All language subtitles for Der.Irland-Krimi.S01E06.720p.WEB.x264-ThR_Subtítulos01.GER

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Original subtitles

.

(Mädchen) Liebe Mama, lieber Papa,

ich hoffe, es geht euch gut, oben im Himmel.

Ich bin noch in der Klinik,

und spreche mit niemandem. Warum auch?

Meine Adoption klappt wohl doch nicht.

Weil Eriks Frau immer noch verschwunden ist.

Sie ist einfach weg.

Vielleicht ist es auch gut so.

Ich mochte sie nicht so richtig.

Erik schon.

Er ist lieb. Und so einsam wie ich.

Ich hätte gern ein neues Zuhause.

Ihr fehlt mir.

*düstere Musik*

*Brummen*

*unheimliche Musik*

*Brummen*

*unheimliche Musik*

*Knistern*

*melancholische Musik*

*melancholischer Gesang*

*Wind pfeift.*

*Rattern*

*unheimliche Musik*

*unheimliche Musik*

Ich weiß, es sind 200 Quadratkilometer.

Ich denke, die Knochen gehören zu der vermissten Helen Bell.

Deshalb brauche ich Ihre Freigabe.

Ja, der Lough Corrib ist groß.

Ich brauche ein Taucherteam,

einen Tauchroboter und eine Hundertschaft.

Das wird teuer, aber erst mal nur einen Tag.

Okay, Sie denken nach. Danke.

Herrgott ...

*Klopfen*

(Kollegin) Die Kopie des forensischen Berichts.

Bring ihn zur Staatsanwaltschaft, sonst bewegen die sich nicht.

Wenn du mehr auf meine Arbeit achtest,

weil ich deine Nichte bin, ist das okay.

Aber ich bin neu hier.

Du kannst mich nicht nur Botengänge und Kopien machen lassen.

Ich will Polizeiarbeit machen.

Du bist Anfängerin.

So fängt bei uns jeder Anfänger an.

Mir ist egal, was du vorher gemacht hast, oder wie es in Dublin läuft.

Das hier ist Polizeiarbeit und wird erledigt.

*Klimpern*

Ich muss los.

Es war schön.

Ja, sehr.

Ach so ...

Hm.

Verstehe.

Ich verstehe.

Du kannst mit mir vögeln,

aber ich soll mich noch nicht in deinem Haus ausbreiten.

Okay.

Weißt du was?

Schmeiß mich nur raus, aber ich steh trotzdem auf dich.

Ein Kaffee ist aber noch drin, oder?

Wenn du heute Abend was Gutes essen willst, ich hätte Zeit.

*unheimliche Musik*

*unheimliche Musik*

(Mann) Lass uns gehen, ja?

*unheimliche Musik*

*Er keucht.*

Woher wissen Sie, dass ich nicht nur Blödsinn erzähle?

Hier kann doch jeder alles sagen.

Statistisch lügt der Mensch pro Tag drei Mal.

Ich selber erzähle nicht immer die Wahrheit,

wenn eine fremde Person mich fragt, wie es mir geht.

Das ist menschlich.

Sie denken, ich sage nicht die Wahrheit?

Nein. Ich kann nicht immer wissen, ob man mir Halbwahrheiten erzählt.

Bei Ihnen denke ich,

dass Sie sich immer noch ohne Grund für Ihre Situation schämen.

Dass Sie eine Möglichkeit suchen, sich selbst zu verurteilen.

Ich vertraue Ihnen.

Sehr gut.

Wir sehen uns nächste Woche. Danke, bis dann.

Besuch? Einfach so? Oder habe ich was vergessen?

Ich hab angerufen. Warum gehst du nicht ran?

Es liegt zu Hause. Warum, was gibt's?

Hast du heut noch Patienten? Nur eine Wohnungsbesichtigung.

Ah, für Paul. Mhm.

Essen wir zu Mittag?

Hm ... Lädst du ein?

Nein.

Dachte ich mir.

Ich schließe ab.

Ihr habt Teile einer Hand im Magen eines Fisches gefunden.

Es waren drei Fingerknochen und ein Teil des Mittelhandknochens.

Richtig interessant wird es unten.

Medizinische Titanschrauben im Ossa carpi.

Ihre Handwurzelknochen links. Hier und hier.

Da wurden Helen Bell Titanschrauben nach einer Fraktur angebracht.

Weiß er's schon?

Du glaubtest damals schon nicht, dass sie je lebend auftaucht.

Der Staatsanwalt lässt sie trotzdem nicht für tot erklären,

oder ermordet.

Ich wollte ihn erreichen, aber er will nicht mit mir sprechen.

Wundert dich das? Du hast dich auf ihn eingeschossen.

Sie verschwindet, er ist ihr Ehemann. Da steht er im Fokus.

Was erwartet er denn?

Glaubst du, ihr findet noch mehr?

Die angefragten Mittel wurden noch nicht freigegeben.

Jetzt soll ich ihm sagen: Wir haben die Hand deiner Frau

in einem Fischmagen gefunden?

Sie denken, Sie können beurteilen, was gut für Sophie ist?

Sie braucht Eltern, das braucht sie.

Und zwar welche, die mit ihrem Trauma umgehen können.

Und nicht irgendwelche ... Laienpflegeeltern.

*Tür wird geöffnet.*

Ich kann gut ohne meine Frau für sie sorgen. Sie hören von meinem Anwalt.

(Frau) Abgelehnt?

Ja.

Erik, alle reden darüber.

Wie du dich speziell um Sophie kümmerst.

Eure Ausflüge.

Die Adoption.

Todestag. Es ist wichtig für sie.

Wenn sie noch mal abhaut und rauskommt, dass sie bei dir war?

Wird sie nicht, ich hab mit ihr gesprochen.

Sean Kelly von der Garda rief an.

Mehrmals. Er sagt, es sei dringend.

Es geht um deine Frau.

Das werde ich machen, nach der Visite.

Warum hast du ihren Mann behandelt?

Im Ernst?

Du willst die Schweigepflicht- diskussion wieder aufmachen?

Du hättest rechts abbiegen müssen. Ich weiß.

*melancholische Klänge*

Hier wurde damals ihr Auto aufgefunden.

Und das war genug für uns.

Für dich nicht.

Eine überforderte Leiterin einer psychiatrischen Abteilung

fährt mit dem Auto hierher. Sie zieht sich aus,

schwimmt raus aufs Meer, bis sie nicht mehr kann.

Also ist es offensichtlich Selbstmord.

Etwas dramatisch, findest du nicht? Überdramatisch?

Ich glaube immer noch, dass ihr Mann damit zu tun hatte.

Ist nur eine Ahnung.

Aber ich kann es nicht beweisen, weil ihr Psychologen und Ärzte

alle zusammenhaltet, richtig?

Erik Bell tötet seine Frau,

fährt sie hierher und lässt es wie einen Suizid aussehen.

Nein, daran hab ich nicht geglaubt.

Und ich tue mir auch heute noch schwer damit.

Wir hatten damals keine Leiche, nichts. Nur das hier.

Was den Zusammenhalt angeht,

ist es bei euch Polizisten nicht anders, oder?

*Autotür wird geöffnet.*

*Tür fällt zu.*

*Räuspern*

Meine Nichte fragte heute,

warum ich sie keine Polizeiarbeit machen lasse.

Warum ich sie nur zu Kopierarbeiten und Botengängen einsetze.

Wenn man diesen Job macht,

weiß man, dass man zwangsläufig angelogen wird.

Das schafft einen total.

Das wird auch sie total schaffen.

Ich hab genug davon.

Die Fälle sind oft so eindeutig, aber ...

Ich glaube, diese Arbeit ermüdet mich nur noch.

Immer nur allen zu misstrauen

und ständig eine Verschwörung zu wittern.

Ach, was weiß ich.

Deswegen wende ich mich immer wieder an dich.

Weil ich dir vertrauen kann.

Das muss ich dir nicht erklären, sag Ja oder Nein.

Wenn nicht, geht die Lieferung nach Hamburg.

Ich kann nichts für euren Brexit, das sind die Preise.

Nein, es ist keine Erpressung.

Ich liefere die Qualität, die du willst.

Der Preis variiert, wie immer. Na also. Ist doch ganz einfach.

Danke für den Auftrag.

Lieferung geht heute noch raus.

Steve?

*düstere Klänge*

*düstere Klänge*

Ich gehe zuerst, alleine.

Du willst, dass ich mit ihm rede. Das mache ich, aber erst alleine.

Fünf Minuten.

Das ist sicher, dass es ...

Es steht fest, dass sie es ist?

Sieht so aus, ja.

Keiner glaubte ja wohl im Ernst daran, dass sie nach 17 Monaten ...

sechs Tagen ...

wieder auftaucht und sagt: "Hey, ich hab nur eine Auszeit gebraucht."

*Stimmengewirr*

Die Kleine da, die als Letzte geht ...

sie war eine von fünf.

Vater, Mutter, drei Kinder.

Landstraße, Autofahrt.

Typischer Wochenendausflug.

Die Eltern vorne, die Kinder hinten.

Plötzlich platzt ein Reifen und sie knallen in ein anderes Auto.

Nur Sophie überlebt.

Was ist das jetzt?

Schicksal?

Ist das die Kleine, die ihr adoptieren wolltet?

Ja. Die ist noch hier?

Isolation ist für eine Traumapatientin wenig förderlich.

Du erinnerst dich, dass ich mal bei dir über sie gesprochen habe.

Oder hast du vor deinem Besuch noch mal meine Akte studiert?

So lange ist das nicht her, dass du bei mir warst.

Sean Kelly hat mich hergebracht.

War klar, dass du nicht von alleine kommst.

Geht das Ganze jetzt noch mal von vorne los?

Ich denke, das wird es.

Aber Frau verschwindet, taucht vor ein paar Tagen im See auf,

das Auto stand am Meer.

Irgendwie verstehe ich ihn auch. Tust du das?

Ja, er macht ja nur seine Arbeit.

Er muss mich vorladen, wenn er immer noch denkt, dass ich ...

Hast du?

Schön, dass du gekommen bist, um mich das zu fragen.

Worüber habt ihr gesprochen?

Über eine junge Patientin, die er schon lange betreut.

Und über die Überreste, die ihr gefunden habt.

Sonst nichts?

Nein.

Ist das dein Verständnis von Vertrauen?

Wie viele Fälle hast du in den letzten Jahren bearbeitet?

Warum dieser hier? Du wirkst so getrieben.

Ich bin nicht dein Patient.

Vielleicht solltest du.

Gehst du noch zu den Treffen?

Nein.

Warum? Hast du die nicht mehr nötig?

Ich wusste nicht, dass es so schnell geht.

Man hört auf zu trinken, ein paar Gruppenplaudereien, das war's.

Man ist geheilt.

Es war gut, befreiend. Das Reden hat geholfen.

Wenn ich's wieder brauche, gehe ich wieder hin.

Bei mir ist das genauso.

Wenn ich reden will, dann rede ich. Wenn nicht, dann nicht.

Ich dachte, du hättest genug mit deiner eigenen Familie zu tun.

Wie geht's Paul? Kommt er bald aus der Klinik?

Vorhin konntest du noch sehr gut reden.

Es geht mich nichts an, was dich bewegt oder antreibt.

Aber stell nächstes Mal einen offiziellen Antrag

auf kriminalpsychologische Unterstützung,

bevor du wieder bei mir auftauchst. Arschloch.

*Tür fällt zu.*

(Paul) "Ihr kennt das, nach dem Piep einfach draufsprechen."

Hey, Schatz. Ich bin's.

Verzeih, ich hab mein Handy liegenlassen.

Kommt sonst nicht vor, aber ich hab so viel Arbeit.

Nichts Schlimmes, aber ... Sean hat heute ...

Vergiss es. Ich wollte nur sagen, ich bin wieder erreichbar.

Bleibt es bei deinem Entlassungstermin?

Ich freue mich so auf dich.

Morgen schaue ich mir eine Wohnung für dich an.

Der Termin war heute, aber ... Erklärte ich schon.

*Der Wasserkocher rauscht.*

*unheimliche Klänge*

*Bandaufnahme wird abgespielt.* (Erik) "Blinkt halt schön."

"Besser als schlafen?"

(Erik) "Manchmal."

"Kannst du abschalten?"

"Manchmal geht's."

"Manchmal nicht."

"Kenne ich."

*Automatenklingeln*

"Du bist sicher, dass deine Frau ein Verhältnis hatte?"

"Oder hat?"

"Ja."

"Meinst du, das hat was mit ihrem Verschwinden zu tun?"

*Türklingel*

Sie schmecken nicht mehr nach eingeatmetem Meer.

Ja ...

Die Taucher beginnen um sechs Uhr.

Joe, du koordinierst die Suchteams.

Tom teilt die Kräfte für die Absperrung ein.

Das war's. Gute Nacht, schlaft etwas. Werdet ihr brauchen.

Es ist spät.

Komm, ich fahre dich nach Hause.

Ich hab dich von deiner Arbeit abgehalten, oder?

Muss wichtig sein, wenn du es sogar in die Küche mitnimmst.

Es ist ein alter Fall.

Was ist passiert?

Espresso?

Gerne.

Fehlt dir nicht ab und zu eine professionelle Küche?

Wieso?

Weil ich für so was immer zwei Spüler hatte?

Nein, nein.

Küche ist Krieg.

12, 14, 16 Stunden Leistung.

Gäste, die keine Ahnung haben, was Qualität ist.

Was Geschmack ist.

Die wenigsten der Küchen haben Tageslicht.

Du arbeitest dich wund.

Nur selten wirst du für das, was du tust, respektiert.

Ohne meine hochprozentigen Freunde kam ich nachts nicht mehr runter.

Das war ohne Zucker, oder? Ja, danke.

Als ich noch Belegbetten im Krankenhaus hatte,

war auch nicht mehr viel mit Schlafen.

Ich hab meinen Sohn auch nur beim Zuschlagen der Haustür mitbekommen.

Du vermisst ihn sehr, oder?

Und deinen Mann?

12 Jahre ist er jetzt tot, oder?

(Nichte) Das ist Erik Bell?

Die misshandelten Patienten und durften weiter praktizieren?

Erik Bells Frau wurde zur Leiterin der Psychiatrie

in der Uniklinik befördert.

Bekam sogar einen Lehrauftrag.

Neben den Bells arbeiteten zwei weitere Ärzte im Saint Brigid's.

Einer nahm sich das Leben.

Der andere lebt heute in Estland.

Die Krankenhausmitarbeiter haben nicht geredet.

Man konnte ihnen nichts nachweisen.

Warum schloss man das Krankenhaus, wenn es keine Beweise gab?

Es gab damals seitens der Regierung ein neues Programm:

"Vision for Change".

Eine komplette Umstrukturierung des psychiatrischen Gesundheitswesens.

Das heißt, dass jemand jemanden anruft, der jemanden kennt,

der weiter oben ist.

Der ganz oben wird nervös, weil er angeschuldigt werden könnte.

Und schon strukturiert man um. Der Laden wird dichtgemacht.

Keiner redet mehr darüber.

Vielleicht sind die Misshandlungen doch nur Gerüchte gewesen?

Nein, waren sie nicht.

Dein Großvater ist da gestorben.

In der Klinik?

Er war immer wieder in solchen Anstalten, er war dement.

Ich wollte es ni...

Als meine Mutter starb, hab ich seine Tagebücher bei ihr gefunden.

Er hatte alles aufgeschrieben.

*Motor dröhnt.*

*Stimmengewirr*

*unheimliche Klänge*

*unheimliche Klänge*

*spannende Musik*

*spannende Musik*

(Maklerin) Sie übernehmen die Kaution? Genau.

Und meine Provision? Und Ihre Provision.

Aber Ihr Sohn zieht ein?

Die Wohnung ist für meinen Sohn.

Also ...

die Vermieter wünschen sicher keinen Drogenabhängigen.

Aber ich könnte ...

Woher ...

Mein Sohn ist nicht drogenabhängig.

Galway ist klein.

Durch eine kleine Zusatzprovision sage ich den Vermietern nichts.

Hören Sie ...

stecken Sie sich den dahin, wo es wehtut.

Vielleicht sehe ich dann von einem Anruf beim Maklerverband ab.

*unheimliche Musik*

*unheimliche Musik*

(Erik) Wir erhöhen die Dosis um fünf Milligramm.

Was ist mit Marie?

Hat ihr Frühstück verweigert, liegt aber bei 46 Kilo.

Wenn sie das Gewicht hält, sollten wir abwarten.

Hat Sophie geschlafen?

Hat wieder die ganze Nacht geschrieben.

Sollen wir ihr was geben?

Nein, nur beobachten.

Trag sie zum Schwimmen ein, das macht sie müde.

Ich schaue nach ihr.

Ich hab gehört, du wolltest letzte Nacht nicht schlafen.

Oder konntest du nicht?

Hör mal, Sophie ...

Wir können erst mal keine Kästchen für deine Familie mehr vergraben.

Genauso wenig, wie es geht, dass du nachts abhaust.

Oder versuchst, abzuhauen.

Du hattest versprochen, dass du das nicht mehr machst.

Es kann sein, dass ich in den nächsten Tagen nicht kommen kann.

Lisa wird sich um dich kümmern.

Wir befragen die Nachbarn, ob sie was gesehen haben.

Nur du hast einen Schlüssel, richtig?

Ich hab vorerst alle Termine abgesagt.

Medizinschrank? Ungeöffnet. Nichts fehlt.

Jemand hat gezielt nach etwas gesucht.

Hast du eine Ahnung, was das sein könnte?

Die Kassetten und Unterlagen von Erik Bell.

Ich nahm gestern einen Teil mit nach Hause.

Der Rest lag hier, der fehlt jetzt.

Büro, Keller und Schlösser untersuchen.

Ich lasse einen Wagen vor deinem Haus Streife fahren.

Du glaubst, er hat seine Aufzeichnungen gestohlen?

Fährst du jetzt zu ihm?

Wir haben einen Schädel und andere Teile im Lough Corrib gefunden.

Ich will zuerst in die Forensik.

Darf ich dich begleiten?

Ernsthaft? Ich hatte nur vier Stunden.

Unter Druck funktionierst du bestens.

Du respektierst meine Arbeit, gut.

Weißt du schon was? Wir haben den Schädel, das ist gut.

Für den Rest brauchen wir Wochen. Wochen?

Wir haben die zahnärztlichen Unterlagen von Helen Bell.

Dieser Abdruck wurde nach ihrer Zahnimplantation gemacht.

Da ist ein Implantat im Fünfer und im Vierer.

Du glaubst, dass sie es ist? Ja, das denke ich.

Die Implantate und der Abdruck passen,

aber dem Gericht wird es nicht genügen.

Sehen Sie den Riss?

Schädelfraktur? Ja.

Eine massive, quer über die Stirn. Gut zu sehen.

Verursacht durch?

Eine Tischkante, Treppe, extreme Gewalt mit einem Gegenstand.

Und? Was denkst du? Außer, dass du recht hattest?

Ich überlege, wie ich weiter vorgehen soll.

Erik Bell ist dein Ansatz, oder?

Es ist alles nicht so eindeutig, wie ich dachte.

Hör zu, wegen gestern ...

Das war nicht richtig von mir. In letzter Zeit bin ich ...

Launisch, wankelmütig.

Ja, ganz genau.

Hier.

Die Tagebücher meines Vaters.

Zumindest aus den Jahren 2011 und 2012.

Ich hab erst vor zwei Wochen angefangen, sie zu lesen.

Wie gesagt, ich mag keine großen Worte.

Vielleicht könntest du sie lesen.

Das ist zu ... Ich hab die Stellen markiert.

Du musst also nicht lange suchen.

Mein Vater war in der Klinik Saint Brigid's, er ist da gestorben.

*unheilvolle Klänge*

(Mann) Das ist ein Fehler. - (Erik) Ja, klar.

(Erik) War das alles?

(Mann) Nein, ein Notar muss noch die Dokumente beglaubigen.

Bist du dir absolut sicher?

(Erik) Keine Chance auf Adoption.

Du sagst selbst, eine Revision macht keinen Sinn.

Wenn mir etwas passieren sollte, muss Sophie abgesichert sein.

Was soll sie machen, wenn sie 18 ist?

Eine Ausbildung, arbeiten, was alle Kinder dann machen.

Schon vergessen? Sie spricht nicht.

Sie ist nicht deine Tochter, sie ist eine Patientin.

Ich verstehe deine Verbitterung über die abgelehnte Adoption.

Aber das ist eine Überreaktion.

Wenn nicht als Freund, kannst du es nicht als Anwalt für mich machen?

Grüß Jessica und die Kinder.

Hey, Matt. Ich bin's.

Du warst heute Morgen so schnell weg.

Ich dachte, vielleicht sehen wir uns heute.

Ich hoffe, bei dir ist alles okay.

Melde dich.

Du fehlst mir gerade.

*leises Quietschen*

Irgendeinen Zusammenhang außer der Nähe zum Fundort der Leiche?

(Nichte) Ein Mädchen, das seine Familie verloren hat.

Ich glaube, sie ist in einer Klinik. In welcher?

Das steht hier nicht. Ich bin erst vier durchgegangen.

Das sind über 100, einige kaum lesbar.

Ihr Name ist Sophie.

Sophie ...

Arbeite nicht zu lange.

Erik Bell wurde von drei Zeugen gesehen, wie er in der Nacht,

in der seine Frau verschwand, in ein Kasino ging.

Das war sein Alibi.

Aber keine der Überwachungskameras erfasste ihn.

Ich spreche eher von den Zeugen.

Ich hab sie im Zentralregister geprüft.

Sie wurden im letzten Jahr vier weitere Male als Zeugen aufgeführt.

Gewaltverbrechen, Unfallflucht und so weiter.

Eine Alibi-Agentur.

Davon hab ich nur in der Ausbildung gehört.

Dann ist er also wieder aktiv.

Ein Polizist, der aus dem Dienst entlassen wurde.

Check die anderen Fälle.

*undeutliches Rauschen*

*leises Plätschern*

*schabendes Geräusch*

*Schaben*

*schabendes Geräusch*

*Plätschern*

*Klopfen*

*Klopfen*

Sophie.

Du sollst doch nicht abhauen.

Und schon gar nicht hierherkommen.

Das war ein Versprechen.

*Papier raschelt.*

(Erik liest) Ich denke, es wäre toll, wenn ich bei dir leben könnte.

Hör zu, du kannst nicht hierbleiben.

Ich finde es schön, dass du dich hier wohlfühlst.

Und dass du die Adoption jetzt gut findest.

Aber das Amt hat das abgelehnt.

Ich kann dir hier kein neues Zuhause geben.

(Erik liest) Du bist auch allein, wie ich.

Also ich bin nicht allein.

(Erik liest) Deine Frau wurde im See gefunden, ich hab's gehört.

Zieh deine Schuhe an.

Ich bringe dich zurück in die Klinik.

Ja, also?

*angespannte Klänge*

*Motor dröhnt.*

*Er stöhnt.*

Na, Kollege? Paar Drinks gehabt?

Fick dich, Sean. Was willst du? Nur plaudern.

Gehen wir zu dir? Durchsuchungsbeschluss?

Du hast sicher was dabei.

Dann aufs Revier. Wir machen es da.

Wichser!

Hier hat sich nichts verändert.

Immer noch der mies gelaunte Sturkopf.

Setz dich.

Sieh dir diese Fotos an.

Kennst du jemanden von denen?

Noch nie im Leben gesehen. Das ist witzig.

Denn diese Lady sagt, sie kennt dich.

Ihr habt ab und zu Kontakt.

Wie gesagt, ich kenne sie nicht.

Sie muss sich geirrt haben.

Den Namen "Erik Bell" hast du wohl auch noch nie gehört?

Ich sag dir, was ich denke:

Du hast mit deiner Alibi-Agentur wieder angefangen.

Du weißt, wie der Laden funktioniert.

Früher warst du einer von uns.

Jemand hat ein Problem, er kommt zu dir,

du organisierst Zeugen, lässt dich gut bezahlen.

Ich mache solche Sachen nicht mehr.

Du bist auf Bewährung.

Du weißt, dass diese 2 Gramm dich direkt wieder in den Knast bringen.

Du bietest mir einen Deal an?

Sag mir, wer dich engagiert hat und ich sehe, was ich tun kann.

Das ist mir zu dünn.

Du kannst nicht verhandeln. *Klopfen*

Ich glaube, das ist wichtig.

Der DNA-Abgleich? Mhm.

Ist sie's?

Bring den hier wieder in die Zelle.

Vielleicht ändert er seine Meinung, wenn er wieder klar denken kann.

Hi. Ich suche Matt.

Ist drin. Danke.

*Klopfen*

Matt?

*angespannte Klänge*

Du schickst mich aus deinem Haus, aber mein Büro ist für dich offen?

Es tut mir leid, entschuldige. Ich hab ...

Das ist von meinen Mitarbeitern.

Warum bist du hier?

Ich hab mir Sorgen gemacht.

Du warst auf einmal weg.

Und dein Telefon, da geht nur die Mailbox dran.

Ist deine Neugier eine Berufskrankheit?

Oder hast du ein Vertrauensproblem?

Lass mich rechnen ...

Ich hab mich 36 Stunden nicht gemeldet.

Und deshalb gehst du in mein Büro?

Hör zu, es tut mir leid.

Ich hab mir Sorgen gemacht.

Ich wollte einfach nach dir sehen.

Nein.

Ich wollte dich sehen.

Weißt du ...

gestern war schwierig, ja.

Bei mir in der Praxis ist eingebrochen worden.

Vielleicht war nicht abgeschlossen und jemand ist reinspaziert?

Das ist unfair.

Ja, stimmt.

Mein Hausboot hat ein Leck.

Ich bekam gestern Morgen die Nachricht vom Hafenmeister.

Ich habe die Pumpe angeschlossen, mein Handy fiel ins Wasser.

Ich hab hier übernachtet, und die Jungs haben Whiskey getrunken.

Alle Fragen beantwortet?

Äh, du brauchst nicht hier ...

du kannst gerne bei mir zu Hause ...

Ich denke darüber nach.

Das war bescheuert von mir.

*Sie lacht.*

*unheilvolle Klänge*

Können wir checken, ob Erik Bell Stammgast im Kasino war,

oder ob er nur an dem Abend da war, als seine Frau verschwand?

Vielleicht zeigen die Kameras was. Ich hab die Freigabe.

Informierst du die Kollegen? Wir hören uns.

Sean?

Ich hab gelesen, was deinem Vater passiert ist.

Ich hatte keine Ahnung, dass er dort stationär war.

Hätte man das mit mir gemacht,

hätte ich auch einen Schlaganfall bekommen.

Das Schlimmste ist, er erzählte es mir. Aber ich glaubte es nicht.

Seine Demenz war damals schon fortgeschritten.

Deswegen habe ich es einfach ignoriert.

Es wird schwer werden, das zu beweisen. Es ist so lange her.

Dann sah ich dich und Erik reden ...

Und dachtest, dass ich davon weiß und einen Kollegen schützen will?

Ich habe mich gefragt, ob er dir in der Therapie davon erzählt hat.

Hör zu, ich ...

Ich wusste damals von den Vorwürfen.

Es gab Untersuchungen, aber keine Beweise.

Grundsätzlich vertraue ich meinen Kollegen.

Ich hatte auch nie einen Anlass,

an den Aussagen von Helen Bell zu zweifeln.

Aber das, was dein Vater dokumentiert hat,

das ändert vieles.

Dann verlegen wir sie.

Da haut sie auch wieder ab.

Was ist dein Vorschlag?

Abschließen? Eine leichte Sedierung?

Wenn rauskommt, dass eine Pat... *Klopfen*

Kein Problem, Sie können offen sprechen.

Die Forensiker sind sicher, dass die Überreste die Ihrer Frau sind.

(liest) Todesursache: Fremdeinwirkung.

Sie haben sie im Lough Corrib gefunden?

Hätten Sie einen Moment?

*angespannte Klänge*

*Er schnieft.*

(Sie waren Assistenzärztin im Saint Brigid's.)

(Als es geschlossen wurde, nahmen die Bells Sie mit?)

Ja, sie waren gute Lehrer.

Waren sie das?

Ja, Sie kennen doch beide.

Sie setzten sich sehr für Reformen in der Psychiatrie ein.

Da musste sich was ändern.

Ja, ich war damals als Beraterin involviert.

Damals wurden scheinbar Miss- handlungen an Patienten geduldet.

Wussten Sie davon?

Menschen, die tagelang in ihren Exkrementen lagen,

oder Anstiftungen, andere Patienten zu denunzieren.

Haltlose Vorwürfe, wurde alles untersucht.

Sie wissen, was Patienten manchmal so behaupten.

Nein, was denn?

Das, was Sie aufgezählt haben. Das gab es alles nicht?

Nein, sag ich doch.

Mir ist nichts bekannt.

Ein Extra-Essen oder ein Lolli für die Information,

wer raucht oder trinkt, ist nicht gleich ...

Was ist es dann?

Die Bells wussten davon? Haben Anweisungen gegeben?

Erik ist einer der besten Ärzte, die ich kenne.

Dann seine Frau?

Sagen wir so: Sie hatte ihre eigenen Ansichten.

Haben Sie sie gemocht?

Sie war kein guter Mensch.

Ich kenne kaum jemanden, der sie wirklich gemocht hat.

Mochten Sie sie?

In unserer damaligen Arbeitsgruppe war sie immer korrekt.

Korrekt, ja klar.

Was glauben Sie, wie Erik zu ihr stand?

Unverständlicherweise hat er sie geliebt.

Aber das war einseitig. Was heißt das?

Sie hatte ein Verhältnis. Alle wussten es, Erik auch.

Wissen Sie, mit wem?

Ein Kollege?

Mhm-mn.

Ich weiß den Namen nicht mehr, das war ein ehemaliger Patient.

Könnten Sie den Namen für mich herausfinden?

Ich möchte da in nichts hineingezogen werden.

Falls es Misshandlungen im Saint Brigid's gab,

und alle damals sagten: "Ich möchte nicht hineingezogen werden",

verstehe ich jetzt, warum alle Untersuchungen ins Leere liefen.

Warum sollte ich meine eigenen Unterlagen stehlen?

Ich weiß nicht, was drinsteht und ob es Sie belastet.

Wer sonst könnte daran interessiert sein?

Ein Verwandter eines misshandelten Patienten?

Oder jemand, der wissen will,

ob Sie zu den Vorkommnissen im Saint Brigid's weiter schweigen.

Trauerarbeit ist wichtig. Ich hoffe, Sie verstehen das.

Das verstehe ich gut.

Mir ging es damals nicht anders.

*unheilvolle Klänge*

Und?

Ich werde eine neue Untersuchung

zu den Missbräuchen im Saint Brigid's beantragen.

Hat sie etwas gewusst?

Sie weiß auf jeden Fall mehr als sie sagt.

Alle, die davon wussten, hätten ein Motiv.

Ehemalige Patienten, deren Familien. Es könnten Hunderte sein.

(Erik) Könntest du meine Patienten in der nächsten Zeit übernehmen?

Klar.

Und bitte schließe Sophies Zimmer nachts ab.

*Handysummen*

Hallo?

*Klicken, ein Tonband läuft.*

"Eigentlich weißt du, wie man Spielsucht behandelt."

(Erik) "Mit Abstinenz, ja."

"Und den Suchtgrund herausfinden."

"Seit deine Frau verschwunden ist, gehst du häufiger ins Kasino?

Wegen der Einsamkeit?"

(Erik) "Gespielt habe ich schon vor ihrem Verschwinden."

*Klicken, Tuten*

*angespannte Musik*

Von 9.43 Uhr bis 11.18 Uhr.

Er war im Wald nahe des Lough Corrib am Tag ihres Verschwindens.

Zu dieser Zeit wurde seine Frau noch in der Klinik gesehen.

Sie verschwand erst nachts.

Dann war sein Handy immer zu Hause eingeloggt, obwohl er im Kasino war.

Da ist irgendwas faul.

Ich hab angefangen, die Videos aus dem Kasino durchzugehen.

Er war auch nach dem Verschwinden seiner Frau dort.

Immer zur gleichen Zeit. Eigenartig.

Sieht er häufiger direkt in die Kamera?

Ja, ich bin erst fünf Tage durchgegangen, er macht das immer.

Was ist mit den Aufnahmen, bevor seine Frau verschwand?

Bei 25 Kameras brauche ich Wochen, um das alles durchzugehen.

Druckst du das bitte aus?

Und lass seine Konten überprüfen.

Nur 5 Milligramm. Ich möchte Sie sehen, bevor wir das erhöhen.

Gut.

Sehr gerne. Bitte.

Hey. Hi.

Gilt dein Angebot noch?

Ich hab keine Lust, den Jungs wieder beim Saufen zuzugucken.

Ich dachte schon, du wolltest mich sehen.

Ich hab überreagiert heute Morgen, das tut mir leid.

Ich war einfach überrascht.

Komm rein.

Hast du heute noch was vor?

Ich muss noch einen Anruf machen, aber dann ...

Lust auf einen Ausflug?

*Plätschern*

*angespannte Klänge*

*angespannte Klänge*

*Er keucht.*

Eine interessante Idee für einen Ausflug.

(Matt) Ich weiß, wir fahren auch gleich weiter.

Ich hab so viele lost places gesehen.

Aber das ist mir immer noch der liebste.

Das war mal ein Kinderschlafsaal.

Was glaubst du, was diese Mauern wohl alles gehört haben?

Du warst bestimmt schon mal hier, oder? Als Ärztin?

Nur zwei Mal zu einem Vortrag.

Ich war nie in diesem Gebäudeteil.

Dann kennst du das alles nicht? Das musst du dir ansehen.

Es ist faszinierend.

2100 Menschen waren hier ständig untergebracht.

In der Gegend leben ungefähr 5000.

Das waren fast halb so viele, unfassbar.

Anfang 1900 hieß das hier "Central Criminal Lunatic Asylum".

So haben sie die Verrückten genannt.

Und einfach weggesperrt.

Damals war einiges anders.

Nicht nur im Gesundheitswesen. Ich möchte jetzt gehen.

In den 60ern hatte unser Land die weltweit meisten Patienten,

die gegen ihren Willen in Psychiatrien festgehalten wurden.

Es musste sich einiges ändern. Aber das hat es auch.

Matt?

*angespannte Klänge*

Entschuldige. Bei Essen und bei Geschichte kann ich mich verlieren.

Danke, dass wir den Ausflug gemacht haben.

Nachher beim Essen quatsche ich nicht mehr so viel.

Du wirst es dort lieben, die Aussicht ist fantastisch.

Edin, machen Sie auf.

Schreib die Namen deiner Kunden auf. Danach kannst du gehen.

Deine Bewährung wird verlängert.

Das will ich schriftlich haben. Mach es, oder lass es.

Du warst noch nie hier?

Kaum zu glauben.

Es ist sehr schön. Das Essen ist fantastisch.

Wir beliefern das Restaurant.

Sind gute Kunden.

Du bist nicht ganz da, oder?

Äh ...

Ist es der Einbruch?

Oder war mein Ausflug heute so unpassend?

Erstaunlicherweise war er sehr passend.

Eine ehemalige Klinikleiterin von Saint Brigid's

war eineinhalb Jahre verschwunden.

Gestern hat man sie im See gefunden.

Oh ...

Dann war das heute wirklich unpassend.

Hast du sie gekannt?

Mhm, über einen Ausschuss.

Sie, ihr Mann und ich waren in einer Arbeitsgruppe.

Wow ...

Würde zu gern wissen, womit sie diese Algen mariniert haben.

Mhm ...

Wie erkennt man die Guten und die Bösen, so untereinander?

Wie meinst du das?

Gibt ja nicht nur solche, die so gewissenhaft sind wie du.

Wie in jedem anderen Beruf auch, oder?

Nein, das stimmt nicht.

Einen schiefen Tisch erkennst du sofort.

Oder verdorbene Ware.

Das ist schon was Spezielles bei euch Psychologen.

Aber in deinem Entzug hat man dir doch gut geholfen.

Entgiftungsstation. Danach bin ich raus.

Keine Nachgespräche?

Du hast es doch auch so hingekriegt.

Okay ...

paar Sitzungen mit der Gruppe, aber eigentlich ...

Das Schönste daran ist, dass wir uns gefunden haben.

Ja.

Danke übrigens, dass ich bei dir wohnen darf.

Entschuldigst du mich kurz?

Sie hat noch Dienst. Können Sie mich zu ihr durchstellen?

Ja, ich warte.

*Handysummen*

Ja? Ich bin's, Cathrin Blake.

Haben Sie schon einen Namen für mich?

Nein.

In der Onlinedatenbank habe ich nichts gefunden.

Ich schaue morgen im Zentralregister.

*Klopfen* Ich muss. Danke.

Sie hämmerte an die Tür, bis es blutete.

(Erik) Wir sollten ihr die nächsten Tage Diazepam geben.

Das ist nicht richtig, das weißt du. Es gibt andere Möglichkeiten.

Sie muss raus aus der Isolation.

(Erik) Sie wollte zu mir. - Weil du sie isolierst.

Und ihr einziger Bezugspunkt bist.

Persönliche Beziehungen zu Patienten gehen immer schief.

Lass sie gehen.

*Türklingel*

Sean? Du bist nicht ans Telefon gegangen.

*Schritte*

Ich gehe schon mal hoch.

Es tut mir leid.

Es ist gut, dass du nicht allein bist.

Was ist?

Er starrt direkt in die Kamera, es wirkt inszeniert.

Ich weiß, du darfst es mir nicht sagen,

aber er war wegen seiner Spielsucht bei dir, richtig?

Wenn du nichts sagst, verstehe ich das als "Ja", ok?

Wir haben seine Konten überprüft.

Keine ungewöhnlichen Abhebungen oder Einzahlungen.

Aber er stellte eine Generalvollmacht

für eine Minderjährige namens Sophie Miller aus.

Sie soll an ihrem 18. Geburtstag in Kraft treten.

Er schaut in die Kamera, weil er wusste, was du tun wirst.

Genau. Bei einer Anklage könntest du seine Spielsucht attestieren.

In der Nacht, als seine Frau ver- schwand, ist er auf keiner Kamera.

Nur drei Leute von einer Alibi-Agentur sahen ihn.

Aber dann macht es keinen Sinn, dass seine Akten gestohlen werden.

Die bräuchte ich als Nachweis, das weiß er.

Vielleicht will ihn jemand reinreiten

und hat deswegen die Dokumente gestohlen.

Ich würde gern mit ihm reden. Ich rufe dich an.

Und schlaf ein bisschen.

*Tür wird geschlossen.*

*unruhige Musik*

*Schniefen*

*Klopfen* Hey!

Los, aufmachen!

*spannende Musik*

John Miller.

*Handysummen*

(liest) Befragung morgen 10.15 Uhr, Verhörraum drei. Sean.

*Martinshorn*

*spannende Musik*

Mr Bell? Wir haben einen Durchsuchungsbeschluss.

Sie sollten aufs Revier mitkommen, Ihr Anwalt erwartet uns dort.

Ich brauche keinen Anwalt. Mag sein.

Aber ich möchte mit Ihnen beiden sprechen.

*angespannte Klänge*

Was will sie hier? Wurde das offiziell abgesegnet?

Kriminalpsychologische Unter- stützung. Genehmigt heute Morgen.

(Miller) Das akzeptieren wir nicht, die beiden kennen sich.

Dass Sie Ihren Klienten noch vertreten dürfen,

wird für uns schwer zu akzeptieren sein.

Kurz nach Helen Bells Verschwinden,

haben Sie über den ehemaligen Polizisten Daniel Clark,

Zeugenaussagen im Namen Ihres Mandanten Erik Bell gekauft.

(Miller) Das ist nicht wahr.

Wir haben eidesstattliche Erklärungen Ihrer drei Zeugen,

dass es so ist.

Ich würde mich gerne mit meinem Mandanten besprechen.

(Erik) Ich würde gern mit Mrs Blake allein sprechen, nur kurz.

Du kannst gehen.

Bitte.

Okay.

Mr Miller, bitte folgen Sie mir. Ich habe noch einige Fragen an Sie.

Du hast mich für dein Alibi missbraucht.

Du hast deine Spielsucht nur vorgetäuscht ...

Miller meinte, es wäre gut,

um das Fake-Alibi zu untermauern, wenn ich in Behandlung bin.

Ich sollte jeden Abend in die Spielothek gehen

und mich so positionieren, dass mich die Kamera sieht.

Ich bin nicht so gut in so was.

Wenn du die Bänder abhören könntest, dann ...

würdest du merken, wie schwer es mir fiel, dich ...

Ja, ich hab dein Vertrauen missbraucht.

Ich dachte, es fällt dir schwer, über deine Sucht zu sprechen.

Du hast deine Frau getötet.

Du musst mir einen Gefallen tun.

Ich will keinen langen Gerichtsprozess.

Und ...

will nicht auf große Fragerei antworten müssen.

Wir fahren zusammen zu meinem Haus.

Ich erzähle alles und übergebe sämtliche Beweise.

Aber du musst dich um Sophie kümmern.

Bist du bei mir eingebrochen?

Nein.

Nein.

Ich denke ...

das war der, der Aussagen von mir erpressen will,

genauso wie er Helen wegen einer Aussage erpresst hat.

Lass uns jetzt fahren.

Aber versprich mir, dass du dich um Sophie kümmerst.

Sie soll weiter mit ihren Eltern kommunizieren können.

Aber das muss jemand mit ihr zusammen machen.

Ihre Eltern sind tot.

Sie schreibt Briefe.

Sie kommen in Kästchen und werden an Bäumen vergraben.

Sie denkt, dass die Bäume ihre Zeilen irgendwann aufnehmen,

und die Vögel sie von den Baumwipfeln in den Himmel tragen.

Zu ihrer Familie.

*angespannte Musik*

Sie saß da auf dem Stuhl.

So verstört habe ich sie noch nie gesehen.

Sie stotterte und stammelte, und plötzlich kam alles aus ihr raus.

Zwei Kinder hat sie abgetrieben.

Von mir.

Damals behauptete sie, es wären Fehlgeburten gewesen.

Ich habe sie immer getröstet.

Nach dem zweiten Kind ließ sie sich heimlich sterilisieren.

Das ist furchtbar,

wenn man von seinem geliebten Menschen erfährt,

dass das gemeinsame Leben eine Illusion war.

Dann hatte sie noch ein Verhältnis zu einem Ex-Patienten,

einem pathologischen Narzissten.

Die manipulativste Persönlichkeitsstörung,

und wundert sich, dass das schiefgeht.

Hier, kannst du nachlesen.

Er hat sie erpresst.

Sie solle sich das Leben nehmen oder mir alles erzählen.

Oder er würde es tun.

Kennen Sie ihn?

Mhm-mn.

Das Erniedrigendste war ...

dass sie ihm scheinbar alles erzählt hat, was sie mir verheimlicht hat.

Na ja, manipulative Persönlichkeiten sind gut in dem, was sie machen.

Ich bin dann aufgestanden.

Sie ist sitzen geblieben, ein Haufen Scheiße in ihrem Elend.

Ich ...

Oh, Cathrin, bitte.

Hm?

Ich stand hier, als sie mir sagte,

dass sie den Adoptivantrag für Sophie zurückziehen werde

und per Selbstanzeige zugeben will,

dass sie die Misshandlungen in Saint Brigid's geduldet hat.

Dann fragte sie mich, wieso ich so naiv war und nichts gesehen hab.

Sie wollte mir die Schuld für die Vorgänge in Saint Brigid's geben.

Ich drehte mich um, packte ihren Kopf, nein ...

und schlug ihn auf die Tischkante.

Erst leicht, dann immer heftiger. So ...

*Poltern*

Dann hab ich sie in die Garage geschleift,

Steine auf Folie gepackt und sie eingeschweißt.

Dann bin ich zurück in die Küche und dann stand er da.

Beobachtete mich.

Ich weiß nicht, was er gesehen hat, aber sein Grinsen ...

Wer?

Ich denke, das war der Kerl, mit dem sie was gehabt hat.

Ich wartete darauf, dass er zur Polizei geht.

Aber das war ihm wohl zu einfach.

Erst als die Bänder geklaut wurden, wusste ich, was er von mir wollte.

Cathrin, wie nennt man das? "Passive Manipulation".

Dann fuhr ich das Auto ans Meer, legte ihre Sachen daneben

und versenkte Helen im Lough Corrib.

Das mit dem Hecht, was war das denn jetzt?

Schicksal, Karma?

Dabei mag ich keinen Fisch. Erst recht keinen Hecht, zu viele Gräten.

Ja ...

Das war eigentlich alles. Wollt ihr noch mehr wissen?

*Tür fällt zu.*

*Schritte*

Ah, du bist schon da.

Hab dich gar nicht kommen hören.

Hast du Hunger?

Ist gleich fertig.

Harten Tag gehabt?

Ich komme von einem Mann, der seine Frau erschlagen hat.

Ich kann nichts essen.

Ein Patient von dir?

Mhm.

Kannst es ja mal probieren.

Ich geh erst mal duschen.

Schon bewundernswert:

Ihr Psychologen hört euch den ganzen Tag die abgründigsten Geschichten an

und abends seid ihr damit alleine.

Ich könnte das nicht.

Hat das mit der Wohnung für deinen Sohn geklappt?

*angespannte Klänge*

*angespannte Klänge*

*Wasser prasselt.*

Woher wusstest du das mit der Wohnung für meinen Sohn?

Er kommt doch bald zurück, oder?

Hier einziehen wird er kaum wieder, also braucht er eine Wohnung.

Und ich bin ja jetzt hier.

Wie lange dauert das, bis dein Hausboot repariert ist?

Wo hast du eigentlich damals deinen Entzug gemacht?

So viele Möglichkeiten gibt es hier nicht.

An der Uniklinik.

Das war vor drei Jahren, oder?

Ungefähr, ja.

Wieso?

Du musstest nie zu irgendwelchen Nachsorgeterminen?

Oder einem Gespräch mit einer Psychologin oder einem Psychologen?

Gab viele Ärzte, mit denen ich kurz gesprochen habe.

Aber ich wollte da so schnell wie möglich wieder weg.

Das Essen war furchtbar.

Helen Bell.

War eine der Ärztinnen vielleicht Helen Bell?

Du kanntest sie, oder?

Kann sein, das weiß ich nicht mehr.

Es ist so lange her.

*angespannte Klänge*

Gab's zuvor einen Klinikaufenthalt?

Wieso hast du mich gestern mit ins alte Saint Brigid's genommen?

Warst du früher mal dort?

Stationär?

Das Gespräch hier, was wird das?

Nimmst du deine Arbeit gerade mit nach Hause?

Ja, es tut mir leid.

Ich hätte gerne, dass du jetzt gehst.

Ich wäre heute gern alleine.

Du schmeißt mich raus?

Einfach so, ohne Grund?

Einladen, ausladen ... Ist das ein Spiel von dir?

Taktik?

Das funktioniert bei mir nicht.

Wenn ich jetzt gehe, komme ich nie wieder.

Du bist nicht der, für den du dich ausgibst.

Es wäre mir sehr wichtig, dass du gehst. Lass meinen Schlüssel hier.

Und hör auf, aufzuräumen.

Hast du mit deinem Ex und deinem Sohn auch solche Gespräche geführt?

Wundert mich nicht, dass der eine tot ist

und der andere sich die Nase weggeätzt hat.

Ende der 90er ...

ein Jahr geschlossene Abteilung Saint Brigid's.

Du hast gestern mit mir in meinem Zimmer gestanden.

Du willst wissen, warum?

Multiple Persönlichkeitsstörung,

manisch-depressiv, Narzissmus.

Alles dabei.

Und nichts hat gestimmt.

Ich wurde eingesperrt und kaltgestellt.

Sediert mit Benzodiazepin.

Weil ich ein paar Mal ausgerastet bin.

Ihr Psychologen macht es euch immer so einfach.

Lernt Diagnoseschlüssel auswendig, klopft einige Parameter ab und zack.

Ich hätte gern, dass du jetzt gehst.

Jetzt.

Weißt du, wer die Gespräche immer gelenkt hat?

Ich.

Das war immer nur ich.

Ich merkte schnell, wie einfach das ist, euch zu manipulieren.

Jedes Gespräch konnte ich lenken und wusste genau,

wie danach sich meine Diagnose verändert.

Das ist bis heute so.

Helen Bell war auch so ein Opfer.

Bisschen Charme, bisschen Nähe, dann wieder Distanz.

Schon werdet ihr weich, das ist so einfach.

Ihr seid solche Opfer.

*Poltern, Cathrin ächzt.*

Mit dir war es noch viel einfacher.

Wie du bei den Anonymen reingekommen bist,

wusste ich nach ein paar Sätzen, wie einfach du gestrickt bist.

Lass mich los! *Sie schreit auf.*

Wie so ein kleines Mädchen.

Nein, nein!

*Sie wimmert.*

"Mein Mann ist tot, mein Sohn ist krank."

Du bist die Kranke. Genau wie die Bell.

Ihr wollt anderen Menschen helfen? Drecksstücke seid ihr.

Ihr habt nicht mal gemerkt, dass ich nie Alkoholiker war.

Ich hab immer weitergesoffen. Ich kann jederzeit aufhören.

Ganz im Gegensatz zu dir.

Paar Tropfen in dein Essen ...

*Sie ächzt.*

*Sie wimmert.* Nein ...

Schon bist du drauf.

Nein.

*Sie wimmert.* Nein.

Nein ...

*Sie würgt.*

*erstickte Schreie*

Du willst mich rausschmeißen?

Du willst mich rausschmeißen, hm?

*Sie spuckt.*

Na, komm.

*Tür geht auf.* Sofort loslassen, Hände hoch!

*Cathrin keucht.*

(Mann) Ich hab ihn! Bringen Sie ihn raus.

*Matt stöhnt.*

*Matt keucht.*

(Matt) Ah!

*Funksprüche*

*ruhige Musik*

*ruhige Musik*

Sie wussten von den Misshandlungen im Saint Brigid's.

Die Isolation von Sophie haben Sie zugelassen.

Und mir einen entscheidenden Namen verschwiegen.

Sie haben immer nur geschwiegen und weggeschaut.

Das ist eine Anzeige bei der Ärztekammer,

ein Antrag auf eine offizielle Untersuchung.

Das ist die Überweisung für Sophie.

Sie wird in eine rehabilitierende Einrichtung überstellt,

ich begleite die Behandlung.

Ich hab versucht, Sophie zu helfen. Versuchen reicht nicht.

Wenn etwas nicht richtig ist, nichts zu tun,

das ist mehr als nur feige.

*ruhige Musik*

*Motorenlärm*

*undeutliche Rufe*

*ruhige Musik*

*ruhige Musik*

Schön, dass du wieder da bist.

Ich hab dich so vermisst.

Ich dich auch.

Ich soll dich von Emma grüßen.

Ihr habt gesprochen?

Wie geht's ihr in Dublin?

Und?

Einfach nur Grüße, mehr nicht.

*ruhige Musik*

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