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Herrscher ohne Krone (1957) dTV - BR - 7. Juli 2012
Schnell! Weiter!
Weil wir mit einer K�nigskutsche fahren.
Die D�nen sind nicht ungl�cklicher als andere.
Gen�gt Ihnen das? Ein Andenken an unsere Reise, Baron.
Man wird auch schuldig, wenn man nur vor�berf�hrt.
Man m�sste eigentlich doch ... Bitte?
Vergessen Sie, was ich gesagt habe!
Eine Glocke wird gel�utet.
Dr. Struensee aus Altona! Ich freue mich!
Seine Exzellenz der Staatsminister bittet sofort und ohne Umst�nde ...
Schon gut! Vielen Dank!
Nein. Bitte, Herr Doktor!
Weiter!
Ihr Patient ist der K�nig.
Seine Gesundheit macht uns Sorgen.
Es gibt seit einigen Jahren Anzeichen ...
... einer gewissen geistigen Schw�che.
Ich m�chte offen zu Ihnen sein.
Sagen Sie, das Befinden seiner Majest�t ist unheilbar!
Gewisse Kr�fte hier am Hof haben Interesse daran.
Um die Thronfolge auf eine andere Weise zu regeln.
Sie sind ein bekannter Spezialist f�r geistige Erkrankungen.
Die Regierung w�nscht Ihr Gutachten.
Exzellenz! Darf ich darauf hinweisen:
Es geh�rt nicht zu meinen F�higkeiten, mich in h�fische ...
Ich wei�. Der d�nische Geheimdienst arbeitet zufriedenstellend.
Man h�rt, Sie kokettieren mit der Politik.
Die Menschenrechte. Ja?
Die Pariser Vokabeln "Freiheit, Gleichheit, Br�derlichkeit".
Sch�ne Worte! Gute Worte!
Exzellenz!
Dieser Quacksalber! Dieser Scharlatan!
Das ist eine Beleidigung.
Mehr als erfreut, Sie zu sehen, Herr Kollege.
Dr. Berger. Der Leibarzt der K�niginwitwe Juliane.
Ich freue mich sehr. Struensee. Der Stiefmutter des K�nigs.
Der Befund ist offensichtlich. Fortschreitende Demenz.
Wenn ich mir eine Anmerkung erlauben darf.
Ich habe Bilsenkraut verordnet.
Und Belladonna angewendet. Und B�der. Was halten Sie davon?
In Ma�en, versteht sich. Herr Kollege!
Ich will mir erst ein eigenes Urteil bilden.
Jemand klopft.
Schlafen Sie schon?
�ffnen Sie doch!
Bitte rufen Sie nicht!
Caroline Mathilde! Haben Sie keine Angst!
Wen sucht er? Die K�nigin.
Warum �ffnen Sie nicht? Wo ist sie?
Ich bin es. Nicht da. Seit Langem.
Zwistigkeiten? Unstimmigkeiten.
So �ffnen Sie doch!
Caroline Mathilde!
Gehen Sie bitte!
Ich bin sehr gl�cklich.
Die K�nigin ist gekommen.
Er halluziniert.
Bitte Wasser!
Wir brauchen kein Wasser, Hoheit.
Wir holen es aus der Luft.
Es ist so:
Ich habe es jetzt in der Hand.
Sie sp�ren es jetzt auf der Stirn.
Sie d�rfen die Augen geschlossen halten.
Das ist angenehm. Ja?
Ich nehme Ihnen damit alles weg, was Sie verst�rt:
Den Traum.
Die Angst.
Der Kopf ist jetzt leicht und frei.
Ganz leicht und frei.
Sie d�rfen jetzt die Augen wieder aufmachen.
Wer sind Sie?
Ihr Freund.
Ich habe keine Freunde.
Doch! Mich!
Ich bin gar nicht sehr gl�cklich.
Herr Kollege! Ein Aderlass, wenn ich mir einen Vorschlag erlauben darf.
Oder Opium und Alaun.
Lassen Sie uns bitte allein!
Ich hatte gedacht, sie w�re zur�ckgekommen.
Hm.
Caroline Mathilde.
Nicht denken!
Schlafen!
Warum? Verflixt! Ich frage:
Aus welchem Grunde holt man einen fremden Arzt aus Altona?
Was f�r eine Idee?
Die Gesundheit des K�nigs ist kostbar. ... Danke, Liebe!
Ich verstehe Eure m�tterliche Liebe.
Ich bin nicht seine Mutter. Und ich liebe ihn nicht.
Sie br�skieren Diener der Krone.
In der Tat, Hoheit.
Struensee wollte mich nicht zur Untersuchung hinzuziehen.
Ihre Diagnose ist bekannt, Herr Doktor.
Sie gef�hrdet den Thron.
Der Thron ist gesichert. Der Erbprinz ist guter Gesundheit.
Seine heitere Klugheit ist ein gl�ckliches Erbe der Mutter.
Er ist jung, sehr jung.
Und der K�nig ist krank.
Sehr krank sogar. Leider. ... Berger!
So ist es. Die Entm�ndigung seiner Majest�t ist notwendig.
Vielleicht nicht. Dr. Struensee ist Fachmann.
Sein unbeeinflusstes Gutachten ...
"Unbeeinflusst"? ... Goldberg.
Ihre Majest�t meint, Dr. Struensee ist ein Mann Ihres Vertrauens.
Er hat das Vertrauen der Regierung, die ich vertrete.
Aus Gunst der regierenden Majest�t.
Es geht nicht um Gunst, K�nigliche Hoheit. Es geht um Recht.
Jemand klopft.
Was gibt es?
Der Erbprinz m�chte Ihrer Hoheit Guten Morgen sagen.
(Franz�sisch:) Guten Morgen, Mama!
Tr�umen Sie sonst noch etwas?
Sonst? Ja.
Das Wasser.
Ich habe Durst.
Und man reicht mir Wasser.
Blaues Wasser.
Aber ich kann die H�nde nicht heben.
Ich kann nicht.
Sie sind wie gel�hmt.
Und Durst!
Immer nur Durst!
Ist sie schon lange fort?
Wer? Die K�nigin.
Ja, lange. Seit wann?
Seit der Nacht.
Es war keine gute Nacht.
Aha! Sie werden ihr schreiben.
Sie werden sie um Verzeihung bitten.
Sie wird wiederkommen.
Ich werde Ihnen dabei helfen, wenn Sie mir erlauben. Ja?
Nicht erschrecken!
Tut das weh?
Und das? Nein.
Das? Ja.
Bin ich krank?
Majest�t! Sie sind gef�hrdet. Wie wir alle.
Mehr oder weniger alle.
Niemand wei�, wo die Krankheit anf�ngt oder die Gesundheit aufh�rt.
Und aus der Krankheit kommt doch manchmal der Wille.
Das Leben und der Einfall.
Gesunde sind oft dumm, machen nichts aus dem Leben.
Nein, Majest�t! Sie sind nicht krank.
Sie m�ssen auch nicht krank werden, wenn Sie es nicht wollen.
Das ist das ganze Werk. ... Herr Baron Brandt!
Wir m�ssen jetzt einen Bericht schreiben.
Ich m�chte dann Herrn Dr. Berger noch sehen, bevor ich abreise.
Wollen Sie fort?
Ja. Zur�ck zu meinen Patienten. Nicht! Nicht heute schon!
Sie m�ssen hierbleiben.
Es geht mir auch so gut, seit Sie da sind.
Lassen Sie mich nicht allein!
Bitte bleiben Sie!
Ich will, dass Sie bleiben!
Sie wollen? - Ja. Das ist sch�n.
Sehen Sie, der K�nig hat einen Willen!
Ich f�rchte nur, Sie ahnen nicht, was Sie da wollen.
Sie!
Ich will Sie. Mich?
Ja. Ich bin kein ganz harmloser Mensch.
Ich w�rde �berall im Schloss die Fenster aufrei�en.
Was manchem nicht bek�me m�glicherweise.
M�glicherweise auch Ihnen nicht. Aber ich ...
Ich w�rde Dinge empfehlen, die Sie erschrecken.
Ich tue alles, wenn Sie bleiben. "Alles"?
Ja. Hm.
Vielleicht m�sste man wirklich ... Was haben Sie vor?
Nichts, Herr Baron. Ich will, dass der K�nig gesund wird. Arbeit heilt.
Und der K�nig ist nicht krank.
Majest�t! Ein Bauer pfl�gt. Ein Arzt kuriert. Ein K�nig regiert.
Wollen Sie das? Regieren?
Ja. Wenn Sie ...
Nein. Sie sind der K�nig.
Also ja? Ja.
Ja. Dann schreiben wir jetzt den Bericht. Erst den Brief.
Welchen Brief? An die K�nigin. Helfen Sie mir?
Ja, nat�rlich. Gut. Kommen Sie!
Kommen Sie!
Guten Morgen, Christian! Holck?
Ach ja, Holck!
Papier und Feder!
Und ein Kurier nach Hirschholm.
Soll das ein Liebesbrief werden?
Interessant! Madame wird entz�ckt sein.
Was erlauben Sie sich, Holck?
Sie sind doch der neue Arzt, Herr Struensee.
Ich empfehle Ihnen, dem K�nig Ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden.
Er braucht ein Pulver.
Der K�nig entl�sst den Grafen Holck aus seinem pers�nlichen Dienst.
Neue Freunde, wie ich sehe.
Ich habe ein sehr gutes Ged�chtnis, mein Herr.
Sehen Sie!
Ich habe ihn nie gemocht.
Was schreibe ich?
Schreiben Sie:
"Euer Liebden!"
"Es ist lange her, dass Sie von mir gingen."
"Ich bitte Sie, vergessen Sie alle Bitterkeit, -"
"- die ich Ihnen bereitet habe."
Haben Sie? Ja.
"Wenn wir uns wiedersehen, soll es sein, -"
"- als s�hen wir uns zum 1. Mal."
"Als seien nur Sie und ich auf der Welt."
Frauen lachen. Bitte ruhig sitzen, Majest�t!
"Kommen Sie bitte zur�ck!"
"Mein Herz ist dunkel von Kummer und Reue."
Das hat ein Nachtw�chter geschrieben.
"Lieben Sie mich und vergeben Sie mir!"
Lacht nicht!
Lacht nicht!
Gib mir den Brief!
Niemals.
Ja. Das ist Ihr Platz.
Ja. Das ist der Platz des K�nigs.
Sie werden da sitzen.
Und Sie werden da die Gesetze verk�nden.
Der Platz der K�nigin ist dort.
Ist noch keine Nachricht da? Kein Brief? Kein Bote?
Sie wird kommen. Heute, morgen oder �bermorgen.
Sie wird wieder da sein.
Sie wird an Ihrer Seite sitzen, stehen oder liegen.
Aber Sie werden regieren.
Ihre Minister werden hier sitzen. Sie werden zuh�ren m�ssen.
Sie werden glauben, die Welt geht unter.
Solche Leute glauben es bei etwas Neuem.
Christian von D�nemark! K�nig von Gottes Gnaden! H�ren Sie?
Sie werden als Erster diesen Titel verdienen.
Irgendwo steht: "Gott wird die Niedrigen erh�hen."
Helfen Sie den Niedrigen, den Armen und Schwachen!
Und Sie werden sich selbst helfen.
Wollen Sie nicht, dass Ihr Volk Sie liebt? Liebt es mich nicht?
Wof�r, Hoheit? Aber es jubelt, wenn es mich sieht.
Waren Sie schon lange nicht in der roten Loge? Kommen Sie!
Darf ich Sie bitten?
Jubelt das Volk auch, wenn Sie dort sitzen?
Sie tun das doch manchmal. Oder?
Es ist jetzt keine Vorstellung.
Aber h�ren Sie nicht das Schreien, das Seufzen und St�hnen?
Sie haben es oft genug geh�rt.
Nicht einmal. Immer wieder.
Klingt es von da oben wie Jubel?
Dieses undankbare Gesindel will sonntags Fleisch haben.
Dieses faule Pack bezahlt die Steuergelder nicht.
Da!
Peitsche und Strick!
Im Namen des K�nigs.
Ein Feuer unter die Fu�sohlen. Fertig!
In Ihrem Namen, Hoheit!
Oder aufs Rad.
Alles in Ihrem Namen!
K�nnen Sie sich die Schmerzen vorstellen?
Aufs Rad geflochten zu werden.
Glauben Sie, man kann Sie von dort lieben?
Was muss ich tun, Struensee?
Keine Regierung f�hlt sich stark genug, darauf verzichten zu k�nnen.
Ein K�nig von Gottes Gnaden m�sste es k�nnen.
Den Schritt aus diesem Keller heraus.
Ins Licht der Vernunft. In die Welt der Freude.
Oder wenn Sie wollen: der Liebe.
Eine Glocke wird gel�utet. Ja, Liebe.
Ein Wagen aus Hirschholm, Majest�t. "Aus Hirschholm"?
Ein Wagen aus Hirschholm!
Ja.
Man h�tte Hofprediger werden sollen.
Aus der Kirche k�nnen die K�nige wenigstens nicht weglaufen.
Sie kommt nicht. Ihre Majest�t sind untr�stlich.
Ihre Majest�t f�hlen sich krank. Ach so!
Hoheit!
Hoheit!
Nur Mundbewegungen
Sie werden eine gute Reise haben.
"Eine Reise"?
Wohin? Nach Hirschholm.
Wir holen die K�nigin zur�ck.
Der K�nig!
Sehen Sie, Majest�t!
Die Damen in Hirschholm sind sehr entgegenkommend!
Struensee! Wollen Sie nicht zuerst allein mit ihr sprechen?
Majest�t! Was haben wir besprochen? Bitten.
Bitten. Werben.
Werben. Geduldig sein.
Geduld.
Sie klopft.
Seine Majest�t, der K�nig.
Verzeihen Sie, Madame!
Wir sind gekommen ... Nein bitte! Wir waren in Sorge.
Wir h�rten von Ihrer Krankheit.
Wir hatten den dringlichen Wunsch, ich und Dr. Struensee ..
Er ist Arzt, Madame.
Ein vortrefflicher Arzt.
Er wird Ihnen helfen. Wie er mir geholfen hat.
Der K�nig hat Sie umsonst bem�ht.
Die Freunde des K�nigs sind nicht meine Freunde.
Majest�t! Sie sind die K�nigin von D�nemark. Wir m�chten Sie bitten, -
- sich daran zu erinnern.
Sie kamen aus England in dieses Land.
Haben Sie da ein Gl�ck im Winkel erwartet?
Eine Krone verpflichtet zu vielem. Aber auch zum Verzicht auf vieles.
Sie wissen das doch besser als ich.
Auch K�nig Christian ist kein Gl�ckskind.
Er verdient es, dass man sich seiner annimmt.
Sie wissen, wie es um ihn steht.
Man will ihn f�r regierungsunf�hig erkl�ren.
Sie lassen ihn im Stich, anstatt an seiner Seite zu bleiben.
Und ihm von Ihrer gro�en Kraft zu geben.
Das Land verdirbt dar�ber. Es ist auch Ihr Land.
Werden Sie seine K�nigin!
Helfen Sie dem K�nig, D�nemark und auch mir!
Das ist alles.
Das ist viel.
O ja! Das ist viel.
Majest�t! Es besteht kein Grund zur Sorge.
Die K�nigin ist reisef�hig.
Sie wird Sie nach Kopenhagen begleiten.
Caroline Mathilde!
Was ist denn los?
Warum halten wir denn?
Erkl�ren Sie, Brandt!
Ich f�rchte: Aufruhr, Majest�t. "Aufruhr"?
Ist hier niemand?
Was w�nschen Sie, Herr?
Auskunft, mein Freund.
Der K�nig will wissen, was hier geschehen ist.
Sind Sie der K�nig?
Darf ich helfen, Hoheit?
Was ist geschehen?
Die Steuererheber ... Was ist mit ihnen?
Sie wollten die letzten K�he, Schafe und Ziegen.
Ihr habt das Vieh versteckt. Sag es schon!
Ja. Es war das letzte.
F�r 148 Seelen, Herr.
Und ...
Die Frau hatte meine Ziege nicht hergeben wollen.
Einer der Soldaten hat die Frau erschlagen.
Und?
Ich habe ihn umgebracht.
So begann es.
Es begann so, Hoheit. Aber das ist nicht das Ende.
Die Strafexpedition kommt jetzt. Im Namen des K�nigs.
Drei�ig Reiter oder mehr verbrennen die H�user. In Ihrem Namen.
Die Leute kommen ins Gef�ngnis oder auf die Folter.
In Ihrem Namen. Nicht in meinem Namen, Struensee.
Nicht in meinem Namen.
Niemand wird es wagen, wenn der K�nig bei euch bleibt.
Niemand. Niemand!
Was tun Sie, Madame?
Henri! Quartier f�r die Majest�ten!
Reiter kommen.
Auf Befehl des Grafen Reventlow.
Rittmeister Eriksen. Abkommandiert zur -
- Exekution der Aufst�ndischen des Dorfes.
Kehrt! General Reventlow ...
Wessen Wort gilt mehr als das des K�nigs von D�nemark?
Sind Sie nicht m�de, Madame?
Er schl�ft.
Ja. Es war ein bisschen viel heute.
Nicht nur f�r ihn.
Ich habe Ihnen noch gar nicht gedankt, Madame.
Sie haben heute 148 Seelen das Leben gerettet.
Er st�hnt. Nein!
Ich wollte ...
Er sieht aus wie ein Kind.
Unschuldig.
Sehen Sie die Falten auf der Stirn und die Schatten um den Mund?
Unschuldige Schatten, Madame.
Er hat Sie immer geliebt.
Er hat es nur nicht immer gewusst.
Wann wei� man das?
Sie machen Musik.
Kommen Sie, Madame!
Und jetzt Sie, Struensee! Denn es ist unser Abend:
Der der K�nigin, der meine und der Ihre. ... Madame!
Majest�t!
Ein Gl�ck zu dreien. Die franz�sische Kom�die lehrt:
Einer muss am Schluss draufzahlen.
Oder alle.
Oh! Entschuldigung!
Und so gespr�chig.
Sie brauchen nicht zu sprechen, Struensee.
Sie haben doch alles geschrieben.
Sie haben doch den Brief geschrieben. Richtig?
Ich h�re jedes Wort.
Es ist sp�t geworden, Majest�t.
Ja. Aber ...
Und Sie brauchen noch viel Ruhe.
Ja.
Gute Nacht!
Gute Nacht, Hoheit! Madame!
Wir danken f�r Ihre Anwesenheit, Mutter.
Wie erhitzt Sie sind, meine Liebe.
Und Ihre K�sse brennen.
Waren sie mir zugedacht?
Respekt vor der K�nigin, Mutter.
Ich danke Ihnen, mein Herr.
Gute Nacht!
Ich bin gl�cklich, dass Sie so gro�e Nachsicht �ben.
Bitte haben Sie keine Angst vor mir!
Wir danken Ihnen, Eyben! ... Wir danken Ihnen, Brandt!
Ich w�nsche dir eine gute Nacht!
Gute Nacht, Christian! "Christian"!
Kannst du ... mir verzeihen eines Tages?
Mich lieben?
Der K�nig hat es doch versprochen.
Majest�t! Dringende Gesch�fte.
Ich habe Sie nicht rufen lassen. Achten Sie meine Befehle!
Ich brauche Ihre Entscheidung. Hier!
Nur diese Unterschrift. Wir gehen dann wieder.
Gro�er Gott! Kein Grund, den Himmel anzurufen!
Die bewaffnete Macht gen�gt, um die Bauern zur Vernunft zu bringen.
Schie�befehl!
Warum starren Sie mich an? Ich bin nicht krank.
Bernstorff. Billigen Sie den Befehl?
Sie fassten in letzter Zeit hochherzige Entschl�sse.
Wegen wem auch immer. Begnadigten Marodeure und M�rder.
Zum vermeintlichen Wohle Ihres Volkes.
Es antwortet mit �bermut. Wegen der Freiheit.
Aber L�nder werden nicht mit dem Herzen regiert.
Sondern mit dem Gesetz.
Und wenn es sein muss ... mit Gewalt.
Und Angst.
Was meinen Sie, Struensee?
Er ist nur Ihr Arzt.
Der Arzt sagt: Pulver und Blei sind nicht seine Medikamente.
Schie�en ist ein schlechtes Rezept.
Sind Sie ... Der Doktor wei� ein besseres.
Nicht ich. Der K�nig hat die �ffnung der Getreidespeicher beschlossen.
Und die Aufhebung der Fron.
Die Majest�ten werden reisen und die Ma�nahmen verk�nden.
Sie wurden bis jetzt nicht verwirklicht.
Gewehre sind �berfl�ssig, wo der K�nig und die K�nigin erscheinen.
Reisen! Mit der K�nigin?
Christian! Sie rufen nach dir. Komm!
Was meint der Prinz? Er hat den Exekutionen zugesehen.
"Exekutionen"?
Meinen Mantel!
Ein Mensch wird ausgepeitscht.
Aufh�ren!
Aufh�ren.
Wer ist daf�r verantwortlich? Ich, Majest�t.
M�rder und Aufr�hrer m�ssen bestraft werden.
Graf Bernstorff! Ich frage Sie:
Ist Ihnen der k�nigliche Erlass bekannt �ber die Abschaffung -
- "Abschaffung" der peinlichen Befragung und der Pr�gelstrafe?
Ja.
Graf Reventlow! Ist Ihnen der k�nigliche Erlass bekannt?
Aber ja!
Graf Bernstorff!
Graf Reventlow!
Bitte betrachten Sie sich als entlassen aus dem Dienst der Krone!
Er lacht.
Gott sch�tze Sie, ... Majest�t!
Und das Land.
Was sollen wir jetzt tun, Struensee?
Wer soll regieren? Sie.
Sie.
Sie m�ssen dann mein Minister sein.
Ja.
Gewehr hoch!
Wir werden eine sch�ne Reise haben. Gewiss, Majest�t!
Ach! Bist du nicht Nils mit der schiefen Backe?
Ja. Er ist Nils mit der schiefen Backe, Madame.
Er hat mir fr�her meine Ponys besorgt.
Fahrt vorsichtig!
Leben Sie wohl, Madame!
Die Wege sind schlecht.
Ihre Majest�t die K�nigin ist bessere Stra�en gewohnt.
Ihr fahrt unser Gl�ck, Kerls!
Majest�t!
Struensee! Adieu, Struensee!
Kommen Sie mit! Ja?
Kommen Sie mit!
Nein, Majest�t. Unm�glich! Keine Programm�nderung.
Es w�re nur die halbe Freude ohne Sie. Wir w�nschen es.
Ich habe heute eine Versammlung. Graf Brandt wird Sie vertreten.
Ihr Vertrauter. ... Helfen Sie mir, Madame!
Ich habe es befohlen. Bitten Sie ihn!
Wir bitten Sie.
Er sagt Ja.
Sie befehlen, Hoheit!
Er sagt Ja, Madame!
Um Gottes willen! Was ist geschehen?
Das Gut brennt. Die Leute von Rantzau waren da.
Sie sprechen von Rantzau. Wer ist das?
Ein schrecklicher Mensch!
Fr�her General bei Hof.
Ich habe schon als Kind vor ihm Angst gehabt.
Ich habe ihn dann entlassen.
W�chst sein Einfluss st�ndig?
Von Tag zu Tag. Die halbe Provinz steht hinter ihm.
Ich rate Ihnen, mit den Majest�ten nicht weiterzufahren.
Danke f�r die Warnung! Gl�ckliche Reise! ... Guten Abend, Madame!
Darf ich Ihnen einen Reiter mitgeben?
Nein, danke! Danke!
Sie m�ssen umkehren. Wir sind im Gebiet von Rantzau.
Gut. Fahren wir! Und Sie?
Ich will den Herrn ansehen. Ein Experiment! Es gelingt -
- vielleicht, aus einem Feind einen Freund zu machen.
Der K�nig wird Sie nicht allein lassen.
Wir begleiten ihn. Ja.
Nach Schloss Rantzau!
Struensee!
Der neue Minister. Was bringen Sie mir?
Ich bitte um Quartier f�r die Majest�ten.
Den K�nig?
Bewilligt!
Darf ich bitten, Majest�t?
Graf Rantzau hat den Wunsch, Sie zu begr��en.
(Leise:) Keine Sorge! Sie sind der K�nig. Auch hier.
Willkommen auf Schloss Rantzau!
Gar nicht zu sagen, wie ich mich freue!
Waren Sie lange nicht bei Hofe, Graf?
Warum? - Weil Sie vergessen haben, wie man den K�nig gr��t.
Entschuldigt, Majest�t! Ich bitte tausendmal um Nachsicht.
Wir lernten schon unterwegs in Ihrer Grafschaft Nachsicht �ben.
Ich hoffe, dass die Majest�ten dieses Schloss nicht sehr bald verlassen.
Sie sollen leben, Herr Staatsminister!
Es hei�t nicht, dass Sie lange leben werden.
Machen Sie sich dar�ber keine Sorgen!
Die Struensees werden mit 5O fett. Das ist nicht mein Geschmack.
Sie sollten auch vorsichtig sein.
Ich sage es Ihnen als Arzt und ganz umsonst.
Fett macht ruhig.
Die Mageren sind neugierig.
Sie gehen zu leicht in die Falle.
Schnapp! Schon passiert!
Was wollen Sie in meinem B�renbau?
Den B�ren.
Sie treiben ein gef�hrliches Spiel, Herr Doktor.
Denken Sie?
H�ren Sie mal gut zu, Graf Rantzau!
Sie waren doch General. Ein sehr guter General.
Wie viele Kerle haben Sie?
1OO? 15O? 3OO? 5OO?
Vielleicht mehr.
H�tte ich Ihnen nicht ein Regiment schicken k�nnen?
Dann w�re es aus gewesen.
Ich habe Ihnen nur den K�nig gebracht.
Jeder wei�, er ist ein Narr.
Er ist der K�nig. Er ist bereit, Sie in allen Ehren aufzunehmen.
Wenn Sie Frieden halten.
Vorl�ufig habe ich den K�nig erst mal aufgenommen.
Ob in Gnaden, das wird sich noch herausstellen!
Die Falle ist zu.
Und die K�nigskinder sitzen drin.
Bis ich meine alten �mter und W�rden zur�ckerhalte.
Das hochheilige K�nigspaar verl�sst vorher nicht mein Schloss!
Man h�rt Ihre Stimme im ganzen Haus, Graf.
Verzeihen Sie! Ich habe einen leichten Schlaf.
D�rfen wir weitermachen, Majest�t?
Ihr Vorschlag ist sehr interessant, lieber Graf.
Sie bekommen alle �mter und W�rden zur�ck.
Sie kehren in Ehren nach Kopenhagen zur�ck.
Ich lasse Sie da 2 Tage sp�ter verhaften und aufh�ngen.
Wir sind uns schon sehr nahe gekommen, Majest�t.
Ich habe unseren Gastgeber gebeten, an den Hof zur�ckzukommen.
Der Bann wird aufgehoben.
Er wird wieder Uniform tragen, essen, reiten, trinken.
Auch die Staatskasse hat einiges wieder gutzumachen an ihm.
Er h�lt daf�r Frieden.
Und wer gibt mir die Garantie, dass Sie nicht aufgeh�ngt werden?
Die Welt steht doch nicht Kopf Ihretwegen. Kleiner, deutscher Arzt!
Und d�nischer Minister! Gilt Ihr Wort morgen noch?
Oder werde ich geh�ngt, weil ich mit einem Empork�mmling paktierte?
Ihr Kopf ist Ihre Sache.
Wer garantiert mir, dass mein Kop... Ich!
Ich, Graf Rantzau!
K�nigliches Wort ist auch nur ein Wort.
Sie sind ja ein Teufelskerl, Doktor!
Sie haben ja das Zeug, die Welt wirklich auf den Kopf zu stellen.
Er lacht.
Ist das Unrecht, was wir tun?
Nein.
Wer liebt, hat recht.
Geh jetzt!
Nein! Geh nicht!
Nie mehr!
"Nie"?
Das ist die Ewigkeit.
Ich habe mir nie vorstellen k�nnen, was die Ewigkeit ist.
Und in einem Kuss ...
Du kamst herein, als ich dich das erste Mal sah.
Stolz und frech.
Ich habe da schon gewusst ...
Was?
Ich w�re vor dir geflohen, wenn ich es gewusst h�tte.
Ich glaube, bis ans Ende der Welt.
Gl�ck macht Angst.
Es ist der 1. Bericht der Kommission f�r die Bodenreform.
Die Verteilung der �cker, Wiesen und W�lder erfolgt -
- nach den Vorschl�gen des Ministers Struensee.
Sind Sie verheiratet, Hans? Nein, Majest�t.
Haben Sie kein M�dchen? Niemanden?
Doch. Aber?
Wir sind ja schon vier Wochen hier auf Schloss Rantzau, Majest�t.
Geduld.
F�r den Kurier nach Kopenhagen.
Wir verf�gen als h�chstes Dekret die Aufhebung des geheimen Staatsakts.
Gut.
Die Durchf�hrung der Verordnungen erledigt General von Rantzau.
He, Struensee!
Eine Abordnung von Bauern ist da. Sie wollen dem K�nig Dank sagen.
Sie sehen pr�chtig aus. Die Orden!
Sie werden den Damen in Kopenhagen die K�pfe verdrehen.
Wann reisen Sie? Morgen?
Ja. Die Per�cken werden wieder wackeln. Aber nicht die K�pfe!
Lassen Sie es mit den Per�cken genug sein!
Der M�chtige kann sich Gro�mut erlauben.
Was ist mit den Bauern? Sie sollen kurz warten.
Majest�t!
Ich werde heute ausreiten mit ihr, Struensee.
Sie reitet gut. Oder? So mutig!
Sie ist ganz ver�ndert, seit wir bei Rantzau sind.
Haben Sie ihre Augen gesehen?
Und wenn sie geht. Als tanze sie immerzu.
Wussten Sie, dass sie singen kann?
Ich glaube, sie liebt mich schon.
Sie wird mich lieben. Bestimmt, Struensee!
Und ich verdanke alles nur Ihnen.
Nur ... dir, Friedrich!
Willst du mich "Christian" nennen?
Bitte, Friedrich!
Mein Freund!
Ich denke, ich �berlebe nicht so viel Gl�ck, wenn du bei mir bist.
Und am Morgen, wenn ich wieder allein bin, denke ich:
Es war nur ein Traum.
Und der Tag ist mir lang, zu lang, viel zu lang.
Wenn du nicht da bist.
Und der Tag vergeht nicht. Und ich bin krank vor Eifersucht.
Denn du denkst nicht an mich, weil du an D�nemark denkst.
Fr�her ist mir alles gefroren unter den H�nden.
Es ist noch gar nicht lange her.
Alles war kalt, fremd, weit weg.
Wie ich selber!
Und jetzt ...
Es hat sich etwas selbstst�ndig gemacht da drinnen.
Ich wei� nicht, wie ich es sagen soll.
Es sind jetzt tausend Empfindungen, die mich bewegen.
Lauter gute Empfindungen.
Gut wie die Liebe.
Gut ist doch auch die Freundschaft.
Er ist mein Freund.
Hab keine Angst! Hab keine Angst!
Es wird nichts geschehen. Es darf nichts geschehen.
Wenn er es w�sste! Es w�re sein Ende.
Und deins und meins.
Jemand klopft.
Madame!
Christian? Ich lie� anspannen.
Die Kutsche soll die Musik holen, deine Kleider und deinen Schmuck.
Was ist? Frierst du?
Deine H�nde sind so kalt. "Kalt"?
Ja. Eiskalt!
Wir wollen Feuer machen.
Ihr ist kalt, Friedrich.
Du wunderst dich, dass wir uns "du" nennen.
Friedrich und Christian.
Er ist mein Freund.
Wohin?
Es ist sp�t, Majest�t.
Oh! Majest�t!
Die Luft ist so fremd.
Christian!
Ich hatte mal einen kleinen, wei�en Hund.
Es war mein Freund.
Mein einziger Freund.
Er hat mich eines Tages gebissen.
Ich habe ihn da erschossen.
Christian! Vor dem Schlafengehen -
- h�re ich nicht gerne so schreckliche Geschichten.
Komm!
Vergib mir, Friedrich!
Ich habe einen schrecklichen Moment lang gedacht:
Du k�nntest sie mir nehmen.
Rantzau lacht. Bravo, Doktor!
Sie standen gut.
Und Sie haben, wie es scheint, nichts verlernt.
�bung ist gut. Wer wei�, wann man es braucht?
Ich sage: "Was im Wege ist, wird wegger�umt."
Ist Ihnen das gut bekommen?
Ich bin bei bester Gesundheit.
Einem anderen, der im Weg ist, das Lebenslicht auszublasen -
- und w�re es auch noch so ein k�mmerliches Licht:
Macht das nicht krank?
Wer nicht zupacken kann, soll die Finger davon lassen.
Aber der kleine Mann da oben macht es Ihnen leicht. Er geht von selbst.
Oder man hilft etwas nach. Ein reelles Gesch�ft.
Sie haben mich bef�rdert. Ich bef�rdere ihn.
Rantzau!
Ihre Pistole ist zu laut.
Ich habe nicht geh�rt, was Sie gesagt haben.
Nicht h�ren wollen.
Der K�nig lacht.
Oh! Wie niedlich ihr seid!
He!
Was ist? Hm?
Du Teufel!
Hopsa! ... Keine Papiere heute, Friedrich!
Keine Akten!
Niemand soll heute arbeiten m�ssen.
Ich schenke dir einen freien Tag. Und mir! ... Da! Fang!
Oh! Es h�lt sich fest. Hat es dir weh getan? Du bist verletzt.
Ich habe das seit meiner Geburt. Ein Muttermal?
Ja. Mein Vater hat ein Mal an der gleichen Stelle. - He!
Nicht weglaufen!
Ich will sie ihr schenken.
Mathilde!
Hier! Nimm sie!
Ich habe sie gestohlen f�r dich. Magst du sie?
Ja, Christian. Danke! Schau! Es hat wei�e Pfoten.
Hier! Nimm sie doch!
Ich freue mich. Willst du sie der Eyben bringen?
Sie sind wirklich lieb. Ja.
Die Eyben soll einen Korb f�r sie richten. Ein Kissen. Ja!
Er ist gl�cklich.
Er vertraut dir wie zuvor.
Aber was sch�n war, soll nicht h�sslich werden.
Du wirst jetzt viel Zeit f�r D�nemark haben.
Gl�ckliches D�nemark!
Wir werden uns t�glich sehen.
Und vieles dabei denken.
Und nichts vergessen.
Nichts.
Wir danken Gott dem Herrn.
Er hat den K�nig mit seiner Gnade erleuchtet.
Auf dass unser Volk sich aller Segnungen erfreuen darf.
Die wir ringsum sehen.
Eine sch�nere Zeit ist angebrochen in unserem Land.
Bessere Tage sind f�r uns alle angebrochen, -
- als wir sie je erleben konnten.
D�nemark ist gl�cklich.
Wir bitten die Heilige Dreifaltigkeit immer �ber dem K�nigshaus zu walten.
Die K�nigin, die gesegneten Leibes ist, -
- m�ge ein gesundes Kind bekommen.
Wir bitten, der Herr stehe ihr bei in ihrer schweren Stunde.
Wir schlie�en in unser Gebet mit ein den Minister Dr. Struensee.
Dass Gott weiter segnen m�ge die Dienste, die er dem Thron, -
- dem Volk, dem ganzen Land zu leisten berufen wurde.
Herrgott! Wir loben dich.
Amen.
Orgelmusik
Seine Majest�t, K�nig Christian, geruhen, seiner Exzellenz, -
- dem Minister Dr. Struensee, den Mathilden-Orden zu verleihen.
Dieser Narr! Ein armer, schwacher, ...
... betrogener Narr.
Gef�hrliche Worte, K�nigliche Hoheit!
Wenn man keine Beweise hat.
Es ist gef�hrlicher zu schweigen, wenn man so viel wei� wie Sie.
Vermutlich wei�.
Sie haben wenig Freunde am Hof, Graf Rantzau. Schade!
Die Zeiten k�nnten sich �ndern.
Sieh dir das an! Herrenland. Verkommen und unn�tz. �berall. M�de?
Ist das ein Wunder? Monatelang landauf, landab.
Du verlangst zu viel von dir und von den anderen.
Der Mensch braucht wenigstens alle acht Tage etwas Schlaf.
In D�nemark ist lange genug geschlafen worden.
Es ist alles vorbereitet, Exzellenz.
Kommt! Wir mischen uns unter das Volk.
Besser nicht.
Ich habe mit ihm eine alte Rechnung offen.
Ich erkl�re nach Dekret des K�nigs, den unbebauten Besitz -
- der Herren von Rednitz, Rosenkranz und Holck ...
Das ist noch immer mein Grund und Boden.
Sie irren sich, Graf.
Die neuen Besitzer m�ssen bei Strafe den Boden verbessern.
Und die Frucht von Jahr zu Jahr steigern.
Streitigkeiten ... Beginnen wir sie, Herr Struensee!
Sie reden mit dem Minister des K�nigs!
Ach! Nicht mit dem Minister der K�nigin?
Ein sehr flei�iger Minister. Jeder wei�, er betr�gt den K�nig.
Festnehmen! Wer das Geschw�tz weitergibt, kommt vor Gericht!
Geht es dir gut?
Die Luft ist stark, nicht wahr?
Gesund f�r dich und unser Kind.
Bist du gl�cklich?
Sehr! Ich auch.
Ich habe nie gewusst, was Gl�ck ist.
Ein Mann aus Altona musste erst kommen.
Ja.
Man hat auf Struensee geschossen!
Es ist nichts zu verstehen.
Protokoll!
Die durch einen Sturz herbeigef�hrte Fr�hgeburt Ihrer Majest�t verl�uft -
- den gegebenen Umst�nden nach erwartungsgem��.
Lage des Kindes normal. Herzt�ne klar.
Puls der W�chnerin bisweilen verlangsamt auf 52.
Eine Gef�hrdung der Geburt durch den Sturz ist somit unwahrscheinlich.
Laut Krongesetz nehmen als Augenzeugen an der Entbindung teil:
Als Vertreter des k�niglichen Hauses:
Ihre K�nigliche Hoheit, K�niginmutter Juliane.
Als Vertreter der Kirche Hofprediger Dr. Winter.
Als Vertreter des Ministers General Graf Rantzau.
Du hast Angst. Nicht?
Ja.
Es ist nichts zu verstehen.
Die K�nigin st�hnt.
Friedrich!
Friedrich!
Sie haben das geh�rt, Hochw�rden.
Und Sie, Graf? Wo stehen Sie? Immer noch auf der falschen Seite?
Man wird sehen, K�nigliche Hoheit.
Protokollieren: Ihre Majest�t rief bei der Entbindung den Namen ...
Eine T�r wird ge�ffnet.
Ja?
Wir bringen Euer Majest�t freudige Nachricht. "Freudig"?
Ihre Majest�t die K�nigin ist eines T�chterchens genesen.
Ich w�nsche Ihnen, dass Gottes Gnade Euer Majest�t -
- auch in Zukunft halten m�ge.
Ich ... Ich danke Ihnen.
Eine Kanone schie�t.
Sie schie�en Salut! Sie schie�en!
Mutter und Kind sind wohlauf, Majest�t.
Ein gesundes T�chterchen. 6,5 Pfund schwer.
Von wunderbarer Wohlgestalt! "Wohlgestalt"!
Bis auf ein kleines, niedliches Mal am Hals.
Links. Wie eine Katzenkralle.
Kein Grund zur Beunruhigung, Majest�t!
Es w�re ein Muttermal, tr�ge die Mutter eins.
Oder ein Vatermal. Aber Euer Majest�t hat keins.
Gehen Sie!
Bitte gehen Sie!
Es wird noch Salut geschossen.
Es wird noch Salut geschossen.
Die B�rgermeister zu mir, die Z�nfte und die Gilden! ... Leutnant!
Exzellenz! Sind Sie noch nicht bef�rdert?
Schicken Sie General von Rantzau! Zu Befehl!
Mein Fr�ulein!
Wir haben Sie mit Ungeduld erwartet. "Wir"?
Die K�nigin. Schick mir die Akte!
Ich musste laufen, als Sie kamen.
Und die zivilen Ernennungen. ... Wo ist der K�nig?
Ich wei� nicht. Ich soll Sie sofort zur K�nigin bitten.
Ist Madame wohlauf?
Struensee! Ja, Rantzau. Sie lie�en mich rufen.
Wir m�ssen uns jetzt den R�cken frei halten.
Wir m�ssen handeln. Lassen Sie die Garden antreten!
Erwarten Sie weitere Befehle! Ich gebe Ihnen alle Vollmachten.
Endlich!
Friedrich!
Sie haben geschossen auf dich. Erz�hl!
Nein! Erz�hl nicht!
Oh! Du bist ja da.
Ich bin tapfer gewesen. Die ganze Zeit.
Du musst mich loben.
Du bist tapfer.
Ja.
Wo ist Christian?
Ich wei� nicht. Ich habe ihn lange nicht gesehen. - Warum?
Er hat sich eingeschlossen.
Sah er das Kind noch nicht?
Aber du! Du willst es doch sehen. Ja?
Lass uns allein, liebe Berta! Es schl�ft noch nicht.
Gef�llt es dir?
Guten Tag, Christian!
Du hast das Kind noch nicht gesehen.
Aber jetzt sehe ich es ja.
Sie haben eine lange Reise gemacht, Struensee. Ich bin unaufmerksam.
Liebe Eyben! Sind Sie da?
Bitte bringen Sie Wein und Obst. Ich muss Sie tadeln, Eyben!
Sie lie�en die Katzen ins Zimmer.
Verzeihung, Majest�t!
Es gibt keine Katzen hier. Doch!
Vier kleine Katzen.
Kleine Krallen.
Du kennst sie, Friedrich.
Ein h�bsches Kind, Madame.
So h�bsch wie Sie.
Es hat von der Mutter die Augen.
Es hat von der Mutter den Mund.
Und was hat es vom Vater? Christian!
Es gibt dir jeder recht, wenn du das tust.
Ich wollte hier Ordnung machen und habe die Ordnung gebrochen.
Ich wollte ...
Ja ... Was wollte ich?
D�nemark gl�cklich machen. Und dich.
(Leise:) Und sie.
Man nimmt sich zu viel vor.
Greifen Sie nach der Feder, Majest�t!
Ihr Namenszug wird wie ein Blitz niederfahren auf die Ehebrecher.
Auf den Freund, der dich beleidigt. Auf die Frau, die dich betr�gt.
Und auf den Kuppler Brandt. Unterschreiben? Was?
Den Verhaftungsbefehl, Majest�t. Nein! Nein, nein!
D�nemark, Christian! Die Krone.
Er hat dir dein Volk genommen.
Er hat dir die Frau genommen.
Er hat den Thron zum Gesp�tt gemacht.
Aber er ist doch mein Freund. Wer denn sonst?
Er ist doch mein Freund.
Und D�nemark?
Er hat D�nemark gl�cklich gemacht.
Dich auch?
Sie haben es getrieben.
Wie M�cken auf deiner Hand.
Der wei�e Hund.
Er hat mich gebissen. Und ich habe ihn geliebt.
Er hat mich gebissen. Und ich habe ihn erschossen. Erschossen!
Er weint.
Struensee!
Struensee!
Nur Mundbewegungen
Wir haben nie den Mut gehabt, es ihm zu sagen.
Aber das Kind hat uns geholfen.
Unser Kind, Friedrich!
Bitte! Du wirst es lieb haben. Jetzt, wo Christian endlich alles wei�.
Es ist gut, dass er es wei�.
Rantzau!
Ihren Degen, Dr. Struensee! Was bedeutet das?
Wir wollen es schmerzlos machen. Sie sind verhaftet.
Von Ihnen? Nicht von mir.
Der K�nig unterschrieb den Verhaftungsbefehl.
Seine Hand unterschrieb, nicht sein Geist.
Sie haben es erraten.
Wo ist denn des K�nigs Geist? Hier!
Sie Strolch!
Lassen Sie mich durch! Ich will zum K�nig.
Wir hindern Sie nicht daran, Struensee.
Ich habe den Befehl:
Euer Majest�t nach Hirschholm zu bringen.
Christian!
Christian!
Es geht mir ausgezeichnet heute.
Kein Schmerz im Kopf.
Nichts!
Christian! H�rst du mich nicht?
Madame!
Und jetzt Sie, Struensee.
Denn es ist unser Abend.
Der der K�nigin, der meine und der Ihre.
Oh!
Sie haben es mir fortgenommen.
Verzeih!
Ich hielt es ganz fest, das Kind.
Aber ich habe es verloren.
Wo denn?
Wo?
Wo denn?
Wo?
Wo ist es denn?
Wo?
Sie haben mich gleich nach der Ankunft festgenommen.
Hast du den K�nig gesprochen?
Was ist ein Arzt?
Ein Mensch, der Menschen heilt.
Nicht wahr?
Und wenn ein Mensch Menschen zerst�rt?
Was ist er dann?
Ein M�rder.
Aber der K�nig lebt doch.
Ja. Er lebt.
Er ist toter als tot.
Du hast tausende von Menschen gl�cklich gemacht.
Ach, Enevied! Wenn dir jemand sagt:
Du k�nntest alle Menschen, alle, -
- f�r tausend oder zehntausend Jahre gl�cklich machen.
Und er f�gt hinzu: Eine Bedingung, lieber Freund.
Eine winzige Bedingung.
Nicht sehr angenehm, aber durchaus erf�llbar.
Du musst einen Menschen zertreten.
Ein bisschen zu Tode qu�len.
Sag mir: K�nnte die Menschheit gl�cklich werden?
Ich habe doch zwei Leben zerst�rt.
Das Hohe Gericht D�nemarks hat den Spruch gef�llt.
Nach den Einzelbekenntnissen der Schuldigen.
"Caroline Mathilde, fr�her Prinzessin von England, -"
"- fr�her K�nigin von D�nemark, ist vom Leben zum Tod zu bringen."
"Durch die Hand des Henkers."
In Anbetracht der Vorstellungen des Gesandten Seiner Majest�t, -
- des K�nigs von England, verf�gte die d�nische Regierung -
- die Aussetzung der Urteilsvollstreckung.
Unter einer Bedingung:
Ihr verlasst unter dem Schutz einer englischen Fregatte das Land.
Und das Kind? Bleibt bei der Mutter.
Und Struensee?
Ihr k�nnt dar�ber nicht im Zweifel sein.
Meine Herren! Es ist mein Wunsch, mit ihm zu sterben.
Es sein denn ... Keine Bedingungen!
Es sein denn, er verl�sst mit mir das Land.
Er versp�rt die ganze Strenge des Gesetzes.
Ich bleibe.
Die englische Regierung duldet nicht:
Den Tod Euer Hoheit durch die Hand des Henkers.
Bernstorff! W�rden Sie es verstehen:
Wenn ich ihn verlie�e, um mich zu retten?
"Der fr�here Staatsminister Dr. Friedrich Struensee -"
"- verliert alle ihm verliehenen W�rden."
"Seine rechte Hand und sein Kopf werden ihm lebendig abgehauen."
"Sein K�rper gevierteilt und aufs Rad gelegt."
Baron Brandt wird des Landes verwiesen.
Ihre fr�here Majest�t w�nscht, mit Ihnen zu sterben.
Es sei denn, ...
"Es sei denn, ..."
Es sei denn, man br�chte die K�nigin dazu, D�nemark zu verlassen.
Sie w�rde reisen, wenn sie in Ihrer Begleitung w�re.
Wenn sie glauben w�rde, dass sie in Ihrer Begleitung ist.
Ich bitte um eine L�ge, Dr. Struensee.
Um eine gute L�ge.
Danke!
Wann?
Morgen fr�h um 3 Uhr.
Wieso hier?
Ich habe es vorgezogen, Ihnen die �ffentlichkeit zu ersparen.
Mir oder Ihnen, Bernstorff?
Ich glaube, das d�nische Volk wird nicht vergessen. Nicht so rasch.
Das Ged�chtnis des Volkes ist kurz.
Friedrich?
Du bist frei?
Du hast deinen Kopf durchgesetzt.
Die Fregatte wartet. Die Offiziere sind in Gala.
Die Matrosen paradieren.
Gro�er Salut f�r Mathilde Caroline, Prinzessin von England.
Und ein armer S�nder, Doktor aus Altona, schleicht sich an Bord.
Als b�rgerliche Schmuggelware der Prinzessin.
Die sich diesem Doktor an den Hals geworfen hat.
Ewig und ewig. Und immer und immer.
Halt dein Herz ganz fest!
Wohin die Reise auch geht.
Wenn du bei mir bist!
Geduld.
Ich bin bald wieder bei dir. Bleibst du nicht hier?
Vor so einer langen Reise ist viel zu tun.
Ich habe noch so viel zu erledigen diese Nacht.
Aber ich werde noch vor dir auf unserem Schiff sein.
Auf unserem Schiff!
Wir werden frei sein k�nnen.
Ganz frei. ... Keinen Abschied jetzt!
Es ist das letzte Mal, dass wir uns trennen.
Wir wollen die Stunden nicht mehr z�hlen.
Nicht die Tage, nicht die N�chte.
Nicht die Zeit.
Leb wohl!
Dr. Struensee?
Ist er schon da?
Wo ist er denn?
Es wird Salut geschossen.
Ihre Majest�t ist an Bord gegangen.
Der letzte Salut f�r Ihre Majest�t, fr�her K�nigin von D�nemark.
Es wird noch Salut geschossen.
Untertitelung 2009: Untertitel-Werkstatt M�nster
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