinlich leichter,
keinen Menschen mehr in diese Welt hereinzubitten.
Hm ... - Aber es gibt Hoffnung.
Vielleicht lernen Sie noch jemanden kennen, der ... alles versteht.
Tja. Ich wünsche Ihnen viel Glück dabei.
Sie machen das sehr, sehr gut. - So, was?
Das Ausweichen. - Jahrelange Übung.
Ich weiß, was Sie tun. - Was?
In mein Leben kommen keine vollkommen Fremde. - Ich bin nicht vollkommen.
Und irgendwie sind wir einander gar nicht so fremd. Nicht wahr?
Na ja, ich hab viel von Ihnen gesehen.
(Sally seufzt leicht.)
(Vogelzwitschern)
Entschuldigung?
Verzeihen Sie, wenn ich störe, ich suche nach einem Ort namens Lockland Manor.
Kennen Sie das? - (alter Mann:) Das Landgut ist 'ne Ruine.
Ist vor Jahrhunderten abgebrannt.
Sie gehen besser nicht allein da hoch.
Es ist nicht sicher.
Aber Tom wohnt nicht weit weg davon. Er kann Ihnen was darüber erzählen.
Er kann Ihnen helfen. - (Tom:) In 'ner Stunde bin ich fertig.
Ähm ... Danke. Danke.
(Sie seufzt leicht.)
Hey.
Tut mir leid, dass du warten musstest. - Hi.
Meine Familie kümmerte sich mal um das Gut, ist Jahre her.
Tom Bailey.
Ähm, Kylie Owens. - Kylie Owens, hi.
Nach dir. - (Vögel krächzen.)
Geh du vor. Ich folge dir.
Okay, wir machen uns erst Tee, dann gehen wir zum Gut.
(Kylie:) Ich weiß deine Hilfe zu schätzen.
(Tom:) Warum interessierst du dich für Lockland Manor?
Ich hab 'n Freund, er heißt Gideon.
Ähm, er liegt seit einer Weile im Koma. - Hm.
Das tut mir sehr leid. - Vielen Dank.
Das wird sich jetzt verrückt anhören, weil es das auch ist ...
Versuch's mal.
Weil es um diesen Fluch geht ...
Den meine Vorfahrin ausgesprochen hat. - Hm.
Weil sie eine ... Sie war eine Hexe.
Das ... Das ist verrückt.
Nein, 'tschuldige. Thornfield sind Hexen nicht unbekannt.
Hier hat man mal eine Frau verbrannt, genau hier im Manor. Vor Jahrhunderten.
Lockland Manor? - Ja. Sie war eine Magd von Lord Lockland.
Der Lord sagte, sie hätte ihn verhext, als sie ihm ein Kind geboren hatte.
Ja.
Das mit deinem Freund muss schwer für dich sein.
Ja.
Ja.
Das Schlimmste ist, dass ich es komplett meiner Mutter vorwerfe.
Sie hat uns nie die Wahrheit gesagt.
Das soll jetzt kein Wettbewerb werden, aber ...
Na ja, mein Dad hat mich verlassen, als ich 'n Baby war.
Und meine Mutter hat sich zu Tode getrunken.
Wäre es ein Wettbewerb, hätt ich gewonnen, aber war's ja nicht.
Tut mir leid, ich wollte ... Sorry. - Nein, nein. Bitte, ich ...
Ja. Sieh uns an. - Ja.
Ähm ...
Ich hab da dieses Buch, das ich dir gern zeigen würde. Ähm ...
Dieses Buch hat mich hierhergeführt.
Ich dachte, wenn ich hier bin, spüre ich vielleicht was,
oder erfahre was, aber ... ich stecke irgendwie fest.
(zischendes Rauschen) - (Kylie:) Und es gibt hier ein ...
Also, ein Kapitel: "Wie beendet man den Fluch?"
Aber die betreffenden Seiten sind total versiegelt. Also, ich krieg sie nicht auf.
Und das Buch gehörte Maria Owens, dieser Vorfahrin von mir.
Ich denk, mit ihr fing alles an. - Die Frau, die hier verbrannt wurde ...
Ja? - Die hieß Hannah Owens.
Sie war Marias Mutter.
Maria muss vier Jahre gewesen sein, als Hannah Lord Locklands Kind bekommen hat.
Ich meine ... Maria muss ihre Mutter brennen gesehen haben.
Das ... Das ist meine Familie.
Ja, vielleicht bist du deswegen hier.
Sie haben dich gerufen. Orte besitzen Macht.
Ich meine, das Manor ... Ich meine, du musst da hin.
Ja ... - Trink ... trink noch 'n bisschen Tee.
(benommen:) Ziemlich heiß hier drin.
(unheilvolle Musik) - (Kylie:) Oh Gott.
(Ian:) Soll ich helfen? - Geht schon.
Vorsicht, es ist dunkel hier. - Ach, gut.
Ich hab schon gedacht, ich wär blind geworden.
(Gillian staunend:) Wow, ist das süß.
Guck mal. Und diese roten Rosen ... Ich liebe es.
Okay. Es ist schon geschlossen.
Sch ... - (Rumpeln)
Sch ... - (Tür knallt zu.) - Selber.
Sind die Leute hier alle 1,50 groß?
Im 17. Jahrhundert schon. Wir haben nur zwei Zimmer, Sie nehmen 7, ich 11.
Okay, dann klopfen wir an ein paar Türen.
Vielleicht hat jemand Kylie gesehen. - (Quietschen) - Sch ...
(Wirtin:) Wer jetzt hier anklopft ... - Was ist das?
... endet im Kofferraum. - (Quietschen)
Die meisten hier haben 'nen großen Hund und 'ne Flinte. - (Ian seufzt.)
Das ist meine Mum. - Oh ...
Hi. - Okay. Hi.
Meine Tochter ist weg. - Hat Ian erzählt. Tut mir sehr leid.
Dieser Pub ist die Tratschzentrale des Ortes.
Weiß jemand was, erfahren wir das morgen früh.
Wieso immer alles "morgen früh"?
Was weiß ich. - Es ist frischer Pie in der Küche.
Esst ihn. - Ach ... Ich kann nichts essen. - Was?
(Sally:) Was? - Macht ihr zwei das. Okay?
Also, ich habe im Zug fünf Tüten Chips gegessen,
bin total alle und ganz leicht ... betrunken.
(Ian:) Gehen Sie hoch. - Okay. - Die Treppe ist um die Ecke. - Ach ja?
Gute Nacht. - So winzig ...
Gute Nacht. - (Gillian:) Nacht!
Wie so 'n Miniaturhaus. - (Quietschen)
(Gillian:) Winzige winzig kleine Menschen.
Haben Sie sie gehört? - Hm?
Pie? - Pie.
(Quietschen) - (Sally:) Ente.
(Ian seufzt genüsslich.)
Sieht gut aus. - Und noch Custard.
(Sally:) Vielen Dank.
Bin gespannt.
Oh mein Gott.
Das ist unglaublich.
Ich liebe Custard.
Das im Zug tut mir leid.
Ich war ... war unhöflich. - Ach ...
Ich hab nur so große Angst um meine Töchter.
Ich hab gedacht, ich beschütze sie, aber im Gegenteil.
Sind sie so stark wie Sie, kommen sie zurecht. Sie haben große Macht ...
Bitte hören Sie auf. Bitte. Stopp. - (bebendes Klirren)
(Beben endet.) - Angeberin.
(Sie holt knapp Luft.) Ich weiß, wie viel Macht ich hab.
Aber der Gedanke, dass die beiden genau so viel Macht haben, macht mir eben Angst.
Hm. - Ich wünschte, wir hätten ein Leben
ohne ... Magie, ohne Flüche, ohne gebrochene Herzen, ohne ...
Oh, keine Magie heißt nicht, keine gebrochenen Herzen.
Jede Familie hat ihr Trauma.
Das haben wir in unserer DNA, unserer RNA.
Wir alle sind Sargträger des Schmerzes unserer Vorfahren.
Es ist so schrecklich schwer, über all die Jahre unterstützt man sie,
gibt ihnen Halt.
Und dann soll ich plötzlich ... loslassen. - Mhm.
Nein.
Das widerspricht jedem einzelnen Instinkt meines Körpers.
(Besteck klappert.) - (flüsternd:) Custard.
Das ist so schön. - Hm?
Meine Moleküle in der Nähe Ihrer Moleküle.
Eine wirklich interessante Art, sich auszudrücken.
Was soll ich sagen?
Chemie.
Ich war nie besonders gut in Chemie.
Ich werd dann jetzt ... schlafen gehen.
Gut.
(Ian:) Hm. - Danke. Für das hier.
Es war mir eine Freude.
Gute Nacht.
(Besteck klappert.) - Denken Sie, es wär mög...
(Sally:) Danke.
Gute Nacht. - Gute Nacht.
Vielen Dank.
(düstere Männerstimme:) Gib mir, was mir gehört.
(Mann spricht düster dröhnend Latein.)
(Hauchen) - (Mann:) ... Maria.
(schweres Atmen)
Gib mir ... den Raben. - (Wispern) - (Kylie schreit.)
(Sally stöhnt laut auf.) - (Scheppern)
(Sally keucht.)
Kylie. Es ist Kylie. - Ich weiß.
Es ist Kylie. Kylie ... - Ich komme.
Kylie ist in Schwierigkei...
Ah ... - Gestern war eine junge Frau hier.
Sie fragte nach Lockland Manor. - Frag Tom Bailey.
Sie brauchen Stiefel. - Tom Bailey?
Er wohnt in Ivy Cottage, ist der Verwalter des alten Gutes.
Er war mein Student, aber ... - Aber was?
Hey, wir müssen los. - Bin da. Okay.
(Sally:) Aber was? Kylie. - Wohin? Ich kann nicht ...
Was ist mit ihm? - Hier lang. - Okay.
Wo ... Was, was, was? Hier lang?
Oh. - Hier lang.
(hallendes Krächzen)
(unheilvoll dröhnende Musik)
Ich forschte heute Nacht nach Entsiegelungszaubern.
(Kylie:) Ich hätte geholfen, aber der Jetlag haute mich um.
(beklemmend unruhige Musik)
(Raben krächzen.)
(Tom:) Willkommen. - Oh mein Gott.
(Antonia:) Ich geh's mal durch. Danke.
Normale Hirnstammfunktion, sein Herz zeigt eine Tachykardie.
Heißt übersetzt?
Sein Hirn ist stabil, aber unregelmäßiger Herzschlag.
Der Pulsschlag ist hoch wie unter Stress. - Die Medizin stößt wohl an ihre Grenzen.
Na, du hast überall Salz verstreut, hat auch nichts gebracht.
Mit Lehrbuchwissen kommen wir nicht weiter. - (Antonia seufzt.)
Er war stabil. Etwas ist anders.
Kylie ist in Gefahr. Er weiß es.
Wie lang ist es her, seit ... keine Ahnung,
jemand hier ... na ja, gelebt hat?
Hier gelebt hat? - Ja. Ja.
Äh, sehr lange. Vor ewigen Zeiten.
Mein Ur-Ur-Ur-Urgroßvater hat das Haus gebaut.
Wir haben dieselbe Ahnin, du und ich.
Wir beide?
Hannah Owens. - (leise düstere Musik)
Nur mein Stamm dieser Familie war der uneheliche.
Tut mir leid. Sorry, was?
Du bist ein Owens? - (Tom lacht.) Tja.
Genau genommen schon, aber ohne ... ohne Magie.
Die habe ich nicht geerbt.
Aus Feuer geboren, der Flamme beraubt.
Alles ist völlig unnatürlich. Siehst du, wie krank geformt diese Blätter sind?
(Sally:) Weil es dunkle Magie ist.
(Ian klopft an.) - (Ian:) Tom?
(Ian:) Tom. - (Er rüttelt am Knauf.)
Kylie?
Kylie! Was spürst du? - Sie war hier.
Sie war definitiv hier. Ich kann nicht ...
Lass mich ... Kylie?
Amanita muscaria. Was ist da? - Weiß ich nicht.
Kylie? - (Gillian:) Oben ist nichts.
Oh Gott ... - (Sally:) Kylie. Ky...
(leises Wispern) - Kylie ...
Kylie! - (gehauchte Stimme:) Verschlossen.
Kylie!
(Wispern wird lauter.) - Sal?
Kylie! - Sal ... - (Sally schreit.)
Sal.
Oh mein ... oh mein Gott. - Oh ...
Was ist das? Oh nein, Hannah Owens wurde auf dem Scheiterhaufen verbrannt,
hier in Thornfield?
Das ist Maria Owens' Mutter. - (Sally:) Ja.
Es gab ein Gerücht, dass Maria kein Einzelkind war.
Es gab noch ein Kind.
Lord Lockland hat Hannah Owens vermutlich vergewaltigt.
Das Kind hat überlebt, aber es ist nicht nachzuweisen, was aus ihr wurde.
Das ist sein Tagebuch. Tom ist ein Nachfahre dieses Kindes.
Er hat Owens- und Lockland-Blut. - Das stand nicht im Buch der Magie.
Gill. Gill, hast du verstanden?
Er ist ein Owens, nur ohne Magie. - Er beschritt den dunklen Pfad.
(wispernd:) Was?
(Ian:) Das sind Rachezauber.
Deshalb habe ich ihn nicht weiter unterrichtet.
Was passiert hier? - Was siehst du dir da an?
"Ich verdanke mein Leben Ian.
Ich werde ihm nachfolgen." - Was hast du da?
(Gillian:) Sie machen gemeinsame Sache. - Ian lügt.
Aber was wollen sie von Kylie? - Ich traue ihm nicht.
(Ian:) Er verfolgte den dunklen Pfad weiter. - (Sally:) Oh, wow.
Okay. Oh, er hat ... Okay, okay, wow. Also ...
Sie wussten nicht, dass er ein Owens-Nachfahre ist?
Nein. Ich hatte keine Ahnung.
Wow. Okay. Also Sie wussten es nicht.
Er lebte hier? War Ihr Schüler und Sie hatten keine Ahnung?
Er wusste gar nichts? - Ich denke, niemand wusste es.
Oh. - (Ian stöhnt.) - (Gillian:) Sehr gut.
Sal, fang ihn auf. Halt ihn fest. Halt ihn.
Hol Belladonna. - Halt ihn. - Und wir liegen.
Hol dein Belladonna, los. - Oh. Ja, ja, wo ist ...
Ich hab doch Belladonna. Halt ihn. - Mach ich ja, ich halte ihn.
Halt ihn fest. - Ich halte. - Salbei.
Nein, nein, nein ... - Gilly, ich krieg keine Luft. Oh Gott.
Oh. Da ist es. - Es muss in den Mund.
Ich bin da. Hier. - Du jetzt auch noch ganz drauf?
Oh, er ist nicht tot. - Tropf's ihm in den Mund.
Ich hab's. - Bitte, in den Mund. Ich krieg keine Luft.
So. - Gilly, du bist echt schwer.
Er schläft, komm. Steh auf. - Was machst du?
Los, steh auf. Schnell. - (ächzend:) Oh mein Gott.
(Sally:) Oh mein Gott, er ist so schwer. - Los. - Warte, mein Arm ...
(drängend:) Schnell. - Er ist ... - Steh auf.
Wir müssen uns beeilen. Komm schon.
(ächzend:) Mein Arm steckt fest. - Schnell.
Komm schon. - Au. Gott ...
(Kylie hustet erstickt.)
(Kylie:) Oh Gott.
Das ist aber voll unheimlich. - An dem Ort ist Hannah Owens gestorben.
Sie wurde bei Tagesanbruch verbrannt, vor 345 Jahren.
Vielleicht legen wir das Buch da hin.
Wir beschwören deine Blutlinie herauf. - Ja.
Und sie geben dir die Magie zurück, die deine Mutter gelöscht hat.
Was soll schon schiefgehen, oder? - (Tom lacht.)
Was soll schon ... Ähm ...
Das hab ich gefunden, als ich hier aufgeräumt hab.
Lag in einer rostigen Schatulle in den Trümmern der Kapelle.
War halb vergraben, aber es passt zur Zeichnung im Buch.
Was ist das? - Das ist Rauðskinna. Ich hab's gegoogelt.
Es heißt, es kann öffnen, was nicht geöffnet werden darf.
Klingt beunruhigend. - Du entscheidest. (Er räuspert sich.)
Ich glaube wirklich, dass du das kannst. Für Gideon.
Beschwöre die Owens-Macht herauf, die in dir steckt.
Protestem meam, meam ... - Nein.
Weißt du, ich glaube, es heißt: Potestatem meam mihi.
Ja. Ja.
(stockend:) Potestatem meam mihi re...
revela et statim eam tibi dabo.
Meam mihi ... - Revela ...
Revela et statim eam tibi dabo.
(flüssiger:) Potestatem meam mihi revela et statim eam tibi dabo.
Spüre es. - Potestatem meam mihi revela
et statim eam tibi dabo. - (Zischen)
Es funktioniert. - Die Erinnerung kommt.
Potestatem meam mihi revela et statim eam tibi dabo.
(Tom:) Ich hatte recht. - (Kylie wiederholt auf Latein.)
Potestatem meam mihi revela et statim eam tibi dabo.
Potestatem meam mihi revela et statim eam tibi dabo.
Ich kann's nicht mehr halten. Ich kann nicht mehr.
Ich glaub, ich werd ohnmächtig. Hier stimmt was nicht.
Schon gut. Alles okay.
Nein. Nein. Nein, irgendwas ... Nein.
Alles gut. - Lass mich.
Bleib weg. - Kylie, bleib hier.
Ich muss sie finden. - Sal. Warte.
(Sally ächzt.) Nein, so geht's nicht. Nein.
Kylie, wo bist du? - Ich hab's geschafft.
Denkst du, wir waren zu voreilig mit Ian? Denkst du das?
Man sagt doch, Angriff ist Verteidigung.
Das sagt keiner so. - Aber ich sag es so.
(Kylie schluchzt atemlos.)
Nein. Nein!
Nein, nein, nein, nein. Nein, hör auf! Nicht, nicht!
(Sally stöhnt.) - Nein!
Sal. Sal, alles okay? Alles gut? - Er hat sie. Er hat sie.
Er hat ... Durchhalten, Baby. Wir kommen. - Vorsicht.
Halt durch. Halt durch. Kylie!
(Tom:) Rotes Mal, schwarze Schwinge. Was ihres ist, zu mir nun bringe.
(leises Knistern) - (Kylie stöhnt.)
Oh mein ... - (Flammen knistern.)
(Raben krächzen entfernt.)
Nein, nein, nein. Tom?
Was machst du? - Kylie?
Gib mir die Macht, die mir rechtmäßig zusteht. - Was?
Was, was, was machst du? Was willst du?
Deine Mutter hat es vor dir verborgen, aber nichts bleibt ewig begraben.
Unsere Ahnin Hannah hat die Lockland-Blutlinie durchtrennt.
Jetzt fordere ich es ein. - Oh mein Gott.
Oh mein Gott, du bist wahnsinnig.
Du bist wahnsinnig. Du kriegst gar nichts von mir.
Jeder im Dorf hielt meine Mutter für verrückt,
weil sie glaubte, die Magie zu tragen, in die du hineingeboren wurdest.
Sie wurde ... dir einfach so zuteil, als wäre es nichts.
Ich habe geblutet.
Und habe gebettelt.
Ich musste betteln, um alles, was ich jemals wollte,
um alles, was ich mir je gewünscht habe, um alles.
Mit dieser Macht muss ich nie wieder betteln. Nie wieder.
(entferntes vielstimmiges Krächzen)
Oh mein Gott. Okay, los, komm. Los, komm.
Gilly. - Schnell. - Tut mir leid, ich war ein Arsch.
Ein Arsch? - Ich hatte nur Angst. Aber jetzt nicht mehr.
Und wenn mir was zustößt, dann bist du's, du bist der wichtigste Mensch.
Dir stößt nichts zu. - Du bist mir das Wichtigste.
Du sagtest, wir sterben am selben Tag. Nicht heute. - Ich tue, was ich kann.
Oh. Oh, Baby. - (Kylie:) Du bist nichts Besonderes.
(Gillian:) Was hab ich getan? - Gib preis, was du nie verstanden hast.
Ich werde, was ich immer sein sollte. - Er hat das Rauðskinna.
Ian hatte recht. - (Kylie:) Dir muss nichts leidtun.
Schon okay. - (Tom:) Ich nehme mir, was rechtmäßig mein ist.
(Kylie:) Ich kann dir helfen.
Du gehst nach links, ich nach rechts. Und los.
(Kylie:) Dir muss nichts leidtun, mach mich nur los.
(Tom:) Die Bande zu deinem Herzen sind zertrennt,
in meinem Namen durch meinen Willen. - Bind mich los.
Deine Macht ist die meine. - Bitte ...
(Kylie:) Nein! - Nein. Nein.
(Schrei) - (Sog)
Geh von meiner Tochter weg! Kylie ... Kylie ...
(Er ächzt beeindruckt.)
(Tom:) Und das hast du verschmäht,
Sally Owens?
Ich wusste, dass du deiner Tochter folgst.
Jetzt könnt ihr zusammen leiden. - (keuchend:) Du denkst ...
Du denkst, dass Macht ...
anderen Menschen Leid bringt? (Sie lacht.)
Erzähl mir nichts von Macht. Du hast sie vergeudet.
Hast deine Kinder angelogen.
Du musst es nicht ertragen. - Wie erbärmlich.
(Sally:) Tom ... Ich kenne den Schmerz, den du erträgst.
Den, den du in dir trägst. - Du kennst mich nicht!
Halt mir keine Predigt über Zerstörung.
Du hast zugelassen, dass deine Töchter in einen Fluch geraten, und geschwiegen.
Du hast ihre Väter sterben lassen und es Schicksal genannt.
Bist du wirklich hier? - Ja.
Bin ich. - Ich dachte, ich hätte Mom gehört.
(Tom:) Du hast die Macht verschmäht. - Da.
(Tom:) Die Schande ... - Siehst du?
... die wir gefühlt haben, verstehst du nicht.
In diesem Dorf haben mich alle Menschen gequält.
(Kylie wimmert.) - (Tom:) Mit ihrem Tratsch.
Ihren mitleidigen Blicken, sie sagten, ich wäre ein Nichts.
Selbst Ian Wright. Er war der einzige Mensch,
der mich hätte unterweisen können. Er hat mich verstoßen. - Lauft.
(Tom:) Weil ich mehr wollte. Diese Schande.
Lauft. - Weil uns die Gabe verwehrt war. - Niemals.
(Sie stöhnt.)
Ich verlasse dich niemals. - Die Lehren des Feuers wurden mir verweigert.
Ich liebe dich. - (Tom:) Ich wurde verstoßen.
(Sie stöhnt.) - Und dann damit betraut,
die Überreste vergangener Herrlichkeit zu bewahren.
Nein ... - (Kylie stöhnt.) - (Tom:) Mein Name ... Lockland ...
Dein Blut. - (Tom:) Beschmutzt.
Mein Blut. - (Tom:) Du ...
Du verdienst keine Macht.
Und das ist deine Antwort? - Gilly ...
(Kylie stöhnt.) Sieh doch.
Zerstörung? - Ja, und sie werden den Schmerz spüren,
den ich seit Ewigkeiten zu spüren hatte. Mit deiner Macht zerfetze ich deren Leben.
Rache ist ein Grab, das man zweimal aushebt.
Einmal für die anderen, einmal für sich selbst.
Da irrst du dich. Das zweite Grab ist deins.
Neben dem deiner Tochter.
Ich nehme die Macht an, die du vergeudet hast. - (Sally stöhnt.)
Niemand kam, um mich zu retten. - Mom! - Dich wird auch niemand retten.
(Sally stöhnt röchelnd.)
Lass meine Schwester los!
(Gillian schreit.)
(Tom ächzt tief.) - (Gillian stöhnt schwer.)
(Gillian:) Sal, er braucht die Nadel. - Hm?
Er macht weiter, bis er hat, was er will. - Dann halten wir ihn auf.
(Tom grimmig:) Wo ist sie?
(funkelndes Klingen) - Ich bin da.
(Klingen verstärkt sich.)
Dein Blut ...
Mein Blut.
Unser Blut.
(Sally:) Unser Blut. - Unser Blut.
(leise:) Kylie. Kylie.
(Klingen) - Kylie, jetzt siehst du, wer wir sind. Wer wir sind.
Bleib bei mir. Bleib bei mir.
(Klingen setzt sich fort.)
(Sally:) Diese Macht ist nicht für dich bestimmt.
Ihr haltet mich nicht auf.
(waberndes Donnern)
(Er stöhnt unterdrückt.)
Du legst dich mit der falschen Familie an.
(waberndes Donnern) - (Tom stöhnt.)
(klingender Sog) - (wispernde Frauenstimme)
(Sog dröhnt laut.)
(beschwörende Stimmen) - (Donner kracht.)
(Jet wispernd:) Di te perdant, te maledico.
Di te perdant, te maledico.
(Jets Wispern setzt sich fort.) - Di te perdant, te maledico.
Di te perdant, te maledico. - ... te maledico.
(Gillian und Sally:) Di te perdant, te maledico.
(alle drei Frauen:) Di te perdant, te maledico.
(Sie wiederholen es immer weiter.) - (Tom:) Nein ...
Di te perdant, te maledico.
Di te perdant, te maledico.
Di te perdant, te maledico.
(Frauen wiederholen den Zauberspruch immer weiter.)
(anschwellende Musik)
Du hättest auf meine Schwester hören sollen.
Nein ... - (Donner kracht.)
Es rächt sich immer, wenn man eine Hexe bestiehlt.
(düster wabernder Sog) - (Tom stöhnt und schreit.)
(Tom brüllt.)
(Musik steigert sich.) - (Tom schreit.)
(Schrei und Rabenkrächzen vermengen sich.)
(Frauen stöhnen auf.) - (Musik verklingt allmählich.)
(Sie keucht.) - (Krächzen verklingt.)
Geht es dir gut? Geht's dir gut? - Mir geht's gut.
Alles okay? Geht's dir gut? - Mir geht's gut. Alles okay. Alles okay.
(Sally seufzt.) - Es tut mir so leid, Mom.
Nein. Nein ... Hör mir zu.
Es tut mir leid.
Du bist eine Owens-Hexe.
Und es stand mir niemals zu, dir das wegzunehmen, okay?
Das war das große Geheimnis, ja?
Was war denn dabei so groß?
Mhm ... - (Kylie lacht.)
(friedliche Musik)
(Sally atmet tief ein.)
(Kylie:) "Der Fluch wird nicht beendet durch Zauber und Gebet allein.
Ein Hexenleben muss geopfert werden."
Oh, Kylie.
(Käfer zirpt klackernd.)
(Zirpen setzt sich fort.)
(Geräte piepen rhythmisch leise.)
(leise:) Franny.
Franny, wach auf. - (Fran stöhnt.)
Hörst du das? Das seltsame Geräusch wie am Abend von Jets Tod.
(ruhige Musik) - Oh.
(Musik wird lauter.)
(Lied: "The Cure" von Olivia Rodrigo)
Ian. Ian.
Wo bist du? Ian? Nein ...
Oh, Mist. Okay.
(Sie stöhnt.) Oh Gott, lieg nicht irgendwo tot rum.
Es war alles umsonst. - Nein, nicht umsonst.
Du hast geliebt. Das ist alles, was zählt.
Du hast ihm das Tiefste, das Kostbarste von dir geschenkt.
Aber er stirbt doch jetzt.
(Lied setzt sich fort.)
(Sally seufzt.) (leise:) Gott sei Dank.
(Sie atmet schwer.)
Es tut mir so leid.
Es tut mir so leid.
Wir hätten Ihnen das nie antun dürfen.
Sie wissen, ich bin nicht der Böse. - Ja, ich weiß.
Und es tut mir so leid. Schon erwähnt? (Sie lacht freudlos.)
Ist das meins? - Ja.
Gut, danke. - Unser Flug geht gleich morgen früh.
Wir müssen Kylie zurück zu Gideon bringen, bevor er ...
(Sie seufzt.)
Der Fluch ist noch da, also ...
Sie kommen nicht wieder zurück.
(Sie verneint.) Vermutlich nicht.
(Sie zieht die Luft ein.) Okay ...
Ich habe sehr lange auf dich gewartet.
Ach, es gibt ... so viele Menschen, die besser sind als ich.
Oh, ich weiß.
Viele.
So viel besser. - Okay.
Aber die sind nicht du.
Danke.
Für ... für alles.
Dafür ...
dass du mir Custard nähergebracht hast, und für ...
dein Verständnis.
(sanft:) Dass du mich gesehen hast.
Ich wünschte es. - Ich auch.
Hi.
Hi.
Wieso nicht?
Was an dem Wort "Todesfluch" war unklar?
Würde ein Kuss ... mich umbringen?
Er kann vieles schwieriger machen.
Für uns beide.
Ich warte.
Deine Entscheidung.
Ich werde da sein.
Was, wenn alles, was je passiert ist ... - Oh Gott.
... noch immer passiert?
Oh ja. Mhm. - Lege ich deine Hand in meine ...
werden wir in 100 Jahren noch immer Händchen halten?
Na ja, es wäre extrem unpraktisch, aber ...
Aber ich nehme dich beim Wort.
(ruhige, gefühlvolle Musik)
(Musik setzt sich fort.)
(Musik wird lauter.)
(Lied: "And So It Goes" von Brandi Carlile)
(Musik setzt sich fort.)
(Kylie atmet schwer.)
(sanft:) Hi, Baby.
Wir bringen dich nach Hause zu Gideon. - Okay.
Okay. Jetzt geht's nach Hause zu Gideon.
(Musik setzt sich fort.)
(Lied setzt sich fort.)
(Lied setzt sich fort.)
(Antonia:) Franny.
Ich will mir nur zurückholen, was für mich bestimmt war.
(Lied setzt sich fort.)
(leises Zischeln)
(Käfer klackert.)
(Fran:) "Zu brechen, was geschmiedet wurd' in Trauer ...
bedenke nun den Preis.
Der Fluch wird nicht beendet durch Zauber und Gebet allein.
Ein Leben muss geopfert werden, ein Hexenleben.
Hingegeben aus freiem Willen.
Blut für Blut.
Liebe für Liebe.
So, wie er gewirkt wurde,
so muss er aufgehoben werden."
(Käfer zirpt klackernd.)
(grimmig:) Ich höre dich. Hetz mich nicht.
(leises Funkeln)
(Jet lacht entfernt.)
(ruhige, ergreifende Musik)
(Sie seufzt leise.)
(Ruhige Musik setzt sich fort.)
(Fran:) Löse die Fesseln unserer Vergangenheit,
sodass das Leben aufs Neue beginnen kann.
(Leises Zischeln löst sich funkelnd auf.)
(Vogelkrächzen) - (Flügelschlag)
(zarte Musik) - (entferntes Krächzen)
(wisperndes Hauchen)
(Zarte Musik setzt sich fort.)
(Fran entfernt hallend:) Meine Mädchen ...
Oh, Franny ...
(leise wispernde Stimme)
Okay.
Okay.
(rhythmisches Piepen)
(kurzes Röcheln) - (Piepen wird schneller.)
(Antonia:) Hey. - Hey. Was passiert hier?
(Kylie:) Was machst du? - Gut. Alles okay.
(Ploppen) - (Gideon hustet leicht.)
(Gideon keucht leicht.) - Ruhig atmen.
(Kylie:) Er ist wach? - Hey.
Alles gut. - (Gideon keucht.)
Franny?
(zittrig:) Gideon. Oh, Gideon.
Hi. - (Gideon schwach:) Oh ... Kylie.
Was ist passiert? Ich konnte dich hören.
(Gideon:) Danke. - (Kylie schluchzt leicht.)
(Gillian:) Franny zeigte nie, was in ihrem Herzen vorging,
aber sie hat es hingegeben, still,
wieder und wieder.
Sie hat den Fluch so gebrochen, wie sie gelebt hat:
indem sie anderen geholfen hat.
Jetzt Lippen zusammen. - Zu dunkel für mich.
Zusammen. - Hab ich.
Gut. - Zeig mal.
Oh, supercoole Farbe. - Ja?
Ja. - Echt, sehr gut. - Mhm.
Zeig mal.
Was? - (Sally stöhnt.) - Und?
Ich denke, die mit auffälligen Lippen bin ich nicht.
Ach, bitte. - Ich denke, du solltest dir mal erlauben, so richtig ...
So, lass mal das Bäm morgen raus.
Mom ist Bäm-Erfinderin. - Ich hab's erfunden.
Ja. - Ich hab das Bäm erfunden. - "Das Bäm".
Ich bin mehr innerlich bäm. Viel gefährlicher.
Du bist äußerlich auch bäm. - Das bin ich nicht, aber ihr seid's.
Ich hab eine Idee. 'tschuldigung. - Mein Kreuz ... - Tut mir leid.
Kommt her. Los, kommt schon.
(keuchend:) Antonia ... - (lachend:) 'tschuldigung.
Okay.
Also, das ist neu. - Versucht's.
Unglaublich, dass Franny und Jet schon ein Jahr tot sind.
Ja.
Sie hätten es sicher geliebt, wir hier alle zusammen.
Ja. - Ja ...
(flackerndes Funkeln)
Ich wusste, dass ihr euch das nicht entgehen lasst.
Ach, meine Babys, meine Babys.
Ich freu mich so, ihr seid jetzt frei für die Liebe.
Frei, so zu lieben, wie ihr es euch beide wünscht.
Hm, ja.
Und ich liebe euch zwei. Ich lieb euch so sehr.
Lieb dich auch. - Lieb dich auch.
Okay. Hab euch lieb, gute Nacht.
Gute Nacht, gute Nacht. - Nacht.
Gute Nacht. - (Sally:) Gute Nacht. - Gute Nacht.
Ihr werdet so gut schlafen. Hab euch lieb, hab euch lieb, hab euch lieb.
Okay, das wird ein Wahnsinnstag morgen, ein Wahnsinnstag.
Riesig. - Wahnsinnstag.
Hab euch lieb. - Hab dich lieb. - Ganz doll.
Hab euch ganz doll lieb.
Ich bin so aufgeregt. Morgen, das wird so ... (Sie faucht.)
Also ... (Sie faucht.)
Okay. Wir sind müde. Gute Nacht. - Gute Nacht.
Ihr versteht, was ich meine? (kurzes Würgen)
Hab euch lieb. Hab euch unheimlich lieb. Hab euch lieb.
Sie steht noch vor der Tür. - Hundert Prozent.
(Sally:) Hab euch lieb. - Wir dich auch, Mom.
(Antonia:) Ins Bett. - (Sally:) Oh Gott.
Oh mein Gott, du wolltest mir die Hose runterziehen, stimmt doch.
Na logisch, klar.
Oh. Wer bist du? Was ist mit meiner Schwester passiert?
Beruhige dich. Ist doch nur knalliger Lippenstift.
Tja, so fängt's an, mit 'nem knalligen Lippenstift.
Und plötzlich tanzt du barfuß auf Tischen. - Ich denke, das bist wohl eher du.
Du, aber nicht ich. - Und du liebst mich dafür.
Das tu ich. Tue ich. - (Mädchen kichern.)
Es geht ihnen gut. - Ich weiß.
Du weißt es? - Ja. - Komm her.
Sie sind keine Kinder mehr. - Ich weiß.
Also, wir müssen loslassen. - Ähm ... (Sally lacht unsicher.)
(lachend:) Wir ... dürfen nie loslassen.
Sie leben jetzt ihr eigenes Leben.
Jetzt sind wir endlich dran, Sal. - Ich weiß.
Morgen können wir unser Ding machen. - Ähm ... Ja.
Wir machen total unser Ding.
Vielleicht sogar angetrunken. - Ist das denn legal?
Seit wann bist du denn die Spaßpolizei?
Wir machen's richtig angetrunken. - (Sally stöhnt.)
Sch ...
Was Gilly will, das kriegt Gilly.
Gut. Das mag ich. Das merk ich mir.
(Antonia und Kylie lachen.)
Jetzt sind wir die Tanten.
(Gillian:) Hm.
Wow.
(Sally:) Die meiste Zeit meines Lebens wollte ich nur normal sein.
Aber die Wahrheit ist: Ein Leben ohne Magie ist überhaupt kein Leben.
(Jubel und Applaus)
(Ansagerin:) Ladys und Gentlemen, darf ich vorstellen:
die frisch Vermählten.
(Jubelrufe)
(Raunen)
(Sally:) Hat man eine Schwester, jemanden, der deine Geschichte kennt
und weiß, wer du warst und wer du immer sein wirst,
gibt es keine tiefere Magie, kein stärkeres Band.
(fröhlicher Jubel) - (lockere Musik)
Weißt du, wie viel Uhr es ist? - Bitte? - Du weißt, was ich meine.
Mitternacht-Margaritas! - Mitternacht-Margaritas!
(Gillian:) Ladys.
(Lied: "Coconut" von Harry Nilsson)
Also, Limone und Kokosnuss ist genau genommen eine Piña Colada,
aber ... fuck it.
(Mixer surrt.) - (Frauen jubeln.)
(Lied setzt sich fort.)
(Lied setzt sich fort.)
(Musik setzt sich fort.)
Hi. - Hi.
Cheers. - Cheers.
(ruhige Musik)
(Sally:) Zum Glück sind wir von Frauen aufgezogen worden,
die uns beigebracht haben, Mut statt Vorsicht zu wählen.
(Gillian:) In der Dunkelheit das Licht zu suchen.
(Sally:) Salz über die linke Schulter zu werfen.
(Gillian:) Rosmarin an deinem Gartentor zu pflanzen, und Lavendel für das Glück.
(Sally:) Und zu erkennen, dass Liebe das Allerwichtigste ist.
Was tun wir hier? - Was machen wir hier?
Was machen wir? - Wir haben Spaß.
Das habt ihr schon mal gemacht. - (Antonia:) Was?
Ich kann mich nicht erinnern.
Kommt wieder. - Ich hab schrecklich lang drauf gewartet.
Ja, das hat sie.
(aufspielende Musik)
Hey. Guckt nach unten. - (Sie erschrecken.)
Okay. Bereit?
Eins ... - (Sally und Gillian:) Zwei ...
Drei.
(Lied: "Dancing in the Moonlight" von King Harvest)
(Gelächter und Raunen)
(Kylie quiekt leise.) Oh mein Gott. - (Sally:) Okay.
(Sally:) Und eins noch:
Lebt ein wenig.
Lebt ... sehr viel.
(Lied setzt sich fort.)
(Musik endet leiernd.)
(Lied: "Dancing in the Moonlight" von Jubël feat. NEIMY)
(Musik verklingt.)
(ruhige Musik)
Untertitel von: Julia Wiese
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