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Halbfinale im Backzelt. Für vier Kandidaten ist das Ziel, Deutschlands
bester Hobbybäcker zu werden, zum Greifen nah. Doch noch müssen einige
Hürden überwunden werden.
Aufwendige Rezepte, enormer Zeitdruck und ein Tortentraum wahr werden lassen.
All das wartet heute auf unsere Kandidaten bei das große Backen.
Auf Schloss Stülpe in Brandenburg rückt die Entscheidung bei der größten
Backshow der Welt näher und näher. Zehn Hobbybäcker waren angetreten, um mit
viel Fingerspitzengefühl, kreativen Ideen und enormer Vielseitigkeit den
goldenen Cupcake Zehntausend Euro und ein eigenes Backbuch zu gewinnen. Noch
im Rennen sind vier.
Vergangene Woche wurde es wild.
Und einiges ging schief.
Mal hatte man Glück.
Mal Pech.
Diese blöde Buttercreme geht mir auf den Geist.
Entweder kommt nichts raus oder es kommt zu viel raus.
Fertig. Ende. Was soll ich tun?
Ganz ruhig. Was soll ich tun? Ich weiß es nicht.
Doch die größte Verzweiflung ist vergessen, wenn solche Kunstwerke dabei
entstehen.
Es ist für mich perfekt.
Wie du es aufdressiert hast, ist auch schon wieder meisterlich.
Viel Lob.
Doch nur einer wird am Ende Deutschlands bester Hobbybäcker.
Auch letztes Mal musste ein Kandidat jede Hoffnung begraben. Für einen von
euch lief es diese Woche leider nicht rund.
Barbara, vielen Dank, dass du dabei warst. Das Glück, es in die
nächste Runde geschafft zu haben, ist riesengroß.
Mensch Mädels, halb die Nolle.
Das Zelt ist magisch. Jedes Mal, wenn wir ins Zelt reingehen, ist es Gänsehaut
pur.
Unter den letzten vier zu sein, das ist natürlich Wahnsinn. Also habe ich mir im
Vorhinein natürlich so auch nicht ausgemalt. Wir backen das!
Wieder heißt es, alles geben.
Aber was ist das jetzt?
Scheiße. Ganz ehrlich?
Das ist für die Tonne.
Ich kämpfe weiter.
Das Finale ist das Ziel.
Scheiße. Und ich versuche natürlich, die rote Schürze zu verteidigen.
Das hält hier alles nicht. Jeder wagt alles.
Feuer! Feuer!
Meine Mitstreiter sind natürlich super stark.
Dennoch darf man mich auch nicht unterschätzen. Und ich gebe so viel Gas,
dass ich hoffentlich über mich hinauswachse. Die Herausforderung enorm.
Und manchmal zu groß.
Oh, scheiße.
Ich mache jetzt gerade eine Puddingcreme. Die sieht allerdings
scheiße aus.
Das Halbfinale. Es wird hektisch. Es wird anstrengend. Es bringt alle dazu,
am Backofen mehr zu leisten, als sie es jemals vorher geschafft haben.
Die Resultate sie beeindrucken. Und das auch international bekannte Fachleute.
Zusammen mit der Limette ist die Creme für mich sehr, sehr gut, muss ich sagen.
Du kombinierst es einfach so unglaublich gut.
Das bringt extrem viel Spaß zu essen. Leider geil.
Herzlich willkommen in unserem Backzelt.
Ja, liebe Kandidaten, ihr seid jetzt zu viert. Das heißt, einer wird noch gehen
müssen. Denn ins Finale nehmen wir nur die drei allerbesten mit. Aber bevor
hier sich einer verabschiedet, warten drei Herausforderungen auf euch. Und ich
kann euch sagen, die lassen sogar den einen oder anderen Profi schwitzen.
Benjamin, du hast in der letzten Woche...
Alle Aufgaben so fantastisch gelöst. Du trägst die rote Schürze, du bist Bäcker
der Woche.
Aber ob du diese Schürze behalten darfst und noch vieles mehr, das entscheidet
unsere Jury. Hier ist Deutschlands erfolgreichste Tortendekorateurin
Bettina Schliephacke-Burchardt und der Sterne-Patissier Christian Hüms.
Ja, ihr befindet euch auf der Zielgeraden zum Finale.
Wer hier heute nochmal richtig Gas gibt und sein Leistungsniveau nochmal
steigern kann, der hat die Chance auf den Titel Deutschlands beste
Hobbybäcker. Er bekommt auch noch den goldenen Cupcake, 10.000 Euro und sogar
noch ein eigenes Backbuch.
Und damit wären wir auch schon bei der ersten Aufgabe.
Eure Aufgabe heißt Cheesecake International und was das genau
bedeutet, das erklärt euch jetzt die Jury.
Wir wollen einen ganz klassischen Käsekuchen. Der sollte allerdings eine
Zutat beinhalten, die ganz typisch für ein bestimmtes Land steht.
Japan-Freunde können zum Beispiel Matcha-Tee mit einbauen, Italien-Fans
Ricotta. Ein Käsekuchen ist erst dann ein richtig guter Käsekuchen, wenn er
die perfekt cremige Konsistenz hat.
Unterschätzt diese Aufgabe nicht. Wir möchten kein Mittelmaß mehr sehen.
Ihr hört, die Jury möchte Perfektion.
Ihr habt für diese Aufgabe zwei Stunden Zeit.
Und hier kommt euer Startsignal.
Auf die Plätzchen.
Fertig. Out.
Das Halbfinale hat begonnen. Und das mit einer Aufgabe, die keiner der
Hobbybäcker auf die leichte Schulter nehmen sollte.
Ein bisschen Vorfreude ist aber erlaubt. Mein Lieblingskuchen.
Ich mache einen New York Cheesecake. Den habe ich ja schon öfters mal gemacht.
Ich hoffe, dass er mir heute genauso gelingt wie zu Hause. Dann bin ich schon
glücklich, weil das ist so mein Lieblingskuchen.
Janet setzt auf eine cremige Mischung aus Frischkäse, Quark und Sahne. Die
Zitronenschmanddecke wird erst zum Schluss mitgebacken. Auf sie kommt
Cranberrysoße mit Früchten.
Erst Kekse und Cashewkerne zerkleinern, dann flüssige Butter drauf.
So entsteht der Teig für Janets Boden.
Während Susanne bei hoher Hitze Kürbispüree einkocht, bekommt ein
anderer Kandidat hohen Besuch.
Benjamin, wie schaut's aus? Hallo Betty, ich glaube noch ganz gut. Was hast du
vor? Ich sehe hier ist Erdnuss.
Genau, Erdnussbutter. Also ich mache einen American Cheesecake. Ich mache
einen Cookieboden mit Mandeln und Schokochips. So ein richtig, so ein
Chocolate Chip Cookie.
Genau. Geil.
Benjamin setzt eine Salzkaramellsoße in einen Ring aus Erdnussbutterfrischkäse.
Beides ruht auf einem Schokokeksboden und unter einer Orangenfrischkäse-Decke
mit Blaubeerspiegel.
Janets Vollkornkeksboden.
Er darf schon in den Ofen.
Lucille zertrümmert derweil Zutaten und legt ihre Pläne offen.
Ich mache einen Cheesecake, bestehend aus Mascarpone und Ricotta. Der Boden,
der wird aus italienischen Biscotti gemacht.
Und das Highlight wird dann natürlich mein Design wieder sein. Ich werde einen
Schichtbiskuit machen und damit wirklich dann mehr Käsekuchen.
Positiv daran ist, wenn irgendwas schief geht und die Kanten nicht so schön sind,
sieht man es nicht.
Lucille macht drei kleine Kuchen. In dem Biskuitmantel stecken Ricotta-Mascarpone
-Creme und Safran-Birnenfilets. Der Knusperboden hat den Crunch und die
Falten sind das Dekor.
Lucilles in der Tat knusprig aussehende Böden werden nun fünf Minuten lang im
vorgeheizten Ofen backen.
Mächtig auf den Putz haut derweil Benjamin.
Da kannst du voll deine Aggressionen rauslassen. Rauf auf den Keks.
Susanne macht mit und erzählt.
Ich habe vor einigen Jahren mal ein Jahr in den USA gelebt. Und ich war ganz im
Norden in Michigan, in der Nähe von der kanadischen Grenze.
Und ich bin damals mit meiner Gastfamilie öfter mal nach Kanada
gefahren. Und unter anderem gab es natürlich auch richtig, richtig leckeren
Käsekuchen. Und nachdem die Aufgabe ja international heißt, ist mir das
natürlich wieder eingefallen.
Im Vollkornkeksboden stecken Pekannüsse.
Darauf kommt eine aromatische Kürbisfrischkäse-Masse. Die Ahornsirup
-Quittenglasur beschert dem Kuchen ein glänzendes Topping.
Was haben wir denn da?
Das Ganze wird jetzt mein Keksboden. Den habe ich aber aromatisiert mit Zimt und
Orangenschale und ein bisschen Muskat.
Und das Ganze kommt jetzt eben hier in meine Form.
Dann backe ich das kurz vor und dann mache ich mit der Füllung weiter.
Das hört sich alles sehr strukturiert an. Ab in den Ofen mit dem Boden.
Das gleiche geschieht auch gerade bei Benjamin.
Und tschüss.
Das ist Mascarpone, das ist Ricotta, das ist Zucker, dann kommen noch Eier dazu
und eine Prise Salz.
Salz, Salz, Salz, Salz, Salz, Salz, Salz.
Noch eineinhalb Stunden.
Womit ist Janet denn momentan beschäftigt?
Ich mache gerade die Creme, eigentlich so das Beste an dem ganzen New York
Cheesecake. Und ja, das ist so jetzt die erste große Creme-Füllung. Der Boden ist
auch schon gebacken und von daher kann es dann gleich wieder in den Ofen gehen.
In Lucilles Rezept steht drei Esslöffel Stärke für die Ricotta-Mascarpone-Masse.
Das hier ist aber kein Esslöffel, wenn das nicht mal für Probleme sorgt.
Nun zum Bäcker der Woche.
Mein Frischkäse habe ich schon aufgeschlagen, schon eingerührt mit
Zucker, Puderzucker und Vanillezucker. Dann habe ich hier schon mal die
Schokolade verflüssigt.
Jetzt mache ich bloß noch meine Erdnussbutter ein bisschen warm, damit
die nicht zu fest ist. Die muss ein bisschen streichfähig sein. Dann füge
ich alles hinzu.
Fertig. Aber das ist die erste Komponente von fünf.
Also ich habe nur ein bisschen was vor.
Ist Lucilles Ricotta Mascarpone-Füllung auf die vorgebackenen Knusperböden
verteilt, geht's im Ofen weiter.
Bei Benjamin ist bereits alles gebacken, während Janets Creamy Cranberry
Cheesecake noch ca.
45 Minuten Backzeit vor sich hat.
Immer hinein damit.
Und Susanne? Ich mache Suppe.
Ja, das ist jetzt meine Kürbisfüllung.
Die ist noch sehr flüssig. Die wird natürlich dann im Ofen fest.
Und deswegen gebe ich die jetzt hier auf meinen Teig.
Und im Ofen bleibt der Kuchen dann 50 Minuten.
Besuch für die Chaos-Queen.
Hallo, Inni.
Hier sieht es ja noch so ordentlich aus. Was ist los?
Hast du noch gar nicht angefangen? Doch, Inni, mein Kuchen ist schon im Backofen.
Jetzt mache ich eine Safranbirne. Ich koche die ein in Weißwein und Honig mit
ein bisschen Gewürzen. Ein kleines Frosting kommt noch dazu. Das ist so ein
kleines bisschen so Italian goes America.
Und das wird eher so eine Art Dessert.
Das schaffst du alles.
Ich denke.
Ich hoffe, ich werde.
Ich drücke dir die Däumchen. Danke, Eni, danke dir.
Was nascht Janet denn da Feines?
Etwa Kirschen?
Das sind jetzt frische, frische Cranberries.
Schmecken die sauer?
Sauer.
Die frischen Cranberries mache ich auf jeden Fall in die Soße rein, da kommt
aber mal Zucker dazu.
Das ist erschreckend, glaube ich, die Jury.
Eni allerdings nicht.
Die mag ich ja ganz gerne. Ich mag die ja gerne roh.
Ernsthaft? Die sind aber ganz sauer.
Aber hast du die noch nie roh gegessen? Doch, ich habe die gerade gegessen.
Die bleiben wieder mit dem Tee.
Alter, ich habe die gestern sogar lecker.
Zwei gesehen.
Ja, die großfrüchtige Moosbeere. Ihr Geschmack ist schon speziell, oder?
Die frischen Cranberries sind sehr sauer.
Ich habe jetzt hier noch Kakaopulver mit dazugegeben, um dem Ganzen eben so ein
bisschen einen süßen Touch zu geben. Es schmeckt jetzt leicht schokoladig. Und
jetzt sagt Eni etwas.
Liebe Kandidaten, ich wollte euch noch eine Zeit durchgeben für euren
Käsekuchen. Ihr habt die Halbzeit erreicht. Noch 60 Minuten.
Mit abkühlen, das wird schwer.
Moment, Moment.
Da war doch was mit dem Esslöffel. Was mache ich jetzt?
Da scheint etwas gründlich schiefgegangen zu sein.
Ah, was mache ich jetzt?
Was mache ich jetzt?
Vielleicht mal jemanden fragen?
Ich habe einen Fehler gemacht.
Ist Christian da?
Christian, schön, dass du da bist.
Mir ist ein kleiner Hardwarefehler passiert.
Und zwar habe ich drei Esslöffel Stärke gebraucht in der ganzen Masse und habe
aber diesen Löffel genommen und habe jetzt den ganzen in halben reingetan in
der ganzen Masse. Die Stärke ist halt essentiell für das Stocken des
Käsekuchens. Also ich würde dir raten, einfach nochmal neu anfangen und dann
würde ich wirklich Esslöffel nehmen und nicht diese Cups. Weil bei so Käsekuchen
ist halt jeder kleine Fehler katastrophales Wackergebnis.
Was für ein Tiefschlag.
Dann mache ich das nochmal neu.
Janet ist da deutlich weiter.
Ich bereite jetzt gerade schon mal den Guss vor.
Also der Cheesecake backt gerade. 45 Minuten brauchen wir ungefähr. Und dann
kommt nochmal so ein Topping, so ein Guss aus Schmand dazu.
Und ja, der soll das Ganze nochmal finishen.
Sehr gut.
Weitermachen. Jetzt zu Benjamin.
Der ist mit seiner Karamellsoße beschäftigt.
Also die Konsistenz ist jetzt schon richtig.
Kühlt ihr jetzt noch ein bisschen ab und im Kuchen wird es natürlich ein bisschen
fester. Es soll natürlich rauslaufen, aber nicht so wie ein Fluss, sondern
ganz langsam rausfließen, so wie es Karamell ja sein soll.
Irgendwie nicht richtig ausgelastet ist Susanne. Ich habe mich jetzt
entschieden, noch einen Salzkaramell dazu zu machen, weil ich habe ja ein
bisschen Zeit. Ich bin ja mehr damit beschäftigt zu warten, dass mein Kuchen
backt. Und ja, ich finde Salzkaramell passt natürlich auch sehr zu Amerika, zu
Kanada. Und ja, dann habe ich jetzt einfach noch eine zweite Soße.
Von so etwas kann Lucille nur träumen. Sie versucht wenigstens noch die Böden
zu retten.
Das ist eine Scheiße.
Das ging gehörig daneben. Doch vielleicht klappt es ja bei Boden Nummer
zwei besser.
Oh, Scheiße.
Man könnte aber auch sagen... Scheiße.
So ein blöder Fehler.
Kommen wir zu den grundsätzlichen Fragen.
Heidelbeer und Blaubeeren sind ja dasselbe, oder?
Tja. Eigentlich schon, weil ich verkaufe es jetzt als Blaubeer.
Wir lösen auf.
Blau und Heidelbeeren sind dasselbe.
Vor deutlich größeren Problemen steht Lucille. Sie muss ihre Ricotta
-Mascarpone-Creme noch einmal völlig neu machen.
Von den drei Knusperböden mal ganz zu schweigen.
In der Kürze der Zeit ein Wahnsinnsprogramm.
Lange genug gebacken hat Janets Käsekuchen. Und was nun?
Jetzt mache ich gerade den Guss hier noch einmal drüber. Das ist jetzt
sozusagen die letzte Schicht.
Und dann wird er nochmal gebacken. Und das fünf Minuten lang.
Ordentlich Gas gegeben hat offenbar Lucille. Zum zweiten Mal hat sie drei
Küchlein zubereitet.
Sollte sie tatsächlich fertig werden?
Jetzt sind die im Ofen und ich habe jetzt auch ein bisschen mehr Stärke
reingetan. Das wird jetzt alles. Ich konzentriere mich jetzt auf die nächsten
Punkte und dann wird das.
So, hier wird aber ganz genau eingefüllt, ne?
Ganz genau. Ganz, ganz genau.
Das möchte ich ja nicht aus dem... Nee, alles gut. Ich weiß, warum du da bist.
Ja, ne?
Stell dir vor...
Ich hätte keine Tortenform, sondern mich.
Warte.
Hier kommt Lebensmittelfarbe in die Ahornsirup-Quittenglasur. Dort in den
Biskuitteig, dem Lucille später noch ein Streifenmuster verpassen wird.
Von Natur aus rot ist Janets Cranberry-Soße. Eine Minute lang muss
sie aufkochen.
Ihr tapferen Vier, ich hoffe, der Cheesecake steht schon.
Denn ihr habt jetzt nur noch 30 Minuten.
Scheiße, oh nein. Ich hoffe, ich schaffe das. Oh nein.
Was für ein Stress.
Achtung, jetzt kommt die Sache mit dem Streifenmuster.
Schön wird das.
Janet ist weiter mit ihrer Cranberry-Soße beschäftigt und Benjamin
verzückt.
Gelegentliche Übersprungshandlungen sind in angespannter Atmosphäre übrigens
normal.
Glasur drauf und ab in den Ofen damit.
Hallo. Hallo Christian.
Ja Susanne, wie läuft es bei dir? Mein Kuchen ist noch im Ofen.
Ich habe die erste Backrunde allerdings schon durch. Ich habe oben noch ein
Quittengelee mit saurer Sahne drauf gemacht und gebe das jetzt gerade noch
mal eben in den Ofen, damit das Ganze fest wird. Ich gucke mal rein, du. Sehr
gerne.
Oh, die Backfarbe sieht doch schon ganz okay aus. Ich habe ein bisschen mit
Farbe nachgeholfen, damit es ja auch dann orange ist.
Kann ich hier mal probieren?
Sehr gerne.
Ich habe ein Cranberry-Kompott gemacht mit ein bisschen Kakao mit drin.
Sehr lecker.
Sehr, sehr lecker. Das freut mich. Ich drücke dir die Daumen. Wir sehen uns
gleich. Bis gleich.
Keine Sekunde zu verschenken, hat bekanntlich die gebeutelte Lucille.
Was sie da gerade macht, kann sie uns aber trotzdem mal kurz eben erzählen.
Das ist jetzt mein Biskuitmantel.
Die gelben Streifen sind schön angefroren. Jetzt kommt mein Biskuit
drauf und das wird dann für 10 Minuten gebacken und das wird dann mein
Käsekuchen umschließen.
Wir halten fest. 10 Minuten Backzeit bei noch 15 Minuten Restzeit.
So, der nächste Schicht.
Wir werden das genau beobachten.
Jawohl, das sieht nach Präzisionsarbeit aus.
Weiter geht's bei Janet.
Mein Käsekuchen ist jetzt soweit fertig gebacken. Der muss jetzt erstmal
abkühlen und zum Schluss kommt dann wirklich noch die Quellberrysoße drauf
und die Deko.
Lucille wirkte auch schon mal gelassener. Diese Woche geht's ums
Einzug ins Finale, da ist man natürlich noch angespannter.
Ich will natürlich alles super machen.
Meine Birne ist fertig.
Es wird echt eine knappe Sache.
Übergossen wird die Birne mit Weißweingewürzsut.
Und was kommt auf den Kuchen hier?
Da kommt jetzt noch ein Quittengelä drüber. Das habe ich jetzt heiß gemacht.
Deswegen ist das jetzt sehr flüssig. Und das wird dann danach wieder fest.
Dann gebe ich das Ganze jetzt eben in den Froster zum Abkühlen. Ja, und hoffe,
dass das dann gut rauskommt.
Tschüss! Cheesecake. Heute gibt es Cheesecake. Ihr habt für euren jetzt
noch 10 Minuten.
Noch 10 Minuten.
Wird eng, oder?
Eigentlich schon bei 80 Grad. Eigentlich ist die schon durch.
Jetzt wäre es wichtig, kühlen Kopf zu bewahren. Doch irgendwie scheint das
nicht zu klappen.
Ich sehe Lucille nur rennen. Keine Ahnung, warum eigentlich.
Einer werde ich wahrscheinlich retten können, aber die glaube ich nicht mehr.
Die sind total, die waren so hoch und die sind in sich zusammengesackt.
Fatal. Die erste Aufgabe, ein Desaster.
Bitte,
bitte, bitte, bitte.
Bitte, bitte, bitte.
Steh. Das Fliehen, es wurde erhört.
Jetzt zu Benjamin.
So, jetzt muss ich den Kuss drauf.
vor der Festwurz. Ist das Heidel- oder Blaubeerpüree auf dem Käsekuchen
verteilt, kommt er erstmal wieder zurück in die Kühlung.
Alle ihre Hoffnungen auf ihr Küchlein setzt Lucille.
Susannes Cheesecake kommt mit simplen Pekernüssen als Dekoration aus. Lucille
hingegen startet das Projekt Umhüllungsbiskuit zur Rettung des
Cheesecakes. Biskuit in Streifen schneiden und mit Frosting bestreichen.
Einer der spannendsten Momente bei der Cheesecake-Zubereitung ist mit
Sicherheit, wenn der Kuchen aus der Form gelöst wird.
Glücklich ist der, bei dem das problemlos klappt.
Ah, scheiße.
Da haben wir's.
Mein Cookie-Boden müsste eigentlich schon fest sein.
Nicht so bröselig.
Der bröselt mir jetzt auseinander.
Tja, und nu?
Nu kommt Eni ins Spiel.
Jeder Handgriff sollte jetzt sitzen, denn ihr habt jetzt noch genau zwei
Minuten. Zwei Minuten? Was, zwei Minuten? Nicht zwei Minuten.
Noch zwei Minuten.
Was? Nee, nee, nee, nee.
Zeit für Umwandlung der Kuchen zwei und drei.
Die sehen zwar nicht schön genug aus für die Jury, aber ich mach die trotzdem
schnell.
Wie soll ich den da runterkriegen?
Nun, die Herausforderungen nehmen kein Ende.
Da helfen nur Fingerspitzengefühl und im Notfall gute Ausreden.
Naja, es hat einen Kekskrümelteig.
Ich muss jetzt versuchen, das Backpapier noch schnell abzufümmeln, von den Seiten
zumindest, damit man das nicht so sieht.
Ganz abschließend nicht, weil der Kuchen noch viel zu weich ist und zu wackelig.
Aber ich versuche es jetzt noch so ein bisschen zu kaschieren.
Jetzt heißt es, unter Hochdruck sehr exakt zu arbeiten und immer auf die
Moderatorin zu hören.
Die letzten Sekunden brechen an. 10, 9,
8, 7, 6,
5, 4, 3,
2,
1 und stopp.
Hände vom Gebäck.
Ich bin
zufrieden.
Klar, Boden hätte anders werden sollen, wie ich es mir gedacht habe.
Egal. Ich hätte es gerne natürlich noch schöner dekoriert jetzt, aber der
brauchte echt unheimlich viel Zeit für die Kühlung. Er steht da, ich hoffe, er
schmeckt. Und wir gucken.
Ich bin total erleichtert. Es ist mega, mega hübsch geworden. Ich habe auch alle
gemacht, die ich machen wollte, bis auf einen. Aber da gucken wir einfach mal
drüber hinweg.
Aber ich habe für die Jury das Schönste rausgesucht.
Ja, mein Käsekuchen ist auf jeden Fall fertig. Er steht, er läuft nicht
auseinander. Optisch hätte es schöner sein können. Ich hoffe, dass es sehr,
sehr gut schmeckt. Und es ist auf jeden Fall vorbei.
Jetzt kommt die Bewertung.
Schauen wir mal.
Was wird sie zu den Käsekuchen der Halbfinalisten sagen?
Mein Käsekuchen, der steht geschmacklich, ist auch so, wie er sein
sollte. Und ich hoffe, dass ich ein gutes Juryurteil bekomme.
Ich bin zufrieden mit mir. Es steht ein schönes Masterpiece auf dem Teller. Ich
hoffe, dass mein Törtchen durch sein Aussehen punkten kann, weil es sieht ja
wirklich sehr hübsch aus.
Es ist die letzte Woche vor dem Finale und wir haben wieder drei spannende
Aufgaben. Insofern hoffe ich natürlich, dass mir die erste jetzt sehr gut
gelungen ist. Dann hat man so einen kleinen Puffer.
Ich hoffe natürlich, dass mich der Käsekuchen einen Schritt weiter bringt
ins Finale. Es gibt halt die Verkostung, dann sehen wir, was rausgekommen ist.
Genau. Jetzt können die vier Hobbybäcker nur noch warten und auf ein erfreuliches
Juryurteil hoffen.
Herrlich, es stehen vier köstlich duftende Käsekuchen vor uns. Und liebe
Zuschauer, ich kann Ihnen jetzt schon versprechen, wenn Sie die nachbacken,
Freunde und Nachbarn werden kommen. Die Rezepte dazu finden Sie auf unserer
Seite, dasgroßebacken.de.
Ja, jetzt hätten wir schon mal geklärt, dass sie gut duften. Wer weiß, ob sie
auch schmecken.
Betty und Christian starten jetzt mit der Verkostung und zwar bei Janet.
Janet, mit welchem Käsekuchen möchtest du uns begeistern? Ich habe euch heute
einen New York Cheesecake gebacken. Da ist ein Bröselkeksboden unten in der
Schicht und da habe ich noch Cranberries reingetan und auch ein paar Cashewkerne.
Und hier oben habe ich euch eine Cranberrysoße gekocht und er ist noch
ein bisschen warm, kommt frisch aus dem Ofen, aber ich hoffe, er schmeckt euch.
Cranberry ist sehr frische Früchte.
Viele kennen sie auch gar nicht frisch, sondern halt immer nur als Saft oder mal
getrocknet. Ich finde es schade, dass die Soße über dem Rand gelaufen ist. Das
ist hier so an diesen Stellen und vor allem hier hinten. Es geht hier um
Nuancen und das sind natürlich dann so Punkte, wo man sagen muss, ein bisschen
mehr Fingerspitzengefühl. Ich finde es schön, dass du die frischen Früchte
mitverwendet hast und auch hier so ein bisschen noch die Zest mit drauf gegeben
hast. Ich bin sehr gespannt, wie er schmeckt.
Ja, also die Farbe ist vor allen Dingen das, was mich quasi anspricht, dass du
halt oben dieses knallige Rot hast mit diesem Bordeaux-Rotton von den frischen
Cranberries. Das finde ich sehr, sehr gut. Und die Backfarbe von außen ist für
mich auch sehr ansprechend. Also von daher, alles gut.
Also eine Schwierigkeit des Käsekuchens ist es ja, ihn wirklich auf den Punkt zu
backen. Und er darf nicht auslaufen. Das tut er nicht. Das sieht man sehr schön.
Er ist schnittfest.
Da unten habe ich den Boden. Da hast du wirklich schön gleichmäßig auch
gearbeitet und umgeschichtet.
Also das mit diesem Stocken, dieser Käsekuchenmasse, ist dir wunderbar
gelungen. Also du kannst es quasi durch den Zahn ziehen, wie mit einem
Strohhalm. Genau so muss es sein. Für mich persönlich ein Traum. Das Einzige,
was ich ein bisschen vermisse, ist die Cranberry. Ich glaube, beim nächsten Mal
solltest du wirklich gucken, dass die nicht nur in der Mitte liegen, sondern
dass du die halt wirklich außenrum hast. Dann hast du diese leichte Säure mit
dabei, weil die geht geschmacklich gerade unter.
Die beiden Schichten, die du gearbeitet hast, ergänzen sich super und es ist vor
allem auch extrem...
cremig. Das ist wirklich so dieses komplette alles, was an Milchprodukten
da drin ist, das spielt zusammen.
Vielen Dank. Vielen Dank. Ja, danke euch auch.
Sie haben gesagt, der war cremig. Ja. Alles gut.
Ich habe euch einen amerikanischen Käsekuchen gebacken. Einen Cookiebohnen
habe ich gemacht.
eine Erdnussbuttercreme mit Schokolade, eine Orangen-Frischkäsecreme. In der
Mitte habe ich noch einen salzigen Karamellkern gesetzt und obendrauf einen
Heidelbeer-Fruchtspiegel. Du hast dem ganzen optisch den leicht deutschen
Touch gegeben.
Genau.
Ich würde jetzt Tupfen nicht unbedingt immer mit einem Cheesecake in Verbindung
bringen. Allerdings muss man sagen, es ist dir schön gleichmäßig gelungen.
Also gerade wenn man hier oben die Tupfen anguckt, die sind gleichmäßig
gespritzt. Man kann hier am Rand schön auch diese Schichtung erkennen.
Ich glaube, diesen Rand hier unten hätte ich einfach noch kleiner gemacht, dass
er nicht ganz so dominant ist, sondern dass der Blick wirklich oben auf die
Oberfläche fällt.
Ja, also für mich auch. Also muss man ganz klar sagen, wenn man drauf guckt,
denkt man sich so, du bist jetzt nicht gerade in Amerika.
Lass die Tupfen einfach weg.
Das glänzt dich so an, du brauchst sie eigentlich überhaupt nicht.
Ansonsten eine sehr interessante Kombination.
Ich glaube, auch die Erdnuss steht charakteristisch für Amerika. Also von
daher auch das Thema getroffen.
Und jetzt schneiden wir mal an, oder?
Ja,
das ist ja immer noch so die kleine Zitterpartie, dass er dann doch
irgendwie noch wegrutscht.
Man sieht es hier so langsam laufen. Das dürfte die Karamellcreme sein, die in
der Mitte ist.
Man hat hier trotzdem schön die Schichten.
Unten den Keksboden, der für mich jetzt so relativ fröselig aussieht.
Das ist hier wunderbar gelungen, muss ich sagen.
Du hast einen unglaublichen Schmelz da drin. Auch der Boden sieht vielleicht
nicht ganz so spektakulär aus.
Dient aber der ganzen Sache. Du hast halt permanent diesen Crunch, den ich
unglaublich gerne dabei habe. Das Einzige, was mir ein bisschen kräftiger
sein könnte, wäre die Heidelbeeren. Wenn du sie sowieso nur kühlst, dann hätte
ich vielleicht eine ganze Schicht lang Heidelbeeren nur eingearbeitet in die
Mousse. Der erste Biss, den ich genommen habe, hatte alle Komponenten
gleichzeitig drauf.
Es war extrem spannend.
Und dann habe ich einfach mal vom Rand nur die einzelnen Komponenten genommen.
Und die schmecken einzeln genauso gut. Da ist dir die Kombination wirklich gut
gelungen. Vielen Dank. Danke auch.
Ich habe euch heute einen kanadischen Cheesecake gemacht mit Kürbis,
Pekannüssen und Maple Syrup. Der Boden besteht aus einem Vollkornkeksbröselteig
mit Pekannüssen drin.
Die Füllung hauptsächlich aus Kürbispüree habe ich aromatisiert mit
Zimt, Muskat, ein bisschen Ingwer und natürlich Maple Syrup. Und dazu habe ich
euch eine Cranberry-Schokoladensauce gemacht und ein Salzkarappel.
Obendrauf ist noch eine Glasur aus saurer Sahne und Quittengelee.
Und auch noch eine Dekoration.
Käsekuchen, eigentlich dekoriert man ihn nicht. Die Variante, die du gewählt
hast, finde ich sehr schön, weil es einfach die Komponenten von drinnen
aufgreift. Christian wird jetzt sagen, naja, aber jetzt kriegt ja derjenige
keine Pekanuss ab.
In dem Fall ist mir das jetzt egal, weil ich es einfach hübsch finde.
Von außen mag ich die Backfarbe total gerne.
Es ist so ein bisschen dunkler gebacken, aber ich glaube, das kann der Kürbis
auch ganz gut vertragen. Und dass du dann hier oben noch das Gelee genommen
hast, damit es einfach glänzt, ist dann nochmal so ein schöner Kontrast.
Dann probieren wir.
Ich bin ganz neidisch.
Wie läuft das Wasser im Mund zusammen? Es duftet auch so gut.
Das ist auch wirklich Erlebnisessen hier.
Die hauen das Stück jetzt weg. Das ist ein gutes Zeichen, hoffe ich.
Ja, es ist ein sehr gutes Zeichen. Also ich kann von mir sagen, mir schmeckt es
sehr, sehr gut. Auch die Komponenten alle zusammen ist für mich dann wirklich
so, dass es halt zusammen halt auch Sinn macht und stimmt. Für mich besonders
kriegt er den Kick durch die Cranberries.
Du hast ja da auch ein bisschen Schokolade mit drin und das macht das
Ganze für mich so richtig herb. Und dann die Karamellsoße dazu, geschmacklich
sehr, sehr, sehr gut. Es ist ein ganz warmer Geschmack.
Sehr runder Geschmack.
Allerdings muss man sagen, die Kante hier unten, da habe ich so das Gefühl,
als wenn du wirklich ein, zwei Minuten zu lange im Backofen gewesen bist. Aber
als Kombination von allem bringt es extrem viel Spaß zu essen.
Vielen, vielen Dank. Ich habe nichts anderes von dir erwartet.
Mein Gott, ich bin froh.
Ich habe euch selbstverständlich etwas Italienisches mitgebracht. Ihr könnt es
nicht auf den ersten Blick erkennen, ich habe nämlich meinen Käsekuchen in einer
Tochter versteckt.
Meine Intention dahinter war, euch etwas zu kreieren, was ein bisschen mehr wie
ein Dessert aussieht als ein Käsekuchen. Wir haben unten einen Biscotti-Boden,
bestehend aus Cantuccini, Amaretti und Pasta di Mandorla. Dann habe ich einen
Mascarpone-Ricotta-Käsekuchen gemacht und einen Mascarpone-Sauere-Sahne
-Frosting. Und obendrauf ist noch eine Safran-Birne.
Zwei Stunden sind nicht lang, aber trotzdem ist es ein kleines Küchlein.
Ach so, ich habe was vergessen. Es sind nicht eins, es sind drei.
Ich habe aber für euch den Masterpiece rausgeholt.
Oh, okay.
Optisch für mich, was du auch schon sagst, es ist im ersten Moment kein
Käsekuchen. Also es ist quasi ein Käsekuchen-Surprise mit
Überraschungseffekt. Manchmal muss man dann halt einfach sagen, wie sportlich
ist ein Programm in zwei Stunden.
Und letztendlich steht ein kleines Törtchen vor uns, weil die anderen
beiden halt nicht so geworden sind, wie man sich das vorgestellt hat.
Der Biskuit hier von den Farben her, sehr gleichmäßig aufgespritzt. Mir
gefällt auch diese Zweifarbigkeit, die du hier oben bei den Tupfen gemacht
hast. Also dieses ganze Gelb-Weiß-Spielchen immer wieder
aufzugreifen. Und es ist einfach sehr schön gerade auch gearbeitet.
Für mich persönlich einfach ein bisschen weniger, weil letztendlich so viel
Dekoration braucht kein Käsekuchen der Welt.
Ja, da ist er nun. Man sieht ihn hier sehr schön.
Hier unten sieht man den dunklen Boden.
Hier oben die Birne der zweiten Mascarpone-Creme, die du hast. Also hier
unten das gestockte, hier oben wahrscheinlich dann nicht mehr gestockt,
sondern nur noch aufgeschlagen.
Man sieht auch schön, dass du den Biskuit auch relativ dünn gearbeitet
hast. Also ich habe jetzt auch nicht so eine dicke Schicht da draußen.
Man kann das wunderbar erkennen, wie die Käsekuchenmasse ist hier natürlich
extrem eingefallen. Die geht halt bis hier unten, das ist vielleicht noch ein
Zentimeter. Deswegen hat der, der in der Mitte ist, also du kannst dieses Ding
nur alleine essen, das kleine Törtchen, hat natürlich sehr, sehr wenig von der
Käsekuchenmasse. Und von daher hätte ich mir da gewünscht, dass es einfach ein
bisschen mehr Käsekuchen ist. Und bei dem Boden muss man ganz klar sagen,
durch diesen ganzen Zucker, es ist so stark karamellisiert, dass es wirklich
am Zahn schon klebt.
Obendrauf mit der Frucht. Du hast ja da so eine Safranbirne gekocht. Safran ist
ja auch immer relativ schnell der alleinige Herr im Ring. Und da hast du
es aber wirklich so getroffen, dass der Safran da ist, die Textur von der Birne
selbst da ist. Da hast du das sehr gut gemacht.
Es ist von außen ein absolutes Highlight. Also man ist voller Erwartung
und es fehlt jetzt so ein bisschen nach drinnen diese Übertragung, dieser letzte
Kick, dass es wirklich so dieses Feuerwerk ist, was du von außen
eigentlich versprichst gerade.
Vielen Dank.
Jury ist aber auch pingelig und anspruchsvoll.
Ja, die erste Aufgabe habt ihr hinter euch, aber zwei Folgen noch und wir
beginnen gleich mit der zweiten.
Halbfinale beim großen Backen und schon steht die technische Prüfung an.
Eins dürfte klar sein, leicht machen wird es die Jury den Kandidaten auch
dabei nicht.
Ja, technische Prüfung, die nächste Aufgabe, ole!
Ich hab Bock auf die technische Prüfung, mit der kann man ja alles rausholen und
macht mittlerweile auch Spaß.
Diesen Kick, den man dann hat, nicht zu wissen, was man machen muss.
Es ist Zeit für die technische Prüfung und ich kann euch jetzt schon sagen, die
hat es diesmal wirklich in sich.
Wobei das, was ihr uns backen sollt, ist gar nicht so furchtbar kompliziert.
Kommen wir erstmal zu den Zutaten. Die liegen vor euch, deckt sie bitte jetzt
auf. Was auch immer da gerade zum Vorschein kommt, es scheint zu
irritieren. Hm, es ist ja nicht viel.
Und das Weiße in der Schüssel?
Ja, was könnte das sein?
Rätselhaft. Aber Natron ist ja eigentlich so wie Muffin, ne? Ja.
Oh nein, finde ich wieder Muffins.
Muffins. Moment, Janet hätte da eine Idee.
Ich vermute, dass ihr irgendwas wirklich backen müsst.
Ich glaube, wir müssen irgendwas backen.
Ja, wer weiß.
Vielleicht ist es was ohne Backen. Das wäre mir am liebsten.
Muffin oder auch ein Soufflé. Ich glaube, irgendein Schokoladentörtchen.
Schoko wäre jedenfalls da.
Hm, was könnte man aus diesen Zutaten wohl machen? Nach einer dreistöckigen
Torte sieht es nicht aus.
Aber zum Glück gibt es hier ein Rezept. Es liegt vor euch. Dreht es bitte jetzt
um. Na, was ist das Rätsel Lösung?
Amerikaner? Amerikaner, geil!
Drei freuen sich, eine staunt.
Amerikaner?
Ich vermute mal, jeder hier kann irgendwie Amerikaner backen und da kommt
es dann wahrscheinlich auf die ganz kleinen Details an.
Präsentiert euch eure drei besten Amerikaner mit unterschiedlichen Blasur
-Deko.
Ihr sollt uns Amerikaner backen. Ihr kennt sie bestimmt, die schwarz-weißen
Teilchen liegen beim Bäcker, sind wahnsinnig köstlich.
Und dann denkt ihr vielleicht auch noch, aber es kann doch nicht so schwer sein,
das meint die Jury jetzt nicht ernst.
Ah, doch, die Jury meint es ernst, denn einiges gilt es zu beachten.
Erst einmal möchten wir drei Stück haben, die auch noch gleich groß sein
müssen. Ich finde, das klingt machbar.
Dann käme noch das Dekor hinzu. Wir wollen einen klassischen sehen, also die
Hälfte weiß, die andere Hälfte schwarz. Bei den Farben schwarz und weiß bleiben
wir auch bei den verbliebenen beiden Exemplaren. Allerdings vom Design her
seid ihr da völlig frei.
Das waren schon mal drei Punkte.
Jetzt kommt der vierte und der macht die ganze Sache erst halb final würdig.
Leni, du bist hier für die Zeitansagen zuständig.
Genau. Ihr habt nämlich für diese Aufgabe nur 45 Minuten.
Das gab's noch nie.
Jetzt könnte man denken, ui, schaffe ich das überhaupt, die Dinger zu backen? Es
funktioniert, aber ihr müsst konzentriert arbeiten.
Es ist eine Blindverkostung und ich finde, bei 45 Minuten lohnt es fast gar
nicht, die Jury rauszuschicken. Aber sie soll natürlich nicht wissen, wer von
euch was gebacken hat. Deshalb müsst ihr leider für diese kurze Zeit das Zelt
verlassen.
Und jetzt wünsche ich euch ganz, ganz viel Glück.
Habt die Zeit im Auge. Hier heißt es für euch jetzt, auf die Plätzchen, fertig,
backt. Erst den Ofen anwerfen, dann zur weichen Butter greifen.
Die wird mit 100 Gramm Zucker cremig aufgeschlagen.
Das fängt jetzt nicht so schwierig an, oder?
Ich kann nicht reden, ich habe keine Zeit.
Ah ja, stimmt.
Die Damen und Herren Hobbybäcker haben es ja eilig.
Heute muss ich ganz schnell die Küchenmaschine starten, weil wir nur 45
Minuten Zeit haben für alles. Und das ist halt schon sehr, sehr sportlich.
Ist doch toll, was die Jury den Kandidaten zutraut, oder?
Es ist natürlich eine Premiere, auch eine Ehre, dass wir zum allerersten Mal
45 Minuten Zeit haben bei der technischen Prüfung.
Ja, finde ich jetzt nicht so lustig.
Vielleicht hat Lucilia mehr Humor.
Ich habe noch nie einen Amerikaner gemacht, aber das Problem wird heute
wirklich die Zeit sein und keine Fehler machen.
Denn das Problem bei solchen Rezepten ist, man macht immer Fehler. Ich werde
jetzt die Butter schon mit schlagen, drei Minuten und dann kommt ein Ei dazu.
Ein Ei.
Ein Ei.
So, und jetzt versuchen wir es nochmal bei Susanne. Alles klar?
Ich habe die Backöfen schon vorgeheizt.
Ansonsten habe ich überhaupt keine Zeit, deswegen heute ist einfach nur
durchknallen.
So, jetzt die Jury. Die technische Prüfung in unserem Halbfinale heißt
Amerikaner.
Wir wollen drei Amerikaner sehen, die sollen alle gleich groß sein und wir
wollen sie alle mit Schokolade- und Zuckerglasur verziert sehen.
Die beiden Glasuren sind sicherlich nicht so kompliziert, allerdings muss
man bei beiden das Fingerspitzengefühl haben. Es muss in dem Moment, wo ich es
auf den Amerikaner raufgebe, genau in der richtigen Konsistenz sein, weil
sonst verläuft man nachher das Dekor.
Für mich ist natürlich eines der wichtigsten Kriterien die Backfarbe. Er
darf wirklich nicht zu dunkel gebacken sein, weil sonst wird er zu keksartig.
Wir geben den Kandidaten zur Lockerung des Teiges das Natron zur Hand. Dadurch
kommt diese feine Porrung, die typisch ist für den Amerikaner.
45 Minuten für ein Gebäck. Das ist stramm, aber alle vier wollen ins
Finale.
Buttermilch brauche ich, das brauche ich. Das brauche ich später, das brauche
ich nicht mehr.
Was aus bekannten Gründen dringend gebraucht wird, ist das Natron. Ein
halber Teelöffel für das Mehl. In eine andere Schüssel kommt die Buttermilch.
Exakt 75 Milliliter.
Sag mal, 75 Milliliter sind 75 Gramm? Ja.
Nun, leider gilt diese Regel nur bei Wasser. Egal. In die Buttermilch kommt
jedenfalls ein halber Teelöffel Vanilleextrakt.
Danach werden diese Mixtur und die Mehlmischung abwechselnd unter die
Buttermasse gehoben.
Benjamin ist schon dabei.
Ich achte jetzt darauf, dass ich die Reihenfolge einhalte, dass alles
gründlich verarbeitet ist, dass da keine Klümpchen drin sind.
Immer noch gestresst, Susanne?
Ich vermute, dass ich maximal 10 Minuten habe für den Teig. Und dann muss das im
Ofen sein. Ich muss aber noch die Backbleche vorbereiten, ich muss die
Häufchen machen.
Andere wirken gelassener.
Ich bin halt immer so ein bisschen die Schnecke. Aber manchmal ist es auch
besser, nicht zu schnell zu handeln. Also von daher lasse ich mich jetzt
nicht stressen.
Wie geht denn die deutsche Sizilianerin vor?
Ich wiege alles ab und sehe zu, dass ich so schnell wie möglich den Teig im
Backofen habe. Weil der muss einfach jetzt so schnell wie möglich gemacht
werden, damit ich im Nachhinein etwas Zeit noch zum Dekorieren habe.
Und voller Menge mache ich ja sechs Stück. Also muss ich diese Masse auf
sechs gleich große Kleckse aufteilen.
dass ich da schöne, gleichmäßige Amerikaner habe.
Gefordert sind zwar nur drei Exemplare, aber zur Sicherheit macht jeder sechs
Stück. Kommen wir nun zu der Frage, wie viel Teig man für einen Amerikaner
braucht. Ich fange jetzt hier mal mit einem Esslöffel Teig an.
Ich werde wahrscheinlich noch ein bisschen was dazugeben, weil die sind ja
immer ungefähr so groß.
Das sah bei den anderen aber wesentlich ordentlicher aus. Wie läuft's bei Janet?
Ich versuche jetzt mal drei identisch große.
Amerikaner zu zaubern?
Sehr gut.
Drei Stück.
Und wie müssen sie sein?
Gleich groß, ne?
Gleich groß. Endlich nur noch gleich groß.
Ich sag's nur noch mal.
Gleich groß.
Jeder macht das ein bisschen anders. Susanne macht das, glaube ich, mit
Häufchen. Aber ich glaube, von der Menge her habe ich das gut aufgezeilt.
Okay, der Teig ist auf dem Blech. Und wie geht's weiter?
Jetzt versuche ich das jetzt schon so glatt wie möglich zu streichen.
Mir fällt jetzt gerade keine einfachere Technik an als diese.
Nun, man könnte zum Beispiel auch die Finger benutzen. Und danach wird der
Teig dann gebacken.
Es ist super, dass wir zwei Ofen benutzen dürfen, weil dann kann man die
auf gleicher Stücke backen und hoffe, dass das Backergebnis dementsprechend
gleich wird.
Rein in den Ofen damit und nicht vergessen, ja nicht bummeln.
Wie viel Zeit? Weiß ich jetzt gar nicht. Noch 25 Minuten.
Und die Backzeit?
15? Oder um es genau zu sagen, 15 bis 20 Minuten.
So langsam sollten also mal alle Teige backofenbereit sein.
Und tschüss.
So, lass mal gucken.
Bleche in Öfen schieben, habe ich.
Glasur, Puderzucker sieben und mit Wasser zu einer dickflüssigen Gustur
gehören. Das ist natürlich jetzt blöd, da steht jetzt keine Mengenangabe dran.
Das heißt, ich muss wieder nach Gefühl hier Puderzuckerguss machen.
Und wie geht Janet an die Sache ran?
Sieben, sieben, sieben. Also ich siebe jetzt den Puderzucker für den Guss und
gucke immer parallel auf die Uhr und in die Öfen.
Und gebe einfach weiter Vollgas. Ja, das ist wohl das Beste, was man bei schmalen
45 Minuten Zubereitungszeit machen kann.
Hey, ich hab voll die Technik rausgefunden mit dem Pinsel. Geht's viel
besser. Nun, auch Halbfinalisten können noch immer etwas dazulernen.
Ihr vier, wenn ihr jetzt denkt, bei so einer kurzen Aufgabe gibt es keine
Zeitansage, ich möchte euch natürlich nicht einfach so ohne Zeit hinauslassen.
Ihr habt jetzt noch 20 Minuten.
Nein, nein, Panik.
20 Minuten, die sind alle noch im...
Backofen und ich muss noch abkühlen und die Schokolade und den Puderzucker. Aber
läuft.
Boah, das ist krass. Ich arbeite jetzt auf Autopilot. Ich habe keine Ahnung.
Mal schauen, wie weit wir kommen.
Die Glasur entsteht auf jeden Fall dadurch, dass man den Puderzucker mit
etwas Wasser verrührt. Das Ergebnis soll schön dickflüssig sein.
Machst du mit warmem oder mit kaltem Wasser?
Geht das mit warmem Wasser nicht besser?
Das ist egal.
Und, wie läuft's so?
Ist leicht stressig. Ich sitze jetzt hier wie so ein Luchs vor meinem Ofen.
Ich finde, das sieht schon ganz gut aus.
Jetzt muss ich einfach nur den richtigen Zeitpunkt erwischen.
Nicht geringschätzen sollte man übrigens die mentalen Auswirkungen von
Misserfolgen. Ich hab Angst.
Das Cheesecake-Desaster scheint echt nachzuwirken.
Ich mach das lieber mit kaltem Wasser.
Gut, dann eben mit kaltem.
Hauptsache, es sieht nachher aus wie bei Benjamin.
Ist das geschafft, sollte man Flux den nächsten Arbeitsschritt in Angriff
nehmen. Welchen, Janet?
Ich bereite jetzt die Schokolade für die Glasur vor. Ich hacke sie jetzt gerade,
damit sie mir schneller schmilzt.
Und muss jetzt auch parallel gucken, ob die Backfarbe aufpassen.
Die Zartbitterschokolade wird also in Rekordzeit grob zerkleinert.
Danach wird sie im Wasserbad bei schwacher Hitze geschmolzen und
temperiert.
Ich glaube, wir haben alle nicht damit gerechnet, dass es wirklich so wenig
Zeit sein wird.
Und ja, schauen wir mal.
Ich glaube, ihr habt gemerkt, so schwer ist das Gebäck gar nicht herzustellen.
Die Zeit macht eher Probleme. Ihr habt jetzt nur noch 10 Minuten.
Scheiße, die Wandern.
Krass. Echt krasse Nummer, Leute.
Verdammt, verdammt, wie soll das gehen? Zehn Minuten.
Vielleicht ja erst einmal die Teige aus dem Ofen holen.
Ich geh auch raus.
Nur zu.
Ah, heiß.
Schön. Jetzt bloß keine Hektik.
Der ist auch fertig.
So.
Die Backfarbe gefällt mir eigentlich ganz gut so.
Amerikaner sind eigentlich auch nicht richtig dunkel.
Die sind eigentlich immer so ein bisschen heller. Deswegen hoffe ich,
dass das jetzt reicht.
Und jetzt bringe ich sie schnell in den Froster. Vorsicht, heiß, heiß, heiß.
Und? Ist der amtierende Bäcker der Woche zufrieden? Also der ist ein bisschen
groß geworden.
Aber ich finde, optisch schauen die toll aus.
Sind auch schön von der Bräune her. Also ab in den Froster.
Geht meine Uhr falsch oder warum seid ihr schon fertig?
Mein Stresslevel ist hoch, weil ich... Sie haben schon ihre Sachen rausgeholt
aus dem Backofen und meine brauche ich noch. In dieser Situation ist das schon
beängstigend. Besser ist es, solche Gedanken schnell auszuschalten und
einfach mit dem Schokoguss weiterzumachen.
Später soll er perfekt glänzen.
Apropos perfekt.
Alles gut mit den Teigen?
Naja.
Ah, fuck, ey.
Endlich, auch Lucilles Teige dürfen in den Froster.
Ich glaube, Lucille ist halt nur am Sprinten.
Ja, also es ist halt super knapp heute von der Zeit, deswegen müssen wir alle
Gas geben. Kann man so sagen.
Und nun?
Ist jetzt nur noch die Deko.
Das muss natürlich auch noch ordentlich gemacht werden und sauber ausschauen.
Sonst gibt es Punktabzug.
Wichtig beim Temperieren, die richtige Temperatur. Und generell sollte man
stets die Orientierung behalten.
So, krasse Nummer, krasse Nummer, krasse Nummer.
Achtung, jetzt ein Zaubertrick.
Lucille, wie das Kaninchen aus dem Zylinder. Toll.
Beim Glasieren sollte man stets sauber arbeiten.
Scheiße. So zum Beispiel.
Ich will euch nicht hetzen, aber ihr habt jetzt nur noch zwei Minuten.
Nur noch zwei Minuten.
Alter Falter, ey.
Zwei Minuten, ja.
Ich klau dir mal hier so ein Stäbchen.
Werden denn alle fertig?
Ich muss mich auf jeden Fall super beeilen jetzt. Ich gebe Gas, ich gebe
Gas, ich gebe Gas. Ich gebe Gas, ich gebe Gas.
Hutschen, Hutschen.
Hör mir auf, du.
Die machen mich fettig. Und rein damit in die Schokolade.
Lucille hingegen ist noch mit Nachdenken beschäftigt.
Eigentlich müssen die getunkt werden, aber wie soll ich das denn machen in der
Zeit? Es beginnt die Zeit des hektischen Glasierens.
Zweifarbig sollen die Amerikaner werden.
Jeweils einer klassisch, die anderen in freier Interpretation.
Zur Anwendung kommen dabei die unterschiedlichsten Techniken.
Am Ende zählt mal wieder nur eins, das Ergebnis.
Wie immer es auch zustande kam.
Ein Versuch noch.
Eine Sonne.
Echt jetzt?
Ach du, kann man machen.
Durchaus. Es gäbe da allerdings noch ein paar andere Möglichkeiten.
Scheint wirklich stressig zu sein.
Kult ist jetzt auf jeden Fall so bei 340.
Macht das natürlich nicht einfacher.
Sag das mal, Lucille.
Komm schon.
Wo ist jetzt die Schere? Wo ist jetzt die Schere?
Oh nein, wo ist die Schere? Ich seh die grad nicht.
Könnte mir jemand die Schere besorgen? Ich hab die irgendwo hingeworfen. Ich
weiß nicht wohin.
Eine Schere bitte.
Da ist sie, die Rettung. Und weiter geht's mit temperierter Schokolade,
sorgfältig verteiltem Puderzucker und ganz am Ende auch der Qual der Wahr.
Ich suche mir jetzt die schönsten raus, aber das gefällt mir nicht so, weil das
so ein bisschen so kriselig ausschaut. Aber ich möchte jetzt, die anderen
gefallen mir auch nicht.
Ach, so ein Mist.
Die letzten Handgriffe müssen sitzen. Es sind nur noch wenige Sekunden.
10, 9, 8, 7,
6, 5, 4,
Drei. Zwei.
Eins.
Und Hände vom Gebäck.
Alter Falter.
Oh mein Gott.
Das mache ich nicht mehr.
Oh, was für ein Scheiß, ey.
Das kann Lucille so unterschreiben.
Unglaublich. Unglaublich. Es hätte keine Minute länger dauern dürfen.
Keine Minute länger. Und es ist überhaupt nicht so schön geworden,
überhaupt nicht sauber geworden.
Es gibt aber auch glückliche Kandidaten.
Happy End.
Aufgabe 45 Minuten war knackig, aber es hat mir Spaß gemacht, so in 45 Minuten
da 30 Amerikaner hinzuplatschen.
Ich bin völlig K.O., weil das ist schon krass. Also hat man keine Zeit gehabt,
sich jetzt auszuruhen oder was Großartiges zu überlegen, sondern
einfach funktionieren, funktionieren, funktionieren. Ja, es sind drei Stück.
Sie sind halbwegs ansehlich. Ich hoffe, dass man sie essen kann, aber ja, am
Wunderberg ist es jetzt nicht.
Stellt euer Gebäck bitte auf den Tisch, natürlich hinter euer Foto.
Ich bin super stolz, ich habe sie nicht verbrannt.
Und klar, es ist eine der letzten Entscheidungen fürs Finale.
Insofern hoffe ich natürlich, dass ich da irgendwie halbwegs gut dastehe.
Ich hoffe natürlich schon, so im vorderen Feld zu sein, weil es kommt das
Finale. Also mit dem letzten Platz gebe ich mich jetzt nicht zufrieden.
Ich bin jetzt gerade sehr nervös, weil mein Cheesecake ja nicht so gut lief.
Also hätte das jetzt perfekt laufen müssen und ich weiß, dass es nicht
perfekt ist.
Im Verhältnis zu den anderen Kandidaten, ich habe mal so Blicke hier und da rüber
geworfen, wird es wahrscheinlich ein bisschen knapp bei der Verkostung. Ich
glaube, es gab hier und da mal so ein kleines Spinnnetz.
Das gibt es bei mir nicht.
Nun, wer weiß, was der Jury gefällt und was nicht.
Ich bin sehr stolz auf euch. Es war eine sehr schnelle Aufgabe, aber bei jedem
steht Gebäck auf dem Tisch und es ist auch immer die gleiche Anzahl. Ich denke
mal, die Jury wird verblüfft sein. Holen wir sie wieder ins Zelt. Hier sind Betty
und Christian.
Auf den ersten Blick scheint ihr keine großen Probleme mit 45 Minuten zu haben.
Das sollten wir häufiger machen.
Wollen wir jetzt gucken, ob es Unterschiede gibt?
Ja.
Das erste Kriterium erfüllt. Es sind drei Stück und sie sind auch fast gleich
groß. Einer ist so ein bisschen weiter auseinandergelaufen. Sie haben alle ein
Dekor in schwarz und in weiß.
Die Kuvertüre sieht jetzt noch so aus, als wenn sie noch ein bisschen anziehen
könnte. Die glänzt noch sehr frisch.
Sie ist noch sehr frisch.
Die Glasur beim Amerikaner muss auf jeden Fall bis zu den Enden gehen. Man
kann es hier wunderbar erkennen.
Da hat man entweder mit einem zweiten Ring gearbeitet, ansonsten wäre es
wirklich sehr, sehr exakt gearbeitet, weil es halt auch überall fast derselbe
Abstand ist.
Also da bitte gucken einfach nur, dass die Glasur bis zu den Rändern geht.
Von innen sieht er für mich gut aus. Er hat eine schöne Pohrung. Er ist halt in
der Mitte dicker als außen. Das ist auch ganz wichtig, dass ich jetzt nicht so
einen gleichmäßig dicken Fladen habe.
Das sind so Kindheitserinnerungen, die da in einem hochkommen. Da habe ich dann
nochmal so ein leichtes Schmatzen, wenn ich dieses Ding halt esse.
Ich würde sie ein ganz klein wenig früher rausholen aus dem Ofen, damit sie
nicht ganz so dunkel werden, weil ein Amerikaner läuft relativ schnell Gefahr,
wahnsinnig trocken zu werden. Es ist jetzt hier noch völlig in Ordnung.
Allerdings, ich hätte sie ein bisschen heller gebacken, damit diese Softe von
außen auch wieder zu erkennen ist.
Aber die Herstellung des Teiges hat super funktioniert. Also die Pohrung
stimmt und die Konsistenz ist da auch genau richtig getroffen.
Auch hier, wir haben drei Exemplare, alle ungefähr gleich groß. Hier ist der
Klassiker, den wollten wir haben. Hier zwei andere Muster.
Das Spinnnetz ist so ein bisschen aus der Mitte rausgerutscht, nicht ganz
korrekt sauber.
Man sieht schön auch hier die Backfarbe. Also das ist schön hell, fasst sich auch
richtig weich schon an. Also er gibt so richtig ein bisschen nach, wenn ich ihn
hochziehe. Das, was wir als Vorgabe gehabt haben, diesen schwarz-weißen, ist
hier wunderbar gelungen. Und auch für mich persönlich, die Glasur geht hier
wirklich bis zum Rand. Genauso kenne ich es. Hier hätte vielleicht noch ein ganz
klein wenig mehr Glasur am Rand sein können. Aber bei den beiden ist das
schon völlig in Ordnung.
Auch hier sieht man diese Wölbung sehr schön.
Porung sieht auch gut aus.
Also das, was wir gerade vermutet hatten, diese Backfarbe ist für mich
nicht nur schön, sondern auch tatsächlich genau richtig. Du hast von
oben so eine ganz leichte Kruste und unten drunter diesen wahnsinnig soften
Teig. Dennoch ist es durchgebacken, aber so ist es für mich persönlich genau
richtig und perfekt von der Konsistenz.
Was ich spannend finde, ist, dass bei dem Exemplar... die Kuvertüre als Basis
genommen worden ist, also nicht die Glasur. Das hat natürlich auch den
Vorteil, dass die Kuvertüre nicht so schnell anzieht wie Zuckerglasur. Und da
war dann genug Zeit, das auch wirklich rauszuziehen.
Ja, man kann sehen, dass mit dem Temperieren alles gut ist, weil
letztendlich sonst würde man obendrauf diese Schlieren erkennen oder kleine
Sprenkel. Das sind immer die ersten Indizien dafür, dass die Kakaobutter
sich abgesetzt hat und die Schokolade nicht richtig temperiert ist. Von der
Backfarbe her, wenn ich runtergucke, so sollte es sein.
Ich habe diesen hellen Teig, der durchgebacken ist, der trotzdem saftig
ist. Ich habe von außen, da wo es noch leicht braun ist, habe ich sogar noch
einen Crunch.
Also für mich persönlich von der Textur und vom Backen her ist wirklich alles
richtig gelaufen, genau zum richtigen Zeitpunkt rausgeholt. Für mich vom Essen
her sehr gut.
Auch hier stimmt die Textur.
Das scheint nicht die große Schwierigkeit gewesen zu sein. Nein, ich
glaube nicht.
Sie sind jetzt nicht ganz rund, sie sind hier so ein bisschen oval laufend. Und
was mir natürlich auffällt ist, wir wollten einen klassisch dekorierten
haben und zwei anders dekoriert. Und anders dekoriert ist für mich jetzt
nicht nur mit Kuvertüre und Kleinluftblasen drin.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das vielleicht Puderzucker ist. Es ist
natürlich verkehrt. Wir wollten drei verschiedene haben.
Und es war ja auch ganz klar, dass die anderen beiden zwar euch von der
Kreativität, was das Muster angeht, überlassen worden ist.
Aber wir wollten natürlich dieses schwarz-weiße Muster haben.
Definitiv. Da ist einfach die Zeit auch davon gelaufen. Also wenn man den so ein
bisschen hochhebt, dann sieht man es auch, dass er hier so mit Fingerabdrücke
noch ist.
Also auch da mit dem Temperieren der Kuvertüre beim nächsten Mal. Vielleicht
gucken, dass man während des Backens vielleicht schon mal anfängt zu
temperieren.
Auch hier habe ich diese typische Wölbung hier unten. Ich habe die Porung,
da auch der Teig nicht das Problem.
Also auch hier habe ich die typische Konsistenz. Ich habe diese Softe von
innen und ich habe dann die Glasur von oben, die auch hier wirklich
wunderschön... Fest geworden ist, es bleibt nichts am Finger kleben. Auch bei
allen anderen vorher hat das mit der Glasur wunderbar funktioniert.
Von daher, das ist für mich genauso, wie ich es mir vorgestellt habe.
Ja, ich möchte die Jury im Namen der Kandidaten noch mal erinnern. Es waren
nur 45 Minuten.
Es war nicht wirklich viel Zeit. Aber jetzt fragt ihr euch natürlich, welches
war der beste Amerikaner und welches der schlechteste?
Ihr müsst die Entscheidung treffen. Ich gebe euch kurz Bedenkzeit.
Im Backzelt bleiben zurück zwei Juroren, eine Eni und zwölf Amerikaner, die viel
Gesprächsstoff bieten.
Dafür, dass ich es noch nie in Amerikaner gemacht habe, war ich jetzt
sehr zufrieden mit der Bewertung. Geschmacklich war alles richtig. Es gab
ein paar Minuspunkte wegen der Farbe. Es war ein Ticken zu dunkel.
Man kann der Jury nichts verheimlichen.
Es tut mir auch leid, dass das nicht so gelungen ist, aber die Zeit war mein
Feind.
Ja klar ist man jetzt aufgeregt vor so einer Verkündung. Gerade bei der
technischen Prüfung ist man immer aufgeregt.
Bei vier Leuten, da wird es wirklich knapp. Ich sehe mich nicht auf Platz
eins, aber vielleicht auch nicht auf dem letzten Platz.
Ich glaube es war ziemlich gut.
Der Jury hat meinen Amerikaner gut gefallen.
Ich will da endlich rein und es endlich wissen.
Immer mit der Ruhe. Die Platzierungen lassen nicht mehr lange auf sich warten.
Ja, die Kandidaten und auch ich, wir sind jetzt sehr gespannt, wie das
Ranking ausfällt. Legt los!
Ja, vorab müssen wir sagen, dass wir natürlich stolz sind, dass ihr das in
dieser wahnsinnig kurzen Zeit wirklich gut hinbekommen habt.
Dennoch gab es Kleinigkeiten, die zu unserem Ranking geführt haben. Und ich
fange dann mal mit Platz 4 an.
Der Platz 4 befindet sich hier.
Janet, offensichtlich die Glasur fehlt letztendlich bei dem letzten. Bei dir
ist das daran gescheitert, dass wir die zweite Farbe vermisst haben.
Ein Platz besser und damit Platz drei befindet sich hier.
Benjamin, bei dir war der Teig einfach ein bisschen zu weit gebacken. Er war
uns einfach zu kross. Der muss ein bisschen heller sein. Und auch bei der
Glasur musst du oben aufpassen, dass du wirklich bis zum Rand kommst.
Der zweite Platz.
Susanne, es war dann so ein bisschen die Feinheit hier gerade bei der Dekoration,
die gefehlt hat. Der Teig war in Ordnung, es war auch super gebacken.
Aber das war dann halt so der ganz kleine Nörgelpunkt, den wir hier hatten.
Ja, und der erste Platz.
Lucille, herzlichen Glückwunsch. Die richtige Wahl getroffen ist, einfach
umzudrehen und damit das Problem mit dieser Zuckerglasur zu minimieren,
sodass du richtig gut ziehen konntest.
Herzlichen Glückwunsch. Vielen, vielen lieben Dank.
Platz 1, ne?
Mega. Das war dringend notwendig, dieser erste Platz. Damit habe ich, glaube ich,
meinen Cheesecake wieder weggemacht und es steht wieder alles auf.
Ich habe leider den letzten Platz gemacht.
Aber wir sind natürlich im Halbfinale und da erwarten die natürlich auch
Präzision. Und das auch, wenn es mal wieder ganz schnell gehen muss.
Feierabend.
Tag zwei des Halbfinales. Auf die Kandidaten wartet noch eine einzige
Aufgabe. Doch die hat es in sich.
Nach ihr entscheidet sich, wer von ihnen dabei sein darf, wenn es nächste Woche
um alles geht.
Kommen wir zur dritten Aufgabe.
Die zweite war ja für euch eher so ein Kurzstreckenlauf. Die dritte wird jetzt
der Marathon. Denn ihr habt für diese Aufgabe fünf Stunden Zeit und die werdet
ihr auch brauchen.
Wir wünschen uns nämlich von euch ein funkelndes Tortenmeisterwerk. Eine
sogenannte Kristalltorte.
Stellt euch vor, ein prächtiger Tortenturm, aus dem zuckersüße,
funkelnde Kristalle herausbrechen. Genau sowas erwarten wir von euch. Und
natürlich noch ein bisschen mehr, oder?
Genau. Wir möchten nämlich von euch zwei unterschiedliche Füllungen sehen und
dass die sensationell gut schmecken sollen, versteht sich, glaube ich, von
selbst. Und natürlich haben wir genaue Vorstellungen, wie viele Etagen ihr uns
nachher präsentieren sollt, nämlich zwei.
Ob ihr diese eindeckt oder einstreicht, bleibt euch überlassen.
Hauptsache, ihr arbeitet sehr präzise und sorgfältig. Das soll richtig nach
Glamour und funkelnder Pracht aussehen.
Wir wünschen euch viel Glück und jetzt kommt euer Startsignal.
Auf die Plätzchen, fertig.
Was man schon mal auf den ersten Blick sagen kann, bei Benjamins Rezept
scheinen Eier eine gewisse Rolle zu spielen, während bei Lucille und Susanne
ein Milchprodukt im Fokus steht.
Also erstmal gibt's ordentlich Butter.
Ordentlich Mühe sollte man sich übrigens auch geben.
Meine Erwartungen für diese Aufgabe sind schon sehr hoch. Es geht um Deko, es
geht um tolle Torten, es geht um Kreativität, Fingerspitzengefühl.
Und schmecken muss es auch noch.
Alle Kandidaten, muss man sagen, liegen fast gleich auf nach der technischen
Prüfung. Und diese Aufgabe entscheidet tatsächlich, welche drei Kandidaten ins
Finale einziehen.
Heuchen wir doch mal nach, mit welchen Rezepten die Kandidaten den Sprung ins
Finale schaffen wollen.
Ich habe mir überlegt, dass ich einen Möhrenbiskuit machen möchte. Ein
bisschen mit Orangenabrieb und dazu Blut für sich Creme. Also von daher soll es
heute so ein bisschen orange-rot werden.
Janet schichtet Blut Pfirsich und Ingwer-Limetten-Buttercreme mit einem
saftigen Karottenbiskuit. Umhüllt wird der glühende Vulkan von einer feurigen
Chili-Ganasch.
Während Vulkanologin Janet für ihren Biskuit Karotten schält, verfeinert
Benjamin seinen Teig mit Orangenabrieb. Und wir erkundigen uns als nächstes dann
mal, was Lucille so vorhat.
Meine Tochter wird Crystal Eye heißen, weil es ein Topping haben wird, was aus
Kristallen besteht, wo du durchgucken kannst.
Die Basis von Lucille's Torten sind Schokoböden. Oben mit Kaffeelikör, Mocha
-Ganasch und Salzkaramell kombiniert, unten mit Orangenganasch und flambierten
Orangenfilets.
Ich hab kein Mehl.
Wer suchet, der findet.
Und wer für seinen Rührkuchen unter anderem braunen Zucker und Rotwein
braucht, der tut das halt alles hinein.
Nun zum Bäcker der Woche.
Was treibt er denn so?
Ich lege los mit meinem ersten Kuchen, fange mit einem Biskuit an, das wird ein
Nussbiskuit. Und dann arbeite ich mich so langsam für den anderen Komponenten
vor. In der oberen Torte geht's dank Sesambiskuit, Matcha-Buttercreme und
Limettenhonigkört asiatisch zu.
Unten vereinen sich Haselnussbiskuit, Nougatcreme und Himbeerfüllung.
Damit versuche ich mir natürlich geschmacklich ins Finale zu arbeiten.
Ich hoffe, das gelingt mir auch.
Und da wollen alle hin.
Entsprechend konzentriert arbeitet Lucille an ihrem Schokoboden, derweil
Susanne exakt die Pläne umsetzt, die sie uns nun bitte ein wenig genauer
vorstellt. Mein Motto für die Torte ist heute verborgene Schätze, weil, ja,
passt natürlich letztlich ganz gut zu dem Kristallthema. Und das hoffe ich
natürlich mit meiner Geschmacksrichtung zu schaffen, dass die Torte eben nicht
nur von außen glänzt, sondern auch von innen.
Mit Rotweinkuchen, Pflaumenkompott und Rotweincreme nimmt Susanne den Farbcode
ihrer Torte geschmacklich auf.
Hinzu kommen Orangenzimtcreme und geröstete Mandeln.
Und weiter geht die Teigzubereitung.
Während Janet die fein geraspelten Möhren mit Orangensaft unter die Masse
hebt, macht der amtierende Bäcker der Woche bitteschön was.
Ich mache jetzt den schwarzen Sesambiskuit, den ich noch nie gemacht
habe.
Dafür tue ich jetzt den schwarzen Sesam ein bisschen schroten, dass der auch
schon aufquillen kann und sein Aroma freigibt.
Ja, man merkt, das ist eine wichtige Aufgabe heute. Und genau deshalb wollen
die Hobbybäcker die Rohren mit raffinierten Rezepten nach Strich und
Faden verwöhnen.
Gut in der Zeit liegen sie auch. Die Teige sind bereit für die Öfen. Und
exakt dort landen sie nun.
Backt schön, werdet groß, macht Mama stolz.
Was riecht denn hier nach Glühwein?
Glühwein-lastig riecht jetzt aktuell mein Weinpudding. Da ist eigentlich nur
Puddingpulver und eine Menge Rotwein drin.
Das zieht auch hier ganz schön hoch, also ich werde heute Spaß haben.
Schokolade ohne Ende. Dabei ist Lucilles Schokoboden doch schon längst im Ofen.
Ich werde diesmal keine Buttercreme machen. Ich bleibe bei der Schokolade.
Das ist ja einmal eine Mokka-Schokolade und das ist eine Mandel-Orange
-Schokolade. Zugegeben, das hört sich lecker an.
Irgendwie beschleicht uns der Verdacht, Eni hat Hunger.
Was ist das Rote da in der Schüssel? Kann man das schon probieren? Das kannst
du auf jeden Fall probieren. Das ist Blut für sich.
Der wird aber zum Pudding noch aufgekocht.
Mal probieren.
Boah, ist das geil.
Und ich hoffe, das wird so ein ganz geiles Geschmackserlebnis.
Oh, das ist der Hammer. Ich glaube an dich.
Dankeschön.
Noch dreieinhalb Stunden bleiben den vier Halbfinalisten.
Während Lucille an ihren Ganasch weiterarbeitet, bringt der Bäcker der
Woche eine fruchtige Komponente ins Spiel.
Das ist jetzt meine Himbeereinlage. Das ist im Endeffekt nur Himbeer.
Mit ein bisschen Zucker aufkochen. Dann gebe ich noch ein bisschen Zitronensaft
dazu. Eine Prise Salz.
Mit Stärke bin ich das ab, so wie eine Art rote Grütze ist das.
Das wäre also auch geklärt. Was Janet hier gerade zubereitet, wird mal eine
Ingwer-Limetten-Buttercreme werden.
Dafür muss man die Masse gründlich verrühren.
Lucille gibt gehackte Haselnüsse in ihrer Salz-Karamell-Soße, während
Susanne an ihrer Rotwein-Pudding-Creme feilt. Nie vergessen sollte man, die
Kuchen rechtzeitig aus dem Ofen zu holen. Also...
Wirklich rechtzeitig.
Mein Kuchen wäre beinahe verbrannt. Ich habe die Uhr nicht gehört.
Ach, so ein Mist.
Jetzt kann ich nur hoffen, dass die Böden nicht zu trocken sind.
Weiter geht's mit weiteren Böden. Mit unterschiedlichen Bräunungsgraden.
So.
Wunderbar.
Ein kleines Problem hat gerade Susanne.
Ich mache jetzt gerade eine Puddingcreme aus Rotweinpudding. Die sieht allerdings
scheiße aus.
Weil sie ist leider ein bisschen grisselig.
Deswegen, ich bewundere noch das Problem.
Was jetzt helfen könnte, wäre ein Expertenrat.
Und siehe da.
Hallo Christian. Hallo.
Ich habe hier so ein bisschen Grisselpudding.
Das trennt sich halt voneinander. Das heißt, die Flüssigkeit kann nicht mehr
aufgenommen werden.
Ich würde es mit einem Heißluftfön temperieren.
Okay, dass es wärmer wird. Genau.
Die leichte Masse anschmelzen lassen und nach und nach wird es dann immer schön
gleichmäßig. Und dann nimmt die Butter auch die Feuchtigkeit auf und dann
einfach in den Kühlschrank stellen.
Okay, ja super. Cool, danke.
So richtig Vollgas gibt Janet nach dem Amerikaner-Desaster.
Das wird eine Buttercreme mit weißer Schokolade, Ingwer und Limette.
Man muss halt Ingwer mögen, aber ich mag es.
Wir halten fest.
Benjamin röstet gerade den Sesam leicht an. Lucille schneidet Orangenfilets, die
später flambiert werden. Susanne föhnt ihren Rotwein-Pudding und registriert
erstaunt. Das hilft tatsächlich.
Ey, geil.
Also Sachen gibt's.
Das hat super funktioniert.
Es ging auch sehr, sehr schnell.
Wir machen es zur Sicherheit nochmal so zwei, drei Minuten.
Na, wenn dafür Zeit ist.
Liebe Kandidaten, ich freue mich ja schon auf eure Edelsteine. Ich liebe
Edelsteine. Allerdings habt ihr nicht mehr so wahnsinnig viel Zeit. Es sind
jetzt noch zweieinhalb Stunden. Es ist Halbzeit.
Ach du Sch... Nicht jammern, sondern weitermachen.
Susanne etwa geht das Projekt Pflaumenkompott an und Benjamin gerät
ins Schwärmen.
Matcha ist vom Geschmack her eigentlich relativ bitter, aber ich finde, das
schmeckt gerade mit diesen süßen Komponenten, Mascarpone und auch mit der
weißen Schokolade, macht es einen richtig harmonischen Geschmack aus.
Wir kommen nun zu einem der Höhepunkte in der Geschichte von Das große Backen.
Lucille wird gleich live und in Farbe Orangenfilets flambieren.
Wir garantieren hiermit ein Spektakel.
Es ist Feuer!
Feuer!
Äh, das Streichholz?
Seht ihr das?
Habt ihr's gesehen?
Habt ihr's nicht gesehen?
Man hat's gehört.
Ich hab voll... Habt ihr's nicht gesehen?
Ich hab's... Habt ihr's nicht gehört?
Man gönnt sich ansonsten nichts im Leben. So, die Show ist vorbei.
Schade, sie war wirklich ziemlich speziell.
Hier entsteht gerade Benjamins Mascarpone-Matcha-Creme.
Aber was ist das jetzt?
Vielleicht Föhnen?
Das finde ich jetzt gar nicht toll.
Scheiße.
Ich war gerade zu glücklich.
Hallo Christian.
Schau dir mal meine Butter an.
Ich habe weiße Schokolade mit Sahne geschmolzen, abgekühlt und dann mit
Mascarpone aufgeschlagen.
Und dann ist Matchapulver hinzugegeben.
Das ist leider Gottes... Nicht mehr zu retten, oder? Das
könnte es sein.
Also du hast halt Fett in der Schokolade, dann hast du halt Mascarpone
mit einem sehr hohen Fettanteil und dann hast du die Sahne mit einem 33%igen
Fettanteil. Das heißt, wenn du all dieses Fett zusammen machst, dann ist
jede Bewegung mehr, als du wirklich tatsächlich brauchst. In Richtung
Butter. Da muss man leider Gottes, so leid es mir tut, nochmal... Ja, das ist
für die Tonne. Ja, dann mach ich eine Buttercreme.
Dann schlitze ich um.
So langsam wird es mal Zeit für eine Überprüfung der Bodenqualität.
Also er ist schön fluffig.
Okay, hier ist er sehr saftig. Das Stück nehme ich mal weg.
Präzisionsarbeit, wohin man schaut.
Wobei eine Frage schon erlaubt sei.
Was macht Lucille da?
Das ist mir ein bisschen zu viel karamellisiert, deswegen schneide ich
das einfach mal bei. Und dann ist das alles nie passiert und es bleibt unter
uns. Und was geht hier vor sich?
Das habe ich jetzt mit ein bisschen Rotwein und Rottensaft eingestrichen.
Auch wenn natürlich die Jury fällt nicht um vor lauter Wein.
Vielleicht fällt sie ja auch um vor lauter Schokolade.
Immerhin, es gibt auch frisches Obst.
Spektakulär flambierte Orangen.
Bei Benjamin im Angebot eine strahlend rote Himbeerfüllung.
Und zum Crunch karamellisierte Sonnenblumenkerne.
Es geht jetzt ums Finale und deswegen muss ich mir größten Sinn übergeben,
dass von allem genug heute da ist.
Ja, es darf ruhig üppig werden. Mit Pflaumenstücken, weißer
Schokobuttercreme und Rotweincreme.
Jetzt nur mal so als Beispiel.
Seine Pläne ändern musste Benjamin.
Die Mascarponecreme war nicht mehr zu retten.
Nicht weiter tragisch. Eine deutsche Buttercreme ist vom Geschmack her auch
richtig lecker.
Vielleicht ist es sogar besser vom Geschmack her. Man weiß ja immer nie.
Man kann es nur vermuten.
Obacht. Ab sofort greift Betty persönlich ins Geschehen ein.
Oh, du bist schon beim Einstreichen, Janet.
Genau. Es sieht noch ein bisschen wild aus, aber ich gehe da noch mit so einem
heißen Messer nachher rüber, damit das alles noch so ein bisschen ordentlicher
wird. Hast du vielleicht noch einen Tipp für mich? Weil ich stapel das ja dann
gleich. Ich habe auch schon ganz tolle Stützen hier vorne liegen, da diese
großen. Ja, super. Sind die gut?
Die langen auf jeden Fall. Die sind hier in der Mitte verstärkt. Ich habe damit
schon sechsstöckige Torten gestapelt.
Also es ist halt besser als Strohhalme. Die knicken dir nicht weg. Ja, super.
Dann mache ich das auf jeden Fall.
Und dann gut einstreichen, damit es schön glatt wird. Ja, danke.
Wenn wir schon beim Einstreichen sind, da machen die anderen drei Finalisten
doch gerne mit. Und wenn dieser Punkt erledigt ist, dann kommt die Torte
gleich mal in die Kühlung.
Gut. Liebe Edelstein-Tortenbauer, ihr habt nicht mehr wahnsinnig viel Zeit. Es
bleiben jetzt noch 60 Minuten.
Ja, das wird knapp, Eni.
Das wird knapp.
Nun, es ist die letzte Aufgabe vor dem Finale. Da kann man ruhig mal seine
Grenzen austesten. Wobei der nächste Schritt jetzt wirklich kein Hexenwerk
ist. Die Deko muss vorbereitet werden. Und das bedeutet Fondant kneten.
Bisschen nervig, oder?
Ich habe mich ja den größten Teil um Fondant gedrückt.
Insofern, so oft habe ich ja noch gar nicht damit gearbeitet.
Dabei kann man so erstaunliche Dinge mit Fondant machen.
Lucille macht's vor. Und Benjamin hält ein Spontanreferat zum Thema.
Ich tue jetzt mein Fondant schon mal vorbereiten zum Einschlagen der Torte.
Ich mache das ja oder versuche daraus eine Art Marmorierung herzukriegen.
Genau, das tue ich einfach mal alles zusammen in eine Gästeform bringen.
Und dann einmal, zweimal, dreimal.
Wir halten fest. Erst verknetet man das verschiedenfarbige Fondant, dann rollt
man es aus, schaut sich an, was dabei so alles entsteht und tut anschließend
seine Begeisterung kund.
Schaut doch toll aus, doch.
Nächster Schritt, die Torten eindecken.
Und das bitte sauber und sorgfältig.
Was zu viel ist, wird abgeschnitten. Wenn das erledigt ist und man die Torten
stapelt, dann können Tortensäulen nicht schaden. Der Statik wegen.
Na, gut geworden?
Perfekt. Ich bin soweit eigentlich ganz glücklich. Schaut ganz gut aus.
Und jetzt erstmal kühlen.
Ach toll, es fängt bei euch an zu funkeln und zu glitzern muss es auch,
denn ihr habt jetzt nur noch 30 Minuten. Noch 30 Minuten.
Ah, scheiße.
Was den Kristalltorten noch fehlt, sind die Kristalle.
Damit das nicht so bleibt, gilt es nun, den Kandiszucker zu färben. Wer klug
ist, hat sich dafür ein Farbkonzept ausgedacht.
Dass das Ganze auch ein bisschen plastischer ausschaut, muss ich ja
verschiedene Farbtöne machen.
Weil ich muss ja von innen, also von innen.
dunkel und dann nach außen geht, immer heller werden, dass das Ganze wirklich
schön einen Effekt hat.
Ich bringe mal noch einmal eine hellere Farbe.
Jetzt wird's heikel. Die Torten bekommen ihren Riss.
Wie tief habt ihr die Löcher da reingeschnitten?
Man überlegt noch.
Ich gehe jetzt von oben.
Was ich versuche.
Irgendwie wirken die Halbfinalisten seltsam gehemmt. Wer macht den Anfang?
Janet. Alter, ich mache das jetzt zum ersten Mal, dass ich eine Torte
reinschneide.
Aber ja, ich bin ganz vorsichtig dabei.
Besser ist das.
Jetzt Lucille.
Okay, ich würde jetzt schneiden.
Nur zu. Den Mutigen gehört die Welt.
Und wenn man die Schneidehemmungen erst einmal überwunden hat, dann gibt's bald
kein Halten mehr und die Arbeit macht richtig Spaß.
Vor allem, wenn es was zu futtern gibt.
Sehr gut. Das ist finalverdächtig. Also vom Geschmack her finde ich die richtig
toll. Was die Optik anbelangt, ist allerdings noch einiges zu tun.
Die Kandeszuckerstücke sind schließlich nicht umsonst gefärbt worden.
Ich muss irgendwie die Steine hier dran kriegen und das ist echt nicht einfach.
Liebe Kandidaten, hier kommt eine kleine Zeitansage. Ihr habt jetzt nur noch 10
Minuten, noch 10 Minuten.
Ah, viel zu wenig.
Zumal es ernste Probleme gibt.
Das hält nicht, ey.
Kacke hier.
Finde Susanne auch.
Gerade die kleinen Zwischenräume sind wahnsinnig schwierig, weil man das
wirklich nur einzeln machen kann.
Man sieht auch, hier rauscht doch gern mal was ab.
Das Problem ist, dass gerade die Kleineren so unhandlich sind.
Und das dauert was, auch um die dran zu machen.
Und ich versuche gerade nach der richtigen Technik zu forschen, die
schnell gehen muss.
Scheint ja wirklich irre kompliziert zu sein.
Ja, ist doch schon ein bisschen Fusselei jetzt.
Muss natürlich auch eng aneinander, da darf das nichts durchblitzen.
Das hält hier alles nicht. Ich hau es dir gleich aus.
Und was haben wir hier?
Das ist jetzt mein Caketopper, in der Hoffnung, dass ich das zeitlich noch
hinkriege. Ich mache es auf jeden Fall.
Kleiner Hinweis, hier läuft Isomalt aus.
Oh oh, das ist nicht gut.
Ach, ihr vier, Endspurt. Es sind jetzt noch zwei Minuten. Jeder Handgriff
sollte sitzen, nichts sollte mehr daneben gehen. Noch zwei Minuten.
Fuck.
Oh Gott.
Das ist mega knapp. Ich muss mich extrem konzentrieren.
Das muss jeder.
Jetzt überlege ich bloß, wie ich das jetzt reinsetze.
Meine Tochter heißt Crystal Eye.
Und wenn ich da kein Ei drauf habe, dann ist das Thema verfehlt.
Okay, was sein muss, muss sein. Und wenn es auf den letzten Drücker ist?
letzten Sekunden brechen jetzt an.
10, 9, 8,
7, 6,
5, 4,
3,
Zwei. Eins.
Und Schluss.
Hände vom Gebäck.
So habe
ich es mir vorgestellt. Schaut ganz gut aus.
Eine schöne Kristalltorte.
Ich bin super erleichtert, dass es vorbei ist. Ich habe noch nie so eine
Torte gemacht. Die steht jetzt hier. Ich finde, die sieht auch ganz schick aus.
Ich bin froh, es steht jetzt hier was und die Farben gefallen mir eigentlich
auch ganz gut.
Ich hätte natürlich noch gerne in der Zeit irgendwas noch obendrauf als
Caketoper kreiert, aber dafür hatte ich leider keine Zeit.
Es geht ums Finale.
Wir haben alle wunderschöne Torten gemacht.
Keine Ahnung, wie die Jury das entscheiden soll.
Sie steht unmittelbar bevor.
Für einen der vier Hobbybäcker wird es die letzte sein.
Respekt, ihr vier. Also ich bin begeistert, das Backzelt funkelt.
Und wer sich zu Hause an so eine glamouröse zweistöckige Torte traut, das
Rezept finden Sie natürlich auf dasgroßebacken.de. Und hier wird es
jetzt so richtig spannend, denn wir schreiten zur Verkostung. Es ist die
alles entscheidende Verkostung, denn es geht um den Einzug ins Finale.
Und wir starten bei Lucille. Bring deine Torte bitte nach vorne.
Lucille, was für eine Kristalltorte hast du uns gebacken?
In der oberen Torte findet ihr einen Schokoladenkuchen.
Dazu eine Mocha-Ganache und darunter ist ein Schokoladenboden mit Orangenzesten
und die karamellisierten Orangenfilets, die tatsächlich flambiert sind.
Du hast dich entschieden, statt einer Tortenplatte aus Porzellan, Glas oder
Holz ein eigenes zu designen. Das passt ja auch zu dir als Designerin.
Hier ist die eine Torte, da ist die andere Torte hier unten. Das ist nicht
essbar. Wir bewerten das, was ihr hier in den fünf Stunden macht.
Mir gefällt die Farbzusammenstellung bei dir, aber mir ist insgesamt das
klassische Kristallmuster in sich zu unruhig. Ich hätte mir da ein bisschen
mehr Struktur einfach gewünscht.
Mir gefällt das Farbkonzept sehr, sehr gut. Auch eingedeckt hast du für mich
auch wirklich wunderbar. Also von außen gefällt es mir gut.
Was man auf den ersten Blick erkennen kann, ist das Schokolade, Schokolade und
Schokolade mit bisschen Orange.
Und was mir als allererstes ins Auge fällt, ist diese Kante hier. Und das ist
tatsächlich purer Garnasch.
Also da beim Einstreichen bei der unteren, klar, man will es irgendwie
gerade kriegen, aber trotzdem ist fast ein Zentimeter Garnasch einfach zu dick.
Also du hast zwei Schokoladentorten gemacht, muss man ganz klar festhalten.
Was ich schön finde, ist mit der unteren diese Orangennote, die kommt nämlich
ganz deutlich raus.
Das einzige, was ich unten machen würde, ist definitiv mehr frische Orangen rein,
weil du hast halt wirklich nur Schokolade und du brauchst irgendwas,
was halt nochmal eine andere Konsistenz hat, weil es wirklich sehr viel
Schokolade ist. Die obere gefällt mir ein bisschen besser, weil das mit der
Zartbitterschokolade und dem Kaffee echt gut zusammenpasst.
Was mir gut gefällt, es sind zwar Schokoladenböden, aber sie sind sehr...
Es sind jetzt nicht so brownieartige Böden.
Geschmacklich finde ich auch die Mokka etwas spannender.
Vielen, vielen Dank. Sehr gerne.
So Janet, dann sag uns doch mal, was für eine Kristalltorte du uns gezaubert
hast. Also optisch habe ich euch meinen glühenden Vulkan mitgebracht. Von innen
erwartet euch in der ersten Etage ein Möhren-Orangen-Biskuit. Die Füllung ist
eine Blutpfirsich-Buttercreme. Ganz unten ist dann derselbe Teig, aber mit
einer weißen Schokoladen-Buttercreme mit Ingwer und Limette. Was mir gefällt zu
diesem Thema Vulkan, die ist graue.
das Marmorierte, was man hier außen sieht. Und ich finde es sehr spannend,
dass du halt hier zum Beispiel noch diesen roten Fondant mit eingearbeitet
hast und auch darauf geachtet hast, dass der jetzt nicht überall ist, sondern
tatsächlich auch wie bei so einem Vulkan die Lava nur an einer Stelle läuft. Bei
den Kristallen hätte ich mir eventuell gewünscht, wenn ich schon Lava habe, die
ist nicht nur rot und außen hell, sondern dass ich hier zwischen dann
einfach noch so Schattierungen habe.
Und dann hätte ich mir da auch noch mal ein bisschen mehr Tiefe gewünscht. Da
ruhig mutiger sein.
Vom Farbkonzept her hast du wirklich alles richtig gemacht. Man kann auch das
Thema erkennen.
Ich gebe da aber Betty auch vollkommen recht. Ich hätte es auch ein bisschen
großzügiger ausgeschnitten, weil letztendlich wollen wir ja diese
Kristalle sehen. Und umso mehr Fläche du denen bietest, umso schöner schillert es
halt.
Der Biskuit sieht für mich sehr schön locker aus, auch die Füllung
gleichmäßig, auch von der Verteilung her hast du da für mich alles richtig
gemacht.
Du hast deinen Karottenbiskuit genommen. Er ist sehr, sehr luftig. Genau das
Richtige. Du hast die Saftigkeit, die ich mir wünsche von so einem Biskuit.
Die untere Creme finde ich sensationell. Der Ingwer ist da. Ich merke ihn die
ganze Zeit beim Essen. Zusammen mit der Limette ist die Creme für mich sehr,
sehr gut, muss ich sagen. Die obere Torte kann da nicht ganz mithalten,
geschmacklich, weil der Blut für sich ist zwar da, aber ich finde da die
falsche Wahl der Creme. Ich würde Blut für sich niemals als Buttercreme machen,
weil diese Butter frisst unfassbar viel von diesem wunderschönen Pfirsicharoma.
Man isst es.
und denkt sich, ach, das kenne ich, das mag ich. Und dann kommt dieser Twist, wo
es plötzlich ungewöhnlich wird, durch den Ingwer oder oben auch durch die
Sonnenblumenkerne. Und genau diesen Spagat hast du für mich mit dieser
Geschmackskombination hinbekommen. Vielen Dank.
trägt den Namen im Herz des Ozeans. Im Inneren habe ich mir überlegt, mache ich
zwei Gegenspieler. In der oberen Torte habe ich einen schwarzen Sesambiskuit
gebacken mit einer Matcha-Buttercreme. Und in der unteren habe ich eine Nuss
-Nougat-Creme-Torte mit Haselnussbiskuit und einer Himbeerfruchteinlage.
Ja, das Thema Unterwasser mit Blau natürlich getroffen. Hier sieht man
schön die Marmorierung.
Das macht ja auch gerade Meer und Wasser aus, dass man halt so da auch
Lichtstrahlen und Schatten drin hat.
Und dann haben wir hier vorne die Kristalle von dunkel nach hell. Das Gold
gefällt mir dazu auch sehr gut. Auch beim Eindecken, das ist alles tadellos.
Wunderschön umgesetzt. Ich bin jetzt mal auf die beiden Gegenspieler gespannt,
wie sie geschmacklich tatsächlich schmecken.
Dann hol sie dir doch mal.
Die Böden alle schön gleichmäßig geschnitten. Füllung passt für mich auch
da perfekt.
Dann?
Oben hast du ja diese, ich sag mal, asiatische Variante gewählt mit dem
Limettenkört. Dazu den Matcha-Tee mit dem schwarzen Sesam. Die Lemonkört ist
sensationell. Also die hat wirklich eine präsente Säure.
Das Einzige, was ich kräftiger gewünscht hätte, wäre der Matcha-Tee. Da hätte ich
mir einfach noch ein bisschen mehr Power gewünscht.
Unten ist ein klassisches Muster mit dem Nougat und den Himbeeren. Das hast du
wirklich gut umgesetzt. Ja, unten ist so Everybody's Darling. Das passt immer,
das schmeckt immer. Und wenn man dann oben ist, dann ist man erstmal so ein
bisschen hoch.
Okay.
Und dann kommst du zu dem Punkt, davon will ich mehr. Mir fehlt der Matcha
jetzt nicht. Ich finde die Geschmacksnuancen, die da sind, einfach
spannend genug.
Vielen Dank.
Ich
habe
euch einen Rotwein-Schokoladenboden gemacht.
Dazu eine Rotweincreme mit Sternanis und etwas Hibiskus und ein Kompott mit
frischen Pflaumen und diversen Weihnachtsgewürzen.
Ja, Weihnachten passt so das Dunkle auch zu der Optik, die du gewählt hast, mit
diesem Lila.
Aber ich hätte mir hier einfach auch ähnlich wie bei Lucille mehr Struktur
drin gewünscht. Ich habe hier schöne Farbtöne, wenn ich mir die einzeln
angucke. Ich habe hier weiß, ich habe hier ein dunkles Lila, ich habe hier
Fliedertöne. Da ist die ganze Schattierung drin, aber es geht so in
der Masse unter.
Also die obere ist mir definitiv zu sehr durchgeknetet worden. Da fehlt mir die
Marmorierung. Es ist für mich fast schon so ein bisschen eine undefinierbare
Farbe. Ist es jetzt mehr im Lila, ist es jetzt mehr im Grau? Also das ist so
nichts Halbes und nichts Ganzes.
Ja, ich habe das mit Absicht so gewählt, weil ich eben mit meinen Steinen so ein
bisschen wild bin, damit man davon nicht ablenkt. Ich habe mehrere Farben
gemischt, aber ja.
Ja, der Anschnitt, man fängt sofort an mit dem Auge zu wandern, weil man
erstmal begreifen muss, was schon wieder bei dir alles drin ist. Also das gefällt
mir immer sehr gut, dass du den Anschnitt auch mit zum Erlebnis machst.
Leider geil.
Geschmacklich kennen wir das schon von dir.
Du kannst das.
Du kannst das mit den Gewürzen, du kannst das mit diesen verschiedenen
Geschmäckern, mit den Konsistenzen von innen wirklich exzellent kombinieren. Da
fällt mir nicht mehr viel ein. Das ist wirklich für mich sehr, sehr rund.
Respekt.
Du kombinierst es einfach so unglaublich gut. Wenn man es dann isst, merkt man,
es dürfte eigentlich auch keine einzige Komponente fehlen. Das bringt extrem
viel Spaß zu essen.
Danke. Vielen Dank.
Ja, ihr vier, das ist jetzt bestimmt der Moment, wo ihr zittert. Denn diese
Aufgabe entscheidet schließlich darüber, wer kommt ins Finale und wer leider
nicht. Es ist eine schwierige Entscheidung und deshalb darf die Jury
sich jetzt kurz beraten.
Und ihr müsst euch leider einen Moment gedulden.
Dieses Warten. Wie geht's denn, Kandidaten? Mir geht's gut.
Noch.
Bin mir nie so sicher. Ich glaube, irgendwie mochten die Tochter nie so
gerne. Vielleicht war die ein bisschen zu schwer.
Oben, unten Schokolade.
Aber gut, wir werden sehen.
Die Bewertung von der Jury war im Großen und Ganzen ganz okay, glaube ich.
Dadurch, dass ich aber bei der technischen Prüfung den letzten Platz
hatte, rechne ich mir da nicht so viele Chancen aus.
Ein Leider geil zu bekommen ist natürlich, glaube ich, die absolute
Auszeichnung. Und Einzug ins Finale, das ist natürlich jetzt heute eine mega
spannende Entscheidung.
Das ist jetzt schon Butter bei den Fischen, ne? Das wird ernst.
Und dann ist es soweit.
Die Juroren haben das mit enormer Anspannung erwartete Urteil gefällt.
Und werden es gleich verkünden.
Liebe Kandidaten, nächste Woche wird hier an Ort und Stelle die Entscheidung
fallen, wer sich Deutschlands bester Hobbybäcker nennen darf, den Golden
Cupcake bekommt, 10.000 Euro und sogar noch das eigene Backbuch.
Unser Finale wird zu dritt bestritten. Das heißt, für einen von euch ist der
Wettbewerb hier leider zu Ende.
Sicher im Finale ist allerdings der Bäcker der Woche.
Betty und Christian, wer hat denn die rote Schürze verdient?
Ich will euch gar nicht lange auf die Folter spannen.
Unser Bäcker der Woche ist...
Susanne.
Mit Ehren
getragen, mit Ehren weitergeleitet. Mit Ehren beschmutzt.
Susanne, du hast wirklich in dieser Sendung geglänzt und dir die rote
Schürze zurückerobert. Herzlichen Glückwunsch. Danke.
Susanne, herzlichen Glückwunsch auch zum Finaleinzug.
Das zweite Ticket fürs Finale hat aufgrund ihrer guten Leistungen aus der
ersten und dritten Aufgabe bekommen... Janet.
Janet, herzlichen Glückwunsch. Willkommen im Finale.
Ja, Janet, auch herzlichen Glückwunsch von mir.
Benjamin, dein Cheesecake war wirklich lecker. Aber handwerklich und bei der
Präsentation hatten wir doch einiges zu beanstanden.
Dein Amerikaner in der technischen Prüfung landete dann nur auf dem
vorletzten Platz.
Lucille. Du hast dich in der ersten Aufgabe mit den Käsekuchen ganz schön
verrannt und konntest uns am Ende nur noch Käseküchlein präsentieren.
Dafür konntest du in der technischen Prüfung mit deinem ersten Platz wieder
richtig Plätze gut machen.
Somit war es auch bei dir die dritte Prüfung, die die Entscheidung bringt.
Wir haben uns dazu entschieden, das dritte Ticket fürs Finale an
Benjamin zu geben.
Okay. Gut gemacht.
Lucille, es tut uns wahnsinnig leid, dass du nicht mit ins Finale kommst. Du
hast uns wahnsinnig viel Spaß gemacht. Hast du doch das Zelt durch deine
wirklich helle Art und Weise richtig bunt gemacht.
Dankeschön. Vielen, vielen Dank und hoffentlich weiterhin viel Spaß beim
Backen. Ja, danke schön.
Ich habe so viel Spaß gehabt. Ich habe so
viel gelernt. Ich habe so viele tolle Menschen kennengelernt. Es war eine
Zeit, die werde ich in meinem Leben nie wieder vergessen und ich bin dankbar und
stolz.
In dem Moment konnte ich mir die Tränen nicht zurückhalten. Die Anspannung, du
musst jetzt einfach raus.
Aber Finale, hallo, sag mal.
Hätte ich nie gedacht, dass ich so weit komme.
Mit der roten Schütze natürlich dann auch noch ins Finale einzuziehen, das
ist natürlich ein maximaler Traum. Hätte ich mir wirklich selber nicht träumen
können. Dass ich es tatsächlich ins Finale geschafft habe, das berührt mich
sehr.
Und sogar als Zweite.
Für drei Hobbybäcker geht ein Traum in Erfüllung. Sie stehen im Finale
Deutschlands größter Tortenshow.
21 Prüfungen haben sie erfolgreich gemeistert. Doch die drei schwersten
warten noch auf sie.
Danach wird sich zeigen, wer der Beste ist. Hier bei Das große Backen natürlich
nur in Sat.1.
Can't find what you're looking for?
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