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Vielen Dank.
Hey,
du Blödmann, frag doch den Trainer Robert Czerny, was er bekam.
als er in besten Verbandsliga-Zeiten bei Tore am Spielen war.
Ja, der Kopetzki hat recht. Die Zeiten sind vorbei, wo Leistungen... Ruhe!
Ruhe!
Ruhe! Ruhe!
Der Robert will was sagen.
Du warst da nicht zwischen, Hermann.
Pass auf, du, wenn du auch mein Nachbar bist.
Ruhe! Ruhe! Lass den Trainer sprechen!
Herr Maschö, Sie wollen doch den Vorstand wecken! Robert hat noch mit 35
Jahren Fußball gespielt. Der hat war ein Ballermann, der ist in die Knochen
gegangen. Aber die Gegner haben ihn auch ganz schön zerschlungen.
Ruhe! Der Trainer soll reden!
Ja, also, ich bin kein Redner, wie ihr wisst. Ich bin ein Fußballer, Trainer
vom FC 09.
Wir sind besser geworden.
Viel besser. Wir spielen jetzt schon seit neun Jahren in einem Bezirk. Ich
bin zwar nur der Masseur.
Ja, ja, Evi, setz dich wieder hin.
Halt mal dein Maul. Uns stehen noch ganz große Aufgaben bevor.
Wir müssen uns verstärken. Das habe ich auch getan und zwei neue in die
Mannschaft aufgenommen.
Den Jugoslawen Branko Trebenarovic.
Einen Jugoslawen? Zu wann brauchen wir einen Jugoslawen? Wir haben doch schon
einen Ausländer.
Natürlich, den Lucky, unseren italienischen Flügelflitzer.
Ich begrüße alle Anwesenden.
Also, ich möchte auch was sagen. Ruhe für die Mannschaft, Kapitän.
Also, die Mannschaft findet, dass Verstärkung schon ganz gut wäre. Und
schließlich hatte Branko zu Hause bereits in der 2.
Liga gespielt.
Und der Adi?
Der könnte ja im Mittelfeld.
Ich habe immer lieber Rogier gespielt, aber ich spiele dort, wo Trainer mich
hinstellt.
Scheiße, ich bin gegen den Jugoslawen. Probiert doch einen anderen aus.
Weiß doch ein jeder, was du gegen den Jugo hast.
Schnauze, Scheißkerl.
Und Harry Langer.
Ich bin noch neu hier.
Ich habe eine Lehrstelle als Gruben-Elektriker.
Oh, dann musst du ja Abitur haben.
Oder hast du etwa Sonderschule?
Robert hat es schwer, unsere Jungs auf Vordermann zu trimmen.
Sechs von unseren Spielern arbeiten unter Tage. Du meinst wohl Maloche, ne?
Was willst du eigentlich, Kopetzki? Der Adi, der arbeitet mit seinem Vater
Robert zusammen in der Erweiterung. Ist das etwa nichts?
Guck dich doch mal die Jäuster an, wenn sie in der Kaue am Duschen sind.
Die haben alle rote Ärsche von vielen Sitzen.
Direktor, du musst denen noch Arschleder verpassen, sonst kriegen die noch
Bläschen am Pompon.
Ist doch immer so im Leben. Wer das meiste Geld verdient, muss nicht immer
das meiste mal hoffen. Das stimmt schon.
Wie ich gestern durch den südlichen Querschlag von Erste Sohle spazierte.
war Robert mit dem Abbauhammer zugange und Klein-Sole-Mann, der lag im Stoß und
war am Schnarchen.
Der olle Robert opfert sich auf für seinen Joist, nur damit er am Sonntag
schon ans Ballern kommt, wie der Klaus Fischer von Schalkow oder von Köln, wo
der jetzt ist. Ach, nur hör doch schon auf. Lass mich lieber, Scholli, hör mal
zu, ich hau dir gleich eins über die Rüben.
Komm du mal am Montag an unsere Baustelle vorbei, dann schmeiß ich dir
das Beil ins Kreuz.
Eine Prise habe ich genommen und genießt, aber nicht geschnarcht. Du
faule Sau, du. Was hast du denn in deinem Leben schon mal hoch?
20 Jahre war ich im Streb. Du kleiner Fußballer hast deinen Flötz von 21
Mächtigkeiten überhaupt noch gar nicht gesehen.
Immer schön auf Knien am Klappern, wenn mein Kreuz nicht kaputt wäre.
Was an dir kaputt ist, ist was ganz anderes.
Bei seinen Rollen kommt er nicht mehr hoch, oder? Von wegen die Maloche hat
dich kaputt gemacht.
Impotent hat er sich gesoffen. Du scheiß Jugoslave, wozu lachst du denn?
Das ist doch so. Wenn die Zesche für deinen Subunternehmer nicht anständig
was hingeblättert hätte, wirst du längst wieder ausgewiesen. Armer Sklave!
Tut's weh?
Tut's weh?
Deine Carola hat dich wohl nicht rangelassen.
Ruhe, Ruhe. Jetzt wollen wir uns einen Vorstand wählen. Ich bitte um Ruhe.
Na, sind die da doch immer noch nicht fertig? Dann wären wir zwei doch
jetzt... Pfoten weg.
Wenn sie einen schlucken wollen, kriegen sie ihn auch so.
Ich im Dienst.
Ich im Dienst, Carola.
Für Sie immer noch Fräulein Siefert.
Jawohl, Fräulein Siefert. Mal sehen, ob Sie bei der Polizeistunde auch noch so
pingelig sind.
War was?
Ob was war?
Ob was war?
Ach, der blöde Bulle.
Na,
wie ist es aus, ihr Jungen?
Ach, mit großer Mehrheit ist im alten Vorstand ein neues Vertrauen
ausgesprochen worden. Na, fein. Adi war wieder schön am Schreien, was?
Aber der Adi kann doch nicht auf sie sitzen lassen, was der Kupetski über ihn
gesagt hat.
Na, dann wollen wir mal, ne? Ja, ja. Der E-Mann. Hör mal, nichts gegen dich, aber
dein Jaus muss doch viel lernen.
Ah, lass den Jungen, der ist schon in Ordnung. Na siehste,
die beiden Schluchtspechte vertrauen sich ja wieder.
Zum Kotzen. Na, schluck und kumm. Ja.
Lass doch, Adi, die zwei sind immer alte Kumpel.
Oh, den sehe ich schon da.
Familie Lukas.
Der Vorstand wurde einstimmig gewählt.
Gratuliere. Eine Runde für den neugenähten Vorstand.
Also ich den frohen, das gestattenen Mercedes von Dr. Lukas von der
Stahlwerke. Bravo, sage ich.
Prost, Dr. Lukas.
Wer ist denn das?
Reichere Stahlsack. Gib Geld für Verein.
Nein, das Mädchen, Tochter Ute, noch Jungfrau.
Woher du das wissen, Itaka?
Luki weiß alles.
Du kennst Blacky Clausen? Adi Cerny, Adi ist der Sohn unseres Trainers.
Und das ist unser neuer Lieberer, Herr Branko Krebinarovic. Hab ich's richtig
ausgesprochen?
Und das ist Emil, unser Masseur.
Ja, ja, ja, ja, ja, ja. Die ist also keine Jungfrau mehr? Im Gegenteil. Woher
weißt du denn das?
Lucky weiß alles.
Hast du schon mal?
Ich? Wieso ich?
Ich hab zu Hause meine schöne Rosa und Tante Bambini.
Frau Taro, meine Herren, ich muss pissen gehen.
Das ist doch eins, was er kann. Glaub nicht, dass er sonst noch was auf den
Pin bringt.
Von einem Maloch ist das bestimmt nicht.
Aber seine Rolle, die würde ich mal gern vernaschen. Jetzt was dagegenblecken?
Ich? Mensch, ich habe die doch noch nie gebumst. Da muss man Branko fragen.
Okay, Kumpel. Du, Branko.
Wie steht es denn mit dir und der Elke?
Ich meine, wirst du eifersüchtig, wenn ich da mal hinlange?
Du, ich habe einen Kumpel gekannt. Der hat einen Jugoslawen gefragt.
Sag mal, warum hast du so viele Chancen bei die Weiber?
Sagt er, pass auf, also dabei musst du immer schnell hineinstoßen, langsam
raus, schnell hineinstoßen, langsam rausziehen.
Der ist sofort nach Hause zu seiner Alte und hat sie gebunkt. Was glaubt, was die
gesagt hat? Na was denn?
Du fliegst ja wie ein Jugoslave.
Flirten Whisky mit Carola. Wird gemacht, Kumpel, aber nicht so viel.
Du, die Elke, wer ist denn dat?
Frau von Kopecky. Ah, Flatterkäfer, wa?
Mieste Käfer.
Hallo Liebling, ich verkrümel mich jetzt.
Was jetzt schon? Du weißt doch, das Spiel.
Aber das ist doch erst Sonntag. Aber ich darf nicht in Versuchung kommen, wenn
ich dich so betrachte. Du weißt schon.
Tschüss Liebling.
Verstehst du das? ...trägt sich ein Wolkenband von Südosten nach Nordwesten.
Es wird durch eine Kaltfront hervorgerufen, die sich bei ihrer
Südverlagerung weiter abschwächt.
Hinter ihr wirkt ein größter Teil Deutschlands kühle, aber recht trockene
Luft aus dem skandinavischen Raumwetter wirksam.
Die Vorhersage für morgen.
In den Frühstunden gibt es weise Nebel.
Ja, hast du wieder die Hausschlüssel vergessen, oller Säufer.
Jetzt hör mal.
Sie? Was wollen Sie denn hier?
Nur mal sehen, wie es geht. Nur so.
Darf ich reinkommen? Jetzt um die Zeit? Mitten in der Nacht? Na und?
Umso gemütlicher.
Habe ich recht.
Oh, nett ist es hier.
Nehmen Sie ruhig Platz.
Du aber auch.
Hallo, nicht gleich mit der Brechstange. Wir sind doch hier nicht auf dem
Fußballplatz.
Weiß ich, weiß ich. Fußballer haben auch keine Nylons.
Und so hübsche Beine.
Au, was ist denn los, Kerl? Sie waren doch sonst nicht so frech.
Lass doch das Blöde, Sie. Ich heiße Albert.
Sag Adi zu mir. Oder sag Berti. Wie der olle Berti Fuchs.
Der olle Berti Fuchs. Du wirst auch mal alt.
Aber noch ist es nicht so weit.
Noch bin ich jünger als der Fuchs. Und wesentlich jünger als dein Olla. Ach,
erwähn den bloß nicht.
Da läuft doch schon lange nichts mehr. Aber er kann jedenfalls jeden Augenblick
hier reinkommen.
Darüber macht er mal keine Gedanken.
Der ist bereits voll bis an die Mandeln.
Immer das Gleiche, immer dasselbe.
Nein, nein, nicht das Gleiche, nicht dasselbe.
Hey!
Sag ich doch, öfter mal was Neues.
So Neues auch wieder nicht.
Doch, Elke, was du hier erleben kannst, das hast du noch nie erlebt.
Komm, gib nach.
Du willst doch auch.
So eine Frau wie dich kann man doch nicht immer brach liegen lassen.
Du hast so recht.
Du hast ja so recht, Kerl.
Das glaube ich, Mädchen.
Mädchen, das hat schon lange keiner mehr zu mir gesagt.
Dafür kriegst du deinen besonderen Lohn.
Aber nicht hier, oben.
Kleiner, da kannst du ohne Schwierigkeiten rein.
Die war gerade 16.
Also, gute Nacht.
Warte mal, aber dann habe ich einen Fehler gemacht.
Voriges Jahr, als ich den Branko in Kost nahm, Kerl, voriges Jahr hat der ein
Fußballspieler noch nicht gedacht.
Aber ich konnte nicht mit ansehen, wie die scheiß Arbeitsvermittler die
Jugoslawen ausnutzen.
Vermitteln die an Untertagefirmen. Und die armen Schweine sind nicht mehr
knapschaftlich versichert.
Warum bereust du dann? Du hast uns doch einen guten Fußballer verschafft.
Ja, aber die Kumpels waren damals am klönen. Mann, oh Mann, oh Mann. Ja, dann
fei sie doch.
Ich erinnere mich noch an das eine Mal.
Weiß ich noch wie heute.
Die Kumpels dachten nämlich, ich wäre am Schlafen.
Jetzt schaut euch sowas an.
Die Sau ist schon am Schlafen.
Wollen wir mal.
Wo hat er denn diesmal drin?
Dachte ich es mir doch.
Whisky im Kaffee.
Das braucht er, dass ihm das ein bisschen hebt, von wegen seiner flotten
Ecke. Oh, mein kapitalistischer Whisky, der schmeckt ja wohl.
Ja, der schmeckt mir bitte. Aber du musst mal polnischen Wodka probieren.
Das ist viel besser, aber bitte umsonst auf einen kapitalistischen Weg. Das
könnte schon passen. Ihr Spätaussiedler, ihr denkt, wenn ihr hier hinkommt, gibt
es gleich Haus und Auto. Immer schön abknöpfen in der BRD, wo?
Ihr lebt doch hier wie in Schlaraffenland.
Was heißt hier in Schlaraffenland? Auch in Polen ist Schlaraffenland.
Da treffen sich zwei Polen, sagt der eine zum anderen, du, ich fahre jetzt
nach Krakau Fleisch kaufen.
Und weiter?
Warum nach Krakau? Fleisch gibt es doch auch hier in Warschau.
Ja, aber in Krakau ist Ende der Schlange.
Du bist mir ja vielleicht doch blöd, mein Kerl. Ohne deine Frau hier über die
Tschechei in den Westen kommen, verstehst du? Und die jetzt Trouble mit
den Polaken.
Ja, glaubst du vielleicht, das wäre besser?
Als wenn Frau hier ist statt in Heimat und geht fremd?
Also wenn ich jetzt daran denke, der Jugoslaw und seine flotte Elke zu Hause.
Aber vor ein paar Monaten wurde es ganz, ganz schlimm. Mann, oh Mann, oh Mann.
Ganz schlimm wurde das vor ein paar Monaten.
So, in einer Illustration habe ich gelesen, dass dicke Schwänze bei den
Frauen nur wehtun. Stimmt das? Meine Elke verarbeitet mein Ding, sage ich
jetzt hier gesagt.
Meine Karre, gib doch zu, dass mit dir nicht mehr viel los ist. Wie kommt denn,
dass Elke keine Kinder hat? Hast du taube Samen?
Ja, du blöd Mann, das liegt nicht an mir.
Elke war schwanger, verlor aber das Baby und kann nun keine mehr bekommen.
Ja, Kumpel, deine Arte.
Aute, ich hab ne Junge. Ja, ja, aber nicht, wenn du so weitermachst. In drei
Jahren ist aus. Und deine Elke? Da bist du aber weg vom Fenster, mein Lieber.
Guck da Ding in hier, Borowski.
Ja, ja, das musst du aber beim Eichelwaschen mit der Nagelbürste
erstmal aberten. Eure Siste, damit er nicht vorher abspritzt, bevor er drin
ist.
Und was ist
mit deiner Braut? Du meinst die Carola?
Die ist doch nicht deine Klasse.
Die kann sich doch mit dir überhaupt nicht messen.
Ist nicht wahr.
Aber lüge ruhig weiter, Kumpel. Da tut einer vernachlässigten Kumpelfrau gut.
Wenn sie ab und zu ein paar Komplimente hört.
Komm, flüch weiter, Kumpel. Ich bin kein gewöhnlicher Kumpel. Ich bin der
Superstar von unserem Kickerverein. Weißt du das denn nicht?
Na klar weiß ich das.
Ist doch nicht zu überhören in dem Haus.
Alles, was Hermann am Reden ist, ist von der verdammten Kickerei.
Fickerei?
Kickerei. Was hast du denn gegen die Kickerei?
Lass doch das Blöde angeben. Und komm dir nicht gleich vor wie ein großer
Verführer. Merk dir, Kerl.
Verführen tun immer die Weiber.
Die Männer halten sich bloß für die Verführer. Dabei sind sie schon längst
die Verführten.
Komm zur Sache, Kumpel.
Gut, gut.
Du kannst es ganz gut.
Du hast ja auch einen schönen Mund.
Dir ist ja auch leicht, gut zu sein.
Ja. Hörst du nichts?
Da pisst doch jemand auf die Treppe.
Still. Sollte der Herrmann um die Zeit schon gekommen sein?
Im Hausflur war der noch nie am pissen.
Das letzte Mal hat er im Kleiderschrank gepisst. Ich habe vorsichtshalber
abgeschossen.
Ich lasse nicht auf die Bude, der pisst doch auf die Treppe.
Man muss den Druck drauf haben.
Ich höre nichts mehr.
Hörst du was, Adi? Nein.
Riechst du nichts?
Du, Adi, was ist da?
Ich hab Schiss.
Fünf nach eins.
Und die Schweine saufen immer noch und haben ihren Wagen dabei.
Arbeit?
Schnapp ich mir einen.
Da vorn!
Lichtsignale im Straßengraben.
Verdammt, Terroristen!
Terroristen? Was sollen die denn hier machen, Herr Hauptmeister?
Die Bank ausnehmen.
Der Galove mit dem Lichtzeichen.
Den nehme ich mir jetzt zur Brust.
Machen Sie das Licht aus.
Aber wo wollen Sie denn hin? Bleiben Sie doch hier, Herr Hauptmeister.
Hände hoch, umdrehen!
Ach, Sie sind's.
Ich bin's, Kommandant Siegfried.
Hey, Sie Schwein! Ja, tut mir leid.
Soll ich dazu Portugal nehmen, Herr Hauptmeister?
Er war Gott. Nur der kann in seinem Suff so was tun, der Jammerlappen. Der
glaubt, ich gehe fremd. Der hat ja schon seinen Verstand versoffen, der Penner.
Jetzt ist Schluss.
Sieht aber nach Einbruch aus.
Das Schloss von der Küchentür, die in den Garten geht, ist stark beschädigt.
Da wird die Polizei nochmal bei mir fragen.
Na ja, es ist ja durch unseren schnellen Einsatz nicht viel passiert.
Sie sind vielleicht gut. Kein Menschenleben.
Ja, vielleicht haben Sie doch einen Verlobten. Was?
Ach ja, Sie sind ja verheiratet. Verzeihung.
Aber ein Dingsbums, der durchgedreht ist, aus Eifersucht oder so.
Das war mein Olla!
Ja, aber wo ist er denn aber? Einer, der durchdreht? Ihm so?
Hat er wohl doch vielleicht einen Grund zur Eifersucht gehabt, ihr Mann?
Ach, nun mal, halblang bitte ich mir aus, weil... Na und?
Und wenn?
Dann ist das doch lange kein Grund mehr, das Haus überm Kopf anzuzünden.
Soll ich dich jetzt zu Adi fahren?
Das ist eine gute Idee.
In der Nacht geht man als Frau nicht allein auf der Straße.
Komm, lass das. Das gibt Komplikationen und...
Du hast die Tür nicht abgeschlossen. Was
ist denn, wenn jetzt ein Schluckspecht reinkommt und noch was trinken möchte?
Und deine Mutter?
Die schläft schon längst.
Komm, Blackie.
Nee, doch.
Lass das.
Das gibt wirklich nur Schwierigkeiten.
Nee, Blackie.
Nee.
Komm, nimm ihn.
Greifen dir.
Drück ihn fest nach unten, sonst... sonst falle ich über dich her.
Vereitelt hatte.
Mach ihm Schmerzen, den Brocken, ja?
Ach, der war noch nie so scharf auf eine Frau. Ach, jetzt nicht, aber...
Drücken du, bitte.
Ich mach's bei dir, weil... Ich will nicht mit dir schlafen, wegen Adi nicht.
Dann eben nicht.
Soll ich dich zu Adi fahren?
Mensch, ich kann doch jetzt nicht mehr zu ihm ins Bett steigen, nachdem...
Warum nicht? Wie du meinst.
Schlagen und besoffen sein, das ist das Bergmann-Sammelschein.
Carola sei ein liebes Mädchen und gib mir noch ein letztes Bier.
Und was hat er noch?
Weißt du, wie du ohne deine Prothese aussiehst?
Wie der Graf Dracula persönlich.
Verarschen mit Blacky Laster. Der Männe tut mir leid. Herr Kopetzki, Sie jähen
jetzt. Sie haben genug.
Pass mal auf, dass ich dem Adi Cerny nicht was stecke von eurem Petting.
Ich habe es genau gesehen.
Aber wenn er mir verspricht, meiner Olle nichts zu sagen, dass ich noch im Wald
bei Halbstark am Treffen war.
Und mit denen habe ich weitergesoffen.
Und da war doch noch die Waldfee. Und du kennst ja mein Riesending, die hat er
draus geholt und war dran am Spielen.
Aber eins, aber eins, das bleibe stehen.
FC Lundheim wird niemals untergehen.
Verdammt Mensch, ich bräuchte mal eine Braut, ehrlich.
So schlecht kannst auch nur du denken.
Carola geht jetzt gleich ab nach Hause zu Adi.
Also quatsch hier nicht rum. Außerdem bin ich mit Adi noch nicht verlobt. Ja.
Wer sich verteidigt, klagt sich an.
Starke Hüftprallung, Krankenschein, Heimatschuss.
Blacky, du hast mich angefasst. Das muss ich melden.
Notwehr, du hast mich weggedrückt.
Ich ja nicht. Du junger, trainierter Fußballer und ich armer, alter Invalide.
Hast du Zeugen, Opa?
Carola, hast du was gesehen?
Nee. Aber es ist verdammt hart, hier eine Frau zu finden.
Wirst du schon finden, aber mach nie Fehler wie andere. Geh nicht mit Frau
von Kumpel in Welt.
Ich hab was über für dich, Blacky.
Bist ein prima Kerl. Ein Fußballer wie Beckenbauer. Immer schön kopfhoch, damit
die Weiber auch alle von deinem schönen Gesicht mitkriegen wollen.
Aber kein Wort von Wald und Halbstarker und Waldfee und so weiter.
Ja, ich war die ganze Zeit über bei Carola in der Spelunke. Bis jetzt, bis
jetzt.
Girl, wenn ihr wüsstet, wie eifersüchtig meine ist, die schickt mir ja noch
Detektive auf den Hals. Aber eins, aber eins, das bleibt bestimmt.
Soll ich euch noch aus dem Bullenkloster fahren?
Wo kommst du denn jetzt her?
Ich hab noch was zu erledigen gehabt.
Okay, danke, Kumpel. Also zum Bullenkloster. Warum kreist er sich
eigentlich immer am Sack? Er will bloß sehen, ob er noch da ist. Das bringt
Glück. Komm, Kumpel.
Steig ein. Kommst du nicht mit, Branko? Mit dem scheiß Schlitten könnte er
allein fahren. Ich geh lieber zu Fuß.
Wohnst du immer noch bei deinem Kostvater, Heine Walter?
Jo.
Tja, wir haben da eine Meldung gekriegt wegen Brandstiftung.
Bei meiner Ollen geht die halbe Fußballmannschaft ein und aus.
Drum fangen Sie mit Ihrem Verhör mal gleich bei Blacky, dem Kapitän, an. Bei
Blacky Clausen?
Wer denn sonst?
Los, Sie haben es gehört. Sie wissen, wo er wohnt.
Warum? Fragen Sie nicht. Fahren Sie hin.
Guten Abend, Heine. Noch auf?
Oh, habe ich dich gestört?
Tut mir leid, ich verschwinde gleich nach oben. Ich wollte gerade die Polizei
anrufen. Die arme Frau da ist zu uns geflüchtet. Ist ja eine Schande, was der
da drüben mit seinem Jachtschein sich alles erlauben kann.
Da willst du die Bullen rufen?
Die Dame ist doch gerettet.
Warum sind Sie überhaupt mit dem Emil nach Haus gefahren? Der hat doch nur
wirklich denken müssen, dass er mit Ihnen was anfangen kann.
Aber doch so nicht.
Erst reißt er mir die Kleider vom Balch und dabei ist mein Mann auf
Nachtschicht. Heine, du Esel.
Hat die Klamotten von seiner Frau im Schrank und kommt nicht auf die Idee,
der armen kleinen Frau auszuhelfen.
Was die kleine Erika?
Marianne?
Monika? Auch nicht?
Biggi? Ja, stimmt.
Was die bräuchte, ist ein Schnaps.
Borowski. Brigitte Borowski heiße ich.
Da habe ich ja mit Biggi richtig geraten.
Stimmt, einen kurzen könnte ich jetzt schon vertragen. Hast du einen, Heine?
Ja.
Wer ist das denn?
Zwei Bullen.
Du hast also doch angerufen.
Wir haben mit Ihnen zu reden, Clausen. Sie machen da einen Fehler.
Gehen Sie rüber zu Emil, dem Masseur.
Der war schon mal beim Psychiater und sagt seitdem immer, so sehe ich eine
Möglichkeit, von einem Maloche wegzukommen. Was reden Sie denn
überhaupt? Was geht denn überhaupt hier vor?
Was macht Frau Borowski hier?
Ja, pass mal auf, Bulli Bullan war mein Lieblingssänger.
Der kleine Emil, der wollte sie vergewaltigen und da ist sie zu uns
rüber geflüchtet und deshalb ist sie hier.
Außerdem ist nichts passiert und für die Sicherheit der Dame verbirge ich mich.
Und ein Kleid von meiner Frau bekommt sie und ein Taxi, das sie nach Hause
fahren kann.
Nee, nee, die Frau muss mit aufs Revier.
Ich meine, so müssen wir die Frau auf der Wache fotografieren, als Beweis.
Wir sind über jeden Einsatz Rechenschaft schuldig.
Wenn Sie sich einsetzen wollen, dann gehen Sie doch rüber zu den Bekloppten.
Dann ist Ihr Einsatz völlig in Ordnung, klar?
Sagen Sie mir nicht, was ich zu tun habe.
Sie wollen also nicht mit mir und meinem Fahrer eine schnelle und unauffällige
Fahrt zu sich nach Hause machen?
Nein.
Sie waren den ganzen Abend über hier?
Zuerst bei der Vereinssitzung und dann hier. Warum?
Wir sprechen uns noch.
Aufmachen!
Aufmachen! Machen Sie auf!
Sie waren heute Abend im Chenu?
Chenu?
Ah ja, Chenu, ja, ja. Da habe ich noch vorbeigeguckt. Im Chenu, da bin ich
beinahe wie zu Hause.
Wissen Sie das nicht?
Woher sollten Sie das auch wissen?
Ich bin nämlich ein ganz großer Tänzer.
Ich kann Ihnen sagen, die Weiber sind ganz verrückt nach mir.
Los,
Mann! Los, Mann!
Jetzt ist aber Schluss!
Los, Mann!
Erzählen Sie mir lieber von der Frau, die Sie mit hierher gebracht haben.
Was?
Was für eine Frau?
Ach, die.
Die kam sofort mit.
Hier, mit dem dollen Fummel. Und dann ging die an mich ran, kann ich Ihnen
sagen. Die hat mich vielleicht angemacht. Die war vielleicht heiß. Und
wie die an mich ran ging, die hat mich geschnappt. Wie die Marilyn Monroe, kann
ich Ihnen sagen.
Ich habe gar nicht gewusst, was ich machen sollte. Die wollte mich gleich
vernaschen. Ich glaube Ihnen kein Wort.
Wenn man ein bisschen was getrunken hat, dann bildet man sich gerne eine Menge
Unsinn ein.
Dann grabscht man ganz gerne einer Frau auch mal unter den Rock.
Sie haben Frau Borowski vergewaltigt.
Ich? Ich soll Biggie Borowski vergewaltigt?
Du fieses Schwein. Du alter Wichser. Was du gern mit ihr gemacht hättest, das
willst du mir in die Schuhe schieben.
Da bist du aber schief gewickelt. Ziehen Sie sich an!
Was? Ich bin verhaftet?
Da hast du dich geschnitten. Ich bin nämlich verrückt.
Das kann ich dir schwarz auf weiß zeigen.
Hier, das ist mein Jagdschein. Finger weg.
Den habe ich mir bitter verdient.
Verdient? Verdient. Auf der Couch, das kennst du doch sicher. Beim Psychiater.
Der hat mir das Äpfelschmeißen abgewöhnt. War ein feiner Mann.
Und siehst du, jetzt bin ich ganz normal.
Frag doch die Vögelchen, die hier rumfliegen. Bei Adolf hätten sie sowas
wie dich kastriert, du.
Streichen Sie das bitte aus dem Protokoll, Kustermann.
Sie sind wohl verrückt geworden, was?
Nee, auf die Art nicht, Herr Hinterhof.
Der von da drüben hat sowohl Baller Baller gemacht.
Ich habe noch einige Fragen an Sie. Darf ich reinkommen?
Wenn Sie nicht die ganze Nacht bleiben.
Wohl kaum.
Was ist denn da unten los?
Polizei ist da. Der Hinterhof.
Geh nicht drunter, Heine. Du kennst doch die Polizei.
Der Hinterhof, der nimmt dich an eng noch fest.
Sie waren also heute Abend hier?
Ja. Ja.
Und vorher?
Das habe ich Ihnen doch schon 20 Mal erzählt.
Dann erzählen Sie es mir eben zum 21.
Mal, Herr Clausen.
In der Kneipe zum alten Fritz.
Wie lange?
Wie lange, wie lange? Woher soll ich das noch wissen?
Fragen Sie Lucky oder Branko.
Danke, ein Ausländer ist für mich kein Zeuge.
Was soll denn das nun wieder heißen?
Sie haben sie wohl nicht alle, was?
Mischen Sie sich nicht in das Verhör.
Ach, das ist ein Verhör?
Sagen wir, eine Befragung.
Richtig.
Fragen Sie den Harry Langer.
Wer ist denn das schon wieder? Harry Langer? Das ist doch der Neu auf dem
Pöt. Der Elektrikerlern. Der spielt jetzt hier Mittelstürmer im Fußballklub.
Ich meine ja nur, Herr Hauptmeister.
Genau. Fragen Sie den.
Der war die ganze Zeit dabei.
Und das ist ein Deutscher.
So, so. Und auf dem Nachhauseweg, da haben Sie nicht rein zufällig bei Frau
Kupetski vorbeigeschaut?
Was soll ich denn da?
Warum? Nun ja, wir werden Ihre Aussage natürlich überprüfen.
Kommen Sie, Frau Borowski. Nein, ich sagte das bereits schon mal.
Kommen Sie, Klostermann.
Also, ich habe ja schon manche Frau ausgezogen.
Ich habe auch schon manchen Stripp genossen.
Wenn sie sich dann aber angezogen haben, habe ich nie so richtig hingeguckt.
Mann, sind sie graziös.
Auch anziehen kann reizen.
Du
willst
sie doch bald vernaschen, ne?
Dann möchte ich aber dabei Beile, Beile machen.
Die ist doch viel zu verschreckt durch den Scheiß mit den bekloppten Idioten.
Halt sie dir warm, Junge.
Der hier Alter bringt sowieso nichts mehr um den Pinn. Sonst wäre sie nicht
in den Genuier jagen werden. Eher auf Nachtschicht ist.
Und deine Frau?
Tu mir eine Gefallen und bümpf sie hier unten.
Gute Nacht.
Ich habe Schmachtasse, was zu spachteln.
Soll ich dir ein Bütterchen machen und dich dann nach Hause bringen?
Oder willst du nach allem Klamauk von mir noch ein bisschen beruhigt werden?
Ich würde mich ganz an dich rankuscheln und dich beschützen, ja?
Ich halte sie mal aus.
Ich bin ganz scharf auf dich.
Komm, nimm mich.
Einmal bei einem Fest, da kam ein Mann zu mir an den Tisch und
erzählte mir ganz stolz, der Fahrsteiger
will mich in Aufsicht nehmen.
Das geht aber nur bei Nachtschicht.
Und da bin ich das erste Mal fremdgegangen.
Mit dem Fahrsteiger.
Für meinen Mann.
Du gehst gern fremd, hm?
Ja, ja, ich bin vom Mann.
Ja, du sollst es wissen. Ich bin es.
Ich bin vom Mann. Ja, ich bin es, ja.
Schon wieder nichts.
Wollen wir noch im Bullenkloster diese Langer befragen, Hauptmeister?
Hauptmeister, soll ich noch zum Junggesellenheim fahren?
Können Sie sich das erklären, Klostermann?
Was erklären?
Was die an dem findet.
Wer? Diborowski?
Was findet die an dem?
Tja, der Geschmäcker sind verschieden, Hauptmeister.
Können Sie mir eine Frage ehrlich beantworten?
Ich will es versuchen, Herr Hauptmeister.
Wieso komme ich nicht an bei den Leibern?
So würde ich das nicht sehen, Hauptmeister.
Doch, doch, sogar ein Ausländer ziehen die vor.
Nicht zum Glauben. Glauben Sie noch immer, dass der Klausen das Feuer gelegt
hat? So zu trauen ist dem alles.
Ich glaube eher, dass der Kupetski selbst der Brandstifter... Ach, was weiß
der denn schon?
Wollen Sie diesen Harry Langer noch sprechen?
Nee, nach Hause.
Wie Sie wollen, Herr Hauptmeister.
Was ist los, ihr müden Säcke? Fecht nicht rum, wir halten heute Fliegen. Mit
eurer rumsaufen und rumpennen ist nicht mehr. Heute kontrolliere ich euch.
Jawohl, kontrollieren. Adi, komm her. Adi, komm her.
Heißt du Adi? Heiß ich Adi? Verzieh dich. Verzieh mich.
Du sag mal, Adi, hattest du heute Nacht Besuch? Was willst du eigentlich?
Du hast mir doch immer gesagt, ich soll erst mit älteren Mädchen anfangen. Die
sind erfahren und kriegen keine Blaren. Ich hab jetzt eine neue, die ist älter
wie ich. Als ich, heißt das.
Und außerdem hast du gesagt, eine schöne Nummer schwächt nicht, sondern bringt
erst richtig Dampf auf den Platz.
Ich habe nichts gegen eine gepflegte Nummer, aber was du treibst, das ist
schon Hurerei.
Der Kupetski hatte recht, dass er dir gestern Pfeffer gegeben hat. Du hast
geschlafen, als er an der Baustelle vorbeikam.
Ja, aber du weißt doch selbst wieder... Ein vernünftiger Fußballer, der schiebt
den Mond beiseite und klappt den Bürgersteig hoch. Und da bist du noch
unterwegs und das passt mir nicht. Was ist denn mit Adi? Der bummst jetzt die
Elke Kupetski. Darauf hat gestern der alte Beiner das Haus über den Kopf
angezündet. Vorher weiß er ihn dann schon wieder.
Lucky weiß eben alles.
Schau dir die Fußballspieler bei der Bundesliga an.
Da kontrolliert um 10 Uhr abends der Trainer, ob die Kumpels im Bett sind.
Ja, Alter, glaubst du denn wirklich, die sind beim Telefonieren allein im Bett?
Ja.
Hey, Harry, guck mich doch einmal an.
Hier ist der Ball.
Ja.
Wir machen jetzt ein kleines Extratraining.
Wenn ich einmal pfeife, dann fängt er zu laufen. Und wenn ich nochmal pfeife,
dann bleibt er stehen. Verstanden?
Verstanden. Also los.
Hopp. Also los. Hopp.
Wenn einer pfeift, dann pfeife ich. Klar?
Pfeifen tue ich. Klar?
Klar.
Jetzt reicht es aber. Los zur Mannschaft!
Was ist denn mit dir los, Adi? Du hinkst ja. Was hast du gemacht?
Ich habe mir einen Fuß verstaucht.
So, jetzt reicht es mir aber.
Der Blacky spielt morgen Libero. Von mir aus.
Ja, du!
Hurege, da ist was, du bist!
Bei dir ist wohl die Pfanne am Dampfen, du!
Mir das Haus über den Kopf anzünden!
Was kürzt du da von Haus anzünden?
Hab heut Nacht in meinem besoffenen Kopf gar nichts mitgekriegt. Erst morgens die
Treppe geguckt.
Oh Herr, was traust du mir denn alles zu, du Miststück?
Ich mein Eigentum verbrennen?
Guck lieber, dass die Waschmaschine in Ordnung kommt und ich nicht immer das
Schwarze anziehen muss.
Sag mal, Vicky, bist du da am wichsen?
Ich kann meine Mimi so lange waschen, wie ich will.
Jetzt komm doch raus, mach schnell.
Ich hab Hunger auf Frikadellen. Du hast wohl einen Triller unterm Pony, was?
Kannst mich doch nicht für dumm verkaufen. Jetzt erst von den Nachttisch
kommen und dann angeben wie tausend Mann. Vicky.
Wie ist denn das mit dem Auto und den neuen Wohnungseinrichtungen?
Und meinen Bisampelz, den ich zu Weihnachten kriegen soll.
Also hör doch mal. Fang mich bloß nicht so an.
Sonst ist nämlich alle.
Aber, Biggie, ist doch alles Kapes, was du da sagst.
Siehst du, morgen gehe ich wieder auf Frühschicht und am Sonntag gibt es 50%
mehr. Da verdiene ich sogar mehr als wie eine T3-Mann.
Und Weihnachten kriegst du doch deinen März.
Versprochen.
Erwinchen, März muss es doch nicht sein. Es genügt doch auch was Billigeres, ja?
Willst du auch reinkommen zu mir? Das musst du verstehen, Biggie. Weißt du,
mit dem Pillenmann klappt das heute doch nicht mehr so.
Ich verstehe schon.
Dass du heute nicht mehr so kannst, wie du gern möchtest, ja?
Wollen schon.
Bist du heute mit beim Rennen, Heine?
Nee, nee.
Heute habe ich was anderes vor.
Was Besseres. Was?
Was Besseres?
Ich habe mir da so ein Buch gekauft.
Ja, was denn für ein Buch? Wir haben doch schon eins.
Da steht es.
Seelische und körperliche Stimulanz für die körperliche Liebe.
Aber Heine, meinst du, dass das dir noch was nützt?
Hier steht, ganz besonders wirkungsvoll ist die indische Art der Kopulation.
In welcher die Pacht dann den Armen gebunden von der Decke hängen?
Heile, was soll das denn?
Du wirst mich doch nicht aufhängen wollen.
Der
ist
schon die ganze Zeit hinter uns her, der Bulle da hinten.
Ich glaube, er ist auf mich so scharf wie Meerrett. Na und?
Mir gefällt er ganz gut.
So? Du kannst ihn haben, früher als du denkst.
Frau Borowski, ich habe Sie ja schon so lange gesucht. Warum denn
so förmlich, Kalle?
Darf ich Biggie zu Ihnen sagen?
Warum denn nicht? Darf ich Sie zu einer Tasse Kaffee einladen? Gerne, wenn Sie
wollen.
Und was ist jetzt?
Jetzt? Das fängt gleich an zu wirken.
Ich merke nichts.
Diesmal habe ich einen ganz sicheren Tipp. Im nächsten Rennen Adler. Adler?
Ja, Adler. Die Tante von dem Jockey ist eine Schwester von der Kassiererin. Also
raus mit den Kohlen.
Wenn du meinst, die 100.
Hier hast du noch einen Brauen.
Ja, danke.
Soll die Arschlöcher nicht reich werden?
Wie ich neulich beim Rennen war, fliegt mir Programm am Boden.
Na, ich bitt mich, kommt der kurzsichtige Jogger daher, haut mir den
Sattel am Buckel.
Besteigt mich? Ja, und? Was heißt, na und?
Zweiter bin ich geworden.
Wenn dein Buch steht, du musst dein Bein um mich rumschwingen. Ja?
Ja.
Und jetzt müssen wir hin und her schwingen. Nee, Heiner, nicht, nicht so
doll.
Und wie kommen wir jetzt hier rum? Das weiß ich auch nicht.
Ich will jetzt Hunger.
Ich will Hunger. Ich will jetzt Hunger.
Schreit doch nicht so laut. Die Nachbarn können uns hören. Sie sollen nicht
einhören.
Ich habe jetzt wirklich genug.
Ich will jetzt Hunger. Warte mal. Da fällt mir was ein. Das könnte vielleicht
gehen.
Der Notruf vielleicht.
Wahlgeschluss für das siebte Rennen.
Wie wäre es, wenn ich Sie für heute Abend zu mir nach Hause einladen würde?
Aber was ist mit meiner Freundin?
Warum so besser?
Ich habe zu Hause im Kühlschrank noch ein paar Mirgin-Eis stehen.
Das könnten wir uns reinschlagen. Wir und... Schnaps.
Und was ist mit Ihrer Frau?
Ich habe keine Frau. Ich bin Junggeselle. Ich habe in der City ein
flottes Apartment mit französischem Bett und diversen Extras.
Ja, mit einem französischen Bett?
Hallo,
Biggie. Da kommt ja meine Freundin. Ich bin ganz zufällig hier.
Das ist meine Freundin.
Stell dir vor, der hat ein französisches Bett.
Aber wenn es nicht ein Französisches wäre, hätte ich glatt Nein gesagt.
Aber so, da bin ich doch neugierig.
Ja.
Aber da ist noch was. Was denn?
Ich habe noch was vor heute Nachmittag. Nein, Sie müssen unbedingt mitkommen.
Aber was ist mit meinen Freunden? Ich habe schon immer gesagt, zwei sind ein
Paar und vier sind noch lange kein Getränk.
Na, mal sehen.
Ja, aber wer ist denn Ihr Freund?
Ist doch unwichtig. Aber wozu brauchen wir die zwei?
Du, wir würden doch heute Abend auch ganz gut zusammenpassen. Ich bin eine
Bombe.
Weißt du, was das Schlimmste ist?
Was denn? Was denn noch?
Meine Mutter kommt noch.
Ich wusste ja doch, dass noch.
Und wann?
Um fünf.
Dahinter wird Origanta gebracht, auch Verena und Nino kommen nach.
Stroblume nach dem Vorteil, Stroblume nach dem Vorteil, Stroblume gar im
Vorteil, dahinter Verena, innen Nino und aus Origanta. Stroblume gewinnt,
dahinter Verena, innen Nino.
Was ist denn hier los?
Ja, weißt du, Mama, das hat mir der Arzt verordnet. Ich habe mit der
Bandscheibe... Bitte, Mama, mach uns doch los. Der Stuhl ist umgekippt.
Aber so nackig.
Na, so was.
Als ob sie nichts zum Anziehen hätten.
Na, so was. Ja, aber ohne Kleider. Ihr könnt euch ja der Tod holen. Ich habe
meine Cousine gehabt. Die war auch so leichtsinnig. Die ist auch gestorben.
Ihr könnt euch auch eine Lungenentzündung holen. Du warst als
Kind schon so empfindlich.
Mach doch bitte, Mami, ich kann nicht mehr.
Ach du, du kannst doch schon lange nicht mehr. Glaubst du, ich hab keine Augen
und Ohren im Kopf?
So was, ihr Schweine.
Schweine seid ihr. So was tut man nicht.
Das ist doch allerhand.
Bandscheibe, Bandscheibe. Wenn ich das schon höre, hast du auch was mit der
Bandscheibe, Lore?
Ja, ja, ich mach ja schon.
Meine Eier!
Wieso deine?
A1, A1, das bleibt geschehen.
FC, das habe ich gern.
Fünf Spiele, ein Siffen. Was?
Zapfen, Streich, alles nach Hause.
Zapfen, Streich, alles nach Hause. Gut, schön, noch ein Bier. Aber dann ist
Schluss. Dann ist Schluss, noch ein Bier. Genau.
Papa, mein Fuß ist soweit in Ordnung. Ich kann morgen spielen.
Prost, auf meinen Erfolg.
Auf wen?
Vierter Fall.
Also auf meinen Erfolg.
Mein lieber Herr Gesangsverein, jetzt reicht es mir aber mit dem
Deutschunterricht. Ist das klar?
Außerdem spielst du morgen nicht.
Nicht? Nein. Dann gehst du einen Steiger schalten.
Ich begrabe meine Liebe, mache einen Leichenschmaus.
Carola, gib mal zwei Bier her. Gib heißt das.
Und du sagst dem Priester, er soll mir Montag einen Tag Urlaub schreiben.
Am Montag kommt man nur dannig, wenn man halbtot ist.
Junge, wie oft habe ich dir das schon beigebracht?
Adi, was hast du denn heute?
Das weißt du ganz genau.
Wenn du wieder so zurückgehst wie im Training.
Oh, Herr Lukas. Oh, Familie Lukas.
Karola, ja.
Was darf ich Ihnen bringen? Zwei Bier und ein Cola, Karola.
Guten Abend.
Und die Herren?
Oh, eine Fanta.
Ich auch eine. Zwei Fanta, blonder Panther.
Vielleicht, Herr Lukas.
Sonntag ist alles gespielt.
Neue deutsche Liebespaar. Bata Illich und Sonja Ziemann. Sehe ich aus wie
Sonja Ziemann? Nee.
Aber mit dem Alter dürftet ihr hinkommen.
Du bist ja bloß neidisch, weil der jetzt auf mich steht, du alte Schnapsbrotel.
Was hast du gesagt?
Au! Au!
Au!
Au! Au!
Au!
Au! Au! Au! Au! Au!
Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au!
Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au!
Au! Au! Au!
Au!
Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au!
Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au!
Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au! Au!
Au! Au!
Au!
Au! Au!
Au!
Au Sonntag gibt es 50% mehr, kann ich alles meiner Frau nach Polen schicken.
Ich trinke lieber ein bisschen weniger und kann alles meiner Frau nach Hause
schicken. Ich wäre lieber bei dir, aber du siehst ja, die Bude ist brechend voll
hier. Ich warte, bis du Schluss gemacht hast, dann gehen wir noch ein bisschen
zu mir.
Da,
der Kubecki, ist besser auf Branko, spielt ganz schlecht.
Czerny muss Branko nehmen und fest trainieren, viel.
Ja, weil ich zu fett geworden habe, keine Luft mehr.
Tja, dieses Spiel gucken wir uns noch an. Und dann zu Pfingsten ab nach Monte
Carlo.
Schon wieder Monte Carlo. Niedrige Frau, habe ich gesehen im Fernsehen.
Monte Carlo.
Das war's.
Junge, verliebte Leute.
Liebesfrau. So, das wär's. Ich gehe jetzt. Gute Nacht, Fräulein.
Gut.
Okay. Gute Nacht.
Gute Nacht.
Es wäre vielleicht besser, wenn ich mitgehen würde.
Dann könnte er mich beschützen.
Ja, geh doch, mein Kind. Mutter, ich werde ja auch nicht alt.
Gute Nacht.
Gute Nacht. Lieb ist die. Lass doch, Hermann, gratuliere.
Komm, Elke, lass uns aufbrechen.
Ich habe Morgenschicht und du bist auch nie mehr Tänge.
Ach, du tust ja gerade so, als ob ich dich zur Morgenschicht mache.
Ach, da penne ich ja noch selig.
Mach deinen Scheiß alleine, wie immer, Olla. Und außerdem kannst du wieder auf
dem Sofa im Wohnzimmer schlafen.
Bei mir kommt sie nicht mehr ins Bett.
Was du für Ringe unter die Augen hast. Der Blecki scheint im Bett besser zu
sein als hier auf dem Platz.
Wer ist denn?
Großvater.
Alter Drecksau.
Hey, spinnst du?
Seid ihr verrückt?
Komm, komm, komm. Du setzt dich auf deinen Arsch.
Und du verlierst sofort das Lokal. Raus. Du auch, Kleiner.
Jetzt werden wir mal Ordnung schaffen.
Blecke je du jetzt aus. Hau ab, mit dem hab ich noch zu reden.
Seid ihr denn bekloppt? Aufhören, hört auf!
Arschloch!
Oh, und Sie am Hausverbot.
Verlassen Sie das Lokal. Verlassen Sie mein Lokal.
Aufhören!
Aufhören!
Schicken Sie sofort einen Streifenwagen.
Aufhören!
Ich werde dir mal für Ordnung sorgen.
Aber aufs Gehen. Was machen Sie denn so förmlich, Kalle?
Hauptmeister, ich bin im Dienst.
Sorgen Sie doch mal für Ordnung hier.
Ich werde schon für Ordnung sorgen. Gehen Sie so lange raus, Herr Borowski.
Aufhören Sie von auf und auf!
Das werden Sie mir büßen, Sie sind festgenommen, Krippin Arowitsch!
Aus dem Weg bleiben Sie stehen, Krippin Arowitsch! Der hat Ihnen doch gar nichts
getan! Herr Hauptmeister, kann ich Ihnen wirklich sagen, dass der Weg kommt? Ja,
ja, durch die Küche.
Aber Herr Hauptmeister, lassen Sie mich doch los! Sie halten mich doch! Wo werde
ich denn?
Haben Sie den Jugoslawen gesehen?
Nein, hier ist keiner vorbeigekommen. Dann ist er nach hinten raus, Lampe.
Aber was ist denn los? Hat er nicht Zeit?
Morgen ist er ja auch noch da. Ich werde mich doch von diesem dreckigen Ausländer
nicht verarschen lassen.
Licht ausspannen!
Sie sind festgenommen, Krivenarovic. Bleiben Sie stehen!
Du hast gesehen, wie er mich angegriffen und bedroht hat.
Ich bin gerade zurechtgekommen, um dich vor einer Vergewaltigung zu schützen.
Mädchen, ich komme in Teufels Küche, wenn du jetzt was anderes sagst. Sie
Schwein. Oh, Blackie.
Blackie. Oh mein Gott. Was ist denn mit dir los, Blackie?
Ich bin im Arsch.
Ich bin im Arsch. Was bist du?
Ich bin im Arsch getroffen.
Wenn es weiter nichts ist.
Nimm die Hände weg, du Mörder.
Mörder! Mörder!
Ich schließe mir heute ein Wohnzimmer ein, sonst ballerst du mir wirklich
einen Hammer über den Schädel, wenn ich am Pendeln bin. Du bist zu allem fähig.
Das war schon sehr lustig in deiner Kumpelkneipe.
Schön, dass es dir gefallen hat, Liebling.
Meinst du, dass Ute schon zu Hause ist?
Ach, die schläft schon lange.
Bitte.
Schön hast du es hier. Na ja, ist nur ein bisschen klein.
Meinst du...
Dass der Nachbar uns hören kann, oder?
Nee, der pennt schon.
Aber das Bett, quietscht das?
Nee.
Wer steht denn heute in Ihrer Gunst? Die Kaiserin.
Du weißt doch.
Branko? Der schöne Jugoslaw.
Nein. Der macht mit so einer blöden Kumpelfrau rum.
Adi? Du nimmst der geilen Carola.
Den flotten Jungen weg.
Der stößt dich jetzt so, wie der Kerzenblatt laufen kann.
Komm jetzt auch.
Komm jetzt auch.
Komm jetzt auch, Adi.
Du.
Ich muss dir was sagen. Ich habe noch nie was mit einem Mädchen gehabt.
Und ich habe jetzt richtig Schiss.
Dass ich dich enttäusche, wurde doch schon mit Blackie und... Harry, das war
taktlos.
Tut mir leid.
Aber ich muss dir eigentlich auch was gestehen.
Ich hab's auch noch nie.
Du bist noch?
Mhm.
Schlimm was?
Nein! Adi schafft es nicht!
Aber Blackie!
Der Libero!
Nein!
Der auch nicht.
Vielleicht der Italiener.
Ah, der Lucky.
Nein, zu nett.
Zu lieb.
Nein.
Doch, der Jugoslave.
Banko. Ja, jetzt stößt sich der Jugoslave.
Er bringt dich um. Jetzt schlägt er dich zusammen.
Aber du musst...
Ganz schnell reinstoßen und ganz langsam rausziehen.
Ganz schnell rein und ganz langsam raus.
Warum?
Schau, so schwer kann es doch nicht sein. Unsere Eltern haben es doch auch
gekonnt. Und unsere Großeltern auch.
Sicher, aber ich meine, sollte man das erste Mal nicht mit einem... Ich meine
mit einer, die schon mal...
Vielleicht ist es wirklich besser, wenn wir noch etwas warten.
Ja, und wie lange?
Nicht länger als zehn Minuten.
Das ist nun das Leben.
Maloche, Maloche.
Scheiße.
Schluss machen.
Einfach Schluss machen.
Auf Zeche.
Ich gehe auf Zeche.
Da sieht mich kein Schwein.
Da bin ich ganz allein.
Die Frau meiner Frau ist ein Raubtier.
Hier mache ich es.
Ach, bin ich müde.
Hey, da pennt ja wieder der tranige Kupettstuhl.
Oh, heute hat der sogar eine Doppelpulle dabei.
Da muss der am Wochenende ganz schön gesoffen haben. Der riecht doch so. So
wie der pennt, muss der aber einen Brand haben.
Ja, Mann, wach auf. Ich klau mir eben was aus deiner großen Pulle. Hast du was
dagegen? Bei deiner laumer Loche brauchst du doch nicht so viel.
Hey, Kumpel, Moment.
Gib mal her.
Hey, Kommitant.
Komm, lass mich doch probieren.
Ist bestimmt wieder Whisky im Kaffee.
Wisst ihr schon, heißt es?
Die Russen schicken uns Polen 100.000 Eier. Da muss es euch doch gut gehen.
Da hängen ja 50.000 Russen dran.
Das könnte so passen. Seinen Whisky sauf ich allein.
Na, Prost!
Ja, Prost!
Das ist nicht fair, ne? Allein trinken.
Den ganzen Whisky.
Die Scheißer gewinnen doch nie! Du Teufel! Was? Was ist denn, Kummetat?
Das stinkt richtig.
Was ist das?
Was hast du denn, Kummetat?
Hermann, ruf den Werksarzt an! Mach schon!
Da oben steht die Nummer.
Dann los mit dir.
Ich glaube, der hat ein Herzinfarkt. Ich laufe vor zum Schleifkorb und sage den
Kumpels Bescheid.
Hermann, was ist denn das für Scheiße in deiner Blechpulle?
Der atmet nicht mehr.
Herr Doktor, der Kumpel tat es tot.
Und nun erzählt mal dem Kommissar der Reihe nach.
Am besten beginnen Sie, Herr Dreimann.
Ja, das war so.
Wir haben eben Schicht gemacht und da kam er bei Hermanns Übergabe vorbei.
Hatte warm schlafen und rührte sich nicht.
Herr Kommissar, ich durfte pennen. Ich hatte offiziell noch keine Schicht.
Herr Kommissar, so viel von Untertage weiß ich, dass mir keiner erzählen kann.
Ein Kumpel vergisst alles um sich herum und ist dabei seelenruhig am pennen.
Angesprochen werden und keine Reaktion zeigen, das gibt es nicht.
Bei einem Kumpel ist es wie bei einem schlafenden Raubtier, das die Gefahr um
sich herum genau erkennt.
Also nee, so tarnig kann kein Mensch sein.
Aber Herr Doktor, Sie sind doch am Verstehen. Wenn man einen gepichelt hat
und Trouble mit der Alte dabei kommt und wenn man zu Hause nicht einpennen kann
vor lauter Ärger, da ist man unter Tage schnell weg vom Fenster.
Na ja, und weiter?
Ja, der Kommitant, der nahm aus Hermanns Pulle einen Schluck und dann fiel er
zusammen. Hermann, das ist kein Anschiss. Ich will dir nichts. Das muss
gesagt werden.
Ein Infarkt bei der Pollack? Nee, der ist kerngesund.
Der Kerl hat noch nie geklagt.
Die Kaffeepulle wird im Labor überprüft.
Dem Kommitant wird sein Magen soeben ausgepumpt.
Seine Chancen stehen allerdings ziemlich schlecht.
Herr Kopetzki.
Konnten Sie Herrn Kummetat eigentlich gut leiden?
Was? Sie denken doch nicht, dass ich dem Pollack, äh, dem Oberschlesier, was
antun wollte.
Ich, ein Kumpel, ein Kamerad umbringen?
Ja, das ist doch wohl das Letzte. Sie sagten doch, dass Sie angeblich schlecht
geschlafen hätten.
Ja. Sie sagten aber auch, dass Sie in letzter Zeit eine nicht gerade sehr
glückliche Ehe führten. Ein bisschen Lebensüberdruss, wohl? Ha, meine Alte
betrügt mich schon seit Jahren.
Mit der ihr Fremdgehen habe ich mir längst abgefunden.
Was genau sagte Ihre Frau auf dem Nachhauseweg?
Ja, vor der Haustür war sie am Brüllenmörder.
Und leise sagte sie, sie haut mir im Schlafe mit dem Hammer über den Schädel.
Da habe ich natürlich auch zu brüllen angefangen. Von wegen, ich schließe mir
ein Wohnzimmer ein, denn ich hatte plötzlich Echtmanschetten vor der Eulen.
Nee, nee, nee, nee, nee, ist nicht.
Wenn der Kometat keinen Infarkt gekriegt hat und da war plötzlich Gift in meiner
Pulle, da muss Elke mir das reingetan haben, anders kann das gar nicht sein.
Oh, Herr, womit habe ich das verdient?
Haben Sie eigentlich giftige Präparate im Haus?
Nicht, dass ich wüsste.
Emil, der spielt doch gar nicht heute.
Der spielt nicht?
Trainer, ich muss Ihnen was sagen, der Blacky ist bis jetzt immer noch nicht
hier. Lass mich in Ruhe. Also, pass auf Männer, denkt dran, was wir gestern
Abend gesprochen haben. Trainer, ich muss Ihnen wirklich was Wichtiges sagen.
Lass mich in Ruhe, habe ich gesagt.
Ich will es nicht wissen.
Aber es handelt sich doch um Blacky, nämlich da hat mich der Borowski an...
Ruhe, was ist mit dem Blacky?
Jetzt habe ich keine Lust mehr.
Trainer! Was ist denn? Becky kann nicht spielen.
Was ist denn mit dem schon wieder passiert?
Ein Bulle hat ihn angeschossen, angeblich in Notwehr. Mann, der Becky
kann doch keiner fliegebar zu leide tun.
Ist er schwer verletzt?
Nein, nein, hier in den Arsch hat er ihn geschossen.
Was? Adi, du gehst rein.
Siehste, Vater, warum hast du das nicht früher überlegt, wie jetzt? Früher als
jetzt! Jawohl, Trainer.
Pass auf, du hast den stärksten Mann gegen dich. Der hat schon in der
Bundesliga gespielt.
Kettner heißt der, die Nummer 9, den haben sie schon damals den Bomber
genannt. Weiß ich. Ja, was machst denn du da?
Ist das alles? Leider habe ich schon geschlafen. Ich habe nichts gehört, aber
wie meine Olschen ins Schlafzimmer gekommen ist, war ich sofort voll da.
Sie erzählte mir, dass der Kopetzki richtig Manschetten vor seiner Olschen
hat und sich zum Pennen im Wohnzimmer einschließen muss.
Ja, aber da ist doch noch der Jugoslave da. Und der Blecki Klausen. Der Klausen
hat leider ein einwandfreies Alibi. Er liegt seit gestern im Krankenhaus.
Was? Der Blecki spielt nicht?
Wen wird denn der Czerny dann aufstellen? Hast du schon gehört?
Den Polen, den Schlesischen, den Kommittat hat zerwischt. Herzanfall. Das
interessiert mich doch nicht. Viel wichtiger ist, dass der Blecke nicht
spielt.
Guten Tag.
Sie liegen ja verkehrt rum. Verkehrt oder nicht verkehrt. Am liebsten würde
ich hier überhaupt nicht liegen.
Ach, warum denn so krank?
Ach, wenn Sie wüssten.
Die laufen jetzt gerade ein.
Laufen ein?
Wer läuft ein?
Meine Mannschaft.
Meine Mann...
Ach, das verstehen Sie nicht. Geben Sie mir die blaue Tasche rüber, Schwester.
Ich bin gar keine Krankenschwester. Meine Freundin und ich haben was
ausgefressen. Der Richter hat das Verfahren zwar eingestellt, aber er hat
uns zu sechs Wochen Krankenhausdienst verdonnert. Alles was recht ist.
Krankenschwester werde ich nie.
Aber heute ist mein letzter Tag.
Na, wie wäre es denn mit uns zwei?
Ach, reden Sie nicht so viel.
Blacky ruft Nippel. Blacky ruft Nippel.
Nippel ruft Blecki.
Nippel ruft Blecki.
Also, Sie fangen gleich an.
Für dich spielt der Adi.
Sonst ist die Mannschaft hier immer. Jetzt hat er angepfiffen.
Ja! Ja!
Ja! Ja!
Ja! Ja!
Ja!
Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja!
Ja! Ja!
Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja!
Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja!
Ja! Ja! Ja!
Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja!
Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja!
Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja! Ja!
Ja, was macht er denn da?
Steht er? Der muss ihn doch angreifen.
Branko! Branko hat geklärt.
Oh, das darf doch nicht wahr sein. Er hat den Ball verloren.
Hast du gehört, Tor?
Ketten wir den sonst?
So eine Scheiße.
Schon 1-0 zurück.
Und schon geht's wieder weiter. Der Ball kommt zu... Ja gut, komm, lass das!
Renn, Luki, renn, renn!
Ja,
dann ist er elf Meter! Jawohl, elf Meter ist er!
Jawohl, elf Meter!
Elf Meter!
Mensch, Becky, wer schießt jetzt? Danke, wenn du nicht da bist.
Der... der beachtet mich gar nicht. Der spinnt total.
Der hängt da an seinem Walkie-Talkie.
Vielleicht hast du mehr Glück.
Mal gucken.
Mich hat bis jetzt noch keiner übersungen.
Toi, toi, toi.
Mensch, sowas habe ich ja noch gar nicht gesehen. Warum greift denn der Adi nicht
an? Mensch, die kriegen den Ball nicht weg. Warum greift denn der Idiot nicht
an? Paul, Paul!
Der Schiedsrichter, der sieht überhaupt nichts. Der muss blind sein, muss der
Idiot. So ein Blödmann. Mensch, Blecki, der Adi kann dich überhaupt nicht
ersetzen. Der ist doch gegen dich eine Flasche, eine Wettbewerbflasche.
Entsetzlich, sehr grauenhaft.
Juhu, Juhu.
Jetzt haut auch noch der Branko vorbei. Blecki, Blecki, warum bist du nicht
hier? Sag, dass er der Mann ist.
Selbst wenn sie volle Äpfel verkaufen wollten.
Warte, warte, das sieht schon besser aus.
Branko passt zu Adi. Adi gibt zurück zu Branko. Branko wieder zu Adi. Adi wieder
zu Branko. Branko wieder zu Adi.
Was ist los? Der verliert den Ball. Die machen uns doch glatt so ein Minna.
Der Kettner im Alleingang. Wird spielt 1-2.
Verdammt, pass doch auf.
Tor, Tor, auch das noch.
Der ist durch unsere Deckung durchspaziert, als ob da keiner da
gewesen wäre.
Was für Idioten.
Kettner, Kettner war das wieder. Der macht mit uns, was er will. Das zweite
schon.
Nannu?
Wo kommen Sie denn her?
Vom Mond. Warum?
Gibt es denn da nichts zum Anziehen? Ach, was? Das haben Sie auch schon
bemerkt? Ist das hier erlaubt?
Nein. Rauchen ist hier strengstens verboten. Haben Sie keine Angst, dass
Sie sich verkühlen? Danke. Ich habe vorsichtshalber zwei Aspirin genommen.
Aber wenn nun jemand reinkommt?
Um die Zeit kommt niemand.
Es ist ja auch keine Besuchszeit.
Oder erwarten Sie etwa Besuch?
Ach, meine Verwandten, Bekannten, Freunde und Bräute.
Die sind um die Zeit alle im Stadion. Außerdem passt meine Freundin draußen
auf. Hm, schön organisiert seid ihr hier. Alle Achtung.
Danke. Aber, da ist noch was.
Was?
Wie stellen Sie sich das technisch vor? Ich meine, ich bin doch verletzt.
Aber doch nicht da.
Nee, da nicht. Der Buller hat mich am Arsch getroffen. Ah, dann ist ja alles
in bester Ordnung.
Hier.
Na?
Bravo. Das hast du gut hingekriegt.
Übung macht den Meister. Ich habe schon mal mit dem Jans eingehüpsten gebumst.
Nur das wichtigste Teilchen war draußen.
Hey, wohin rennst du denn?
Zu die Kabinen.
Das kommt nur von eurer verdammten Sauferei.
Gerade werde ich doch zu packen, Mann. Zu packen.
Ich mache dich fertig. Lauf dich warm. Du gehst rein. Ja, Trainer.
Ich habe es geschafft.
Ich habe gesagt, wir sind von der Presse.
Das hast du aber gut gemacht.
Oh, zwei Damen.
Ganz was Neues. Wir hätten ja ein Interview.
Aber nicht jetzt.
Nach dem Spiel.
Sie waren großartig.
Sie haben mich direkt schwindelig gespielt.
Was ist los?
Kann ich was für Sie tun?
Kann ich Ihnen helfen?
Ja, ein Schluck Wasser, bitte. Ein Schluck Wasser, kommen Sie mit. Aber
doch nicht hier.
Ach so, ja, das ist ja die... Sie auch.
Aber auf die Dame Toilette. Ich habe doch kein Geräusche dabei.
Hier oben fehlt mir nichts.
Aber hier unten...
Sie habe ja gar keine Hösle an. Im Sommer nie.
Aber wir haben doch erst Frühling.
Deshalb habe ich ja auch schon so schlimme Gedanken.
Ist Ihnen denn jetzt nicht mehr schlecht?
Nein, jetzt nicht mehr.
Oh ja, weiter.
Kommt, kommt, bald euch.
Bist du da, Blackie?
Blackie? Oh, ich höre dich. Mach weiter.
Mach weiter, mach weiter. Nicht aufhören.
Er drückt mich mehr.
Der Fessler, der Junge.
Hallo, was ist denn?
Warum stellst du das in Abkunft? Finger weg, lass das. Das hört man nicht alle
Tage.
Wo ist denn der Kettner? Keine Ahnung. Der Bomber.
Ist er verletzt?
Oder was?
7, 8.
Weiter so! Weiter so! Weiter so!
Darf doch nicht wahr sein, Herr Kommissar, was Sie mir da in die Schuhe
schieben wollen.
Ich muss Sie wegen Verdacht auf Mordversuch an Ihrem Mann und an Herrn
Kometat festnehmen, Frau Kopetzki.
Packen Sie das Nötigste für Ihren Aufenthalt im Untersuchungsgefängnis und
kommen Sie mit zum Verhör.
Ein Rechtsanwalt Ihrer Wahl können Sie selbstverständlich... Das hat mein Kerl
mir eingebrockt, Herr Kommissar. Der hasst mich so, dass er irgendeine
Scheiße gebaut hat, von der Sie mir noch immer nichts erzählt haben.
Kühren Sie mich da doch, damit ich mich verteidigen kann. Was ist passiert?
Wir reißen Ihnen den Kopf schon nicht ab, Frau Kupetski.
Das mit dem Kometat haben Sie ja nicht gewollt. Aber weil das mit dem Kometat
passiert ist, kann Ihr Mann nicht der Täter sein.
Weil ich fremdgehe?
Mit Ihrem Fremdgehen hat sich doch Ihr Mann längst abgefunden.
Oder irre ich mich da?
Das tun Sie doch schon seit Jahren, Frau Kupetski.
Haben Sie ein Telefon?
Ja, draußen.
Unfallstation, hier Kriminalkommissar Elmbrauck. Verbinden Sie mich mit
Station 7.
Hallo, Dr. Paul.
Wie steht es um den Patienten Kummetat?
Schlecht.
Sehr schlecht?
Haben Sie noch Hoffnung?
Wie steht's denn? 2-2.
Was? Kometar? Alter, Mann!
Verzeihung, Opa Schlesier! Wo kommst du denn her? Ich dachte, du bist schon am
Abkratzen. Der alte Kometar lässt sich nicht so leicht umbringen. Noch dazu bei
so wichtigem Spiel. Da, schau!
Na, was ist?
Ja, wer sind Sie denn?
Ich bin der Ersatzmann. Los, weiter!
Darf ich mal den Harry zum Kaffee einladen? Aber natürlich.
Entschuldigung.
Wer ist denn das?
Sieh dir was an.
Wer ist das?
Die Nachtschwester Ingeborg.
Jo, Moment mal.
Blecki, wir haben sie ver... Emil, wo sind denn?
Blecki, wir haben sie vernascht. Wir haben sie... Du sie aber auch.
Woher willst du das wissen?
Emil weiß alles.
Oh, danke.
Für Sie.
Sie verwöhnen mich.
Ja,
dann...
Guck mal, du hast ja ein Triller-Autopony. Sonntag, morgen hast
du Pumpern und Montag wieder Anfahren.
Wo gibt es denn so was? Geld stinkt nicht. Weißt du, ich brauche für meine
Frau in Polen.
Bergmannsprämien mitnehmen will sich ein Baller. Was?
Verzeihung, Oberschlesien. Ja, also. Ja, jetzt fällt es mir erst ein. Du hast
mich wohl vergiften wollen.
Nicht dir. Mir wollte ich umbringen, Kumpel. Ich wollte Schluss machen.
Was?
Du, und dafür sitzt deine Olle jetzt im Knast.
Morgen feilst du die Bullen und klär alles auf.
Ja, warum denn morgen erst?
Eine Nacht lass ich sie noch schmoren.
So, da wären wir, Frau Kopetzki. Und nichts für ungut.
Ist ja nicht Ihre Schuld.
Also dann, auf Wiedersehen kann ich ja schlecht sagen.
Aber warum denn so eilig? Kommen Sie doch rein. Auf eine Tasse Kaffee. Mein
Mann ist auf Schicht. Wir könnten uns sehr schön und lange unterhalten.
Warum nicht?
Kommen Sie doch rein.
Kommissar Ellenbrock.
Kommissar Ellenbrock, bitte melden.
Bitte, bitte!
Bitte!
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